Bücher mit dem Tag "passau"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "passau" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Racheherbst (ISBN: 9783442482412)
    Andreas Gruber

    Racheherbst

     (266)
    Aktuelle Rezension von: lliz_lovesbooks

    „Das Motiv auf Brustkorb und Bauch zeigte einen Skorpion, der sich im Tanz mit erhobenem Stachel aufbäumte. […] Der Skorpion wirkte, als brannte er sich schmerzvoll durch Jos Eingeweide.“

    Der Mörder tötet seine Opfer indem er ihnen die Wirbelsäule bricht, sie damit wehrlos macht und sie anschließen durch winzige Verletzungen verbluten lässt. 

    Pulaski wird durch Mikaela, die Mutter einer im Fluss aufgefundenen Leiche in die Mordserie sozusagen gedrängt. Um Mikaela zu schützen, die glaubt den Fall auf eigene Faust lösen zu können, nachdem sie ihren gewalttätigen und korrupten Freund, einen ehemaligen Polizisten verlassen hat, hängt sich Pulaski wieder in die Ermittlungen, obwohl der Fall längst an LKA übergeben wurde. 

    Evelyn Meyers, die mittlerweile ihre eigene Strafverteidigungskanzlei hat, übernimmt den Fall des dubiosen Doktor Konstantin, der die auf dem Schrottplatt gefundene Clara ermordet haben soll und gleichzeitig wegen Körperverletzung und Vergewaltigung angeklagt war. 

    Bald erkennt sie, dass seine Geschichte immer mysteriöser und dubioser wird und er alles andere als ehrlich zu ihr ist. 

    Pulaski und Mikaela verfolgen die Spur des Täters durch 5 verschiedene Städte und stoßen immer wieder auf die unheimliche Hinweise von Phosphortätowierungen. Doch warum sollte der Täter seinen Körper mit Gift vollpumpen und was hatte das mit den ermordeten jungen Frauen zu tun? Eine seltsame Gemeinsamkeit aller ist unter anderem das Sternzeichen „Skorpion“

    Sowohl Pulaski und Mikaela, als auch Evelyn Meyers katapultieren sich immer tiefer in einen Sog aus missverständlichen Indizen und als ihr Hauptverdächtiger plötzlich freigesprochen werden soll beginnt der Fall eine neue Wendung zu nehmen. 

    „Er brauchte all das Blut dieser ausländischen Dreckschlampen, die seiner Mutter so sehr glichen, weil es dem homöopathischen Prinzip entsprach: aus dem Gift, das er sich Jahr für Jahr in kleinen Dosen in seinen Körper tätowieren ließ, entstand das Heilmittel. Er würde wiedergeboren werden… erstarken und danach völlig gesund werden.“

    Auch der 2. Fall von Pulaksi und Meyers hat mich wieder vollends begeistert. Spannender Schreibstil, der durch Perpektivenwechsel permanent aufrechterhalten wird. Raffinierter Plott und die volle Range an Gefühlslagen von Lachern über Ekel bishin zu Trauer und Fassungslosigkeit ist auch diesesmal wieder alles dabei. 


    Ganz klare Empfehlung!

  2. Cover des Buches Ich bin dein Tod (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 9) (ISBN: 9783548290966)
    Inge Löhnig

    Ich bin dein Tod (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 9)

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Julitraum

    Kommissar Dühnfort hat seine Elternzeit beendet und sich für eine andere Stelle entschieden. Er arbeitet jetzt in der Abteilung für Operative Fallanaylse. Die Kollegen sind durchweg nett und kollegial, nur mit einem Kollegen hat er kleinere Probleme, da dieser offenbar Konkurrenz durch Dühnfort befürchtet. Das Team wir zunächst zu einem Doppelmord an einem Ehepaar gerufen. Dort sieht alles nach einem Raubüberfall aus. Doch der Mord an dem Ehepaar gleicht eigentlich eher eine Hinrichtung und dies dann auch noch durch eine Armbrust. Wirklich ein Raubmord? Dühnfort ist mehr als skeptisch, doch der ermittelnde Beamte lässt sich nicht von seiner Theorie abbringen. Noch während Dühnfort weiteren Spuren ohne Auftrag nachgeht, gibt es weitere Morde in Bayern. Auch Morde zu denen das Team als Berater gerufen wird. Dühnfort wittert bald einen Zusammenhang, den die Kollegen jedoch noch nicht so sehen. Sollte er sich täuschen oder ist hier tatsächlich eine Mordserie eines Täters zugange, der einfach keine Spuren hinterlässt?

    Wie alle Krimis dieser Reihe ist auch dieses Buch wieder sehr spannend aufgebaut. Es bietet sich viel Unterhaltung und Möglichkeiten zur Spekulation über Motiv und Täter an. Das Motiv erahnt man recht bald, aber durch die Wechsel in verschiedene Zeitebenen und Sichtweisen der Erzählenden ist es gewohnt spannende Krimiunterhaltung mit einer schlüssigen Aufklärung.

  3. Cover des Buches Liebesschmarrn und Erdbeerblues (ISBN: 9783442379552)
    Angelika Schwarzhuber

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Inhalt:


    Für Lene steht eins fest, auf Bayerisch gibt es den Satz "Ich liebe dich!" nicht. Dank eines Zeitungsartikels dann auch noch von ihrer Freundin, kommt dabei noch eine riesige Welle ins Rollen und plötzlich steht von Lene nicht nur ein Mann.


    Erster Satz:


    "Wenn du jetzt gehst..."Mehr hörte ich nicht mehr. 


    Die Meinung von meiner Mama:


    Dieses Buch habe ich letztens gelesen, da es irgendwann einmal selbst gekauft worden ist und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. 


    Das Cover passt in seinem blau-weiß, natürlich perfekt zu Bayern aber es lässt einen auch ein wenig rätseln um was es nun in dem Buch wirklich geht. Alles in einem finde ich das Cover nicht wirklich schlecht.


    Der Schreibstil der Autorin, war wirklich sehr flüssig und leicht zu lesen. Auch hat das Buch eine gewisse Portion Humor mit dabei, sodass es wirklich sehr witzig ist das Buch zu lesen.



    Lene, unsere Protagonistin, war mir wirklich sehr sympathisch vielleicht auch weil sie sich im Buch immer mal wieder zu Affen macht.  Man kann sich auch richtig gut in sie hineinversetzen und mitfühlen, sodass man es als Leser leicht hat ihre Handlungen nachvollziehen zu können.


    Das einzige was mich ein bisschen gestört hat war, dass es mir teilweise zu viele Männer gab es war zwar trotzdem amüsant aber für meinen Teil hätten es gerne weniger sein können.


    Alles in einem kann ich das Buch wirklich nur empfehlen, da es einfach das perfekte Urlaubsbuch ist egal wo man gerade ist und mit den Rezepten bekommt man auch nochmals richtig Lust was zu backen und/oder zu kochen.

  4. Cover des Buches Barfuß im Sommerregen (ISBN: 9783734105531)
    Angelika Schwarzhuber

    Barfuß im Sommerregen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Das ist mein zweites Buch der Autorin und war ich vom ersten wirklich begeistert, kann ich hier nur mit einem „na ja“ darauf reagieren. Viele Zufälle, viele glückliche Begebenheiten -  alles hat einfach und schnell funktioniert dann…..

    Zudem werden zwar die Figuren genau und gut beschrieben, aber die Emotionen von z.B. Romy kamen bei mir „nicht an“. Die Situation an sich ist durchaus realistisch (Wohnungsnot etc), aber dann driftet es doch sehr ab in Richtung Heimatroman erstens und zweitens plätschert es dann so vor sich hin….sorry, aber es hat mich einfach nicht überzeugt.

     

  5. Cover des Buches Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück (ISBN: 9783442380749)
    Angelika Schwarzhuber

    Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler
    Hannah hat der Provinz in der sie aufwuchs eigentlich den Rücken gekehrt. Doch als ihre Oma recht unerwartet stirbt und ihr den Hof vererbt, kehrt sie zurück. An das Erbe ist eine Bedienung geknüpft - Hannah muss heiraten, wenn sie es behalten will und zwar jemanden der etwas von der Landwirtschaft versteht. Erst möchte sie das Erbe ausschlagen, doch ihre kleine Firma steckt in finanziellen Schwierigkeiten und außerdem ist da noch ihr Cousin Max dem der Hof zufallen würde, sollte sie die Bedienungen nicht erfüllen. Das möchte Hannah vermeiden und deshalb begibt sie sich auf die Suche nach einem Bauern zum Heiraten.
    Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüssig zu lesen. Die immer wieder eingestreuten Dialektausdrücke haben mich nicht gestört und dem Buch noch ein wenig mehr ländliche Atmosphäre verliehen - für den dialektunsicheren Leser gibt es einen Anhang mit Erklärung.
    Die Protagonistin Hannah wirkt ein wenig chaotisch. Auf der einen Seite ist sie die selbstbewusste Geschäftsfrau, aber auf dem Land stellt sie sich manchmal an...
    Das sorgt natürlich für viele komische Situationen. Überhaupt hat das Buch mich oft zum Lachen gebracht.
    Hannahs Männersuche ... war sehr kreativ. Die Tatsache, dass das nicht ihr einziges "Problem" blieb und die Geschicht sich eigentlich darumherum auf mehrer "Schauplätze" aufteilte, gab zusätzlich Spannung und hielt mich als Leser bei der Stange.
    Am Schluss liefen die Fäden zusammen und es war ein -  zumindest für mich - nicht überraschendes Ende.
    Die Rezepte zum Nachkochen im Anhang sind natürlich nocheinmal ein zusätzliches Schmankerl für alle Backfreunde.

    Für mich war es ein richtiges Wohlfühlbuch zum Abschalten - ich konnte es gut in einem Zug durchlesen.
  6. Cover des Buches Apostelwasser (ISBN: 9783954518234)
    Regina Ramstetter

    Apostelwasser

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Antek

    Regina Ramstetter hat mich schon mit „Laichrevier“ super gut unterhalten und ich war deshalb sehr gespannt auf ihren aktuellen Krimi. Auch hier hat sie mir fesselnde Krimiunterhaltung mit sympathischen Ermittlern, jeder Menge Regionalkolorit und einem brisanten, schockierenden Thema geboten.

    Welcher Junge, der noch nicht ahnt, welches Martyrium ihm bevorsteht, nimmt im Jahr 1965 an einem BahnhofAbschied von seiner Mutter? Zeitsprung ins Jahr 2015 und hier führt ein Hund sein Frauchen, das „Mordsdrum Weiberleid“ bei der morgendlichen Gassirunde am Ufer der Ilz geradewegs zu drei gekreuzigten Männern hin. Ein neuer Fall für Kriminalhauptkommissar Kroner und sein Team, der ihnen viel Kopfzerbrechen bereiten wird. Sackgassen, Deckelung von oben, Stillschweigen bei den Zeugen, Traumas bei Betroffenen sind nur einige der Dinge, die die Ermittlungen mehr als schwer machen. Als es dann scheinbar noch ein weiteres Opfer gibt und das LKA droht den Fall zu übernehmen, wird die Suche nach dem Täter zum Wettlauf gegen die Zeit.

    Als Leser ist man hier direkt bei den Ermittlungen dabei und kann stets mit dem Team rätseln und kombinieren. Betrogene Ehefrauen, ehemalige Betroffene, deren Familien oder ganz andere, wer steckt hinter dem grausamen Verbrechen? Ich habe mir viel den Kopf zerbrochen, die Auflösung war dann aber eine richtige, gelungen angelegte Überraschung. Auch der Junge Karl kommt immer wieder zu Wort und erzählt von seinen Erlebnissen ab 1965 in der Vorschule Etterzhausen, was mich mehr als betroffen gemacht hat. Einen Einblick gibt es auch in das etwas komplizierte Familienleben, was die Ermittler noch lebendiger macht, und zudem für Spannung auf privater Ebene schafft.

    Der Sprachstil der Autorin liest sich locker, leicht, ein richtiger Krimi um durch die Seiten zu fliegen. Dies ist auch nötig, denn die Spannung steigert sich von Anfang an kontinuierlich und es fällt zunehmend immer schwerer, das Buch noch einmal zur Seite zu legen. Mit dem Missbrauchsskandal bei den Domspatzen hat sie sich an ein Thema gewagt, das den Leser nicht kalt lassen kann. Berichte von ehemaligen Betroffenen, Leid und Traumata, besonders, wenn an deren Glaubwürdigkeit gezweifelt wird um den Mantel des Schweigens ausbreiten zu können, haben mich tief getroffen. Trotz dem eindringlichen, schockierenden Thema darf man als Leser hier immer wieder schmunzeln und lachen. Sprüche wie, bei „einem solchen Anblick schnalzt eine Y-Chromosom Zunge ganz automatisch“ oder „ganz schön griffig geworden das Schwarterl. Uiuiui!“ beim Anblick von Kroners Bauch, sorgen dafür ebenfalls wie zahlreiche witzige und originelle Szenen. So besteht Hund Bozzi z.B.  auf sein „Lieblingsgaggiplatzi“ oder die zahlreichen Annäherungsversuche, die Kroner abwehren muss, lassen einen immer wieder grinsen.

    Die Ermittler sind mir ja im ersten Fall schon ans Herz gewachsen und ich habe mich sehr über ein Wiedersehen mit dem speziellen Passauer Völkchen gefreut. Kommissar Kroner hat sein Herz am rechten Fleck, kann schwer über seinen Schatten springen und seine „Familie“ geht ihm über alles. Seinen Kollegen Ben, sieht er als eine Art Schwiegersohn in spe und dessen momentanes privates Dilemma belastet sowohl deren Beziehung, als auch die zu Valli, Bens Freundin. Trotzdem er ein schweres Köfferchen vor die Tür gestellt bekommt, das er verantwortungsvoll behandeln muss, gelingen ihm bei den Ermittlungen wesentliche Erfolge. Gut gefällt mir auch wieder die etwas forsche Leo, die das Team ergänzt und sich nie ein Blatt vor den Mund nimmt. „Melonenwunder“ Staatsanwältin Dorothee Michels, die „mordsmäßig Pfeffer im Hintern hat“, scheint dieses Mal besonders anlehnungsbedürftig zu sein, was für viel Spaß sorgt. Auch die Nebendarsteller sind originell und sehr authentisch gezeichnet, bei Barbara Dorsch, der burschikosen Künstlerin, die ebenfalls Gefallen an Kroner gefunden hat, angefangen, bis hin zur Vater Mitterreiter, der im Nachhinein bereut nicht geschwiegen zu haben. Er hat mich zu Tränen gerührt.

    Ein großes Lob hat Regina Ramstetter für ihre fundierte Recherche verdient. Hier werden Tatorte und Spuren fachlich kompetent untersucht, es gibt sogar sehr interessante, zusätzliche Informationen z.B. zu Möglichkeiten in Holland DNA auszuwerten und zum Datenschutz in Deutschland. Auch ihre Darstellungen zum Missbrauchsskandal bei den Domspatzen sind äußerst kundig dargestellt.

    Begeistert bin ich auch vom Regionalkolorit. Passauer Urgestein, wie es leibt und lebt, zahlreiche Geheimtipps an Lokalen und natürlich auch wichtige Sehenswürdigkeiten fehlen hier nicht. Die Autorin muss mit viel Herzblut an der schönen Stadt hängen. Zusätzliches Flair verleihen die relativ zahlreichen Sprüche in Dialekt, die mir keinerlei Verständnisschwierigkeiten bereitet haben. Aber zur Not gäbe es im Anhang auch noch einen originell verfassten „Guide für Preußen und andere Ahnungslose“, der alles erklärt und auch für mich sehr lesenswert war.

    Alles in allem gelingt es der Autorin ein ernstes Thema aufrüttelnd darzustellen, ohne dabei aber den Krimigenuss und den Humor auf der Stecke zu lassen. Regina Ramstetter hat die perfekte Balance gefunden um mit ihrer sympathischen Besetzung perfekten Lesegenuss zu schaffen. Begeisterte 5 Sterne.

  7. Cover des Buches Die Kunst des Teufels (ISBN: 9783426517857)
    Nicole Steyer

    Die Kunst des Teufels

     (19)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Nicole Steyer – Die Kunst des Teufels


    „Die Kunst des Teufels“ ist ein historischer Roman von Nicole Steyer, der 2016 bei Knaur TB erschienen ist.


    Autor:


    Nicole Steyer wurde 1978 geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Die Idsteiner Stadtgeschichte faszinierte sie, und sie begann zu recherchieren. Das Ergebnis dieser Recherchen war ihr erster historischer Roman "Die Hexe von Nassau", dem „Das Pestkind" und „Der Fluch der Sommervögel" folgten.



    Klappentext:


    "Teufel hilf mir, Leib und Seel‘ geb‘ ich dir."

    Ein Spruch auf Zetteln, die im Jahre 1620 unter Landsknechten in der Nähe von Passau kursieren, verspricht Unverwundbarkeit für einen Tag. Stirbt man doch, so gehört die Seele dem Teufel. Auch Rupert, der Bruder der jungen Holzschnitzerin Teresa lässt sich auf den Handel ein und verliert Leben und Seele. Teresa bleibt in tiefer Trauer allein zurück. Ihr Weg führt sie nach Passau, wo sie sich in den Studenten Christian verliebt. Sie ahnt nichts von seiner dunklen Seite …



    Meine Meinung:

    Das Cover ähnelt dem ihrer anderen Bücher – eine Teilansicht einer historisch gekleideten jungen Frau vor einem mittelalterlich wirkenden Hintergrund. Der Wiedererkennungswert ist auf jeden Fall gegeben.

    Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Ich bin Teresa auf ihrem Weg gefolgt und habe mit ihr mitgefiebert. Aber war es doch nicht ein bisschen viel, was ihr von der Autorin zugemutet wurde. Fast jede Person, die mit ihr eine positive Beziehung aufgebaut hat, ist kurze Zeit später meist einen gewaltsamen Tod gestorben. Das habe ich in der Zuschauerrolle kaum ausgehalten, wie soll es da der Protagonistin erst gegangen sein.

    Das Buch liest sich leicht und flüssig. Der historische Hintergrund wird überzeugend dargestellt. Das Leben im 30-jährigen Krieg war gefährlich und diese Gefahr wird spürbar. Auch die Verzweiflung, die Teresa nach einem Verlust ergreift, wirkt sehr eindringlich. Halt erfährt sie von ihrer Schnitzkunst. Diese darf sie aber offiziell nicht ausüben, weil sie eine Frau ist. Es finden sich aber immer wieder Personen, die Teresa die Ausübung ihrer Leidenschaft ermöglichen.

    Eine große Stärke des Romans ist die Beschreibung des alltäglichen Lebens in Passau zu dieser Zeit. Es ist wie ein Ruhehort in einer aus den Fugen geratenen Welt. Man spürt die Härte des täglichen Lebens und die Ausweglosigkeit, die alle betrifft, die nicht der Norm entsprechen. Besonders erschütternd fand ich die persönlichen Einschränkungen, die das Dienstpersonal betrafen, z. B. Heirat nur mit Zustimmung des Hausherren.

    Abstriche muss ich auch bei der Figurenzeichnung machen. Die Guten sind halt gut und Teresa ragt da noch mal deutlich heraus, während die Bösen auch richtig böse. Allein der Betreiber eines Kräutergartens fällt aus diesem Raster. Zu guter letzt darf auch ein Happyend nicht fehlen.

    Fazit:

    Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn bei der Figurenzeichnung noch deutlich Platz nach oben ist. Auch ein paar Tote weniger hätten dem Buch nicht geschadet. Insgesamt habe ich mich aber gut unterhalten gefühlt und vergebe vier von fünf Sternen oder 80 / 100 Punkten.

  8. Cover des Buches Lattenknaller (ISBN: 9783954515769)
    Regina Ramstetter

    Lattenknaller

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Daniel_Allertseder

    Meine Meinung

    Was gibt’s schöneres, als einen Krimi zu lesen, der da spielt, wo man sich auskennt? „Lattenknaller“ von Regina Ramstetter, ein Niederbayern-Krimi, der in Passau spielt – toll!

    Ein toter Fußballspieler wird aufgefunden, alle sind entsetzt. Jeder hat ein Motiv – besonders sein Trainer. Hauptkommissar Kroner ermittelt. Zusammen mit seinem Partner Ben und der Ziehtochter Valli, die immer wieder mitmischt. Ich muss sagen, dass sich Rita Falk’s Bücher und dieser Krimi sehr miteinander ähneln … in Bezug auf die Tatsache, dass der Mord in den Hintergrund gerät. Regina Ramstetter fokussiert sich sehr auf die Familiengeschichte, auf die privaten Angelegenheiten. Und da wurde eine gute Balance gefunden, da das Buch doch relativ dick ist und die Spannung und die Lesemotivation nicht abebben darf. Natürlich durfte das Klischee „Preuße“ nicht fehlen, was Kroner’s Partner Ben Buhan übernimmt. Sofort sympathisch waren mir Kroner, Ben und Valli, aus deren Perspektiven das Buch am Meisten erzählt. Man konnte sich gut in sie hineinversetzen; sie waren authentisch und überaus eigen. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig zu lesen und auch unglaublich sympathisch, wie es so schön auf dem Klappentext steht:

     

    „Wie den Niederbayern der Schnabel gewachsen ist, so liest sich dieser Krimi […].“

     

    Regina Ramstetter ließ unglaublich humorvolle Begebenheiten miteinfließen, die mich zum Lachen brachten. Und natürlich versteht man das als Bayer – umso komischer! Passau war als Handlungsort innovativ und wahrheitsgetreu beschrieben worden. Sehr loben muss ich das Setting, weil ich diese Stadt selbst sehr kenne und da zur Schule gehe. Umso angenehmer war es eben, das Buch zu lesen und sich zu diesem Ort surreal hinbeamen zu lassen, um Kroner, Ben und Valli zu begleiten, herrlich!

     

    Fazit

     

    ​Ein toller Krimi, der mir sehr gefallen hat! Sehr empfehlenswert (nicht nur für Passau-Kenner!) für alle, die mal wieder herzlich lachen möchten und denen es nichts ausmacht, dass der Mord ein wenig in den Hintergrund gerät…

  9. Cover des Buches Mord auf dem Alptraumschiff: Ein Krimi-Liebesroman mit Humor, Herz und Hund (ISBN: B07GYTX4N8)
    Claudia Evelyn Schulze

    Mord auf dem Alptraumschiff: Ein Krimi-Liebesroman mit Humor, Herz und Hund

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Booky-72

    Janin und Jill haben eine Marketing-Agentur und bekommen einen tollen Auftrag, Werbung für eine Kreuzfahrt inklusive der Reise für Recherchezwecke. Doch es geht nicht nach Antiqua sondern auf die „Antiqua“. Und die fährt leider nur auf einem Fluss.

    Eine sehr lustige Reise mit spannendem Ausgang. Von einer Kreuzfahrt auf der Donau inklusive Mord geht es in einer wilden Verfolgungsjagd bis nach Kroatien. Und ein kleiner Hund ist die größte Hilfe bei der Mörderjagd. Die Ermittlungen lassen aber auch genügend Platz und Zeit für Liebeleien. 4-Sterne-Bewertung von mir dazu.


  10. Cover des Buches Die Vagabundin (ISBN: 9783499244063)
    Astrid Fritz

    Die Vagabundin

     (54)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen.

    Ich bin gut in das Buch hinein gekommen und konnte es auch recht schnell beenden.

    Eva hat mir als Person direkt gefallen. Sie ist mutig und liebevoll zu ihrem Bruder. Es hat mir sehr gut gefallen, dass sie das Schicksal vieler Frauen, wie Vieh behandelt und genommen zu werden, nicht hinnehmen wollte. Sie geht einen mutigen Weg und möchte ihre Träume verwirklichen.  Wenn man überlegt, wie jung sie war hat sie doch vieles geschafft. Die Rolle der Männer wurde ebenfalls authentisch dargestellt.

    Die Atmosphäre des Buches fand ich ebenfalls gut. Es wurde bildhalft verdeutlicht, wie schlecht die Lebensumstände aber auch die Menschen waren. Gerade Frauen mussten doch viel ertragen und so hat Eva direkt meine Empathie erhalten.

    Das Buch ist spannend geschrieben. Das Ende war passend, hat mir aber doch zugesetzt. 

    Ich vergebe dem Buch 4 Sterne.

  11. Cover des Buches Die Feuerbraut (ISBN: 9783426509616)
    Iny Lorentz

    Die Feuerbraut

     (188)
    Aktuelle Rezension von: makama
    Deutschland in 30jährigen Krieg. Die junge Irmela von Hochberg muss zusammen mit ihrem Vater und anderen Leuten vor den Schweden fliehen.....
    Doch sie fallen den Feinden in die Hände, nur durch einzigartige Gehör des Mädchens kann sie sich und einige andere retten:...
    Das wird ihr zum Verhängnis ....
    Soche Fähigkeiten kann nur eine Hexe haben..... Auch Neid und Missgunst tragen dazu bei, dass der Prior des Klosters von Lexentahl sie nun verfolgt ....Seineh  schöne Nichte hatte nämlich nicht so viel Glück und ist den marodierenden Banden zum Opfer gefallen.....
    und fürchterlich entstellt worden.
    Sie wird zum OPfer seines düsteren Ränkespiels.....
    Nicht ganz unschuldig daran sind auch Irmelas Stiefgroßmutter Helene  und deren Tochter Johanna, die gerne das Vermögens des Mädchens hätten.....
    Fazit und Meinung:
    Die Geschichte spielt mitten im 30jährigen Krieg und auch die Ererignisse und Intrigen spielen eine wichtige Rolle in den Roman, für mich manchmal zuviel....
    Auch die vielen Mitwirkenden, die zum Glück hinten aufgelistet sind, machen es nicht einfacher.
    Manchmal lässt auch die Spannung ein wenig zu wünschen übrig.
    Die meisten Charaktere, gerade Irmela, abe auch ihre Magd und ABdur haben mir sehr gut gefallen.
    Von mir gibt es knappe 4 Sterne für dieses Buch.

  12. Cover des Buches Land in Sicht (ISBN: 9783746639321)
    Ilona Hartmann

    Land in Sicht

     (51)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Wem der Titel meiner Rezension bekannt vorkommt und diesen als Titel von David Foster Wallace' wirklich schrecklich amüsantem Essay zum Thema Karibik-Kreuzfahrten wiedererkennt, hat diesen wahrscheinlich auch gelesen und damit einen bei weitem anregenderen Text als den vorliegenden von Ilona Hartmann.

    Eine junge Frau bucht sich auf einem Donau-Kreuzfahrtschiff für acht Tage ein. Sie möchte erstmalig ihrem leiblichen Vater begegnen, der Kapitän des besagten Schiffs ist. Zu Beginn des Romans erlebt sie (in abgeschwächter und nicht ganz so pointiert geschriebener Form) das, was David Foster Wallace auch bei seinem Kreuzfahrtabenteuer beobachtet und beschrieben hat. Ältere Pärchen lassen sich berieseln oder wahlweise animieren im Salon des Schiffs, machen Tagesausflüge, lieben sich, streiten sich. Die Ich-Erzählerin fällt aus der Rolle, da sie mehrere Jahrzehnte jünger als die meisten Reisenden ist. Das ist anfangs noch recht amüsant wird mit zunehmender Fokussierung auf das Aufeinandertreffen von Vater und Tochter jedoch auch zunehmend beliebig. So liest man sich zügig durch den kurzweilig konstruierten und flüssig geschriebenen Roman.

    Nach kurzen 160 Seiten ist das Ganze aber auch schon wieder vorbei. Ein nachhaltiger Eindruck bleibt hier jedoch nicht zurück. Man liest das Buch nicht ungern, würde es aber auch nicht zwingend noch einmal kaufen und lesen, wenn man die Wahl hätte. 2,5 Sterne gibt es dafür insgesamt von mir, mit Aufrunden nach oben, da es mal ein nettes Buch für zwischendurch ist.

  13. Cover des Buches Die vergessene Sonate (ISBN: 9783548263823)
    Constanze Wilken

    Die vergessene Sonate

     (23)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox
     

    Eine schöne Geschichte um Viviane die von ihrer Großtante Marie ein Haus erbt und eine gut verstecktes altes Musikstück aus dem 18. Jahrhundert. Wer ist der Komponist? Diese Frage stellt sich Viviane und macht sich auf die Spurensuche. Zuerst führt sie die Suche in die Heimatstadt  von Marie, Prag, wo noch die Familie von Maries Mann Josef lebt.
    Sie wird sogar bedroht, denn jemand möchte ihr die Sonate abnehmen. Alles sehr geheimnisvoll. Guter Schreibstil und auch die Liebe kommt nicht zu kurz
  14. Cover des Buches Leichrevier (ISBN: 9783954512942)
    Regina Ramstetter

    Leichrevier

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Archer
    Juni, 2013. Das Jahrhunderthochwasser umspült Passau, die Dreiflüssestadt ist im Ausnahmezustand. Genau zu diesem Zeitpunkt, als eigentlich niemand einen Kopf für etwas anderes freihat, wird am Wehr eine Leiche gefunden. Die junge Frau ist Kommissar Kroner bekannt, sie ging mit seinem Sohn und dessen bester Freundin zur Schule und war ein Kugelstoßtalent. Doch sie bleibt nicht das einzige Opfer, wenig später spült die dreckige Brühe in der Innenstadt noch eine Leiche an. Diese wurde gequält und ausgeweidet - hängen beide Fälle zusammen? Kroner, sein neuer, junger Mitarbeiter Ben, Kroners Sohn Marcus, der ebenfalls Polizist ist und dessen Freundin Valli geraten in einen Strudel, der dem Hochwasser in nichts nachsteht.

    Eigentlich ein sehr gutes und wichtiges Thema, das hier angesprochen wird. Es geht um den Kinderstrich in Tschechien, um die Ohnmacht oder sogar Unwillen der Behörden, dagegen vorzugehen. Trotzdem hatte ich ab und zu - gerade zu Anfang - Probleme mit dem Buch. Es ist der erste Band einer Reihe, aber die Figuren werden so eingeführt, als müsse man sie bereits aus vielen Büchern kennen, da werden Beziehungen dargestellt, durch die man erst einmal Probleme hat, durchzusteigen. Dazu kommt, dass mir die meisten Personen recht unsympathisch sind, gerade Ben, einer der Hauptprotagonisten. Trotz des geradezu obligatorischen tragischen Schicksals, das hinter ihm liegt, gibt es keinen Grund für sein ständiges Arschlochverhalten, der Kerl hat mich übelst genervt. Auch Valli hat sich permanent dumm verhalten - einmal lass ich das durchgehen, zweimal schieb ich es auf Überreaktion, ab dreimal ist es nur noch saudämlich, zumal es nur dazu diente, Effekt hineinzubringen. Dass sich in einer 50-k-Einwohner-Stadt alle kennen, halte ich auch für übertrieben, aber vielleicht ist das in Passau wirklich so. Ich werde irgendwann die Nachfolger noch lesen, hoffe jedoch, dass sich die Protagonisten intelligenzmäßig weiterentwickeln und nicht die angedeuteten Pärchen zusammenkommen. 3,5/5 Punkten.
  15. Cover des Buches Mord mit Schokoguss (ISBN: 9783954519989)
    Jutta Mehler

    Mord mit Schokoguss

     (2)
    Aktuelle Rezension von: baerin
    Das rüstige Rentner-Damen-Trio ermittelt wieder! Auf Wunsch von Ali, dem Kreisbrandrat Alois Schraufstetter, treffen sie sich - wie immer - im Café. Dort berichtet er bei Kaffee und Kuchen von seiner Jugendliebe, die obwohl kerngesund plötzlich im Museum tot zusammen gebrochen ist. Angeblich ein natürlicher Tod, was er sehr bezweifelt und um Nachforschungen der für ihre detektivischen Ambitionen bekannten Damen bittet. Als die drei sich in besagtem Museum umsehen, geschieht ein weiterer Mord und ausgerechnet die zart besaitete Wally findet die Leiche.

    Diesen Fall der Hobby-Detektivinnen fand ich war der beste der bisher erschienenen Fälle. Es ist alles vorhanden, Spannung ebenso wie Humor und natürlich Lokalkolorit. Das Buch ist leicht und locker geschrieben und lässt sich sehr gut lesen.
  16. Cover des Buches CityWolf II (ISBN: 9781536956979)
    Judith M. Brivulet

    CityWolf II

     (21)
    Aktuelle Rezension von: ALsbuecher

    Auch bei diesem Band gefällt mir das Cover wieder gut. Es passt einfach gut zu dem vorherigen und steigerte die Vorfreude auf diese Buch.  


    Der Schreibstil ist wie ich es bereits von der Autorin gewohnt bin flüssig und es gelang mir dadurch sehr schnell wieder in der Geschichte anzukommen. Des weiteren hat auch die bildhafte Beschreibung nicht gefehlt und die Atmosphäre ist wieder toll rüber gekommen.  Auch dieses mal hat es Spaß gemacht Rebecca und Jack zu begleiten und das Geschehen weiter zu verfolgen. Wie auch im ersten Band ist es manchen Wendungen gelungen mich zu überraschen. Außerdem hat es mich sehr gefreut die bereits bekannten Charaktere wieder zu treffen und auch die neuen die hier dazukommen hatten es mir recht schnell angetan. Es sind alle so gestaltet das sie einzigartig wirken und ein gewisses etwas mit in die Geschichte bringen. 

    Wie ich gehofft hatte hat es auch der zweite Band geschafft mich zu überzeugen und ich freue mich schon sehr darauf bald den dritten Band zu lesen der übrigens bereits am 01.05.2022 erscheint. Genau wie für das erste Buch kann ich auch für diesen Teil wieder eine Empfehlung für tolle Lesestunden aussprechen.  

  17. Cover des Buches Nabelfrei (ISBN: 9783426655191)
    Elfriede Sattler

    Nabelfrei

     (4)
    Aktuelle Rezension von: dinazad
    Elfriede Sattlers spannendes Leben hat in Presse und TV große Beachtung gefunden. Ich glaube, es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann ihr Leben verfilmt wird. Die grandiosen Einblicke in das Leben einer Tänzerin im Orient einer längst vergangenen Epoche sind einmalig. Aber viel zu wenig kommt in den Interviews heraus, dass sie bereits als Kind hochinteressante Einblicke und Erlebnisse in der Nazizeit und zu Weltkriegsende schildert. Diese romanhaft geschriebene Biografie, zusammen mit einer herausragenden Coautorin, die ebenfalls bekannte Tänzerin Ulaya Gadalla, die auch Sprachwissenschaft in Kairo studiert hat, machen das Buch unter den vielen Neuerscheinungen gewiss zu einem Longseller.
  18. Cover des Buches Verzweifelte Jahre (ISBN: 9783800072958)
    Brigitta Sirny-Kampusch

    Verzweifelte Jahre

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973
    Ich fand das Buch zum Teil etwas wirr geschrieben. Sie macht zum Teil Zeitsprünge, die ich nicht nachvollziehen konnte.
  19. Cover des Buches Und dann kam das Wasser (ISBN: 9783943395020)
    Dagmar Isabell Schmidbauer

    Und dann kam das Wasser

     (6)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber
    Kurzbeschreibung Passau im Ausnahmezustand! Die Stadt am Dreiländereck wird nach über 500 Jahren vom gewaltigsten Hochwasser der Geschichte heimgesucht. Gleich drei Flüsse überfluten die wie auf einer Insel gelegene Altstadt. Doch damit nicht genug. Kommissarin Franziska Steinbacher und
    ihr Kollege Hannes Hollermann finden einen Toten in einem verlassenen Häuschen an der Ortsspitze von Passau, der zuvor ordentlich verpackt wurde. Bevor die Polizei die Leiche jedoch bergen kann, kommt das Wasser: Viel zu früh und viel zu schnell. Widerstrebend müssen sie den Toten in den Fluten von Donau und Inn zurücklassen. Während das Wasser aber weiterhin steigt und damit wichtige Beweise vernichtet werden, taucht plötzlich eine weitere Leiche auf; eine Frau fällt aus einem Fenster der neuen Mitte, aus Passaus höchstem Gebäude. Oder wurde sie vielleicht
    gestoßen?
    Meinung Dies ist nun schon der 3. Teil der Passau Krimis rund um Steinbacher und Hollermann. Da ich die Vorgänger gelesen habe, war ich ganz gespannt, wie diese Geschichte nun diesmal sein würde. Noch vornweg gesagt, man muß „Die Marionette des Teufels“ und „Der Tote vom Oberhaus“ nicht gelesen haben, da es sich immer um abgeschlossene Krimis handelt.
    Diesmal spielt das Hochwasser in Passau eine Rolle. Eine männliche Leiche wird entdeckt, kann aber nicht geborgen werden, da das Hochwasser immer mehr steigt. Als sich dann auch noch eine Frau aus einem Fenster stürzt, stellen sich den beiden Kommissaren immer mehr Fragen, und eine Lösung ist noch lange nicht in Sicht. Die Geschichte selbst ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, und nimmt rasant an Fahrt an. Spannung darf natürlich auch nicht fehlen. Diese baut sich stetig auf und ich fieberte dem Geschehen mit. Auch wußte ich bis zum Schluß nicht, wer der Mörder wirklich war, die Puzzleteile fügten sich erst in den letzten paar Seiten zusammen.
    Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die damals aktuelle Thematik und verbindet sie sehr gekonnt mit einem Krimi. Ich konnte mir sehr bildlich alles vorstellen, war schockiert und hatte zeitweise sogar das Gefühl, den Schlamm zu richen. Auch die Personen wurden sehr detailgerecht bearbeitet und facettenreich dargestellt. Sie kamen alle sehr sympathisch rüber, und die manchmal eingefügten bayrischen Worte, waren etwas besonderes.
    Der Schreibstil ist wieder einmal einfach und flüssig, das Buch war schnell durch und ich bin schon ganz gespannt, wann der nächste Teil kommt. Diesen werde ich auf jeden Fall wieder verschlingen. Was ich noch ganz toll fand, war die Karte von der Altstadt von Passau am Anfang des Buches. Somit konnte ich mich noch genauer hineinversetzen und wußte auch ungefähr, wo sich alles befand.
    Cover Diesmal ist es in schwarz/blau gehalten. Sandsäcke und eine Frau bilden den Hauptteil davon. Der blaue Kreis ist wieder erhöht und sieht aus wie Lack. Gefällt mir gut.
    Fazit
    „Und dann kam das Wasser“ ist ein spannender, gut recherchierter Krimi, der diesmal ein brisantes Thema, die Hochwasserflut, behandelt. Gekonnt und genau verarbeitet, wird dieses Buch zu einem absoluten Lesemuß. Es bekommt von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.
  20. Cover des Buches Die Vögel am Horizont (ISBN: 9783839165065)
    Robert Eben

    Die Vögel am Horizont

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Binea_Literatwo
    Nur mal EBEN lesen wollten wir Literatwos und öffneten gemeinsam Robert Ebens Roman “Die Vögel am Horizont”. Nur eben mal, doch dann fanden wir uns in Prag wieder. Clemens allerdings, hätte sich auch nicht träumen lassen, dass er auf seiner Recherchereise bis in die tschechische Hauptstadt kommt und das in Begleitung einer Frau. Er arbeitet freiberuflich und befand sich vorerst in einem Dorf nahe der deutschen Grenze, im Böhmerwald. Als Reporter sollte er sich die Gegend anschauen um über den Zustand des Waldes und über die dort lebenden Menschen berichten. 20 Jahre war es her, als sich der politsche Systemwechsel, samtene Revolution genannt, vollzog. Clemens war nicht sonderlich begeistert von dieser Aufgabe, dennoch froh über jedes Angebot, versuchte er sich in die Materie zu begeben. Er musste dies auch, der Jahrestag rückte näher und es blieb ihm nichts anderes übrig, als endlich mit der Dokumentation zu beginnen. Der Auftrag kam ihm trotz des Themas sehr gelegen, da er es liebt, sich in der Tschechischen Republik aufzuhalten, er die Sprache gern spricht und einige ruhige Tage verleben kann um zu entspannen. In Deutschland wartet seine Freundin Johanna auf ihn, doch eine Sehnsucht verspürte er nicht, fühlte sich ihre Beziehung doch eher wie eine Freundschaft an. Er vermisste sie nicht, er fühlte sich frei und gönnte sich sogar einige Bordellbesuche. Als er in der Pension den Abend ausklingen ließ, trat Kristyna in die Wirtsstube. Eine wunderschöne Frau, die seinen Blick auf sich zog. Am nächsten Morgen sah er sie wieder und er begann ein Gespräch mit ihr. Kristyna war auf dem Weg zurück nach Prag, wo sie als Kindergärtnerin arbeitet und ihre freien Tagen waren leider nun vorbei. Allerdings war das Gespräch zwischen ihnen in vollem Gange und spontan fragte Kristyna ihn, ob er sie nach Hause fahren möchte. Clemens liebt Prag und seine Arbeitswut hielt sich immer noch in Grenzen, ein paar Tage mehr konnte und wollte er verschmerzen. Diese wunderschöne und lebenslustige Frau musste er näher kennenlernen, schien sie doch genau das Gegenteil von seiner jetztigen Freundin zu sein. Er hatte ein gutes Bauchgefühl, ein kleiner Anflug von Schmetterlingen breitete sich bei ihm aus, als er sich mit ihr für den nächsten Tag verabredete. Beide genossen es, ihre Zeit miteinander zu verbringen. Kristyna schien sich in sein Herz zu schleichen, wie er sich in ihres. Er genoss es einfach sie glücklich zu machen, ihre strahlendes Gesicht zu sehen und einfach den Moment zu leben, egal was er kostete. Ausleben, lieben, genießen, den Tag mit Sonne im Gesicht und dieser Frau zu verbringen. Clemens Dokumentation und auch seine Freudin Johanna rückten immer mehr in den Hintergrund, er befand sich auf einer Welle des Glücks die sich immer mehr aufzutürmen schien, ohne dBerührt, ruhig, nachdenklich, sprachlos und doch innerlich entspannt bin ich – kaum zu beschreiben. Tief in Gedanken zwischen Liebe und Tod, lass ich Tränen kullern, einfach so. Robert Eben schreibt gefühlvoll und in einer Art, die Entspannung beim Leser hervorruft. Der rote Faden im Buch ist zu Anfang dünn und blass. Der Leser soll sich mit der Umgebung des Protagonisten und vielen Details seiner Gedankenwelt vertraut machen. Ganz langsam soll er sich an den Worten entlang hangeln und spüren wie der rote Faden immer dicker und stärker wird, wie die Beziehung von Clemens und Kristyna. “Die Vögel am Horizont” fliegen sehr emotionale Schleifen, setzen zum Sturzflug an und gleiten stellenweise im Tiefgang dahin. Ihre Flügel schlagen zart und langsam, dann wieder wild und schnell, die Flügelspitzen berühren dabei unterschiedliche Himmelsschichten. Liebe, Trauer, Schmerz, Freiheit, Kummer, Sorge, Lebenslust und auch Diskriminierung. Ein breites Spektrum entfaltet Robert Eben.as ein Zusammenbruch in Sichtweite war. Kristyna stellte ihm ihre Freunde vor, er begann bei ihr zu übernachten und beide konnten sich nicht vorstellen wieder voneinander getrennt zu sein. Doch Kristyna hat Clemens bisher etwas mehr als wichtiges verschwiegen, das Auswirkungen auf ihr komplettes Leben. Ein Nachtrag zur Technik…. Uns hat etwas gefehlt in “Die Vögel am Horizont”. Uns war es an manchen Stellen zu einfach gestrickt, zu geradlinig. Der zweite Handlungsstrang um den Protagonisten Clemens hätte noch mehr geöffnet werden können, tiefere Einblicke geben können. Es hat uns was gefehlt… DACHTEN WIR…! Bis uns in einem Telefonat zum Buch die Erkenntnis traf…. Genauso musste es sein… Es gab keine Alternative… Der zweite rote Faden entspricht der Moldau. Ereignislos fließt sie durch Prag. Jeder Blick auf den Strom zeigt augenscheinlich nur dahinfließendes Wasser. Nicht mehr. Ebenso treibt Clemens durch sein eigenes Leben. So lange, bis er an einem unbekannten Ufer anlandet und feststellt, dass ihm sein Lebenswasser schon bis zum Hals steht. Robert Eben ist es mit diesem Kunstgriff gelungen, das Leben an der Seite von Kristyna zu einer solchen Besonderheit zu machen. Nur so können wir verstehen, dass die Liebe Hürden und Grenzen zu überwinden vermag und aus dem ruhigen Strom des eigenen Lebens eine wahre Wildwasserfahrt macht. Rafting mit Eben, eben….
  21. Cover des Buches Der Tote vom Oberhaus (ISBN: 9783943395013)
    Dagmar Isabell Schmidbauer

    Der Tote vom Oberhaus

     (13)
    Aktuelle Rezension von: kiki62
    Dagmar Isabell Schmidbauer setzt mit diesem Krimi ihre lokale Mörderjadg fort. Die junge Kommissarin Franziska Steinbacher wird von ihrem erotischen Date mit dem Maler Walter Froschahmmer zu einem Toten geholt, der mit einer Partisane ermordet wurde. Die Ermittler werden mit recht zweifelhaften Lebensumständen des Getöteten konfrontiert. Er scheint ein eher freudbetontes Leben geführt zu haben, gerade was sein Verhältnis zu Frauen anbetrifft. 
    Hat man den ersten Roman der Autorin gelesen, sind die Erwartungen sehr hoch angebunden. Leider erfüllten sie sich in diesem Roman für mich nicht. Zu viel Lokales, was die Spannung des Romans sehr drückt. Für mich war es eher ein Durchkämpfen als ein Lesevergnügen. Stellenweise ist der Krimi eher éine Abhandlung über die Stadt Passau, die die Liebe der Autorin zu dieser Stadt spüren lässt. Für einen Roman der sich als Krimi bezeichnet ist dies jedoch eher hinderlich und macht den krimi langweilig. 
    Ich persönlich finde es sehr schade, da ich den ersten Roman der Autorin mit Vergnügen gelesen habe.
    Das Cover lässt unmissverständlich auf die Autorin schließen, hat man den ersten Krimi gelesen, und wirkt recht anziehend auf den Leser.
  22. Cover des Buches Heiligenblut (Ein Chefinspektor-Mader-Krimi 3) (ISBN: 9783548612126)
    Harry Kämmerer

    Heiligenblut (Ein Chefinspektor-Mader-Krimi 3)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: AstridMeisinger

    Nach den ersten beiden Bänden war ich nun vom dritten "Heiligenblut" etwas enttäuscht. Die eigentliche Krimihandlung war mir etwas zu verworren, vor allem zum Schluß hin. Die Charaktere allerdings "kennt" man im dritten Band schon gut und auch deren "privater" Hintergrund liest sich schön. Insgesamt gäbe ich als Schulnote eine 3 plus.

  23. Cover des Buches Abt Satanas (ISBN: 9783746619262)
    Michael Mortag

    Abt Satanas

     (2)
    Aktuelle Rezension von: schidel
    Am Anfang ganz ordentlich geschrieben wird es mit zunehmender Lesedauer immer langweiliger. Es plätschert dahin und auch am Schluß kommt der Spannungsbogen nicht mehr hoch, es läuft irgendwie aus. Nicht der ganz große Wurf.
  24. Cover des Buches Wir sollten dringend weniger zusammen unternehmen (ISBN: 9783942920032)
    Robert Polzar

    Wir sollten dringend weniger zusammen unternehmen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Eglfinger
    Klappentext:
    Zwei Freunde begeben sich auf eine Reise und wenn zwei eine Reise tun, ja, da kann man was erzählen, zumindest wenn man auf sprechende Hunde, die Kelly Family und diverse andere abstrakte Gestalten jenseits der üblichen Reiserouten trifft. Was tut man nicht alles um zum Mirjam Weichselbraun zu gelangen.

    Inhalt:

    Tom und Jerry – ja, so heißen die beiden Freunde in diesem Buch – wachen in Salzburg nach einem Vollrausch auf der Straße auf. Nachdem sie auf einem Werbeplakat Mirjam Weichselbraun bewundern, beschließen sie, sich auf den Weg nach Wien zu machen, um sie aufzusuchen. Total abgebrannt versuchen sie es erst per Anhalter. Als sie aber vor einem verärgerten Autofahrer flüchten müssen, springen sie in die Salzach und landen auf einem Boot. Der Kapitän bietet ihnen an, per Schiff nach Wien zu fahren. Als sie auf der Donau in Passau ankommen und auf einem Landgang mit dem Hund des Kapitäns sind, wird ihnen der Hund von einer Welle fortgespült. Nach ein paar Bieren, erklären ihnen andere Hunde, dass die Wellen versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen, und dass nur die Hunde die Wellen mit Urin und Bellen aufhalten können. So erleben sie mehrere Abenteuer mit einer Schar von Hunden. Als sie es schaffen in Wien anzukommen, wo sie mit Mitgliedern der Kelly Family verwechselt werden, können sie eine große Attentatswelle aufhalten und viele Menschen retten. Doch leider müssen sie auch feststellen, dass Mirjam Weichselbraun nicht in Wien ist, sondern in genau der entgegengesetzten Richtung wohnt, nämlich in Innsbruck. Also reisen sie Richtung Innsbruck und erleben weitere Abenteuer.

    Der Autor:

    Robert Polzar, Jahrgang 1976, ist Musiker, Songwriter, Heilpraktiker und Autor. Schon mit 19 Jahren beginnt er zu lesen und nur 13 Jahre später erscheint sein erstes Buch. In der Zwischenzeit liegen eine wilde Studienzeit und etliche Reisen über den Planeten, darunter Pilgerreisen, spirituelle Aufenthalte an heiligen Orten und gegenteilig orientierte Arbeitseinsätze an unheiligen. Im Unsichtbar Verlag stößt er auf eine ebensolche Mischung an skurrilen Charakteren und veröffentlicht dort sein zweites Buch. Alles Weitere wird Geschichte. (Quelle: unsichtbar-verlag.de)

    Meine Meinung:

    Zuerst bin ich erschrocken, als ich lesen musste, dass die beiden, Tom und Jerry, in einem Kotzsee aufwachen, während Tom von einem Hund angepinkelt wird. Ich dachte: „Oh Gott, was ist das wieder für ein Schund.“ Ich habe aber weiter gelesen und gleich einige Szenen waren so lustig, dass ich mir dachte, was soll´s. Und spätestens als die Hunde anfingen zu sprechen, habe ich mich auf den Roadtrip der beiden eingelassen. So unrealistisch und „bescheuert“ es auch manchmal klingt, passt es jedoch gut zusammen. Die beiden Helden sind vom Autor so gut beschrieben, dass sie sich perfekt in die absurde Geschichte einfügen. Auch die Dialoge, teilweise im Dialekt geschrieben, sind zum Lachen. Mich hat das Buch ein wenig an Douglas Adams´ Per Anhalter durch die Galaxis erinnert.

    Mein Fazit:

    Wer sich darauf einlässt, auf skurrile Situationen steht und etwas Kurzweiliges zum Lachen sucht, dem kann man dieses Buch durchaus empfehlen.

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