Bücher mit dem Tag "meerwesen"

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52 Bücher

  1. Cover des Buches Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht (ISBN: 9783423762960)
    Sarah J. Maas

    Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht

     (764)
    Aktuelle Rezension von: kleine_welle

    Bryce ist halb Mensch und halb Fae und lebt in Crescent City. Für sie ist es nicht immer leicht in dieser Welt der Wanen, in der auch Gestaltwandler oder Engel leben, zurecht zu kommen. Besonders, weil sie nicht sagen darf, wer ihr Vater ist. Und als dann auch noch ein brutalter Mord an ihrer besten Freundin verübt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. 

     

    Die Printausgabe sieht echt toll aus, im Gegensatz zum eBook. Aber da ich mir nicht sicher war ob ich die Geschichte mag, ist es auf dem eReader eingezogen. 

    Und ja, ich mag das Buch. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und konnte mich damit direkt fesseln. Sie beschreibt diese Welt in der Menschen, Engel, Gestaltwandler, Fae und noch viele andere Seite an Seite leben ganz wunderbar und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Einzig etwas nervig fand ich, dass alle so verdammt gut aussehen müssen. Jeder Mann hat einen durchtrainierten, muskulösen Oberkörper und auch die Frauen sind alle schlank und sexy. Das ist so total unrealistisch. Ja, es ist ein Fantasybuch, aber trotzdem müssen nicht immer alle nur gut aussehen. 

    Im Grunde mochte ich Bryce schon, denn sie ist unabhängig und lebt ihr leben. Zwar etwas zu übertrieben zu Beginn, aber später bekommt sie es doch ganz gut in den Griff. Sie sieht natürlich auch sehr gut aus und trägt immerzu kurze Kleider und High Heels. Was ich ganz gut fand, ist das sie mit diesem Image etwas spielt und bewusst die Leute in ihrer Umgebung so im Unklaren lässt. Man soll halt nicht direkt vom Äußeren auf den Charakter schließen. Allerdings kann sie das genauso gut, obwohl sie das bei anderen kritisiert. Nicht jede*r ist perfekt. 😉

    Aber auch Hunt, ein weiterer wichtiger Charakter im Buch mochte ich. Er ist ein muskelbepackter Engel, der zusammen mit Bryce einen Mordfall auflösen soll. Hier wird es dann so langsam spannend, denn dieser Kriminalfall in der Geschichte konnte mich sehr packen. 

    Diese Liebes-Hass-Geschichte zwischen Hunt und Bryce dagegen so gar nicht. Das war immer schon so offensichtlich, dass ich einfach nur hätte schreien können. Hier hat das locker, lustige, was die Autorin wahrscheinlich reinbringen wollte, gefehlt. Es war einfach nur wahnsinnig nervig! 

    Von dieser nervige Liebesanbandelei und dem äußerst spannenden Mordfall abgesehen, konnte sich die Autorin manchmal etwas in Alltäglichem verlieren und so war der Anfang des letzten Drittel zunächst etwas langatmig. Allerdings wurde es dann doch wieder so richtig aufregend und das hat diesen langatmigen Teil dann wieder wett gemacht. 

    Mit einigen Wendungen hätte ich so gar nicht gerechnet und war dann über die Auflösung doch überrascht. 

    Und auch wenn ich einiges zu bemängeln habe, habe ich mir doch den zweiten Teil gekauft. Denn irgendwie konnte mich die Geschichte doch so weit packen, dass ich wissen möchte wie es weitergeht. 

     

    Mein Fazit: Ich war beim Lesen immer wieder hin und her gerissen zwischen großer Spannung, gefühlvollen Emotionen oder genervtem Augenrollen. Also für alles war was dabei. Und da die Spannung und die Emotionen doch überwogen, mochte ich das Buch. Die nervigen Stellen kann man ja getrost überblättern. 😉

    Wer eine tolle Fantasywelt mit spannendem Mordfall sucht, sollte unbedingt mal in das Buch hineinschauen.    

  2. Cover des Buches Aurora Sea (ISBN: 9783426215197)
    Nadine Stenglein

    Aurora Sea

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Buchgefluestere

    Dieser kurze Roman hatte zwar viele interessante Ideen, doch insgesamt war mir die Geschichte für so wenig Zeit und auf so wenigen Seiten zu überladen. 

    Sie verliert ihre Eltern, das Flugzeug nicht aufwindbar, eine Meereskreatur auf der Suche nach Liebe und Rache, seelenlose Menschen... Insgesamt waren es zu viele Charaktere, kein Handlungsstrang wurde weiterverfolgt und richtig mitgekommen bin ich auch nicht. Teilweise waren mir die gedanklichen Sprünge auch zu schnell. 

    Schade, ich hatte mich auf eine spannende Fantasy Geschichte gefreut...

  3. Cover des Buches Aquarius (ISBN: 9783492280204)
    Thomas Finn

    Aquarius

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Es ist kein Zufall, dass viele der Mystery-Thriller von Thomas Finn in Deutschland spielen und deutsche oder europäische Sagen und Legenden thematisieren. Der nahe Chicago geborene Autor findet es langweilig, dass unheimliche Geschichten oft die USA als Schauplatz nutzen, obwohl wir uns hierzulande eines reichen Schatzes düsterer Mythen rühmen können. Deshalb bemüht er sich immer, seine Romane in Deutschland zu verorten und greift erst auf andere Länder zurück, wenn das nicht möglich ist. Sein Thriller „Aquarius“ ist in Nordfriesland angesiedelt und verbindet die in Süddeutschland und Frankreich populäre Melusinensage und das darin enthaltene Motiv der Mahrtenehe mit der Legende des in der zweiten Marcellusflut (1362) untergegangenen Rungholt.

    Die See ist eine wankelmütige Maid. Niemand weiß das besser als Jens Ahrens, Berufstaucher. Als eine Seemine ihn beinahe das Leben kostet, verdankt er es nur der Willkür des Meeres, dass er den schrecklichen Unfall überlebt. Leider erhält er keine Gelegenheit, sich über sein Glück zu freuen, denn sobald er aus der Ohnmacht erwacht, muss er feststellen, dass er entführt wurde. Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, zu fliehen und Hilfe in dem nordfriesischen Küstenstädtchen Egirsholm zu finden. Egirsholm ist ein malerischer Ort mit einer bewegten Vergangenheit, doch der Schein trügt. Seltsame Todesfälle stören die Idylle. Menschen ertrinken unter rätselhaften Umständen, ohne sich in der Nähe von Wasser aufzuhalten. Die Egirsholmer flüstern von einer uralten Legende, von Meerjungfrauen und einer Stadt, die einst von der See verschlungen wurde. Gemeinsam mit der Polizistin Meike Ehlers versucht Jens herauszufinden, was wirklich vor sich geht. Besteht eine Verbindung zwischen den Toten und seiner Entführung? Enthalten die Gerüchte einen Funken Wahrheit – ist die See nicht nur wankelmütig, sondern auch blutrünstig?

    Ich liebe Thomas Finns Konzept, alte deutsche oder europäische Sagen in moderne unheimliche Thriller zu verpacken. Wirklich, ich bin ein Fan dieses Leitmotivs und freue mich mit jedem weiteren seiner Bücher darauf, historisches Kulturgut näher kennenzulernen. „Aquarius“ greift sowohl die zahlreichen Überlieferungen zu Nixen als auch die faszinierende Sage des tatsächlich versunkenen Rungholts auf und präsentiert demzufolge dicht gestrickten Legendenstoff, der die Basis einer unterhaltsamen, spannenden, wenn auch nicht unbedingt gruseligen Geschichte bildet, die sich für mich leicht und locker weglas. Ich fand das Buch zwar nicht so gelungen wie „Weißer Schrecken“, weil mir die nordfriesische Kultur etwas oberflächlich porträtiert erschien, aber nichtsdestotrotz überzeugt „Aquarius“ mit einer greifbaren, soliden Atmosphäre, die mir Meeresluft um die Nase wehte und den rauen Charme der deutschen Küste hervorragend transportiert. Leider konnte ich die Lektüre dennoch nicht genießen, da Thomas Finn in eine heikle Falle tappte, die die Genderrollen seiner Geschichte betrifft. Meerjungfrauen werden traditionell mit ausgesprochen weiblichen Attributen assoziiert: Sie gelten als berückend schön, sanft und geheimnisvoll, aber auch als verführerisch, hinterlistig und potenziell gefährlich. Finn reproduziert dieses klassische Bild, obwohl er sich anstrengt, verschiedene Darstellungen wiederzugeben. Damit konnte ich mich anfreunden, schließlich geht es in diesem Roman explizit darum, die Nixe als Sagengestalt in die Moderne zu holen. Problematisch gestaltete sich „Aquarius“ für mich dadurch, dass die überholten Klischees von Geschlecht und Gender, die Nixen repräsentieren, auch die Charakterisierung und Rollenverteilung der menschlichen Figuren bestimmen. Der Protagonist Jens ist der Inbegriff des maskulinen Helden, Retters und Beschützers, dessen Status permanent durch seine Dynamik mit seinen weiblichen Begleiterinnen bestätigt wird. Er ist ihnen stets überlegen: Er ist kreativer, einfallsreicher, physisch stärker, bewahrt eher einen kühlen Kopf, ergreift in allen prekären Situationen die Initiative und rettet sie früher oder später ausnahmslos. Besonders bei der Polizistin Meike Ehlers fand ich das bedauerlich, denn ich mochte sie unheimlich gern. Sie ist ein so sympathischer Charakter, direkt und unkompliziert, etwas spröde, clever, hartnäckig, wehrhaft und total bodenständig, dass ich ehrlich betrauerte, dass Finn dachte, sie bräuchte Jens zu ihrer Rettung, dessen Persönlichkeit hinter seiner Heldenrolle im Vergleich enttäuschend blass bleibt. Unglücklicherweise ergeht es allen Frauen in „Aquarius“, die nicht ausdrücklich mit Jens verbündet sind, sogar noch schlechter. Sie alle werden als gewissenlose, intrigante und nahezu männerfeindliche Hexen beschrieben, was exakt die Vorurteile sind, mit denen erfolgreiche Frauen seit Jahrhunderten kämpfen. Ich war bestürzt, dass Finn diesen Unsinn wiederholt und finde dafür keine Rechtfertigung. Meiner Meinung nach hätte er sich gerade aufgrund seiner Verwendung einer altmodischen Nixen-Idee darum bemühen müssen, dieser fortschrittliche, gleichberechtigte Genderrollen gegenüberzustellen. Tja. War wohl zu viel verlangt.

    „Aquarius“ ist nicht offen sexistisch. Ich glaube nicht, dass sich Thomas Finn überhaupt darüber bewusst war, wie viele verletzende Klischees er in diesem Roman verwendet und erst recht nicht, dass das beabsichtigt war. Ich gehe davon aus, dass das Buch ein Beweis mangelnder Sensibilisierung ist. Vor einigen Jahren wäre mir der Alltagssexismus zwischen den Zeilen auch nicht aufgefallen, aber nachdem ich viel über das Thema gelernt und gelesen habe, kann ich meine Augen davor nicht verschließen. Hat man es einmal gesehen, kann man es nicht mehr nicht sehen. Während der gesamten Lektüre von „Aquarius“ hatte ich daher ein unbehagliches Gefühl, das zwischen Wut und Enttäuschung changierte. Es vergällte mir einen grundsätzlich guten mystischen Thriller.

  4. Cover des Buches Elmarsrog (ISBN: 9783738605815)
    Loreley Hampton

    Elmarsrog

     (32)
    Aktuelle Rezension von: gabrielesowa

    Die Story von Alda, die Insel Elmarsrog und deren geheimnisvollen Bewohner, all das zieht einen schnell in seinen Bann durch den lockeren und doch sehr gut beschreibenden Schreibstil von Loreley Hampton.

    Man fiebert mit Alda mit bei den Erlebnissen, die allesamt für sie Neuland sind. Für mich als Leserin auch. Sehr interessant.

    Ich bin wirklich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Das letzte Kapitel lässt einiges offen ... wer steckt hinter all dem und was wird Alda noch alles über ihre Familie erfahren?

    Von mir eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Fantasy Fans.

  5. Cover des Buches Die Seele des Ozeans (ISBN: 9783931989828)
    Britta Strauß

    Die Seele des Ozeans

     (46)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Am Anfang denkt man beim Lesen des Titels vielleicht noch an Filme wie Avatar: Aufbruch nach Pandora. Aber mit der Zeit entwickelt dieses Buch einen Sog, der seines Gleichen sucht. In der Zwischenzeit kommen andere Vergleiche in den Sinn: der Film "Das Herz des Ozeans", "Fluch der Karibik", "Moby Dick". Immer wieder blitzen Versatzstücke auf, und werden schlussendlich zu einem Buch verbunden, das so ganz anders ist, als man erwarten würde. 

    Volle Empfehlung!

  6. Cover des Buches Siren (ISBN: 9783733502911)
    Kiera Cass

    Siren

     (663)
    Aktuelle Rezension von: EurekaPalmer

    Ich fand das Buch absolut fesselnd und mitreißend. Kahlens Geschichte und die ihrer Schwester, haben mich sehr berührt. Es hat mich fasziniert, Kahlens Schicksal zu verfolgen und ihre besondere Liebe zum Meer mitzuerleben. Das war tatsächlich mal etwas vollkommen anderes.

    Das Leben als Sirene ist sehr eindrucksvoll beschrieben und Dank des flüssigen Schreibstils liest sich die Geschichte leicht verständlich und hintereinander weg.

  7. Cover des Buches Atlantia (ISBN: 9783596198849)
    Ally Condie

    Atlantia

     (506)
    Aktuelle Rezension von: Nelly_Buks
    Es gibt Momente da kann man nicht sprechen, nicht weil andere einen daran hindern würden, sondern weil man Angst vor dem hat, was man sagen könnte. Zu seinem eigenem Schutz bleibt man lieber schweigsam.

    seite 229


    Inhalt:

    Rio wohnt schon ihr ganzes Leben lang in Atlantia, der Stadt unter Wasser. Und ihr ganzes Leben lang träumt sie auch davon nach oben zu gehen, um den Himmel zu sehen. Sie entscheidet sich dagegen, um mit ihrer Schwester Bay zusammen unten zu bleiben. Doch als Bay nach oben geht sucht sie verzweifelt nach einem Weg nach oben. Dabei lernt sie True kennen, der ihr hilft, doch ihr größtes Geheimniss kennt er nicht. Das kennen nur Bay und Rios Mutter, die beide nicht mehr da sind. Doch für Rio wird es immer schwieriger ihr Geheimnis geheim zu halten...


    Meine Meinung:

    Ich bin so froh das ich Atlantia gelesen habe, da ich jetzt wieder Lust auf Fantasy habe. Die hatte ich nämlich lange Zeit nicht, das fande ich sehr schade, da Fantasy ein echt cooles Genre ist. Atlantia ist ein sehr spannendes Buch. Ich finde manchmal hat es sich ein bisschen gezogen, aber es hat sich echt gelohnt dieses Buch zu lesen. Es hat mega Spaß und ich finde diese Idee so interessant: Eine Stadt unter Wasser. Rio war mir manchmal nicht ganz so sympathisch, an sich aber eine gute Protagonistin. True ist mein Lieblingscharakter. Er hat so ein warmes Herz und er war immer für Rio da. Ich liebe die Schwesterliebe von Rio und Bay. Die beiden würden eigentlich alles füreinander tun. 


    Also eine Empfehlung von mir für alle Fantasyfans mit Lust auf süße schwestern - und romantische Liebe!

  8. Cover des Buches Die Legende der Spiegelbücher - Das Buch der Vergessenheit (ISBN: 9783738013399)
    Bella Winther

    Die Legende der Spiegelbücher - Das Buch der Vergessenheit

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Vivien-Ne

    Okay, wow ... ich hatte nicht erwartet, nach den vielen enttäuschenden Geschichten dieses Jahr wirklich überrascht werden zu können, aber dieses Buch hat dem Ganzen noch erheblich einen draufgesetzt. Ich revidiere meine Meinung zu "Der Spiegel deiner Seele: Du gehörst mir mein Mädchen", welches ich als Jahresflop und vermeintliches Lebens-Lowlight deklariert habe. Diese Lektüre war um einiges schlechter, unglaublich, dass dies überhaupt möglich ist.

    Ich mag fies und herzlos klingen, aber diese Geschichte war durch und durch grottig. Angefangen bei Winther's Schreibstil, den Charakteren, bis hin zu dem Plot und einfach allem, was eine Lektüre ausmacht.

    Beginnen wir mit dem Schreibstil: Unterstes Niveau. Keinerlei Kreativität, abgehackte Sätze und seltsame Ausrufe. Dazu sinnbefreite, schlecht ausgearbeitete Monologe, seltsame Konversation und Widersprüche in der eigenen Sprache. Dazu haben sich sowohl grammatikalische Unstimmigkeiten als auch Rechtschreibfehler in nahezu jedem dritten Satz finden lassen. Ich weiß nicht, was die in der Danksagung erwähnten Testleserinnen gemacht haben, jedoch schien sich keine dazu berufen gefühlt zu haben, grundsätzliche Fehler anzumerken. Die deutsche Sprache wurde mit Füßen getreten und durch Kommata aus dem Nichts zerrissen. Wo diese eigentlich einen Platz hätten finden sollen, war nicht einmal der Schatten dieses Zeichens zu erkennen gewesen.
    Generell waren die Betonungen extrem komisch. Ein Ausrufezeichen hier (oder vielleicht doch gleich drei), dazu unnötige Großschreibung ganzer Worte oder gar Sätze. Es tat in den Augen weh, sich die Formatierung anzuschauen. Wenn ich dann noch an die Storyline innerhalb des Spiegelbuches denke ...

    Schauen wir weiter auf den Plot. An sich hätte die Idee durchaus Potenzial gehabt, allerdings wurde jede Möglichkeit, etwas Ähnliches wie Spannung aufzubauen, einfach liegengelassen und durch Unwichtigkeiten aus dem Horizont der Möglichkeiten gestrichen. Es war einfach langweilig, obwohl eigentlich recht viel passiert ist. Auch an Themen wurde sich nicht zu sparsam bedient und sehr viel Verschiedenes eingearbeitet, allerdings auf eine Art und Weise, die mich extrem wütend macht. Fatshaming und Depressionen, Suizid, Mord, Kindesmissbrauch und Vergewaltigung, Verlust und Desozialisation wurden so lapidar, so selbstverständlich und vollkommen ohne Ernst in die Geschichte geschmissen, dass ich eine wirkliche Antipathie gegenüber der Autorin entwickelt habe.

    Diese Feststellung kann ebenfalls auf unsere Protagonistin Madleen übertragen werden. Nicht, weil sie "fett", "unnahbar" und "zu unperfekt, um geliebt zu werden" ist, sondern weil sie genau diese Attribute, die ihrer Meinung nach ihren Charakter ausmachen, für alles als Ausrede nutzt und allgemeine Tatsache darstellt. Der Leserschaft wird vermittelt, dass man sich selbst nicht akzeptieren kann oder sollte, wenn man nicht ein "Bikini-Chic" oder "Surferboy" ist. Vermutlich wollte die Autorin ein gegenteiliges Bild suggerieren, allerdings wurde mir beschrieben, dass Madleen sich eigentlich scheiße findet und sich selbst nur mag, wenn ein süßer Typ seine Aufmerksamkeit auf sie, statt auf die ganzen anderen Frauen wirft.
    Ein weiteres Stichwort für meine Kritik: Frau. Madleen ist zwanzig oder so, benimmt sich allerdings, als wäre sie dreizehn Jahre alt und hätte ihr halbes Leben außerhalb der normalen Zivilisation verbracht. Sie ist derart dumm, naiv und nervig, dass sie vielen anderen Protagonistinnen, die auf meiner "I-f*cking-hate-you"-Liste stehen, ernsthafte Konkurrenz macht. Ihre Liebelei mit Laurence war so oberflächlich, ging viel zu schnell und war so von Dämlichkeit durchzogen, dass ich keine wirklichen Worte finde, meine Abneigung zu beschreiben.
    Dazu ihre steten Stimmungsschwankungen und die nicht vorhandene Festigkeit ihrer Meinung. Von einer Sekunde auf die nächste wechselt sie ihre gesamte Gedankenwelt und verstrickt sich immer in genau die Überzeugungen, die den Leser verzweifeln lassen. Nicht auf die gute Weise, nein - ich hatte eine Zeitlang wirklich Sorge um mein Tablet, auf dem ich diese grottige Geschichte gelesen habe.
    Ich könnte mich noch lange über Madleen aufregen. Nur ihren Gedanken, sie solle besser sterben, konnte ich zustimmen, der Rest war reiner Mist, auf den ich nicht weiter eingehen will. (Obwohl es durchaus erwähnenswert ist, dass sie sich nach Laurence' Enthüllung lediglich auf die Tatsache beschränkt hat, dass er sie betrügt, nicht aber, dass er sie auf den Weg gebracht hat, tausende von Menschen und ganze Städte auszulöschen - definitiv kein so schlimmes Vergehen, wie der Vertrauensbruch durch einen Kuss für die falsche Frau)

    Weitere Charaktere gab es nicht viele. Laurence war unnötig und dumm, Sarah war nervig und einfach nur existent. Die Anderen sind keiner weiteren Erwähnung würdig, dafür haben sie eine zu kleine Rolle gespielt. Und unsere Antagonistin Aurelia? Un-nö-tig.

    Ich beende mal meinen Rant und ziehe mich zurück.

    Doch abschließend, falls es meinen Worten nicht anzumerken war: Dieses Buch war einfach schlecht, definitiv keine Leseempfehlung. Erstrangiger Jahresflop.

  9. Cover des Buches Kjell. Das Geheimnis der schwarzen Seerosen (Die Seerosen-Saga, Band 1) (ISBN: 9783646600247)
    Evelyn Boyd

    Kjell. Das Geheimnis der schwarzen Seerosen (Die Seerosen-Saga, Band 1)

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Liliana

    Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut, nach den vielen guten Rezensionen.
    Leider hat mich bereits der Anfang vom Schreibstil her nicht überzeugt. Die Autorin hat sich am Anfang viel Mühe gegeben aus Sofies Vergangenheit etwas spannendes zu machen. Mich persönlich hat es dann aber doch gestört, dass immer nur angedeutet wurde, dass Sofies Familie verstorben war, ohne es zu nennen. 
    Abgesehen von den Rechtschreib- und Zeichenfehlern, die sich in Grenzen gehalten haben, hat mich die Protagonistin nicht überzeugt. Ich fand sie eher nervig. 
    Was mich ebenfalls gestört hat, waren die Widersprüche in den Details über Sofie. Im einen Moment sagt Sofie, dass sie studiert, wenig später weiß sie nicht was sie mit ihrem Leben anfangen will. Studieren oder Ausbildung? 
    An ein bis zwei anderen Stellen zu Beginn kamen diese Widersprüche auch auf. 
    Zu Kjell: obwohl er sich im Buch Sofie gegenüber absolut unverschämt verhält und ich mir  das ein oder andere Mal gedacht hab "Lass es doch jetzt gut sein. Was willst du mit jemandem der dich so schlecht behandelt?" ist sie immer wieder zu ihm zurückgekommen. Ihre Wut wegen seinem Verhalten hat sich innerhalb von zwei Sätzen aufgelöst. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin hier etwas früher an die Auflösung um Kjells Geheimnis anfängt. Das wäre an der ein oder anderen Stelle hilfreich gewesen um Sofies Verhalten zu verstehen. 
    Und auch, dass die beiden sich ineinander verliebt haben, hat man im Laufe des Buches nicht bemerkt. Stattdessen liest man eine Stelle, in der Kjell sich ihr gegenüber wieder schlecht verhalten hat, sie ist sauer und stellt ganz nebenbei fest, dass sie sich in ihn verliebt hat...
    Erst auf den letzten Kapiteln hat sich dann Schlag auf Schlag alles aufgelöst. Auch hier: zuerst ist sich Sofie nicht sicher, ob sie glauben soll, dass die alten Legenden wahr sind und sagt, dass das alles quatsch ist. Innerhalb von drei Sätzen ist sie überzeugt, dass die Legenden wahr sind. Ging mir zu schnell um es glaubhaft nachvollziehen zu können.
    Letztendlich das kleine Abenteuer für Sofie auf den letzten Seiten in denen sie versucht Kjell zu retten, weil sie glaubt, dass er in Gefahr ist, hat ein wenig Spannung in die Handlung gebracht und zu meiner Überraschung fand ich diesen Teil gut ausgearbeitet. 
    Als abschließenden positiven Punkt für das Buch: als Sofie zu Beginn des Buches den Ort ihrer Vergangenheit neu erkundete, hat es die Autorin durchaus geschafft mit den einfließenden Momenten, in denen Sofie glaubte im See etwas gesehen zu haben mir den ein oder anderen Gänsehaumoment zu bescheren. Die Atmosphäre war super für seltsame Dinge und für die Einführung in die Geschichte. 


    Fazit:
    die Autorin hat eine gute Idee, die nach meinem Geschmack aber noch viel Potenzial nach oben hätte.
    Der schwankende und absolut naive Charakter der Protagonistin hat mich nicht überzeugt.
    Ich war von diesem Buch leider nicht überzeugt.



  10. Cover des Buches Die Rache der Wale (ISBN: 9783958190078)
    Wolfgang Müller

    Die Rache der Wale

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Keltica

    Als das deutsche Ehepaar Emmi und Adrian zu einer Weltreise auf einer Segelyacht aufbricht, ahnt es nicht, worauf es sich einlässt. Bei einem schweren Sturm im Pazifik fällt Adrian von Bord und droht zu ertrinken. Doch er wird gerettet von einem Meerwesen, dass ihn seid einiger Zeit beobachtet hat, denn Adrian half vor kurzem einem Delphin aus einer Notlage. Anep halb Mensch, halb Fisch, ist hochintelligent und bittet Emmi und Adrian um Hilfe. Denn Aneps Gefährtin Sira wird von Menschen gefangen gehalten. Er will sie befreien. Doch Aneps Plan ist noch viel größer und gefährlicher. Zusammen mit anderen intelligenten Meeresbewohnern will er die Menschen bei der Zerstörung der Weltmeere stoppen.

    Ein gefährliches Abenteuer beginnt.
    In dessen Verlauf intelligente Meerjungfrauen - und Männer, die über telepathische Fähigkeiten verfügen, mit Emmi, Adrian und Bewohnern eines Südseeatolls auf diesem Weg Kontakt aufnehmen. Um mit deren Hilfe und der Opferungsbereitschaft der Wale, die Menschheit wachzurütteln.


    Hier wurde Realität, Umweltschutz und Fantasy zu einer wunderbaren Geschichte verwoben, die mich vom ersten Moment an fesselte. Manchmal dachte man wirklich einige Momente lang, es gäbe wirklich diese Meermenschen, so realistisch wird alles beschrieben.


    Das große Thema des Buches ist der Walfang und Umweltschutz. Erschreckend sind die Schilderungen über den Walfang und das Leid der Tiere, auch die Verstrahlung der Weltmeere durch Fukoshima.


    Die Charaktere sind glaubhaft dargestellt, der Schreibstil ist flüssig und der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit erhalten.
    Alles in allem ein Buch, dass ich gerne gelesen habe und das einen auf jeden Fall auch nachdenklich zurücklässt.

    Und wie heißt es am Ende des Buches:

    "Manchmal sind es kleine Gesten, die sehr viel verändern können."

     

  11. Cover des Buches Meeresflüstern (ISBN: 9783570402214)
    Patricia Schröder

    Meeresflüstern

     (594)
    Aktuelle Rezension von: Moontana

    Meinung:

    Der Einstieg in das Buch war ganz Okey, ich bin gut durch gekommen und auch der Schreibstil war sehr angenehm.

    Doch leider muss ich sagen, dass es sehr lange nicht viel passiert ist.

    Es gab sehr viele Charaktere die auch alle immer wieder vorkamen aber leider gab es, sowohl bei den Protagonisten als auch bei den Antagonisten, keinen wirklichen Tiefgang, mich konnte leider kein einziger Charakter überzeugen. 

    Mir persönlich gefielen die Diagonale leider auch nicht unter den Personen, sie waren mir da zu Umgangssprachlich würde ich sagen. 

    Was ich ebenfalls erwähnen möchte ist dass ich Elodies Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Sie mag direkt einen Jungen aber dann plötzlich doch einen anderen. Das kam mir leider zu unauthentisch rüber. 

    Die Idee des Buches fand ich an sich sehr schön und habe mich daher auch sehr gefreut es endlich zu lesen. Leider konnte mich die Handlung nicht überzeugen, es gab viele Nebenstorys und das hat so die Hauptidee dann in den Hintergrund gerückt, also fand ich jetzt. 

    Mir hat leider auch sehr die Spannung gefehlt erst am Ende wurde es etwas spannender. 

    Aber ich muss auch ganz ehrlich sein, dass es wahrscheinlich eher für jüngere Leser geschrieben wurde. Mit 12-14 Jahren wäre ich wahrscheinlich hin und weg und fänds das Buch toll, mit 25 Jahren sieht das dann doch schon anders aus.

    Fazit:

    Mich persönlich konnte das Buch leider überhaupt nicht überzeugen, sowohl bei der Handlung als auch bei den Charakteren.

     Ich glaube einfach weil ich schon zu alt für so eine Geschichte bin.

    Für jüngere Leser*innen die auch gerne einen Hauch Fantasy mögen ist das bestimmt ganz toll. Aber für Erwachsene kann ich es jetzt nicht ganz empfehlen, aber dann kann gerne jeder selbst entscheiden.

  12. Cover des Buches Der Junge aus dem Meer (ISBN: 9783351041311)
    Aimee Friedman

    Der Junge aus dem Meer

     (97)
    Aktuelle Rezension von: zwischenden_zeilen

    Inhalt:

    Miranda muss mehr oder weniger unfreiwillig mit ihrer Mutter nach Selkie, um das Anwesen ihrer erst kürzlich verstorbenen Großmutter wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei trifft sie alte Bekannte ihrer Mutter und freundet sich mit deren Töchter an. Diese wollen Miranda für einen Sommerflirt mit dem Jungen T.J verkuppeln. T.J.s Vater war jedoch vor einiger Zeit mit ihrer Mutter verlobt, was die ganze Sache etwas schwieriger macht. Am Strand trifft sie auf den süßen Fischerjungen Leo. Jetzt muss sie sich entscheiden: Für wen schlägt ihr Herz?


    Fazit:

    Das Buch hat mich abgeholt und mitgenommen. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und das Cover anregend. Die Charaktere kommen einem vertraut vor und man kann sich mit ihnen nach Selkie träumen. Ein rundum gelungenes Buch. Sehr empfehlenswert!

  13. Cover des Buches Underwater Kisses (ISBN: 9783733781286)
    Esther Grace

    Underwater Kisses

     (23)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Ellen kann es nicht glauben, ihr Freund Jason betrügt sie und das noch in ihrem gemeinsam Bett. Sie flieht zurück zu ihren Eltern und will sich klar werden, was sie jetzt möchte. Dabei fällt ihr das Tagebuch ihre Großmutter in die Hand. Das Tagebuch führt sie zum Waldsee und dessen Geheimnisse.

    Es ist fast wie ein Märchen. Eine wunderbare Geschichte die Magie in sich hat und man bekommt nicht genug davon. Das Ende ist auch mal etwas anders und passt perfekt dazu. Man bekommt von Ellen nicht genug und begleitet sie gerne durch dieses Abenteuer. Jason kann ich von der ersten Minute an nicht leiden. Durch ein paar Andeutungen, hatte ich die Befürchtung das die Geschichte anderes verlaufen kann. Dann kam es aber noch anders als erwartet und man legt danach erst mal das Buch einen kurzen Moment weg und denkt nach. Dann nimmt man es wieder in die Hand, denn man wissen warum. Auch dieses zarte Band zwischen Ellen und Liam ist fantastisch beschrieben und der See erst. Einfach himmlisch.

  14. Cover des Buches Kjell. Versuchung der Ewigkeit (Die Seerosen-Saga, Band 2) (ISBN: 9783646600834)
    Evelyn Boyd

    Kjell. Versuchung der Ewigkeit (Die Seerosen-Saga, Band 2)

     (25)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Genau so flach und langweilig geschrieben wie der erste Band und eine Protagonistin, die absolut nichts gelernt hat.


    Inhalt: Nach langem Katzenjammer kann sich Sofie endlich aufraffen und hat ein Einsehen, dass auch ihr Leben weiter geht. Sie bewirbt sich auf ein Studium und sucht sich einen Job. Außgerechnet Betreuerin einer Gruppe, die nach Finnland fährt. - Es kommt, wie es kommen muss. Sofie begegnet wieder einem Wassergeist. Allerdings auch (ihrem) Kjell.

    Kjell ist nicht tot. Er hat seinen Cousin getötet und wurde dafür von der Familie verstoßen. In Finnland wartet er darauf, dass er ein verrücktes Wassermonstr wird, weil er sich nicht mehr nährt.

    Außgerechnet so ein verrücktes Wassermonster kann Sofie und Kjell helfen, wie sie doch noch zueinander finden können. Doch bevor es so weit ist, müssen sie ihre wahre Liebe unter Beweis stellen.


    Fazit: Ich will gar nicht lang um den heißen Brei herum reden, aber auch dieser Band ist so flach wie der erste. Nur ein einzelner Handlungsstrang mit drei Leuten, die hauptsächlich die ganze Handlung bestreiten. Das alles ist nicht gerade anspruchsvoll. Seichte Jugendliteratur, wo ich bezweifle, dass die wirklich so gut bei der entsprechenden Altersgruppe ankommt.

    Das erste Mal aufgestöhnt habe ich, als die Pläne der Reise entstanden. Da will die Protagonistin studieren, hat aber aus ihrem vergangenen Abenteuer nichts gelernt. Und dann trifft sie im Lager auf diesen seltsamen Typen, wo bei mir gleich sämtliche Alarmglocken los geschrillt sind. Das war alles so vorhersehbar, dass es für mich keine Überraschung war, als sich heraus stellt, dass auch er ein Wassergeist ist. Nur eben ein finnischer. - War klar, dass auch Kjell irgendwann auftauchen würde.


    Die ganze Handlung ist total auf emotional gemacht. Die Autorin legt auf die Gefühle der Protagonistin großen Wert und schreibt dem entsprechend viel über sie. Auf diese Weise leidet aber leider die Handlung. Stellenweise kommt die gar nicht vom Fleck und ich habe hart mit mir selber gestritten, ob ich die Lektüre nicht abbrechen sollte. - Aber ich habe in meinem Leseleben bisher gerade mal zwei Bücher abgebrochen und bin darauf nicht besonders stolz. - Zum Weiterlesen hat mich eigentlich nur die Neugier getrieben, wass denn nun aus der Story wird. Außerdem hatte die Handlung dann wirklich Potential noch einmal aufzudrehen. - Der Schreibstil hat das aber leider

    wieder zunichte gemacht.


    Ich will das Buch jetzt nicht komplett kaputt reden, aber ein Burner war es nicht. Deswegen bewerte ich es auch lediglich mit 3 von 5 Sternen. Es ist gut, dass die Reihe hier an dieser Stelle beendet ist. Noch weitere Bände hätte es wirklich nicht vertragen. Das wäre dann komplett nach unten gegangen.


    Hier kann ich nicht wirklich eine Leseempfehlung geben. Jeder halbwegs mit Fantasie begabte Mensch kann sich eine spannendere Fortsetzung selber überlegen. Das war alles so vorhersehbar und diese typisch verteilten Rollen. Sie das schwache Geschlecht, er der starke Typ, der alles reist. - Oh man, auch Jugend hat eigentlich Spannung verdient. Wenn sie schon lesen.

  15. Cover des Buches Ocean Rose - Erwartung (ISBN: 9783548285115)
    Tricia Rayburn

    Ocean Rose - Erwartung

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Nachdem Vanessas Schwester bei einem Unfall stirbt, fährt die nach Winter Harbor. Dort tauchen jedoch immer mehr Todesfälle auf, die dem ihrer Schwester ähneln. Und langsam beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich ein Unfall war.

    Durch den Schreibstil kommt man gut in die Geschichte und lernt die Personen auch schnell kennen. Dennoch zieht es sich am Anfang ein bisschen, weil nicht ganz so viel passiert. Aber durchhalten lohnt sich! Etwa ab der Mitte wird es richtig spannend. Die Geschichte bekommt etwas von einem Mysterythriller und man kann immer besser mitfiebern, da ständig überraschende Dinge passieren. Und auch der fantasievolle Teil kommt nicht zu kurz, denn der Teil mit den Sirenen wirkt gut durchdacht, auch wenn noch nicht alle Rätsel gelöst sind, aber es gibt ja noch den zweiten und dritten Teil.
    Dazu kommt auch eine gute Portion Romantik vor, welche jedoch eher realistisch gehalten ist und deswegen nicht so gefühlvoll wirkt.

    Alles in allem hat mir der mysteriöse Teil des Buches am besten gefallen und ich konnte ab der zweiten Hälfte nicht mehr aufhören zu lesen. Wer düstere Meerjungfrauengeschichten liebt, der ist hier genau richtig.

  16. Cover des Buches Meeresschatten (ISBN: 9783847511588)
    Leonie Jockusch

    Meeresschatten

     (79)
    Aktuelle Rezension von: TamariasSpiegel

    "Meeresschatten" ist ein zauberhaftes Buch mit einer magischen Geschichte, das einen von der ersten Sekunde an mitreißt.

    Jo verbringt bereits seit ihrer Kindheit ihre Sommer immer in Silver Glen, einem kleinen, britischen Küstenörtchen. Als sie nun auch dort zur Schule geht, kommt sie plötzlich einem magischen Geheimnis auf die Spur. In einem der Küstenhügel tauchen Türen auf, wo keine sein können, und noch mehr: Ein mysteriöser Fremder verschwindet dahinter. Als Jo instinktiv die Verfolgung aufnimmt, weiß sie noch nicht, dass sie damit einem übernatürlichen Geheimnis auf die Schliche kommt - und noch viel weniger, wie sehr sie schon jetzt darin verstrickt ist. Während sie mehr und mehr über den Fern Hill und den Fremden herausfindet, stehen auf einmal ihr Herz - und ihr Leben - auf dem Spiel.

    Ich habe die Lektüre von "Meeresschatten" sehr genossen. Die Mythologie und die Charaktere  sind frisch und interessant. Man fiebert von Anfang an mit Jo mit und wird mit ihr zusammen in die magische Welt von Silver Glen und des mysteriösen Fern Hills hineingezogen. Die Liebesgeschichte, die sich im Lauf der Handlung entwickelt, hat mich vollkommen mitgerissen - einfach schön erzählt.

    Falls man an dem Roman unbedingt etwas kritisieren möchte, dann vielleicht höchstens, dass sich Jo manchmal schon sehr, sehr leichtsinnig in Gefahr begibt. Aber würde sie das nicht tun, wäre das Buch nur halb so spannend. Und ich kenne genug Geschichten, in denen das ganz ähnlich passiert - inklusive meiner eigenen ;).

    Auch von außen ist das Buch ein absoluter Hingucker. Die liebevolle Aufmachung lädt zum gemütlichen Einkuscheln auf der Couch ein - so spiegeln der Einband mit zartem Schnörkelmuster wie auch die Kapiteldeckseiten wunderbar die Stimmung eines Küstenortes mit übernatürlichem Flair wieder. Ähnlich nimmt einen bereits der Name der Ortschaft "Silver Glen" mit auf eine traumhafte Reise in eine fantastische Welt. - Mit anderen Worten: Hier stimmt einfach alles. 

    Ein Buch zum Verlieben!

  17. Cover des Buches Blue Secrets - Der Kuss des Meeres (ISBN: 9783570308790)
    Anna Banks

    Blue Secrets - Der Kuss des Meeres

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe dieses Buch. 

    Spannend und gut zu lesen!

  18. Cover des Buches Traummann an der Angel (ISBN: 9783802582509)
    Mary Janice Davidson

    Traummann an der Angel

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    ch habe das Buch bei Tedi gefunden für 2,99€ um den Dreh, und da mich das Thema Meerjungfrau besonders interessiert hat, habe ich den ersten und zweiten Teil geholt. 

    Der Klappentext klingt vielversprechend und macht neugierig auf mehr. Ich ,als Leserin habe mir gedacht, das es eine Liebesgeschichte ist mit Happy End. Die Farben des Buchcovers gefallen mir sehr gut.

    Ich konnte mir Fred und die anderen Menschen in der Geschichte sehr gut vorstellen, da sie alle Charakterstark waren. Fred fand ich sehr sympathisch. Vor allem ihr Art, erinnerte mich ein wenig an mich. Alle versuchten sie zu verkuppeln, doch sie flippte bei jeder Kleinigkeit aus. Was mich tierisch abtörnte, war das ihr bester Freund sich in ihre Chefin verliebte und sich dermaßen daneben benahm. Wenn ich Fred gewesen wäre, hätte ich ihren besten Freund erschlagen oder ihn rausgeschmissen.

    Fred ist Meerjungfrau, das nicht mal ihre Chefin weiß. Sie bekommt Besuch, ein Wassermann aus der Unterwasservolkes. Das Meer ist nach Abwasser vergiftet worden und sie müssen herausfinden, wer den ganzen Dreck macht. Auch Gefühle kommen ins Spiel. Thomas, der bei ihr arbeitet und ein erfolgreicher Autor ist, wovon Fred nix weiß, und Artur, ein Wassermann sind in Fred verliebt. Fred will demnach nix wissen. Überraschenderweise ist das Ende offen, und kein Liebeshappyend.

    Manche Autoren schreiben eine heile Welt, alles zuckersüß und lieb geschrieben. Am Anfang habe ich mir gedacht, das es zu süß geschrieben worden ist. Danach wurde der Schreibstil spannender, flüssiger und witziger. Manche Szenen waren einfach zum lachen komisch. Die Geschichte ist witzig und frech geschrieben. 

  19. Cover des Buches Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers (ISBN: 9783751204378)
    Tanya Stewner

    Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers

     (281)
    Aktuelle Rezension von: Miss_Nimmersatt

    Die Handlung des Buches finde ich sehr inspirierent und toll. Die Charaktere ( Alea, Lennox, Sammy, Ben, Tess, Marianne) waren  sehr sympathisch😊 Meine Lieblingscharaktere: Alea & Sammy

    Meinung:

    Gut fand ich, das Thema Meer, aber auch, dass Freunde eines der wichtigsten Dinge im Leben sind. 

    Der Schreibstyl war verständlich, die Spannung war auf jeden Fall. Geeignet für die Zielgruppe ist ,, Alea Aquarius" auch👍 Ich stehe zum Thema Umwelt, und schätze dies. Der Eindruck hat mir insgesamt sehr gefallen. 

    Fazit:

    Ich empfehle ,,Alea Aquarius" weiter. 

  20. Cover des Buches Aquamarin (ISBN: 9783401510118)
    Andreas Eschbach

    Aquamarin

     (307)
    Aktuelle Rezension von: FranziskaBo96

    In "Aquamarin" entführt uns Andreas Eschbach in das Australien der Zukunft, in dem Saha grundsätzlich einfach nur ihr Teenagerleben überstehen möchte. Sie ist nicht nur unbeliebt in der Schule und lebt als Vollwaise mit ihrer tauben Tante zusammen, sondern verfügt über seltsame Schlitze an ihrem Körper, wegen denen sie nicht ins Wasser gehen soll. Als dies eines Tages doch aus Versehen geschieht, merkt Saha, dass sie in den Tiefen des Meeres bisher unbekannte Gefühle übermannen. Dies nimmt sie zum Anlass, über sich und ihre Geschichte zu forschen.

    Als ich dieses Buch begann, habe ich tatsächlich eher mit Fantasy gerechnet, tatsächlich merkt man aber schon auf der ersten Seite, dass man es hier definitiv mit Science Fiction zu tun hat (wenn ich etwas mehr Recherche über den Autor betrieben hätte, hätte mir das eigentlich klar sein sollen). Trotz dieser kurzen Überraschung konnte ich sehr schnell in Eschbachs Vision der Zukunft eintauchen, die er wirklich sehr gut rüberbrachte. Man merkt, dass er sich wirklich fundierte Gedanken dazu gemacht hat, meiner Meinung nach liegt im Wordbuilding die große Stärke des Buches. 

    Leider hatte ich manchmal auch ein bisschen den Eindruck, dass der Autor etwas zu verliebt in die Welt war, die er erschaffen hat. Manchmal war es mir einfach zu viel Exposition und zu viele umschwängliche Beschreibungen unwichtiger Nebencharaktere, wenn ich mir lieber einen Fortgang der Handlung oder ein detailliertes Eingehen auf die Hauptpersonen gewünscht hätte. 

    Die größte Schwäche des Buches war meiner Meinung nach, dass man an doch einigen Stellen anmerkt, dass hier ein erwachsener Mann versucht, aus der Sicht eines jungen Mädchens zu schreiben. Viele Gedankengänge in dieser Hinsicht wirkten für mich irgendwie unnatürlich und bestimmte Charaktere waren für mich einfach überholte Tropen. Bestes Beispiel: Ich kenne keine Jugendlichen, die unironisch das Wort "Lover" verwenden, wenn sie über ihren Freund oder ihre Freundin reden.

    Trotz der Kritik habe ich Lust auf den zweiten Teil der Reihe bekommen. Wer Lust auf eine umfangreiche, aber jugendfreundliche SciFi-Welt hat, wird hier sicher viel Freunde haben.

  21. Cover des Buches Meerestosen (ISBN: 9783570402306)
    Patricia Schröder

    Meerestosen

     (206)
    Aktuelle Rezension von: leben.lachen.lesen
    Auch im letzten Teil der Trilogie wird es nicht langweilig. Ähnlich wie in Band zwei knöpft die Autorin auch beim dritten Teil da an wo der zweite endet und somit ist man direkt wieder mitten im gesehen und wird von der Spannung gepackt.

    Anders als in den beiden Bänden davor steht im diesem Teil anstatt der Romantik eher die Dramatik im Vordergrund. Was dem Buch aber keinen Abbruch tut sondern es eher noch spannender werden lässt.

    Wie in Band zwei kommen viele der alten Charaktere wieder zum Vorschein und offenbaren einem neue Geheimnisse, mit denen man wirklich nicht gerechnet hat und die mich teilweise auch etwas geschockt haben. Auch Elodie entwickelt sich in diesem Band nochmal weiter. Es scheint als hätte sie endlich ein Stück ihrer rosa roten Brille abgelegt und bekommt nur einen Überblick für das große Ganze.

    Eine besonderes große Rolle spielt in diesem Teil der Zauber des Meeres. Patricia Schröder versucht meiner Meinung nach immer wieder darauf aufmerksam zu machen wie wichtig das Thema Umweltschutz eigentlich ist.

    Alles in allen muss ich sagen fand ich den letzten Teil definitiv den besten von den dreien. Und die Geschichte hat meiner Meinung nach ein sehr schönes rundes Ende. Für ich persönlich wurden alle offenen Fragen geklärt und besonders die Idee am Ende mit dem Epilog wo man erfährt was aus allen Protagonisten geworden ist finde ich wunderbar.

  22. Cover des Buches Meeresrauschen (ISBN: 9783570402290)
    Patricia Schröder

    Meeresrauschen

     (289)
    Aktuelle Rezension von: leben.lachen.lesen

    Patricia Schröder ist ein guter Einstieg in den zweiten Teil der Reihe gelungen. Er knöpft da an wo der erste Teil endet und somit ist man direkt wieder mitten im gesehen und wird von der Spannung gepackt.

    In diesem Teil trifft man auf die alten Charaktere aus dem ersten Buch. Man lernt sie hier näher kennen und erfährt das ein oder andere Geheimnis von ihnen. Jedoch kommen auch neue Charakter hinzu, was meiner Meinung nach wiederum den Spannungsbogen aufrecht erhält.

    Besonders Elodie macht für mich in diesem Teil eine riesige Entwicklung mit. Von der damals zurückhaltenden und eher in sich gekehrten Person wird sie zu einer starken jungen Frau die ihre Meinung ganz klar vertritt und anderen auch mal die Stirn bietet.


    Alles in allem hat mir der zweite Teil der Trilogie besser gefallen, als der erste. Und meiner Meinung nach ist von Spannung, Romantik und vor allem Fantasie für jeden was dabei.

  23. Cover des Buches Blue Secrets - Der Ruf des Ozeans (ISBN: 9783570310052)
    Anna Banks

    Blue Secrets - Der Ruf des Ozeans

     (183)
    Aktuelle Rezension von: K_C

    Der erste Teil der Reihe hat mir total gut gefallen und mich auch gefesselt, auch der zweite war echt gut und dann kam der dritte... Ich weiß nicht, es ist ja schön dass die Protagonistin dann noch mehr Halbblüter wie sie findet aber es zieht sich einfach wahnsinnig hin. 

    Ich habe mich dann zum Ende gequält, wobei das Ende an sich wieder gut war, es zog sich nur so sehr hin bis zum Wendepunkt. 

    In meinen Augen ist es kein Muss, den dritten Teil zu lesen:/

  24. Cover des Buches Nixenblut (ISBN: 9783570400364)
    Helen Dunmore

    Nixenblut

     (74)
    Aktuelle Rezension von: wordworld
    Allgemeines:

    Titel: Nixenblut
    Autor: Helen Dunmore
    Verlag: cbj (28. März 2011)
    Genre: Fantasy
    Seitenzahl: 320 Seiten
    ISBN-10: 3570400360
    ISBN-13: 978-3570400364
    Preis: 7,99€ (Taschenbuch)
    Weitere Bände: Nixenmagier; Nixenfluch
     

    Inhalt:

    Als Sapphy an der Küste Cornwalls auf den Meerjungen Faro trifft, der sie in die Tiefen des Meeres mitnimmt, spürt sie: Derselbe Sog, der ihren Vater ein Jahr zuvor in die Welt der Nixen und Wassermagier gelockt hat, zieht auch sie dorthin. Denn in ihr fließt das Blut der Nixen – sie gehört der Welt der Meerwesen ebenso an wie der der Menschen. Als eine Gruppe von Tauchern die heiligen Gefilde der Meermenschen zu zerstören droht, muss Sapphy sich entscheiden, zu welcher Welt sie gehören will…


    Bewertung:

    Geschichten über das Meer, Schiffe und Abenteuer, die alle Grenzen sprengen haben schon immer eine besondere Faszination für mich gehabt. So musste ich natürlich auch Helen Dunmores fantastische Meerestrilogie lesen, welche vor ein paar Jahren ja durch alle Welt gegeistert ist. Und auch wenn ich aufgrund des Covers eine etwas andere Geschichte erwartet hätte, war ich doch positiv überrascht von dieser kraftvollen Geschichte, die ich geboten bekommen habe.


    Erster Satz: "Man findet die Meerfrau von Zennor in der Zennor Church, wenn man weiß, wo man nachschauen muss."

    Band 1 und 2 der Reihe erschienen schon einmal unter dem Titel "Indigo - Im Sog des Meeres", Band 3 ist jedoch nur in der neuen Auflage zu haben. Das finde ich sehr schade, da mir die kreativen und definitiv aufmerksamkeitserregenden Covermotive der ersten Ausgabe deutlich besser gefallen, als das Bild meiner Ausgabe. Mit dem angedeuteten Mädchengesicht mit dem blauen Lippenstift und vor allem mit den dunklen Ränder wirkt es für mich einfach nur billig und nicht der süßen Kinder-Geschichte entsprechend, die uns im Inneren erwartet. Außerdem würde ich diese Geschichte auch unbedingt Jungs empfehlen, weshalb ich die Aufmachung hier wirklich übertrieben finde. Den Titel finde ich zwar durchaus passend, unter dem alten Titel konnte ich mir jedoch mehr vorstellen!


    "Die Dornbüsche ähneln gekrümmten Gestalten. Die weißen Handtücher an der Wäscheleine, gleichen Gespenstern. Der Mond scheint so hell, dass man ohne weiteres den Pfad finden könnte, der zur Bucht hinunterführt. Manchmal bildet der Mond selbst einen Pfad auf dem Meer, der so echt aussieht, als könne man auf ihm bis zum Horizont laufen..."


    Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden von Sapphys Vater, der eines Tages von einer Fischtour nicht mehr zurückkehrt. Er sei ertrunken, wird ihr und ihrem älteren Bruder Conor gesagt, doch die beiden können das nicht glauben. So kannte ihr Dad doch alle Strömungen des umliegenden Meeres auswendig und manövrierte noch durch den wildesten Sturm. Als die beiden dann eines Tages in ihrer Lieblingsbucht auf zwei geheimnisvolle Meerwesen treffen, die sich Mer nennen und anstatt von Beinen eine robbenähnliche Flosse haben, fühlen sie sich in ihrer Annahme bestätigt. Bald spürt Sapphy denselben Sog, gegen den auch ihr Vater Tag für Tag hat ankämpfen müssen. Immer mehr gerät sie zwischen die Fronten von Indigo und der Erde, die einen ewigen Kampf um die Vorherrschaft austragen und muss sich schließlich entscheiden, wo sie hingehören will...


    "Muss ich mich auch entscheiden? Die Frage rauscht in meinem Kopf wie das Geräusch der Wellen, die an den Strand schlagen und sich wieder zurückziehen. Dad hat einmal gesagt: "Ist es nicht ein wunderbarer Gedanken, Saph, dass die Wellen unser ganzes Leben lang an den Strand schlagen, genau wie die Herzen in unseren Körpern? Es hört nie auf. Und wenn unsere Herzen aufhören zu schlagen, dann werden die Wellen weiter kommen und gehen, wie sie es immer getan haben, bis zum Ende der Welt."


    Das Buch beginnt viel ruhiger, als ich es jemals gedacht hätte. Wir stürzen uns nicht Hals über Kopf in ein Abenteuer sondern werden ganz langsam in das Familienleben der Trewhellas eingeführt, dass so grausam auseinander gerissen wird. Mit unglaublich einfühlsamer Stimme beschreibt Helen Dunmore die Emotionen eines Mädchens, deren ganze Welt auseinanderbricht, als ihr Vater verschwindet, ihr Mutter in Arbeit versinkt und ihr Bruder sich immer mehr von ihr abzugrenzen scheint. Erst durch die Entdeckung der neuen Welt - Indigo - findet sie wieder Antrieb und etwas, in dem sie ganz in ihrem Element ist. Wundervoll zu sehen ist dabei, wie sich die liebevolle Beziehung zwischen Conor und Sapphy entwickelt und wie viel Wahrheit und Authentizität in der anrührenden Familiengeschichte steckt.


    "Wenn jemand dich plötzlich verlässt, hast du das Gefühl, ein Riss ginge durch dich hindurch oder dir würde etwas fehlen. Seit Dad weg ist, bin ich unvollständig, und auch er ist unvollständig. Doch ich frage mich, ob die beiden Teile noch zusammenpassen, wenn ich ihn gefunden habe. Und ich werde ihn finden. Das ist mehr als ein Versprechen. Es ist ein Schwur!"


    Auch wenn die Protagonisten viel jünger als ich waren, konnte ich viele ihrer Probleme wunderbar nachempfinden. Sehr intelligent hat die Autorin hier Themen verpackt, mit denen wohl jeder etwas anfangen kann: zwischen den Welten stehen, nicht wissen, wo man hingehört, mit dem Verlust eines Familienmitglieds fertig werden, sich von der Familie abgrenzen, über sich hinauswachsen - all diese Dinge fließen in das ruhige Abenteuer ein und machen es so besonders!


    "Das Meer brüllt wie ein Löwe direkt unter deinen Füßen, währen du spürst, wie der Granit unter den Wellen erbebt. Conor hat Recht. Die Luft und Indigo sind beide sehr nah. Und an diesem Strand treffen sie aufeinander. Conor und ich befinden uns an der Grenze zwischen den beiden Welten."


    Dabei wird die magische Anziehungskraft des wilden, wunderschönen und quietschlebendigen Ozeans auf wundervolle Art und Weise verkörpert. Sehr bald spüren auch wir Leser den Sog von Indigo, was weniger durch komplizierte oder besondere Sprache - der Schreibstil ist hier in der Tat eher einfach gehalten - sondern einfach durch die kraftvolle, durchdringende Atmosphäre erreicht wird. Dabei kommt die Geschichte ganz ohne die typischen Liebesprobleme aus. Es gibt auch kein Mord, kein Totschlag, keine Gier, kein Hass - wir erleben einfach nur das ungewöhnliche Abenteuer eines besonderen Geschwisterpaares, das in eine neue, wunderschöne, aber auch beängstigende Welt eintaucht. Auch die typischen Meerjungfrauen-Klischees werden gar nicht erst aufgerollt. Wir treffen hier keine singenden Schönheiten mit Kämmen und glitzernden Fischschwänzen an sondern werden von einem Meerjungen in ein komplexes Ökosystem eingeführt, das unter dem Missbrauch der Menschen sehr zu leiden hat.


    "Ach wäre ich doch in Indigo
    und teilte die salzige See
    in den tiefsten Fluten…"
    Vielleicht ist es dort, wo Dad sich jetzt aufhält: in den tiefsten Fluten. Er ist in Indigo und dort werde ich ihn finden!"



    Fazit:

    Durch die dunkle, mystische aber wunderschöne Atmosphäre wird ein starker Sog ausgebildet, sodass wir in der Strömung dieses einfühlsamen Abenteuers ins wundervolle Indigo mitgerissen werden. Ein Abenteuer für alte und junge Leser, für Mädchen und Jungen, der Lust auf mehr macht.

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