Bücher mit dem Tag "niederrhein"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "niederrhein" gekennzeichnet haben.

88 Bücher

  1. Cover des Buches Wer das Schweigen bricht (ISBN: 9783426304181)
    Mechtild Borrmann

    Wer das Schweigen bricht

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Julitraum

    Dieser wirklich wieder ausgezeichnete Kriminalroman von Borrmann spielt auf 2 Zeitebenen, was der Geschichte so schon eine sehr gute Spannung verleiht. 

    Es geht in der Hauptsache um 6 junge Menschen um 1939 in Deutschland und im weiteren Verlauf des 2. Weltkriegs. Es zeigt, was die damalige Zeit mit den Menschen gemacht hat und wie sich unterschiedliche Charaktere nicht zu ihrem Besten entwickeln, wie nicht nur Fanatismus sondern auch Eifersucht und Liebe in der damaligen extremen Zeiten Freundschaften verändern und zu großen Hass führen kann. 

    Der 2. Erzählstrang stellt Robert Lubisch vor, der den Haushalt des verstorbenen Vaters mitsamt dessem Haus auflöst. Der Vater war ein erfolgreicher Unternehmer, der zeitweise nie ein inniges Verhältnis zu seinem Sohn pflegte. Ihre Beziehung war stets angespannt. Als der Sohn Robert, ein Lubisch ein Journalist,  nun in den Unterlagen seines Vaters den SS-Ausweis eines unbekannten Mannes sowie die Fotografie einer jungen, schönen Frau aus früheren Jahren findet, ist seine Neugier geweckt. Warum hat sein Vater diese Dinge so viele Jahre aufbewahrt? Sie müssen eine Bedeutung für ihn gehabt haben. Da auf der Rückseite des Fotos der Name und der Ort des Fotoateliers angegeben ist, beschließt er auf seiner Rückreise nach Hause dorthin einen Abstecher zu machen. Vielleicht erfährt er so doch noch etwas über den verstorbenen Vater,  zu dem er nie den richtigen Draht hatte. Tatsächlich findet Lubisch Anhaltspunkte und lernt eine ehrgeizige Journalistin kennen, die sofort eine große Enthüllungsstory wittert. Was sie und auch Lubisch jedoch nicht ahnen, ist dass ihre Neugier und Recherchen weitreichende, gefähriche Folgen haben.

    Dies war nicht mein erster Roman von Borrmann, aber ich war wie immer mehr als gefesselt und tief beeindruckt von der Geschichte. Ihr prägnanter und präziser Erzhählstil weiß zu fesseln und zu berühren und die Kriminalgeschichte ist wie gewohnt perfekt konstruiert.



  2. Cover des Buches In guten wie in toten Tagen (ISBN: 9783839001646)
    Gina Mayer

    In guten wie in toten Tagen

     (86)
    Aktuelle Rezension von: aftersunblau

    Helena heiratet ihren ehemaligen Lehrer Tom, der von allen Schülerinnen angehimmelt wird, und bittet ihre Schwester Cara den Jungesellinnenabschied zu organisieren.
    Cara hat Spaß bei den Vorbereitungen und bis auf eine Freundin, die in Amerika lebt, kommen alle um ausgelassen, mit viel Alkohol, um zu feiern. Dann schlägt die Stimmung um als eine der Freundinnen beginnt Tom schlecht zu machen. Morgens, nachdem alle gegangen sind, steht dann überraschend die Polizei vor Caras Tür und verkündet das Tom ermordet wurde. Keine der Freundinnen kann sich richtig erinnern was sie am Rest des Abends getan hat und Cara beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
    Bei dem Buch handelt es sich um einen Thriller für Jugendliche, das auch gut für Erwachsene zu lesen ist, jedoch fehlten mir hier die richtigen Thriller Elemente. Gut zu lesen, auch teilweise spannend, jedoch waren die Ermittlungen Caras zu offensichtlich, ihr Glaube an die Unschuld der Schwester war zu vordergründig um die wahren Vorgänge darzustellen.
    Die Sprache hat mir gut gefallen, ebenso die eingeflochtenen Nebenpersonen, die die ganzen Gespräche mit den Freundinnen etwas aufgelockert haben.
    Für einen wirklichen Psychothriller, auch im Jugendbereich, fehlte es mir an Nervenkitzel, dennoch habe ich mich beim Lesen nicht gelangweilt und war dann doch überrascht von dem Ende.
    Ich vergebe 3,5 Sterne. 
  3. Cover des Buches Verdammt lang tot (ISBN: 9783404173013)
    Erwin Kohl

    Verdammt lang tot

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Der ehemalige KHK Lukas Born lebt mit seinem Hund Manolo auf einem Campingplatz und verdingt sich halbherzig als Privatermittler. Der Kriminalfall, der für sein Ausscheiden aus dem Staatsdienst verantwortlich ist, beschert ihm regelmäßig Albträume, die er sowohl mit Hilfe einer Psychotherapie als auch mit Alkohol zu verarbeiten sucht.

    Doch nun hat er einen Todesfall praktisch vor der Haustür: Wolfgang Lodzinski ist im nahegelegenen Badesee ertrunken sein. Wolles Tod, wie Lodzinski nur von allen genannt, wird von der Polizei als Selbstmord rasch zu den Akten gelegt. Das Auftauchen des Bruders, eine durchwühlte Wohnung, ein namhafter Geldbetrag und eine ansehnliche Trophäensammlung machen Lukas stutzig, entdeckt er doch, dass Wolle ein Hochleistungsschwimmer in DDR-Zeiten war.
    Nachdem die Kriminalpolizei unter der Leitung von Borns Ex-Frau keine Ermittlungen anstellen will, nehmen die Campingplatzbewohner die Sache selbst in die Hand. Nicht immer mit ganz sauberen Methoden, doch heiligt der Zweck bekanntlich die Mittel.
    Als sich herausstellt, dass Wolle und seine damaligen Wettkampfgefährten mit illegalen Dopingmitteln vollgepumpt wurden und die tödlichen Zwischenfälle vertuscht worden sind, gibt es für Lukas kein Halten mehr. Immer tiefer vergräbt er sich in die dubiosen Machenschaften und kommt den Tätern von damals recht nahe.

    Also ist das Ertrinken des Ex-Schwimmers vielleicht doch kein Selbstmord?

    Meine Meinung:

    Die Story rund um Lukas Born ist sehr gut angelegt. Stutzig bin ich nur bei den Albträumen geworden. 

    Lukas hat damals einem, der Entführung eines Kindes, Verdächtigen mit Folter bedroht, um das Versteck des Kindes herauszufinden und es dadurch zu retten – vergebens. Trotz der verständlichen Reaktion, wurde er vom Dienst suspendiert, da Folterungen und auch nur das Androhen derselben den Menschenrechten widerspricht. Diesen Fall hat es wirklich gegeben und die Gewissensbisse betreffen nicht das Androhen der Gewalt, sondern nicht alles Menschenmögliche geleistet zu haben, um das Kind zu retten.

    Das finde ich als recht interessanten Zugang, weil Kripo-Beamte oft als kalt und zynisch dargestellt werden. Das ist Lukas beileibe nicht. Er ist eigentlich ein Familienmensch und leidet darunter, dass ihn seine Frau aus der Wohnung geworfen hat. Mit seinem pubertierenden Sohn kommt er recht gut zurecht, zumal er manchmal die Fünfe gerade sein lässt.

    Trotz der ernsten Themen wie staatliches Doping und dessen Folgen sowie Gewaltandrohung bei Verhören lässt sich der Krimi leicht lesen. Aufgelockert wird die Geschichte durch witzige Sprüche und humorvolle Nebenfiguren.

    Fazit:

    Ein toller Auftakt einer neuen Krimiserie, die mit „Hopsgegangen“ seine Fortsetzung findet. Gerne gebe ich 5 Sterne.
  4. Cover des Buches Hopsgegangen (ISBN: 9783404174409)
    Erwin Kohl

    Hopsgegangen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: dreamlady66
    (Inhalt übernommen)
    Mist!, denkt sich Lukas Born. Eigentlich sollte der Privatdetektiv mit der Journalistin Natascha Feldmann einen ihrer Informanten treffen. Am Treffpunkt in Rheinberg ist jedoch nur Natascha, und die liegt leblos auf dem Boden. Bevor Lukas weiß, wie ihm geschieht, kriegt er eins übergezogen. Als er wieder zu sich kommt, ist Natascha verschwunden. Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf, Lukas hingegen schon. Denn er ahnt, dass Natascha an etwas Großem dran war. Und tatsächlich täuscht ihn sein Gefühl auch diesmal nicht. Leider. Denn die Beule an seinem Kopf ist nur der Anfang allen Übels.

    Zum Autor:
    Erwin Kohl wurde 1961 in Alpen am Niederrhein geboren und hat diese herrliche Tiefebene seither nicht verlassen.
    Heute wohnt er mit seiner Familie in Wesel - Ginderich.
    Neben der Produktion diverser Hörfunkbeiträge schreibt Kohl als freier Journalist für die NRZ / WAZ und die Rheinische Post. Grundlage von bislang elf Kriminalromanen und zahlreichen Kurzgeschichten sind zumeist reale Begebenheiten.
    Die Soziologie der Niederrheiner und ihre vielschichtigen Charaktere bilden häufig den Hintergrund der Geschichten.
    Im November 2015 erschien im Bastei-Lübbe-Verlag der Krimi „Verdammt lang tot“.

    Schreibstil/Fazit:

    DANKE an Erwin (Kohl) bzw. den BasteiLübbe-Verlag für Eure Zusage & schnelle Belieferung an Band Nr. 2 mit 267 Seiten und 47 Kapiteln, ich freute mich.

    Leider konnte ich das Buch nach Erhalt nicht sofort lesen & verarbeiten.
    Dennoch gefiel mir der pointiertwitzige Schreibstil dieses Provinzkrimis mit scharfzüngiger Feder eines vor-Ort-Auskennenden mit viel Detailwissen, Lokalkolorit und spannenden, kurzweiligen Szenen, die mich tiefer in das Geschehen um den schönen Niederrhein und auch Lukas Born, dem speziellen Privatdetektiv, eintauchen liessen.
    Kurze Kapitel rundeten für mich diesen stimmigen Kriminalroman ab - überzeugt Euch selbst!


  5. Cover des Buches Der war schon tot (ISBN: 9783740812416)
    Erwin Kohl

    Der war schon tot

     (22)
    Aktuelle Rezension von: xeslady

    Das Cover zeigt den schlichten Kreideumriss einer Leiche und fällt besonders durch den griftgrünen Titel mit der lapidaren Aussage "Der war schon tot" auf.

    Genau so humorvoll, locker und ironisch ist auch der Schreibstil. Das Buch lässt sich flüssig lesen, was auch den nicht zu langen Kapiteln geschuldet ist. Für einen zeitlich einzuordnenden Ablauf der Geschehnisse findet man am Kapitelanfang einen entsprechenden Zeitstempel. So lassen sich Lukas' Ermittlungsschritte gut nachvollziehen. Da der Fall lediglich auf den ersten Blick klar zu sein scheint und bei genaueren Nachforschungen immer mysteriösere Züge annimmt, wird der auf Happy Eiland lebende Lukas durch seine Campingplatz-SOKO unterstützt.

    Die bunte Truppe der Dauercamper ist vielseitig und jede Figur bringt passende Qualitäten mit, die der Auflösung des Falls dienlich sind. Auch, wenn Lukas als ehemaliger Polizist und nun aktiver Privatermittler, sehr aufgeweckt, clever und motiviert ist, kann etwas Unterstützung nie schaden. So ist er auch auf die Hilfe von weniger freundlichen Charakteren, wie z.B. seine Exfrau, angewiesen. Durch Lukas' direkte, provokante und offene Art weiß er allerdings auch mit schwierigen Gesprächspartnern umzugehen. Als Ausgleich zu seiner Berufung versucht er sich mit seiner Freundin Linda ein schönes Leben aufzubauen, das leider nicht immer nach seiner Vorstellung verläuft. Linda weiß was sie will und vorallem, was sie nicht will. So sind die beiden starken Charaktere zur Kompromissbereitschaft gezwungen. Das Privatleben von Lukas bietet einen unterhaltsamen Nebenschauplatz, bei der er sich nicht nur mit der verflossenen und aktuellen Liebschaft rumplagen muss, sondern auch mit den Konflikten seines Sohnes.

    Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch, das nicht nur zum Miträtseln über Hintergründe und Tatverdächtige einlädt, sondern ebenso zum Schmunzeln und zu einer kleinen Reise an den wunderschönen Niederrhein.

  6. Cover des Buches Opferfläche (ISBN: 9783770015191)
    Eva Karnofsky

    Opferfläche

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Thaliomee

    Der US-Konzern Drillex will am beschaulichen Niederrhein Hydraulic Fracturing (kurz Fracking) betreiben. Weil es um viel Geld geht, ist die Bereitschaft der Politik groß, die Fläche zu opfern, sie zur Opferfläche zu machen. Doch es regt sich Widerstand, angeführt vom Bürgermeister Reinhard Wilke. Als Wilke getötet sind, steht für viele sofort fest: Dahinter steckt Drillex. Auch die Journalistin Karola Krauss beginnt in diese Richtung zu recherchieren. Unerwartet meldet sich ihr Exmann Andres um sie zu unterstützen. Als Karola herausfindet, warum Andres sie vor Jahren verlassen hat und welche Informationen er ihr nun bieten kann, schweben beide schon in großer Gefahr.


    Trotz dem brisanten Thema ist das Buch doch ein guter und leicht zu lesender Krimi, mit einer sympathischen Hauptfigur. An vielen Stellen mischen sich Fakten und Fiktion und die Autorin überrascht mit überraschenden Wendungen.

    Ein wirklich gut zu lesendes Buch, in dem auch das Privatleben der Protagonisten nicht zu kurz kommt.

  7. Cover des Buches Land im Nebel (ISBN: 9783839223192)
    Nicole Peters

    Land im Nebel

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Biest
    Inhalt:

    Die Liebesgeschichte zwischen dem Revolutionär Henri und der Adeligen Johanna von Attenbach vor dem Hintergrund eines geteilten Europas im Umbruch.

    Im Herbst 1796 liegt Frankreich im Krieg mit den Monarchien Europas. Die Revolutionstruppen sind bis an den Niederrhein vorgerückt, die Bündnisstaaten stellen sich dieser Expansion entgegen. Im Herzogtum Berg kämpft die junge Adelige Johanna derweil um ihre eigene Unabhängigkeit. Sie begehrt gegen eine Heirat auf und mischt sich in die Bewirtschaftung des Familiengutes ein. Als sie bei Kloster Bödingen dem Franzosen und vermeintlichen Mönch Henri begegnet, bringen sie ihre Gefühle zu ihm zwischen alle Fronten …

    Meine Meinung:

    Bereits der Prolog von Nicole Peters "Land im Nebel" hat mich in seinen Bann gezogen und mich in die Zeit von damals zurückversetzt.
    Man begleitet Henri und Johanna durch recht schwierige Zeiten, die von Trauer, Elend und Umbruch geprägt sind. In die beiden Hauptcharaktere kann man sich wunderbar hineinversetzen, dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Autorin den Leser an den Gedanken und Gefühlen der Beiden uneingeschränkt teilhaben lässt.
    Beide sind sehr willensstark, intelligent und kämpferisch. Das hat mir sehr gut gefallen.
    Aber auch die anderen Charaktere waren toll ausgearbeitet, hatten Tiefe und hätten unterschiedlicher nicht sein können.

    Die damalige Zeit mit ihren Sitten und Gepflogenheiten wurde sehr bildhaft und anschaulich dargestellt. Es ist schon ziemlich erschreckend, was die Menschen damals alles erdulden mussten, nur um zu überleben.

    Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. An einigen Stellen war es eher ruhiger und die Story plätscherte ein bisschen vor sich hin. Doch im Großen und Ganzen ist die Mischung aus Spannung, Informationen über die damalige Zeit und die vielen unterschiedlichen und interessanten Personen absolut gelungen.
    Das Ende hat mir gut gefallen, es lässt mich befriedigt und ohne offene Fragen zurück.

    Als kleiner Bonus befindet sich am Schluss noch ein umfangreiches "Dramatis personae", in dem alle Charaktere und historisch belegte Persönlichkeiten aufgeführt sind.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ließ sich für einen historischen Roman sehr flüssig und flott lesen.

    Das Cover ist absolut gelungen und passt perfekt zur Geschichte und zum Titel.

    Fazit:

    Eine Bereicherung für jeden Fan historischer Romane. Eine klare Leseempfehlung!
  8. Cover des Buches Im Schatten der Kopfweiden (ISBN: 9783740809621)
    Anja Wedershoven

    Im Schatten der Kopfweiden

     (24)
    Aktuelle Rezension von: hoonili

    Johanna Brenner hat einen neuen Dienstort im Kommissariat am Niederrhein und schon muss sie zu einem Tatort. Eine Kinderärztin wurde ermordet. Es ist völlig unklar, warum es gerade sie getroffen hat. Welche Geheimnisse hatte sie? Wer will sich an ihr rächen? 

    Johanna war mir als Ermittlerin sehr sympathisch, die Autorin hat sie sehr authentisch beschrieben. Der flüssige Schreibstil und die guten Beschreibungen der Geschehnisse, haben mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Es gab immer wieder Wendungen und Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Das Buch bietet bis zum Schluss große Spannung.

  9. Cover des Buches Verborgenes Unheil (ISBN: 9782919801480)
    Daniela Frenken

    Verborgenes Unheil

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Maritahenriette
    Verborgenes Unheil von Daniela Frenken 

    Emma zieht nach ihrer Trennung zu ihrer Schwester Dailey und dessen Mann  Phil Weiß an den Niederrhein. Beide Frauen arbeiten im Cafe' der dortigen Burg. Nils Stamm , er hält in Ritterverkleidung Führungen in der Burg ab,  wohnt mit Bruder,  Schwester und der  Mutter in der unmittelbaren Nähe.  Auch sonst ist Nils merkwürdig, redet komische Sachen und läuft auch und privat als Ritter Tristan herum.  Die beiden Familien sind schon länger nicht gut aufeinander zu sprechen.  
    Als Phils Schwester verschwindet,  menschlicher Knochen gefunden werden und ein Unfall auf der Burg passiert wird alles noch merkwürdiger und Emma weiß nicht mehr was sie glauben soll...

    MEINE MEINUNG:

    Dieses ist der erste Thriller der Autorin Daniela Frenken für mich. 

    Der Schreibstil ist verständlich,  anschaulich und besitzt Lokalkolorit den sich aber  jeder vorstellen kann. Die Geschichte baut sich langsam auf und wirkt am Anfang wie ein Familienzwist den die jüngere Generation entgehen will.  Dieses stellt die Autorin in ihrem Text gut dar.

    Die Idee dieses Thrillers ist interessant und gut durchdacht. Er kommt mit einer geringen Anzahl an Personen und Schauplätze aus. Diese sind verständlich und vorstellbar.  Teilweise wurde ich in die Irre geführt,  konnte einiges erahnen und bei vielem musste ich mich bis zum Ende gedulden.  Meine Idee wer "Täter " und wer "Opfer " ist musste ich öfter revidieren. 

    Das Ende und die Auflösung passt zum Handlungsstrang des Thrillers,  selbst die Familienfehde zwischen den beiden Familien hätte ganz anders verlaufen können.  Gegenwart und Vergangenheit ist miteinander verwebt und verknotet.

    FAZIT: 
    "Verborgenes Unheil" von Daniela Frenken  besitzt eine Grundspannung die zwischendurch immer wieder gesteigert wird.  
    Mir hat die Umsetzung der Idee gut gefallen,  auch wenn das Buch etwas Anlauf benötigte um in Fahrt zu kommen. 



  10. Cover des Buches BEGIERDE: EIN NIEDERRHEIN - KRIMI (ISBN: 9781549768125)
    Linda Isabelle Erkens

    BEGIERDE: EIN NIEDERRHEIN - KRIMI

     (8)
    Aktuelle Rezension von: nellsche
    Kommissar Gerd Merten und seine neue Kollegin Sina Elbers übernehmen die Ermittlungen in dem Mordfall einer jungen Frau. Schnell finden sie heraus, dass die Tote sehr gerne mit dem Feuer spielte, obwohl sie einen festen Freund hatte. Im Umfeld der Toten stoßen sie auf ein Geflecht aus Eifersucht und Liebe, in dem jeder seine dunklen Geheimnisse hat. Ist der Täter hier zu finden?

    Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Schon die Beschreibung klang spannend und versprach einen Fall, der nicht sofort durchschaubar ist. Und genauso war das Buch auch!
    Der Schreibstil war flüssig und packend, so dass ich von Beginn an bestens in die Geschichte reingefunden hatte. Die Spannung wurde sehr gut aufgebaut und konstant gehalten und ich war sehr neugierig, wie sich der Fall entwickelt und worauf die beiden Ermittler stoßen werden. Ich war regelrecht gefesselt.
    Die Charaktere wurden bildhaft und echt dargestellt, so dass ich mir ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Die beiden Ermittler fand ich sympathisch und ich habe sie sehr gerne bei ihren Ermittlungen verfolgt und begleitet. Auch die Personen aus dem Umfeld der Toten wurden prima beschrieben und dargestellt. Die dunklen Seiten und Gedanken sowie deren Verhalten brachten mich dazu, dass ich jedem von ihnen misstraute.
    Der Fall war prima durchdacht, facettenreich und überraschend und für mich bis zum Ende nicht durchschaubar. Ich hatte zwar mehrere Ideen im Kopf, wer der Täter sein könnte, war mir aber nie sicher. Die Autorin hat hier sehr gekonnt die Spuren gelegt, auf die ich nur zu gerne angesprungen bin. Das hielt mich beständig an dem Buch fest und ich war auf die Auflösung sehr gespannt.

    Ich kann diesen Krimi unbedingt empfehlen und vergebe verdiente 5 von 5 Sternen.
  11. Cover des Buches Maria, ihm schmeckt's nicht (ISBN: 9783844522792)
    Jan Weiler

    Maria, ihm schmeckt's nicht

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Monice

    "Maria ihm schmeckt`s nicht!" von Jan Weiler,


    ein Buch mit viel Humor. Mir persönlich hat der Stil sehr gut gefallen und auch der Humor war sehr passend. Ich glaube jeder ist froh nicht einen solchen Schwiegervater zu haben, aber er hätte hier nicht fehlen dürfen. Der rote Faden rund um die Hochzeit und die Italienische Familie hat sehr gut gepasst und wurde auch sehr konsequent durch gezogen. Für mich genau das richtige zum lachen zwischen durch.
    Die Kapitel waren, sehr angenehm aufgeteilt, so das es sich Thematisch sehr passend aufgeteilt hat. Es war erst das zweite Buch von Jan Weil er für mich, aber definitiv nicht das letzte.

    Zum Inhalt:
    Eine Hochzeit für Jan und Sara, das lässt sich sein Schwiegervater nicht zweimal sagen und schon ist die Familie in Italien informiert. Das dort die ein oder andere, mehr oder weniger Gute Nachricht auf sie wartet ahnt keiner als sie sich auf den Weg nach Italien machen. Doch in Italien soll sich alles verändern und vor allem das Ende steht wohl doch nicht so fest, wie gedacht.

  12. Cover des Buches Wir sind doch Schwestern (ISBN: 9783462003727)
    Anne Gesthuysen

    Wir sind doch Schwestern

     (223)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Adele wird 100 - ein Grund zum Feiern. Das denken sich auch ihre beiden jüngeren Schwestern, vor allem Katti, die jüngste. Durch die Vorbereitungen und die Feier selbst, lernt man die drei Frauen und ihre Vergangenheit um den zweiten Weltkrieg rum kennen.

    Die Kapitel sind abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit geschrieben. Man bekommt nicht nur Einblicke in die gemeinsame Vergangenheit der Schwestern, sondern auch in ihre einzelnen Geschichten. Die generellen Unterschiede der drei Hauptprotagonistinnen und ihre unterschiedliche Entwicklungen sind nachvollziehbar dargestellt worden. Auch die Zeit um den zweiten Weltkrieg herum, wird historisch korrekt dargestellt. 

    Ein kleiner Funken Spannung hat mir jedoch gefehlt. Die Handlung ist zwischendurch ein wenig schleppend. 

  13. Cover des Buches Kein Herz für Walker (ISBN: 9783770013630)
    Kirsten Püttjer

    Kein Herz für Walker

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Aber Töchter sind wir für immer (ISBN: 9783596523122)
    Christiane Wünsche

    Aber Töchter sind wir für immer

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Lo_Roja

    In ihrem Roman "Aber Töchter sind wir für immer" verarbeitet Christiane Wünsche die deutsche Geschichte zur Zeit und nach des Zweiten Weltkriegs im Rahmen einer Familiengeschichte. Dabei wird kollektive mit individueller Erinnerung verwoben und es entsteht ein Kaleidoskop an Perspektiven und Figuren, die auf einen großen Konflikt zusteuern. Die Kernfamilie, um die es sich hauptsächlich dreht sind Vater Hans und Mutter Christa, die beide bereits im Seniorenalter sind und den 80. Geburtstag des Vaters feiern. Dazu kommen deren drei Töchter Johanna, Heike und Britta zu ihnen zu Besuch. Heike und Johanna sind bereits über 50 und haben eigene Familien. Britta ist das Nesthäckchen der Familie und erst in ihren Zwanzigern. Sie ist diejenige, die durch das Buch führt und nimmt eine Art Erzählerposition ein, da sie auch diejenige ist, die Hermines Stimme immer wieder einbezieht. Hermine ist die vierte Tochter, die jedoch längst tot ist, und nur in Form ihrer Tagebucheinträge zum Leser spricht.

    Das Buch beginnt mit einer Passage, die sich nicht nur inhaltlich, sondern auch äußerlich vom Rest der Handlung abhebt. Es beginnt mit Hermines Sicht, eine der vier Töchter, die genau genommen eine Stimme aus dem Off ist. Sie ist nur retrospektiv in Form ihrer Tagebucheinträge zu hören und stößt immer mal wieder zu den anderen Personen dazu. Hermine beschreibt in ihrem Tagebuch ihre Innensicht und charakterisiert dadurch auch gleichzeitig alle anderen Personen. Aus ihrer Sicht wird ihre psychische Krankheit, ihr Leidensweg und auch versteckte Hintergründe geschildert. Da nur Britta Hermines wahre Geschichte am Ende kennt, baut sich über die Handlung hinweg stets eine diskrepante Informiertheit auf, die weiter zunimmt. Durch Hermine werden Themen wie mentale Gesundheit/Krankheit und Kindesmissbrauch in den Fokus der Handlung gerückt. Auch die Frage nach Identität und Familienzugehörigkeit wird bearbeitet. Hermine spiegelt damit zwar eine stille Figur wider, die trotzdem Gehör findet. Mit ihrem Kapiteln verschiebt sich der zeitliche Rahmen jedes Mal, da sie aus der Vergangenheit spricht. Gleichzeitig ist Hermine auch die Figur, die in der Lage ist, Konflikte aufzulösen und durch Britta zu einer Problemlösung zu gelangen. 

    Britta ist die jüngste der vier Töchter. Sie nimmt unter den Geschwistern oftmals eine Außenseiterrolle ein, da sie nicht alle Informationen kennt. Sie wurde geboren, als Heike und Johanna bereits erwachsen und Hermine tot war. Sie spiegelt die Zerissenheit zwischen Vergangenheit und Gegenwart wider, stellt aber gleichzeitig auch eine Mediator-Rolle dar. Sie alleine ist letztlich in der Lage, eine offene Kommunikation anzustoßen und lange unterdrückte Familienkonflikte zu adressieren. Sie wird als sehr empathisch beschrieben und kann sich sowohl während des Lesens von Hermines Tagebuch, als auch in der Beobachterrolle bei Familienzusammenkünften gut in die anderen Figuren hineinversetzen. Oftmals wird erwähnt, dass sie alle guten Eigenschaften der anderen Personen in sich vereint, was ihr eine absurde und surreale Perfektion andichtet. 

    Johanna und Heike werden sehr oft als Gegensatzpaar beschrieben. Während Johanna das Aktive, Feministische, Intellektuelle und eigentlich Kalte in sich vereint, stellt Heike die Ausgeglichene, Gutmütige und Herzliche dar. Jedoch merkt man in Kapiteln, die aus ihrer Sicht erzählt werden, dass dies nur eine oberflächliche Charakterisierung ist. Durch die zahlreichen Figuren wechselt auch die Erzählerperspektive, was eine multiple Erzählerstimme aufkommen lässt. Johannas Figur adressiert das Gebrochene nach einem Betrug oder eines Hintergangenwerdens. Sie hinterfrägt oftmals ihre Identität und den Wahrheitsgehalt ihrer Familiengeschichte. Da sie Zeugin vom Seitensprung ihrer Mutter wird, kommt ihr eine gewisse Machtposition innerhalb der Familie zu, die sie auch gegenüber ihrer Mutter ausspielt. Heike lässt das Thema der sexuellen Belästigung und das Gebrochensein nach einem solchen Übergriff in den Vordergrund rücken. 

    Die Eltern, Christa und Hans, verdeutlichen die Zerrissenheit der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Christa wird als Flüchtlingskind aus Schlesien charakterisiert, die ihre Heimat aufgeben und zu Fremden ziehen musste. Hans wird als privilegiert, aber gefangen in alten Denkmustern seiner eigenen Familie beschrieben. Jedoch ist Hans eine Figur, die wahre Größe zeigt, da er für seine Entscheidungen, für Christa und letztlich auch für ein uneheliches Kind einsteht. 

    Der Roman adressiert viele verschiedene kollektive, aber auch individuelle Konflikte. An manchen Stellen wirkt es so, als wäre die ein oder andere Krise erzwungen, um möglichst viele Traumata anzusprechen. Auch die multiplen Perspektiven ermöglichen es nicht, rasch im Handlungsfortgang voranzukommen, da jedes Ereignis aus mindestens zwei Figurensichten dargestellt und aufgearbeitet wird. Schade ist auch, dass Hermines Traumaauslöser am Ende nur Britta vorenthalten bleibt, da sie die diskrepante Informiertheit nicht auflöst, obwohl es doch eigentlich auch darum geht, den Mantel des Schweigens abzulegen und über Probleme zu sprechen. Alles in allem ist der Roman gelungen, weist aber an manchen Stellen, wie oben beschrieben, Defizite auf.

  15. Cover des Buches Der Käfer (ISBN: 9783954515530)
    Thomas Hesse

    Der Käfer

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Hinter dem Titel "*Der Käfer*" verbirgt sich der 8. Band der Reihe um die Kommissare Krafft und von Aha der Autoren "*Thomas Hesse*" und "*Renate Wirth*". Das Buch erscheint 2015 im "*Emons Verlag*".

    Eine tote Jugendliche auf der einen Rheinseite, ein vorschnell zu den Akten gelegter Todesfall einer alten Dame auf der anderen und eine dunkle Geschichte, an der Jahrzehnte niemand rührte – was verbindet diese Fälle? Hauptkommissarin Karin Krafft greift zu ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden, Kollege Gero von Aha agiert undercover als 'Rosenkavalier', und dann sind da noch die drei von der O.P.A.-Initiative, die zu Heldentaten neigen.

    Schon die Inhaltsangabe deutet die merkwürdige Kombination von Fällen an und der humorvolle Einschlag lässt sich an dem Wortspiel mit den Opas erkennen.
    Dieser Niederrhein-Krimi zeigt nicht nur die Schönheit der Natur in Rosengärten auf, sondern er taucht tief ins kriminelle Milieu von Drogen und Mord ein. Wie Licht und Schatten liegt hier beides sehr nah beieinander.

    Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, hier ermitteln sympathische Kommissare, die leider mit einer missmutigen Chefin gebeutelt sind. Auch die O.P.A. Truppe finde ich sehr positiv dargestellt. Deren Helfersyndrom ist vorbildlich und ihnen ist es auch zu verdanken, dass ein alter Käfer Licht ins Dunkel von kriminellen Delikten bringt.

    Die Handlung ist wie schon gesagt durch die Mischung von vorgestellter Gartenidylle und der sich am Niederrhein verbreitenden Drogenwelle von Chrystal Meth eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte. Die Ermittlungen scheinen zunächst keine großen Sprünge zu machen, doch dann bilden sich langsam Verbindungen zu den vorhandenen Todesfällen heraus und der Täterkreis wird klarer. Die Aufklärung ist nicht unerwartet und dennoch spannend. Denn was diese Person zu diesen Taten getrieben hat, möchte man schliesslich wissen.

    Der Erzählstil ist sehr abwechslungsreich, es gibt humorvolle Szenen und ein wenig Dialekt, die dem Krimi den passenden Anstrich geben. Man fühlt sich richtig gut unterhalten.

    Diese Krimireihe habe ich jetzt erst entdeckt und bin ganz begeistert. Wer einen unterhaltsamen Krimi sucht, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Ich freue mich schon auf die vorangegangenen 7 Bände, die noch vor mir liegen.
  16. Cover des Buches Zechensterben (ISBN: 9783897058668)
    Peter Kersken

    Zechensterben

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Herauszufinden, was da passiert war, war ihm von Anfang an nicht nur ein kriminalistisches, sondern auch ein ganz persönliches Anliegen gewesen. Er hatte dieses unsinnige Ende eines jungen Lebens begreifen wollen. Und das wollte er immer noch.«

     

    Oberhausen, im Sommer 1966. Oberinspektor Manfred Wagner kann seinen Urlaub nicht genießen, der Tod eines 14jährigen Jungen lässt ihm einfach keine Ruhe. Sein Vorgesetzter ließ den Fall einstellen, weil es keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden gibt. Doch Wagner ermittelt privat weiter…

     

    Dieser historische Krimi reizte mich besonders, da ich am Schauplatz der Handlung einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend verbrachte und auch noch ordentliche Erinnerungen an das Zeitgefühl Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre habe. Gleich auf der ersten Seite saß Wagner auf dem Platz neben meiner alten Schule, da hat man natürlich alles besonders gut vor Augen.

     

    Auch sonst ist der Zeitgeist hervorragend eingefangen. Die Erwachsenen haben mehr oder weniger traumatische Erinnerungen an den Krieg, auch Wagner wird von düsteren Erlebnissen gequält, die sein Leben in der Gegenwart beeinflussen. Bei den Arbeitern macht sich zudem Zukunftsangst breit, da die ersten Zechen dichtgemacht wurden. Ablenkung bietet die Fußballweltmeisterschaft, man muss nur zunächst jemanden finden, der bereits über einen Fernseher verfügt. Wenn ich las, wie die Menschen beschrieben wurden, wie sie aussahen, sich benahmen und welche Werte sie vertraten, sah ich vor meinem geistigen Auge sofort Eltern, Großeltern und diverse Tanten und Onkel.

     

    In diesem Szenario versucht Wagner nun also, Licht in einen ominösen Todesfall zu bringen. Ein weiterer, mit möglichem Zusammenhang, wird dazukommen. Die Auflösung am Ende ist schlüssig, macht aber auch betroffen, da sie deutlich macht, wie viele Opfer und bedrückende Schicksale es zu dieser Zeit gab.

     

    Fazit: Gelungene Zeitreise ins Ruhrgebiet der späten 60er Jahre, historischer Schauplatz und Zeitgeist sind sehr gut dargestellt. Der Krimi ist dabei etwas nachranging.

  17. Cover des Buches Das Dorf (ISBN: 9783897053762)
    Thomas Hesse

    Das Dorf

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Liebe vertagen, Mörder jagen (ISBN: 9783000538513)
    Vera Nentwich

    Liebe vertagen, Mörder jagen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1960

    „Ach, Kengk!“, seufzt Oma Mölders immer dann, wenn ihre Enkelin Sabine (Biene) Hagen wieder mal etwas Ungewöhnliches angestellt hat.
    Biene ist die 32jährige Hauptfigur in Vera Nentwichs Krimis „Tote Models nerven nur“ und "Liebe vertagen, Mörder jagen“. Sie lebt mit ihrer Oma im beschaulichen niederrheinischen Örtchen Grefrath, wo normalerweise nicht allzu viel los ist. Erst als ein Model ermordet und Biene verdächtigt wird, wird es turbulent im Städtchen (Band 1). Durch Bienes „tatkräftige“ Unterstützung kann der Mörder gefasst werden, aber dadurch ist Biene ihren Job los. Gemeinsam mit dem smarten Argentinier Jago beschließt sie, eine Detektei zu gründen und beide sind in Band 2 gleich wieder in einen Mordfall verstrickt. Dabei hüpft die lebenslustige Biene munter von einer chaotischen Situation in die nächste. Doch ist sie dabei so liebenswert, dass man gar nicht anders kann als sie zu mögen, auch wenn man manchmal nur den Kopf schütteln möchte.

    Vera Nentwich ist mit den Büchern um Biene Hagen ein amüsantes Leservergnügen gelungen. Die flotte Schreibweise, das rheinische Lokalkolorit sowie die Situationskomik tragen maßgeblich dazu bei. Doch bei allem Humor blitzen auch ernste Töne durch, z.B. wenn die Gesellschaft eine Transgender-Frau ablehnt und verurteilt oder schwul sein so schlimm ist, dass man eine Scheinehe eingehen muss.

    Nichtsdestotrotz ist die Grundstimmung aber humorvoll und äußerst unterhaltsam. Mir haben die beiden Bücher die tägliche S-Bahn-Fahrt sehr viel erträglicher gemacht!

    Der heimliche Star der Bücher ist Oma Trudi Mölders, die Biene nach dem Unfalltod ihrer Eltern aufgezogen hat. Wie Oma mit der Wasserpumpgun die „Duve“ vertreibt, hat mir ein fettes Schmunzeln entlockt und wenn sie Biene und ihre Freunde mit Essen versorgt, hätte ich mich am liebsten dazu gesetzt.
    Schön, dass Vera Nentwich inzwischen schon vier „Biene Hagen“ Bücher geschrieben und ein weiteres in Arbeit hat. Die Bände kann man im Übrigen auch unabhängig voneinander lesen.

    Fazit:
    Wer es humorvoll und mit weniger „Crime“ mag, ist mit Vera Nentwichs Büchern bestens bedient. Mir haben sie sehr gefallen!

  19. Cover des Buches Die Hexe vom Niederrhein (ISBN: 9783839210765)
    Sebastian Thiel

    Die Hexe vom Niederrhein

     (12)
    Aktuelle Rezension von: baronessa
    Die Geschichte beginnt mitten in der Schlacht. Zwei Brüder stehen vor dem ersten Kampf ihres Lebens. Trauer, Wut und auch Angst beschäftigen Lorenz bevor er zu Boden geht. Dann gibt es für den Leser einen Rückblick. Hier wird eine glückliche Familie gezeigt, die sich mit sorgenvollen Gedanken an den Krieg belasten müssen. Die zwei erwachsenen Brüder Lorenz und Maximilian helfen dem Vater in der Schmiede. Wie ein Schleier umwandelt der herannahende Krieg immer wieder die Familie und die Bewohner des Ortes. Der Pfarrer nutzt dies für seine Ränke und Predigten und lässt den Krieg als Strafe erscheinen. Im Übermut retten sie einer jungen Frau das Leben. Sie verliebt sich dabei in Lorenz und versucht ihn für sich einzunehmen. Dabei lernt er ihre Adoptivschwester kennen und lieben. Um ihre Familie und den Ort vor einer Belagerung der französisch-schwedischen Truppen zu schützen, melden sich die beiden Brüder als Freiwillige. Bevor sie gehen, erfährt jedoch Elisabeth, dass sich Lorenz nicht in sie, sondern in ihre Schwester verliebt hat. Vor lauter Wut beschimpft sie ihre Schwester als Hexe und weiß nicht, was sie damit anrichtet. Denn der Pfarrer nimmt dies gleich zur Gelegenheit, um den Vater des Mädchens töten zu lassen und der Hexe in die Schuhe zu schieben. Antonella muss in den Wald flüchten. Dann schließt das Buch an den Anfang wieder an und Lorenz erwacht schwer verletzt in einer Abtei. Er hat keine Ahnung, ob sein Bruder oder seine Freunde überlebt haben. Als er erfährt, dass die Schlacht verloren ist und die Truppen auch nicht vor Kempen halt gemacht haben, hält ihn nichts mehr. Schwer verwundet zieht er los, um seine Familie und das Mädchen zu suchen. Er trifft sie im Wald und ist überglücklich. Doch seine Verwundung ist zu schlimm und sie bringt ihn nach Kempen zu einem Arzt. Hier wütet der Feind und tötet die Bewohner des Ortes. Als ihre Schwester die Beiden sieht, kennt sie keine Gnade und beschimpft sie als Hexe und Mörderin. Der Pfarrer nutzt die Gelegenheit und stachelt die Menge noch auf. Antonella wird von der Menge gehetzt und Lorenz versucht ihr zu helfen. Mit der Hilfe seines Bruders und seiner Freunde versucht er im Wald das Versteck Antonellas ausfindig zu machen, aber der Pfarrer und die Bewohner waren schneller gewesen. Der Scheiterhaufen mit Antonella brannte schon und ihr Schrei lag Lorenz in den Ohren. Auch die Soldaten wurden durch den Feuerschein angelockt. Keiner konnte mehr helfen und Lorenz wollte trotz der Übermacht nicht aufgeben. Sein Bruder versuchte Lorenz von dem Scheiterhaufen abzuhalten und forderte ihn zum gehen auf. Er versuchte seinen Bruder zu schützen, in dem er ihn tötete. Mit dieser Tat konnte Maximilian zu Hause nicht mehr leben und verließ sein Elternhaus. Genauso wie Elisabeth, die erst viel später ihre Handlung bedauerte. Es war mein erster deutscher historischer Roman und ich war sehr positiv überrascht. Die Handlung ist dem Autor gut gelungen und man kann sich gut hineinversetzen. Er hat auch gut die Angst vor dem Krieg herüber gebracht und gleichzeitig wie früher schon eine dahingesagte Redewendung „du Hexe“ eine Katastrophe auslöste. Für mich waren die Hauptpersonen mehr die Brüder und nicht „die Hexe vom Niederrhein“. Der Roman lässt sich gut und spannend lesen. Würde ich jederzeit weiter empfehlen.
  20. Cover des Buches Königsschiessen (ISBN: 9783894250294)
    Hiltrud Leenders

    Königsschiessen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Autoren Trio Leenders/Bay/ Leenders startet mit diesem Roman eine lange Reihe von Niederrhein -Krimis deren Hauptschauplatz das Klever K1 ist. Da mein Mann gebürtig dorther kommt und ich immer ein schon eher zwiespältiges Verhältnis zu dem Örtchen (und vorallendingen den Leutchen dort ) hatte, habe ich mir gedacht das ich mal anfange die Gegend besser kennenzulernen. Der Roman ist mit 162 Seiten sicherlich nicht der Längste und auch nicht der Neuste (erschienen 1992). Das sollte man beim Lesen schon berücksichtigen und sich nicht wundern warum noch von D-Mark gesprochen wirdgg. Er lässt sich bequem an einem Abend lesen, ob sich dafür eine Neuanschaffung lohnt das mag jeder selber beurteilen. Man lernt die Örtlichkeiten und auch einen Teil der Gewohnheiten der Niederrheiner kennen, in sofern hat sich das Lesen für mich persönlich schon gelohnt. Die Personen in dem Fall die Kriminalbeamten sind noch ein bißchen unreif gezeichnet, da hoffe ich im Laufe der weiteren Bücher der Reihe auf eine deutliche Entwicklung. Gerade die persönlichen Seiten sind teilweise so unrealistisch das es irgendwie unpassend wirkt. Die hier im Fall beteildigte Familie macht den Einsteig in die Reihe auch nicht wirklich leichter, die verschiedenen Verwandschaftsbeziehungen und Verpflechtungen verwirren teilweise sehr schön. Die Story selber ist gut, man hat bis zum Schluß keine Ahnung wer der Täter sein könnte was ich an Krimis ja bekanntlich sehr schätze. Dadurch bleibt die Spannung und macht die ein oder andere Schwäche nichtig. Der Stil ist nicht zu abgehoben, man kommt locker , leicht und flüssig durch.Das Klever Platt ist für Unbekannte sicherlich gewöhnungsbedürftig, durch meinen Mann kannte ich vieles schon und musste das ein oder andere Mal richtig schmunzeln. FAZIT: Schwächen sind vorhanden aber da es mehrere Teile gibt hoffe ich auf eine Entwicklung und sehe dank der guten Story über manche Schwachstelle hinweg.
  21. Cover des Buches Die Unschuld der Kastanienblüten (ISBN: 9783958130845)
    Bettina Klusemann

    Die Unschuld der Kastanienblüten

     (11)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    "Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf."

    Meinung:
    Beide Kinder sind unterschiedlich aufgewachsen. Für Sophie kann man es als Kulturschock bezeichnen was im Krieg passiert ist und Hanno kann irgendwie damit leben...
    Ich finde die Autorin hat eine gut Geschichte geschrieben welche sehr interessant ist wenn man sich für die 50er Jahre und die Geshcichte nach dem 2. Weltkrieg interessiert. Der Schreibstil ist großteils flüssig und git nachzuvollziehen. Die Kurze Kapitel machen es leicht das geschehene zu verarbeiten.

    Fazit:
    Ein Buch welches einem die Zeit des und nach dem 2. Weltkrieg aus einer anderen Sciht näher bringt.
  22. Cover des Buches Schweineblut (ISBN: 9783492258432)
    Arnold Küsters

    Schweineblut

     (6)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Arnold Küsters Krimi 'Schweineblut' ist ein echter Niederrhein-Krimi. Wenn man am Niederrhein lebt, wird man beim Lesen dieses Buches viele Leute erkennen, die genau so oder ähnlich sind.
    In diesem Buch geht es um vieles: Drogen, Wirtschaftsinteressen, illegale Hanfplantagen. Kriminalität, wie sie im Grenzgebiet Deutschland ' Niederlande nun einmal vorkommt. Schützenbruderschaften und ihre Welt werden genauso gut beschrieben wie die Gladbacher Polizei.
    Die Charaktere werden dargestellt mit allen Ecken und Kanten. Die Konflikte zwischen den Einzelnen machen das Buch interessant und die Geschichte auch ein wenig liebenswert trotz harter Kriminalität.
    Die Geschichte ist spannend und teils schrullig, ich musste sie in einem Zug durchlesen.

  23. Cover des Buches Tote haben keine Lobby (ISBN: 9783548363233)
    Sabine Rückert

    Tote haben keine Lobby

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Sabine Rückert war mir von ihren Podcasts aus der Reihe „Zeit Verbrechen“ bekannt und als ich auf ihr Buch gestoßen bin, habe ich mit großem Interesse mit der Lektüre begonnen. Ich wurde nicht enttäuscht: Rückert deckt auf, wie diejenigen, die sich nicht wehren können (nämlich die Toten) vom Staat und der Polizei im Stich gelassen werden. Sie nutzt zur Untermauerung der Fakten Fallbeispiele, von denen einige mir aus ihrem Podcast bekannt waren und die zeigen, wie schnell ein Tötungsdelikt übersehen wird und nur durch Zufall oder gar durch ein Jahre später abgelegtes Geständnis ans Licht kommen.

    Natürlich ist das Buch schon etliche Jahre alt und die Informationen dementsprechend nicht mehr alle aktuell, aber es gibt durchaus Grund zur Annahme, dass sich viele Prozesse, die zum Übersehen von Verbrechen führen, nicht geändert haben. Eigentlich wäre hier eine Neuauflage interessant, zumal das Buch leider nur noch schwer zu beschaffen ist – dabei ist dieses Thema nicht nur interessant, sondern auch erschreckend, da die Verbrechen direkt vor unserer Nase passieren, aber nicht als solche erkannt werden und dementsprechend eine Menge Täter auf freiem Fuß sind. Durch die Medien wird vermittelt, dass es den perfekten Mord nicht gäbe. Rückerts Buch lässt anderes vermuten: Morde zu vertuschen ist leichter, als gedacht und passiert in schockierender Regelmäßigkeit überall in Deutschland.

    Fazit: Ein Buch, das unbedingt neu aufgelegt werden sollte. Gut recherchiert, keinesfalls trocken, aber sehr schockierend.

  24. Cover des Buches Felgenkiller (ISBN: 9783961112319)
    Thomas Maria Claßen

    Felgenkiller

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Gartenkobold
    Klappentext: Morde wühlen die niederrheinische Großstadt Grawenhorst auf. Während einer Radtour stirbt ein unbekannter Mitfahrer nach einem mysteriösen Unfall im Wald. In den Tagen danach sterben weitere Menschen. Immer waren sie mit dem Rad unterwegs. Dezimiert da ein Wahnsinniger die Fahrradfahrer der Stadt? Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Mittendrin Manfred (Manni) Hanraths bei dessen Tour der erste Mord passiert. Auch Manfred wird verdächtigt und recherchiert selbst.
    Den Krimi habe ich von einem unserer Mitfahrer der Fahrradgruppe erhalten und habe den Krimi regelrecht verschlungen. Kurzweilig, fesselnd und packend geschrieben. Eine gute Atmosphäre, unerwartete Wendungen und spannend geschrieben. Ein toller Krimi, der mit Sicherheit nicht nur für Radbegeisterte geeignet ist.
    Eine kurzweilige und spannende Geschichte, deren Spannung von Anfang bis zum Ende durchgängig anhält.

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