Bücher mit dem Tag "mordfall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mordfall" gekennzeichnet haben.

353 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.393)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Flavia, die jüngste der drei de Luce Schwestern, traut ihren Augen nicht, da liegt ein Toter im Gurkenbeet von Gut Buckshaw. Oder vielmehr ein Todgeweihter, denn als Flavia näher tritt, haucht ihr der Fremde mit seinem letzten Atemzug ein Wort entgegen, dass das junge Mädchen zunächst ratlos zurücklässt. Die Polizei kommt kurz darauf und nimmt nach einigen Ermittlungen Flavias Vater in Gewahrsam. Da beginnt Flavia selbst zu recherchieren und stößt nach und nach auf Geheimnisse, die ausgerechnet ihren Vater betreffen und ihm ein Tatmotiv liefern.

    Bradley hat mit Flavia de Luce eine unterhaltsame Geschichte kreiert, die von den üblichen Krimierzählungen schon dahingehend abweicht, weil ein kleines Mädchen zur Detektivin wird. Ein Hauch von Adams Family Flair gibt dem ganzen eine durchaus aparte Note. Und so einfallsreich die Geschichte ist, die in der Tat nicht alles sofort verrät, blieb die Geschichte seltsam träge. Ich kann nicht genau ausmachen, woran das lag, aber Spannung - im Sinne, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte - kam eigentlich nie auf. Und das nicht weil die Geschichte nicht stringent wäre, oder schlecht erzählt. Vielmehr haben mich die ganzen nebensächlichen Beschreibungen abgelenkt, die zu Hauf im Buch eingestreut sind und die irgendwie die Haupthandlung auf Abwege führten. So ertappte ich mich ein ums andere Mal wie ich genau in jenen Stellen mit Gedanken abschweifte und nur schwer zurück in die Hauptstory fand.

    Kurzum: Eine gute Grundstory mit interessantem Charakter, aber zu vielen Nebenerzählungen, die ablenken. Keine Lese-Muss, aber ein Lese-Kann.

  2. Cover des Buches Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (ISBN: 9783608504217)
    Stuart Turton

    Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

     (332)
    Aktuelle Rezension von: HeikoHentschel

    Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so zur Aufmerksamkeit gezwungen und dadurch herausgefordert hat. Und das meine ich ausschließlich positiv. Etwa in der Hälfte des Buches hatte ich eine Vermutung, wie es zu dem Und-täglich-grüßt-das-Murmeltier-Effekt kommt, und ich hatte recht. Von der Lösung des eigentlichen Mordfalles war ich allerdings meilenweit entfernt.

    Ein beeindruckend raffiniertes Buch, das ich noch öfter lesen werde, um neue Feinheiten zu entdecken.

  3. Cover des Buches Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. (ISBN: 9783734100512)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.

     (1.182)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Rachel, geschieden, arbeitslos und alkoholabhängig, beobachtet jeden Tag aus dem Zug heraus das gleiche Haus. Das Haus in dem Jason und Jess, das perfekte Pärchen mit dem perfekten Leben wohnen. Jeden Tag sieht sie sie und jeden Tag malt sie sich das Leben der beiden aus, das komplette Gegenteil zu ihrem trostlosen, einsamen Leben. Bis Jess, die eigentlich Megan heißt, eines Tages verschwindet, und das ausgerechnet am Tag nachdem Rachel sie vor ihrem Haus mit einem anderen Mann gesehen hat. Rachel weiß, sie muss etwas unternehmen, doch die Alkoholabhängigkeit, ihre Gedächntnislücken und nicht zuletzt ihr Ex-Mann und seine neue Frau vernebeln ihr das Hirn

    Meine Meinung: Rachel hat mir als Hauptcharakter richtig gut gefallen, sie ist einfach völlig anders ist als man es für gewöhnlich von Hauptcharakteren kennt. Sie hat ihr Leben völlig gegen die Wand gefahren, es geht ihr richtig schlecht und das merkt man auch wirklich, man bekommt es nicht nur erzählt, ohne es tatsächlich in ihren Handlungen und in ihrer Art zu sehen. Sie ist einfach total interessant zu lesen. Auch alle anderen Charaktere waren interessant, ich mochte den häufigen Perspektivwechsel zwischen den drei Frauen sehr gerne. Gestört hat mich lediglich der Aufbau der Story. Es war schon interessant, aber bis sich endlich mal richtige, anhaltende Spannung eingestellt hat, hat es einfach unfassbar lange gedauert. Es war ein gutes, interessantes Buch, aber keines, das ich auf keinen Fall aus der Hand legen wollte. 

  4. Cover des Buches Meeresflüstern (ISBN: 9783570402214)
    Patricia Schröder

    Meeresflüstern

     (594)
    Aktuelle Rezension von: Moontana

    Meinung:

    Der Einstieg in das Buch war ganz Okey, ich bin gut durch gekommen und auch der Schreibstil war sehr angenehm.

    Doch leider muss ich sagen, dass es sehr lange nicht viel passiert ist.

    Es gab sehr viele Charaktere die auch alle immer wieder vorkamen aber leider gab es, sowohl bei den Protagonisten als auch bei den Antagonisten, keinen wirklichen Tiefgang, mich konnte leider kein einziger Charakter überzeugen. 

    Mir persönlich gefielen die Diagonale leider auch nicht unter den Personen, sie waren mir da zu Umgangssprachlich würde ich sagen. 

    Was ich ebenfalls erwähnen möchte ist dass ich Elodies Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Sie mag direkt einen Jungen aber dann plötzlich doch einen anderen. Das kam mir leider zu unauthentisch rüber. 

    Die Idee des Buches fand ich an sich sehr schön und habe mich daher auch sehr gefreut es endlich zu lesen. Leider konnte mich die Handlung nicht überzeugen, es gab viele Nebenstorys und das hat so die Hauptidee dann in den Hintergrund gerückt, also fand ich jetzt. 

    Mir hat leider auch sehr die Spannung gefehlt erst am Ende wurde es etwas spannender. 

    Aber ich muss auch ganz ehrlich sein, dass es wahrscheinlich eher für jüngere Leser geschrieben wurde. Mit 12-14 Jahren wäre ich wahrscheinlich hin und weg und fänds das Buch toll, mit 25 Jahren sieht das dann doch schon anders aus.

    Fazit:

    Mich persönlich konnte das Buch leider überhaupt nicht überzeugen, sowohl bei der Handlung als auch bei den Charakteren.

     Ich glaube einfach weil ich schon zu alt für so eine Geschichte bin.

    Für jüngere Leser*innen die auch gerne einen Hauch Fantasy mögen ist das bestimmt ganz toll. Aber für Erwachsene kann ich es jetzt nicht ganz empfehlen, aber dann kann gerne jeder selbst entscheiden.

  5. Cover des Buches Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3) (ISBN: 9783548289311)
    Linus Geschke

    Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Mit „Das Lied der toten Mädchen“ liefert der Autor bereits den dritten Band um den Kölner Journalisten Jan Römer und Stefanie Schneider, genannt „Mütze“ ab. Auch diesmal nimmt sich Jan eines ungelösten Kriminalfalls an, über den er später in seiner gleichnamigen Rubrik schreiben wird. 

    Linus Geschke versteht es meisterlich den Leser von Anfang an in die Geschichte „hineinzuziehen“. Das geschieht nicht nur durch seinen flüssigen Erzählstil. Nein auch die Story an sich und das überzeugende Ermittler-Duo tragen ihren Teil dazu bei. Ein ungelöster Kriminalfall treibt Jan und Stefanie bei ihren Recherchen diesmal direkt in die Arme des Verfassungsschutzes. Es geht um Macht, Rache, Geld und Sex. Und dieses doch wieder sehr komplexe Konstrukt hat der Autor super verflochten, so dass sich der Spannungsbogen bis zum explosiven Ende halten kann.

    Kurzum: Dies ist ein absolut lesenswerter Krimi mit einer gut konstruierten Handlung und einem tollen Ermittler-Duo, welches durch ihre unterschiedlichen Charakteren der Geschichte das gewisse Etwas verleihen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

  6. Cover des Buches The Perfectionists - Lügen haben lange Beine (ISBN: 9783570309988)
    Sara Shepard

    The Perfectionists - Lügen haben lange Beine

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sara Shepard, die Autorin von Pretty Little Liars, auf welchen die gleichnamige Serie basiert (Unnötiger Fact am Rande: Ich war enttäuscht von der Serie), stellt in The Perfectionists erneut eine Mädchenclique in den Mittelpunkt: Caitlin, Mackenzie, Ava, Parker und Julie haben eins gemeinsam: Sie hassen Nolan Hotchkiss, worauf sie ihn auf einer Party mit Oxy betäuben und anmalen. Nur hat dies Nolan wahrscheinlich getötet. Oder etwa nicht und jemand anderes hat seine Finger im Spiel? 

    Das Buch wird aus der Sicht von fünf Protagonistinnen erzählt. Viele Protagonisten, aber ich mag sie alle, bis auf Mackenzie, ihre Kapitel haben mich ziemlich gelangweilt. Es geht auch viel um Romantik, ähnlich wie bei Pretty Little Liars  (bei der Serie zumindest, die Bücher hab ich nicht gelesen), ABER (Achtung kleiner Spoiler) hier war es eher nicht so gut, mit dem Lehrer rumzumachen. 

    Die Handlung mochte ich, da jede der Hauptfiguren ihre eigene Geschichte hatte, nur waren die manchmal besser und manchmal schlechter. Beispiel: Während ich über Ava und Julie sehr gern gelesen habe, hat mich, ich wiederhole, Mackenzie einfach nur übelst gelangweilt. Das Buch selbst nimmt im letzten Teil nochmal ordentlich Spannung auf, die endet in einem Cliffhanger. 

    Aber mal im Ernst: WIE SCHWIERIG IST ES EIGENTLICH, DIESES BUCH ZU BEKOMMEN?! Ich suche ernsthaft schon ewig nach der Fortsetzung und habe jetzt dann doch einfach keine Lust mehr, weiterzulesen. Also komplett gefesselt hat es mich dann also auch nicht...

  7. Cover des Buches Angstmörder (ISBN: 9783453438798)
    Lorenz Stassen

    Angstmörder

     (121)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Er machte einen kleinen braunen Punkt an die Stelle. Einen Leberfleck.“ S. 139

    Inhalt:
    Nicholas Meller ist Strafverteidiger und stellt Nina als Gehilfin ein. Ein Fall ist für Nicholas nicht so klar wie es scheint. Sofort beginnt er mit Nina tiefer in den Fall einzutauchen, um seinen Klienten aus dem Gefängnis zu holen. Doch schon bald geraten die beiden selbst in große Schwierigkeiten.

    Cover:
    Das Cover gefällt mir sehr gut, besonders weil gelbe Cover recht selten sind und der Kontrast zum schwarz so deutlich ist.

    Meine persönliche Meinung:
    Man taucht schnell in das Leben von Nicholas Meller ein. Seine Figur wird gut eingeführt, ebenso Nina, seine Angestellte. Dass Nicholas Strafverteidiger ist, kommt ihm zugute. Denn viele seiner Klienten stehen mit einem Fuß auf der illegalen Seite. Das hilft ihm bei den Ermittlungen natürlich weiter. Für seinen ersten Mordfall bemüht er sich sehr, und stößt rasch auf Ungereimtheiten. Allerdings sind die Indizien so dünn, dass es schwierig wird, etwas zu beweisen. Der Schreibstil ist einfach und die Geschichte lässt sich rasch lesen. Durch die vielen Überlegungen und Theorien ist der Spannungsbogen hoch - wenn auch nicht so packend wie bei einem Psychothriller. Auch die Auflösung ist nicht zu rasant und stimmig. Das Werk würde ich eher als einen Krimi bezeichnen.

    Fazit:
    Eine spannende Geschichte aus der Sicht eines sympathischen Anwalts und dessen Ermittlungen.Sehr guter Auftakt einer Reihe.

  8. Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)
    Linda Castillo

    Blutige Stille

     (589)
    Aktuelle Rezension von: Aleksandra

    Klappentext: "Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?
    Spannungsgeladen und aufregend: Auch der zweite Thriller mit Polizeichefin Kate Burkholder ist Nervenkitzel pur. Ein Thriller, der Gänsehaut garantiert!"

    Nachdem ich den ersten Teil nur so verschlungen habe, traute ich mich an den zweiten Teil. Dieser war eindeutig besser. 

    Linda Castillo hat eine sehr angenehme und gemütliche Schreibweise. Beim Lesen ihrer Romane hat man das Gefühl, als würde man mitten in einer dicken Decke eintauchen und sich aber trotzdem voll im Geschehen befinden.

    Kate Burkholder wird mir immer sympathischer, langsam baue ich auch eine Beziehung zu ihr auf und kann so einiges nachempfinden. Im zweiten Teil kommt sie mir menschlicher vor. Tomassetti's Entwicklung in diesem Buch begeistert mich. Er befindet sich auf der Suche nach sich selbst sowie der Akzeptanz einer neuen Liebe. Wundervoll in Szene gesetzt, aber so zart und so wenig dramatisch, dass die Liebesgeschichte der zwei Cops nur als Schatten dargestellt wird. So hat der zweite Fall Zeit und Raum sich zu entfalten.

    In diesem Buch werden weitere Geheimnisse und Lebensgewohnheiten der Amish-Familien dargestellt. Immer wieder bin ich verwundert und überrascht, wie zB. von der gesichtslosen Puppe. 

    Der Fall selbst ist spannend aufgebaut. Man vermutet den Täter, allerdings wird man am Ende trotzdem überrascht. Die Gedanken, wie ungeschützt und ahnungslos die Jugendlichen und die Kinder der Amish-Gemeinde sind, erschrecken mich oft. 

    Das Buch hat mich sehr bewegt und einen weiteren Gedankenkarussell entfacht.

    Diese Buchreihe von Linda Castillo ist nicht nur eine Krimi/Thriller-Reihe. Sie ist vielmehr.

    Empfehlen würde ich gerne die Reihe jedem, der gerne gemütlich liest, mit viel Spannung, wenig Romanze, dafür aber mit einem Blick hinter den Kulissen der geheimnisvolle Amish-Gemeinde.

  9. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (611)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Im fiktiven Dubliner Vorort Knocknaree ereignete sich im Sommer 1984 eine schreckliche Tat: Drei Kinder, die im Wald spielen waren, werden vermisst. Eines der Kinder findet die Polizei völlig verängstigt im Wald, mit blutigen Schuhen und ohne jede Erinnerung daran, was sich zugetragen hat.

    Zwanzig Jahre später ist dieses Kind Ermittler bei der Dubliner Mordkommission. Seinen Namen hat er zu Rob Ryan geändert, denn seine Kindheit hält er geheim. Nur seine engste Kollegin und beste Freundin Cassie Maddox weiß Bescheid. Doch dann werden die beiden zur Leiche eines kleinen Mädchens in Knocknaree gerufen und Detective Ryan wird nicht nur mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit der Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen.

    Dieser Debütroman von Tana French besticht durch seine atmosphärische Erzählweise und einem gut gesponnen Plot. Mit einem scharfen Auge und wunderbar präziser Sprache lässt die Autorin die Schauplätze und die Figuren des Romans vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Die Charaktere sind vielschichtig und differenziert, ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar. Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Rob Ryan und Cassie Maddox, weil sie keine 0815-Standardermittler sind. Beide quälen sich mit Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit und suchen Zuflucht in einer innigen Freundschaft. Doch der neue Fall stellt nicht nur ihre kriminalistischen Fähigkeiten auf die Probe, sondern auch ihre Beziehung. Der Fall selbst ist komplex, die Autorin präsentiert einige mögliche Tathergänge, die durch intensive Ermittlungen und Verhöre durchgespielt werden, aber zunächst keine Lösung offenbaren. Dadurch zieht sich die Aufklärung des Mordes ziemlich in die Länge, die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Dennoch empfand ich die Geschichte als fesselnd, weil ich als Leser mehr über die Figuren und vor allem über das Verschwinden der Kinder vor zwanzig Jahren erfahren wollte. Die Enthüllung des Täters ergibt sich dann logisch aus den gestreuten Indizien und war für mich überzeugend.  

     

    FAZIT: „Grabesgrün“ ist ein wunderbar geschriebener Kriminalroman, der sich besonders durch seine vielschichtigen Figuren auszeichnet. Leser die den Nervenkitzel suchen könnten enttäuscht sein, da die Ermittlungen nur langsam voranschreiten. Aber all denjenigen die gerne einmal einen andersartigen Spannungsroman mit komplexen Charakteren (mit dunkler Vergangenheit) lesen möchten, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

     

  10. Cover des Buches Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht (ISBN: 9783423762960)
    Sarah J. Maas

    Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht

     (755)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Hautz

    Zusammenfassung des Inhalts:

    Bryce Quinlans Leben als Halb-Fae ist eigentlich recht unspektakulär. Tagsüber verkauft sie Antiquitäten und nachts lässt sie es mit ihren Freundinnen in den Clubs von Crescent City krachen. Doch ein Clubbesuch nimmt kein gutes Ende. Ausgerechnet Danika, ihre beste Freundin wird in dieser Nacht zu Hause von einem blutrünstigen Dämon zerfetzt. Nach dieser Nacht ist nichts mehr wie es war. Bryce kann keinen Schritt mehr alleine tun, denn der Engel Hunt Athalar soll sich mit ihr gemeinsam auf die Suche nach dem Dämon begeben um weitere Morde zu verhindern. Somit sind sie Tag und Nacht beisammen, obwohl sie sich nicht ausstehen können. Doch zwangsläufig entwickelt sich aus der Abscheu etwas viel Tieferes, Gefühlvolleres...

    Mein Fazit: 

    Die erste Hälfte des Buches hat sich gefühlt gezogen wie Kaugummi. Manche Passagen ergaben für mich keinen Sinn und hätte man finde ich weglassen können. Außerdem war anfangs allgemein Vieles sehr verwirrend. Zwischenzeitlich hatte ich sogar überlegt abzubrechen. Als ich dann wiederum auf verschiedenen Plattformen gelesen habe, dass viele sich durch die erste Hälfte des Buches quälen mussten, es dafür aber in der zweiten Hälfte richtig gut sein sollte, habe ich dem Ganzen noch eine Chance gegeben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die zweite Hälfte ließ sich viel leichter und besser lesen und hat richtig Lust auf mehr gemacht. Allgemein gut fand ich an dem Buch, dass es ein wenig wie ein Krimi aufgebaut war, statt rein auf diese Romantasy-Schiene zu gehen. Auch was die Liebesgefühle angeht, war es sehr gut gelungen, da diese nicht nonstop im Vordergrund standen sondern sich kangsam entwickelten und erst gegen Ende mehr Aufmerksamkeit erhielten. Demenstrechend werde ich nun aufgrund auch des spannenden Endes den 2. Band, sobald er in meinem Besitz ist lesen und hoffe, er kann den ersten toppen. Wer auf einer perfekten Mischung aus Fantasy, Krimi und Romance steht, ist hier an der passenden Stelle. Nur bitte bedenken, dass euch eventuell die erste Hälfte des Buches nicht völlig ansprechen wird, aber es lohnt sich auf eden Fall, dran zu bleiben!

  11. Cover des Buches Ein MORD.s-Team - Auf tödlichen Sohlen (ISBN: 9783958340107)
    Nicole Böhm

    Ein MORD.s-Team - Auf tödlichen Sohlen

     (112)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Der 2.Teil der Krimiserie für Jugendliche und Junggebliebene ist leider nicht mehr so spannend, mir hat die Aufteilung zwischen Gegenwart und Vergangenheit nicht so gut gefallen. Ob ich die Serie weiterlese, kann ich noch nicht sagen, bei "Heliosphere 2265" habe ich irgendwann auch aufgehört.

  12. Cover des Buches Madame le Commissaire und die tote Nonne (ISBN: 9783426521977)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die tote Nonne

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen

    Beim Kräutersammeln stürzt eine Nonne eine steil abfallende Klippe herab. Alles sieht nach einem Unfall aus, dennoch hat Madame le Commissaire Isabelle Bonnet ein ungutes Gefühl. Sie behält recht und sucht nach dem Mörder.

    Der fünfte Fall von Madame le Commissaire ist mein erster. Die Kenntnis der ersten Bände ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Das Privatleben der Kommissarin Isabelle Bonnet nimmt viel Raum ein, der Autor fügt alle erforderlichen Informationen ein, so dass ich mir ein gutes Bild machen konnte. Da Madame le Commissaire mit „Sonderaufgaben“ betreut wird, hat sie nicht viel zu tun und mischt sich hier in einen Fall ein, den der zuständige Kommissar bereits als tragischen Unfall zu den Akten gelegt hat. Unterstützung bekommt sie von ihrem ihr sehr ergebenen Assistenten Apollinaire, der nicht nur wegen seiner bunten Socken Farbe in die Geschichte bringt. 

    Gut gefällt mir die Atmosphäre des kleinen fiktiven Städtchens sowie der Provence, die mich sofort in Urlaubsstimmung versetzt hat. Und natürlich das „savoir vivre“, das hier gut zum Ausdruck gebracht wird.

    Der Fall selbst wird nachvollziehbar gelöst, auch wenn der Täter im Grunde bereits nach der Hälfte des Krimis bekannt war. Nicht nachvollziehen hingegen kann ich den Alleingang von Madame le Commissaire mit einem äußerst unsympathischen Verdächtigen. Hält sie sich für unverwundbar?

    Fazit: ein unterhaltsamer Krimi für zwischendurch


  13. Cover des Buches Ein MORDs-Team - Eine verhängnisvolle Erfindung (ISBN: 9783958340381)
    Ute Bareiss

    Ein MORDs-Team - Eine verhängnisvolle Erfindung

     (94)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Randy arbeitet an einer verschlüsselten App, damit sie gefahrlos kommunizieren können. Doch dann wird bei Randy eingebrochen. Während sie den Täter fassen wollen, ermitteln sie aber auch rund um das Kind von Marietta King. Doch was mit ihm geschah, ist gar nicht leicht herauszufinden.

    Das Cover des Buches ist im Stile der vorangegangenen Bände, passt aber wieder hervorragend zum vorliegenden Buch und ist wundervoll gelungen.

    Der Schreibstil der Autorin ist gut; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich weiter. Obwohl zwischen den ersten 3 Teilen 3 verschiedene Autoren beteiligt waren, merkt man keinen Bruch bzw. eine Veränderung im Schreibstil. 

    Der Plot ist wieder gut gewählt. Denn es geht eben nicht nur um Marietta King, obwohl auch der andere Fall  deutliche Verbindungen zeigt.

    Die Spannung ist das ganze Buch über auf hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen.

    Fazit: Der nächste Teil wartet schon auf mich - und ich auf ihn. 5 von 5 Sterne

  14. Cover des Buches Dunkel Land (ISBN: 9783959671385)
    Roxann Hill

    Dunkel Land

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gut Wuthenow, ein altehrwürdiges Anwesen im Havelland; hier soll sich Verena Hofer die nächsten drei Monate um den Neffen der Hausherrin kümmern. Überrascht stellt sie fest, dass ihr Schützling der geniale wie arrogante Dr. Carl von Wuthenow ist. Der Kriminalist wurde erst kürzlich angeschossen und leidet seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Carl lehnt den Plan seiner Tante strikt ab. Verena, die das Geld dringend braucht, geht einen Deal mit ihm ein: Er lässt sie ihren Job machen, sie hilft ihm bei der Ermittlungsarbeit. Und schon ihr erster Fall hat es in sich: Eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden und die Spuren weisen in die rechte Szene …

    Ein unscheinbares Cover, das einfach nichts sagt. Klar, das es mich neugierig macht. Ein verlassenes Guthaus (so wirkt es). Das kann ja nur spannend werden. 

    Die Protagonisten sind so verschmitzt und witzig gemacht, das der Krimi auch noch einen leicht lustigen Touch bekommt. Es einfach mit Charme und Witz wird hier ermittelt und es wird auch einfach immer ein bisschen Wissen vermittelt. Die Personen passen gut zusammen und es ist eine Freude den beiden dabei über die Schulter zu schauen, wie sie sich beschnuppern und zusammen einen spannenden Fall lösen. Es ist einfach schön, zwei völlig verschiedene Charaktere kennenzulernen und zu sehen wie alles seinen Lauf nimmt. 

    Die Länge der Kapitel ist super angenehm. Ich habe oft nicht gemerkt, wie ich immer weiter gelesen habe und zack! war das halbe Buch schon wieder gelesen. Ich konnte es auch nicht aus der Hand legen, weil der Spannungsbogen immer da war und immer etwas neues passiert ist, welches die Handlung nochmal vollkommen verändert hat.

    Sehr gelungenes Buch und ich bin gespannt auf die Fortsetzungen!  

  15. Cover des Buches Glennkill (ISBN: 9783442478088)
    Leonie Swann

    Glennkill

     (3.664)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Mit viel Witz und Charme geschrieben. Ein Krimi mal anders: Schafe ermitteln, statt Menschen! Geniale Idee und wunderbar umgesetzt! Das klügste Schaf heißt passenderweise Miss Maple! Ich finde es herrlich und habe das Buch gerne gelesen!

  16. Cover des Buches Voll von der Rolle (ISBN: 9783770015603)
    Lotte Minck

    Voll von der Rolle

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Lorettas Freund Frank hat sich einen Traum erfüllt und einen Kiosk übernommen. Als gute Freundin hilft Loretta natürlich tatkräftig bei der Verschönerung von „Kropkas Klümpchenbude“ mit, doch noch vor der Neueröffnung tauchen die ersten Schmierereien auf. Loretta hat schon bald einige der jugendlichen Skater als Täter im Visier und was das Rentnergespann, bestehend aus JuppZwo, Locke und Steiger, welches den ganzen Tag auf einer Bank neben der Bude verbringt, an Klatsch und Tratsch über diese Jugendlichen zu berichten hat, lässt Lorettas kriminalistischen Spürsinn zur Hochform auflaufen und dann stolpert sie eines Morgens im wahrsten Sinne des Wortes über die Leiche eines der Jugendlichen.
    Die Polizei geht von einem Skateboardunfall aus, doch Loretta kommen schnell Zweifel und so ermittelt sie mal wieder auf eigene Faust.


    Was war denn dieses Mal mit Loretta los? Die Gute war ja von Anfang an fürchterlich schlecht gelaunt und wahnsinnig schnell auf hundertachtzig. So zickig, wie sie in diesem Band häufig rüber gekommen ist, kenn ich sie gar nicht und hat mir auch überhaupt nicht gefallen.
    Schlimmer war nur noch ihre Aussage zum Schokokussbrötchen für welches sie allerdings die N-Wort-Variante genutzt hat und für meinen Geschmack mit einer für Loretta recht unpassenden, überheblichen Arroganz festgestellt hat, dass das im Ruhrpott schon immer so hieß und immer so heißen wird, weil man es im Pott ja nicht so mit „politischer Korrektheit“ hat. Stimmt zwar, allerdings sind auch nicht alle im Ruhrpott so ignorant und können erkennen, dass manche Begriffe einfach ausgedient haben (sollten); und das hat auch nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

    Ebenso unverständlich fand ich übrigens, dass die ganze Situation mit ihrem Freund Pascal sie so kalt lässt. Mir war ja schon in Vorgängerteilen  aufgefallen, dass es ganz praktisch war, dass Pascal meist unterwegs war und so von ihren Ermittlungen nicht viel mitbekommen hat, da er kein großer Freund ihrer Ermittlertätigkeit ist bzw. davon, dass sie sich dabei gerne in Gefahr bringt. Ich hätte aber schon gerne eine etwas nachvollziehbarere Reaktion - vor allem mehr Emotion - seitens Loretta gehabt auf diese mögliche Trennung, nicht nur ihre miese Laune. 

    Auch der Fall an sich konnte mich dieses Mal einfach nicht überzeugen. Loretta ergeht sich sehr früh in ausschweifenden Hirngespinsten über die Jugendlichen und auch den (möglichen) Mord und zwar noch bevor sie irgendwelche ernsthaften Hinweise in diese Richtungen bekommen hat. Natürlich stellt sich hinterher heraus, dass sie mit ihren wilden Spekulationen fast immer Recht hatte.
    Das fand ich dieses Mal echt überzogen.
    Auch die Reaktionen von Frank und anderen Kiosk- bzw. Ladenbesitzerin auf diese Jugendlichen fand ich überhaupt nicht nachvollziehbar. Zumindest Frank kennt man da anders und dass er nicht mal seinen guten Freund und Ex-Komissar Erwin von Anfang an eingeschaltet hat bzw. wenigstens um Rat gefragt hat, wollte sich mir nicht vermitteln.

    Gut dagegen fand ich den Mörder und seine Motive. Ohne hier zu viel vorwegzunehmen, hat das Ganze für mich der Geschichte noch mal eine Wendung gegeben, die alles ein wenig aufgewertet hat (wenn auch im tragischen Sinne), da es keine einfache Rachetat war.


    Fazit: Ich muss sagen, ich war dieses Mal schwer enttäuscht von Loretta und ihrer ganzen Art. Sie hatte schon von Beginn an eine unterdurchschnittlich schlechte Laune und wirkte häufig zickig (auch wenn ich dieses Wort echt nicht mag), aber ihre recht ignorante Sichtweise zum N-Wort, die ebenfalls nicht zu der Loretta passt, wie ich sie bisher kennen gelernt habe, hat für mich den Ausschlag nach unten gegeben und da auch der Kriminalfall mich nicht recht von sich überzeugen konnte, kann ich dieses Mal gar nicht anders, als nur zwei Sterne zu vergeben.

  17. Cover des Buches Blood Orange - Was sie nicht wissen (ISBN: 9783453423145)
    Harriet Tyce

    Blood Orange - Was sie nicht wissen

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Aus nicht gut ausgearbeiteten Charakteren und einer unspannenden Handlung hat sich ein ziemlich schwacher Thriller ergeben. Im Buch steht das Leben der Protagonistin Alison im Vordergrund und nicht der Fall, den sie ermittelt. Die Hauptfigur fand ich unsympatisch, narzistisch und irgendwie beschränkt. Ich habe sie die ganze Zeit nicht verstanden. Das Ende war vorhersehbar, was der Fall betrifft , und eher überraschend, was im Alisons Leben geschieht.

  18. Cover des Buches Kiellinie (ISBN: 9783426514016)
    Angelika Svensson

    Kiellinie

     (51)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena
    Kurz vor Beginn der Kieler Woche finden zwei Segler an der Förde die Leiche einer jungen Frau. Kriminalhauptkommissarin Lisa Sanders von der Mordkommission Kiel ist erschüttert: Bei der Toten handelt es sich um die Tochter von Lisas bestem Freund und ehemaligem Liebhaber. Erschwert werden Lisas Ermittlungen in diesem Mordfall durch die Zusammenarbeit mit dem arroganten Oberstaatsanwalt Thomas von Fehrbach, den ein dunkles Geheimnis zu umgeben scheint ....
    Am Anfang kam ich etwas schwer rein in die Geschichte,  weil man einfach direkt im Geschehen ist und einfach zu viele Protagonisten auf einmal auftauchen. Weitere Kritikpunkt ist, dass die Autorin ohne Kapitel arbeitet, sondern die Seiten nach Tagen eingeteilt wurden ... so konnte ein Tag sich schonmal 20 Seiten umfassen. 
    Ansonsten bin ich mega zufrieden, daher nur 4/5 Sternen. 
    Es gibt ziemlich viele Ereignisse,  der Tot von Fehrbachs Frau, seine Alkoholsucht, der Tod von Fehrbachs Vaterder Selbstmord von Werner Mertens, der Mordanschlag (und spätere Tod) an/von Horst Wiesner und die Geiselnahme von Lisa. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Ermordung und Vergewaltigung von Kerstin Wiesner. Wie es zu all den Taten kommt , müsst ihr natürlich selbst lesen. 
    Das Buch ist wirklich spannend und flüssig geschrieben, die Charaktere gefallen mir richtig gut (auch wenn ich am Anfang Dr Thomas von Fehrbach nicht wirklich leiden konnte). Mit Lisa konnte ich mich am besten identifizieren, sie ist tough, ehrlich und direkt, dass gefällt mir sehr gut. Freue mich schon sehr auf den 2. Teil. 

  19. Cover des Buches Märzgefallene (ISBN: 9783462049039)
    Volker Kutscher

    Märzgefallene

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Bei diesem Roman handelt es sich um den fünften Fall für Kriminalkommissar Gereon Rath, erschienen erstmals 2014. Zeitraum der Handlung ist diesmal vom 25.02.1933 bis zum 26.05.1933, ein gutes halbes Jahr also, nach die Akte Vaterland (Band 4) geendet hat. Dieser Band beinhaltet den Zeitpunkt der Reichstagswahlen im März 1933. 

    Es geht um mehrere Morde an Beteiligten des Unternehmens Alberich im 1. Weltkrieg und um die Jagd auf ein junges Mädchen, das aus einer Heilanstalt geflohen ist.

    In diesem Band hat Kutscher über lange Strecken zugunsten der Darstellung des Lebensgefühls und des Zeitgeistes der damaligen Periode den eigentlichen Kriminalfall in den Hintergrund gerückt. Der kommt deshalb nur relativ schwer in Gang und leidet unter zu vielen Unterbrechungen. Aber der Stimmung des Buches tut das gut. Zumindest für mich ist sehr gut nachvollziehbar, ja fast spürbar, wie sich die politische Umgebung für die Menschen veränderte, als sich abzeichnete, dass die Nazis die Macht übernehmen und auch so schnell nicht mehr abgeben würden. Diese Schwanken zwischen Wut und Verzweiflung (Charly) und Verharmlosung und Ignoranz (Gereon).

    Der Kölner und der Berliner Dialekt nehmen einen deutlich breiteren Raum ein, als in den Vorgängerbänden. Ab und an wagt der Autor Ausflüge ins skurril-komische: Das geht im Fall Fritze gerade noch gut, den man als Berliner-Gör-Sidekick gerne goutiert. Den Fall des Kölner Taschendiebes finde ich aber überflüssig und störend.

    Vielleicht ist es mir in den vorangegangenen Bänden nicht aufgefallen, aber in diesem zumindest ist auffällig, wie oft der Autor im Text alte Marken erwähnt, wie z.B. Afri Cola oder Persil

    Insgesamt finde ich auch diesen Band gut gelungen, auch wenn der Schwerpunkt aus meiner Sicht diesmal etwas weg vom Kriminalfall gelegt wurde.

  20. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (760)
    Aktuelle Rezension von: Bookphil

    Die Geschichte spielt in Russland, es sterben Menschen. Leo ist die Hauptfigur in dieser Geschichte, es gibt Intrigen und Verrat. Leo bleibt sich und seinen Linien treu, merkt aber in der Handlung des Buches, dass der Schein trügen kann. Seine nächsten Liebenden könnten sein Verderben sein. 

    Eine Verfolgungsjagd in der Geschichte fand ich super gut beschrieben und man konnte mit Leo mitfiebern.

    Am Anfang war es etwas schwer für mich in die Geschichte reinzukommen, dies legte sich aber schnell.

    Das Buch ist mit politischem Bezug.

    Wer Problem damit hat, nachts gut zu schlafen, sollten dieses Buch meiden. Es ist nichts für schwache Nerven. 

  21. Cover des Buches Lost in Fuseta (ISBN: 9783462051629)
    Gil Ribeiro

    Lost in Fuseta

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Wilmaliestgern

    Ein spannendes Buch mit interessanten Charakteren. Ich bin nicht unbedingt ein Krimi-Fan, aber Gil Ribeiro alias ... kann mich vom Gegenteil überzeugen. Seine Portugal Krimis sind spannend und beschreiben Portugal und die Algarve so bildreich, dass man sofort hinfahren möchten. Außerdem die Bewohner - fast schon zu idyllisch. Dazu die interessanten Charaktere - eine absolute Leseempfehlung

  22. Cover des Buches Winteraustern (ISBN: 9783455000788)
    Alexander Oetker

    Winteraustern

     (103)
    Aktuelle Rezension von: RosaLia

    "Im Herzen Franzose", so bezeichnet sich der 1982 in Ost-Berlin geborene Autor Alexander Oetker selbst, und so ist es nur folgerichtig, dass sein Commissaire Luc Verlaine, der dem Leser in vorliegendem Kriminalroman bereits zum dritten Mal begegnet, genau das ist: ein echter Franzose! Ein Bonvivant, der gerne isst, trinkt, die Frauen und das Leben liebt und dazu noch ein sehr erfolgreicher Kriminalist ist. Eine willkommene Abwechslung nach so düsteren und gescheiterten, oft dem Trunk hingegebenen Ermittlern der Krimiwelt, wie sie vor allem die Skandinavier mit Vorliebe zu erschaffen pflegen.
    Als Schauplatz der Reihe um den gelassenen Genießer Luc Verlaine, der nach erfolgreichen Berufsjahren in Paris aus familiären Gründen zurückkehrt zu seinen Ursprüngen, nämlich dem Aquitaine, hat der Autor eine der wohl schönsten Regionen Frankreichs gewählt, denn nicht nur ist das Aquitaine der Inbegriff des "Savoir Vivre", sondern zeichnet sich auch aus durch kilometerlange Traumstrände, die es zum Paradies für Surfer und Meeresliebhaber machen, und durch grandiose Farben, denn alles im Aquitaine ist intensiv und wunderschön - ein Fest für alle Sinne! Zudem liegt nur zwanzig Kilometer von der Küste entfernt mit dem Medoc, Saint Emilion und Pomerol die traditionsreichste Weinregion Frankreichs und man kann wohl sagen der ganzen Welt.
    Aber noch etwas befindet sich im Aquitaine - das Bassin d'Archachon nämlich, eine riesige Bucht des Atlantiks und Zentrum der französischen Austernzucht!
    Genau hier, unter den Austernfischern, lässt Alexander Oetker diesmal seinen Commissaire ermitteln. Die Austern sind nicht nur die Spezialität schlechthin dieser Gegend und nehmen einen Sonderplatz in der französischen Küche ein, dürfen gerade an Weihnachten auf keiner Tafel fehlen, sondern sind dazu noch ganz offiziell französisches Kulturgut!

    Winterzeit ist Austernzeit! Dann sind sie reif, die glibbrigen und doch festen Meeresfrüchte, werden zu Tausenden von Tonnen geerntet, können ganz frisch in den kleinen Häfen der Region verkostet werden oder landen auf Millionen von Tellern in ganz Frankreich.
    Luc Verlaine ist nicht nur leidenschaftlicher Austernesser, wie man leicht vermuten kann, sondern darüber hinaus der Sohn eines Austernfischers, verfügt also über profunde Kenntnisse dieses Metiers, die ihm bei seinen Ermittlungen nützlich sind. Der rechte Mann am rechten Ort also! Doch gerne hätte er darauf verzichtet, die an Pfählen festgebundenen Leichen von zwei jungen Männern finden zu müssen, als er eines frühen Morgens mit seinem Vater Alain auf einem Gendarmerieboot unterwegs ist, das allnächtlich im Bassin patrouilliert, um die kostbaren Meeresfrüchte vor den zahlreichen Austerndieben zu schützen, die den Züchtern erhebliche finanzielle Einbußen bescheren.
    Die Väter der jungen Männer sind Austernzüchter wie Vater Alain, und letzterer begreift vielleicht als einziger wirklich die Tragweite ihres Todes für die hinterbliebenen Familien, denn gemäß der Tradition führen die Söhne das Geschäft der Austernzucht weiter - eigentlich, denn auch hier hat natürlich ein Bruch stattgefunden, wollen die Söhne sich nicht zwingenderweise mit der harten und nur für die Austernzüchter mit großen Pfründen wirklich einträglichen Profession ein Leben lang auseinandersetzen. Und ein solcher, der "Austernbaron" der Gegend nämlich, gerät sehr bald schon ins Visier der Kommissare, zu denen neben Verlaine auch sein komplizierter baskischer Kollege Etxeberria und die attraktive Anouk, die gleichzeitig die Frau ist, die Luc liebt, gehören. Jener reiche Mann, Chevalier mit Namen, hat, nachdem sein Vorschlag, mit Überwachungskameras das nächtliche Treiben im Bassin zu kontrollieren, abgelehnt wurde, nämlich höchstselbst dafür gesorgt, dass seine Austern nicht gestohlen werden, indem er einfach ein privates Sicherheitsteam des Nachts zu den Austerbänken schickt. War der Tod der beiden Jungen also eine Art Kollateralschaden?
    Die Ermittlungen, im Zuge derer der Leser nicht nur gemeinsam mit Luc und seinen Kollegen die Hintergründe der Morde aufzudecken versucht, sondern während derer er auch so einiges erfährt über die wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen der Austernzucht, auf die der Klimawandel gravierende Auswirkungen hat, gestalten sich kompliziert und es dauert, bis Verlaine auf Umwegen endlich auf der richtigen Spur ist und zur Lösung des Rätsels findet, die allseits für Überraschung sorgen dürfte....

    Noch ein Frankreichkrimi? Das mögen sich viele potentielle Leser des vorliegenden Romans fragen - denn in der Tat gibt es kaum ein Land, dessen Regionen so gründlich auf Kriminalebene durchforstet sind wie Frankreich. Und dann ist es auch schwer, etwas wirklich Neues zu schreiben oder aus altbekanntem Stoff etwas ganz Eigenes zu machen. Doch genau das ist Alexander Oetker mit seiner Reihe um den Bilderbuchfranzosen Luc gelungen! Nicht nur sind die drei Bände typische Länderkrimis, geben also immer wieder Informationen zu Land, Leuten und den vielfältigsten Genüssen, die deren Leben bietet, sind also im besten Sinne ein wenig wie Urlaub, sondern sind immer auch, so sagt der Autor selbst, als Reiseempfehlung zu verstehen.
    Und richtig - denn wer hätte nach den durchaus etwas düsteren, vor allem aber - was ungewöhnlich für Bordeaux und Umgebung ist - verschneiten "Winteraustern" nicht Lust, sich unverzüglich auf den Weg ins Aquitaine zu machen, pflückfrische Austern mit dunklem Brot, gesalzener Butter und einem Glas Muscadet zu genießen, durch das geschichtsträchtige, kulturell wie kulinarisch spannende und ganz bezaubernde Bordeaux zu streifen oder die Dune du Pilat zu erklimmen?
    Und dann sind es natürlich die Charaktere, die für sich einnehmen, ihr Agieren untereinander und der herzliche Umgang miteinander, das Zwischenmenschliche, dem Alexander Oetker viel Raum gewährt und das gleichwertig neben dem zu lösenden Kriminalfall steht.
    Es ist dieser eine Art von Krimi, die ich mag, einer, von dem trotz des tragischen Hintergrundes eine Leichtigkeit ausgeht, die eben auch über einer in Frankreich spielenden Geschichte, gleich welchem Genre man sie zuordnet, schweben muss. Ja, der Autor, der dazu auch noch ein begabter Schreiber und Erzähler ist, was man längst nicht als selbstverständlich voraussetzen darf heutzutage, hat alles richtig gemacht! Seinen Roman zu lesen war buchstäblich ein Genuss für alle Sinne, von dem man gar nicht genug bekommen kann.
    Einem weiteren Fall des Franzosen Luc Verlaine, des Bonvivant und Liebhaber alles Schönen, all dessen, das das Leben lebenswert macht, darf man hoffentlich mit Vergnügen und Vorfreude entgegenblicken!

  23. Cover des Buches Ein angesehener Mann (ISBN: 9783453421738)
    Abir Mukherjee

    Ein angesehener Mann

     (55)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eine bildreiche Geschichte aus dem alten Kalkutta (heute Kolkata).
    Intrigen und Verschleierung sind hier genauso zu finden wie Mut und Vertrauen.

  24. Cover des Buches Alibi (ISBN: 9783455650044)
    Agatha Christie

    Alibi

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Lang ist es her, dass ich Agatha Christies Meisterwerk „The Murder of Roger Ackroyd“ ( dt. Titel: „Alibi“ ) zum ersten Mal gelesen habe. Zu dieser Zeit war ich bereits ein Fan der englischen Kriminalautorin, von der ich auch heute, und unzählige Krimis und Thriller später, noch immer meine, dass sie den Titel „Queen of Crime“ völlig zu Recht trägt, mit ihrer Art zu schreiben sehr vertraut und mir sicher, auch diesmal, nach sorgfältigem Lesen und vermeintlichem Achten auf die vielen kleinen Hinweise, die sie clever in der Handlung versteckt, zu gegebener Zeit die Identität des Täters zu entdecken. Bis kurz vor Schluss hatte ich mir eine wunderbare und, davon war ich überzeugt, wasserdichte Theorie zusammengebastelt – und dann kam die Überraschung! Faustdick!

    Nie hatte ich mit einer solchen Auflösung gerechnet, die mich fast ein wenig ärgerte, betrachtete ich sie doch als etwas hinterhältigen Trick Dame Agathas, mit dem sie den Leser an der Nase herumführte. Wo waren sie, die sonst unfehlbar vorhandenen Hinweise, die den Leser in all ihren übrigen Krimis auf die rechte Spur führten? Die Puzzleteile hatte ich zwar eifrig gesammelt, doch wollten sie nicht ins Gesamtbild passen, ohne das eine, das entscheidende Teilchen, dass nur Agatha Christie persönlich kannte. Und so beschloss ich, „The Murder of Roger Ackroyd“ als Fehlschlag abzutun und schob ihn in die hinterste Ecke des Krimiregals, aus dem er kürzlich erst wieder, ganz unerwartet, zum Vorschein kam – um erneut gelesen zu werden? Obwohl ich den so unerwarteten Mörder noch immer präsent hatte? Kurzentschlossen schlug ich den vermeintlichen Fehlschlag auf und begann mit der Lektüre, aufmerksam wie damals auch, um dem einerseits gepriesenen und andererseits gescholtenen Meisterwerk, das 2013 von „The Crime Writers' Association“ zum besten Kriminalroman aller Zeiten gekürt worden war, eine neue Chance zu geben!

    Ob es daran lag, dass ich anstelle der siegesgewissen Überheblichkeit, mit der ich glaubte, einer Agatha Christie gewachsen zu sein, mit vorsichtigem Respekt zu Werke ging, mir wichtig erscheinende Passagen gleich zweimal las, um bloß nichts zu übersehen, was, so versicherten die begeisterten Kritiker dieses, Dame Agathas sechstem Kriminalroman, doch so augenfällig war? Und siehe da – von Anfang an war die Leuchtspur zu sehen, mit der die englische Lady auch dem blindesten unter ihren Lesern, zu denen auch ich mich zählen muss, den Weg gewiesen hat!

    Wenn man diese Spur nicht verliert in dem üblichen Labyrinth von falschen Fährten und geschickt eingebauten Nebensächlichkeiten, wie man denken könnte, wenn man die Tatsache ignoriert, dass es bei Dame Agatha keine Nebensächlichkeiten gibt, nichts, was überflüssig wäre, wenn man es denn logisch und folgerichtig interpretiert, also seine „kleinen grauen Zellen“ benutzt, auf denen der belgische Detektiv Hercule Poirot, der in dem verzwickten Krimi seinen dritten Auftritt hat, nicht müde wird zu insistieren – hier mehr als in jedem anderen Krimi, in denen der etwas lächerlich wirkende kleine Mann mit dem großen Schnurrbart und dem noch größeren Ego ermittelt -, dann führt sie unweigerlich zu demjenigen aus einer ansehnlichen Gruppe von Verdächtigen, die, was für Poirot von Anfang an klar ist, allesamt etwas zu verbergen haben, der den reichen Roger Ackroyd ins Jenseits befördert hat!

    Und dann erst erkennt man, wie klug und umsichtig, auch nicht das kleinste Detail außer Acht lassend, die berühmte Britin ihren Kriminalroman aufgebaut hat – und kann nicht umhin, ihr höchstes Lob zu zollen!

    Ein wahrhaft grandioser Whodunnit ist ihr da gelungen, einer, von dem ihre Biographin Laura Thompson sagte, er sei „der größte, der ultimative Kriminalroman“, der wegweisend war, der das Genre, dem sie sich verschrieben hatte, nachhaltig beeinflusste, denn sie wagte damit etwas ganz Neues, etwas, das inzwischen natürlich viele Nachahmer, aber keinen, der ihr gleich käme, gefunden hat.

    Zum Schluss meiner Überlegungen bliebe anzumerken, dass jeder Versuch einer ausführlicheren Inhaltsangabe die Gefahr birgt, dem unvoreingenommenen Leser Wissen zu vermitteln, das ihn allzu frühzeitig auf die richtige Spur bringt und ihn somit des Vergnügens beraubt, seine eigenen Theorien aufzubauen und daraus die richtigen – was schwer sein dürfte -  Schlüsse zu ziehen.

    Eines ist gewiss – es lohnt sich, diesen in jeder Hinsicht bemerkenswerten Kriminalroman zu lesen, schon alleine, um dem klugen, von sich selbst und seinen überragenden Fähigkeiten – völlig zu Recht übrigens! - so überzeugten kleinen Detektiv, der sich eigentlich in King's Abbott, dem fiktiven Schauplatz des Romans, zur Ruhe gesetzt hatte, um dort ausgerechnet Kürbisse zu züchten, über die Schulter zu schauen und ihn mit der ihm eigenen Methodik und Systematik, unter Gebrauch der bereits erwähnten sehr aktiven kleinen grauen Zellen, den wohl erstaunlichsten Fall nicht nur seiner eigenen Karriere sondern auch derjenigen der Schriftstellerin Agatha Christie, geborene Miller, in zweiter Ehe verheiratete Mallowan, lösen zu sehen!

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