Bücher mit dem Tag "piraterie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "piraterie" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Die Kleiderdiebin (ISBN: 9783453418677)
    Natalie Meg Evans

    Die Kleiderdiebin

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Caillean79

    Mit der jungen Alix Gower, englischstämmiges Mädchen in Paris, habe ich die Welt der Mode in den 1930er Jahren entdeckt und mich gut unterhalten. Die Geschichte von Alix, die als Näherin in einem Haute Couture-Haus Anstellung findet und in die Modepiraterie zwischen den Weltkriegen „hineinrutscht“, ist fesselnd erzählt und hält den Leser trotz einiger kleiner Längen bei der Stange (also in diesem Fall bei der Seite).

    Erstaunt hat mich, dass neben dem aufkommenden Nationalsozialismus auch der spanische Bürgerkrieg eine Nebenrolle spielt und die Geschichte dadurch noch mehr Dramatik gewinnt. Diese historischen Entwicklungen werden jedoch nicht überstrapaziert und fügen sich dadurch gut in die Story ein. Diese Balance finde ich gelungen.

    Der Roman spielt fast ausschließlich in Paris, in Rückblenden kommt auch dem Elsass eine Rolle zu und an einigen Stellen sind Spanien und die USA im Fokus.

    Positiv kann man außerdem hervorheben, dass der Anhang zum Buch sehr liebevoll gestaltet ist – neben dem obligatorischen Dank der Autorin gibt es „Alix‘ Skizzenbuch“ mit Anekdoten über die Mode und ihre Schöpfer(innen), ein Rezept für französische Zwiebelsuppe sowie zusätzliche Kapitel zu den wahren und erfundenen Personen und Schauplätzen des Buches und zur Mode und Weiblichkeit in den 30er Jahren. Sehr aufschlussreich! Das tröstet letztlich darüber hinweg, dass man den Inhalt des Romans durchaus ein wenig hätte straffen können.

    Zu empfehlen ist das Buch aber auf jeden Fall, am besten als Urlaubs- oder Entspannungslektüre.

  2. Cover des Buches Deadwater - Das Logbuch (ISBN: 9783791500492)
    Tobias Rafael Junge

    Deadwater - Das Logbuch

     (33)
    Aktuelle Rezension von: -Coco-

    Klappentext: Logbuch-Eintrag: Schulschiff verschollen Mysteriöser Erpresser! Ein Schulschiff voller Jugendlicher mitten auf dem Indischen Ozean. Nacht für Nacht verschwinden die Erwachsenen und ein grausamer Erpresser zwingt die Schüler zu terroristischen Aufgaben. Und tatsächlich: bald taucht die erste Leiche auf, eine der Lehrerinnen.

    Meinung: Deadwater – Das Logbuch, wird durch Einträgen der verschiedensten Leute mit Koordinaten, kleinen Skizzen, Notizen usw. erzählt. Durch die Einträge der verschiedenen Personen, kann es anfangs etwas Verwirrenden sein bis man den Durchblick hat und die einzelnen Geschichten/Einträge den richtigen Charakter zuschreiben kann. Trotzdem ist die Geschichet um Chris und seiner Crew spannend und einmal irgendwie anders. Außerdem befinden sich am Rand der Einträge immer ein paar Notizen der anderen Crewmitglieder (Was sie dazu denken oder lustig-unnötige Kommentare). Manchmal befinden sich auch ein paar hübsche Skizzen und Zeichnungen im Buch, wie beispielsweise am Anfang wo sich eine Skizze des Schiffes mit Beschriftung (damit man sich auch auskennt) befindet, aber auch ein Gruppenbild der ganzen Mannschaft gibt es zu sehen. Der Schreibstil des Autors ist ganz nett und die Geschichte wird gut dargestellt, manchmal etwas verwirrend aber man kennt sich schlussendlich immer aus. Es ist sehr spannend nach und nach herauszufinden was mit den Lehrern passiert ist und warum das alles passiert etc.… Ich kann nur sagen, es steckt mehr dahinter als man anfangs vermutet. Schlussendlich denkt man über einige Dinge, die in dem Buch angeschnitten werden nach.

    Fazit: Ein wirklich schön aufgemachtes Buch, wo man erkennen kann, dass sich wer über das Layout etc.  Gedanken gemacht hat. Es macht Spaß das Buch zu lesen, da es durch diese einzigartige Aufmachung anders ist. Die Geschichte um Chris und seine Freunde ist spannend und erschreckend, wenn man genauer darüber nachdenkt.  

  3. Cover des Buches Bucht der Schmuggler (ISBN: 9783426516935)
    Ulf Schiewe

    Bucht der Schmuggler

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Da der Bremer Kaufmann Jan van Hagen dem Schuldturm entgehen möchte lässt er sich auf eine waghalsige Fahrt ein: Er bringt Schmugglerware nach Santo Domingo auf Hispaniola.


    „Bucht der Schmuggler“ von Ulf Schiewe ist streng genommen ein Sammelband bzw. eine Komplettausgabe der fünfteiligen eBook-Serie „Gold des Südens“. Dieser wird zwar meist unaufgeregt und ruhig erzählt, bringt aber dennoch die Spannung der Schmuggelei und den Reiz der Westindischen Inseln herüber. Schön sind auch die kleineren Hintergrundinformationen, die Ulf Schiewe quasi en passant mit einfließen lässt und der Geschichte auch ihre historische Verwurzelung mitgeben.

    Leider ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Ungeschönt wird auch auf den damaligen Sklavenhandel aufmerksam gemacht, mit all den Seiten, die das Bestialische aus einem Menschen herauslassen.

    Hier ist auch mein einziger Kritikpunkt: Zwar ist das Buch bereits 2015 erschienen, also zu einem Zeitpunkt, als aktive Rassismusdebatten wenn überhaupt, dann eher verhalten geführt wurden. Aber die in dem Roman doch recht häufige Verwendung des N-Wortes stößt aus heutiger Sicht doch recht sauer auf.


    Dennoch handelt es sich bei „Bucht der Schmuggler“ um einen wirklich gut gemachten und empfehlenswerten historischen Roman, der eine interessante Thematik wirklich gut aufarbeitet.

  4. Cover des Buches Die Verzauberung der Schatten (ISBN: 9783596296330)
    Victoria Schwab

    Die Verzauberung der Schatten

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    4,5 ⭐️

    Im Vergleich zum ersten Teil, der nunmehr wie ein Warmlaufen wirkt, konnte dieser zweite Teil mich endlich richtig packen. 

    Neben Lila und Kell, treten auch neue und wirklich interessante Charaktere auf. Ich sage nur Alucard Emery 😋 unheimlich attraktiv!

    Die Spannung steigt gut an und endet in einem leichten Cliffhanger. Einige Fragen bleiben nach wie vor offen und ich hoffe, dass die Antworten in Band drei auf mich warten!

  5. Cover des Buches Viviaces Erwachen (ISBN: 9783442249213)
    Robin Hobb

    Viviaces Erwachen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Althea kämpft darum ihr Schiff zurückzubekommen und ihre einzige Hoffnung ist der Schwur, welcher Kyle Haven vor Zeugen getätigt hat. Wenn sie ein Schiffszeugnis erhält, dann bekommt sie Viviace zurück. Allerdings besteht das Problem, dass kein Seemann eine Frau an Bord holt, weshalb sie sich als Schiffsjunge beweisen möchte.

    Inzwischen spitzt sich die Lage auf der Viviace immer weiter zu. Kapitän Kyle Haven hat seinen Sohn Wintrow dazu gezwungen, als Schiffsjunge mit zu segeln, damit Viviace ihren Blutsverwandten an Bord hat. Aber dieser hält weiter daran fest, eine Chance zu finden, um seinen eigentlichen Weg als Priester durchzusetzen. Diese Unstimmigkeiten manövrieren das Schiff unweigerlich in eine Katastrophe.

    Zuhause in Bingtown wird die Lage auch immer brenzliger. Die Vestrit-Familie ist hochverschuldet und Malta, die Tocher von Kyle und Keffria möchte als Frau eingeführt und umworben werden. Das Mädchen versteht aber nicht, welche Gefahren das für sie birgt.

    Kapitän Kennit, der Pirat, hält weiterhin daran fest, dass er ein Lebensschiff kapern möchte, um damit seine Macht auszubreiten. Er verdient sich bereits seinen Ruhm und die Anerkennung dadurch, dass er Sklavenschiffe kapert und damit die Sklaven von ihren Elend befreit.

     

    Im zweiten Band nimmt die Reihe deutlich an Fahrt auf. Es sind die vielen Handlungsstränge, die den Leser im Atem halten und am Ende weiß ich immer noch nicht, welchen ich am Schlimmsten finden soll, denn alle sind auf ihre Art ziemlich tragisch.

    Was mir am zweiten Band sehr gut gefallen hat, dass hier wesentlich mehr Dynamik herrscht. Genau hier setzt das ein, was ich im ersten Band noch als kritischen Punkt gesehen habe. Und gleichzeitig ist die Reihe sich treu geblieben. Ja, es passiert wesentlich mehr als im ersten Band, aber dennoch wird weiterhin sehr viel Wert auf die Figuren und deren Beziehungen zueinander gelegt. Nicht die Geschehnisse sind es, die mich im Atem halten, sondern wie die Figuren dann damit umgehen, wie sie zueinander stehen, wie sie einander unterstützen oder eben auch nicht. Es hat sich erneut gezeigt, dass die Grausamkeit in den Menschen selbst liegt.

    Gerade wenn man sich die Geschichte um Wintrow betrachtet. Der Junge kann seinen Vater gar nichts recht machen. Selbst wenn er sich anstrengt ein guter Seemann zu sein, wird das von seinem Vater nur wenig wertgeschätzt und sein Verlangen und Wünsche werden einfach mit Füßen getreten, nur weil Kyle seinen Willen durchbringen möchte. Gleichzeitig ist Wintrow noch durch eine zweite Sache gespalten, da er längst eine Verbindung zum Schiff Viviace aufgebaut hat und nur schwer versteht, wie er damit umgehen soll. Er mag das Schiff und gleichzeitig verabscheut er es, ein Gefangener auf ihr zu sein. Dieser Zwiespalt wird sehr gut dargestellt und auch die andere Seite von Viviace. Wie sie Wintrow versteht und sich gleichzeitig zurückgewiesen von ihm fühlt, ja fast schon verraten. Er ist ja die einzige Familie, die ihr geblieben ist, seitdem Althea vom Schiff verbannt wurde.

    Auch interessant war die Darstellung von Malta und der Gegenseite ihrer Großmutter Ronica und ihrer Mutter Keffria. Wenn man aus Ronicas oder Keffrias Sicht gelesen hat, dann habe ich voll verstanden, warum diese so eine harte Erziehung einschlagen, warum sie sich so sehr um Malta Sorgen und ihre teilweise Herzlosigkeit dem Mädchen gegenüber eigentlich die größte Liebe darstellt, die man einem Mädchen gegeben kann. Aber wenn man dann aus Maltas Sicht gelesen hat, befand man sich in einem pubertierenden Teenager, die einerseits ihre Grenzen austesten möchte, andererseits auch einfach ihren Willen durchbringen möchte. Sie ist auch einfach verzogen, hat kennengelernt wie andere Händlerfamilienen leben, wie diese mit Sklaven umgehen und wie reich die durch teils unmoralische Dinge geworden sind. Sie versteht nicht, dass ihre Familie anders sein soll und warum sie nicht diesen Luxus hat. Auch wird ihr nicht erklärt, warum Mutter und Großmutter nicht wollen, dass sie sich als Frau präsentiert und dadurch gerät sie in eine Trotzhaltung. Es ist einfach faszinierend die Geschehnisse zu verfolgen und zu wissen, dass es auch teils an der falschen Kommunikation liegt, warum das so schiefläuft.

     

    Es hat mir erneut sehr gefallen, wie tief man in die Geschichte und insbesondere die Figuren tauchen kann. Wie gut die Gefühle beschrieben, ohne dass dies platt passiert. Es wird einfach über die Sprache vermittelt. Man fühlt so stark mit ihnen mit und ich wurde teilweise so wütend auf manche Figuren.

    Allen voran natürlich Kyle wie er seinen Sohn behandelt hat und wie wenig Respekt er auch dem Schiff gegenüber gezeigt hat. Ja, die Viviace ist zwar ein Schiff aus besonderen Holz „nur“, aber in der Geschichte sie sie eben so viel mehr und das wird mit jeder Seite deutlicher, die man liest. Es ist inzwischen für mich gar nicht mehr seltsam, dass ein Schiff fühlen und sprechen kann. Es passt sehr gut zu dieser Geschichte.

    Auch fand ich die Themen wieder gut, wie mit diesen umgegangen wurde und wie sich die Figuren dagegen aufgelehnt haben. Zwangsverheiratung, Sklaverei, Prostitution, Patriarchat… Ich mag einfach starke Frauenfiguren in Romanen und hier gibt es mehrere davon. Auch wenn manche scheinbar eine falsche Loyalität haben.

     

    Zum Pirat Kennit weiß ich immer noch nicht, ob ich ihn mag oder nicht. Ich finde ihn als Figur sehr spannend, wie er es einfach schafft, andere für sich zu vereinnahmen, obwohl er so eine ekelhafte Persönlichkeit hat. Aber er schafft es, dass andere an seiner Seite stehen, zu ihm halten und selbst wenn er Schwäche zeigt, diese nicht ausnutzen, sondern ihm stattdessen stärken. Und frage mich dann nur, womit er das verdient hat? Wenn sie nur einmal sehen könnten, wie er wirklich ist, dann hätte Kennit ein großes Problem.

     

    Neben den vier Hauptsträngen gab es auch noch ein paar Nebenstränge, die auch spannend waren. Einerseits das Lebensschiff Paragon, der ein hartes Schicksal fristet und der sich schwer damit tut, Hilfe anzunehmen. Und dann natürlich die Seeschlangen, die scheinbar eine ganz spezielle Mission haben. Da ich allerdings schon den Titel vom letzten Band gelesen habe, ahne ich auf was das hinauslaufen könnte.

     

    Fazit: Ich fand das Buch einfach nur großartig. Es hat mich in seinen Bann gezogen und die Figuren sind mir bereits so vertraut, als würde ich sie schon Jahre lesen. Es ist tragisch und gleichzeitig so spannend, wie die Probleme immer und immer größer geworden sind. Es gab Wege, die Katastrophen abzuwenden, aber durch unglückliche und falsche Entscheidung, ist es nun, wie es ist. Für mich sind das klare 5 Sterne.

  6. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Es handelt sich um den dritten Teil der umfangreichen Geschichte von Kingsbridge. Das Original ist 2017 unter dem Titel „A Column of Fire“ (Eine Feuersäule) erschienen. Beide Titel passen nicht so recht zum Werk, sind also nicht besonders gut gewählt. Wie zwischen Band 1 und Band 2 hat Follett wieder ca. 200 Jahre vergehen lassen, bevor er die Geschichte Kingsbridges fortschreibt. Der Roman spannt sich über einen Zeitraum von über 60 Jahren von 1558 bis im Grunde 1605. Er beginnt also im letzten Regierungsjahr von Maria Tudor und endet im Wesentlichen nach dem Tod ihrer Nachfolgerin Elisabeth I. im Jahr 1603 und dem aufgedeckten Anschlag auf Maria Stuarts Sohn und Elisabeths Nachfolger James im Jahr 1605. Der Sprung ins Jahr 1620 ist mehr ein Anhängsel als echte Romanhandlung. Oder vielleicht auch eine Art Ankündigung für eine Fortsetzung der Geschichte wieder 200 Jahre später mit einem Handlungsort in Amerika. Prägend für diesen Roman sind die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten in Frankreich und England, garniert mit erzählerischen Ausflügen nach Spanien, die Niederlande und sogar Hispaniola. Neben der eigentlichen Romanhandlung, die chronologisch erzählt wird, wobei kapitelweise zwischen den Schauplätzen hin und her gesprungen wird, gibt es immer kurze Einschübe, in den jemand auf sein Leben zurückblickt. Recht bald wird dem Leser klar, dass dieser jemand Ned Willard ist, einer der Hauptprotagonisten des Romans und Nachfahre von Merthin, dem Erbauer des Kingsbridger Kathedralenturms und der Brücke über den Fluss (vgl. Die Tore der Welt).

    Aus meiner Sicht ist das ein ganz typischer Ken Follett Historienschinken. Ein umfangreiches Werk, in leicht verständlicher Sprache gehalten und unterhaltsam geschrieben. Typisch ist auch die schablonenhafte, holzschnittartige Figurenzeichnung, die einem Groschenroman ähnelt. Als meistenteils gut gemacht wiederum empfinde ich die Anbindung an reale historische Ereignisse und die Einbindung historischer Persönlichkeiten. Dahinter steckt eine Menge geschichtlicher Recherchetätigkeit. Die umfangreiche Liste der im Roman erwähnten historischen Persönlichkeiten legt ein bisschen Zeugnis dafür ab. Die Verarbeitung des Bildersturms von Antwerpen, der Bartholomäusnacht, des Untergangs der spanischen Armada ist hervorragend gelungen. An manchen Stellen aber schwächelt der Roman ungewöhnlicherweise auf diesem Gebiet, z.B. wenn es um die Entscheidung im Machtkampf zwischen den katholischen Höflingen Guise und den Bourbonen geht, die sehr lückenhaft beleuchtet wird. Ebenso finde ich Behandlung der Ridolfi-Verschwörung zu kurz geraten. Da war Follett schon besser und genauer unterwegs. Wie gewohnt enthält der Roman auch einige logische Fauxpas, wie die Gerichtsverhandlung, die Alice Willard um das verliehene Geld bringt. (Bastei Lübbe Tb 2017, S. 252 ff) Ebenso ist nach dem Frieden von Saint-Germain der Verkauf verbotener Bücher einmal nicht mehr lebensgefährlich (ebd., S. 697), um ein paar Seiten weiter wieder lebensgefährlich zu sein (ebd., S. 733), ohne dass sich an der historischen Situation etwas geändert hätte. Und auch sehr vorhersehbare Teile fehlen nicht. So weiß jeder einigermaßen erfahrene Follett-Leser mit Bestimmtheit, dass Margery nach der Vergewaltigung durch den Grafen Swithin von Shiring (ebd., S. 540 ff) schwanger sein wird.

    Ein schönes Zitat habe ich auch gefunden, wobei ich nicht weiß, ob das eine Art Redewendung ist, die ich bisher nur nicht kannte. Jedenfalls lässt Follett Ned Willards Großtante Betsy aus Sevilla sagen: „Wer eine Hexenjagd beginnt, der wird auch Hexen finden.“ (ebd., S. 156)

    Zusammenfassend wieder ein Werk Folletts, über das das Feuilleton die Nase rümpfen wird, das aber aufgrund seiner Massentauglichkeit hohe Auflagen erzielen wird. Wenn man seine Erwartungen an die literarische Qualität nicht allzu hoch ansetzt, dann erwartet einen eine unterhaltsame, leicht lesbare, handwerklich ordentlich gemachte Lektüre, bei der sich der Denkaufwand in Grenzen hält. Drei Sterne.

  7. Cover des Buches Inseln im Wind (ISBN: 9783442378883)
    Elena Santiago

    Inseln im Wind

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Yvibooks
    Anfangs verwirren die Personen, da kaum eine Erklärung für den Leser gemacht wird. Man steht sofort mitten in der Handlung und muss sich durchfinden. Hat der Leser alle Personen verstanden, geht es sofort auf Barbados weiter. 


    Die Insel und die Zeit der Sklavenhaltung wird gut beschrieben. Teils ist es schwer auszuhalten in welchen Zuständen die Schwarzen und Schuldknechte aushalten müssen. Der Leser bekommt einen guten Einblick in die Verzweiflung, die sie zum Aufstand antreibt. Ich hätte mir noch mehr Einblick in die Plantagenwirtschaft oder die Vegetation bzw. Klima gewünscht.


    Die handelnden Personen sind sehr gut umschrieben. Der Leser kann sie förmlich riechen und fühlt mit ihnen. Ich finde den Handlungsstrang sehr gut. Man kann gut mitgehen, es ist spannend und der Leser wird nicht enttäuscht!


    Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist eine sehr intensive Zeit während man die Akteure begleitet.
  8. Cover des Buches Die Insel der letzten Wahrheit (ISBN: 9783833308208)
    Flavia Company

    Die Insel der letzten Wahrheit

     (35)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Matthew Prendel ist leidenschaftlicher Segler und zusammen mit Freunden auf dem Meer unterwegs. Sein Schiff wird von Piraten überfallen und während seine Freunde sterben, schafft es Matthew von Bord zu springen. Er strandet auf einer einsamen Insel…

    Meine Meinung:
    Wo fängt man bei diesem Buch an? Über den Inhalt kann man fast nicht sprechen ohne zu spoilern, da das Buch nur 160 Seiten hat. Auf der anderen Seite kann man eigentlich bis auf das Ende kaum etwas spoilern, da wenig passiert. Es ist vielmehr ein Nachdenken über Freiheit, Vertrauen und Schuld.

    Die Geschichte wird angenehm ruhig erzählt, fast schon nüchtern. Aber die Erzählperspektiven wechseln ständig, was ich furchtbar anstrengend fand. Im ersten Part schreibt Phoebe, die langjährige Partnerin des Schiffbrüchigen, die Geschichte auf: Matthew tut dies, Matthew tut das. Im zweiten Teil erzählt zunächst Matthew selbst die Geschichte: Ich tat dies, Phoebe, ich tat das, Phoebe. Später ändert sich auch das wieder.

    Überhaupt ist die Geschichte mit Phoebe recht seltsam. Bis kurz vor Schluss fand ich sie sowieso überflüssig, da man die Geschichte auch direkt durch Matthew hätte erzählen können, so wie es im zweiten Teil teilweise geschieht. Vor allem der Prolog in dem Phoebe berichtet wie sie Matthew kennen lernte, hat für mich nichts zur Handlung beigetragen. Die Beziehung der beiden habe ich nicht so ganz verstanden. Sie waren ein Liebespaar, siezten sich aber bis zum Schluss. Auch andere Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, aber vielleicht versteht man das als Segler besser. Als sie beispielsweise die Piraten entdecken, versuchen sie nicht zu fliehen, sondern warten ruhig bis sie Matthews Boot erreicht haben.

    Das Ende ist mir leider unverständlich. Es kommt eine große Wendung (oder vielleicht hat der ein oder andere auch was geahnt, wenn er das Buch besser begriffen hat als ich) und ich weiß nicht, was damit gemeint ist. Das finde ich so Schade, weil ich das Gefühl habe etwas verpasst zu haben. Ich empfinde lesen normalerweise nicht als Zeitverschwendung, nicht mal bei Büchern die mir nicht gefallen. Aber hier fühlt es sich fast ein bisschen so an, weil alles was vorher war durch das Ende in ein anderes Licht gerückt wird, ich aber nicht verstehe was jetzt Sache ist. Wie in einem Thriller, wo die Ermittler am Ende zufrieden sind den Täter gefasst zu haben und ich steh da und frag mich, wer es jetzt eigentlich war.

    Fazit:
    Leider absolut kein Buch für mich. Ich habe das Ende nicht verstanden und fand das Lesen teilweise recht anstrengend, da beim Erzählen häufig die Perspektive gewechselt wird.
  9. Cover des Buches Der Ring der Händler (ISBN: 9783894801588)
    Robin Hobb

    Der Ring der Händler

     (12)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Ephron Vestrit, ein angesehener Händler und Kapitän der Viviace, stirb und erweckt mit seinem Tod das Zauberschiff/Lebensschiff zum Leben. Doch das Erbe geht nicht an seine Tochter Althea, die jahrelang mit ihm mitgesegelt ist, sondern an seinen Schwiegersohn Kyle Haven, welcher mit seiner älteren Tochter Keffria verheiratet ist. Da ahnt Ephron und auch Altheas Mutter Ronica nicht, was für ein skrupelloser Mann Kyle ist. Seine erste Amtshandlung ist, Althea von „seinem“ Schiff zu verbannen und stattdessen seine Sohn Wintrow, der eigentlich lieber Priester werden möchte, auf sein Schiff zu zwingen. Althea möchte alles tun, um ihr Schiff zurückzugewinnen und das einzige, was ihr Hoffnung ist, ist ein Schwur, den Kyle unter Zeugen in Wut herausposaunt hat.

    Als zweiten Handlungsstrang gibt es noch Kennit den Piratenkapitän. Er ist gierig und machtsüchtig und versucht mit allen Mitteln seinen Einfluss zu erhöhen. Dabei verlässt er sich auf sein Glück und überzeugt die Leute mit seinem charismatischen Auftreten.

     

    Am Anfang des Buches dachte ich mir, dass das alles viel zu lange dauert. Das da dauernd um den heißen Brei geredet wird und es nichts vorangeht. Denn bis Ephron gestorben ist, was ja von Anfang an feststand, hatte ich bestimmt bereits 1/3 des Buches gelesen.

    Aber dann zog mich das Buch immer weiter in seine Welt und ich erinnerte mich daran, was mich an der Weitseher-Reihe von Robin Hobb so gefesselt hat. Sie schafft es den Figuren eine unglaubliche Tiefe zu geben. Diese werden wirklich sehr ausführlich vorgestellt und wenn man am Anfang denkt, dass es doch eigentlich viel zu übertrieben ist, habe ich immer wieder gestaunt, wie weit es noch gehen kann, wie sehr man sie und ihre Gefühle noch besser kennenlernen kann. Sie werden so gut beschrieben, dass man jede ihrer Handlungen nachvollziehen kann, ob sie richtig oder falsch ist. Selbst die unsympathischen Figuren bekommen diese Tiefe, dass ich zwar wirklich angefangen habe, eine tiefe Verachtung für diese zu empfinden, aber ich dennoch deren Handlungen akzeptiert habe. Es war einfach so faszinierend dies zu lesen, dass mich irgendwann auch das langsame Tempo der Handlung nicht mehr gestört hat. Denn in diesem über 400 Seiten schweren Buch ist erstaunlich wenig passiert. Es wurde mehr gesprochen und philosophiert. Die Figuren haben über vergangene Geschehene nachgedacht, über festgesetzte Strukturen und wie diese sich langsam verändern. Und gleichzeitig hat man einen Einblick in die Welt bekommen.

     

    Am Anfang fand ich den Gedanken schon komisch, dass ein Schiff mit dem Tod mehrerer Kapitäne, die sich ihrer verschrieben haben, zum Leben erwacht werden kann, dass es dann spricht und fühlt wie ein Mensch, da es sich eben um Hexenholz handelt. Aber auch das hat mit der Zeit und den Erläuterungen immer mehr Sinn gemacht und letzten Endes handelt sich ja hier um ein Fantasybuch. Aber das vergisst man schnell, denn es waren weniger die Fantasyelemente im Vordergrund, sondern eher die Grausamkeiten, die sich Menschen gegenseitig antun. Es tat teilweise einfach nur, wie manch eine Figur nur so hart und herzlos sein konnte, wie diese nicht von ihrer Position abrücken wollte.

    Auch wurden hier nur schwere Themen angesprochen. Der Tod spielte natürlich eine zentrale Rolle und die damit verbundene Trauer um den geliebten Menschen. Aber auch Gewalt wurde ausgeübt, Verrat, die Grausamkeiten wie die Sklaverei und selbst das Thema Suizid wurde angesprochen, auf wieder eine sehr eindrucksvolle und schmerzliche Art.

    Auch ein zentrales Thema war das Patriarchat. Bingtown, in der die Händlerfamilien lebten, hatten dies eigentlich nicht. Dort waren Frauen und Männer gleichgestellt. Wenn die Männer auf See waren, kümmerten sich die Frauen um die geschäftlichen Angelegenheiten an Land. Aber als immer neue Siedler in ihr Gebiet kamen, die ein altmodisches Weltbild mitbrachten, veränderte sich das langsam. Die Männer wollen alle geschäftlichen Angelegenheiten selbst regeln, dass deren Frauen nur für Haus, Kinder und schicke Bälle da waren. Gerade Kyle vertritt diese Ansicht und seine Frau Keffria möchte auch von ihm die Verantwortung abgenommen haben und er genießt das. Ihre Schwester Althea hingegen gehört zu den eigensinnigen, starken Persönlichkeiten, die sich von Kyle nicht vorschreiben lassen will, wie sie zu leben hat. Obwohl sie mit ihrer Dickköpfigkeit wirklich einen den letzten Nerv rauben kann, mag ich ihren Eigensinn und ihre Stärke. Es war so toll von ihrer aufblühenden Kämpfernatur zu lesen.

     

    Der zweite Handlungsstrang mit der Piraterie und Kennit zeigte noch einmal eine ganz andere Seite von dieser Welt. Es zeigte die Freiheit dieser Piraten und gleichzeitig die Rohheit des Lebens, wenn man mal ihren Hafen betrachtet.

    Besonders Kennit… bei ihm bin ich mir noch nicht sicher, ob ich ihn mag oder ihn für seine hinterlistige Art verachte. Vor allem wie der mit allem durchkommt, wie egoistisch und habgierig er ist und seine Mitmenschen gar nicht schätzt, diese aber das durch seine charismatische Art gar nicht merken. Sondern sogar glauben, dass er ein guter Mann ist. Er ist ein Pirat… als hätten sie das teils wirklich vergessen.

     

    Und neben den Zauberschiffen (tauchten mehrere als die Viviace auf, was wirklich interessant war, mal auch andere Sichtweisen zu lesen) gab es noch die tragende Rolle der Seeschlangen. Allerdings weiß ich noch nicht recht was mit diesen anzufangen. Allerdings scheinen sie mir wichtig für die Geschichte zu sein.


    Übrigens, ganz anders zur Weitseher-Reihe, ist hier ein wechselnder personeller Erzähler. In der Weitseher-Reihe hatte man einen Ich-Erzähler, wo ich immer wieder kritisiert habe, dass andere Figur als Fitz manchmal etwas blass wirken. Hier hat man das nicht, da hier die wichtigen Figuren ihre eigene Perspektive haben. Das gibt für mich einen deutlichen Pluspunkt.

     

    Fazit: Das Buch hat mich in den Bann gezogen. Ich finde die Tiefe beeindruckend, besonders von den Figuren. An das anfängliche sehr schleppende Tempo und die wenige Handlung musste ich mich erst gewöhnen. Das wäre auch mein einziger Kritikpunkt. Es könnte doch ab und zu etwas mehr Schwung gebrauchen. Von mir gibt es 4,5 Sterne

  10. Cover des Buches Flieh (ISBN: 9783548281209)
    Jamie Freveletti

    Flieh

     (52)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_
    Vor kurzem erst hat die Chemikerin Emma Caldridge in Kolumbien einen Flugzeugabsturz und den Kampf gegen ein Drogenkartell überlebt. Doch nun scheint es als gerate sie noch viel mehr in Schwierigkeiten als zuvor... Während eines Ultramarathons fliegt ein Auto in die Luft. Emma hat Glück, sie wird nur von der Druckwelle zu Boden geschleudert, aber nicht ernsthaft verletzt. Dann injiziert ihr plötzlich jemand mit einem EpiPen etwas und sie läuft die letzten Kilometer in Bestzeit. Es handelte sich jedoch nicht um eine Droge... Gleichzeitig wird ein Luxusliner von somalischen Piraten angegriffen. Zum Glück ist Cameron Sumner an Bord ein Söldner der Firma "Darkview". Laut Geheiminformationen befindet sich ein chemischer Kampfstoff an Bord und das bedeutet, dass das Schiff auf gar keinen Fall den Piraten in die Hände fallen darf. Emma erklärt sich bereit Sumner zu helfen, mit dem sie bereits in Kolumbien zu tun hatte. Sie will auf das Schiff, doch das ist nicht so einfach, ist doch jemand hinter ihr, den Bossen von Darkview und einigen Politikern her. Wird sie es rechtzeitig schaffen? Kann sie Sumner retten? Oder wird Emma dieses Abenteuer vielleicht nicht so glimpflich überstehen? Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich habe schon "Lauf" verschlungen, mit "Flieh" ging es mir genauso. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und fesselt einen buchstäblich an das Buch. Ich kann es kaum erwarten bis die Autorin wieder ein Buch veröffentlicht!
  11. Cover des Buches Wogen der Versuchung (Die verlorenen Herzen-Reihe 3) (ISBN: B08JCXKDZP)
    Minerva Spencer

    Wogen der Versuchung (Die verlorenen Herzen-Reihe 3)

     (9)
    Aktuelle Rezension von: kimono_nero

    Der letzte Teil der Trilogie und ein Wiedersehen mit allen alten Bekannten!

    Diesmal steht im Fokus Kapitän Martin Bouchard.

    Kapitän Bouchard spürt ein holländisches Schiff auf, welches Sklaven von Afrika nach Amerika bringen soll. Kurzerhand übernimmt er auch das Kommando und dabei entdeckt er Sara Fisher, die irrtümlicherweise unter die Sklaven gekommen ist. Sarah ist mittlerweile Vollwaise von englischen Missionaren, die in einem kleinen afrikanischen Dorf aufgewachsen ist. Sarah hat nur einen Wunsch, wieder zurück in ihr Dorf zu kehren. Allerdings stößt das bei Bouchard auf taube Ohren und zudem muss er sich um die Sklaven, das Schiff, eine Meuterei und den jungen unerfahrenen Kapitän des holländischen Schiffs kümmern, den man wohl hintergangen hat. Sarah entwickelt sich als gute Gesellschafterin und Lehrerin für Bouchard, allerdings ist er froh, als sie endlich afrikanischen Boden betreten, da sie ihm zu widerspenstig ist. Bouchard glaubt endlich Sarah und den Holländern los zu sein, als er den Auftrag bekommt, beide zurück nach England zu bringen. Er meidet Sarah so gut es geht, allerdings wird er sich seiner Gefühle für sie bewusst. In England entpuppt Sarah sich als reiche Erbin und der holländische Adelige Kapitän macht ihr den Hof. Kann Bouchard mit seiner Vergangenheit abschließen? Welches Geheimnis hat er? 

    Und können seine Freunde ihm helfen? Aber was ist mit Sarah? Möchte sie wirklich zurück in den afrikanischen Busch und kann sie Bouchard wirklich zähmen?


    Mir gefiel das Buch ganz gut und war ein würdiger Abschluss, auch wenn es das schwächste Buch der Reihe  war. Es ist flüssig und humorvoll geschrieben. Man musste immer mal wieder schmunzeln. Sarah und Bouchard machen es sich unglaublich schwer, anstatt miteinander zu sprechen. Das war an manchen Stellen sehr nervig und auch nicht immer glaubhaft, da Bouchard so ein „harter Hund“ ist, der mit allen Wassern gewaschen ist. Das Ende fand ich auch nicht so stimmig, aber es war okay. Schön fand ich auch, dass man auf die übrigen Charaktere der Bücher gestoßen ist und deren weitere Entwicklung mitbekommen hat. Alles in einem zu empfehlen, aber nicht so stark, wie die vorherigen zwei Bände.

  12. Cover des Buches Der Afghane (ISBN: 9783328107262)
    Frederick Forsyth

    Der Afghane

     (56)
    Aktuelle Rezension von: beastybabe

    Die Geschichte:
    Frederick Forsyth hat dieses Buch zwar bereits vor etwa 10 Jahren geschrieben, doch angesichts der Ereignisse der letzten Zeit ist es leider (wieder) sehr aktuell. Es geht um fanatische Glaubensanhänger, die der westlichen Welt den Kampf angesagt haben.
    Durch einen Zufall gelangen die Geheimdienste Amerikas und Englands an eine verschlüsselte Botschaft, die einen drohenden Terroranschlag enormen Ausmaßes ankündigen könnte. Keine ihrer Quellen kann ihnen Näheres dazu sagen, so dass langsam ein irrwitziger Plan Gestalt annimmt: sie wollen einen ihrer Agenten bei al-Qaida einschleusen.
    Mike Martin ist mit knapp Mitte Vierzig zwar bereits im Ruhestand, doch er erfüllt alle nötigen Voraussetzungen für diese Mission. Er wird in die Rolle eines inhaftierten Taliban-Kommandanten schlüpfen und kann nur hoffen, dass er überzeugend genug ist, um nach vielen Monaten Vorbereitungszeit nicht sofort enttarnt zu werden.

    Meine Meinung:
    Der Autor lässt anfangs noch einmal sehr übersichtlich einige wichtige Eckdaten und Ereignisse in die Geschichte einfließen, die erklären, wie es überhaupt zur heutigen Terrorbedrohung und zu den vielen fanatischen Gruppen gekommen ist, die den “Ungläubigen” den Dschihad erklärt haben. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, waren diese Informationen sehr interessant und aufschlussreich.
    Frederick Forsyth ist ein Mann “vom Fach”, was man an vielen Stellen deutlich merkt: die Arbeit der Geheimdienste, die eingesetzten Waffen und die technische Ausrüstung werden sehr authentisch beschrieben. Überhaupt wirkt die ganze Story sehr lebensnah und erschreckend real.

    An Spannung mangelt es nicht, obwohl zunächst viel Zeit für die Vorbereitung der Mission aufgewendet werden muss. Wechselnde Schauplätze bringen zusätzlich Tempo und Abwechslung in die Geschichte. Alles ist bestens durchdacht und es gibt zwar einige Zufälle, die maßgeblich zum Gelingen beitragen, aber diese nehmen nicht überhand.

    Hauptperson ist der Geheimagent Mike Martin, der gerade so sympathisch rüberkommt, dass man ihn gern auf seiner heiklen Mission begleitet und ihm wünscht, dass er am Ende wohlbehalten in seinen Ruhestand zurückkehren kann. Andererseits übertreibt es der Autor aber nicht mit emotionalen Hintergrundinformationen, so dass man als Leser trotzdem noch einen guten Abstand zu den Protagonisten wahren kann und nicht zu entsetzt ist über mögliche Verluste.

    Die zweite wichtige Person ist natürlich “der Afghane”, also der Gefangene, dessen Leben Mike übernimmt. Sein Lebenslauf ist ein gutes Beispiel dafür, wie eigentlich ganz normale, unschuldige Menschen irgendwann in den Fängen des Fanatismus enden.

    Sehr schön fand ich auch die Beschreibung der Schauplätze: der Autor erschafft authentische Szenarien, denen man sich nur schwer entziehen kann.

    Fazit:
    Interessant, fesselnd, erschreckend realistisch – ein Agententhriller mit viel Spannung und Action!

  13. Cover des Buches Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen (ISBN: 9783000529405)
    Heiko Kraft

    Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: liesmal50

    Zwischen dem Titel „Von Piraten und Pfeffersäcken“ und dem Untertitel  „Norddeutsche Zeitreisen – Hansezeit 1368 bis 1401“ – Heiko Kraft -   befindet sich ein farbenfrohes Bild, auf dem viele Situationen aus der damaligen Zeit dargestellt sind. Dieses Cover und dazu die Buchbeschreibung, in der es heißt, dass es sich um einen spannenden Abenteuerroman handelt, der die wahre Geschichte der Region erzählt, haben mich neugierig gemacht. Empfohlen als Lektüre für die Strandkörbe von Nord- und Ostsee, habe ich das Buch in meinem Urlaub gelesen, der mich von Hamburg aus nach Bergen und in Norwegens Fjorde führte.

    In Bergen angekommen, konnte ich sehr gut in die Erzählungen hineinfinden und mich der Hamburger Hanse-Kaufmannsfamilie Nienkerken und besonders des an Sohnes statt angenommen Martin sehr nah fühlen. Für mich war das Buch tatsächlich eine Zeitreise. Habe ich für die Strecke Hamburg – Bergen einen entspannten Flug von eineinhalb Stunden gebraucht, dauerte die Reise mit dem Schiff damals mindestens sechs Wochen und von Entspannung konnte wirklich keine Rede sein. Sehr deutlich  schildert der Autor, welchen Strapazen, Schwierigkeiten und Gefahren die Seemänner und die Kaufleute ausgesetzt waren. Sach- und fachkundig und richtig gut recherchiert wird hier ein interessantes Stück Geschichte erzählt. Besonders deutlich wurde mir das in Bergen, als ich mich im Hanseviertel Bryggen befand, das seit 1979 mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht. Viele Häuser mit ihren Räumlichkeiten, wie sie im Buch beschrieben werden, haben mich in die Vergangenheit entführt und mir ein lebendiges Stück Geschichte gezeigt.

    Einfach großartig ist es Heiko Kraft gelungen, Geschichtliches sehr spannend und interessant zu vermitteln. Er stellte dem realen Hamburger Kaufmann und Ratsherrn Hermann Nienkerken fiktive Familienmitglieder an die Seite und hat so einen unterhaltsamen und glaubwürdigen Roman geschrieben, der Wahrheit und Fiktion wunderbar miteinander verbindet.

    Außer nach Hamburg und Bergen führt die Zeitreise nach Wismar, Brügge, Ostfriesland, Kopenhagen und in das Emirat Granada. In dem Zusammenhang wird auch erzählt von der derzeitigen Königin Margarethe von Dänemark. Für mich als Kind von der Nordseeküste ist es ein tolles Erlebnis, auch Klaus Störtebeker und den ostfriesischen Häuptlingen zu begegnen, obwohl das wohl ziemlich raue Gesellen waren.

    Sehenswert sind die Illustrationen auf den beiden Umschlagklappen des Buches. Im Anhang gibt es Empfehlungen zum weiteren Eintauchen in die Hansezeit, allerhand Wissenswertes zur Person des Klaus Störtebeker, zur altmodischen Sprache, außerdem Geschichtsdaten und Worterklärungen sowie ein Personenverzeichnis mit dem Hinweis darauf, ob es sich um reale oder fiktive Charaktere handelt.

    Für mich ist das Buch eine unterhaltsame und interessante Art von Geschichtsunterricht, wie ich sie detailgetreuer und spannender in meiner gesamten Schulzeit nicht erlebt habe.  Gern empfehle ich das Buch allen, die historische Romane mögen und dabei viel Wissenswertes erfahren können. Bei mir hat das Buch  Lust auf weitere Geschichten aus der Hansezeit geweckt.   

  14. Cover des Buches Königin der Meere: Roman (ISBN: B004P1J50Q)
    Katja Doubek

    Königin der Meere: Roman

     (5)
    Aktuelle Rezension von: L_Ryan

    Dieses Buch konnte ich nicht mehr aus der Habd legen. Ich kann die schlechteren Rezensionen absolut nicht nachvollziehen. Ein sehr spannendes Buch das Einblick in das Leben der berühmten Piratin Anne Bonny gibt. 

  15. Cover des Buches Das Spiel der Könige (ISBN: 9783404189144)
    Rebecca Gablé

    Das Spiel der Könige

     (654)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Der dritte Band der Reihe hat mich wieder sehr gut unterhalten können. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die ersten beiden Bücher ein kleines bisschen mehr packen konnten. Dieser Band war stellenweise für mich doch ein bisschen langatmig, dann aber auch wieder sehr spannend. 

    Es ist ein Roman, aber er beruht auf wahren historischen Begebenheiten und Charakteren; das finde ich sehr faszinierend und an sich schon spannend. So wird Geschichte ein klein wenig lebendig, und ich freue mich schon total auf den nächsten Band, der zu Zeiten des Königs Henry VIII spielen wird. Das interessiert mich sehr! 

  16. Cover des Buches Die Braut des Piraten (ISBN: 9783442354153)
    Jane Feather

    Die Braut des Piraten

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches One Piece, Band 1 (ISBN: 9783551744913)
    Eiichiro Oda

    One Piece, Band 1

     (137)
    Aktuelle Rezension von: sandraanabel

    One Piece gehört bis heute zu meinen allerliebsten Reihen und es gibt mehr als tausend Gründe warum das so ist. Band 1 bietet schon so viel Story, Charakterliebe und jede Menge Abenteuer.

    Wer einen kleinen Hint zum Inhalt benötigt: Wir starten in der Vergangenheit, in der Ruffy mit Shanks abhängt und aus Versehen den falschen Snack verzehrt. Das hat ungeahnte Folgen. Zehn Jahre später sticht Ruffy als Pirat in See und braucht erstmal eine Mannschaft. Ob Piratenjäger Zorro der richtige dafür ist?

    Diese Reihe erzählt eine durchdachte und unfassbar geniale Geschichte mit so viel Humor und Gefühl. In Band 1 musste ich schon so viel Lachen und bekomme wirklich all the feels. Falls ihr euch immer noch nicht rangewagt habt, was in Anbetracht der bisher über 100 erschienenen Bände verständlich ist, ist hier euer Zeichen. Diese Reihe ist wirklich unglaublich gut. Im Moment gibt es sogar immer mal wieder Schuber, die nicht nur wunderschön sind, sondern auch das größte Mangaabenteuer eures Lebens bereithalten.

    Instagram: @sandrasmangas

  18. Cover des Buches G.A.S. (ISBN: 9783446258044)
    Matt Ruff

    G.A.S.

     (146)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die politische Landschaft hat sich durch ein paar verheerende Kriege gewaltig verändert. Es gibt (fast) keine dunkelhäutigen Menschen mehr auf der Welt. Eine sonderbare Pandemie hat (nur) sie dahingerafft. Die „Neger“, die die Straßen noch bevölkern und allerorts anzutreffen sind, sind Maschinen. Es handelt sich um Androiden, die menschlich aussehen und dem Menschen das Leben vereinfachen und versüßen, weil sie ihnen einen Großteil der Arbeit abnehmen. Androiden werden universell eingesetzt  (z.B. als Polizisten, Bauarbeiter, Hausbedienstete etc.). Produziert werden sie von einer Firma des Trillionärs Harry Gant, der sich Größerem verschrieben hat. Neben einer Vielzahl industrieller Unternehmungen strebt Harry Gant auch den Bau des höchsten Gebäudes der Welt, einem neuen „Turm zu Babel“, an. Mutationen haben in der Kanalisation für ein Eigenleben gesorgt. Gegen den so entstandenen gigantischen weißen Hai "Meisterbrau" steht das Zoologische Dezernat der Abwasserbehörde von New York City, das in der Kanalisation mit Booten Patrouille fährt, nahezu auf hoffnungslosem Posten. Und dann gibt es noch den (die Pandemie überlebten) grünäugigen dunkelhäutigen U-Boot-Kapitän Philo Dufresne, der mit seiner Crew und dem U-Boot „Yabba-Dabba-Doo“ Walfänger mit Sahnetorten bombardiert und Jagd auf Ökosünder, wie z.B. Schiffe von Harry Gants Flotte, macht. Eine etwas „verrückte“ Welt, in der jetzt auch noch einer der – eigentlich absolut harmlosen und friedfertigen – Gant'schen Androiden Harry Gants größten industriellen Widersacher, Amberson Teaneck, für immer „ausgeschaltet“ haben soll. Die Jagd nach dem Mörder beginnt und es entpuppt sich ein unheimliches Komplott, dessen Ziel es ist, die Menschheit  auszurotten... 

    G.A.S. hat mich von der ersten Minute an gefesselt und die nur so sprühende Phantasie MATT RUFFs hat mich sofort in ihren Bann gezogen. G.A.S lebt einerseits von dieser (augenzwinkernden) Zukunftsvision und andererseits von den verrückten und schrillen Charakteren, die dem Autor nur so aus seiner Feder „geflossen“ sein müssen. Gekrönt wird das Ganze dann noch von den vielen schrägen Einfällen RUFFs mit vielen Anspielungen und voller parodistischem Anstrich.

  19. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783404174225)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Sehr Unterhaltsam und gut geschrieben. Die verschiedenen Handlungsstränge wurden gut eingearbeitet so das man nicht den Faden verliert. Leider kommt es an die vorangegangenen Bücher nicht ran. Was meiner Meinung wohl auch daran liegt das die Geschichte der Familie Warringham diesmal nicht nur auf das Gestüt eingeschränkt ist, sondern auf dem Meer stattfindet wo die Ereignisse, für mich, zu weit ausgeholt beschrieben wurden.

  20. Cover des Buches Der grüne Papst. Roman (ISBN: 3327001561)
    Wolfgang Schreyer

    Der grüne Papst. Roman

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Made in Taiwan (ISBN: 9783821803753)
    Irene Lin-Chandler

    Made in Taiwan

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Die Insel der roten Mangroven (ISBN: B00A9XLUIO)
    Sarah Lark

    Die Insel der roten Mangroven

     (10)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Jamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält. 
    Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern ...Inhaltsangabe auf amazon
    Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder ein Buch von Sarah Lark gehört.Ihr Schreibstil lag mir schon immer, er ist sehr eingängig.Sie schreibt einfach gut, man taucht völlig in die Geschichte ein.Und so ging es mir auch hier wieder.Das Buch ist voll von Geheimnissen, Intrigen, Liebe, Lügen und Abenteuer.Es hat mich öfter auch mal bis morgens um 3 Uhr wach gehalten. Der Suchtfaktor ist hier auf jeden Fall gegeben...
  23. Cover des Buches Piraten (ISBN: 9783802517181)
    David Cordingly

    Piraten

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Draco_Tenebris
    Ein exzellentes Buch über das Leben und die Historie der Piraten! Dieses Werk beschreibt extrem genau alles, was im Leben der Seeräuber geschah, welche Feinde sie hatten, welche Taten und Untaten sie begingen, und wie das Leben auf hoher See aussah. Ich bin wirklich begeistert von diesem grandiosen Buch, das man dieses zu jeder Zeit als Nachschlagewerk benutzen kann. Zudem befinden sich noch Seekarten, Pläne von Schiffen, und Geschichten über Geschichten der bekanntesten Seeräuber aller Zeiten darin. Es macht Spaß darin zu lesen und man hat das Gefühl, dass Vergangenes näher ist, als man glaubt. Mit Werken wie diesen werden die Piraten der damaligen Zeit sicher nie mehr vergessen sein, weil man sich dadurch ewig an sie erinnern wird.
  24. Cover des Buches Die Erben der Schwarzen Flagge (ISBN: 9783838703343)
    Michael Peinkofer

    Die Erben der Schwarzen Flagge

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Little23

    Mir persönlich gefielen der Handlungsort und die Charaktere, aber das Buch ist etwas zu ausgeschmückt worden, und die einzelnen Szenen zu langwierig.

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