Bücher mit dem Tag "nrw"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "nrw" gekennzeichnet haben.

128 Bücher

  1. Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783446269217)
    Mithu Sanyal

    Identitti

     (118)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Nivedita ist Studentin an der Uni Düsseldorf. Da sie sich selbst als "gemischtrassige Deutsch- Inderin" wahrnimmt belegt sie das Fach postcolonial studies. Sie erhofft sich so mehr über sich selbst, ihre Identität als PoC und über ihre Wurzeln zu erfahren. Von klein auf fühlte sich Nivedita stets anders, nirgendwo wirklich zugehörig. Ihr Idol, ihre Heldin ist Professorin Dr. Saraswati. Deren Selbstbewusstsein und Selbstverständlichkeit eine farbige Frau zu sein, ihre Lehren und die damit einhergehenden neuen Gedankenmuster öffnen Nivedita ungeahnte Horizonte, geben ihr Mut und Halt. Als sich herausstellt, dass Saraswati eigentlich Sarah heißt und als Weiße geboren wurde, ist sie schockiert und fühlt sich betrogen. Während das Netz und ihre gesamten Kommiliton:innen von Diskussionen über PoC, Identität, Rassismus, Ethik und Moral angeheizt werden stellt sich Nivedita der Situation: Sie sucht Saraswati auf, stellt ihr aber vor allem sich selbst intimste Fragen.. 

    Mit sehr viel unterhaltungswert und angemessenem Humor werden hier sehr aktuelle und empfindliche Themen wie Rassismus, Sexismus, Toleranz, Richtig und Falsch im zwischenmenschlichen Umgang miteinander thematisiert. Die Autorin zeigt hierbei Feingefühl, jedoch auch den nötigen Humor und ausreichend Selbstironie. Durch eine breitgefächerte und akribische Recherche kann der Leser inhaltlich noch einiges mitnehmen. 

    Der Roman ist teils in Chatform verfasst, andere Abschnitte lesen sich eher wie ein Blog. Heutige Informationsverbreitung ist geballt und schnelllebig, Reizüberflutung die Folge. Es wird deutlich, dass in unserer modernen, digitalen Welt ein grundlegendes, kollektives Gedächtnis nur noch bedingt vorhanden ist. 

    Ein wirklich intelligentes, zeitgenössisches Werk. Flüssig geschrieben und sehr unterhaltsam dank liebenswerter Protagonistin. 


  2. Cover des Buches Schwesterlein, komm stirb mit mir (ISBN: 9783499242175)
    Karen Sander

    Schwesterlein, komm stirb mit mir

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Cat78

    Das Buch beginnt schon mit einem rasanten Tempo. Gleich zu Beginn wird man mir einem grausamen Mord konfrontiert und lernt schnell die Protagonisten kennen.

    Durch die Sprünge durch die Kapitel zu den verschiedenen Figuren bleibt die Story spannend auch wenn ein Teil mal etwas die Geschwindigkeit raus nahm.

    Das hat mir sehr gut gefallen, den so kam ich auch mal zum Durchatmen hatte aber dennoch im Hinterkopf, dass bei dem anderen Handlungsstrang es gerade extrem spannend war. Dadurch wurde ich ständig zum weiterlesen animiert.

    Die Figuren und ihre Handlungen waren gut und klar beschrieben. Es gab einen sehr guten Wiedererkennungswert da jeder auch so seine Ecken und Kanten und ganz eigenen Baustellen hatte die gut in die Story eingeflochten wurden.

    Auch wenn ich schon früh einen Verdacht hatte was das Ende betraf, war es dennoch nicht langweilig als es bestätigt wurde den der Weg dorthin war spannend und abwechslungsreich so das trotzdem der Spannungsbogen aufrecht erhalten wurde.

  3. Cover des Buches Mordsmäßig unverblümt (ISBN: 9783945298725)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig unverblümt

     (92)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Ehrlich, das Männer- und Frauenbild in diesem Buch ist nicht meins, auch unter Berücksichtigung der Macht aller Hormone. Sehr gelungen fand ich allerdings den beissenden Humor, der von der Erzählerin verwendet wird, oft eh auch gegen sich selbst gerichtet. Die Gesprächsduelle des ermittlenden Paares waren teilweise äußerst scharfzüngig abstrus und lustig. Gut, der Fall selbst war jetzt nicht hochinteressant, ist aber eh nur Vehikel zur buchbezogenen Sozialstudie. 

    Abgesehen vom idiotischen »nichtsdestotrotz« und »Parfüm« hat die Absatzsetzung bei Szenenwechseln nicht ganz funktioniert und hie und da gab es kleine Unregelmäßigkeiten in der Orthographie.


  4. Cover des Buches Mordsmäßig verstrickt (ISBN: 9783960870760)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig verstrickt

     (80)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Erneut stolpert Louisa über eine Leiche, diesmal sogar eine komplette. Dummerweise ist der Sohn ihrer unnützen Angestellten der Verdächtige: Einmischung erforderlich. Abermals benimmt sich das wider Willen Chaos-Ermittlerduo, als wären sie Teenager und bringen grandios furchtbare Wesenzüge (Weibchen, Alphamännchen) zum Vorschein. Dem heißen Herrn Rispo hätt ich spätestens nach seiner 2. »direkten Anweisung« freundllich ins Auge gestochen, aber an mir ist halt auch nix weibchenhaftes.

    Nichtsdestoweniger machen gerade Louisas kritische innere Selbstgeißelungen zu diesem Verhalten und ihrem chaotischen Leben ungemein Spaß! Selten habe ich so oft bei einer Buchreihe gelacht.

    Orthographisch ganz gut gelungen, Kleinigkeiten bei der Beistrichsetzung und bei Fällen. Über das eine nichtsdestotrotz schau ich mal hinweg - im Gegensatz zu den unverständlichen Parfüms.

  5. Cover des Buches Mordsmäßig kaltgemacht (ISBN: 9783960871262)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig kaltgemacht

     (68)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Eine interessante Verabredung wird durch einen langweiligen Todesfalls unterbrochen, oder umgekehrt. Dabei treffen die beiden hormonüberschießenden Hauptpersonen wieder aufeinander und sind dabei erneut keinen Tag älter als 15. Weil ohne sie nichts geht, wird Louisa bei der Aufklärung hinzugezogen. Die spitzzüngigen Dialoge sind äußerst unterhaltsam, und der Fall ist auch recht interessant. Einzig die fehlenden Leerabsätze, die bei einem Szenenwechsel gefehlt haben, bremsten den Lesefluss.

    Ein paar Fehler, vorwiegend bei Fällen, sind orthographisch zu bemängeln.

  6. Cover des Buches Mordsmäßig angefressen (ISBN: 9783960874201)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig angefressen

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Greenie_Apple

    Louisa und Josh haben endlich zueinander gefunden und es scheint alles in Butter – doch da taucht eine Leiche im Rhein auf und auch Lous Schwester Emmi und Joshs Bruder Finn machen im Zoo eine seltsame Beobachtung. Gibt es da einen Zusammenhang? Lou greift wie immer Rispo unter die Arme – ob er will oder nicht – und begibt sich erneut in Gefahr.

    Mein Einstieg in die Reihe begann damals mit dem siebten Teil als Hörbuch und Louisa hat meine Nerven damals ziemlich beansprucht Ich fand sie schon extrem anstrengend, aber es war wie ein Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann und als ich dann mit der Reihe von vorne begonnen habe, wurden die Bücher für mich immer mehr zur Sucht.

    Louisa wie immer herrlich überdreht, was aber sogar noch von Trudi, ihrer ehemaligen Mitarbeiterin, und Emily, Lous kleiner Schwester, getoppt wird. Auf der anderen Seite Rispo, der das Herz zu Lous Bedauern so gar nicht auf der Zunge trägt. Wie von den beiden gewohnt ist es wieder ein turbulentes Wechselbad der Gefühle mit viel Wortwitz und einer schlagfertigen Lou.

    Auch dieser Band ist zwar unabhängig von den anderen lesbar, aber mit dem Background der Vorgängerbände macht es noch mehr Spaß, wie ich finde. Es ist Cosy Crime vom Feinsten, die Seiten flogen wieder nur so dahin und ich musste mich direkt auf den nächsten Band stürzen. Das Ende ist diesmal zwar sehr vage gehalten, ist aber in sich dennoch schlüssig. Das Cover passend zur Reihe hat einen hohen Wiedererkennungswert und rundet dieses sehr kurzweilige Lesevergnügen perfekt ab. Könnte ich noch mehr Sterne vergeben, würde ich es sofort tun!

  7. Cover des Buches Mordsmäßig gerädert (ISBN: B095YKMN5X)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig gerädert

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Sarini21

    Lou Manus 7. Fall in dem sie wieder über eine Leiche stolpert. Dieses Mal liegt eine, bzw. einer, ein junger Mann, tot im Garten ihrer Freundin Ariane. Josh, ihr Polizei- und Dauerfreund ist wie immer mehr als genervt als sich Lou mit Anhang Trudi, ihrer älteren und sehr extrovertierten Freundin an die Lösung des Falls macht. Auch Schwester Emmi, und Marvin, Ermittlerkollege von Josh spielen wieder eine grössere Rolle. Sehr schön fand ich das Zwischenmenschliche in diesem Buch, Familien- und Freundschaftsbande werden gross geschrieben, die letzten Endes zu den Tragödien führten. Und die Beziehung zwischen Lou und Josh, immer noch im unehelichen Status, ist so so schön.

    Ich liebe die Lou Manu-Reihe und freue mich darauf, wie es weiter geht. Absolute Leseempfehlung für diejenigen die Cosy Crime as its best lieben.

  8. Cover des Buches Leiden sollst du (ISBN: 9783862784974)
    Laura Wulff

    Leiden sollst du

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Becky_loves_books
    Cover: Das Cover gefällt mir richtig gut. Der Titel scheint mit Blut eine Wand geschmiert worden zu sein. Das und die Lichtverhältnisse erzeugen eine düstere Stimmung.
    Meinung: Dieser Thriller subte schon viel zu lange bei mir rum. Schlimm, wenn man an keinem Buch vorbeigehen kann und es dann oftmals trotzdem länger liegt. Jetzt habe ich mich also endlich rangewagt und hätte es gern schneller gelesen, mir fehlte aber schlichtweg die Zeit. Das Buch startet mit einem super spannenden Prolog, der mir gleich mal eine Gänsehaut bescherte. Leider ging der Spannungbogen danach zunächst mal steil nach unten. Der Leser lernt Daniel und Marie Zucker kennen. Er, Kripobeamter, ist seit noch nicht allzu langer Zeit dank eines Unfalls an den Rollstuhl gefesselt und hat damit zu kämpfen, momentan nicht im aktiven Dienst zu sein. Seine Frau Marie unterstützt ihn so gut sie kann, hat es mit ihm aber nicht wirklich leicht. Sympathisch waren sie mir beide von Anfang an. Die privaten Passagen der beiden wirken etwas zu langatmig, sind weniger spannend, aber dennoch wichtig, um die Charaktere und deren Handlungsweisen besser kennenzulernen. Der eigentliche Fall beginnt daher schleichend und plötzlich ist man schon mittendrin. Lange war mir nicht klar, wohin mich das Ganze führen würde, gewann die Handlung mit jeder Erkenntnis mehr und mehr an Komplexität. Zum Ende hin hatte ich schon eine Vermutung, was den Täter betraf und der Ermittler kam dann ebenfalls drauf. 😉 Wie gesagt mochte ich Daniel und Marie. Durch den Schicksalsschlag müssen sie langsam wieder zueinander finden. Diese schwierige Situation hat die Autorin sehr gut beschrieben. Die Handlung ansich ist vielschichtig und baut erst zur Buchmitte wieder ordentlich Spannung auf. Die Beschreibungen der Taten und Opfersind sehr detailliert und ziemlich grausam. Diese Brutalität lässt die Leser definitiv schlucken.
    Fazit:  Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Die Autorin hat eine ausgefeilte Story gestrickt und hält ihre Leser mit Spannung und immer neuen Details am Ball. Ein brutaler, aber intelligenter Täter und ein etwas anderer Ermittler. Spannende Lesestunden sind hier garantiert.
  9. Cover des Buches Kohlenwäsche (ISBN: 9783740806750)
    Thomas Salzmann

    Kohlenwäsche

     (32)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    …um die Hauptkommissarin Friederike Stier gelesen – und jetzt kann ich auch vieles von Band 2 doch wesentlich besser einordnen.

    Hier ist der Name Programm – zynisch, hart, verbittert, ungeduldig, ohne große Lebensfreude mehr und im Clinch mit allen Kollegen und den Chefs - - das ist das Leben der Kommissarin. Wieso und weshalb sie so wurde, erfährt der Leser im Laufe des Buches auch so nach und nach.

    Auf Zeche Zollverein wird der Aktionskünstler Claude Freistein tot aufgefunden und kurz darauf wird auch sein Agent ermordet. Alles ist in Aufruhr und das Motiv zuerst völlig unklar.

    Diesen Fall sollte sie eigentlich nicht übernehmen; man möchte sie loshaben, abschieben, in Rente schicken. Gut, es wäre vielleicht nicht schlecht, denn Frau Stier ist überhaupt nicht gesund. Aber verbissen kämpft sie und bekommt auch die Leitung dann übertragen. Erst mal. Gegen alle Widerstände ermittelt sie – auch später noch, als schon Ihr Kollege dafür zuständig ist. Und sie bringt sich in große Gefahr; so ganz realistisch ist also das gerade nicht.

    Viel gelernt habe ich in diesem Buch auch über die Kunstszene, das war wirklich interessant.  Der Fall ist wirklich spannend und hier mochte ich auch die ruppige Kommissarin… 😊

     

     

     

  10. Cover des Buches Enkeltrick (ISBN: 9783839223307)
    Astrid Plötner

    Enkeltrick

     (28)
    Aktuelle Rezension von: GersBea

    Inhalt (Klappentext)

    MÖRDERISCHER MAFIACLAN Im westfälischen Unna wird bei einer polizeilichen Befragung ein Mann mit der Waffe von Hauptkommissar Max Teubner erschossen. Von Teubner fehlt nach der Tat jede Spur. Erste Recherchen ergeben, dass er das Mordopfer aus seinen Dienstjahren in Köln kannte. Damals brachte er zahlreiche Mitglieder der Enkeltrickmafia ins Gefängnis. Ist er jetzt in deren Fänge geraten? Für das Team um Hauptkommissarin Maike Graf beginnen dramatische Ermittlungen, die sie bis nach Köln führen. Von Teubner gibt es weiterhin kein Lebenszeichen …

    Der zweite Fall für die Kommissare Maike Graf und Max Teubner. Ein packender Einblick in die skrupellose Enkeltrickmafia - beängstigend realistisch!

    Inhalt

    Als 10-jähriges Kind kommt Paula in die Obhut ihres kriminellen Onkels Bakro, der sie umgehend zur Diebin ausbildet. Als junge Erwachsene ruft Paula als „Keiler“ ältere Personen an, gaukelt ihnen vor sie sei eine nahe Verwandte und brauche ganz schnell Geld. Der Geldabholer kassiert die Angerufenen ab. Viele Jahre lang hat die Bande europaweit viel Geld gemacht. 

    Vor 5 Jahren enttarnt die Polizei die Bande. Paula hat bei Ermittlungen gegen den Clan ausgepackt. Nach einer 2-jährigen Gefängnisstrafe wird Paula vorzeitig entlassen. Jetzt ist sie 33 Jahre und lebt unauffällig und bescheiden in Unna, immer auf der Hut vor dem Familienclan, der sie aus Rache töten will.

    Die Geschichte beginnt mit einem Überfall auf Paula, bei dem sie fast getötet wird. Fast gleichzeitig wird ein Juwelierladen in Unna überfallen. Dann geht es auf über 400 Seiten turbulent und sehr spannend zu. Immer, wenn ich dachte, so das ist es jetzt, gab es einen weiteren unerwarteten Twist.

    Meine Meinung

    Ein richtiger Schmöker, der seine Leser ernst nimmt und gut zu lesen ist. Obwohl sehr viele Personen eine Rolle spielen, habe ich nie die Übersicht verloren. Ich habe das Buch in vier Tagen gelesen, weil es mich so in seinen Bann geschlagen hatte. Noch schneller ging nicht, weil ich dann die vielen Ereignisse nicht mehr klar voneinander hätte trennen können.

    Dass ich lange in Dortmund und Köln gelebt habe und auch Unna gut kenne, machte die Lektüre noch interessanter und lebendiger für mich.

    Fazit

    4 Sterne (eigentlich 4,5 Sterne) für eine lohnende Krimi-Lektüre.
  11. Cover des Buches Sonntags Tod (ISBN: 9783453419933)
    Carla Berling

    Sonntags Tod

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    In Westfalen ist die Reporterin Ira Wittekind dabei, in einem Mordfall zu schreiben, als sie Zeugin wird, als man in einer Wohnung einen verwahrlosten Toten findet. Sie entnimmt ein Detail und weiß dann sofort, da gibt es eine Verbindung. Aus ihrer Kindheit ist sie mit den Menschen und den Toten verbunden. Aus Interesse und Neugier und weil sie es sich selbst schuldig ist, ermittelt sie in dem Mordfall. Immer näher kommt sie der Wahrheit und immer mehr deckt sie Seiten der Vergangenheit auf, aber die Schatten reichen bis in die Gegenwart und Iras Leben steht plötzlich komplett auf dem Kopf. Carla Berling hat einen herrlichen Schreibstil und mit viel Lokalkolorit und Witz, ungeheurer Spannung und einer tollen Hauptfigur, packt sie den Leser sofort. Ein ganz tolles Buch, bin froh, dass es mehr davon gibt.

  12. Cover des Buches Mordsmäßig angetrunken: Louisa Manus achter Fall (Louisa Manu-Reihe 8) (ISBN: B0BB2J9GB6)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig angetrunken: Louisa Manus achter Fall (Louisa Manu-Reihe 8)

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Knabine

    Klappentext:

    »Louisa Manus Lieblingsjahreszeit hält Einzug in Köln: Karneval. Sie will trinken, feiern und die anstrengenden letzten Monate vergessen … und kein totes Funkenmariechen unter einem Umzugswagen finden. Doch Lou bekommt selten, was sie will. Das Gute ist, dass die Katastrophen-Rentnerin Trudi nicht mitmischen kann, weil sie ihre Spontan-Hochzeit planen muss. Das Schlechte, dass Lous schwangere Chaoten-Schwester lieber auf Mörderjagd geht, als dem Vater von der frohen Kunde zu erzählen. Aber alles ist besser, als sich mit ihrer Beziehungs-Baustelle namens Rispo zu beschäftigen – also kämpft Lou sich durch eine Menge Pailletten, persönliche Krisen und eine Horde Jecken, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Und schon sehr bald werden zwei Dinge klar: Betrunkene Zeugen sind keine guten Zeugen – und die Tote ist nicht das einzige Funkenmariechen, auf das es der Mörder abgesehen hat.«

    Laut dem Verlag können alle Bände der Louisa-Manu-Reihe unabhängig voneinander gelesen werden, dennoch empfehle ich, sich etwas Vorkenntnisse anzulesen - um die Dynamik zwischen den Protagonisten besser verstehen zu können. 

    Louisa Manu hat einen Blumenladen und scheint schon in diverse Mordfälle verstrickt worden zu sein. Sie ist witzig, klug und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Für ihre Freunde und Familie ist sie jederzeit zur Stelle. Lou ist eine sehr sympathische Person, deren Verhalten mir mehrfach ein Lachen entlockt hat. Auch der scheinbar grimmige Josh wurde sehr schnell von mir ins Herz geschlossen. Trudi und Emily kann ich noch nicht so richtig einschätzen - vielleicht sollte ich doch die Vorbände erst lesen. Sie wirken liebenswert, aber auch ziemlich anstrengend. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, ich wollte den Krimi gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Thema über den Kölner Karneval fand ich sehr witzig, ich habe einiges darüber gelernt, was mir so nicht bekannt war! Bis zum Schluss wurde die Spannung aufrecht erhalten und ich konnte jederzeit mit rätseln, wer denn der Mörder sein könnte. Insgesamt eine sehr humorvolle und spannende Lektüre, welche mir definitiv das Wochenende versüßt hat!


  13. Cover des Buches Totgetanzt (ISBN: 9783943121902)
    Brigitte Lamberts

    Totgetanzt

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista
    In Düsseldorf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Im Tellertutu und Ballettschuhen sitzt sie ganz friedlich da. Doch so friedlich starb sie leider nicht.

    Dies ruft Hauptkommissar Clemens von Bühlow und sein Team auf den Plan. Doch viel zu ermitteln gibt es nicht. Keiner der Verhörten hat etwas gesehen. Und doch ist der Tatort voller Spuren.

    Während das Team weiter auf Höchsttouren ermittelt, wird die zweite Leiche einer jungen Frau gefunden. Und wieder hat sie dieses Tutu und die Ballettschuhe an.

    Somit scheint ein Serienmörder sein Unwesen in Düsseldorf zu treiben. Doch was ist sein Motiv? Die Ermittlungen brennen …

    „Totgetanzt“ ist der zweite Krimi um Clemens von Bühlow und sein Team aus der Feder der Autorinnen Brigitte Lamberts und Annette Reiter.

    Ich habe die drei Krimis der Autorinnen nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen. Ich habe den dritten Teil zuerst verschlungen. Danach den ersten und jetzt den zweiten Band. Teil eins und drei sind wirklich der Hammer.

    Die Story in Band zwei fand ich jetzt mehr als zäh. Was mir bei den andern Fällen gar nichts ausmachte, fand ich hier schon sehr übertrieben. Hier in dem Buch wird mir zu viel Wert auf die verschiedenen kulinarischen Genüsse und Restaurants gelegt. Hier wird irgendwie mehr gegessen, als ermittelt. Bei den anderen Bänden fand ich die Mischung wesentlich besser und angenehmer.

    Das Team und der Humor sind natürlich wieder absolut klasse. Mir gefällt das Ermittlerteam außerordentlich gut. Schade, dass das Augenmerk hier wirklich in die falsche Richtung ging. Natürlich ist mir lieber, wenn es im Krimi um Essen geht und nicht um Bettgeschichten und gescheiterte Existenzen, trotzdem war es diesmal zu viel des guten.

    Auch war mir die Auflösung des Falles diesmal zu schnell und unausgereift. Sorry, aber es kam mir am Ende so vor, als müsste der Roman schnell noch vor dem Abgabetermin fertig werden.

    Der Krimi bekommt von mir deswegen 3 Sterne für das starke, humorvolle Ermittlerteam. Er kommt halt leider nicht an die 5 Sterne der anderen beiden Krimis heran. 
  14. Cover des Buches Schwarzlicht (ISBN: 9783499227936)
    Horst Eckert

    Schwarzlicht

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977

    Der Ministerpräsident von NRW, Walter Castorp, ist tot. Seine Leiche wird sechs Tage vor der Wahl im Schwimmbad eines stadtbekannten Baumagnaten entdeckt. Zuerst gehen die ermittelnden Beamten von einem Unfall aus. Doch Vincent Veih, der kurz vor einer Beförderung und dadurch unter großem Druck steht, erkennt zusammen mit seinem Team diverse Ungereimtheiten im Leben des Politikers…

    Meine Meinung:

    „Schwarzlicht“ ist der Auftakt einer Reihe rund um Kommissar Vincent Veih und auch für mich ist es eine Prämiere, denn der Thriller ist mein erstes Buch von Autor Horst Eckert. Facettenreich, komplex und anspruchsvoll erzählt Eckert eine Story voller Korruption und politischer Skandale und lässt einen charismatischen und tiefgründigen Kommissar ermitteln.

    Definitiv kein Buch für zwischendurch, man muss dranbleiben und konzentriert lesen, um den komplexen und temporeichen Plot mit seinen Verstrickungen und zahlreichen Wendungen zu verstehen. Das gefällt mir, weil sich der Polit-Thriller genau aus diesem Grund von den üblichen Schema-F-Storys abhebt.

    Was mir nicht ganz so behagt ist die Tatsache, dass das Privatleben von dem sehr sympathischen Kommissar Vincent Veih sehr viel Raum einnimmt. Sicherlich, sein Lebenslauf ist speziell, als Sohn einer ehemaligen RAF-Terroristin und Enkel eines Nationalsozialisten ist man gespannt, mit wem man es zu tun hat, das ist interessant und macht neugierig. Mir wars eine Schippe zu viel, zu umfangreich und in Teilen einfach unnötig.

    Mein Fazit:

    Ein detailreicher spannender und realistisch in Szene gesetzter Polit-Thriller. Absolut lesenswert.

  15. Cover des Buches Wolfsspiel (ISBN: 9783839223888)
    Christian Jaschinski

    Wolfsspiel

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    „Wolfsspiel“ kreiste schon lange in meinem Gedanken herum, so das ich es endlich aus dem Regal holte und las. Dabei war ich besonders darauf gespannt, wie der Autor sein Krimi-Debüt begann.


     


    Doch lange musste ich darauf nicht warten, da schon die ersten Seiten bewiesen, das hier jemand mit sehr viel Herzblut schrieb. Schon der Mix aus Kommissar und Richterin fand ich interessant, da ich diese Mischung noch nie in einem Krimi hatte. Das diese dann auch stellenweise ihren eigenen Ermittlungen in verschiedenen Fällen nach gingen, war noch besser, da ich so nicht nur eine einzige Ermittlung erlebte, sondern gleich ein paar mehr. Dadurch fühlte sich der Krimi auch etwas realistischer an.


     


    Real fühlten sich auch die vielen Charaktere an, welche das Debüt, überhaupt nicht wie eines aussehen ließen. Jede Person kannte sich schon lange und hatte anscheinend auch schon viel mit ihnen erlebt. Das war erst einmal irritierend, da dabei Dinge angesprochen worden, welche mir das Gefühl gaben, das es einfach einen Vorgänger gegeben haben müsste. Aber dem war nicht so. Somit hieß es für mich die Erlebnisse der Figuren zusammenzufassen, um schließlich ein klares Bild von der Situation zu erhalten. Dies klingt zwar sehr kompliziert, war aber wirklich leicht, da man stets über die Vorgänge im Bilde gehalten wurde. 


     


    Trotzdem sprang mich eine Nebenfigur immer wieder an. Der Partner von Hauptkommissar Florian Dreier zeigt auf verblüffende Weise wie ein sonst sehr engagierter Polizist, immer mehr zum Schatten seiner selbst wurde. Doch wer jetzt glaubt das Alkohol oder Depressionen dahinter steckten, der irrt. Der Herr wurde Vater von Zwillingen, welche ihn und seine Frau ordentlich in Schach hielten. Sogar so weit das er seinen eigenen Berufsstand anzweifelte. Eigentlich echt krass. 


     


    Trotzdem war das Hauptziel natürlich das Schnappen des Mörders. Diese Suche war anfangs wirklich spannend, da wirklich nichts auf den Täter hinwies. Um aber trotzdem einen Bezug zu ihm zu bekommen, erhielt man hin und wieder Einblicke in dessen Gedankenwelt. Leider waren es auch diese, welche zumindest mir zu früh verrieten, wer der Täter war. Das war zwar etwas ärgerlich, aber so erhielt ich immer die Möglichkeit zu schauen, wie schnell die Kommissare dahinter kamen und wie sie ihn aufhalten wollten. Tja, was soll ich sagen? Das Ende war schließlich wirklich spektakulär und auch sehr emotional. Jetzt noch einmal zu erfahren, warum Menschen getötet wurden und warum sie kleine Spielfiguren in Körperöffnungen hatten war wirklich packend, so da ich das Buch mit gutem Gewissen schließen konnte. 



    Aus meiner Sicht ein gelungenes Krimi-Debüt mit toll erstellen Charakteren, welche auch mal außerhalb der Norm denken. Dazu gab es einen spannenden Fall, welcher mich gerade am Ende emotional mitnahm. Ich würde mich auf jeden Fall freuen mehr von Florian Dreier und Tara Wolf zu lesen, da die beiden wirklich ein interessantes Duo abgeben.

  16. Cover des Buches Kartoffeln, Kühe und andere Katastrophen (ISBN: 9783986371821)
    Susanna Kess

    Kartoffeln, Kühe und andere Katastrophen

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Lara6618

    Das Buch "Kartoffel Kühe und andere Katastrophen" von Susanna Kess ist ein gelungenes Buch um sich ein Schmunzeln am Nachmittags aufs Gesicht zu zaubern. 

    Der mitreißende und bildhafte Schreibstiel ziehen einen gleich in seinen Bann und führen zu einer durchgängigen humorvollen Geschichte einer Frau, die kurzerhand von Kölln in die Eifel auf einen Bauernhof zieht. Hierbei muss sie viele Hinternisse überwinden wobei ihr gleich zwei Männer mit mehr oder weniger Hilfsbereitschaft zur Seite stehen. Kann das gut gehen? 

    Das Buch ist für jeden geeignet, der eine leichte humorvolle Romanze für schöne Sommertage sucht. 

  17. Cover des Buches Leise, stirb leise (ISBN: 9783423216005)
    Reinhard Rohn

    Leise, stirb leise

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich kenne den Autor von diversen Büchern her. Diese sind  ebenfalls in Köln angesiedelt und befassen sich mit den Fällen des Kommissars Jan Schiller. Diese Bücher haben mir ausnehmend gut gefallen und insofern hatte ich sehr hohe Erwartungen an das vorliegende Buch.

    Leider wurden meine Erwartungen nur bedingt erfüllt. Auch in diesem Buch hat der Autor eine Hauptfigur erschaffen, die schwer an persönlichen Lasten zu tragen hat. Man kann durchaus sagen, dass es sich um eine traumatisierte Heldin handelt, die sich im Laufe der Geschehnisse (und vermutlich auch noch in den Folgebänden) versuchen muss, aus dem seelischen Gefängnis zu befreien.

    Die Hauptfigur ist gut und mit Tiefe gezeichnet, die übrigen Figuren bleiben dagegen eher blass. Der Spannungsbogen ist nicht durchgängig - und auch nicht sonderlich hoch oder mit nennenswerten Spannungsspitzen gesegnet. Für einen Regionalkrimi kann man das aber noch durchgehen lassen. 

    Das Finale hat mir garnicht gefallen, die Auflösung kommt völlig aus der Luft gegriffen daher. Die Motivation des Täters ist geradezu "an den Haaren herbei gezogen" und hat sich mir überhaupt nicht erschlossen. Das hat demBuch zum Schluss hin nochmals einen deutlichen Schubs nach unten eingebracht...!

    Sehr schade....!


  18. Cover des Buches Gipfel der Lust (ISBN: 9783960872153)
    Erin Buchanan

    Gipfel der Lust

     (33)
    Aktuelle Rezension von: MeiGeu

    Emily übernimmt eine Führungsposition einer Klinikgruppe. Dabei verfällt sie dem Chef der Klinik und entdeckt dabei ihre devote Neigung. Für ihren Chef ist es lediglich Sex, für Emily jedoch sehr viel mehr. Erst eine für Emily brenzlige Situation macht ihm klar, dass er Emily ebenso verfallen ist.

    Die Story an sich ist sehr gut und gut durchdacht. Leider gelingt es der Autorin jedoch nicht, den Charakteren die nötige Tiefe zu geben und die Emotionen zu transportieren. Dadurch bleibt die Geschichte sehr an der Oberfläche und ist durch die zu schnelle Entwicklung der Geschichte etwas abgehackt. Etwas mehr Detailbeschreibungen und ein ausschöpfen des Spannungsbogens hätte der Geschichte sehr gut getan. 

  19. Cover des Buches Mordsmäßig verkatert (ISBN: 9783964432797)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig verkatert

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Greenie_Apple

    Dass Lou Leichen anzuziehen scheint, ist ihr nicht neu. Dass die Leiche sich jedoch auf ihrem Sofa in ihrem Wohnzimmer befindet, schon. Und das Schlimmste ist, dass sie sich so gar nicht daran erinnern kann, wie es dazu kommen konnte, weil sie den Junggesellinnenabschied ihrer Schwester Emily gefeiert hat, der ziemlich feuchtfröhlich war. Da Lou nicht am Tatort bleiben kann, zieht sie zu Rispo, der leider selbst unter Mordverdacht steht. Das macht Lou das Ermitteln natürlich nicht einfacher und so strapaziert sie Joshs Nerven noch mehr als sowieso schon.

    Eine wie gewohnt überdrehte, wunderbar durchgeknallte, herrlich unperfekte und dennoch absolut liebenswerte Louisa Manu, die sich natürlich in die unmöglichsten Situationen begibt und ihren Rispo zur Verzweiflung bringt. Mit dabei sind selbstverständlich auch alle anderen Figuren, die man aus der Reihe kennt, allen voran Lous Schwester Emily und der unkonventionellen Trudi, die Lou an Durchgeknalltheit sogar noch den Rang abläuft und Lou schon fast normal aussehen lässt. Auch dieser fünfte Band besticht durch Wortwitz und die wunderbaren Schlagabtausche zwischen Lou und Josh. Er lässt sich als eigenständige Geschichte lesen, wobei ich die Vorbände schon empfehlen würde, um in die wunderbare Welt der Louisa Manu komplett eintauchen zu können. Die Kapitel flogen wieder nur so an mir vorbei und ich war viel zu schnell durch die Geschichte durch. Wer etwas zum Schmunzeln oder lautem Loslachen sucht und das Leben mal nicht so ernst nehmen möchte, ist mit dieser Lektüre bestens aufgehoben.

  20. Cover des Buches Nichts bleibt je vergessen (ISBN: 9783453355705)
    Claudia Vilshöfer

    Nichts bleibt je vergessen

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Antje_Melanie_Schneider

    Dein Mann will Benzin holen und kommt nicht wieder..

    Sarah und ihr frisch angetrauter Gatte Mark befinden sich in den Flitterwochen in Italien. Was so romantisch anfing, endet in einem Albtraum. Als mitten in einer Einöde der Tank leer ist, macht Mark sich mit einem Kanister auf den Weg, um Benzin zu holen. Es vergehen Minuten. Es vergehen Stunden. Doch Mark kommt nicht wieder…

    Spannender Anfang – doch das war es dann auch schon

    Ich muss sagen, dass die Grundidee mir super gefallen hat. Zwei Ängste wurden hier gleich zu Beginn gebündelt. Erstens: mitten in der Pampa mit dem Auto abzusaufen. Und zweitens: auf die Rückkehr des Mannes zu warten, der nicht wiederkommt. Das hatte Potential! Und am Anfang habe ich auch richtig mitgefiebert, doch dann verging plötzlich die Zeit so schnell – und damit meine ich nicht meine Lesezeit, sondern die Zeit im Buch. Auf einmal war ein Tag vergangen, dann mehrere Wochen, dann Monate und schließlich plötzlich ein Jahr! Nanu? Warum das denn? Und nach einem Jahr kehrt die Protagonistin Sarah dann zurück nach Italien und nimmt die Suche nach ihrem Mann auf. Zuvor hatte sie zwar auch mit den Carabinieri (der italienischen Gendarmerie) gesprochen, doch dann war einfach ein Jahr lang Pause. Das hat bei mir tatsächlich für Unmut gesorgt, denn ich verstand nicht, warum Sarah nicht sofort aktiv wurde und stattdessen ein Jahr lang wartete um sich auf die Suche zu begeben..

    Sowohl die Geschichte also auch der Schreibstill waren passiv..

    Die gesamte Erzählweise war sehr passiv. Es wurde von seltsamen Geschehnissen, die sich zugetragen haben, in der Vergangenheit gesprochen. Alles war schon passiert und (fast) nichts passierte tatsächlich im Hier und Jetzt, sodass man mit der Protagonistin hätte mitfiebern können. Dialoge, die interessant und aufregend hätten sein können, wurden einfach nur in der indirekten Rede wiedergegeben. Dadurch hatte ich oft das Gefühl, als wäre ich nicht richtig im Geschehen – alles wirkte so distanziert. Selbst der pragmatische, sachliche Schreibstil trug dazu bei, dass ich das Gefühl bekam, als würde ich ein Sachbuch in den Händen halten. Ich bin ein starker Emotionsmensch, deswegen möchte ich beim Lesen die Gefühle – die Hoffnung und die Ängste – des Protagonisten spüren können. Doch durch solch objektiv wirkende Aussagen, wie »Barbara, in deren Blick jetzt der Wahnsinn loderte, lächelte ebenso kalt zurück« wurde einfach alles abgemildert. Das fand ich sehr schade.

    Lediglich der gelegentliche Perspektivenwechsel zu Mark (nach etwa der Hälfte des Buchs) war interessant. Dadurch hat man das Gefühl bekommen, dass seine Vergangenheit nicht rein ist (so wie der Buchtitel ja vermuten lässt). Das hat für etwas Neugierde gesorgt.

    Auch das Ende des Thrillers war enttäuschend

    Leider hat mich auch nicht das Ende überzeugt. Ich liebe spannende Thriller mit einem überraschendem Ende, doch hier war davon nichts zu sehen. Es wurde noch einiges erklärt, Motive und Handlungen wurden entschlüsselt und das war es dann aber auch schon. Die letzten Seiten waren für mich quälend. So sehr habe ich darauf gehofft, dass noch etwas Unerwartetes passiert – doch Fehlanzeige.

    Aus diesem Grund kann ich das Buch leider nicht empfehlen.


  21. Cover des Buches Galgenhügel (ISBN: 9783741300790)
    Tom Finnek

    Galgenhügel

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Die Schauspielerin Ellen Gerwing wird, nachdem sie ein Jahr zuvor als eine der wenigen einen Flugzeugabsturz in der Karibik überlebt hatte, erhängt auf dem Galgenhügel irgendwo im Münsterland gefunden. Alles deutet auf Selbstmord der traumatisierten Frau hin, doch Kommissar Heinrich Tenbrink glaubt nicht daran! Mit der ihm eigenen Sturheit hält er an seiner Mordtheorie fest, auch gegen die Anordnungen seiner Vorgesetzten, die den Fall am liebsten zu den Akten gelegt hätten. Tenbrink aber ermittelt unbeirrt weiter, wobei ihm sein zunehmender Gedächtnisverlust, dessen Ursachen er nicht nachgehen möchte, zunehmend zu schaffen macht. Schnell findet er, fast widerwillig unterstützt von seinem Kollegen Maik Bertram, heraus, dass die Ursache für die Geschehnisse, die in Ellens Tod kulminierten, in einer unseligen Silvesternacht 16 Jahre zuvor zu suchen ist, nach der Ellens Zwillingsschwester Eva durch einen vermeintlichen tragischen Unfall den Tod fand. Alle damals Beteiligten scheinen etwas zu verbergen zu haben, wie Tenbrink bald herausfindet. Nach vielen falschen Fährten und gefährlichen Alleingängen gelingt es ihm schließlich, den Fall aufzuklären, wobei er sich selbst in höchste Lebensgefahr bringt.

    Mit der Figur des aus dem Münsterland gebürtigen Kommissars Heinrich Tenbrink hat Tom Finnek einen höchst eigenwilligen Ermittler geschaffen, der sich selbst als Münsteraner Spürhund bezeichnet. Damit trifft er ins Schwarze, denn genau das ist er. Er lässt sich von seinem einmal gefassten Verdacht nicht abbringen, verfolgt ihn ohne Rücksicht auf seine eigene Karriere und entgegen aller Wahrscheinlichkeiten, immer auf seine Intuition vertrauend. Dieser Tenbrink ist gewiss ein Sympathieträger, obwohl man nicht immer auf seiner Seite sein kann, - zu sehr scheint er sich zu verrennen, zu gerne eckt er an. Der Leser verfolgt dabei mit wachsender Sorge die Verschlechterung seines Gesundheitszustands: zuerst waren es nur Namen, mit denen er seine Schwierigkeiten hatte, bald aber sind es auch Gesichter, die er nicht einzuordnen weiß, und schließlich fehlen ihm ganze Passagen in seinem Leben. Wie, fragt man sich, kann dieser angeschlagene, sich verlierende Kommissar weitere Fälle lösen, die uns der Autor versprochen hat?

    Eine Antwort darauf gibt der erste Band mit Tenbrink als Protagonisten freilich nicht! Dafür beschert er uns einen von der ersten bis zur letzten Seite ungemein spannenden und äußerst verwirrenden Fall, in dem nichts so ist, wie es scheinen mag, in dem der Leser auf falsche Spuren gelockt und immer wieder mit neuen Puzzlestücken versorgt wird, die aber lange nirgendwo hineinzupassen scheinen.

    Was für den Fall gilt, mit dem wir hier konfrontiert sind und mit dem es der verwirrte Kommissar zu tun hat, gilt auch für die unterschiedlichen Charaktere, die einer nach dem anderen auftauchen und noch mehr Fragezeichen im Gefolge haben. Auch sie kann man nicht recht einordnen, stellen sich doch beinahe alle als ganz anders heraus, als zu vermuten war. Es sind vielschichtige Charaktere, die Tom Finnek in seinem Krimi zum Leben erweckt, stellt man bald fest, nachdem man zu Anfang hätte meinen können, sie gleich in Schubladen ablegen zu können. Stattdessen zeigt sich im Laufe der Handlung, dass jeder von ihnen für allerlei Überraschungen gut ist, die verblüffen und sie in einem ganz neuen Licht sehen lassen.

    Nicht zuletzt reizvoll ist auch der Schauplatz des Romans, das Münsterland, mit dem nicht nur Kommissar Tenbrink verwachsen ist. Die meisten der Protagonisten passen hierher, sind typische Vertreter ihrer Heimat, mit der sie eine wunderbare, authentische Einheit bilden.

    Ja, alles passt zueinander in diesem über lange Strecken ruhigen und unaufgeregten, doch immer spannenden Kriminalroman, der dann zum Ende hin unerwartet tüchtig an Fahrt aufnimmt. Und all das macht "Galgenhügel" zu dem hervorragenden Auftakt einer vielversprechenden neuen Krimireihe, dem ich eine unbedingte Leseempfehlung mitgeben möchte

  22. Cover des Buches Machtverfall (ISBN: 9783844543636)
    Robin Alexander

    Machtverfall

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    „Machtverfall – HB“ ist ein Report aus der Feder des Autors Robin Alexander. 

     

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, es wurde vom Autor selbst vorgelesen. 

     

    Ich verlange von solchen Büchern, dass sie neutral, realistisch, linear und fundiert geschrieben werden. Vor allen Dingen sollten sie neutral gegenüber den Personen in dem Buch sein. 

     

    Von meinen Erwartungen wurde hier nichts, aber absolut nichts eingehalten. Es kam mir eher vor, wie ein schlechter möchte-gern Roman. 

     

    Am Anfang wurde der Punkt „linear“ schon über den Haufen geworfen. Da ging es von mitten in der Corona Pandemie, zu den Anfängen der Flüchtlingskriese, über die Wirtschaftskriese zu den Anfängen der Corona Pandemie und wieder zurück. Zeitweise wusste ich nicht, in welchem Jahr ich mich gerade befand. Für ein Hörbuch ganz schwer mitzukommen. 

     

    Den Punkt „realistisch“ kann man hier auch absolut abhaken. Oder hat der Autor Robin Alexander vielleicht eine Glaskugel, die ihm sagt, was zum Beispiel, zwischen Frau Merkel und Frau Kramp-Karrenbauer bei einem Vier-Augen-Gespräch gesagt wurde. Das Buch sprüht nur so von Gesprächen, Gedanken und Überlegungen, die wohl jeder Politiker gerne einem Autor auf die Nase binden würde ( Ironie off ). Es kam mir einfach nur hineininterpretiert und ausgedacht vor. Bis hin zu dem Brief, der im Kanzleramt rund ging, von dem die kleinen Beamten und vor allen Dingen die Bürger nichts wissen sollten. Aha, da wurde es interessant. Mich interessierte dann, was darin stand und wie der Autor an den Inhalt des Briefes gekommen sein könnte. Nein, der Autor tat das dann ab, dass auch der Autor nicht weiß, was darin stand. Boah, mega! Er weiß nicht, was darin stand? Hat die Glaskugel ihren Dienst versagt? Und warum muss man das dann erwähnen? Es gibt mit Sicherheit hunderte verschlossener Briefe, die nur für den Adressaten bestimmt sind und nicht für andere. Man bedenke seine eigene Post, ist ja auch nicht für den Nachbarn. Also, warum muss man das extra erwähnen?

     

    Den Punkt „neutral“ gibt es erst gar nicht. Das Hörbuch geht 13 Stunden und 15 Minuten. Nach einer Stunde war mir schon klar, aus welchem politischen Lager der Autor kommen muss. Wenn man aus dem politischen Gegenlager kommt, kann man einfach keinen neutralen Report schreiben. So zeigt es sich auch hier, das kann man als neutraler Leser nicht von der Hand weisen. Ich muss dann auch sagen, als die Lobhuddelei auf eine gewisse Partei angefangen hat, habe ich das Hörbuch abgebrochen. 

     

    Zusammen mit den angeblichen Gesprächen und Gedanken wirkt das Buch einfach wie ein schlechter Roman, in dem man das Ur-Böse und seine Machenschaften darstellen will. Es wird ohne Hintergründe zu erwähnen drauf gehauen, was die Tasten hergeben. Das Printbuch müsste eigentlich doppelt so viele Seiten, wie der Text haben, um die ganzen Quellenangaben anzugeben, wo der Herr Autor das alles herhat was er zu Buche bringt. 

     

    So hat er es zum Beispiel nicht einmal nötig, einer Ärztin, die angeblich etwas sehr wichtiges herausgefunden hat, einen Namen zu geben, damit der geneigte Leser dies einmal nachprüfen könnte. Nein, die Dame bleibt anonym. Könnte man also auch einfach mal so erwähnt haben, weil es super in den Text passte. Ob es stimmt? Entweder blind glauben oder sich durch hunderte Seiten im Internet suchen. 

     

    Beispiel seiner Effekthascherei in dem Buch sind folgende Punkte. Er schiebt alles was schlecht an der Pandemie Regelung war, Frau Merkel, Frau Kramp-Karrenbauer, Herrn Laschet und/oder Herrn Söder in die Schuhe. Alles Schlechte ist auf ihrem Mist gewachsen. Wenn ich allerdings zurück denke, wurden die meisten Entscheidungen von allen Länderchefs getroffen. Und nicht nur von seinen drei liebsten Bösewichten. Frau Kramp-Karrenbauer spielt in seinem Buch ja keine große Rolle, daher nehme ich sie da mal raus. Dazu genommen, wenn man den Ausführungen des Autors einmal genau zugehört hat, sind eigentlich alle negativen Entscheidungen vom RKI und der WHO getroffen worden. Die Politiker haben sich auf ihre Berater verlassen und deren Entscheidungen weiter getragen. Was eigentlich auch ganz klar ist. Wenn mir ein Chef des Robert Koch Institutes und jemand aus der Welt Gesundheits-Organisation etwas sagt, dann halte ich mich daran und treffe keine eigenen Entscheidungen. Da ich mit der Materie wenig Ahnung habe, höre ich auf Experten. Warum also, tritt der Autor ständig auf den Entscheidungen der Politiker herum?

     

    Jetzt könnte man dagegen stellen, das Buch geht ja auch nur um die drei/vier Personen und ihre schlechten Entscheidungen, sowie der Streit in der Partei. Aber warum also kommt dann gegen Ende dieser Lobgesang auf die Partei der Grünen und ihre Vorsitzenden? Neutral geht wirklich anders.   

     

    Kurz und gut, ich finde das Buch einfach unmöglich. Viel zu viel aus der Nase des Autors heraus gezogen, zu sehr auf die eigene politische Meinung geschrieben, durcheinander, stümperhaft, effektheischend und bösartig in eine Richtung. Wie schon erwähnt, ich mag solche Bücher, jedoch müssen sie neutral und fundiert geschrieben sein. Wenn es ginge, würde ich hier noch Punkte abziehen, was leider nicht geht und ich auch noch einen Stern vergeben muss.

     

  23. Cover des Buches Die Seziererin (ISBN: 9783733784966)
    Annika Sylvia Weber

    Die Seziererin

     (25)
    Aktuelle Rezension von: BellasLife

    Meinung

    Christian ist der beliebteste Junge auf der gesamten Schule. Zumindest für unsere Unbekannte. Sie dagegen ist die Unscheinbare – mit selbstgestrickten Wollsocken und viel zu großen Pullovern mit langen Ärmel. Selbst im heißtesten Sommer trägt sie diese Pullover. Von ihren Mitschülern wird sie so manches Mal gern gemobbt. Nur Christian hält sich dabei zurück. “Warum? Ob er mich liebt?”

    Unsere Unbekannte hatte mein ganzes Mitleid. Es ist wirklich nicht einfach das graue Mäuschen zu sein. Ob sie sich jemals ändern wird?

    Danach schwenkt das Buch in die Gegenwart.

    Christian hat mittlerweile eine eigene Film-Firma. Einige Freunde aus der Schulzeit arbeiten mit ihm zusammen.

    Eines Tages kommt unsere Unbekannte ins Büro und bewirbt sich. Das wäre der ideale Job für sie um noch näher an Christian dran zu sein. Und Christian stellt sie auch ein, ohne zu ahnen was da noch so auf ihn zukommt.

    Das Buch “lag” bei mir leider desöfteren an der Seite. Da hab ich spannendere. ABER. Je weiter die Geschichte fortschritt um so mehr hat A. S. Weber mit gefesselt. Am spannendsten ist dann das Ende mit der Auflösung, wer nun der/die Mörder/in ist. Ich habe mich dabei doch des öfteren vertan und falsch getippt.

    Alles in allem war das Buch für mich okay, leider aber nicht so der Reißer.

    Das Cover gefällt mir aber ganz gut. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

     

    Bewertung

    Da mich persönlich das Buch nicht ganz so mitgerissen hat und doch desöfteren auf der Seite lag, kann ich leider nur

    ★★★
    3/5

    vergeben

  24. Cover des Buches Sitzen vier Polen im Auto (ISBN: 9783548283746)
    Alexandra Tobor

    Sitzen vier Polen im Auto

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Nini61
    Alexandra wächst in Polen Anfang der 80er Jahre auf. Durch Zufall findet sie im Keller der Großmutter einen alten QUELLE-Katalog. Total fasziniert sieht sie sich die Bilder an, von Frauen in unglaublichen Kleidern, Männern und Kindern, die Sachen tragen, die sie noch nie gesehen hat und Spielsachen in unvorstellbarem Ausmaß und Farben. Seit diesem Tag will sie auch „rausfahren“. Der Insider-Begriff für das Auswandern in die gelobte BRD, wo angeblich die Straßen mit weißer Schokolade gepflastert sind und es alles gibt, was man sich nur wünscht. Nachdem ihr Onkel schon seit 2 Jahren drüben ist, beschließen die Eltern von Alexandra, ebenfalls mit ihrem Fiat Polska den Schritt zu wagen. Eine Odyssee über Durchgangslager und Behördengänge beginnt. Aus der Sicht von einem 8-10 Jährigen Mädchen erlebt man hier die Schwierigkeiten und die teilweise unfreiwillige Komik des Aussiedlerdaseins. Auch die Ablehnung der BRD Bürger wird angesprochen. Alexandra Tobor beschreibt die Zeit bis zur Kommunion des kleinen polnischen Mädchens, das Buch ist durchweg schön zu lesen und man sieht die Probleme der Aussiedler mit einem lachenden und weinenden Auge…

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