Bücher mit dem Tag "mechanik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "mechanik" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches Die Feenjägerin (ISBN: 9783453316096)
    Elizabeth May

    Die Feenjägerin

     (162)
    Aktuelle Rezension von: mirimann
    Nach ein paar Worten zur Einführung geht es auch schon direkt los. Man wird förmlich in ein Abenteuer geworfen, aus dem man sich so schnell nicht mehr lösen kann. 

    Aber zuvor lernt man die starke Protagonistin Aileana kennen und erhält einen Einblick in das Empfinden einer Feenjägerin und die dazu gehörigen Gründe, warum sie so ist, wie sie ist. Nämlich eine eiskalte Feenkillerin. 

    Ein Jahr zuvor wurde sie nämlich Zeugin, wie ihre Mutter von einer Fee getötet wurde. Und nicht von irgend einer sondern von einer Baobhan Síth. (Das System, dass es verschiedene Arten von Feen in diesem Buch gibt hat mir sehr gefallen und trägt auch viel Gutes zum Buch bei.) Man selbst erfährt schon sehr früh von Aileanas Wut auf die Feen und kann diese auch nachvollziehen. Doch nach außen hin probiert sie die perfekte Dame zu sein, doch als Leser bemerkt man die Wahrheit: Im Inneren ist sie ein Killer, der alles auf Rache setzt.

    In den Anfängen lernt man auch Catherine, ihre beste Freundin kennen, ebenso wie später ihren Kindheitsfreund Gavin und Kiaran und Derrick, Feen die Aileana helfen, kennen. Alle Figuren werden liebevoll beschrieben und haben alle ihren eigenen Charakter.

    Was mir auch sehr gut gefallen hat sind die Kampfszenen, die fast die Hälfte der Buches bestimmen. Sie sind voller Action und Spannung. Außerdem gibt es Szenen, wo man sich "Erholen" kann -die dann aber keineswegs langweilig sind- nur um dann wieder von Action überrascht zu werden. 

    Insgesamt bietet dieses Buch eine große umfangreiche "3D- Geschichtswelt", die sich nicht zweidimensional anfühlt sondern auch Volumen besitzt. Und trotz der vielen Begriffe in der Feensprache behält man dank des Registers hinten einen guten Überblick. Außerdem besteht es aus einer perfekten Mischung aus Action und Historischem. 

    Fazit:

    Eine klare Kaufempfehlung für Jugendliche aber auch Erwachsene. 
    Darum vergebe ich 5 von 5 Sternen.
  2. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (472)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Papyrus

    Nachdem ich letztes Jahr die Neuverfilmung von Dune in den Kinos erschien und er mich nur begeistern konnte, schlich sich immer wieder der Gedanke, das Buch zu lesen in meinen Kopf. Durch so richtig durchringen konnte ich mich nicht. Die Seitenzahl und die etwas ältere Sprache haben mich abgeschreckt. Aber ein Hörbuch muss man ja nicht lesen und ich konnte nicht anders und habe mich rangewagt. Da das Hörbuch 27 Stunden dauert und die Sprecher eher langsam lesen, habe ich die Geschwindigkeit etwas erhöht und ab diesem Zeitpunkt hatte ich wirklich viel Spaß beim Zuhören. Allerdings kann ich nicht empfehlen, etwas Aufwändiges nebenher zu machen. Da in wenigen Sätzen viel Inhalt steckt und man immer auf die Formulierung achten sollte, da sich darin extrem viel Inhalt versteckt. Der Schreibstil war auch nicht so „alt“ wie angenommen, das liegt an der Neuübersetzung, die die Texte etwas modernisiert hat. Trotzdem behält der Schreibstil seine Komplexität. Wobei ich mittlerweile sagen muss, dass mich die erste Übersetzung von Wulf H. Bergner reizt. Aber ob ich das mal lese, steht noch in den Sternen. Jetzt bin ich erstmal glücklich, dass ich das Hörbuch geschafft habe. Nicht das es mir nicht gefallen hat, ganz im Gegenteil. Ich fand es einfach grandios. Ein wahrer Epos, wie auch das Cover schön zitiert. Die Handlung ist spannend und hat einige von mir unerwartete Wendungen, es werden Intrigen gesponnen, Verrat begangen, Freundschaften geschlossen und ein großes Geheimnis entdeckt. Aber mich hat nicht nur die Handlung gefesselt, sondern in erster Linie die Charaktere. Alle sind vielschichtig und tief und interessant. Ihre Motive sind immer nachvollziehbar, egal auf welcher Seite sie stehen. Selbst die Nebencharaktere, die nicht besonders viel Zeit bekommen, fühlen sich wahrhaftig und echt an. Wirklich großartig. Zwar zieht es sich an manchen Stellen etwas, doch dann passiert wieder etwas, das meine gesamte Aufmerksamkeit fesselt.
    Was mich überrascht hat, ist das Ende. Nicht direkt der Ausgang, aber die Tatsache, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und man keinen weiteren Band braucht. Das empfinde ich als Positiv, zwar kann man weiterlesen, man ist aber nicht dazu gezwungen.
    Alles in allem bin ich begeistert und kann den Wüstenplaneten nur allen Science-Fiction und Fantasy-Fans, aber auch allen anderen Lesern empfehlen. 

    (Rezensionsexemplar)

  3. Cover des Buches Die Mechanik des Herzens (ISBN: 9783442747801)
    Mathias Malzieu

    Die Mechanik des Herzens

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Heidelperle

    Was soll ich sagen. Dieses Buch lässt gemischte Gefühle zurück. Im guten Sinn, denn schlecht fand ich es nicht. Aber es war skurril. Anders. Definitiv keine Mainstream-Romantik. Der Klappentext hat schon ganz recht, wenn er behauptet, dass dieses Buch dem Stil von Tim Burton nahe kommt.

    Wir begleiten Jack durch sein Leben mit einer Kuckucksuhr als Prothese für sein krankes Herz. Diese Prothese macht ihm so manches Mal Ärger, aber allem voran darf er sich auf keinen Fall verlieben, denn diesen Schmerz würde die Prothese nicht aushalten. Aber wie man es kennt, verliebt er sich natürlich trotzdem. Und zwar in eine kleine Sängerin, die überall gegen stößt.

    Der Schreibstil des Buches ist einer Erzählung ähnlich, ich hatte trotz der gewählten Ich-Perspektive einen gewissen Abstand zu den Figuren. So manches Mal kochten doch mehr Gefühle hoch, aber alles in allem beschreibt Malzieu eher, als dass er zeigt. Dieser Stil wird von vielen bei dem Buch bemängelt, ich fand ihn hier jedoch überhaupt nicht störend. Viel mehr hat er dafür gesorgt, dass ich nur so durch die Seiten fliege. Die eindringlichen und besonderen Beschreibungen, die der Autor verwendet, sind einzigartig wie Schneeflocken und so manches Mal auch etwas verwunderlich. Aber gerade diese ungewöhnlichen Beschreibungen sind das, was den Charme dieses Buches ausmacht, meiner Meinung nach. Sie malen Bilder in den Kopf, die nicht nur flüchtige Vögelchen sind, die schnell wieder davonfliegen sondern bleiben. Ich glaube, an dieses Buch werde ich mich ewig erinnern.

    Die Figuren hatten allesamt ihre Ecken und Kanten. Zwar war ich ihnen aufgrund des Erzählstils nicht so nah, dennoch hatten sie Tiefe und ich konnte sie meistens nachvollziehen, in ihren Handlungen und ihrem Denken.
    Jack ist ein ungeduldiger Junge, der keine Ahnung von der Liebe hat und sie trotz der Gefahr für sein Herz nicht aufgeben möchte.
    Miss Acacia, die kleine Sängerin, ist ein aufstrebender Stern am Flamencohimmel und so zierlich und zart wie ein kleines Vögelchen, was nicht zuletzt an Malzieus grandiosem Stil zu erzählen liegt.
    Jack findet ein paar Freunde, macht sich ein paar Feinde. An einer bestimmten Stelle war ich dann auch der Meinung, dass dieses Buch nicht unbedingt für Kinder geeignet ist, wer es kennt, weiß, welche Stelle ich meine. Wer es nicht kennt, wird wohl selbst herausfinden müssen, welche Stelle das ist.

    Beeindruckt hat mich vor allem das Ende. Achtung Spoiler: Wir haben hier kein Happy End. Das ist wahrscheinlich das, was mir am meisten an dem Buch gefallen hat, auch wenn es sehr traurig war. Doch ich habe ein faible für Bücher ohne glückliche Enden, weil sie so rar gesäht sind.

    Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch noch einmal lesen würde, aber es hat mich definitiv beeindruckt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Außerdem möchte ich mehr von diesem Autor lesen. Wenn seine anderen Bücher genauso gut sind wie dieses, kann ich mich auf was freuen.

  4. Cover des Buches Skylark - Der eiserne Wald (ISBN: 9783453268227)
    Meagan Spooner

    Skylark - Der eiserne Wald

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Eldfjadrur

    Ich habe dieses Buch aufgrund des Klappentextes und des somit erwarteten Inhalts zu lesen begonnen. Ich muss sagen, die Idee ist durchaus interessant. Der Schreibstil macht all das in meinem Augen aber leider wieder zunichte. Ich habe das Gefühl, einerseits in ständigen Wiederholungen von bereits Beschriebenem zu verweilen, während manche Dinge wiederum eher plötzlich und ohne rechte Einleitung genannt werden. 

    Ich bin derzeit etwa in der Mitte des Buches, konnte mich aber noch nicht zum Weiter- bzw. Zuendelesen überreden. Insofern kann ich zum Ende nichts sagen und leider auch derzeit keine Leseempfehlung aussprechen. 

  5. Cover des Buches Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt (ISBN: 9783958342415)
    Luzia Pfyl

    Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Steampunk ist ein Genre, das ich bisher noch nicht in größerem Umfang gelesen habe. Gerade Luzia Pfyl ist was dieses Genre anbelangt jedoch ein guter Gratmesser, denn sie ermöglicht es auch jenen, die bisher keinen Zugang zum Steampunk hatten damit auf Anhieb warm zu werden. Das liegt auch daran, dass die beiden Hauptprotagonisten Frost und Payn unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Frost, vormals von Madame Yueh als Kind von der Straße aufgelesen, will sich von den Dragons unabhängig machen und gründet ihre eigene Detektei. Problem ist jedoch, dass der Laden nicht recht in Schwung kommt und Madame Yueh scheint dieser Umstand keineswegs verborgen zu bleiben, denn sie bietet Frost ein lukratives Geschäft an. Bedrängt von der finanziellen Lage steigt Frost darauf ein, obwohl sie bei weitem kein gutes Gefühl hat, was sich schon sehr bald bewahrheitet. Hinzu kommt, das just in dem Moment Cecilia Payn vor ihrer Tür steht und nach ihrem verschwundenen Mann sucht. Kein Problem für Frost, immerhin sind es Einnahmen die sie dringend braucht. Allerdings hätte sie nicht damit gerechnet, was ihr dann wiederfährt als sie auf Herrn Payn trifft.




    Die Autorin schafft es hier geschickt zwei unabhängige Geschichten miteinander zu verbinden und somit zu einem großen Ganzen zu verweben. Die flotten Sprüche und die rasche Handlung lassen diesen ersten Band locker an einem Tag durchlesen. Zudem erfährt man die ersten Infos zu den beiden Hauptfiguren. Wobei ich sagen muss gegenwärtig ist Payn da mein Favorit.


    Der Anteil an Steampunk kommt aktuell noch nicht so ganz durch, wobei ich vermute, dass sich dies im 2. Band sicherlich ändern wird. Einen gewissen Ausblick darauf bietet gerade das letzte Kapitel mit seinem Schluss.


    Fazit: Ein rascher Steampunkroman, der sich gut weglesen lässt und den Leser, der neu in dieses Genre einsteigt nicht sofort mit zu viel gängigen Genreworten überhäuft. Dabei kommen die Figuren flott rüber und lassen so schon auf einigen Witz in den kommenden Büchern hoffen.

  6. Cover des Buches Die Seltsamen (ISBN: 9783257243314)
    Stefan Bachmann

    Die Seltsamen

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Vor langer Zeit schloss sich ein Portal zwischen der magischen und der uns bekannten Welt. Seitdem sind Elfen, Feen, Gnome und andere magische Wesen in unserer Welt gefangen und man versucht, sich miteinander und mit den Menschen zu arrangieren. Vor diesem Hintergrund spielt "Die Seltsamen", der erste Band einer Fantasyreihe. 

    Der junge Bartholomew und seine Schwester Hettie haben keine normale Kindheit, denn sie sind "Seltsame", Mischlingskinder von Feen- und Menscheneltern. Damit gehören sie zu keiner der beiden Welten, werden verachtet und oft genug verfolgt. Im Viktorianischen England verschwinden nun einige Mischlingskinder und nicht nur Bartholomew sucht die Übeltäter, sondern auch ds britische Parlament. 

    Da ich sowohl Fantasy als auch Steampunk liebe, war das Setting für mich definitiv genau das richtige. Mit viel Witz und originellen Ideen erdenk Stefan Bachmann eine Welt, in der mechanische Vögel herumfliegen, Grünhexen im Wald leben und vor allem viele Feenausgebeutet werden und  in Slums leben. Somit ist das Thema des Romans durchaus ein ernstes und ermöglicht auch einen Blick auf die Industrielle Revolution mit einem "was wäre, wenn es damals Feen gegeben hätte"-Szenario. 

    Kriminalroman meets Fantasy meets Dampfmaschine meets Jugendbuch - einordnen lässt sich dieses Buch nicht so leicht. Etwas mehr Tiefgang hätte den Charakteren noch gutgetan, aber auch so sind sie fantasievoll, sympatisch und man fiebert mit ihnen mit.

  7. Cover des Buches Atlantia (ISBN: 9783596198849)
    Ally Condie

    Atlantia

     (502)
    Aktuelle Rezension von: Sabine38

    Kurz gesagt geht es In dem Buch Atlantia darum, dass zwei Zwillingsschwestern getrennt werden in „oben“ und „unten“, woraufhin die eine versucht nach oben zu kommen. Und das ist auch schon die ganze Geschichte. Es gibt eine kleine kurze Liebesgeschichte am Rande, aber ansonsten ist es die dauerhafte Beschreibung, wie sie zwanghaft versucht nach oben zu kommen.

    Und das Ende -Achtung Spoiler- ist dann für mich wirklich ein Witz gewesen. Nachdem sie sich wieder gefunden hatten und „alles geregelt“ hatten. Geht die Schwester von unten wieder nach unten die Schwester von oben bleibt oben. Man könnte also sagen der ganze Prozess den man im Buch verfolgt war weitestgehend umsonst. Schade, leider nicht zu empfehlen.

  8. Cover des Buches Frost & Payne - Staub und Kohle (ISBN: 9783958342514)
    Luzia Pfyl

    Frost & Payne - Staub und Kohle

     (23)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch Staub und Kohle (Frost & Payne 4) von Luzia Pfyl, geht es um Lydia Frost und um Jackson Payne. Diese bekommen einen Auftrag von Jonah Neville, welcher Bibliothekar und Restaurator der King’s Library im Britischen Museum ist und sie anheuert etwas aus einem Buch zu finden. Natürlich nehmen Frost & Payne diesen Auftrag an und finden sich kurz danach in einem eingestürzten Haus wieder und entkommen zum Glück lebend daraus. Kurz danach werden beide von Inspektor John Flannagan verhaftet, weil sie angeblich jemanden umgebracht haben. Er möchte sie sofort ins Gefängnis nach London fahren, aber der Zug in dem sie fahren muss stoppen, weil ein umgekippter Baum auf den Gleisen liegt. Anschließend werden der Inspektor und der Schaffner von einem Scharfschützen umgebracht. Gleichzeitig geht es noch um David oder auch Nr. 23 genannt, welcher Gesellschaft bekommt und endlich mal nach draußen darf. Wer die Fragen lösen möchte, sollte die Geschichte lesen.

    Meine Meinung:
    Mir hat die Geschichte gut gefallen und der Titel der Geschichte hat gestimmt. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und die Geschichte war spannend. Ich bin neugierig, wie es mit Frost & Payne weiter geht. Und kann Scotland Yard oder Frost & Payne den Mörder, der mechanischen Kinder endlich finden und festnehmen, das macht mich weiterhin neugierig und deshalb freue ich mich schon auf den nächsten Band. 

    Fazit:
    Ein spannender 4 Band mit Action, Verfolgung und wieder mehr Eindrücken zu den mechanischen Kindern und ihrem Entführer.

  9. Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)
    Frank Herbert

    Der Herr des Wüstenplaneten

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Zweifellos hat der Autor eine unfassbar tiefe Welt, ein unfassbar tiefes Universum geschaffen, auf dessen breiten Schultern Paul Atreides, mit 12 Jahren zeitlichem Versatz, vom Thronfolger zum despotisch anmutenden Herrscher über zahllose Planeten und Völker geworden ist. Ein dafür ursächlicher, schier grenzenloser, von ihm initiierter Glaubenskrieg lässt seinen in Band 1 durchaus sympathische Charakter bröckeln. An vielen Stellen verleitet ihn seine Hellsicht zu Arroganz und Überheblichkeit. Seine Schwester Alia verhält sich da kaum anders.

    Die Geschichte an sich ist super, nur leider wird sie durch langwierige, metaphorisch verschachtelte und nicht eben flotte Gespräche, Dialoge und geistige Monologe vorangetrieben und weniger durch aktive Handlung. Das bessert sich in der zweiten Hälfte des Buches ein wenig, insgesamt fehlt aber aus meiner Sicht die Dynamik des ersten Bandes. Für mich sind an manchen Handlungen zu viele Falltüren und Schleifchen angebracht worden.

    Alles in allem ein gutes Buch, mit einigen sich ziehenden Passagen und Gesprächen. Wer tiefen Weltenbau mag und ausgefeilte Gespräche liebt, macht hier sicher nichts falsch.

  10. Cover des Buches Die Kinder des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319554)
    Frank Herbert

    Die Kinder des Wüstenplaneten

     (109)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Paul Atreides ist verschwunden, in die Wüste gegangen und hat sich somit seinem Schicksal entwunden, durch große Opfer zu einem neuen Gott zu wandeln. An seiner statt regiert nun seine Schwester Alia den Wüstenplaneten mit eiserner Hand und unter unheilvollem Einfluss. Das entgeht auch Pauls Zwillingsgeschwistern Ghanima und Leto nicht, die zwar das Wissen von Generationen in sich tragen, wegen ihres jungen Alters aber noch nicht als Regenten eingesetzt werden können…

    Mit seiner Sience Fiction-Reihe um den Wüstenplaneten Dune hat Frank Herbert einen Klassiker des Genres erschaffen, die aktuell in einer leicht angepassten Neuübersetzung erscheinen – aber inhaltlich natürlich keine wesentlichen Änderungen vollzogen wurden. Der dritte Band muss nun erstmals ohne Paul als dominante Hauptfigur im Fokus des Interesses auskommen und weitet die vielen verschiedenen Szenerien noch einmal deutlich aus – sehr deutlich. Neben einigen bekannten Baustellen werden auch neue Handlungsstränge aufgemacht, die oft parallel laufen und sich nur selten kreuzen, dazu gibt es einige Ausflüge zu Nebenschauplätzen, und das alles sorgsam erdacht, sodass wirklich jedem handelnden Charakter die Zeit gegeben wird, sich und seine Gedankenwelt vor dem Leser zu offenbaren. Klingt umfangreich? Ist es auch! Und das vielleicht schon zu detailverliebt, zu wuchtig in den Ausführungen, zu langsam in der Erzählweise. Die teils seitenlangen inneren Monologe drehen sich oft um die gleichen Gedankengänge, und so sehr wohl jeder von uns ein solches inneres Gedankenkarussell kennt: Das sorgt auch für einige langwierige Passagen. Davon abgesehen ist es auch gar nicht so einfach, alle Personen und Details parat zu haben, allein das Glossar umfasst unzählige Seiten, und nachschlagen musste ich darin des Öfteren.

    Warum „Die Kinder des Wüstenplaneten“ mir insgesamt dennoch gefallen hat? Das liegt vor allen an der ungemein atmosphärischen und dichten Erzählweise. Alles ist mit Sinn geschrieben und führt den Leser (wenn auch langsam) an sein Ziel, die Charaktere handeln aus nachvollziehbaren und glaubhaften Motiven, können mit ihrer Aura faszinieren. Zudem werden Gesellschaftsstruktur und viele weitere Details noch weiter aufgefächert und erlauben einen Blick auf das wuchtige, gelungene Konstrukt. Zudem gefällt mir der dystopische Ansatz mit einigen Parallelen zur heutigen Zeit sehr gut, ebenso wie die philosophische Herangehensweise an die vielen Themengebiete wieder sehr gelungen ist.

    Ein wenig mehr Tempo, mehr Handlung statt Statusbeschreibungen, eine Fokussierung auf die wesentlichen Schauplätze hätte dem Roman sicherlich zu mehr Spannung verholfen. Andererseits wäre dann auch der sehr intensive Blick auf die Vorgänge verwehrt geblieben, wäre die Welt von Dune etwas blasser geblieben, wären die Charaktere nicht so intensiv geraten. So richtig konnte mich der Roman zwar nicht fesseln, als Teil des Epos gehört er aber natürlich dennoch zum Zyklus und bringt wichtige neue Elemente mit ein.

  11. Cover des Buches Cox (ISBN: 9783596522064)
    Christoph Ransmayr

    Cox

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Emili

                                                                                         

    Nun bin ich dazu gekommen, mir mein eigenes Bild von dem gelobten Autor zu machen.

    Mir hat es gefallen. 

    Christoph Ramsmayr könnte man als Künstler bezeichnen. Seine Sprache ist das, was den Roman ausmacht, finde ich. Natürlich auch die philosophischen Fragen, die er mit der Geschichte aufwirft. Doch die Sprache ist das wichtigste Element, finde ich. Er erzählt sehr bildhaft, fließend, teils poetisch, teils sanft, teils voller Energie.

    Die Geschichte erinnert an einen harmonischen Fluss. Die floss in mich hinein. Auf wenigen Seiten teilt der Autor recht viel mit: die Erhabenheit und Macht des chinesischen Kaisers Quianlong über sein Volk, ja sogar über die Welt, die Grausamkeit mancher Regelungen, die in dem Staat herrschen, die Traurigkeit des Verlustes, die Neugierde am Erschaffen neuer Dinge und noch vieles mehr. Farbenprächtig und märchenhaft.

    Der geschichtliche Rahmen zu dieser Geschichte hat mir gut gefallen, und wie so oft bei mir der Fall ist, hätte ich diesen Roman lieber ausführlicher gelesen.  

                            

  12. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.267)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Walter Faber, ein Ingenieur mit einem strengen rationalistischen Weltbild, berichtet über die Ereignisse seines Lebens. Durch eine Liebesgeschichte wird er dazu gezwungen, dieses Weltbild zu hinterfragen und setzt sich dabei mit entscheidenden Grundfragen der menschlichen Existenz auseinander.

    Es ist spannend, die Entwicklung von Walter Faber zu beobachten. Bevor ich diese Faszination jedoch aufbrachte, musste ich mich zuerst durch das erste Viertel des Buches schlagen, das meiner Meinung nach wirklich zäh war. Dann wiederum, wenn ich mir darüber bewusst werden, dass es ein Bericht von Walter Faber ist, kann ich nichts dagegen einwenden, da diese oft unnötigen und detaillierten Beschreibungen einfach zu seiner Person dazugehören.

    Dieses Buch setzt sich sehr klar mit Gegensätzen wie Technik und Natur und Vernunft und Gefühl auseinander. In Walters Ausführungen erkennt man, wie sehr er sich auf Logik, Mathematik und Statistiken stützt. Und vor allem sieht man, wie er in seiner Rolle als Ingenieur aufgeht – jedoch bedeutet das gleichzeitig für ihn, dass er sich keine andere Rolle aneignen kann, weder als Vater noch als Ehepartner.

    Zwar sind diese Aspekte an sich überzeugend, aber doch etwas zu sehr ins Extrem gerückt; kein Mensch denkt nur rational. Und das ist vermutlich der Gedanke, der Walters Weltbild verrückt. Durch das Aufzeigen des einen Extrems, wollte der Autor vermutlich Walters Entwicklung verdeutlicht darstellen. Jedoch hat mich das während des Lesens immer wieder die Stirn runzeln lassen, denn Walter war für mich nicht authentisch genug. Auch die anderen Charaktere wie Elisabeth oder Hanna scheinen hauptsächlich nur als Verdeutlichung des Kontrasts zu dienen.

    Aber ich muss zugutehalten, dass es definitiv Spannung erzeugt hat. Ich habe als Leserin nur darauf gewartet, dass diese zwei Welten aufeinander krachen, dass irgendetwas Entscheidendes zugrunde geht. Schade nur, dass alles in einem Bericht festgehalten ist, der dramatische Ereignisse so pragmatisch wie nur möglich schildert. Andererseits ist das vermutlich genau der Sinn davon.

    Den Schreibstil fand ich trotzdem angenehm zu lesen. Zwar merkt man, dass das Buch nicht in diesem Jahrhundert geschrieben wurde, aber ich kam trotz einiger Wörter, die ich nicht kannte, gut durch die Seiten.

    Der gesamte Bericht ist ein Rechtfertigungsversuch, eine erhoffte Antwort auf die Schuldfrage, der zeigt, dass Walter Faber vielleicht doch nicht so rational ist, wie er vorzugeben scheint. Denn nicht nur die Identität des Menschen, sondern auch die Schuldfrage zu einem bestimmten Ereignis stehen in diesem Buch im Vordergrund. Das sind wichtige und interessante Themen, die beim oberflächlichen Lesen irgendwie nicht wirklich zur Geltung kommen.

    Ich habe dieses Buch für die Schule gelesen. Und ich bin mir unsicher, ob ich ohne Recherche all die dahinterliegende Bedeutung von Fabers Entwicklung verstanden hätte. Aber mit Recherche liefert das Buch definitiv Diskussionsstoff für die Frage, was die Identität des modernen Menschen ausmacht.

    Fazit
    Das Buch setzt sich mit dem Gegensatz von Technik und Natur auseinander und hinterfragt das rationalistische Weltbild Walter Fabers. Der Anfang ist zwar etwas zäh, aber danach bin ich flüssig durch die Seiten gekommen. Aufgrund dessen, dass die gesamte Geschichte in einem Bericht geschildert wird, kommt nur selten Spannung auf. Aber trotzdem ist es ein Buch, das einen über die Identität des modernen Menschen nachdenken lässt.

  13. Cover des Buches Der mechanische Prinz (ISBN: 9783492265591)
    Andreas Steinhöfel

    Der mechanische Prinz

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Max hat kein schönes Zuhause und keine richtigen Freunde und bezeichnet sich deshalb als traurigstes Kind der Welt. Sein Hobby ist es U- und S-Bahn zu fahren. Eines morgens bekommt er an der U-Bahn Haltestelle von einem einarmigen Penner ein goldenes Ticket. Zuerst weiß er nichts damit anzufangen, aber schon bald ist er mitten auf einer Reise zu sich selbst. Im Reich des mechanischen Prinzen lauern viele Freunde und Feinde. Ein spannendes, nachdenkliches und ganz besonderes Buch mit vielen wunderbaren phantastischen Elementen.

  14. Cover des Buches Die Entdeckung des Hugo Cabret (ISBN: 9783570221181)
    Brian Selznick

    Die Entdeckung des Hugo Cabret

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Memories_of_Books

    Klappentext:

    Eine mitreißende Geschichte von Geheimnissen, großen Träumen, Freundschaften und besonderen Talenten.Hugo Cabret, seines Zeichens Waisenjunge, Dieb und Wächter der Uhren, lebt verborgen in den Gemäuern des Pariser Bahnhofs. Niemand weiß von ihm, dem Jungen, der alles im Blick behält und sich doch allen Blicken entzieht. Bis ein kühnes Mädchen und ihr bärbeißiger Großvater auf ihn aufmerksam werden. Schlagartig ist in Gefahr, was Hugo so sorgsam hütet: seine geheime Existenz – und damit die rätselhafte Zeichnung, das liebevoll aufbewahrte Notizbuch und der mechanische Mann. Jene Dinge, die den Weg zu seinem wohl gehüteten faszinierenden Geheimnis weisen …

    Inhalt:

    Der Waisenjunge Hugo Cabret, lebt verborgen in den Gemäuern des Parisers Bahnhofs. Sein Vater ist vor seinem tot Uhrmacher gewesen, und seit dem tot seinen Vaters arbeite Hugo heimlich und unentdeckt im Bahnhof, und sorgt dafür das die Uhren dort niemals zum stillstand kommen.Hugo findet eines Tages in dem Museum in dem seit Vater gearbeitet hatte, einen Automaten, einen Automaten in Form eines menschlichen Torsos, dieser eine Feder in seiner Hand hielt, nun dachte Hugo das dieser Automat eine Nachricht für ihn von seinem Vater bereithält, und für Hugo war klar ihn reparieren zu müssen. Hugo machte sich nun im Bahnhof auf die suche nach verschieden Teilen ( Zahnrädern, federn, usw.) , und er wird bei einen Spielzeugmacher im Bahnhof fündig,da er kein Geld hat, beschloss er sich die Sachen heimlich in seine Taschen zu stecken, aber dabei wurde er erwischt. Wie die kleine spannende und sehr schöne Geschichte weiter geht, müsst ihr nun selbst lesen.

    Meine Meinung:

    Es ist ein sehr visuelles Buch, es besteht aus sehr vielen wunderschönen Illustrationen, die perfekt zu der Handlung passen, und sie teilweise auch weiter erzählen. Der Text ist sehr einfach gehalten und man schafft es sehr leicht das Buch in nur einem Schwung durchzulesen. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie so ein besonderes Buch in den Händen gehabt, es ist einfach komplett anders aufgebaut wie andere.

    Fazit:

    Das Buch ist für alle die, die Paris in den 30 Jahren mögen, die sich für eine sehr schöne kleine historische Geschichte interessieren, und einfach in eine kleine andere Welt eintauchen möchten.

  15. Cover des Buches Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453320444)
    Frank Herbert

    Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Miabioka

    Der Wüstenplanet Band 4

    (Neuauflage)


    ❄Story:


    Nach dreieinhalb tausend Jahren hat sich Arrakis verändert. Grün und fruchtbar ist das frührer Land nun durch technischen Fortschritt.


    Aber nicht jedes Fleckchen ist grün. Die Wüste Sareer, gut versteckt und außer Sichtweite für andere Augen.


    Dort lebt und gedeiht Leto II. selbst zu einer neuen Spezies, da er sich einer Symbiose mit einem Shai-Hulud unterzieht. Aber nicht um den Menschen dadurch zu helfen, die Unterwerfung aller ist sein Ziel.


    Doch es wird Widerstand geben, denn nicht jeder lässt sich unterwerfen und stellt sich ihm in den Weg.


    ❄Meinung:


    Eigentlich bin ich schon immer ein heimlicher Fan der Wüstenplanet Reihe gewesen. Auch wenn es nun schon einige Zeit zurück liegt. 


    Die Neuauflage hat mich dazu verleitet, nochmals intensiv alle Bände zu suchten.


    Denn wer "Dune" der Wüstenplanet noch nie gelesen hat, weiss spätestens nach dem Kinofilm, wie bildgewaltig und umfangreich diese Reihe sein kann.


    Obwohl für mich der vierte Band eigentlich der schwächste von allen ist. Nichtsdestotrotz hat Frank Herbert in all seinen Büchern gezeigt das er imposante Stories erzählen kann und diese auch gefühlt irgendwie lebt hat.


    Es ist die besondere Faszination an Sciencefiction mit vielen Elementen, wobei mir die Aspekte der Soziologie und Philosophie des Gottkaiser einfach zu viel war und mich ein wenig zum Augen rollen verleitete hat.


    Trotzdem bleibt es atemberaubend was für eine Welt hier erschaffen wurde, der meiner Meinung irgendwie in der heutigen Zeit viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. 


    Für mich gehört die Dune Reihe zu einer der großen Werke, die von noch mehr Leuten gelesen werden sollte.

  16. Cover des Buches Der Herr der Unruhe (ISBN: 9783404155620)
    Ralf Isau

    Der Herr der Unruhe

     (68)
    Aktuelle Rezension von: reader_musiclover

    Das Buch ist eine Mischung aus verschiedenen Genres, weswegen ich es schon sehr mochte. Ralf Isau zeigt mir immer wieder was ein gutes Buch ausmachen sollte. Ich wurde von der Geschichte sehr mitgerissen und finde die Fantasie des Autors immer wieder erstaunlich. Außerdem gefällt es mir, das es einige Anhalthaltspunkte in der realen Vergangenheit gibt, sodass man es sich noch besser vorstellen kann. Ich mochte das Buch und die Geschichte wirklich sehr und kann es nur weiterempfehlen.

  17. Cover des Buches Frequenz (ISBN: 9783499271588)
    Lincoln Child

    Frequenz

     (14)
    Aktuelle Rezension von: SA-M-T
    Jeremy Logan bezeichnet sich selbst als Enigmatologe, andere nennen ihn geringschätzig Geisterjäger. Dabei macht Logan nichts anderes als unerklärlichen Phänomenen wissenschaftlich nachzugehen. Eines Tages wird er von einem ihm durchaus bekannten Forschungsinstitut mit Namen LUX gerufen. Er selbst war dort einige Zeit beschäftigt. Diesmal ist sein Besuch jedoch anders gewichtet - er soll den überaus seltsamen Selbstmord eines Mitarbeiters aufklären. Der Weg führt ihn durch das architektonisch interessante alte Institutsgebäude, wo er in einem stillgelegten Trakt eine verstörende Entdeckung macht. Bald schon ist klar, dass der Tote dieselbe Entdeckung gemacht haben dürfte und dass sein Tod in unmittelbarem Zusammenhang steht. Als kurz darauf weitere Menschen zu Schaden kommen, wird die Sache für die ganze Einrichtung zur Gefahr. Lincoln Childs neuer Roman ist wissenschaftlich sehr spannend aufgebaut und durchwegs spannend zu lesen. Die Geschichte ist zudem glaubwürdig und dicht, sodass man sich am Ende schon die Frage stellt, ob es das nicht auch im realen Leben geben könnte.  
  18. Cover des Buches Clockwork Spiders (ISBN: 9783800056637)
    Corina Bomann

    Clockwork Spiders

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Taesel


    Wow. Clockwork Spiders war mein erstes Buch in diese Richtung und hat leider sehr lange auf meinem SuB Platz gefunden. Glücklicherweise habe ich mich dazu aufgerafft, das Buch mal in die Hand zu nehmen - und ich habe es nicht bereut. Ein totales Highlight für mich! Die Protagonistin Violet ist ein starkes, eigensinniges Mädchen und total sympathisch, genauso wie ihr Butler. Alle Charaktere sind sehr gut aufgebaut und vor allem Black hat mir sehr gut gefallen, da man ja nicht wusste, ob man ihm nun vertrauen kann oder eben nicht, was sich bis zum letzten Teil des Buches gezogen hat. Auch ein paar plot twists gab es hier; manche offensichtlich, manche nicht so offensichtlich. Das Buch ist sehr schön abgerundet und verdient meiner Meinung nach 5/5 Sterne.




  19. Cover des Buches Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte (ISBN: 9783945045091)
    Markus Cremer

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte

     (10)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    Als Kinder waren Archibald Leach uns Sarah Goldberg miteinander befreundet. Die Leach' waren eine der wenigen Familien, welche die jüdischen, etwas verschrobenen Goldbergs akzeptiert haben. Dann verschwanden die Leach und sechzehn Jahre hörte Sarah nichts mehr von ihnen. Bis Archibald Leach plötzlich vor ihrer Tür steht und sie um Mithilfe bei einigen Nachforschungen bittet. Die junge Frau hat mittlerweile die Werkstatt ihres Vaters übernommen. Sie hat sein handwerkliches Geschick geerbt und kann an mechanischen Geräten fast Wunder wirken.

    Sarah ist eine unabhängige, resolute und sehr emanzipierte Frau, die es schwer hat, in der bigotten, englischen Gesellschaft Fuß zu fassen. Nur zu gerne unterstützt sie ihren ehemaligen Freund aus der Jugend bei seinen Nachforschungen und begleitet ihn auf seinen Reisen.

    Ihr erstes Ziel ist dieses Mal Dartmoor. Dort wurde eine Leiche gefunden, auf deren Rücken der Name Archibald Leach eingeritzt ist. Die Leiche befindet sich in einer sehr merkwürdigen Verfassung, einer Mutation zwischen Mensch und Wolf. Es handelt sich aber nicht um einen Werwolf. Der Tote ist ein verschwundener Wächter des berüchtigten Zuchthauses Dartmor, der vor einigen Tagen noch lebend gesehen wurde. Wie also kann es sein, dass dieser Mann wenige Tage später als Mischwesen in einem Wald auftaucht und Reisende überfällt?

    Sarah und Archibald begeben sich nach Dartmor und dies ist der Beginn einer unglaublichen Ermittlung, welche die beiden Freunde rund um den Globus führt. Der Marquis Lazare Ogier de Mortematre, ein Erzschurke, möchte nichts anderes, als die Weltherrschaft an sich reißen. In Dartmor beginnt er mit seinen grausamen Experimenten an Menschen und der Tote diente lediglich als Lockvogel für Archibald Leach. Mortemarte möchte dem jungen Mann seinen "horriblen Unschärfekompass des relativen Bösen" entwenden. Mit diesem Kompass kann man die Aetherkraft von toten Wesen sammeln und beeinflussen und gewinnt unermessliche Macht.

    Mortemarte entkommt mit dem Kompass und hinterlässt einen Berg von Leichen und mutierten Wesen, so dass es Archibald Leach und Sarah Goldberg nicht schwer fällt seiner Spur zu folgen. Sie müssen verhindern, dass der Marquis die uralten und mächtigsten Wesen der Welt tötet und deren Aetherkraft sammelt, denn mit jedem toten Wesen wird seine Macht größer.

    Kommentar:

    Wo beginnen? Die Verlegerin ist an mich herangetreten und fragte, ob ich nicht eines der Bücher aus dem Verlagsprogramm rezensieren möchte. Ich habe mich für Archibald Leach entschieden, weil ich das Cover sehr interessant und ansprechend fand und Steampunk mag. Und mit dieser Wahl habe ich ein Buch herausgesucht, dass eines meiner Highligts 2018 ist. Nun haben Books & Braun starke Konkurrenz bekommen denn Leach und Goldberg stehen dem anderen Duo in nichts nach.

    Die Geschichte verfügt genau über die Art Humor, den ich mag. Schräg, beißend, böse und unterhaltsam. Hier ein Zitat von Seite 154:

    " Diese Agentin von B.O.O.K ist eine klasse Frau, nicht wahr?", schwärmte Archibald Leach.

    "Sie hat ein Holzbein", erwiderte Sarah.

    "Das zeigt ihren besonderen Einsatzeifer."

    "Sie hat Läuse!"

    "Trotzdem hat sie sich nicht einmal gekratzt! Dies nenne ich Selbstbeherrschung."

    Die Dialoge der beiden sind herrlich amüsant, stets mit einer kleinen Frotzelei. Sarahs Gedanken, die in kursiv gedruckt sind, tragen ihr übriges dazu bei, dass der Leser aus dem schmunzeln gar nicht mehr heraus kommt.

    Archibalds Vergangenheit bleibt im Dunkeln. Im Laufe des Romans erfährt immer wieder kleine Einzelheiten aus den sechzehn Jahren und häppchenweise bildet sich ein Gesamtbild.  Während Archibald verschwunden war, musste Sarah sich in das Leben der englischen Gesellschaft einfügen. Das gelang ihr nicht besonders gut. Hier ein Zitat, welches ihre Situation sehr gut beschreibt:

    "Es gibt Zeiten, in denen man über seinen Schatten springen muss. Jahrelang habe ich mich bemüht, mich den strengen Maßstäben der britischen Oberschicht anzupassen. Das Korsett der gesellschaftlichen Normen schnürte mir nicht nur im übertragenen Sinn die Luft ab"

    Diese Zitat stammt aus einem Vorwort der burschikosen Frau. Diese Vorworte von Sarah Goldberg sind das Salz in der Suppe dieses Romans und geben einen Einblick in das Wesen der symphytischen und resoluten Frau. Sie ist eine Frau der Tat, die es versteht, mit Waffen umzugehen, während Archibald Leach eher der Träumer und Phantast ist und die Realität oft etwas aus dem Auge verliert. In einer Geschichte voller Schauer, Mystik, Magie, Voodoo und Geister ist es nötig, eine Partnerin zu haben, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht.  In den Jahren seiner Abwesenheit muss Archibald Leach sehr viel auf Reisen gewesen sein, denn bei ihrer Suche nach dem Marquis bekommt das ungleiche Paar Hilfe von sehr merkwürdigen Verbündeten aus aller Welt. Seien es Piraten, Schurken oder legändere Abenteurer, die auch dem Leser aus anderen Geschichten bekannt sind. Irre, was sich Markus Cremer da ausgedacht hat, da blieb mir vor Staunen fast der Mund offen stehen.  

    Die Verfolgungsjagd führt Leach und Goldberg von London zu den Teufelsinseln, weiter nach New Orleans, in die Karibik und nach Afrika, bis sie in Indien endet. Eine atemberaubende Reise in Zeppelinen, Schiffen, zu Pferd oder auf Kamelen. Immer wieder durchsetzt mit dem charmanten Wortwitz von Sarah Goldberg.

    Der Autor verfügt über bildgewaltige Sprache, er meidet Wiederholungen und schafft es, den Leser auf 581 in Staunen zu versetzen. Immer wenn man meint, dass eine Idee nicht mehr zu toppen ist, kommt er mit dem nächsten außergewöhnlichen Einfall daher. Es wirkt aber nichts abstrus und unglaubhaft, sondern Markus Cremer verfügt über eine Überzeugungskraft und ein Erzähltalent, dass den Leser mitreißt.

    Wie gesagt, ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen. Dies ist keine Werbung, sondern einfach meine Meinung über ein Buch, das mich absolut begeistert hat. Ich kann durchaus auch kritische Rezensionen schreiben, das war hier aber nicht nötig. Im Gegenteil, ich denke, die Rezension kann diesem außergewöhnlichen Roman nicht gerecht werden. Sarah Goldberg ist die Amalie Peabodey des Steampunk und wer die Bände Books&Brwon mochte, wird dieses Buch einfach lieben.

    Eine absolute Leseempfehlung!

  20. Cover des Buches Steam Noir: Das Kupferherz 1 (ISBN: 9783942649278)
    Benjamin Schreuder

    Steam Noir: Das Kupferherz 1

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Comic ist in einem leicht düsteren Steampunk Stil mit deutschem Flair gezeichnet.
    Der erste Band nimmt uns direkt ins Geschehen mit. Denn der Orden sucht etwas ganz ebstimmtes udn macht unseren Protagonisten für das verschwinden verantwortlich. Das Kupferherz. Im Laufe erfahren wir zwar um was es sich handelt, jedoch nicht wodurch der so große Wert besteht.
    Im Comic gibt es verschiedene Mordszenen die kreativ gestaltet sind so wie die Charaktere.

    Im Großen und Ganzen ein spannender Erster band

  21. Cover des Buches Epicordia (ISBN: 9783492268639)
    Thilo Corzilius

    Epicordia

     (30)
    Aktuelle Rezension von: eulenmama
    die geschichte um lara und ihre freunde geht weiter.
    diesmal gehts in die unterwelt epicordia. heimat der mondmenschen. diese vertragen kein sonnenlicht . von den menschen von ravinia halten sie nicht viel. nun brauchen sie doch die hilfe von lara, tom, den rabenlord....
    da mechanische gottesanbeterinnen in einen tunnel epicordias aufgetaucht sind,gegen die sie sich nicht erwehren können.
    auch die liebe kommt nicht zu kurz.
    genau wie ravinia gut und fesselnd geschrieben. der autor hat ja noch material für mehrere teile. würde mich freuen wenn die geschichte weitergeht.
  22. Cover des Buches Clockwork Princess (Infernal Devices) (ISBN: 9781481456036)
    Cassandra Clare

    Clockwork Princess (Infernal Devices)

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Dies ist der letzte Teil der Reihe und Mortmain hat die Shadowhunter ausgetrickst, deswegen müssen sie nun gegen ihn in den Kampf ziehen, um sich und das Institut zu retten.


    Der Abschluss der Reihe ist einfach nur episch und voller Gefühle. Er ist sogar noch besser als die Teile davor und ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert. Nicht nur der Kampf gegen Mortmain ist voller Action und Spannung und reißt einen mit, sondern auch die Romanze der drei Protagonisten ist der Wahnsinn. Dabei sind so viele Emotionen aufgekommen und besonders um die bekannten Charaktere habe ich gefiebert, da man sich im Laufe der Reihe so gut kennenlernt, dass man hofft ihnen würde nichts passieren. Und das Ende wird in dieser Hinsicht sehr spannend. 

    Die Reihe hat einfach alles, was ein gutes Buch braucht: Romantik, Emotionen, Spannung und tolle Charaktere und die Atmosphäre der Epoche ist das noch das I-Tüpfelchen. Dadurch wirkt alles noch epischer und man lernt nebenbei noch viel über literarische Klassiker. Eine wahnsinnig tolle Reihe!

  23. Cover des Buches Das taube Herz (ISBN: 9783813503791)
    Urs Richle

    Das taube Herz

     (6)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Kurzinhalt

    Mir fällt es wirklich schwer etwas über die Handlung zu sagen, ohne alles schon vorweg zu nehmen.

    Ich finde selbst der Klappentext (vor allem an der Innenseite) erzählt einem fast zu viel.

    Deshalb möchte ich nur dazu sagen, dass es um Jean-Louis, einem aufstrebenden Schweizer Uhrenmacher  des 18.Jh. geht.

    Doch auch sein Genie stößt an seinen Grenzen, als er den Auftrag erhält einen Automaten zu bauen, der Technik und Mensch vereint und dafür die Hilfe der außergewöhnlichen Ana de la Tour benötigt.

     

    Fazit

    Ich habe dieses Buch praktisch blind gekauft, weil mich eigentlich an diesem Buch alles angesprochen hat. Ich fand den Titel interessant, unterstrichen von dem Cover und der Klappentext.

    Irgendwie hatte ich gehofft, dass dieses Buch ein wenig so wie der „Nachtzirkus“ werden könnte – das ist leider nicht der Fall.

    Zwar ist dieses Buch „erwachsen“ und tiefgründig (also eher nichts für Jugendliche), aber es konnte mich nicht fesseln.

    Allein schon die Sprache – sie ist nicht wirklich alt, aber auch nicht gerade leicht zu lesen. Ich fand es sogar ziemlich anstrengend.

    Außerdem fand ich viele Szenen sehr ziehend. Das liegt daran, das wirklich sehr viele Beschreibungen und Passagen sich auf die Mechanik im Allgemeinen und die von Uhrenwerken bezieht.

    Ich mag die Physik, aber das war mir einfach zu viel, es interessiert mich auch einfach nicht wie eine Spieluhr funktioniert, solange sie es eben tut.

    Wirklich interessant und gerne gelesen habe ich eigentlich nur die Kapitel, die sich um Ana und damit um das psychologische und zwischenmenschliche drehen.

    Deshalb fällt es mir schwer dieses Buch zu bewerten, weil es wohl schlichtweg nicht meine Thematik ist und ich mich stückweit fast ein wenig durch quälen musste, es an anderer Stelle aber gar nicht schlecht fand.

    Dieses Buch ist also für alle, die tiefgründige und ruhige Geschichten mögen und ein großes Interesse an der Mechanik haben.

    Und zu diesen Menschen zähle ich leider nicht.

  24. Cover des Buches Riveted (ISBN: 9780425255056)
    Meljean Brook

    Riveted

     (3)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaLeu

    „Perhaps a royal troll.“

    Dies Rezi wird nur halb so lang. Denn wenn es wirklich nichts zu maulen gibt, dann gibt es nichts zu maulen.

    Darf ich vorstellen: Annika Fridasdottir. Und ja, ich habe das Buch lesen wollen WEIL sie Annika heißt. Ich werde gar nichts zu ihr sagen, die Mechanikerin mit Hang zu selbstgenähter knallbunter Kleidung kann hervorragend bold für sich selbst sprechen: "I want to love someone (...). Man or woman, I don't care."
    Häufigster Satz in diesem Buch: "Are you alright?" meistens aus dem Mund von David. Dem Vulkanologen der seit 20Jahren versucht einen Schwur zu erfüllen. Er hat Beinprothesen, einen Arm aus Stahl und Linsen in verschiedenen Stufen statt einem Auge.

    Diese Serie ist so was von zu Unrecht aus dem Programm von LYX genommen worden. Weshalb ich mich dazu entschloß, sie irgendwann mal auf Englisch nachzuholen. Und der Eindruck der ersten Seiten hat mich schlicht umgeworfen. Ich dachte nur: Ok, Key, es ist Englisch, das schaffste! Dann sprach die Wache am Hafen Spanisch. Ok, krieg ich hin, hatte ich in der 11. Klasse. Dann antwortete Annika auf Französisch: Key, oui das geht an die Schmerzgrenze hatte ich in der 7.Klasse! Und dann! Dann kam Norwegisch und ich hab die Lektüre unterbrochen. Das war zuviel für mein Hirn. Dafür hab' ich interessante neue Wörter kennen gelernt, zB: "akimbo" und besonders schön auch der Name: "Källa".

    Danach ging es jedoch zügig weiter. Der Iron Duke sowie Mina, oder die Piratenschiffkapitänin und Archimedes Fox aus Band 1 und 2 tauchten leider nicht auf. Auch die Horde in Europa/Asien hält sich bedeckt. Die Zombies werden erwähnt, aber um die geht es diesmal ja auch nicht. Diese Geschichte ist einfach nur in demselben Steampunk-Szenario angesiedelt. In Band 4 geht es aber mit Zenobia Fox und Ariq weiter.
    Hervorheben möchte ich den Walfisch Jonah sowie die Bindung zu Brunhild und Siegfried und die Schildmaiden.
    Negativ ist mir die Defloration im Gedächtnis geblieben, aber die sind so gut wie nie mein Fall. An sexuellen Szenen mangelt es bei Brooks jedenfalls nicht.

    Fazit:

    Diesem Pärchen kaufe ich es sowas von ab, dass sie sich nach dem großen BAMS in Sachen Liebe sehnen. Sie haben viel zu erzählen und haben ihre humorvollen Momente, sind aber alle beide schüchtern und doch sehr zäh. Der Antagonist war gruselig, die Nebenfiguren ließen mich staunen. Gegen Ende gab's einen 'Klatsch' den ich so nicht vorhergesehen habe aber bei dem ich laut: "STRIKE!" rufen musste.

    Urteil: "With a fishhook smile"

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks