Bücher mit dem Tag "massentierhaltung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "massentierhaltung" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (531)
    Aktuelle Rezension von: RadikaleResignation

    Ich habe vor Jahren den Film "Feed the World" gesehen. Danach meine Essgewohnheiten dramatisch umgestellt und die Verstrickungen ganz anders bemessen. Dann habe ich dieses Buch gelesen. Und wenn jeder einzelne nur einmal am Tag in diesem Buch blättern würde, wäre die Welt eine bessere. Ich habe seither auf Fleisch verzichtet. Und ich war vorher überzeugt: Nie und nimmer kriegt mich jemand so weit. Sag niemals nie;-)

  2. Cover des Buches Panthersommernächte (ISBN: 9783785577691)
    Bettina Belitz

    Panthersommernächte

     (43)
    Aktuelle Rezension von: JustAli

    Panther sind generell meine Lieblingstiere. Und ich fand das echt schön erzählt, aber auch ein bisschen traurig, dass sich ein wilder Panther wie ein Haustier benimmt. Das Ende relativ unerwartet, ich dachte echt, dass Lionel Spirit erschossen hätte...

  3. Cover des Buches Der Himmel über den Menschen (ISBN: 9783741273759)
    Thomas Imre

    Der Himmel über den Menschen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Die Grundidee des Buches macht neugierig und anhand des Klappentextes wird ein spannender, vielleicht etwas philosophischer SF-Roman versprochen. Leider hat mir die Umsetzung der Geschichte nicht gefallen. Dabei sind es nicht einmal die technischen Belange, die stören. Sie passen gut zur Thematik und kommen mir teilweise sogar etwas zu kurz. Was mich an DER HIMMEL ÜBER DEN MENSCHEN stört, ist die oberflächliche Schreibweise. Dadurch kann ich weder Bezug zu den Personen, noch zur Handlung aufbauen. Die Geschichte wird erzählt, so als ob sie mir direkt gegenüber sitzt, ein alter Mann, der seine Autobiografie erzählt. Aber es gelingt nicht eine Beziehung zum Erzähler aufzubauen. Alles geht viel zu schnell, unwichtige Nebenhandlungen lenken ab und das tatsächliche Problem gerät gerne und oft in Vergessenheit. Auch wirkt der Roman in anderen Dingen wie etwa Klimawandel, Umweltverschmutzung, sozialer Ungleichheit zu überfrachtet. Manchmal wirkt diese Vision wie ein Schreckenszenario, das auf uns zukommen könnte (mysteriöse Objekte hin oder her), aber dann wird alles wieder durch eine Fernsehshow aufgelockert und alles wirkt nicht mehr so schlimm. Und der Zusammenhang zur Haupthandlung ist nicht ersichtlich.
    Es scheint als ob der Autor seine Fantasie nicht in den Griff bekommen hat und viele Dinge in seinen Roman packen wollte. Leider geht dadurch auch vieles verloren, was diesen Roman vielleicht lesenswert machen würde, aber diese Überfrachtung an Themen und die dadurch resultierende oberflächliche Abhandlung, schadet mehr als dass sie nutzt. Weniger interessante Themen, die auch einen Bezug zur Story hätten, wären besser gewesen (aber ich merke selbst, dass ich mich wiederhole, nur um eines nicht schreiben zu müssen: DER HIMMEL ÜBER DEN MENSCHEN ist NICHT lesenswert).
    Manchmal wäre (viel) weniger mehr. Und auch am Schreibstil muss der Autor noch feilen. Mich hat das Buch in allen Aspekten nicht überzeugen können. Mir fehlte der Zugriff zu den Protagonisten und von allen Problemen der Welt waren das zu viele.
    Aber vielleicht lese ich auch zu wenig SF-Romane, um mich auch auf diesen einlassen zu können.

  4. Cover des Buches Wir sind das Klima! (ISBN: 9783462053210)
    Jonathan Safran Foer

    Wir sind das Klima!

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Leseabenteuer

    Von dem Buch hatte ich mir viel erhofft, würde jedoch enttäuscht. 

    Der Autor bezieht sich hier sehr nur auf Amerika und den hohen Fleischkonsum. Dieses kam dann gefühlt auf jeder 2.Seite zur Sprache und hat sich ständig wiederholt. 

    Wirklich etwas neues habe ich leider nicht erfahren. Schade! 

  5. Cover des Buches Wieso? Weshalb? Vegan! (ISBN: 9783733502287)
    Hilal Sezgin

    Wieso? Weshalb? Vegan!

     (23)
    Aktuelle Rezension von: BookfantasyXY

    Dieses Sachbuch, das speziell für Jugendliche geschrieben wurde, behandelt das Thema Veganismus. Es werden Themen behandelt wie Tierrechte, Massentierhaltung, vegane Lebensweise und Tipps, wie man sich der veganen Lebensweise annähern kann, wenn man sich entscheiden sollte, weniger oder gar nicht mehr  Fleisch zu essen. Man kann entweder direkt zur VeganerIn werden, oder erst einmal seine Lebensgewohnheiten auf eine vegetarische umstellen, um dann später (vielleicht) Schritt für Schritt sich der veganen Lebensweise annähern. Lebensweise bezieht sich hier zunächst einmal auf die Ernährung zunächst. Später kann man sich den Bereichen Kosmetik, Hygiene und Kleidung widmen. Denn vegane Kleidung und Cremes, Duschgele und andere Produkte kann man mittlerweile in Drogerien und Supermärkten kaufen. Und es muss nicht immer teuer sein. Wichtig während des Umstellungsprozesses ist natürlich auch der Umgang mit seinem eigenen Umfeld, das sich von der veganen Lebensweise eher distanziert, es sei denn man hat Freunde und Freundinnen, die sich bereits vegan ernähren.

    Hilal Sezgin schrieb dieses  Sachbuch mit vielen Hintergrundinformationen und recherchierte einige Themen nach, die ihr selbst noch unbekannt waren. Sie sprach zum Beispiel mit einem australischen Tierrechtler, der sich intensiv mit Fischen, Fischzucht (z.B. Aquakulturen) und deren Entwicklung auseinandersetzt. Denn häufig wird unter Tierschützern über Tiere in Zoos, Zirkusse, in der Landwirtschaft und in den industriellen Laboren geredet. Den TierrechtlerInnen geht es um den Tierschutz und Tierrechte. Am Beispiel Fische erläutert Hilal Sezgin, dass diese in der Regel mehr im Hintergrund der Diskussionen stehen. Der Autorin geht es einerseits um die Aufklärung, warum es wichtig ist, dass zu viel Fleischkonsum für die Tiere, für die Menschen und für das Klima schädlich ist. Und andererseits gibt sie Diskussionshilfen für junge Menschen, die erst am Anfang ihres Prozesses stehen, wenn sie sich mit der veganen Lebensweise auseinander setzen (wollen). Im Anhang des Buches kann man anhand von Links, Videos und Fachtexten sich über das Buch hinaus informieren. Der Leserschaft wird somit viel Material gereicht, mit dem man sich auseinandersetzen kann, um auch den Recherchen der Autorin folgen zu können. Denn die Autorin war nicht von Geburt an Veganerin.

    Mir persönlich hat das Buch als ebenso geholfen, sich mit der veganen Lebensweise auseinander zu setzen, weil mir alle Aspekte noch nicht bewusst waren. Vor gut zwei Jahren habe ich für mich entschlossen, vegan zu leben, allerdings kann ich es noch nicht hundertprozentig umsetzen. Denn manches Mal muss man sich Kompromissen anschließen – für sich oder für die Tiere. Es ist ein langer Weg, aber man sollte nichts über das Knie brechen.
  6. Cover des Buches Die sechs magischen Steine (ISBN: 9783744800303)
    Daniela Böhm

    Die sechs magischen Steine

     (26)
    Aktuelle Rezension von: 0Soraya0

    Zum Inhalt (Klappentext):

    Die Erde und all ihre Bewohner brauchen dringend Hilfe. Vier Tiere begeben sich deshalb auf die Suche nach den magischen Steinen, um sie an einen gemeinsamen Ort zu bringen und durch ihre außergewöhnliche Kraft und Magie die Welt zu retten: ein weiser Adler, eine freche Ratte, ein einsamer Wolf und ein abenteuerlustiges Wasserschwein. Sie nehmen den Leser mit auf eine fantastische und spannende Reise. Je mehr die Helden der Geschichte auf ihrem Weg über den Umgang der Menschen mit den Tieren und der Natur erfahren, umso stärker und dringender wird ihr Wunsch, die magischen Steine zu finden. Zwei Eulen stehen ihnen dabei mit Zauberkünsten zur Seite, denn ein mächtiger und dunkler Feind aus einer längst vergangenen Zeit könnte ihr Vorhaben verhindern.
    "Ein spannender Abenteuerroman voller Magie für große und kleine Leser".

    Meine Meinung:

    Mit dieser Geschichte ist es Daniela Böhm gelungen, eine einzigartige, magische und spannende Welt zu schaffen. Am Anfang prasseln leider sehr viele exotische Namen auf den Leser ein, so dass junge leser eventuell schnell überfordert sind. Hat man sich aber erstmal in der tierischen Welt zurecht gefunden, geht es wirklich spannend und interessant zur Sache.

    Es gibt viele verschieden tierische Charaktere, die sich sowohl durch ihr Art als auch durch ihre Eigenarten sehr gut voneinander abheben. Dabei sind die Charakterzüge der Tiere wirklich sehr vielfältig und der Tierart angepasst, so dass ein buntes, stimmiges Bild entsteht.

    Obwohl die unterschiedlichsten Tiere aufeinander treffen, wir deutlich wie sie doch zusammen halten ohne wenn und aber. Gemeinsam kämpfen sie gegen die dunle Macht für das Gute auf der Welt. Dabei setzen sie ihr eigenes Leben aufs Spiel und zeigen vollen Einsatz.

    Es macht Spaß die Charaktere auf ihren Reisen und dem großen Abenteuer zu begleiten und zu sehen, was ihnen unterwegs alles passiert.

    Fazit:

    Alles in allem eine wunderschöne Geschichte für Groß und Klein. Allerdings sollte man aufpassen, ob es durch die vielen unüblichen Namen nicht zu unübersichtlich wird für die Kleineren.

  7. Cover des Buches Trügerischer Sommer (ISBN: 9783442714957)
    Mechthild Lanfermann

    Trügerischer Sommer

     (23)
    Aktuelle Rezension von: biru72
    Eine sehr fesselnde, dicht gepackte Geschichte um eine Familie auf dem Lande im Norden Deutschlands. Barbara ist Mitte 40, geschieden, Kind einer Kriegsgeneration und zieht ihren 15jährigen Sohn allein in Berlin groß. Als ihr Vater ins Koma fällt, muss sie zurück nach Hause aufs Dorf und sich kümmern. Ihr Bruder Kristian wohnt dort noch, ist Single und Tierarzt in einer Hühnerfarm mit Bodenhaltung. Er ist, wie sich in der Erzählung herausstellt, schon ein bisschen gestört und  mit der Situation insgesamt völlig überfordert. Tore kennt die Familie seiner Mutter kaum und da er nix besseres vorhat, will er sie besser kennenlernen und wissen, was früher so war. Und sticht damit in ein Wespennest, denn in der Familie wurde so viel totgeschwiegen. Hier wird die Geschichte dann düster und man denkt sich so seinen Teil, weil ja alles nur angedeutet wird und nichts erzählt. Total spannend. Glücklicherweise wird alles dann irgendwann erklärt, aber erst wirklich zum Schluss und ich lag schon recht daneben mit dem was ich mir so gedacht habe. Fazit: tolles bis zum Schluss spannendes Buch!

  8. Cover des Buches Pest und Cholera (ISBN: B072L7KF5X)
    Isabel Aigen

    Pest und Cholera

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Eigentlich sind sie ein normales, glückliches Ehepaar, Saskia und Sebastian, mit zwei reizenden Kindern – wenn da nur nicht Sebastians Beruf wäre, der die gemeinsamen Unternehmungen mit der Familie immer wieder stört und Sebastian ein permanent schlechtes Gewissen beschert.


    Er und sein Kollege Henrik sind Kommissare bei der Kripo Husum. Und da der örtliche Tierarzt grausam ermordet – ja fast hingerichtet aufgefunden wurde, muss schnellstens mit den Ermittlungen begonnen werden, zumal im weiteren Verlauf auch die verschwundene Pharmavertreterin für Tiermedikamente tot aufgefunden wird.

    Was steckt hinter diesen Morden und wer ist der Täter, der mit einer Schweinemaske mordet, eine Anspielung auf die Auseinandersetzungen zwischen der Touristikbranche als Gegner der Massentierhaltung in sogenannten Zuchtfabriken?


    Ein sehr aktuelles Thema, welches die Autorin in einen spannenden Kriminalfall umgesetzt hat, und dies auch sehr gelungen. Die Sprache ist kompromisslos, manchmal etwas überspitzt aber durchaus leicht und flüssig. Die Spannung bleibt dem Leser bis zum Ende erhalten und das Thema Antibiotika auch für Tiere ist hochaktuell und in diesem Umfeld sehr brisant.

    Die Autorin beschränkt sich nicht nur auf die Emittlungsarbeit, auch Privates

    findet gekonnt seinen Platz.

    Ein Auftakt zu einer Reihe, der Lust auf mehr macht, vielleicht mit einer etwas feiner geschliffenen Sprache.


    Ich war mit diesem Kriminallfall bestens unterhalten, und bekam auch viele Informationen zu diesem Thema, welche ich in dieser Ausführlichkeit nicht kannte.


    Auf jeden Fall empfehlenswert und: Weiter so!!

  9. Cover des Buches Meine Kuh will auch Spaß haben (ISBN: 9783789109027)
    Astrid Lindgren

    Meine Kuh will auch Spaß haben

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Sybil

    Astrid Lindgren hat zu Lebenzeiten nicht nur viel für unsere Kinder geschrieben, sie hat sich auch für unsere Tiere eingesetzt. Zusammen mit Kristina Forslund hat sie das Plädoyer "Meine Kuh will auch Spass haben" gegen die Massentierhaltung in Schweden (und im Prinzip überall auf der Welt) veröffentlicht.

    Die Zeitungseinträge aus diesem Buch stammen aus den 1980er Jahren. 40 Jahre später hat sich zwar einiges zugunsten unserer Kühe, Kälber, Schweinchen und Hühnchen geändert, trotzdem besteht noch immer grossen Handlungsbedarf. Denn jedes Leid ist ein Leid zuviel. Und gerade unsere lieben Tiere bekommen davon am meisten zu spüren.

    Die Frage ist, wie wir als Individuen dazu beitragen können, den sogenannten "Nutztieren" ein besseres Leben zu ermöglichen?

    Nichts einfacher als das: Benutzen wir doch unseren gesunden Menschenverstand. Wir haben es als Konsumenten letzthin selbst in der Hand und dies gilt nicht nur für die Fleisch-, sondern genauso für die Milch- und Kleiderindustrie. Besteht keine Nachfrage, gibt es auch kein Angebot mehr. 


  10. Cover des Buches Die verborgene Seele der Kühe (ISBN: 9783453604612)
    Jeffrey Moussaieff Masson

    Die verborgene Seele der Kühe

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Das geheime Leben von
    Rindern, Hühnern, Schweinen und anderen Hoftieren


    Als ich das Buch entdeckte sprach mich das Cover und der darunter stehende Titel gleich an. Gut, nun habe ich einen Großteil meiner Kindheit auf einem Bauernhof verbracht, wollte ursprünglich Agrarwissenschaften studieren, da fällt einem solch ein Buch natürlich auf aber auch im Zuge eines doch immer bewussterem Lebens und der Auseinandersetzung mit artgerechter Haltung, Fleischkonsum etc. ist dieses Thema momentan omnipräsent.
    Als ich das Buch nun zuhause liegen hatte, und eigentlich auf der Suche nach etwas ganz anderem im Internet war, entdeckte ich plötzlich unglaublich viele Rezensionen zu diesem Buch. Viele habe ich gelesen noch bevor ich das Buch selbst gelesen hatte. Kritiken von vernichtend bis sehr lobend, es war alles dabei. Die Tendenz zu "nicht so gut wie erwartet" war jedoch sehr groß.
    Nun musste ich mir selbst ein Bild machen. Kann ein Buch, mit diesem Thema wirklich "nicht so gut sein"? Es ist sicherlich immer eine Frage der eigenen Sichtweise, der eigenen Position, der eigenen Erwartung zu diesem Thema die über die Reaktionen entscheidet.
    Nimmt man diese Emotionen einmal heraus und betrachtet es nüchtern, soweit das überhaupt geht bei einem so hoch emotionalen Thema, dann ist es, so finde ich ein Buch, das man gelesen haben sollte. Es gibt Bücher deren Inhalt anregt über etwas nach zu denken oder einmal über seien eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, und grade das gelingt mit diesem Buch wunderbar. Man muss sich zweifelsohne auf den Autor und seine Botschaft einlassen, zuweilen ist es auch etwas langatmig aber nie uninteressant. Ich lese auch Bücher von Politikern, deren Partei ich nicht nahe stehe. Einfach aus dem Grund meinen eigenen Horizont zu erweitern. Genauso ist es bei diesem Buch, das wenn gleich es aus anderem Antrieb zu mir gekommen ist, für mich zu einem Buch geworden ist wo ich am Ende sagen kann, gut das ich es einmal gelesen habe.
    Vieles von dem was Masson schreibt war mir schon bewusst, einiges erstaunlich und bereichernd, anders zu ideologisch.
    Jeffrey m. Masson schreibt aus der Warte des Tierverhaltensforscher, schlüpft dabei in eine Position in der er quasi aus der Sicht der Tiere versucht unser Verständnis anzusprechen, unser Interesse zu wecken. All die Leser, so wie ich, die der Thematik nahe stehen werden ihn verstehen. Wer ganz anderer Meinung, von vorn herein ist, der wird Schwierigkeiten haben. Aber all diejenigen, die bislang recht unbeteiligt, ohne konkrete Position dieses Buch lesen, für die dürfte es auch  eine Bereicherung sein.
    Masson schafft es uns das Seelenleben der Haus- und Hoftiere näher zu bringen. Wer Geschichten in Form von kleinen Anekdoten erwartet  wird enttäuscht werden, wer verborgenes erklärt bekommen möchte ist hier genau richtig.
    Auf dem Cover können wir lesen:"...... ein leidenschaftlicher Appell für mehr Respekt vor den Hoftieren", und genau das ist es was dieses Buch ausmacht.
    Peter Wohlleben, dessen Bücher ich hier auch schon des Öfteren vorgestellt habe kommt ebenfalls auf der Coverrückseite zu Wort. er schreibt:" ....... regt zum Nachdenken und Mitfühlen an. Ein unglaublich inspirierendes Buch!"
    Bedenken sollte man, das Masson im großen und ganzen die Hoftiere der modernen und konventionellen Tierhaltung zu Worte kommen lässt. In den letzten Jahren tut sich grade auch im positiven Sinne viel bei den Landwirten. Vielen ist durchaus bewusst, das durch artgerechtere Haltung angefangen von der Mutterkuhhaltung bis zum freilaufendem Schwein es viele Möglichkeiten gibt mit Tieren zu leben.
    Das am Ende häufig die Fleischvermarktung steht ist für den einen unnötig für den anderen der Lauf der Dinge.
    Gleich ob man Fleischesser oder nicht ist, Jeffrey.M. Massons Buch ist, wie ich finde eine Bereicherung und veranlasst zum Nachdenken.


  11. Cover des Buches Easy. Überraschend. Low Carb. (ISBN: 9783954531127)
    Bettina Matthaei

    Easy. Überraschend. Low Carb.

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber
    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
    Das Buch beginnt mit einer Einführung zu Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett. Dabei wird gerechnet und auch das eine oder andere Beispiel zur Verdeutlichung präsentiert.
    Ist ja alles ganz interessant, aber diese Rechnerei Verhältnis von Fett zu Kohlenhydraten und Eiweiß ist mir alles zu umständlich.
    Den Knaller fand ich aber, dass mal pauschal geschrieben wurde, dass eine 40-jährige Frau, 1,60 cm groß mit 65 kg leichtes Übergewicht hat. Was ist mit Sportlerinnen, die Muskelmasse besitzen? Dies einfach so ungefiltert in die Menge zu werfen, finde ich unpassend.
    Im Rezeptteil befindet sich folgende Einteilung:
    Aufstriche und Brote
    Fleisch
    Fisch
    Vegetarisch
    Schnelle Gerichte
    Frühstücksideen und Desserts.
    Beendet wird das Buch mit dem Index und dem Beilagenregister.

    Die Rezepte werden mit ansprechenden Bildern untermalt.
    Ich habe mich an den Mandelgnocchis versucht und bin kläglich gescheitert. Dabei fiel mir auf, dass ab und zu ein Bild „So soll es vor der Weiterverarbeitung aussehen“ ganz hilfreich wäre. Ich ahne jetzt, was mein Fehler war, denn ich habe mich mal im Internet schlau gemacht, woran es liegt, wenn die Gnocchis im Wasser zerfallen.
    Mediterran gewürzte Frikadellen mit gebratenem Sellerie ließen sich dann ganz leicht nachkochen. Wobei ich schon immer die Frikadellen mit diversen Zutaten gemischt habe. Also das war jetzt nicht wirklich innovativ.
    Der Hummus aus Möhren und Mandeln schmeckte hervorragend, war aber, weil ich die Möhren im Fett der Frikadellen gebraten hatte, um einige Nuancen dunkler. Dies tat dem Geschmack keinen Abbruch.
    Für die Brote hatte ich noch keine Zeit, doch diese interessieren mich sehr.
    Auch benötigen manche Gerichte, die ich mir bereits angeschaut habe, Zutaten, die ich nicht einfach mal so in der Küche habe. Da muss ich dann erst mal einkaufen und ich vermute mal, dass ich 50 % nur im Bio-Supermarkt finden werde. Doch da komme ich auch nicht so häufig hin, also muss sich der Weg lohnen.

    Alles in allem ein interessantes Buch, welches aber nicht wirklich Überraschungen bietet und wegen meines Meckerpunktes zu Beginn, vergebe ich 3 Low-Carb-Sterne.

    ‘*‘ Klappentext ‘*‘
    Es ist die wohl erfolgreichste Diät-Form unserer Zeit: Das Weglassen üppiger Kohlenhydrate sorgt schnell für Erfolge auf der Waage. Viel Fleisch, Fisch, Eier, sogar Speck, Salami und Käse sind erlaubt. Was nach Paradies klingt, wird aber in der Praxis schnell etwas eintönig, was vor allem daran liegt, dass Beilagen fehlen und leckeres Brot.
    Hier stellt das neue Buch der Low-Carb-Spezialistin Bettina Matthaei eine kleine Revolution dar. Mit großer Sorgfalt hat sie nicht nur hervorragend schmeckende Brote entwickelt, die diesen Namen auch verdienen, sondern auch beliebte Beilagen für diese Diätform tauglich gemacht. So ist es kein Problem mehr, wenn Sie Lust auf Knödel, Gnocchi oder Bratkartoffeln haben, denn all das und vieles andere mehr gibt es jetzt in einer richtig leckeren Low-Carb-Rezept-Abwandlung.
    Die Rezept-Teile für Hauptgerichte und Beilagen sind von der Autorin praktischerweise getrennt voneinander geschrieben, wodurch sie sich ganz leicht immer wieder anders kombinieren lassen. In Sachen Vielfalt und Geschmack leitet dieses Buch eine neue Low-Carb-Küche ein, die ihre Diät-Wirkung natürlich behält, aber umwerfend besser schmeckt.
  12. Cover des Buches Die Wegwerfkuh (ISBN: 9783896675385)
    Tanja Busse

    Die Wegwerfkuh

     (6)
    Aktuelle Rezension von: katze102
    Tanja Busse, selber auf einem Bauernhof aufgewachsen, beschreibt in diesem Buch sehr ausgewogen die Mißstände bei einer Intensivtierhaltung. Anhand von Beispielen und auch Erläuterungen zur Gesetzeslage läßt sie den Leser in die andere Seite der Medaille blicken: Wie geht es den Landwirten dabei, die oft keine Alternative haben, weil sie um ihre Kredite bedienen zu können unter Mindestlohn arbeiten und nicht nur die Tiere, sondern auch sich selber ausbeuten, ganz nach Vorgaben der großen Konzerne, die sie beliefern und ihre 'Endprodukte' abnehmen. Für eigene Entscheidungen bleibt dabei nicht viel Spielraum und die kleinen Nebenerwerbslandwirte haben zum größten Teil aufgegeben. Nicht nur vom Preisdruck auf Landwirte, an dem wir uns alle beteiligen, wenn wir möglichst billg einkaufen, sondern auch über das Umgehen mit männlichen Kälbchen der Milchkühe, deren Lebensdauer, den 'unbrauchbaren' Brüdern der Hochleistungslegehennen u.m. wird berichtet. Besonders interessant fand ich auch die Betrachtungen zur systemimmanenten Lebensmittelüberproduktion und der Gegenüberstellung von intensiver Nutzung einer Milchkuh zu pfleglicher und respektvoller Haltung und Melken über eine viel lägere und wesentlich anständigere Lebensdauer, besonders auch mit Kuh-mit-Kälbchen-Haltung, bei der trotzdem gemolken werden kann. Die vorgestellte Fleischkennzeichnng mit Bekanntgabe der Haltungsbedingeungen ( analog zur Eierkennzeichnung) finde ich ausgesprochen sinnvoll und nötig, ebenso den Vorschlag dazu zusätlich Fotos der Tierhaltung zur Aufklärung mit aufzudrucken ( wie bei den Warnhinweisen auf Zigarttenpackungen).

    Bislang habe auch ich die Landwirte eher als Täter denn als Opfer gesehen; die hier aufgezeigte Abhängigkeit zu großen Konzernen war mir in diesem Umfang nicht bewußt. Gerne würde ich meine Einkäufe in einem Hofladen vornehmen, aber die drei Hofläden, die es in meinem Umfeld gibt, haben mich nicht überzeugt, denn sie bieten Orangen, Ananas, Kokosnüsse u.ä. an und so fehlt mir der Glaube daran, daß das restliche Sortiment aus eigenem Anbau stammen könnte. Bei dem größten 'Hofverkauf' steht frühmorgens regelmäßig ein Sattelschlepper aus Holland vor den Türen und läd die 'frische Ente vom eigenen Feld' ab. Dort zu kaufen kann für mich also überhaupt keine Alternative sein. Die im Buch angesprochene Möglichkeit der solidarischen Landwirtschaft, auf die ( und einer entsprechenden internet-Seite) ich schon nach einem Fernsehbericht gestoßen bin, bietet mir leider nicht viel, denn ich wohne in einem Ballungswohnraum, in dem es kaum Landwirtschaft gibt, schon gar keine solidarische. Auch die vorgestellte Seite ' Taste of Heimat' leitet mich in weitem Umkreis nur zu einem Wochenmarktstand, an dem hofeigener Käse und demeter-Brot angeboten wird. - Für mehr müßte ich stundenlange Autofahrten in Kauf nehmen und denke, das kann auch nicht Sinn der Sache sein. Die vorgestellte Lösung einer solidarischen Landwirtschaft in der Nähe von Hamburg, die dort die Ernte zur Abholung für ihre Mitglieder in einer Art Packstation-System über die Stadt verteilt, würde ich mir in menem Umfeld auch wünsschen. Mir bleibt die Hoffnung, dass viele Diskussionen und mögliche Gestzesänderungen einen Umbruch bewirken und, dass sich ganz viele genau dafür aussprechen. Die Anzahl derer, die nach einem Ausstieg aus der Intensivhaltung suchen, wird immer größer und nur so wird sich überhaupt etwas verändern lassen...

    Fazit: Ein überaus gelungenes Buch, das neutral analysiert, was falsch läuft und wie eine kollektive Vorstellung Großes bewirken kann, das gut funktionierende Modelle vorstellt und Mut und Vorschäge macht, doch etwas ändern zu können.
  13. Cover des Buches Artgerecht ist nur die Freiheit (ISBN: 9783492308441)
    Hilal Sezgin

    Artgerecht ist nur die Freiheit

     (23)
    Aktuelle Rezension von: was_mit_buechern

    Über dieses Buch bin ich durch Zufall gestolpert, weil ich mich zurzeit mit dem Thema Tierhaltung beschäftige. Daher musste ich es natürlich sofort lesen.

    Cover: Ich finde das Cover sehr gelungen, da ein (scheinbar) glückliches Schwein mit Strohresten im Fell in die Kamera „lächelt“ und dabei (zumindest bei mir) schon Mitgefühl, Liebe und das Gefühl es einfach lieb haben zu müssen im Betrachter aufsteigt.

    Schreibstil: Hilal Sezgin schreibt in einem sehr überzeugenden sachlichen Stil, der dennoch flüssig zu lesen ist. Einzelne persönliche Eindrücke – die jedoch nie rein subjektiv sind – unterstreichen ihre überzeugenden Argumente. Pro und Contra und sogar mögliche Kompromisslösungen werden angesprochen und diskutiert. So kann sich der Leser stets selbst eine Meinung überlegen und die bisherigen Ansichten überdenken.

    Meinung: Ich finde das Buch sehr gelungen, da Hilal Sezgin eine sehr klare Struktur verfolgt. Bei dem Thema werden ja viele Menschen (ob pro oder contra Tiernutzung) schnell sehr persönlich und argumentieren völlig planlos. Sie hingegen gliedert das Buch in deutliche Kapitel: die Definition von Tierethik und schließlich die drei Fragen, ob wir Tiere quälen, töten oder überhaupt nutzen dürfen und sie schließt mit dem Kapitel, wie wir mit Tieren leben können. Es werden überzeugende Argumente geliefert und sachlich erklärt, ohne jemanden anzugreifen oder überzeugen zu wollen. Dennoch ruft sie zum Umdenken auf – liefert aber überzeugende Argumente dafür. Es werden viele Themen aufgegriffen, die man vielleicht beim ersten Gedanken (es geht nicht nur ums Fleischessen) gar nicht berücksichtigt. So erhält der Leser einen umfassenden und sachlichen Einblick in die Tierethik unsrer heutigen Welt.

    Fazit: Das Buch ist leicht zu lesen, ob wohl es viele ethische und komplexe Themen behandelt. Hilal Sezgin holt den Leser dort ab, wo er ist – und das können durchaus verschiedene Standpunkte sein. Das Buch ist geeignet für alle Menschen, die sich mit Tierethik beschäftigen wollen, die die Nutzung von Tieren in unserem Alltag hinterfragen wollen und sinnvolle Argumente lesen möchten. Lesenswert und bereichernd – ohne belehrend und beschuldigend wirken zu müssen.

  14. Cover des Buches Am zwölften Tag (ISBN: 9783462045475)
    Wolfgang Schorlau

    Am zwölften Tag

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Stephan59

    Denglers siebter Fall. Zwölf Tage, an denen die handelnden Personen, vor allem Dengler und Olga, sein Sohn Jakob mit seinen Freunden, der Bauer Zemke mit seiner Frau und die Rockerclique in verschiedenen Handlungssträngen an unterschiedlichen Orten zu einem Gesamtbild verwoben werden. Dazwischen immer wieder die Hintergrundinformationen des Fleischkaisers, dessen erhellende Aussagen zur Massenfleischproduktion später mit den Filmen aus den Tierställen gut mit der Wirklichkeit dieser Industrie kontrastiert werden. Das hat mir durchaus gefallen und nach und nach nimmt der Fall, der zunächst keiner zu sein scheint, richtig Fahrt auf.

    Die Hintergrundrecherchen sind offenbar fundiert, darauf den Plot eines Krimis aufzusetzen, hat mich angesprochen.

    Allerdings haben mich einige Punkte gestört. Am Ende war ich regelrecht enttäuscht.

    Die, die den Krimi noch nicht gelesen haben, sollten hier nicht weiterlesen:

     

    SPOILER

     

    Die Rockerbande, die mit Menschenhandel, Prostitution, Drogen und den osteuropäischen Arbeitssklaven ihr Geld verdient, als tumbe und rohe Gesellen zum Abfackeln eines Bauernhofs einzusetzen, wobei die Ermordung einer Gruppe junger Tierschützer gleich mit geplant ist, war mir zu weit hergeholt. Wer in solchen kriminellen Geschäften einen guten Reibach macht und auch weiter machen will, wird nicht das unkalkulierbare Risiko eines mehrfachen Mordes eingehen.

    Ein gestelltes Foto vor einer Fototapete, um den Urlaub in Barcelona darzustellen mit dem Handy fotografiert, das war mir zu unglaubwürdig.

    Als der Bauer mit seiner Frau zum Hof fährt, kommt ihnen der gerade mit einer MP beschossene Mercedes entgegen? 1. Wieso fährt der noch? 2. Warum hält er auf der Flucht überhaupt an? 3. Der Bauer soll die Schüsse nicht gehört haben?

    Der Bauer und seine Frau werden im ersten Stock ihres Hauses gefesselt und geknebelt und mit dem Haus quasi gleich mit angezündet. Während neben der Frau das Bett schon so lichterloh brennt, dass sie ihre Handfesseln dort mithilfe der Flammen durchbrennen lassen kann – im Erdgeschoss wütet ja auch bereits das Feuer -, kann sie noch so agieren? Das ist absolut unglaubwürdig. Die Frau wäre längst im Rauch des Feuers erstickt.

    Und dann der Fleischkaiser. Als der skrupellose, schwerreiche Fleischproduzent den osteuropäischen Arbeiter mal eben tranchiert und dann, als die Polizei auf sein Grundstück kommt und ihn erwischt, auch noch vor laufender Kamera den Jugendlichen gegenüber, die bei dieser Festnahme absolut nichts zu suchen haben, die Machenschaften und Expansionspläne der Fleischmafia mal eben so offenlegt…, tut mir Leid, das war der Punkt, da bin ich aus der Geschichte ganz ausgestiegen. Auch hier entspricht das Handeln des Fleischkaisers überhaupt nicht seiner bisherigen Charakterisierung. Dieser Mann würde töten lassen und ebenso wenig seine geschäftlichen Pläne offenlegen.

    Daher nur zwei Sterne für den Plot und die anfangs wirklich interessante Geschichte.

  15. Cover des Buches Fenno und die Geisterhenne (ISBN: 9783947738243)
    Manuel Deinert

    Fenno und die Geisterhenne

     (11)
    Aktuelle Rezension von: sverli

    Fenno, ein elfjähriger Junge, ist in den Ferien zu Besuch bei seinem Opa. Dieser lebt auf einem kleinen Hof mit eigenen Hühnern. Bei seinen Erkundungstouren im Gelände findet findet Isabelle, eine kopflose Geisterhenne und nimmt sich vor ihr Geheimnis zu lüften und ihre "Mörder" zur Rechenschaft zu ziehen. So lernt er allerhand über Hühner und deren Haltung.

    Das Cover fängt gelungen die friedliche ländliche Idylle ein. Im Vordergrund steht Fenno neben Isabelle, dem kopflosen Geisterhuhn.

     Manuel Deinert schreibt flüssig und altersentsprechend. Es gelingt ihm die Situationen so bildlich zu beschreiben, dass man die Szenen wirklich sieht. Geschickt in die spannende Geschichte eingeflochten, sind wissenswerte Fakten rund um Hühner und deren Haltung. Somit ist das Buch super geeignet um Kindern dieses Thema unterhaltsam näher zu bringen. 

    Wir werden uns sicherlich noch weitere Bücher des Autors anschauen (und natürlich auch lesen).

  16. Cover des Buches Peace Food (ISBN: 9783833875885)
    Ruediger Dahlke

    Peace Food

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Bei diesem Buch handelt es sich um eine vollständig überarbeitete Neuauflage des Bestsellers von 2011. Ich kenne das damalige Buch nicht, sondern bin erst 2013 durch das gleichnamige vegane Kochbuch auf die Arbeit von Dr. Ruediger Dahlke aufmerksam geworden. Die Rezepte aus diesem Kochbuch nutze ich seitdem gerne und regelmäßig. Hier liegt mir nun die theoretische Ergänzung vor. Das Buch ist in vier große Kapitel eingeteilt:


    1. Krank durch Fleisch und Milchprodukte

    2. Das Leid der Tiere

    3. Das Beste für Körper und Seele

    4. 30 vegane Rezepte für ein glückliches Leben


    Im ersten Kapitel verweist Dr. Dahlke auf die China Study und erklärt offensichtliche Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit, die von der Wissenschaft lange ignoriert wurden. Hier geht es um unser Herz, um Autoimmunkrankheiten, um Krebs, den Bewegungsapparat und auch um Alzheimer und Demenz. Viele Krankheiten haben wir unserem modernen und oft ungesunden Lebensstil zu verdanken.

    Für das zweite Kapitel sollte man starke Nerven haben, denn hier muss man beim Lesen einiges aushalten, da es um die Zustände in Schlachthöfen, bei der Massentierhaltung und in Legebatterien geht. Es ist starker Tobak, aber meines Erachtens sollten diese Tatsachen jedem bekannt sein. Nach der Lektüre dieses Buches weiß man, worauf man sich einlässt, und vielleicht kann dieser Bericht dazu führen, weniger Fleisch, Wurst, Eier und Milchprodukte zu konsumieren, denn es lohnt sich, nicht nur für die Tiere und die Umwelt, sondern auch für uns selbst, da unsere Gesundheit zu einem großen Teil davon abhängt.

    Nach diesen sehr düsteren und ernsten Leseerfahrungen wird es nun, ab dem dritten Kapitel, positiv und richtiggehend sonnig. Nun erfahren wir mehr über alles, was uns gesund und glücklich macht. Dazu gehören auch die Sonne, ausreichend Schlaf, das Fasten und vor allem all das Gute, was wir in pflanzlichen Nahrungsmitteln finden. Vitamine und Mineralstoffe werden ausführlich vorgestellt, und es ist auch jeweils in einer Tabelle angegeben, in welchen Lebensmitteln man sie findet.

    Im vierten Kapitel hat die bekannte, vom Gault Millau in Österreich zur Haubenköchin ernannte Dorothea Neumayr, dreißig leckere Gerichte zusammengestellt, alle vegan und wie das gesamte Buch für diese Neuauflage nach den neuesten Erkenntnissen überarbeitet. Es sind alles Rezepte, die sich unkompliziert nachkochen lassen. Die Tipps reichen vom warmen Frühstück über Salate, Suppen, Currys und andere Hauptgerichte wie beispielsweise Pizza und Pasta. Auch ein feines Dessert darf zur Abrundung nicht fehlen, und so kann man schon mit diesen dreißig Rezepten ganze vegane Menüs zusammenstellen.

    Der Anhang hält eine umfangreiche Aufstellung über Quellen und weiterführende Literatur sowie die anderen Publikationen von Dr. Ruediger Dahlke bereit.

    Mein Fazit: Hier hat man ein eindrucksvolles Buch, das gut verständlich wichtige Informationen zu Gesundheit und Ernährung beinhaltet und zugleich, durch die Rezepte, auch praktischen Nutzen bietet.


  17. Cover des Buches Anständig essen (ISBN: 9783462053852)
    Karen Duve

    Anständig essen

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Strawberrygirl

    Karen Duve schreibt autobiographisch, oder zumindest liest es sich so. Sie konsummiert gedankenlos Lebensmittel, wird durch eine Freundin zum Nachdenken angeregt und beschließt, eine Zeit zunächst biologisch, dann vegetarisch, danach vegan und schließlich fruktarisch zu leben. Und damit sie das durchhält, schreibt sie darüber ein Buch. Mit viel sarkastischem Humor und Selbstkritik vermittelt Duve umfangreiches Wissen zur Lebensmittelherstellung und Tierhaltung. Unterhaltsam und aufrüttelnd.

  18. Cover des Buches Pillen vor die Säue (ISBN: 9783962382063)
    Rupert Ebner

    Pillen vor die Säue

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Über das Notantibiotikum - was im Maststall zur Allgemeinheit wird. Warum schlägt bei uns Menschen nicht an? Was macht der Geruch im Umfeld mit dem Wohngebiet am Megastall? Aktuelles Wissen über unsere landwirtschaftliche Medizin!

  19. Cover des Buches Wir sind das Klima! (DAISY Edition) (ISBN: 9783839853504)
    Jonathan Safran Foer

    Wir sind das Klima! (DAISY Edition)

     (40)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Allem Wissen über menschengemachten Klimawandel zum Trotz haben wir 2018 mehr Treibhausgase produziert als je zuvor - der Anstieg liegt dreimal höher als das Wachstum der Weltbevölkerung. Gute Ausreden gibt es zuhauf: der größere Kohleverbrauch in China und Indien, die starke Weltwirtschaft, ungewöhnlich heiße Sommer und kalte Winter, die mehr Heizung und Kühlung erforderten. Aber die Wahrheit ist so roh wie offensichtlich: Es ist uns egal.‘ (CD 1 , Track 16)

    Jonathan Safran Foer erzählt in ‚Wir sind das Klima!‘ von Psychologie, Shoa, Rassismus, Thanksgiving, hysterischer Kraft, Heimspielen, Nikotin, Treibhausgasen, Massentierhaltung, der Belagerung von Masada und Svalbard Global Seed Vault.

    Er berichtet von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, bettet diese in Forschungsergebnisse ein, zieht so Parallelen zwischen unterschiedlichen Themen und Ereignissen. Dieser Mix aus harten Fakten und Anekdoten hat mir ausgesprochen gut gefallen und sorgt dafür, dass das Geschriebene greifbarer und persönlich relevanter wird, sowie dafür, dass man sich Inhalte besser merken kann.

    Ich habe vor vielen Jahren bereits ‚Tiere essen‘ von Safran Foer gelesen, das mich sehr beeindruckt hat und das meine Essgewohnheiten nachhaltig verändert hätte, wenn ich nicht schon Vegetarierin gewesen wäre. Nun habe ich das Hörbuch zu ‚Wir sind das Klima!‘ gehört, das nicht nur sehr lehrreich ist und hervorragend von Christoph Maria Herbst gelesen wird, sondern das auch dafür gesorgt hat, dass ich mein eigenes (Ess-) Verhalten wieder mehr überdacht habe.

    Besonders gefallen hat mir an ‚Wir sind das Klima!‘ (und auch an ‚Tiere essen‘), dass Safran Foer nicht mit erhobenem Zeigefinger versucht, Verhalten zu ändern, sondern dass er sehr anschaulich und sachlich informiert, so dass man sich als Leser/Hörer seine eigene Meinung bilden kann. Dabei zeigt Safran Foer auch, dass er selbst nur ein Mensch ist, Fehler macht, inkonsequent ist. Wichtig ist jeder noch so kleine Schritt. Wer unbedingt Perfektion erreichen möchte, fängt nie an, sich umweltbewusster und nachhaltiger zu verhalten.

    ‚Ist radikaler Wandel gefragt, behaupten viele, man könne ihn als Einzelner ja sowieso nicht herbeiführen, brauche es also gar nicht erst zu versuchen. Das genaue Gegenteil trifft zu: Die Ohnmacht des Einzelnen ist der Grund, aus dem alle es versuchen müssen.‘ (CD 2, Track 3)

    Das Buch hat mir wichtige Impulse gegeben und mich dazu gebracht, dass ich wieder strenger vegan leben möchte, weniger Ausnahmen machen will, mein eigenes Verhalten mehr überdacht habe und weiter überdenken möchte. Mich hat ‚Wir sind das Klima!‘ sehr traurig gemacht, obwohl Safran Foer durchaus hoffnungsvoll ist - ich bin es langsam nicht mehr, gebe aber trotzdem nicht auf, meinen kleinen Teil für mehr Nachhaltigkeit etc. beizutragen.

    ‚Wahrscheinlich ist es unmöglich, den Klimawandel aufzuhalten, indem man auf fossile Brennstoffe verzichtet. [...] Tierprodukte durch Alternativen zu ersetzen bietet dagegen die einmalige Chance, schnell Treibhausgasemissionen zu reduzieren und zugleich Land zur Verfügung zu stellen, auf dem Bäume schon bald überschüssiges CO2 aufnehmen könnten. Tierprodukte zu ersetzen ist also offenbar der einzige gangbare Weg, den Klimawandel aufzuhalten, ehe es zu spät ist.‘ (CD 5, Track 20)

  20. Cover des Buches Mord im Schlachthof. Thriller (ISBN: 9783955730833)
    Gudrun Gülden

    Mord im Schlachthof. Thriller

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Kerry

    Eigentlich hat die 37-jährige Hauptkommissarin Petra Lohenkamp Urlaub, den sie mit ihrer Mutter und ihrem Sohn Kai fernab der Heimat zu verbringen gedenkt - eigentlich, denn in einer Abdeckerei wird eine Leiche gefunden. Zwar ist es nichts ungewöhnliches, Leichen in einer Abdeckerei zu finden, doch nennen diese sich gewöhnlich Kadaver und sind tierischen Ursprungs. Bei der gefundenen Leiche handelt es sich jedoch um eine menschliche, die eindeutig nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Laut ersten Ermittlungen wurde das männliche Opfer erstochen, gekocht und ist blau verfärbt. Nur widerwillig macht sich Petra Lohenkamp zusammen mit ihrem 31-jährigen Kollegen Daniel Kreuzer, der einen Doktortitel in Psychologie hat, an die Arbeit.


    Relativ schnell können sie ermitteln, dass es sich bei dem Opfer um Kevin Bollenhauer handelt. Dieser ist bei der Polizei kein unbeschriebenes Blatt, wegen eines Überfalls auf eine Frau saß er auch schon ein. Interessanter ist für Petra jedoch, dass laut Aussage seiner Eltern, Yvonne und Hartmut, niemand einen Grund gehabt haben könnte, ihren Sohn umzubringen, Petra aber mehrere Personen ermitteln kann, die ein Motiv gehabt haben könnten, denn Bollenhauer Jr. war Inhaber eines Nachtclubs/Bordells, in dem minderjährige Rumäninnen zwangsprostituiert werden und Chef mehrer Kolonnen rumänischer Arbeiter, die im Schlachthof seines Vaters tätig waren. Diese sind erst kürzlich in Streik getreten, weil die Lohnzahlungen ausblieben.


    Bei ihren Ermittlungen stöß Petra Lohenkamp jedoch auch auf Christian Liebermann, einen Angestellten des örtlichen Veterinäramtes. Dieser ist auf den ersten Blick für die Bauern der Umgebung ein sehr unangenehmer Geselle, da er strikt auf die Einhaltungen der Tierschutzgesetze besteht, sehr zum Leidwesen aller Beteiligten im Industriezweig "Massentierhaltung". Was Petra jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt, gerade dieser Christian Liebermann ist dabei, Dinge in Bewegung zu setzen, die noch weit mehr Menschenleben fordern könnten, als das bisher gefundene Mordopfer ...



    Von Massentierhaltung und Mord! Der Plot des Buches wurde spannend und realistisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin großen Wert darauf gelegt hat, dem Leser deutlich vor Augen zu führen, was heutzutage in der "modernen Massentierhaltung" alles Gang und Gäbe ist. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei hier besagter Christian Liebermann einen unheimlich nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen hat, denn er steht zu dem, woran er glaubt und ist bereit, bis an die Grenzen des Möglichen zu gehen, um dafür einzutreten, was seiner Meinung nach richtig ist. Wenn es mehr Menschen wie ihn geben würde, wäre die Welt meiner Meinung nach ein besserer Ort. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen bildhaft und spannend zu lesen. Auch wenn das Thema "Massentierhaltung" bei Leibe kein angenehmes oder in meinen Augen ein zu förderndes ist, muss ich gestehen, dass es mir im Kontext dieses Buches sehr gut gefallen hat.

  21. Cover des Buches Max und die wilde 7 3. Die Drachen-Bande (ISBN: 9783841505194)
    Lisa-Marie Dickreiter

    Max und die wilde 7 3. Die Drachen-Bande

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Mary
    Max lebt gemeinsam mit seiner Mutter auf einer Burg. Die Burg ist keine Burg wie sie jeder kennt, denn in den Räumlichkeiten dort ist ein Altenheim untergebracht. Während seine Mutter in diesem Heim ihrer Arbeit als Krankenschwester nachgeht erlebt Max spannende Abenteuer mit einigen ganz besonderen Bewohnern.

    Im 3. Band der "Wilden 7"-Reihe verschwinden innerhalb kürzester Zeit auffällig viele Haustiere. Erst einmal gehen alle davon aus dass die Tiere einfach entlaufen sind. Doch dann wird Max`s Kater Motzkopf vor dessen Augen entfürt und plötzlich glaubt keiner mehr an Zufälle... und so stürzt Max gemeinsam mit der wilden 7 direkt ins nächste Abenteuer...

    Fazit:
    Cover: sehr schönes, kindgerechtes Cover. Uns gefällt es sehr gut

    Schreibstil:
    sehr angenehm, spannend und leicht zu lesen

    Inhalt:
    Auch im 3. Band der wilden 7 Reihe begibt sich Max zusammen mit seinen Freunden auf Verbrecherjagt. Obwohl es für uns das erste der 3 Bände war konnten wir ohne Probleme in die Geschichte finden.
    Sowohl Max als auch die Mitglieder der wilden 7 sind uns direkt ans Herz gewachsen. Was sie dort auf den vergangenen 250 Seiten erlebt haben war spannend und lustig zugleich und obwohl es ja doch schon ein recht dickes Buch für "kleine" Leser ist wurde es wirklich niemals langweilig. Mit Neugier und Begeisterung verfolgten mein Sohn und ich die Geschehnisse und Entwicklungen und mussten dann mit Erstaunen feststellen dass wir mit etwas ganz anderem gerechnet hätten.
    Die beiden Autoren haben mit dieser Geschichte ein Buch geschaffen das nicht nur die kleinen Leser begeistert und mitreist, auch ich als Erwachsener hatte großen Freude am Vorlesen.
    Die wilde 7 hat mit uns zwei neue Fans gewonnen die sich schon sehr auf die kommenden Abenteuer freuen!
  22. Cover des Buches Kein Fleisch macht glücklich (ISBN: 9783442173167)
    Andreas Grabolle

    Kein Fleisch macht glücklich

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Blacksally
    Ich bin allgemein Ernährungstechnisch an allem interessiert was man so finden kann. Dieses Buch ist bisher eines der Besten, die ich zum Thema Fleischlos Essen gelesen habe.Man merkt dem Autor an das er einen überzeugen will ohne Fleisch gesund zu Leben, aber man wird nicht reingedrängt in ein Schema, indem man als böser Fleischfresser da steht. Das hat mir gut gefallen.Der Autor ist selbst Pescearier, das heißt er isst kein Fleisch, aber Fisch. Das ganze macht das Buch meiner Meinung nach etwas authentischer und realer. Würde mir jemand der ganz normal Fleisch isst sagen das es schlecht ist, würde ich mir schon veräppelt vorkommen.
    Man wird eingeführt in die Materie der schockierenden Tierhaltung und bekommt interessante Tabellen und Berichte zur Veranschaulichung. Doch in dem Buch gibt es noch viele Themen, die meist im Hintergrund bleiben. Zum Beispiel wie die Umwelt belastet wird, durch die Herstellung von Tierfutter oder Seuchen die durch inkorrekte Tierhaltung hervorgerufen werden ect.
    Mir hat das Buch schon so ein bisschen die Augen geöffnet, und auch wenn ich nicht auf Fleisch verzichten möchte, werde ich es jedoch weitestgehend reduzieren.
    noch etwas zum Autor:
    ndreas Grabolle ist Biologe, Klimaexperte, Wissenschaftsjournalist und – inzwischen – Veganer. Der Verfasser des Buches »Pendos CO2-Zähler« lebt mit Frau und Tochter in Berlin. Sein zweites Buch »Kein Fleisch macht glücklich« wurde vom Vegetarierbund als Sachbuch des Jahres 2013 ausgezeichnet.



    Mein Fazit:Ein sehr informatives Buch, das man gelesen haben sollte.
  23. Cover des Buches Noahs Erbe (ISBN: 9783499608728)
    Richard David Precht

    Noahs Erbe

     (1)
    Aktuelle Rezension von: dyabollo
    Zur Zeit spricht die Welt über ein Buch das noch vor kurzem keinen Anklang in der Gesellschaft gefunden hätte. Doch jetzt hat Jonathans Safran Foer etwas geschafft was von vielen Tierrechtlern und Vegetariern schon lange gewünscht wurde: Mit "eating animals" hat er die skandalösen Zustände unter denen unsere Mitgeschöpfe leben aufgedeckt und sowohl in die Presse als auch ins Fernsehen gebracht. Dieses plötzliche Interesse nutze ich jetzt aus um euch das Buch "Noahs Erbe" von Richard David Precht vorzustellen. Dieses ist bereits 1997 erschienen und belichtet die Missstände unter denen die Tiere zu leiden haben, gibt aber auch Antworten auf die Frage warum wir so grausam geworden sind Zuerst geht Precht allgemein auf die Problematik ein: BGB § 90 "Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt." und gleich darauf folgt der Nachsatz: "Auf sie ( die Tiere ) sind die für Sachen geltenden Vorschriften anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist." Weiter heißt es, dass man die Mitgeschöpfe ( Tiere ) nur aus "venünfitigen Gründen" töten oder quälen darf ( z.B. als Versuchstiere ) Aber ist es ein "vernünftiger Grund", dass allein die Tatsache, dass Steaks und Hähnchen den meisten Menschen schmecken, ein zureichendes Argument, mithin ein "vernünftiger Grund" ist, ökologische Risiken und ethische Grausamkeiten millionenfach zu legitimieren? Es ist grausam genug, dass Tiere ihr allzu kurzes Leben ist Stehsärgen ohne Licht verbringen müssen um dann am Ende qualvoll dafür zu sterben. Doch wie vernünftig ist die Tatsache, dass 70% der weltweiten Getreideernte statt sofort an hungernde Menschen zu gehen, erst einmal an Mastrinder und Schweine verfüttert wird? Oder die ganze Gülle, die das Grundwasser verschmutzt? Weiter beschreibt Precht den "großen Graben" den die Biologen zwischen Mensch und Tier gegraben haben und sich noch immer weigern ihn zuzuschütten obwohl Charles Darwins Revolutionstheorie schon längst den Weg in die Schulen und Universitäten gefunden hat. Doch auch die Biologen graben diesen nicht einfach so, die Religion ist Prechts nächster Punkt und beschreibt sehr ausführlich wie diese das Denken vieler Menschen( generationen ) geprägt hat. Denn oft war es sowohl für Biologen als auch für Philosophen unmöglich etwas so zu sagen wie sie dachten ohne dabei den Menschen aus dem Mittelpunkt der Schöpfung zu verdrängen. Precht arbeitet von Kapitel zu Kapitel alle wichtigen Themen ( Tierrecht, Tierschutz, Jagd, Zoo, Tierversuche uvm. ) ab und bleibt dabei sehr tatsachentreu und wissenschaftlich. In dem Buch finden sie keine Senitmentalität und das macht dieses Werk aus! Er versucht gar nicht erst Mitleid zu erwecken sondern schreibt an manchen Stellen, dass er keine Beschreibungen zum Thema Massentierhaltungen geben will, denn Richard David Precht ist davon überzeugt, dass wir genug über diese Zustände bescheid wissen, sie jedoch nicht wahrhaben wollen. Ein wenig schwach sind die Forderungen an die Politik. Da bin ich davon überzeugt, dass es besser wäre sich an jeden einzelnen Leser zu wenden, statt wie so oft an die Regierung. Denn der Mensch neigt leider sehr schnell dazu dem Finger auf jemand anderen zu richten, statt Fehler bei sich selbst zu suchen. Bessere Tiergesetze zu fordern ist zwar schön und gut aber wieder gibt es dem einzelnen die Möglichkeit alle Schuld auf jemand anderen zu landen: Die Regierung ist schuld, dass Tiere gequält werden, die Bauern sind Schuld weil sie die Tiere nicht achten, die Schlachter sind schuld weil sie die Tiere töten und die Geschäfte sind Schuld weil sie das Fleisch so billig verkaufen.... Doch ist es nicht der Verbaucher, der zu viel Fleisch isst, ohne nur einmal drüber nachzudenken wo es her kommt und was für ein Leid es verursacht? Ist es nicht der Verbraucher, der für 1kg Fleisch noch weniger zu bezahlen bereit ist für 1 kg Kartoffeln? Wir füttern die Rehe im Winter um sie im Jahr darauf zu jagen - das nennen wir auch noch Sport. Es ist ein unglaublich umfassendes Werk zum Thema Tierrechte und Tierschutz und sollte wirklich mehr Beachtung bekommen, denn dieses Buch ist voll gespickt mit Tatsachen, mit wichtigen Gedanken vieler Philosophen, Biologen und voll weiterführender Literatur. Es ist mehr als nur ein Bericht über die Massentierhaltung und deswegen sehr lesenswert! Leider bekommt man zur Zeit nur noch Restexemplare, doch Richard David Precht hat bereits erwähnt, dass es eine Neuauflage von "Noahs Erbe" geben soll! Also auf die Wunschliste setzen und abwarten!!! Es lohnt sich!!!
  24. Cover des Buches Das Truthuhnparadies (ISBN: 9783942829328)
    Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies

     (20)
    Aktuelle Rezension von: ewigewelten

    Eigentlich klingt die Geschichte alltäglich: Maria zieht aus dem langweiligen Paderborn in die Metropole Berlin, um sich von ihren Eltern zu lösen und auf eigenen Füßen zu stehen. Dort angekommen, versucht sie, ihren Alltag zu bewältigen und trifft ab und an auf seltsame Menschen. Alles völlig normal – nur eben erzählt von Stephan Sarek.

    Maria stolpert mehr chaotisch ihren Weg in die Unabhängigkeit entlang, ihre ländliche Naivität kompensiert sie dabei mit ausgeprägter Selbstironie.

    »Es war die perfekte Ausgabe eines Tante-Emma-Ladens und bis ins kleinste Detail originalgetreu. An alles hatte man gedacht, sogar an die zwei Frauen, die mit Einkaufstaschen in der Hand im Eingang standen, um sich über irgendein Thema auszulästern. Sie rückten kaum beiseite, als ich den Laden betrat.«

    Sareks lebendige Charaktere und sein erfrischender Humor halten den Leser bei Laune, auch wenn der lange nicht merkt, worum es in der Geschichte eigentlich geht. Marias verrückter Nachbar Björn hat Angst vor Frauen und glaubt, dass Truthühner Außerirdische sind, die im Auftrag der Regierung gefoltert werden. In seinen Wahnvorstellungen, an denen er bisweilen selbst zu zweifeln beginnt, erscheint er Maria zuerst bemitleidenswert. Doch die Entwicklung der Figuren ist gelungen: Sie wachsen dem Leser ans Herz und in der Geschichte über sich hinaus. Und Maria und Björn wachsen über einen Banküberfall und eine wahnwitzige Truthuhn-Rettungsaktion schließlich immer mehr zusammen.

    Neben einem ausgefeilten Spannungsbogen – der obgleich nicht gerade Weltbewegendes zu thematisieren scheint, zumindest nichts, was die Welt der Leser bewegen sollte – bietet Sarek niveauvolle Unterhaltung durch eine erfrischende Sprache in bildhaftem Stil.

    »Die Fassades des Hauses hielt sich tapfer an den Steinen der Wand. Wie ein fauler Zahn ragte sie in einer Reihe anderer fauler Zähne mit ihren Balkons in die Straße hinein.«

    Vielleicht ist das Buch eine verrückte Liebesgeschichte mit einigen unglaublichen Umwegen, auf jeden Fall aber ein skurriles Truthuhn-Abenteuer für Tierschützer, Verschwörungstheoretiker oder Selbstzweifler – oder einfach für Zwischendurch.

    »Björns Wohnung lag verlassen unter meiner. Seine Uhren würden wohl nach und nach ihren Geist aufgeben. Mehr als einmal malte ich mir das apokalyptische Bild aus, dass, wenn die letzte Uhr aufhören würde zu ticken, sein Schicksal besiegelt wäre. Mehr als einmal verwarf ich den Gedanken, in seine Wohnung einzubrechen, um die Uhren aufzuziehen.«

    Wahrscheinlich das Relevanteste, das man aus Nonsense machen kann!

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