Bücher mit dem Tag "phantom der oper"

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10 Bücher

  1. Cover des Buches Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard (ISBN: 9783453357686)
    Marie Pellissier

    Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard

     (55)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Der Klappentext fasst die Handlung sehr gut zusammen, ohne vorab schon zu viel preiszugeben. Wie schon im Vorgängerband scheint es, als ob unsere gute Lucie der Polizei immer eine Nasenlänge voraus ist, wobei man auch sagen muss, dass sie nicht gerade die hellste Birne im Kronleuchter als Ermittler eingesetzt haben. Commissaire Legrand, vielen vielleicht schon aus Band eins bekannt, hat sich nämlich unsterblich in einer der ehemaligen Tänzerinnen an der Oper verliebt und ist deshalb nicht immer ganz bei der Sache und ganz schön voreingenommen. 

    Während die Beschreibungen der Oper und der ganzen Atmosphäre rund um das Pariser Ballet einfach nur zauberhaft sind, gehen die Ermittlungen selbst etwas schleppend, ja an manchen Stellen schon fast zäh voran. Am Rande wird natürlich auch das Privatleben von Lucie etwas gestreift, indem wir ihren Mann, ihren Sohn und dessen Frau wiedertreffen, doch auch das bleibt leider etwas blass im Hintergrund. Während ich Teil eins dieser Reihe vor vier Jahren noch mit vier von fünf Sternen bewertet hatte, bleibt meine Bewertung diesmal im mittleren Segment mit nur noch drei Sternen. Einen weiteren Teil braucht die Autorin meinetwegen nicht mehr schreiben.   

  2. Cover des Buches Mummenschanz (ISBN: 9783442483914)
    Terry Pratchett

    Mummenschanz

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Terry Pratchetts „Scheibenwelt“-Romane wurden für zahlreiche andere Medien adaptiert. Es gibt Filme, Serien, Rollenspiele, Computerspiele, Graphic Novels, Hörspiele – und Theaterstücke. Ich war überrascht, wie viele „Scheibenwelt“-Bände in Skripte und Bühneninszenierungen umgewandelt wurden. Dazu zählt auch „Mummenschanz“, der 18. Band der Reihe.

    Es scheint hingegen noch niemand versucht zu haben, eine „Scheibenwelt“-Oper zu komponieren. Schade, denn „Mummenschanz“ käme dafür definitiv in Frage. Schließlich beschäftigt sich dieser Band mit der Opernwelt selbst.

    Schamgefühl ist Oma Wetterwachs normalerweise fremd. Aber mit einem schlüpfrigen Kochbuch, das sie noch nicht mal geschrieben hat, will sie nichts zu tun haben. Wenn Nanny Ogg der ganzen Welt von ihrer Bananensuppenüberraschung erzählen möchte, bitte, aber nicht auf Kosten von Omas gutem Ruf als gestandene Hexe. Sie beschließt, dem windigen Verleger in Ankh-Morpork einen Besuch abzustatten. Die perfekte Gelegenheit, um auch mal bei der jungen Agnes Nitt vorbeizuschauen, die seit kurzem in der Oper von Ankh-Morpork als Sängerin arbeitet. 

    Kein ungefährlicher Job, denn im Opernhaus spukt es. Bisher wurde der maskierte Geist von allen klaglos akzeptiert. Man hielt ihm sogar regelmäßig eine Loge frei. Doch seit Agnes in der Oper angefangen hat, scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Plötzlich häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle. Als dann auch noch ein Mord geschieht, besteht kein Zweifel mehr, dass der Geist verrückt geworden ist. Wie gut, dass Oma Wetterwachs und Nanny Ogg schon unterwegs sind!

    Terry Pratchett war ein Genie. Ich habe noch kein Buch aus seiner Feder gelesen, das mir nicht gefallen hätte. Aber – und das sage ich mit dem allerhöchsten Respekt – es gibt durchaus Nuancen. Ich teile seine „Scheibenwelt“-Romane subjektiv in drei Kategorien ein. Es gibt die politischen Werke wie „Der fünfte Elefant“, die oft verblüffend realitätsnah sind. Dazu haben wir die philosophischen Werke wie „Schweinsgalopp“, die mit erstaunlich tiefgründigen Botschaften aufwarten.

    Und dann sind da noch die gesellschaftssatirischen Werke. Von diesen drei Kategorien ist mir die letzte am liebsten. „Mummenschanz“ ist meiner Meinung nach eindeutig eine Gesellschaftssatire und ein perfektes Beispiel, um zu erklären, warum mir diese Kategorie am meisten Spaß bereitet.

    „Mummenschanz“ ist die „Scheibenwelt“-Version von „Das Phantom der Oper“. Wie von Pratchett nicht anders zu erwarten, ist diese wesentlich verrückter, chaotischer und lustiger als die Vorlage, allein schon, weil auch die Hexen Nanny Ogg und Oma Wetterwachs mitmischen, doch im Kern erinnert der 18. Band zweifellos stark an den Schauerroman von Gaston Leroux. Dennoch handelt es sich um deutlich mehr als eine Nacherzählung.

    Pratchett nutzt die Handlungsstruktur und den Wiedererkennungswert bestimmter Details, um eine satirische Darstellung des Mikrokosmos Oper zu entwickeln, die trotz allerlei Übertreibungen und Zuspitzungen vermutlich viel Wahrheit enthält. Wir erleben in „Mummenschanz“ jede Menge Scheibenwelt-typische Absurditäten, aber ich kam nicht umhin, mich zu fragen, wie viele davon der Realität verdächtig nahekommen.

    Das Opernhaus von Ankh-Morpork wird von einer kleinen Armee an Personal betrieben, die komplett in einer Parallelwelt zu leben scheint. Die nächste Aufführung ist für sie das Einzige, was zählt. Selbst ein Mord stellt für sie kaum mehr als eine lästige Ablenkung dar, von der sie sich selbstverständlich nicht beirren lassen. Komme, was wolle, the show must go on. Diese sture Fokussierung nimmt Pratchett gehörig auf die Schippe. Er demaskiert die Oper als das, was sie in ihren Grundfesten immer war und immer sein wird: Ein Teil des Showbusiness.

    Mit der Etablierung von Agnes Nitt als eine der Hauptfiguren legt er toxische Strukturen offen, die sich durch jeden Arm des Showbusiness hindurchziehen. Agnes ist eine begnadete Sängerin, aber weil sie nicht dem herrschenden Schönheitsideal entspricht, wird sie benachteiligt. Ihre Rolle thematisiert viele der Vorurteile, mit denen übergewichtige Frauen zu kämpfen haben – und das lange, bevor der Begriff „fatshaming“ populär wurde.

    Obwohl „Mummenschanz“ demnach ernste Untertöne enthält, wirkt der 18. „Scheibenwelt“-Roman niemals gewichtig, bissig oder zynisch. Die Geschichte ist sehr leicht zu verstehen, weil Pratchett keine anspruchsvollen philosophischen Konzepte oder politischen Feinheiten porträtiert, sondern ein gesellschaftliches Phänomen, das er in handfesten, bodenständigen Humor verpackt.

    Es ist ein luftiges, lockeres Buch, das Leser_innen wieder einmal dazu einlädt, innerhalb eines klar gesteckten Rahmens über menschengemachte Idiotie zu lachen. Ich habe diese Einladung mit Freuden angenommen und mich köstlich amüsiert.

    „Mummenschanz“ ist eine unterhaltsame, aufregende Lektüre, mit der ich hervorragend abschalten konnte. Ich musste nicht grübeln, ich musste nicht interpretieren – ich konnte einfach Spaß haben. Deshalb liebe ich Terry Pratchetts gesellschaftssatirischen „Scheibenwelt“-Romane mehr als andere Bände der Reihe: Sie kritisieren offensichtlich, sie sind greifbar und dennoch höchst intelligent.

    Abgesehen von den generellen Stärken seiner Gesellschaftssatiren profitiert „Mummenschanz“ zusätzlich von den spezifischen Umständen der Geschichte. Das Setting der Oper von Ankh-Morpork spielt Pratchett voll in die Hände. Die inhärente Exzentrik dieses Mikrokosmos erlaubt ihm, richtig aufzudrehen und die vielen kleinen und großen Kapriolen des Showbusiness durch den Kakao zu ziehen.

    Ich bin Pratchett dankbar für diesen humorvollen Exkurs in eine Welt, hinter deren Kulissen ich wahrscheinlich nie werde blicken dürfen. Aber das ist in Ordnung, denn ich nehme aus der Lektüre auch eine Erkenntnis mit: Nur wer Teil der Oper ist, kann die Oper wirklich verstehen.

  3. Cover des Buches Das Phantom der Oper. Roman (ISBN: 9783730602829)
    Gaston Leroux

    Das Phantom der Oper. Roman

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ach je.. Ich wollte das Buch so gern mögen, nachdem mir mein Schwiegervater und meine Tochter davon vorgeschwärmt haben.

    Ich kannte lediglich das deutsche Musical auf CD und habe schon als Jugendliche große Sympathien für das Phantom gehegt. Die Geschichte konnte ich mir schwer zusammenreimen, entstelltes Phantom, schöne Sängerin, unglückliche Liebe. 

    Das Buch erzählt von den mysteriösen Vorgängen an der Pariser Oper im Jahr 1880 und um die amourösen Verstrickungen um die schöne Sängerin Christine, ein Scheusal, welches als Phantom herumspukt und um Raoul, einen jungen Adligen. 

    Mir gefiel die Idee einer Kriminalgeschichte gut, dass es wie eine wahre Geschichte aufgemacht ist. Gaston Leroux erzählt die Geschichte teils wie einen Bericht, diese Form scheitert jedoch an der Handlung, da - vor allem zum Ende - alles Wort für Wort für Wort wiedergegeben wird als wäre man dabei. 

    Wo sich die erste Hälfte trotz überbordender Dramatik noch gut lesen lässt, gingen mit dem Autor ab der Hälfte des Buches die Pferde durch. Ja, es war eine andere Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts und ja, dieser zunächst als Fortsetzungsgeschichte in einer französischen Zeitschrift veröffentlichte Roman sollte natürlich Spannung und Cliffhanger en mass bieten, aber mir war das zu viel. Männer, die schluchzen und nahe der Ohnmacht sind, Frauen, die ständig leichenblass werden. Zu plump sind mir die Charaktere gezeichnet. Deren Verhalten ist zudem an Inkonsequenz kaum zu überbieten. 

    Eine Liebesgeschichte habe ich vergeblich gesucht. Aus heutiger Sicht ist hier eine Beziehung toxischer als die andere und das alles ist nicht nachvollziehbar für mich. Die Besitzansprüche der Herren, die Schuldgefühle der Dame, die meint, weil ein Mann sich in sie verliebt ist sie zu irgendetwas verpflichtet, weshalb sie unablässig die unglücklichen, liebeskranken Männer, die sich schlimmer als Teenager benehmen, erst von sich wegstößt als wären sie die Pest, um sich dann wieder schluchzend in ihre Arme zu werfen. Da bin ich raus. 

    Wenn ich wenigstens Christine irgendwelche Gefühle nachsagen könnte, aber sie ist die Schlimmste von allen, tut naiv, dann handelt sie wieder sehr berechnend, macht ein "Spiel" aus der Verehrung Raouls und ein Abenteuer aus dem Grusel vor Erik (dass das Phantom einen Namen hat, fand ich übrigens sehr befremdlich). Zum Schluss gibt es dann das böse Erwachen..

  4. Cover des Buches Die Erben der Nacht - Pyras (ISBN: 9783570308714)
    Ulrike Schweikert

    Die Erben der Nacht - Pyras

     (194)
    Aktuelle Rezension von: Shelli
    Nach den beiden ersten Bänden folgt „Pyras“ mit dem Akademiejahr in Paris in den sogenannten Abwasserkanälen der Stadt.
    Auch hier hat die Autorin wieder super Recherchearbeit geleistet und selbst die unterirdischen Katakomben detailliert beschrieben.
    Die Abenteuer gingen für die Vampire weiter und war wieder einmal sehr lehrreich.
    Die Verbindung von Fantasy und Historik wird hier wieder gegeben und auch der Fokus liegt mehr auf der Akademie allgemein und verschiedener Charakter, welches im vorhergien Band etwas gefehlt hatte.
    Durch die verschiedenen Charaktere und deren Denkweise, welche dargestellt wird und ebenfalls die Entwicklung der Vampire, ebenfalls die Wandlung der Beziehung zwischen den Charakteren lassen dieses Buch um einiges spannender sein und fördert die Neugier auf den nächsten Band.
    Ich persönlich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, auch wenn ich nur 4 Sterne geben kann, da der Hauptteil der Spannung in meinen Augen zu weit hinten im Buch liegt.
  5. Cover des Buches Mummenschanz / Hohle Köpfe (ISBN: 9783442134472)
    Terry Pratchett

    Mummenschanz / Hohle Köpfe

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Nachdem die Hexen in Lords und Ladies die Rahmenhandlung von "Der Sommernachtstraum" hatten, bedient sich Terry Pratchett dieses mal dem "Phantom der Oper". In üblicher kurioser und witziger Schreibweise reisen wir mit Oma Wetterwachs und Nanny Ogg nach Ankh Morpork. Da sie jetzt nur noch zu zweit sind und somit keinen richtigen Hexenzirkel bilden, wendet Nanny eine List an, Agnes Nitt doch noch zu überzeugen, sich ihnen anzuschließen. Um der Bevormundung der Hexen zu entfliehen versucht diese nämlich ihr Glück beim Opernhaus, um Sängerin zu werden.

    Ich bin wie immer völlig begeistert. Obwohl ich mit Opern nichts am Hut habe und auch die Vorlage nicht kenne, hat mich die ganze Kulisse rund um das Opernhaus total gefangen genommen. Es wirkt wie eine kleine Stadt, mit all den Sängern, Musikern, Bühnenarbeitern, Balletttänzern und den vielen Figuren rund um dieses musikalische Theater.

    Natürlich gibt es einen Geist, eine Art Phantom mit einer Maske, dazu passieren einige Morde und überhaupt steht das Opernhaus kurz vor dem Bankrott. Viele kleine Ereignisse und große Charaktere ergeben ein farbenprächtiges Bild, dem es nicht an Humor und ausgefallenen Ideen mangelt.

    Agnes Nitt ist eine recht voluminöse Frau, die mit ihrer Stimme sofort überzeugt. Sie wird jedoch in den Hintergrund gedrängt aufgrund ihres Aussehens, und dass Pratchett dieses Thema schon damals aufgegriffen hat, fand ich echt toll. Aus den älteren Büchern kenne ich das wirklich selten. Es ist nur ein Detail am Rande, das aber eine wichtige Ereigniskette in Gang setzt.

    Es ist locker und leicht, witzig und zynisch, satirisch und mit einem Kern ernster Themen, die aber nie zu sehr im Fokus stehen, sondern die man einfach wahrnimmt. Das ganze aufs Korn zu nehmen steht wie immer im Mittelpunkt, vor allem der Ausspruch "the show must go on" ist hier immer präsent, denn selbst ein Mord lässt die Verantwortlichen nicht davor zurückschrecken, das Publikum weiter zu unterhalten!

    Diesen kleinen Krimi Aspekt fand ich sehr spannend: wer steckt hinter der Maske? Was bezweckt dieser ominöse "Geist" und ich hab bis zum Ende rätseln müssen, auch wenn ich einige Verdachtsmomente hatte - gab die Auflösung ein großartiges Finale!

    Ich tu mich tatsächlich recht schwer mit Rezensionen zu den Scheibenwelt Romanen, weil sie immer so eine Fülle an Themen, Hintergründen und Figuren bieten, dass ich das alles gar nicht so wirklich in Worte fassen kann. Mich begeistern seine Bücher nach 20 Jahren immer noch genauso und ich kann nur jedem raten, einfach mal ein paar davon auszuprobieren - solltet ihr sie nicht schon kennen :)


  6. Cover des Buches Das Phantom (ISBN: 9783104904726)
    Susan Kay

    Das Phantom

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Schon nach der ersten Seite ist  klar...man möchte dem Lebensweg von Erik folgen....ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Es ist so emotional und wunderbar geschrieben, dass mir immer wieder die Tränen liefen.
    Die Geschichte des Phantoms ist fesselnd, tiefbewegend und einzigartig. Es ist eine wundervolle Ergänzung zum Phantom der Oper - die Fragen sind beantwortet.
    Ich verspüre das Gefühl, dass ich Erik gerne kennengelernt hätte...ich habe dieses Buch nicht zum letzten Mal gelesen, das ist sicher!
  7. Cover des Buches Mummenschanz (ISBN: 9783866049413)
    Terry Pratchett

    Mummenschanz

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Alais

    „Ach ja, zufälligerweise glaube ich an Schönheit ohne Tierquälerei.“ 

    (erklärt Nanny Ogg würdevoll, als man sie am Eingang der Oper darauf anspricht, dass ihr „Pelzkragen“ (in Wirklichkeit ihr Kater Greebo) so lebendig wirkt  …, zitiert von CD 3, Track 1)

    Eine Scheibenwelterzählung, die ich mir immer wieder mal gönne, so typisch für Pratchett und doch ganz eigen ist: Sie bietet ein wildes Genremix mit einer Scheibenweltversion von „Das Phantom der Oper“, gerahmt von Anspielungen auf Shakespeares drei Hexen aus „Macbeth“ („When shall we three meet again“). Und wie immer gelingt es Pratchett, so ganz nebenbei noch gesellschaftlich relevante Themen, wie beispielsweise Fatshaming oder Mobbing, einzuflechten – auch dafür liebe ich ihn!

    Zwar steht das begabte, aber leider etwas füllige Gesangstalent Agnes im Zentrum der Handlung, für finster-gute Stimmung sorgen jedoch bei dieser Erzählung vor allem die Hexen Esme Weatherwax (die in dieser deutschen Fassung von Andreas Brandhorst „Wetterwachs“ heißt) und Nanny Ogg sowie deren Kater Greebo. Dieser nicht ganz so sanftmütige Kater tritt in dieser Geschichte sehr zu meiner Freude sogar etwas mehr in Aktion als sonst ...

    Besonders gut wirken diese beiden Figuren wie alle anderen vor allem aber dank der Sprecherin Katharina Thalbach, durch deren Leistung die Geschichte noch einmal aufgewertet wird. Ihre Stimme ist so originell und facettenreich wie die Scheibenwelt selbst und es gelingt ihr meisterhaft, beim Hörer ein breites Spektrum an Eindrücken zu hinterlassen, ob Kauzigkeit, Herzenswärme oder Nervosität ... Ganz besonders brilliert sie meiner Meinung nach bei der Wiedergabe der grollenden, finster-bedrohlichen Granny Weatherwax (bzw. hier „Oma Wetterwachs“ genannt), aber auch bei der jungen Sängerin Christine, die immer so aufgeregt und redselig ist, dass sie beim Sprechen Atemprobleme hat. 

    Ein schönes Hörvergnügen!

  8. Cover des Buches Das Phantom von Manhattan (ISBN: 9783442554706)
    Frederick Forsyth

    Das Phantom von Manhattan

     (29)
    Aktuelle Rezension von: marionbrunner

    Was wurde aus dem Phantom der Oper, welches in den Gewölben unter der l’Operà lebte und die junge Opernsängerin Christine Daaé entführte, da es sich unsterblich in die junge Frau verliebte?

    Als Madame Antoinette Giry im Jahre 1906 im Sterben liegt und nach einem Notar verlangt, erzählt sie ihm, wie sie seinerzeit den Jungen Erik Mühlheim aus einem Kurisiositätenkabinett befreite und ihn zunächst in ihrem Heim aufpäppelte und dann an ihrer Arbeitsstätte, unter der Pariser Oper, versteckte. Nach dem skandalösen Vorfall um Christine Daaé verhalf sie ihm dann zur Flucht nach Amerika.

    Und ihr letzter Wille ist es nun, dass der Notar Dufour einen Brief an Erik für sie zustellen soll. Und das persönlich und zwar in New York. Erik ist in New York zu großem Reichtum gekommen, ist einer der mächtigsten Männer Amerikas. Zu Gesicht bekommen hat das „Phantom von Manhattan“ jedoch bislang niemand ….

    ***

    Als ich damals Anfang 2016 das Musical „Das Phantom der Oper“ gesehen hatte, war ich so begeistert, dass ich die Geschichte lesen wollte. Ich habe dann den Roman vonGaston Leroux gelesen, der sicherlich gu,t aber doch irgendwie auch ein bisschen komisch war. Stichworte: der Perser, Stromausfall …

    Mein Onkel erzählte mir dann, dass er mit meiner Tante im Musical „Das Phantom von Manhattan“ war, das einfach fantastisch sei und ihn absolut begeisterte. Ich wusste seinerzeit gar nicht, dass es eine „Fortsetzung“ des Romans gibt. Mein Mann schenkte ihn mir und ich habe ihn innerhalb der letzten 2 Tage verschlungen.

    Zu allererst gibt es ein sehr ausführliches Vorwort von Frederick Forsyth, das so gut, interessant und informativ ist, das es sich allein dafür lohnt, das Buch in die Hand zu nehmen. Er zerlegt den Roman von Leroux in einer liebevollen aber klaren Art und Weise und er erzählt sehr viel über die Hintergründe der damaligen Gerüchte (die den Stoff für den Roman lieferten) den Bau und die Architektur des Opernhauses in Paris, uvm. Sehr spannend!

    Wie oben im „Klappentext“ bereits erwähnt, beginnt die eigentliche Geschichte dann mit der Erzählung von Antoinette Giry, der Frau, die wir alle aus dem ersten Roman (und auch natürlich aus dem Musical) kennen. Im Roman war sie eher eine unterbelichtete „Schließerin“ der Logen im Operngebäude. Im Musical war sie die Leiterin des Corps des Ballet (der Tanztruppe) und Mutter der Tänzerin Meg.

    Wir begleiten dann den Notar auf seinem Weg nach New York, erfahren wie es Erik nach seiner Ausreise nach Amerika ergangen ist. Auch hier verbaut Forsyth sehr viel Interessantes und historisch Belegtes. Ich habe alles nachgelesen und mir alte Bilder angeschaut, da ich zum einen prüfen wollte, ob er wirklich die wahre Geschichte mit seiner Fiktion verknüpft und es zum anderen einfach so spannend war, dass ich mehr wissen wollte.

    Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Person erzählt, die in die Handlung involviert ist, und so sind wir immer sehr nah dabei und es geht bisweilen recht dramatisch zu. Mehr verrate ich von der Handlung nicht, denn ich kann jedem, der „Das Phantom der Oper“ gesehen / gelesen hat nur empfehlen, diesen Roman ebenfalls zu lesen.

    Die Idee zum Buch kam (natürlich) durch ein Gespräch mit Andrew Lloyd Webber auf, der dann gemeinsam mit Frederick Forsyth an dieser Handlung herumgefeilt hat.

    Und eines weiß ich ganz gewiss: Dieser Roman wird ein fantastisches Musical geworden sein! Ich möchte es unbedingt ansehen. Aber zuerst: lest dieses Buch 

    © Marion Brunner für Buchwelten 2017

  9. Cover des Buches Maskerade (ISBN: 9781473200289)
    Terry Pratchett

    Maskerade

     (21)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Die Schönen der Nacht: Dark Romance (ISBN: B00S1K1PIC)
    Carol Grayson

    Die Schönen der Nacht: Dark Romance

     (2)
    Aktuelle Rezension von: talira_tal
    Das Cover der Novelle lässt schon ahnen, wohin die Reise führt. Ich finde es äußerst passend in Anbetracht der Anlehnung an „Das Phantom der Oper“.
    Wie auch schon in einigen anderen Büchern, die ich bereits von der Autorin gelesen habe, versteht es Carol Grayson gekonnt den Leser geschickt in ihre Geschichten zu ziehen und geradewegs zu fesseln. Nachdem ich die Novelle angelesen hatte, konnte ich sie nur schwer wieder aus der Hand legen.
    Zu faszinierend war die Reise in die vornehmen Kreise von Paris. Was die ganze Sache noch aufregender machte, war der Blick auf das Geschehen und Drumherum mit den Augen und den Gefühlen eines erfahrenen Vampirs, der äußerlich ein attraktiver junger Mann ist.
    Geschickt lässt die Autorin die dunkle Seite des Vampirs zu und versteht die Leser in den Protagonisten Javid Lepoux, der vor allen Dingen an jungen Männern interessiert ist, zu versetzen.
    Da er sich gleich zwei Burschen angelt, bleibt das Ränkespiel der Liebenden, zu dem sich dann auch noch eine unschuldige begnadete Opernsängerin gesellt, nicht aus.
    Die Novelle ist bewusst an „Das Phantom der Oper“ angelehnt und ich finde, dass die Autorin es mit der Umsetzung wirklich gut hinbekommen hat.
    Ich kann die „Schönen der Nacht“ eine dark romance Novelle wirklich empfehlen und gebe aus voller Überzeugung  die volle Punktzahl.
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