Bücher mit dem Tag "oasis"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "oasis" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Der Killer (ISBN: 9783453676459)
    Richard Laymon

    Der Killer

     (84)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Zu Lacey konnte ich irgendwie gar keine Beziehung aufbauen, weshalb ich auch nicht immer mitfühlte. Das Übernatürliche in diesem Buch gefiel mir auch nicht so sehr, zudem verstand ich alles rund um diese Kultgemeinschaft überhaupt nicht. Am besten gefiel mir der Mittelteil, all die Szenen im Hotel, auch noch die ersten Szenen in der Wüste, irgendwann wurde mir aber alles zu viel. Das Ende verstand ich nicht ganz, deswegen gefiel es mir auch nicht sonderlich, zudem war es sehr plötzlich. Was ich dem Buch aber lassen muss, mir sind die 270 Seiten wie viel mehr vorgekommen, und das meine ich nicht negativ, sondern so, dass einfach sehr viel passiert ist für die Kürze des Romans.

  2. Cover des Buches Ready Player One (ISBN: 9780099560432)
    Ernest Cline

    Ready Player One

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Randberliner

    Zugegeben, ich habe die englische Fassung des 2011 erschienenen Buches gelesen, so dass ich über die Qualität der deutschen Übersetzung keine Aussagen treffen kann. Vor mir erhält das Buch fünf Sterne. Das liegt sicher auch daran, dass als langjähriger Spieler von Second Life, WoW und anderen Online-Spielen mir die Welt der OASIS, einer virtuellen Welt, in dem der größte Teil der Handlung spielt, mehr als vertraut ist. Der Plot ist einfach stimmig und entspricht dem, was ich aus meiner Erfahrung mit Online-Spielen für die Zukunft extrapolieren würde. Dazu kommt eine gehörige Portion Gesellschaftskritik, gemischt mit dystopisch Welten, die in meinen Augen durchaus nicht unwahrscheinlich sind. Eigentlich hatte ich den Film, der 2018 in die Kinos kam, auf der Agenda. Aber dann habe ich die Buchvorlage entdeckt und mich entschieden, zuerst die Bücher (Ready Player Two ist soeben erschienen) zu lesen, um anschließend die cineastische Umsetzung zu genießen.

    Über den Plot möchte ich natürlich nicht sploidern. Aber ich kann jedem Leser versichern, dass es Spannung pur ist; für mich ein wahrer Pageturner. Zwar sind die Protagonisten noch relativ jung, was in ihrer Sprache und ihren Umgangsformen zum Ausdruck kommt. Aber das bedeutet nicht, dass die Handlung nur junge Leser anspricht, ganz im Gegenteil. Wer in den 80er Jahren aufgewachsen ist (und das ist jetzt die Generation der heutigen 50- bis 60-Jährigen), entdeckt überraschende Reminiszenzen an die eigene Jugend. Für Kenner und Fans der 80er Jahre, die gekennzeichnet waren durch die ersten, primitiven Videogame-Konsolen, kultige Filme (u. a. WarGames, Monty Python) und die für diese Jahre spezifische Rockmusik, ist das Buch auf jeden Fall ein Hochgenuss. Obwohl in den 2040er Jahren spielend, ist es ein unterhaltsamer und manchmal auch lehrreicher Rückblick auf die 80er Jahre.

    Nicht zuletzt ist das Thema der virtuellen Welten aktuell wie nie, spätestens seit Facebook (und andere Big Tech Unternehmen) an Projekten wie Mataverse arbeiten und Themen wie Virtual-, Mixed- und Augmented Reality versprechen, die nächsten großen Blockbuster werden und wie das Internet unser Leben grundlegend zu ändern.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass es Ernest Cline gelungen ist, ein spannendes und auf jeden Fall lesenswertes Buch sowohl für junge Online-Gamer als auch für junggebliebene Erwachsene zu schreiben.

  3. Cover des Buches Ready Player One (ISBN: B07166WK8T)
    Ernest Cline

    Ready Player One

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Teenager Wade Watts verbringt einen Großteil seines Leben in der Online-Welt OASIS. Anders ist das trostlose Leben für viele Menschen im Jahr 2044 auch gar nicht zu ertragen. Als der Erfinder der digitalen Welt stirbt, beginnt eine Online-Schatzsuche. Irgendwo in seinem virtuellen Universum hat er drei Schlüssel versteckt und derjenige, der sie zuerst findet, wird nicht nur Herrscher über die OASIS, sondern erbt auch das milliardenschwere Vermögen. Wie tausende andere auch begibt sich Wade auf die Suche. Er hat allerdings einen kleinen Vorteil: So wie der Erfinder der Online-Welt ist Wade ein großer Fan der Achtziger Jahre und hat es dadurch eine Spur leichter, die versteckten Rätsel und Hinweise zu entschlüsseln. Doch die Konkurrenz bleibt ihm dicht auf den Fersen.
    Nachdem ich bereits Steven Spielbergs Verfilmung kenne, bin ich mit keinen großen Erwartungen an den Roman herangegangen. Aber die Buchvorlage ist um einiges nerdiger, spannender und abwechslungsreicher. Trotz oder gerade wegen der vielen Anspielungen auf die Popkultur der 80er-Jahre macht die Geschichte sehr viel Spaß. Man fiebert und leidet mit Wade und freut sich darauf, ihn bei seiner Schnitzeljagd zu begleiten. Wer mag, kann in dem ganzen virtuellen Treiben sogar den einen oder anderen philosophischen Ansatz erkennen. Tolle Geschichte. Ich freue mich schon auf die vor kurzem erschienene Fortsetzung, die folgerichtig „Ready Player Two“ heißt.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von 14h49min und wird gewohnt großartig von David Nathan gelesen.

  4. Cover des Buches Ready Player One (ISBN: 9783596706648)
    Ernest Cline

    Ready Player One

     (695)
    Aktuelle Rezension von: LissiB

    Ich bin überhaupt kein Science Fiction Fan und bin auch kein Gamer oder Ähnliches. Daher fand ich es schon seltsam, dass es dieses Buch alleine mit dem Klappentext auf meine Wunschliste gepackt hat. Tja was soll ich sagen...? Dieses Buch hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Ich mochte die Protagonisten bereits innerhalb der OASIS und auch außerhalb haben sie mich nicht enttäuscht. Vieles war so eingängig beschrieben und man hat regelrecht Lust bekommen, ebenfalls am großen Wettkampf um die OASIS teilzunehmen. Eine tolle Leistung! 

  5. Cover des Buches Die letzten Menschen / Oasis - The Last Humans (ISBN: 9781631421723)
    Dima Zales

    Die letzten Menschen / Oasis - The Last Humans

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner

    Der Titel OASIS bezeichnet den letzten bewohnbaren Flecken Erde und wir begleiten in erster Linie Theo - einen der Bewohner durch dieses Buch

    Die Idee hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen aber die Umsetzung hat mich nicht durchgängig überzeugt …

    Der Einstieg ist eine Mischung aus interessant und verwirrend was ganz ok ist da man sich ja erst in dieser neuen Welt zurecht finden muss

    zwischendurch hatte ich das Gefühl mich in einer Mischung aus Matrix, Trueman Show, dem Holodeck von Star Trek und einigem mehr zu befinden und irgendwann wurde es einfach zu viel … spätestens als der „Angriff der Maschinen“ in einer Art virtuellen Realität oder einem Spiel stattfindet (das hätte es für mich nicht mehr gebraucht …) manchmal ist etwas weniger dann doch mehr 🤷🏻‍♀️

    Der erwartete fiese Cliffhänger am Ende von Teil 1 ist ausgeblieben und man bekommt eine gute Auflösung die natürlich einige Fragen offen läßt bzw. neue Fragen aufwirft aber man ist nicht „gezwungen“ weiter zu lesen

    Irgendwie reizt es mich aber dennoch zu erfahren wie es nun weiter geht … mal sehen ob ich mir die anderen beiden Teile noch hole 😇

    Am besten bildet ihr euch selbst eine Meinung - ich fand’s interessant und ok aber halt kein Highlight und zwischendurch etwas schwierig und spreche daher keine explizite Empfehlung aus

  6. Cover des Buches Soloalbum Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783462052596)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Soloalbum Jubiläumsausgabe

     (399)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Die ganze Buchbesprechung gibt's hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-9cve6-f5fed8

    Vorsicht, Spoiler.

  7. Cover des Buches Die Legende von Oasis (ISBN: 9783734773976)
    Janine Tollot

    Die Legende von Oasis

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Imgrund

    „Die Legende von Oasis“ von Janine Tollot

    Inhaltsangabe / Klappentext

    „Brielle ist ein rebellisches Mädchen, das ihr Leben auf einem Segelschiff verbringt und täglich auf der Suche nach Abenteuern ist. Seit Kindertagen träumt sie davon, so wie die Orkusianer, eine Fischflosse zu haben und durch die Meere von Oasis zu schwimmen. Eines Tages macht sie unter Deck eine grausige Entdeckung: ein Gefangener, von dem niemand sonst auf dem Schiff zu wissen scheint. Dieser behauptet, der vergessene Gott Isea und König der Orkusianer zu sein. Brielles Mutter, so behauptet er, die selbst eine Göttin sei, habe ihn gefangen genommen, um sich an ihm zu rächen.

    Brielle ist misstrauisch, aber könnte Isea ihre Chance sein, um endlich eine Orkusianerin zu werden – ihre Chance auf Freiheit?

    Doch sie hat keine Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken, denn sie wird vom Strudel der Ereignisse mitgerissen. Die zornige Göttin Este rüstet zum Krieg, um die sechs Unterwasserreiche von Oasis zu zerstören. Und Brielle findet sich plötzlich inmitten eines schrecklichen Feldzugs wieder – angefacht von ihrer eigenen Mutter.“

    Fazit

    Das Cover des Buches hat mir sofort gefallen und mich in seinen Bann gezogen. Die Farben sind einfach nur toll und man möchte sofort eintauchen in die Welt von Oasis.

    Der Schreibstil von Janine Tollot ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, weil man direkt zu Beginn der Geschichte mit einer Fülle von nautischen und seefahrtrelevanten Begriffen überschüttet wird. Das nimmt aber im Verlauf der Geschichte ab und dann lässt sich das Buch gut lesen. Hier und da gibt es einige Längen, die man vielleicht etwas kürzen könnte.

    Die Länge der Kapitel ist teilweise etwas lang geraten, so dass man sich beim Lesen schon konzentrieren muss.

    Der Inhalt des Romans hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet und tragen die Geschichte gut. Besonders die Hauptfigur Brielle ist ein starkes Mädchen, das mit ihrer fast unmöglichen Aufgabe wächst und buchstäblich über sich selbst hinauswächst. Die Welt von Oasis ist toll erdacht und farbenfroh und eindrucksvoll beschrieben. Der Zwist der Göttergeschwister wird gnadenlos und bis zum bitteren Ende ausgetragen, so dass es bis zur letzten Seite spannend bleibt.

    Ein tolles Buch, nicht nur für Meerjungfrau-Fans ;-)

    Vielen Dank, dass ich dieses Buch im Rahmen der Buchverlosung bei LovelyBooks kennenlernen durfte!

  8. Cover des Buches Don't Believe the Hype! (ISBN: 9783596164684)
    Sky Nonhoff

    Don't Believe the Hype!

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Nein, es ist kein „Listenbuch“, eher der Gegenentwurf. Sky Nonhoff lässt hier Musiker, Journalisten und diverse Autoren zu Wort kommen, um dem Mythos der „Albumklassiker“ auf den Grund zu gehen. Das man sich am Heiligen Gral der Pop- und Rockmusik vergreift, ist gewollt und durchaus legitim, denn wie oft hat der Normalsterbliche schon vor der Lobhudelei für eine Platte gesessen, sich selbige rauf und runter gehört und ist dabei vor Langeweile fast gestorben? Die in den „ewigen Bestsellerlisten“ und „Platten des Jahrhunderts“ immer wieder auftauchenden Alben werden nie hinterfragt und genau angehört, um vielleicht nicht doch herauszufinden, dass einiges noch nicht mal Durchschnitt ist? Sicher, nicht alle hier erwähnten Platten sind so schlimm, dass man sie in Bausch und Bogen verdammen muss. Einiges, das hier zu lesen ist, spricht aber sicher vielen aus dem Herzen, nur dass man es sich nie getraut hat, zu sagen. Der Tanz ums Goldene Kalb der Mythen muss ja weitergehen und je länger die Popkultur Bestand hat (in welcher Qualität auch immer), desto schwieriger wird es, „the next big thing“ zu finden.

    So alt wie Pop und Rock ist das Klischee, dass Kritiker verhinderte und frustrierte Musiker sind, die sich die eigene Unzulänglichkeit vom Leibe schreiben. Das mag es geben, auch in diesem Buch macht einiges diesen Eindruck, doch die Autoren bemühen sich lediglich, ihre Essays möglichst scharfkantig an den Leser zu bringen. Möglicherweise ist das eine adäquate Möglichkeit, den Heiligenschein von einigen Mythen auf ein relatives Maß zu stutzen.

    Man muss mit den Autoren nicht einer Meinung sein, man darf auch ruhig mal entrüstet aufschreien, aber in 80% der beschriebenen Fälle muss man zumindest partiell beipflichten, wenn es auch wehtut, dass man zugeben muss, dass man schon immer irgendwie dabei war, wenn es darum ging, blinde Heldenverehrung einfach mitzumachen.

    Das Buch ist eigentlich ein Muss für jeden Hörer und Fan von Rockmusik (und da die ja auch eine Art Folklore ist, also populär, fügen wir den Begriff Pop(ular)musik gleich hinzu), um die Dinge mal etwas differenzierter zu sehen. Der Interessent sollte sich vielleicht als erstes Nonhoffs Einleitung vornehmen und gleich danach den Essay von Nick Curry „Schluss mit den Meisterwerken“. Dann kann er mit Genuss oder auch mit ein wenig Verstimmung den Rest lesen. Ganz sicher ist dieses Buch nicht „wasted time“ und schon gar nicht ein Allerweltswerk (das gefühlte 154Tausendste), das einen Anspruch erhebt, den es nicht erfüllen kann. Es ist ein kritisches und provokatives Buch über Rock- und Popmusik, das versucht, mit einigen Missverständnissen aufzuräumen und alternative Sichtweisen aufzuzeigen. Dass dabei eifrig provoziert wird, dient dem Mittel zum Zweck.

  9. Cover des Buches Ready Player Two: The highly anticipated sequel to READY PLAYER ONE (English Edition) (ISBN: B08CGP9TJ7)
    Ernest Cline

    Ready Player Two: The highly anticipated sequel to READY PLAYER ONE (English Edition)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Als ich im September 2020 von der für November geplanten Veröffentlichung von „Ready Player Two“ erfuhr, war ich völlig aus dem Häuschen. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber knapp 10 Jahre nach dem Erscheinen eines angeblichen Einzelbandes rechne ich normalerweise nicht mit einer Fortsetzung. Wäre „Ready Player One“ nicht verfilmt worden, hätte es „Ready Player Two“ vielleicht auch nie gegeben. Ernest Cline hatte sich zwar in der Handlung seines Debüts Hintertüren offengelassen, aber die tatsächliche Inspiration für das Sequel fand er erst am Set der Verfilmung von 2018. Trotzdem handelt es sich ausdrücklich um eine Fortsetzung des Romans, nicht des Films. Aber das heißt ja nicht, dass „Ready Player Two“ nicht ebenfalls verfilmt werden könnte, nicht wahr? 😉

    Sein Sieg in James Hallidays verrückter virtueller Schnitzeljagd machte Wade Watts über Nacht zum Erben eines Milliardenunternehmens. All seine Träume wurden wahr. Er ist reich, berühmt und der Inhaber von OASIS, dessen Erfolgsgeschichte mit Wades Übernahme neue Superlative erreichte. Denn nur wenige Tage nachdem er Hallidays Easteregg fand, entdeckte er in einer gut gesicherten Kammer eine revolutionäre Technologie namens ONI, die die Welt und OASIS für immer veränderte. Doch der Release hatte einen unerwarteten Nebeneffekt. Auf James Hallidays Website erschien ein weiteres Rätsel, die Einladung zu einer weiteren Schnitzeljagd. Damals war Wade überzeugt, die kryptische Botschaft im Handumdrehen zu knacken. Zwei Jahre später ist er der Verzweiflung nahe. Erst ein Tipp aus der Community bringt ihn auf die richtige Spur. Er erfüllt die erste Mission – und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die Millionen Menschen das Leben kosten könnte. Er muss das Rätsel entschlüsseln, bevor auch ihm zwei Worte drohen: Game Over.

    Ich hatte nie Zweifel daran, dass mir „Ready Player Two“ gefallen würde. Schließlich reden wir hier über Ernest Cline, dem es sogar gelingt, eine Partie Pacman aufregend und mitreißend zu inszenieren. Wer sowas schafft, kann gar keine langweiligen Geschichten schreiben. Das ist quasi axiomatisch. Die Frage war nur, ob Cline erneut eine überzeugende Schnitzeljagd konzipiert und ein paar Versäumnisse des ersten Bandes „Ready Player One“ ausbügelt.

    Die Antwort lautet: Ja, das tut er. „Ready Player Two“ startet im Zeitraffer direkt nach Wades Ernennung als Erbe von James Halliday und OASIS. Zuerst war ich etwas irritiert, warum Cline so aufs Gas drückt, doch sobald ich den Prolog hinter mir gelassen hatte, begann ich zu verstehen, dass dieser rauschähnliche Einstieg wichtig war, um einerseits Wades Gefühlswelt zu transportieren und andererseits sofort eine der gravierendsten Lücken des Vorgängers zu schließen.

    „Ready Player Two“ liefert bereits auf den ersten, atemlosen Seiten eine kritische Auseinandersetzung mit der invasiven virtuellen Realität OASIS und den Implikationen für die globale Gesellschaft. Ich hätte Luftsprünge machen können. Nach der Lektüre von „Ready Player One“ bemängelte ich, dass Cline nicht gewagt hatte, mehr als ein unterhaltsames Buch zu schreiben und die negativen Facetten von OASIS zu hinterfragen. Das holt er jetzt formvollendet nach. Einer Figur legt er sogar Worte in den Mund, die 1:1 aus meinem Kopf stammen könnten.

    Die Kritik an OASIS beschränkt sich jedoch nicht auf den Prolog, sie begleitet die gesamte Geschichte. Immer wieder tauchen moralisch-ethische Überlegungen auf, die von der Schnitzeljagd initiiert und vorangetrieben werden. Überraschenderweise war es in „Ready Player Two“ eben diese spielerische Rätselquest, die mich nicht ganz abholte. Wade muss sich Missionen stellen, die Hirn und Nervenkostüm gewiss auf Touren bringen, doch die darin eingebetteten Anspielungen auf die Popkultur der 80er Jahre waren bei mir dieses Mal nicht so effektiv.

    Im Gegensatz zu „Ready Player One“ nutzt Cline in „Ready Player Two“ wenige, dafür aber sehr elaborierte Referenzen. Es ist daher folgenschwer, hat man diesen Film nicht gesehen oder jenes Buch nicht gelesen. Oder wenn man kein obsessiver Prince-Fan ist. Für mich war das fatal, denn es waren ausgerechnet Werke, zu denen ich keinen Bezug habe. Meiner Meinung nach sind da der Nerd und seine persönlichen Vorlieben mit ihm durchgegangen. Die Schnitzeljagd ist nicht länger eine Hommage an die 80er generell, sondern ein Fest für Fans bestimmter Vertreter. Er schwelgt in der Ausschlachtung dieser Referenzen, ohne sie je wirklich zu erklären. Er setzt voraus, dass seine Leser_innen sie kennen. Deshalb fühlte ich mich hin und wieder verloren, allein gelassen und ziemlich verwirrt.

    Ich möchte allerdings betonen, dass mich Ernest Cline in „Ready Player Two“ trotz dieser Stolpersteine mühelos erreichte. Vor einer der epischsten Kampfszenen der Fortsetzung hatte ich wieder genau das Gefühl, das ich sonst vor einem entscheidenden Endkampf in einem Videospiel erlebe: Eine Mischung aus Aufregung, Vorfreude, Nervosität, Ungeduld und Anspannung. Es beeindruckt mich noch immer, dass Cline fähig ist, diesen speziellen emotionalen Cocktail mit seinen Beschreibungen auszulösen.

    Deshalb war ich in meiner Bewertung ein wenig nachsichtig und habe mich entschieden, vier Sterne zu vergeben, obwohl ich nicht durchgängig an den Seiten von „Ready Player Two“ klebte. Die Fortsetzung war vielleicht nicht unbedingt notwendig und hat mein Leben nicht nachhaltig bereichert, doch die Lektüre bereitete mir unbestritten jede Menge Spaß. Außerdem möchte ich honorieren, dass Ernest Cline erfolgreich die Chance nutzte, die möglichen Folgen von OASIS zu thematisieren, was mir wirklich wichtig war.

    Wer jetzt immer noch nicht genug von OASIS und Ernest Cline hat, darf sich übrigens freuen. Der Autor hat angekündigt, dass ihm eine Trilogie vorschwebt. Er plant, ein Prequel von „Ready Player One“ zu schreiben. Heißen soll es wahrscheinlich „Ready Player Zero“. Auf meiner Wunschliste landet es auf jeden Fall.

  10. Cover des Buches Glamorama (ISBN: 9783462318951)
    Bret Easton Ellis

    Glamorama

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Babscha
    Die story:

    Victor Johnson, der sich selbst Victor Ward nennt, ist Mitte der Neunziger der gekürte „boy of the moment“. Seine äußeren Vorzüge öffnen ihm sämtliche Türen in der amerikanischen Club- und Modelszene, einer Welt aus Drogen und Dekadenz, die er in vollen Zügen genießt. Selbst völlig mittellos, träumt er von einem eigenen Restaurant in Manhattan und einer Filmrolle in Hollywood. Liiert mit einem der weltweit angesagtesten Supermodels hat er keinerlei Probleme, dieses nach Strich und Faden mit sämtlichen Frauen zu betrügen, die er in die Finger kriegen kann. Bis er auf seinem Egotrip dann irgendwann den Bogen überspannt und sich mit einflussreichen Größen der Szene anlegt. Ein dubioser Mann tritt auf den Plan und bietet ihm einen hohen Geldbetrag, wenn er sich nach London begibt und von dort ein Mädchen, das er noch aus seiner Collegezeit kennt, zurück nach New York holt. Mangels Alternativen und ohne jede weitere Information willigt er in den Deal ein. Und damit beginnt der Horror.

    Meinung:

    In der ersten Hälfte dieses äußerst umfangreich geratenen Buches wird der Leser entführt in die fragile Blendwelt und die Exzesse der Reichen und Schönen der Musik-, Film- und Schönheitsindustrie. Mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und zeitweise geradezu diebischer Schadenfreude führt der Autor hier eine Gesellschaft durchgeknallter, labiler, lebens- und geldgeiler Individuen vor, denen Genuss und Selbstdarstellung über alles geht. Allen voran seine insofern gut gelungene Figur Victor, ein schwacher, zutiefst verängstigter Charakter, der außer seinem Körper absolut nichts in die Waagschale zu werfen hat und mittels permanenter Drogenzufuhr krampfhaft versucht, in der von ihm vergötterten Schickeria irgendwie Fuß zu fassen. Was ihm anfangs auch ganz gut gelingt.
    Dieser Teil des Buches ist -trotz der vom Autor bewusst und unablässig eingestreuten Namen wirklich sämtlicher Promis der Neunziger- insgesamt gut gemacht und kurzweilig zu lesen.

    Ab dem Zeitpunkt von Victors Abreise nach Europa gerät die Geschichte dann leider aus den Fugen und wirkt auch auf den konzentrierten Leser irgendwie nur noch konfus. Die eigentliche aus der Perspektive des Victor erzählte Handlung wird eingebettet in das endlos wiederholte Szenario eines fiktiven (nur in seinem Kopf agierenden) Filmsets, an dem diese komplett aufgezeichnet wird. Der Sinn dessen hat sich mir nicht erschlossen, für den Lesefluss ist es jedenfalls reichlich störend. Die verschiedenen Handlungsstränge einschließlich diverser neu hinzukommender, jedoch nicht ausreichend erklärter Figuren werden zunehmend unglaubwürdig. Obwohl man natürlich weiß, welchen Autor man liest, erstaunen außerdem die ganzen expliziten Sex- und vor allem grenzwertigen Gewaltdarstellungen. Völlig überzeichnet und im Grunde für die Geschichte selbst ohne Belang. 

    Und wie sich dann nach über 800 Seiten der Kreis schließt, ist für ein Werk dieses Umfangs nach meinem Empfinden auch irgendwie zu dünn und zu konstruiert.

    Ein Buch mit einigen Stärken, aber leider noch mehr Schwächen. Aus meiner Sicht insgesamt knappe 3 Sterne. 
  11. Cover des Buches You Bitch! You Bastard! (ISBN: 9783847513803)
    Susan Black

    You Bitch! You Bastard!

     (3)
    Aktuelle Rezension von: blutrot
    Ich hätte lieber vorher richtig reingucken sollen,ich hatte nicht erwartet,dass dieses Buch rein aus Zitaten besteht!Die Zitate waren auch nicht so überraschend und skandalös wie versprochen....
  12. Cover des Buches Identity Management - eine Einführung: Grundlagen, Technik, wirtschaftlicher Nutzen (ISBN: 9783864912412)
  13. Cover des Buches Oasis (ISBN: 9783854451457)
    Paolo Hewitt

    Oasis

     (1)
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