Bücher mit dem Tag "michael ende"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "michael ende" gekennzeichnet haben.

50 Bücher

  1. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.997)
    Aktuelle Rezension von: Renates_Geschichten

    Die unendliche Geschichte zeigt auf ihre wundervolle Art wie wichtig es ist sich die Fantasie zu erhalten. Die Geschichte von Bastian der seine Reise durch Phantasien beschreitet berührt nicht nur Kinder. Für mich gehört die unendliche Geschichte zu den besten Bücher, die ich gelsen habe. Sehr zu empfehlen!

  2. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202756)
    Michael Ende

    Momo

     (2.323)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    In den Ruinen eines Amphitheaters lebt die kleine Momo. Ihr besonderes Talent ist das Zuhören. Wenn Momo den Leuten zuhört, fallen diesen die unglaublichsten Geschichten ein. Das ist nur einer der Gründe wieso Momos Freunde sie so gern besuchen. Doch eines Tages werden die Besuche immer weniger. Die Leute haben einfach keine Zeit mehr. Nach und nach kommt Momo den grauen Herren auf die Schliche, denn sie sind die Ursache, wieso Momos Freunde keine Zeit mehr haben. Kann Momo die Zeitdiebe stoppen?

    Eine wundervolle Geschichte für Kinder und Junggebliebene die einen zum Nachdenken anregt. Zudem ein Appel an unsere Gesellschaft, die mit jedem Tag schnelllebiger wird. Gerade die kreativen Geschichten am Anfang machen den Zauber der Geschichte aus und spiegeln Michael Endes Gedankenwelt wieder.

    Einziger Kritikpunkt ist die für mich zu schnell abgehandelte Lösung und deren Ende. Dabei sollte man aber bedenken, dass Kindern dieses vermutlich schon ausreicht. Außerdem bin ich aufgrund des Schreibstils nicht so richtig in den Lesefluss gekommen.

  3. Cover des Buches Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Filmbuch (ISBN: 9783522184991)
    Michael Ende

    Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Filmbuch

     (366)
    Aktuelle Rezension von: Buecher_Bohnen

    Und jetzt alle: Eeeeeeeeeine Insel mit zwei Bergen und den tiefen weiten Meer ...

    Na, habt ihr alle einen schönen Ohrwurm? Die Hymne von Lummerland wurde spätestens Mitte der 90er Jahre durch das Techno-Cover von Dolls United ein richtiger Hit - dabei hatte das Lied, und auch die Geschichte um Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer, damals schon über dreißig Jahre auf dem Buckel.

    Aber was genau sorgt dafür, ein so altes Lied über all die Zeit so lebhaft berühmt zu halten?

    Nun, zum einen könnte man hier die fantastischen Marionetten-Geschichten der Augsburger Puppenkiste erwähnen, die sich der Abenteuer der beiden Freunde angenommen hat - oder aber natürlich den zu Grunde liegenden Romanen von Michael Ende.


    Lukas, seines Zeichens Lokomotivführer der dicken, alten Emma, ist einer der vier Bewohner der kleinen Insel Lummerland. Eines Tages jedoch bringt der Postbote ein seltsames Paket im Lummerland vorbei, in dem sich ein schwarzes Baby befindet. Fortan Jim Knopf getauft, wächst das Kind im Lummerland heran und findet in Lukas einen besten Freund und Vaterersatz. Doch da Lummerland nicht viel Platz bietet, gibt der König der Insel Lukas zu bedenken, dass die Lokomotive Emma abgeschafft werden müsse. Kurzerhand entscheiden sich Lukas und Jim, die beide ihre geliebte Emma nicht abgeben können, Lummerland zu verlassen und auf Abenteuer zu gehen - nicht zuletzt um auch herauszufinden, wo Jim ursprünglich herkam und wer Frau Mahlzahn ist, an die Jims Paket damals adressiert war.


    63 Jahre ist es nun schon her, dass Michael Ende die ersten Abenteuer von Jim und Lukas zu Papier gebracht hat. Ein stolzes Alter für eines der wohl bekanntesten deutschen Kinderbücher. 

    Daher kommen wir jetzt direkt zu Beginn zum größten Kritikpunkt der Geschichte - der in die Jahre gekommenen Wortwahl und stereotypischen Darstellung.

    Bereits zu Beginn fällt das N-Wort unverhofft, als das Paket geöffnet wird und die Bewohnenden von Lummerland den kleinen Jim inspizieren. Unverständlicherweise, um genau zu sein, denn es ist wirklich das einzige Mal, dass das Wort fällt. Wenn sonst Bezug auf Jims Hautfarbe genommen wird, wird er stets als schwarz beschrieben, niemals mit anderen kritisch zu betrachtenden Worten.

    'Ja gut', dachten wir uns, 'unsere Ausgabe ist von 1990, vielleicht wurde es ja in aktuelleren Ausgaben geändert' - Spoiler: nope. In der 2021er Ausgabe steht es immer noch drin.

    Auch später im Buch finden sich ein paar eher schlecht gealterte Darstellungen und Formulierungen. Mandala, das Land, in das Jim und Lukas reisen (und in noch früheren Versionen wirklich als China bezeichnet wurde) strotzt nur so von klischeehaften Darstellungen europäischer Vorstellungen von China. Auch wenn die Einwohner Mandalas in keiner Weise irgendwie negativ dargestellt werden, sind viele Formulierungen und Ansichten heute überholt. Ja, auch positive Stereotypisierung kann Vorurteile und Klischees verfestigen.

    Sehen wir aber mal davon ab. Die Geschichte ist sehr alt, damals waren wir in Gedanken noch nicht da, wo wir heute sein sollten.

    Überwogen haben letzten Endes doch die positiven Eindrücke, die wir bei der Geschichte hatten. Zu aller Erst fällt dabei natürlich auf, dass die Hauptfigur, Jim Knopf, schwarz ist. Das ist selbst heute keine Selbstverständlichkeit, vor allem nicht in deutschen Raum - und damals schon gar nicht.

    Auch bemerkt man schnell, wie oft Michael Ende versucht, kindgerecht darüber aufzuklären, dass Menschen trotz all ihrer Unterschiede doch irgendwie alle gleich sind.

    Das Kapitel mit dem Scheinriesen Herr Tur Tur war diesbezüglich das wohl beste, was wir je in einem Kinderbuch zum Thema Vorurteile gelesen haben.

    Generell bietet das Buch eine unfassbare Fülle an herzlichen und fantasievollen Ideen. Die einzelnen, zumeist kurzen Kapitel bieten immer wieder neue witzige, teils irrwirtzige Abenteuer. Am schönsten ist dabei die herzliche Vater-Sohn-Beziehung, die sich immer wieder zwischen Lukas unf Jim entfaltet. Einen so natürlichen und liebevollen Umgang zwischen zwei Charakteren findet man wirklich selten.

    Gerade gegen Ende des Buches kommen jedoch so ein paar Szenen, die etwas sehr absurd daherkommen. Wir sagen mal nur so viel: Emma scheint wohl doch irgendwie sehr viel lebendiger zu sein, als man von einer Lokomotive erwarten könnte.


    Die Abenteuer von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer wissen auch nach über 60 Jahren noch immer zu unterhalten und zu begeistern. Die kindliche Unbefangenheit, mit der Michael Ende seine Protagonisten die Welt entdecken lässt, ist eine wahre Freude für groß und klein.

    Rückblickend eignet sich das Buch unserer Meinung nach aber eher als Vorlesebuch, da viele Ansichten doch veraltet sind und man seinen Kindern vielleicht bei so manchen Szenen doch lieber die ein oder andere Erklärung mit auf den Weg geben möchte - ebenso wie Lukas es stets mit Jim getan hat.


    (Rezension von Papa Bohne)

  4. Cover des Buches Der Herr der Unruhe (ISBN: 9783404155620)
    Ralf Isau

    Der Herr der Unruhe

     (68)
    Aktuelle Rezension von: reader_musiclover

    Das Buch ist eine Mischung aus verschiedenen Genres, weswegen ich es schon sehr mochte. Ralf Isau zeigt mir immer wieder was ein gutes Buch ausmachen sollte. Ich wurde von der Geschichte sehr mitgerissen und finde die Fantasie des Autors immer wieder erstaunlich. Außerdem gefällt es mir, das es einige Anhalthaltspunkte in der realen Vergangenheit gibt, sodass man es sich noch besser vorstellen kann. Ich mochte das Buch und die Geschichte wirklich sehr und kann es nur weiterempfehlen.

  5. Cover des Buches Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer - Das WDR-Hörspiel (ISBN: 9783844921571)
    Michael Ende

    Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer - Das WDR-Hörspiel

     (24)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Im kleinen Lummerland leben neben dem König nur zwei Untertanen sowie Lukas der Lokomotivführer und seine Dampflok Emma - und eines Tages auch Jim Knopf, der mit einer merkwürdigen Botschaft als Baby in Lummerland gestrandet ist. Schnell freundet er sich mit Lukas an und beschließt eines Tages, mit ihm auf eine abenteuerliche Reise aufzubrechen, um mehr über seine Herkunft zu erfahren…

    "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" ist seit Generationen in Deutschland bekannt und verzaubert nach wie vor viele Kinderzimmer (und auch einige Erwachsene...) mit seinem Charme – insbesondere, da es mittlerweile sehr viele Umsetzung des Stoffes zum Anschauen oder Hören gibt. Eine sehr gelungene Hörspielvertonung gibt es beispielsweise aus der Produktion des WDR, die bei Silberfisch als CD-Version erhältlich ist. Bei 246 Minuten Laufzeit darf von einer sehr umfassenden Umsetzung des Kinderbuchklassikers von Michael Ende gesprochen werden, die trotzdem zu keiner Zeit langweilig wirkt. Das liegt zum großen Teil an der bezaubernden und liebevollen Umsetzung, die den Geist des immerhin Jahrzehnte alten Buches zu transportieren, ihm aber auch neue Seiten abzuringen weiß. Die Geschichte ist - obwohl gut bekannt - immer noch interessant und aufregend. Besonderes Augenmerk verdient die Umsetzung der Charaktere, ihre individuelle und fantasievolle Aura wird sehr gekonnt eingebaut und sorgt für viele eindrucksvolle Momente. Die Geschichte wird sehr kurzweilig erzählt, was die Qualität der Vorlage unterstreicht – große Abweichung von ihr gibt es hier nämlich nicht. Dabei wird es an einigen Stellen richtig spannend und gefährlich für Lukas und Jim, der Bogen des Erträglichen wird aber auch für jüngere Zuhörer nicht überspannt. Für einen langen Familienabend oder geruhsame Entspannung allein kann ich diese Umsetzung wärmstens empfehlen.

    Die Sprecherauswahl ist hervorragend, sodass jeder Charakter entsprechend seiner Persönlichkeit gestaltet wird. Dante Selke - mir bis dahin völlig unbekannt - spricht dabei den Jim Knopf so sicher und treffend, als wäre er seit Jahrzehnten im Geschäft. Sein bester Freund Lukas wird von Jörg Schüttauf gesprochen, der ebenfalls in jeder Situation standhaft bleibt und seinen Charakter gut herausarbeitet, dabei auch immer sympathisch wirkt. Imponiert hat mir die Leistung von Frank Köllges als Lokomotive Emma. Mit wenigen Geräuschen, die tatsächlich stark an eine alte Eisenbahn erinnern, eröffnet er eine ganze Gefühlswelt. Auch die anderen Sprecher sind hervorragend ausgewählt und mache ihre Sache sehr gut, beispielsweise Henriette Thiming, Manon Straché oder Wolfgang Völz.

    Das Hörspiel wird von einer sehr geglückten Geräuschkulisse begleitet, die dezent, aber auch wirkungsvoll ist. Die Geräusche stammen von Wilmont Schulze, die Musik von Mike Herting, und beides ergänzt sich wunderbar zu einer stimmigen Atmosphäre, die sowohl auf hoher See als auch in den Fängen des bösen Drachen Frau Mahlzahn glaubhaft und intensiv ist. Jede Szene bekommt so einen individuellen Klang, sodass man völlig in die Handlung eintauchen kann.

    Das Cover ist im typischen Stil der Neuauflagen einiger Kinderklassiker des Labels gehalten, sodass ein farbiger Block an der oberen Seite den Titel verrät, während unten das eigentliche Motiv zu finden ist. Dieses ist hier in einem sehr nostalgischen Zeichenstil gehalten, wobei Jim, Lukas und Emma in einfachen Posen dargestellt sind. Vielleicht nicht vollkommen zeitgemäß, durch den weißen Hintergrund aber dennoch ansehnlich gelungen.

    Fazit: Eine sehr liebevolle Umsetzung des Kinderbuchklassikers mit sehr guten Sprechern, die viel Charme versprühen und die Essenz der Charaktere einfangen. Sehr gut gefällt mir auch, wie nahe die Handlung am Original gehalten ist und wie lebendig und flüssig erzählt wird. Dabei kommen sehr gelungene Stimmungen auf, sodass das Hören sehr viel Spaß macht.

  6. Cover des Buches Die unendliche Geschichte - Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783745600926)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte - Jubiläumsausgabe

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Bastian Balthasar Bux versteckt sich vor seinen Mitschülerin in einer kleinen Buchhandlung. Dort trifft er auf den Besitzer und dieser liest gerade in einem geheimnisvollen Buch, das Bastian sofort in seinen Bann zieht. Er stielt das Buch und versteckt sich im Dachgeschoss seiner Schule. Dort fängt Bastian an, das Buch zu lesen und plötzlich findet er sich in der Geschichte wieder. Denn die Wesen in der Geschichte, warten schon eine ganze Weile auf Bastian.


    "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende ist in der Kinderbuchliteratur ein wahrer Klassiker. So gut wie jeder hat dieses Buch schon gelesen oder schon einmal davon gehört. 


    Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Hätte ich das Buch als Kind gelesen, wäre ich wahrscheinlich noch begeisterter gewesen, als ich schon bin.


    Das Buch dreht sich um eine Geschichte in einem andern Buch und entführt uns sozusagen in die Welt der Geschichte in der Geschichte. Eben eine unendliche Geschichte. Hört sich etwas verwirrend an, doch sobald man das Buch liest, kommt man nicht mehr durcheinander.


    Der Titel "Eine unendliche Geschichte" passt perfekt. Besser hätte man den Titel nicht wählen können. 


    Obwohl es sich hierbei um eine unendliche Geschichte handelt, kam das Ende viel zu schnell. Am liebsten hätte ich immer weiter gelesen und das Buch gar nicht mehr aus der Hand gelegt.


    Ein toller Kinderbuchklassiker, den ich nur jedem empfehlen kann, der es noch nicht gelesen hat.

  7. Cover des Buches Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz (ISBN: 9783426632383)
    Ralf Isau

    Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Elke_Gast

    Ich hatte an dieses Buch ziemlich hohe Erwartungen geknüpft, nachdem ich ein paar Gesamtrezensionen zur Buchreihe und speziell zu Ralf Isaus „Geheime Bibliothek des TTT“ gelesen hatte. Nach ein paar Seiten Lesens in Ralf Isaus Beitrag zur Buchreihe – und zwar speziell ab der ersten Szene mit dem Bücherdrill Albega – begann ich mich zu fragen, ob der Autor geistig vielleicht schon ein bisschen zu alt ist, um einen spannenden Abenteuerroman zu schreiben, der zudem für alle Altersgruppen passt, so wie es Michael Ende gelungen ist. Der ganze Schreibstil Isaus kommt derart betulich-pädagogisch und behäbig daher, dass man den Eindruck erhält, der pensionierte Oberstudienrat hat sich im Rentenalter mal so eine Touristenrundreise nach Phantásien geleistet, wo alles hübsch der Reihe nach abgearbeitet wird – und bitte ja nicht zu sehr in die einzelnen Personen oder Situationen hineingehen, denn man könnte sich was brechen oder schmutzig machen! Der Erzählstil ist teilweise der eines Volksmärchens, was ich gar nicht schlecht finde, da es sich hier ja um ein Prequel handelt, mit dem Unterschied, dass dem Leser im klassischen Märchen ein ziemlich geradliniger Handlungsstrang mit einem überschaubaren Personenensemble präsentiert wird.

    Zurück zu Karls Gespräch mit dem Bücherdrill Albega, nachdem der Hausherr entfleucht ist: Nicht nur, dass hier bereits alle möglichen Sachen vorneweg erklärt werden, die getrost später in aktiverem Kontext hätten eingeführt werden können, wie die Hallúzina beispielsweise. Der Leser wird hier nicht nur mit einem zähflüssigen, langweiligen Gespräch gemartert, das in seiner Gestaltung absolut unglaubwürdig wirkt, sondern außerdem in der Manier einer Enzyklopädie mit Namen und Örtlichkeiten aus Phantásien geflutet, dass einem der Kopf brummt, bevor er wegsackt und man einschläft. 

    Beispiel: „Neben Bücherdrillen arbeiteten in der Bibliothek auch Leseratten, Bücherbolde, Brillenschlangen, Bücherwürmer und ein paar Angehöriger anderer phantásischer Völker wie etwa die Gemeine Majuskel oder auch die Flinke Minuskel.“ Was sollen der Leser oder Karl mit solch lexikonhaften Aufzählungen anfangen? Will der Autor uns damit beweisen, wie gut er Phantasien kennt? Will er Kindern ein paar neue Wörter beibringen? Soll ich als Leser das besser auswendig lernen, bevor ich weiterlese? Dann aufzählungsmäßig besser beim guten alten Trikolon bleiben.

    Die Szene im Haus der Erwartungen, wo eigentlich bereits nach der ersten Szene mit dem Monster klar ist, wohin der Hase läuft, muss der Autor unbedingt noch ein weiteres Beispiel hintendrein schicken, was einen an Karls Intelligenz zweifeln lässt und ansonsten einfach nur ermüdend ist.

    Die Szene des Erkennens zwischen Thaddäus und Hallúzina ist ergreifend, doch gerade hier, wo es wirklich mal persönlich werden könnte, weicht der Autor auf „Das ist eine andere Geschichte …“ aus. Die Drachenpilotin Qutopía (ich finde den Namen selten dämlich, wäre besser als Name für ein Wissenschaftsmuseum für die Zukunft geeignet) wird in einer ziemlich linkischen Art und Weise eingeführt: „Sie ist zwar keine klassische Schönheit, aber …“ Da merkt man deutlich, welche Schwierigkeiten der Autor hat, sich in jüngere Menschen hineinzuversetzen und sie authentisch darzustellen. Man merkt, wie exotisch sie auf ihn wirkt, und entsprechend überspannt wirkt seine Beschreibung. Spannung kommt während der Reise nach Wolkenburg nicht auf, da ist jede Folge Paw Patrol aufregender.

    Dann der Ausdruck: Pathetischen Formulierungen: „Was sollte er jetzt tun?“, das betuliche „So sind Briefgreife nun mal“ oder „Er wollte böse sein. Das war seine Bestimmung“, machen das Lesen auch nicht sehr erquicklich, aber vielleicht glaubte der Autor ja auch, das sei kindgerecht. Letzteres ist aus S. 89, dem fast zweiseitigen Abschnitt, wo der Waldschrat Skrzat eingeführt wird. Hätte man sich für den Wegwerfcharakter getrost schenken und ein paar Sätze davon meinetwegen dort einbauen können, wo er letztendlich auf Karl trifft, aber bitte nicht die zitierten.  

    Dazu kommen noch solche vom Autor wohl als Running Gags gebrachten Dauerschleifenwiederholungen wie „Ach du liebes bisschen!“ von KKK oder „Prächtig“, von TTT. In einer Kinderfernsehserie wie „Herr Fuchs und Frau Elster“ bergen solche Phrasen noch einen gewissen Charme, hier bei erwachsenen Personen wirkt es einfach nur etwas debil.

    Ein Lichtblick ist die Bemerkung des Räuberhauptmanns Elster über den englischen König – unfreiwilliger Humor vom Feinsten.

    Mit der Beschreibung romantischer Gefühle hat es Ralf Isau auch nicht wirklich, s. S. 231:

    „Er schaute sie entgeistert an. Ihre unvermittelte Nähe, ihr herber, aber nicht unangenehmer Duft und das grüne Funkeln ihrer Augen verunsicherten ihn noch zusätzlich.“ Ein bisschen dick aufgetragen und zudem mit abgelutschtem Kitsch garniert. Manchmal ist weniger mehr – und auch ein Trikolon passt nicht überall! Später geht Isau dann sparsamer mit derlei Romantik um, und da wirkt es auch wesentlich authentischer.

    Geschlagene zwei Seiten verwendet der Autor darauf, zu erzählen, wie Elster den Protagonisten erklärt, was man beim Stehlen des Nox beachten muss, nicht etwa im Dialog in Wörtlicher Rede, sondern als ermüdende Monologerzählung Elsters aus dem Autoren-Off mit immer neuen Ermahnungen und Hinweisen, wo man sich fragt: Muss ich das als Leser vorab alles wissen?

    Dann führt Karl ständig Selbstgespräche – laut. Etwas später im Buch ist dem Autor dann der erhellende Gedanke gekommen, diese Selbstansprache stumm zu gestalten – in Kursivschrift. Wirkt wesentlich souveräner. Das Eindringen in die Burg der Hexe wird sehr gut erzählt, obgleich mir dieser Schwenk, der eindeutig eine Beziehung zu Michael Endes Werk herstellen soll, etwas mühsam konstruiert erscheint.

    Bei der Jagd nach dem Nox kam durchaus Spannung auf, aber bereits nach dem Hinweis, dass das Kind im Eis ein weißes Hemd trägt und lange, weiße Haare hat, dürfte nicht nur mir klar geworden sein, um wen es sich handelt; da war der zusätzliche Hinweis Isaus auf die goldenen Augen dann die eingerannte, bereits offene Tür.

    Dann der neue Name für die Kindliche Kaiserin: Weisenkind – auch hier war Tanja Kinkel stilvoller, zumal sich beim Lesen des Namens eine eher traurige Konnotation aufdrängt. Außerdem finde ich es selten unspannend, den Namen bereits in der Mitte des Buches einzuführen, aber erst spät zum Tragen kommen zu lassen. Und wieso betont die Kindliche Kaiserin in ihrem zweiten Brief an Karl auf S. 387 eigentlich, dass sie sich bereits zweimal gesehen haben?? Das zweite Mal war ihr Gesicht doch von Eis bedeckt gewesen, oder zählt das auch? Wenn Isau das tatsächlich so etablieren will, dann frage ich mich, wie er es eigentlich mit dem Kanon hält, den Michael Ende erschaffen hat. Jeder sieht die Goldäugige Gebieterin der Wünsche nur einmal, aber Karl darf sie gleich zweimal sehen und belehrt fünf Seiten später sogar den Grünling - immerhin den Überbringer jener frohen Botschaft - darüber, dass sie nicht gold-, sondern bernsteinäugig sei? Was soll diese Besserwisserei?

    Die Kindliche Kaiserin ist aber nicht die einzige, wo sich Ralf Isau aus welchen Gründen auch immer über Michael Endes Kanon hinwegsetzt.

    Die Perlen - der falsche Kollek-Tibe - der Nox: Das ist eine unglaublich umständlich konstruierte Story mit zahllosen McGuffins, welche von den Personen herumjongliert werden, und die Schlussfolgerung Karls, dass Gmork also den Lux haben muss, wirkt auf mich ebenso hanebüchen, denn den Lux könnte auch jemand ganz anderes haben. Und wieso eigentlich haben der schwatzhafte Bücherdrill Albega und die ganzen anderen phantásischen Tierwesen, die angeblich die Bibliothek bevölkern sollen, die ganze Zeit über nicht bemerkt, dass da so ein seltsamer Benutzer wie Gmork durch die Bücherregale schleicht und die Bücher stielt, sie seelenruhig in Perlen umwandelt, durch den Lux zieht und also schwarz macht, um sie dann den falschen Kollek-Tiben über zu helfen, welche sie dann davontragen?

    Dann die ganze sinnlose Perlenverschickung durch KKK, wo doch Gmork bereits die ganzen Umschläge vorbereitet hat – Bürokratenseele? Überhaupt … Gmork: Da hätte man viel mehr draus machen können. Beispielsweise, dass er ein Nazi war, der durch seine Taten irgendwann zum Werwolf wurde, nachdem er das rechte Buch gelesen hat. Außer den grüngelben Augen kennen wir lediglich Edíyax‘ Geschichte über ihn – die von den Unaussprechlichen, dem fünfgesichtigen Gogam … Wenn man das dem Leser schon alle paar Seiten serviert, dann hätte es sich autorenmäßig gehört, dem Leser zumindest eine Szene zu präsentieren, wo Gogam, dieses Urböse, tatsächlich auftaucht und wir für eine Millisekunde in sein pechschwarzes Innerstes blicken dürfen.

    Hier zeigt sich für mich ein Wesenszug des Autors, bestimmten Dingen besser aus dem Weg zu gehen, lieber akademisch darüber zu schwadronieren, anstatt sie Fleisch und Blut werden zu lassen. Was mich überrascht hatte, war die Täuschung Gmorks durch Karl. Wieso durfte der arme Bursche sein Herz nicht wieder zurückerhalten? Wegen ein paar Büchern, die Karl ansonsten durch die Lappen gegangen wären? Ralf Isau mag den Leuten zwar eingehämmert haben, wie wichtig Bücher sind, doch nichts und niemand ist unersetzbar. Es werden neue Bücher geschrieben werden – von den meisten gibt es sogar mehrere Exemplare. Eventuell wird das Rad zweimal erfunden – auch das ist der Lauf der Welt. Aber nein, Isau lässt Karl krampfhaft an ein paar Perlen kleben, die angeblich wichtiger sind als ein schlagendes, pulsierendes Herz. Und wir werden niemals mehr wissen, ob der Werwolf sein Versprechen, ihm für sein zurückgewonnenes Herz die Perlen zu geben, nicht doch eingehalten hätte. Womöglich hat Karl Gmork dadurch erst auf Atreju gehetzt, wenn auch indirekt. An dieser Stelle hätte sich ein kleiner Vorausblick garniert mit „Aber das ist eine andere Geschichte …“ wirklich gelohnt. Falls der Autor das wahrhaft so intendiert hat: Chapeau! Auch Bastian hat später in Phantásien nicht nur Gutes getan. 

    Dann das Ende: Die eine Woche, die KKKs Reise gedauert hat, hat sich also in der Äußeren Welt zu sieben Jahren ausgewachsen. Wie war das doch noch mal mit Bastian Balthasar Bux, der nur mal eine Nacht auf dem Schulspeicher verbrachte, um in jener Nacht unendlich viele Abenteuer zu erleben, da die phantásischen Tage viel kürzer sind als Erdentage? Das interessiert Isau aber nicht; höchstwahrscheinlich ist dem Autor daran gelegen gewesen, der Dritten-Reich-Schlinge, die er sich am Anfang des Buches aufgebürdet hat, gefahrlos wieder entkommen zu können. Glaubwürdig ist das nicht.

    Die Schlusssequenz: Wieso ist Karl derart traumatisiert, was Kinder angeht, nur weil er ein einziges negatives Erlebnis mit einem phantásischen Wechselbalg gehabt hat? Das war eine recht kurze Begegnung gewesen und Karl ist auch nicht mehr in Bastians Alter; also da hätte es schon zuvor negative Erlebnisse mit Kindern gegeben haben müssen, um bei Karl ein derart einschneidendes Trauma zu generieren. Wieder einmal so ein krampfhafter Hinweis auf Michael Endes Klassiker, und das, obwohl Isau nur kurz vorher geschrieben hatte, dass Karl mit Qutopía später auch eigene Kinder hat - zumindest wenn ich die Bemerkung, dass seine späteren Reisen nach Phantásien zu ihr nicht ohne Folgen geblieben sind, richtig gedeutet habe.

    Insgesamt könnte man getrost mindestens ein Drittel des Buches eindampfen und die Geschichte so von irrelevantem Geplapper oder Lexikonzierrat befreien. Also, Rolf, das Dritte Reich und die Bücherverbrennung als Rahmenhandlung für die Geschichte zu verwenden, reicht nicht aus, um diesem Werk die Ernsthaftigkeit und Stringenz zu verleihen, die auch ein Fantasy-Roman braucht. Gottseidank habe ich mir von den Begleitromanen zu Michael Endes Buch zuerst „König der Narren“ von Tanja Kinkel zu Gemüte geführt – und dies trotz der schlechten Rezensionen, die ich im Vorfeld zu diesem Buch gelesen hatte, ansonsten hätte ich nach Ralf Isaus Werk womöglich gar keine Lust mehr aufs Weiterlesen verspürt.

    Ich bin im Prinzip ein gutwilliger Leser, der sich gerne bei der Lektüre treiben lässt, ohne viel zu erwarten; wenn ich jedoch auf einen literarischen und inhaltlichen Lapsus nach dem anderen stoße, dann ist meine Suspension of Disbelief doch arg ramponiert – und wenn ich beim Lesen immer befürchten muss: Was stellt der Autor jetzt als nächstes literarisches Ungeschick an?, dann ist das einfach eine Spaßbremse ohnegleichen. Ich lese doch eine Menge Bücher, aber so etwas habe ich selten erlebt. Gab es in dem Fall denn kein kompetentes Lektorat, welches den Autor vor der Veröffentlichung beiseite genommen und auf Überarbeitung bestanden hat? Von einem renommierten Verlag wie Knaur hätte ich das schon erwartet.

    Die zwei Sterne sind für viele doch sehr schöne sprachliche Formulierungen, z.B. diesen Satz von TTT: "Weil jede Schöpfung in Phantásien ihren Bildner verändert. Eine Erinnerung aus der Äußeren Welt ist der Ton, aus dem er sie erschafft." - für Qutopía, Elster und die Hallúzina, die interessante Charaktere sind - und für eine Handlung, die etwas anders gehandhabt, doch auch das Potential zum zumindest Goodseller gehabt hätte. 

  8. Cover des Buches Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (ISBN: 9783522185202)
    Michael Ende

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

     (947)
    Aktuelle Rezension von: Renates_Geschichten

    Der Satanacheolügenalkohällische Wunsch-Punsch, ist und bleibt ein Klassiker. Die wunderbar erzählte Geschichte vom Hexer Irrwitzer und seiner Tante Tyrannia Vamperl, zeigt, dass auch die Kleinen Großes wirken können. In einem spannende und witzigen Abenteuer gelingt es dem Kater Maurizio di Mauro und dem Raben Jakob Krakel die bösen Hexer davon abzuhalten die Welt zu zerstören. Und das mit einem Punsch in der Silvesternacht.

  9. Cover des Buches Jetzt lese ich! Kunterbunte Geschichten zum ersten Lesen (ISBN: 9783522183116)
    Michael Ende

    Jetzt lese ich! Kunterbunte Geschichten zum ersten Lesen

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:


    - "Urmel in der See" von Max Kruse
    - "Die Geschichte von den Nilpferden" von Ursula Wölfel aus "Achtundzwanzig Lachgeschichten"
    - "Leo lernt zaubern" von Edith Schreiber-Wicke
    - "Mein bester Freund und das Verlieben" von Joachim Friedrich
    - "Zahlen her!", sagt der Bär von Edith Schreiber-Wicke
    - "Leanders Geheimnis" von Hortense Ulrich
    - "Tamino Pinguin und das größte und schönste Geschenk der Welt" von Christian Berg
    - "Autoverrückt" von Christian Thielmann
    - "Die Rüpelschule" von Michael Ende
    - "Du bist ein echtes Wundertier" von Jeanette Randerath
    - "Das Findel-Ei" von Angelika Glitz
    - "Wo steckt Tella?" von Otfried Preußler 

    Rätsel, Reime und Geschichten von den beliebtesten Kinderbuchautoren zum Selberlesen.


    Illustrationen: 

    Alle paar Seiten findet sich sich eine farbenfrohe Illustration (teils halb- mal ganzseitig).
    Das Buchcover wurde von Günther Jakobs illustriert, die Geschichte vom Wundertier ebenfalls, wohingegen die Zeichnungen aus den Originalgeschichten stammen.
    Ein bunter Mix aus verschiedenen Zeichenstilen.
    Die Zeichnungen von Urmel wurden nachträglich coloriert.


    Altersempfehlung:

    ab 5 Jahre (zum Vorlesen)
    oder für geübte Leser (etwa ab der 2. Klasse)

    Die Fibelschrift und der Zeilenabstand sind groß, der Text ist durchgehend linksbündig. 
    Manche Geschichten sind in kurze Kapitel unterteilt, z.B. "Leo lernt zaubern" und "Leanders Geheimnis".

    Sprachlich sind nicht alle Abenteurer für blutige Leseanfänger geeignet.
    Insbesondere bei Urmel und den Sprachfehlern der Bewohner Titiwus (z.B. pfrecklich statt schrecklich) ist es jedoch fraglich, ob diese Geschichten perfekt für Erstleser sind. Hier komme ich selbst manchmal beim Vorlesen ins straucheln ;-)



    Mein Eindruck:

    Bereits optisch macht das Buch einen sehr guten und hochwertigen Eindruck: gebunden, kompakt und für Leseanfänger nicht zu schwer. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut.

    Der Sammelband enthält eine bunte Mischung aus spannenden, lustigen und abenteuerlichen Kurzgeschichten 

    Alle Erzählungen sind Original-Werken entnommen z. B. "Die Geschichte von den Nilpferden" von Ursula Wölfel aus "Achtundzwanzig Lachgeschichten"

    Doch auch wenn man die Charaktere wie Urmel oder die vorherige Handlung des jeweiligen Buches noch nicht kennt, kann man leicht der Geschichte folgen.

    Neben den Kurzgeschichten finden sich Buchstaben-Rätsel und Reime, z.B. "Die Rüpelschule". 
    Bei " 'Zahlen her!', sagt der Bär" gibt es lustige Tiergedichte, bei denen am Ende jedes Vierzeilers das fehlende Reim-Wort (eine Zahl) errechnet und ergänzt werden muss.

    Lösungen gibt es am Ende des Buches. 

    Nicht alle Geschichten gefallen mir gleich gut bzw. schlecht.

    Top:
    Der Schreibstil bei "Leanders Geheimnis" ist zauberhaft leicht und ein großes Vergnügen zu lesen, die Charaktere sind liebenswert und das Abenteuer spannend und humorvoll erzählt.

    "Mein bester Freund und das Verlieben" beschreibt kindgerecht und einfühlsam das Gefühl des Verliebtseins.

    "Urmel in der See" kenne ich bereits seit meiner Kindheit und die lustigen und sympathischen Titiwu-Bewohner sind mir einfach ans Herz gewachsen.


    Flop:
    Keine

    Alle anderen sind guter Durchschnitt, d.h. unterhaltsam aber nicht herausragend.

    Bei der Vergabe der Sterne habe jede Geschichte separat betrachtet und der Mittelwert daraus schlägt sich bei der endgültigen Bewertung nieder (4,7 von 5).


    Fazit:

    Ein kleiner Wälzer für Leseanfänger.
    Für den Preis erhält man eine sehr gute Qualität und eine bunte Auswahl an kurzweiligen und humorvollen Erzählungen.

    Favorit:
    "Urmel in der See" und "Leanders Geheimnis" sowie "Mein bester Freund und das Verlieben"

    Flop:
    Keine 

    Aufgrund der großen Fibelschrift für geübte Leseanfänger (etwa 2. Klasse) sehr gut geeignet.

    Zudem sind die (teilweise) nachcolorierten Zeichnungen und farbigen Illustrationen zauberhaft.


    ... 
    Rezensiertes Buch "Jetzt lese ich! Kunterbunte Geschichten zum ersten Lesen" aus dem Jahr 2012
    ...
    Hinweis:
    Neuaufgelegt in gekürzter Fassung "Ich kann lesen! Lustige Geschichten zum ersten Lesen" 
    jedoch ohne: "Die Geschichte von den Nilpferden" und "Leo lernt zaubern"
    gekürzt von 249 auf 203 Seiten



  10. Cover des Buches Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch - Die Autorenlesung (ISBN: 9783745601251)
    Michael Ende

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch - Die Autorenlesung

     (60)
    Aktuelle Rezension von: dunkelgefunkel

    Schon sehr süß, vor allem gelesen von Christoph M. Herbst.
    Erstaunlich lang für ein Kind und teilweise doch recht komplizierte Formulierungen, die ein Kind wohl nicht versteht. Trotzdem auch eine schöne Unterhaltung für Erwachsene.

  11. Cover des Buches Die Seele der Nacht (ISBN: 9783957510839)
    Ulrike Schweikert

    Die Seele der Nacht

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Elke_Gast

    Ulrike Schweikert hat mit "Die Seele der Nacht" eine wunderschöne Fortsetzung (oder Prequel?) zu Michael Endes Meisterwerk geschaffen. Die Sprache ist lyrisch und bildhaft, dabei aber nicht umständlich oder hochgestochen. Die Charaktere sind interessant und originell. Ich verstehe nicht, warum sich andere Rezensenten hier über die Untoten und den Lord als Gegenspieler beschwert haben. Die tauchen in der menschlichen Fantasie doch auch genug auf, warum also nicht auch hier? Auch dass das Nichts hier mal nicht als Hauptgefahr behandelt wurde, empfinde ich eher als wohltuend. Die Handlung schreitet glaubwürdig voran und es ist nichts vorhersehbar, bis auf den Großvater vielleicht, das hatte ich geahnt.

    Meine einzigen Kritikpunkte: Die Überschriften verraten vorab zu viel über den Inhalt des Kapitels, da hätte die Autoren ruhig etwas kryptischer sein können. Zweitens: Das Ende. Das fand ich nicht nur viel zu kurz und zu knapp (was passierte mit Aylana und ihrem Baby?), sondern für ein Buch, das auch für Kinder gedacht ist, doch etwas drastisch - ein bisschen Rogue One-Feeling. Ich hab den Roman meinem Sohn zum Einschlafen vorgelesen, und als ich an die Stelle kam, wo Tahama von oberhalb des Schachtes Ceredas' Knochen brechen hört, hab ich das beim Lesen ausgelassen und selbst ein gutes Ende hinzugedichtet, wenngleich vielleicht nicht so bildreich wie Schweikert es tun würde.

    Alles in allem ist "Die Seele der Nacht" ein empfehlenswertes Buch für alle, die Fantasien lieben und wissen möchten, was dort noch so geschah.

  12. Cover des Buches Jim Knopf und die Wilde 13 (ISBN: 9783522610889)
    Michael Ende

    Jim Knopf und die Wilde 13

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Oliver_Staaden

    Das Buch wurde in einem tollen Schreibstil geschrieben, die schönen Illustrationen unterstützen die Teste. Man kann das Buch gut Vorlesen, gemeinsam lesen oder zum Selberlesen verwenden. Jim Knopf und die Wilde 13 dürfen in keinem Kinderbuchregal fehlen. Der Unterhaltungsfaktor ist riesig. 

  13. Cover des Buches Der Spiegel im Spiegel (ISBN: 9783957510464)
    Michael Ende

    Der Spiegel im Spiegel

     (103)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind

    Als ich mir "Der Spiegel im Spiegel" von Michael Ende kaufte, wusste ich nicht, dass es sich um eine Sammlung von 30 Kurzgeschichten handelt. Deswegen war der Wechsel von der ersten in die zweite Geschichte unerwartet. Aber es sollte nicht der einzige unerwartete Wechsel bleiben in einem Buch ohne Überschriften und Titel, in welchem einen die Geschichten oft mitten in den eigenen Gedanken stehen lassen. Die Erwartung, dass sich am Ende einer Geschichte ein Kreis schließt oder offene Fragen beantwortet werden, erfüllt sich nicht immer.

    Das Buch zeigt sonderbare Welten, Geschöpfe mit sonderbaren Verhaltensweisen, seltsame Bräuche und verwirrende Situationen. Es gleicht den fantastischsten und merkwürdigsten Träumen, die man haben kann, auch wirren Träumen ohne roten Faden und Zusammenhang. Mir erschloss sich nicht immer ein Sinn. Jedoch lässt sich  oft symbolhaft und verklausuliert ein Abbild unserer Lebenswelt finden. Thematisiert werden u.a. Wirtschaftssyteme, Machtstrukturen, Kunst, Sinnsuche, Moral und Religion. 

    Die Sprache des Autors ist genial einfach und bildreich.

    Am besten gefielen mir die Gesichte von der wundersamen Mehrung des Geldes in einer Bahnhofskathedrale, von dem Gerichtsprozess wegen (Nicht)Anerkennung des Rechtes auf Verkörperung, von der entgegen gehaltenen Hand und dem Rat, sich ins All fallen zu lassen, von den Glaubensfragen über den Zweck der Brücke, deren Bau nicht über die Hälfte hinauskommt, von dem Zug der fleischbeladenen Metzger und der Sorge um die Schafe und von dem enttäuschten Weltreisenden, der sich ohne große Erwartungen auf eine letzte Reise einlässt.

    Michael Ende ist an Fantasie wohl kaum zu übertreffen. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Manchmal fühlte ich mich aber komisch, wie das Ehepaar in einer der Geschichten, das eine Kunstausstellung besucht und dann ratlos vor einer Blechdose steht. Daher nicht volle fünf Sterne.

  14. Cover des Buches Michael Ende (ISBN: 9783650401229)
    Birgit Dankert

    Michael Ende

     (18)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Die Biografie Michael Endes von Birgit Dankert basiert auf hervorragender Recherchearbeit und bietet wertvolle Hintergrundinformationen zu Werk und Leben des Autors. Die komplexen Zusammenhänge werden in einer stilistisch einwandfreien und elaborierten Sprache dargestellt. Die Autorin betrachtet den oftmals mystifizierten Schriftsteller Michael Ende mit einem klaren, nüchternen Blick und wissenschaftlich gebotener Genauigkeit. Jene Stelle der Biographie allerdings, wo aus dem Gedicht "Die Süchtige" mit der lapidaren Bemerkung "Dies gehörte wohl auch zum Leben in Genzano" (Pos. 2631) eine Drogensucht von Endes Ehefrau Ingeborg Hoffmann angedeutet wird, ist eine bloße Mutmaßung. Auch Klatsch und Tratsch unter Freunden sind kein überprüfbarer Beleg. ("Freunde berichten, wie Michael Endes sprühende, mitreißende Fröhlichkeit und geistvolle Witzigkeit, die ganz auf sein jeweiliges Gegenüber fokussiert war, später mit zunehmendem Erfolg seiner Arbeit und den enormen Einkünften verebbte. Die Wandlung zum gefühllosen Showstar, die Gigi unter dem Einfluss der grauen Herren durchmacht, ist ihm selbst nur zu bekannt." Pos. 2750) Vermutungen und Hörensagen sind keine literaturwissenschaftlichen Kategorien und legen einen kleinen Schatten auf die ansonsten in gebotener Akribie verfasste Biografie, deren großes Verdienst es ist, ein umfassendes und differenziertes Bild des weltbekannten Schriftstellers Michael Ende zu vermitteln.
  15. Cover des Buches Aber das ist eine andere Geschichte (ISBN: 9783492244442)
  16. Cover des Buches Momo - Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783745600292)
    Michael Ende

    Momo - Jubiläumsausgabe

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Inhalt (LB): "In einer Großstadt lebt das Waisenmädchen Momo. Niemand weiß, woher sie kommt, aber alle kennen ihre Gabe: Sie kann wunderbar zuhören. Als seelenlose graue Herren auftauchen, die den Menschen ihre Zeit stehlen, wird die Welt lieblos und trist. Nur Momo lässt sich nicht beirren. Mit einer Blume in der Hand und einer Schildkröte an ihrer Seite macht sie sich auf den Weg, um die grauen Herren zu stoppen."

    Cover: Das Cover ist toll, es erinnert etwas an 1001 Nacht, weshalb es auch hier geheimnisvoll und märchenhaft wirkt.

    Meinung: Ich habe diese Geschichte schon öfter gehört und man kann sie immer wieder hören/lesen. Ich bin wieder gut in die Geschichte hinein gekommen. Momo ist einfach ein super sympathisches Mädchen, von dem sich wohl jeder eine Scheibe abschneiden kann oder die man sich als Freundin wünscht. Es geht auch viel um Werte und den Sinn, was auf jeden Fall auch nachdenklich machen kann. Auch ihre Freunde sind interessant. Besonders Beppo fand ich eindrucksvoll wie er für Momo was auf sich nimmt. Gigi hatte natürlich tolle Geschichten parat. Auch die ganzen Stadtbewohner fand ich sehr interessant und habe deshalb alle Aktionen und Gespräche gerne verfolgt. Als Hörspiel ist diese Inszenierung auf jeden Fall gelungen. Ich fand es unterhaltsam, passend und spannend. Jedem kann ich die Geschichte bzw. auch dieses Hörspiel weiterempfehlen.

  17. Cover des Buches Die Herrin der Wörter (ISBN: 9783426634776)
    Peter Dempf

    Die Herrin der Wörter

     (19)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Mein erstes Buch von Peter Dempf und das letzte der 6 Teile, der von Michael Ende initiierten Serie rund um Phantasien. Der Autor hat 6 bekannte deutsche Schriftsteller zu diesem Projekt versammelt und hat mehrere Wörter vorgegeben, zu denen jeder eine Geschichte schreiben sollte. Eine tolle Idee. Ich bin hauptsächlich auf die Reihe aufmerksam geworden, da die Covergestaltung so toll und ansprechend war. In der Geschichte von Peter Dempf geht es um die Nebelzwerge, die Geschichten sammeln, erzählen und beschützen. Ausgerechnet die stotternde Kiray muß mit ihrer Mission die Herrin der Wörter suchen, um Phantasien vor dem Sammler und dem Nichts zu beschützen. Wieder eine tolle Geschichte, von mir aus könnte die Reihe gerne noch fortgesetzt werden. Gerne auch wieder mit so hübschen Covern.
  18. Cover des Buches Der König der Narren (ISBN: 9783426629956)
    Tanja Kinkel

    Der König der Narren

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Elke_Gast

    Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Der Plot ist gut gestrickt und ich habe bis auf wenige Stellen nicht den weiteren Verlauf der Geschichte erahnen können. Bei der Katze hatte ich schon so eine Ahnung, was sie ist, denn wie kann sie einfach so fröhlich aus dem Nichts hervorspringen, in dem andere untergehen? Die Figuren sind gut eingeführt worden und man folgt ihnen gerne. Die Katze ist wirklich sehr kätzisch geschrieben und ich musste bei ihren stillen Worten häufig schmunzeln. Stellenweise war es mir zu viel Redegeplänkel der Nebenpersonen, wenn Res eine neue Welt betritt. Das war etwas ermüdend zu lesen und trug jetzt auch nicht so viel zum Lokalkolorit oder zur Handlung bei. Die Welten an sich hat die Autorin gut beschrieben und man konnte sie sich gut vorstellen. Höhepunkt war für mich die Ankunft in Kading, das durch die Zeit reist. Kading ist für mich die Inkarnation des reichen Landes, das gerne Auswärtige für sich schuften, die Drecksarbeit erledigen lässt und für die eigenen Staatsbürger die lukrativen Posten reserviert. Ich habe hier gelesen, dass einige Leute den Bezug zu Michael Endes Buch vermissten. Den habe ich so eigentlich gar nicht erwartet. Spätestens zu dem Zeitpunkt, wo Xayide auftaucht, war mir klar, dass dies ein Prequel ist, und auch wenn das Aufkommen des Nichts hier von einigen als Abklatsch beschrieben wird, so ist ja auch in Michael Endes Roman davon die Rede, dass sich diese Entwicklung zyklisch immer wieder vollzieht - und warum auch nicht?  

    Achtung! Ab hier gibt es Spoiler! Teilweise fand ich Logiklücken. Z.b. war mir nicht ganz klar, wie genau der König der Narren plötzlich doch wieder zu seinem Gedächtnis und zur zusammenhängenden Sprache zurückfindet, nachdem sie Kading wieder verlassen hatten. Vielleicht hab ich's ja nur nicht verstanden, aber ich fand dieses Licht an-Licht aus-Glühbirnenflackern etwas unzureichend erklärt. Die Szene mit dem Einäugigen in der Faunentaverne fand ich sehr rätselhaft-mystisch. Den Kuss hab ich nicht kommen sehen und das danach ... Hat hier etwa J.J. Abrams für Ep. IX "Der Aufstieg Skywalkers" von Tanja Kinkel abgeschrieben?? Würde mich angesichts seiner sonstigen Ideenlosigkeit für den letzten Teil der Sequels jedenfalls kein bisschen wundern. Ein bisschen unwirklich finde ich, dass ein kleiner Zwerg wie Halbert die schlaue Fürstin von Kading in Schach halten kann, das hätte man sicherlich besser lösen können, mit Fesseln o.ä. Die Fürstin war eine Art Eiskönigin - tragisch verstrickt in ihrer eigenen Schlauheit und Hinterlist, die ihr letztendlich doch keine Erfüllung bringen. 

    Es ist nicht einfach, einer sich länger hinziehenden Geschichte ein gutes Ende zu verpassen. Dieses hier war für meinen Geschmack zu kurz und zu sehr darauf bedacht, das Tie-In zum Roman von Michael Ende herzustellen, den es so nicht gebraucht hätte. Was soll diese Szene, in der Res und die anderen zu bloßen Bystandern - oder hier auf dem Teppich Byflyern - degradiert werden, die ehrfürchtig dabei zuschauen, wie die Kindliche Kaiserin ins Ei steigt? Res bekommt ja schon oft genug gesagt, dass nicht sie es sein wird, die Phantasien retten wird, aber muss man sie deshalb gleich derartig paralysieren? Es wäre besser gewesen, diesen Roman, wenn schon als Tie-In, dann so zu gestalten, wie es "Rogue One" für Star Wars IV tut, nämlich, dass Res etwas Essenzielles bereitstellt, das Bastian später gebrauchen kann, zum Beispiel Al-Tsahir an seinen Platz bringen oder etwas in der Art. Aber dass sich die Unkenrufe der Fürstin oder des Einäugigen derart erfüllen - einfach mäh! Gut fand ich, dass Linus noch einmal vorkommt, der war so ein Punkt, der mir aus der Kading-Episode doch im Gedächtnis geblieben war. Dass derTeppich kurz in Bastians Zelt auftaucht und wieder verschwindet - wozu? Und was ist mit Kunla, mit Pallas, mit Res' Mutter? Die große Frage, ob die vom Nichts verschlungenen Welten nach dem Erscheinen des Retters wiedergeboren werden oder nicht, fand ich nicht klar beantwortet, vielleicht kommt in der Hinsicht ja noch etwas in den Folgebänden. Tanja Kinkel hat hier genügend Worldbuilding betrieben, auf welchem spätere Autoren aufbauen können, ohne dass es wie eine langweilige Wiederholung wirkt. Hat die Autorin ja auch gut mit den Sassafraniern geschafft, wo ich mich erst ziemlich spät erinnerte, dass sie bereits bei Michael Ende vorkamen. 

    Und zum Schluss noch ein Wort an die Rezensenten, die die Hauptprotagonisten und den Plot langweilig fanden: Die Katze sagt im 21. Kapitel folgendes: "Nur ein Mensch kann ihr [der Kindlichen Kaiserin] diesen neuen Namen geben, und der einzige Weg, der noch von der Menschenwelt aus nach Phantásien offen ist, kann nur beschritten werden, wenn es einem Phantásier gelingt, die Aufmerksamkeit eines Menschen zu erregen." Also kann man wohl sagen, dass Tanja Kinkel ihren Plot und die Hauptfiguren genau deshalb so gestaltet hat, damit sie während Michael Endes Romans dem guten Atréju nicht die Show stehlen! ;)

  19. Cover des Buches Jim Knopf - Alle Abenteuer in einem Band (ISBN: 9783522184755)
    Michael Ende

    Jim Knopf - Alle Abenteuer in einem Band

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Odenwaldwurm
    Einfach tolles Buch
  20. Cover des Buches Vorräte fürs Leben (ISBN: 9783869174921)
    Claudia Peters

    Vorräte fürs Leben

     (2)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    "Vorräte fürs Leben - eine Speisekammer für die Seele" ist ein liebevoll gestaltetes Geschenkbuch aus dem Verlag am Eschbach. Bild- und Textauswahl durch Claudia Peters sowie die kalligraphische Ausschmückung durch Ulli Wunsch sind sehr gelungen. Die Vorräte fürs Leben sind u.a. Fantasie, Freiheit, Licht, Erinnerung, Mitgefühl und Lachen, um nur einige zu nennen. Jedes Vorratsglas wurde mit Zitaten, Gedichten, Auszügen aus Geschichten und Texten sowie kleinen Anregungen der Autorin für eine aktive Umsetzung im eigenen Alltag gefüllt. Und so kann sich der Leser beim Griff in diese "Speisekammer für die Seele" auf ein reichhaltiges und herzerwärmendes Angebot freuen. "Weshalb kann man nicht das ganze Leben hindurch die Fähigkeit bewahren, Erde und Gras und rauschenden Regen und Sternenhimmel als Seligkeiten zu erleben?" fragt Astrid Lindgren. Hat man erst einmal das Bewußtsein für die, so selbstverständlichen Details wieder entdeckt, so kann man die Seele wohl damit nähren, kleine Hilfsmittel wie gute Lektüren und liebe Freunde sind erlaubt.
  21. Cover des Buches Die Zauberschule im Wünschelreich (ISBN: 9783522172820)
    Michael Ende

    Die Zauberschule im Wünschelreich

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Die Zauberschule und andere Geschichten (ISBN: 9783551359360)
    Michael Ende

    Die Zauberschule und andere Geschichten

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Demona
    In Die Zauberschule und andere Geschichten beweist Michael Ende einmal mehr sein Talent zum Schreiben von intelligenten, bezaubernden, fantasie-vollen, überraschenden und einfach schönen Geschichten. Alle Geschichten des Bandes waren mir zuvor unbekannt und mit jeder einzelnen vermag es Michael Ende den Leser in eine neue Welt zu entführen und ihn zum Staunen zu bringen. Dabei bedient er sich verschiedenster Genre, schreibt Gedichte, Fabeln, Märchen und Kurzgeschichten, deren Tiefe man beim genaueren Lesen erkennt und die aus diesem Grund nicht nur zum Lesen und Vorlesen für Kinder geeignet sind, sondern auch Erwachsenen als Parabeln viel bringen können und es dabei vermögen, sehr gut zu unterhalten. Die Illustrationen von Regina Kehl sind schön und unterstreichen die einzelnen Geschichten recht gut, jedoch sind sie alles in allem eher gering gehalten, da das Hauptaugenmerk in diesem Sammelband definitiv auf den Text gelegt wurde. Dies macht aber eigentlich nichts, denn wer Michael Ende kennt, weiß, dass seine fantasievolle, bildreiche Sprache dem Leser sehr gut dabei hilft, sich die Welt seiner Geschichten im Kopf vorstellen zu können. Alle Geschichten in dem Sammelband sind etwas ganz besonderes, sie sind fantasievoll und beeindruckend und zeigen, was für ein fantastischer Autor Michael Ende doch war. Fazit: Ich kann Die Zauberschule und andere Geschichten jedem Bücherliebhaber nur ans Herzen legen. Die Geschichten eignen sich sowohl zum Vorlesen und Selberlesen für Kinder (je nach Geschichte einige erst für etwas ältere Kinder) als auch zum Lesen für Erwachsene. Michael Ende entführt den Leser mit jeder Geschichte in eine andere Welt und zeigt auf, was mit Fantasie, Wortgewandheit, Raffinesse, Einfallsreichtum und Kreativität in der Literatur möglich ist.
  23. Cover des Buches Jim Knopf: Jim Knopf findet's raus (ISBN: 9783522184083)
    Charlotte Lyne

    Jim Knopf: Jim Knopf findet's raus

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:


    Jim Knopf hat jede Menge Fragen und es kommen immer neue hinzu:

    Warum ist der Himmel manchmal blau und manchmal rot? 

    Was ist Himmel und was Weltall? 

    Wie entsteht ein Gewitter? Wie verhalten sich Tiere bei einem drohenden Unwetter?

    Was ist ein Blitzableiter?

    ...

    Gemeinsam mit seinem Freund Lukas geht er den Dingen auf den Grund und versucht dem Himmel so nahe wie möglich zu kommen.


    Illustrationen:

    Mathias Weber hat nach Motiven von F. J. Tripp das Buch farbenfroh und lebendig illustriert. 

    In jedem Kapitel findet sich eine ganzseitige llustration und einige kleinere abbildunge, um Personen vorzustellen oder die Handlung aufzugreifen. 

    Gerade bei Lukas' Erklärungen und Experimenten hätte ich mir für ein besseres Verständnis zusätzliche Illustrationen gewünscht.


    Altersempfehlung: 

    ab 6 Jahre (zum Vorlesen)

    oder für geübte Leser etwa ab 8 Jahren, denn die Schrift ist sehr groß und die Kapitel sind kurz und übersichtlich.


    Mein Eindruck:

    Die Geschichten rund um Luft- und Raumfahrt sowie verschiedene Naturphänomene wurden frei nach Michael Ende von Charlotte Lyne verfasst.

    Jedes der achtzehn Kapitel ist mit einer kurzen Überschrift versehen, die die Handlung prägnant zusammenfasst z. B. "Zweites Kapitel, in dem Jim und Lukas Wege in den Himmel kennenlernt". 

    Wer Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer noch nicht kennt, findet problemlos in das Abenteuer. Zu Beginn werden Lummerland und seine Bewohner vorgestellt und hin und wieder wird auf Ereignisse oder Personen aus den Abenteuern z. B. mit der Wilden 13 verwiesen.

    Die Charaktere gefallen uns sehr gut. Besonders der wissbegierige Jim Knopf hat es dem kleinen Leser angetan. Und Lukas wird mit seiner ruhigen und geduldigen Art zum liebenswerten Erklärbär.


    Das Abenteuer ist eine interessante und gelungene Mischung aus Geschichte und Sachwissen - kindgerecht erklärt und veranschaulicht an alltäglichen Dingen. Beispielsweise wird der Himmel verglichen mit der Glasglocke über der Butter. Auch wird auf auf alte Weltanschauungen und berühmte Erfinder z.B. Benjamin Franklin verwiesen.

    Lukas erklärt und Jim Knopf hört aufmerksam zu, stellt weiter gehende Fragen (Weshalb ist der Himmel blau? Was ist die Erdanziehungskraft? usw.) und die beiden stellen Nachforschungen und Experimente an. Die Lokomotive Emma wird sogar zum Luftfahrzeug umgebaut, um den Himmel näher zu erforschen. Während der Planung und Umbauarbeiten beantwort Lukas seinem kleinen Freund geduldig eine Frage nach der anderen.

    Als ihnen ein Gewitter Flugverbot erteilt erzählt Lukas die abenteuerliche Geschichte von "Ikarus". Jim Knopf sitzt mit heißem Kakao und eingewickelt in eine warme Decke auf der Couch und lauscht gespannt.

    Das Buch ist perfekt für alle wissbegierigen - ganz gleich ob groß oder klein - und beantwortet ganz nebenbei viele der großen Kinderfragen.


    Fazit:

    Ein wunderschönes Abenteuer und Wissensbuch in einem. 

    Für Jung und Alt ein spannendes und lehrreiches Lesevergnügen.

    Lebendige und farbenfrohe Illustrationen ergänzen das Gelesene perfekt.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Jim Knopf findet's raus! Geschichten von Himmelsforschern, Halbdrachen und Flugmaschinen" aus dem Jahr 2016


  24. Cover des Buches Ich lese selbst! (ISBN: 9783522183352)
    Michael Ende

    Ich lese selbst!

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:


    - "Der Lindwurm und der Schmetterling " von Michael Ende
    - "Mein bester Freund und die Außerirdischen" von Joachim Friedrich
    - "Lulatsch und Haudrauf im Wilden Westen" von Christian Tielmann
    - "Der Drache Wut-im-Bauch" von Jeanette Randerath
    - "Das blaue Wagliö" von Ursula Wölfel
    - "Der Pflaumenmusfänger" von Wolfram Eicke
    - "Dr. Brumms neuer Pullover" von Daniel Napp aus "Dr. Brumm gibt Gas"
    - "Urmel auf dem Mond" von Max Kruse
    - "Wie kommt die Ratte auf die Matte?" von Edith Schreiber -Wicke
    - "Eine Brille für das Krokodil" von Daniela Friedrich
    - "Lauf, Zenta, lauf!" von Otfried Preußler
    - "Carlotta und das Rätsel der Zeit" von Jeanette Randerath

    Reime, Geschichten und Rätsel bekannter Kinderbuchautoren zum Selberlesen!


    Illustrationen:


    Alle paar Seiten findet sich sich eine farbenfrohe Illustration (teils halb- mal ganzseitig).
    Das Buchcover wurde von Günther Jakobs illustriert, wohingegen die Zeichnungen aus den Originalgeschichten stammen.
    Ein bunter Mix aus verschiedenen Zeichenstilen.
    Die Zeichnungen von Urmel wurden nachträglich coloriert.


    Altersempfehlung:

    ab 5 Jahre (zum Vorlesen)
    oder für geübte Leser (etwa ab der 2. Klasse)
    Die Fibelschrift und der Zeilenabstand sind groß, der Text ist durchgehend linksbündig. Jedoch fehlt eine Unterteilung der einzelnen Erzählungen (Absätze, Kapitel o.ä.).

    Da ich bei "Urmel auf dem Mond" selbst manchmal beim Vorlesen ins Straucheln komme aufgrund der verschiedenen Sprachfehler der Bewohner Titiwus (z.B. Riesenmupfel statt Riesenmuschel usw.), ist es fraglich, ob diese Geschichten perfekt für Erstleser sind.


    Mein Eindruck:

    Optisch macht das Buch bereits einen sehr guten Eindruck, denn es ist qualitativ hochwertig gebunden, kompakt und für Leseanfänger nicht zu schwer.
    Der Sammelband enthält eine bunte Mischung aus spannenden, lustigen und abenteuerlichen Kurzgeschichten
    Alle Erzählungen sind Original-Werken entnommen z. B. "Dr. Brumms neuer Pullover" von Daniel Napp aus "Dr. Brumm gibt Gas".

    Doch auch wenn man die Charaktere wie das Urmel oder die vorherige Handlung des jeweiligen Buches noch nicht kennt, kann man leicht der Geschichte folgen.

    Zusätzlich zu den Kurzgeschichten (von denen z. B. "Der Lindwurm und der Schmetterling" auch gereimt sind) gibt es Buchstaben-Rätsel und Verse.
    Bei "Wie kommt die Ratte auf die Matte?" ist am Ende jedes Vierzeilers das fehlende Reimwort zu ergänzen.
    Die Lösung gibt es am Ende des Buches.


    Nicht alle Geschichten gefallen mir gleich gut bzw. schlecht.

    Top:

    "Das blaue Wagliö" ist eine sehr humorvolle und dennoch nachdenkliche Geschichte über das Anderssein und den Fluch falscher Wünsche. Das Warzenschwein wünscht sich, anders zu sein. Obwohl dieser Wunsch und alle weiteren erfüllt werden, ist es nie endgültig zufrieden.

    Auch wenn die Handlung in "Dr. Brumms neuer Pullover" eher für jüngere Kinder gedacht ist, sind gerade die kurzen und einfachen Sätze für Leseanfänger perfekt. Zudem enthält die Geschichte wenig Text und ist fix gelesen.

    Flop:

    "Lulatsch und Haudrauf im Wilden Westen" hat gar nicht gefallen was zum einen an der farblosen Handlung und zum anderen an den Illustration liegt.

    Auch "Lauf, Zenta, lauf!" konnte nicht überzeugen. Ein kleiner Junge lässt sich von seinem Hund von zu Hause fortziehen und findet sich mitten im Wald wieder. Dank der Spürnase des Hundes findet er wieder heim. Eine sehr kurze und einfallslose Geschichte, die zudem Angst macht.

    Alle anderen Erzählungen sind guter Durchschnitt.

    Bei der Vergabe der Sterne habe jede Geschichte separat betrachtet und der Mittelwert daraus schlägt sich bei der endgültigen Bewertung nieder (4 von 5).


    Fazit:

    Für den Preis erhält man einen kleinen Wälzer für Leseanfänger und eine sehr gute Qualität. Falsch machen kann man hier nichts, denn selbst wenn von den Geschichten nur drei oder vier gefallen, hat sich die Lektüre bereits gelohnt.

    Favorit:
    "Das blaue Wagliö" 
    "Dr. Brumms neuer Pullover"

    Flop:
    "Lulatsch und Haudrauf im Wilden Westen"
    "Lauf, Zenta, lauf!" 

    Aufgrund der großen Fibelschrift für geübte Leseanfänger (etwa 2. Klasse) sehr gut geeignet.
    Zudem sind die (teilweise) nachcolorierten Zeichnungen und farbigen Illustrationen zauberhaft.

    ...
    Rezensiertes Buch "Ich lese selbst! Kunterbunte Geschichten zum ersten Lesen" aus dem Jahr 2013

    ...
    Hinweis:
    Neuaufgelegt in gekürzter Fassung "Ich kann lesen! Die besten Geschichten zum Selberlesen" im Jahr 2019
    es fehlen: "Lulatsch und Haudrauf im Wilden Westen" und "der Drache Wut-im-Bauch" sowie "eine Brille für das Krokodil"
    gekürzt von 265 auf 199 Seiten



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