Bücher mit dem Tag "pilger"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pilger" gekennzeichnet haben.

92 Bücher

  1. Cover des Buches Grischa - Eisige Wellen (ISBN: 9783551582966)
    Leigh Bardugo

    Grischa - Eisige Wellen

     (929)
    Aktuelle Rezension von: honeyandgold

    Versteht mich nicht falsch, Toy Story ist eine super Filmreihe und jeder Teil hat seine eigenen kleinen schönen Details. Jedoch ist Toy Story 2 einfach nicht so gut wie Toy Story 1 oder die Teile die danach kommen. Das gleiche haben wir auch hier. Ja, Eisige Wellen ist ein superduper Buch aber es hat einfach nicht den Wums den der erste Teil hatte. Es fühlt sich etwas an wie eine Filler-Folge von Naruto. Versteht ihr was ich meine? Die Story ist nett und alles ist super, aber wirklich zum Gesehen beitragen tut es irgendwie nicht.

    Unsere Protagonisten finden viel zu schnell die Meeresgeisel oder Meeresschlange und das wird dann innerhalb von den ersten Kapitel abfrühstückt und schon geht es weiter. Im ersten Teil ging es die Hälfte des Buches nur darum wie man diesen Hirsch fängt und wie schwierig es ist an so magische Geschöpfe ran zu kommen. In diesem Teil ist wirkte es fast so als hätte die Schlange einfach kein Bock mehr und schwimmt den Feinden quasi schon fast ins Netz. Danach geht es im Grunde genommen nur darum, wie unangenehm Alina das Leben als Heilige findet. Sie driftet immer mehr ab vom Leben als Normaler Mensch und auch Mal verliert sie aus den Augen. Alles sehr tragisch und ich finde es schön wie alles beschrieben ist aber trotzdem fehlt mir da der Pfiff. Ich weiß nicht ob es  an der Tatsache lag das ich das Buch gelesen hab, als ich mit 40Grad Fieber im Bett lag oder ob das Buch wirklich so lahm vor sich hin tropft. Das Buch wirkt für mich eher wie ein verlangsamter Fiebertraum (oder wie gesagt es lang an meinem eignen Fieber, wer weiß das schon). Ich glaube hätte ich diese Buch übersprungen und mir eine Zusammenfassung davon durch gelesen, wäre ich zum gleichen Stand gekommen wie ich jetzt bin. 

    Ganz schlecht machen will ich das Buch auch nicht ganz. Es ist gut geschrieben und bringt einen tieferen Einblick in das Leben als Heilige. Vorallem sticht besonders Sturmhond aus der Geschichte hervor. Ich liebe ihn. Genau meine Humor und genau so einen Charakter hab ich mir gewünscht. Sehr gut gebackener Charaktere mit sehr gut geschrieben Features. I like.

    Ich bleibe hartnäckig an meiner Theorie bezüglich Mal und Alina, aber ich werde mich dazu nicht äußern, da ich niemanden spoilern will, falls es stimmt, und vorallem will ich mich nicht zum Affen, falls es doch nicht stimmt. (An diejenigen die das Buch schon gelesen haben, Matthias? Mal? Nina? Alina? Versteht ihr auf was ich hinaus will?)

    In diesem Sinne: Müsst Ihr wissen. Ich fand das Buch eher Mittelmaß. 

  2. Cover des Buches Wie Eulen in der Nacht (ISBN: 9783426522820)
    Maggie Stiefvater

    Wie Eulen in der Nacht

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Ava_lon

    Inhalt

    Jeder träumt von einem Wunder, aber nicht jeder ist bereit dafür.

    Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch die Wunder der Sorias sind unberechenbar und wer sie aus eigener Kraft nicht vollenden kann, zahlt einen hohen Preis.
     Auch Daniel Soria bewirkt diese Wunder mit der Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es braucht. Doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein. Dadurch entfesselt er eine Magie, die seinen Tod bedeuten könnte.

    Cover

    Mir gefallen die Farben und auch die Symbole auf dem Cover. Der Buchschnitt ist orange und beißt sich leider ein wenig mit dem Rot auf dem Cover.

    Ein Wort vorneweg

    Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.

    Mein Eindruck

    Es braucht eine gewisse Zeit, um mit dem Erzählstil von Maggie Stiefvater warm zu werden. Da ich schon einiges von ihr gelesen hatte, fiel es mir sehr leicht in diese Geschichte einzutauchen.

    Ich fand ihre Beschreibungen zu den Charaktereigenschaften der Pilger, die ein erstes Wunder erlebt haben sehr gut und mehr als deutlich dargestellt. Sei es der Größenwahn oder die Blindheit – jedes Wunder offenbarte eine innere Seite der Menschen, die sie selber nicht wahrhaben wollten bzw. lieber verdrängten, als sich ihrer Scham, ihrer Angst, ihrer Enttäuschung oder Wut zu stellen.

    Auch die Spaltung der Lebensgemeinschaften – auf der einen Seite die Familie die Wunder wirkt und auf der anderen Seite die Pilger die auf das zweite Wunder warten – fand ich gelungen skizziert. Die Wortlosigkeit, das nebeneinanderher leben verbunden mit einer Vielzahl von Routinen und nonverbalen Aktionen haben mir gut gefallen.

    Auch der Generationskonflikt wurde thematisiert und welche Bedeutung die Entwicklung in einer Zwangsgemeinschaft hat. Letztlich wurde eine Lösung entwickelt und die allumfassende Liebe zueinander, zum Leben und zur Aufgabe hat den Beteiligten die Augen geöffnet für das Wunder Leben.

    Diese Geschichte lässt sich ohne Probleme auf verschiedene Ebenen der Gesellschaft übertragen und steht beispielhaft für die Entwicklung und Wandlung, die in jedem von uns Menschen steckt.  

    Fazit

    Für mich ist diese Geschichte eine Parabel. Das Besondere an einer Parabel ist, dass jeder Leser / jede Leserin die Interpretation von der Bildebene und der Sachebene selbst für sich herausfinden muss. Und so kann diese Geschichte zu unterschiedlichen Zeiten sehr verschiedenen auf einen wirken.

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich habe gerne zwischen den Zeilen gelesen und für mich eine persönliche Deutung gefunden.


     

  3. Cover des Buches Die Canterbury Schwestern (ISBN: 9783548287867)
    Kim Wright

    Die Canterbury Schwestern

     (106)
    Aktuelle Rezension von: nati51

    Diana, die Mutter von Che, ist nach langer Krankheit verstorben. Ihr Wunsch war es gemeinsam mit ihrer Tochter nach Canterbury zu pilgern. Ihr Traum konnte nicht mehr in Erfüllung gehen, deshalb bat sie Che ihre Asche nach dem Wallfahrtsort Canterbury zu bringen und dort zu verstreuen. Che ist noch unschlüssig, ob sie diese Reise antreten soll, doch dann erreicht sie ein Brief ihres langjährigen Lebenspartners Ned, der mit ihr Schluss macht. Sie entschließt  sich den Pilgerweg von London nach Canterbury zu gehen gemeinsam mit einer Reisegruppe von acht allein reisenden Frauen. Die Reiseleiterin Tess bittet alle Frauen gemäß der Tradition eine Geschichte zum Thema Liebe während der Wanderung zu erzählen.

    Die Pilgergruppe setzt sich aus sehr unterschiedlichen Frauen zusammen und dies nicht nur vom Alter. Durch die einzelnen Erzählungen werden sie der Leserin näher gebracht und jede Person wird für kurze Zeit zur Hauptprotagonistin. Die Geschichten sind sehr verschieden, manche haben einen persönlichen Bezug, andere weisen mythische Züge auf. Im Laufe der Pilgerwanderung und durch den Austausch über die gehörten Geschichten verändern sich die Frauen. Vorurteile lösen sich auf, sie kommen sich näher, lassen ein Teil von sich zurück und finden neue Wege. 

    Die Landschaftsbeschreibungen und historischen Hintergründe runden diesen Roman ab. Obwohl die Geschichte zu Beginn etwas traurig ist, hat Kim Wright einen ganz besonderen Erzählstil, der mit einer angenehmen Prise Humor durchsetzt ist. Man bekommt Lust sich auf den Weg nach Canterbury zu machen.

  4. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

     (1.347)
    Aktuelle Rezension von: mabo63


    Harold, pesionierter Kauz unfähig das Leben zu geniessen in den restlichen Jahren die Ihm bleiben erhält einen Brief. Eine frühere Arbeitskollegin schreibt sie habe Krebs und müsse bald sterben. Schokiert darüber schreibt er zurück. : "Das tut mir leid, alles Gute Harold"


    Auf dem Weg zum Briefkasten realisiert er dass er das mit geschriebenen Worten so nicht beantworten kann und macht sich auf den Weg zu Ihr. 1000 Kilometer zu Fuss vom Süden Englands bis nach Schottland. Ohne jegliche Ausrüstung. ..

    Seine Frau weiss noch nichts davon.


    In der Ehe haben sie sich auseinandergelebt, sie ständig mit putzen beschäftigt, oder dann schreibt sie Briefe an ihren verstorbenen Sohn. Er schafft es gerade noch den Rasen zu mähen und die Zeitung aus dem Briefkasten zu holen.

    Ständig wirft sie ihm vor er habe David seinen Sohn nie geliebt, habe Ihn nicht gerettet als er einmal fast ertrunken wäre.


    Auf dem langen Weg beschäftigen Ihn In Rückblenden sein Verhältnis zu seinem verstorben Sohn, seine schwieige Kindheit, auch wird das Verhältnis zwischen seiner Frau Maureen und Ihm thematisiert.


    Es schliessen sich ihm mit der Zeit einige Personen an die ihn begleiten, die teilhaben wollen an dieser Reise, mittlerweilen wie Harold in den Medien so was wie ein Held unserer Zeit gefeiert.


    Hier hätte ich es gerne gesehen wenn die Autorin etwas mehr aus diesen Begegnungen gemacht hätte. Zu langatmig und unglaubwürdig waren für mich auch die Beschreibungen wie Harold zb. auf den Hauptstrassen läuft (Wer macht so was??) Dazu ohne jegliche Ausrüstung?

    Das fand ich doch sehr befremdlich.

    Auch sind Ihm alle stets gut gesinnt auf dieser Reise obwohl er wohl wie ein Penner daherkommt.

  5. Cover des Buches Das Kreuz des Pilgers (ISBN: 9783749901586)
    Petra Schier

    Das Kreuz des Pilgers

     (149)
    Aktuelle Rezension von: le_petit_renard

    "Das Kreuz des Pilgers" spielt im Jahr 1379. Reinhild und ihr Mann wollen in ihre Heimat Koblenz zurückkehren. Doch sie werden von einer Räuberbande auf ihrem Rückweg überfallen. Gottfried stirbt dabei und Reinhild überlebt knapp. Um ihren Sohn großzuziehen, fasst sie den Entschluss wieder zu heiraten.  


    Obwohl es das 4. Band der Kreuzreihe (bzw. der 1. Band der Pilgerreihe) ist und ich keines der anderen Bücher gelesen habe, ist mir der Einstieg in das Geschehen und das Kennenlernen der Charaktere sehr leicht gefallen. Auch die Liste der Charaktere ist dabei sehr hilfreich. Petra Schier gelingt es eine spannende Geschichte mit einem historischen Roman zu verknüpfen. Durch das Kreuz  wird es zudem auch noch ein bisschen mystisch - eine tolle Kombination.


    Mir gefällt vor allem, dass die Geschichte so abwechslungsreich ist und die über 500 Seiten wie im Flug vergehen. Ich bin gespannt wie es weiter geht und gebe daher gerne 5 von 5 Sternen.

  6. Cover des Buches Die Spur der Hebamme (ISBN: 9783426636954)
    Sabine Ebert

    Die Spur der Hebamme

     (423)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Spannend gehts im zweiten Band der Hebammen-Reihe weiter. Marthe und Christian sind in Christiansdorf angekommen. Marthe ist mit ihrer Stieftochter Johanna beschäftigt, die Kranken des Dorfes zu pflegen. Dabei gerät Marthe wieder ins Visier, als Hexe verurteilt zu werden. Sie muss von heute auf morgen ihre eigenen Kinder und Stiefkinder im Dort zurücklassen und kaum konnte sie sich umdrehen, fand sie sich im Kerker wieder.

    Dies Methoden, die früher angewandt wurden, um eine Frau der Hexerei zu überführen waren übel. Ich wollte nicht an Marthes Stelle sein. Ich hatte gehofft, dass sie irgendwie entfliehen kann. Kaum war dies überstanden, kam der nächste Schock.

    Der Schreibstil ist gleichbleibend flüssig und ich konnte gut folgen.

    Ich bin gespannt, wie die Reise mit Marthe und den Christiansdorfern weitergeht.

  7. Cover des Buches Die Dienstagsfrauen (ISBN: 9783462043754)
    Monika Peetz

    Die Dienstagsfrauen

     (423)
    Aktuelle Rezension von: sunplantsky

    „Die Dienstagsfrauen“ von Monika Peetz handelt von 5 Freundinnen mittleren Alters, die zusammen den Jakobsweg begehen wollen, um den letzten Weg des verstorbenen Ehemannes zu beenden. Dabei lüften sich Geheimnisse und die Standhaftigkeit ihrer Freundschaft in Frage gestellt.

    Die 5 Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Nach und nach lernt der Leser sie näher kennen und auch ihre Probleme, die sie während des Weges zu bewältigen lernen. Dadurch können viele Leserinnen sich mit ihnen identifizieren. Teils zieht sich die Handlung in die Länge. Dennoch kann das Buch mit einer sehr unerwarteten Wendung punkten. Ihre Freundschaft wird im Laufe der Geschichte auf eine sehr harte Probe gestellt, die allerdings wunderbar gelöst wird und zeigt, zu was Freundschaft zustande ist. Dennoch handelt es sich hier um einen Roman, den man nicht zwingend gelesen haben muss.

  8. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783492307116)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (4.078)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Und für mich ein absoluter Klassiker unter den Lektüren zu dem Thema, zumindest im deutschsprachigen Raum.

    Und nach wie vor habe ich mich nicht hundertprozentig entschlossen, ob ich ihn nicht zumindest teilweise mal selber laufen möchte. Ich bin nicht super religiös, aber dennoch gläubig und abgesehen davon, glaube ich, dass es jedem Menschen persönlich sehr viel bringen kann, mal über längere Zeit Abstand vom Alltag zu gewinnen und sich bewusst Zeit für sich zu nehmen.

    Den Schreibstil fand ich eigentlich ganz in Ordnung. Es ließ sich relativ flüssig lesen, war natürlich auch humorvoll (bei was anderem wäre man bei dem Autor ja auch enttäuscht) und man kam eigentlich ganz schnell voran. Zudem hat es mir gefallen, dass über den ganzen Roman hinweg immer mal wieder Fotos eingefügt worden sind, da das gerade bei einer Art „Reisebericht“ definitiv sinnvoll ist und das Erzählte auch lebendiger erscheinen lässt.

    Ich fand es interessant zu lesen, wie Hape Kerkeling den Weg gemeistert hat und was für Menschen er dort begegnet ist, muss aber ehrlich sagen, dass ich es nach ca. 300 Seiten dann auch irgendwie gelangweilt war. Ja, an sich war es interessant, aber dann doch auch nicht so spannend, dass es mich die ganze Zeit über gut unterhalten hätte.

    Das hat sich dann auch insofern ausgewirkt, dass ich die ersten 2/3 des Buchs innerhalb von zwei Tagen  gelesen habe, für die letzten 50 Seiten dann aber irgendwie fast zwei Wochen gebraucht habe, weil ich einfach gar kein Interesse mehr hatte, das fand ich sehr schade.

    Tatsächlich bin ich nun ein bisschen unentschlossen, ob ich „Der Junge muss an die frische Luft“ noch lesen sollte oder nicht, da ich den Film geschaut habe und sehr gemocht habe, aber Angst habe, dass ich mir dieses „Erlebnis“ dadurch kaputt mache, wenn es mir beim Lesen dann wieder so ergehen wird wie bei diesem Buch.

    Fazit: Ein solider Roman, den man nicht gelesen haben muss, aber für Fans des Autors oder für Interessierte an einer Reise auf dem Jakobsweg durchaus lesenswert sein sollte.

     

    3/5

  9. Cover des Buches Fauler Zauber (ISBN: 9783426522905)
    Diana Wynne Jones

    Fauler Zauber

     (48)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Ausnahmslos alle - Zauberer, Soldaten Bauern und Drachen - haben die Nase endgültig voll von Mr. Chesneys zerstörerischen Ausbeutungen, verharmlosend auch "die Pilgerfahrten" genannt. Jahr um Jahr fallen gigantische, aus anderen Welten stammende Touristengruppen marodierend über das Land her. Sie sind gekommen, um ein "klassisches Fantasy- Abenteuer" zu erleben.. Mit allem was vermeintlich so dazu gehört: böse Magierinnen, blutrünstige Drachen und dem dunklen Fürsten in der Hauptattraktion. In diesem Jahr entschied das Los, dass Derk die undankbare Aufgabe zuteil werde. Dann liegt dieser aber, nach einem echten Unfall mit einem Drachen, im Zauberschlaf. Seine 5 Kinder, manche Menschen andere Greifen, übernehmen daher maximal motiviert seine Aufgaben. Womit sie allerdings so überhaupt nicht rechnen: in diesem Jahr soll sich alles ändern, der Plan für den Boykott der Pilgerfahrten ist bereits in vollem Gange.. 

     Eine wirkliche außergewöhnliche, einzigartige Fantasywelt voller unverbrauchter Ideen und Figuren. Sarkastischer Humor, magisch inszenierte Schauplätze.. Die gleichen Probleme, und doch so unterschiedlich im Vergleich mit unserer Welt. Der Plot ist wirklich herzich, vor allem aber erstaunlich modern/ divers. Die Geschichte wirbt für eine bedingungslose Toleranz.. und erinnert an den Wert der Familie, Freundschaft und ganz allgemeinen an den der Welten- Gemeinschaft. Herzerwärmend! 

  10. Cover des Buches Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (ISBN: 9783442715152)
    Haruki Murakami

    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

     (619)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Als ich Kafka am Strand gelesen habe, bin ich sehr begeistert von dem Autor gewesen. Darum wollte ich mehr von ihm lesen! Mein zweites Buch wurde also das hier.

    Der Schreibstil war genauso packend wie gewohnt. Leicht und flüssig zu lesen, ohne langatmige Stellen.

    Die Spannung baut sich langsam auf und bleibt dann eigentlich auf einem Punkt. Gegen Ende wird es nochmal kurz spannender und dann hätte ich mir noch ein bisschen mehr Geschichte gewünscht.

    Das Ende kam mir einfach zu plötzlich und mit zu wenig Auflösungen. Andererseits hat man dadurch natürlich die Freiheit, selber viel darüber nachzudenken.

    Fazit: Ein schönes Buch über das Bewältigen eines Traumas, Freundschaft, Trauer und die Liebe. Murakami schreibt leicht und doch tiefgründig. Ich kann die Geschichte auf jeden Fall empfehlen!

  11. Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)
    Donna W. Cross

    Die Päpstin

     (4.362)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Ein toller Schreibstil, kurzweilig und abwechslungsreich. Das Leben der Johanna, geleitet vom Wissensdrang um ihrer Bestimmung zu folgen. Sie lässt sich durch nichts und niemand davon abbringen und wagt es, zu diesem Zeitpunkt Mädchen vorenthaltene Bildung, in sich aufkeimen zu lassen. Lernt Lesen, Schreiben und Rechnen, und wagt es, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. 

    Ein Tipp: auch das Musical dazu ist sehr empfehlenswert.... 

  12. Cover des Buches Die Bibel nach Biff (ISBN: 9783442312948)
    Christopher Moore

    Die Bibel nach Biff

     (787)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Geschichte des jungen Jesus, der auf dem Wege ist, der Messias zu werden. Doch wie wird man Messias? Diese Frage stellt sich Joshua und sein bester Freund Biff und zusammen erleben sie ein herrlich schräges Abenteuer, quer durch die damals bekannte Welt, an historischen und weniger historischen Orten, erleben wundersame Abenteuer, treffen auf mysteriöse Magier, verschwiegene Mönche, durchgeknallte Obdachlose und schizophrene Jünger. Während die gesamte Geschichte auf eine durchaus humorvolle und an einigen Stellen wirklich amüsante Komik erzählt wird, ist der philosophische, religiöse Teil durchaus nicht zu unterschätzen: Das Hintergrundwissen des Autors über die verschiedenen damaligen Religionen ist umfangreich und wird geschickt in eine doch eher humorvolle Handlung eingebunden. Mich selbst hat sowohl der Witz und die Art des Autors, seine Figuren denken und handeln zu lassen sehr positiv angesprochen, als auch der wenn auch oberflächlige Einblick in die religiöse Welt der damaligen Zeit. 

     Kurzweilig, merkwürdig aber sehr sehr amüsant!

  13. Cover des Buches Der Hexer und die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 4) (ISBN: 9783548285504)
    Oliver Pötzsch

    Der Hexer und die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 4)

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In seinem 4. Band rund um die Henkerstochter Magdalena Kuisl, nunmehrige Frau Fronwieser dreht sich alles um einen unheimlichen Automaten, den der mysteriöse Frater Virgilius erfunden haben soll. Virgilius ist eigentlich Uhrmacher und Erfinder, der in damaligen Zeit (wir schreiben das Jahr 1666) zumindest scheel angesehen wird und manchmal, von den konservativen Kräften sogar als mit dem Teufel im Bunde stehend diffamiert wird. Als der Frater dann spurlos verschwindet, ahnt Magdalenas Ehemann, der Medicus Simon Fronwieser, Böses und gemeinsam mit seinem Schwiegervater Jakob Kuisl beginnt die Suche nach dem Erfinder. 

    Meine Meinung: 

    Autor Oliver Pötzsch gelingt es wieder vortrefflich, das 17. Jahrhundert mit all seinem Aberglauben, der Macht der katholischen Kirche und dem Absolutismus sowie die ersten Aufklärer farbenprächtig darzustellen.  

    Der Schauplatz ist diesmal vorrangig das Kloster Andechs, das ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Um diesen zu erfassen gibt es im Anhang den Andechser Klosteralmanach. 

    Gut gelungen ist die Spaltung der Gesellschaft in Aber- und Fortschrittsgläubige. Die Wissenschaft ist nur einem kleinen elitären Kreis zugänglich und auch der schwebt immer wieder in der Gefahr, als Hexenmeister diffamiert zu werden. Vor allem dann, wenn die Obrigkeit (egal ob kirchlich oder weltlich) einen Nutzen daraus ziehen kann.  

    Wer die Reihe verfolgt, wird wissen, dass Magdalena ziemlich stur sein kann und sich und ihre Lieben dadurch auch in Gefahr bringt. Hier hätte ich mir ein wenig Weiterentwicklung dieser Figur gewünscht. Aber das ist jammern auf höchstem Niveau.  

    Sehr gut sind wieder die medizinhistorischen Recherchen in den Roman eingeflochten. Einigen Lesern wird vielleicht nicht bekannt sein, dass das schwer erhältliche Chinin auch Jesuitenpulver genannt wurde, weil die Jesuiten in China das Christentum verbreitet haben. Gleichzeitig haben sie Heilwissen aus China mitgebracht.  

    Fazit:

    Eine gelungene Fortsetzung, der ich gerne 5 Sterne gebe.

  14. Cover des Buches Die Tochter von Rungholt (ISBN: 9783746630298)
    Birgit Jasmund

    Die Tochter von Rungholt

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rungholt liegt auf einer Insel in der Nordsee. Iven bewirtschaftet dort nach dem Tod seines Vaters gemeinsam mit seiner Schwester Laefke den Hof der Familie. Sein Vater wurde von Wogensmannen umgebracht und Iven sinnt auf Rache, möchte das Treiben dieser Räuberbande unbedingt beenden. Doch mit diesem Anliegen steht er recht alleine da, die einen fürchten sich zu sehr, die anderen stecken mit den Räubern unter einer Decke.
    Abgelenkt wird Iven aber auch durch die Kaufmannstochter Silja, in die er sich verliebt. Ihr Vater hat allerdings andere Heiratspläne für seine Tochter.

    Ich habe aufgrund der Buchbeschreibung eine etwas andere Geschichte erwartet. In Klappentext und durch das Cover werden mystische Erwartungen geweckt, die das Buch für mich nicht erfüllt hat. Es handelt sich um einen historischen Roman inklusive Liebesgeschichte, aber in beiden Kategorien konnte mich das Buch leider nicht so recht überzeugen. Auch der Titel lenkt die Erwartungen in eine völlig falsche Richtung, denn Silja ist keine Tochter Rungholts und Laefke, auf die er wohl hinweisen soll, spielt eigentlich eine Nebenrolle.

    Für mich als Süddeutsche war es ziemlich schwierig, in die Geschichte hineinzukommen. Obwohl am Ende des Buches ein Glossar enthalten ist, habe ich mich mit vielen Begriffen und Namen sehr schwergetan. Ich lese oft Bücher, auch historische Romane, die im Norden Deutschlands spielen, solche Probleme wie hier hatte ich allerdings noch nie. Die Gesellschaftsstruktur hätte meiner Meinung nach besser erklärt sein sollen, mir war nie klar, wer hier wann und warum das Sagen hat, es gab so viele Titel, Namen und Personen. Auch verwirren unnötig viele Handlungsstränge, die teilweise nicht einmal zu einem Ende geführt werden. Die Liebesgeschichte zwischen Iven und Silja fand ich leider auch nicht wirklich fesselnd, sondern relativ vorhersehbar, die Emotionen kamen hier bei mir als Leserin einfach nicht an.

    Die Sturmflut, die zum Untergang Rungholts führt, fand ich sehr erschreckend beschrieben, ich habe Häuser werden weggeschwemmt, Menschen und Tiere sterben - man kann nichts machen, hat keine Chance gegen die Wassermassen. Selbst heute ist man ja trotz aller Technik bei großen Überschwemmungen noch teilweise hilflos, wie schlimm muss das dann damals erst gewesen sein, als man dem Meer gar nichts entgegenzusetzen hatte und auch Rettungsmaßnahmen kaum möglich waren.

    Insgesamt hat das Buch interessante Einblicke in eine mir wenig bekannte Gegend und Zeit gegeben, aber irgendwie fehlte mir in der Geschichte leider auch etwas, sie hat sich gut lesen lassen, mich aber nicht mitgerissen.

  15. Cover des Buches Der letzte Pilger (Ein Fall für Tommy Bergmann 1) (ISBN: 9783548613734)
    Gard Sveen

    Der letzte Pilger (Ein Fall für Tommy Bergmann 1)

     (84)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Ein brutaler Mord in Oslo bringt einen Ermittler an Grenzen, die er nicht unbedingt erkunden wollte. Dieser Fall führt ihn in die Vergangenheit, in die Zeit des 2. Weltkrieges mit seinen Gräueln durch die Naziherrschaft. Beide Zeitebenen werden deutlich separiert und sind so gut zu verfolgen. Die Problematik der Kriegszeit finde ich gut eingefangen. Durch die Entwicklung der anspruchsvollen Story werden zwei Ebenen gekonnt miteinander verwoben.

    Der Schreibstil lässt den Leser mit fiebern und bietet Raum für eigene Spekulationen. Dieser fesselnd erzählte Krimi ist logisch aufgebaut und in sich schlüssig, man behält immer den Überblick. Der Autor verknüpft viele unterschiedliche Aspekte, die gut miteinander harmonieren; die Themenvielfalt hat mich begeistert. Ein privater Strang mit interessanter Problematik ist bestens integriert.

    Dieses Buch mit seinem ungewöhnlichen Plot hat mir gut gefallen, gerne empfehle ich es Lesern von Krimis und/oder Thrillern.

  16. Cover des Buches Die Pilgerin (ISBN: 9783426633977)
    Iny Lorentz

    Die Pilgerin

     (257)
    Aktuelle Rezension von: DanielaN

    Der Vater der jungen Tilla nimmt am Sterbebett seinen Kindern das Versprechen ab, sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen und dort zu begraben. Eigentlich soll der Sohn diese Reise übernehmen. Doch da er keine Anstalten macht, sondern sich im Gegenteil als intrigantisch und ruchlos erweist und seine Schwester zur Heirat mit einem Geschäftsfreund zwingt, befreit Tilla sich schließlich aus ihrer Situation durch Flucht – als Pilgerin nach Santiago und mit dem Herzen des Vaters im Gepäck, um seinen letzten Wunsch zu erfüllen.

    Den größten Teil des Buches nimmt nun Tillas Reise von Ulm nach Santiago mit einer Pilgergruppe ein. Erzählt werden die Abenteuer, die auf einer solchen nicht ungefährlichen Reise zu bestehen sind, und die Leserin lernt neben Tilla einige weitere Charaktere kennen.

    Das Buch ist ein netter Zeitvertreib und angenehm zu lesen, wenn auch nichts Besonderes, da recht vorhersehbar. Die Männer sind (wie immer bei Iny Lorentz?) reichlich triebgesteuert und Frauen ihre Objekte, die „benutzt werden“. Und natürlich wirft sich die Heldin mutig in alle Herausforderungen und besteht diese. Trotzdem begleitet man Tilla und ihre Gefährten gern auf der Reise und möchte wissen, wie sich alles entwickelt, auch wenn man das Ende von Anfang an kennt.

    3,5 Sterne von mir.

  17. Cover des Buches Der Weltensammler (ISBN: 9783423135818)
    Ilija Trojanow

    Der Weltensammler

     (164)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    "Weltensammler", ein Wanderer zwischen den Kulturen und Sprachen, dessen abenteuerliches Leben sich formal anspruchsvoll und inhaltlich unterhaltsam in dem vorliegenden Buch auf weit über 500 Seiten entfaltet. Als Kolonialoffizier in Indien, als verkleideter Mekkapilger und als Entdeckungsreisender auf der Suche nach den Quellen des Nils bleibt sich der Weltensammler immer gleich: ein Getriebener und Neugieriger, ein Erkunder der Fremde und seiner Selbst, lebt er sein staunenswertes Reiseleben als ein marginal man zwischen den Epochen und Kulturen.  Mehr noch: In jedem der drei Hauptteile wird dabei die auktorial erzählte Burton-Biographie durch Schilderungen von Einheimischen so kunstvoll kontrastiert, dass das Werk als Ganzes eine kulturübergreifende Perspektive gewinnt. In Indien treten Burtons Diener und ein Schreiber als Co-Erzähler auf, in Arabien sind es der türkische Gouverneur, ein Richter und ein Sharif, die die verbotene Hadj des rätselhaften Pilgers nachträglich untersuchen, und in Ostafrika ergänzen die Betrachtungen des Reiseführers Sidi Mubarak die auktorialen Erzählpassagen. Damit ermöglicht der Autor Ilja Trojanow dem Leser etwas, was jeder gute Roman erlauben sollte: die Entfaltung eines eigenen Urteils, das sich nur aus der Differenz zwischen dem, was Burton in einer seiner unterschiedlichen Verkleidungen räsonniert, zu den Blickwinkeln der Inder, Araber und  Afrikaner ergibt. Es ist allerdings nicht nur ein Urteil über Richard Fancis Burton sondern auch ein Urteil über die Fremde und über das Reisen überhaupt.

  18. Cover des Buches Abenteuer Olavsweg - Eine Frau pilgert den Neuanfang (ISBN: 9783948668006)
    Stefanie Jarantowski

    Abenteuer Olavsweg - Eine Frau pilgert den Neuanfang

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Wendy

    Inhalt: Klappentext

    Nach dem Verkauf ihres IT-Startups, das Stefanie Jarantowski in acht Jahren alleine und ohne Fremdkapital aufgebaut hat, fällt sie in ein tiefes Loch. Sie, die gefragte Frau, erlebt den Absturz in die Unwichtigkeit. Von der Überholspur fühlt sie sich aufs Abstellgleis katapultiert. In dieser Midlife Crisis fällt ihr ein Guardian Artikel zum Pilgerweg in Norwegen in die Hand, dem Olavsweg. Ohne lang zu überlegen packt sie ihre sieben Sachen und fährt von Berlin mit Zug und Fähre nach Oslo. Ziel ist es den 643 Kilometer langen Weg bis nach Trondheim ans Meer zu laufen. Stefanie erhofft sich vom Weg Antworten auf ihre Fragen und einen neuen Plan für ihr Leben. Statt Lösung ihrer inneren Kämpfe erfährt Stefanie Entbehrungen und Strapazen, die sie am eingeschlagenen Weg zweifeln lassen. Ganz ihrem alten Lebensmuster entsprechend beißt sie die Zähne zusammen und zieht die Etappen des Pilgerweges durch: kraxelt über Felsen, überwindet Schluchten und verrückte Kühe, die sich ihr in den Weg stellen. Bis sie an ihre körperliche Grenze stößt und in die Krise mit ihrem Pilger Kompagnon gerät. Ein Reiseerlebnisbuch für alle, die dem Alltag entfliehen und das Abenteuer Olavsweg durch Norwegen miterleben wollen. „Man muss wagen, etwas aufzugeben, um etwas finden zu können.“ - Roger Jensen, Pilgerpastor und Leiter des Pilgerzentrums Oslo

     

    Meine Meinung:

    Ein sehr eindrucksreicher und wunderbarer Bericht über den Olavsweg. In Tagebuchformat, d.h. in 28. Kapitel, nimmt einem die Autorin mit auf diese außergewöhnliche Wanderung. Täglich berichtet sie von ihren Gefühlen, den oft recht beschwerlichen Wegen, wie man an seine körperlichen Grenzen stößt und dennoch das Ziel nicht aus den Augen verliert. Wundervolle Landschaften erfreuen das Herz und den Geist und fremde Menschen werden zu Freunden. Großartig finde ich, dass Stefanie Jarantowski gemeinsam mit ihrem Mann Stephan unterwegs ist.  

    Am Beginn des Buches, im Klappencover ist die gesamte Strecke, in den jeweiligen Tagesetappen sehr schön und gut nachvollziehbar dargestellt. Im Mittelteil des Buches werden einige Bilder gezeigt und am Ende gibt es ein Nachwort und Tipps zum Pilgern auf den Olavsweg.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und aussagekräftig. Da ich selbst schon den Jakobsweg, an der Nordküste Spaniens gepilgert bin, konnte ich viele Situationen und Gefühle sehr gut nachvollziehen. 

    Fazit:

    Ein großartiger Reisebericht, der von mir eine Leseempfehlung und 5 Sterne erhält

  19. Cover des Buches Die Stadt der Heiligen (ISBN: 9783499248627)
    Petra Schier

    Die Stadt der Heiligen

     (83)
    Aktuelle Rezension von: meggies_fussnoten

    Als der Geselle Klas erschlagen im Dom aufgefunden wird, wird dessen Meister Reinold Markwardt verdächtigt, damit zu tun zu haben. Seine Frau Marysa ist jedoch von seiner Unschuld überzeugt und versucht zusammen mit dem Dominikanermönch Christophorus herauszufinden, wer der wahre Täter ist. Dabei stoßen sie auf Hinweise über einen Handel mit gefälschten Reliquien. Doch dann wird Marysa der Ketzerei beschuldigt und ihr droht eine Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen. 

     

    Ich liebe die historischen Romane von Petra Schier. Vor allem finde ich es wunderbar zu verfolgen, wie ihre weibliche Hauptfigur an Charakterstärke zunimmt und sich ihren Weg in ein unabhängige Zukunft bahnt. 

     

    So ist es hier mit Marysa. Sie ist unscheinbar, fügt sich ihrem Leben in einer Ehe, in der sie und ihr Mann sich nicht lieben. Marysa nimmt alles als gottgegeben hin, pflichtbewusst stellt sie ihre Aufgaben Tag für Tag in den Vordergrund und gönnt sich  nur kurze Annehmlichkeiten, die jedoch meist von ihrem Mann unterbunden werden. 

     

    Aufgrund dessen will man Marysa aus diesem tristen Leben befreien und ihr helfen, endlich so zu leben, wie sie es verdient hat. 

     

    Und dann taucht der Mönch Christophorus auf und überbringt ihr eine schlimme Botschaft. Und ab da geht es immer weiter bergab für Marysa. 

     

    Aber Marysa nimmt dies als Chance und kämpft sich ins Leben zurück, in ein Leben, dass sie sich neu erarbeiten kann und in dem sie die sein kann, die sie eigentlich ist, und nicht diejenige, zu der ihr Mann sie macht.

     

    Hochinteressant fand ich auch die Information rund um die Reliquien in Aachen, den Reliquienhandel und das Bauen eines Schreins für eben diese Reliquien. Über derart habe ich noch nie etwas gelesen und habe mich dann auch sogleich online etwas mehr darüber informiert. Und so ist natürlich auch gleich der Wunsch entstanden, Aachen einmal zu besuchen und auf den Spuren von Marysa und dem Mönche Christophorus zu wandeln.

     

    Die Figuren, die die Autorin hier zum Leben erweckt, entwickeln Tiefe und lassen die Geschichte lebendig werden. Gerade Marysa ist mir sehr ans Herz gewachsen, da sie sich im Laufe der Geschichte stark zu ihrem Positiven entwickelt. Auch Christophorus ist eine interessante Persönlichkeit, obwohl er mit einem Geheimnis lebt, welches man natürlich nur ansatzweise erfährt und viel der Fantasie überlassen wird.

     

    Marysa und Christophorus kommen sich zwar körperlich nicht nahe, doch entwickeln die beiden eine "Beziehung", die einer Art Hassliebe gleicht, zumindest auf Marysas Seite. Warum sie so reagiert, ist verständlich, wenn man der Geschichte folgt. 

     

    Ich bin sehr gespannt, wie es mit Marysa und Christophorus weitergeht und vor allem, welche weiteren Widrigkeiten noch auf die beiden warten. 

     

    Meggies Fussnote:

    Aachen, anno 1412. Innerhalb kürzester Zeit ist man in der Zeit gefangen.

  20. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783864846434)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (405)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Hape Kerkeling ist den Pilgerweg gelaufen und hat darüber geschrieben. BEGEISTERUNG!!!


    Inhalt: Hape Kerkeling ist den Jacobsweg gelaufen und dabei Tagebuch geführt. Er hat aufgeschrieben. Aus diesem Tagebuch ist dieser ehrliche, humorige und absolut kurzweilige Reisebericht entstanden. Die anfänglichen Schwierigkeiten, der Kampf immer wieder. Nette und schräge Bekanntschaften, bis hin zu einer ausgewachsenen Freundschaft.


    Fazit: Der perfekte Länge für genau einen Arbeitstag. Die Arbeit war nicht so eintönig wie sonst war der Tag nicht und ich war hin und weg von dem, was Hape Kerkeling da geschrieben und dann auch selber eingelesen hat.

    Ja, Herr Kerkeling hat eine sehr angenehme Lesestimme. Das kann nicht einfach nur daran gelegen haben, dass er selber das auch geschrieben hat, was er da gelesen hat. Der Mann kann das einfach und es würde mich interessieren, wie das klingt, wenn er auch  mal andere Bücher einlesen würde.

    Bei der Story selber habe ich wirklich die komplette Gefühlspallette durchlebt. Von Freude und Euforie bis hin zu Tränen, die ich um ein Haar vergossen hätte. Auf Arbeit wirklich schon irgendwie peinlich.Aber die Kurve hab ich ja noch einmal bekommen.

    Ich bin allerdings auch froh, dass ich das Buch gehört und nicht gelesen habe. Schon bei den Ortsnamen wäre ich gewaltig ins Stolpern geraten. Aber so war das eine sehr bequeme Sache.

    Orts- und Personenbeschreibungen waren wirklich sehr gut. Zwar lang und ausführlich, aber das hat da super rein gepasst. Ich habe Orte und Personen ziemlich genau vor mir gesehen. Einige Eigenheiten waren wirklich ziemlich schräg. Sowas muss man einfach erlebt haben. Das kann man sich nicht ausdenken.

    Dass meine Ausgabe gekürzt war, habe ich nicht gemerkt. Ganz im Gegenteil. Ich habe die Bilder aus dem Film komplett ausblenden können und mir meinen eigenen Film gemacht. Vieles war wesentlich besser dargestellt, als es ein Film könnte. Ich möchte sogar behaupten, dass der Film schon so einige Unikate an Menschen ausgelassen hat. Schade eigentlich. Denn genau die haben einen großen Teil der Story aus gemacht.

    Sehr interessant waren auch die Rückblicke auf die Anfänge seiner Karriere, was er über einige Menschen und Situationen denkt. Und seine Begegnungen mit dem Tod. Schon krass, was ein Mensch in seinem Leben so alles erleben kann.

    Ich war auf jeden Fall komplett begeistert von dem ganzen Stoff. Richtig mega.


    Ja, ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Besonders, wenn es einem von Hape selber noch vorgelesen wird. Kurzweilig beschreibt Hape Kerkeling hier seine Pilgerreise. Die ganzen komischen Typen, jede Menge komische Begebenheiten und sehr interessante Rückblenden in seine Vergangenheit. 

    Ehrlich, tut euch das an. Es lohnte sich!!!

  21. Cover des Buches Zu Fuß nach Rom (ISBN: 9783936373912)
    Hans-Joachim Abele

    Zu Fuß nach Rom

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Tigerbaer
    Dank einer Leserunde durfte ich das Buch „Zu Fuss nach Rom – Piedi a Roma“ von Hans-Joachim Abele entdecken.

    Der Autor Hans-Joachim Abele wandert im Zeitraum 2006 bis 2010 auf sechs Etappen verteilt von Schwäbisch Gmünd nach Rom.

    Der Bildband fasst diese Wanderung mit Beschreibungen des Autors und wunderbaren Bildern zusammen. Ergänzt und abgerundet werden die Eindrucke durch Lebensweisheiten, Sprüchen und Gedichten von bekannten und weniger bekannten Menschen.

    Ich habe den Bildband mit seinen bildhaften Impressionen sehr gerne in die Hand genommen und werde dies zukünftig bestimmt auch noch öfters tun.

    Dem Verlag und dem Autor danke ich für ein wunderschönes Werk, in dem ich gerne geblättert und gelesen habe.

  22. Cover des Buches Die Blutschrift (ISBN: 9783442383603)
    Robyn Young

    Die Blutschrift

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Synapse11
    Dieser genreübergreifende Roman nimmt den Leser mit auf eine spannende, abenteuerliche und zum Teil auch blutige Jagd. Wie gelangt man in den heißersehnten Orden der Tempelritter? Was geht dort wirklich vor sich? Der Leser begleitet den Protagonisten Will Campbell, Sohn  eines sehr geachteten und gefürchteten Mitglieds dieses Ordens, auf seinen abenteuerlichen Weg in die Fußstapfen seines Vaters. Zwischendurch verliert er diesen aus den Augen, aber niemals aus dem Sinn. Warum musste er wirklich fort? Warum kehrt er nicht zurück? Will Campbell will es herausfinden. Zuvor muss er sich der strengen Zucht seines Lehrmeisters unterwerfen und beweisen, dass er es wert ist, in den Orden der Tempelritter aufgenommen zu werden. Kann er die strengen ihm auferlegten Regeln einhalten?  Wird er eines Tages den Schwur der Templer schwören können? Doch was wird dann aus seiner heimlichen und ihm als Tempelritter verbotenen Liebe zu Elwen? Warum hat das geheimnisvolle Buch, hinter dem so viele her sind, dass dafür gemordet wird, so große Macht?
    Diese und noch mehr Fragen halten die Spannung bis zum überraschendem Ende aufrecht. Ein Roman mit Suchtfaktor!
  23. Cover des Buches Das Wunder von Treviso (ISBN: 9783463406008)
    Susanne Falk

    Das Wunder von Treviso

     (62)
    Aktuelle Rezension von: cachingguys

    Das Cover lässt vermuten, dass das Buch den Leser in die 50er Jahre entführt, weit gefehlt, es handelt im Jetzt, wenn die Zeit in dem verträumten norditalienischen Dörfchen Treviso auch still zu stehen scheint. Arm und überaltert hat es nicht viel zu bieten, im Gegensatz zu dem Nachbarort, der seinen Namen und seine Berühmtheit Benito Mussolini verdankt, der dort einmal Halt gemacht hat. Don Antonio, der 67 jähriger Pfarrer, stößt auf eine Notiz in der Zeitung, dass in einem Bergdorf der Anden eine weinende Madonnenstatue entdeckt wurde und zum Erhalt um Spenden gebeten wird. Nur solch ein Wunder könnte sein Dorf Retten. Doch zunächst ereilen ihn ein Hexenschuss und dann auch noch seine Schwester Maria, die ihn Pflegen will. Die im 2. Weltkrieg geschändete Marienstatue, der man die Augen gestohlen hat, wird aus dem Schuppen geholt, mit einem Mechanismus versehen, damit sie auf Knopfdruck, blutige Tränen weint. Der Erfolg folgt auf dem Fuße. Die Presse reagiert sofort und so wird Treviso innerhalb kürzester Zeit zum Touristenmagneten. Die Ruhe dieses verschlafenen Dörfchens ist dahin und der Euro rollt. Wenn da nicht der Abgesandte des Vatikans, Francesco di Renzi wäre, der sich von der Richtigkeit dieses Wunders überzeugen will und natürlich der neidische Nachbarort…Der Stil hat viel Charme und das italienische Flair hat Susanne Falk hervorragend eingefangen. Ein bisschen erinnert die Geschichte an Don Camillo, aber die Geschichten waren ja auch gut. Das Buch ist ein flüssig geschriebener unterhaltsamer, netter Roman. Etwas Leichtes für den Urlaub.

  24. Cover des Buches Der Krieger des Herrn (ISBN: 9783753118086)
    Tom Melley

    Der Krieger des Herrn

     (11)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Jolande fristet ihr Leben auf Burg Hohnstein, ihr Leben ist langweilig bis zu dem Tag, als ihr Vater mit ihrem Halbbruder auf der Burg einzieht. Wilfried ist von der schönen Schwester fasziniert, weit über die Grenzen zu einer Schwester hinaus. Jolande hat nur noch einen Gedanken, wie dem brutalen Bruder entfliehen. Als der Vater ein Turnier ausrichtet und auch Feinde der Familie daran teilnehmen, beschließt die junge Frau um Hilfe zu bitten. Auf Walter von Westereck ist ihre Wahl gefallen, aber der junge Krieger schenkt ihr keinen Glauben. Er zieht weiter und ahnt nicht, wie groß der Hass der Hohnsteins auf seine Familie ist. Wilfried brennt Burg Westereck nieder und tötet alle. Walter schwört Rache, aber das stellt sich als nicht so einfach heraus, denn Wilfried ist nach Palästina verbannt. Er musste mit seiner Schwester eine Bußfahrt antreten, um für seine Taten zu büßen. Jolande wird dazu verdammt, ihn zu begleiten. Auch Walter macht sich auf den Weg. Wird er seine Rache bekommen? Wird Jolande ihre Freiheit zurückbekommen? Und wie wird ihre Zukunft aussehen?


    Historische Romane, die im Mittelalter spielen, kann ich kaum widerstehen. Ich liebe es, in diese Zeit entführt zu werden. Tom Melley hat mit seinem Roman „Der Krieger des Herrn“ genau meinen Lesegeschmack getroffen. Erzählt wird die Geschichte von Jolande, die sich als Frau in ihr Schicksal zu ergeben hat, aber verzweifelt nach einer Lösung sucht und von Walter von Westereck, der als junger Krieger sein Leben gestalten will und feststellen muss, dass andere sein Schicksal lenken.


    Die erste Hälfte des Buches schildert die Ereignisse, die dazu führen, dass sich die Leben der Protagonisten verändern und andere Wege eingeschlagen werden, wie vorher gedacht. Ein großes Turnier wird beschrieben. Der Autor schildert dies sehr ausführlich und bildhaft. Das Getümmel vor der Burg, die vielen Menschen, die Tiere und die Aufregung ist deutlich zu spüren. Gerade auch die Aufregung, die dieses Turnier für Walter bedeutet, ist greifbar.


    Dann nimmt die Handlung eine kleine Wendung und die Welt für Walter stellt sich auf den Kopf. Auch wenn es für den jungen Mann schwer wird, hat der Autor es doch verstanden, die Handlung glaubhaft zu schildern.


    Der zweite Teil des Buches führt dann nach Palästina und erzählt von der Eroberung Akkons. Hier kommen historische Persönlichkeiten wie König Richard Löwenherz ins Spiel. Auch wenn es nur kurze Auftritte dieser Herrscher der Zeit sind, fügen sie sich doch geschickt in die fiktive Geschichte rund um Walter und Jolande ein.


    Der Erzählstil von Tom Melley ist allerdings nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Er beschreibt deutlich die Taten der Krieger, was Krieg und Mord betrifft. Auch die Übergriffe auf Jolande werden beschrieben.


    Er versteht es aber auch, Bilder lebendig werden zu lassen. Das große Turnier zum Beispiel wird so detailliert beschrieben, dass man deutlich Bilder vor Augen hat. Oder die Strapazen der Reise sowie das Leben in dieser Epoche hat er geschickt in Szene gesetzt.


    Auch wenn ich mit der Art und Weise, wie einige Charaktere gehandelt haben, nicht einverstanden war, war die Geschichte spannende Unterhaltung. Der Autor versteht es historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen und eine spannende Handlung zu schildern. Seine Charaktere hat er dabei detailliert ausgearbeitet und es geschickt verstanden, sie lebendig werden zu lassen.


    Fazit:


    „Der Krieger des Herrn“ ist ein facettenreicher historischer Roman mit Ecken und Kanten. Seine Protagonisten sind vielschichtig und nicht immer leicht zu durchschauen. Auch wenn der Erzählstil manchmal etwas deftig ist, hat mir das Buch gut gefallen. Der historische Hintergrund fließt geschickt in die fiktive Handlung mit ein und erlaubt einen lebhaften Blick in diese Epoche. 


Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks