Bücher mit dem Tag "neil gaiman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "neil gaiman" gekennzeichnet haben.

95 Bücher

  1. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

     (372)
    Aktuelle Rezension von: Kaito

    Für diesen Roman sollte man Zeit und Vorwissen mitbringen.

    Eventuell habt ihr schonmal von der TV-Serie gehört. Tja, sie basiert auf einem Roman von Neil Gaiman (Sandman). Die “Director’s Cut”-Ausgabe aus dem Eichborn Verlag enthält neben der sehr umfangreichen Story auch mehrere Vorworte des Autors und auch nachträgliche Kommentare. Dies alles soll helfen, das Buch etwas besser zu verstehen.

    Braucht man das? Ja, ich denke schon. Und es kann auch nicht schaden, wenn man sich ein kleines bisschen in diversen Götterwelten auskennt.

    Im Fokus der Geschichte steht Shadow. Als “Angestellter” des geheimnisvollen Mr. Wednesday reist er quer durch Amerika und begegnet vielen ungewöhnlichen Leuten. Shadow selbst ist aber eher Mittel zum Zweck für den Autor. Zwar bekommt er hin und wieder die Gelegenheit so etwas wie eine Persönlichkeit zu entwickeln. Einen tiefgründigen und emotionalen Protagonisten darf man hier aber nicht erwarten. 

    Eine Geschichte voller Geheimnisse, Umwege und merkwürdiger Entwicklungen erwartet den Leser hier. Man weiß nie so genau, was eigentlich das Ziel von Shadows und Wednesdays Reise ist. Man kann nicht vorhersehen, wohin sich die Handlung entwickelt. Und durch einige Nebenhandlungen wird man auch immer wieder abgelenkt und muss sich erneut zurecht finden. Neil Gaiman erschafft seine ganz eigene Vision und Version von Amerika. Sowohl die Schauplätze, wie auch die Figuren werden gut beschrieben. Man muss aber auch einiges an eigener Fantasie mitbringen.

    Ich hatte das Gefühl, dass die ganze Zeit eine gewisse düstere und bedrückende Stimmung herrschte, die ich aber an nichts bestimmten festmachen konnte. Vielleicht lag es an Shadow, der kaum positive Emotionen zu empfinden scheint. Oder die immer wiederkehrenden Andeutungen zu einem Sturm oder Krieg…

    Ich habe bisher die Kinderbücher und Graphic Novels von Neil Gaiman gelesen. American Gods ist aber ein ganz anderes Kaliber. Der Autor hat sich hier scheinbar an den zwei Themen ausgetobt, die er besonders schätzt: Amerika und Götter/Mythologie.

    Eine ausgefeilte Handlung oder ein zugänglicher Protagonist waren hm dabei wohl nicht so wichtig. Trotzdem hat das Buch bei mir einen gewissen Sog entwickelt. Nachdem ich einmal drin war, hat es sich quasi von selbst gelesen.

    Fazit:
    Ein Buch wie ein Kunstwerk. Das ist die beste Beschreibung, die mir für American Gods einfällt. Nicht jeder versteht es, nicht jedem gefällt es, aber es hat durchaus Liebhaber. Man sollte nicht unbedingt mit dieser Geschichte in das Gesamtwerk des Neil Gaiman einsteigen. Aber man sollte sie auch auf keinen Fall verpassen!

  2. Cover des Buches Ein gutes Omen (ISBN: 9783492281669)
    Terry Pratchett

    Ein gutes Omen

     (267)
    Aktuelle Rezension von: lara_07

    Ich fand es leider nicht witzig, mir hat ein Übergang zwischen den Charakteren und Geschehen aus der Vergangenheit und Gegenwart gefehlt. Die Charaktere mochte ich, auch wenn ziemlich alle gleiche Eigenschaften hatten. Indem der Böse und der liebe Engel den Weltuntergang stoppen wollen, hat mir hier die nötige Spannung mit Kampfszenen gefehlt. Es gab tatsächlich eine, aber das war als sie gegen einen anderen Kollegen gekämpft haben und nicht gegen das Oberhaupt. Wenn das Buch kein Klassiker wäre, hätte ich nicht so stark kritisiert.

  3. Cover des Buches Doctor Who - 11 Doktoren, 11 Geschichten (ISBN: 9783864253126)
    Eoin Colfer

    Doctor Who - 11 Doktoren, 11 Geschichten

     (38)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Die Anthologie erschien zum 50. Jubiläum der Serie Dr. Who, alle bis dahin existierenden Inkarnationen des Doktors, außer dem Kriegsdoktor, erhalten ihre eigene Geschichte. 11 Doktoren, 11 Geschichten, 11 Autoren/Autorinnen, so unterschiedlich die einzelnen Doktoren sind, so unterschiedlich sind auch die Geschichten.

    Jeder Doktor ist mit seinen Eigenheiten sehr gut wiederzuerkennen. Größtenteils werden sie von bekannten Companions begleitet, wie z. B. Susan, Ace und Martha Jones, der 8. Doktor reist gerade allein, erhält aber für die Dauer seines Abenteuers auf der Erde jemanden zur Seite gestellt, der in das Geschehen involviert ist. Auch der 9. Doktor ist alleine unterwegs. Er erhält eine sehr interessante, nicht humanoide Begleiterin, die ich gerne noch einmal treffen würde, das Ende der Geschichte macht da auch ein bisschen Hoffnung. Gegenspieler gibt es ebenfalls sowohl unbekannte als auch bekannte, wie z. B. den Master, die Rani oder die Daleks, letztere einmal ganz anders als gewohnt.

    Die Geschichten spielen an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten, wie man das beim Doktor gewohnt ist. Mehrmals findet sich der Doktor auf der Erde wieder, wo er u. a. eine Seuche eindämmen muss. Andere Geschichten spielen in fernen Galaxien, wo z. B. ein riesiger Baum durchs All schwebt.

    Die Erzählstile sind selbstverständlich geprägt von den jeweiligen Autoren (2 davon Autorinnen), und daher sehr abwechslungsreich zu lesen, alle sind spannend, oft dramatisch, trotzdem kommt auch der Humor nicht zu kurz, manche sind regelrecht skurril, und am Ende gibt es die eine oder andere gelungene Pointe. Einmal darf sogar die Begleiterin, Peri, selbst in Ich-Form erzählen. Bis auf eine (die des 6. Doktors) haben mir alle Geschichten sehr gut gefallen, und auch diese eine ist nicht wirklich schlecht, und wird ihre Fans finden.

    Wer etwas mehr über die einzelnen Autoren wissen möchte, wird im Anhang fündig, sicher hat man am Ende Lust, von dem einen oder anderen ein weiteres Werk zu lesen.

    Die Anthologie konnte mich nahezu durchgehend begeistern. Die Vielfalt der Doktoren spiegelt sich in den Geschichten wieder, man trifft alte und neue Begleiter und Gegenspieler – jeder Whovian sollte seine Freude an dieser Sammlung haben.


  4. Cover des Buches Coraline (ISBN: 9783401507460)
    Neil Gaiman

    Coraline

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Jagusch

    Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite total überzeugt. Ein richtig schönes aber auch teilweise echt gruseliges Abenteuer, dass wir zusammen mit Coraline erleben dürfen. Es hat sich super schnell lesen lassen, nicht nur weil es ein kurzes Buch war, sondern auch weil es wirklich so unheimlich schön geschrieben war, dass man das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

    Ich kann das Buch wirklich nur total empfehlen, obwohl ich fast annehme, dass es eigentlich schon jeder gelesen hat??? Für mich wird es auf jeden Fall eines der Bücher sein, die ich immer wieder mal in die Hand nehme um es zu lesen.

  5. Cover des Buches Nordische Mythen und Sagen (ISBN: 9783847906674)
    Neil Gaiman

    Nordische Mythen und Sagen

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Das Buch beinhaltet eine Sammlung der wichtigsten nordischen Mythen und Sagen, neu interpretiert von Neil Gaiman. Von der Herkunft von Thors Hammer, über die Sage der Midgard Schlange, die Intrigen Lokis, bis hin zu Ragnarök ist alles enthalten.

    Das Buch lehrt den Leser, wie unsere Welt aus Sicht der nordischen Mythologie entstanden ist. In mundgerechte, locker und flockig erzählte Häppchen verpackt, erinnert es fast ein wenig an eine Märchensammlung.

    Mit hat das Buch ausnehmend gut gefallen. Es ließ sich nebenbei weglesen und hat meine Faszination für die nordischen Sagen neu geweckt. Außerdem findet sich am Ende des Buches ein umfangreiches Who-is-who der Götter, Riesen und Wesenheiten.

    Wer etwas für nordische Götter übrig hat und sich liebevoll erzählten Geschichten öffnen kann, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.

  6. Cover des Buches Der Ozean am Ende der Straße (ISBN: 9783847900719)
    Neil Gaiman

    Der Ozean am Ende der Straße

     (479)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Es gibt Bücher, da fällt mir nur ein Wort ein: Wow! „Der Ozean am Ende der Straße“ von Neil Gaiman ist ein solches Buch. Mit diesem einen Wort ist alles gesagt. Ich versuche aber dennoch auf den ein oder anderen Aspekt näher einzugehen.


    Dieses Buch ist nicht nur großartig von Neil Gaiman erzählt, sondern es enthält zudem über einhundert Tuschezeichnungen der australischen Künstlerin Elise Hurst. Die Geschichte selbst ist schon eine Empfehlung wert, aber die Zeichnungen machen daraus ein echtes Lesehighlight.


    Dass Neil Gaiman Geschichten erzählen kann, hat er schon vielfach bewiesen. Egal ob in Comics, Graphic Novels oder Romanen, er versteht es einfach, den Leser mit seinen Worten einzufangen. „Der Ozean am Ende der Straße“ ist ein Fantasy-Roman der in meinen Augen einen starken mythologischen Einschlag aufweist und damit die Affinität des Autors zur Mythologie unterstreicht. Im wesentlichen besteht die Erzählung aus der Erinnerung eines Mannes, den es an den Ort seiner Kindheit zieht. In einem Rückblick erzählt er von Ereignissen, die das Böse in unsere Welt gelassen haben und wie er Hilfe bekam, diesem zu begegnen.


    Ich glaube, dass Neil Gaiman mehr autobiografische Inhalte in seine Geschichte hat einfließen lassen, als er in seiner Danksagung zugibt. Dieser Eindruck wird durch die Tuschezeichnungen unterstrichen, die einen Jungen zeigen, der mich stark an den Autor erinnerte. Die Zeichnungen sind manchmal einfach nur Verzierungen des Textes, für gewöhnlich beziehen sie sich aber auf den Inhalt und zeigen in vielfach wunderbarer Weise das Erzählte. Manchmal sind die Zeichnungen klein, manchmal seitenfüllend. Aber jedes Mal ein Augenschmaus.


    Fazit


    Dieses Buch ist in jeglicher Hinsicht ein Highlight. Ich kann die Meinung zu bestätigen, dass es sich um ein poetisches Juwel handelt, das zudem auf eine großartige Art und Weise von den Zeichnungen der Künstlerin Elise Hurst aufgewertet wurde. Jeder, der gerne illustrierte Bücher liest oder mythologische Geschichten mag oder sich einfach nur in einer Geschichte verlieren möchte, muss diesem Buch einfach eine Chance geben. Es lohnt sich in vielfacher Weise!

  7. Cover des Buches Der Fluch der Spindel (ISBN: 9783868738728)
    Neil Gaiman

    Der Fluch der Spindel

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Ava_lon

    Inhalt

    Neil Gaiman und Illustrator Chris Riddell verweben zwei Märchen in der Art von Schneewittchen und Dornröschen miteinander und statten sie mit einer spannenden Handlung voll dunkler Magie aus: Am Vorabend ihrer Hochzeit macht sich eine junge Königin auf, eine Prinzessin von einem Fluch zu erlösen. Sie tauscht ihre feine Hochzeitsrobe gegen Kettenhemd und Schwert und folgt ihrem Zwergen-Hofstaat zu dem in Schlaf gefallenen Königreich. Doch die Prinzessin, die gerettet werden muss, ist nicht, was sie zu sein scheint ... Prächtig illustriert mit Metallic-Druckfarbe und voll schwarzem Humor das spektakuläre neue Meisterwerk von Neil Gaiman!

    Cover

    Tolles Cover mit einem Umschlag aus einem durchscheinenden Pergamentpapier. Dadurch wirkt es vielschichtiger, da sowohl der Einband selber mit einer Illustration als auch das Pergamentpapier gestaltet wurde. Für mich ein absoluter Hingucker.

    Ein Wort vorneweg

    Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.

    Mein Eindruck

    Ich liebe es immer wieder sogenannte Schmuckausgaben in den Händen zu halten. Die vielen Details in den Zeichnungen und die Art der Illustrationen faszinieren mich immer wieder und zeigen für mich auch ein Stück weit die Liebe zur Geschichte. In den Schmuckausgaben kann der Autor (Gaiman) und der Zeichner (Riddell) noch einmal mehr betonen, welche Punkte ihm an der Story wichtig sind. Von Neil Gaiman ist es die dritte Geschichte, die ich in Form einer Schmuckausgabe habe. Und auch hier lässt sich immer wieder eine Entwicklung in der künstlerischen Arbeit sehen.

    Der Fluch der Spindel ist nahezu in schwarz und weiß gehalten mit einigen punktuellen Verzierungen aus Gold. Ich mag diese Form der Strichzeichnungen, da nur mittels verschiedener Strichformen Schattierungen geschaffen werden, die ganze Welten entstehen lassen. Sie sind fokussiert auf das Wesentliche und doch gibt es im Hintergrund so manches schattenhafte, welches eine weitere Geschichte erzählt. Ich bin immer wieder fasziniert, wieviel mehr Bilder als Worte ausdrücken können.

    Die Geschichte ist darüber hinaus sehr gut gelungen. Schneewittchen und Dornröschen sind miteinander verbunden zu einer neuen Form und entwickeln sich dennoch zu einer eigenen Geschichte. Es gibt keine großen Königreiche mit vielen Soldaten die sich zum Kampf gegen das Böse rüsten, sondern nur eine junge Königin, welche sich auf den Weg macht, um die schlafende Prinzessin zu erwecken. Ein Kuss, ein Erwachen und ein Erkennen – für mich standen auch hier die zeichnerischen Details im Vordergrund. Die Mimik ist sensationell herausgearbeitet und jeder Gesichtsausdruck ist passend zur Geschichte. Auch die weitere Folge, in der die Königin ihre Entscheidungen trifft und einen neuen Weg beschreitet ist moderner und zeitgemäß. Sie geht ihren eigenen Weg und ist unabhängig von Königshof und einer Hochzeit.

    Fazit

    Eine Geschichte die ich immer wieder gerne lese und deren Zeichnungen ich liebe. Sie ist schaurig schön und erzählt ein altes Märchen ganz anders

    02.11.21

     

  8. Cover des Buches Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie (ISBN: 9783866073555)
    Neil Gaiman

    Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Ein Mann möchtet seinen verstorbenen Sohn zurück, er führt einen Zauber aus um Death zu fangen und sie zu zwingen ihm seinen Sohn zurück zu geben. Der Zauber verfehlt sein Ziel und statt Death wird ein anderer Ewiger gefangen genommen: Dream. Viele Jahrzehnte ist Dream in Gefangenschaft bis er es schafft zu entkommen. Dream hatte drei Insignien, die ihm alle genommen wurden und inzwischen in den verschiedenen Welten verstreut sind. Er muss sich also sowohl auf der Erde als auch in der Hölle auf die Suche danach begeben.

    Der Comic beinhaltet, wenn man ihn mit der Serie vergleicht, die ersten 6 Folgen. Es gibt einige wirklich gleichen Szenen, allerdings auch einige Abweichungen von Comic zur Serie. Mir hat gut gefallen das einige männliche Charaktere aus dem Comic in der Serie als Frauen dargestellt wurden und ich mag seine Schwester Death sehr gerne. Ich finde der Comic ist teilweise brutaler als die Serie und bin gespannt inwieweit sich die Serie an den nächsten Bänden orientiert hat. Bisher gefällt mir die Serie sogar ein bisschen besser.

  9. Cover des Buches Das Graveyard-Buch (ISBN: 9783847905943)
    Neil Gaiman

    Das Graveyard-Buch

     (268)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Ich mag den Stil des Autors, der einen ganz eigenen Ton hat und Atmosphäre erzeugt – dies macht einen Großteil der Fantasy aus – aber das alles ohne eine gewisse Leichtigkeit bis Beiläufigkeit zu verlieren.

    Trotz düsteren Figuren und geschichtlichen Elementen, kommt es einen nicht makaber vor, sondern fast schon „natürlich“.


    Es gibt schöne Details zu entdecken, vermeintliche Kleinigkeiten, die aber eine große Wirkung haben – wie z.B. Geisterarme, die ein Baby umfassen und so der physischen Welt enttragen wird oder wie Werwölfe (aber auch andere Wesen) dargestellt sind, bekannt und trotzdem anders (Wölfe Gottes/Himmelshunde).


    Die Geschichte ich zunächst irgendwie nichts Ganzes. Als wüsste sie nicht, was sie eigentlich sein möchte, aber letztlich ist es schlichtweg genug von allem.

    Es hat eine schöne Massage und bildet auch eine tolle Coming-of-Age Geschichzte die mal ganz anders erzählt wurde.


    Dabei bietet es die komplett Emotionspalette – es ist ein Abenteuer, Fantasy (gerade auch düsterer), es spricht von Freundschaft, vom Wunsch der Zugehörigkeit, Vorurteilen, von Familie und dass man mit ihnen nicht Blutsverwandt sein muss, von Freude, Hoffnung, Einsamkeit und Trauer.


    Es hat aber auch den Mut viele Stränge offen zu lassen bzw. z.T. schlicht nie wieder aufzugreifen, Generell ist es recht offen – auch das Ende.

    Dabei wahrt es wie gesagt seinen eigenen Klang und Atmosphäre – es ist ein schönes, irgendwie lebensbejahendes Buch, gerade weil es den Tod umarmt.


    Ein wunderschönes kleines Buch für zwischendurch.

  10. Cover des Buches Beobachtungen aus der letzten Reihe (ISBN: 9783847900351)
    Neil Gaiman

    Beobachtungen aus der letzten Reihe

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Neil Gaiman ist Autor von Romanen, Drehbüchern und Comics.
    Er liest, seit er lesen kann und arbeitete mit diversen Größen der verschiedenen Literaturgenres zusammen.
    Angefangen zu schreiben hat er als Journalist, bis er sich entschied, Schriftsteller zu werden.

    In dieser Sammlung verschiedener Texte erklärt Neil Gaiman, wie wichtig Bücher, Lesen und Bibliotheken für Kinder sind.
    Er klärt über das Leben als Künstler auf und erzählt witzige Anekdoten über andere Autoren, wie zum Beispiel Stephen King und Terry Pratchett.

    Er hat diverse Texte zu verschiedenen literarischen Preisverleihungen und Vorworte für andere Romane oder Comicbücher geschrieben.

    In diesem Buch versammeln sich auch die verschiedensten Texte zu den Themen Kino/Film allgemein und Musik.

    Man kann die Texte völlig unabhängig voneinander und in wilder Reihenfolge lesen. Man kann ganze Texte völlig ausklammern, wenn einen das Thema nicht interessiert und trotzdem lernt man Neil Gaiman sehr gut kennen und erfährt so einiges über das Schreiben und die Arbeit als freiberuflicher Künstler.
  11. Cover des Buches Norse Mythology (ISBN: 9781408891957)
    Neil Gaiman

    Norse Mythology

     (27)
    Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancesca
    In Norse Mythology lässt Neil Gaiman die alten nordischen Götter wieder lebendig werden. Wer schon immer wissen wollte, wie Thor seinen Hammer bekam, wie Odin sein Auge verlor oder wie Ragnarök über die alten Götter hereinbrach, wird hier fündig.

    Spannend und mit viel Witz erzählt haucht Gaiman den bekannten Göttern der nordischen Sage mit Norse Mythology neues Leben ein. In aneinander gereihten Kurzgeschichten erzählt er ein paar der wichtigsten Geschichten der Edda nach. Die nordischen Götter sind dabei keine übernatürlichen Wesen, die nur Gutes tun. Vielmehr sind sie unbezähmbar. Loki ist der gerrissenste und verschlagenste unter den Göttern. So oft seine gefährlichen Späße die anderen Asen auch in Not bringen, ist seine Verschlagenheit doch häufig unersetzlich, um selbst die verzwicktesten Situationen zu lösen. Er ist eine unglaublch ambivalente Figur, dessen Loyalität wohl niemand so recht einzuschätzen vermag. Aber auch die Frauen der Asen sind eine Kraft, mit der man rechnen muss. Da ist die furchteinflösende Freya, vor derem Zorn die anderen Götter zittern. Odin ist der weise Göttervater, der für die Weisheit einst mit seinem Auge bezahlte.  Doch aller Weisheit der Welt zum Trotz, bricht am Ende Ragnarök über die Asen herein, das Ende der Götter.
    Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Voller Witz erzählt, lässt Gaiman die alten Götter der nordischen Sage wieder lebendig werden, sodass man nicht nur viel Grund zum Schmunzeln hat, sondern auch noch etwas dabei lernt. Natürlcih hat das Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr werden zentrale Erzählungen der Edda nacherzählt und geben einen kleinen Vorgeschmack auf diese uralten Sagen, die uns oft weniger präsent sind, als die Geschichten der römischen und griechischen Götter.
  12. Cover des Buches Stardust - Der Sternwanderer (ISBN: 9783957981936)
    Neil Gaiman

    Stardust - Der Sternwanderer

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Tristran ist ein einfacher Ladengehilfe, der in einem kleinen englischen Dörfchen namens Wall lebt und schrecklich verliebt ist in Victoria Forester, das hübscheste Mädchen in der Gegend. Er würde alles für sie tun, jedoch möchte diese von dem einfachen Tristran nichts wissen. Als eine Sternschnuppe vom Himmel fällt, ringt er ihr das Versprechen eines Kusses oder gar der Heirat mit ihr ab, wenn er ihr diese Sternschnuppe bringt. So bricht er auf ins Land der Feen, in das eigentlich kein Menschen Zutritt hat und wo er hofft den Stern zu finden. Tristran staunt nicht schlecht als er schließlich entdeckt, dass die Sternschnuppe kein gewöhnlicher steinerner Klumpen, sondern eine junge Frau ist, die nicht gerade begeistert ist, vom Himmel geholt worden zu sein. Noch dazu erfahren sie bald, dass auch andere hinter ihr her sind um sich ihrer Kräfte zu bemächtigen. Sie müssen auf der Hut sein und ihr Weg ist gesäumt von Gefahren. Tristran wird während dieses Abenteuers erwachsen und hinterfragt so manche Anwandlungen, die er vorher hatte. So erfährt er auch unterwegs mehr über sich selbst und ist überrascht, als er erkennt, dass er doch nicht der einfache Dorfjunge Tristran ist, der er glaubte zu sein📖 


    Schon x- Mal hab ich die Verfilmung dieser schönen Geschichte gesehen. So auch wieder zu Weihnachten. Diesmal jedoch griff ich danach endlich entschlossen zur Buchvorlage, die bestimmt schon seit fast zehn Jahren noch ungelesen in meinem Regal stand. Traurig, dass ich das nicht bereits eher getan habe. Schön wiederum, da ich sie dafür jetzt genießen konnte.
    Es ist wirklich ein sehr hübsches Märchen für Erwachsene.
    Erwachsene deswegen, weil auch mal die ein oder andere pikante Szene darin vorkam, die Illustration auch mal etwas blutiger ausfielen oder ein bestimmtes Schimpfwort mehr als einmal zur Sprache kam, was wohl weniger für Kinder geeignet gewesen wäre. Die Verfilmung kam der Geschichte schon sehr nahe. Jedoch, wie es bei den meisten Verfilmungen eben so ist, hält das Buch mehr bereit. Das Ende fiel ein wenig unspektakulärer aus als im Film, dennoch gefiel es mir sehr gut.
    Auch die gezeichneten Figuren unterschieden sich im Aussehen stärker von denen, die ich aus der Verfilmung her in Erinnerung hatte. Jedoch machte das natürlich überhaupt nichts. Im Prinzip war es dieselbe Geschichte, nur doch irgendwie ganz anders.
    Auf jeder Seite wurde man mit einer schönen Illustration überrascht. Wahrlich wie ein Märchenbuch, das einen ins mystische Reich von Stormhold entführte. Der Erzählstil war einfach gehalten, schnell zu lesen und fing mit dem typischen ,,Es war einmal..." an.
    Wer einmal abschalten möchte von der Realität, dem ist diese Reise ins Land der Feen, Hexen, Einhörner und Könige sehr zu empfehlen🙂

  13. Cover des Buches Neil Gaimans Niemalsland (ISBN: 9783741607707)
    Mike Carey

    Neil Gaimans Niemalsland

     (412)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Schon bei seinem frühen Werk vereint Gaiman fantastische Ideen mit bekanntem und plastischen Charakteren. Die Dialoge sind auch sehr gut!

  14. Cover des Buches Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie (ISBN: 9783866073562)
    Neil Gaiman

    Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Irgendwas passiert in der Traumwelt und der Hüter der Träume, Dream, ist angesichts dessen beunruhigt. Aber nicht nur das. In den sieben Kapiteln der Sandman-Reihe werden viele Themen angeschnitten und so manches Kapitel kann sogar für sich alleine stehen.

    Das macht die Sandman-Reihe so interessant. Es wird nicht nur eine Hauptstory präsentiert, sondern auch viele große und kleine Nebenschauplätze, die das Wesen der Hauptfigur Dream zeigen und ausmalen. Vieles wird reichlich wirr erzählt und offenbart sich dem Leser gegebenenfalls erst, wenn er das Buch mehrmals durchforstet. Aber spätestens dann wird die Fülle und Vielfalt des Plots sichtbar und deutlich.

    Der Humor darf bei einer Gaiman-Geschichte natürlich nicht zu kurz kommen, wenn z.B. Ken und Barbie auftauchen. Aber auch Bezüge zur „American Gods“ Reihe werden deutlich (wobei ich anmerken muss, dass diese nach Sandman entstand), was für den ein oder anderen Schmunzler gut sein dürfte.

    Die Zeichnungen sind wieder sehr gut umgesetzt und unterstreichen Text sehr ansprechend. Die Collagen gibt es übrigens nur bei den Covern (ich finde, dass die ein wenig verwirren), der eigentliche Inhalt ist klassischer gezeichnet, wobei die Farben und Zeichenstile sehr passend und vielfältig umgesetzt wurden. Übrigens: Trotz aller Wirren und abgedrehten Darstellungen und Erzählungen bekommt die Geschichte „Das Puppenhaus“ ein Ende.

    Etwas schwierig wird es, die digitale Version dieses Buchs zu lesen, wenn die Geschichte im Querformat erzählt wird. Das ist sicherlich beim Print einfach zu lesen, in dem das Buch einfach nur um 90 Grad gedreht wird, was bei eine Tablet auch noch geht (wenn das automatische Drehen deaktiviert wird), aber beim Monitor schon schwieriger wird. Glücklicherweise treten die „Querformat-Stripes“ nur selten auf.

    Fazit

    Die Geschichte von „Dream“ geht weiter. Das Puppenhaus enthält viele Geschichten. Neben dem Hauptplot werden noch einige Nebenschauplätze beleuchtet, so dass dem Leser nie langweilig wird. Ganz im Gegenteil bietet die Sandman-Reihe auch im zweiten Band einen gewissen Anspruch, dem sich der Leser stellen muss.

  15. Cover des Buches The Sleeper and the Spindle (ISBN: 8601410706135)
    Neil Gaiman

    The Sleeper and the Spindle

     (28)
    Aktuelle Rezension von: sasa_moon

    Chris Riddell und Neil Gaiman sind schon lange mein liebstes Duo, was gelungene illustrierte Geschichten angeht. "Coraline" oder zuletzt auch die illustrierte Ausgabe von "The Graveyard Book" haben mir sehr gut gefallen und zählen zu den schönsten Büchern, die ich in meinen Regalen stehen habe. Chris Riddell ist nun seit Jahren mein Lieblingsillustrator und über ihn habe ich auch glücklicherweise zu Neil Gaiman gefunden, weswegen ich sehr gespannt auf diese Zusammenarbeit war. Was soll ich sagen - ich bin erneut hin und weg!

    Zum Cover & den Illustrationen: eine schlafende Frau mit wallendem Haar, dazu an den Seiten gewundene Dornenranken - sofort assoziiert man diese Geschichte mit Dornröschen. Es passt wirklich sehr gut zur Handlung des Buches und zieht einen beinahe magisch an. Auch die restlichen Illustrationen sind (wie von Chris Riddel gewöhnt) ganz fantastisch geworden. Seine Menschen und Wesen haben einfach einen ganz eigenen Charakter, sprühen vor Charme und besonders seine Art Schatten zu setzten und zu Schraffieren bringt eine gewisse Dynamik mit, die ich selten bei Illustrator:innen sehe. Besonders der Mix aus "klassisch" schönen Elementen und Makabren hat mir hier besonders gut gefallen!

    Zur Handlung: in dieser Geschichte verfolgen wir eine mutige und emanzipierte Königin, die sich, zusammen mit einer Gruppe von Zwergen, auf den Weg macht, um den Fluch der Prinzessin zu brechen. Dabei werden die verschiedensten Märchenelemente von Dornröschen und Schneewittchen miteinander verwoben, sodass ein ganz eigenes Märchen erzählt wird. Die Geschichte ist nicht besonders lang, jedoch lässt sie einen beim Lesen zu keiner Zeit los und man fliegt nur durch die Seiten. Es ist ein Märchen mit vielen unerwarteten Wendungen, einer unabhängigen Protagonistin und Magie.

    Die Charaktere: durch die geringe Seitenanzahl war es schwierig, den Charakteren eine Entwicklung oder Tiefe zu ermöglichen, hier wurde sich wirklich eher auf die Handlung fokussiert. Jedoch hat mir unsere Protagonistin, die Königin, unheimlich gut gefallen. Ohne groß zu überlegen macht sie sich auf den Weg, um die Prinzessin zu retten, beweist unterwegs Mut und Stärke und bleibt sich dabei selbst treu. Zusammen mit den Zwergen hat sich dabei eine tolle Gruppe ergeben, die man gerne während der Reise begleitet hat.

    Ich kann wirklich nicht meckern. Das Buch hat mich von vorne bis hinten begeistern können und durch die wunderschöne Aufmachung einen Ehrenplatz im Regal gesichert. Von mir gibt es klare 5/5 Sternen und eine wirklich gut gemeinte Leseempfehlung! :)

  16. Cover des Buches Anansi Boys (ISBN: 9783847906506)
    Neil Gaiman

    Anansi Boys

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Leseglatze1974

    Die Grundidee ist erstmal ziemlich interessant: Ein junger Mann mit afroamerikanischen Wurzeln, der sein altes Leben hinter sich lassen will und in London lebt, dann aber erfahren muss, dass sein kürzlich verstorbener Vater eigentlich ein Vodoo-Gott gewesen ist. Dann taucht auch noch ein ihm bisher unbekannter Bruder auf, der die Göttlichkeit vom Papa geerbt hat und das Leben unseres Protagonisten mächtig durcheinander wirbelt. So schön, so lustig. Zahlreiche Teile der Handlung ziehen sich aber ziemlich, vor allem das Zusammentreffen des Helden mit den Indianer (?) Göttern. Auch die etwas seltsame Krimi-Nebenhandlung hat mich etwas ratlos gemacht. 

    Alles zusammen kann man sagen, dass es ein durchaus lesenswertes Buch ist, sich aber nicht so leicht weglesen lässt, wie z.B. American Gods. 

  17. Cover des Buches Sandman: Death (ISBN: 9783866079311)
    Neil Gaiman

    Sandman: Death

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Kaito
    Mein Kennenlernen mit einem Klassiker.

    Inhalt:
    Das hübsche junge Mädchen in Schwarz mit dem Kringel unterm Auge ist Death, und ihr Beruf ist der Tod. Sie ist die einfühlsame Lieblingsschwester des Sandman und auch die Lieblingsnebenfigur der Fans. Dieser Band versammelt ihre Soloabenteuer mit zwei Miniserien und mehreren Kurzgeschichten.

    Meinung:
    Klar habe ich schon von Neil Gaiman gehört. Ich hatte bisher aber nur The Graveyard Book von ihm gelesen. Death ist mein erstes Kennenlernen mit einem Comicband aus der Feder des großen Fantastik-Autors.

    Death, die ungewöhnlich freundliche, fröhliche und aufgeschlossene Protagonistin dieses Bandes, erlebt und durchlebt in zwei Miniserien und mehreren Kurzgeschichten sehr fesselnde und faszinierende Geschichten.
    Dabei wird der Tod aber zu keiner Zeit auf die leichte Schulter genommen. Die Ernsthaftigkeit von Themen wie Selbstmord, Verzweiflung und auch Liebe kommen gut zur Geltung.
    Die grafische Umsetzung der Geschichten haben unterschiedliche Künstler übernommen. Somit sind die Bildsprache und die Aufteilung des Panels sehr unterschiedlich.

    Ich hatte vorher im Internet geschaut, was es mit den Endless auf sich hat. Ansonsten bin ich aber komplett unvoreingenommen an den Comicband heran gegangen. Und ich finde es hat sich gelohnt.

    Fazit:
    Neil Gaimans Darstellung von Death ist erfrischend anders, als man den Tod sonst so kennen lernt. Die grafische Gestaltung dieses Bandes ist sehr abwechslungsreich und die Handlung ist unterhaltsam aber nicht albern. Eine tolle Mischung und ein faszinierendes Werk.

  18. Cover des Buches Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie (ISBN: 9783866073579)
    Neil Gaiman

    Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie

     (23)
    Aktuelle Rezension von: -Anett-

    In diesem Teil finden wir 4 Kurzgeschichten. Und obwohl ich skeptisch war, ob mich diese genauso begeistern können (ich bin eigentlich kein Freund von Kurzgeschichten), habe ich diese mit zunehmender Begeisterung gelesen.

    Dabei fand ich die erste „Kalliope“ sehr eindrucksvoll. Eine gefangene Muse, die versucht ihre Freiheit zu erlangen.

    Aber am Besten fand ich „Ein Sommernachtstraum“, in dem der Dichter William Shakespeare sein Theaterstück vor einem ganz besonderen Publikum präsentiert!

  19. Cover des Buches Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard (ISBN: 9783401603629)
    Neil Gaiman

    Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Kaito

    Eine nordische Legende für junge Leser.

    Inhalt:

    Tief in den Wäldern des Nordens begegnet der Wikingerjunge Odd den Göttern Odin, Thor und Loki. Doch die drei brauchen Odds Hilfe. Denn nur einer wie Odd kann die Eisriesen aus Asgard vertreiben und die Welt vom ewigen Winter befreien: Einer, der so fröhlich ist, einer, der so glücklich ist  - wie Odd.


    Meinung:

    Ich war überrascht wie schmal diese Buch ist. 120 Seiten sind wirklich nicht viel.

    Aber das heißt nicht, dass diesem Buch etwas fehlt.

    Im Gegenteil hat sie so ziemlich alles, was ein gutes Abenteuer braucht: Götter, eine fremde Welt, eine große Notlage und ein junger, eher unauffälliger Held.

    Wobei so unauffällig ist Odd garnicht. Erstaunlicherweise ist er trotz seines wenig angenehmen Lebens (sein Vater starb auf See, nach einem Unfall ist ein Bein verkrüppelt und der neue Mann seiner Mutter ist ungehobelt und unfreundlich) ein sehr fröhlicher und zufriedener Junge. Schon ein bisschen merkwürdig. Daher wohl auch der treffende Name für ihn.


    Ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen, denn die Schauplätze sind anschaulich, detailreich und atmosphärisch beschrieben.

    Die Geschichte ist ruhig erzählt und trotzdem fesselnd und spannend. Hinzu kommen viele wunderbare Illustrationen. Da Odd sich mehr auf sein köpfchen verlässt und nicht auf körperliche Gewalt, ist das Abenteuer sehr gut für junge Leser geeignet.


    Fazit:

    Mein zweiter Ausflug in ein Kinderbuch von Neil Gaiman war ein voller Erfolg. Atmosphärisch, spannend und lehrreich ist die Reise von Odd in die Götterwelt des Nordens.

  20. Cover des Buches Sandman Deluxe - Die Graphic Novel zur Netflix-Serie (ISBN: 9783741605222)
    Neil Gaiman

    Sandman Deluxe - Die Graphic Novel zur Netflix-Serie

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Serkalow
    Ich habe mich ja schon seit dem Erscheinen (und Kauf) des ersten Bandes dieser feinen Hardcover-Edition auf den zweiten gefreut. (Es scheint auch weiter zu gehen, denn der dritte Band »Die Zeit des Nebels« ist auch schon bestellbar und für April 2018 anvisiert.)

    Moment. Sollte nicht zwischen »Das Puppenhaus« und »Die Zeit des Nebels« eigentlich »Traumland« liegen?

    Korrekt. So war es bisher in allen Sandman-Sammelbänden. Offenbar hat sich Vertigo (im Original) entschieden, für die Luxus-Ausgabe den relativ kurzen »Traumland«-Band (nur vier Stories) auf »Puppenhaus« und »Nebel« aufzuteilen.

    So finden sich »Calliope« und »Der Traum der tausend Katzen« in der hier vorliegenden Ausgabe. So werden mit Sicherheit »Ein Sommernachtstraum« und »Fassade« im dritten Teil der Deluxe-Variante zu finden sein.

    Inhaltlich möchte ich gar nicht so viel sagen. »Das Puppenhaus« geht mit seinen Geschichten etwas weiter weg von einer stringent erzählten Handlung und scheint oberflächlich betrachtet, einfach eine Sammlung (von allerdings wunderschönen) Shortstorys zu sein. Dennoch, erhält man bereits eine Ahnung, dass nichts im Sandman-Universum einfach so erzählt wird.
    Jede einzelne Geschichte hat ihre Bedeutung im Reich der Träume und auch für Band 2 gilt, was ich bei Band 1 geschrieben habe.

    Die Zeichnungen gefallen mir immer noch nicht so richtig. Der Strich ist mir irgendwie zu altmodisch und oft sind die Gesichter zu hölzern, teilweise hatte ich sogar Schwierigkeiten einzelne Charaktere zu unterscheiden. Selbst Morpheus, der Herr der Träume selbst, erscheint manchmal in aufeinanderfolgenden Bildern wie verschiedene Personen. Ich glaube nicht, dass dies wirklich Absicht ist.

    Einige Ideen in der Bildgestaltung, z.B. Destinys »Wohnstatt« oder wie Panels angeordnet sind, dass sie z.B. mittendrin vom Hoch- ins Querformat wechseln, um den Übergang einer Protagonistin in die Traumwelt zu illustrieren, sind hingegen genial.

    Doch davon abgesehen ist Neil Gaiman ein großartiger Erzähler, der so voller Ideen sprudelt, die er in diesem wilden Genremix ohne Rücksicht auf Konventionen durcheinander wirft, dass man nur hoffen kann, dass er nicht auf seinem Dachboden einst eine Muse gefangen hielt oder gar noch hält. Denn die Folge dieses Handelns, bekommt der Protagonist der Geschichte »Kalliope« nur allzu deutlich zu spüren. Zu viele Träume sind u. U. schlimmer als Albträume.
    »Sandman« als Comic, als erzählendes Medium hingegen, steckt so voller Träume, Bildern, Figuren, Metaphern und Geschichten, dass es eine wahre Freude ist, diese Stück für Stück für sich zu entdecken, um irgendwann eine Ahnung des Gesamtkunstwerkes zu erhalten.

    In diesem Sinne, auch für Band 2 natürlich 5 von 5 möglichen Sternen.


  21. Cover des Buches Sandman Deluxe - Die Graphic Novel zur Netflix-Serie (ISBN: 9783741607691)
    Neil Gaiman

    Sandman Deluxe - Die Graphic Novel zur Netflix-Serie

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Serkalow
    Und weiter gehts mit Band 3 der edlen Hardcoverausgabe des Comics für Intellektuelle. Was hab ich mich auf diesen Band gefreut, denn gerade auf die Geschichte, in der Shakespeare vor Oberon und seinem Gefolge den »Sommernachtstraum« aufführen muss, war ich mehr als gespannt. (Dank Panini-Abo-Service erhielt ich sie sogar knapp 10 Tage vor dem Release.)

    »Dinge müssen nicht geschehen, um wahr zu sein. Geschichten und Träume sind die Schattenwahrheiten, die überdauern, wenn reine Fakten Staub und Asche sind und längst vergessen.«

    Dies antwortet Morpheus aka Dream der Elfenkönigin Titania, die anmerkt, dass die Ereignisse, die von den Schauspielern im »Midsummernightsdream« dargestellt werden, nicht den wirklichen Geschehnissen entsprechen.

    Eine Aussage, die allein mit eben jenem Stück von Shakespeare bewiesen ist und, ich wage es mal auszusprechen, mit jeder einzelnen Facette von Gaimans »Sandman« Universum in Zukunft so sein wird.

    Im Vorwort bezeichnet Harlan Ellison Neil Gaimans »Sandman« als neu, folgenreich und nicht so vergänglich« wie »das meiste, das tagein, tagaus im Comic gemacht wird.«

    Betrachte ich die verschiedenen »Sandmann« Geschichten, fällt mir eins auf:

    Gaiman ist vielleicht gar nicht ein so großer Geschichtenerzähler, der uns mit ausgefeilten Plots und dreidimensionalen Figuren unterhält.
    Neil Gaiman ist jemand, der vor Ideen nur so sprüht und diese beinahe skizzenhaft hinwirft, damit sie von anderen aufgegriffen, weiter verarbeitet werden könnten. Damit als »folgenreich« und »nicht so vergänglich« werden.

    Es gibt ja immer noch Stimmen, die behaupten, Rowling hätte ohne die »Books of Magic« von Gaiman niemals »Harry Potter« geschrieben.
    Vielleicht.

    »Die Zeit des Nebels« Geschichte, welche den größten Teil des vorliegenden Bandes ausmacht, hat uns auf jeden Fall die Comic und TV-Serie »Lucifer« beschert.

    Insofern ist das Medium Comic, durchaus adäquat für Gaimans Ideenreichtum, da es in den Händen der Zeichner liegt, dessen Bruchstücke uns so zu präsentieren, dass jeder einzelne Satz, jeder einzelne Gedankenfetzen, jedes einzelne Traumelement ... so klein sie einzeln betrachtet auch scheinen ... sich uns als Gesamtkunstwerk präsentieren.

    Auch wenn mir der Zeichenstil immer noch nicht so gefällt, (ist er mir zu »oldschool«?) so ist diese Umsetzung auch im 3. Band mehr als gelungen.

    »Zeit des Nebels« strotzt wieder nur so voller Details und Ideen. Teilweise mit großartig absurden Humor gewürzt (Thor und sein Hammer, Kain, der Abel als Bühnenkünstler zersägt ...), mixt Gaiman wieder alles, was Literatur, Sagen, Mythen, die Bibel und die Popkultur hergeben.

    Die preisgekrönte Geschichte »Ein Sommernachtstraum« ist für mich eh über jeden Zweifel erhaben und hier passen für mich sogar die Zeichnungen, die irgendwie an alte »Prinz Eisenherz« Comics erinnern.

    »Fassade«, eine weitere Geschichte in diesem Band, ist allerdings irgendwie an mir vorbeigegangen. Verstehe ich vielleicht die Bezüge der Hauptfigur (Elemental Girl?) Zu anderen Medien, Erscheinungsformen nicht? Allein die niedliche Gothicprinzessin Death macht für mich keine gute Story, auch wenn ihre (neben Dream) spärlich gesäten Auftritte ihren Charme haben.

    Schöner ist da für mich, wie Gaiman in »Zeit des Nebels« Elemente aus früheren Geschichten – konkret »Geschichten im Sand« und »Gastgeber mit kleinen Fehlern« aufgreift und dass er Dream in einer dieser Traumebenen erneut als farbigen Gott darstellt, ist für mich geradezu immer noch hochgradig aktuell wichtig.

    Ich freue mich auf die weiteren Geschichten aus dem Kosmos der »Ewigen«, zumal mit dem vorliegenden Band endlich auch die anderen »Ewigen« etwas näher beleuchtet werden.

    5 Sterne
  22. Cover des Buches Zerbrechliche Dinge (ISBN: 9783838790695)
    Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Mein kleiner Horrortrip (ISBN: 9783407810915)
    Harper Collins Children's Books

    Mein kleiner Horrortrip

     (41)
    Aktuelle Rezension von: franzisbookchase
    In Kürze:

    + Sammlung kurzer Horrorgeschichten
    + gruselig
    + lustig
    + spannend

    Meinung:

    Diese Sammlung kurzer Schauergeschichten ist eine wunderbares kleines Buch. Auch wenn meine Fantasie das ein oder andere mal mit mir durchgegangen ist und ich einige Geschichte sehr gruselig fand, sind sie einfach nur unterhaltsam.
    Ob in Form eines Comics, nicht länger als 3 Sätze oder aber über 2 Seiten lang sind, ist es eine großartige Unterhaltung für alle Altersklassen. Nun ja, vielleicht nicht für alle Altersklassen. Wenn wirklich noch klein ist und sich vor den Monstern unterm Bett und im Schrank fürchtet, sollte diese Buch vielleicht nicht lesen. Da die eigene Fantasie da er angetrieben wird, als beruhigt und unterdrückt.
    Aber ansonsten eine ganz tolle Sammlung und Unterhaltung.

    Fazit:

    Ein sehr schönes Buch, dass ebenso gruselig wie lustig ist. Ein Muss für alle kleinen und großen Horror- und Gruselfans.
  24. Cover des Buches Zerbrechliche Dinge (ISBN: 9783608938760)
    Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge

     (35)
    Aktuelle Rezension von: CarolinHafen

    Ich konsumiere Kurzgeschichten, so wie ich Schokolade konsumiere. Gerne mal als Happen zwischendurch, als Genuss, Ablenkung, Aufheiterung.

    Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich auf Neil Gaimans Geschichten einlassen zu können – eine neue Sorte Schokolade (für mich).

    Die ersten zwei Geschichten mochte ich gar nicht, irgendwas mittelalterliches, was dann doch Neuzeitlich wurde und ich dachte noch „O Gott, das fängt ja gut an“.  Aber dann fand ich Gefallen daran, an der Mischung aus Realität und Fantasie. Das gruselt besonders schön.

    Man lässt das Stückchen Schokolade auf der Zunge vergehen, ist im Hier und Jetzt, doch der Geschmack auf der Zunge entführt einen an einen anderen, exotischeren Ort.

    Mehrere Geschichten erinnern mich an andere Geschichten/Bücher/Genres. Wenn ich mir die Mühe machen würde zu googeln, würde ich vermutlich noch mehr Parallelen finden, als mir beim Lesen aufgefallen sind. Ich verstehe die Geschichten als Hommage an großartige Autoren und ihre Bücher. Die Sherlock Holmes Geschichte, beispielsweise. Der Name Sherlock Holmes taucht nirgends auf, und doch ist jedem klar, selbst wenn er nie einen Sherlock Holmes Roman gelesen hat, dass es sich um DIESEN Detektiv handelt, und keinen anderen. So gibt es des Weiteren eine „Phönix aus der Asche“ Geschichte, eine mit Fabelwesen wie Beowulff usw.

    Was macht ein großartiger Autor (Was Gaiman in meinen Augen ist!), der mit einer herausragenden Fantasie ausgestattet ist, mit bekannten Figuren/Elementen der Literatur? Eine neue Geschichte, wie man sie vielleicht schon immer mal lesen wollte. Und nein, ich meine nicht Fan-Fiction. Etwas ganz eigenes.

    Am besten hat mir die Geschichte von dem Jungen, den alle „Zwerg“ nennen, gefallen. Er läuft von Zuhause weg – dafür braucht es Mumm.  Und der Zwerg hat Mumm. Doch lest selber. :)

    Ich mag, dass die Geschichten, obwohl sie als Kurzgeschichten betitelt sind, länger als üblich sind. Einige sind deutlich länger als 10 Seiten, ein kleiner Mikrokosmos. Ich musste allerdings, zwischen den Geschichten Pause machen, um jede auf mich wirken lassen zu können. Man futtert ja auch nicht die ganze Tafel auf einmal. Sondern zieht es in die Länge, damit man mehr davon hat.

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