Bücher mit dem Tag "phantasien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "phantasien" gekennzeichnet haben.

54 Bücher

  1. Cover des Buches Calendar Girl - Verführt (Calendar Girl Quartal 1) (ISBN: 9783548288840)
    Audrey Carlan

    Calendar Girl - Verführt (Calendar Girl Quartal 1)

     (1.079)
    Aktuelle Rezension von: MiniMichi0502

    Ein toller Auftakt, die Geschichte und der Mut von Mia hat mich tief beeindruckt 

  2. Cover des Buches Der Federmann (ISBN: 9783442478828)
    Max Bentow

    Der Federmann

     (723)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Nun widme ich mich also endlich mal wieder einer Reihe und zwar ist die Wahl auf die Nils-Trojan Reihe von Max Bentow gefallen! Den ersten Teil "Der Federmann" habe ich innerhalb kürzester Zeit beendet und tatsächlich bin ich etwas zwiegespalten, was die Geschichte betrifft.

    Ich habe eine Weile gebraucht, um ins Buch zu kommen. Das lag aber nicht am Schreibstil, denn dieser ist solide und flüssig gehalten, sondern eher an anderen Aspekten.

    Allen voran ist mir ehrlicherweise die detaillierte Stadtbeschreibung mit jeder Menge Straßennamen und etlichen Orten Berlins auf den Keks gegangen. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. 

    Das Cover hat mich zudem im Nachhinein irgendwie verwirrt zurückgelassen. Es sieht richtig ansprechend aus und ist gut gelungen, doch wieso zeigt man hier ein Rotkehlchen, wenn es im Buch selbst doch um eine ganz andere Vogelart geht?!

    Mit dem Ermittler konnte ich ebenfalls noch nicht ganz warm werden, vielleicht ergibt sich da aber noch etwas in den Folgebänden. Aktuell jedenfalls erscheint er mir noch zu farblos und klischeehaft. Auch seine abenteuerliche Kombinationsgabe hat mich etwas stutzig gemacht.

    Den Fall, von dem dieses Buch handelt, fand ich hingegen äußerst interessant. Schade war nur, dass ich das Motiv des Täters nicht erfahren habe, darauf war ich die ganze Zeit doch sehr neugierig.

    Die Story folgt der klassischen Struktur eines Thrillers, beinhaltet jedoch einige unglaubwürdige Zufälle und wirklich kuriose Action-Szenen á la Superman. Auch die Auflösung hat mich nicht umgehauen, da muss ich schlichtweg ehrlich sein.

    Mir hat irgendwie das Mitdenken und Mitfiebern gefehlt, ich liebe es schlicht und einfach wenn mich ein Buch fordert.

    Nichtsdestotrotz ist dieser Thriller auf jeden Fall lesbar und sorgt für ein nettes Leseerlebnis. Natürlich gibt es da Platz nach oben, das heißt aber nicht, dass das Buch schlecht ist. Für mich eine Story, die etwas zu simpel gestrickt aber ganz okay war. Mal sehen, was mich bei den nächsten Bänden noch so erwartet, ich habe ja noch ein paar Teile vor mir.

  3. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202558)
    Michael Ende

    Momo

     (2.281)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    und zum Nachdenken anregende Geschichte für Jung und Alt, die auch heute noch unterhaltsame Lesestunden bietet. 

    Selbst denjenigen, die die Verfilmung kennen, empfehle ich dieses Buch. Es hat seinen ganzen eigenen Charme und somit sehr empfehlens- und lesenswert.

  4. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.948)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah


    Die Handlung von "Die unendliche Geschichte" brauche ich wohl nicht weiter zusammenzufassen. Es handelt sich um eine phantastische Erzählung für Jung und Alt. Was sie so fantastisch und unvergesslich macht, ist natürlich die Welt, in der sie spielt, und die Tatsache, dass der Bösewicht eher etwas Abstraktes war als ein tatsächlicher, greifbarer Feind, der bekämpft und besiegt werden kann.
    Die Welt die der Autor hier erschaffen hat ist phantasievoll, und unser kleiner Held ist sympathisch und aufgeschlossen. Viele der Dinge, die er auf seiner Reise erlebt, dienen einem doppelten Zweck: Sie sind zum einen unterhaltsam und zum anderen regen sie zum Nachdenken an.
    Es ist definitiv ein Buch das jeder einmal gelesen habe sollte. Ich kann es absolut empfehlen und vergebe volle 5 Sterne. 

  5. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.720)
    Aktuelle Rezension von: Lovely_Lila

    * Spoilerfreie Rezension! *

     ~ „Der Vorleser“ ist ein unterhaltsamer, tiefgründiger, interessanter Literaturklassiker, der zum Nachdenken anregt und mir trotz seiner langatmigen Passagen insgesamt gut gefallen hat. Wird das Buch als Schullektüre verwendet, sollte darauf geachtet werden, die ernsten Themen (NS-Vergangenheit, Schuld) altersgerecht aufzubereiten und auch die problematischen Aspekte der Geschichte (Altersunterschied in der Beziehung) nicht unter den Teppich zu kehren, sondern klar anzusprechen. Von mir gibt es jedenfalls eine Leseempfehlung! ~

     

    Inhalt

    Als Michael sich krankheitsbedingt übergeben muss, kommt ihm eine fremde Frau zu Hilfe. Von der Familie wird er zu ihr geschickt, um sich mit Blumen zu bedanken. Er ist 15 Jahre alt, sie ist 36 und wird seine erste Liebe / Affäre. Da sie selbst nicht lesen kann, liest er ihr jeden Tag aus Klassikern vor. Doch eines Tages verschwindet sie plötzlich. Jahre später sieht sie Michael sie unter unerwarteten Umständen wieder und erfährt, dass sie die ganze Zeit ein schreckliches Geheimnis hatte…

     

    Übersicht

    Einzelband oder Reihe: Einzelband
    Erzählweise: Ich-Erzähler, Präteritum
    Perspektive: männliche Perspektive
    Kapitellänge: sehr kurz

    Tiere im Buch: + Im Buch werden keine Tiere verletzt, gequält oder getötet.
    Triggerwarnung: NS-Zeit, Holocaust, Tod von Menschen, Beziehung zwischen einem Minderjährigen und einer Erwachsenen, toxische Beziehung, Gewalt
    Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): nicht bestanden!
     Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: ---

     

    Kurzrezension


    „Warum? Warum wird uns, was schön war, im Rückblick dadurch brüchig, dass es hässliche Wahrheiten verbarg?“ Seite 38

     

    „Der Vorleser“ gilt als literarischer Klassiker, den man gelesen haben muss, und als beliebte Schullektüre. Pflichtbewusst gekauft, verstaubte das Buch aber zuerst einmal 2 Jahre in meinem Regal, bis ich in den Sommerferien dieses Jahres endlich Lust darauf hatte. 

     

    Zuerst: Hat mir das Buch gefallen? Ja, durchaus! Aber ist es auch so großartig wie angepriesen? Da bin ich mir nicht so sicher. Auf meine hohen Erwartungen folgten zwar ein paar unterhaltsame, interessante und tiefgründige Lesestunden, aber leider auch Ernüchterung. Den ruhigen, unaufgeregten Schreibstil mochte ich, die philosophischen und moralischen Fragen, die immer wieder gestellt werden, haben mich zum Nachdenken angeregt, was mir ebenfalls gefallen hat. Aber Achtung: „Der Vorleser“ ist ein Literaturklassiker, der zwar viele (und vor allem: die richtigen) Fragen stellt, der aber keine klaren, einfachen Antworten liefert! 


    Die ernsten Themen (NS-Vergangenheit, Literatur, Schuld, Erwachsenwerden, erste Liebe, Analphabetismus) und ihre tiefgründige Ausarbeitung haben mich ebenso überzeugt wie die komplexen, glaubwürdigen Figuren (besonders Hanna ist sehr gut gelungen) und der sympathische, selbstkritische, nachdenkliche Protagonist. Teilweise ist diese Mischung aus Liebesgeschichte, Roman und Justizkrimi wirklich spannend geschrieben und es gibt einige unerwartete Wendungen. Aus feministischer Sicht fallen die starken, intelligenten, beruflich erfolgreichen Frauenfiguren positiv auf (besonders da der Roman 1995 erstmals erschienen ist), auch die Darstellung von Frauen als Täter·innen ist außergewöhnlich und bemerkenswert. Die Verfilmung, für die Kate Winslet sogar einen Oscar erhalten hat, werde ich mir auf jeden Fall noch anschauen! 


    Leider enthält das vielschichtige Buch aber auch sehr langatmige, zähe, handlungsarme Passagen, bei denen ich nur im Schneckentempo vorangekommen bin. Ich kann mir gut vorstellen, dass Schüler·innen hier die Geduld verlieren und das Buch abbrechen könnten. Außerdem könnten ihnen die teilweise recht expliziten sexuellen Beschreibungen unangenehm oder peinlich sein. 


    Doch wenn man sich die Frage stellt, ob dieses Buch als Schullektüre (für die Oberstufe, früher würde ich das Buch mit einer Klasse nicht lesen) geeignet ist, muss noch ein Punkt angesprochen werden: Hochproblematisch ist natürlich die toxische, teilweise sogar gewalttätige Beziehung / Affäre zwischen dem Minderjährigen Michael (15 Jahre alt) und der Erwachsenen Hanna (Mitte 30). Gesetzlich wäre so eine Beziehung zumindest in Österreich erlaubt, moralisch bleibt sie trotzdem mehr als fragwürdig, ist in meinen Augen sehr problematisch und grenzt für mich an sexuellen Missbrauch wegen der unterschiedlichen Lebenserfahrung und des Machtgefälles (das Hanna bewusst ausnutzt). Wenn das Buch in der Schule besprochen wird, sollte dieser Aspekt auf jeden Fall nicht ignoriert, sondern klar angesprochen und diskutiert werden. 

     

    Mein Fazit

    „Der Vorleser“ ist ein unterhaltsamer, tiefgründiger, interessanter Literaturklassiker, der zum Nachdenken anregt und mir trotz seiner langatmigen Passagen insgesamt gut gefallen hat. Wird das Buch als Schullektüre verwendet, sollte darauf geachtet werden, die ernsten Themen (NS-Vergangenheit, Schuld) altersgerecht aufzubereiten und auch die problematischen Aspekte der Geschichte (Altersunterschied in der Beziehung) nicht unter den Teppich zu kehren, sondern klar anzusprechen. Von mir gibt es jedenfalls eine Leseempfehlung!

     

    Bewertung

    Idee: 4 Sterne
    Inhalt, Themen, Botschaft: 4 Sterne
    Tiefe: 5 Sterne ♥
    Umsetzung: 3,5 Sterne
    Worldbuilding: 4 Sterne
    Einstieg: 4 Sterne
    Ende: 4 Sterne
    Schreibstil: 4 Sterne
    Protagonist: 4 Sterne
    Figuren: 5 Sterne ♥
    Spannung: 3 Sterne
    Tempo: 3 Sterne
    Wendungen: 4 Sterne
    Atmosphäre: 3 Sterne
    Emotionale Involviertheit: 4 Sterne
    Feministischer Blickwinkel: 4 Sterne
    Einzigartigkeit: 5 Sterne ♥


    Insgesamt:

    ❀❀❀,5 Sterne

    Dieses Buch bekommt von mir 3,5 Sterne! 

  6. Cover des Buches Mädchen für alles (ISBN: 9783492054997)
    Charlotte Roche

    Mädchen für alles

     (103)
    Aktuelle Rezension von: waldpilzsuppe

    Ich habe das Buch vor einigen Wochen erst gelesen, weil ich den Titel so spannend fand. Ich fand besonders die Überforderung die man spürt so beeindruckend- ich konnte mich gut reinfühlen und war gespannt was auf mich wartete. Ich fand die Geschichte allerdings sehr lahm. Es passiert irgendwie nichts und dann auf einmal ganz viel. Der Mann hat eigentlich keine Rolle und die Babysitterin wird zur Muse und Erfüllung aller Träume. Natürlich muss es auch um Drogen und blut und ähnliches gehen, aber diese Szenen sind irgendwie nur Beiwerk für mich gewesen. Das Ende habe ich gar nicht verstanden und ich war am ende auch froh das es vorbei war


    schade , schade, da das thema Überforderung und eventuell sogar regreting motherhood sooo viel potenzial gehabt hätte

  7. Cover des Buches Der Professor (ISBN: 9783426500705)
    John Katzenbach

    Der Professor

     (328)
    Aktuelle Rezension von: _pfaffingers_bibliophilie_

    Worum geht´s?
    Adrian ist ein pensionierter Professor der Psychologie und erhält die niederschmetternde Diagnose einer seltenen Form der Demenz. Kurz nach seinem Arztbesuch wird er Zeuge, wie die 16-jährige Jennifer durch ein Verbrecherduo entführt wird. Kann er seiner eigenen Wahrnehmung trauen? Wird ihm jemand glauben?

    Meine Meinung:
    Es handelt sich hier um einen soliden Thriller des Autors, jedoch konnte er mich nicht restlos mitreißen. Für mich fehlte die gewisse Spannung und die Unvorhersehbarkeit. Perspektivwechsel machen eine Geschichte zwar spannend, hier empfand ich sie allerdings als störend, da zu viel verraten wurde.
    Ich weiß nicht, ob ich einfach zu viele Thriller lese, oder ob die Autoren einfallslos werden, aber so richtig umhauen konnte das Buch mich nicht. Nett zu lesen, aber es ist eben auch kein Must-Read!

  8. Cover des Buches Morgen früh, wenn du willst (ISBN: 9783548613345)
    Tania Carver

    Morgen früh, wenn du willst

     (93)
    Aktuelle Rezension von: JenniS

    „Würdest du dein Leben für einen Traum aufgeben?“

    Ein neuer Fall für DI Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito.
    Neue Stadt, neue Kollegen und neue Fälle.
    Nachdem die beiden im vierten Teil selbst von einem Anschlag betroffen waren, wollen sie einen Neustart wagen.
    Doch auch dort werden sie von Problemen eingeholt und brauchen Hilfe von alten Bekannten.

     

    Der Einstieg in den 5ten Fall von Phil und Marina war ziemlich hart. Ich habe schon so einiges gelesen und möchte von mir behaupten ziemlich abgehärtet zu sein, doch hier habe selbst ich immer öfters das Gesicht verzogen.
    Die Familie ist umgezogen und dadurch kommen viele neue Charaktere auf, wo ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte diese auseinanderzuhalten. Auch habe ich die alten Kollegen wie Anni und Mike teilweise vermisst. (Dies ist auch einfach der Grund für den Abzug.)
    An sich war das Buch, wie bisher alle vorangegangen Teile, unglaublich spannend und ich wollte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil lässt viel Platz für eigene Spekulationen offen, welche aber kurze Zeit später wieder zerschlagen werden.
    Ich fand die beiden Handlungsstränge nebeneinander her, mit dem ein oder anderen Berührungspunkt sehr gelungen.

  9. Cover des Buches Die Chroniken des Aufziehvogels (ISBN: 9783832181420)
    Haruki Murakami

    Die Chroniken des Aufziehvogels

     (591)
    Aktuelle Rezension von: HansDurrer

    Diese Neuübersetzung aus dem Japanischen von Ursula Gräfe ist um 300 Seiten länger als die alte Übersetzung aus dem Englischen, lässt der Verlag wissen.

    Murakamis Schreiben hat etwas Leichtes und macht mich oft lachen. „Während ich den Garten betrachtete, blieb die Taube auf der Antenne sitzen und gurrte mit einer Zuverlässigkeit und Regelmässigkeit, die einem Finanzbeamten alle Ehre gemacht hätte.“

    Der Protagonist Toru Okada, ist 30 Jahre alt, hat Jura studiert, als Botenjunge in einer Anwaltskanzlei gearbeitet und dann seinen Job aufgegeben – eine Existenz als Anwalt konnte er sich nicht vorstellen. Sein Leben stagniert. Seine Frau Kumiko ist Redakteurin bei einer Zeitschrift für Natur- und Gesundheitskost. Der Kater der beiden ist davongelaufen. Malta Kano („Frau Kano war sehr schön. Zumindest sehr viel hübscher, als ich sie mir beim Klang ihrer Stimme am Telefon vorgestellt hatte.“), die über hellseherische Fähigkeiten verfügt, soll helfen, ihn wiederzufinden.

    Frau Kano hat eine jüngere Schwester, Kreta Kano, die von Kumikos Bruder Noboru Wataya, einem seelenlosen Typen par excellence, vergewaltigt wurde. Bei Toru Okadas Beschreibung seines Schwagers, fühlte ich mich an Donald Trump erinnert. „Er war ein zutiefst gemeiner Mensch und ein hohler Egoist. Aber ganz eindeutig tüchtiger als ich.“

    Bei der Suche nach dem Kater stösst Herr Aufziehvogel, wie Toru Okada genannt wird, auch auf die 16jährige, sehr gewitzte May Kasahara, die bei einem Perückenhersteller arbeitet. „In der Firma, in der ich arbeite, darf man niemals das Wort ‚Glatze‘ verwenden. Wir müssen immer von ‚Herren mit zurückweichendem Haaransatz‘ sprechen. ‚Glatze‘ ist nämlich diskriminierend. Einmal habe ich zum Spass ‚Menschen mit Haupthaarbehinderung‘ gesagt. Da ist der Chef sofort ausgerastet. Das sei überhaupt nicht witzig und völlig unpassend. Die nehmen ihren Beruf alle total ernst. Kennen Sie das? Die meisten Leute auf dieser Welt nehmen alles total ernst.“

    Halte ich mich in einer mir unbekannten Gegend auf, finde ich so recht eigentlich alles interessant und speziell das Alltägliche. Murakami beschreibt viel Alltägliches, wodurch dieses gleichzeitig spannend und seltsam wirkt. „Kaum tut man einen Schritt aus dem Haus, hören sich alle Telefone gleich an.“

    Von Herrn Honda, einem Mann mit übersinnlichen Kräften, lese ich. „Wie Herr Honda damals sagte, ist das Schicksal etwas, worauf man im Nachhinein zurückblickt, und nichts, das man im Voraus kennen sollte.“ Und von grausamen Mongolen und pflichtgetreuen Japanern erfahre ich.

    Eines Nachts dann kommt Kumiko nicht nach Hause, bleibt auch am andern Morgen verschwunden. Nach und nach stellt sich heraus, dass es da einen anderen Mann gibt und sie sich scheiden lassen will.

    Die Chroniken des Aufziehvogels zeichnet sich durch wunderbare, oft sehr witzige Dialoge aus, dann aber auch immer wieder durch Sätze, die mich nicht nur schmunzeln machen („Ich seufzte. Nicht dass Seufzen geholfen hätte, aber ich konnte nicht anders.“), sondern die ich auch wunderbar anregend finde. „Ich dachte kurz an irgendetwas und entliess es ins Leere.“ Murakami zu lesen, bedeutet immer auch, seine Aufmerksamkeit zu schulen. „Sagen wir mal, die Menschen würden ewig leben, nie älter werden und die ganze Zeit gesund bleiben. Meinen Sie, die würden überhaupt noch nachdenken, so wie wir? Wir machen uns doch Gedanken über mehr oder weniger alles. Philosophie, Psychologie, Logik, Religion, Literatur und so. Aber ohne den Tod käme doch kein Mensch auf so komplizierte Ideen.“

    Mit den Schwestern Kano und der jungen May Kasahara ist Herr Aufziehvogel auf eine sehr spezielle Art verbunden; alle drei scheinen an ihm Seiten wahrzunehmen, die ihm selber gar nicht bewusst sind, ihn jedoch wesentlich ausmachen.

    Eines Tages bemerkt er in seinem Gesicht ein Mal, hält sich drei Tage zum Nachdenken am Grund eines Brunnens auf, wo er von Kreta Kano besucht wird. Er macht sich kundig über die japanische Besetzung der Mandschurei. Und eines Nachts liegt plötzlich die nackte Kreta Karo neben ihm im Bett. Sehr unterschiedliche und teilweise höchst unwahrscheinliche Geschichten gehen nahtlos und ganz unaufgeregt ineinander über, ganz so als ob das Leben ein Traum und eigenartig unwirklich wäre – was es ja auch ist.

    Die Chroniken des Aufziehvogels ist ein sehr philosophisches Werk, mit dem Akzent auf Spüren („Daraufhin nahm sie meine Hand und legte sie auf die Narbe an ihrem Auge. Als ich über May Kasaharas Narbe strich, übertrugen sich die Wellen ihres Bewusstseins auf meine Fingerspitze. Es war ein leichtes, wie suchendes Zittern.“) und Wahrnehmen („Hingucken kann doch eigentlich jeder.“). Gleichzeitig ist es ein surreales Werk von einer wunderbaren Leichtigkeit, reich an subtilem Witz. Sie habe keine Ahnung wie sie aus dem Brunnen raus und zu ihm ins Bett gekommen sei, sagt Kreta Kano. „’Meine Erinnerung reisst mittendrin ab. Der Riss ist so breit.‘ Kreta Kano hob beide Zeigefinger und zeigte mir einen Abstand von etwa zwanzig Zentimetern. Mir war unklar, wie viel Zeit das bedeuten sollte.“

    Dann will sie mit ihm nach Kreta reisen, um ihn, wie sie ihm mitteilt, vor etwas sehr Schlimmem zu bewahren. Doch zuvor will sie ihren Namen ablegen und nicht mehr als Medium im Einsatz stehen. Sie fliegt hin, er bleibt zurück. Was dann geschieht, soll hier nicht verraten werden … Nur soviel: Toru Okada möchte das Nachbargrundstück erwerben, auf dem ein Fluch liegt …

  10. Cover des Buches Die unendliche Geschichte - Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783745600926)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte - Jubiläumsausgabe

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Asen0501

    Die Story war mir ja schon vor langer Zeit in Form der Filme bekannt, die ich als junges Mädchen zwischen 10 bis 11 Jahren gesehen habe. Bastian, einer der Protagonisten ist zwar erst 10 aber als Jugendbuch ist es defintiv passend. Der Schreibstil ist ganz ok wenn man reinkommt, man darf nicht vergessen das diese Story sehr lange existiert aber es wurde gut erzählt und war auch spannend und fesselnd an manchen Stelle. Bastian liest selbst gerne Bücher und ist ein Außenseiter in der Schule. Er erzählt gerne Stories und hier liest er selbst die unendliche Geschichte und in seiner Fantasiewelt bekommen wir die Story rund um den Helden Atreju und Fuchur den Glücksddachen super mit.🥰 Es wird einmal aus bastian Sicht bzw. Welt erzählt und einmal aus Atreju Sicht in Phantsien. Man fiebert manchmal mit und trauert auch. Aber Phantasien ist eine so tolle Welt und umfangreich. All die Wesen sind einfach super klasse und besonders. Ich würde vorschlagen Kinder von 10 Jahren sollten sich die Story lieber vorlesen lassen, da kommen sie besser mit. Aber es war toll und hat bei mir große Kindheitserinnerungen geweckt. Auch mein Mann hat mitgelesen und fands Klasse. Auch die beschreibung des Buches im Buch hT zu dieser Ausgabe gepasst, dass man sich so sehr in Bastian hineinversetzen konnte ⭐🥰Bin sehr froh die Story gelesen zu haben. Danke auch an die liebe @danielasbuecherkiste für den wieder mal tollen Buddyread es war wieder klasse. 🥰⭐Eine große #Leseempfehlung für alle Fbatsyfans und Familien die ein Vorlesebuch für alle suchen. Echt toll. 4⭐


  11. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783869091730)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Sophienchen

    Es ist einfach so humorvoll und lieb geschrieben, vor allem Emmis emails liebe ich sehr 

  12. Cover des Buches Desecration-Verletzung (ISBN: 9783958190009)
    J.F. Penn

    Desecration-Verletzung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: tobias_liebert

    Im Hunterian Musem wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr wurde mit chirurgischer Präzision die Gebärmutter samt Fötus aus dem Leib geschnitten. Detective Jamie Brooke übernimmt die Ermittlungen. Die Tote, Jenna Neville, ist die Tochter eines einflussreichen und sehr reichen  Ehepaars. Jenna war Umweltaktivisten und hat immer die Arbeit ihrer Eltern kritisiert. Sie hat ihnen unethisches Verhalten ihrer Pharmafirma im Umgang mit Tierversuchen vorgeworfen. Eltern und Tochter haben sich entzweit. Deswegen geraten die Eltern auch unter Verdacht, aber diese versuchen die Ermittlungen zu blockieren. Während den Ermittlungen tut sich eine andere Spur auf. Jenna hat sich intensiv mit dem Thema "Toten Kunst" beschäftigt. Künstler aus diesem Genre verändern und plastinieren Leichen. Während der Ermittlungen stirbt plötzlich ihre schwerkranke Tochter. Detective Brooke wird vom Dienst freigestellt. Als die Leiche ihrer Tochter gestohlen wird, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und begibt sich dadurch in Lebensgefahr.

    Das Buch ist spannend und läßt sich flüssig lesen. Privat- und Berufsleben der Hautperson werden in der Geschichte sehr gut miteinander verknüpft. Das Hauptthema "Toten Kunst" wird geschickt angegangen. Aber gibt es wirklich eine Art Schwarzmarkt, für diesen Kunstbereich? Und ist dieser wirklich vorhanden? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen. Das Ende ist offen, da Jamie Brooke noch einen Verdacht hat, der in dieser Geschichte weder erhärtet noch entkräftet werden konnte.

  13. Cover des Buches Phantasien (ISBN: 9783257244199)
    Jason Starr

    Phantasien

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Freestate

    Nachdem ich schon andere Bücher von Jason Starr kannte, habe ich mich auf das Buch gefreut. Leider war ich schon recht früh enttäuscht und habe mich schließlich bis zum Ende durch kämpfen müssen.  Die Story ist nicht neu, dass ist aber auch nicht das Problem von dem Buch. Vielmehr waren es die durchweg unreflektierten Charakteren, die es teilweise unerträglich machten weiterzulesen. Jeder einzelne blieb in seiner eigenen Überzeugung, teilweise absolut verblendet und nicht einmal eindeutige Beweise konnten daran etwas ändern. Bei Owen war es noch nachvollziehbar, bei allen anderen war es Unglaubwürdig. Es war einfach viel zu einfach gestrickt, leichte Story, unglaubwürdige Charaktere und etwas Sex.
    Schade! 

  14. Cover des Buches Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz (ISBN: 9783426632383)
    Ralf Isau

    Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz

     (170)
    Aktuelle Rezension von: simonfun
    Bereits vielfach rezensiert kann ich hier nur eines beitragen: schön! Eine schöne lesenswerte Geschichte.
  15. Cover des Buches Scream (ISBN: 9783499247217)
    Chris Mooney

    Scream

     (94)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Larry Roth liegt gefesselt auf einem Bett. Um ihn herum herrscht ein Schlachtfeld: seine Familie ist vor seinen Augen getötet worden.
    Bevor er seinen Verstand verliert, trifft die Polizei vor Ort ein. Roth weiß zwar nichts davon, aber er soll die Polizei gerufen haben.

    Allen voran ermittelt Jack Casey, ein ehemaliger FBI-Profiler, am Tatort. Während er versucht, Roth zu beruhigen, gibt dieser nur von sich, daß der Täter alles über ihn wußte. Als sich die verschweißten Handschellen nicht öffnen lassen, holt Casey aus seinem Auto einen Seitenschneider. Sein Glück, denn Sekunden später verschwindet der Tatort mit allen Anwesenden in einem Feuerball; mit dem Betreten des Hauses aktivierte die Polizei den Zeitzünder für eine Bombe.

    Und damit bläst der Autor in seinem Debüt-Roman das Halali zum explodierenden Kopfkino. Da wo andere Autoren nach dem ersten Bumm wortwörtlich ihr Pulver verschossen haben, fängt Mooney erst an.

    Zugegeben, der Held Jack Casey ist etwas abziehbildmäßig geraten. Familie tot, Job weg, Krise, Alkohol. Doch in diesem Buch läßt man sich das gefallen, weil er nicht wie Phönix aus der Asche steigt, sondern nachvollziehbare Blessuren behält.

    Spannung garantiert.

    Höchst merkwürdig mutet an, daß Cody McFadyen sechs Jahre später seine "Smokey Barett" in "Die Blutlinie" erfand, die wiederum ein Abziehbild von Jack Casey mit Geschlechtertausch ist.

    Nicht abschrecken lassen vom Umschlagtext: die dilettantischen Schreiberlinge haben alle Eckpunkte genommen und einmal kräftig durcheinander gebracht.
  16. Cover des Buches Atlas literarischer Orte (ISBN: 9783957282569)
    Cris F. Oliver

    Atlas literarischer Orte

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Über literarische Figuren wird oft gesprochen und viel geschrieben.

    Höchste Zeit also einen genauen Blick zu werfen auf die fantastischen Welten, in denen Alice, Peter Pan oder Willy Wonka leben:

    Mittelerde, Hogwarts, Narnia, Camelot, Gotham City, die Smaragdstadt in Oz oder die Bakerstreet in London uvm.

    Eine faszinierende Reise zu den verschiedensten Orten der Literaturgeschichte!


    Altersempfehlung:

    ab 9 Jahre 


    Illustrationen:

    Die zweifarbigen, ganzseitigen Karten sind eindrucksvoll gestaltet. 

    Zusätzlich leiten kleine Vignetten die Kapitel ein oder ergänzen die Texte.


    Mein Eindruck:

    Mit Büchern in fremde Welten zu verreisen ist großartig!

    Dieses Werk widmet sich ausschließlich den Besonderheiten der phantasievoll erdachten und mit Herz und Charme gestalteten Orte.

    Aufgebaut wie ein Reiseführer können alle Liebhaber fantastischer Literatur - diesem eindrucksvollen Atlas sei Dank - nun noch tiefer eintauchen in andere Welten. 

    Ganz gleich ob die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf oder das Wunderland von Alice hier wird jedem Ort gleich viel Platz gewährt. Beginnend mit einer kurzen Einführung in die Welt und einer Karte (wichtige Punkte und Empfehlungen) finden sich Hintergrundinformationen zur Geschichte und zum kreativen Kopf dahinter. 

    Man kann auf diese Weise bereits besuchte Orte wiederentdecken oder unbekannte Welten erforschen.

    Witzige Hinweise, Warnungen und originelle Ergänzungen (z. B. Packliste für eine Reise zum Mittelpunkt der Erde) lockern das Gelesene auf und sorgen immer wieder für Unterhaltung.

    Ein unterhaltsamer und außergewöhnlicher Reiseführer!


    Fazit:

    Eine bildgewaltige Hommage an fantastische Welten, in die man immer wieder gerne eintaucht.

    Der Atlas lädt ein zum Schwelgen in Erinnerungen aber auch zum Entdecken neuer literarischer Orte.


    ...

    Rezensiertes Buch: "Atlas literarischer Orte - von Wunderland bis Mittelerde" aus dem Jahr 2019

  17. Cover des Buches Solenoid (ISBN: 9783552059481)
    Mircea Cartarescu

    Solenoid

     (3)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die ersten Kapitel führen den Protagonisten als einen namenlosen und sehr unglücklichen, aber auch unglückseligen, Menschen ein. Es wird fantasiereich und wortgewaltig die Welt des einfachen Lehrers aufgebaut.  Es stellen sich sehr absurde und abstruse Welten des Helden dar, als Kind und im Jetzt, wobei nicht immer klar ist, was sich real oder im Traum abspielt.
    Nach einem kurzen Tief wird meine wissenschaftliche Seele befriedigt, weil über den Solenoiden, eine riesige Spule, die vierte Raumdimension und andere zum Teil hochwissenschaftliche Themen gesprochen wird. Dazu kommt noch eine Spur Mystik gepaart mit mythischen Ideen, Verschwörungstheorien und einer Spur Paranoia.
    Es finden sich eine große Zahl real existenter Menschen mit ähnlich bizarren Lebensgeschichten wie der Held. Sonderbarerweise sind die Biographien dieser Menschen über viele Umwege miteinander verknüpft. Das führt dazu, dass man sich in der buchfreien Zeit mit diesen Persönlichkeiten befasst, was das Buch für mich nochmal wertvoller macht, da es neue Ideen aufbringt.
    Das Buch nimmt immer mehr an Spannung auf und der Leser wird so zielstrebig zu einer Klimax geführt, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Allerdings fand ich persönlich den erreichten Höhepunkt, ganz plötzlich und ohne weitere Erklärung, etwas enttäuschend. Es ist ein Buch aus der Kategorie, welches den Leser etwas hilf- und fraglos zurücklässt

  18. Cover des Buches Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Filmbuch (ISBN: 9783522184991)
    Michael Ende

    Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Filmbuch

     (363)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    Jim Knopf kommt als Baby durch einen Zufall auf die kleine Insel Lummerland, die lediglich von vier Menschen bewohnt wird: König Alfons der Viertel vor Zwölfte, Frau Waas, Herr Ärmel und Lukas, dem Lokomotivführer. Als Jim zu einem jungen Burschen heranwächst, sieht sich der König gezwungen, Platz für einen weiteren, zukünftigen Untertanen auf dem kleinen Eiland zu schaffen, indem die Gleise mitsamt der Lokomotive Emma weichen müssen. Doch Lukas denkt nicht daran, seine Emma und seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Kurzerhand entscheidet er sich, die Insel zusammen mit seiner Lokomotive zu verlassen. Und als Jim davon Wind bekommt, schließt er sich seinem besten Freund prompt an. Das Abenteuer beginnt …

    Was gibt es zu diesem Klassiker zu sagen? Die meisten Menschen meiner Generation, die in Deutschland aufgewachsen sind, werden von Jim Knopf, Lukas dem Lokomotivführer und der Insel Lummerland gehört haben – sei es über die beiden Bücher oder die mehr als gelungene Interpretation der Augsburger Puppenkiste. Zudem kam 2018 eine Realverfilmung des ersten Bandes in die Kinos, die hoffentlich bei einem jüngeren Publikum das Interesse an den Romanen geweckt hat. Um es kurz zu machen: Was der Autor Michael Ende auf rund 250 Seiten an lustigen Ideen und Einfällen präsentiert, ist sowohl überwältigend als auch herzerwärmend. Zudem flößen die großartigen Zeichnungen von F. J. Tripp den Charakteren und Orten zusätzliches Leben ein, was die Geschichte lebendig werden lässt und erlebbar macht – und zwar nicht nur für Kinder.

    Fazit: Bei „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ handelt es sich um einen zeitlosen Klassiker, der in jedes Kinderzimmer gehört. Nicht umsonst wurde das Werk damals, vor rund 60 Jahren, mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. An der einen oder anderen Stelle fallen zwar Szenen auf, die aufgrund ihrer längst überholten Geschlechterrollen unfreiwillig komisch wirken. Und auch die Thematisierung von Jims dunkler Hautfarbe mag heutzutage befremdlich, vielleicht sogar fragwürdig anmuten. Doch spiegelt dies die Vorstellungen der 60er Jahre wider. Und wer dieser Tage dem Autor gar rassistische Motive unterstellt, tut ihm, wie ich meine, unrecht. Denn, wenn es so wäre, warum hat Michael Ende ausgerechnet Jim Knopf die Hauptrolle zugedacht, weshalb sein Name auch den Titel schmückt? Stattdessen sollte der Fokus auf der Handlung, der Kreativität und den positiven Botschaften liegen, die sich in der Geschichte auf mannigfaltige Weise verbergen. Ein Jugendbuch wie gemacht, um seinen Kindern vor dem Zubettgehen daraus vorzulesen und nebenbei die herrlichen Zeichnungen zu bewundern.

  19. Cover des Buches Opferschuld (ISBN: 9783499253621)
    Ann Cleeves

    Opferschuld

     (26)
    Aktuelle Rezension von: sala83
    Das Buch besticht irgendwie durch seine Unscheinbarkeit - die Kriminalgeschichte plätschert so dahin und als Leser fühlt man sich recht wohl. Es ist nicht zu aufregend, dennoch einigermaßen spannend, da man wissen will, wer der Mörder war. Sehr störend empfand ich die Darstellung der Kommissarin. Sie wurde absichtlich unattraktiv und teilweise auch unappetitlich beschrieben. Mir wurde der Sinn dahinter nicht klar. Es ist ja okay, wenn sie keine große Augenweide ist, aber von ihrer juckenden Neurodermites will ich dann doch nix lesen, wenns nicht zum Fall gehört ;) Dia Story an sich ist stimmig, wenn zum Ende hin auch leicht vorhersehbar. Kann man also gut lesen, wenn man auf leichte gut-geschriebene Krimis steht.
  20. Cover des Buches Die Seele der Nacht (ISBN: 9783426629987)
    Ulrike Schweikert

    Die Seele der Nacht

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Reever
    "Fantasie", angelehnt an die unendliche Geschichte von Michael Ende. Das Land Phantasien geht ins Nichts, Tahamas Volk flieht in ein fernes Land, nur das Blauschopfmädchen Tahama wartet auf ihren Vater, als er dann kommt stirbt er in ihren Armen. Tahama macht sich auf um ihr Volk zu finden, auf ihrer Reise trifft sie auf den Jäger Céredas und auf den Erdgnom Wurgluck, sie finden nur leere Dörfer und grausam entstellte Leichen. Ulrike Schweikert war meines erachtens schon besser, das Buch liest sich flott ist auch spannend, nur in der Story selber sind einige Ungereimtheiten die mich gestört haben.
  21. Cover des Buches Der König der Narren (ISBN: 9783426629956)
    Tanja Kinkel

    Der König der Narren

     (65)
    Aktuelle Rezension von: KatharinaJ
    Die Weberinnen von Siridom besitzen die wundervolle Gabe Teppiche zu weben welche Geschichten der Vergangenheit erzählen. Nur auserwählte Frauen können eine Weberin aus Siridom werden und es ist eine sehr große Ehre. Die junge Res ist eine dieser Auserwählten - Doch Res möchte mehr. Sie möchte reisen, Abenteuer erleben und sich nicht alten Traditionen beugen.

    Als das Nichts die Heimat der Weberinnen und ganz Phantasien bedroht kommt für Res die Möglichkeit ihrem Drang nach Abenteuer nachzukommen. Gemeinsam mit einer Katze macht sie sich auf das Nichts zu besiegen und Phantasien zu retten.

    Die Geschichte an sich fand ich wirklich gut und es hat mir auch Spaß gemacht gemeinsam mit Res zu reisen und viele Gefahren zu bestehen. Allerdings hat es sich dann doch etwas hingezogen und das Ende fand ich irgendwie komisch. Vielleicht hätte ich beim ersten Teil der Reihe anfangen sollen dann hätte ich es auch besser verstanden. Tanja Kinkels Version der unendlichen Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen.Mittelmäßi
  22. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.320)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Helen Memel hat ein sehr intensives Verhältnis zu ihrem Körper und beschreibt es in diesem Buch so ausführlich wie es Männer kaum und Frauen wohl nicht sehr oft zu lesen oder zu hören bekommen: Selbstbefriedigung, ihre Hämorriden, Sex und alle denkbaren Körperflüssigkeiten spielen die Hauptrolle.

    Definitiv nichts für Personen mit empfindlichen Vorstellungen diesbezüglich. Helen spricht aus, was sie denkt und tut. Das ist häufig fragwürdig bis unappetitlich, aber auch irgendwie amüsant. Ein bisschen Porno ist auch dabei. Angeblich geht es um ein sensibles Mädchen. Dass Helen empfindsam ist, versteckt sie als Ich-Erzählerin dieser Geschichte größtenteils sehr gut.

    Bei vielen Szenen fragte ich mich, wie jemensch auf solche Ideen kommen kann. Definitiv nichts für schwache Verdauungsorgane. Wer sich schnell ekelt, sollte das Buch nicht lesen und hätte auch nichts verpasst.
     Gestört haben mich grammatikalische Fehler in der Erzählstruktur, die das ansonsten sehr flüssige Lesen unterbrochen haben.

    Fazit: Die Faszination des Ekelhaften.

     

  23. Cover des Buches Tanz der Toten (ISBN: 9783404156269)
    Laurell K. Hamilton

    Tanz der Toten

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Anita Blake 06: Als hätte Anita nicht auch so schon genug Probleme, hat jemand eine halbe Million auf Anitas Kopf ausgesetzt. Edward der Kopfgeldjäger hat den Auftrag abgelehnt und beschützt sie stattdessen. Eine schöne Abwechslung, dass Anita mal Gejagte statt Jägerin ist. Aber Anita wäre nicht Anita, würde sie den Spieß nicht umdrehen. Sie erfährt außerdem, dass sie mehr Macht über die Toten hat, als sie dachte. Und dass auch die Untoten (Vampire) zu den Toten gehören, was einer Totenbeschwörung eine ganz neue Richtung gibt. ...

    Diesmal halten sich alle Beteiligten mit endlosem Gequatsche auf  - es wird gegrübelt und diskutiert, meist ohne ein Ergebnis. Besonders was die Beziehungsfragen betrifft. Das ist zwar legitim und realistisch, aber manchmal möchte man dabei die Augen verdrehen. Und dieser ganze Rudelmist mit Werwölfen und Werleoparden ist einfach nicht meine Welt. Aber zum Glück reißt mein Lieblingsvampir Jean-Claude alles wieder raus, die Spannung steigt. Zum Ende wurde es dann sogar emotional und ich fühlte mich tatsächlich etwas mitgenommen. Anita trifft spontan ihre Entscheidung zwischen zwei Männern.

    Fazit: spannend und grausam, mit einigen Längen zwischendurch. Der Unterhaltungswert bleibt für mich bei 5 Sternen


  24. Cover des Buches Mann im Dunkel (ISBN: 9783499248306)
    Paul Auster

    Mann im Dunkel

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe
    Nur eine Nacht umfasst die Rahmenhandlung dieses Buches, doch die Geschichten die darin erzählt werden, würden locker für eine ganze Woche ausreichen.
    August Brill, 72jähriger verwitweter Literaturkritiker, lebt seit einem Unfall der ihn zum Krüppel machte, bei seiner geschiedenen Tochter Miriam, die ebenso unglücklich ist wie er. Zu den Beiden gesellt sich noch Augusts Enkelin Katya, Miriams Tochter, die sich die Schuld am Tod ihres Ex-Freundes gibt und deren Lebensenergie gerade noch dazu ausreicht, sich gemeinsam mit ihrem Großvater Filme anzuschauen. Wie in fast jeder Nacht kann Brill nicht schlafen und so beginnt er, sich eine Geschichte auszudenken um möglichen Erinnerungen (und ganz besonders einer bestimmten) aus dem Weg zu gehen. Owen Brick lebt mit seiner Frau ein normales kleines Leben bis er sich eines Morgens in einer Grube wiederfindet, gekleidet in eine Soldatenuniform. Nach und nach wird ihm klar, dass er sich in einer Parallelwelt befindet - aber noch immer in der gleichen Zeit und im gleichen Land. Dort herrscht ein Sezessionskrieg, der schon Tausende Menschen das Leben gekostet hat. Und Owen wurde dazu ausgewählt, diese Barbarei zu beenden. Doch dafür muss er einen Menschen töten...
    Wie schon erwähnt, ist dies nicht die einzige Geschichte des Buches. Brill schreckt immer wieder aus seiner Phantasie auf und verliert sich dann in Erinnerungen, in denen ebenfalls wieder Geschichten erzählt werden, die ohne weiteres die Grundlage für ein eigenes Buch sein könnten.
    Es sind traurige Erzählungen, die aber zumindest ein kleines bisschen Trost enthalten: die Frau deren Mann verschwand, sie aber immer liebte; der SS-Offizier der das junge Mädchen hoffnungslos liebte und ihr und ihrer Familie zur Flucht verhalf; Owen Brick, der ein Land von einem Krieg befreien soll - doch um welchen Preis? Und Brills Leben selbst, der sich nie verzeihen kann, was er seiner geliebten Sonja antat...
    Es ist das erste Buch von Auster, das ich gelesen habe und ich bin hin und weg. Nicht nur dass er gut erzählen kann, er ist auch in der Lage diesen an sich schon packenden Geschichten so viel Hintergründiges mitzugeben, dass man ständig zum Weiterdenken angeregt wird. Da führen die USA mal keinen Krieg gegen Dritte - und schon erheben sie die Waffen gegeneinander. Oder welche Aussagekraft Gegenstände in Filmen entwickeln können - beeindruckend. Soll ein Mensch einen anderen töten, um das Leben vieler anderer zu retten?
    Suchte ich nach einem Motto für dieses Buch, wäre es 'Das Leben ist enttäuschend...' - ein Satz der in einem der beschriebenen Filme fällt und vermutlich jeder der Personen in diesem Haus zugeschrieben werden könnte. Doch 'Und die wunderliche Welt dreht sich weiter' - ein Zitat von Rose Hawthorne, das am Ende des Buches auftaucht und (irgendwie allen) wieder Mut macht.

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