Bücher mit dem Tag "notlügen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "notlügen" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Unverblümt im Sommerwind (ISBN: 9783453423718)
    Simone Veenstra

    Unverblümt im Sommerwind

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Bridget_Lionhill

    Mir gefiel das Cover auf Anhieb. Es war auch der Grund für meine Kaufentscheidung. Passte perfekt zu dem bevorstehenden Urlaub. Der Klappentext riss mich nicht so vom Hocker. ABER... es war dann doch mein Lese Highlight. Die Geschichte braucht etwas, bis sie richtig ins Rollen kommt und begeistert dann durch geschichtliche Rückblicke, die aber nur am Rande ausschmücken und daher den flockigen Schreibstil nicht bremsen. Außerdem durch Vergleiche und Anschauungen aus der Farblehre sowie einem Hauch Kunstgeschichte.
    Hört sich trocken an? Nicht wenn man dann die Charaktere der Geschichte dazu mischt, die von zerstreut, witzig, anders, liebenswert, tollpatschig.... bis sonstige sympathische Eigenschaften reichen. Ich habe sie alle liebgewonnen.

    Klare Leseempfehlung

  2. Cover des Buches Can You Keep a Secret? (ISBN: 0440241901)
    Sophie Kinsella

    Can You Keep a Secret?

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Leser44

    „Can you keep a secret?“ ist das erste Buch, dass ich von Sophie Kinsella gelesen habe. Und sofort bin ich Fan geworden!


    Das Buchcover ist ein typisches „Kinsella" Cover: schön bunt gestaltet und definitiv auffallend! Man weiß sofort, dass es ein „Gute Laune"-Roman ist. Die Inhaltsangabe ist clever gewählt, denn sie bringt den Leser sofort zum schmunzeln.


    Kinsellas Schreibstil ist humorvoll und sehr angenehm zu lesen. Immer mal wieder stößt man auf kleine witzige Wortspiele! Man liest diesen Roman mit Freude und ist sogar enttäuscht, wenn man überrascht merkt, dass man schon am Ende ist.


    Die Hauptfigur Emma war mir sehr sympathisch. Sie hat viele Macken und gerät oft in peinliche Situationen. Somit ist Emma gewiss nicht die typische makellos perfekte Romanheldin, doch gerade das macht sie sehr menschlich! Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe in jeder Hinsicht mit ihr mitgefühlt. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Emma und Jack zu beobachten war sehr amüsant. Jack ist so ziemlich der typische Romanheld jeder Liebesgeschichte.


    Fazit: „Can you keep a secret?“ ist zu einem meiner Lieblingsbücher geworden. Es ist definitiv das humorvollste Buch, das ich seit langem gelesen habe!



  3. Cover des Buches Simons Kleine Lügen - Pudding in Not (ISBN: 9783958541214)
    Joe Berger

    Simons Kleine Lügen - Pudding in Not

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    »Die Höhle ist ein perfekter Ort, um den unzähligen Belastungen eines modernen Neunjährigen zu entfliehen.«


    Wahrheit ist etwas Kompliziertes. Wenn man sie erklärt, wird alles noch komplizierter, denn da hängen auch noch andere Dinge dran, die dann auch auf den Tisch kommen. Vielleicht steht man mit der Wahrheit als Idiot da oder als Tölpel – und es kann sein, dass man sich den Mist als Anekdote die nächsten Jahre immer wieder anhören muss. Und überhaupt, was ist denn Wahrheit? Opa behauptet, er könne zaubern – stimmt doch gar nicht, sieht nur auf den ersten Blick so aus, er trickst doch. Oder, was Papa mit seiner Uhr macht – zaubern? Bekommen die eine Strafe, wenn sie lügen? Nee, die bekommen dafür ahhhs und ohhhs.


    »…die Wahrheit ist kompliziert. Kompliziert wie … ein Elefant. Schwer, runzlig, besorgniserregend.«


    Die Familie von Simon hätte gern ein paar Antworten: Wie kommt ein Tischtennisball in der Erdnussbutter? Wieso existiert vom Porzellanhund nur noch ein Ohr – wo ist der Rest? Wie kommen die Kartoffeln in die Waschmaschine? Keine Ahnung, sagt Simon. Denn der sitzt am liebsten in seiner Höhle, die er sich in seinem Zimmer gebaut hat. Zutritt hat nur sein bester Freund Karli und klar, Katze Pudding. In der Schule  bekommt er Ärger mit Fincher, dem Klassentyrann, dem mit dem Killerblick und er hat tierischen Ärger mit Finschers Höllenhund Fleischer. Das alles hat mit der Wahrheit zu tun und Cheeseburgern. 


    Simon hatte seiner Mutter versprochen nicht mehr zu lügen. Einfacher gesagt, als getan. Ein Comic, eine Graphic Novel, für Neunjährige und ihre Problemzonen. Eine Menge Slapstick steckt in dieser Geschichte, die teils urkomisch ist und andererseits sich auch mit Dingen des Alltags beschäftigt. Langweilige Brotdosen mit Vollkornbrot und Apfel ... Klassentyrannen, Mobbing, protzend wilde Geschichten erzählen … 


    Rundum fand ich den Comic gut. Neben lustigen Situationen werden typische Alltagssituationen angerissen und am Ende gesteht Simon seine Missetaten. Sehr lustig auch zu erfahren, wie Katze Pudding ins Haus kam und wie sie ihren Namen erhielt. Was mir etwas merkwürdig erschien, war, dass die Personen in dem Buch völlig elektronikfrei waren. Nirgendwo ein Handy, Tablett – gut, Papa spielt E-Gitarre – aber in der Höhle von Simon ein TV? Das alles schien mir etwas retro. Genau das fällt den Kindern sofort auf: Wieso hat der in der Höhle einen Fernseher? Kompliziert, warum nimmt der nicht ein Tablett mit rein? Ansonsten trifft es die Welt des Neunjährigen. Ein Comic mit großer Schrift, interessant für lesefaule Kinder. Aber nicht nur für die. Die Grafiken sind ausdrucksstark und witzig, kindgerecht. Wer ein Fan von »Gregs Tagebuch« ist, dem wird dieses Buch auch gefallen, denn es ist in ähnlichem Stil gehalten.


    Joe Berger absolvierte ein Studienkolleg an der Bower Ashton in Bristol. Danach arbeitete er in London als Illustrator für internationale Magazine und Zeitungen, gestaltete Buchcover, drehte animierte Kurzfilme und Werbung und zeichnet seit 2003 mit einem Kollegen den wöchentlichen Comicstrip in The Guardian. Inzwischen lebt er mit seiner Familie wieder in Bristol und illustriert und schreibt Comicromane.


  4. Cover des Buches Die Bibel & ich (ISBN: 9783548609393)
    A. J. Jacobs

    Die Bibel & ich

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was passiert, wenn man sich ein Jahr wörtlich an die Vorschriften der Bibel hält? Das beschreibt A. J. Jacobs in diesem Buch. Auch wenn er sich nicht an alle Vorschriften zugleich hält, so stellt sich dieses Unterfangen als ganz schön schwierig und teils auch unsinnig heraus. Denn der Autor interpretiert die Regeln so, wie sie wörtlich in der Bibel stehen. Ohne Kontext und ohne Adaption an die heutige Zeit. 


    So kommen von Kreationisten bis hin zu den Red Letter Christians auch verschiedene Gruppierungen zu Wort: Dadurch dass Jacobs sich aber für die wörtliche Auslegung der Bibel entscheidet, sind es zumeist hochpolarisierte, evangelikale Gruppen, die zu Wort kommen. Der "gläubige Mainstream" erhält in diesem Buch keine Aufmerksamkeit. Und Jacobs probiert tatsächlich auch jede noch so schräge Regel aus.


    Letztendlich war das Buch vermutlich eine tiefe Erfahrung für den Autor selbst, der zwar nicht zum Glauben aber zu einigen Ritualen gefunden hat. Für den*die Leser*in ist das Buch stellenweise aber nur amüsant. Einen tieferen Sinn dahinter kann ich für mich selbst nicht entdecken, außer: Wenn die Bibel wörtlich ausgelegt wird, wird sie in unserer Zeit unsinnig. UND: Keiner hält sich an die gesamt Bibel, sondern es wird immer eine Auswahl getroffen, an die man sich hält. Ob man dadurch zu Gott finden kann, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

  5. Cover des Buches Zuckerguss (ISBN: 9783548284149)
    Anica Schriever

    Zuckerguss

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Zisa

    Miriam ist Ende zwanzig und steckt fest: Das Studium findet kein Ende, ein Freund ist nicht in Sicht und das WG-Leben mit einem Schwerenöter zwar unterhaltsam, aber auch nicht wirklich zukunftsträchtig. Da ist das Letzte, was sie jetzt noch brauchen kann, der 55. Geburtstag ihrer Mutter, bei dem sie mit Anhang erwartet wird. Miriam schnappt sich kurzerhand einen wildfremden Typen von der Straße und ahnt nicht, dass das ziemliche Auswirkungen auf ihr liebesbedürftiges Herz haben könnte.


    Was mich als aller erstes an dem Buch angesprochen hat, war ohne Zweifel das zuckersüße Cover. Der knuffige Hamster und der rosa Hintergrund ist einfach ein (Mädchen)-Traum. Die Inhaltsbeschreibung hat dann den Rest getan und es war um mich geschehen.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und so ist man schnell im Geschehen. Zum Inhalt braucht man nicht viel sagen. Hierbei handelt es sich um eine lockerleichte, romantische Frauengeschichte für Zwischendurch. Natürlich kann man sich vorstellen, wie das Buch endet. Doch der Charme des fremden Mannes hat nicht nur Auswirkungen auf die Protagonistin, sondern bringt auch das Herz der Leserin ziemlich in Wallungen. Und das ist auch der Grund, warum die Story überzeugt. Das trotz vorhersehbarer Geschichte bei dem Leser oder der Leserin noch Gefühle geweckt werden können.

    Wer gerne Chick-Lit Romane liest, wird von diesem Buch begeistert sein.

  6. Cover des Buches Die Würde des Lügens (ISBN: 9783899036282)
    Joachim Zelter

    Die Würde des Lügens

     (6)
    Aktuelle Rezension von: parden
    DIE WAHRHEIT IST DIE ERFINDUNG EINES LÜGNERS...

    Weil die Wahrheit seine Großmutter immer nur unglücklich macht, rückt der junge Enkel sie so zurecht, dass sie den standesdünkelnden Größenphantasien der alten Dame entspricht. Er lügt, dass sich die Balken biegen, erzählt absurde, nicht selten urkomische Geschichten und rückt seine Talente ins rechte Licht. Dafür hat er immerhin den Segen der heiligen Schrift: Denn dort steht nicht "Du sollt nicht lügen" , sondern "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten". Und das tut er ja nicht!
    Schließlich redet er falsch Zeugnis für seinen Nächsten und ein bisschen auch für sich selbst.


    „Du sollst nicht lügen. Jahre später ließ ich einen Freund nach diesem Gebot in der Bibel fahnden. Er fand es nirgends. Er fand nur den Satz: Du sollst nicht falsch Zeugnis sprechen wider deinen Nächsten. Ich war beruhigt. Es hieß nicht: Du sollst nicht falsch Zeugnis sprechen für deinen Nächsten. Und es hieß auch nicht: Du sollst nicht falsch Zeugnis sprechen für dich selbst …“


    Anspruchslos ist diese Großmutter mit den englischen Floskeln auf den Lippen wahrlich nicht, und hart ihre Lebensschule. Wichtigste Lektion: Erweise Dich Deiner Herkunft als würdig, indem Du sie mit der geborenen und gebotenen Autorität betonst! Wenn man aber noch nicht zur Schule geht und versucht, beim Krämer diese Autorität durch Betonung des adligen Namens 'von und zu Witzleben' zu erreichen, nun, so ist dies schier zum Scheitern verurteilt.
    Damit die Großmutter von ihm nicht ähnlich enttäuscht ist wie von der übrigen Verwandtschaft, biegt der Enkel die Wahrheit beim Rapport ein wenig zurecht. Und berichtet von seinem aufsehenerregenden Auftritt beim Krämer. Die Großmutter ist einfach nur begeistert...

    Damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Wer einmal lügt, um die in ihn gesetzten Erwartungen zu umgehen, kommt aus der Chose nicht mehr raus. Vor allem, wenn die Großmutter mit jedem zweiten Satz betont, ihr Leben habe sich erst mit der Geburt des Enkels zum Guten gewendet.
    "Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners", hören wir zu Beginn, und so erfindet der Enkel immer weiter. Was der Enkel rückblendend über sein Leben mit der blaublütigen Großmutter in den 60er- und 70er-Jahren zusammenfabuliert, wird von Lügengeschichte zu Lügengeschichte immer absurder. Die unbedingte Leistungsforderung der Großmutter prallt auf den nicht minder zähen Leistungsverweigerungswillen des Enkels, und beide fachen sie sich gegenseitig an.

    Wunderbar leichtfüßig spielen sich in dem Livemitschnitt von 2008 Dietmar Mues als naiv-listiger Enkel und Ich-Erzähler und Monica Bleibtreu in der Rolle als mürrisch-selbstverliebte Großmutter die Bälle zu. Sie plaudern, fallen sich ins Wort, übertreiben und schummeln - kurzum sie lügen, bis es kracht.

    Der im Jahr 2000 erschienene Roman wurde noch im selben Jahr mit dem Thaddäus-Troll-Preis und der Fördergabe der Internationalen Bodensee-Konferenz ausgezeichnet.

    Für mich genau der Humor, den ich mag, ein kleines Juwel für besondere Tage. Dies habe ich sicher nicht zum letzten Mal gehört.


    © Parden
  7. Cover des Buches Der Hund war's, ich schwör! (ISBN: 9783734820335)
    Gundi Herget

    Der Hund war's, ich schwör!

     (2)
    Aktuelle Rezension von: lex-books
    Manche Bücher lassen sich von Kindern besser begreifen als von Erwachsenen. Denn zugegeben, als das Buch bei uns zu Hause ankam, hat meine kleinmütige, erwachsene Krämerseele mal direkt die harten Fakten überschlagen: 7 Doppelseiten, 70 Wörter, kleines Handtaschenformat, knapp 10 Euro, holla! Misstrauisch war ich auch. Kann ein Bilderbuch mit so wenig Text das fünfjährige Patenkind überhaupt noch vom Hocker reißen? Die Altersempfehlung lautet: 3 – 6 Jahre. Doch die kindliche Auffassungsgabe macht in dieser Zeitspanne rasante Sprünge und die literarischen Ansprüche wachsen synchron mit. Langsam und gemächlich führt der Weg weg von reinen Bilderbüchern hin zu längeren Geschichten. Wenngleich Bilder im Vorschulalter einen hohen Stellenwert behalten, wird der Textanteil – von Mama oder Papa vorgetragen – langsam attraktiver.

    Meine Bedenken wischte das Patenkind jedoch zackig vom Tisch. Und so durfte ich dieses farbenfrohe kleine Buch ein zweites Mal - durch kindliche Augen - erleben. In "der Hund war's, ich schwör" eröffnet sich dem Betrachter eine kuriose Argumentationskette, die sich am Ende auf verblüffende und sehr humorvolle Weise schließt.

    Es beginnt mit der Lehrerin. Die will die Hausaufgaben sehen. Aber die hat das Kind nicht dabei und behauptet: Der Hund war’s. Der hat die Hausaufgaben gefressen. Na klar, der Hund war’s. Die Lehrerin hat vermutlich schon bessere Ausreden gehört und will schon schimpfen, da spricht das Kind weiter. Der Hund hatte nämlich Hunger, weil nichts zu fressen, weil Oma den Hund nicht gefüttert hat, weil Papa kein Hundefutter gekauft hat, weil Mama keinen Einkaufszettel geschrieben hat. So geht es einige Seiten weiter, bis das Ganze mit einem wohlgesetzten Tusch endet, der beim Patenkind einen durchschüttelnden Lachanfall ausgelöst hat. Auch ich musste grinsen. So einfach und doch gar nicht unkomplex, öffnet der Bilderreigen die Augen für die Tücken des Alltags und lässt die Lehrerin am Ende richtig schön dumm aussehen.

    Viel zu entdecken gibt es auf den ersten Blick nicht. Nur wenige Details verstecken sich auf den Seiten. Fesselnd sind sie aber doch. Passend zu jeder neuen Erklärung, die das Kind der Lehrerin vorträgt, treten nämlich die Familienmitglieder in die Bilder, bis sich ein hübsches, chaotisches Grüppchen versammelt hat. In den Gesichtern lässt sich nicht nur wunderbar lesen, auch der Ton des Buches wechselt mit jeder hinzugewonnenen Figur. Dominiert anfangs die griesgrämige Lehrerin in grau-brauner Schreckenstracht das Geschehen und taxiert den kindlichen Betrachter Respekt einflößend, füllen bunt gekleideten Menschen die Seiten nach und nach mit Leben und lassen die Lehrerin in den Hintergrund treten und auch immer mehr verzweifeln. Ach, wer möchte das im richtigen Leben nicht mal selbst erleben? Es macht einfach Spaß.

    Zu Bedenken geben möchte ich aber eines und dies betrifft das Thema Hausaufgaben: Tatsächlich hat sich in den letzten Jahren so einiges verändert, vor allem in den Grundschulen. Der Stellenwert von Hausaufgaben ist hier oftmals nicht mehr der gleiche, wie noch vor einigen Jahren. An einigen Schulen sind sie quasi abgeschafft und gegen bewusste Lernzeiten ersetzt worden. Mein eigener Sohn hatte während der ersten vier Schuljahre nicht ein einziges Mal Hausaufgaben zu Hause machen müssen, sondern diese in kleinerem Umfang innerhalb der Betreuungszeiten der Schule erledigt. Das mag jedoch individuell und regional unterschiedlich sein, könnte die Pointe aber im Zweifelsfalle schmälern.
    In meinem Patenkind hat "Der Hund war's, ich schwör" von Gundi Herget und Meike Haberstock eher zufällig den perfekten Betrachter gefunden. Der große Bruder ist gerade auf die weiterführende Schule gewechselt und wird dort kulturschockartig mit Hausaufgaben überhäuft, weshalb er mit dem kleinen Bruder nicht mehr so viel spielen kann. Was das nun genau mit der Geschichte zu tun hat, sollte man selbst herausfinden, sonst macht es ja keinen Spaß mehr.

    Und weil die olle Tante im Grunde sowieso keine Ahnung von Bilderbüchern hat, zitiere ich das Kind: Cool!
  8. Cover des Buches Die Machtfrage (ISBN: 9783492051514)
    Gabor Steingart

    Die Machtfrage

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Die Machtfrage - Ansichten eines Nichtwählers. Eine Anleitung um unsere Demokratie aus der Erstarrung zu holen. Eine Erstarrung in der sie sich bereits seit Jahren befindet und sollte es so weitergehen wie bisher, auch ihr eigener Totengräber werden wird. Wir leben in keiner Bürger- sondern in einer Parteiendemokratie. Doch die sogenannten Volksparteien SPD, sowie CDU/CSU sind nicht mehr repräsentativ für das Volk, das sie führen sollten. Es finden keine Veränderungen mehr statt, die Demokratie ist erstarrt. " Politik ohne Volk " - drei Worte des Autors die die Misere auf den Punkt bringen. Deutschland hat sich in eine "Demokratie von oben" verwandelt. Von der Lebensrealität der Bürger haben sich unsere " Machthaber " weit entfernt. Sicherlich war unsere Verfassung zum Zeitpunkt in der sie unsere Grundgesetzväter auf den Weg gebracht haben eine richtige und wichtige Entscheidung dem deutschen Volke nach einer gerade vor wenigen Jahren überwundenen Diktatur einen neuen Weg zur Demokratie zu zeigen. Zwar sind die Motive unserer Grundgesetzväter durchaus nachvollziehbar das damalige deutsche Volk von einer direkten Beteiligung nach den gesammelten Erfahrungen unterm Nationalsozialismus auszuschalten , da die Weimarer Demokratie mit ihren Volksentscheiden, der Direktwahl des Präsidenten und der dauernden Möglichkeit des Parlaments sich aufzulösen und den Bürger neu wählen zu lassen den Weg des Nationalsozialismus ebneten. Doch 60 Jahre danach haben sich die Rahmenbedingungen geändert, die Bürger sind lange Volljährig und haben sich weiterentwickelt und somit auch ein bürgerdemokratisches Mitspracherecht. Unsere Verfassung bestärkt unsere Politfuntionäre noch in ihrer Grundhaltung, das Volk möglichst wenig zu beteiligen. Politik ist bei uns Sache der Politiker und der " einfache " Bürger soll nach Möglichkeit die Finger davon lassen. Deutschland ist weltweit die einzige drei Gewalten Demokratie und wird getragen von: 01. Parlament ( gesetzgeberische Gewalt ) 02. Regierung ( ausführende Gewalt ) 03. Justiz / Gerichte ( kontrollierende Gewalt ) Doch keine dieser Gewalten darf und kann vom Volk allein bestimmt werden. Die Regierung bestellt die Gerichte und die Regierung wird vom Parlament berufen. Der deutsche Bundestag wird zur Hälfte von den Parteien über die sogenannten Listenplätze der Parteien bestetzt, also ohne Legitimation der Wähler ( Volk ) über das Direktmandat. Bei den Listenvertretern der Parteien handelt es sich in der Regel um Personen die beim Volk mit Pauken und Trompeten durchgefallen sind. Sie gelangen also nur durch ein Hintertürchen in den Bundestag und nicht durch den Haupteingang und nennen sich dann auch noch Volksvertreter. Für mich ein irreführender und falscher Begriff. Zitat : " In Deutschland sind die Parteien die Götter. Wer nach oben will, muss durch sie hindurch. Das Volk spielt eine Rolle, aber nicht die entscheidende... " . Da die Parteien und durchaus nicht nur die Großen das Sagen haben, ist es durchaus nicht weit hergeholt Deutschland als demokratischen Feudalismus zu bezeichnen. Die fehlende Durchschaubarkeit von Prozessen und Personen ist das einzig durchgängige Prinzip der deutschen Demokratie. Nicht das Volk wählt unsere " sogenannten " Volksvertreter, den Bundeskanzler, die Minister etc. , nein diese werden ohne ausreichende Legitimation der Bürger durch ihre Parteigremien in die entsprechenden Funktionen katapultiert. Gut, eine gewisse Ausnahme bildet die Wahl des Bundespräsidenten , welcher durch eine tausendköpfige Bundesversammlung ( Spitzensportler, Schauspieler , Pfarrer und Gewerkschaftsfunktionäe ) gewählt wird, also einer im gewissen Sinne kleinen Gruppe von wahren Volksvertretern. Doch warum wird der Präsident nicht in einer direkten Wahl vom gesamten Volk gewählt ? Eine Volkswahl ist bisher per Verfassung ausgeschlossen. In unserem derzeitigen System wird das Spitzenpersonal also von den Parteien und nicht vom Wähler bestimmt. Ein Konsument besitzt heute mehr Rechte als der Wähler. Ein neues Auto können wir ablehnen, wenn es in der falschen Farbe ausgeliefert wird, in der Politik aber gilt Friss oder stirb. Demokratie erneuern - heisst auch von seinem demokratischen Recht des " Nichtwählens " Gebrauch zu machen, damit die Parteien endlich aufwachen und eine massenhafte Wahlenthaltung als Angebot zum Gespräch nutzen und nicht als aggressiven Akt ansehen. Ein Nichtwähler ist kein Gegner der Demokratie, wie uns so gerne suggeriert wird, er hat nur erkannt, dass es so nicht weiter gehen kann. Also eine durchaus legitime und demokratische Möglichkeit Druck auf das Parteiensystem auszuüben um deren Alleinherrschaft beenden zu helfen. Fazit: Mir hat das vorliegende Buch von Gabor Steingart in gewisser Weise gezeigt politische Vorgänge in unserem Lande besser zu verstehen und darüber nachzudenken welche Möglichkeiten wir als " kleiner " Bürger haben an den bestehenden Verhältnissen etwas zum positiven verändern zu können. Ein auch, besonders für Laien und bisher politisch uninteressierten Lesern sehr zu empfehlendes Buch. Also kaufen, lesen, nachdenken und nach bestem Wissen und Gewissen handeln !!!!
  9. Cover des Buches Ella (ISBN: 9783855357949)
    Daniel Wichmann

    Ella

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Anastasia7
    Daniel und Lina sind beide Anfang 30 und wissen noch nicht so genau, wo ihr Lebensweg sie hinführt. Außerdem scheint die Beziehung der beiden ziemlich eingefahren zu sein. Daniel kommt auf eine ungewöhnliche Lösung für dieses Problem und überrascht Lina mit einem  Welpen – Ella. Der kleine Hund sorgt natürlich erst einmal für viel Wirbel und stellt das Leben der beiden noch mehr auf den Kopf. Zumal Daniel seit Kindheitstagen eine panische Angst vor Hunden hat. Doch Stück für Stück überwindet Daniel seine Angst vor Hunden und kann sich ein Leben ohne Ella nicht mehr vorstellen. Dieser kleine Hund hat den beiden Hauptdarstellern nach und nach die Augen geöffnet für die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind. Am Ende hatte ich sogar kleine Tränen der Rührung in den Augen.
    Anfangs dauert es etwas bis die Story Fahrt aufnimmt, da der Autor sehr ausführlich die Vorgeschichte und die Gründe für seine Hundepanik beschreibt. An einigen hundetypischen Ausdrucksweisen merkt der Leser jedoch schon, dass Daniel selbst einen Hund hat und sich somit intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt hat.
    Mit seiner lockeren und leichten Schreibweise hat Daniel Wichmann ein nachdenklich stimmendes Buch geschrieben, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so aussieht. Der Autor arbeitet mit Situationskomik, mit derer der Leser sich sehr gut die beschriebenen Szenen vorstellen kann.
    Das Cover scheint genau auf den Inhalt des Buches abgestimmt. Die schwarze Hündin Ella, die eine Pfütze in Herzchenform produziert hat ist sehr witzig und deutet auf jeden Fall auf den Buchinhalt hin.
    Geeignet ist diese anrührende Geschichte auf jeden Fall für alle, die einen Hund haben oder hatten und ebenfalls solche oder ähnliche Erfahrungen mit einem Welpen gemacht haben. Doch auch ohne Hund kann der Leser sich sehr gut in die beschriebenen Situationen hinein fühlen.
    Diese Geschichte ist auch ein Aufruf an alle, sich seinen Ängsten zu stellen. Vielleicht kommt dabei am Ende doch etwas Positives raus – nur Mut!
    Eine sehr schöne, wahre Geschichte und super erzählt. Es war mir ein Vergnügen, sie zu lesen.
  10. Cover des Buches Bossman (ISBN: 9783844528503)
    Vi Keeland

    Bossman

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Emkeyseven

    Die Geschichte beginnt mit einem katastrophalen Date, das plötzlich ziemlich unterhaltsam wird, als ein Fremder sich dazusetzt und behauptet, ein alter Freund von Reese zu sein. Der Abend ist gerettet und auch danach geht Chase ihr nicht mehr aus dem Kopf. Als sie sich wiedersehen, geht ihr Spiel weiter und Reese kann der Anziehung nicht widerstehen. Doch als sie endlich einen wunderbaren Job findet und ihr neuer Boss kein geringerer ist als Chase, steht für sie fest, dass niemals mehr aus ihren Gefühlen werden darf.


    Denn Reese hat sich da schon mal die Finger verbrannt und möchte Arbeit und Privates lieber voneinander trennen. Vor allem der Boss ist ein absolutes Tabu für sie. Chase muss auch ständig an seine neue Mitarbeiterin denken und fühlt sich mit ihr so gut wie lange nicht mehr, darum ist er auch nicht bereit, sie so schnell aufzugeben.


    Die beiden sind aber einfach ein tolles Paar. Durch ihre kreativen Lügengeschichten und dem damit verbundenen Humor waren sie mir sofort sympathisch. Ihre Gefühle füreinander sowie auch die Hürden, die sich ihrer Beziehung stellen, konnte ich sehr gut nachempfinden. Auch die Sprecher haben sehr gut zu ihren Charakteren gepasst und ihnen damit noch mehr Tiefe verliehen.


    Befreundete Leser haben Bücher der Autorin mit Büchern aus ihrer Co-Autorenschaft mit Penelope Ward verglichen und für mich war "Bossman" der erste Roman von Vi Keeland allein. Ich habe ehrlich gesagt keine großen Unterschiede beim Schreibstil oder der Art der Handlung gesehen. Der Humor, die Ausarbeitung der Charaktere, die sexuelle Spannung, das Drama und die Gefühlsachterbahn ... Bisher mag ich die Autorinnen beide sowohl zusammen als auch wenn sie alleine schreiben.


    Fazit

    Die Liebesgeschichte in "Bossman" fand ich unterhaltsam und spannend, aber auch sehr berührend und romantisch. Eine schöne Gefühlsachterbahn, so wie ich es von der Autorin erwartet habe!

  11. Cover des Buches Asa und Gasa 2 (ISBN: 9783038480709)
    Raphael Müller

    Asa und Gasa 2

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Floh
    Die Bücher mit und um die quirligen Zwerge Asa und Gasa haben mich schon eine ganze Weile sehr neugierig gemacht. Vor einiger Zeit habe ich den ersten Band der knuffligen Zwergen-Trilogie kennengelernt und meiner Tochter vorgelesen. Mit „Asa und Gasa 2 Abenteuer im Land der Zwerge“ knüpft der zweite Band nahtlos an der ersten Geschichte an und Tim kann sich sicher sein, dass er das wirklich alles nicht einfach nur geträumt hat. Der junge Autor Raphael Müller weiß und kennt aus eigener Erfahrung, wie Inklusion funktionieren kann, oder eben auch nicht funktioniert. Raphael Müller ist Autist und hat mehrere körperliche Behinderungen. In Asa und Gasa 2 wird das Thema Inklusion, Toleranz, Freundschaft und Hilfe noch sehr viel intensiver integriert und thematisiert als noch in Band 1, und ich finde, dass Raphael seine Botschaften hier wunderbar mit einer traumhaften und fantasievollen Geschichte lebendig und greifbar werden lässt.
    Erschienen im fontis Verlag (https://www.fontis-verlag.com/)

    Inhalt / Die Geschichte:
    „Tim lernt beim Versteckspielen die Zwergenzwillinge Asa und Gasa kennen. Er schließt Freundschaft mit den Keksfabrikanten. Gemeinsam erleben sie spannende Abenteuer in ungewöhnlichen Ländern. Der Handel mit den Zauberkeksen läuft gut. Im Land der Zahlen stoßen sie allerdings an ihre Grenzen, weil sie nicht wissen, wie sie die Sprüche in den Keksen in Mathematik übersetzen sollen. Da lernen sie den Autisten Daniel und dessen Schulbegleitung Tina kennen und staunen über eine völlig andere Art der Wahrnehmung.“

    Handlung / Thema:
    Der zweite Band setzt nahtlos die erste Abenteuergeschichte fort. Es gibt eine kurze Zusammenfassung in Form eines Rückblicks mit wichtigen Informationen zu dem, was bisher geschah. Dann wird es auch schon sehr abenteuerlich und spannend. Wir dürfen in Band 2 mit Asa und Gasa und natürlich mit Tim und Daniel ins Land der Drachen reisen. Und das passierte so:

    Aus einer munteren Laune heraus beschließt Tim, zusammen mit Gasa, dem Zauberkeksfabrikanten, einen Abenteuerurlaub zu machen. Auch Gasa freut sich sofort auf dieses Abenteuer. Doch wie soll das große Menschenkind Tim ins Reich der Zwerge kommen? Hier hilft der patentierte Zaubersand wieder weiter und Tim kann verkleinert in Asa und Gasas Welt schlüpfen um dort das Abenteuer seines Lebens zu erleben. Doch so eine Reise muss gut geplant und organisiert werden. Schließlich würde Tim vermisst, wenn er einfach so fort bliebe und seine Eltern und seine Großerltern kämen um vor Sorge. Also weiht Tim seinen neuen Schulfreund Daniel ein, der ihm zur geplanten Reisezeit ein Alibi geben kann.

    Im Zwergenland angekommen, schließen sich Tim und Gasa einer Reisegruppe an. Mitreisende sind besondere Figuren, wie zum Beispiel der der Elfenmann Herr Xara, oder seine Tochter Lybia, Buchstabenmann Ypsilon (Herrlicher Name!) und Gnom Baxa sowie Reisleiter Pit, der Drachenbändiger.

    Während eines Ausfluges wird Lybia von dem Drachen Draco entführt. Alle Reiseteilnehmer aktivieren ihre individuellen Fähigkeiten um Lybia zu suchen und retten. Während der turbulenten Suchaktion stößt ganz überraschend eine weitere Reisegruppe hinzu. Tim und Gasa staunen nicht schlecht, als sie auf Daniel mit seinem Rollstuhl, seiner Tina und natürlich Asa treffen. Die Überraschung ist groß und die Hilfe wird so unglaublich wertschöpfend.

    Schon bald verblüfft der nichtsprechende Autist Daniel seine Gefährten – er bewahrt völlig die Ruhe und trägt auf seine Weise zur Auflösung und Entspannung der Situation bei. Neue ungewöhnliche Freundschaften werden geschlossen und vertieft. In Buch voll bepackt mit sagenhaften Abenteuern und sensationell wichtigen Botschaften für ein soziales Miteinander!


    Meinung:
    Hier erleben verschiedenste Charakteren einer Gemeinschaft, dass es nur gemeinsam gelingen wird ihre neue aufregende Aufgabe zu lösen. Die erfolgreichen und inzwischen bereits 3 Bände umfassenden Geschichten mit und um die beiden Zwergenzwillinge Asa und Gasa bieten einen wichtigen Beitrag zum Thema Inklusion. Eine fantastische Geschichte, die Jungen und Mädchen und Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Für mich dürften diese tollen Bücher gern zum Schulunterricht gehören. Denn wer kann Inklusion besser beschreiben, als jemand, der tagein tagaus damit umzugehen hat? Dieses talentierte Märchen ist für Jung und Alt, für gesund und behindert gleichermaßen wichtig und erklärend. Spielerisch, fantasievoll und so echt. Die drei Bücher und facettenreichen Abenteuer beinhalten weit mehr als pure Fantasie, da sie Einblick gewähren in die autistische Wahrnehmung und Mut machen für ungewöhnliche Freundschaften und das wirklich jeder Mensch seinen Beitrag zum Leben und zur Gemeinschaft leisten kann. Jede noch so kleine Geste und Hilfestellung kann zu einem großen Wunder werden. Es sind Parabeln auf das gelungene Miteinander und die Inklusion unterschiedlichster Charaktere in der Gesellschaft. Adaptiert in ein modernes Märchen, in eine Fantasiegeschichte, in der ganz normale Menschen und Kinder hineinschlüpfen und an der Seite von Zwergen, Gnomen, Elfen und Drachen eine intelligente Suchaktion starten.

    Raphael Müller zeigt in einer unglaublich gefühlvollen und ehrlichen Weise, dass das Leben trotz einer schwerwiegenden Behinderung einen Sinn und einen Ansporn bietet. Raphael liebt es zu Schreiben und Geschichten zu erfinden. Damit berührt er jedes Leserherz und öffnet Augen und lässt das Herz ganz weit werden… Ihm gelingt es eine Botschaft zu übermitteln. Ein sehr wichtiger Beitrag in ein inkludiertes und soziales Zusammenleben, was funktionieren kann.

    So bunt und vielseitig wie das echte Leben, nur eben auch ganz anders inspiriert. Eine Reise ins Abenteuerland zu ganz wunderbar fantastischen Wesen und Wesenszügen der Figuren und Freunde. Wir bereisen die große weite Welt, wir treffen auf Fabelwesen und Drachen, wir reisen mit Elfen und Gnomen, wir plaudern mit Gasa und feiern eine große Wiedersehensfreude, als wir auf Tina, Daniel und Asa treffen. Neben Tim und Daniel haben wir im ersten Band ja auch schon erfreuliche Bekanntschaft mit Asa und Gasa gemacht. Tim ist ein gesunder Schüler, zu ihm in die Klasse kommt ein neuer Junge, Daniel. Daniel ist Autist, doch Tim und Daniel freunden sich wortlos an. Tim fühlte sich zuvor oft genervt von Daniel, doch jetzt kann er ihn mit seinen besonderen Fähigkeiten und Stärken, die auch seiner Behinderung geschuldet sind, helfen. Es entsteht ein starkes abenteuerliches Band mit vielen Hürden und steinigen Wegen, aber auch helfenden Händen und Mut.

    Meine Tochter (bald 3 Jahre alt) hat die wunderbare Vorlesezeit mit mir sehr genossen, die Illustrationen im Buch wurden gern beschaut, und die kleinen Vignetten verzieren das gesamte Buch anbetreffenden Stellen. Die Geschichten mit und um Asa und Gasa sind wirklich toll, vor allem der Bezug zum realen Leben und alltäglichen Themen, die in einer fantasievollen und verwunschenen Geschichte verwebt werden. Immer wieder entdeckt man auch als erwachsener Leser, dass man seinem Alltag auch gern mal entfliehen sollte. Dieses märchenhafte Buch bietet die entspannende und herzöffnende Möglichkeit dazu. Zudem lernt man einiges auf anderer Augenhöhe erzählt. Sehr wertvoll und sehr nah. Der autistische und rollstuhlfahrende Junge Daniel im Buch könnte die Darstellung Raphael Müllers sein. Hier möchte er sich in diese Welt träumen und platzieren um von sich zu erzählen. Er möchte berichten, wachrütteln, aufklären und mit Vorurteilen und Nichtwissen, sowie Stigmatisierung und Schubladendenken aufräumen. Raphael will sich zeigen, er will, dass SEINE Sicht erkannt und akzeptiert wird, er will gehört werden. Durch Daniel gelingt ihm das auf wunderbarer und ehrlicher Weise ohne mahnenden Fingerzeig, sondern einfach nur ehrlich und „botschaftlich“ in einer Kindergeschichte für Groß und Klein verwoben. Ein offenes Schriftbild, gespickt mit tollen und inhaltsbezogenen Illustrationen fördert den Lesespaß am Buch. Kurze und abschließende Kapitel, die jedoch aufeinander aufbauen. So kann man jederzeit eine Lesepause einlegen und gekonnt wieder mit einem neuen Kapitel von angenehmer Länge anknüpfen. Sehr durchdacht und stimmig.

    Der Autor über sich:
    „Ich wurde vor 15 Jahren in Aichach geboren. Seitdem lebe ich in dieser Kleinstadt zwischen Augsburg und München und gehe jetzt dort aufs Gymnasium, in die 12. Klasse. Eine Ergotherapeutin begleitet mich, da ich aufgrund meines vorgeburtlichen Schlaganfalls im Rollstuhl sitze und Unterstützung benötige. Ich spreche nicht – ich schreibe gestützt auf einem iPad. Ich möchte rasend gerne studieren, mich interessieren ganz viele Themen. Noch bin ich ledig, und wenn ich in ca. 50 Jahren über meine Enkel berichten darf, dann bin ich megaglücklich und es steht fest, dass Gott auch heute noch Wunder tut. Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit Chillosophieren, Lesen und Schreiben.“


    Fazit:
    Eine sehr wunderbare und intensive Fortsetzung, die mir beinahe sogar noch besser gefallen hat als Asa und Gasa 1. Hier zeigt sich ein lobendes Bild gelungener und wertvoller Inklusion. Ein Buch, was Brücken baut und Hände reicht! Ganz fantastisch. Ich bin schon gespannt, was Asa und Gasa und im dritten Teil miterleben und erfahren lassen. 5 begeisternde Sterne. Hoffentlich bereichert dieser besondere utor den Buchmarkt noch mit vielen tollen Geschichten und Titeln für Jung und Alt!
  12. Cover des Buches Ehrlich liebt am längsten (ISBN: 9783570131152)
    Cathy Hopkins

    Ehrlich liebt am längsten

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Liebes-Langohr
    Rezension: Ehrlich liebt am längsten Informationen Titel: Ehrlich liebt am längsten Autor: Cathy Hopkins Verlag: cbj Ausgabe: Flexibler Einband Seiten: 288 Erscheinungsdatum: 06.02.2006 ISBN: 3570131157 Preis: 8,90€ Inhalt: Tolles Doppelband der Bestseller-Reihe -Wahrheit oder Pflicht?- Wahrheit oder Pflicht? Cat und ihre Freundinnen lieben dieses Spiel. Ihre geheimsten Wünsche und Träume geben sie darum trotzdem nicht preis. Wie sollte Cat auch zugeben, was sie sich selbst kaum eingestehen mag: dass sie Herzensbrecher Ollie liebt, ihren Freund Squid dagegen schon lange nicht mehr? Da hilft nur eines: Notlügen und andere Wahrheiten! Wahrheit oder Pflicht? Becca und ihre Freunde lieben dieses Spiel. Und was Becca gesteht, haut alle um: Sie hat sich für ein Popmusik-Casting angemeldet, das im Fernsehen übertragen wird! Runde um Runde arbeitet sich Becca dem Finale entgegen, angefeuert von ihren Freunden. Aber auch ihre Erzrivalin Jade liegt gut im Rennen. Erst das Finale wird zwischen ihnen entscheiden! Meine Meinung: Es war ein sehr nettes Jugend Buch, aber ich denke ich bin aus dem alter raus. Fazit: Es war sehr nett zu lesen. Aber dieses Buch würde ich doch etwas jüngeren Mädels empfehlen. Die so um die 14 Jahre sind.
  13. Cover des Buches Simons Kleine Lügen (ISBN: 9783958541344)
    Joe Berger

    Simons Kleine Lügen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: YaBiaLina

    "Simons kleine Lügen" gehen in die zweite Runde,wobei er ehrlich gesagt,diesmal gar nicht so viel lügen tut,denn das ist die Auflage seiner Mutter,damit er zum Straßenfest darf.Aber das "nicht" lügen ist gar nicht so einfach und fällt Simon unglaublich schwer.

    Für uns Leser ist der Zwiespalt zwischen der Wahrheit sagen und Lügen natürlich sehr amüsant und unterhaltsam.Der Autor hat einen wunderbaren,humorvollen Schreibstil.Wir mussten oft schmunzeln und lachen.Die Textmenge ist relativ wenig,was den Lesefluss enorm gefördert hat,so das wir das Buch an einem Tag ausgelrsen haben.

    Aber auch die Illustrationen sind einfach spitze.Es handelt sich hier um ein Comic Roman,der total vielfältig ist.Keine Seite gleicht der anderen,die Mimiken der Charaktere sind unsagbar witzig und auch Pudding hat es uns mit seinen großen Kulleraugen wieder angetan,trotz seines "Problems" ;)

  14. Cover des Buches Tod einer Untröstlichen (ISBN: 9783596186624)
    David Rieff

    Tod einer Untröstlichen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
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