Bücher mit dem Tag "oscar wilde"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "oscar wilde" gekennzeichnet haben.

127 Bücher

  1. Cover des Buches Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten (ISBN: 9783940855534)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten

     (80)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Spektakulär grausam ausgeführte Morde - ein blasser Inspector übernimmt den Fall. Warum gerade dessen Charakterzeichnung sträflich vernachlässigt wird - wo er schließlich dem Buch namensgebend ist, verstehe ich nicht! Einge historische Persönlichkeiten sind in die Geschichte eingewebt, mal mehr mal weniger sinnvoll. Feiner Humor flackert immer wieder durch die Zeilen, bei der Spannung hätte es mehr sein dürfen. 

    Autoren dürfen sich verbessern, Potential ist da, ein Buch aus der Reihe lese ich noch.

    Sehr gut lektoriert, nur eine nicht geschlossene direkte Rede. 

  2. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  3. Cover des Buches Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper (ISBN: 9783940855596)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper

     (44)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Damit meine ich die Buchreihe, die mich irgendwie ratlos lässt. Wie auch schon im vorigen Buch ist der titelgebende Inspector Nebenperson. Die Geschichte hetzt fast stichwortartig durch die reale Geschichte, die erfundene Handlung ist stark ausgebaut. Das Ende ist überraschend gut gelungen, macht für mich aber nicht das Gesamtbuch wett. Es war für mich der letzte Versuch, in diese Reihe zu finden.

    Gute Orthographie.

  4. Cover des Buches Die Erben der Nacht - Lycana (ISBN: 9783570304792)
    Ulrike Schweikert

    Die Erben der Nacht - Lycana

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Annabelle-R
    Ich durfte dieses Buch durch eine Wanderbuch Aktion lesen.
    Ich habe schon den ersten Teil gelesen und nun geht die Geschichte von den Erben der Vampire weiter. Auch dieser Teil ist sehr spannend und man kann sich in die Geschichte reinversetzen.
    Auch dieser Teil läßt sich sehr fließend lesen.
    Freue mich shon auf den nächsten Teil.
  5. Cover des Buches Inspector Swanson und der Magische Zirkel (ISBN: 9783940855640)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Magische Zirkel

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    So hatte sich Inspector Swanson seinen Urlaub nicht vorgestellt: statt entspannt mit seiner Frau Annie eine Zaubershow zu genießen, muss er dem Zauberer auf der Bühne das Leben retten. Dass der schiefgelaufene Trick tatsächlich nur ein Unfall war, kann Swanson nicht glauben. Er befürchtet, dass sich der Mordanschlag wiederholen wird und spannt kurzerhand seinen Freund Frederick Greenland ein, um das Theater im Auge zu behalten. Kann er wirklich einen Mord verhindern?

    Der dritte Inspector Swanson-Krimi und er entführt einen wieder augenblicklich ins London Ende des 19. Jahrhunderts. Dicker Nebel, Kopfsteinpflaster und klamme Kälte, rumpelnde Kutschen und düstere Gassen – alles steht einem sofort vor Augen. Mit vielen Details, vom Lokalkolorit über Kriminal- wie Forensikgeschichte bis zu historischen und literarischen Zitaten bietet dieses Buch so viel mehr als einen spannenden Kriminalroman. Besonders hat mir die ausführliche Szene mit Oscar Wilde gefallen. Die letzten Seiten des Buches runden dann mit kurzen Fakten, die sich optimal in die fiktive Geschichte einfügen, dieses einzigartige Buch ab.

    Fazit: Inspector Swanson zählt zu meinen liebsten Buchreihen. Jeder Band bietet einen einzigartigen Einblick ins historische London, amüsiert mit originellen Zitaten und Anekdoten, vermittelt nebenbei Wissen und hat Charaktere, die sofort das Leserherz erobern. Eine tolle Reihe, bei der jeder Band beste Unterhaltung bietet!

  6. Cover des Buches Das Gespenst von Canterville (ISBN: 9783866472440)
    Oscar Wilde

    Das Gespenst von Canterville

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    Das Gespenst von Canterville ist eine spannende und ergreifende Gruselgeschichte. Der glückliche Prinz ist ein zutiefst packendes Gesellschaftsdrama. Die Nachtigall und die Rose ist eine traurige Liebesgeschichte. Der selbstsüchtige Riese ist ein Märchen, welches bereits während meiner Grundschulzeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Lord Arthur Saviles Verbrechen ist eine spannende Mysterygeschichte. Alles in Allem Top!


    Alle Geschichten umfassen meines Erachtens verschiedene Genres. In jedem ist der Dreh- und Angelpunkt allerdings der Tod. Alles in Allem ist das Buch fantastisch geschrieben und gehört zu meinen absoluten Favoriten. 

    Für mich definitiv ein Muss für alle Klassikerfans. 

  7. Cover des Buches Die Erben der Nacht - Dracas (ISBN: 9783570306567)
    Ulrike Schweikert

    Die Erben der Nacht - Dracas

     (150)
    Aktuelle Rezension von: TamariasSpiegel

    Inhalt - ACHTUNG - SPOILER (Wer nicht zu viel wissen will, stoppt bitte spätestens nach dem ersten Absatz)

    Im vierten Jahr der Akademie der Vampire reisen die "Erben der Nacht" nach Wien zum Clan der Dracas, wo sie jedoch statt deren Expertise, der hohen Kunst des Gedankenlesens, zunächst einmal Walzer Tanzen und Fechten lernen. Während sich die anderen Erben sichtlich weiter entwickelt haben - nicht zuletzt Luciano, der inzwischen zu einem ansehnlichen jungen Mann herangewachsen ist -, fällt Ivys nach wie vor kindliche Erscheinung mehr und mehr auf und droht, ihr Geheimnis zu entlarven. Gleichzeitig spürt sie eine weitere, noch gewichtigere Bedrohung auf sich zukommen: Dracula, Stammvater aller Vampire, hat es nach wie vor auf sie abgesehen. Während ihr Schutz gegen ihn schwindet, kommt er immer näher - und schafft es schließlich, sie in seine Heimat Transsilvanien zu entführen. 

    Gleichzeitig stellt Franz Leopold die Freundschaft von Luciano und Alisa auf eine harte Probe. Dabei schienen sich die Wogen zwischen ihm und Alisa zu Beginn des Akademiejahres zunehmend geglättet zu haben. Tatsächlich hatten sie sich mehr und mehr angenähert (u. a. führt er sie zum Walzer Tanzen aus). Als Luciano sich jedoch in eine junge Adelige verliebt, die seine Zuneigung erwidert, ohne zu wissen, dass er ein Vampir ist, fühlt sich Leo in seiner Eitelkeit verletzt. Aus einem Impuls heraus nutzt er seine Geisteskräfte, küsst sie und versucht ihr einzureden, dass er doch die bessere Wahl für sie sei. Dabei kommt es zu einem Unfall, sie verletzt sich und Leo kann dem Geruch ihres Blutes nicht widerstehen. Er beißt sie. Im letzten Moment gelingt es ihm, von ihr abzulassen, bevor es für das Mädchen zu spät ist. Im Gegenteil zu Luciano, der nicht mehr in der Lage ist, sich zu beherrschen, als er die Geschwächte besucht und von den frischen Bissspuren gegen seinen Willen unwiderstehlich angezogen wird. Letztlich bleibt ihm nur noch die Wahl, sie sterben zu lassen oder zu wandeln. Als Alisa von Franz Leopolds Rolle in diesem Drama erfährt, stürzt sie sich mit dem Degen auf ihn - und landet unter seinen leidenschaftlichen Lippen. 

    Auch Latona weilt als Mündel von Bram Stoker gerade in Wien, der sich dort mit dem berühmten Vampirjäger Van Helsing trifft sowie dem Wissenschaftler Ármin Vámbéry. Als Bram von Ivys Entführung erfährt, lässt er alles stehen und liegen, um sie aus den Fängen Draculas zu befreien, begleitet von den beiden anderen Herren. Auch Ivys Freunde Alisa, Leo und Luciano zögern nicht, Ivy zur Rettung zu eilen, obwohl sie keine Ahnung haben, wie sie gegen den größten aller Vampirfürsten bestehen sollen. Zu allem Übel sind neben Dracula auch noch weitere blutrünstige Vampire hinter ihnen her - der Clan der Upiry, der die Erben bereits in Irland verfolgt hat. 

    In Transsilvanien kommt es zu einem Showdown, bei dem sich eine unwahrscheinliche Allianz bildet - und den Freunden das Erlernte aus den vorherigen Akademiejahren definitiv zu Gute kommt.


    Fazit:

    Mir hat dieser Band der "Erben der Nacht" bislang am besten gefallen. Er bietet eine schöne Mischung aus Spannung, unerwarteten Wendungen (dass Leo Lucianos Angebetete Clarissa beißt, hätte ich nie erwartet - und hätte ihm am liebsten die ganze Zeit das Buch über den Schädel gezogen ;)), einer schönen, plastischen Szenerie und ENDLICH, ENDLICH, ENDLICH auch einer richtigen Portion Romantik. Zwischen den richtigen Personen, wohlgemerkt. Auf eine bestimmte Paarbildung habe ich schon seit vier Bänden gewartet :). 

    Schön finde ich auch, dass von Band zu Band die Handlungsstränge immer mehr zusammenfließen und auch in den vorherigen Bänden aufgeworfene Fragezeichen in den Folgebänden (zumindest teilweise) geklärt werden. Während mich die vielen Perspektiven und ständigen Wechsel zu Parallel-Handlungssträngen in früheren Bänden eher gestört haben, nimmt das im vorliegenden Teil immer mehr ab, da man jetzt weiß, wozu sie gut sind, mit den Charakteren warm geworden ist und begreift, dass alles irgendwie zusammengehört.

    Für meinen Geschmack manchmal zu genau sind allerdings nach wie vor die Beschreibungen historischer Details. Diese sind natürlich oft auch interessant und für die Handlung durchaus relevant, doch in abgespeckter Form hätten sie mir noch besser gefallen. Wobei diese natürlich auch einen schönen Hauch der Authentizität liefern und einen bei jedem Band ein bisschen hinzulernen lassen. Die Charaktere, deren Handlungsweisen und Geschichte finde ich persönlich allerdings noch viel, viel interessanter.


  8. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Elisa23

    Verlag: Fischer

    Art: Sachbuch(über coming out, Sex, Gender und Liebe)

    Autor: Juno Dawson

    Klappentext:

    OFFEN, UNBESCHWERT UND SELBSTBEWUSST
    Das ultimative Sachbuch zu Sex und Identität *

    Wie fühlt es sich an, zum ersten Mal in ein Mädchen verliebt zu sein, wenn man selbst ein Mädchen ist? Und was passiert dann? Wie findet man andere schwule Jungs? Kann sich deine Geschlechtsidentität von deinem biologischen Geschlecht unterscheiden? Mit über hundert Originalbeiträgen von lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Jugendlichen, die ein unendliches Spektrum sexueller Identitäten repräsentieren.

    WORAUF WARTET IHR NOCH – LIEBT EUCH!

    * WARNING: Honestly explicit in parts!
    Dieses Buch räumt auf mit Klischees und wahnwitzigen Irrtümern über Liebe und Sex jenseits von hetero und sagt ehrlich, was wirklich Sache ist. Es ist ein Buch für außergewöhnliche, einzigartige und total normale Leute wie dich, mich, deine beste Freundin und ihren Cousin.


    Das Buch ist gut zu lesen und verständlich. Ich finde das vieles wichtige darin angesprochen wird und erklärt wird. Das Buch würde ich ab ca 12 empfehlen zu lesen.

    Dem Buch gebe ich 5 Sterne*****

  9. Cover des Buches Ich, Adrian Mayfield (ISBN: 9783836957328)
    Floortje Zwigtman

    Ich, Adrian Mayfield

     (85)
    Aktuelle Rezension von: katiandbooks
    Der 16jährige Adrian Mayfield lebt mehr schlecht als recht im London des 19. Jahrhunderts. Von 7 bis 21 Uhr arbeitet er in einer Herren-Boutique und teilt sich ein Zimmer mit seinen beiden Kollegen, mit denen er auch seine spärliche Freizeit verbringt. Eines Tages betritt ein außergewöhnlicher Kunde den Laden. Adrian freundet sich mit ihm an, wird in die Londoner High Society eingeführt, kündigt seinen Job und arbeitet als Kunstmodell bei einem reichen jungen Maler. Währenddessen stellt Adrian nach und nach fest, dass er eine Vorliebe für Männer hat...

    Ich habe das Buch für eine Lese-Challenge ausgesucht, bei der ich dieses Jahr mitmache (so wie die meisten anderen Bücher, die ich dieses Jahr rezensiere auch). Der Punkt war ein Buch zu lesen, mit einem Protagonisten, "der eine andere sexuelle Orientierung hat als Du". Also habe ich hier bei lovelybooks.de nach "Homosexualität" gesucht und bin auf Ich, Adrian Mayfield gestoßen.

    Dieses Buch ist der Auftakt einer dreiteiligen Reihe über den jungen Adrian Mayfield, der eigentlich nur auf der Suche nach der Liebe ist. Schwierig genug, wenn man plötzlich feststellt, dass man sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt - noch schwieriger, weil "Sodomie" zu seiner Zeit noch unter Strafe gestellt wurde. 

    Das Buch nimmt sich diesbezüglich viel Zeit, gibt dem jungen Adrian viel Raum, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, ein "warmer Bruder" (wie er sich selbst bezeichnet) zu sein, was ich sehr schön fand. Als er es schließlich akzeptiert, ist es auch nicht mehr der Rede wert und wird als selbstverständlich angesehen, was ich ebenfalls als sehr angenehm empfand. Es ist keine Geschichte über einen Mann, der sich unbedingt in einen anderen Mann verlieben will, sondern einfach eine Geschichte über einen Mann, der sich verlieben will.

    Der Schreibstil ist sehr schön, sehr leicht. Da Adrian aus dem "einfachen Volk" kommt, ist seine Sprache nicht steif oder angestrengt, sondern locker und wirklich gut zu lesen. Das einzige, was mich gestört hat, waren die doch sehr anstrengenden Längen. Da nützte auch der schöne Schreibstil nichts mehr - einige Seiten habe ich nur überfliegen können, z. B. als ein Gedicht 6 Seiten lang durchgekaut wurde... Das war mir einfach zu viel.

    Der Roman wird übrigens als Jugendbuch verkauft. Ich selbst würde es aber nicht unbedingt als Jugendbuch bezeichnen, einfach, weil der Schreibstil zwar leicht und sehr gut lesbar ist, aber nicht "jugendlich" genug (ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll). Ja, der Protagonist ist erst 16 Jahre alt, aber in der Zeit, in der er lebt, gilt man mit 16 schon als erwachsen, und auch sonst ist die Geschichte meiner Meinung nach eher etwas für Erwachsene, und ich meine nicht unbedingt die Schilderungen der sexuellen Handlungen (wobei die auch nur ein sehr kleinen Teil der Handlung einnehmen). Ich würde es einfach nicht als eine typische Jugendbuch-Geschichte bezeichnen, daher finde ich die Kategorisierung etwas unglücklich gewählt. Bei mir läuft es unter "Drama" ;)

    Fazit: ein schönes Buch, eine sympathische Hauptfigur, ein bisschen Geschichte, mit ein paar Längen (wenn es Längen hat, dann wirklich sehr anstrengende). Letztendlich aber einfach eine schöne Geschichte. Ein kleines Sternchen weniger wegen der Längen, aber jedes andere der 4**** kommt von mir von Herzen :) 
  10. Cover des Buches The Importance of Being Earnest (ISBN: 0486264785)
    Oscar Wilde

    The Importance of Being Earnest

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Bei diesem raffinierten Verwirrspiel, das an eine klassische Komödie von Shakespeare erinnert, muss man gut aufpassen, damit man immer am Ball bleibt, wer jetzt wer ist, wer mit wem verwandt und wer mit wem verlobt ist. Die Figuren sind allesamt liebenswert und so schlagfertig, dass das Hörspiel großen Spaß macht.

  11. Cover des Buches The Picture of Dorian Gray (ISBN: 9783526418085)
    Kieran McGovern

    The Picture of Dorian Gray

     (62)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    omg ich war wirklich so am zaudern mit der Bewertung. Der einzige Grund wieso ich keine 5 Sterne gegeben habe ist weil ich beim Lesen echt oft abgeschwankt bin und manchmal gar nicht gecheckt habe um was es gerade geht. Aber das Buch an sich wie es geschrieben ist, ist einfach WUNDERSCHÖN. Wie über die Liebe geschrieben ist, so poetisch ich liebe es. Die Personen sind auch toll beschrieben und die Geschichte und was dahinter steckt auch wirklich hervorragend. Ich muss das Buch sicher nochmals Lesen und dieses mal richtig.

  12. Cover des Buches Adrian Mayfield - Auf Leben und Tod (ISBN: 9783836953672)
    Floortje Zwigtman

    Adrian Mayfield - Auf Leben und Tod

     (36)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Zu Beginn des finalen Bandes dieser Trilogie finden wir den Helden der Geschichte dort, wo ihn das Ende des zweiten Romans gelassen hat: In den Fängen von Leutnant Nell und Nora Ambrose bei der Heilsarmee. Die hatte sich schon beinahe erfolgreich des alkoholkranken Vaters von Adrian angenommen und versucht nun, auch den Sohn zurück auf den Pfad der Tugend zu bringen, den er durch seine unziemliche Liebe zu dem wohlhabenden Maler Vincent Farley verlassen hatte.

    Doch ebensowenig wie es die Heilsarmee schafft, Adrian zu kurieren, kann sich dieser selbst von seinen tiefen Gefühlen und dem damit verbundenen Schmerz für Vincent Farley heilen... der sich dem Druck seiner Familie und dem der Gesellschaft beugt und um die Hand der blumenbegeisterten Octavia Webb anhält.
    Die Verbindung zwischen den beiden Männern war immer schon eine problematische Geschichte gewesen: Nicht nur wegen der gesellschaftlichen Schmähung sondern auch durch das sehr unterschiedliche Er- und Ausleben dieser tiefen Gefühle.
    Als Vincent noch von Adrian's Vorleben als Strichjunge erfährt, fällt es ihm leichter, sich dem Druck seines Bruders Stuart zu beugen und sich von Adrian - der nun tief verletzt und traurig nach Möglichkeiten sucht, seine große Liebe wieder für sich zu gewinnen - loszusagen.

    So erzählt der Roman vom großen Schmerz einer Liebe und zu welchen Höllenfahrten die Belange des Herzens führen können. Die Versuche um die Rückeroberung des Geliebten bringen Adrian wieder mit dem interessanten und kauzigen Augustus Trops zusammen wie auch mit Oscar Wilde und Alfred "Bosie" Douglas, die Beide ihre eigenen sieglosen Schlachten zu kämpfen haben.
    Auf der Suche nach Unterstützung geht Adrian eine Allianz mit der "Drag Queen" Lady Eleanor Kinderly ein, die minderjährige Kinder an spezielle Bordelle verkauft... Es taucht auch ein amerikanischer schmieriger Journalist namens Paul McBride auf, der sich in diesen Reigen der Doppelmoral und Zügellosigkeit jener Kreise, die es sich leisten können, einreiht.

    Zwigtman schreibt auch diesmal wieder mit großer Sicherheit für Gefühl und Atmosphäre und bringt altbekannte Figuren zurück und lässt neue Charaktere ungezwungen ihren Platz im Mayfield'schen Universum finden. Besonders der eingewobene Erzählstrang um Lady Kinderly's "Broterwerb" gibt dem Roman eine interessante verwerfliche Note und bringt ein Tabuthema als emotionale Komponente für Adrian's Abenteuer in Paris ins Spiel.
    Sehr berührend fällt das Finale aus - die Autorin schafft es, Adrian mit der Welt zu versöhnen und ihm in wunderschönen Szenen schlußendlich das zu geben, wonach er sich seit der schicksalhaften ersten Begegnung mit Vincent sehnte...
    Ein interessanter Abschluß dieser vor historischer Kulisse spielenden Geschichte... der sogar im Epilog von Vincent's Schicksal berichtet.

    Diese Trilogie ist eine absolute Leseempfehlung. Sehr selten findet man Geschichten, die so wohl recherchiert und ausgearbeitet eine reale Begebenheit mit einer fiktiven Liebesgeschichte verwirkt und nicht vor Kitsch und Herzschmerz trieft.

    Es bleibt zu hoffen, dass eines Tages auch die Vorgeschichte zu dieser Trilogie - "Kersenbloed" (2007 geschrieben) - in deutsch übersetzt werden wird!




  13. Cover des Buches Das Gespenst von Canterville (ISBN: 9783865663467)
    Oscar Wilde

    Das Gespenst von Canterville

     (179)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Ein zeitloser Klassiker den ich noch von früher kannte, und gute Geschichten möchte man ja auch gerne an den Nachwuchs weitergeben. Natürlich kamen die Streiche der Jungs besonders gut an, aber auch die Geschichte des Geistes war interessant und spannend erzählt. Dass ich trotz der anspruchsvollen, verschachtelten Bandwurmsätze und der mittlerweile altertümlich anmutenden Sprache immer noch weiter lesen sollte, zeigt dass die Geschichte noch lange nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt hat und auch nach so vielen Jahren noch immer begeistert. Die Schneider-Ausgabe enthält zudem einen interessanten Kommentar am Ende des Buches, der erklärt woher die Idee zu dieser Geschichte stammt.

  14. Cover des Buches Die Erben der Nacht - Vyrad (ISBN: 9783570306550)
    Ulrike Schweikert

    Die Erben der Nacht - Vyrad

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Shelli
    Der 5. Teil der Buchreihe „Erben der Nacht“ ist ein gelungener vorletzter Teil der Reihe und enttäuscht nicht.
    Es sind wie gehabt ein paar Rechtschreibfehler vorhanden, welche den Lesefluss stören.
    Die Historie ist gut dargestellt und ausführlich recherchiert.
    Leider ist der 4. Teil besser und setz die Höhepunkte besser, wodurch die Spannung doch höher ist und bei diesem Buch einen Stern einbüßen muss.
  15. Cover des Buches Adrian Mayfield - Versuch einer Liebe (ISBN: 9783836952514)
    Floortje Zwigtman

    Adrian Mayfield - Versuch einer Liebe

     (47)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Ein tolles Wiederlesen mit dem 17jährigen Adrian Mayfield und seinen Freunden und Widersachern aus der Little College Street im London des Jahres 1895.
    Im Vorgängerband "Ich, Adrian Mayfield" verließen wir den Protagonisten während der Guy Fawkes Night 1894, wo es inmitten der explodierenden Knallkörper und Feuerwerksraketen zum ersten Kuss zwischen ihm und dem gesellschaftlich weit über ihm stehenden um einige Jahre älteren Vincent Farley kam. Da gestand Adrian, dass er sich in ihn verliebt hatte und musste erfahren, dass Vincent Farley auf dem Weg nach Paris war...

    Der vorliegende zweite Roman dieser Trilogie schließt unmittelbar an und erzählt von Adrian's überschäumendem Liebesgefühl für den in Frankreich weilenden Maler. Sie tauschen innige Briefe aus... doch das Glück wird alsbald getrübt, als ehemalige Strichjungen aus seiner früheren Stricherclique um Bob Cliburn in der Little College Street in Adrian's bescheidene Unterkunft einbrechen und dort ein Tagebuch von Vincent entwenden und drohen, die pikanten Details an die Familie des aufstrebenden Malers zu verkaufen.
    Adrian kauft mühsam Seite für Seite des Tagebuches zurück, da er durch seine Schwester wieder in Kontakt mit seinem besten Freund Peter "Gloria" Durmond kommt, der ein Pub betreibt und ihm eine Stelle anbietet.

    Dann kehrt Vincent aus Paris zurück und bezieht ein eigenes Haus mit Dienerschaft und Adrian wähnt sich im siebten Himmel... doch nur für kurze Zeit. Es stellt sich heraus, dass das Verhältnis der beiden jungen Männer ganz unterschiedlich gesehen und erlebt wird: Adrian ist körperlich und emotional zutiefst in Vincent verliebt, während dieser in Adrian nur einen Seelenverwandten und besten Freund sieht... den er ebenfalls sehr liebt - jedoch ohne einer sexuellen Komponente.
    Der Roman erzählt sehr nachvollziehbar und ohne übermäßigem Kitsch diese sehr delikate Beziehung zweier Männer in einer Zeit, in der mehrjährige Zwangsarbeit und Gefängnis verhängt wurde, wenn eine "widernatürliche Liebesbeziehung" publik wurde.
    Als große Stütze in dieser aufwühlenden Zeit des jungen Adrian Mayfield, der durch die Unterstützung Vincent's zu einem Journalisten ausgebildet werden soll, kehrt der sehr sympathische und väterliche Freund Augustus Trops zurück und wird in diesem Roman eine weitere sehr liebenswerte Hauptfigur.

    Umrahmt wird diese unaufdringliche und doch bewegende schwule Liebesgeschichte von dem aufsehenerregenden Prozess des großartigen Dichters und Schriftstellers Oscar Wilde und des Vaters seines Freundes und Liebhabers Alfred "Bosie" Douglas - dem 9th Marquis of Queensberry. Dieser hatte im Feber 1895 nach unzähligen verbalen Attacken im Club Wilde's eine Visitenkarte mit dem Text "Für Oscar Wilde, den posierenden Homosexuellen" hinterlassen... worauf Wilde siegessicher mit einer Klage antwortete - die ihn aber dann selbst zu Fall brachte...

    Zwigtman hat ausführlichst recherchiert und lebendig und nahtlos die fiktiven Strichjungen der Little College Street mit dem realen Leben des großartigen Wilde in der Tite Street und in London's angesagten Clubs miteinander verwoben und eine spannende, mitreißende und emotional auch bewegende authentische Geschichte aus dem London des ausgehenden 19. Jahrhunderts geschaffen.
    Das hohe Level des ersten Romans wird konsequent detailreich und kurzweilig durchgehalten und man lässt Adrian schweren Herzens mit seinem alkoholkranken Vater in einer Notunterkunft der Heilsarmee zurück...
  16. Cover des Buches Gespenstergeschichten aus 300 Jahren (ISBN: 9783730604830)
    Dietrich Weber

    Gespenstergeschichten aus 300 Jahren

     (5)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Als jemand der sich gerne gruselt, bin ich immer auf der Suche nach Geschichten, die ich noch nicht kenne. Das hübsche Buch „Gespenstergeschichten aus 300 Jahren“ erschien mir da genau richtig. Gerade weil die jüngste Geschichte aus den 80er Jahren stammt, war ich mir ziemlich sicher ein paar Überraschungen zu erleben. Aber die Menschen vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte hatten zum Teil noch eine ganz andere Vorstellung von Grusel und so habe ich es schon oft erlebt, dass mich diese Geschichten oft nicht packen oder zum fürchten bringen können. Und richtig gegruselt habe ich mich tatsächlich nicht, jedoch überkam mich mehrmals ein wohliger Schauer, ein feiner Grusel und das finde ich eigentlich am besten.
    Die Gespenstergeschichten selbst sind gut gemischt. Es sind viele bekannte Autoren dabei und gerade die ältesten lassen sich aufgrund der geschwollenen Sprache manchmal recht schwer lesen. Da gibt es Wörter, die einen völlig unbekannt sind, weil sie heute nicht mehr benutzt werden und demzufolge versteht man dann auch das Gruselige an der Erzählung nicht. Zweimal habe ich mich richtig amüsiert, weil Geschichten vorkommen, die in abgewandelter Form bei „X-Factor – Das Unfassbare“ gezeigt wurden. Ob als wahr oder falsch, kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, aber in dem Buch sind es einfach ausgedachte Geschichten. Wobei ich sagen muss, dass viele davon wie eine reale Erzählung anmuten. Man wird oft mitten in eine Geschichte hinein geworfen und so kommt es einem vor, als würde man in einer gemütlichen Runde sitzen, wo man einander seine gruseligen, wahren Begebenheiten erzählt. Eine weitere Überraschung war für mich „Das Gespenst von Canterville“. Der Titel war mir wohl bekannt, aber ich wusste weder, dass Oscar Wilde der Autor ist, noch dass es sich um eine so witzige Geschichte handelt.
    Die Gespenstergeschichten lesen sich teilweise etwas trocken (genau wie das all zu lange Nachwort), nicht jede konnte mich fesseln, aber insgesamt freue ich mich über ein paar Neuentdeckungen. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

  17. Cover des Buches Die Nebelkrähe (ISBN: 9783958295834)
    Alexander Pechmann

    Die Nebelkrähe

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherschmaus
    London, 1923. Der Große Krieg ist mehr als vier Jahre vorbei, aber die Gräuel sind noch lange nicht vergessen. Auch Peter Vane, ein junger Wissenschaftler, ist tief traumatisiert. Besonders den Verlust seines Kameraden Finley hat er nicht verwunden. Dieser gilt seit einer Verletzung an der Front als vermisst und gab ihm kurz vor seinem Verschwinden eine kleine Daguerrographie, die ein Mädchen darstellt und die Peter zu einer Art Talisman geworden ist.
    Seit einiger Zeit hört der junge Mann Stimmen. Eine raunt ihm immer wieder ins Ohr: „Lily, Lily.“ Peter kennt niemanden dieses Namens, glaubt aber an eine Verbindung zu Finley und dem Bild. Ein Kommilitone, Frank Bunyan, rät ihm zu einem Besuch der London Spiritualist Alliance, wo man Séancen abhält. Besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende boomte diese Form der Geisterbeschwörung und tatsächlich beruht auch Alexander Pechmanns Romangeschehen auf realen historischen Vorbildern. Nicht nur die Alliance gab es, sondern auch das Medium, an das sich Peter Vane wendet, die Irin Hester Dowden, ist eine historische Figur. Zunächst sehr zögerlich und skeptisch beschließt Peter, sich einer solchen Séance anzuschließen, um Kontakt mit der jenseitigen Welt aufzunehmen und so vielleicht etwas über das Mädchen auf der Daguerrographie und das Schicksal seines Kriegskameraden herauszufinden.
    Tatsächlich scheint Peter zugänglich für Botschaften aus der Geisterwelt zu sein, nur der, der ihm Botschaften mittels des Ouija-Boards schickt, ist nicht sein alter Freund, sondern – Oscar Wilde. Peter hält daran fest, eine rationale Erklärung für die Vorgänge zu finden, die alle auf merkwürdige Weise zusammenhängen. Doch Klarheit lässt sich nicht endgültig finden.
    Nach Aufzeichnungen der historischen Hester Dowden, die in ihren Protokollen sowohl Botschaften von Wilde als auch die Anwesenheit eines „Mr.V“ erwähnt, strickt Alexander Pechmann eine erstaunliche, abenteuerliche Geschichte. Bestens recherchiert und atmosphärisch perfekt inszeniert, dazu spannend erzählt, fesselt der kurze Roman auch dem Spirituellen und Übernatürlichen völlig ablehnend gegenüberstehende Leser*innen. Dichte, berührende Passagen aus dem Kriegsgeschehen, Referenzen an den klassischen Detektivroman, ein düster-geheimnisvolles London-Porträt, ein wenig Oscar Wilde und die Kunstszene der damaligen Zeit – die Nebelkrähe hat noch viel mehr zu bieten als eine Geister- und Gruselgeschichte. Dem Wiener Autor Alexander Pechmann, der u.a. auch Werke von Herman Melville und Mary Shelley übersetzt und herausgibt, ist ein wirklich origineller Roman gelungen.
  18. Cover des Buches Absinth (ISBN: 9783945045114)
    Grit Richter

    Absinth

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Die Geschichten waren wirklich spannend geschrieben und das Eintauchen in die verwirrende, durchgedrehte und teils auch düstere Welt dieses sonderbaren Getränks war in jeder Geschichte interessant dargestellt. Die kurze Einführung zum Getränk ganz am Anfang des Buches war dabei sehr hilfreich, denn ich habe bis jetzt nicht wirklich viel über Absinthe gewusst (was ebenfalls ein Grund war, weshalb ich dieses Buch lesen wollte, denn ich wollte mehr darüber erfahren).


    Ich bin gewöhnlich ein grosser Fan von Happy Ends, aber hier störte es mich nicht, dass nicht jede Geschichte gut endete. Nicht jeder sollte sich mit der grünen Fee anlegen und das macht es umso spannender, wenn man nicht weiss, wer hier nun die Oberhand hat.

    Was ich ebenfalls mochte, ist die Verbindung zu realen Künstlern und Autoren (zum Beispiel Van Gogh) oder bekannten Geschichten (zum Beispiel Sherlock Holmes), die es in manchen Geschichten gab.

  19. Cover des Buches Die Erben der Nacht - Pyras (ISBN: 9783570308714)
    Ulrike Schweikert

    Die Erben der Nacht - Pyras

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Shelli
    Nach den beiden ersten Bänden folgt „Pyras“ mit dem Akademiejahr in Paris in den sogenannten Abwasserkanälen der Stadt.
    Auch hier hat die Autorin wieder super Recherchearbeit geleistet und selbst die unterirdischen Katakomben detailliert beschrieben.
    Die Abenteuer gingen für die Vampire weiter und war wieder einmal sehr lehrreich.
    Die Verbindung von Fantasy und Historik wird hier wieder gegeben und auch der Fokus liegt mehr auf der Akademie allgemein und verschiedener Charakter, welches im vorhergien Band etwas gefehlt hatte.
    Durch die verschiedenen Charaktere und deren Denkweise, welche dargestellt wird und ebenfalls die Entwicklung der Vampire, ebenfalls die Wandlung der Beziehung zwischen den Charakteren lassen dieses Buch um einiges spannender sein und fördert die Neugier auf den nächsten Band.
    Ich persönlich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, auch wenn ich nur 4 Sterne geben kann, da der Hauptteil der Spannung in meinen Augen zu weit hinten im Buch liegt.
  20. Cover des Buches Irgendwas geht immer (ISBN: 9783548283777)
    Dawn French

    Irgendwas geht immer

     (59)
    Aktuelle Rezension von: portobello13
    Das Buch selbst ist schön anzusehen. Das Cover ist zwar recht einfach, aber doch farblich passend und mit Liebe zum Detail, so z. B. durch den gut ausgestalteten Hund. Er soll wohl den Familienhund Poo darstellen. Auch niedlich gemacht sind die Verzierungen und neuerlichen Bilder des Hundes auf den Seitenschnitten des Buches. Allerdings habe ich mich beim Anschauen schon gefragt, warum man diese Verzierungen ausgerechnet auf dem unteren Seitenschnitt und am seitlichen abgedruckt hat: Wenn ich meine Bücher ins Regal stelle, sehe ich genau diese zwei Seiten nicht, also habe ich auch nichts mehr von solchen Spielereien. Warum also nicht auf dem oberen Seitenschnitt? Aber gut, dem Lesevergnügen tut diese Merkwürdigkeit ja keinen Abbruch.

    Im Stil von Tagebucheinträgen & gedanklichen Monologen lässt die Autorin nacheinander die einzelnen Familienmitglieder zu Wort kommen. Sie schafft es, durch unterschiedliche Erzählweisen die Charaktere und ihre Eigenarten gut darzustellen. Da wäre z. B. die Tochter Dora mit ihrer saloppen & von Flüchen durchzogenen Redeweise sowie Sohn Peter, der Oscar Wilde liebt und dementsprechend auch seine "erhabenen" Redensarten übernommen hat. Auch wenn Peters Tagebucheinträge durch seinen persönlichen Stil mitunter sehr langatmig und leicht anstrengend zu lesen waren, ist Dawn French's Schreibstil im Großen und Ganzen flüssig und sehr gut zu lesen. Man fliegt förmlich von Seite zu Seite, wenn man sich erst einmal in die Geschichte gefunden hat.

    Auch einen gewissen Humor kann man der Autorin zusprechen. "Urkomisch", wie auf dem Buchcover verheißen wird, fand ich persönlich das Buch nun nicht, aber ein paar Lacher hat es mir stellenweise doch entlockt.

    Gewundert hat mich anfangs ein bisschen, warum (fast) nie der Ehemann zu Wort gekommen ist - ja, warum noch nicht einmal sein Name gefallen ist. Er wurde immer nur als "mein reizender Ehemann", Vater oder Dad bezeichnet. Durch Erzählungen der anderen Familienmitglieder erfährt man als Leser zwar auch ein wenig über ihn, aber leider nicht, was in ihm vorgeht. Erst ziemlich zum Schluss lässt die Autorin ihn auch einmal zu Wort kommen - und dann gleich mit Pauken und Trompeten. Vorallem durch diesen Schachzug von Dawn French wurde der Vater für mich zum sprichwörtlichen Kleber, der die Familie zusammengehalten hat. Vor seinem Auftritt reagierte er immer nur im Hintergrund, als stiller Beobachter. Zu Letzt aber agierte er und rettete damit wohlmöglich seine Familie vor dem Zerbrechen.

    Beim Lesen des Buches habe ich immer wieder gehofft, der in der Buchbeschreibung angekündigte "fiese Betrüger" möge nun endlich auftauchen und ein bisschen Leben in die Familie bringen. Die kleinen Tragödien der Familie, die Streits zwischen Mutter und Tochter sowie Peters Schwärmerei waren zwar ganz nett zu lesen, aber auf Dauer langweilig. Ständig las man von den selben Anschuldigungen Doras oder von Mos Gejammer, wie sehr ihre Familie sie doch nervt - mit der Zeit wurde dies für mich als Leser auch leicht nervig. Als es dann endlich anfing, etwas rasanter und spannender zu werden, war das Buch leider schon fast vorbei. Der fiese Betrüger wurde nicht sehr überraschend und ohne große Schäden auf Seiten der Familie entlarvt und wie durch Zauberei erkannte Mo, was sie eigentlich an ihrer Familie hat. Ende gut, alles gut.

    Für mich als Leser war dies etwas enttäuschend. Ich hatte mir mehr erhofft, ein größeres Drama. Wenigstens noch die Reaktion des Ehemanns, wenn er von Mos Fremdgehabsichten erfährt. Aber nichts da, das Buch endet schnell nach Entlarvung des Betrügers - für mich definitiv zu abrupt.

    Dawn Frenchs Buch hat zwar Potential, aber leider wurde dies nicht durchgehend genutzt. Es war interessant zu lesen, stellenweise witzig und sogar recht erkenntnisreich, wenn man sich in diesem oder jenem Moment in einer ihrer Figuren wiedergefunden hat. Mehr aber auch nicht. Ich habe mir mehr versprochen von dem Buch und bin etwas enttäuscht. Ehrlich gesagt, am meisten habe ich mich über den Rezepteteil des Buches gefreut - ein schönes Extra. Aber es kann ja nicht Sinn eines Buches sein, dass der Leser den Anhang am besten findet, oder? Von mir daher nur 2 Sterne...
  21. Cover des Buches Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: 9783957285454)
    Amálie Kovářová

    Das Bildnis des Dorian Gray

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    Das Bildnis des Dorian Gray“ (Graphic Novel) nach Oskar Wilde 

    von  Amálie Kovárová und Petr Šrédl 

    Der Maler Basil Hallward hat ein Porträt des jungen und außergewöhnlich schönen Dorian Gray angefertigt. Unter dem Einfluss von Sir Henry Wotton eines Lebemanns, erhärtet sich bei Dorian der Wunsch, sich seine jugendlich strahlende Schönheit für immer zu bewahren. Und so geht er einen Pakt mit dunklen Mächten ein. Während Gray einen zunehmend verdorbenen Lebenswandel führt und immer maßloser sowie grausamer wird, bleibt sein Äußeres dennoch jung und makellos schön. Sein Porträt altert an seiner statt.

    „Immer tiefer sinkt Dorian, bis er sich schließlich seinem Schicksal stellt.“


    Fazit:

    „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist der einzige Roman des irischen Schriftstellers Oscar Wilde und gehört bis heute zu den Klassikern der Weltliteratur. Bei seinem Erscheinen im Jahr 1890 galt das Werk – auch wegen seiner oft drastischen und mit (homo-)erotischen Anspielungen durchzogenen Elementen – als Skandalbuch. Auch die Dekadenz in Europa, die Wilde thematisiert, spiegelt letztlich seine eigenen innersten Konflikte wider. 

    Amálie Kovárová und Petr Šrédl haben dieses Meisterwerk nun als Graphic Novel umgesetzt und dabei großes Geschick bewiesen. Eine hervorragende Umsetzung eines doch eher schwierigen Stoffes. Sie machen die Geschichte neuen Zielgruppen – etwa Jugendliche – zugänglich, die sich oftmals an „alte Klassiker“ so gar nicht heranwagen. Die sprachliche Überarbeitung des Romans ist sehr gut gelungen, der Graphic Novel lässt sich leicht und sehr verständlich lesen und wird gerade durch die sehr passenden Zeichnungen noch anschaulicher und verständlicher.

    Ein sehr hochwertiger Druck, dazu sehr detaillierte und passende Illustrationen, lassen die Geschichte lebendig werden. Auch die Farbauswahl ist durchweg stimmig. Gerade die gute Abstimmung zwischen den hervorragenden Zeichnungen und den abgestimmten Farben, machen die Gefühlslage des Dorian Gray – seinen Wahn in den er sich immer weiter hineinsteigert – glaubhaft abschreckend.

    „Ein Klassiker der Weltliteratur in neuem Gewand“ - Toller Graphic Novel!





    Die ganze Rezi mit Bildern auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/11/23/das-bildnis-des-dorian-gray-graphic-novel/



    Besten Dank an den "Knesebeck Verlag" für das Rezensionsexemplar.

  22. Cover des Buches Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: 9783150206690)
    Oscar Wilde

    Das Bildnis des Dorian Gray

     (1.893)
    Aktuelle Rezension von: Jarreck

    ✅ Originelle Idee

    ✅ Starke Dialoge


    ⛔️ Langatmiger Mittelteil

    ⛔️ Schwaches Ende


    Fazit
    Der Roman ist ein Klassiker. Ihn zu lesen ist sicherlich keine verschwendete (Lese)Zeit. Man sollte aber nicht zu viel erwarten.

  23. Cover des Buches Märchen und Erzählungen (ISBN: 9783868201321)
    Oscar Wilde

    Märchen und Erzählungen

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Freyheit

    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist wie eine Tafel Schokolade. Man sollte es Stück für Stück in sich aufnehmen und dabei genießen.

    Jedes Märchen hat eine Botschaft, etwas Lehrreiches und eine Moral. Es wäre doch schade, wenn mir irgendetwas entgehen würde, daher lese ich Etappenweise.

    Die Märchen sind etwas düster, mit unter blutig und somit nicht gerade für Kinder geeignet.

    Eine Nachtigall, die sich auf die Dornen einer Rose herabsenkt, um sie rot zu singen sind wohl nicht gerade Bilder, die ein Kind zur Nachtruhe braucht.

    Ein Riese der Besuch vom Tod, in Form eines Kindes bekommt ist wohl auch eher etwas für Erwachsene.

    Im ergebenen Freund steckt viel Diskussionspotenzial, welches ein Kind aber nicht erfassen kann.

    Aber die Gebrüder Grimm stecken eine Hexe in den Ofen, töten Drachen und lassen ein Mädchen bis zur Erschöpfung arbeiten. Es liegt wohl bei jedem selbst, welches Märchen für sein Kind angemessen ist. Ich bin mit dem Struwwelpeter aufgewachsen und habe noch heute ein Trauma. 😊


    Fazit:

    Für Erwachsene ist dieses Buch ein Gewinn. Es regt zum Nachdenken, Verweilen und Diskutieren an.

    Oskar Wilde ist eine Bereicherung für die Literatur

  24. Cover des Buches The Picture of Dorian Gray (ISBN: 9783150090190)
    Oscar Wilde

    The Picture of Dorian Gray

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Jamii

    Inhalt

    Wer kennt die Geschichte nicht? Dorian Gray bekommt ein Portrait von sich gemalt und in diesem Portrait steckt seine Seele. Das Bild altert -- er nicht. Dem Bild sind alle seine Gräueltaten anzusehen -- Dorian Gray nicht. Doch das wird ihm irgendwann zum Verhängnis. 

    Rezension

    The Picture of Dorian Gray war schon sehr lange auf meinem SuB und ehrlich gesagt hatte ich sehr große Hoffnungen. 

    Haben sich die erfüllt? Teilweise.


    Den Anfang fand ich persönlich ziemlich interessant, aber für mich war nicht ganz aufschlussreich an welchem Punkt dieses Portrait zu etwas Besonderem wird. 

    Was ich auch eher irritiertend fand, war der gesamte Mittelteil. Hauptsächlich rede ich dabei über die seitenlangen Aufzählungen verschiedenster Schmuckstücke/Antiquitäten/etc. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Handlung ziemlich zu wünschen übrig bliebt. 

    Jedenfalls bis zum 12. (von 23) Kapitel. Dann fängt das Buch an, spannend zu werden und es steht mehr auf dem Spiel. 


    Fazit

    Wer gerne Klassiker liest und bereit ist, einen mittelmäßigen Mittelteil auf sich zu nehmen, um eine insgesammt interessante Geschichte zu lesen, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall antun.

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