Bücher mit dem Tag "lord byron"

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45 Bücher

  1. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  2. Cover des Buches Frauen und Bücher (ISBN: 9783442749805)
    Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Frauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.

    Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.

    Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.

    Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle. 

  3. Cover des Buches Hex Hall - Dämonenbann (ISBN: 9783802582417)
    Rachel Hawkins

    Hex Hall - Dämonenbann

     (254)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Sorek

    Der letzte Band war mega spannend und ein toller Abschluss.
    Am Ende habe ich das Buch mit einem lächeln beendet und war froh die Reihe gelesen zu haben.
    Eine tolle Fantasie Reihe, die sich lohnt zu lesen. :) 

  4. Cover des Buches Schande (ISBN: 9783596509515)
    J.M. Coetzee

    Schande

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    J.M. Coetzee ist ein Autor aus Südafrika und war mir bisher nicht so bekannt. Obwohl er schon den Nobelpreis für Literatur bekommen hat und 2 x den Booker Preis. Er lebt seit 2002 in Australien und ist bereits im hohen Alter von 80 Jahren.

    In seinem Roman "Schande" hat er einen Literaturprofessor angesiedelt, der nach 2 gescheiterten Ehen immer noch stark dem weiblichen Geschlecht zugewandt ist. David Lurie beginnt eine Affäre mit einer Studentin, die vom Alter her seine Tochter sein könnte. Nachdem die Geschichte ans Licht kommt fällt er in Ungnade bei seiner Universität. Er flieht zu seiner Tochter, die auf einer einsamen Farm lebt.

    Lucy lebt ein so ganz anderes Leben als das, was sein Vater kennt. Sie versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Dort kümmert sie sich um Hunde. Anfangs scheint es, als könne Lucys Leben ihrem Vater einen neuen und natürliche Rhythmus und Halt geben. Dann aber geschieht etwas, womit Vater und Tochter nicht gerechnet haben. Sie werden überfallen. Die Folgen werden die Beiden erst einmal aus der Bahn werfen. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten kommen immer mehr zu Tage. Dabei greift der Autor auch das Thema Apartheit auf.

    Er schreibt schon sehr intellektuell, das hat er auch in der Rolle des Professors ausgelebt. Sehr düster beschreibt er die Atmosphäre auf dieser Farm. Da gruselt es einem schon ein wenig beim Lesen. Immer wieder möchte man auch Lucy durchschütteln und ihr sagen, was musst Du hier alleine leben?

    Der Autor Coetzee hat Südafrika den Rücken gekehrt vor vielen Jahren. Man hat hier nicht den Eindruck er rechne mit den "Schwarzen" ab, sondern er beschreibt hier eher das Versagen der "Weißen" in diesem Land. Um einen Einblick in das Leben in Südafrika zu bekommen, dem kann ich nur sagen, er sollte das nicht so umfangreiche Buch unbedingt lesen.

  5. Cover des Buches Claire Clairmont und das letzte Geheimnis (Claire Clairmont Mysteries 1) (ISBN: B08NLDFKBC)
    Marty Ambrose

    Claire Clairmont und das letzte Geheimnis (Claire Clairmont Mysteries 1)

     (21)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus_britta

    Der Roman führt uns in das Jahr 1873 nach Florenz. Im Jahr 1873. Claire Clairmont lebt dort verarmt mit ihrer Nichte und deren Tochter. Sie, die Geliebte des berühmten Dichters Lord Byron, ist die letzte Überlebende des literarischen Zirkels, bestehend aus Claire, Lord Byron sowie Claires Halbschwester Mary Shelley und Percy Shelley,  die 1816, in dem Jahr ohne Sommer, eine gemeinsame Zeit am Genfer See verbrachten. 

    Die Erinnerungen an diese Zeit werden bei Claire geweckt, als Michael Rossetti eines Tages in Florenz auftaucht und Claire die Liebesbriefe von ihr und Lord Byron abkaufen möchte. 

    Und hier beginnt die Reise in die Vergangenheit: Zum einem an den Genfer See, parallel die Suche nach der Erklärung, warum 1816 als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte einging und den Sprung zurück in die Gegenwart, in der Claire und ihre Liebe zu Lord Byron Dinge in Gang setzt, die nicht vorhersehbar waren.

    Der Roman basiert auf historischen Ereignissen. Wer sich dafür interessiert, ist hier genau richtig. Es ist allerdings zu bemerken, dass dieser Roman teilweise den Charakter einer historischen Biografie hat.

    Die Autorin schreibt gut und wenn man von dieser Zeit und seinen Dichtern etwas mehr weiß außer das man die Namen mal gehört hat, kommt man bestimmt schneller in die Thematik als mir das gelungen ist. Für mich ist das Ende anders als erwartet und ich frage mich: Wieviel Fiktion steckt in diesem Roman? 

    Um das herauszufinden muss man ihn schon selbst lesen und sich selbst ein Urteil bilden.:-)

  6. Cover des Buches Die Werwölfe (ISBN: 9783453533165)
    Christoph Hardebusch

    Die Werwölfe

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Christoph Hardebusch durchlief eine mehr als typische Entwicklung vom Fantasyleser zum Fantasyautor. Nachdem er studiert und einige Zeit als freier Texter in der Werbebranche gearbeitet hatte, gelang es ihm 2005, eine Agentur von seinem literarischen Talent zu überzeugen. Kurz darauf erschien sein Debüt „Die Trolle“ – obwohl ihm die Troll-Szene in „Der kleine Hobbit“ als Kind zu gruselig war. Es folgte die „Sturmwelten“-Trilogie, erneut ein Werk der High Fantasy. Dass Hardebusch auch andere Interessen und einen Abschluss in Geschichte hat, zeigte sich erstmals 2009. Sein damals veröffentlichter Einzelband „Die Werwölfe“ verknüpft den Werwolfmythos mit einer aufregenden historischen Epoche und faszinierenden historischen Persönlichkeiten.

    Conte Ercole Viviani möchte seinen Sohn Niccolo in das Familiengeschäft einführen. Der junge Italiener ist von dieser Aussicht jedoch nicht begeistert. Lieber möchte er seine Tage mit Literatur verbringen und davon träumen, ein gefeierter Schriftsteller zu werden. Lediglich ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt ihm. Bevor er sein Erbe antritt, schickt ihn sein Vater auf eine ausgedehnte Europareise. Die erste Station seiner Grand Tour ist das pittoreske Genf. An den Ufern des malerischen Schweizer Sees wird er 1816 in die Gesellschaft eingeführt. Als er eine Einladung in die berüchtigte Villa Diodati erhält, kann er sein Glück kaum fassen, denn dort residiert der Dichter Lord Byron, den Niccolo zutiefst verehrt. Nächtelang diskutiert er über Poesie und Liebe, über Okkultes und Wissenschaft. Aber Lord Byron umgibt ein Geheimnis, das Niccolos Leben für immer verändert. Gejagt von der katholischen Inquisition muss er herausfinden, was es bedeutet, eine Bestie zu sein, die nur in Legenden existieren sollte: Ein Werwolf.

    Warum kommen Bücher über Werwölfe eigentlich selten ohne Vampire aus? Ich hatte sehr gehofft, dass „Die Werwölfe“ die Idee einer lykanthropischen Geheimgesellschaft verfolgt, die sich in das Zeitgeschehen einmischt, aber am Ende sind es doch wieder die Blutsauger_innen, die die europäische Politik und in diesem Fall die katholische Kirche beeinflussen. Wieder einmal stehlen sie den Gestaltwandler_innen die Show, sowohl inhaltlich als auch mythologisch. Während Christoph Hardebusch den zentralen Vampir seiner Handlung sehr prominent inszeniert und recht detailliert illustriert, wie Vampirismus seiner Vorstellung nach funktioniert, bleibt die Lykanthropie in seiner alternativen historischen Realität erstaunlich vage. Erstaunlich, da das Buch ja nun mal „Die Werwölfe“ heißt. Tatsächlich präsentiert der Autor überwiegend alte Legenden, über die der Protagonist Niccolo im Rahmen seiner Recherchen stolpert. Er klärt jedoch nie auf, ob diese Legenden wahr sind oder nicht. Dem gegenüber stehen ein paar spärliche Fakten und Niccolos Erfahrungen mit Lord Byron und dessen berühmter Entourage. Ich fand es großartig, dass Hardebusch diesen illustren Zirkel in seinen Roman integrierte. Einerseits passt die kulturhistorische Epoche der Romantik mit ihrer Konzentration auf Leidenschaft und Düsteres hervorragend zum Werwolfmotiv. In diesem Umbruchklima von Tradition zu Moderne einen antiken Aberglauben zu untersuchen, erschien mir sehr aufregend. Andererseits hat es mir großen Spaß bereitet, mir auszumalen, dass Persönlichkeiten wie Byron und Mary Shelley, die zu ihrer Zeit als ausgesprochen verrucht, ja, skandalös galten, ein mystisches Geheimnis hüteten. Ich bedauerte fast, dass ich der Entstehung von „Frankenstein“ nicht beiwohnte – vermutlich hätte dieser Ausflug allerdings zu sehr von Niccolo abgelenkt, der von seinen berühmten Nebenfiguren natürlich nicht überstrahlt werden durfte. Das vermeidet Hardebusch erfolgreich, ein stabiles Profil von Niccolos Charakter konnte ich trotzdem nicht anfertigen. „Die Werwölfe“ umspannt etwa acht Jahre und ist in zwei große Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt wirkte auf mich kleinteilig und stellenweise arg langgezogen; der zweite Abschnitt hingegen involviert Zeitsprünge, die manchmal Monate oder sogar Jahre ausklammern. Einige dieser Sprünge fand ich schade, andere gerechtfertigt, aber ein Aspekt ist mir in beiden Abschnitten aufgefallen: Niccolo wird von der Handlung erfasst und von ihr getrieben, er verfügt selten über Kontrolle. Dadurch ist es schwierig, seine Persönlichkeit zuverlässig einzuschätzen. Die Hälfte des Romans befindet er sich auf der Flucht vor der Inquisition – genauer, einer Inquisitorin. Dieses Detail ist meiner Meinung nach in jeder Hinsicht unrealistisch. Eine Frau in der katholischen Inquisition? Das klingt in meinen Ohren undenkbar. Außerdem handelt sie die meiste Zeit allein. Hardebusch deutet zwar an, dass ihre Jagd „von oben“ sanktioniert ist, doch was sich dahinter verbirgt, erläutert er nicht. Daher wirkt sie wie eine durchgeknallte, obsessive Einzeltäterin und nicht wie die ausführende Hand einer Verschwörung. Meinem Empfinden nach verschenkte Hardebusch hier am meisten Potential für „Die Werwölfe“, denn die katholische Kirche als Ganzes zu involvieren, hätte seinem Roman einen spannenden Twist verliehen.

    „Die Werwölfe“ überzeugte mich eher durch historische als durch fantastische Elemente. Für die Werwolfliteratur ist dieser Roman meiner Meinung nach eine durchschnittliche Ergänzung, die man lesen kann, aber nicht muss. Weder präsentiert Christoph Hardebusch ein originelles Konzept für Lykanthropie noch ist die Geschichte außergewöhnlich. Die Handlung ist zu sehr von Einzelakteur_innen abhängig und bietet zu wenig Überraschungen. Ich fand das Lesen angenehm und unterhaltsam, kann jedoch nicht behaupten, dass das Buch starken Eindruck bei mir hinterließ. Tatsächlich grübele ich seit der Lektüre primär über den Stellenwert von Vampiren in Werwolferzählungen nach – das ist wohl nicht der Effekt, den ein Roman mit dem Titel „Die Werwölfe“ haben sollte.

  7. Cover des Buches Die Löwin von Aquitanien (ISBN: 9783442481385)
    Tanja Kinkel

    Die Löwin von Aquitanien

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Linny1

    Als Eleonore (oder hier: Alienor) von Aquitanien im 12. Jahrhundert lebte, war ihr Land im Süden Frankreichs eines der reichsten Europas. In ihrem langen und ereignisreichen Leben war sie mit einem französischen und einem englischen König verheiratet, war auf einem Kreuzzug, wurde mehrfache Mutter (unter anderem von Richard Löwenherz und Johann Ohneland, die die meisten wegen Robin Hood kennen), befand sich zeitweise auf dem Thron und zeitweise in Gefangenschaft, bis sie schließlich mit über 80 Jahren starb. Auf höchst lebendige Weise erzählt Tanja Kinkel, von der ich schon mehrere Bücher gelesen habe, hier ihre Lebensgeschichte.

    Mit ihrer ganzen Lebenseinstellung mutet Alienor sehr modern an. Sie ist zwar auf dem Kreuzzug, aber keineswegs frömmelnd, ist machthungrig, selbstbewusst und lässt sich von niemandem unterkriegen. Das macht sie zu einer beeindruckenden, aber auch leicht furchteinflößenden Frau. Mit ihrer herrischen Art war mit ihr bestimmt nicht gut Kirschen essen, aber als Romanfigur ist sie super!

  8. Cover des Buches Hex Hall - Wilder Zauber (ISBN: B07ZQ8MKDH)
    Rachel Hawkins

    Hex Hall - Wilder Zauber

     (537)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Sorek

    Super Auftakt in einer Welt voller magische Wesen.
    Habe den ersten Band an einem tag durch gehabt und fand ihn Mega schön :) 

  9. Cover des Buches Die Differenzmaschine (ISBN: 9783453526723)
    William Gibson

    Die Differenzmaschine

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Mizuiro
    Viele der neueren Rezensionen von Amazon lassen nur wenig gute Haare an diesem Buch. Es sei zu verwirrend, heißt es da meistens.

    Ganz so kann ich das eigentlich nicht unterschreiben. Es ist verwirrend, ja, aber es ist gleichzeitig brilliant geschrieben und beim Lesen wird deutlich, wie viel Überlegungen und Arbeit die Autoren in dieses Buch gesteckt haben.

    Die Geschichte ist in "fünf Iterationen" und einen "Modus" unterteilt. In den Iterationen wechseln meist die Hauptfiguren, aus denen die umfassende politische Geschichte erzählt wird. Ganz besonders faszinierend fand ich das Bild, dass sich so nach und nach aus kleinen Puzzlestücken zusammensetzt. Da wird gleich zu Anfang eine Person erwähnt die völlig unerwartet später wieder auftaucht und so eine dunkle Ecke der Geschichte erhellt. Schöne Aha!-Erlebnisse zwischen den vielen Seiten.

    Natürlich ist es auch schade, dass man so abrupt nach einem Kapitel von den lieb gewonnenen Protagonisten Abschied nehmen muss, aber es kommen ja neue nach, also halb so schlimm...

    Zugegeben, irgendwann kam auch bei mir der Punkt, an dem ich ganz einfach nicht mehr mitgekommen bin. Aber "Augen zu und durch", hab ich mir gedacht und das war gut. Denn obwohl ich nicht die vollen Ausmaße dieser gesellschaftlichen Verstrickungen verstanden habe, hat sich am Ende doch ein ziemlich klares Bild ergeben. Zu gewissen Erkenntnissen verhilft das letzte Kapitel, der "Modus", in dem die Geschichte nicht weiter erzählt, sondern in verschiedenen Dokumenten wie Briefen, Zeitungsartikeln usw. aus unterschiedlichen Winkeln beleuchtet wird. 

    Einige Stellen fand ich dann doch ein bisschen unzureichend beschrieben. Auch wenn im weiteren Verlauf deutlich wird, was genau passiert ist, hatte ich ein bisschen den Eindruck die Autoren ließen uns Leser mit einer Aussage wie "In London war es in diesem Sommer sehr heiß, darum brach Anarchie aus." stehen. Es ist zwar klar, dass da mehr dahinter steckt, die Zusammenhange hätten an diesem Punkt aber irgendwie mehr erläutert werden müssen. So hab ich mich doch immerhin ca. zwanzig Seiten lang geärgert. Zu allem Überfluss folgt nach den zwanzig Seiten eine weitere Passage, mit der ich meine Schwierigkeiten hatte.. Ich empfand sie als unrealistisch und ihr Ende dann ziemlich plump.

    Schwierig, das ohne Spoiler zu schreiben, ich sage nur: Ein, zwei Stellen hätte ich mir mehr ausgearbeitet und erläutert gewünscht.

  10. Cover des Buches Wolfstod (ISBN: 9783499332890)
    Felicitas Mayall

    Wolfstod

     (68)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Laura hat aktuell keinen laufenden Fall. Der aktuelle Leichenfund macht es ihr nicht leicht, überhaupt einem Verbrechen auf die Spur zu kommen.

     

    Der ältere Herr starb einsam in seiner Münchner Wohnung und war zu Lebzeiten nicht gerade beliebt bei seinen Nachbarn.

     

    Während Laura sich also nach Urlaub in Italien sehnt, hat Guerrini in Siena einen toten Autor auf dem Tisch. Giorgio Altlander war Dichter und Autor. Der Deutsche kommt Guerrini sehr gelegen und gibt ihm endlich die Gelegenheit, Laura im Rahmen der Ermittlungshilfe nach Siena einzuladen.

     

    Laura nimmt ihren Vater mit, der ab dem ersten Kilometer gen Süden in alten Erinnerungen schwelgt.

     

    In Siena angekommen hagelt es Kugeln.

     

    Der tote Autor war einer Enthüllung auf der Spur und das hat ihm zahlreiche Feinde beschert.

     

    Laura und Guerrini bleibt wenig Zeit für ihre frische Liebe. Beide gehen mit völlig anderen Ermittlungsansätzen an den Mord heran und lernen sich immer mehr kennen.

     

    Das Katz- und Mausspiel führt beide in die italienische Modebranche.

     

    Felicitas Mayall lässt im vierten Teil die Kugeln fliegen. Es knallt gewaltig in Siena und das nicht nur vor der Haustüre des Mordopfers. Das Knistern zwischen Laura und Guerrini hört man bis zur letzten Seite und machen natürlich Lust auf den nächsten Teil.  

  11. Cover des Buches Schneewittchenfalle (ISBN: 9783401505763)
    Krystyna Kuhn

    Schneewittchenfalle

     (226)
    Aktuelle Rezension von: janes_buecher

    Nach einem Unfall, bei den Stella ihre Mutter und ihren Bruder verliert, zieht sie mit ihrem Vater auf eine Insel, weit weg von ihrem früheren Leben. An den Unfall, bei dem Stella dabei war, erinnert sie sich nicht mehr. Doch während sie sich an ihr neues zu Hause gewöhnt, kommen immer mehr Erinnerungen zurück. Stella nimmt all ihren Mut zusammen und stellt sich ihren Erinnerungen und der Wahrheit.

    Leider konnte ich mich bis zum Ende nicht mit der Protagonistin und der Story anfreunden. Die Dialoge waren gestelzt, die Handlung sehr konstruiert und vorhersehbar. Dabei wurde alles sehr oberflächlich behandelt. Sehr schade, da mir der Schreibstil eigentlich gefallen hat.

    Für meinen Geschmack war es zu vorhersehbar und zu viele Nebeninformationen, die eingestreut wurden. Diese haben mich häufig eher verwirrt und wurden auch teilweise nicht erklärt oder wieder aufgegriffen.

    Eine Empfehlung kann ich hier leider nicht wirklich aussprechen. Dafür hat für mich persönlich zu vieles nicht ganz gestimmt. Es handelt sich zwar um ein Jugendbuch, jedoch bezweifle ich, dass ich vor einige Jahren anders über diese Geschichte gedacht hätte als heute.

  12. Cover des Buches Jonathan Strange & Mr. Norrell (ISBN: 9783827078896)
    Susanna Clarke

    Jonathan Strange & Mr. Norrell

     (201)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ausnahmsweise würde ich sagen: Vergleiche mit Tolkien sind hier nicht völlig aus der Luft gegriffen. Meistens beziehen sie sich ja nur darauf, dass ein Autor einen irgendwie episch angehauchten Roman von beträchtlicher Länge abgeliefert hat. Clarkes Buch ist zwar lang, allerdings eher ein Gesellschaftsroman der Fantasy als ein Epos. Tolkien wollte mit seinem Werk eine "Mythologie für England" schaffen, Susanna Clarke schreibt die englische Geschichte neu- stilsicher, faktenkundig, erfinderisch und mit britischem Understatement. Dass der entstandene Roman manchen Fantasyfan enttäuscht, ist nicht verwunderlich. Genauso wenig muss man sich wundern, dass er viele Leser begeistert hat. Müsste ich das Buch mit einem Wort beschreiben, würde ich vermutlich "originell" wählen. (Und dieser Begriff drängt sich in der Fantasyliteratur leider nicht allzu oft auf.)

    Ich vergebe fünf Sterne, obwohl das Buch ein paar Schwächen hat. Zum Beispiel dauert es am Anfang lange, bis man mit den Hauptpersonen warm wird. Kein Wunder, schließlich handelt es sich um einen grantigen Alten und einen arroganten reichen Schnösel. Trotzdem hat man sie am Ende des Romans ins Herz geschlossen. In ihrem zurückhaltenden Stil beschreibt Clarke die absurdesten Ereignisse, verliert dabei aber den historischen Rahmen des Krieges gegen Napoleon nie aus den Augen. Ihre Kommentare zur Politik sind dabei oft nicht weniger treffend und amüsant als die zur Zauberei, ihrem "Spezialgebiet". Und auch ein paar historische Persönlichkeiten bekommen ihr Fett weg. Angenehm ist vor allem auch, dass Clarke auf die in der Fantasy so häufige schwarz/weiß-Zeichnung der Figuren verzichtet, allen Stärken und Schwächen zugesteht, und uns sogar mit einem kitschigen Happy End verschont.

    Wer sehen möchte, wie britische Gentlemen sich gegen perfide Elfen und dunkle Zauber schlagen, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Wer das albern findet und eher auf epische Helden mit blutrünstigen Feinden steht, sollte lieber die Finger davon lassen. 

    Schlußbemerkung: Bei aller Liebe zu dem Buch, muß ich dennoch sagen Tolkien ist besser!

  13. Cover des Buches Der Vampir (ISBN: 9783548253473)
    Tom Holland

    Der Vampir

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Leuchtturmwaerterin
     Ich fand es teilweise sehr interessant, aber es hatte immer wieder Längen, die ich unnötig fand.

    Ich war auf jeden Fall begeistert von der sehr guten Recherche des Autors. Immer wieder habe ich nachgegoogelt und ich fand es super, dass er nicht nur die griechische Mythologie mit eingebracht hat, sondern vor allem die Biographie von Lord Byron immer wieder mit eingewoben hat. Vor allem, was die Person um ihn herum anging.
    Die Beschreibung des Blutrauschs wirkte auf mich wie ein Drogentrip. Ob der Autor da wohl mal Erfahrungen gemacht hat?
    Die Legende um den ewigen Juden habe ich bei dieser Gelegenheit auch erfahren. Die war mir vollkommen unbekannt, obwohl ich eigentlich dachte relativ bibel- und christlichen Mythen sicher zu sein.
    Auch ohne zu wissen, dass es noch zwei weitere Bände gibt, schreit das Ende dieses Buches nach einer Fortsetzung. So wie es aussieht gibt es sogar zwei. 
  14. Cover des Buches Mary Shelley (ISBN: 9783955102777)
    Barbara Sichtermann

    Mary Shelley

     (6)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Mit MARY SHELLEY ist Barbara Sichtermann eine gleichzeitig informative wie auch fesselnde Romanbiografie gelungen. Gut recherchiert und leicht verständlich wird das Leben der Autorin und ihre Zeit dargestellt. Dabei nutzt Sichtermann auch reale Quellen und sorgt mit dem geschickten Einflechten in die Handlung für einen starken Realismus, der eine gute Verbindung zwischen Roman und reiner Biografie darstellt. Dem Leser wird eine wenig bekannte Autorin nahegebracht und ihre Biografie zeigt, dass sie sich bei Weitem nicht hinter den großen Dichtern ihrer Zeit verstecken muss und sie nicht auf FRANKENSTEIN reduziert werden muss. Gut recherchiert aber nicht so trocken wie eine reine Biografie (sein könnte) zeigt Sichtermann ein kurzweiliges und sehr informatives Portrait einer ungewöhnlichen Frau, die durchaus auch als Vorbild gesehen kann (auch für Männer).

  15. Cover des Buches Die Lügen der Vergangenheit (Claire Clairmont Mysterys 2) (ISBN: B095ZXJ1CS)
    Marty Ambrose

    Die Lügen der Vergangenheit (Claire Clairmont Mysterys 2)

     (14)
    Aktuelle Rezension von: SkadiV

    Claire hat erfahren, dass ihre Tochter Allegra noch leben soll – nun erinnert sie sich zurück, um herauszufinden, was damals mit ihrer Tochter tatsächlich geschehen ist. Sie dringt gedanklich noch tiefer in den Sommer im Jahr 1816 vor. Jenem Sommer, der in Claires Leben so vieles verändert hat. Um mehr über die Wahrheit zu erfahren, reist sie zu jenem Kloster, in dem ihre Tochter gestorben sein soll. Doch das Gefühl, niemandem mehr vertrauen zu können, verfolgt sie auf Schritt und Tritt.

    „Die Lügen der Vergangenheit“ ist der zweite Band der Reihe um Claire Clairmont, der „vergessenen“ Stiefschwester von Mary Shelley. Die Handlung schließt fast unmittelbar an den ersten Band an. Daher ist es auch nicht ratsam, den weiten Band unabhängig vom ersten zu lesen. Es wird kaum etwas von den Informationen aus dem Ersten wiedergegeben, eine erneute ausführliche Personeneinführung erfolgt ebenfalls nicht. Wie auch im ersten Band wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt: 1816 und 1873. Beziehungsweise Claire erinnert sich vom Jahr 1873 an den Sommer 1816 zurück.

    Auch der Schreibstil ist gewohnt ausschweifend, die Kapitel außergewöhnlich lang. Das macht es stellenweise, wie auch im ersten Band, etwas zäh. Wer damit gut klargekommen ist, wird auch an Band zwei seine Freude haben. Denn auch hier sind die Beschreibungen absolut gelungen und schaffen erneut eine einzigartig unheimliche und zugleich melancholische Stimmung. Hier liegt definitiv der Zauber dieses Buches. Eine weitere Stärke des Buches liegt in der ausführlichen Recherche der Autorin, die geschickt Realität und Fiktion miteinander verbindet.

    Die Geschichte bleibt spannend. Nach und nach werden immer mehr Details des besagten Sommers zu Tage gefördert. Unter anderem mehr Details über Allegra und was mit ihr passiert ist.

    Wie ich in meiner Rezension zum ersten Band bereits angemerkt habe, sind die Genre-Einordnung und der Klappentext etwas irreführend. Dieses Buch ist weniger ein (klassischer) Krimi als die Erzählung des Lebens von Claire Clairmont.

    Die Bewertung dieses Buchs fällt schwer, denn wie gesagt, war meine Erwartung eine andere, als ich angefangen habe, die Reihe zu lesen. Gleichzeitig hat mich der erste Band so überzeugt, dass ich den zweiten definitiv lesen musste. Da aber auch hier einige Längen vorhanden sind, vergebe ich erneut vier Sterne.

  16. Cover des Buches Bookman (ISBN: 9783492702423)
    Lavie Tidhar

    Bookman

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Archer
    Als "Steampunk-Juwel" wird dieses Buch hinten auf dem Klappentext angepriesen. Und ich bin drauf reingefallen. Ich behaupte mal Folgendes: Nur weil ein Roman mit Dampfmaschinen und Robotern aufwartet, ist es noch lange kein Steampunk. Doch okay, ich fasse mal kurz zusammen.

    Orphan ist ein junger Typ, der schrecklich in Lucy verliebt ist. Er arbeitet in einem Buchladen, dessen Besitzer gern ein bisschen auf Revoluzzer macht. England wird von Echsen beherrscht, die irgendwann mal aus dem Weltraum gekommen und auf einer abgeschiedenen Insel namens Caliban von einem Forscher gefunden und geweckt worden waren. Der namensgebende Bookman ist ein Terrorist, der (meistens in Büchern versteckt) Bombenanschläge verübt. Bei einem dieser Anschläge stirbt Lucy - und Orphan muss ausgerechnet einen Auftrag vom Bookman annehmen.

    Die Idee hätte eigentlich wirklich cool sein können. Es gibt Luftschiffe und dampfbetriebene Karossen, ein außerirdisches Herrschergeschlecht, intelligente Roboter und Cyborgs, die ihr eigenes Ding drehen, es tauchen unter anderem ein mechanischer Byron auf, die Brüder Holmes, Irene Adler, Moriarty, Sebastian Moran, Jules Verne und der Kapitän der Nautilus ... Doch das Buch hat keine Seele, es wirkt wie aneinandergereihte Szenen, die abgearbeitet werden müssen, Gefühle werden behauptet, aber nie beschrieben, es gibt sinnlose Aktionen wie eine Reise zu der Insel Caliban, bei dem genauso sinnlos viele Leute geopfert werden, manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich gern mal ausprobiert hätte, was der Autor beim Schreiben geraucht hat: Leider bleibt es nur bei wirren Fieberträumen in einem flüssigen Schreibstil, der dennoch nicht abholen und schon gar nicht begeistern kann. Für mich wird es keine Fortsetzung geben.
  17. Cover des Buches Lucys wunderbares Liebesleben in 10 1/2 Kapiteln (ISBN: 9783442466498)
    Deborah Wright

    Lucys wunderbares Liebesleben in 10 1/2 Kapiteln

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Moorteufel
    Lucy überlegt sich gerne mit welchen Mann sie gerne die Nacht verbringen würde,wenn sie nicht einschlafen kann.Denn das ist ja viel spannender als schäfchen zählen.
    Als sie dann auch noch in den Besitz einer Zeitmaschine kommt,hält sie nichts davon ab in die Vergangeheit zu reisen.
    Zumal sie momnetan auch ärger mit ihren Freund Antony hat,und beide nicht wissen was sie wirklich wollen.
    Also reist Lucy zurück in die Zeit und lernt Lord Byron,Leonardo ,Al Capone und andere kennen.Merkt aber immer noch das ihr am meisten ihr Freund Antony ihr am meisten fehlt,und sie sich bei ihm noch am wohlsten fühlt.
    Es eine heitere ,ernste Geschichte die Lucy uns da erzählt.Mit all ihren höhen und tiefen,die sie durchmachen muß.Und als dann noch Lord Byron eines Tages in ihren Wohnzimmer auftaucht ist das Chaos komplett.Eine tolle Liebes-Zeitreise -Geschichte.
  18. Cover des Buches Vier Tage währt die Nacht. (ISBN: 9783499234972)
    Dorothea S. Baltenstein

    Vier Tage währt die Nacht.

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Gegen_den_Strom_lesen

    Die Entstehung des Buches ist selbst schon eine spannende Geschichte und Wert hier kurz beschrieben zu werden:

    Dorothea S. Baltenstein ist ein Sammelpseudonym einer Gruppe von vier Berliner Schülerinnen und deren früherer Lehrer. Im Rahmen eines dreijährigen Projektes wurde der Roman gemeinschaftlich geschrieben. Anschließend sollte ein Verlag gesucht werden, der auch gefunden wurde.
    Die Veröffentlichung war jedoch an mehrere Bedingungen geknüpft. Das Buch durfte nur unter einem Pseudonym, ohne Andeutung auf das Schülerprojekt veröffentlicht werden. Zusätzlich wurde die fiktive Person Dorothea S. Baltenstein erfunden, die um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gelebt haben soll und selbst ein tragisches Ende mit 30 Jahren erfahren hat. Ihr einziges Manuskript sei nie veröffentlicht worden und der Herausgeber Michael Schmid habe es im 21. Jahrhundert  zufällig auf einem Dachboden gefunden und veröffentlicht.
    Soviel zur fiktiven Autorin. Der Stern kam nach einem halben Jahr der Veröffentlichung hinter das Geheimnis der Dorothea S. Baltenstein und enthüllte das Schülerprojekt.
    Wer mehr darüber erfahren will, klickt hier.

    Nun zum Inhalt des Buches. Obwohl der Roman ein zeitgenössischer ist, liest er sich wie ein klassischer Schauerroman des 19. Jahrhunderts. Die Kulisse ist ein düsteres Schloss in den schottischen Highlands. Der Schlossherr lädt Freunde zu einem literarischen Wettstreit in das Gemäuer sein. Bereits in der ersten Nacht stürzt die Zugbrücke ein, was ein Todesopfer fordert. Der Weg nach draußen ist abgeschnitten… Die Literaten müssen erkennen, dass ein Mörder unter ihnen weilt, der einen nach dem anderen von ihnen tötet. Anscheinend ist der Mörder ein Märchenliebhaber, er gibt Rätsel auf, die mit den Gebrüdern Grimm zusammen hängen.

    Auf der Suche nach dem literarischen Muster für die Ungeheuerlichkeiten wird der Kreis der Verdächtigen schließlich immer kleiner…

     

    Ein spannender Schauer-Kriminalroman, mysteriös, märchenhaft, gruselig, absolut empfehlenswert.

  19. Cover des Buches Ewig Zweiter (ISBN: 9783899034301)
    David Nicholls

    Ewig Zweiter

     (6)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Steve McQueen war wohl bereits von seinen Eltern die Rolle des ewig Zweiten zugedacht, schließlich lebt es sich mit diesem Namen täglich im Schatten des unvergessenen Schauspielers und draufgängerischen Rennfahrers Steve McQueen. So ist es kaum verwunderlich, dass Steve mit seiner umgänglichen und freundlichen Persönlichkeit nur die Zweitbesetzung für den zwölftsexiest Mann, Josh Harper im Theaterstück "Verrückt, verworfen und gefährlich" ist. Den Lord Byron gibt dieser souverän und für Steve ergibt sich keine Aussicht auf einen Einsatz auf der Bühne. So träumt er weiter vom glitzernden Erfolg, Unmengen an Geld und einem feudalen Loft über den Straßenschluchten Londons. All das besitzt Josh und Nora noch dazu. Nora, die Ehefrau im Schatten des Starrummels, die mit Affären ihres begehrten Mannes und dem allgemeinen Partygetümmel zu leben versucht. Steve und Nora werden nach einer durchzechten Partynacht quasi Vertraute. Steve, da er sich in Nora verliebt hat und so dem Starruhm ein Stück näher zu kommen scheint und Nora sieht in Steve wohl die alltagsgebräuchliche Ausgabe ihres Mannes. David Nicolls Geschichte "Ewig Zweiter" hört sich locker nebenher, ist sprachlich mit unterschwelligem Sarkasmus und gepfeffertem Witz ausgestattet und spiegelt das Schattendasein von Steve recht gut wider. Nicht gerade der Brüller, aber ok. Wieder mal ordentliche drei Sterne Unterhaltung.
  20. Cover des Buches Der kalte Sommer des Doktor Polidori (ISBN: 9783596117574)
  21. Cover des Buches Die kalte Braut (ISBN: 9783453050310)
    Tim Powers

    Die kalte Braut

     (2)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Man kann sich nie sicher sein, wo die historische Überlieferung aufhört und die Fiktion anfängt.
    Powers widmet sich hier dem alten Vampir/Dämonen-Mythos, lässt Lord Byron und andere namhafte Dichter dieser Zeit Ende des 19.JHD auftreten und erzeugt eine sogartige Atmosphäre, die den Leser immer weiter in die bizarre Welt der Mythen um Succuben -Vampire, die ihren Liebhabern über kurz oder lang den Tod bringen- einführt und mitreisst.

  22. Cover des Buches Don Juan (ISBN: 9781153764131)
    George Gordon Byron Byron

    Don Juan

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Jane beißt zurück (ISBN: 9783453525894)
    Michael Thomas Ford

    Jane beißt zurück

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Jane Fairfax lebt in einem beschaulichen kleinen Städtchen nahe New York, hat einen Buchladen und keinen Mann. Eigentlich alles ganz normal, wären da nicht die zweihundert Jahre Lebenserfahrung. Denn Jane Austen ist nicht in ein dunkles Grab entschwunden, sondern lebt als verschmähte Schriftstellerin Miss Fairfax unter den Menschen. Ihr Roman „Constance“ wird leider von allen Verlagen abgelehnt. Als sie gerade die Datei löschen möchte, mischt sich jedoch ein alter Bekannter ein, dessen Ankunft sie seit langem fürchtet. Und wie soll sie ihr Vampirdasein bloß Walter, dem attraktiven Nachbarn, erklären? Meine Erwartungen an dieses Buch waren nicht besonders hoch – umso überraschter war ich als ich feststellte, dass mir das Buch von der ersten Seite an Spaß macht. Michael Thomas Ford schafft es spielend den Leser gefangen zu nehmen. Von Jane, ob nun Fairfax oder Austin, und den liebevoll gestalteten Nebencharakteren. Sein Humor sorgt einfach für ein paar tolle Momente, die der Handlung gut tun. Denn neben vielen schrägen Alltagssituationen die es zu meistern gilt, wird es auch dramatisch. Man fiebert mit Jane mit – Was wird mit ihr und Walter? Kann sie ihm gestehen, dass sie ein Vampir ist? Und welches Geheimnis verbindet sie und Lord Byron, der plötzlich in dem kleinen Städtchen auftaucht? Natürlich liefert das Buch keine genauen Details über Jane Austens Leben, auch wenn einige Male darauf eingegangen wird. Aber diesen Zweck soll das Buch ja auch gar nicht erfüllen. Es soll unterhalten und das schafft Ford ganz ohne die Geschichte von Jane Austen lieblos zum Leben zu erwecken. Vielmehr ist es eine kleine Liebeserklärung an Austen, deren Romane in dem Buch gehypt werden. Natürlich ist Jane Fairfax davon ganz und gar nicht begeistert, denn wer würde nicht gerne auch die Lorbeeren für seine Arbeit ernten? Und sowieso ist dieser ganze Hype mit Handpuppen, Kochbüchern und anderweitigen Ratgeber nach dem „Austin-Prinzip“ doch völlig übertrieben! Diese kleinen fast satirischen Bemerkungen, machen das Buch zu etwas Besonderem. Die Kapitelanfänge haben besonders Spaß gemacht. Zu lesen ist je ein kurzer Abschnitt aus dem unveröffentlichten Roman „Constance“, den Jane Austen in Wirklichkeit natürlich nie geschrieben hat. Ford hat sich dem Stil von Jane Austen angepasst, so dass man gerne das ganze Buch lesen würde! Das Buch ist übrigens Teil einer Reihe oder Trilogie, deren (vorerst?) letzter Teil 2012 erschien. Die beiden weiteren Bände sind jedoch nur auf Englisch erhältlich. Ob sie auf Deutsch erscheinen werden, halte ich eher für fraglich. Der Roman ist trotzdem in sich abgeschlossen, sodass man diese Vampirgeschichte auch ohne Englisch-Kenntnisse genießen kann! FAZIT Ein witzig geschriebener, gleichzeitig spannender Roman mit einprägsamen Charakteren. Wer vor den englischen Fortsetzungen zurückschreckt, kann auch nur den in sich abgeschlossenen 1. Band lesen. Jane Austen Fans müssen ganz und gar keine lieblos dahin geschriebene Vampirgeschichte erwarten, sondern vielmehr eine kleine Satire auf den „Jane Austen Hype“ (der Hype wird im Buch beschrieben). 5/5 Punkte
  24. Cover des Buches Kill your Darling! (ISBN: 9783518466940)
    Jennifer Wright

    Kill your Darling!

     (7)
    Aktuelle Rezension von: wortberauscht

    Das kennen doch alle: das Verlassen-werden! Und man glaubt die Welt geht unter, das Leben hat keinen Sinn mehr & nie wieder, aber wirklich nie wieder wird man lieben können oder geliebt werden!
    Aber wir sind doch verwöhnt, haben wirklich humane Trennungen. Das Herz bricht, aber es heilt und dann rappelt man sich auf und das Leben geht weiter – denn das tuen wir schließlich noch: leben!

    Ganz anders in den hier beschriebenen 13 Kurzgeschichten, kaum eine der Trennungen hätte ich selbst erfahren wollen!
    Um Trennungen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, sich mehr an der eigenen zu erfreuen als zu trauern hat Jennifer Wright eingehend recherchiert & präsentiert uns [bitte mit Ben & Jerry`s-Cokkie-Dough-Eis] das mitunter tödliche Ergebnis:

    Wir werden in verschiedene Zeit-Epochen geführt. 50 n. Chr., 15. Jahrhundert oder auch die 60er. Die großen und kleinen Namen der Geschichte lernen wir Leser von einer ganz anderen Seite kennen – mehr oder minder, denn einige Namen sind bekannt durch ihre Kaltblütigkeit.

    Die Kapitelaufzählung leitet zur passenden Trennungsgeschichte, was ich bereits in Hinblick auf den *Klappentext des Buches sehr gelungen finde:
    „5. Wenn Sie den Anblick von glücklichen Paaren nicht ertragen können, lesen Sie die Trennungsgeschichte von Anna Iwanowa | 136“ ~ S. 9
    „Wenn Sie bis heute auf eine Entschuldigung warten, lesen Sie die Trennungsgeschichte von Norman Mailer und Adele Morales Mailer | 294“ ~ S. 10
    Und beide Geschichten kann ich sehr empfehlen, ich konnte kaum glauben das sie wahr sein sollen! Ein Mann attackiert seine Frau mit einem Messer und dies wird noch schön geredet. Oder das gebrochene Herz einer Frau vereist so sehr, das sie mehr als überzogen auf andere Paare reagiert – Stichwort: aus den Augen aus dem Sinn.
    Eine skurril amüsante Geschichte ist ebenso vertreten & man glaubt diese sei die Grundlage des Films „Lars und die Frauen“ [der Vergleich wird auch von der Autorin erwähnt].

    *Auszug Klappentext:
    „Wenn du glaubst, deine Beziehung hätte ein schlimmes Ende genommen, dann lass dir gesagt sein: Es geht noch sehr viel schlimmer! […] Am Ende bist du nicht nur schlauer, sondern fühlst dich auch gleich viel besser.„

    Jennifer Wright holt ab und wann für ihre Geschichten etwas weit aus, mir persönlich war es in einigen zu viel drum herum geschrieben, bis die eigentliche Story kam.
    Dafür jedoch unterhält sie hervorragend durch ihre Kommentare: sarkastisch & humorvoll, damit kriegen AutorenInnen mich immer!

    Wer jetzt abgeschreckt ist, da es sich vielmehr um eine vergangene Zeit handelt, dem sei gesagt: es lohnt sich nach einer Trennung ins Bett zu verkriechen, einen Liter-Eimer-Eis griffbereit zu haben & die Nase in dieses Buch zu stecken. Die Autorin erzählt die Trennungsgeschichten locker, leicht mit vielen eigenen Anmerkungen und Vergleichen zur heutigen Zeit – ein unterhaltsamer Seelentröster!

    www.KeJas-BlogBuch.de 

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