Bücher mit dem Tag "neapolitanische saga"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "neapolitanische saga" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518469309)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (602)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Elena und Lila sind von klein auf beste Freundinnen, aber es ist auch eine schwierige Freundschaft. Die beiden wachsen in einem kleinen italienischen Dorf auf und sind auch im hohen Alter noch gut befreundet, als Lila plötzlich verschwindet und alles aus ihrem Leben löscht. Bilder, Gegenstände, nicht ist mehr da.

     

    Meine Meinung:

    Mit „Meine geniale Freundin“ beginnt Elena Ferrante ihre neapolitanische Saga um die Freundinnen Elena und Lila. Und obwohl alles rein fiktiv ist hat man doch das Gefühl, als erzähle die Autorin aus ihrem eigenen Leben. Aus der Ich-Perspektive beginnt sie in der Gegenwart und geht dann schnell zurück in die Kindheit und Jugend der Protagonisten. Dabei verwendet sie eine wunderschöne und außergewöhnlich literarische Sprache.

     

    Gemeinsam mit Elena und Lila erleben wir, wie das Leben in einem kleinen, italienischen Dorf nahe Neapel in den 1950er Jahren ist, in dem alles volkstümlich anmutet und noch alte Werte und Gedanken gelten. Jeder kennt jeden und die Unversehrtheit der Mädchen wird hoch geschätzt bis hin zur Blutrache, wenn ein Junge oder Mann ein Mädchen falsch anschaut oder gar anfasst. Und wir haben mit den Solaras die Herren der Kleinstadt, die Mafia, wie sie in keinem solchen Roman fehlen darf.

     

    Anfangs fand ich es etwas beschwerlich zu lesen. Im ersten Teil sind Lila und Elena 6-7 Jahre alt und lernen sich gerade kennen. Dabei versetzt sich die Autorin wunderbar in die Gedankenwelt eben dieser Altersgruppe hinein. Das war es aber auch, was es mir etwas schwer gemacht hatte. Später, ab der Jugendzeit der beiden, fiel mir das Lesen dann deutlich leichter und es wurde spannender. Wir werden aus Sicht der beiden hineingetragen in dieses kleine Dorf im Rione, wachsen mit den beiden zusammen auf und erleben hautnah ihre Wünsche und Träume mit. Eine wunderschöne Geschichte über eine Freundschaft, die durch dick und dünn geht, mit all ihren Gemeinsamkeiten aber auch mit der typischen Eifersucht und dem Gefallen wollen und Nacheifern. Und das ganze vor der Kulisse eines kleinen Dorfes, in dem jeder jeden kennt. Den Weg der Freundinnen zu verfolgen macht wirklich Spaß und man hat das Gefühl, die Autorin wäre tatsächlich ihre Protagonistin Elena und hätte alles genau so erlebt, so lebendig wirkt die Geschichte. Als ich dann so richtig im Geschehen drin war, war das Buch leider schon zu Ende mit der Hochzeit von Lila und jetzt bin ich gespannt auf den zweiten Teil. Wird Lila wirklich glücklich werden? Wird Elena sich Nino angeln? Und wie geht es überhaupt mit dem kleinen Dorf weiter, das wie eine Welt für sich wirkt? Ein wirklich schönes Buch über eine anrührende Freundschaft.

     

    Fazit:

    Elena Ferrantes „Meine geniale Freundin“ ist der erste Teil ihrer neapolitanischen Saga um die Freundinnen Elena und Lila. Und obwohl es rein fiktiv ist hat man doch das Gefühl, die Autorin erzählt aus ihrem eigenen Leben! Die Kindheit der beiden ist etwas schwierig zu lesen, obwohl es erstaunenswert ist, wie gut sich die Autorin in die Gedanken und die Sicht der Kinder hineinversetzt. Ab der Jugendzeit wird es dann spannender und mitreißender. Die Freundschaft von Elena und Lila wächst und wir sind mit dabei. Bei den beiden, ihrer Entwicklung. In dem kleinen Ort, in dem alles noch fast mittelalterlich anmutet und die Blutschande noch hochgehalten wird. In dem die Mafia regiert und jeder den Wunsch hat, mehr zu sein als er ist.

     

    Gute 3 Sterne für diesen gelungenen Einstieg und ich setzte hohe Erwartungen in den nächsten Teil!

  2. Cover des Buches Die Geschichte eines neuen Namens (ISBN: 9783518469521)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte eines neuen Namens

     (341)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Im zweiten Band der neapolitanischen Saga sind die zwei Freundinnen Lila und Elena auf dem Weg in das Erwachsenenleben. Elena bleibt weiterhin fleißig in der Schule und  arbeitet in den Sommerferien um sich etwas Geld zu verdienen und sich Bücher kaufen zu können. Lila heiratet mit 16 Jahren und wird immer tiefer in einen Strudel von Macht und Gewalt gezogen. Einen Sommer wollen die beiden Freundinnen zusammen genießen, doch für keine von beiden wird es so wie sie es sich vorgestellt haben. 

    Auch das zweite Buch hat mir ganz gut gefallen. Erschreckend und doch sehr realistisch wird das Bild eines Lebens im Neapel der sechziger Jahre gezeichnet. Dieses ist sehr geprägt von Vetternwirtschaft, Gewalt gegenüber Männern und Frauen,  dem Wirtschaftsaufschwung und der Möglichkeit dem allen zu entfliehen wie uns Elena eindrücklich zeigt. Die meiste Zeit des Buches hat mich die Figur von Lila genervt, ich kann ihr bis jetzt nicht so viel abgewinnen und kann auch der "Freundschaft" der beiden nicht nachvollziehen. Mal schauen, ob es im dritten Band etwas besser wird... 

  3. Cover des Buches Die Geschichte der getrennten Wege (ISBN: 9783518469538)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte der getrennten Wege

     (253)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Die „Neapolitanische Saga“ geht weiter: Lila lebt weiterhin in Neapel. Ihre Ehe ist zerbrochen, sie hat sich von Stefano Carracci getrennt und lebt jetzt mit Enzo Scanno zusammen. Dieser kümmert sich auch rührend um Lilas Sohn Gennaro, dessen vermeintlicher Vater Nino Sarratore sein soll, der Mann, in den Elena seit ihrer Schulzeit heimlich verliebt ist. Nach einigen schlecht bezahlen Jobs haben sich Lila und Enzo auf die neuen elektronischen Rechner spezialisiert und arbeiten nun für ihren ehemaligen Erzfeind, den Camorra-Boss Michele Scolara. Elena hat Neapel verlassen und in Pisa studiert, wo sie auch Pietro Airota, einen jungen Professor aus angesehener Familie, kennen lernt. Sie hat ihr erstes Buch veröffentlich, heiratet Pietro und bekommt im Laufe der Jahre zwei Mädchen, Dede und Elsa. Die Familie lebt nun in Florenz. Die beiden Freundinnen haben kaum noch Kontakt. Lila erinnert sich nur an Elena als sie dringend deren Hilfe brauchte, sonst bricht sie alle Kontaktversuche von Elenas Seite ab. Wider Erwarten geht deren Ehe geht gut, die Mädchen wachsen heran, und sie beginnt ein neues Buch zu schreiben. Dann taucht plötzlich wieder Nino in Florenz auf …                                                     

    Elena Ferrante ist das Pseudonym einer italienischen Schriftstellerin, deren Debütroman „L’amore molesto“ bereits 1992 in Italien und unter dem Titel „Lästige Liebe“ 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde. Internationale Bekanntheit erreichte sie durch ihre Neapolitanische Saga, deren erster Band „Meine geniale Freundin“ 2016 in Deutschland erschienen ist, der zweite Teil „Die Geschichte eines neuen Namens“ folgte 2017. In einem schriftlichen Interview gab die Autorin einige Informationen zu ihrer Person bekannt. Sie sei in einem Außenbezirk von Neapel geboren und aufgewachsen, heiße im realen Leben auch Elena und sei Mutter von Töchtern. Die Schriftstellerei sei nicht ihr Hauptberuf … 

    „Die Geschichte der getrennten Wege“ ist der dritte Band der „Neapolitanischen Saga“, die insgesamt vier Bände umfasst. Er erschien bereits 2013 im italienischen Original und 2017 in deutscher Übersetzung beim Suhrkamp-Verlag und behandelt das weitere Leben der beiden Freundinnen als reife Frauen. Wir befinden uns in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts, einer Zeit, in der Italien von politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen und von Studentenunruhen geprägt war. Ehescheidungen sind nun auch in Italien möglich. Diese Umbrüche, die Stellung der Frauen und wie die beiden Freundinnen darin involviert sind, bilden überwiegend den Hintergrund dieser Geschichte. Sie sind jetzt Mitte Dreißig und während Elena eher intellektuell in Frauengruppen rebelliert, ist Lila aktiv an gefährlichen Aktionen beteiligt. Ihre Lebenswege haben sich getrennt, sie sind sich fremd geworden und bleiben doch auf seltsame Art verbunden, denn jede sieht in der anderen etwas, das sie selbst nie erreichen konnte. Da die Geschichte aus der Erinnerung Elenas erzählt wird (Band 1), erhält man naturgemäß tiefere Einblicke in deren Leben und Entwicklung, über das sie des Öfteren reflektiert. Die bisher meist unspektakulär verlaufene Geschichte nimmt gegen Ende zu deutlich Fahrt auf und der übliche Cliffhanger der Autorin lässt uns doch gerne zu Band 4 greifen. 

  4. Cover des Buches Die Geschichte des verlorenen Kindes (ISBN: 9783518469545)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte des verlorenen Kindes

     (215)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Für mich war es ein gelungener Abschluss der neapolitanischen Saga. Im vierten Teil geht es mehr um private Themen als um politische. Die Handlung kreist um den Spagat zwischen beruflicher Verwirklichung bzw. Verwirklichung als Individium und familierer Idylle. 

    Zugegeben war ich zunächst entsetzt, als sich Lenu entscheidet zurück in den Rione zu ziehen und sich so von den Problemen wieder vereinnahmen zu lassen, gerade auch wegen der Auswirkungen auf ihre Kinder. Damit hat sie sich für einen unbequemen und unsicheren Lebensweg entschieden. Dies war jedoch notwendig, um beruflich als Autorin bestehen zu können, da sie so unmittelbar von gesellschaftlichen und sozialen Konflikten erfuhr, welche sie in ihren Büchern verarbeitete. 

    Konfliktbeladen ist insbesondere auch die Freundschaft zu Lila, die scheinbar die Fäden im Rione in der Hand hat, jedoch ihr privates Glück nicht finden kann. 

    Das Ende stimmt mich aus Lenus Sicht versöhnlich. Sie ist eine selbständige und erfolgreiche Autorin mit drei erwachsenen Töchtern und alles was sie erreicht hat, hat sie sich selbst zu verdanken. 

  5. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783844528916)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Inhalt (LB): "Im Alter von 66 Jahren erfüllt sich Lila einen Traum: Sie verschwindet von einem Tag auf den anderen. Zurück bleibt ihre beste Freundin Elena und schreibt ihre gemeinsame Geschichte nieder: In den 1950er Jahren wachsen sie am Rande Neapels auf. Elena erzählt vom Alltag der kleinen Leute, vom Zugschaffner Donato, der Gedichte schreibt, vom tyrannischen Don Achille, von den Solara-Brüdern, die sonntags mit ihrem Auto den Corso abfahren. Von Mädchenträumen und erster Liebe. Doch auch wenn ihre Lebenswege nicht parallel verlaufen, da Elena das Gymnasium besuchen darf, als Lila schon auf ihre Hochzeit zusteuert, bleibt eines unverbrüchlich: ihre Freundschaft."

    Cover: Das Cover finde ich sehr harmonisch. Es wirkt ruhig und zeigt und zeigt schon zwei Mädchen als Freundinnen, was zu dem Titel passt. Ich finde es ansprechend.

    Sprecherin: Die Sprecherin liest sehr gut, so dass man ungestört hören konnte. Auch werde ich gerne wieder etwas von ihr anhören.

    Meinung: Immer wieder musste ich mich bei dieser Geschichte auf das Zuhören konzentrieren, da es doch einige langatmige (und damit uninteressantere) Stellen gab. Durchaus gab es auch interessante Stellen und zeitweise fühlte ich mich ganz gut unterhalten, aber alles in allem konnte mich diese Geschichte leider nicht wirklich erreichen und begeistern.

  6. Cover des Buches Die Geschichte der getrennten Wege (ISBN: 9783844525427)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte der getrennten Wege

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Lesenisttoll

    Elena und Lila entwickeln sich in diesem dritten Band der Neapel-Saga völlig unterschiedlich. Während Lila sich aus ihrer Ehe mit Stefano befreit, heiratet Elena. Nicht wirklich aus Liebe, doch Pietro, ihr Ehemann, stammt aus angesehenem Hause und Elena gefällt es, sich des vermeintlichen Makels ihrer Herkunft zu entledigen und in der Schicht von Universitätsprofessoren und Intellektuellen zu verkehren. Bald nach der Hochzeit wird sie schwanger. Ihr zweites Buch ist kein Erfolg, der Verlag will es nicht drucken. So konzentriert sich Elena auf ihre Rolle als Mutter, ist damit jedoch intellektuell nicht ausgelastet. Sie fragt sich, wozu sie eigentlich studiert hat.

    Lila, die als junges Mädchen geniale Ideen und sprühende Kreativität hatte, ist ganz unten angekommen. Sie schuftet in einer Wurstfabrik, in der es gang und gäbe ist, sowohl vom Chef als auch von den männlichen Kollegen begrapscht zu werden. Nicht, dass sie sich das gefallen ließe, so viel Stolz hat sie noch. Auf einer politischen Versammlung schildert Lila die Zustände in der Fabrik, die schlechten Arbeitsbedingungen und die Behandlung der Frauen. Dies führt dazu, dass vor der Fabrik demonstriert wird und es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Faschisten und Kommunisten kommt. Der Chef vermutet, dass Lila die Probleme angezettelt hat und stellt sie zur Rede, woraufhin Lila kündigt.

    Es passiert sehr viel in diesem dritten Band und der Leser bekommt einen guten Einblick in die politischen Verhältnisse in Italien und Europa der 1970er Jahre, der Zeit des Terrorismus, Baader Meinhof in Deutschland, die Roten Brigaden in Italien. Doch auch auf persönlicher Ebene stehen große Veränderungen für die Protagonistinnen an. Elena trifft ihre erste große Liebe Nino Sarratone wieder und beschließt, ihren Mann zu verlassen, Lila arbeitet für die früher so verhassten Solaras und macht Karriere. Am Ende dieses dritten Bandes ist alles offen, wie es für die beiden weitergeht.

    Ich habe auch diesen Band als Hörbuch gehört und bin begeistert, wie ausdrucksstark Eva Mattes die Geschichte liest. Wie schon bei den Vorgängerbänden bin ich der Meinung, dass mir das Buch zum Lesen zu viele Längen gehabt hätte, aber als Hörbuch war es in Ordnung. Allerdings muss ich sagen, dass mir sowohl Elena als auch Lila zunehmend unsympathisch sind. Trotzdem werde ich mir auch den vierten Band anhören, da es mich interessiert, wie es im Leben der beiden Frauen weitergeht.

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