Bücher mit dem Tag "leuchtturm"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "leuchtturm" gekennzeichnet haben.

216 Bücher

  1. Cover des Buches Leuchtturmmord (ISBN: 9783746632063)
    Katharina Peters

    Leuchtturmmord

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Während Romy und ihr Team auf Rügen den Fall einer Frauenleiche am Leuchtturm auf der Halbinsel Zudar zu klären haben, und dafür deren gesamte frühere Jugendclique und alte Kameraden aus ihrer Zeit bei der Bundeswehr durchleuchten müssen, bekommen es Jan Riechter und sein Team, welches um die neue Kommissarin Olivia Durow ergänzt wird, mit mehreren toten jungen Männern zu tun, die scheinbar bei illegalen Boxkämpfen ihr Leben lassen mussten.
    Außerdem werden die Ermittlungen durch eine Kollegin der internen Ermittlung unterstützt.

    Im fünften Band werden die Teams also um zwei neue Gesichter ergänzt. So richtig was Neues konnte das Buch mir aber leider trotzdem nicht bieten. Inzwischen wirken die Fälle leider ein bisschen nach Schema F gestrickt. Zwei Fälle in zwei Kommissariaten, die letztlich, ineinander verknüpft, parallel gelöst werden können.
    Ja, es ist vielleicht das, was diese Reihe auszeichnet, aber ich würde mir inzwischen mal den ein oder anderen kleinen Nervenkitzel wünschen.
    Die Ermittlungen plätscherten für mein Empfinden einfach zu sehr vor sich hin. Auch wenn es mehrere Tatverdächtige gibt, der wirkliche Aha-Effekt am Ende war leider nicht da. 

    Ich werde die Reihe trotzdem weiter verfolgen. Bisher war dieser Band für mich aber eindeutig der Schwächste.

  2. Cover des Buches Friesenherzen und Winterzauber (ISBN: 9783956496547)
    Tanja Janz

    Friesenherzen und Winterzauber

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Ellen Carstens wollte eigentlich ihre Beziehung mit Laurits auf eine "nächste Stufe" bringen, aber bei einem Essen kurz vor Weihnachten sagt er ihr, dass Zusammenziehen nicht sein Ding ist. Da kommt der Anruf von Ellens Mutter gerade richtig. Sie ist zur Kur in St. Peter-Ording und vermisst einen Pullover. Anstatt diesen mit der Post zu schicken, bringt Ellen ihn persönlich an die Nordsee und gönnt sich eine Auszeit. Die Krimi-Autorin braucht außerdem dringend eine Inspiration, denn ihr Verlag möchte gerne, dass sie zur Abwechslung mal einen Liebesroman schreibt. In St. Peter Ording ist sie sofort verzaubert von der winterlichen Landschaft, den vereisten Salzwiesen und dem endlosen Strand. Im Teeladen von Martina findet sie nicht nur ein gemütliches Gästezimmer, sondern mit der Ladenbesitzerin auch eine neue Freundin samt Familie. Aber findet sie an der eisigen Nordsee auch eine Inspiration für ihren Roman? Als sie am Böhler Leuchtturm einen alten Briefkasten entdeckt, vertraut sie ihm in einem Brief ihre Gefühle an und obwohl sie niemals damit gerechnet hätte, findet sie dort am nächsten Tag eine Antwort. Wer ist der geheimnisvolle "Leuchturmwärter"? Vielleicht der Buchhändler Ayk? Und dann ist da auch noch Martinas Bruder, der vor ein paar Jahren einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat.


    Seit ein paar Jahren lese ich gerne die Winterromane von Tanja Janz. Obwohl ich noch nie dort war, ist mir St. Peter-Ording alleine durch die anschaulichen und wunderschönen Beschreibungen schon sehr vertraut. Man merkt der Autorin an, dass sie diesen Küstenort liebt und das spiegelt sich auch in den Figuren wider. 

    Die Menschen, die dort leben, lieben ihre Heimat und sind tief mit ihr verbunden. 

     

    Die winterliche und vorweihnachtliche Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Martinas gemütlichen Teeladen würde ich gerne besuchen und mich von ihr beraten lassen.  Und natürlich Ayks Buchladen. Der spielt übrigens in einem späteren Roman der Autorin noch mal eine größere Rolle und zwar in "Wintermeer und Dünenzauber". So eine Verknüpfung von Figuren aus anderen Büchern mag ich auch. Das ist, als würde man alte Bekannte wiedertreffen. 


    Fazit: Eine Wohlfühlgeschichte für die Adventszeit, perfekt zur Einstimmung auf Weihnachten. 

  3. Cover des Buches Der Leuchtturmwärter (Ein Falck-Hedström-Krimi 7) (ISBN: 9783548285863)
    Camilla Läckberg

    Der Leuchtturmwärter (Ein Falck-Hedström-Krimi 7)

     (221)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Auch der siebte Band dieser Reihe hat einen unpassenden deutschen Titel erhalten, schade. Der Leuchtturmwärter spielt in einer für den Krimi unwichtigen Storyline der Vergangenheit eine Rolle – das war es.

    Überhaupt gab es viele Personen deren Handlung in die Kategorie „echt jetzt? Das war es?“ bzw. „unglaubwürdig“ fallen. Außerdem ist Erica entgegen der Buchbeschreibung KEINE Schulfreundin von Annie, sie ermittelt auch nicht mit sondern stolpert zum Schluss aufgrund ihrer Recherchen in anderer Sache in Angelegenheit hinein.

    Die Polizei ermittelt ungewöhnlich naiv, langsam und schlampig da wird es leider unwichtig dass viele Personen überwiegend gegen ein typisches Krimi Klischee agieren.

    Insgesamt gab es fast zu viele verschiedene Handlungsstränge, die leider teils nicht oder nur unbefriedigend aufgelöst wurden.

  4. Cover des Buches Sehnsucht in Aquamarin (ISBN: 9783453423749)
    Miriam Covi

    Sehnsucht in Aquamarin

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Gosulino

    Polly und Jette wurden als Kleinkinder von ihrer Mutter verlassen. Vor allem Polly, die praktisch keine Erinnerung mehr an die Mutter hat, ist von diesem Schicksalsschlag traumatisiert und auch als erwachsene Frau lässt sie niemanden an sich heran.

    Jette entdeckt eines Tages auf einem Foto, aufgenommen in Bar Harbor in Maine, ihre Mutter. Sie überredet Polly zu einem Trip in die USA, um ihre Mutter zu finden.

    Polly will das alles eigentlich gar nicht, gibt aber Jette zuliebe nach. Als sie kein Hotelzimmer finden, muss Polly auch noch campen und im Acadia National Park arbeitet ihre Mutter als Rangerin. Als Jette ihr Herz an den Hummerfischer Owen verliert, knistert es zwischen dem attraktiven Ranger Liam und Polly. Aber Polly hat sich eins geschworen, nie wird sie einen Mann und schon gar nicht ihre Mutter, in ihr Herz lassen.

    Ich liebe die Romane von Miriam Covi, allerdings war diesmal die Protagonistin Polly sehr sehr anstrengend. Wie Polly selbst sagen würde: Mir ist das einfach alles zuviel..., muss ich das leider auch von Polly sagen. Sie war mir too much dargestellt. Ich habe die letzten Kapitel quer gelesen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Sie hat wirklich nur noch genervt, mit ihrer Bockigkeit und Sturheit. Und das von der ersten Seite an. Das war mir echt zuviel. 

    Aber alle anderen Protagonisten waren sehr sympathisch, die Geschichte sehr emotional und das Setting wieder wundervoll, daher ziehe ich nur einen Stern für Polly ab. Leider ist es diesmal kein Buch, das ich ohne Bedenken weiterempfehlen würde, aber wer genug Durchhaltevermögen hat, dem wird es gefallen.

  5. Cover des Buches Küstenmorde (ISBN: 9783404169504)
    Nina Ohlandt

    Küstenmorde

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Oliver_Staaden

    In dem Roman ändert sich sehr häufig die Situation und man steht immer wieder vor neuen Rätseln. Ich finde den Schreibstil angenehm, fesselnd und unterhaltsam. Den Roman finde ich spannend und zum Miträtseln. Vom Inhalt möchte ich nichts verraten, da ihr den Krimi besser selber lest. 

    Das sich der Roman an manchen Stellen etwas zieht, finde ich nicht weiter schlimm. Die Charaktere hätten etwas ausführlicher beschrieben sein können. Die Landschaften wurden gut beschrieben und man hat während des Krimis ein Bild vor Augen und fühlt sich, als ob man mit dabei ist. 

    Wer Krimis mag, sollte diesen lesen.

  6. Cover des Buches Das kleine Inselhotel (ISBN: 9783499266485)
    Sandra Lüpkes

    Das kleine Inselhotel

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Monalisa73
    Jannike, Sängerin und Moderatorin in Köln wird Schleichwerbung vorgeworfen und so fliegt sie kurzerhand aus ihrem Job.
    Sie flüchtet sich auf die wunderschöne Nordseeinsel, die sie mit ihren Eltern im Sommer immer besucht hatte. Auf Anhieb verliebt sie sich in ein heruntergekommenes Haus, direkt am Leuchtturm. Doch nur für sich bekommt sie das Haus nicht. Sie wird verpflichtet die anderen Zimmer an Gäste zu vermieten. So will die Inselpolitik verhindern, dass die Häuser nur für ein paar Wochen genutzt werden und ansonsten leer stehen.
    Jannike kauft es kurzentschlossen und weiß noch gar nicht wie sie das alles bewerkstelligen soll...und die Inselbewohner scheinen zunächst nicht begeistert von der Neuen...
    Vom Sender weiß auch niemand wo Jannike untergetaucht ist und so soll es auch bleiben, aber dann taucht urplötzlich das ganze Team vom Sender in ihrem Hotel auf und das ausgerechnet am Leuchtturmfest...

    Es ist eine wunderbare Geschichte, eingebettet in die Landschaft einer Nordseeinsel.  Die Protagonisten kann man sich bildlich vorstellen und so manch humorvolle Szene sorgt für Erheiterung beim Lesen.
    Mir gefällt der Schreibstil sehr, da er flüssig ist und nicht zu viele Ausschmückungen hat.
    Dieses Buch ist der erste Band.
    Es folgen noch zwei weitere: "Inselhochzeit" und "Inselträume"
    Leichte Lektüre, mit zum Teil Tiefgang und Humor.

  7. Cover des Buches Tödlicher Mittsommer (ISBN: 9783462043112)
    Viveca Sten

    Tödlicher Mittsommer

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Auf den ersten Fall im idyllischen schwedischen Sandhamn war ich schon sehr gespannt, liebe ich doch skandinavische Krimis. Der Klappentext las sich dahingehend auch vielversprechend, doch leider konnte mich der Krimi nicht durchgängig fesseln. Die Autorin verzettelt sich zu oft in Nebensächlichkeiten, so dass die eigentliche Krimihandlung zu kurz kam und der Spannungsbogen immer wieder stark nach unten ging. 

    Die Hauptcharaktere und deren privates Umfeld mit all ihren Problemen war mir dann auch zu viel, auch wenn sie ja in einem ersten Teil ersteinmal vorgestellt werden müssen. Hier hoffe ich, dass sich das Verhältnis Krimiplot/Privatleben der Akteure im nächsten Band dreht. 

    Alles in allem ist es aus meiner Sicht ein solider Serienstart der Potenzial für weitere Bände hat. Dieses Buch kann ich durchaus als kurzweilige Krimilektüre empfehlen und vergebe 3 von 5 Sterne.

  8. Cover des Buches Das Fremde Meer (ISBN: 9783833309908)
    Katharina Hartwell

    Das Fremde Meer

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Tiniwiniii

    “Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. […] Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen,“ (S. 556, Katharina Hartwell – Das fremde Meer).

    In ihrem Roman ‘Das fremde Meer’ erzählt Katharina Hartwell die Geschichte zweier Menschen, die das Leben zusammengeführt hat. Zehn Kapitel, eine Liebe.

    Jan stolpert regelrecht in Maries Leben. Bevor Marie Jan kennen lernt, glaubt sie, dass sie niemand retten kann. Die Außenseiterin, eher ruhig und zurückhaltend, ängstlich und verzweifelt, wer sollte sie schon retten wollen? Sie glaubt, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Darum rechnet sie stets mit dem Schlimmsten. Jan scheint so völlig anders zu sein als sie. Von ihm fühlt sie sich gefunden, mit ihm teilt sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Natürlich vertraut sie nicht darauf, dass alles bleibt wie es ist, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«.

    Kein Buch, was ich bisher gelesen habe, war so facettenreich und magisch erzählt, wie dieses. Eine Geschichte in zehn unterschiedlichen Stilen und Genren geschrieben, vom Märchen, über einen historischen Roman bis hin zu einer Fantasy Reise. Dieses Buch lässt sich in keine Schublade stecken. Anfangs begreift man überhaupt nicht, wie die zehn Geschichten miteinander verbunden sind, doch am Ende fügt sich alles.

    Ich kann Marie verstehen. Wie oft ging es mir selbst schon so, dass ich einen Glückszustand oder Momente, in denen alles in Ordnung ist, nicht genießen konnte. Irgendwo hat sich doch mit Sicherheit ein Haken versteckt, ich muss etwas übersehen haben, warum sollte ausgerechnet ich so viel Glück haben? Ständig alles in Frage zu stellen ist nahezu wie ein Zwang, um sich selbst zu schützen. Doch geht das überhaupt? Glücklich und zufrieden wird man so eher nicht. In Jan findet Marie einen Menschen, der sie mit anderen Augen sieht. Der ihre Ängste begreift und ihr Halt gibt, den ihr Elternhaus ihr nicht vermittelt hat und der ihr in ihrem Leben fehlt. Doch selbst vor dem Moment in dem sie ihn kennenlernt, als er aus dem Paternoster auf sie fällt, weil sie ihn gerettet hat, hat sie Angst. Und dabei bemerkt sie erst gar nicht, dass auch er sie gerettet hat.

    Den ganzen Roman hindurch, ist in jeder einzelnen Geschichte das Mädchen die Heldin, die Retterin und nicht die zu Rettende. Mir gefällt das Spiel der unterschiedlichen Genre sehr gut. Dadurch kommen nicht zuletzt die Charakterzüge der Hauptfiguren sehr deutlich ans Licht. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich ganz auf den Roman einzulassen und zwischendurch musste ich das Buch für einige Wochen beiseitelegen. Nachdem ich nun die letzten Seiten gelesen habe, kann ich sagen, ich habe es nicht bereut. Das Ende ist so überraschend traurig und schön zugleich und es fügt sich alles, was vorher Rätsel aufgeworfen hat. Der Roman verdeutlicht, was Worte zu bewegen vermögen. Und wie viel Gewicht ein Wort oder ein Satz haben, uns gleichzeitig aber auch etwas Leichtes geben kann. Das Ende ist vollkommen offen, denn vielleicht ist es nicht das Ende. Und vielleicht kann man doch nicht alles trennen, teilen und spalten wie ein Atom. Immerhin gibt es auch noch so etwas wie die Atombindung. Eine Bindung, die alles fest zusammen hält und sich wie ein rotes Band durch unser Leben zieht.

  9. Cover des Buches Das Licht der Insel (ISBN: 9783328101611)
    Jean E. Pendziwol

    Das Licht der Insel

     (57)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    Anfang des 20. Jahrhunderts: Ein Mann wird Leuchtturmwärter auf einer Insel im Lake Superior (USA). Er zieht dort mit seiner Frau Lil und dem ersten Sohn, Peter, hin. Die beiden kriegen noch einen weiteren Sohn namens Charles sowie Zwillingsmädchen. Die Mädchen sind unzertrennlich. Dass Charles ein so enges Verhältnis zu ihnen hatte, wird im Klappentext behauptet, ging aber inhaltlich für mich nicht aus der Geschichte hervor. Die Geschichte handelt primär von den Mädchen, die in der Einsamkeit der Insel zu jungen Frauen werden und Opfer der Konventionen ihrer Zeit sind.

    Emily, die zartere der beiden, spricht nicht, Warum, weiß man nicht. Sie ist auch so ein bisschen seltsam: streicht gerne alleine umher, zieht sich oft zurück, ist nachdenklich und ruhiger. Elisabeth ist etwas lebhafter und aufgeweckter und fühlt sich permanent für Emily verantwortlich. Es wird ihr auch von der Familie suggeriert, dass sie es ist. Die beiden haben kaum soziale Kontakte zu Gleichaltrigen, was mit Emilys "Behinderung" auch schwierig ist; sie stößt nicht überall auf Verständnis.

    ACHTUNG SPOILER

    Die beiden wachsen heran und dürfen die Insel nicht verlassen, während ihre Brüder freilich am Festland in die Stadt gehen und bessere Schulen besuchen., Als der Vater stirbt, kommt ein junger Leuchtturmwärter-Nachfolger auf die Insel. Nach langen Zickereien verliebt sich Elisabeth in ihn. Emily dagegen bleibt alleine und wird auf ihren Streifzügen vergewaltigt. Die Liebe von Elisabeth und dem Leuchtturmwärter zerbricht, weil dieser ihren (vermeintlichen) Vergewaltiger erschießt. Emily wird dann auch noch schwanger, und Charles reagiert wie ein typischer Mann seiner Zeit...

    Die Geschichte ist schwierig zu erzählen, wie mir jetzt auffällt, aber sie ist beim Lesen sehr vielschichtig und berührend. Emily und Elizabeth bzw. ihr Schicksal  ging mir sehr nahe. Elizabeth stößt ja schon früher auf Ungereimtheiten, und was sich am Ende als Wahrheit herausstellt, kam für mich als Leserin sehr unerwartet.

    Insgesamt ein schönes Buch.



  10. Cover des Buches Wer Schatten küsst (ISBN: 9783442380268)
    Marc Levy

    Wer Schatten küsst

     (137)
    Aktuelle Rezension von: momo2
    Klappentext: 
    " »Ich hatte Angst vor der Nacht, Angst vor den Silhouetten, die sich in die abendlichen Schatten einschlichen, die mal in den Falten der Vorhänge, mal auf der Tapete des Schlafzimmers tanzten. Sie sind mit der Zeit verblasst. Doch sobald ich an meine Kindheit zurückdenke, tauchen sie erneut auf – grauen- haft, bedrohlich. Ein chinesisches Sprichwort sagt, ein höflicher Mensch würde nie auf den Schatten seines Nachbarn treten. Das wusste ich an meinem ersten Tag in der neuen Schule nicht. Meine Kindheit war dort in diesem Pausenhof. Ich wollte sie vertreiben, erwachsen werden, doch sie klebte an meiner Haut, an diesem beengten und für meinen Geschmack viel zu kleinen Körper.«
     
    Meine Meinung: 
    Ich mochte an dieser schönen Geschichte vor allem den sanften, gefühlvollen Schreibstil und die Idee, die hinter der Fähigkeit des Protagonisten steckt, seinen Mitmenschen den Schatten zu stehlen. Da Fantasy nicht zu dem Genre gehört, das ich besonders häufig lese, war ich anfangs skeptisch bezüglich dieses seines Talents. Doch während des Lesens habe ich den Protagonisten so sehr in mein Herz geschlossen, dass ich mich nicht mal mehr darüber wunderte, dass er dazu in der Lage war, Schatten zu stehlen.
    Mary Levy versteht es wie kein anderer, Realität und Phantasie zu mischen - und zwar so gut, dass es einem beim Lesen vorkommt, es sei sogar ganz normal. 
    Auch gefällt mir die Nachricht, die dem Leser mit dieser Geschichte vermittelt wird. Demnach ist es außerdem ein Buch, das einen nachdenklich und glücklich zurücklässt. 

    Mein Lieblingssatz aus diesem Buch: 
    " Eine Kindheitsliebe ist etwas Heiliges, nichts kann sie uns nehmen. Sie bleibt, tief verankert in unserem Innern. Wenn eine Erinnerung sie befreit, steigt sie an die Oberfläche, selbst mit gebrochenen Flügeln."

  11. Cover des Buches Inselhochzeit (ISBN: 9783499270390)
    Sandra Lüpkes

    Inselhochzeit

     (69)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Wieder einmal ist Sandra Lübkes ein Buch zum Träumen gelungen.

    Nachdem ich schon begeistert den ersten Teil der Reihe gelesen hatte, war ich schon sehr gespannt, wie es Jannike mit ihrem Inselhotel so ergeht.

    Das Hotel mausert sich zu einem wahren Geheimtip und Jannike bietet nicht nur Hochzeitsfeiern, sondern auch neuerdings Trennungsfeiern an. Ob das mal gut geht? Es sorgt jedenfalls für jede Menge Unruhe.

    Mit viel Liebe und Fürsorge entwickelt sich das kleine Inselhotel zu einem wahren Schätzchen; ganz klar, dass da die Konkurrenz nicht tatenlos zusieht! Nebenbei gibt es noch eine kleine Portion Liebe für das Herz und so kann man sich wunderbar entspannen und von einem Urlaub am Meer träumen.

    Für mich wieder eine klare Leseempfehlung.

  12. Cover des Buches Herzklopfen unterm Sternenhimmel (ISBN: 9782496707076)
    Cornelia Engel

    Herzklopfen unterm Sternenhimmel

     (75)
    Aktuelle Rezension von: ilonas_buecherwelt

    Leider kenne ich den ersten Teil nicht, was ich aber nicht schlimm fand. Es dreht sich hier um den Tierarzt Hark aus Borkum. Er lebt alleine, weil er um seine verstorbene Frau trauert. Es gibt aber noch Ella die eine Kneipe besitzt. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit an und waren auch mal ein Liebespaar. Sie hatten sich getrennt und andere Partner geheiratet. Hark ist Witwer und Ella mittlerweile geschieden. Da wäre noch Marks Mutter Frauke die versucht beide zu verkuppeln, was für sie auch nicht leicht ist. Mark liebt sein Single Leben und seine Arbeit, die er rund um die Uhr macht. Ella hat andere Sorgen, sie muss ihren Sohn Rasmus allein groß ziehen und sich nebenbei noch um ihre Mutter kümmern. Dazu kommt, das ein Großinvestor ein Auge auf den Standort ihrer Kneipe geworfen hat und sie zum Verkauf drängt.
    Ob die beiden wieder zueinander finden?
    Die Protagonisten waren für mich gut ausgearbeitet und den Schreibstil fand ich leicht und flüssig zu lesen.
    Ich habe diesen Roman verschlungen und ich hatte das Gefühl, selbst dabei zu sein. Alles in einem ein schöner Roman für schöne Lesestunden, den ich gerne weiter empfehle.
    ⭐⭐⭐⭐⭐

  13. Cover des Buches Sommerby 1. Ein Sommer in Sommerby (ISBN: 9783789108839)
    Kirsten Boie

    Sommerby 1. Ein Sommer in Sommerby

     (70)
    Aktuelle Rezension von: firefly

    Die Mama von Martha, Mikkel und Mats ist geschäftlich in New York. Doch dann hat sie plötzlich einen schweren Unfall. Da ist klar, dass ihr Papa ganz schnell zu ihr muss. Martha, Mikkel und Mats müssen solange zu ihrer Oma. Zu der Oma, über die nie gesprochen wird, zu der Oma, die sie nicht einmal kennen. Kurz darauf werden sie auch schon von Mamas Freundin zu der Oma gefahren, um die Ferien bei ihr in Sommerby zu verbringen.

    Doch die Oma ist sehr seltsam. Bei ihr gibt es kein Internet oder Telefon. Dafür hat sie aber ein Gewehr und ein Ruderboot. Außerdem verkauft sie selbstgemachte Marmelade.


    Obwohl Martha, Mikkel und Mats dort gar nich sein wollen, mögen sie es bei der Oma doch ganz gerne.


    Aber plötzlich taucht ein Makler auf und will, dass die Oma das Haus verkauft! Und dann bringt auch noch jemand den Schuppen durcheinander! Jetzt müssen die drei Kinder der Oma helfen. Schließlich darf das Haus nicht verkauft werden!




    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, denn die Kapitel sind kurz und der Schriebstil ist sehr einfach. So lässt sich das Buch sehr leicht lesen.


    In dem Buch haben Martha, Mikkel und Mats gelernt, dass man auch ohne Internet, WhatsApp oder Instagram auskommt. Dass auch nur die Natur sehr schön sein kann.

    Und dass man zusammenhalten muss.

    Ein sehr schönes Sommerbuch.


    Zitat: "Dann gehen sie zum ersten Mal durch die niedrige Tür ins Haus am schönsten Ort der Welt: Und so beginnt der wunderbarste Sommer."

  14. Cover des Buches Inselfrühling (ISBN: 9783499272264)
    Sandra Lüpkes

    Inselfrühling

     (45)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Auch im vierten Teil der Buchreihe können wir unseren Urlaub wieder in dem kleinen Inselhotel am Leuchtturm verbringen. Endlich geben sich Jannike und Matheusz das Ja-Wort. Wäre dies nicht schon aufregend genug, zieht ein heftiger Frühlingssturm auf und die Insel droht an einigen Stellen im Meer zu versinken. Da ist jede helfende Hand gefragt. Aber auch im kleinen Inselhotel zieht ein kleiner Sturm auf, denn völlig ungefragt taucht Jannikes Vater auf und mischt sich in das Hotelgeschäft ein. Sehr ärgerlich, da Jannike aufgrund ihrer Schwangerschaft Bettruhe verordnet bekommen hat und sich doch schonen soll. Es kommt zu einigen Missverständnissen und der Ärger lässt nicht lange auf sich warten.

    Dieser Band hat mich wieder völlig in seinen Bann genommen. Ich konnte förmlich die raue See und den Sturm hören. Spannend wurde es, als es zu Dünenabbrüchen kam und so manch einer sein Leben riskiert hat.

    Ich wurde wieder bestens unterhalten und würde mich über eine Fortsetzung der Buchreihe freuen.     

  15. Cover des Buches Wächter der Meere, Hüter des Lichts (ISBN: 9783764170738)
    Oliver Schlick

    Wächter der Meere, Hüter des Lichts

     (40)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Die junge Rebecca, die bei gutsituierten, aber seltsam kalten und distanzierten Pflegeeltern in einem piekfeinen Hamburger Stadtteil aufwächst, hört plötzlich, kaum dass sie 16 Jahre alt ist, Stimmen in ihrem Kopf, die sie zunächst für Halluzinationen hält.
    Als sie wenig später jedoch Musik als buntschillernde Farben wahrnimmt, glaubt sie, den Verstand zu verlieren und bricht zusammen. Ihre Pflegeeltern bringen sie in eine psychiatrische Spezialklinik, die sich sehr bald als Gefängnis herausstellt und aus der Rebecca auf spektakuläre Weise von einer bunt zusammengewürfelten Gruppe skurriler Gestalten befreit wird, die sich ihr als Wächter vorstellen und sie in einer Nacht-und-Nebelaktion auf die wind- und wellenumtoste fiktive Insel Zanderland in der Nordsee bringen.
    Und hier beginnt für Rebecca das Abenteuer ihres Lebens!
    Sie erfährt Ungeheuerliches - über sich selbst, ihre Pflegeeltern, den Geheimbund der Wächter, eine uralte Prophezeiung, rätselhafte Geistwesen, die sich schwarze Passagiere nennen, die unentwegt bestrebt sind, Kontrolle über die Menschen auszuüben und über ihren Gegenpol, den weißen Passagier, dem die Wächter den Weg bahnen müssen, damit er Licht und Hoffnung in die Welt bringt und die Menschen stark macht gegen die Macht der schwarzen Passagiere.
    Doch was hat Rebecca mit all dem zu tun? Und wieso wird ihr plötzlich eine Schlüsselposition in dem großen Abenteuer zuteil?
    Ein Wettrennen gegen die Zeit und die Feinde beginnt, die den Leser in einer wilden Jagd mit recht burlesken Zwischenfällen wieder zurück aufs Festland führt, dorthin, wo alles begann.
    Wird Rebecca die in sie gesetzten Hoffnungen am Ende erfüllen können...?

    Die mitreißende, ungewöhnliche, doch auch humorvolle Geschichte, die der Autor in seinem Roman erzählt, zieht den Leser sofort in seinen Bann!
    Doch in welche Kategorie gehört er? Haben wir es hier mit einem reinen Fantasy-Roman zu tun oder, wie suggeriert wird, mit einem Roman für jugendliche Leser?
    Mir scheint es, dass er weder eindeutig dem einen noch dem anderen Genre zugeordnet werden kann. Vielleicht kann man ihn am ehesten als modernes Märchen mit sehr realistischem Hintergrund bezeichnen, der ganz gewiss die unterschiedlichsten Leser als auch Altersgruppen anspricht, all diejenigen aber, die Träume und Sehnsüchte haben, die weit über die Erfüllung der eigenen Wünsche hinausgehen. Solche, die sich Gedanken machen um unsre Welt, die in Sorge sind angesichts der zahllosen Konflikte und Kriege, die die Erde und ihre Bewohner erschüttern und immer schon erschüttert haben.
    Er spricht die Idealisten und unermüdlichen Kämpfer für eine bessere Welt an und all diejenigen, die trotz allem die Hoffnung nie verlieren.

    Die Protagonisten dieses wunderbaren Buches, das trotz seines kritischen Hintergrundes eben auch ein hervorragender Unterhaltungsroman ist, sind solche Idealisten, sind Kämpfer für das Gute und gegen das Böse und bereit, dafür ihr Leben in höchste Gefahr zu bringen und, wenn es sein muss, auch zu opfern.
    Aber es sind keine strahlenden Helden, die der Autor so lebensecht und glaubwürdig gezeichnet hat, wiewohl sie ganz und gar ungewöhnlich sind. Echte und unverwechselbare Typen mit jeder Menge Schwächen und schrulligen Eigenarten, oft mit launigen Sprüchen auf den Lippen - und gerade deshalb so sympathisch und liebenswert.

    Oliver Schlick gibt seinen Figuren nicht nur phantasievolle, auf sie individuell zugeschnittene Namen, denen sie in jeder Beziehung gerecht werden, sondern er lässt sie auch von einem haarsträubenden Abenteuer ins nächste stolpern, immer auf oder am Meer und vor der grandiosen Kulisse der heimlichen Hauptdarsteller des Buches, den Leuchttürmen!
    Um sie und ihre Bedeutung für die Schifffahrt aber auch ihre Symbolkraft dreht sich hier alles. Im Grunde beginnt und endet die Geschichte mit ihnen, den Leuchttürmen, den Wächtern des Meeres und Hütern des Lichts, die so viele Geschichten zu erzählen haben und deren geheimnisvolle Faszination auch heute, nachdem sie längst automatisiert sind und keiner Wärter, die in vorliegendem Buch Wächter sind, mehr bedürfen, ungebrochen ist.
    Der Autor lässt sie noch einmal hell leuchten und erstrahlen in seinem Roman, den ich geradezu atemlos verschlungen habe, der mich nicht nur bestens unterhalten, sondern mir auch Hoffnung gegeben hat - und den ich ohne jede Einschränkung weiterempfehlen möchte!
  16. Cover des Buches Inselträume (ISBN: 9783499272257)
    Sandra Lüpkes

    Inselträume

     (49)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Für Jannike läuft es im Kleinen Hotel neben dem Leuchtturm richtig gut. Die Gäste sind begeistert von dem niedlichen Hotel und der familiären Atmosphäre und natürlich auch der guten polnischen Küche. Nur in der Beziehung zu Mattheusz läuft es nicht richtig rund. Sie finden einfach nicht genug Zeit für einander und ihre Beziehung .Missverständnisse sind daher alles andere als unnormal.

    Vor lauter Frust fängt Jannike an Sport zu treiben und kann gar nicht so schnell gucken, wie sie plötzlich für das Inselwettschwimmen trainiert. Als der attraktive Schwimmtrainer einige Flirtversuche startet, wird Jannike schnell klar, dass ihr Herz nur für Mattheusz schlägt.  

    Wäre dies nicht alles schon aufregend genug, schlägt auch der so beschaulichen Insel der Feuerteufel zu, auch Jannikes Hotel bleibt nicht verschont….

     

    Wieder ist Sandra Lüpkes eine tolle Geschichte gelungen. Die Protagonisten habe ich schon seit dem 1. Teil fest in mein Herz geschlossen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen.

    Ich freue mich schon riesig auf den 4. Teil und wie es mit Jannike und Mattheusz weitergeht.

  17. Cover des Buches Mnemophobia (ISBN: 9783956690495)
    Kaja Bergmann

    Mnemophobia

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Lovely90

    Kurze, traurige All-age-Geschichte

    Mnemophobia – die Angst sich zu erinnern; diese quält den Protagonisten Nemo seit einem schweren Autounfall. Seit diesem Tag ist die Welt um ihn herum nur noch Dunkelheit, aus der ihn auch die wenigen ihm nahestehenden Freunde nicht befreien können.

    In der Geschichte, welche ich eher als Roman bezeichnen würde, da mir für einen Thriller die entsprechende Spannung fehlt, begleiten wir einen Adoleszenten nach einem Schicksalsschlag bei seinem Kampf zurück ins Leben oder eben genau aus diesem hinaus. Es ist bedrückend zu lesen, was ein einzelner Moment, eine Situation in die wir alle hineingeraten können, ausrichten kann. Aus den vielfältigen Arten der Trauerverarbeitung hat die Autorin für Nemo eine solche gewählt, die ihn Traum und Realität kaum mehr unterscheiden lässt und so auch den Leser mitunter zweifeln lässt. Ob hieraus auch wirkliche Überraschungsmomente entstehen, ist sicherlich verschieden und wohl auch vom Alter des Lesers abhängig.

    Durch die im Buch gewählte häufig bildliche Sprache konnte ich mir einige Situationen gut vor meinem inneren Auge ausmalen. Gleichzeitig ist die Geschichte recht kurz gehalten bei einem eher simplen Plot, sodass der Fokus meiner Meinung nach weniger auf spannende Ereignisse, als vielmehr auf die Auseinandersetzung mit Verlust gelegt wurde.

  18. Cover des Buches Im Auge des Leuchtturms (ISBN: 9783954516759)
    Antonia Michaelis

    Im Auge des Leuchtturms

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Das war wieder mal ein Wow-Erlebnis. Ich weiß grade gar nicht, wie ich euch dieses Buch beschreiben soll, da alles irgendwie spoilern würde - jedenfalls finde ich die Bezeichnung "Kriminalroman" etwas in die Irre führend.

    Der Klappentext hier ist allerdings gut gelungen und beschreibt perfekt kurz und knapp, worum es geht.
    Nada Schwarz ist 37 Jahre alt und lebt in Berlin, hat keine Freunde, so gut wie keinen Kontakt zu ihren Eltern und lebt für ihre Arbeit. Einzig ihr nahe stehend ist Frank, für den sie seine Restaurants managet. Die sogenannten Lichthäuser, die sie zusammen entworfen und eröffnet haben, in reinem Weiß und mit so viel indirektem Licht, dass es keine Schatten gibt.
    Denn Nada möchte Licht. Sie scheut die Dunkelheit. Und sie scheut sich davor, mehr über sich selbst zu erfahren.
    Deshalb organisiert sie, alles. Sie führt Listen, die sie abhaken kann. Sie beschäftigt sich rund um die Uhr, um nicht nachdenken zu müssen. Um keine Gedanken oder Gefühle aufkommen zu lassen. Um sich nicht zu erinnern.

    Bis die Postkarte eintrifft. Von einer Insel im nordfriesischen Meer, auf der ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Irgendetwas daran verstört sie zutiefst, so dass sie aufbricht, mitten im November, um hinter das Geheimnis zu kommen.

    Recht viel mehr kann ich dazu gar nicht schreiben ohne zu viel zu verraten.
    Der Schreibstil ist wieder einmalig: es entsteht eine einsame, eisige Atmosphäre auf dieser abgelegenen Insel im Meer, während sich Nadas Charakter für uns Leser entfaltet und offen legt, wobei sie selbst immer verzweifelter versucht, dieses verworrene Rätsel zu lösen.
    Eine surreale Stimmung schleicht sich ein und Nada weiß nicht mehr, was in ihrer Traumwelt geschieht und was in der Realität. So viele Jahre war sie gefangen in einem System, in dem sie "nur" funktionieren musste und wird jetzt konfrontiert mit dem weichen Kern, den sie über Jahrzehnte hinter einer unüberwindbaren Mauer geschützt hatte.

    Ich habe mich mit Nada sehr verbunden gefühlt, auch wenn sie Charakterzüge aufweist, die nicht wirklich sympathisch sind. Aber wir Menschen sind gut darin, Erinnerungen zu verdrängen, was manchmal auch gut und wichtig ist, weil wir sonst daran verzweifeln würden. Manchmal kann es aber auch sinnvoll sein, ihnen zu begegnen, sie zu verarbeiten, um sie dann ertragen und loslassen zu können.
    Niemand hat gerne Schmerzen und auch Nada hat ihre Fähigkeit so trainiert, besser gar nichts mehr zu fühlen und nichts und niemanden an sich heranzulassen - bis sie auf dieser Insel im Nirgendwo damit konfrontiert wird. Mit einem alten Schmerz, der sich an die Oberfläche kämpft.

    Man kann zwar relativ schnell erahnen, was damals geschah, aber ohne die wichtigen Einzelheiten, die man erst am Ende erfährt, bleibt alles in der Schwebe. Es hat mich wieder unglaublich fasziniert, wie die Autorin diese Geschichte aufgebaut hat, wie ich mit Nada mitgelitten und mitgefiebert habe und wie genial unser Unterbewusstsein funktioniert. Ein Paradebeispiel für den Schutz, der sich in uns auftut, und wie schwer es für die Wahrheit ist, sich wieder ans Licht zu kämpfen.

    Das Ende hat mich sehr berührt und mit einem überraschenden Moment auch versöhnt. Mit Nada, mit ihren Erlebnissen und den vielen Schrecken, Ängsten und unserer Hilflosigkeit, denen wir uns jeden Tag stellen müssen.

  19. Cover des Buches Das Haus am Leuchtturm (ISBN: 9783426511404)
    Kimberley Wilkins

    Das Haus am Leuchtturm

     (51)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox
    Isabella reist mit ihrem Mann 1901 nach Australien um ein bedeutendes und wertvolles Schmuckstück, hergestellt von ihrem Mann einen Amststab auszuliefern.  Isabella ist nicht glücklich, sie wird von ihrem Mann und dessen Familie förmlich gehasst. Doch das Schiff verunglückt und sie ist die einzigste Überlebene mit dem Stab den sie im Schlepptau hat. Dieses Schmuckstück wird ihr in Australien ein neues Leben unter falschen Namen ermöglichen. Sie findet auch endlich die große Liebe und kann somit auch ihre Trauer um ihren verlorenen Sohn überwinden. Der Sohn wurde nur 3 Wochen alt und die Familie hat sie in ihrer Trauer alleine gelassen. In der Gegenwart kommt Lilly hinter das alte Geheimnis um den Amststab der auch im Wrack des untergegangen Schiffes nie gefunden wurde. Lilly besitzt das Haus am Leuchtturm, der Leuchtturm wo damals Isabella beim Leuchtturmwächter Zuflucht gefunden hatte. Diese Geschichte ist sehr spannungsreich und begeistert von der ersten Seite an.
  20. Cover des Buches Wiedersehen am Harbour Beach (ISBN: 9783453422964)
    Ella Thompson

    Wiedersehen am Harbour Beach

     (39)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Zum Plot: Jake träumt schon lang davon, eine eigene Brauerei betreiben zu können. Als der Traum endlich in greifbare Nähe rückt, fehlt nur noch eines: ein Investor. Infrage kommen die Geschäftsfrau Eliza Woodward, sowie der Vater seiner beiden besten Freunde, Theodor Hunter. Während Eliza immer wieder nicht zu ihren Terminen erscheint, hat Theodor Hunter ein anderes Problem: Er ist auf eine Nierentransplantation angewiesen. Als Jake wieder einmal von Eliza versetzt wurde, reicht es ihm und er beschließt, sie zu Hause aufzusuchen. Was er dort vorfindet, lässt alles in einem ganz neuen Licht erscheinen.

    Fazit: Ich muss zugeben, als sich die beiden Protagonisten erst nach 100 Seiten das erste Mal begegneten, war ich etwas verwundert. Ich meine, ein Liebesroman lebt von der Interaktion zwischen den Figuren. Die darauf folgende Geschichte fand ich aber sehr überzeugend. Neben der eigentlichen Romanze wurden hier schwierige Themen wie häusliche Gewalt und Organtransplantation angesprochen. (An dieser Stelle eine kleine Triggerwarnung) Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen, konnte mir aber aus dem Kontext ein wenig Vorgeschichte zusammenreimen. Ich möchte also sagen, dass man die Bücher durchaus unabhängig voneinander lesen kann.

    Empfehlung: Alle Liebhaber*innen von Liebesromanen, die mehr als nur eine schöne Romanze zu bieten haben, werden hier fündig!

  21. Cover des Buches Summer Girls 2: Emmy und die perfekte Welle (ISBN: 9783551651662)
    Martina Sahler

    Summer Girls 2: Emmy und die perfekte Welle

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Anruba
    Im zweiten Teil der Reihe dreht sich alles um die 14-jährige Emmy. Zusammen mit Matilda, Josy und Merit bildelt sie  die Clique die Summer Girls.

    Emmy ist Matilda's Cousine (=Hauptfigur aus Band 1) und lebt ebenfalls auf dem Bossenhof. Im Gegensatz zu dem Rest ihrer Familie hat sie mit dem Surfen nichts am Hut, sondern interessiert sich hauptsächlich für Bücher und ihren Video Blog.

    Seit Emmy denken kann, ist Daniel ihr bester Freund. Alle anderen halten die beiden bereits für ein Paar, aber das kann Emmy sich überhaupt nicht vorstellen. Sie wartet auf Mr. Right. Als Daniel sich von ihr zurückzieht, ist Emmy gekränkt und es braucht eine geschriebene Liebesgeschichte und einige Treffen der Summer Girls bis Emmy sich über ihre Gefühle klar wird.

    Im Erzählstil werden wir durch die Geschichte getragen. Emmy ist eine überaus sympathische Hauptfigur. Ich denke jeder der gerne liest und/oder Geschichte schreibt, wird sich mit ihr identifizieren können. Emmy ist engagiert und kreativ und schläft sogar auf einem alten Leuchtturm um ihre Inselgeschichte weiterschreiben zu können.

    Mir hat das Buch wieder richtig gut gefallen. Die Geschichte wirkt einfach so natürlich, weil sie ohne große Missverständnisse und Dramen auskommt. Das Setting der Nordseeinsel ist einfach genial und der bildhafte Schreibstil lässt einen das Buch in einem Rutsch durchlesen. Die Beschreibungen der Urlaubsinsel sind herrlich und lassen einen direkt das Meer riechen und den Sand zwischen den Zehen fühlen.
    Ich kann die Reihe nur weiterempfehlen. Im Mai 2018 wird der dritte Teil erscheinen, in dem die Reiterin Merit die Hauptrolle spielt.  
     

    Fazit:

    Eine tolle und eigenständige Fortsetzung der Summer Girls. Es geht um Freundschaft, Eifersucht, Familie und Vertrauen in sich selbst. Nebenbei entdeckt die Hauptfigur ihre erste Liebe und findet den Mut ihre Gefühle in einer Geschichte auszudrücken. Ein wunderschönes Sommerbuch für kleine und große Mädchen. Alle fünf Sterne.
  22. Cover des Buches Feel My Soul (ISBN: 9782919808045)
    Michelle Schrenk

    Feel My Soul

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Veronika_Becker



    Eine wirklich fabelhafte Geschichte , weil sie sich so sehr wie ich finde , von anderen abhebt . Obwohl es hier um die große Liebe geht , und nicht irgend einen  Krimi erzählt , könnte sie nicht abwechslungsreicher , gefühlvoller und spannender sein. Die Gefühle die das  Buch  zum Ausdruck bringt sind wirklich unglaublich intensiv  und realistisch. 

  23. Cover des Buches Akzeptanz (ISBN: 9783426518069)
    Jeff VanderMeer

    Akzeptanz

     (45)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Gerade wegen seiner Mischung aus Unterschieden und Gemeinsamkeiten mit den Vorgängerbänden stilistisch und inhaltlich schließt Band drei den Kreis und verdeutlicht somit, dass alle drei Romane zusammen eine sorgfältig durchdachte und konstruierte Einheit sind.
    Nicht einfach zu lesen aber schön. Definitiv Lesenswert.

  24. Cover des Buches Leuchtturmmusik (ISBN: 9781549745904)
    Andreas Séché

    Leuchtturmmusik

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Magpie
    Leuchtturmmusik ist mein erstes Buch des Autors Andreas Séché und hat mich tatsächlich begeistert. Der Klappentext verriet mir nicht allzu zu viel, machte aber neugierig, dennoch wusste ich nicht, was mich erwarten wird.
    Der bilderhafte und poetische Schreibstil erfasste mich sofort und man versteht gut, warum bereit ein Buch des Autors ins Japanische übersetzt wurde: Andreas Séché erzählt nicht bloß, nein, er malt Bilder, erweckt dabei alle Sinne des Lesers und zusätzlich ein kleines Fischerdorf zum Leben.
    Die Geschichte erzählt von einer Fremden, die eines Tages einfach so in dem Dorf auftaucht und in subtiler Weise die Leben vieler Bewohner berührt. Diejenigen, die berührt werden wollen, die nur darauf gewartet zu haben schienen.
    Erst nach und nach lernt man die Vergangenheit des Hauptprotagonisten kennen und auch die anderen Dorfbewohner werden im Laufe der Handlung immer lebendiger. Doch genau das machte das Buch zu einer realen Reise. Die Leute wurden einem kurz vorgestellt und je öfter man ihnen begegnete, desto mehr erfuhr man. Wie im richtigen Leben wird nicht alles sofort erzählt, sondern man muss zuhören, verstehen und beobachten. Genau das gab allen Charakteren meiner Ansicht nach extrem viel Tiefe und Persönlichkeit.
    Besonders gut haben mir die kleinen Weisheiten und Philosophien gefallen, die der Autor immer wieder schön verpackt in dem Buch versteckt hat. Sie lassen einen auch über das Lesen hinaus nicht los.
    Die Sandkörner, die durch die Sanduhr rieseln, der Zitronenfalter, die Höhle, die toten Bäume, die Fußabdrücke aus Sand, die Unendlichkeit ...
    Es ist ein Buch über das Leben und den Tod, über Genuß und Depression, Vergeben und Verstehen.
    Der Titel ist sehr passend gewählt, was man jedoch erst gegen Ende versteht. Leuchturmmusik. Augenblick und Ewigkeit.
    Ein wirklich wundervolles und einzigartiges Buch.

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