Bücher mit dem Tag "lene"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lene" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Nur eine Ewigkeit mit Dir. (ISBN: 9783945362235)
    Kristina Moninger

    Nur eine Ewigkeit mit Dir.

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Magieausbuchstaben

    Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Nein verschlungen passt besser. In der Geschichte geht es um die Liebe. Es passiert nicht viel, es ist nicht unheimlich spannend. Es geht einfach um die Gefühle und Gedanken zweier Menschen, die sich lieben. Der Schreibstil passt dazu. Ich hatte das Gefühl, direkt in die Köpfe von Jonas und Lilly zu schauen und ihre Gefühle mitzuerleben. Ich habe ein paar Tränen verdrückt und war zum Schluss einfach glücklich, diese Geschichte erfahren zu haben.

  2. Cover des Buches Delirium - Amor Deliria Nervosa (ISBN: 9783833309922)
    Lauren Oliver

    Delirium - Amor Deliria Nervosa

     (2.131)
    Aktuelle Rezension von: Ansonstern

    95 Tage muss sich Lena Haloway noch bis zu ihrem 18. Geburtstag gedulden, dann wird sie endlich gegen amor deliria nervosa geheilt. Das Mittel ist noch nicht ausgereift genug, um Minderjährige heilen zu können - fatale Nebenwirkungen können entstehen. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte Lena sich schon längst der Prozedur unterziehen lassen. Ihr ganzes Leben lang ist sie belehrt worden, dass Liebe eine schlimme Krankheit ist, und dass man erst nach der Heilung ein glückliches Leben führen kann. Natürlich kann man nicht verhindern, dass Teenager ab und zu einer Schwärmerei erliegen, doch nach einer OP ist sowieso alles vergessen; man wächst darüber hinaus und lässt seine Vergangenheit ohne ein  Wimpernzucken hinter sich. 

    Für heute steht für Lena ist erst einmal der Tag an, an dem ihr Wert auf einer Skala festgelegt wird, um ihr einen passenden Ehepartner zu bestimmen. Lena selbst haftet der rufschädigende Stempel ihrer Mutter an, die selbst nach mehreren Operationen nicht von amor deliria nervosa nicht geheilt werden konnte und am Ende sich das Leben nahm. Lena ist nun fest entschlossen, dass sie anders ist als ihre Mutter - nämlich völlig normal.

    Es ist nicht leicht, keine Angst zu haben, solange ich noch nicht geheilt bin, obwohl ich bisher nicht von der Deliria befallen worden bin.Trotzdem mache ich mir Sorgen. Es heißt, die Liebe habe die Leute früher in den Wahnsinn getrieben. Das ist schon schlimm genug. Das Buch Psst berichtet aber auch von Menschen, die gestorben sind, weil sie die Liebe verloren oder nie gefunden haben. Und das macht mir am meisten Angst. Die gefährlichste aller Krankheiten. Sie endet auf jeden Fall tödlich, ob man sie hat oder nicht.

    Die Ausgangssituation ist Fans von Dystopien nicht gänzlich unbekannt: Die Hauptperson meint, ein zufriedenstellendes Leben in einer Gesellschaft zu führen, deren System angeblich nur zu ihrer Sicherheit dient (beispielsweise auch in "Die Auswahl" von Ally Condie). Auch in "Delirium" bestimmt das System, was das Beste für alle Beteiligten ist: In Lenas Welt ist Liebe eine gefährliche Krankheit, die wie Unkraut vernichtet werden muss, und um dieses Thema kreisen ihre Gedanken immer häufiger, bis sie beginnt zu hinterfragen, ob Liebe tatsächlich etwas so Schlechtes ist, wie alle sagen.

    Lauren Oliver hat sich bereits mit "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" vom ersten Kapitel an in mein Herz geschrieben. Im Vergleich fehlte mir bei "Delirium" ein gewisser Spannungsbogen; im mittleren Teil plätscherte die Handlung für meinen Geschmack ein wenig zu sehr vor sich hin, bis es zum Ende hin aber wieder spannender wird.

    Die Idee hinter "Delirium" ist jedoch sagenhaft, und besonders erwähnenswert ist der wunderbare Schreibstil der Autorin. Lauren Oliver hat nicht nur ein wahnsinnig einfallsreiches dystopisches Setting geschaffen, sondern erzählt die Geschichte auf eine Weise, von der viele andere nur träumen können. Ihre Worte schweben in der Luft, als würde die Autorin Sauerstoff einatmen und Poesie ausatmen. Lena ist ein völlig gewöhnliches Mädchen, das völlig zufrieden damit ist, das von der Regierung vorgeschriebene Leben zu leben. Eben jene gewöhnliche Protagonistin wird nicht auf künstlich aufgeblasene Weise zur Heldin gemacht; stattdessen zeigt Lauren Oliver glaubwürdig auf, wie in Lena die ersten Zweifel gesät werden, dann leise aufkeimen und immer lauter werden, obwohl sie sich dagegen wehren möchte.

    Den Ausgang der Geschichte fand ich etwas unbefriedigend, weil es sich so liest, als hätte die Autorin einfach noch etwas für die beiden Folgebände übrig lassen wollen. Und doch könnte ich die letzten Sätze immer wieder lesen, allein wegen der Art, mit welcher sie Worte zu Sätzen zusammenstrickt, die mir noch lange im Gedächtnis und im Herzen bleiben werden. 

  3. Cover des Buches Liebesschmarrn und Erdbeerblues (ISBN: 9783442379552)
    Angelika Schwarzhuber

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Inhalt:


    Für Lene steht eins fest, auf Bayerisch gibt es den Satz "Ich liebe dich!" nicht. Dank eines Zeitungsartikels dann auch noch von ihrer Freundin, kommt dabei noch eine riesige Welle ins Rollen und plötzlich steht von Lene nicht nur ein Mann.


    Erster Satz:


    "Wenn du jetzt gehst..."Mehr hörte ich nicht mehr. 


    Die Meinung von meiner Mama:


    Dieses Buch habe ich letztens gelesen, da es irgendwann einmal selbst gekauft worden ist und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. 


    Das Cover passt in seinem blau-weiß, natürlich perfekt zu Bayern aber es lässt einen auch ein wenig rätseln um was es nun in dem Buch wirklich geht. Alles in einem finde ich das Cover nicht wirklich schlecht.


    Der Schreibstil der Autorin, war wirklich sehr flüssig und leicht zu lesen. Auch hat das Buch eine gewisse Portion Humor mit dabei, sodass es wirklich sehr witzig ist das Buch zu lesen.



    Lene, unsere Protagonistin, war mir wirklich sehr sympathisch vielleicht auch weil sie sich im Buch immer mal wieder zu Affen macht.  Man kann sich auch richtig gut in sie hineinversetzen und mitfühlen, sodass man es als Leser leicht hat ihre Handlungen nachvollziehen zu können.


    Das einzige was mich ein bisschen gestört hat war, dass es mir teilweise zu viele Männer gab es war zwar trotzdem amüsant aber für meinen Teil hätten es gerne weniger sein können.


    Alles in einem kann ich das Buch wirklich nur empfehlen, da es einfach das perfekte Urlaubsbuch ist egal wo man gerade ist und mit den Rezepten bekommt man auch nochmals richtig Lust was zu backen und/oder zu kochen.

  4. Cover des Buches Mondscheinküsse halten länger (ISBN: 9783862652907)
    Carolin Wahl

    Mondscheinküsse halten länger

     (57)
    Aktuelle Rezension von: lea_liest

    Süße Liebesgeschichte über das erste Verliebtsein und das Gefühlschaos von Teenagern. Schön zu sehen, dass der erste Eindruck auch täuschen kann und es sich lohnt einen Blick hinter die Fassade des Anderen zuwerfen. Liebe muss nicht immer sofort da sein, sie kann sich auch entwickeln. Vor allem aber, trifft sie einen dann, wenn man am wenigsten damit rechnet, dass muss auch Lene feststellen...

    Gelungenes Buch, schade war allerdings, dass das GPS- Wochenende erst relativ spät kam und dann, genau wie das Ende, etwas zu kurz gehalten war. Zudem hätte es gerne etwas tiefgründiger werden können.

    Da ich es aber super für zwischendurch finde und ich unbedingt weiterlesen musste, gibt es trotzdem 4 Sterne von mir :)

  5. Cover des Buches Und im Zweifel für dich selbst (ISBN: 9783518461433)
    Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mir fällt es sehr schwer, zu diesem Buch etwas zu sagen und es somit zu bewerten.

    Auffällig ist für mich u. a. der Schreibstil und Sprachgebrauch der Figuren. Er ist… anders. Ja, ich weiß, das ist keine Beschreibung, doch mir fällt gerade keine andere, und passende, Formulierung ein. Diese Formulierungen sind es, die zum einen herausstechen und damit auch etwas Besonderes sind. Es klingt auch ein wenig… poetisch?

    Der Kern dieser 200 Seiten ist für mich, so hart und abgedroschen es auch klingt, dass die Zeit alle Wunden heilt und egal, was einem geschieht, man nach vorne sehen, weiterlaufen, muss. Man kann nicht stehen bleiben und das Leben dreht sich immer weiter.

    Die Bindung zwischen den beiden jungen Frauen, die besten Freundinnen, ist groß- und einzigartig. Tonia versucht Lene bei dem Verlust beizustehen, doch es ist logisch, dass es ihr auf der anderen Seite auch zu heftig und zu viel wird. Das Ende, das bleibt offen. Man kann sich selbst seine Gedanken dazu machen.

  6. Cover des Buches Die Kinderhexe (ISBN: 9783499257100)
    Roman Rausch

    Die Kinderhexe

     (38)
    Aktuelle Rezension von: werderaner
    Würzburg zur zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die Stadt ist in Hexenwahn und die Scheiterhaufen lodern.
    Als die alte Hebamme Babette sterben muss schwört die zehnjährige Kathi Rache und verdächtigt mit einer Freundin angesehene Bürger beim Hexensabbat gesehen zu haben. Man glaubt ihnen und niemand ist mehr vor ihren Urteil sicher..
    Am ende sind sie aber auch nicht mehr sicher und werden beschuldigt.
    Das Buch zeigt eindrucksvoll wie schnell man in der zeit als Hexe beschuldigt und Verbrannt wurde , eine Anklage genügte und unter Folter gestand man alles. Das ganze ist gut geschrieben und lässt sich gut lesen ,allerdings wirkt Kathi am ende etwas zu erwachsen.
    Aufjedenfall Lesenswert für alle die das Thema interessiert.
  7. Cover des Buches Wildhexe - Die Feuerprobe (ISBN: 9783423086592)
    Lene Kaaberbøl

    Wildhexe - Die Feuerprobe

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Clary16

    Die Wildhexe - Die Feuerprobe ist ein Kinder- und Jugendroman ab 11 Jahren. Da ich das Buch zum Film habe, sieht das Cover etwas anders aus. Hier finde ich es mit dem leuchtenden Feuer im Hintergrund lebendiger. Wie auch im Original sehen wir ein Mädchen mit einer schwarzen Katze. Die beiden schauen sich an, als würden sie miteinander kommunizieren. Dazwischen sehen wir zwei Kinder, die über einen Waldweg gehen.
    Das Buch hat zwar ein anderes Cover und einen abgewandelten Klappentext zum Original, allerdings ist sonst das meiste geblieben. Da ich sowohl Film als auch diese Romanversion kenne, wird inhaltlich nicht viel von der Buchversion abgeändert worden sein.
    Auch im Filmbuch muss Clara die Feuerprobe bestehen, um sich zu beweisen. Wir bleiben als wahrscheinlich näher an der Ursprungsversion als an der Filmversion.
    Die Botschaft, die in dem Buch versteckt ist, finde ich gerade für Kinder in dem Alter sehr wichtig.
    Denn Clara will keine Wildhexe sein. Sie will sein wie alle anderen und doch nimmt sie ihre Bestimmung an und stellt sich ihren Ängsten. Sie ist trotzdem mutig und erkennt, dass anders zu sein, nichts Schlechtes ist.
    Mir hat das Buch sehr gefallen. Es ist gut für Kinder und Jugendliche geeignet, die etwas Mut gebrauchen können, sicherlich aber auch für alle anderen und auch Ältere. Dazu ist es spannend und magisch und somit perfekt für einen verregneten Nachmittag.

  8. Cover des Buches Bahnwärter Thiel (ISBN: 9783746032252)
    Gerhart Hauptmann

    Bahnwärter Thiel

     (382)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Thiel ist Wärter vom Bahnübergang Nr. 29. Zu seiner Aufgabe gehört es rechtzeitig die schwarzweißen Sperrstangen zu schließen und zu öffnen, obwohl den Bahnübergang nur selten jemand passiert. Er ist ein stattlicher, gesunder Mann und verliebt sich in Minna, eine schmächtige und kränkliche junge Frau. Nach der Geburt von Tobias stirbt sie im Kindbett. Thiel ist traumatisiert und kommt über ihren Tod nicht hinweg. Da Tobias Pflege und Fürsorge braucht, heiratet er knapp ein Jahr später Lene. Lene war früher eine Kuhmagd, sie ist kräftig und derb. Sie mag Tobias nicht und der Junge leidet unter ihr. Thiel bemerkt es, ist aber nicht fähig einzugreifen. Als Lene einen gesunden, kräftigen Jungen zur Welt bringt, wird die Situation für den schwachen und kränklichen Tobias immer schwieriger. Die liebevolle Zuneigung, die Thiel seinem Erstgeborenen entgegenbringt, verstärkt Lenes Ablehnung. 

    Als Thiel unbeabsichtigt wüster Beschimpfungen von Tobias beiwohnt, unternimmt er nichts um seinen Sohn zu beschützen. Doch unbemerkt bricht etwas in seinem Inneren. Kurz darauf begleiten ihn Lene und beide Kinder zu seinem Bahnübergang. Als Thiel seiner Aufgabe nachgehen muss, weil sich der schlesische Zug anmeldet, vertraut er Lene Tobiaschen an mit dem ausdrücklichen Hinweis darauf zu achten, dass der Junge den Gleisen nicht zu nahekomme. Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf. Tobias nähert sich spielend der Gefahr und wird von dem Zug erfasst und stirbt wenig später im Krankenhaus. Thiel verliert daraufhin den Verstand und tötet Lene und ihren Säugling. 

    Meine persönlichen Eindrücke

    Die novellistische Studie ist kaum 44 Seiten lang. Das Werk ist 1887 entstanden und ich kann es dennoch leicht und fließend lesen. Die Sprache wirkt auf mich klar, unkompliziert und ohne stilistische störende Eigenheiten. Ich mag diese Art der Erzählung, mit dieser Intensität der sprachlichen Ausdrucksmittel und ich liebe dieses Spiel zwischen Außenwelt und psychischer Innenwelt. Ich darf betrachten, bin Zuschauerin bei dieser Novelle.

    Fazit

    Gerhart Hauptmanns »novellistische Studie« ist eines der bedeutendsten Werke des deutschsprachigen Naturalismus. Es schildert den psychopathologischen Fall Thiels mit außergewöhnlicher sprachlicher Intensität. Wer sich dieser literarischen Gattung nähern mag, wird bei diesem Werk auf seine Kosten kommen.

  9. Cover des Buches Falkenstein 01 (ISBN: 9783765519994)
    Bruno Waldvogel-Frei

    Falkenstein 01

     (21)
    Aktuelle Rezension von: RozaBooks

    Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert.
    Da es vom Brunnen Verlag verlegt wurde, hatte ich von Anfang an ein christliches Buch im Hinterkopf, doch der historische Roman verbirgt noch viel mehr.
    Justus und Elias sind zwei spannende Charakteren und die Sicht von so jungen Burschen aus ist mal was Neues für mich.
    Die Geschichte hat mir sehr gefallen und ich fand immer wieder kleine Botschaften des Autors an uns, meist moralische oder mit dem Glauben verbundene.
    Bruno Waldvogel-Frei hatte viel Hintergrundwissen mitgebracht und die historischen Aspekte waren sehr glaubwürdig und seriös dargestellt - ich freute mich immer wieder, wenn ich zusammen mit Elias und Justus etwas Neues lerne, was damals so üblich war.
    Dazu kam der Teil mit dem christlichen Glauben, der mit auch sehr zugesprochen hat. Klar war das der Glauben der damaligen Zeit, aber die Umsetzung des Autors war sehr gekonnt und deckte Dinge auf, die ich bis dahin in dieser Religion nie gesehen hatte - gute Dinge, wohlgemerkt.
    Ich rate das Buch allen an, die gerne historische Romane haben und nichts gegen die Christen.
    Ein aufregendes Leseerlebnis!
  10. Cover des Buches Alles ohne Lena (ISBN: 9783841501240)
    Stefan Boonen

    Alles ohne Lena

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Buecherjenna

    Inhalt

    Eigentlich fängt der Tag für Bas an wie alle anderen auch - aufstehen, frühstücken, losgehen und in der Schule der übliche Ärger mit einem bestimmten Klassenkameraden. Doch dann erreicht ihn die Nachricht, dass seine ältere Schwester Lena sich das Leben genommen hat.

    Und dabei hat er doch noch nach dem Frühstück mit ihr gesprochen.

    Das kann nicht sein.

    Wie soll es weitergehen? Ohne Lena - nur mit Mama und Papa? 


    Meine Meinung

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Bas erzählt. Somit erfährt man alles über seine Gefühlswelt, die auf den Kopf gestellt wird, nachdem er von Lenas Tod erfährt.

    Anfangs scheint Bas recht nüchtern damit umzugehen. Er weint kaum - dafür weint man als Leser quasi für Bas mit.

    Der Alltag ohne Lena fällt der gesamten Familie sehr schwer. 

    Das Schweigen wiegt schwer.

    Bas geht immer öfter zum Nachbarn um mit dessen alten Hund Gassi zu gehen. Dabei kann er nachdenken - über Lena und die Geheimnisse, die sie ihm anvertraut hat. Über das Geschwisterleben. Darüber, wie sehr er sie vermisst.

    Er vermisst sie so sehr, dass er sogar die Streitereien mit  ihr vermisst - und schon wieder kullern einem als Leser dicke Tränen aus den Augen.

    Mit der Zeit verändert sich Bas. Seine Freundschaft zu Tristan verändert sich. Denn dieser kann die Gefühle seines Freundes nur schwer verstehen. 

    Dafür freundet Bas sich mit einem anderen Mädchen an, das einen ähnlichen Schicksalsschlag hinter sich gebracht hat und sie reden viel miteinander, was Bas zu helfen scheint.

    Sein gesamtes Leben verändert sich und doch bleibt es irgendwie gleich - nur halt alles ohne Lena.

    Das Ende ist recht offen gehalten und es bleiben Fragen offen - bei vielen Büchern würde ich dies als Kritikpunkt werten. Doch hier passt es. Schließlich bleiben diese Fragen nicht nur für den Leser, sondern auch für Bas offen.

    Wieso hat Lena sich das Leben genommen? Diese Frage wird für den Leser nicht genau geklärt - aber eben auch nicht für Bas, denn nur Lena hätte darauf eine Antwort geben können.

    Und wie geht es weiter? Auch diese Frage kann nicht beantwortet werden - schließlich weiß Bas es selbst noch nicht.

    Es wird weitergehen. Es muss weitergehen. Schließlich bleibt die Zeit nicht stehen, wenn eine geliebte Person von uns geht. Man muss lernen ohne diese Person weiterzuleben.


    Fazit

    Ein Buch voller Gefühle, das sicherlich auch für Kinder und Jugendliche geeignet ist, die einen Menschen verloren haben.

    Eindrucksvoll und doch einfach geschrieben.

    Es geht mitten ins Herz und beschäftigt einen für lange Zeit.

  11. Cover des Buches Die Hebamme von Glückstadt (ISBN: 9783499240294)
    Edith Beleites

    Die Hebamme von Glückstadt

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Armillee
    Die Vorgeschichte beginnt in London, startet dann durch in Hamburg und endet in Glückstadt. Die Geschichte der Hebamme Clara ab dem Jahre 1632 hat mir sehr gut gefallen. Mit beiden Schauplätzen - Hamburg und Glücksstadt - verbindet mich viel. Daher war dieses Buch eh ein 'muss'. Witzig war auch, dass die Frau der Kupferklopfers (macht auch Türschilder) meinen Vornamen trug. Mich hat es nicht gestört, dass es insgesamt nur drei Entbindungen gab, denn so war mehr Raum für die eigentliche Geschichte :um Clara. So resolut und voller Tatendrang, so natürlich, geradlinig und mit soviel Sachverstand für ihren Berufsstand, so voller Verständnis für die Menschen wie Clara...so würde ich auch gerne durch mein Leben gehen. Die Schilderrungen der damaligen Begebenheiten in Glückstadt und auch dem symphatischen König Christian IV (Dänemark + Norwegen), sowie das Leben der Einwohner hat mir außerordentlich gefallen. Während des Lesen war ich 'dort'. Toll fand ich mitten im Buch auch die Illustrationen. In welchem TB hat man das schon...?! Und der Humor war wirklich zum schmunzeln Meist stört mich bei diesem Genre, wenn von vielen Krankheiten und Schmutz die Rede ist. Das war hier mal ganz angenehm ausgeklammert. Enden tut das Buch mit den beiden Kapiteln 'Was weiter geschah' und einem Nachwort, in dem beschrieben wird, wie eine fiktive Gerschichte in reale Daten gearbeitet wurde und wie es jetzt um Glückstadt steht. Warum diese aufstrebende Stadt es am Ende doch nicht geschafft hat, ganz oben in der Wirtschaft mitzuhalten. Sogar die Danksagung fand ich sehr interessant. Alles in allem ein sehr gelungener Roman. -> 5 Sterne
  12. Cover des Buches Irrungen, Wirrungen (ISBN: 9783746636436)
    Theodor Fontane

    Irrungen, Wirrungen

     (379)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    "An dem Schnittpunkte von Kurfürstendamm und Kurfürstenstraße, schräg gegenüber dem 'Zoologischen', befand sich in der Mitte der siebziger Jahre noch eine große, feldeinwärts sich erstreckende Gärtnerei", so der Einstieg in Theodor Fontanes Roman "Irrungen, Wirrungen".

     

    Ich habe mein Abitur nicht in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts nachgeholt, sondern in den achtzigern des 20. Jahrhunderts und zwar am Kolleg Schöneberg in der Nürnberger Straße 63 in Berlin. Das Schulgebäude wurde 1901/02 nach den Plänen des Architekten Walter Spickendorff auf dem Gelände der Gärtnerei errichtet.

    Wenn frau auf einem so bedeutungsvollem Land und noch dazu in Zeiten des Mauerfalls sein Abitur absolviert, kann das nur ein voller Erfolg werden. Noch heute bin ich stolz auf mein Abschlusszeugnis mit der Durchschnittsnote 1,7.

     

    Eine Taubenschar, Hühner, Kuh und Ziege oder einen Hund, namens Sultan, kann man sich in der Gegenwart nicht mehr auf dem Gelände vorstellen und noch viel weniger Felder in seiner Umgebung. "Bloß ins Feld, ins Grüne, wo du nichts haben wirst als Gänseblümchen und mich", sagt Lene zu Botho.

     

    Lene wohnt mit ihrer Pflegemutter, der alten Frau Nimbtsch, in einem kleinen, bescheidenen  Häuschen auf dem Hof der Gärtnerei. Die Assoziationen zu ihrem Vornamen sind nicht zufällig. Die schöne Helena ist in diesem Zusammenhang zu nennen, mehr noch Maria Magdalena. Der Nachname Nimptsch spielt auf Nikolaus Franz Niembsch, einem österreichischen Dichter, an, der unter dem Künstlernamen Nikolaus Lenau bekannt wurde. Nimbtsch ist außerdem der Name eines schlesischen Uradelsgeschlechts, womit dann Lene Nimbtsch ebenso adlig wäre wie ihr Geliebter Baron Botho von Rienäcker.

     

    Aus dem Rückblick erzählt Fontane, dass sich das ungleiche Paar bei einer Bootsfahrt in Stralau am zweiten Ostertag kennengelernt hatte und im Verlauf des Sommers trotz des Standesunterschieds näher gekommen war. Lene ist realistisch genug, ihrer Liebe auf die Dauer keine Zukunft zu geben. "Man muß allem ehrlich ins Gesicht sehn und sich nichts weismachen lassen und vor allem sich selber nichts weismachen." 

     

    Botho und seine Kameraden geben sich ausländische Necknamen und die Freunde haben ihre Mätressen nach Frauengestalten aus Schillers "Jungfrau von Orleans" benannt. Lene erhält den Spitznamen "Mademoiselle Agnès Sorel". Sorel war die erste offizielle Mätresse des französischen Königs Karls VII.

     

    "Aber ist es denn wahr, Lene, daß er Botho heißt?" fragt die Nachbarin Frau Dörr. "So kann doch einer eigentlich nicht heißen; das ist ja gar kein christlicher Name."

    Ich nehme an, dass Fontane hier nicht auf die Übersetzung aus dem Tsawana anspielte, wonach der Name Botho Menschlichkeit bedeuten würde, sondern auf den althochdeutschen Ursprung, womit der Name mit Gebieter übersetzt werden kann.

     

    Von Rienäcker ist sein Nachname. Das bezieht sich nicht nur auf das, von mir viel bewanderte Rhinluch. Rien ist auch dem Französischen entnommen und heißt nichts. Baron von Nichtsäcker passt hervorragend. "Meine Wiesen zu Hause, die vier Jahre von fünf immer unter Wasser stehen und nichts bringen als Ranunkeln" heißt es im vierten Kapitel und an anderer Stelle, "er hat 9000 jährlich und gibt 12000 aus." Wenn er weniger im Klub ausgeben, auf seine Kunstsammlung verzichten, weniger ausschweifend leben würde, könnte er mit Lene durchaus eine Zukunft planen.

     

    Aber daran hat Botho gar kein Interesse. Er fühlt sich zwar zu Lene hingezogen, weil sie zu echten Gefühlen fähig ist, er selbst aber spielt lediglich ein Theater der Gefühle.

    Nachdem sein Onkel und seine Mutter ihn aus finanziellen Gründen zur Heirat von Käthe von Sellenthin drängen, denkt Botho sofort, "arme Lene." Er kündigt sich brieflich bei Lene an, um sich von ihr zu verabschieden, versäumt auch nicht die persönliche Vorsprache bei ihrer Mutter. "Und nun geben Sie mir die Hand. So. Und nun gute Nacht."

     

    Den Wegzug Lenes nach einer Begegnung mit dem frisch vermählten Ehepaar bemerkt Botho nicht. Vom Tod der alten Frau Nimbtsch erfährt er durch Gideon Franke, der Rienäcker aufsucht, weil er Lene ehelichen und sich selbst ein Bild ihrer Vorgeschichte machen möchte.

    Theatralisch ist seine Niederlegung der Kränze auf dem Grab von Frau Nimbtsch und theatralisch auch das Verbrennen der Liebesbriefe sowie der Blumen Lenes. "Und siehe da, langsam als ob er sich das Gefühl eines süßen Schmerzes verlängern wolle, ließ er jetzt Blatt auf Blatt auf die Herdstelle fallen und in Feuer aufgehen."

     

    Geheiratet hat er seine Cousine, Käthe von Sellenthin, die ihrem Vetter schon versprochen wurde, als beide noch Kinder waren. Der Vorname spielt auf die Heilige Katharina an, im Nachnamen verstecken sich die englischen Wörter sell und thin, was deutlich auf einen Handel verweist.

    Sie ist reich, hübsch, eine "Flachsblondine zum Küssen", die "mit vierzehn schon umkurt und umworben" wurde. Von der Tiefe Lenes keine Spur, sondern Oberflächlichkeit und Schwatzhaftigkeit sind ihre Charaktereigenschaften, derer sich Botho schämt. Nach weniger als drei Ehejahren gesteht er sich ein, Käthe ist ihm ein "Bonbon, nicht viel mehr. Und wer kann von Süßigkeiten leben!"

     

    Der neue Nachbar, der um Lene wirbt, heißt Gideon Franke. Der Name Gideon, hebräisch גִּדְעוֹן, ist von der Verbwurzel, (etwas) abhauen, abgeleitet. "Von dem Tag an nannte man Gideon Jerubbaal, das heißt 'Baal streite mit ihm', weil er seinen Altar niedergerissen hat", heißt es im sechsten Kapitel im Vers 32 im Buch Richter. Franke bedeutet frei.

    Er ist so frei, den Altar des Baal (Bothos) niederzureißen, um Lene ein neues Leben zu ermöglichen. Der Mann um die 50 ist als Laienprediger und Fabrikmeister, der einige Jahre in Amerika gelebt hat, so frei, die Irrungen und Wirrungen aufzulösen.

    "Gideon ist besser als Botho", ist der letzte Satz des Romans, eine finale Einsicht Bothos.

     

    Theodor Fontane ist dafür bekannt, dass er seine Figuren in seinen Romanen charakterisiert, indem er ihre Erscheinung, ihre Umgebung und vor allem ihre Redeweise aus einer kritisch-liebevollen Distanz genau beschreibt.

    Toletzt bün ik ja ok en Brannenbörger Planten. Trotzdem bereitete es mir große Schwierigkeiten, dass märkische Plattdeutsch in seiner Kriminalnovelle "Unterm Birnbaum" zu verstehen. Beim Berliner Dialekt in "Irrungen, Wirrungen" hatte ich keine Verständnisprobleme, sondern war erfreut, darin das Wort "Hutsche" zu finden, von dem ich bisher immer geglaubt hatte, dass der Begriff eine Erfindung meiner Familie gewesen ist.

     

    1887 war der Roman zuerst in der Vossischen Zeitung erschienen, ein Jahr später in Buchform. Die Empörungen, die das Werk wegen seiner Freizügigkeit bei der Darstellung von außerehelichen Liebesbeziehungen auslöste, sind in der Gegenwart kaum noch nachzuvollziehen und auch die Unterwerfung der beiden Hauptfiguren unter das gesellschaftliche Diktat sind zunächst nicht einfach zu verstehen.

     

    Wenn ich aber bedenke, dass in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts einer ordinierten Theologin von der Evangelischen Kirche ein Berufsverbot erteilt wurde, weil sie einen moslimischen Somali geheiratet hatte, rückt Fontanes Gesellschaftskritik wieder mehr in die Jetztzeit.

     

    Ich danke der Seele Theodor Fontanes für seinen einzigartigen poetischen Realismus und seiner Liebe zu seinen Romanfiguren mit so bedeutungsvollen Namen. "Gideon ist besser als Botho."

     

    Diese Rezension soll der Seele meines Deutschlehrers Richard Tag gewidmet sein.

     

    Vera Seidl

     

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