Bücher mit dem Tag "metzenthin"

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6 Bücher

  1. Cover des Buches Die Stimmlosen (ISBN: 9782919801343)
    Melanie Metzenthin

    Die Stimmlosen

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Es handelt sich bei diesem Buch um den quasi 3. Teil der Reihe Leise Helden. Quasi deshalb, weil er als 2. Band erschien, zeitlich betrachtet aber als 3. in die Reihe gehört. Das Buch kann zwar unabhängig von den anderen beiden Bänden gelesen werden, macht jedoch deutlich mehr Freude, wenn man zumindest den Vorgänger “Im Lautlosen” kennt.

    Der zeitliche Rahmen umfasst die Jahre 1945 bis 1953 - eine Zeit, die geprägt war von Neuanfängen. 

    Worum geht’s?

    Hamburg 1945 - der Krieg ist vorbei, die Stadt ist nur noch ein Trümmerhaufen und von den Briten besetzt, die Menschen hungern und haben kein Dach über dem Kopf. Hamburg ist ein trostloser Ort, an dem jeder nur noch ums Überleben kämpft. Vor dieser Kulisse treten Fritz Ellerweg, Richard und Paula Hellmer und der Brite Arthur Grifford den Weg in eine neue, ihre Zukunft an. Dabei wird ihnen weiß Gott nichts geschenkt, aber niemals verlieren sie ihren Mut und ihre Lebenslust. 

    Charaktere:

    Wenn es eine Figur in einem Roman gibt, in die ich mich verknallen würde, dann wäre das wohl Fritz Ellerweg. Neben Richard und Paula Hellmer und Arthur Grifford ist er die zentrale Figur dieser Geschichte. 

    Fritz ist Chirurg. Nicht irgendein Chirurg, sondern ein richtig guter, der an der Front lernte unter den widrigsten Umständen Höchstleistungen zu erbringen, der es gelernt hat, mit den wenigen Dingen, die ihm zur Verfügung stehen, lebensrettende Maßnahmen zu erschaffen und der sich nicht zu fein ist um Hilfe zu bitten. Man könnte meinen, er sei ein Held! Ist er wohl auch, aber das ist es nicht, worauf die Autorin abhebt. Vielmehr zeigt sie den Menschen Fritz Ellerweg. 

    Fritz hat Humor und brachte mich mit seiner Art, Dinge zu beschreiben und auf den Punkt zu bringen, immer wieder zum Lachen. Das Leben in Hamburg in der Nachkriegszeit ist alles andere als leicht, aber Fritz nimmt das Leben einfach nicht so ernst, sondern eben so, wie es kommt. Aus jeder Situation zieht er das Beste heraus - auch wenn es schwer ist. Um sein und das Überleben seiner Freunde zu sichern, übertritt er auch legale Grenzen, aber niemals wäre ich auf die Idee gekommen, ihn dafür zu verurteilen. Im Gegenteil ich bewunderte seinen Mut - immerhin hätte das auch nach hinten losgehen können. 

    Sein bester Freund Richard und dessen Frau Paula sind die Personen, die ihm nicht erst seit dem Krieg am nächsten stehen. Alle 3 haben während des Krieges fürchterliche Verluste hinnehmen müssen, aber trotzdem geben sie nicht auf. Nie! 

    Neben Fritz wirkt Richard sehr ruhig und bedacht. Dabei ist er jedoch nicht weniger mutig als Fritz und auch Richard beweist immer wieder, dass er Humor hat. Zusammen sind die beiden beinahe unschlagbar. Es gibt einige Szenen, in denen die Autorin die Unbeschwertheit des Lebens wieder auferstehen lässt, obwohl in dieser Zeit nichts unbeschwert ist, wenn man es genau bedenkt. Ich habe zeitweise herzlich gelacht, wenn ich mir das bildlich vorstellte. 

    Gleichwohl hat mich Melanie Metzenthin aber auch wieder einmal gelehrt, dass es gut sein kann, genügend Taschentücher parat zu haben. Denn so herrlich diese beinahe friedlichen Szenen waren, so tief treffen den Leser auch die weniger schönen Szenen, wenn den Protagonisten Leid geschieht, wenn ihnen Unrecht widerfährt - und das passiert nicht nur einmal. 

    Der Krieg hat alle Protagonisten gezeichnet und so versucht Richard mit der Vergangenheit aufzuräumen und seinem Erzfeind endlich zu seiner gerechten Strafe zu verhelfen. Hierbei ist ihm die Aufmerksamkeit des Lesers absolut sicher. Die Gerichtsverhandlungen sind so authentisch und bildlich. Ob er es schafft, müsst ihr selbst lesen! 

    Der dritte Charakter, der mich sehr beeindruckt hat, ist Arthur Grifford. Am Anfang noch recht unscheinbar entwickelt er sich zu einem so liebenswerten Kerl, der seine eigenen Probleme hat, die durch den Krieg entstanden sind. Mit ihm zeigt die Autorin die andere Seite, denn immerhin ist Arthur Brite und damit eigentlich der Feind. Dass dies aber keineswegs so sein muss, beweist Melanie Metzenthin eindrucksvoll. Und sie tritt ebenfalls den Beweis an, dass Freundschaft über jedwede Nationalität erhaben ist. Mir lief öfter mal eine Gänsehaut über den Rücken, wenn eben diese Nationalitäten zum Stolperstein zu werden drohten. 

    Alle Figuren in diesem Roman sprühen vor Leben, selbst kleinere Figuren am Rand bleiben nicht grau. Die Charaktere sind so verschieden und haben doch alle dasselbe Ziel - nämlich aus diesem Dilemma des Krieges zu einem würdigen Leben zurückzufinden. Die Autorin schenkt jedem Protagonisten seinen Raum und jeder Leser wird mit Sicherheit die eine oder die andere Figur mehr mögen als die anderen. Aber erst ihr Ensemble macht die Geschichte so rund.

    Schreibstil:

    Ich habe inzwischen einiges von Melanie Metzenthin gelesen und ich lese ihre Geschichten wirklich gerne. Ihr Schreibstil ist so herrlich gerade heraus. Es gibt keine komplizierten Schnörkel. Die Geschichte bewegt sich immer vorwärts und es wird nie langweilig. Die Autorin schreibt so, wie das Leben eben ist. Niemals geradlinig, aber immer voran. Niemals ohne Kanten, niemals ohne Probleme, aber nach jedem Regen scheint wieder die Sonne. Gerade das macht es wohl aus, dass ihre Geschichte so lebendig und authentisch wirkt. 

    Melanie Metzenthin bewegt sich diesmal wieder im “Ärztemilieu”. Immerhin sind alle Protagonisten Ärzte. Allerdings versucht sie keineswegs zu erklären, wie Fritz operiert, sondern vielmehr zeigt sie die Umstände unter denen er das tut und unter welchen Umständen Richard und Paula in ihrer Hausarztpraxis zu dieser Zeit ihre Patienten behandeln müssen. Sie erklärt, was erklärt werden muss, nicht mehr! Das gefällt mir ausgesprochen gut, denn so bleibt das Krankenhaus- und Praxisleben für den Leser nachvollziehbar. 

    Beeindruckend ist auch ihre Beschreibung des zerstörten Hamburg. Sie schafft es über die gesamte Länge des Romans die trübe Stimmung im zerstörten Hamburg latent hoch zu halten. Sie schiebt sie nicht in den Vordergrund, aber während man die Geschichte liest, fühlt man sie. Die Autorin lebt in Hamburg und hat über ihre Stadt intensiv recherchiert. Das merkt man in diesem Roman sehr deutlich, wenn sie Vergleiche zieht, wie Straßenzüge z.B. vor und nach dem Krieg aussahen. Auf diese Art und Weise wird der Roman nicht nur zu einer Geschichte über fiktive Figuren, sondern auch ein Zeugnis einer vergangenen Zeit. Geschichtsunterricht, wie er sein sollte!

    Fazit:

    Großartig! Ein echter Pageturner, der viel zu schnell zu Ende ist, wenn man erst einmal begonnen hat. 5 von 5 Sternen.

  2. Cover des Buches Im Lautlosen (ISBN: 9781542045964)
    Melanie Metzenthin

    Im Lautlosen

     (107)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dieser Auftakt zur Reihe hat mir gut gefallen und mich nachdenklich gemacht. Ein wichtiger Roman gegen das Vergessen was damals psychisch Kranken angetan wurde. 

    Für mich gab es ein paar  kleinere Längen. Daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung von mir. 

  3. Cover des Buches Mehr als die Erinnerung (ISBN: 9782919804313)
    Melanie Metzenthin

    Mehr als die Erinnerung

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Yennefer

    In einer Einrichtung für psychisch kranke Menschen kümmert sich Friederike liebevoll um die Patienten, auch um ihren eigenen Mann der nach einer Gehirnverletzung im Krieg besondere Pflege benötigt. Nachdem hintereinander zwei Morde geschehen stehen die Verdächtigen fest, nicht aber für Friederike und so stellt sie eigene Nachforschungen an. 

    Ein Buch in dem man vom ersten Moment an Teil der Geschichte ist. Ein wirklich emotions-geladene Werk, welches die Schattenseiten der anfänglichen Psychologie aufzeigt. 

    Ein absolutes Highlight und eine starke Leseempfehlung!

  4. Cover des Buches Die verstummte Liebe (ISBN: 9782496703924)
    Melanie Metzenthin

    Die verstummte Liebe

     (51)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Wenn man den Klappentext liest, fragt man unwillkürlich, wie kann das möglich sein? Wie kann eine Mutter mit ihrem geliebten Sohn und Ehemann brechen und jahrzehntelang kein Lebenszeichen von sich geben? Krieg hin oder her, der Erste Weltkrieg dauerte vier Jahre und eine Rückreise in das ihr inzwischen so vertraute Hamburg hätte definitiv im Bereich des Möglichen gelegen. Doch die von ihrem Mann Fritz Ellerweg zärtlich „Leni“ genannte Helen lässt sich zu einem Fehltritt hinreißen, aus dem sie keinen anderen Ausweg sieht als zu schweigen …

    „Die verstummte Liebe“ ist eigentlich, wenn auch Band drei in der Reihe „Die leisen Helden“, der erste Teil einer wunderbaren Trilogie um die beiden Ärzte Richard und Fritz, denn er erzählt die Vorgeschichte von „Die Stimmlosen“ und „Im Lautlosen“. Wie schon in allen vorangegangenen Büchern der talentierten Autorin Melanie Metzenthin ist auch diesmal die Recherchearbeit wieder unglaublich. Ich bin immer beeindruckt, wie sie es schafft Fiktion mit Tatsachen zu einer stimmigen Geschichte zu verbinden, die ihresgleichen sucht. Ich habe fast alle von Melanies Büchern gelesen bin jedes Mal begeistert. Mit den fünf Sternen, die ich vergebe, spreche ich zeitgleich eine absolute Leseempfehlung aus und freue mich heute schon auf weitere Bücher aus ihrer Feder!

  5. Cover des Buches Mehr als die Finsternis (ISBN: 9782496706062)
    Melanie Metzenthin

    Mehr als die Finsternis

     (18)
    Aktuelle Rezension von: sabrinchen

    Das Erscheinungsdatum von dem neuen Teil Mehr als die Ehre hat mir dieses Buch von meinem SuB in Erinnerung gerufen und beim Lesen war ich froh die Geschichte jetzt kennenzulernen zu dürfen und später gleich den nächsten Teil anzuschliessen.
    Die Autorin setzt auf interessante schon bekannte Protagonisten die sich weiterentwickeln und neue faszinierende Charaktere die erst im Verlauf der Handlung ihren wahres Potenzial offenbaren.
    Das Ganze wird mit einem spannenden gut verständlichen Schreibstil und einen glaubwürdigen gut recherchierten Erzählstil kombiniert der eine gefühlvolle und trotzdem unterhaltsame Story entstehen lässt.
    Wir bewegen uns in den Zwanzigern der Inflation in der Nähe von Lüneburg und es wird toll transportiert was die Geldentwertung anstellt, wobei das Schicksal der Bewohner des Gutes Mohlenberg der Familie von Aalen am Herzen liegt.
    Friederike von Aalen kenne ich ja schon aus dem vorherigen Teil und mittlerweile ist sie fester Bestandteil als Ärztin und berät sich mit ihren Vertrauten und versucht sensible Themen der Patienten mit ganz viel Feingefühl zu lösen.
    Der Fokus liegt auf der Menschlichkeit, Ideenreichtum und das über den Tellerrand blicken, das Geschick und Wortgewandheit der verschiedensten Personen geben der Handlung ihr Gesicht und machen diese Geschichte zu einem Leseerlebnis.
    Mein Lieblingscharakter dieses Buches ist Fräulein Wermut die für mich die überraschendsten Wendungen herbeiführt und nur wer verstehen will Warum sollte Mehr als die Finsternis unbedingt lesen. Ich hoffe sie bleibt mir noch erhalten :D
    Ich vergebe 5 grossartige Sterne und freue mich schon auf weitere Bücher aus der Feder der Autorin.

  6. Cover des Buches Die Sündenheilerin (ISBN: 9783492264549)
    Melanie Metzenthin

    Die Sündenheilerin

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Unmittelbar nach ihrer Hochzeit gerät Lena, die Tochter Ritter Sigmunds, in einen brutalen Überfall, bei dem ihr frisch vermählter Ehemann sowie ihr Vater getötet werden. Sie selbst wird verletzt, doch überlebt. Sie zieht sich in ein Kloster zurück, in dem ihre Großtante, die Nonne Schwester Margarita lebt. Hier erlernt sie die Kunst des Heilens. Dabei wird deutlich, dass Lena sich erstaunlich gut in die Seele der Kranken hinein versetzen kann und ihnen damit besser als andere Heiler helfen kann. Das Kloster verlässt lange nicht mehr, zu groß ist ihre Angst nach ihrem Schicksalsschlag. Als nun Graf Dietmar von Birkenfeld bei der Mutter Oberin um Hilfe für seine ernsthaft erkrankte Ehefrau Elise ersucht, muss Lena das Kloster erstmals wieder verlassen, denn der Schwerkranken ist eine Reise nicht zuzumuten. So begibt sich Lena zusammen mit Schwester Ludovika und mit einem mulmigen Gefühl im Magen auf die beschwerliche Reise zur Burg Birkenfeld , die aber zum Glück durch Waffenknechte streng bewacht wird. Auf der Burg treffen noch weitere Gäste ein: Philip Aegypticus ist zusammen mit seinem arabischen Freund Said in den Harz gereist, um die Heimat seines Vaters kennenzulernen. Nun gilt es, das Geheimnis der Burg zu lüften, wodurch Lena selbst wieder in Gefahr gerät.


    Die Autorin Melanie Metzenthin schreibt in unglaublich schöner, der Zeit angepassten Sprache. Die Story selbst ist äußerst spannend und zwar von der ersten bis zur letzten Zeile. Die Dialoge sind überzeugend und realitätsnah. Die Charaktere sind alle glaubwürdig, sie sind durchdacht und tief angelegt und spielen perfekt sowie schlüssig miteinander. Das Lesen des Buches ist durch das angenehme Tempo, das die Autorin verwendet, sehr flüssig.


    Nur zu gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es von Herzen weiter. Das Buch ist der erste Band einer Trilogie und ich kann gar nicht erwarten die anderen beiden Teile zu lesen. Fans von historischen Romanen werden „Die Sündenheilerin“ ebenso verschlingen und lieben wie ich es getan habe, da bin ich mir sicher.

    http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/07/die-sundenheilerin-von-melanie.html


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