Bücher mit dem Tag "mönche"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mönche" gekennzeichnet haben.

215 Bücher

  1. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

     (7.625)
    Aktuelle Rezension von: Painiapulu

    Nach meiner ersten Trilogie von Cassandra Clare - der Clockwork Reihe, von der ich völlig hin und weg war - stieg ich dann mit City of Bones in die ,,Moderne" der Schattenjägerwelt ein. Das war für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig, da zwischen den zwei Geschichten doch nochmal gut 140 Jahre liegen und ich zuvor eine ganz andere Vorstellung von den Schattenjägern, deren Aussehen und ihrer Lebenswelt entwickelt hatte. 

    Vorab: Klasse ist, dass Cassandra Clare in ihren Büchern durch bekannte Namen oder Charaktere den Bogen zu vorherigen oder nachfolgenden Reihen spannt. So ist der Trennungsschmerz von den geliebten Protagonisten nach Beendigung einer Bücherreihe nicht ganz so schlimm!

    Nun aber zu City of Bones: Nach einer kurzen ,,Eingewöhungsphase" konnte ich schnell einen guten Bezug zu den Charakteren finden. Sowohl in ihrem Aussehen als auch ihren Wesenszügen werden sie detailliert und genau beschrieben. So habe ich sie allesamt schnell in mein Herz geschlossen und mich wie ein Teil davon gefühlt.

    Mehrere (unerwartete) Plot Twists und Cliffhanger hielten die Spannung im Buch an den richtigen Stellen aufrecht. Ich konnte mir viele ,,Oh's" und ,,Ah's" nicht verkneifen, habe gelacht und geweint. Fakt ist: Nach Ende des ersten Teils der Reihe ist mein Herz definitiv gebrochen💔und ich werde nun den nächsten Teil in die Hand nehmen - in der Hoffnung, dass die tausend Stücke meines Herzens wieder zusammen geflickt werden können!

  2. Cover des Buches Das Herzenhören (ISBN: 9783453410015)
    Jan-Philipp Sendker

    Das Herzenhören

     (448)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde

    Das Herzenhören, von Jan-Philipp Sendker 

     

    Cover:

    Zeigt ein bisschen von dem exotischen Flair.

     

    Inhalt und meine Meinung:

    4 Jahre nach dem plötzlichen Verschwinden ihres Vaters, bekommt die junge New Yorker Anwältin Julia Win, einen vierzig Jahre alten Liebesbrief, den dieser an eine fremde Frau (Mi Mi)  in Birma geschireben hat in die Hände.

    Mit nichts als diesem Brief und einem Namen macht sie sich auf den Weg nach Birma. 

    Dort wird sie von einem alten Mann angesprochen, der anscheinend auf sie gewartet hat.  

    Er will ihr die Geschichte ihres Vaters erzählen.

    Zuerst ist Julia sehr skeptisch, doch nach und nach scheint ihr der fremde Ort und der fremde Mann auf magische Weise immer näher zu kommen.

     

    Eine Geschichte die auf mich wirkt wie ein Märchen aus 1001 Nacht.

    Bitter süß, voller Romantik und Trauer.

     

    Es geht um Geduld, Mitmenschlichkeit und die große Liebe, aber auch die Kehrseiten davon werden sichtbar.

     

    Das Ganze wird in einem unglaublich weisen und poetischen Stil erzählt. 

     

    Zitat:

    Viel schimmer sei es, von den Menschen Gutes zu erwarten und dann enttäuscht zu sein, wenn sie den hohen Erwartungen nicht entsprächen. Das würde zu Verbitterung und Menschenverachtung führen.

     

    Mein Fazit:

    Eine Liebe wie aus 1001 Nacht. Wie ein Märchen. 

    Von mir 4 Sterne 

     

  3. Cover des Buches Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe (ISBN: 9783846600863)
    Laini Taylor

    Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe

     (166)
    Aktuelle Rezension von: zeilenrauschen

    In vielen Rezensionen zu dieser Reihe habe ich gelesen, dass ihnen die Spannung gefehlt hat, dass es zu langsam voranschreitet und sie deshalb nicht für die Geschichte begeistern konnte. Ja, ich muss zustimmen. Es ist langsam. Es ist ruhig und es gibt viele Beschreibungen.
    Aber mich hat das zusammen mit dem fantastischen Schreibstil voller Wortkunst und dem märchenhaften, träumerischen Setting nicht gestört. Im Gegenteil denke ich, dass eine schnellere Erzählart die Magie der Geschichte zerstört hätte.

    Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen, insbesondere Lazlo - der Bibliothekar mit einem großen Herz, der seinen Träumen nachjagt. Und natürlich Sarai, die Muse der Alpträume, die er später kennenlernt. Die Autorin hat den Charakteren viel Zeit gelassen, um sich kennen zu lernen. Ich bin ihnen durch wundersame Träume gefolgt, habe von ihren Wünschen und Sehnsüchten erfahren und sie auf einer Reise voller Mysterien und Geheimnisse begleitet, die sich nach und nach enthüllen.

    Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und interessant gestaltet. Es gibt kein Schwarz und Weiß, nur Grau. Das mag ich sehr.

    Die Geschichte beginnt recht unschuldig, aber spätestens im zweiten Buch ändert sich das. Es wird nichts explizit ausgeschrieben, aber unter anderen werden sexuelle Gewalt, Versklavung, Kindesmord und andere Gräuel thematisiert. Viele Charaktere leiden unter den Trauma ihrer Vergangenheit. (Das wird von der Autorin auch in der Einleitung zum zweiten Buch erwähnt.)

    Einziger Kritikpunkt für mich: zuletzt wurde mir die Liebesgeschichte etwas zu kitschig und melodramatisch

  4. Cover des Buches Herzenstimmen (ISBN: 9783453409651)
    Jan-Philipp Sendker

    Herzenstimmen

     (149)
    Aktuelle Rezension von: thesmallnoble

    Es ist sicher eine besondere Aufgabe für Herrn Sendker gewesen dieses Buch zu schreiben. Ich stelle mir den Druck enorm vor eine Fortsetzung eines so wunderbaren Buches wie "Herzenhören" zu verfassen und es mindestens genausogut hinzubekommen.
    Meiner Meinung nach ist ihm das gelungen, wirklich gelungen. Vielleicht war die Verzauberung nicht ganz so groß wie bei Herzenhören, da ich ja schon wusste welcher Art Lektüre dieses Buch ist - aber ich bin genauso in die Geschichte versunken und habe jede einzelne Seite genossen. Ich liebe diese beiden "Seelenberührer"!

  5. Cover des Buches Das verbotene Eden 1 (ISBN: 9783426509401)
    Thomas Thiemeyer

    Das verbotene Eden 1

     (661)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    Da ich ein großer Fan von dystopischen Jugendromanen bin, wusste ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort, dass ich diese Trilogie lesen muss. »Das verbotene Eden 1 – David und Juna« von Thomas Thiemeyer wirkt auf den ersten Blick wie ein Klischee-Roman. Männer und Frauen hassen sich, ein Virus ist daran Schuld. Nein, danke. Aber wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat, merkt man, dass Thiemeyer eine richtig coole Welt in einem zerstörten Köln erschaffen hat. Es lohnt sich dieser Reihe eine Chance zu geben … besonders wenn man nicht so sehr auf Romanzen steht. Die lässt sich hier nämlich, entgegen meiner Erwartung, ganz schön viel Zeit.


    Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer ...


    In der Hardcover-Ausgabe findet sich vorne und hinten eine Karte (die ich echt liebe) und deren Hilfe man sich in der Welt sehr gut zurechtfinden kann. Die einzelnen Orte, die ›Regierungssysteme‹, die Kultur und Religion, all das wird vom Autor wirklich anschaulich beschrieben. Ohne Frage ein tolles Worldbuilding. Ich war fasziniert.


    Trotzdem war ich überrascht, wie lange es dauert, bis Juna und David sich begegnen. Ungefähr bis knapp zur Hälfte des Buches. Einerseits hat es die Spannung gesteigert, andererseits war es deshalb zwischendurch ein bisschen langatmig. Dann treffen sie endlich aufeinander und dann geht die Gefühlsentwicklung zwischen den beiden auf einmal durch die Decke. Ich glaube, in diesem Punkt hätte ich mir ein Mittelmaß gewünscht. Das Zusammentreffen der beiden etwas früher, dafür eine langsamere Gefühlsentwicklung.


    Ansonsten war die Handlung aber wirklich, wirklich spannend. Obwohl sich beide Parteien gegenseitig hassen, haben sie einige Jahre nebeneinander in einem politischen Übereinkommen verbracht, aber seitdem die Männer immer öfter dagegen verstoßen und brutal über die Frauendörfer herfallen, ringen die Geschlechter gegenseitig um die Vorherrschaft. Die Männer wollen die Frauen unterwerfen und sich so mit dem absichern, was die Frauen anbauen, während die Frauen die Männer fast ausrotten und nur wenige zur Erhaltung der Spezies am Leben lassen wollen.


    In all dem stecken Juna und David, von klein auf mit den Ideologien ihres Geschlechts gefüttert, und doch merken beide, dass das nicht der richtige Zustand sein kann. David ist da vor allem durch den Abt Benedikt seines Klosters und dem Lesen ›verbotener Schriften‹ wie Romeo und Julia geprägt, während Juna vor allem von ihrer Mutter beeinflusst wird. Es war spannend, mitzuverfolgen, wie beide allmählich in ihrem Denken etwas ändern, um dann füreinander einzustehen.


    Ihre Geschichte ist mit diesem Band beendet … der Kampf zwischen den Geschlechtern geht allerdings im nächsten Teil mit einem anderen Pärchen weiter und ich bin schon gespannt, was mich da erwarten wird.


    Fazit

    Das Buch bietet sehr viel mehr als der Klappentext vermuten lässt, daher lohnt es sich auf jeden Fall einen Blick hineinzuwerfen. Es ist spannend und behandelt nebenbei, wie wichtig es ist, sich seine eigene Meinung zu bilden und nicht blind der gängigen Ansicht zu vertrauen. Außerdem endet der Kampf zwischen den Geschlechtern hier nicht, sondern geht im zweiten Band in die nächste Runde. Ich bin schon sehr gespannt auf Logan und Gwen.

  6. Cover des Buches Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte (ISBN: 9783846600856)
    Laini Taylor

    Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Sally_Jankowski

    Lazlo Strange, der Weisenjunge der in Büchern aufwächst, der Bibliothekar der die Welt nur aus Büchern kennt und sie sich erträumt. Mit seiner Faszination um die Geheimnisumwogene Stadt Weep, ist er alleine und als eines Tages Gesandte gesucht werden um ein Problem in Weep zu lösen, muss er dabei sein.

    Laini Taylor hat mit Lazlo einen wunderbaren Charakter erschaffen und lässt uns durch seine Augen die Geschichte sehen & erleben.

    Es war am Anfang etwas schwierig rein zu kommen, mit den vielen neuen Namen, Orten und Besonderheiten aus der Welt in der Lazlo lebt, doch er hat mich hindurch geführt.

    Teilweise waren die Handlungen entwas zu lang.

    Der erste Teil ist eher ein Kennenlernen Lazlos und die Anfänge, die richtige Geschichte und das Große Rätsel lösen beginnt erst in Teil 2


  7. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (547)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Bernard Cornwell ist ein hochgelobter Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe, als Einstieg in sein Werk entschied ich mich für „Das Letzte Königreich“, den Beginn der sog. Uhtred-Saga. Leider wurde ich sehr enttäuscht, habe ich den Schreibstil doch als sehr langatmig empfunden und fand die Geschichte insgesamt seelenlos. Ich habe mich durch das Buch gekämpft, war aber häufiger davor das Lesen abzubrechen. Bei mir entstanden bei der Lektüre keinerlei Emotionen, auch einen Bezug zu den Figuren konnte ich nicht aufbauen. Weitere Bände aus dieser Reihe werde ich nicht lesen, aber ich gebe dem Autor noch eine Chance und werde mir als nächstes seine Artus-Reihe genauer anschauen. Doch nun zum Buch.

    Uhtred, Sohn des Aldermanns Uhtred, wohnhaft auf der Bebbanburg, begegnet 866 im Alter von zehn Jahren erstmals den Dänen. Sein ältester Bruder wird ermordet, als dieser die Dänen näher auskundschaften soll. Im Jahr 867 zieht Uhtreds Vater dann in den Krieg gegen die Dänen, wird aber vernichtend geschlagen und der Zehnjährige wächst fortan bei den Feinden auf, und zwar bei seinem Ziehvater Ragnar und dessen blindem Vater Ravn. Er freundet sich auch mit Rorik, dem zweiten Sohn Ragnars an, und wird schon bald von Ragnar als seinesgleichen akzeptiert. Ab 868 beginnen die Nordmänner ihren Machtbereich zu erweitern, Uhtred ist an Ragnars Seite mittendrin. Zuerst fällt Northumbrien, dann Mercien, später Ostanglien. Der Autor betont dabei auch, dass es vor allem um einen Aufeinanderprall zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen geht. Uhtred durchläuft eine Ausbildung und integriert sich mit der Zeit so gut, dass er als Däne, als einer von den ihren, akzeptiert wird. Dann geht es gegen Wessex, man eilt von Schlacht zu Schlacht. Doch diese werden weder opulent, noch mitreißend in Szene gesetzt. Als einzige Ausnahme kann die Schlacht am Ende des Buchs angeführt werden, in der der gereifte Uhtred gegen Ubba in den Kampf zieht. Anders als die anderen Provinzen Englands erringt Wessex jedoch einen Sieg gegen die Wikinger, keine Seite kann sich danach so richtig durchsetzen. 871 wird Alfred neuer König von Wessex, es kommt zu einem Friedensvertrag. Als Uhtred 16 Jahre alt ist, wird sein Ziehvater Ragnar brutal und heimtückisch von einem alten Feind ermordet. Uhtred schwört Rache. Er begibt sich mit Brida in den Süden von Mercien, von dort verschlägt ihn das Schicksal nach Wessex zu König Alfred. Uhtred gibt ihm wichtige Informationen zu den Dänen und Alfred will, dass Uhtred auf einem seiner Schiffe das Kommando führt. Jahre später treffen die Dänen und Alfred erneut im Kampf aufeinander, diesmal kämpft Uhtred auf englischer Seite, beide Seiten können sich nicht durchsetzen. Uhtred heiratet und er erhält das Kommando über die Flotte von Alfred. Er reift zu einem Anführer heran. 

    Das Problem bei der Darstellung dieser Ereignisse ist aber, dass keinerlei Emotion beim Lesen aufkommt, der Stil ist viel zu sachliche, nüchtern und distanziert. Die Charaktere bleiben flach, die Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren sind oberflächlich. Die Protagonisten besitzen keinerlei psychologische Tiefe. Dies wird allzu deutlich, wenn man sich z.B. das Verhältnis von Uhtred und seiner Freundin Brida anschaut, die praktisch nicht vorkommt. Das alles ist richtig enttäuschend. Das einzige, was dieses Buch in Hülle und Fülle bietet ist Brutalität in Kampfhandlungen, doch diese wird nicht einmal sonderlich kreativ oder gar fesselnd in Szene gesetzt, sondern sie langweilt. Insgesamt fehlte mir in dieser Geschichte eine Art übergeordnetes Ziel. Worauf zielt die Handlung ab? Wo geht die Reise hin? Dass ein Handlungsziel fehlt, darunter leidet die Motivation, überhaupt weiterzulesen, denn man weiß überhaupt nicht, worauf die Entwicklung Uhtreds hinauslaufen soll, zumal er wie ein emotionsloser „Brocken“ dargestellt wird. 

     

    Fazit: Ein langatmiger historischer Roman, der keinerlei Emotion beim Lesen auslöst und nur flache Charaktere sowie oberflächliche Beziehungsverhältnisse aufweist. Eine herbe Enttäuschung!

  8. Cover des Buches Die Rezeptur: Thriller (ISBN: 9783944676357)
    Catherine Shepherd

    Die Rezeptur: Thriller

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Nady

    Meine Meinung:

    Endlich mal wieder ein weiterer Teil der Zons-Reihe, auf den ich mich unheimlich gefreut habe.
    In der Gegenwart begegnen wir wieder dem Kommissar Oliver Bergmann, der in allen Büchern der Reihe als Ermittler in der Gegenwart zuständig ist. Er hat es dieses Mal mit mehreren Morden an Schönheitschirurgen zu tun.
    500 Jahre früher ermittelt Bastian Mühlenberg ebenfalls an mehreren Mordfällen an Mönche, und es scheint, dass sie wohl vergiftet wurden.

    Gerade die 2 Zeitebenen faszinieren mich bei den Zons-Thrillern immer wieder. Catherine Shepherd versteht es auf ganz besondere Weise, die Fälle, die doch 500 Jahre auseinanderliegen, wunderbar zu kombinieren.  Ihr Schreibstil ist sehr fesselnd und ich bewundere Catherine für ihren Einfallsreichtum, die ihre Thriller immer zu etwas besonderen machen. 

    Man kann die Zons-Reihe auch getrennt voneinander lesen, aber ich empfehle trotzdem, mit dem 1. Band zu beginnen, da man so die beiden Ermittler in ihrer jeweiligen Lebenszeit kennenlernt.
    Von mir bekommt “Die Rezeptur” 4 von 5 Sternen, da ich es zwischendurch langatmig empfand. Trotzdem natürlich auch hier eine klare Leseempfehlung für die, die gerne einen Thriller lesen möchten, der aber nicht zu blutig daherkommt. 


  9. Cover des Buches Göttin des Meeres (ISBN: 9783596193837)
    P.C. Cast

    Göttin des Meeres

     (213)
    Aktuelle Rezension von: LovelyDancer

    ...und Göttinnen ist manchmal schwer durchschaubar. P.C. Cast hat hier den zweiten Band ihrer Mythica-Reihe vorgelegt und verbindet auf sehr interessante Weise die Mythen der Antike mit modernen Denkweisen. Ich fand das Buch spannend und romantisch, aber nicht ganz so gelungen wie Band 1.

    Trotzdem: Stil und Ideenreichtum der Autorin sind einfach großartig.

  10. Cover des Buches Das Erbe von Carreg Cottage (ISBN: 9783442484768)
    Constanze Wilken

    Das Erbe von Carreg Cottage

     (83)
    Aktuelle Rezension von: mareile

    Zwei außergewöhnliche Frauen führen den Leser durch Vergangenheit und Gegenwart. Es gelingt der Autorin auf sehr mitreissende Art, dem Leser das alte Wales mit seinen Mythen, dort spielt Meara/Lileas, eine Druidentochter die Hauptrolle und die Gegenwart nahezubringen. Die Schauplätze auf der Halbinsel Llŷn im Norden von Wales fand ich so schön beschrieben, dass ich mich dort sofort zuHause fühlte. Die Autorin erschafft Szenen und Bilder, die mich lange nicht losgelassen haben.

    In der Vergangenheit erleben wir das Schicksal der Druidentochter, die miterleben muss, wie ihre Familie von christlichen Mönchen umgebracht wird. Man spürt die fundierte Recherche und nimmt durch die lebendige Erzählweise Anteil an dem, was im 7. Jahrhundert geschieht. Das Volk lebt in Angst vor den Herrschern und den römisch-katholischen Priestern, die immer mehr Einfluss gewinnen. Die junge Meara kämpft gegen Lügen und Intrigen und um ihre Liebe zu einem Priester, der von Glaubenszweifeln geplagt wird.

    In der Gegenwart ist es die Schottin Lilian, die nach einem ruhelosen Leben auf Llŷn eine neue Heimat findet. Das Cottage steht dabei im Mittelpunkt und birgt ein Geheimnis, das mir am Ende eine Träne entlockte. Es geht in diesem Roman um so viel mehr - die Verbindung zur Natur, Religionskonflikte und die Toleranz. 

    Beide Erzählebenen werden fein miteinander verwoben, die Landschaft und Geschichte eines mir unbekannten Landes wird lebendig erzählt. ein besonderes Buch, das ich gern empfehle!

  11. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2) (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Die Abenteuer von Jakob Kuisl, dem Henker von Schongau, seiner Tochter Magdalena und dem Medicus Simon Fronwieser gehen weiter. 

    Hier geht es um einen vergifteten Pfarrer und die Suche nach dem verborgenen Schatz der Templer. Wir sind im Jahr 1660.

    Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß gemacht. Es hatte eine tolle Atmosphäre, war spannend, unterhaltsam und auch lehrreich. 

    Auch war es stellenweise durchaus humorvoll. Ich mochte die zum Teil bissigen Dialoge, denn sowohl der Henker als auch seine Tochter als auch der Medicus sind sehr eigenwillige Figuren. 

    Sehr interessant fand ich auch die medizinischen Aspekte in diesem Buch. Wie damals geheilt (oder eben nicht geheilt) wurde, an was die Menschen glaubten,... 

    Insgesamt ein überaus gelungener Historischer Roman, und ich freue mich nun auf den nächsten Band der Reihe!  

  12. Cover des Buches Alles in Buddha (ISBN: 9783453419247)
    Victoria Seifried

    Alles in Buddha

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Alles in Buddha“ von Victoria Seifried viel mir gerade beim umräumen in die Hände und da ich das Buch wirklich toll fand, dachte ich, gibts von mir einfach mal eine locker leichte Leseempfehlung und Mini-Rezi  dazu.
    "Alles in Buddha“ ist ein tolles Buch über das Leben, die Liebe und die kleinen Fettnäpfchen, die an jeder Ecke immer wieder auflauern. Mit viel Humor wird hier eine Geschichte erzählt, in der es um die Welt geht und einiges zu entdecken gibt. Da wäre zum Beispiel Paris, die Stadt der Liebe, das bunte Las Vegas und Seoul! Sowohl Mia als auch Hugo erleben jeder für sich und doch gemeinsam ihre ganz persönliche Reise und wie heißt es so schön: es kommt immer anders als man denkt, und das trifft hier auch genauso zu und auch wenn *Vorsicht Spoiler* ein Happyend zu erwarten ist, ist es doch gar nicht so, wie man es zu Anfang vielleicht gehofft und vermutet hatte!
  13. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Das Konzept des Romans ist schon originell und auch teilweise ironisch geschrieben.

    Aber man hätte das ruhig auf 300 Seiten zusammenstreichen können.

    Und bei Eco hab ich immer das Gefühl, mir entgeht alles, weil ich kein Historiker bin.

  14. Cover des Buches Der Abschiedsstein (ISBN: 9783608961621)
    Tad Williams

    Der Abschiedsstein

     (282)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-

    Das Geheimnis der Großen Schwerter – Band 2

    Welche Ziele verfolgen die geheimnisvollen Elbenvölker der Nornen und Sithi, denen das Land einst gehörte? Der untote Elbenprinz Ineluki kehrt zurück und die Rache an den Menschen für vor langer Zeit erlittenes Unrecht ist nicht mehr fern. (Quelle: Inhaltsangabe – Hobbit Presse / Klett Cotta)

    „Der Abschiedsstein“ ist der zweite Band der Osten Ard-Reihe „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ und schließt nahtlos an seinen Vorgänger „Der Drachenbeinthron“ an.
    Zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung der umfangreichen Geschehnisse des ersten Bandes – eine hilfreiche Erinnerungsstütze, wenn zwischen dem Lesen der einzelnen Bände etwas Zeit vergangen ist. Das Buch startet mit einem ziemlich düsteren Prolog, der neugierig auf die Handlung macht:


    „Die Nornen fingen ihn ohne Mühe und schleppten ihn in die Tiefen der verlassenen Burg, hinab unter die schattendunklen, eisumhüllten Türme mit ihren unablässig flackernden Lichtern.“ – Seite 12, eBook


    Nach dem Tod des beliebten Königs Johan hat nun dessen ältester Sohn Elias die Herrschaft übernommen. Doch mit ihm ist auch die Macht des mysteriösen Priesters Pryrates gestiegen – im Laufe der Handlung wird noch deutlicher, zu was Elias engster Vertrauter wirklich fähig ist…
    Nach den letzten dramatischen Geschehnissen wird immer klarer, dass eine große Bedrohung und eine dunkle Macht aus dem Norden unaufhaltsam in das Innere von Osten Ard vorrückt – nach und nach lässt sich erahnen, wie groß das Grauen wirklich ist.

    Die Handlung wird wieder aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt – von bereits bekannten Charakteren, die an verschiedenen Orten im ganzem Reich unterwegs sind, mit unterschiedlichen Zielen und Missionen.
    Da ist Simon, der zusammen mit seinen Gefährten zu einem besonderen Ort unterwegs ist, der ihnen vor der Gefahr aus dem Norden etwas Sicherheit geben soll. Doch ihre Reise verläuft anders als geplant…
    Auch Prinz Josua, der zusammen mit einigen Verbündeten Schreckliches überstanden hat, hat große Pläne. Weitere Figuren erleben ebenfalls gefährliche Abenteuer und machen überraschende Entdeckungen.

    Sehr gut gefallen hat mir hier, dass man die einzelnen wichtigen Charaktere besser kennen lernt und auch einiges über die Elbenvölker -den Sithi und deren abtrünnigen dunklen Verwandten, den Nornen- erfährt.


    „Einen weiteren, unendlich langen Augenblick starrte er den Nornen an, die schmalen Züge eines Gesichtes aus einer anderen Welt.“ – Seite 117, eBook


    Auch die zentrale Geschichte um die Großen Schwerter bleibt sehr interessant – hier werden weitere Geheimnisse und Mythen um die mächtigen Waffen offenbart.


    „Der Rest des Raums wurde grau und substanzlos; das Schwert schien, ohne dass Licht darauf fiel, von innen zu glühen, bis die Luft selbst schwer wurde wie Stein.“ – Seite 370, eBook


    Der zweite Band ist, besonders zu Beginn, eher ruhig aufgebaut – Tad Williams schreibt mit viel Liebe zum Detail, sehr ausführlich und manchmal auch ausschweifend. Daher braucht man manchmal etwas Geduld. Jedoch finde ich das in dieser umfangreichen Fantasy-Saga sehr passend. Man bekommt so umfassende Einblicke in die unterschiedlichen Orte, den so verschiedenen Leben der Völker und natürlich einen Überblick über die aktuellen unheimlichen Geschehnisse im Land. Neben einzelnen rasanten Abschnitten bleibt es zwar eher ruhig aber dennoch durchgehend spannend.

    Im Anhang gibt es neben der Karte von Osten Ard noch ein ausführliches Register mit allen Personen, Orten und Sonstiges.

    Mein Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die wieder mit detailreichen Schilderungen und einem fesselnden Verlauf überzeugt. Es wird abenteuerlich, mysteriös und auch düster, gleichzeitig auch beeindruckend mit vielen detailreich beschriebenen Schauplätzen und überzeugenden Charakteren. Gerade im letzten Drittel passiert einiges und macht neugierig auf den dritten Band. Großartige High-Fantasy.

  15. Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)
    Donna W. Cross

    Die Päpstin

     (4.364)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Das neunte Jahrhundert ist eines der finstersten des Mittelalters. Blutrünstig fallen Christen und Normannen übereinander her. Die Sarazenen aus Afrika versuchen Rom zu erobern. Viel Blut fließt. Verrat, Mord und Tod sind an der Tagesordnung. In dieser Zeit haben Frauen so gut wie keine Rechte. Sie sind Leibeigentum des Mannes und müssen ihm gehorchen.

    Johanna erlebt als Kind, wie ihr Vater, der ein ärmlicher Dorfpriester ist, ihre geliebte Mutter Gudrun tyrannisiert und schlägt. Gudrun ist Normannin und wurde bei der gewalttätigen Bekehrung diese Volkes zum Christentum von ihrem zukünftigen Mann mit nach Dorstadt in Franken gebracht. Heimlich erzählt Gudrun ihrer Tochter die Geschichten von den Göttern der Heiden. Ihr Mann, der fanatische Christenpriester darf das nie erfahren. Sie beschwört ihre Tochter, nachdem sie von ihm wieder einmal übel zugerichtet wurde: "Du mußt aus deinen Fehlern lernen...damit dir nicht das gleiche passiert. Wenn du heiratest, gibst du alles auf -- nicht nur deinen Körper, auch deinen Stolz, deine Unabhängigkeit, sogar dein Leben. Verstehst du? Verstehst du?...Falls du jemals glücklich sein möchtest, dann merk dir meine Worte Tochter: Gib dich niemals einem Mann hin." Diesen dringenden Rat aus der Not vergißt Johanna zeit ihres Lebens nicht.

    Johanna ist außergewöhnlich intelligent und geistig sehr begabt. Durch einen Glücksumstand erhält sie als Mädchen Untericht. Als sich nach wenigen Jahren plötzlich alle Möglichkeiten verschließen, als Frau weiter zu studieren, beschließt sie, ihr Leben als Mann fortzusetzen. In Männerkleidung, mit kurz geschorenem Haar, messerscharfem Verstand, umfassendem Wissen, Warmherzigkeit und Intuition gelingt es ihr nach zahlreichen Stationen ihres Lebens und einigen gefährlichen Situationen, in denen ihre wahre Identität fast aufgedeckt wird, den Papststuhl zu besteigen.

    Vom 12. Lebensjahr bis zu ihrem Tod verbindet sie eine starke und tiefe Liebe zu dem Markgrafen Gerold. Sie empfinden sich als Zwillingsseelen. Einige Male retten sie sich gegenseitig das Leben, aber die Umstände verhindern oft ihr Zusammensein, manchmal über Jahre hinweg, die jedoch ihre ungewöhnliche starke Verbundenheit nie brüchig werden lassen. Johanna stirbt, nachdem sie sich als Päpstin besonders für die Armen und die Frauen eingesetzt hat, einen unerwarteten und späktakulären Tod, der laut Historie authentisch sein soll. Dennoch triumphiert Johanna, denn es ist nicht die Hand des Feindes, die sie niederstreckt.

    Während die katholische Kirche die Existenz einer Päpstin Johanna, die den Papststuhl höchstwahrscheinlich von 953 -- 955 innehatte, leugnet, sprechen geschichtliche Forschungen auf diesem Gebiet bestechend dafür, daß es eine Päpstin gegeben haben muß. Sehr aufschlußreich dazu ist das Nachwort der Autorin, indem sie Für und Wider der Existenz einer Päpstin abwägt. Wer sich ausführlich mit dieser Thematik befassen will, dem ist das Buch. Die Päpstin Johanna von Elisabeth Gössmann zu empfehlen.

  16. Cover des Buches Die Bibel nach Biff (ISBN: 9783442312948)
    Christopher Moore

    Die Bibel nach Biff

     (789)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Geschichte des jungen Jesus, der auf dem Wege ist, der Messias zu werden. Doch wie wird man Messias? Diese Frage stellt sich Joshua und sein bester Freund Biff und zusammen erleben sie ein herrlich schräges Abenteuer, quer durch die damals bekannte Welt, an historischen und weniger historischen Orten, erleben wundersame Abenteuer, treffen auf mysteriöse Magier, verschwiegene Mönche, durchgeknallte Obdachlose und schizophrene Jünger. Während die gesamte Geschichte auf eine durchaus humorvolle und an einigen Stellen wirklich amüsante Komik erzählt wird, ist der philosophische, religiöse Teil durchaus nicht zu unterschätzen: Das Hintergrundwissen des Autors über die verschiedenen damaligen Religionen ist umfangreich und wird geschickt in eine doch eher humorvolle Handlung eingebunden. Mich selbst hat sowohl der Witz und die Art des Autors, seine Figuren denken und handeln zu lassen sehr positiv angesprochen, als auch der wenn auch oberflächlige Einblick in die religiöse Welt der damaligen Zeit. 

     Kurzweilig, merkwürdig aber sehr sehr amüsant!

  17. Cover des Buches Illuminati (ISBN: 9783942656023)
    Dan Brown

    Illuminati

     (5.036)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Ich fand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Der Schriftstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, allerdings lohn es sich. Es gab keine Minute, in der ich das Buch weglegen wollte, da es auf jeder Seite Spannung gab. Hier findet eine perfekte Verschmelzung zwischen Krimi und Naturwissenschaft statt, aufgrund von Kern und der Erstellung von Antimaterie, die hochexplosiv ist, sobald sie in Berührung mit Materie kommt. Auch die Beschreibungen über Rom fand ist sehr gut gelungen.

  18. Cover des Buches Das Schweigen des Sammlers (ISBN: 9783458359265)
    Jaume Cabré

    Das Schweigen des Sammlers

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Henk_Bleu

    Ich weiß noch, dass ich über dieses Buch in der FAZ eine hymnische Besprechung las. Es sei einer der besten spanischen Romane der letzten Jahre, hieß es darin. Ich weiß nicht mehr, wie das genau begründet wurde, aber mein Interesse war geweckt.

     

    „Das Schweigen des Sammlers“ heißt im Original „Ich bekenne“ und das ist der weitaus treffendere Titel für diesen verwickelten Roman. Formal ein Briefroman, lesen wir die Memoiren des spanischen Gelehrten Adria Ardevol an seine Frau Sara Voltes-Epstein, die große Liebe seines Lebens. Es ist ein Buch über Schuld und die Hoffnung auf Wiedergutmachung. Denn Ardevol fühlt sich schuldig am Schicksal seiner Frau, und daran, dass sie ihn verließ – weil er eine Geige nicht zurückgab, die seiner Familie nicht gehörte. Das klingt vielleicht banal, aber die Geschichte dieser Geige bildet neben Ardevols Lebensgeschichte die zweite große Stütze des Romans. Sie spannt einen riesigen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von Geistlichen in Klöstern bis zu Nazischergen in Auschwitz. Und der Streit über ihren Besitz ist Ausgangspunkt für umfangreiche Schilderungen über Gut und Böse, Schuld und Moral.

     

    Damit hat sich Cabre viel vorge-, aber nicht übernommen. Ihm gelingt es, die stattlichen 850 Seiten intelligent und spannend zu füllen. Vor allem hat Cabré die Handlungsebenen kunstvoll und trickreich verknüpft. Oft springt er mitten in einem der vielen Dialoge auf eine andere Ebene. Oder er wechselt in einem Dialog die Erzählperspektive, vom Er zum Ich oder Du. Das ist oft nicht gleich zu verstehen, sondern erfordert die Aufmerksamkeit des Lesers, ist aber absolut faszinierend gemacht und trägt dazu bei, dies Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch formal komplex zu machen. Es führt vor allem dazu, dass der Leser näher an die Handlung herankommt und von ihr stärker berührt wird. Und es macht das Buch einzigartig.

     

    Kritikpunkte sehe ich bei der Hauptfigur. So facettenreich sie einerseits angelegt ist, so einseitig ist das Motiv von Ardevols Handlungen: Das Gefühl der Schuld und die überbetonten Gefühle für seine Frau wirken über die ganze Länge fast schon penetrant. Aber vielleicht ist das eine Mentalitätssache, und deutsche Leser empfinden hier anders als der spanische Autor. Zum anderen ist Ardevol als Intellektueller angelegt, der über die Natur des Bösen forscht. Dann müsste dazu auch was Intellektuelles kommen, doch das fehlte mir. Dafür gibt er durch die Romanhandlung vielfältige Antworten dazu.

     

    Vielleicht hat Cabre nicht alles einlösen können, aber ihm ist in achtjähriger Arbeit unterm Strich ein bemerkenswertes Buch gelungen, das ich empfehlen möchte
  19. Cover des Buches Sündenkammer (ISBN: 9783958625327)
    Catherine Shepherd

    Sündenkammer

     (44)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Es war spannend und interessant. 

    Ich fand auch die beiden Zeitebenen toll. 

    Nur die Auflösung kam mir dann wieder zu schnell. Endlich haben die Ermittler eine heiße Spur und zack ist es schon vorbei. Ich wünsche mir da irgendwie mehr Action, aber im Großen und Ganzen eine top Geschichte.

  20. Cover des Buches Der verlorene Thron (ISBN: 9783453316614)
    Brian Staveley

    Der verlorene Thron

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Avalaia
    "Doch die Kettral hatten schon viele Tote gesehen, und sie kannten den Kummer. Es waren seine Augen, an die sich alle erinnerten. Sie waren immer so dunkelbraun wie versengtes Holz gewesen, aber irgendwie hatten sie meilenweit weiter gebrannt, unter Land und Meer, tief im Tempel des Eulenkönigs, bis sie nicht mehr nur Asche, nicht mehr nur schwärzestes Pech gewesen waren, sondern Löcher in die Finsternis hinein, vollkommene Kreise, die in die Nacht selbst eingestanzt waren."
    (S. 367f) 

    Sanlitun, der Kaiser über das Reich Annur, wurde hinterlistig ermordet. Das ganze Reich ist darüber in Aufruhr, doch scheint der Mörder bereits fest zu stehen: Uinian der Vierte, Priester der Intarra, der Göttin, zu der in Annur am häufigsten gebetet wird. Adare, seine Tochter, hat er in seinem Testament zur Finanzministerin ernannt, da sie selbst als Frau den Thron nicht erben kann. Seine beiden Söhne, Valyn und Kaden, sind noch weit verstreut über den Kontinent, ihre eigenen Ausbildungen absolvierend. Zu Sanlituns letzten Schachzügen hat es gehört, eine Gruppe Aedolianer, der besten Kriegerkaste des Reiches, zu je einem seiner Söhne zu schicken, um sie sicher nach Hause zu bringen - doch sie kommen nie an.Während Kaden, der eigentliche Thronerbe, noch versucht, die Vaniate, die vollkommene Leere des Geistes, zu erlernen, und nichts von den Ereignissen des weit entfernten Annurs ahnt, absolviert Valyn eine der härtesten und gefährlichsten Kriegerausbildungen - zum Kettral, die angsteinflößendsten Meuchelmörder der Welt. Er erfährt als Erster der beiden vom Tod Sanlituns und setzt ab sofort alles daran, seine Ausbildung schnellstmöglich hinter sich zu bringen, um Kaden rechtzeitig zu erreichen...

    Mit seiner Sprache erschafft der Autor hier eine sehr bildliche, tiefe Welt, in der man sich gut zurecht findet. Auch seine Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn sich dies erst zum Schluss hin wirklich zeigt. An manchen Stellen versucht er, mit sehr ausgewählten Beschreibungen eine gewisse Epik zu erzeugen, was manches Mal gelingt, andere Male wiederum gar nicht und somit leider etwas übertrieben wirkt. Aber im Generellen lässt sich das Buch sehr gut lesen und erzeugt ordentlich Stimmung.

    Leider, wie schon zuvor ein paar Mal erwähnt wurde, hat dieses Werk ein paar Längen zu viel. Dadurch, dass Brian Staveley sich wirklich darum bemüht, eine logisch konstruierte, bildliche Welt zu schaffen, leidet darunter die Handlung, oder eher die Schnelligkeit ebendieser. Die ersten dreiviertel des Buches passiert kaum etwas, Valyn und Kaden widmen sich ihrer Ausbildung, Adare platzt ab und an dazwischen und lässt uns die Dinge im Hofleben sehen. Ich empfinde ihren Handlungsstrang tatsächlich am Interessantesten, obwohl sie nur 3-4 Mal vorkommt, danach kommt der Valyns, weil dieser eben nicht vollkommen abgeschottet von der restlichen Welt lebt und die Realität noch mitbekommt, und danach erst Kadens Handlungsstrang, der sich oftmals in der Grundaussage wiederholt und nur ab und an Abwechslung bietet - unter anderem auch dahingehend, dass er bis kurz vor knapp nichts vom Tode seines Vaters und seiner neuen Stellung als Kaiser weiß. 
    Das letzte Viertel allerdings ist sehr, sehr spannend und überschlägt sich fast an Handlung, weil so vieles auf einmal passiert. Das Ende ist offen und lässt auf mehr hoffen. Ich werde mir den zweiten Teil auf jeden Fall besorgen.
    Dieses Buch ist also zusammengefasst eher eine Einleitung für die Folgebände, in der die Figuren einzeln gezeichnet, vorgestellt und vertieft werden, die Welt erschaffen und bereist wird, während die Intrigen langsam zu wirken beginnen. Wer mit sowas also weniger Probleme hat und nicht immer nur nach schneller Handlung strebt, kann sich hier trotz der vielen Längen sehr gut aufgehoben fühlen. Vielleicht muss man das Buch nicht gelesen haben, aber ich finde nicht, dass man seine Zeit damit verschwendet, es doch zu tun. 
  21. Cover des Buches Die Samuraiprinzessin - Der Spiegel der Göttin (ISBN: 9783833902420)
    Corina Bomann

    Die Samuraiprinzessin - Der Spiegel der Göttin

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Alex06

    Mit diesem Buch entführt Corina Bomann ihre Leser in das alte Japan und wir können den ersten Teil des Abenteuers von Tomoe miterleben. 

    Als ihre Familie ermordet wird, will Tomoe Rache üben und wird von Kriegermönchen aufgenommen und ausgebildet. In ihrem Kloster lernt sie zu kämpfen, Schattenkrieger zu erkennen, Kranke und Verletzte zu behandeln und noch viel mehr.

    Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen, besonders der Charakter Tomoe hat mich fasziniert. Allerdings haben mich auch die anderen Hauptpersonen interessiert, und die Handlung war sehr fesselnd. Ich interessiere mich generell für das Alte Japan und bin deshalb womöglich etwas voreingenommen, allerdings erklärt Corina Bomann das Leben damals unglaublich gut. Dazu kommt, dass sie es spannend macht und man von dem Buch vieles lernen kann. 

    Ich würde das Buch jederzeit weiterempfehlen und hoffe, auch den zweiten Teil, der "Das Juwel des Wassers" heißt, bald lesen zu können. Leider war ich  bisher nicht in der Lage, ihn mir zu kaufen.

  22. Cover des Buches Nachtlilien (ISBN: 9783492269353)
    Siri Lindberg

    Nachtlilien

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Lilienfeuer

    „Aber wie kann das sein?“, flüsterte Jerusha. „Ich dachte, Flüche seien wie ein Gewitter – Blitz und Donner und dann wieder blauer Himmel. Harte Worte, die nichts weiter bedeuten und höchstens die Seele verletzen.“


    Jerushas Leben ändert sich auf einen Schlag, als sie von dem Fluch erfährt, der auf ihrer Familie liegt. Sie entschließt sich, dieses unausweichlich scheinende Schicksal nicht hinzunehmen und macht sich auf zu einer Reise durch das magische und atemberaubende Ouenda…

    Auch der Krieger Kièran muss feststellen, dass nach seiner Erblindung nichts mehr so sein wird, wie es einmal war…

    Beide begegnen sich – Doch das ist nur der Anfang einer langen Reise

    Ein einzigartiges Fantasybuch mit Tiefe, einer wunderschönen Liebesgeschichte und viel mehr, als sich in Worte fassen lässt. Gemeinsam mit Jerusha und Kièran entdeckt man immer wieder etwas Neues: Denn die magische und außergewöhnlich detailliert geschilderte Fantasywelt hält neben Schattenspringern und Drachen auch jede Menge an Geheimnissen und vor allem Spannung bereit! Der ruhige Erzählstil der Autorin macht es ferner möglich, vollständig einzutauchen und sich von der bildhaften, manchmal geradezu poetischen Sprache verzaubern zu lassen…


    Seine Klinge wob ein Muster aus Licht und Schatten


    Nachtlilien ist mir eher zufällig in die Hände gefallen. Fast hätte ich es überhaupt nicht gelesen! (Nicht auszudenken…)

    Noch nie ist mir ein Buch begegnet, dass mich so ausnahmslos in seinen Bann gezogen hat. Es ist wunderbar ruhig erzählt, man kann sich in der Welt mit ihren Kulmen, Silvanida-Bäumen und Kehano-Schafen verlieren – und trotzdem lauert die Spannung immer auf der nächsten Seite und hält sich über die ganze Länge des Romans.

    Alle paar Kapitel konnte mich die Handlung überraschen und immer wieder hat die Autorin meine Erwartungen übertroffen, selbst als ich relativ zu Beginn des Buches glaubte, nichts könne diese noch übertreffen. Sogar die letzten fünfzig Seiten sorgten dafür, dass der Schluss nicht, wie ich erwartet hatte, moderat und eher gewöhnlich wurde, sondern noch einmal spannend und aufwühlend und mich richtig gepackt hat.


    Erzählt ist die Geschichte aus der dritten Person; der Erzähler wechselt immer wieder zwischen den Hauptfiguren Jerusha und Kièran. Auch deren Gedanken werden dabei – kursiv gesetzt – wiedergegeben.

    Oft ist es gerade bei der personalen Erzählweise schwieriger, sich in die Hauptpersonen einzufühlen. Das ist in Nachtlilien allerdings keineswegs der Fall. Die scheinbare Distanz ist kaum zu spüren – und wenn, macht sie die Hauptfiguren nur interessanter. Die Autorin hat den Wechsel zwischen den Personen ferner sehr geschickt eingesetzt und tauscht die Perspektive immer an passender Stelle. Es ist einfach perfekt für diese fantastische Welt – die Ich-Form würde der Geschichte nicht gerecht.

    Neben dem Erzählverhalten, wunderbaren Schreibstil und Worldbuilding von Siri Lindberg (alias Bestsellerautorin Katja Brandis) sind nicht zuletzt die Figuren entscheidend dafür, dass das Buch einfach nur großartig geworden ist.

    Jerusha und Kièran sind mir von Anfang an sympathisch gewesen - sie eine Bildhauerin, er ein Krieger; beide begabt, aber nicht vollkommen und doch werden sie sich erst im Laufe der Geschichte ihrer Stärken bewusst. Wie durch das Schicksal verbunden begegnen sie sich, müssen getrennte Wege gehen, aber finden wieder zueinander. Die zwei machen eine wirklich tolle Entwicklung durch und man schließt sowohl sie als auch mehrere andere Nachtlilien-Charaktere fest ins Herz…

    Alle Figuren sind so authentisch dargestellt, dass man keine ihrer Handlungen hinterfragt bzw. diese niemals irgendwie widersprüchlich sind. Auch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, ist sehr authentisch – Fakten über das uns zu Beginn noch unbekannte Ouenda sind geschickt in die Handlung eingewebt.

    Das Buch lässt uns mit den Charakteren mitfiebern, freuen und vor allem miterleben! – Ouenda hält jede Menge Interessantes bereit…Und manchmal berühren Szenen tief unser Innerstes und ab und zu gelangt man zu erstaunlichen Erkenntnissen über das menschliche Leben, das uns auch aus der Perspektive anderer Bewohner dieser fantastischen Welt dargelegt wird.


    Dieses eine kurze Lied singen wir aus voller Kehle, und manchmal verändern wir den Lauf der Welt in einer einzigen Nacht.


    Fazit:

    Ich kann dieses Buch allen ab 16 Jahren ans Herz legen, die gute Geschichten mit Tiefe schätzen – für Fantasybegeisterte ist es sogar ein Muss :) Nachtlilien ist zu meinem neuen, absoluten Lieblingsbuch geworden - und ich kann nur zu diesem unbeschreiblichen Leseerlebnis raten, das mehr ist als eine sich langsam entfaltende Liebesgeschichte und ein unterhaltsames Buch. Nachdem ich den Roman beendet hatte, konnte ich tagelang keinen neuen beginnen und habe ihn so nach einer Woche einfach noch einmal durchgelesen. Für mich ganz klar das perfekte Buch schlechthin.

    Lasst euch nicht von den 600 Seiten abschrecken (seht es als Gewinn!) und auch nicht von den vielen unbekannten, aber eher nebensächlichen Namen, die einem auf den ersten Seiten begegnen (;

    Nachtlilien ist in sich abgeschlossen, es gibt aber noch zwei Folgebände.

  23. Cover des Buches Kains Erben (ISBN: 9783404169702)
    Charlotte Lyne

    Kains Erben

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Tintenfrosch
    Klappentext: 

    Isle of Wight, Ende des 13. Jahrhunderts: Ein entsetzliches Erlebnis hat Amicia die Heimat geraubt - und die Erinnerung. Einsam, verfolgt von Schreckensbildern und ohne Wissen um ihre Herkunft wächst sie unter der Obhut der Mönche von Quarr Abbey auf. Als diese sie mit der Pflege eines verletzten Ritters betrauen, schleichen sich neue Bilder in Amicias Träume: zwei eiskalte Augen, Szenen eines Massakers, ein nicht enden wollender Schrei. Amicia ist der Ritter unheimlich. Trotzdem wird sie mit ihm auf eine Reise geschickt. Eine Reise, die in die Schatten der Vergangenheit führt ...


    Mein Fazit: 

    Amicias Schicksal hat mich tief berührt. Die Handlung bleibt spannend und unvorhersehbar bis zu letzt. Obwohl sich die Handlung aus mehreren Figuren-Sichten zusammensetzt, hat mich keine Figur genervt. Was mir auch gut gefallen hat, der Roman kommt ohne ausschweifende Längen aus. Leider tendieren viele Autoren im historischen Roman dazu, den Leser auf über tausend Seiten opulent bis exzessiv mit geschichtlichen Fakten zu langweilen. 

    Stil und Charaktere: 
    Die Autorin schreibt ein Fenster in eine andere Zeit und sie baut unglaublich gefühlvoll ihre Figuren aus. Toll! 
  24. Cover des Buches Durch Mauern gehen (ISBN: 9783630875002)
    Marina Abramović

    Durch Mauern gehen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: KataRaf

    Diese Autobiografie hat mich überrascht, gefordert, beschäftigt, berührt. Ich war voll von dieser Frau, eingenommen, verliebt, inspiriert, erschöpft, ja erschöpft.

    Abramović verhandelt in Durch Mauern Gehen die wichtigen Stationen ihres Lebens und ihrer Kunst. Sie ist dabei uneitel, direkt, offen, reflektiert, sie hinterfragt. Die Werke werden in ihrer Entstehung und Durchführung ausführlich beschrieben, in Abbildungen gezeigt. Abramović teilt dabei privatpersönliches, zeigt Bezüge auf. Sie glaubt an die Energie, das Schicksal, die Spiritualität.

    Es gibt drei Marinas, schreibt sie selbst, die Kriegerin, die Spirituelle und die Jammertante. Die zarte, verletzte und verletzliche Marina, ich möchte sie umarmen, mag sie am liebsten, diese Jammertante. Sie ist dabei direkt, fast durchdringend, pur, und inspirierend, schon als Kind. Die Kriegerin fasziniert mich, sehr. Abramović arbeitet mit und gegen ihren Körper. Sie ist der Schmerz, sie überwindet ihn, setzt sich durch, ist stark, einsam, dabei kraftvoll, intensiv, viel, viel, viel. Sie findet Gefährten, verliert sie, fällt wieder in die zarte Verletzte, macht sich wieder stark.
    Die Spiritualität gibt ihr Bodenhaftung, richtet sie aus, auch hier ist Abramović eine rastlose Suchende voller Energie. Sie wird es bleiben, bis sie aus diesem Leben scheiden wird. Eine Performance ihrer Beerdigung hat sie schon geplant.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks