Bücher mit dem Tag "leesha"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "leesha" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Der Thron der Finsternis (ISBN: 9783453315730)
    Peter V. Brett

    Der Thron der Finsternis

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Emisbuecherwelt

    und ein weiterer absolut fesselnder Teil. Ich freue mich auf Teil 5


  2. Cover des Buches Das Lied der Dunkelheit (ISBN: 9783453524767)
    Peter V. Brett

    Das Lied der Dunkelheit

     (1.184)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Triggerwarnung: Achtung Warnung vor Dingen, auf welche angespielt werden oder in Form deren Folgen davon eingegangen wird und ich vor diesem vorsichtshalber warne. Diese enthalten dementsprechend Spoiler:

    1) Misshandlung und Vergewaltigung von Minderjährigen

    2) Essen ekelhaftester Dinge

    3) Vergewaltigung von Frauen

    Ich lese diese große Saga nun zum zweiten Mal und liebe sie noch immer. Es ist eine dunkle, düstere Welt ohne große Hoffnung in der sich die drei Protagonisten zurecht finden müssen. Zum einen ist dort Arlen, ein einfacher Bauernsohn, der nach einem Einschneidenden Erlebnis auf eigene Faust loszieht um Kurier zu werden. Die zweite Protagonistin ist Leesha, eine Schönheit, die aufgrund einer Lüge ihres Zukünftigen, diesen verlässt und bei der Dorfvorstehenden Kräutersammlerin in die Lehre geht um ihr Leben der Medizin und der Heilung zu widmen. Der dritte ist Rojer, ein Kind, dass seine Eltern verliert und dabei bei einem Jongleur aufwächst. Er zeichnet sich durch sein hervorragendes Fidel Talent aus, welches ihm später noch nützlich sein wird. Diese drei stammen aus unterschiedlichsten Orten um auf verwirrenden Wegen durchs Leben zu gehen.

    Ich liebe diese Saga. Es ist eine Welt die recht schnell erklärt ist und dementsprechend leicht konstruiert ist, jedoch immer wieder neue Aspekte offenbart, welche es nie langweilig werden lässt. Es hat die typische Mittelalter Rollenverteilung. Der Mann als Oberhaupt im Haus und die Frau als Kinderaufpasserin und Hausfrau, was aber typisch für viele Fantasybücher ist. Doch Leesha bildet hier die Ausnahme und vertritt hervorragend den Bereich der selbständigen und gut gebildeten Frau.  Des weiteren haben wir drei Protagonisten, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Dabei wird im Wechsel aus den unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Auch wenn nicht oben drüber steht, aus welcher Sicht gerade erzählt wird, wird es einem immer innerhalb der ersten paar Sätze klar, wo man gerade ist und über wen erzählt wird. Das Cover passt einfach perfekt zu der Geschichte. Es hat etwas düsteres und gleichzeitig bildet es schon eine der Entscheidenden Szenen ab, welche ich hier aber natürlich nicht vorwegnehmen werde. 

    Es ist insgesamt ein echt gutes Buch welches ich der Darkfantasy bzw. der Highfantasy zuordnen würde. Doch es ist nicht unbedingt für jeden geeignet, weil es doch schon recht grausige bis verstörende Momente gibt.

  3. Cover des Buches Das Flüstern der Nacht (ISBN: 9783453526112)
    Peter V. Brett

    Das Flüstern der Nacht

     (620)
    Aktuelle Rezension von: Sarthi1828

    Ich bin mit dem zweiten Buch aus der Reihe sehr zufrieden. Der Autor schafft es die Welt weiter zu erklären ohne dabei die Faszination zu verlieren. Mir hat es auch sehr gut gefallen, dass die Charaktere ihre Entwicklung durchmachen. Man konnte die Entwicklung sowie von Arlene, Rennen und auch Lerscha sehr gut und aufmerksam verfolgen. Der Schreibstil ist sehr leicht aber auch nicht "billig". Das Buch lasst sich sehr gut lesen und man kann sich alles ohne Problem vorstellen.

    Ich freu mich sehr auf den dritten Teil

  4. Cover des Buches Der große Basar (ISBN: 9783453527089)
    Peter V. Brett

    Der große Basar

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Bookforest
    Ich bin im allgemeinen kein Fan von Begleitbänden und kaufe sie auch häufig gar nicht erst. Diesen Jedoch mochte ich unheimlich gerne. 
    Die erste Geschichte, wie Arlen an diese Karte kommt hat mich schon beim Lesen des ersten Bandes interessiert und ich bin sehr froh, dass ich sie in diesem Begleitband lesen durfte. 
    Die Geschichte ist jetzt nicht wahnsinnig spannend, aber dennoch lesenswert. 

    Die zweite Geschichte ist sogar noch gelungener. Obwohl diese nicht so sehr in den Hauptbüchern erwähnt wird.

    Für Fans der Reihe ein durchaus lesenswertes Buch.
  5. Cover des Buches Die Flammen der Dämmerung (ISBN: 9783453524743)
    Peter V. Brett

    Die Flammen der Dämmerung

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Emisbuecherwelt

    ein weiterer Teil, der mich komplett überzeugt hat. Und dieses Ende verleitet dazu direkt weiterzulesen

  6. Cover des Buches Das Lied der Dunkelheit (ISBN: 9783898138857)
    Peter V. Brett

    Das Lied der Dunkelheit

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Alondria

    Meine Meinung

    Das Hörbuch ist fast 24 Stunden lang, weswegen ich ziemlich lange brauchte, um es durchzuhören – nicht wegen der Länge an sich, sondern eher, da ich die Angewohnheit habe, bei Hörbüchern einzuschlafen. Das Durchhalten hat sich aber gelohnt, denn Peter V. Brett hat mit dem „Demon Zyklus“ eine fantastische Reihe geschaffen!

    Gesprochen wird das Hörbuch von Jürgen Holdorf, der eine unglaublich angenehme Stimme hat, die sehr gut zum Buch selbst passt. Man findet sich als Zuhörer direkt im Geschehen und weder der Schreibstil des Autors noch das Vorlesen des Sprechers werden jemals langweilig. Die Spannung baut sich in einem hohen Bogen auf, der über die kompletten 24 Lesestunden erhalten bleibt, bis er seinen Höhepunkt erreicht. Ein richtiges Abebben der Spannung findet am Ende nicht statt, sodass man als Zuhörer sofort neugierig auf den nächsten Teil der Reihe gemacht wird.

    Die Protagonisten sind vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte zusehends – jeder für sich in eine eigene Richtung. Vor allem Arlen wächst einem mehr und mehr ans Herz. Bei jedem Einbrechen der Dunkelheit fiebert man mit ihm mit und hofft, dass auch die nächste Nacht unversehrt überstanden wird. Den Zugang zu Protagonisten und Story kann man als Zuhörer also leicht finden. Und selbst, wenn man mal einige Tage nicht weiter gehört hat, so ist man doch schnell wieder in der Story drin, sobald man weiter hört.

    Fazit

    Peter V. Brett konnte mich mit dem ersten Teil seines „Demon Zyklus“ absolut überzeugen. Der 2. Teil hat sogar 31 Stunden aufzuweisen, was jedoch keineswegs abschreckt, da die Story unfassbar spannend und gut geschrieben ist.

  7. Cover des Buches The Desert Spear (ISBN: 9780007492558)
    Peter V. Brett

    The Desert Spear

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen nimmt selten einen guten Verlauf und häufig werden dabei Freunde zu Feinden. Jeder meint, den einzig richtigen Weg einzuschlagen und die anderen Parteien notfalls auch mit Waffengewalt davon überzeugen zu können. Mit dem zweiten Teil der Demoncycle-Reihe hat Peter V. Brett ein Augenmerk auf Konflikte gelegt, die nur allzu vertraut wirken.

    Krasia hat seinen Eroberungsfeldzug gegen den Norden begonnen. Unter der Führung Jardirs hat sich das gesamte krasianische Volk unter vereinten Bannern versammelt und folgt seinem Erlöser. Gleichzeitig hat das nördliche Volk seinen eigenen Erlöser ernannt: Arlen, der nun als der tätowierte Mann bekannt ist. Jardir ist der Ansicht, dass die Menschheit über die Dämonen nur siegen kann, wenn sie unter vereinten Bannern kämpft – diese Banner sind freilich seine eigenen. Während Arlens Freunde alles in ihrer Macht stehende zu tun, um allzu schlimme Folgen der krasianischen Invasion zu vermeiden, zieht Arlen selbst über die Dörfer und weiht die Menschen in die Geheimnisse der Siegel ein, die ihnen einen Kampf gegen die Dämonen ermöglichen sollen.

    Wieder gibt Peter V. Brett viele neue Einblicke in seine Welt. Besonders hervorzuheben ist die krasianische Kultur, welche erstmals besonders im ersten Teil des Buches ausgiebiger beleuchtet wird. Sein Worldbuilding bleibt weiter weitestgehend solide und interessant.

    Besonders lobend ist hier hervorzuheben, dass die kulturellen und standesmäßigen Unterschiede in der Sprache viel besser hervorkommen, als es in der deutschen Übersetzung transponiert wurde. Anhand dessen, wie die Charaktere sprechen, merkt man sehr gut, woher sie kommen und welchem Stand sie angehören. 

    Krasianer beispielsweise sind ausgesprochen auf ihre verschiedenen Stände bedacht; jemand, der der Kriegerklasse angehört, wird mit ausgesprochenem Respekt behandeln. Die Bildungsschicht der Nordländer hat wiederum eine eigene Sprache, von welcher sich wiederum die ländlichen Regionen mit ihrem eigenen Dialekt abgrenzen. Ebenjener Dialekt macht es für deutsche Leser mitunter etwas schwieriger zu verstehen, was soeben beredet wird, nichtsdestotrotz ist es auf jeden Fall eine Bereicherung des Textes.

    Auch positiv anzumerken, ist das hier ausführlicher eingeführte Krasianische. Das Vokabular erstreckt sich zwar, da es sich vor allem um Rangbezeichnungen, Titel und Eigennamen handelt, vor allem auf Nomen und einige Adjektive, zeugt aber von einem gewissen Reifegrad. Schaut man genauer hin, erkennt man bestimmte Morpheme in den Wörtern wieder und kann ihre Bedeutung mittels der spezifischen Wortbedeutung ableiten. „Dama“ beispielsweise taucht in mehreren Verbindungen auf wie „Damaji“ oder „Dama’ting“, woraus man schließen kann, dass „dama“ allgemein eine Respektsperson bezeichnet, egal, ob religiöser oder militärischer Art.

    Leider lassen sich im Gegenzug zum ersten Band auch einige negative Aspekte ausmachen. Dem Vorbild des ersten Bandes folgend, führt Brett Jardir, einen neuen POV-Charakter, ebenso ausführlich ein, wie er die Charaktere des ersten Bandes einführte, indem er seinen Werdegang vom Jungen zum Erlöser über gut ein Drittel des Buches verfolgt. Da man eigentlich erwartet, dass es relativ bald mit der Haupthandlung um Arlen, Leesha und Rojer weitergeht, fühlt sich das gesamte erste Drittel des Buches eher wie ein Prolog an, denn wie der Einstieg in die eigentliche Handlung.

    So interessant es auch ist, über die Kultur der Krasianer zu lesen, so wirkt einiges dabei jedoch nicht völlig durchdacht. Ein Großteil der krasianischen Gesellschaft baut auf ihrem Militär auf, die meisten ihrer Männer sind Soldaten. Die Aufgabe der Frauen ist es, Herd und Kinder zu hüten. Damit bleiben nur noch die sogenannten Khaffit, die die Wirtschaft Krasias betreiben. Es wirkt unglaubwürdig, dass eine gesamte Gesellschaft auf den Schultern eines so geringen Bevölkerungsanteils bestehen kann.

    Insgesamt ist das Leseerlebnis jedoch noch immer positiv. Da sich jetzt auch weitere Konflikte mit den Krasianern ergeben und Brett nicht mehr nur bei den Dämonen bleibt, gibt er einen schönen Ausblick auf die Folgebände. Er leibt weiterhin seiner Linie treu, legt das Augenmerk auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und zeigt damit, was passieren kann, wenn Menschen sich bis hin zu ihrer grundlegendsten Existenz bedroht fühlen. Manche erweisen sich als Feiglinge, manche als Kämpfer und manche als Narren. Doch wer am Ende überleben wird, bleibt abzuwarten.

    Ich möchte hier noch einmal gesondert auf das Krasianische eingehen, es aber aus der eigentlichen Bewertung herausnehmen, da das Nachfolgende zu fachspezifisch ist. Mich als Linguisten hat es dennoch umgetrieben: Wie es aussieht, hat Peter V. Brett für das Krasianische keine Phonologie entwickelt. Das macht die ganze Sache etwas komplizierter, denn damit hat er seinen Lesern keinen Leitfaden an die Hand gegeben, wie das Krasianische auszusprechen ist, was, wie ich finde, beim Lesen eine nicht geringe Rolle spielt. Eben weil nichts gegeben ist, ist primär zunächst nichts richtig und nichts falsch. Ich als Deutsche werde also das Krasianische immer mit deutscher Phonologie lesen, ein Engländer wird es mit großer Wahrscheinlichkeit wieder anders lesen als ein Franzose oder Spanier. Das Krasianische ist aber eine eigene Sprache, die ihren eigenen linguistischen Regeln folgt, die nicht je nach Sprecher vollkommen nach Belieben wechseln. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, wenn der Autor auch hier in die Tiefe gegangen wäre. Gute Ansätze sind, wie ich oben schon erläuterte, ja da. 
  8. Cover des Buches The Skull Throne (The Demon Cycle, Book 4) (ISBN: 9780008171261)
    Peter V. Brett

    The Skull Throne (The Demon Cycle, Book 4)

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Sie fielen tief. Als ihr Duell auf Leben und Tod seinen Höhepunkt erreichte, stürzte der Tätowierte Mann Arlen Bales sich selbst und seinen Gegner Ahmann Jardir, selbsternannter Shar’Dama Ka, in den Abgrund. Doch ihr Sturz war kein Zufall, kein Akt der Verzweiflung. Arlen braucht Jardir. Er verfolgt einen wahnwitzigen Plan, um den Krieg gegen die Dämonen ein für alle Mal zu beenden. Er glaubt, dass sie ihre Streitigkeiten beilegen müssen, um wie früher mit vereinten Kräften zu kämpfen. Können Arlen und Jardir Jahre der Enttäuschung und des Grolls im Namen der Menschheit hinter sich lassen?
    Unterdessen versinken die Völker Krasias und des Nordens im Chaos. Erbitterte Machtkämpfe destabilisieren den zerbrechlichen Frieden. Krasia steht am Rande eines Bürgerkriegs um den Schädelthron, den vielleicht nicht einmal Jardirs durchtriebene Ehefrau Inevera verhindern kann. Im Norden bemühen sich Leesha und Rojer, die Herzogtümer Angiers und Miln zur Einigkeit zu bewegen, aber als Jardirs ältester Sohn mit seinen Truppen in Lakton einfällt, verhärten sich die Fronten. Von der Hitze des Krieges überwältigt drohen die Völker zu vergessen, wer ihr wahrer Feind ist…

    Menschen sind dumm. Ich weiß, kein sehr positiver Ansatz für den Beginn einer Rezension, aber ich habe das dringende Bedürfnis, meinem Verdruss Luft zu machen. Ich ärgere mich maßlos über die niederschmetternd realistischen Entwicklungen, die uns Peter V. Brett im vierten Band des „Demon Cycle“, „The Skull Throne“, präsentiert. Wie kann man nur so dämlich sein, sich auf interne Kämpfe um Macht und Einfluss einzulassen, wenn Dämonen an die Tür klopfen? Arlen und Jardir werden nicht grundlos „Einiger“ genannt. Ohne ihre Autorität bricht die oberflächliche Einigkeit ihrer Völker zusammen und die schwelenden Konflikte eskalieren. Sie verkennen die Bedrohlichkeit der Situation, zeigen einen beschämenden Unwillen zur Veränderung und weigern sich, zurückzustecken, um zusammenzuarbeiten. Es ist zum Haare raufen. Ich wollte eingreifen und den Figuren Verstand einbläuen. Während sich die politische Elite um die Thronfolge in Krasia und um die Vorherrschaft über die Herzogtümer im Norden prügelt, leidet das einfache Volk unter ihren Entscheidungen. Peter V. Brett involvierte zwei neue Blickwinkel, die die Auswirkungen des Machtgerangels aus der Froschperspektive zeigen: die Sharum’ting Ashia und den jungen Spion Briar. Ich mochte beide gern, für Ashia schlägt mein feministisches Herz allerdings ein wenig lauter. Als weibliche Krieger sind die Sharum’ting im strikten Patriarchat Krasias eine revolutionäre Neuheit, die Inevera anstieß. Sie begründete diese Kaste nicht uneigennützig, erwies den Frauen ihres Volkes damit jedoch einen unschätzbaren Dienst. Zum ersten Mal in der jahrtausendealten Geschichte Krasias können Frauen durch die Tötung eines Dämons die gleichen Rechte wie Männer einfordern. Leider ist die äußerst konservative, traditionsbewusste Bevölkerung für Jardirs und Ineveras weitreichenden Reformen noch nicht bereit. Kämpfende Khaffit, kämpfende Frauen – sie erwarteten zu schnell zu viel von ihrem Volk. In Jardirs Abwesenheit flammt der Widerstand gegen die gesellschaftlichen Erneuerungen auf und trägt zur Instabilität Krasias bei, die Jardirs Söhne ausnutzen, um den Schädelthron zu beanspruchen. Allen voran der Erstgeborene Jayan. Ich weiß nicht, was in Jayans Erziehung schiefgelaufen ist, aber er ist zu einem widerwärtigen, grausamen Menschen herangewachsen, den man auf keinen Fall auf einem Thron sehen möchte. Um seine Machtübernahme zu verhindern und sich vor seinen Unterstützern zu schützen, geht Inevera eine weise, hochspannende Allianz ein: sie verbündet sich mit Abban. Ich hatte meine wahre Freude daran, zu erleben, wie dieses tödliche Duo trotz ihrer offensichtlichen Animositäten gemeinsam agiert. Ich finde es interessant, wie kontrastierend Peter V. Brett die Thematik des Überwindens alter Feindseligkeiten in „The Skull Throne“ nutzt. Inevera und Abban, Jardir und Arlen, selbst Leesha und Renna (die ich immer noch nicht mag) finden zu einem überraschenden Waffenstillstand für das höhere Wohl. Was im Kleinen möglich ist, scheitert im großen Rahmen kolossal. Dieser Kontrast potenzierte meine ohnmächtige Wut auf die kleingeistigen Machthaber, die einfach nicht begreifen wollen, was auf dem Spiel steht. Insofern war die Lektüre definitiv einzigartig, denn ich erinnere mich nicht, dass mich ein hervorragender High Fantasy – Roman jemals so zornig stimmte. Ich frage mich, ob Brett diese ungewöhnliche emotionale Resonanz beabsichtigte.

    Ich erlebte eine sehr seltsame Leseerfahrung mit „The Skull Throne“. Denke ich an die Lektüre zurück, beschleichen mich überwältigende Gefühle von Wut und Negativität. Natürlich gefiel mir dieser vierte Band, denn er ist hochpolitisch, intelligent und illusionslos. Objektiv störten mich maximal kleinere Schönheitsmakel, wie die unausgeglichene Strukturierung, die Leesha meinem Empfinden nach mehr Raum als allen anderen Hauptfiguren zugestand oder eine Szene mit Rojer und seinen Ehefrauen, die mir moralisch fragwürdig erschien. Trotz dessen beeinflussten mich die inhaltlichen Entwicklungen der Geschichte so stark, dass ich zwar gefesselt war, aber keinen richtigen Spaß am Lesen hatte. Es wirkte alles so demoralisierend, besonders angesichts der Ausgangssituation für den finalen Band „The Core“: innerhalb der Völker grassiert weitreichende Uneinigkeit, die Spannungen zwischen ihnen führten zum Krieg und die einzigen, die die Geschlossenheit der Menschheit wiederherstellen könnten, haben sich verkrümelt, um einen selbstmörderischen Plan zu verfolgen. Tja. Keine rosigen Aussichten. Ich kann im Moment kein Potential für das Happy End erkennen, das ich mir wünsche. Ich hoffe, dass es Peter V. Brett gelingt, mich eines Besseren zu belehren. Ich möchte mich positiv an den „Demon Cycle“ erinnern.

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