Bücher mit dem Tag "metaliteratur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "metaliteratur" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn ein Reisender in einer Winternacht (ISBN: 9783596904426)
    Italo Calvino

    Wenn ein Reisender in einer Winternacht

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Das_literarische_Parkett

    Italo Calvinos Schreibstil ist unauffällig, poetisch ohne überladen zu wirken, philosophisch ohne sich schwermütig über das Geschehen zu legen, intellektuell ohne aufgesetzt zu werden.
    Der Protagonist ist der Lesende, ein hoffnungslos Verlorener, der in den Strudel faszinierend vielseitiger Erzählungen gesogen wird: als Reisender in eine Winternacht verwandelt er sich auf der Jagd nach dem Ende der Erzählungen in einen Liebenden, filtrierten Agenten und schizophrenen Millardär.

    Mich hat dieser erste Calvino sehr begeistert, hat mich abtauchen lassen und oft irritiert, leider aber nie verblüfft oder innerlich gerührt. Faszinierend geschrieben ist diese Reise, aber die Tiefe der Poesie und der einzelnen Erzählungen gleiten dem genialen Autor im Sog der sprunghaften Erzählweise aus der Hand. Das Hin- und Her wirkte auf mich zunehmend nicht mehr kreativ, sondern nur wie die logische Konsequenz eines Prinzips.
    Calvino möchte ich unbedingt weiterlesen; sein Stil und seine Perspektive auf Literatur und literarische Figuren treffen wirklich meinen Geschmack, nur leider hat die grundsätzlich faszinierende Idee des Buches die spannenden Ambivalenzen und Bezüge verschluckt.
    Für mich leider das klassische Beispiel, dass weniger auch mehr sein kann.

    Auszug:

    'Beim Betrachten der Frau im Liegestuhl ist mir das Bedürfnis gekommen, „nach der Natur“ zu schreiben, das heißt nicht die Frau zu beschreiben, sondern ihr Lesen, beziehungsweise irgendetwas zu schreiben, aber ständig dabei zu denken, dass es durch ihr Lesen hindurch muss. Jetzt, beim Betrachten des Schmetterlings, der sich dort auf mein Buch setzt, möchte ich „nach der Natur“ schreiben, indem ich ständig an den Schmetterling denke. Zum Beispiel ein scheußliches Verbrechen beschreiben, das aber bei aller Scheußlichkeit diesem Schmetterling irgendwie gleicht, also leicht und zart ist wie er. Ich könnte auch den Schmetterling beschreiben und dabei so intensiv an ein scheußliches Verbrechen denken, dass der Schmetterling etwas Entsetzliches wird.'

     

  2. Cover des Buches Erzähler der Nacht (ISBN: 9783407810908)
    Rafik Schami

    Erzähler der Nacht

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Nesa8486

    Rafik Schami schafft es, einige kleine Märchen zauberhaft zu erzählen. Ich habe jede Geschichte und jede Seite genossen. Der Schreibstil klar und flüssig und wie schon erwähnt leicht ins Märchenhafte, was ich aber total mag. Ich kann's definitiv nur empfehlen.

  3. Cover des Buches Der Baron auf den Bäumen (ISBN: 9783596521722)
    Italo Calvino

    Der Baron auf den Bäumen

     (40)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Nach einem Familienzwist, der ewigen Tyrannei des Vaters und der Boshaftigkeit seiner Schwester überdrüssig, erhebt sich der 12 jährige Cosimo im Juni 1767 vom familiären Mittagstisch, um eine Eiche am Wohnhaus zu erklettern. Was die Familie für eine kurzfristige Trotzreaktion hält, ist für Cosimo der Beginn seines Lebens auf den Bäumen des fiktiven Ortes Ombrosa und seiner Umgebung. Tatsächlich steigt er Zeit seines Lebens nicht mehr zur Erde hinab.


    Cosimo lebt, arbeitet, lernt und liebt nur noch auf den Bäumen seiner dicht bewaldeten Heimat. Dabei entwickelt er unglaubliche Techniken, um von einem Baum auf den anderen zu wechseln und sich auf diese Art innerhalb eines weiten Gebietes zu bewegen. Als bald auch von seinen Mitmenschen respektierter und geschätzter "Baum-Mensch" wird er dennoch nicht zum Einsiedler, sondern sucht immer wieder den Kontakt, tauscht sich aus, berichtet auch seinem jüngeren Bruder (der im Roman als Erzähler seiner Geschichte auftritt) von seiner Welt und setzt seine Studien der Literatur, klassischen Philologie, Geschichte und Philosophie mit Hilfe seines früheren Lehrers fort.


    Leichte Lektüre mit einigen witzigen Ideen, die Anfangs aber doch sehr zäh daherkommt. Zunehmends erging es mir dann aber so dass ich mich damit abgefunden hatte, mich arangieren konnte mit der unglaublichen Geschichte dieses jungen Mannes auf den Bäumen, - nicht nachvollziehbar der ganze Plott wie ich zuerst dachte - um mich dann doch einzulassen auf dieses Märchen und letztlich einigermassen zu geniessen, wollte ich doch nach dem ersten Drittel abrechen, das Buch beiseite legen.

  4. Cover des Buches Das Schloss, darin sich Schicksale kreuzen (ISBN: 9783596905386)
  5. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783751300513)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

     (10.725)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Meggie und ihr Vater, ein selbstständiger Buchbinder, lieben Bücher! Überall in ihrem Haus stapeln sie sich. Doch vorgelesen, das hat Mo nie für Meggie, egal wie sehr sie sich das immer gewünscht hat. Da taucht eines Tages ein Fremder bei ihnen auf, der sich Staubfinger und ihren Vater Zauberzunge nennt. Auf der Flucht vor einem gewissen Capricorn gelangen die drei zu Meggies Großtante Elinor, die noch verrückter nach Büchern ist als Mo und Meggie. Doch Staubfinger scheint nicht mit offenen Karten zu spielen und so gelangen sie in ein Abenteuer, was sie sich nicht hätten vorstellen können.

    Das letzte Mal, dass ich „Tintenherz“ gelesen habe, ist über 15 Jahre her. Damals habe ich die Geschichte geliebt und ich war mir nicht sicher, wie es ist, sie als Erwachsene nochmal zu lesen. Doch meine Sorgen waren unbegründet. Die Seiten flogen nur so dahin und die Geschichte hatte absolut nichts von seinem Zauber verloren. Ich konnte mich immer noch gut in Meggie hineinversetzen und überhaupt sind alle Figuren großartig beschrieben. Cornelia Funke weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt. Egal, wie alt man ist.

    Und wer hat sich noch nie beim Lesen gewünscht, dass die eine oder andere Figur aus dem Buch heraus kommen würde?

  6. Cover des Buches Der Geschichtenverkäufer (ISBN: 9783423253925)
    Jostein Gaarder

    Der Geschichtenverkäufer

     (261)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Der Geschichtenverkäufer hat eines im Überfluss: Fantasie und Ideen. Sie strömen nur so aus ihm heraus. Irgendwann beginnt er seine Ideen Schriftstellern anzubieten, daraus entwickelt sich ein florierendes Geschäft. Er ist international tätig und hat eine Vielzahl von Kunden, aber jeder Kunde denkt er ist der einzige. Aber wie lange kann das gut gehen?


    Meiner Meinung nach ist dieses Buch eines der schwächeren von Jostein Gaarder. Der Schreibstil ist typisch für ihn und hat mir gut gefallen. Auch die Persönlichkeit des Geschichtenverkäufers ist spannend. Der Anfang über seine Kindheit und Jugend konnte mich noch abholen, vor allem da er  diese selbst aus Erwachsenensicht beschreibt, sodass man viel über den erwachsenen Geschichtenverkäufer erfährt. Aber nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl alle Facetten des Protagonisten zu kennen. Für mich wirkte alles danach kommende nur noch wie eine unendliche Wiederholung, was auch dadurch verstärkt wurde, dass nicht viel passiert ist. Dadurch, dass man ab einem bestimmten Punkt nichts neues mehr über der Protagonisten erfahren hat, war ich stellenweise ziemlich genervt von ihm. Dennoch konnte ich aus der Geschichte etwas mitnehmen.


    Ich würde das Buch Fans von Jostein Gaarder empfehlen, die sich für komplexe Persönlichkeitsstrukturen interessieren.

  7. Cover des Buches Ruhm (ISBN: 9783499257858)
    Daniel Kehlmann

    Ruhm

     (632)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Kehlmann erzählt in neun Geschichten einen Roman. Neun Geschichten von unterschiedlichen Personen, die trotzdem durch ein (teils unsichtbares Band) verbunden sind. Geschichten von der Liebe, vom Sterben und in erster Linie von dieser einen Sekunde. Die eine Sekunde in der man sich entscheiden kann ein anderer Mensch zu sein und ein Leben verändern kann. 

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Die Geschichten waren größtenteils unterhaltsam, teilweise witzig und nah am Leben. Unterschiedliche Perspektiven zu unterschiedlichen Themen. Gut, um es zwischendurch auf dem Arbeitsweg oder im Urlaub zu lesen. Nicht zu anspruchsvoll.

  8. Cover des Buches Königsallee (ISBN: 9783862315277)
    Hans Pleschinski

    Königsallee

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    Binsenweisheit: Für einen guten Roman braucht es mehr als eine gute Idee. Auf das Buch von Hans Pleschinski trifft diese Binsenweisheit aber voll zu. Denn Thomas Mann noch einmal mit seinem Angebeteten Klaus Heuser zusammentreffen zu lassen, ist eine gute Idee. Die Ausführung misslingt Pleschinski jedoch weitgehend, was diese Hörspielfassung nicht verdecken kann. Bekannte Klischees über die Familie Mann werden fad aufgewärmt, die Begegnung mit Heuser bleibt belanglos.
  9. Cover des Buches Tintenwelt 3. Tintentod (ISBN: 9783751300537)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 3. Tintentod

     (2.855)
    Aktuelle Rezension von: Laniesbooks_Official

    Es tut mir in der Seele weh das mir dieses Buch so null gefallen hat.
    Die Tintenwelt finde ich ist eine faszinierende Buchreihe aber für mich hätte Sie ruhig nach Band 2 enden können.

    Band 3 war für mich nur eine Qual. Die Geschichte machte für mich null Sinn mehr. Gerade solche Fakten wie das Staubfinger wieder da war oder auch das Elinor und Darius auf einmal in der Tintenwelt sich wieder finden war für mich so unwirklich und wirkte wirklich wie "ich muss noch was schreiben aber weiß nicht was" und das finde ich sehr sehr schade da in der Tintenwelt so viel Potenzial steckte.

    Die Art zu schreiben war genau gleichbleibend schön und wie wir es von Cornelia Funke gewohnt sich und auch die Charakterentwicklung war wirklich interessant zu sehen aber dennoch war für mich Mortimer ein riesen Fragezeichen weil er so einfach nicht passend war.

    Ich gebe dem Buch dennoch 3 liebgemeinte Sterne da die Charakter und der Schreibstil wirklich klasse waren und ich gerade die Entwicklung von Maggie und Farid sehr spannend fand. 

  10. Cover des Buches Thursday Next in the Well of Lost Plots (ISBN: 1435290682)
    Jasper Fforde

    Thursday Next in the Well of Lost Plots

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Korinna
    Thursday Next, literature detective
  11. Cover des Buches Kybernetik und Gespenster (ISBN: 9783446139428)
    Italo Calvino

    Kybernetik und Gespenster

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches First Among Sequels (ISBN: 9780340752029)
    Jasper Fforde

    First Among Sequels

     (34)
    Aktuelle Rezension von: broul
    The fifth Thursday Next novel. It took me some time to read it, some thing that didn't happen with the first books. As always Thursday has a lot to do: saving the world (again), saving her son from being replaced, saving the books and saving everything and everyone from herself (kind of). In my opinion this book is different from the rest and I think the fact that I read this one in English is not the only reason. Some new ideas are woven into this book and In my opinion this book is different from the rest and I think the fact that I read this one in English is not the only reason. Some new ideas are woven into this book and at the same time everything that worked well in the previous books is still there. Still I wasn't as enthusiastic about this book as I was about the first ones. Maybe the idea, once so new, is slowly wearing off. But it surely is a nice book, just not meeting the sky high standards I have ;)
  13. Cover des Buches Der Fall Jane Eyre (ISBN: 9783423282741)
    Jasper Fforde

    Der Fall Jane Eyre

     (560)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon

    Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten... (Klappentext) 

    ❃❃❃❃❃


    "Der Wachmann, der im Haus seinen Rundgang machte, hörte Acheron nicht kommen. Sein lebloser Körper wurde später unter dem Ausgußbecken gefunden. Lautlos stieg Hades die Treppe hinauf. Dabei hätte er soviel Lärm machen können, wie er nur wollte. Er wußte, dass ihm die Wachleute mit ihren 38ern nichts anhaben konnten, aber mir nichts, dir nichts hineinzuspazieren und sich zu bedienen machte einfach keinen Spaß."
    (S. 270)


    Dies ist der 1. Band einer ganz besonderen Buchreihe, welche einem in eine abgefahrene Parallelwelt der 80er Jahre katapultiert.
    Eine Welt, in der zwar die Computer erfunden wurden, es aber Luftschiffe gibt, eine Welt in der England seit 130 Jahren Krieg mit den Russen um die Krim führt, in der manche Spezialisten durch die Zeit reisen können und, und das ist das Wichtigste, eine Welt in der sich alles um Literatur dreht. So werden z.B. von Kindern Sammelkarten mit AutorInnen getauscht, die Baconiers klopfen an Türen und wollen die Menschen bekehren zu glauben, dass Francis Bakon die Shakespeare-Werke geschrieben hat und es gibt natürlich Spezialeinheiten, welche sich der literarischen Kriminalität entgegenstellen.
    Zu einer dieser Einheiten gehört auch Thursday Next, die Protagonistin. Genauer gesagt arbeitet sie als Literaturagentin und sie macht Jagd auf den Superschurken unter den Kriminellen - Acheron Hades. Diesem wird zur Last gelegt das Originalmanuskript "Martin Chuzzlewit" von Charles Dickens aus dem Museum entwendet zu haben.
    Da der Täter keinerlei Spuren hinterließ und nicht einmal von den Kameras entdeckt wurde, kann es nur Acheron Hades gewesen sein. Doch was will er mit diesem Manuskript?
    Thursday war ihm knapp auf den Fersen, doch dieses Zusammentreffen überlebte sie nur knapp. Für sie ist klar - bei diesem Mistvieh von Schurken muss sie härtere Geschütze auffahren, denn Acheron Hades scheint nicht nur Meister der Manipulation und Täuschung zu sein, sondern nahezu kugelsicher. Wie will man so einen zur Strecke bringen? ... Und die Jagd beginnt.


    ">>Er verfügt über bemerkenswerte Fähigkeiten. Deshalb dürfen wir auch seinen Namen nicht laut aussprechen. Ich nenne das die Regel Nummer Eins.<<
    >>Seinen Namen? Warum nicht?<<
    >>Weil er seinen Namen - selbst wenn man ihn nur flüstert - im Umkreis von mindestens tausend Meilen hören kann. Mit seiner Hilfe nimmt er sozusagen unsere Witterung auf.<<"
    (S. 32)


    Mit dem Einstieg tat ich mir anfangs etwas schwer, da man von der ersten Seite an in diese irre Parallelwelt geworfen wird. Nach ca. 50 Seiten gewöhnte ich mich jedoch an diese Welt und begann sie so richtig zu genießen.
    Im Verlauf lernt man diese Welt immer besser kennen, genau wie auch die Protagonisten selbst. Mit ihr erlebt man nicht nur völlig skurrile Grundgesetze, die in dieser Welt herrschen, sondern auch ebenso skurrile Personen. Dabei nimmt der Autor häufig Bezug auf die Literatur, vorzugsweise britische Klassiker. Da hätten wir z.B. Onkel Mycroft und Tante Polly. Na? Kommen Euch diese Namen nicht irgendwie bekannt vor?
    Es gibt hier für bibliophile Nerds also unheimlich viel zu entdecken, vor allem, wenn man den ein oder anderen Klassiker kennt, was für zusätzlichen Lesespaß sorgt.


    ">>Er könnte ja in das Buch auch vorsätzlich hineingesprungen sein. Und dann hat es ihm in dem Roman so gut gefallen, dass er einfach dortgeblieben ist.<<
    Victor blickte mich argwöhnisch an. Aus Angst für einen Springer gehalten zu werden, hatte er es nicht gewagt, jemanden von seiner Theorie zu erzählen, und nun kam auf einmal eine Londoner Literatur Agentin daher, kaum so alt wie er, und ging weiter, als er es sich je hätte vorstellen können. Da traf ihn die Erkenntnis.
    >>Sie haben es selbst schon mal gemacht, stimmt's?<<"
    (S. 213)


    Der Schreibstil ist flüssig und der Autor weiß Spannung zu erzeugen. Zudem hat er eine einzigartige Welt erschaffen, die voller Liebe zur Literatur steckt und in der alles anders ist als in unserer Welt.
    Dies war anfangs für mich etwas verwirrend, da man, wie schon erwähnt, in diese Welt hineingestoßen wird ohne Zeit zu haben sich auf diese einzustellen. Gleichzeitig beschreibt er diese Welt, als wäre es für ihn das Normalste auf der Welt und das machte es schließlich zu einem kleinen Erlebnis diese Welt zu entdecken.

    Die Kapitel sind zudem kurz und werden durch Anekdoten aus Sach- und Fachbüchern aus dieser Welt eingeleitet, wie z.B. aus verschiedenen Geschichtsbüchern oder Biographien, die einem ebenso Einblick in diese verrückte Welt werfen lassen.

    Die Figuren und allen voran die Protagonistin Thursday Next, sind wunderbar und facettenreich gezeichnet. Man begegnet hier nicht nur Schurken und Figuren, die man sofort ins Herz schließt, sondern auch skurrilen und nicht ganz durchschaubaren Figuren.

    Auch für Spannung und Action wird hier gesorgt, inklusive überraschender Wendungen und äußerst schrägen und trockenen Humor. Und so stürzt man sich mit der einzigartigen und selbstbewussten Thursday in irrwitzige Missionen und Abenteuer.


    "Der Geruch von versengter Kleidung stieg mir in die Nase. Ich wich zurück, als eine grelle, orangerote Flamme aus seinem Jackett schlug. Sie setzte seinen Körper in Brand, und wir räumten eilig das Feld, während er in der starken Hitze bis zur Unkenntlichkeit verkohlte; das Ganze dauerte keine vierzig Sekunden..."
    (S. 261)


    Leider nimmt jedoch Jane Eyre selbst nur eine untergeordnete Rolle ein und wird erst gegen Ende präsent, was mich persönlich ein kleines bisschen enttäuschte. Für das Buch wäre wohl der Titel "Der Fall Martin Chuzzlewit" passender gewesen.

    Fazit:
    Für einen Buchnerd wie mich, der auch die klassische Literatur liebt, war dieses Buch ein ganz besonderes Erlebnis.
    Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten lernte ich rasch diese schräge Welt kennen und vor allem lieben. Am Ende wollte ich daraus überhaupt nicht mehr auftauchen und daher ist für mich klar, dass ich diese Reihe weiterverfolgen werde. Denn was gibt es Schöneres, als in eine verrückte Welt einzutauchen, die sich ganz der Literatur verschrieben hat?

    © Pink Anemone (inkl. Leseprobe, Autoren-Info und Rezept zum Buch "Stanfords berühmtes Krabben-Sandwich")

     

  14. Cover des Buches Finnegans Wake (ISBN: 9788087888117)
    Fritz Senn

    Finnegans Wake

     (19)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches The Eyre Affair (ISBN: 1435282035)
    Jasper Fforde

    The Eyre Affair

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Saralonde

    Wir schreiben das Jahr 1985 in einem etwas anderen London, in dem Literatur eine viel größere Rolle spielt als in unserer Welt und immer noch der Krimkrieg zwischen England und Russland andauert. Das Originalmanuskript von Dickens‘ „Martin Chuzzlewit“ wurde gestohlen. Die Literaturpolizei LiteraTec vermutet niemand anderen hinter dem Diebstahl als den genialen Gauner Acheron Hades. LiteraTec-Detective Thursday Next hat bei dem früheren Professor studiert und wird daher als Expertin für den Fall angeheuert. Als eine Nebenfigur aus „Martin Chuzzlewit“ verschwindet, ahnt sie, was Hades vorhat: Er hat eine Möglichkeit gefunden, in das Skript einzudringen und will den Staat unter Androhung der Ermordung der Hauptfigur erpressen… Nicht auszudenken, was aus dem Roman würde ohne seine Hauptfigur.

    Jasper Ffordes Erstling ist vor allem aufgrund seiner Ansiedelung in einer Parallelwelt etwas ganz Besonderes. Jedem literaturaffinen Leser wird allein die Tatsache, dass Literatur und Kunst in dieser Parallelwelt immens wichtig sind, enormes Vergnügen bereiten. Es ist einfach herrlich, dass sich hier nicht Fußball-Hooligans bekriegen, sondern Raphaelisten und Neo-Surrealisten. Und so manches literarische Werk, etwa „Jane Eyre“, das wie der Titel schon sagt eine entscheidende Rolle spielt, oder „Love’s Labour’s Won“ (!) hat ein anderes Ende als bei uns…

    Ich verneige mich vor Jasper Fforde. Die Konstruktion dieser Welt ist einfach genial und erlaubt ein Kriminalstück, wie es in einer „normalen“ Welt nicht denkbar wäre. Das auch mich fesseln kann, die herkömmliche Krimis (meistens) langweilig findet. Die ganzen literarischen Anspielungen machen einfach einen Riesenspaß. Auf Seite 286 gibt es beispielsweise einen Detective Inspector Oswald Mandias, was sicherlich auf das berühmte Gedicht „Ozymandias“ von Percy Bysshe Shelley anspielt. Ich muss auch mal im Internet nachforschen, was mir da wohl alles entgangen ist.

    Auch Zeitreisen sind in diesem kuriosen Paralleluniversum möglich, was einige sehr komische Folgen hat. Wollt ihr zum Beispiel wissen, woher die Banane kommt? Dann müsst ihr dieses Buch lesen.

    Thursday Next ist eine sympathische Heldin, der ich gerne in weitere Bücher folgen werde. Die restlichen Charaktere sind teilweise ein bisschen klischeehaft, etwa der geniale Bösewicht, was aber angesichts der ganzen Literaturbezüge nicht stört, sondern im Gegenteil nur konsequent ist.

    Einen kleinen Abzug gibt es von mir für die Liebesgeschichte, die ist schon ein wenig kitschig und für mich stellenweise auch nervig (es geht mal wieder um Vergebung), aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund und tut dem Vergnügen, das dieses Buch bereitet, keinen Abbruch.

    Herrlich!

  16. Cover des Buches Tintenwelt 2. Tintenblut (ISBN: 9783751300520)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 2. Tintenblut

     (3.428)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe dieses Buch schon einmal vor einem Jahr angefangen und dann unbeendet liegen lassen, weil es mich einfach nicht packen konnte. Irgendwann habe ich mich dann aufgerafft und es noch einmal angefangen und ich bin ehrlich, ich verstehe warum mein Vergangenheits-Ich das getan hat

    Der Anfang ist eigentlich ganz gut. man kommt schön rein und es ließt ich schnell weg. Vor allem die Stellen mit Basta haben sich sehr schnell lese lassen, das wahrscheinlich aber nur weil (Vorsicht, Unpopular Opinion) er mein Lieblingscharakter ist. 

    Zu anderen Charakteren habe ich leider kaum eine Bindung. Mo, Resa, Meggie, Farid und Staubfinger; sie lassen mich alle kalt. Deswegen weiß ich auch nicht ob ich weiter lesen will, da mein einziger Lieblingscharakter nun ja nicht mehr wirklich vorkommen kann. 

    Was mir auch aufgefallen ist, dass die Autorin viele Vergleiche benutzt. Das ist zwar ein gutes stilistisches Mittel, aber es wurde zu viel benutzt.

    Mit Teil 1 konnte Tintenblut definitiv nicht mithalten. Mal schauen, ob ich mich noch weiter in der reihe vorarbeite. Bald soll a "Die Farbe der Rache" kommen.

  17. Cover des Buches Der geheime Bericht über den Dichter Goethe, der eine Prüfung auf einer arabischen Insel bestand (ISBN: 9783423620680)
    Rafik Schami

    Der geheime Bericht über den Dichter Goethe, der eine Prüfung auf einer arabischen Insel bestand

     (15)
    Aktuelle Rezension von: occasiuncula
    Dieses Buch würde ich wirklich jedem empfehlen, der mehr über Goethe und seine Werke erfahren möchte. Ich habe das Buch von meiner Deutschlehrerin bekommen, da wir bald Goethes Werk Iphigenie durchnehmen. In dem Buch geht es kurz gesagt um einen Orientalischen Sultan, der mehr über die Literatur anderer kulturen kennenlernen möchte. Deshalb schickt er Gesandte in alle Länder, auch nach Deutschland, um bekannte Schriftsteller kennenzulernen. So erzählt der nahe Vertraute des Sultans, Tuma, über Goethe. In insgesamt 9 Nächten erzählt dieser nun über Goethes Werke, sein Leben und seine größten taten. Dieses buch zu lesen ist wirklich der beste Weg, etwas über Goethe zu erfahren, ohne gelangweilt zu werden.
  18. Cover des Buches Something Rotten (ISBN: 9781844569229)
    Jasper Fforde

    Something Rotten

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Jerron
    Der vierte (und in meiner Zählweise) letzte Teil der Geschichte um Jurisfiction-Agentin Thursday Next, die aus der Welt innerhalb der Bücher zurückgekehrt ist, um ihren im Alter von 2 Jahren von der Goliath Corporation umgebrachten Eheman wieder zurückzubekommen, zu verhindern, daß ein Fiktionaler Charakter den dritten Weltkrieg auslöst und Hamlet zu einem Konfliktmanager zu schicken. Um die Welt zu retten muß laut der Prophezeihung des mittelalterlichen Propheten St. Zvlkx nur dafür gesorgt werden, daß Swindon die Croquett-Weltmeisterschaft gewinnt. Man sieht, es strotzt mal wieder nur so vor lauter abgefahrenen Ideen, die im Gegensatz zum vorigen Band jetzt mal wieder sinnvoll eingebaut werden und nicht nur, um einen Gag einzufahren. So bescheuert das ganze auch klingt, es löst sich alles wunderbar auf, macht richtig Sinn und gipfelt zudem noch in einer äußerst rührenden Abschiedsszene. schnüff. Und nein, Jasper Fforde hat keine Fortsetzung dazu geschrieben!! Eine Fortsetzung existiert nicht lalalalala augen zuhalt
  19. Cover des Buches Lost in a Good Book (ISBN: 1435281934)
    Jasper Fforde

    Lost in a Good Book

     (57)
    Aktuelle Rezension von: NannyOgg
    Wie auch schon der Vorgänger "Der Fall Jane Eyre"/"The Eyre Affair" herrlich skurril - spitze!
  20. Cover des Buches Herr Palomar (ISBN: 9783596904433)
    Italo Calvino

    Herr Palomar

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Ästhetik des Horrors (ISBN: 9783518388976)
    Hans R. Brittnacher

    Ästhetik des Horrors

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Mit brennender Geduld (ISBN: 9783869520148)
    Antonio Skármeta

    Mit brennender Geduld

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Im Morgengrauen werden wir, bewaffnet mit brennender Geduld, die strahlenden Städte betreten.‘ (CD 3, Track 3; Zitat von Arthur Rimbaud)

    Der 17-jährige Mario Jiménez bewirbt sich als Briefträger im kleinen chilenischen Dorf Isla Negra. Da die meisten Bewohner Isla Negras Analphabeten sind, hat Mario nur einen einzigen Kunden: den berühmten Dichter Pablo Neruda, dem später, im Jahre 1971, der Nobelpreis für Literatur zuerkannt wird.

    Mario und Neruda verbindet bald eine enge Freundschaft. Der Dichter bringt dem Jungen bei, was eine Metapher ist, und hilft ihm schließlich, die 16-jährige Beatriz Gonzáles, in die sich Mario unsterblich verliebt hat, zu erobern.

    Der chilenische Autor Antonio Skármeta erzählt in seinem schmalen Roman nicht nur von der Liebesgeschichte zwischen Mario und Beatriz, sondern setzt Neruda mit seinem Buch ‚Mit brennender Geduld‘ ein Denkmal und vermittelt dem Leser/Hörer Wissen über die Geschichte Chiles zwischen der Wahl Salvador Allendes zum Präsidenten des Landes und dem Staatsstreich Augusto Pinochets.

    Ich habe ‚Mit brennender Geduld‘ vor etwa 15 Jahren gelesen und nun das Hörbuch angehört, das von Hans Korte gelesen wird.

    Skármeta erzählt seine Geschichte in anspruchsvoller Sprache, die mir meist sehr gut gefallen hat, bisweilen aber recht schwülstig ist - so wie ich auch Nerudas Gedichte teilweise schön und poetisch, teilweise zu blumig finde.

    Skármetas Roman, der sich um Freundschaft und Liebe, Sprache und Traditionen, den Dichter und die Privatperson Neruda sowie um Allende und Pinochet dreht, hat mich am Ende berührt und traurig gemacht, obwohl er über weite Strecken hinweg auch humorvoll und amüsant ist.

    Das Buch wird von Korte ansprechend gelesen und zudem bisweilen mit Musik untermalt, so dass man dem Roman gerne lauscht.
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