Bücher mit dem Tag "magd"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "magd" gekennzeichnet haben.

98 Bücher

  1. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Eine wahre Begebenheit verpackt in einer packenden Geschichte die unter der Haut geht und die Seele berührt. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen mit Worten eine Atmosphäre zu schaffen die einem mit nimmt und man das Gefühl hat man wäre dabei. Man merkt dem Buch an das dahinter viel Recherche Arbeit steckt. 


  2. Cover des Buches Verliebt in Hollyhill (ISBN: 9783453269170)
    Alexandra Pilz

    Verliebt in Hollyhill

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Schneller als gedacht verschlägt es Emiliy zurück nach Hollyhill! Doch trotz all ihrer gemeinsamen Erlebnisse in den schrillen 80er Jahren will Matt scheinbar nichts mehr von ihr wissen. Doch bevor Emily herausfinden kann, was mit ihm los ist wird Hollyhill erneut durch die Zeit katapultiert und landet im Jahr 1811! Für Emily einige Sekunden lang ein reiner Jane Austen-Traum, bis wie aus dem Nichts eine Kutsche, inklusive bewusstloser junger Dame, nach Hollyhill rattert. Die Suche nach Antworten führt zu einem abgelegenen Herrenhaus, düsteren Geheimnissen und dramatischen Auswirkungen auf Emilys Zukunft…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Auch hier sticht das Cover wieder an der Menge aus Jugendbüchern heraus: Knallig blau, mit feinen Illustrationen, passend zum Inhalt – ich bin begeistert! Dazu ist es absolut stimmig zum Vorgänger- und Nachfolge-Band der Trilogie:

    1. Zurück nach Hollyhill

    2. Verliebt in Hollyhill

    3. Für immer Hollyhill

     

    Der Schreibstil ist wieder flüssig zu lesen, beschreibt Umgebung, Zeit, Charaktere und Geschehen wunder- und stimmungsvoll. Die Geschichte startet nahtlos zum letzten Teil und damit – für mich erstaunlicherweise – noch vor Emilys Abreise nach München!

    Schnell gibt es ein Wiedersehen mit bekannten und liebgewonnenen Charakteren sowie ein Kennenlernen mit neuen Protagonisten. Hinzu kommen eine Menge an Intrigen und Geheimnissen sowie ein spannenden Fall in der Vergangenheit. Dabei handelt es sich bei „Verliebt in Hollyhill“ zwar immer noch um ein Jugendbuch, aber auch schwerere Themen, Entscheidungen und Gedanken werden behandelt. Emily lernt mehr über Hollyhill, die Gaben ihrer Mitreisenden und was Zeitreisen kosten kann…

    Emily konnte mich dabei mit der Klarheit ihrer Gedanken, moralischen Grundsätze, ihrem Vertrauen und ihren Entscheidungen für sich gewinnen. In die sie umgebenden Protagonisten hätte ich oft gerne noch mehr Einblick gewonnen. Die Zeit war sehr düster und wenig Platz für Humor. Dafür gab es zum Glück den ein oder anderen Moment mit schönen Gefühlen, Liebe, Vertrauen und Nähe, zur Auflockerung.

     

    》FAZIT:

    Kurzweiliger, unterhaltsamer 2. Teil der Trilogie, mit tieferen Einblicken in die Welt von Hollyhill, Intrigen, Geheimnissen, Krimi-Part und einer stringenten Emily.

  3. Cover des Buches Feuerrot (ISBN: 9783473401338)
    Nina Blazon

    Feuerrot

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Noxia_Lupus

    Der historische Roman "Feuerrot" wurde von Nina Blazon im Februar 2016 im Ravensburger Verlag veröffentlicht.

    Dieses Buch erzählt einen Teil der Geschichte der Hexenverfolgung. Die Geschichte spielt in Ravensburg im Jahr 1484. Ein Gast taucht im Haus des Ravensburger Kaufmannes Humpis aus, zeitgleich trifft der Inquisitor Heinrich Kramer in Ravensburg ein. Dieser schreibt an dem Malleus Maleficarum, dem Hexenhammer, das wichtigste Werk der Hexenverfolgung.

    Als die Dinge nicht so laufen, wie der Gast es sich wünscht, fängt er an die Frauen als Hexen zu bezeichnen. Dies ist ein Todesurteil und der Verrat nimmt seinen Lauf.

    Meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch mit überraschenden Wendungen. Einiges mag man zwischendurch erahnen, aber die Autorin treibt es immer noch ein Stück weiter. Doch lest am besten einfach selbst. 

  4. Cover des Buches alias Grace (ISBN: 9783492313476)
    Margaret Atwood

    alias Grace

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    Grace Marks hat es nicht einfach in ihrem Leben. Aus dem armen Irland im 19.Jahrhundert mit dem Schiff und ihrer Familie nach Kanada übergesiedelt, führt sie ein ziemlich trostloses Dasein als Hausangestellte. Bis sie eines Tages mit einem älteren Bediensteten flieht, weil ihr Arbeitgeber und eine anderes Dienstmädchen umgebracht worden sind. Die beiden werden gesucht und Grace entkommt dem Galgen, muss aber für Jahre ins Gefängnis, darf aber im Hause des Gefängnisdirektors Näharbeiten verrichten, bis ein Nervenarzt auf sie aufmerksam wird und sie für unschuldig findet.

    Margaret Atwood hat diese Geschichte, die auf eine wahre Begebenheit beruht, in einen fiktiven Roman verwandelt. In dem Buch beschreibt sie sehr ausführlich die damaligen Probleme der armen Leute und es wurde sehr bedrückend dargestellt.

  5. Cover des Buches Tage des Sturms (ISBN: 9783426518878)
    Iny Lorentz

    Tage des Sturms

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Yuria

    „Tage des Sturms“ ist ein historischer Unterhaltungsroman und der erste Band der „Berlin“-Reihe vom deutschen Autorenduo Iny Lorentz. Es spielt rund um Berlin im 19. Jahrhundert und hat Vibes von „Downton Abbey“ und „Les Miserables“.

    Inhalt: Die junge und bildhübsche Resa ist die uneheliche Tochter des Schlossherrn von Steben und als Magd ist sie den Launen von dessen Frau Rodegard willkürlich ausgeliefert. Als Resa versehentlich den Hochzeitsplänen der Schlossherrin in die Quere kommt, lässt Rodegard sie entführen und in ein Bordell in Berlin verschleppen. Als Prostituierte gebrandmarkt, zählt Resa zum Abschaum der Gesellschaft. Doch Resas Wille ist eisern und ihr Bedürfnis nach Rache groß.

    Meine Meinung: Die Bücher von Iny Lorentz begleiten mich bereits seit meiner Jugend und die historischen Romane eignen sich perfekt als Unterhaltungslektüre für Zwischendurch. „Tage des Sturms“ zählt für mich zu den besten Büchern des Autorenduos, die ich bisher gelesen habe. Wer einen historisch wertvollen Roman erwartet, der wird enttäuscht, denn es handelt sich um eine reine Unterhaltungslektüre mit historischem Setting.
    Es beginnt ruhig a la „Downton Abbey“ und steigert sich innerhalb des Buches zu einer aufbrausenden und fesselnden Story. Wir begleiten Resa, die als Spielball der Reichen und Mächtigen ins Elend gestoßen wird. Sie muss einige Schicksalsschläge hinnehmen, lässt sich aber nicht unterkriegen. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen und die Charaktere waren detailreich und überzeugend ausgearbeitet.

    Der Schreibstil von Iny Lorentz ist zwar einfach, aber bildhaft und sehr spannend. Die Seiten fliegen nur so dahin, weil das Autorenpaar das Gleichgewicht zwischen Dialoge und Erzählungen perfekt managt. Dazu kommt, dass die Sprache des Buches zwar leicht verständlich, aber dennoch der Zeit angepasst ist. Die Story ist sehr spannend und die Schicksalsschläge der Protagonistin und die zahlreichen Wendungen fesseln einen an die Seiten. Iny Lorentz kann Schreiben, was das Autorenpaar immer wieder beweist. Dass Vergewaltigungen und bürgerliches Elend in der damaligen Zeit an der Tagesordnung standen, ist zwar tragisch, aber leider eine Tatsache. Iny Lorentz scheut diese Szenen nicht, was das Ganze sehr realistisch macht. Wer also ein Problem mit solchen Szenen hat, der sollte besser die Finger von den Büchern der Autoren lassen.

    Auch wenn das Buch von vielen Schicksalsschlägen geprägt ist, siegt am Ende natürlich die Gerechtigkeit und das Karma schlägt zu. Es endet zwar im Happy-End, aber auf viel Kitsch wurde verzichtet und das Gleichgewicht zwischen Realität und Fiktion ist im ganzen Buch sehr gut gelungen.

    „Tage des Sturms“ konnte mich mit der spannenden und auch tragischen Story überzeugen und ich wurde prima unterhalten. Natürlich ist es kein historisch wertvoller Roman, sondern dient rein zur Unterhaltung. In der Rubrik der Unterhaltungslektüre erhält es aber die volle Punktzahl. Es ist die perfekte Lektüre für Zwischendurch und lässt einen den Alltag vergessen. Schreibstil, World- und Story-Building sind überdurchschnittlich und heben sich in dieser Art von Roman deutlich von der Masse ab. Es hat Züge von „Downton Abbey“ und „Les Miserables“ und man muss einfach mit dem Schicksal der Protagonistin mitfiebern. Ich würde empfehlen, den Klappentext nicht ganz durchzulesen, dann wird man von den vielen Story-Wendungen noch mehr überrascht.

  6. Cover des Buches Die Pestmagd (ISBN: 9783453355446)
    Brigitte Riebe

    Die Pestmagd

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Ich hatte wirklich große Erwartungen in dieses Buch gesetzt, klang die Geschichte doch wirklich sehr außergewöhnlich. 

    Die erste Enttäuschung kam auch schon sehr schnell bzw. sehr spät, denn die Handlung, die im Klappentext angekündgt wird, quetscht sich richtiggehend in das letzte Drittel des Buches. Davor wird eine gefühlte Ewigkeit genutzt, die Charaktere einzuführen ohne das die Handlung voranschreitet. 

    Wirklich gerettet und doch zu einem "soliden" 3 Sterne Buch wurde es, weil Brigitte Riebe einen wirklich sehr angenehmen Schreibstil an den Tag gelegt hat. 

    Fazit:

    Ein historischer Roman, den ich gerne für Zwischendurch gelesen habe, aber ganz sicher nicht nochmal lesen würde.  

  7. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548288215)
    Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring

     (413)
    Aktuelle Rezension von: HannahLovesFencheltee

    In „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier geht es um die junge Griet, die bei dem bekannten niederländischen Maler Jan Vermeer, als Dienstmagd zu arbeiten beginnt, da ihr Vater seine Arbeit verloren hat, und sich die Familie nun mit Armut konfrontiert sieht. Die Geschichte spielt in den Jahren 1664 bis 1666 und hat ein abschließendes Kapitel, welches im Jahre 1676 angesiedelt ist. Man bekommt einen umfassenden und vielschichtigen Einblick in das Leben zur damaligen Zeit und in die Welt der Malerei, zumindest Vermeers Malerei.


    Ich sag's gleich zu Beginn: mir hat das Buch so überhaupt nicht gefallen, und die Gründe dafür möchte ich im Folgenenden erläutern.

    1) Der erste und wichtigste Punkt ist der, dass mir die Charaktere und Charakterbildung NICHT zugesagt haben. So gut wie alle Charaktere sind entweder offensichtlich gut oder böse. Die einzigen, die nicht klar zu kategorisieren sind, sind unsere Erzählerin Griet und Vermeer selbst. Von solchen Charakteren erwarte ich mir, dass man ihre Charakterbildung  mitverfolgen kann, die Spannungen, die im Laufe der Geschichte dadurch entstehen, und, dass sie eine gewisse Komplexität ins Buch bringen. All dies war aber leider nicht zutreffend. Vermeer war einfach nur ein langweiliger, verschrobener Mann und Griet der wahrscheinlich nervigste Hauptcharakter, von dem ich je gelesen habe. Sie ist selbstgefällig und eingebildet, ist zu bescheiden um in einen Spiegel zu schauen, fühlt sich aber der anderen Haushaltshilfe in jeder einzelnen Tätigkeit, die sie tut, überlegen und sie mischt sich konstant in Dinge ein, die sie als einfaches Dienstmädchen „eigentlich" nichts angehen. Ich denke sie sollte mysteriös wirken, all diese Charaktereigenschaften, und das waren nur ein paar Beispiele, machen sie aber einfach nur unausstehlich. Mir sind sogar die Figuren, die einzig und allein dafür kreiert wurden, sie nicht zu mögen, lieber gewesen, da diese ihre hinterfotzige Art wenigstens nicht verbergen.

    2) Der zweite Punkt, der es mir nicht erlaubte das Buch zu genießen, war die Schilderung der Beziehung zwischen Griet und dem Maler. Ich fand es wirklich schrecklich miterleben zu müssen, wie sehr sich das Mädchen dem wahrscheinlich mindestens doppelt so alten Mann hingibt (was damals normal war und mich auch nicht wirklich weiter gestört hat, aber trotzdem Erwähnung finden sollte), der sie so für sich und seine Arbeit vereinnahmt. Sie bemerkt nicht wie  er sie eigentlich nur ausnutzt, und entwickelt, wenn meist auch nur angedeutete, Gefühle für ihn. Aus heutiger Sicht wäre es keineswegs mehr akzeptabel, wenn eine Frau ihre persönlich gesetzten Grenzen dermaßen für einen Mann überschreitet, egal ob freiwillig oder nicht.

    3) Der dritte zu kritisierende Punkt ist das schnelle Ende. Die ganze Geschichte arbeitet darauf hin, dass Vermeer, das heute weltbekannte Bild, von Griet malt. Die Geschichte entwickelt sich auch immer stetig dorthin, bis dann plötzlich der Wendepunkt kommt und alles aufgrund unüberlegter, unnachvollziehbarer Handlungen zu einem plötzlichen und abrupten Ende kommt.


    Nachdem man nun meine Kritikpunkte gelesen hat, könnte man meinen, ich hätte mich bei der Bewertung vertan und statt auf einem Stern aus Versehen auf drei geklickt, aber das ist durchaus begründet. Das Buch hat nämlich auch durchaus seine positiven Aspekte, die das Ganze aufwerten. Der Schreibstil ist ein so ein Aspekt, denn er ist nicht übertrieben anspruchsvoll aber auch keineswegs auf Kindergartenniveau. Dadurch, und durch das Fehlen von Kapiteln, ergreift einen beim Lesen ein gewisser Sog, sodass man immer weiterlesen möchte (auch wenn man immer wieder einmal Pausen von der allgemein verpesteten Stimmung im Buch braucht) und schnell vorankommt. Andererseits sind es die Beschreibungen von Vermeers Werken, die es so lesenswert machen. Im Allgemeinen war ich immer schon eine große Bewunderin seiner Bilder, obwohl „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" mir noch nie sonderlich gefallen hat, und trotzdem kann man ihm seine künstlerischen Qualitäten nicht absprechen. Diese Beschreibungen haben mich wirklich dazu angeregt nebenher die besprochenen Bilder rauszusuchen und meine Beobachtungen mit denen im Buch zu vergleichen.


    Würde ich also das Buch weiterempfehlen? Maximal eingeschränkt. Wer kein Problem mit den obigen Kritikpunkten hat, und wen das Thema interessiert soll sich nicht davon abgehalten fühlen das Buch zu lesen, aber ich habe davor gewarnt.

  8. Cover des Buches Verschwörung im Zeughaus (ISBN: 9783499259227)
    Petra Schier

    Verschwörung im Zeughaus

     (104)
    Aktuelle Rezension von: bettinahertz

    „Verschwörung im Zeughaus“ ist der fünfte Band der insgesamt sechsteiligen „Adelina Reihe“. Die Einzelbände sind in sich abgeschlossen, so dass sie auch losgelöst voneinander gelesen werden können. Empfehlen würde ich aber, der Reihenfolge zu lesen. 

    Auch bei diesem fünften Band hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Materie einzusteigen, denn es ist eine kleine Weile her, als ich den Vorgängerband gelesen habe. Man ist sehr schnell mit den Gegebenheiten vertraut und freut sich, Adelinas Familie wieder zu treffen. Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen und zeugt außerdem von einem hohen Spannungsbogen. Denn wie so oft, gerät Adelina oder einer ihrer Lieben in den Fokus diverser Verbrechen, bei deren Ermittlungen sie unmöglich die Füße still halten kann. Diesmal geht es um Tillmann (ihren Bruder) – was hat er mit der Leiche im Zeughaus zu tun? Kann sie ihm wirklich vertrauen? 

    Petra Schier hat in dieser Romanreihe wunderbare Charaktere geschaffen. Besonders gefällt mir, ihre Entwicklung zu beobachten, die Kinder aufwachsen zu sehen oder Freunde und Bekannte wieder zu treffen. Allein dieser Part bereitet mir beim Lesen pure Freude. Aus Griet (Neklas Tochter) und Mira (Adelinas Apothekenhelferin) sind zwei junge Damen geworden und das sorgt hier im Handlungsverlauf für ordentlich Trubel.

    Petra Schier kreiert hier eine ausgeklügelte Verschwörung, die auf einigen Begebenheiten und Eintragungen der Kölner Stadtchronik zu Grunde liegen, im Nachwort der Autorin sehr interessant erklärt. Tja und Tillmann ist hier der Hauptakteur und dieses Mal auch noch auf Hilfe angewiesen, was ihm schon an sich schwer fällt, diese Hilfe über sich ergehen zu lassen, erfordert seine ganze Willens- und Durchhaltekraft. Es war echt eine Freude, die Beteiligten in Aktion zu erleben – vom Inhalt möchte ich mich sehr bedeckt halten, man muss es einfach gelesen haben.

    Insgesamt ist es wieder ein ausgezeichneter Roman dieser Reihe, der mich vorzüglich unterhalten hat. Und ich kann Adelina’s Schlusssatz in diesem Band absolut bestätigen: „Langweilig wird es uns nicht werden.“ Und damit freue ich mich schon auf den letzten Teil. Für diesen hier gibt es eine klare Kaufempfehlung und fünf Sterne.

  9. Cover des Buches Blut und Silber (ISBN: 9783426638361)
    Sabine Ebert

    Blut und Silber

     (167)
    Aktuelle Rezension von: lille12

    Cover: Das Cover zeigt neben der jungen Frau (was ja irgendwie schon typisch für Historische Romane ist) im unteren Bereich eine brennende Stadt. Da "Blut und Silber" generell viel Krieg bot und es immer darum ging, Städte (wieder) für sich zu gewinnen, finde ich es sehr passend.

     

    Meinung: Ich stehe auf historische Romane und auf die Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Eigentlich habe ich nur ein Buch gesucht, welches ich dazwischen schieben kann, bis Jane und ich am Montag unsere 12 Momente beginnen. Weit gefehlt. Erst war ich überrascht als mein Kindle plötzlich 12 Stunden Lesezeit anzeigte, dann habe ich gelesen und gelesen und gelesen. Auch da war ich wieder überrascht - Wie konnte mich das Buch so mitreißen? Und warum habe ich geschafft, mich ständig wieder an das Schicksal von Marthe und Christian zu erinnern, auch wenn davon gerade nicht die Rede war?

    Wieder einmal hat Sabine Ebert mich vollends überzeugt und es geschafft, ihrer Hebammen-Saga einen gebührenden Abschied zu schenken.

    Blut und Silber zählt eigentlich nicht zur Hebammen-Saga, meiner Meinung nach ist es aber empfehlenswert, diese  vorher oder gar nicht zu lesen, weil man sonst zu viel über das Schicksal von Marthe und Christian erfährt.

    Besonders gefallen hat mir das ausführliche Nachwort, in dem die Autorin aufzeigt, dass nahezu alles, was sie geschrieben hat, tatsächlich so passiert ist. Die gründliche Recherche überzeugt mich immer wieder. 

    Jetzt aber mal näher zum Buch. Natürlich sind mir Änne und Sibylla gleich ans Herz gewachsen, als ich das erste Mal ihre Namen gelesen habe - beide hatten ein schweres Schicksal zu tragen ehe sie sich kennenlernten. 

    Ich mochte auch die Art von Markus (in den ich mich selbst hätte verlieben können) und von Ulrich von Maltitz sehr gern. Die Charaktere sind nicht aalglatt und haben immer wieder Rückschläge zu verkraften. Auf unerklärliche Weise war mir der Medicus total unsympathisch. 

    So jetzt werde ich das Buch erst einmal etwas sacken lassen - es wurde nämlich eben erst beendet.

     

    Fazit: Schon für die gründliche Recherche hätte Sabine Ebert viele Preise verdient. Diese historischen Ereignisse dann noch in einen so fulminanten Roman zu packen, kann nicht leicht gewesen sein und ich spreche an dieser Stelle meinen ganzen Respekt aus. Natürlich spielt immer auch etwas Schicksal dazu, aber ohne wäre es ja langweilig, oder?

    5 von 5 Mäxchen!

     

    Apropos... Der lässt in den nächsten Tagen bestimmt auch noch etwas von sich hören. Momentan verdaut er noch "Blut und Silber".



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  10. Cover des Buches Die Vampirprinzessin (ISBN: 9783944824567)
    Runa Winacht

    Die Vampirprinzessin

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Zalira
    Die Vampir-Geschichte mit historischem Hintergrund hat mich sofort angesprochen. Gerade weil ich dieses Jahr in Krumau war, hatte die Geschichte einen enormen Reiz. Auch wenn ich das Bild des mystischen Schlosses in Krumau mit dem der vielen Touristen, die ich bei der Besichtigung gesehen habe, nicht in Einklang kriege.
    Was mir an dem Buch -neben dem schönen Cover- wirklich gut gefallen hat, sind die Figuren. Einerseits begleitet man Adela, die auf der Flucht von Tiro aufgegabelt und auf das Schloss gebracht wird, wo sie sich erst mit allem zurecht finden muss. Sie ist mutig und klug, und ich finde sie als weibliche Protagonistin unglaublich interessant, es macht Spaß ihr durch das Schloss und all die kniffligen Situationen zu folgen, in die sie gerät. Das genaue Gegenteil zu Adela ist der verschlossene Tiro, den ich ganz lange nicht durchschaut habe. Zu Beginn hatte ich auch so meine Probleme, ob ich ihn wirklich sympathisch finden sollte. Das wurde zwar besser, ganz warm geworden bin ich mit ihm aber immer noch nicht.
    Hinter allem steckt ein dunkles Geheimnis, von dem man durch Tiro nur immer ganz wenig erfährt. So tappt man als Leser sehr lange im Dunkeln, was es mit Vampirgerüchten und Morden auf sich hat. Ich mag komplexe Geschichten, bei denen man mitdenken muss, und hier hat ist das durchaus gegeben. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar, wie alles genau in Zusammenhang steht. Umso besser fand ich es, dass letztendlich aber alles aufgelöst und alle offenen Fragen geklärt wurden.
    Es gibt wirklich vieles, das mir an der „Vampirprinzessin“ sehr gut gefallen hat, wie das historische Krumau oder die Beziehung zwischen Adela und Tiro, allerdings hatte ich auch ein wenig Schwierigkeiten an der ein oder anderen Stelle. Das Buch kam mir teilweise sehr langatmig vor, da viel erklärt und bei den Hauptfiguren oft zu viele innere Monologe stattfanden. Für meinen Geschmack hätte man hier ein wenig kürzen können und trotzdem wäre der Sinn dadurch nicht verloren gegangen. Vor allem Adela denkt wirklich jede Kleinigkeit durch, analysiert Tiros Verhalten oder ihre eigenen Gefühle so lange, bis es wirklich jeder verstanden hat. Etwas prägnanter gäbe der Geschichte mehr Lesefluss.

    „Die Vampirprinzessin“ wurde mir als Rezensionensexemplar von dem Autorenduo zur Verfügung gestellt. Deswegen ein großes Dankeschön dafür! Ich finde die Geschichte mit ihren Figuren sehr gut und der Schreibstil hat Potential. Nur aufgrund der Längen ziehe ich leider 2 Sterne ab. Das Buch hat mir aber an sich gut gefallen, sodass ich auch mal andere Bücher von Maria G. Noel und Runa Winacht lesen werde.
  11. Cover des Buches Totenmädchen (ISBN: 9783570400722)
    Mary Hooper

    Totenmädchen

     (138)
    Aktuelle Rezension von: -Bitterblue-
    Wieder einmal konnte mich Mary Hooper mit in die Vergangenheit nehmen. Sie schafft eine authentische, aber leicht verständliche historische Welt.  Dieses Mal erzählt sie die Geschichte der 16-jährigen Anne Green. Sie wurde wegen Kindstötung zum Tode verurteilt, doch bei der Sezierung stellt sich heraus, sie hat überlebt.

    Anne ist eine interessante Protagonistin, etwas naiv, aber doch steht sie für ihre Überzeugungen ein.  Es war sehr schön ihre Geschichte zu verfolgen, zumal die Story auf wahren Begebenheiten basiert.

    Mary Hooper hat mir mit diesem Buch wieder schöne Lesestunden beschwert, allerdings konnten mich ihre anderen Bücher meist mehr fesseln.

  12. Cover des Buches Die Gewürzhändlerin (ISBN: 9783499256288)
    Petra Schier

    Die Gewürzhändlerin

     (94)
    Aktuelle Rezension von: anma112015
    Wer mittelalterliche Alltagsbeschreibungen ohne große Dramatik mag, der ist bei diesem Buch richtig. Leider kommt die Spannung in dem Roman eindeutig zu kurz. Mordanklage und Lösung des Verdachtes beziehen sich auf die letzten 100 Seiten des Buches.
    Meine Meinung:
    Gutes Sittengemälde, den "Heiligen Gral" in Form einer Kreuz-Ketten-Relique hätte man weglassen können. Dadurch erhält der Roman einen leichten Fantasy-Touch. Teil 3 der Buchreihe werde ich nicht lesen.

  13. Cover des Buches Blaues Gold (ISBN: 9783954006052)
    Alice Frontzek

    Blaues Gold

     (18)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber
    Kurzbeschreibung Der 30-jährige Krieg bedroht den Erfurter Waidhandel. Nur Florian und Caterina Seber erweisen sich als geschickte Händler des traditionsreichen Blaufärbemittels – zum Neid der Zunftbrüder. Dann kehrt Florian von einer Handelsreise nicht zurück und Caterina steht vor der schwierigen Aufgabe, den Handel gegen den Widerstand der Zunft weiterzuführen. Sie muss sich über die Waidordnung hinwegzusetzen, egal, welche Konsequenzen das für sie haben wird.
    Meinung Mittendrin mag ich es ganz gerne, mal einen historischen Roman zu lesen. Als ich die Anfrage vom Sutton Verlag bekam, konnte ich nicht wider stehen und machte mich voller Neugierde an „Blaues Gold“. Ich muss sagen, die Geschichte rund um Florian und Caterina Seber habe ich schon öfters so ähnlich gelesen, dennoch fühlte ich mich unterhalten.
    Schon von der ersten Seite an wurde ich mitten in das Geschehen im Jahre 1630 eingeführt. Ich erfuhr viel über die Lebens- und Arbeitsweisen der Einwohner Erfurts. Vor allem über den Waidhandel und das ganze Drum herum wurde von der Autorin sehr detailliert dargestellt. Im Mittelalter war das Leben ja meiner Meinung nach nicht so prickelnd. Viele Intrigen wurden gesponnen und wenn man sich einen Fehler leistete, konnte es dazu kommen, getötet zu werden. Vor allem Frauen hatten keinen leichten Stand. Schnell waren sie als Hexe verschrien und wurden hingerichtet.
    So geschah es auch mit Caterina. Als ihr Mann Florian von einer Reise nicht mehr lebend heim kam, wollte sie das Geschäft übernehmen und weiter führen. Leider gestaltete sich dies als schwierig. Es gab viele Neider und unrechtmäßige Unterstellungen, die dazu führten, dass Caterina als Hexe verurteilt wurde. Zum Glück hatte sie doch ein paar Freunde, die ihr zur Flucht halfen……
    Frau Frontzek hat gekonnt die Gefühle und Emotionen, vor allem die Sorgen und Ängste der Menschen, gut dargestellt. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen, einfach und flüssig ging das Buch zu lesen. Kurze Kapitel mit der Zeitdauer, welches spielt und eine normale Schriftgröße machten es zu einem gelungenen Werk.
    Die Charaktere waren mir dann aber leider etwas zu unscheinbar. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren und somit konnte ich mich mit keinem so richtig verbunden fühlen. Auch die Umgebungsbeschreibungen hätten meiner Meinung nach besser sein können.
    Cover Ein eher unscheinbares Cover, dass ich in einem Buchladen höchstwahrscheinlich nicht zur Hand genommen hätte. In der unteren Buchhälfte die Stadt Erfurt und darüber der Titel in blau aufgedruckt.
    Fazit „Blaues Gold“ war für mich ein mittelmäßiger historischer Roman, mit einer doch schon bekannten Handlung. Flache Charaktere und eine etwas zu geringe Beschreibung der Umgebung lassen mich das Buch mit noch 3 von 5 Sternen bewerten.
  14. Cover des Buches Wo drei Flüsse sich kreuzen (ISBN: 9783426306604)
    Hannah Kent

    Wo drei Flüsse sich kreuzen

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Aaron_Weigel

    Ein Buch, dass seinen Spannungsbogen langsam aber beständig in die Höhe schraubt, bis man es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen will. 

    Durch das düstere Setting und die eigenwilligen Figuren, die einem nicht symphatisch sind und die den Leser gerade deswegen in den Bann ziehen, schafft die Autorin eine fantastische erzählerische Atmosphäre.

  15. Cover des Buches Das Geheimnis der Totenmagd (Die Hurenkönigin ermittelt 1) (ISBN: 9783548282817)
    Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd (Die Hurenkönigin ermittelt 1)

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Die Totenwäscherin Katharina erleidet einen schweren Schicksalsschlag: Ihr Vater, der Totengräber, soll einen Mord begangen und die Leiche geschändet haben. Dies sagt zumindest sein Geständnis nach tagelanger Folter aus. Katharina will dies nicht glauben und ermittelt eigenständig …

    Scheibstil:
    Normalerweise mag ich historische Romane, besonders dann, wenn ich etwas von ihnen lernen kann. Leider hat mir die Geschichte um die Totenmagd rein gar nichts gebracht, außer: ein furchtbar schnulziger Satzbau mit vielen Füllwörtern und ein inszenierter Plot. Ursula Neeb hat sich bemüht viele historische Dinge in ihren Roman einzuarbeiten und hat gut recherchiert (langer Quellnachweis am Ende des Buches), aber mit dem Schreiben hapert es einfach etwas.

    Charaktere:
    Katharina, die nur aus Liebe zu ihrem Vater, den besten Freund desselbigen geheiratet hat. “Onkel Rupp” – wie sie ihren Mann nennt, nimmt dies auch alles so hin und die beiden leben nebeneinander her. Für mich eine eigenartige Kombination und nicht nachvollziehbar.

    Die Brüder des Todes waren für mich eine Sekte, ohne Sinn und Verstand, liefen sie ihrem “Meister” hinterher – gut ggf. war das so, aber ich konnte auch dies nicht glauben. Die Charaktere und ihre Rollen waren mir zu lieblos und fremd, dass ich keinen Zugang gefunden habe.

    Cover:
    Das Cover ist interessant und macht neugierig auf das Geheimnis der Totenmagd.

    Fazit:
    Mit weniger schnulzigen Sätzen und Lückenfüllern hätte mir das Buch sicherlich besser gefallen. So fand ich es zu lang (200 Seiten weniger wären total ok gewesen) und vergebe nur 2 Sterne.

  16. Cover des Buches Das Haus in der Löwengasse (ISBN: 9783499259012)
    Petra Schier

    Das Haus in der Löwengasse

     (127)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Heute habe ich ein Buch aus dem Jahr 2012 beendet. Um es kurz zu machen, das Buch hat mich vollends überzeugt.
    Neben der Adelinareihe ist das bisher das Buch, das mir von Petra Schier am besten gefallen hat. Erneut gelang es der Autorin mich abzuholen und dies gleich auf den ersten Seiten. Der Spannungsbogen ist fein gezeichnet und beginnt eher sachte um sich dann immer weiter zu steigern.
    Das Buch besticht durch großartig ausgearbeitete und sehr plastisch beschriebene Figuren. Dank der schönen Schreibweise gelingt es der Autorin ihren Figuren Leben einzuhauchen, so sehr das man glauben könnte, es handle sich um reale Personen. Dazu die wie gewohnt schönen Dialoge und man erlebt mit wie sich eine Liebesgeschichte zur damaligen Zeit angefühlt haben muss.
    Der Hauptdarsteller, Julius ist ein sehr moderner Mann, eigentlich ganz anders wie so viele Männer im Verhältnis zu seinen weiblichen Angestellten. Nach außen hin eine raue Schale mit einem weichen Kern. Es ist jetzt nicht leicht Julius weiter zu charakterisieren ohne zu viel von der Story zu verraten, deshalb lasse ich es auch sein. Ich empfehle hier, das Buch selbst zu lesen, wenn ihr Wissen wollt welch ein feiner Mann Julius denn ist.
    Die Schauplätze sind ebenfalls sehr schön beschrieben und so kommt es einem vor als wäre man selbst schon dort gewesen.
    Der Roman ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und daher eigentlich eher etwas für Frauen, so könnte man denken. Aber denkste, auch ich als Mann war von diesem Roman von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
    Für mich sind das hier hochverdiente 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!
  17. Cover des Buches Die honigsüßen Hände (ISBN: 9781503954670)
    Marion Johanning

    Die honigsüßen Hände

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Jedida

    Und wieder ein Buch von Marion Johanning, das mich begeistern konnte! Frau Johanning versteht es, so zu schreiben, dass der Leser direkt ins Geschehen gebeamt wird. Ihre Figurenzeichnung ist plastisch und absolut nachvollziehbar, ihr Schreibstil flüssig und schnörkellos. Es gibt Charaktere zum Hassen und Lieben und eine Story, die keine Minute langweilig wird. So für einige Stunden ins Feinbäckerhandwerk und in die Schilderung harter körperlicher Arbeit einzutauchen hatte echt was (vor allem, wenn man dabei gemütlich auf der Couch liegen kann) … Es hatte echt was von einer Zeitreise ins Mittelalter. Gut gemacht, Frau Johanning! Und bitte mehr davon.

    Wer historische Romane mit starken Frauen mag, die für die damalige Zeit Bahnbrechendes geleistet haben, der dürfte an diesem Werk seine wahre Freude haben.

  18. Cover des Buches Die stumme Magd (ISBN: 9783963621246)
    Annette Spratte

    Die stumme Magd

     (16)
    Aktuelle Rezension von: DianaKlewinghaus

    Die Autorin vereint in dem Buch einige meiner Vorlieben miteinander, dabei kommt es ganz ohne Fantasy aus. Die Geschichte beginnt düster und mit einem spannenden Geheimnis, das von Daniel, dem sympathischen Protagonisten, enträtselt werden will. Unvermutet früh wurde ich von einem Twist überrascht und durfte die anklingende Romanze dann mit Blick auf die inneren Dramen der Charaktere mitfiebern. Daniels Liebe zu Pferden, seine Gottgläubigkeit und die Geschehnisse auf dem Landgut weben ein authentisch historisches Gewand für dieses schöne Werk, das zum Abtauchen in eine andere Zeit verführt.

  19. Cover des Buches Erinnerung an einen schmutzigen Engel (ISBN: 9783423215251)
    Henning Mankell

    Erinnerung an einen schmutzigen Engel

     (79)
    Aktuelle Rezension von: AnnaChi

    Geschichte wird in Menschen lebendig, seien es historische Persönlichkeiten oder fiktive Personen. Hanna, die Hauptperson des Mankellschen Romans, ist eine Mischung aus beidem. Mankell wurde durch eine Notiz in einem geschichtlichen Dokument, die beschreibt, dass eine junge Schwedin die Besitzerin eines der größten Bordelle einer Hafenstadt in Mosambik war, zu diesem Roman angeregt.

    Diese Hanna heuert aus Not und um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einem Schiff als Köchin an, verliebt sich dort in einen Steuermann, der während der Fahrt stirbt und verlässt das Schiff in besagter Hafenstadt, in der sie zufällig in einem Bordell landet, das sie für ein Hotel hält. Als der Besitzer um ihre Hand anhält, sagt sie nach kurzem Zögern zu und ist als seine Witwe schon bald Besitzerin des Etablissements.

    Hanna versucht ihren eigenen Weg zu finden. Einerseits sieht sie den brutalen Rassismus der weißen Menschen (und natürlich im Bordell vor allem der weißen Männer), andererseits die Schwarzen, die sich beugen, aber voll unterdrücktem Hass sind. Als sie versucht, sich für die schwarzen Frauen einzusetzen, wird ihr klar, dass ihre Einmischung von beiden Seiten nicht erwünscht ist ...

    Sehr gekonnt lässt uns Mankell die bedrückende Welt einer Kolonie zu Beginn des letzten Jahrhunderts durch die Augen der naiven Hanna erblicken. Er zeigt, wie man auch ohne moralisch erhobenen Zeigefinger eine gute und differenzierte Geschichte erzählen kann.

  20. Cover des Buches Kranzgeld (ISBN: 9783842514010)
    Irene Zimmermann

    Kranzgeld

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Sandra_Altmann_Autorin

    Ein  wirklich sehr gelungener historischer Roman, der einen mitnimmt in das bäuerliche Leben des 19. Jahrhunderts. Interessant, gefühlvoll und zugleich auch spannend erzählt.

  21. Cover des Buches Tagebuch eines Vampirs - Im Zwielicht (ISBN: B004OEA1MU)
    Lisa J. Smith

    Tagebuch eines Vampirs - Im Zwielicht

     (1.259)
    Aktuelle Rezension von: needagoodbook

    Hhhhhshhsjuuuuuuuuu

  22. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.299)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Ich hatte bereits den Film "Der Junge im gestreiften Pyjama" gesehen. Die dort dargestellte Freundschaft zwischen einem jüdischen Jungen, der im Konzentrationslager lebt und einem deutschen, der der Sohn des Lagerkommandanten ist, ließ mich nicht mehr los. Deshalb las ich auch das Buch von John Boyn.

     

    Er heißt Bruno, was ich mit der Braune übersetzen möchte, obwohl er noch nicht zu den Braunen gehört, sondern sein Vater, der SS-Obersturmbannführer Ralf.
    Letzterer wird vom "Furor" persönlich zum Kommandanten befördert, was bedeutet, dass er mit seiner Familie von Berlin wegziehen muss.

    Dem neunjährigen Bruno gefällt sein neues Heim in "Aus-Wisch" nicht. Vor allem vermisst er seine Freunde.
    Von seinem Zimmer aus entdeckt er einen Bauernhof, auf dem die Menschen gestreifte Pyjamas tragen. Dort gibt es auch Kinder.

     

    Die Einsamkeit und sein Forscherdrang führen ihn zum hohen Stacheldrahtzaun, von dem der vermeintliche Bauernhof umgeben ist. Dort lernt Bruno Schmuel kennen, der am selben Tag wie er Geburtstag hat.
    Den Namen Schmuel hat Bruno noch nie gehört. "Klingt schön, wenn man ihn ausspricht. Wie wenn der Wind weht", sagt der deutsche Junge zu dem im gestreiften Pyjama.


    Die kleinen Hände Schmuels eigenen sich hervorragend zum Polieren der Gläser. Deshalb wird er zum Dienst ins Haus des Lagerkommandanten geholt, wo die beiden neuen Freunde zusammentreffen. Bruno bietet dem hungrigen Jungen vom Hühnerbraten an. Gierig schlingt Schmuel ihn hinunter, wird aber von Obersturmführer Kurt Kotler erwischt.
    Des Diebstahls bezichtigt verteidigt sich Schmuel mit dem Hinweis auf seinen Freund Bruno.

    Der aber sagt: "Ich habe ihn noch nie im Leben gesehen. Ich kenne ihn nicht."
    Wie der biblische Petrus hat auch Bruno ganz offensichtlich Angst vor den möglichen Folgen eines Bekenntnisses. Deshalb verleugnet er seine Freundschaft zu dem jüdischen Jungen.

    Als Bruno Schmuel nach Tagen wieder am Lagerzaun trifft, hat der viele blaue Blutergüsse im Gesicht, ist aber bereit, Bruno zu vergeben. "Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun!" Lucas 23,34

    Bruno dagegen erkennt das zerschundene Gesicht nicht als Folge seines "Fehlers", sondern denkt an einen Fahrradunfall als mögliche Ursache.

     

    Wieder ist es Brunos Forscherdrang, der ihn dazu bewegt, seine Kleider gegen die eines Pyjamas zu tauschen und unter dem Zaun hindurch ins Lager zu kriechen.

    Als er schnell bemerkt, dass das Leben dort nicht seinen Vorstellungen entspricht, gibt es kein Zurück mehr. Beide Kinder enden Hand in Hand in der Gaskammer.

     

    Das Buch bleibt konsequent bei der naiven Sichtweise Brunos, der trotz Erdkundeunterricht und den Landkarten in Gretels Zimmer nicht einmal weiß, dass er sich in Polen befindet. Der Film rückt der Realität etwas näher. Zum Beispiel hat der Pyjama dort eine Nummer und muss vor dem Betreten der Gaskammer ausgezogen werden.

     

    Ich stimme Rabbiner Benjamin Blech zu, wenn er in Buch und Film eine Profanierung sieht. Neunjährige Kinder konnten in Auschwitz nicht überleben, weil sie nicht ausreichend arbeitsfähig waren. Wenn sie es trotzdem geschafft hätten, meine ich, hätten sie gewusst wohin ihre Familienangehörigen verschwanden. Als Folge des Überlebenskampfes wären sie vorgealtert und hätten nicht überwiegend schweigend am Boden gehockt.

     

    Wie kam der irische Schriftsteller dazu, ein solches Buch zu schreiben, frage ich mich. Er springt auf den deutschen Zug auf und schreit mit seinen Insassen im Chor: "Wir haben davon nichts gewusst!"

     

    Er selbst sagte zu seinem Roman: "Wenn du dieses Buch zu lesen beginnst, wirst du früher oder später an einem Zaun ankommen. Zäune wie diese existieren überall. Wir hoffen, dass du niemals einem solchen Zaun begegnest."

     

    Es gibt einen Fortsetzungsroman mit dem Titel "Als die Welt zerbrach". Dort beschäftigt sich der Autor mit den Schuldgefühlen von Gretel, Brunos älterer Schwester. 

     

    Ob er auch ein Buch aus der Sichtweise Schmuels schreiben wird, etwa mit dem Titel "Der Sohn des Lagerkommandanten" oder "Der Junge mit den kurzen Hosen und dem vielen Essen"?

     

    Ich danke John Boyne herzlich für seine Denkanregungen.

     

    Vera Seidl

     

     



     

  23. Cover des Buches Die Herrin der Burg: Historischer Roman (ISBN: B075M9CBW6)
    Ulrike Schweikert

    Die Herrin der Burg: Historischer Roman

     (83)
    Aktuelle Rezension von: busdriver

    Ich habe schon einige Romane der Autorin gelesen und mag ihre Geschichten.

    In dieser hier wird man direkt in die ungeschönte Zeit des 13. Jahrhunderts katapultiert. Mit allen Schrecken und Grausamkeiten, die diese Zeit zu bieten hatte. Sehr deutlich wird diesmal die Rolle der Frau im Mittelalter in Szene gesetzt. Es ist keine romantische Rittergeschichte, eher ein etwas düsteres Abbild der Zeit. 

    Die beiden Hauptpersonen Tilia und Gret haben denselben Vater. Allerdings wächst die eine als adlige Tochter, des Ritters von Wehrstein auf, während sich die andere als unfreie Magd verdingen muss.

    Beide werden auf die Burg der Zollern geschickt und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

    Schonungslos offen, teils sehr brutal, schildert Ulrike Schweickert das Leben dort. Intrigen, Gewalt, Unterdrückung bestimmen das Leben.

    Spannend und unterhaltsam!

    Zum Buchcover kann ich nichts sagen, dass hat sich im Laufe der Jahre mehrmals geändert.

  24. Cover des Buches Ash (ISBN: 9780316040105)
    Malinda Lo

    Ash

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Lange habe ich diese Rezension vor mir hergeschoben, da ich zunächst nicht wusste, was ich schreiben soll. Zunächst sei gesagt, ich hab es nicht geschafft das komplette Buch zu lesen, immer wieder habe ich, teilweise sogar recht große, Passagen übersprungen. Woran lag es also ?

    Lag es an der Idee?
    Nein, an sich nicht. Ash ist quasi ein modernes Aschenputtel, wobei modern auch nicht das richtige Wort ist, da das Setting, typisch Märchen, mitteralterlich angelegt ist. Dabei lehnt sich die Geschichte jedoch nicht all zu sehr an das Märchen an, es ist also keine einfache Neuerzählung, sondern vielmehr eine ganz eigene Handlung, die eben Aspekte aus dem Aschenputtelmärchen besitzt.


    Lag es an der Handlung?
    Bedingt. Während der Anfang noch stark an das Märchen erinnert: Vater stirbt, böse Stiefmutter, böse Stiefschwestern, entfernt die Handlung sich später immer mehr von Aschenputtel. Das ist auch nicht schlecht, im Gegenteil. Ich fand es gut, dass Aschenputtel/Asch sich nicht für den Prinzen entscheidet. Frau Lo legt sogar noch einen drauf und lässt ihre Heldin sich für die Jägerin entscheiden. Einen großen Pluspunkt für Diversität also.
    Leider hatte ich nicht das Gefühl, der Liebesgeschichte wirklich folgen zu können. Die Emotionen von Ash und der Jägerin, aber auch von den anderen Charakteren erreichten mich einfach nicht. Alles blieb recht unnahbar und oberflächlich. Hinzu kommt, dass ich das Buch, obwohl es ja nun nicht sehr lang ist, an manchen Stellen als ziemlich langweilig empfand. Vielleicht lag das aber auch an dem Schreibstil. Womit wir bei der dritten frage kommen:

    Lag es am Schreibstil?

    Ja. Der Schreibstil wirkte auf mich bemüht um Märchenatmosphäre, wobei dies nicht wirklich gelungen ist. Anstatt wie im Märchen gebannt der Geschichte zu folgen und mit der Heldin mitzufiebern, hatte ich eher das Gefühl über der Handlung zu schweben und alles nur aus mehreren Metern Entfernung beobachten zu können. Ich bekam absolut kein Gefühl für Ash oder die anderen Charaktere und das war das, was mich so massiv gestört hat.


    Fazit:

    Die Idee um Ash hätte wirklich Potenzial gehabt, wenn die Handlung ausgereifter gewesen wäre und der Schreibstil anstatt eine bestimmte Atmosphäre erzwingen zu wollen, sich mehr mit den Gefühlen und Gedanken der einzelnen Personen beschäftigt hätte.


    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner



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