Bücher mit dem Tag "list"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "list" gekennzeichnet haben.

231 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.574)
    Aktuelle Rezension von: carolin-jethon

    Auch wieder ein gelungener Band! Ich glaube langsam, dass Arya zu meiner Lieblingsfigur wird. Sie hat schon soviel durchmachen müssen und trotzdem schlägt sie sich weiter tapfer durch.

  2. Cover des Buches Plötzlich Fee - Sommernacht (ISBN: 9783453528574)
    Julie Kagawa

    Plötzlich Fee - Sommernacht

     (2.408)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》EIGENE MEINUNG:

    Ich liebe es Bücher passend zur Jahreszeit zu lesen – hier stimmt sogar noch der Titel – und dies ist eine der Reihen, die schon am längsten auf meinem SUB versauert, also los ging es:

    Die Cover dieser Reihe sind im Deutschen wunderbar aufeinander abgestimmt und farblich für mich sehr anziehend. Sie wirken magisch und wunderschön. Allerdings war ich erstaunt, als ich die englische Gestaltung zum 10jährigen gesehen habe und muss ich Nachhinein sagen, dass sie viel besser zur Geschichte passen. Denn diese ist nicht pastellfarben und fröhlich!

    Wir beginnen zwar einmal mehr mit typischen Jugendlichen-Sorgen, Highschool-Leben und einem unerreichbaren Schwarm, werden jedoch sobald wir in die Welt der Feen eintauchen von der Gewalt, Brutalität und Härte dort überrascht. Für mich im positiven Sinne.

    Unsere Hauptfigur Meghan versucht mutig zu sein und hat das Herz am rechten Fleck. Ohne Helfer wäre sie mit ihrer Naivität aber wohl nicht weit gekommen und ich hoffe sie entwickelt sich in der Reihe noch weiter. Ihre Gefährten sind vor allem Puck (ich genieße jede Verbindung zum Sommernachstraum), Ash (na klar brauchen wir einen dunklen Love-Interest in den man sich verliebt, weil er so gut aussieht) und Grimalkin (eine Katze, die mich sehr an die Grinsekatze von Alice erinnert). Mit ihnen zusammen macht das Reisen Freude – die Reise an sich aber eher weniger.

    Für einen Auftaktband kann ich verstehen, dass wir mehr über die Welt erfahren müssen, jedoch bin ich absolut kein Freund von Reisen durch fantastische Länder, da ich hier oftmals das Gefühl habe Kilometer um Kilometer mit den Charakteren zurück zu legen und doch nicht voran zu kommen. So ging es mir auch hier einige Zeit und erst gegen Ende kam wirklich Spannung auf und wurde die Handlung rasant. Zuvor hatte ich lang das Gefühl Meghan wird nur von einer aussichtslosen Situation in die nächste geworfen.

    Zum Glück hält sich die Liebesgeschichte sehr im Hintergrund und der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Band 1 ist in sich abgeschlossen, führt jedoch nahtlos zu Teil 2 über:

     

    1. Sommernacht

    2. Winternacht

    3. Herbstnacht

    4. Frühlingsnacht

    5. Das Geheimnis von Nimmernie (Zusatzband)

     

    》FAZIT:

    Erstaunlich brutale und gnadenlose Feenwelt im Auftaktband der Plötzlich Fee-Reihe. Leider hat sich die Reise durch das Feenreich für mich etwas gezogen, wurde aber von interessanten Nebencharakteren und einem rasanten Ende abgemildert.

  3. Cover des Buches Frostglut (ISBN: 9783492280341)
    Jennifer Estep

    Frostglut

     (1.259)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie-B

    Was soll man da noch sagen? 

    Ich könnte hier eine ausführliche Rezensionen schreiben, in der ich all meine Liebe, Begeisterung und Faszination über dieses Buch ausdrücke. 

    Ich könnte erzählen, dass die Geschichte hier in Band 4 genauso spannend, fesselnd und mitreißend bleibt, wie in den vorherigen Teilen. Ich könnte erzählen, dass die Charaktere die wir bereits kennengelernt haben wie auch die die neu hinzu kommen einfach nur perfekt sind und mich völlig in ihren Bann ziehen. Ich könnte erzählen, dass der Schreibstil von der ersten bis zur letzten Seite einfach perfekt ist und einen mit seiner spannenden, humorvollen und tiefgründigen Art nicht mehr loslässt. Ich könnte sagen, wie sehr mich die Emotionen des Buches gefangen nehmen. 

    Aber ich denke es reicht einfach zu sagen: min Band 4  schafft die Autorin ein weiteres Highlight und einen tollen Teil eine absolut fesselnden Reihe.

  4. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 02 (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 02

     (1.973)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Tja, da stehe ich jetzt wieder ein paar Monate später und wahrscheinlich schon näher dran, den dritten Teil zu lesen und ärgere mich wieder mal, dass ich nicht schneller war. Aber ich habe gerade freudig festgestellt, dass ich in weiser Voraussicht das Ende direkt danach bereits zusammengefasst habe. Puh!


    Ich muss mir (inzwischen sind nochmal einige Wochen und Monate vergangen) jetzt was zusammenreimen bezüglich meiner Leseerfahrung. Ich hatte auf jeden Fall Spaß und direkt danach Lust auf mehr. Aber wie das immer so ist bei mehreren Handlungssträngen, hält man sich in dem einen lieber auf als in dem anderen. Das war hier auf jeden Fall auch so.

    ...


    Okay, mittlerweile sind wieder einige Monate ins Land gezogen und ich will morgen früh tatsächlich den dritten Teil beginnen. Das bringt mich jetzt natürlich wirklich in eine verzwickte Lage. Zum einen weil ich mich nicht mehr an viel erinnere und echt froh bin, dass ich die Kammer der vergessenen Romanenden ins Leben gerufen habe. Zum anderen weil ich den dritten Teil frei von Altlasten beginnen will. Anderseits ist es natürlich sehr passend, dass ich gerade jetzt (an Neujahr, auf die guten alten Vorsätze) wieder den Blog zum Leben erwecken will. Und jetzt kann ich eine ehrliche, und vermutlich auch sehr kurze Rezension darüber schreiben, was wirklich noch hängen geblieben ist.


    Also, was ich noch weiß: Ich wollte damals am liebsten direkt den dritten Teil lesen. Aber eigentlich hat sämtliche Figuren nur ein Schicksalsschlag nach dem anderen ereilt. Komisch, dass überhaupt irgendjemand Gefallen an der Reihe hat. Ein größeres Kompliment kann man einem Autoren wahrscheinlich nicht machen.


    Ich belasse es bei diesem Schlusswort.


    PS: Danke an das voraussschauende Vergangenheits-Ich. Dank der liebevollen Notizen kann ich darauf schließen, dass die Spannung vor allem auch durch die zarten Vorausdeutungen und grotesk poetische Sprache erzeugt wurde.


  5. Cover des Buches Kaninchenherz (ISBN: 9783548612584)
    Annette Wieners

    Kaninchenherz

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Annika-gier

    Bisher kannte ich noch kein Buch der Autorin Annette Wieners. Deswegen hab ich mir direkt die ganze Reihe zugelegt. 

    Band eins ist schon mal nicht schlecht, aber es war mir zwischendurch ein kleines bisschen zu langweilig es kam mir so vor als würde die Autorin, wie ihre Kommissare auf der Stelle treten. Aber trotzdem werde ich auch Band zwei lesen, weil ich mich bei Band eins gut unterhalten gefühlt hab. Richtig klasse waren die Ergänzungen zu denn Steckbriefen von giftigen Pflanzen, man lernt ja bekanntlich nie aus.

  6. Cover des Buches Siebenschön (ISBN: 9783423214896)
    Judith Winter

    Siebenschön

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    In diesem Thriller stoßen zwei Ermittlerinnen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Emilia, die ermittelnde Kommissarin muss sich erst einmal mit ihrer neuen Mitstreiterin, Mai Zhou, arrangieren. Diese ist nicht nur ehrgeizig und intelligent, nein sie ist auch noch so bescheiden. Was für ein Schlamassel. Zu allem Überfluss kommt da auch noch eine Mordserie rein. Ein berechnender und besonders akribisch agierender Mörder inszeniert seine abscheulichen Morde geradezu. Während die beiden Ermittlerinnen so ihre Anlaufschwierigkeiten miteinander haben, müssen sie feststellen, dass der Mörder ihnen immer wieder einige Schritte voraus ist. Die Darstellung der beiden Hauptprotagonistinnen und die Krimihandlung ergeben einen tollen Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite den Leser zu fesseln versteht. Die einzelnen Handlungsabläufe verbinden sich allmählich fast wie von selbst zu einem überzeugenden Ganzen. Die Sprache ist flüssig und schnörkellos und durch die geschickt eingelassen Wendungen, weiß man auch nicht zu früh wer der unheimliche Mörder ist. Von mir erhält dieser Thriller eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

  7. Cover des Buches Endgame 1. Die Auserwählten (ISBN: 9783841504531)
    James Frey

    Endgame 1. Die Auserwählten

     (785)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Bereits die Beschreibung hat mich an Die Tribute von Panem erinnert und das bleibt auch beim Lesen des Buches so.

    12 Spieler:innen wurden ihr Leben lang auf ein Ziel hin ausgebildet: Endgame. Als es dann soweit ist, können sie es dennoch kaum glauben.

    Die Spieler:innen haben verschiedene Stärken, Schwächen, Charaktereigenschaften und Vorgehensweisen. Einige sind offen brutal und grausam, andere technisch sehr versiert, wieder andere wollen einfach nur gewinnen, einige helfen einander und verbünden sich und auch romantische Gefühle kommen vereinzelt vor.
    Im Gegensatz zu Tribute von Panem gibt es bei Endgame Rätsel, die gelöst werden müssen, was von der Idee her wirklich sehr interessant ist. Außerdem haben die Spieler:innen alle beinahe übermenschliche Fähigkeiten, da sie eben nicht ausgelost werden, sondern ihr Leben lang darauf vorbereitet worden sind.
    Alles in allem fand ich es einfach total interessant und spannend Endgame mitzuverfolgen und zu sehen, wie unterschiedlich die Spieler:innen vorgehen.

    Allerdings ist es nicht wie erwartet eine Dystopie (wie bei Tribute von Panem), sondern Endgame geht zurück auf etwas Übernatürliches, das eher Alien- als Göttercharakter hat. Ich bin mir nicht wirklich sicher, was ich davon halten soll und bin gespannt, wie sich das in den beiden nächsten Teilen weiter entwickelt. Allerdings sind dadurch Techniken möglich, die eben sonst nicht gehen würden - beispielsweise bekommt jeder der Spieler:innen einen eigenen Hinweis quasi ins Gehirn gesetzt.


    Fazit: Ein wirklich spannender Wettkampf, der allerdings einen übernatürlichen Ursprung hat. Mir gefällt die Dynamik des Wettkampfes. Die Brutalität, die Strategien, die Bündnisse, Hinterhalte,...
    Vor diesem Hintergrund hat mich Endgame an Die Tribute von Panem erinnert, gleichzeitig ist es aber auch etwas ganz eigenes.
    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und bin gespannt auf die nächsten beiden Bände.

    Endgame 1: Die Auserwählten bekommt von mir 4,7 (also gerundet 5) / 5 Sterne.

  8. Cover des Buches Das Gold der Krähen (ISBN: 9783426654491)
    Leigh Bardugo

    Das Gold der Krähen

     (859)
    Aktuelle Rezension von: May_Daisy

    (Ich lasse die Inhaltsangabe weg, die steht eh da oben)

    Rezension:

    Ich habe den ersten Band schon absolut geliebt, aber ich dachte trotzdem nicht, dass der zweite Band so gut wird. Alles an diesem Buch ist nahezu perfekt, ich war absolut hingerissen. Ich liebe es, die Straßen von Ketterdam mit den Crows zu erkunden und genau das hat mir das Buch gegeben.

    Die Handlung war, wie im ersten Band auch, sehr spannend und immer flüssig zu lesen. Von Anfang an ging es aktiv zu: wir alle wollen umbedingt, dass Inej gerettet wird. Und genau das tun die Crows auch. Für mich war die Rettung von Inej mit sehr viel Nervenkitzel verbunden. Man weiß zwar, dass die Crows eigentlich einen perfekten plan gemacht haben, aber dann redet van Eck davon, dass er alles weiß und ich saß nur auf meinem Sessel und bin in Schweiß ausgebrochen. Letztendlich war Kaz mal wider schlauer als der Rest der Welt und hat van Eck ordentlich reingelegt. Besonders in solchen Momenten, in denen sich die Crows aufteilen, fand ich es sehr schön die Perspektive von allen sechs zu haben. Außerdem wusste man so immer wer was macht und wer wie über was denkt, man kriegt dadurch einfach viel mehr mit. Meine Nerven waren fast am versagen, als sich die sechs Kriminellen unseres Vertrauens in Zweiergruppen aufteilen und innerhalb von drei Kapiteln absolut alles schiefgeht, was man sich hätte vorstellen könnte. Oder warte, tatsächlich ist mehr schiefgegangen, als ich mir vorstellen konnte. Inej die von einer absolut unsympathischen Kriegerin angegriffen wird und dann vom Seil fällt (!!!), während Nina sich mit Hilfe von Leichen (!!!) verteidigt und so Inej gerade so rettet. Und dann wären da noch Kaz und Wylan, die in van Ecks Haus von Pekka Rollins (!!!) überrascht werden und sich dann durch die Esszimmerdecke (!!!) brennen. Bei Jesper, Matthias und Kuwei geht natürlich auch alles schief. Ihnen wird aufgelauert und sie verdrücken sich dann, indem sie sich durch den ganzen Fluss brennen(!!!). Naja, das war dann auch wieder rum, aber spätestens da wusste ich, dass das ein absolut gutes Buch  in der Hand habe. Das Ende mit der Versteigerung war auch absolut verrückt. Ich habe so mit Inej auf dem Dach mitgefiebert, als sie diesem Biest von einem Mädchen gezeigt hat wer das Phantom ist. Ich liebe diese Frau einfach! Ich denke man kann aus dem ganzen lesen, dass ich es absolut spannend fand. Ich hab übrigens auch richtig schön geflennt, als Matthias gestorben ist, wenn ich diese Drüskellen Bande in die Finger bekommen sollten sie definitiv Reisaus nehmen, denn ich werde sie zerfleischen.

    Das Buch war nicht nur sehr spannend, sondern auch sehr süß. Nina und Matthias sind einfach ein Paar, dass besser ist als Waffeln. Und das meine ich auch wirklich so. Und wen ich fast noch süßer finde, sind Kaz und Inej. Wie er sich absolut Sorgen um sie macht, als sie ohne Netz auf das Hochseil will. Mein Herz hat gehüpft. Und die Szene im Bad. Ich fand es so bewegend, wie Beide ihre Scchwächen gezeigt haben und der jeweils andere sie akzeptiert hat. Kaz der alle seine letzten Cents zusammengekratzt hat, um Inejs Vertrag abzubezaheln. Inej, wie sie sich so darüber freut, dass Kaz ihre Familie nach Ketterdam gebracht hat. Kaz, der ihr ein boot kauft, ihr aber sagt, dass sie jeder zeit bei ihm willkommen ist. Ich bin nicht okay. Und wen wir natürlich nicht vergessen dürfen, ist jesper und sein geliebter Wylan, denn wenn die beiden nicht der Inbegriff einer unglaublich süßen Beziehung sind, dann weiß ich auch nicht.

    Ich  denke an meiner Rezension konnte man herrauslesen, wie sehr ich diese Charaktere liebe. Jeder von ihnen ist einzigartig und ich liebe sie alle so sehr .

    Fazit:

    Ich liebe dieses Buch! 5/5 Sterne.

  9. Cover des Buches Dark Wonderland - Herzkönig (ISBN: 9783570164334)
    A. G. Howard

    Dark Wonderland - Herzkönig

     (97)
    Aktuelle Rezension von: subwaytosindy

    Das Buch bildet einen wunderbaren Abschluss und bleibt bis zum Ende spannend. Die Wendungen sind immer wieder fantasievoll und unerwartet.

    Ich kann nur empfehlen diese Geschichten selbst zu lesen, auch wenn man im ersten Teil einen Moment braucht, um in den Bann gezogen zu werden.

  10. Cover des Buches Das Blut der Rebellin (ISBN: 9783442479894)
    Sabrina Qunaj

    Das Blut der Rebellin

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Geschichten sind die Nahrung für unseren Geist, so wie das Brot für unseren Körper. Wir brauchen Geschichten, um die langen Abende des Winters zu überbrücken und der Eintönigkeit unseres Lebens zu entfliehen. Wer möchte denn nur ein Leben führen, wenn er das von vielen besuchen kann?"

    "Das Blut der Rebellin" ist der zweite Band der "Geraldines"-Romane von der österreichischen Autorin Sabrina Qunaj. Man muss den ersten Band "Die Tochter des letzten Königs" aber nicht notwendigerweise gelesen haben, weil jeder Band in sich abgeschlossen ist, auch wenn wir einige Persönlichkeiten aus Band 1, allen voran die große Heldin Nesta, widertreffen. Für das Verständnis ist es aber absolut kein Problem, wenn man mit Band 2 ins mittelalterliche Wales mit seinen Freiheitskämpfen einsteigt.
    Seit dem ersten Geraldines-Roman zählt Sabrina Qunaj zu meinen Lieblingsautorinnen von historischen Romanen und auch hiermit konnte sie mich wieder völlig überzeugen.

    Inhalt: Wir beginnen im Jahre 1146 in Wales, Britannien: Normannen und Waliser kämpfen unermüdlich für Land und Macht, während in England ein Bürgerkrieg tobt. Isabel ist die Enkelin der berühmtberüchtigten Nesta ferch Rhys und somit Erbe des Geraldine-Blutes. Sie wird dem grausamen Sheriff von Pembroke versprochen und eine Frau hat sich ihrem Vormund zu fügen, doch keiner hat ihr zu sagen, was ihr Herz fühlen soll. Dieses schlägt nämlich für die Waliser und somit für die Rebellion.

    Meine Meinung: Das Cover des Buches schließt sich optisch an seinen Vorgänger an. Man kann sofort erkennen, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Anhand des keltischen Symbols am Cover des Buches weiß man auch sofort, dass Wales bzw. Britannien als Schauplatz dienen wird. Ich vermute das Symbol soll das Rad des Taranis darstellen, welches die Protagonistin im Buch als Talisman um ihren Hals trägt. Die Innenseiten der Broschur schmücken Fotos aus Wales was beim Öffnen des Buches gleich eine Fernweh-Stimmung und auch einen mittelalterlichen Flair verbreitet.
    Zu Beginn finden wir einen Stammbaum des Geraldines-Geschlechts und ein ausführliches Personenregister mit markierten historischen Persönlichkeiten inklusiver Aussprachhilfe. Dies fand ich ganz besonders hilfreich, denn wer weiß schon wie walisische Namen und Orte ausgesprochen werden und manche Wörter scheinen anhand dem Geschriebenen wirklich unaussprechbar zu sein. So lernt man zu historischen Tatsachen auch noch die walisische Aussprache dazu.
    Am Ende des Buches gibt es auch noch ein kleines Glossar, das aber meiner Meinung nach gar nicht nötig ist. Alle walisischen Begriffe werden direkt in der Geschichte genau erklärt, so dass man nicht fragend zurückbleibt.

    Der Schreibstil von Sabrina Qunaj ist für einen historischen Roman flüssig und sehr leicht zu lesen. Obwohl sehr viele Fakten und historische Tatsachen in die Geschichte eingebaut werden, wird der Roman nie langatmig. Die Geschichte strotzt nur so vor historischen Persönlichkeiten und politischen Machenschaften. Immerhin spielt das Buch im 12. Jahrhundert Wales, eine der spannendsten und doch "endlosesten" Zeiten Britanniens. Einmal hatten die Normannen die Nase vorne, dann wieder die Waliser. Der kämpferische und mutige Geist der Waliser schlug die Eroberer immer wieder zurück, so dass Wales Kampf um Freiheit eine gefühlte Ewigkeit andauerte. Eine historisch sehr interessante Zeit und Stoff für unzählige heroische Geschichten. Gleichzeitig ist das Setting einfach atemberaubend. Die wilde, unberührte Landschaft von Wales, in der "grün" eine völlig neue Bedeutung bekommt, scheint den Märchen und Sagen entsprungen zu sein. Dies wird in der Geschichte auch eingebaut, so dass dem Lesen ein bisschen Fernweh begleitet.

    Mit unserer Protagonistin Isabel begleiten wir eine unglaublich starke und mutige Frau mit einem Kämpferherz, das für 20 Männer ausreicht. Für diese Zeit zwar sehr unüblich, jedoch nicht unmöglich. Die Waliser brachten einige starke und unvergessliche Heldinnen zutage. An Isabels Persönlichkeit kann sich jeder ein Scheibchen abschneiden und es wurde nie langweilig ihre Geschichte zu verfolgen. Sie folgt ihrem Herzen, versucht aber gleichzeitig stets das Richtige zu tun. Als kleines Mädchen lernen wir sie kennen und begleiten sie bis in ihre 30iger. In diesen wankelmütigen Zeiten erlebt Isabel mehr als eine Frau je ertragen sollte. Krieg, Brutalität und der Kampf ums Überleben stehen an der Tagesordnung und ich habe jede Minute mit Isabel mitgefiebert. Ich litt mit ihr Herzensqualen, erlebte das Fieber der Rebellion und verspürte Rache für angetane Ungerechtigkeiten. Man konnte ihr beim Erwachsenwerden zusehen und auch beim Erstarken ihrer Persönlichkeit. Wer ein Faible für starke weibliche Hauptcharaktere in einer dafür völlig untypischen Zeit hat, ist mit diesem Buch also goldrichtig.

    Gleichzeitig beinhaltet das Buch eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Eine Liebesgeschichte mit der man Tränen vergießen kann und die einen das Herz wärmt. Man wünscht sich für seine Lieblinge ein Happy-End auch wenn man genau weiß, dass dies in so einer Zeit praktisch unmöglich ist. Diese Geschichte zeigt, dass Zeit und Raum wahrer Liebe nichts anhaben kann und dass Beharrlichkeit am Ende belohnt wird.

    Die 700 Seiten verflogen wie im Rausch, die Protagonistin ist mir mit ihrer mutigen und rebellischen Art ans Herz gewachsen und die Liebesgeschichte hat mich richtig berührt.
    Dieses walisische Abenteuer hat mir unglaubliche Lesestunden beschert und auch ein bisschen Fernweh geschürt - sehr empfehlenswert für LiebhaberInnen von historischen Romanen, die im Mittelalter des heutigen Großbritanniens spielen und starke Persönlichkeiten in der Hauptrolle sehen wollen.

  11. Cover des Buches Deiner Seele Grab (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 6) (ISBN: 9783548611242)
    Inge Löhnig

    Deiner Seele Grab (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 6)

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Deiner Seele Grab" ist der sechste Band aus der Kommissar-Dühnfort-Reihe von Inge Löhnig. Als mehrere alte Menschen in München in ihren Wohnungen erstickt werden, verhärtet sich schnell der Verdacht auf einen Serientäter. Es gibt ein Bekennerschreiben, in dem sich der Täter als Samariter bezeichnet, der die alten Menschen von ihren Qualen erlöst. Die Boulevardpresse schießt sich schnell darauf ein, aber Kommissar Dühnfort und sein Team haben Zweifel. Steckt wirklich ein Serientäter hinter den Taten und was haben die Taten gemeinsam? Immer mehr Motive und Tatverdächtige offenbaren sich und rücken die Morde in ein neues Licht. Aus wechselnden Perspektiven erzählt die Autorin diesen Kriminalfall. Als thematischer Hintergrund spielen dabei pflegebedürftige ältere Menschen die Hauptrolle und wie versucht wird, deren Situation auszunützen. Das Privatleben der Ermittler wird in diesem Band ebenfalls weitererzählt, spielt aber eine untergeordnete Rolle. Das Hauptaugenmerk liegt klar auf dem Kriminalfall, den Inge Löhnig in gewohnter Weise facettenreich erzählt. So kommen einige Personen als Täter ins Spiel, aber erst spät offenbaren sich die wahren Zusammenhänge. Dies hält einen als Leser bei der Stange und man ist gespannt, wie sich die Fäden entwirren. Eine durchdachte Story, die viele ermittlungstechnischen Sackgassen zulässt, um dann doch eines der ältesten Tatmotive zu präsentieren. Auch dieser sechste Band der Reihe konnte mich überzeugen und ich lese immer wieder gern vom Münchner Kommissar und seinen Fällen.

  12. Cover des Buches Wenn Martha tanzt (ISBN: 9783471351673)
    Saller

    Wenn Martha tanzt

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Lubig2

    Mein Zugang zu diesem Buch ist meinem Sohn geschuldet!

    Lucas war nämlich Johann.
    Auf der Bühne.
    Die Premiere war vor 10 Tagen in Wipperfürth. Dort habe ich dann auch das Buch erworben, habe den Autor kennen gelernt und bin tief in das Theaterstück abgetaucht.
    Und weil mich das Bühnenstück so begeistert hat, musste ich natürlich wissen, ob das Buch auch so gut ist.

    Ist es.
    Im Schreibstil etwas eigenwillig, wird man aber schon schnell von den Protagonisten gefangen genommen und gerät unweigerlich in den Sog dieser Geschichte.
    Am Bauhaus kommt man ja als Ing. für Möbel- und Innenausbau sowieso nicht vorbei. Trotzdem habe ich in den letzten Tagen viel im Internet gesucht und jede Menge Neues gelernt.
    Außerdem ist die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg generell ein spannender Zeitabschnitt, der mich gefesselt hat.

    Wer also Erzählungen mag, die Zeitzeugnis ablegen, ist hier genau richtig.
    Saller beleuchtet in Schlaglichtern einen wichtigen Bereich deutscher Geschichte.

    Bewertung: 4 von 5 Sternen

    Und morgen erzähle ich Euch etwas über das Bühnenstück (auf Instagram) 

  13. Cover des Buches Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6) (ISBN: 9783548613512)
    Tania Carver

    Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6)

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda

    Ein Wahnsinniger, der im Verständnis seines Gerechtigkeitsempfindens Menschen bestialisch tötet oder verstümmelt und mit der Auswahl seiner Opfer sogar Phils Team in eine moralische Grauzone stößt. Ein Pärchen verbunden und gleichermaßen getrennt durch ein altes Verbrechen. Und eine manipulative Narzisstin, die Marinas Angst heraufbeschwört. Alles zusammen ergibt einen spannenden und intelligent vernetzten Krimi/ Thriller.

    Bisher der gesellschaftskritischste Teil dieser Reihe. Da er sich der Thematik von Schuld und Unschuld annimmt, wie das Rechtssystem und die Menschen darauf reagieren. Dazu die Schere zwischen arm und reich, die Schicksale vorherzubestimmen scheint.

    Mich hat dieses Buch mitgerissen und empfehle es gerne weiter, trotz des offenen Endes.
    Wie bei den meisten Carvern geht es nicht um das Rätselraten, denn dafür wird zu viel zu früh verraten. Die Spannung zieht die Geschichte aus der Frage, ob die Pläne gelingen, ob der nächste Schritt dem Täter nahe kommt und wie sich alles ineinander verquickt.
    Aber als Leserin, die ohnehin das Ende nachschlägt, ist das für mich genau der richtige Stil.

     

    Noch ein paar Dinge zum Buch:

    Story:

    Diese Geschichte wird in drei Hauptplots und mehreren kleineren Nebenplots erzählt, zum ersten Mal gibt es auch einen Cliffhanger.
    Als erstes wären da Phils Fall um den Mörder, der die Gerechtigkeit in die eigenen Hände nimmt. Dazu kommen Marina, die mit einer Frau zu tun hat, die sich als Fiona Welch ausgibt und dann ein Pärchen in fast Shakespeare’scher Tradition.

    Am Ende laufen alle Plots ineinander, wobei die Zusammenhänge nicht vollends aufgeklärt werden. Der Wahnsinnige macht zwar Andeutungen, aber diese werden nicht weiter aufgegriffen.

    Diesmal werden kaum Beziehungsprobleme behandelt, auch mal sehr angenehm in dieser Reihe.

     

    Schreibstil/ Struktur:

    Die Geschichte lässt sich wieder flüssig und zügig lesen. Erzählt wird aus der personalisierten Erzählersicht. Die Perspektiven wechseln sehr schnell, zwischen den verschiedenen Ermittlern, Marina, den Tätern und den Opfern.

    Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. Die Kunst des gemeinen und fiesen Cliffhangers wird hier virtuos eingesetzt, so dass man die Zeit schnell mal vergisst.

    Das Gefühlsleben der Figuren wird detailliert beschrieben. Die vielen Gleichnisse und Metaphern mit denen die Angst und Unsicherheit dargestellt wird, ist sehr kreativ und tatsächlich innerhalb eines Buches abwechslungsreich (nicht zwischen zwei Büchern).

     

    Charaktere:

    Mein Lieblingsprotagonist DI Phil Brennan befindet sich in Höchstform. Endlich mal glücklich mit seiner Frau werden keine Beziehungsprobleme gewälzt. Er konzentriert sich auf den Fall, nimmt seine Führungsrolle des neuen Teams immer besser an und zeigt seine Führungsstärke und Cleverness und zweifelnde Menschlichkeit. Sehr sympathisch.

    Marina Esposito handelt in diesem Buch tatsächlich mal als Psychologin und zeigt Kompetenz. Sie handelt umsichtig und rücksichtsvoll und sehr menschlich. Hier hat sie mir sehr gut gefallen… zur Abwechslung.

    Cotter, Phils offen lesbisch lebende Vorgesetzte, dazu Nadish, Sperring und Imani bekommen geschärfte Profile. Auch die Geschichte von Anni und Mickey wird weitererzählt. Die Autoren scheuen sich nicht liebgewonnene Protagonisten leiden zu lassen oder gar zu töten.

     

    Noch ein wenig Kritik:

    Ich würde mich freuen, wenn die Überführung von Gefangenen realistischer dargestellt werden würde, dann hätte mich der Befreiungsversuch der Irren mehr gereizt.

     

    Fazit:

    Ein spannender Krimi/ Thriller, der mich größtenteils überzeugen konnte. Ich gebe 4,5 Sterne, die ich nach oben aufrunde.
  14. Cover des Buches Es klingelte an der Tür (ISBN: 9783608981117)
    Rex Stout

    Es klingelte an der Tür

     (98)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Der Krimi „Es klingelt an der Tür“ von Rex Stout ist im Verlag Klett-Cotta erschienen. Als Hardcover hat er einen wunderschönen bedruckten Leineneinband, wo am Rücken des Buches der Kopf von Nero Wolf über dem Titel prangt. Aus diesem Verlagshaus konnte ich schon andere Krimis lesen, die mich bisher nicht nur vom äußeren voll überzeugt haben.

    In diesem Krimi geht es um die reiche Exzentrikerin Mrs. Bruner, die einige tausend Exemplare eines Enthüllungsbuches über das FBI kauft und landesweit an hochrangige Personen verschickt. Daraufhin wird sie ihre Angestellten, sowie Freunde und Familie vom FBI observiert, was sie verärgert. Da sie keinen anderen Ausweg weiß, wendet sie sich an berühmtesten Privatermittler ihrer Zeit, Nero Wolfe. Nur leider möchte er erst gar nicht ihren Auftrag annehmen, bis ein Scheck über 100 000 Dollar ihn doch reizen, es zumindest zu versuchen.


    Dieses ist mein erster Krimi von Rex Stout und ich muss sagen, ich habe mich echt erstmal ziemlich schwer damit getan. Die ersten Kapitel, konnte ich mich schon in die Situation hineinversetzten, aber so richtig angekommen war ich nicht. Mir fiel es schwer die Personen zuzuordnen und auch ein wenig Hintergrundwissen von der damaligen politischen Situation fehlte mir. Doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich den Krimi echt zu schätzen gelernt. Er hat einfach charmante, snobistische Protagonisten. Das Geschehene wird aus der Sicht von Nero Wolfs Assistent Archie Goodwin berichtet und mit einigen wenigen persönlichen Aspekten verziert.

    Es ist ganz klar ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Eigenmächtigeshandeln und einschränken der Bürgerrechte durch Handlungen des FBI. Dadurch war dieses Krimi auch als er erschienen ist sehr brisant und das FBI war auch gegenüber Rex Stout sehr skeptisch. Doch das wird im Nachwort des Buches sehr informative geschildert. 


    Vom Inhaltlichen ist der Krimi erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich dann aber  hineingefunden hat ist es ein spannender und ziemlich aktueller Krimi. 


  15. Cover des Buches Fuchskind (ISBN: 9783548612515)
    Annette Wieners

    Fuchskind

     (98)
    Aktuelle Rezension von: schnuffelschnecke9904

    Darum geht es:An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

    Daten zum Buch:
    Verlag:List Taschenbuch
    Erscheinungsdatum:17.6.2016
    Buchlänge: 352

    Fazit:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten Krimi in dem sehr wenig Blut fließt. Die Geschichte die dahinter steckt hätte größeres Potenzial gehabt, als was man ausgeschöpft hat. Einige Handlungsstränge fand ich zudem unlogisch und sehr weit hergeholt. An einigen Stellen wurde das Drumherum nicht gut genug erklärt und an anderen Stellen wurde zu viel Hintergrund erläutert.
    Die netten Zeichnungen und Informationen zu giftigen Pflanzen und Blumen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
    Leider bin ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Gesine kannte ich bereits aus dem Krimi 'Kaninchen Herz' wobei sie mir da deutlich sympathischer war als in diesem Buch. Auch bei den anderen Figuren stellte sich bei mir kein Sympathie Gefühl ein, sodass es mir gefühlt egal war, was mir ihnen geschieht.
    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich den dritten Teil um Gesine Cordes lesen werde.

    2,5⭐/5⭐

  16. Cover des Buches Der grüne Palast (ISBN: 9783548613529)
    Peggy Hohmann

    Der grüne Palast

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Laura_M

    "Der grüne Palast" von Peggy Hohmann ist ein Briefroman der historisch Ereignisse aufgreift.

    Wien, 1816: Erzherzogin Leopoldine von Östereich wird mit dem portugiesischen Thronfolger Dom Pedro verheiratet - zu diesem Zeitpunkt im Exil in der Kolonie Brasilien bleibt der Habsburger Tochter nichts anderes übrig als ihrem zukünftigen Ehemann über den großen Ozean zu folgen. Die Beschreibungen des fernen Paradieses erweisen sich jedoch schon bald als Täuschung.

    Obwohl mir Briefromane in der Regel nicht gefallen, fand ich an diesem Buch Interesse. Wir haben sieben Charaktere, die hier die Feder in die Hand nehmen: Erzherzogin Leopoldine; ihre Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma; ihr Vater, Kaiser Franz I.; ihre Gesellschafterin Gräfin Lazansky; deren Schwester Caroline; Fürst von Metternich; der portugiesische Diplomat Marquis von Marialva. Über jeden Brief steht genau von wem für wen.

    Dadurch dass es eine Geschichte in Briefform ist, kann man es wirklich nur als Roman mit historischem Hiteergrund bezeichen, da unklar ist ob und wie weit die Charaktere mit einander geschrieben haben bzw. was dazu gedichtet wurde (Anmerkung: es ist auch nicht als historischer Roman deklariert). Die Autorin erklärt im Nachwort auch noch einmal dass wirklich viel frei erfunden ist, so hat zum Beispiel Caroline gar nicht existiert.

    Trotzallem ist der Rahmen korrekt. Erzherzogin Leopoldine wurde nach Brasilien verheiratet und musste dort mit den neuen Sitten und Gepflogenheiten des Landes/ ihres Ehemannes klarkommen. Im Buch wird sie als willensstark dargestellt. Eine Person, die sich für das Leid der Bevölkerung interessiert hat.

    Fazit: Eine interessante Geschichte mit historischem Rahmen.


  17. Cover des Buches Doggerland – Tiefer Fall (ISBN: 9783471351833)
    Maria Adolfsson

    Doggerland – Tiefer Fall

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    "Tiefer Fall" ist der zweite Teil der Doggerland-Trilogie. Im Mittelpunkt steht die Kommissarin Karin Eiken Hornby, die nicht nur ermitteln muss, sondern auch immer wieder von Selbstzweifeln geplagt wird. Doch worum geht es: Ein Toter wird nahe einer aufgegebenen Kohlengrube auf Doggerland gefunden. Es stellt sich bald heraus, dass es Mord war und so beginnt Karin zu recherchieren. Da sie selbst private Beziehungen auf der Insel hat wird es bald knifflig, denn die Ermittlungen führen gerade Wegs dort hin. Die in echt nicht existente Insel Doggerland wird mit viel Liebe zum Detail von der Autorin hier zum Leben erweckt. Sowohl die Örtlichkeiten als auch die auftretenden Personen wirken echt, lebendig und vielschichtig. Allen voran natürlich Karin. Ihr Charakter ist komplex gezeichnet. Einerseits beruflich mit Durchsetzungskraft und  starkem Willen ausgestattet und anderseits im Privaten so zwiegespalten und mit sich nicht im Reinen. Das machte sie sehr menschlich und authentisch. Der Schreibstil ist geradlinig und flüssig zu lesen. Hin und wieder hatte ich das empfinden überflüssige Informationen geboten zu bekommen. Das brachte die eigentliche Handlung etwas zum Erliegen. Aber die Autorin fand dann doch schnell wieder zum „Roten Faden“ zurück, sodass es für mich nur einen kleinen Kritikpunkt darstellt. Kurz gesagt: Es ist ein gelungener 2. Teil, der seinen Spannungsbogen nicht immer aufrechterhalten kann. Der Krimiplot ist jedoch durchdacht und hat ein überzeugendes Ende. Von mir eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

  18. Cover des Buches Herzsammler (Ein Fabian-Risk-Krimi 2) (ISBN: 9783548613147)
    Stefan Ahnhem

    Herzsammler (Ein Fabian-Risk-Krimi 2)

     (184)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Fabian Risk, angesehener Ermittler bei der Stockholmer Polizei, ist mit seinen Eheproblemen beschäftigt, das ständige Auf und Ab in seiner Beziehung kostet ihn viel Kraft. Und dennoch muss er den Fokus auf einen politisch äußerst brisanten Fall lenken: Der Justizminister ist nach einer Sitzung im Parlament nicht zu Hause angekommen und gilt seitdem als vermisst. Risk, dem eigentlich strenges Stillschweigen auferlegt wurde, muss die eine oder andere Grenze überschreiten, um den Fall zu lösen…


    Fabian Risk kennt der geneigte Leser bereits aus „Und morgen du“ aus der Feder von Stefan Anhem, mit „Herzsammler“ hat er den zweiten Band der Reihe vorgelegt – und dieser ist zeitlich vor dem anderen Fall angesiedelt. Sicherlich macht das für die eigentlichen Ermittlungen keinen sonderlich großen Unterschied, in der Entwicklung des Privatlebens des Ermittlers und in Bezug auf einige polizeiinterne Angelegenheiten bringt das aber eine interessante Note mit ein. Vieles ergibt nun einen engeren Sinn, zumal es mir viel Spaß gemacht hat, dass näher auf einige Hintergründe eingegangen wird und viele Zusammenhänge klarer sind. Das Privatleben von Risk nimmt stellenweise etwas zu viel Raum ein, die Streitereien mit seiner Frau sind aber treffend und vielseitig dargestellt. Die Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen, man bekommt einen offenen Eindruck von ihnen und kann Beziehungen mit ihnen aufbauen – insbesondere da Fabian Risk ein recht bodenständiger und normaler Typ ist, der mal ganz ohne psychischen Knacks auskommt.


    Die Handlung ist in zwei verschiedene Stränge aufgeteilt, neben dem Verschwinden des schwedischen Justizministers wird auch der Mord an einer jungen Frau im dänischen Kopenhagen erzählt, in dem die engagierte Polizistin Dunja Hougaard ermittelt. Dem Leser ist natürlich klar, dass es einen Zusammenhang gibt, doch wie sich dieser gestaltet, ist lange Zeit unklar, die Verflechtungen werden aber sehr gekonnt zusammengeführt. Diese dynamische Erzählweise mit seinen recht kurzen Kapiteln und den schnellen Wechseln wird durch Einblicke in die Psyche eines Täters ergänzt, der mit seinen Gewaltfantasien und -beschreibungen schockiert. Das ist schon hart an der Grenze geschrieben und sicherlich nichts für schwache Nerven, durch die Themenwahl bekommt der Roman aber auch eine Schärfe verliehen, die die Spannung merklich erhöht.


    „Herzsammler“ lässt sich auch gut vor dem eigentlichen ersten Teil der Reihe um Fabian Risk lesen und erzählt einen früheren Fall des Ermittlers, der spannend, dynamisch und ziemlich heftig erzählt wurde. Da wird mit Leser wie Charakteren nicht gerade zimperlich umgegangen, was für eine düstere Faszination und viele spannende Momente sowie eine markante Entwicklung der Geschichte sorgt. Heftig, aber auch lesenswert!

  19. Cover des Buches Das Jahr des Rehs (ISBN: 9783548612867)
    Stephanie Jana

    Das Jahr des Rehs

     (72)
    Aktuelle Rezension von: nalas_books

    Diese Geschichte besteht aus dem E-Mail-Austausch von zwei Freundinnen, die seit dem Studium keinen Kontakt mehr hatten. Dann beginnt ein Jahr voller humorvoller, liebevoller, trauriger und weiser schriftlicher Kommunikation zwischen den beiden. Ich habe mich den beiden Protagonistinnen sehr nahe gefühlt und habe oft gelacht, Tränen in den Augen gehabt und ganz viele Stellen mit Post-It's markiert. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich und auch ihre Leben sind es. Trotzdem sind die beiden verbunden durch ihre einzigartige Freundschaft. Dieses Buch tut der Seele gut und wirft Fragen in Bezug auf die Lebensgestaltung auf. Es gibt mehr als einen richtigen Weg und Rückschläge können überwunden werden und viele weitere Erkenntnisse. Lebensnah, liebevoll und einfach schön.

  20. Cover des Buches Der Winter der schwarzen Rosen (ISBN: 9783570311776)
    Nina Blazon

    Der Winter der schwarzen Rosen

     (313)
    Aktuelle Rezension von: weltenrausch

     Ein sehr schwierig einzuschätzendes Buch, meiner Meinung nach.
    Ich habe ein wenig länger gebraucht, das Buch zu lesen. Wenn ich es aufgeschlagen hatte, fand ich es interessant. Aber ich musste mich immer regelrecht zwingen, es wieder in die Hand zu nehmen, sobald ich es einmal geschlossen hatte.

    Der Plot:
    Die Story hat mir gut gefallen. Es gab eine tolle, relativ ausgereifte Welt, die gut dargestellt wurde. Obwohl die Handlung recht langsam voranschritt, gab es regelmäßig Wendungen, die man so nicht erwartet hätte. Hin und wieder leider auch 1-2 Wendungen, die für mich auch am Ende keinen Sinn ergeben haben. Spannung kam für mich leider auch nicht sehr viel auf, was aber vermutlich daran liegt, dass ich mich gerade zu Beginn nicht in die Charaktere und deren Gefühle hineinversetzen konnte und es mir daher weitestgehend „egal“ war, was sie so machen. Alles in allem aber trotzdem eine schöne Fantasiewelt mit netten Liebesgeschichten und interessanten (wenn auch ausbaufähigen) Charakteren.

    Die Charaktere:
    Liljann und Tajann sind Zwillingsschwestern, die Gegensätze sein sollen. Dennoch tut, sagt oder denkt eine von beiden oft etwas, was ich eher der anderen zugeordnet hätte. Hinzu kommt, dass die Kapitel jeweils aus der Sicht einer der beiden geschrieben sind. Das beides hat mich besonders zu Beginn des Buches oft sehr verwirrt, ich hatte Probleme, die beiden auseinander zu halten und die jeweiligen Kapitel der richtigen Schwester zuzuordnen.
    Auch wenn ich Tajanns Gefühle nicht nachvollziehen konnte (siehe Beziehungen), konnte ich dennoch ihre Motive verfolgen. Ich habe verstanden, warum sie wie handelte und konnte mich deswegen leichter in sie hineinversetzen als in Liljann. Denn Liljann war auch aus ihrer eigenen Perspektive dem Leser gegenüber recht verschlossen. Einige Szenen, die ich gebraucht hätte, um sie besser zu verstehen, wurden nur aus Tajanns Sicht beschrieben oder durch den Orts- und Perspektivwechsel ganz ausgelassen. Bis zum Ende wusste ich nicht, welche Ziele sie verfolgt, wohin ihre Reise geht und ihrer Meinung nach gehen soll.

    Die Beziehungen:
    Die Beziehung der Schwestern zueinander war für mich leider überhaupt nicht greifbar. Sie sind aufgrund ihrer Gegensätze distanziert, lieben sich dennoch sehr, dann wiederum verraten, verkaufen und belügen sie einander, verzeihen sich sekundenschnell und lassen sich dann doch wieder im Stich, weil die Liebe zu ihren Männern größer ist.
    Auch die besagte Liebe zu den Männern konnte ich nicht nachvollziehen. Für mich kam nie der Punkt an dem ich verstand, warum sich hier wer in wen verliebte. Tajann handelte für Firan durchgehend gegen ihre Prinzipien, aber es wurde kaum klar woher ihre starken Gefühle kamen. Liljann war generell sehr unnahbar, auch in den Kapiteln aus ihrer Sicht. Tajann redet durchweg von der Bedeutung der Liebe, verliebt sich innerhalb eines Augenblicks in Firan und lässt dafür dann jeden den sie zuvor geliebt hat (Liljann, Vater, Mila) links liegen als wären sie ihr nie etwas wert gewesen.


    Mini-Anmerkung:
    Leider habe ich in dem Buch extrem viele Fehler gefunden. Es gab gleich auf den ersten 60 Seiten einen relevanten Plot-Fehler. Mehrere Grammatik-Fehler. Und beispielsweise den Satz „Messerscharfe, hornige Krallen scharf wie Messer“. Wie scharf gleich nochmal?
    Fehler passieren, keine Frage. Und das ist in einem kleinen Ausmaß auch gar nicht schlimm. Dennoch bekam ich hier das Gefühl, dass das Manuskript kaum nochmal gegengelesen wurde. Und gerade der große Plot-Fehler zu Beginn hat mir irgendwie das „Vertrauen“ in das Buch bzw. die Aussagen der einen Protagonistin genommen.

    Fazit:
    Schöne Welt, interessante Charaktere und nette Story. Aber ausbaufähig!

  21. Cover des Buches Living the Dream. Liebe kennt keinen Plan (ISBN: 9783551300638)
    Amelie Murmann

    Living the Dream. Liebe kennt keinen Plan

     (97)
    Aktuelle Rezension von: _bookadventures_

    Klappentext: Mein Plan! Mein Chaos! Mein Leben! 

    Inhalt: Lilli merkt zu Anfang des Schuljahrs, dass sie in ihrem Leben bis jetzt noch nicht wirklich etwas erlebt hat, wie es in den ganzen Highschool-Teeny-filmen gezeigt wird. Sie erstellt einen Plan, mit Dingen die ihrer Meinung nach zu einem ordentlichen Teenagerleben gehören, wie zum Beispiel „Hab so ein richtig schnulziges, kitschiges Date“. Doch dabei kommt ihr immer wieder Zachery aus ihrer Schule dazwischen und bringt ihren ganzen Plan durcheinander. 

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Charaktere: Lilli ist sehr lebensfroh, humorvoll und selbstironisch beschrieben, wodurch ich sie sofort mochte und man schnell in die Geschichte eintauchen konnte. Doch hinter dieser Fassade von Lilli wartet ebenfalls ein Geheimnis, das im Verlauf des Buches gelüftet wird. Zachery wurde als der typische Draufgänger und Bad boy beschrieben, obwohl ich ihn anfangs nicht wirklich als ein Bad boy wahrgenommen habe. Auch er ist sehr humorvoll und wirkt zudem ziemlich verschlossen. Doch nach und nach erfährt man auch mehr über ihn und seine Hintergründe und versteht sein Handeln. 

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

    Story: Die Story ist leicht zu verstehen und man kann problemlos folgen. Man wurde schnell in den Bann des Buches gerissen und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Spannung wurde gut aufrecht erhalten, zum einen wollte man wissen, wie es mit Lillis Liste weiter ging und zum anderen wollte man mehr über die Hintergründe der beiden Hauptfiguren erfahren. 

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Schreibstil: Amelie Murmanns Schreibstil ist eher schlicht und einfach gehalten, dafür aber sehr humorvoll, locker und leicht, was das Lesen sehr angenehm gestaltet hat. Die Dialoge waren voller ironischer Wortwitze, aber nicht zu sehr, sodass die Figuren authentisch rüber kamen. 

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Meinung: Ich hatte anfangs eigentlich nur auf eine nett, süße Geschichte für Zwischendurch gehofft, doch meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Das Buch nahm dann doch überraschende Wendungen zu ernsteren Themen und überzeugte genau durch diese Mischung. Jetzt gehört es zu einem meiner absoluten Wohlfül-Büchern, denn die lebensfrohe Atmosphäre, die von dem Buch ausgeht ist einfach richtig schön. Eine klare Leseempfehlung! 


  22. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (2.003)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Auch dieses Buch ist absolut spitze! Schade, dass es nie verfilmt wurde! Das Buch spielt in Washington D.C., einer traumhaften Stadt... Dan Brown schreibt einfach gute Bücher!

  23. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Zu meinem Erschrecken gibt es inzwischen Literatur, die lästiges Recherchieren zu Lessings Drama "Nathan der Weise" ersparen und weniger Zeit zur Vorbereitung kosten soll.

    In Anbetracht solcher Worte und da ich seit einundzwanzig Jahren in der Lessingstraße wohne, wird es Zeit, dass ich dem hervorragenden Dichter und Denker ein Denkmal setze.

    Das Buch "Nathan der Weise" habe ich zwei Mal gelesen und mir fünf Inszenierungen auf der Bühne angesehen, wobei mir die des Poetenpacks am besten gefallen hat.

    Wie viel mehr das 1779 erschienende Ideendrama beinhaltet als die Frage, welcher Ring (Religion) der richtige sei, wird deutlich, wenn man das Werk in seinen Kontext einordnet.

    Ein Streit mit dem der lutherischen Orthodoxie angehörenden Theologen Johann Melchior Goeze führte nicht nur zu elf Erwiderungen Lessings mit dem Titel "Anti-Goeze" (1778), sondern auch zur Entstehung der Figur des Patriarchen im Drama, welcher als Antagonist Nathans und Saladins als christlicher Fanatiker dargestellt wird.

    Wenn man sich Lessings religionsphilosophisches Hauptwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" (1780) anschaut, tritt seine deistische Auffassung noch mehr hervor und zeigt die Intoleranz des für seine Religionstoleranz berühmten Aufklärers gegenüber dem Theismus noch deutlicher.

    Der rational denkende Nathan schärft seiner Ziehtochter, Recha, in Anbetracht ihrer Rettung aus dem Feuer ein, nicht an das Wirken von Schutzengeln zu glauben.

    Ebenso sei die Begnadigung des Tempelritters durch Saladin ein Zufall, möchte der Autor dem Leser glauben machen.

    Nach Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie sagte der Neurologe John-Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin 2008: "Unsere Entscheidungen sind, lange bevor unser Bewusstsein ins Spiel kommt, unbewusst vorherbestimmt. Anscheinend trifft das Gehirn die Entscheidung vor der Person."

    Wenn es nach der Aufklärung keine Wunder (mehr) gibt, woher hatte dann Gotthold Ephraim Lessing die Ideen für sein Ideendrama? Der Verstand kann ähnlich wie ein Computer nur das wiedergeben, womit er mittels Erfahrung gefüttert wurde. Werden Computer demnächst von sich sagen: "Ich denke, also bin ich", so wie es Descartes irrtümlicherweise getan hat? Waren Lessings Ideen Zufall so wie die Rettung Rechas und des Tempelritters? Ein Zufall ist, wenn einem etwas zufällt. Von wo fällt es denn? Laut Grawitationsgesetz kann es ja nur von oben fallen.
    Schon Platon wusste lange vor Lessing, dass Ideen als eigenständige Entitäten existieren und dem Bereich der sinnlich wahrnehmbaren Objekte ontologisch übergeordnet sind.

    Ohne Lessings Drama "Nathan der Weise" wären meine kritischen Gedanken zu seinem Werk nicht entstanden. Deshalb möchte ich ihn durch folgendes Gedicht ehren.

    Nathan der Weise

    Nathan der Weise
    Spricht leise
    Oder schweigt
    Seiner Tochter zugeneigt
    Seine Vermutungen
    Abwägungen
    Dass seine Ziehtochter
    Viel gemochter
    Die Schwester sei
    Und damit nicht frei
    Für den Tempelritter
    Bitter

     Vera Seidl 

     

  24. Cover des Buches La Vita Seconda (ISBN: 9783959916202)
    Charlotte Zeiler

    La Vita Seconda

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Jenny_Colditz

    Spoilerwarnung!!!




    Das Buch hat nur 250 Seiten, für die ersten 150 hab ich über 3 Monate benötigt für die letzten 100 Seiten dann nur eine Stunde. 

    Bis es soweit war, lief es aber doch recht zäh. Man verstand die Zusammenhänge nicht, warum wer wo eine Rolle spielt.


    Die Geschichte selbst wird, wie bereits im Klappentext erwähnt, in zwei Zeitebenen erzählt. Viele unterschiedliche Figuren bekommen große und kleine Auftritte. Bis auf Mark und Leya konnte ich bis zum Schluss keiner weiteren Figur ansehen was für einen Zweck sie hier in diesem Buch hatte. Gerade die Lovestory von Mia und Oliver, hatte keinen Zweck oder irgendeinen Sinn, außer das es weitere Seiten füllte. Bis der Leser verstand was beide Geschichten verbindet, liefen beide nebeneinander daher, ohne das man Gemeinsamkeiten sah. Die Figuren bekamen keine Verbindung. Das war schon seltsam und regte zum miträtseln an. Auf die endgültige Lösung wäre ich allerdings nicht gekommen, diese war wirklich clever und hat der Geschichte einen Stern gerettet.


    Der Schreibstil war einfach gehalten. Die Figuren blieben blass und bekamen keinerlei Tiefe. Hintergrundgeschichten wurden nicht näher erleuchtet. Wie bereits erwähnt könnte man Mia und Oliver auch durch Blumentöpfe austauschen, es würde an der Story nichts ändern. Allerdings bekamen sie sehr viel Platz eingeräumt, ohne das was erklärt wurde und das ärgerte mich doch arg. Es wurde dutzendfach erwähnt das "damals" etwas vorgefallen ist, was genau wird nie zur Sprache gebracht. Allerdings muss es fast katastrophal furchtbar und schlimm gewesen sein, denn Mia hasst Oliver regelrecht, hat Angst vor ihm und rennt ständig weg. Hier hätte mehr erklärt werden können, oder die Figuren komplett streichen und durch eine Palme austauschen.


    Ich war gut unterhalten, hätte mir aber durch den KT mehr gewünscht. Ich wollte historische Hintergründe, Medici Drama, Rubens Kunst und viel mehr. Es plätscherte aber sehr einfach dahin. Hatte Rubens einen Sinn in dem Buch? Nein! Und Frau Medici? noch weniger? Weniger Figuren und mehr Inhalt wären sehr ratsam gewesen.

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