Bücher mit dem Tag "künstliche intelligenz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "künstliche intelligenz" gekennzeichnet haben.

324 Bücher

  1. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9783423761833)
    Amie Kaufman

    Illuminae

     (513)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    In erster Linie glänzt die Geschichte durch ihre innere Aufmachung: Die Leser*innen erwartet eine Zusammenstellung von unterschiedlichen Berichten, Funk- und Chat-Kommunikationen und Tagebucheinträgen. Kaum zu glauben, aber dadurch entsteht tatsächlich eine wahnsinnig spannende Sci-Fi-Story. Die Gefühle der handelnden Personen sind überraschend gut nachzuempfinden und man fiebert unentwegt mit ihnen mit.

    Kritik gibt es von mir dennoch: Die Handlung ist teilweise recht vorhersehbar und das Ende war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Letzter Kritikpunkt nur unter Vorbehalt, da ich definitiv noch Band 2&3 lesen werde.

  2. Cover des Buches Origin (ISBN: 9783431039993)
    Dan Brown

    Origin

     (574)
    Aktuelle Rezension von: michaelkothe

    Für Eilige:

    Endlich wieder ein Religionsthriller von Dan Brown!  Nachdem er sich in »Inferno« mit der Überbevölkerung auseinandergesetzt hat, packt er mit »Origin« ein weiteres heißes Eisen an: den Glaubenskrieg zwischen religiöser Schöpfungsgeschichte und Darwins Abstammungstheorie. Auf den ersten Blick eine emotionale Achterbahnfahrt, auf den zweiten basierend auf einer banalen und lauwarm vorgebrachten These. Dazu kommt, dass Brown nach »Inferno« ein zweites Mal einknickt und sich nach seiner Provokation dem Mainstream beugt und sich für das Motiv seines Romans entschuldigt, indem er die These relativiert und so verwässert.

     

    Inhalt:

    Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Edmond Kirsch, Milliardär und Superhirn, lädt Hunderte Prominente ins Guggenheim-Museum nach Bilbao ein, um in einer weltweit ausgestrahlten Präsentation die Fragen nach Herkunft und Bestimmung der Menschheit zu beantworten. Während der Einleitung wird Kirsch vor aller Augen ermordet. Professor Dr. Robert Langdon, früherer Dozent von Kirsch, beschließt, mit der Museumsdirektorin Ambra Vidal Kirschs Vermächtnis umzusetzen und die Präsentation der Weltöffentlichkeit vorzustellen. Da sie als Verlobte des spanischen Thronfolgers die besondere Aufmerksamkeit von Königshaus und Öffentlichkeit genießt, wird aus der Suche nach dem Filmmaterial eine Verfolgungsjagd, bei der Langdon und Vidal vom Mörder Kirschs, der Guardia Real und der Polizei Barcelonas gehetzt werden.

     

    Schreibstil:

    Genretypisch ist der Schreibstil geprägt von Hektik. Wieder nimmt Brown dem Leser den Atem, baut gekonnt Spannungsbögen auf, setzt seine Protagonisten und ihre Verfolger unter Zeitdruck und zwingt sie zu ständiger Bewegung. Während ich mich als Autor von Fantasy und Kurzgeschichten gegen den Vorwurf des »Info-Dumping« wehren muss, breitet Brown seitenlang Beschreibungen von Orten, Bau-, Kunst- und literarischen Werken aus. Details erzeugen Kopfkino, ihr Wissen bringt Langdon und Vidal voran. Relevant ist auch die Aussage, Spaniens Bevölkerung spalte sich in die älteren Erzkonservativen und in die Jüngeren, die sich von der Kirche im Sinne von Glauben und Institution abwenden. Der Thriller lebt von inhaltlicher Hetze. Die Sprache ist unspektakulär. Unspektakulär, weil farblos, sind auch die Hauptfiguren. Weder Langdon noch Vidal sind dreidimensional, eine Charakter­entwicklung findet nicht statt. Und was nützt es, der Figur ein Handicap anzuhängen – Langdons Klaustrophobie –, wenn es keinen Einfluss auf die Handlung hat? Wenigstens zeigt Ambra Vidal Gefühle in Form von Zweifeln an der Liebe des Thronfolgers und ihrer eigenen!

     

    Spoileralarm!

    Nach vier Fünfteln des Buches stagniert die Handlung. Die angekündigte Sensation entpuppt sich als Banalität: Kirschs ausschweifende und langatmige Präsentation versandet in der trivialen Erkenntnis, das Leben verdanke seine Entstehung der zufälligen Konstellation von Elementen und Naturgesetzen, und die Prognose werde in zahllosen Science-Fiction-Werken dargelegt und vom Technologiefortschritt eingeholt. Gott brauche es nicht. Nachdem er die These Kirschs präsentiert hat, entschuldigt sich Brown dafür, indem er Langdon versöhnliche Worte sprechen lässt: Religion sei Orientierung für Gläubige und daher weder schlecht noch überflüssig. Wer hinter den Morden und Intrigen steht und die Hauptfiguren gehetzt hat, erkennt der Leser schon einige Kapitel vor Schluss. Dass Brown dem realen spanischen Königshaus eine erfundene Familiengeschichte und nicht-existente Angehörige andichtet, ist ein weiterer Malus des Romans.

     

    Fazit:

    Der siebte Roman von Brown. Der einzige, der mich nicht überzeugt. Meinem Lieblings-Thrillerautor gebe ich schwache drei der üblichen fünf Sterne: Für die anfängliche Neugier, für die interessanten Details über Barcelona und Gaudí und für die Lebendigkeit auf den ersten 500 der 670 Seiten. Seit ich Kirschs „Erkenntnis“ kenne, frage ich mich, ob sie fünf Morde und einen von Langdon indirekt zu Tode gebrachten Mörder rechtfertigt.

  3. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

     (307)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Im Reich Tiamande herrschen die Gottkaiserin und der Hexenorden. Dabei müssen regelmäßig Mädchen zur Gottkaiserin als Bräute gebracht werden. Diesmal ist die Wahl auf Iniza gefallen, und nun hat sie, zusammen mit ihrem Geliebten Glanis, bereits einen Plan, dem zu entgehen. Doch sie wird entführt von Kranit, der dafür Geld erhalten soll. Bald finden sich alle auf der Flucht zusammen auf der „Nachtwärts“, deren Eignerin Shara ist, die gerade nach zweieinhalb Jahren Gefangenschaft zurück in die Freiheit strebt. Zunächst hat diese zufällige Gemeinschaft unterschiedliche Ziele, doch bald finden sie sich zusammen und sind auf der Flucht – vor den Hexen, vor Hadrath, Inizas verhasstem Onkel, und in eine hoffentlich friedlichere Zukunft. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. Welche Geheimnisse birgt jeder der vier, später fünf und zum Schluss sechs Teilnehmer dieser Gemeinschaft? Es ist eine faszinierende, äußerst komplexe Welt, in die Kai Meyer die Geschichte um diese Schicksalsgemeinschaft versetzt. Mit viel Liebe fürs Detail und manchem Augenzwinkern hat er diese Welt bevölkert, und immer wieder füttert er den Leser mit neuen Informationen darüber. Auch die Teilnehmer dieser Flucht durch eine ganze Galaxie sind äußerst gelungen angelegt, ihre Geheimnisse werden nach und nach enthüllt. Das Buch wird von liebevollen Zeichnungen ergänzt, die erst nach der Lektüre ihre wahre Pracht entfalten. Manch überraschende Wendung bringt zusätzlich Würze in dieses ohnehin schon spannende Buch. Die Geschichte liest sich äußerst flüssig, so dass die Seiten einfach nur dahinfliegen. das Buch ist zwar in sich geschlossen, aber es sind noch längst nicht alle Fragen beantwortet.

  4. Cover des Buches Die App (ISBN: 9783596703555)
    Arno Strobel

    Die App

     (530)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Hamburg-Winterhude, ein Haus mit Smart Home, alles ganz einfach per App steuerbar, jederzeit, von überall. Und dazu absolut sicher. Hendrik und Linda sind begeistert, als sie einziehen. So haben sie sich ihr gemeinsames Zuhause immer vorgestellt.

    Aber dann verschwindet Linda eines Nachts. Es gibt keine Nachricht, keinen Hinweis, nicht die geringste Spur. Die Polizei ist ratlos, Hendrik kurz vor dem Durchdrehen. Konnte sich in jener Nacht jemand Zutritt zum Haus verschaffen? Und wenn ja, warum hat die App nicht sofort den Alarm ausgelöst?

    Hendrik fühlt sich mehr und mehr beobachtet. Zu recht, denn nicht nur die App weiß, wo er wohnt …


    EInfach ein spannender Thriller, der unter die Haut geht. 

  5. Cover des Buches Wie Monde so silbern (ISBN: 9783551315281)
    Marissa Meyer

    Wie Monde so silbern

     (1.651)
    Aktuelle Rezension von: Conni_96

    Ich fand die Verknüpfung von Technik/SciFi und Märchen wirklich interessant und erfrischend. Es war angenehm zu lesen und ich fand Cinder und Kai wirklich sympathische Charaktere. Das Ende fand ich ein bisschen vorhersehbar, dadurch allerdings auch befriedigend. Für mich war es ein nettes Buch, hatte allerdings nicht den "Wow" Effekt, den ich mir durch die vielen guten Rezensionen erhofft hatte. Trotzdem würde ich es weiterempfehlen. 

  6. Cover des Buches Neon Birds (ISBN: 9783404200009)
    Marie Graßhoff

    Neon Birds

     (419)
    Aktuelle Rezension von: Emili

                                                                                        

    Bei dieser Geschichte bin ich alles andere, als positiver Meinung.   Die Idee für die Story durchaus interessant: KI, mit Nanotechnologie infizierte Menschen, Mojas, die gegen den Menschen kämpfen und natürlich andersrum. Doch tieferen Sinn und psychologische Tiefe in all diesem Kamp habe ich nicht entdecken können. Alles irgendwie oberflächlich geblieben, nicht auf den Punkt gebracht und reichlich verworren, sodass man den Roten Faden in dem Roman kaum findet. Den Schreibstil würde ich unter „sehr einfach“ einstufen, der wirkt stellenweise unbeholfen. Eine leblose Geschichte, die im Vergleich zu zahlreichen besseren Science-Fiction-Romanen nicht gut abschneidet.

    Ganz viele Leser fanden allerdings den Auftakt zu dieser Reihe durchaus gut.

    Doch von mir gibt es nur 2 Sterne.

                            

  7. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.383)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Nachdem der Mensch jahrhundertelang die Meere ausgebeutet hat, schlagen seine Bewohner plötzlich zurück. Wale und Orcas greifen Menschen an, Krebse fallen über Strände her, Tsunamis zerstören ganze Küstenstreifen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern sucht zusammen mit US-Militärs nach der Ursache und wird fündig…

    Auf  ca. 1000 Seiten hat Schätzing auf der einen Seite einen Weltuntergangsthriller geschrieben mit den dazugehörigen guten und (unerwartet) bösen Charakteren, der einen oder anderen Liebes- und Selbstfindungsgeschichte sowie vielen, vielen Toten. Nebenbei ist es auch gute Science-Fiction, auch wenn die „Aliens“ nicht aus dem Weltall, sondern aus der Tiefsee kommen.

    Auf der anderen Seite liest sich das Buch teilweise wie ein Sachbuch mit gut aufbereiteten Infos über die Tiefsee, ihre Bewohner und das Ökosystem Erde.

    Mich hat an diesem Buch vor allem beeindruckt, wie gründlich Schätzing mit der landläufigen Meinung von der Vorherrschaft des Menschen,  der „Krönung der Schöpfung“,  aufräumt. Unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, ob die Geschehnisse im Buch zur Realität werden könnten, hat mich dieses Buch dazu gebracht, noch einmal aus einem anderen Blickwinkel über das Thema Umweltschutz und meine Rolle dabei nachzudenken. Schätzing führt uns gnadenlos unsere eigene Hybris und Bedeutungslosigkeit vor, mit dem Kerngedanken „Die Erde braucht uns nicht zum Überleben, aber wir brauchen die Erde…“

    Fazit: Es ist eine gute Mischung aus allem, aber eben mit seinen 1000 Seiten kein Buch für zwischendurch. Man muss sich auf das Thema und Schätzings Erzähltempo einlassen, dann erlebt man einen fundiert erzählten, spannenden und auch beängstigenden Wissenschaftsthriller.

  8. Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)
    Becky Chambers

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Rosemary Harper will so weit wie möglich von ihrem Heimatplaneten Mars weg, um alles dort hinter sich zu lassen. Darum heuert sie auf der klapprigen Wayfarer, einem Tunnlerschiff, als Verwaltungsassistentin an.
    Kaum an Bord nimmt Kapitän Ashby den Auftrag an, einen Raumtunnel zu einem weit entfernten Planeten anzulegen, auf dem die kriegerischen Toremi leben. Eine Spezies, die bisher jeglichen Kontakt zu anderen Lebensformen mit Gewalt beantwortet hat, die jedoch nun neue Allianzen eingehen wollen.
    Der Weg dorthin ist weit und bietet so einige Herausforderungen und Überraschungen und bedeutet für Rosemary und die restliche, skurrile Besatzung des kleinen Raumschiffs erst den Anfang eines unglaublichen Abenteuers.


    Ich war tatsächlich etwas erstaunt, wie gut ich in dieses Buch reingekommen bin, da ich Science Fiction ja eher selten lese.
    Wir müssen ja nicht nur technisch auf den Stand der Dinge in dieser Welt gebracht werden, sondern auch an all die neuen Lebensformen und den Umgang mit ihnen vorbereitet werden. Nicht unbedingt leicht das organisch wirken zu lassen und die wichtigsten Informationen verständlich einfließen zu lassen. Das passiert hier häufig ganz beiläufig, wenn z.B. Rosemary als neue im Team und zum ersten Mal überhaupt auf einem Raumschiff im leeren Raum des Weltalls stationiert, für sie bisher Unbekanntes lernen muss oder sich über die richtigen Konventionen (z.B. im Umgang mit anderen Spezies) Gedanken macht. Es gibt aber auch ab und an kurze Auszüge aus den Datenbanken, die wie eine Art Lexikonartikel angelegt sind und uns tiefergehende Einblicke in bestimmte Themengebiete verschaffen, die von einem der Crewmitglieder abgerufen werden.
    Alles in allem fand ich die Einführung in diese Welt meist wirklich gelungen, auch wenn es natürlich Stellen gibt, in denen es vielleicht etwas viel wird (z.B. Techniksprache zwischen den Techs oder tiefergehende Überlegungen zu einzelnen Sprachen). 

    Trotz des Titels hätte ich ehrlicherweise nicht erwartet, dass es tatsächlich hauptsächlich um den Weg zu diesem Planeten gehen würde und den mehr oder weniger alltäglichen Dingen, die auf dem Weg dorthin passieren.
    Dadurch ergibt sich eine meist eher flache Spannungskurve mit nur einzelnen Ausschlägen nach oben und doch hab ich diese Reise wirklich sehr gerne verfolgt, was hauptsächlich an den tollen und liebenswerten Figuren lag.
    Die sehr diverse Crew ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich mochte besonders wie hier ganz nebenbei alle möglichen menschlichen Traditionen/Neigungen/Vorlieben/Ansichtsweisen (u.a. Geschlecht, Essen, Familie) auf die Probe gestellt werden, und das einfach dadurch, dass hier andere Spezies existieren bei denen alles ganz anders ist.
    So sind z.B. die Grum bei Geburt alle weiblich und werden erst im Alter männlich.
    Oder die unterschiedlichen Familienstrukturen bei den Aandrisk, wo auch dem Nachwuchs gegenüber ganz andere Einstellungen existieren, da sie eigentlich erst als Erwachsene als „echte“ Wesen wahrgenommen werden.
    Ebenso das Unverständnis, dass Menschen als Säugetiere kein Problem damit haben andere Säugetiere zu essen, fand ich sehr auf den Punkt gebracht.
    So macht man sich ganz nebenbei Gedanken darum, warum eigentlich die  menschliche Sichtweise die einzig Richtige sein sollte und welche Ansichten etc. zwar gerne als allgemeingültig gesehen werden, aus einer etwas anderen Perspektive aber plötzlich ziemlich seltsam wirken. 

    Zum Ende hin gab es dann auch noch mal einiges an Action, die aber vor allem besonders deutlich gezeigt hat, wie sehr diese Crew doch zusammengewachsen ist. Alleine um das noch mal so klar zu sehen, haben sich alle ruhigeren Stellen für mich noch mal umso mehr gelohnt! 


    Fazit: Ein sehr ungewöhnliches Weltraumabenteuer, welches besonders durch das Zusammenspiel der liebenswerten und diversen Figuren heraussticht und das zwar nur wenige große Actionmomente bietet, dafür aber umso mehr Gedankenanregungen bietet und mal ganz nebenbei zeigt, wie einfach inklusive Sprache und Verhalten sein kann.

    Der nächste Teil der Reihe ist jedenfalls schon auf meine Wunschliste gewandert! (4,5 Sterne)

  9. Cover des Buches Verschwörung (ISBN: 9783453269620)
    David Lagercrantz

    Verschwörung

     (271)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich habe mich sehr gefreut, dass die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson durch David Lagercrantz fortgesetzt werden sollte und war gespannt, ob dieser das Niveau halten und trotzdem seinen eigenen Stil einbringen kann. "Verschwörung" hat mir dann auch wirklich gut gefallen: Ich fand die Geschichte spannend und gut fortgesetzt, das Agieren der Protagonisten schlüssig zu ihrem Verhalten in den ersten drei Bänden und auch den Hauptstrang rund um ein Kind mit mathematischer Inselbegabung sehr lesenswert (und das, obwohl Zahlen sonst nicht so mein "Ding" sind).

  10. Cover des Buches The Passengers (ISBN: 9783453320727)
    John Marrs

    The Passengers

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Marion2505

    Auch mit „The Passengers“ konnte mich John Marrs von Beginn an komplett fesseln. Nach und nach habe ich die acht Personen kennengelernt, die in ihren Fahrzeugen entführt wurden. Von Anfang an war klar, dass jeder der acht etwas zu verbergen hat. Ich hatte erst ein wenig Probleme all die Protagonisten auseinanderzuhalten. Denn neben den acht Passagieren kamen noch diverse andere Charaktere hinzu, die eine tragende Rolle spielten. Aber dank des unglaublich flüssigen und spannenden Schreibstils habe ich diese Probleme relativ schnell überwunden und war dann ziemlich fasziniert, aber auch stellenweise ganz schön geschockt, was da alles so kam. Denn die Art und Weise, wie der Hacker die öffentliche Abstimmung der Zuschauer beeinflusst, ist schon ganz schön erschreckend, aber natürlich auch hochspannend. Es dauert nicht allzu lange bis ich mich gefragt habe, wer denn nun tatsächlich noch die Wahrheit sagt und wer nicht …

    Bin ich durch die ersten zwei Drittel des Buches nur so durchgeflogen, zog sich für mich das letzte Drittel dann ein wenig, stellenweise fand ich es sogar etwas unrealistisch. Das fand ich ein wenig schade. Doch dann kam allerdings zum Ende hin noch ein ziemlicher Knall, der mich das Buch schadenfroh grinsend hat schließen lassen. Einfach mal wieder sehr genial, lieber John Marrs!

    Mein Fazit:

    Auch mit „The Passengers“ konnte mich John Marrs wieder begeistern und erschrecken zugleich. Denn nicht jeder Blick in die Zukunft, in der so vieles automatisiert und benutzerfreundlich gemacht wird, ist so verlockend wie er zuerst scheint. Darüber hinaus habe ich als nicht so großer Technikfan mal wieder festgestellt, dass ich all den Fortschritt nicht wirklich brauche. Ich fahre gerne weiterhin selber! 🙂

  11. Cover des Buches Die Tyrannei des Schmetterlings (ISBN: 9783462050844)
    Frank Schätzing

    Die Tyrannei des Schmetterlings

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    „Der Teufel, sagt ein Sprichwort der Malaien, kommt immer durch die Hintertür.“ (Zitat aus Die Tyrannei des Schmetterlings)

    Die Tyrannei des Schmetterlings ist ein Science-Fiction-Thriller von Frank Schätzing.

    Im Jahr 2017 will im Südsundan während de des Bürgerkriegs eine Gruppe Soldaten gegen einen Warlord vorgehen. Dann werden sie jedoch selbst von nicht näher beschriebenen Wesen getötet.

    Im kalifornischen County Sierra untersuchen Undersheriff Luther Opoku und Deputy Ruth Underwood den Tod einer Biologin. Die Spuren führen zu einer Firma, deren Gründer eine Künstliche Intelligenz namens A.R.E.S. entwickelt hat, die zu einer Superintelligenz werden und dann alle großen Probleme der Menschheit lösen soll.

    Beim Firmengelände angekommen entdeckt Luther den mutmaßlichen Mörder und verfolgt ihn zu einem Raum mit einer Brücke, wo der Verdächtige spurlos verschwindet. Zurück an der Oberfläche stellt Luther fest, dass sich einiges verändert hat. Es ist Nacht, obwohl eben noch Tag war, und vorher Tote sind wieder lebendig.

    Der Titel bezieht sich wohl darauf, dass A.R.E.S. als verpuppter Schmetterling bezeichnet wird, der schlüpft, wenn er sich seiner selbst bewusst und dann eine Superintelligenz wird. Daher und weil auch echte Insekten eine Rolle spielen, finde ich das Titelbild, auf dem Kurven und Kreise an Insekten erinnernde Formen bilden, sehr passend.

    Vor allem in Luthers Gedanken und Gefühle erhält man einen sehr guten Einblick, aber auch die anderen wichtigen Charaktere sind gut ausgearbeitet. Mehrfach wechselt Schätzing bei der Schilderung von Luthers Gedankengängen von der dritten zur zweiten Person, so dass man als Leser quasi Luthers Rolle einnimmt.

    Die bis auf Rückblicke in die Vergangenheit einiger Charaktere im Präsens geschilderte Handlung wird meist aus der Sicht von Luther erzählt, manchmal aber auch aus der Sicht anderer Charaktere. Zu Letzteren zählt auch A.R.E.S., was zu den Dingen gehört, die mir an diesem Roman besonders gefallen haben.

    Zunächst erfährt man nur einzelne Ereignisse aus der Vergangenheit von Luther und einigen der anderen Charaktere, bevor Schätzing jeweils die laufende Handlung unterbricht und Zusammenfassung ihrer kompletten bisherigen Lebensgeschichte schildert. Das zieht sich dann immer über mehrere Seiten hin.

    Einerseits finde ich das zwar gut, weil man so die Charaktere besser versteht. Andererseits bin ich aber der Meinung, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autor sich kürzer gefasst hätte, da auch unwichtige Dinge genannt werden, was gerade diese Stellen recht langatmig macht.

    Die Beschreibungen sind teils sehr wortreich und voller Metaphern und Vergleiche und Schätzing mag offenbar bildungssprachliche Begriffe wie desperat und stupend. Auch hier wäre meiner Meinung nach manchmal weniger mehr gewesen. Gefallen haben mir aber wiederum die über das ganze Buch verteilten Anspielungen auf bekannte Filme und Personen wie Jurassic Park und Halle Berry..

    Manchmal ist Die Tyrannei des Schmetterlings ziemlich tiefgründig und regt zum Nachdenken an. Schätzing stellt gut die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz dar sowie die Schwierigkeiten, einer KI wie A.R.E.S die gewünschten Ziele und Werte zu vermitteln.

    Auch die wissenschaftlichen Grundlagen der wichtigsten vorkommenden Technologien werden gut erklärt. Außerdem kommen fast nur Technologien vor, die schon in der Entwicklung beziehungsweise in Ansätzen schon vorhanden sind. Beides macht das Szenario sehr glaubwürdig.

    Die Handlung ist in sechs große Abschnitte mit eigenen Titeln geteilt, Kapitel gibt es ansonsten nicht direkt. Innerhalb der großen Abschnitte ist die Handlung nur untergliedert, indem ein Perspektivwechsel durch einen Umriss eines Falters angezeigt wird. Am Ende gibt es eine Liste mit Sachbüchern zu den wissenschaftlichen und technischen Aspekten der Handlung und eine Danksagung.

    Die Spannung fällt in Tei II etwas ab, während Luthers Alltag beschrieben wird und die meisten anderen wichtigen Charaktere eingeführt werden. Die Ermittlungen in dem Todesfall werden eher nebenbei geschildert. Erst gegen Ende von Teil II steigt die Spannung wieder und bleibt bis auf die eher langatmigen Stellen bis zum Ende hoch.

    Action, auch in Form teilweise ziemlich brutaler und blutiger Gewaltschilderungen, gibt es nach dem Prolog auch erst wieder ab dem Ende von Teil II und die letzten beiden Abschnitte sind schließlich ziemlich actionreich.

    Insgesamt hat mir Die Tyrannei des Schmetterlings gut gefallen.

  12. Cover des Buches Cyber Trips (ISBN: 9783404209675)
    Marie Graßhoff

    Cyber Trips

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    Der zweite Teil der Neon Birds - Reihe




    Der Versuch, KAMI zu vernichten, ist selbst mit der Bombardierung des Sperrgebiets nicht gelungen und nun ist es auf dem Vormarsch, die Menschen in Moja und somit die Welt in eine - in seinen Augen - bessere zu verwandeln. Auch Flover hat es erwischt, was eigentlich sein Todesurteil bedeutet, doch zunächst befindet er sich noch mit seinem Freund Luke auf der Flucht. Unterdessen ist man sich auf Regierungs- und Militärsebene uneinig, wie nun weiter vorzugehen ist. Während Andra davon überzeugt ist, mit KAMI reden zu können, um es zu überzeugen, die Menschheit zu verschonen, wird auf anderer Seite nach einer Waffe gesucht, die das Problem endgültig lösen soll. Doch KAMI scheint unbesiegbar, welches ist also der richtige Weg?

    Der Einstieg ins Buch ist ruhiger als erwartet. Nichtsdestotrotz spürt man von Anfang an eine gewisse Anspannung. Was wird jetzt passieren? Wie wird KAMI nun weiter vorgehen? Ist die Menschheit schon verloren?

    Es wird wieder abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der Protas erzählt und auch KAMIs Gedanken bekommen noch ein bisschen mehr Raum. Das fand ich spannend. Auch wenn ich am Ende das Gefühl hatte, das es in seinen Denk- und Handlungsmustern nicht so richtig konsistent blieb. Das war ein bisschen schade. Das knüpft aber an meinem Problem, das ich mit den Charakteren im ersten Band schon hatte, an. Wie auch schon in Teil eins, bleiben die Figuren für mich leider unauthentisch und wenig greifbar. Ich glaube auch nicht, dass das letzte Buch daran noch irgendwas ändern wird. Sie sind irgendwie starr, in ihren Dialogen und auch in den Beziehungen nicht ganz authentisch, es fehlt mir immer irgendwas, um wirklich eine Connection zu ihnen zu bekommen. Ich habe sie gerne begleitet, habe aber nicht mitfühlen können und ihre Abenteuer recht unbeteiligt von außen betrachtet.

    Die Figuren sind zunächst noch alle auf ihrem eigenen Weg, aber man merkt schon, dass sie demnächst alle aufeinandertreffen werden und den Kampf gemeinsam aufnehmen müssen. Ihre Wege werden sich definitiv kreuzen.

    Der Geschichte an sich hätte für mich dieses Mal etwas spannender sein können. Die Dinge, die passierten, wurden teilweise zu schnell abgevespert und es wurde viel Lärm um nichts gemacht. Manches bekam viel Raum, hatte am Ende aber kaum Auswirkungen auf die Handlung und Manches ging auch irgendwie unter. Nichtsdestotrotz spitzt sich die Lage immer weiter zu, und vor allem gegen Ende ist die Spannung wieder zum Zerreißen hoch.

    Auch das World-Building gefällt mir richtig gut. In diesem Band kriegen wir noch ein paar Häppchen mehr zur Welt und zum Hintergrund ihrer Entstehung. Doch es fehlt noch mindestens ein Puzzleteil für das Gesamtbild, denn irgendwas müssen wir noch dringend erfahren, um die Welt in ihrer Gänze zu verstehen. Darauf hoffe ich im Finalband.

    Die Geschichte bleibt spannend, genau wie die Idee und ihre Umsetzung. Leider werde ich wohl mit den Charakteren nicht mehr warm werden, was schade, aber kein Ausschlusskriterium für das Weiterlesen dieser interessanten Reihe ist. Ich bin gespannt auf das Finale.

  13. Cover des Buches Gemina (ISBN: 9783423762328)
    Amie Kaufman

    Gemina

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Charlie753

    Hanna ist die Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, die, wie sie sagt, die langweilige Raumstation des ganzen Universums ist. Nik ist der Sohn eines Mafiabosses an Board der Heimdall. Beide finden das Leben dort nicht sonderlich spannend, doch eines Tages wird die Station von einer Kampfeinheit überfallen. Hanna und Nik versuchen mit Hilfe von Niks Cousine Ella herauszufinden, was dort los ist. Und dann droht auch noch das Wurmloch in der Mitte der Raumstation Raum und Zeit zu zerfetzen... 


    Nachdem ich von dem ersten Band schon so sehr überrascht war, musste ich natürlich den zweiten Teil der Illuminae Akten lesen. Und der war genauso gut wie der erste.

    Das Buch ist in Chatprotokollen, Transkriptionen von Videoaufnahmen, E-Mails und Berichten geschrieben. Deshalb gibt es eigentlich keine „klassische“ Handlung. Trotzdem versteht man, worum es geht und was tatsächlich passiert.

    Die Dialoge zwischen den Personen sind auch einfach nur gut geschrieben: Sie haben immer etwas Humor, auch in gefährlichen Situationen.

    Es sind auch kleine Ausschnitte aus Hannas Tagebuch vorhanden, aus dem mir besonders die Skizzen gefallen haben.

    Am Ende war ich sehr überrascht und erstmal erschrocken (was dann aber zum Glück aufgelöst wurde). Ich freue mich sehr auf den dritten Teil, denn ich habe eine Menge Fragen, die geklärt werden müssen.

    Gemina kann ich ganz klar empfehlen. Es ist ein wunderbarer Science-Fiction Roman in besonderer Form für Jugendliche, in dem es auch eine kleine Lovestory gibt.

  14. Cover des Buches QualityLand (dunkle Edition) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (dunkle Edition)

     (744)
    Aktuelle Rezension von: Los_Libros

    Die Handlung des Buches spielt in einer futuristischen Welt, die vielleicht gar nicht so weit von unserer eigenen entfernt ist.

    Marc-Uwe Kling beschreibt eine Welt, die bspw. jeden Wunsch der dort lebenden Menschen kennt und mit sofortiger Wirkung erfüllt. Man lacht zwar über all die verrückten Einfälle, zugleich ist da aber immer dieser Gedanke im Hinterkopf, ob so etwas tatsächlich möglich wäre. Wären wir Menschen mit der umfassenden Überwachung einverstanden, oder ist das möglicherweise bereits ohne unser Wissen geschehen?

    Dieses Buch ist ein Feuerwerk aus absurden Dialogen, skurillen Ideen und abwegigen Plot-Twists. QualityLand war für mich ein großer Spaß und ich würde es eindeutig weiterempfehlen!


  15. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783462051490)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Tom Hillenbrand versetzt den Leser in seinem Science-Fiction-Krimi „Hologrammatica“ in eine Welt, in der sich Gehirne digital speichern lassen (= Cogits) und Körper dank sogenannter Klon-„Gefäße“ munter durch Cogits gewechselt werden können. Hinzu kommt das omnipräsente Holonet, mit dem holographische Projektionen und Holotexturen in der realen Welt erzeugt werden können, um z.B. Schönheitsfehler an Gebäuden zu überdecken, Werbung oder Beschriftungen einzublenden oder Personen und ihre Kleidung zu verschönern. Insgesamt also eine interessante, futuristische Welt mit cleveren Ideen, die der Autor konstruiert. Inmitten dieser Welt verschwindet die Computerexpertin Juliette Perrotte spurlos und der Quästor Galahad Singh wird damit beauftragt, sie zu suchen. Es beginnt ein rasanter und spannungsgeladener Trip, bei dem der Leser völlig in einen anderen Kosmos eintaucht. Wir lernen „Quants“ kennen, die sich ihr Gehirn durch Cogits haben ersetzen lassen, auch begegnen wir „Deathern“, also Quants, die freiwillig Nahtoderfahrungen sammeln wollen, mit dem Ziel, den Tod irgendwann ganz auszutricksen. Eine Untergruppe der „Deather“ sind die „Crasher“, die ihren Suizid mittels Autounfällen herbeiführen. Auch lernen wir, dass das „Ein-Körper-Problem“ existiert, d.h. ein Cogit kann nur für 21 Tage in einem Klon-Gefäß überleben, bevor es wieder in dem Stammkörper zurückversetzt werden muss, denn sonst droht ein „brain-crash“. Dies wiederum führt dazu, dass es Leute gibt, die nur noch in sogenannten „Loops“ weiterleben, d.h. sie laden ihr Cogit in immer neuen Klon-Gefäßen wieder hoch, um den Tod zu überlisten. Bei seinen Ermittlungen stößt Galahad Singh zudem auf das Rätsel der „Revenants“, bei denen der Körper scheinbar zurückkehrt, nicht aber der dazugehörige Verstand. Nicht zuletzt werden wir über ein besonderes Ereignis aufgeklärt, das sich zur Mitte des 21. Jahrhunderts ereignet hat: Der „Turing-Zwischenfall“. So hat die Menschheit, um das Problem des Klimawandels zu lösen, eine Künstliche Intelligenz erschaffen, die dann aber zur Bedrohung und aus diesem Grund vernichtet wurde. Um die Bedrohung durch eine KI und ihren „Proxies“, also menschlichen Handlangern, abzuwehren, hat man dann die Organisation UNANPEI gegründet, mit der Galahad Singh im Laufe seiner Suche ebenfalls in Kontakt kommt. 

     

    Anhand der vielen Begriffe, die ich hier erwähne, wird deutlich, dass der Autor eine komplexe, aber auch sehr durchdachte und plausible Fiktion entwickelt. Darauf muss man sich einlassen wollen, denn Schritt für Schritt werden vom Autor immer weitere Elemente dieser Welt eingeführt, so dass sie immer vielschichtiger wird. So habe ich bisher noch nicht erwähnt, was es mit dem „Holonet“ auf sich hat, und dass mit diesem Element wieder weitere interessante Begriffe zusammenhängen, z.B. auch die sogenannten „Stripper“-Brillen, mit denen sich Teile des Holonets ausblenden lassen, was mich sehr an den Science-Fiction-B-Movie „Sie leben!“ erinnern ließ. Allerdings gelingt es dem Autor in meinen Augen, den Leser nicht zu überfordern, weil er sehr darauf achtet, neuartige Technologien nur schrittweise einzuführen. Gleichzeitig gewinnt die fiktive Welt auf diese Weise immer mehr Konturen und wird immer vielfältiger. Das halte ich für eine große Leistung des Autors! Solche Ideen zu generieren, die gleichzeitig in sich konsistent sind, verdient höchste Anerkennung. Und auch schafft er es, über das ganze Buch hinweg, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten, z.B. auch indem er immer wieder Kapitelabschnitte aus der Sicht von Juliette Perrotte einstreut, die ihrerseits ohne Erinnerung auf einer Insel aufwacht. Wie ich schon sagte, muss man sich als Leser auf diese Welt mit all ihren Begrifflichkeiten einlassen wollen. Man könnte natürlich auch sagen, dass es eine komplett abwegige Idee ist, dass sich Menschen digitale Gehirne anfertigen lassen und sich ihr reales Gehirn entfernen und durch ein Cogit ersetzen lassen, ohne zu wissen, wie genau das Gehirn eigentlich funktioniert. Denn eigentlich ist es abwegig, dass Menschen bei einem solch geringen Kenntnisstand  zur Funktionsweise des Gehirns eine solche Technologie bei sich anwenden. Ich aber konnte mich auf diese Vorstellung einlassen und habe auf diese Weise viele schöne Lesestunden genossen.

     

    Fazit: Ein Science-Fiction-Krimi, der vor allem dadurch besticht, dass der Autor eine unglaublich kreative futuristische Welt mit vielfältigen cleveren Ideen entwickelt, die plausibel, in sich konsistent und durchdacht sind.

  16. Cover des Buches QualityLand (dunkle Edition) (ISBN: 9783957130945)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (dunkle Edition)

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Sybil

    Qualityland von Kalliope, Entschuldigung, von Marc-Uwe Kling, gehört zu den grossartigsten Büchern, die ich in den vergangenen Jahren gelesen habe.

    Eine humorvolle und satirische Dystopie über totale Überwachung und Herrschaft von Technik mittels Algorithmen. 

    Die Hauptperson Peter Arbeitsloser ist mir richtig ans Herz gewachsen, denn genauso würde es mir vermutlich auch ergehen, wenn dieses Buch Wirklichkeit würde. 

    Was heisst hier "würde". So weit sind wir heutzutage doch gar nicht davon entfernt...

    Als Sybil Hausfrau (max. Level 12) bekäme ich sicherlich ständig Salat und Essig zugesandt. Das würde mich richtig sauer machen!

  17. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9780553499117)
    Amie Kaufman

    Illuminae

     (122)
    Aktuelle Rezension von: booq_cafe

    4,5 ⭐️
    I’ve never read a book like this. Everything is described in files, interviews, chats and surveillance footage. That makes it really challenging to read, but is also very unique and fascinating. At first I was concerned how the authors would create real emotions this way, but somehow they did. It just took a little time.

    In the first half of the book I had a hard time orienting myself in the setting and getting to know the characters. Ezra seemed like a nice and funny guy from the beginning (someone I would definitely never have dumped). Kady on the other hand was more shallow and I could really grasp her personality. That is until the end, when I really really loved her, but see for yourselves.

    The writing was full of sarcastic remarks and very entertaining, but I expected nothing less. The plot needed some time to develop so I only got invested in the story halfway through the book. But then it blew me away! Sour think you know where this is going (at least kind of), because that’s how things are done in Sci-Fi books and then… everything goes sideways. And nothing turns out as you expected it to.

    I loved the ending, though I still anticipated some of the twist (but there are enough left to keep me on the edge of my seat). I find it most impressing that I really had to cry at one scene - I would have never thought this possible while simply reading through files. But it is not that simple.

    I am looking forward to reading the sequel, because I am still missing some explanations.

  18. Cover des Buches Mirror (ISBN: 9783746632346)
    Karl Olsberg

    Mirror

     (125)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz sind enorm. Verschiedene Menschen besitzen in Olsbergs Thriller bereits persönliche digitale Assistenten, Mirror genannt, die ihnen in allen möglichen Lebenssituationen für sie passende Handlungsempfehlungen einflüstern. Diese werden auf Basis des bisherigen Verhaltens des Mirror-Besitzers und der Analyse der aktuellen Situation ermittelt. Die Mirror Systeme lernen über neuronale Netzwerke ihren Besitzer immer besser kennen. Dadurch behaupten sich Menschen mit Mirror im Leben besser, sei es im Kontakt mit anderen Menschen, im Beruf oder beim Lernen, sie verfolgen auch ihre persönlichen Ziele konsequenter. Die Mirror Systeme helfen jedem zur Steigerung der individuellen Möglichkeiten weiter. 

    Was zunächst schön klingt, geht nach hinten los. Denn das Netzwerk, das selbständig lernt, erklärt alle Menschen zu seinen Feinden, die Kritik an ihm üben. Und es hat viele Möglichkeit, die Feinde auszuschalten.

  19. Cover des Buches Maschinen wie ich (ISBN: 9783257070682)
    Ian McEwan

    Maschinen wie ich

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Da ich das Thema künstliche Intelligenz total interessant finde, war ich ziemlich neugierig ob es in dem Buch literarisch oder sogar etwas philosophisch vorkommt. Doch irgendwie wurde ich enttäuscht. Künstliche Intelligenz spielt nur eine echt kleine Rolle in dem Buch und allgemein schweift der Autor so oft und lange ab, dass ich mich teilweise echr gefragt habe, worum es eigentlich geht. Die Persone wirkem dabei total leblos und überhaupt nicht sympathisch, sondern fast schon dumm. Und es fiel mir richtig schwer mit ihnen mitfühlen zu können. Die KI, also die Maschine, wurde überhaupt nicht authentisch beschrieben und kam mir eigentlich auch garnicht wie eine Maschine vor. Und die Abschweifungen waren so politisch und langweilig, dass sich das Buch einfach nur gezogen hat.
    Also es war wirklich nicht das was ich erwartet habe und hat mich irgendwie enttäuscht.

  20. Cover des Buches Zwischen zwei Sternen (ISBN: 9783596035694)
    Becky Chambers

    Zwischen zwei Sternen

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Zwischen zwei Sternen von Becky Chambers aus dem @fischertorverlag 

    .

    🪐 Inhalt

    .

    In diesem Buch geht es um Sidra , einer KI, die sich in einem künstlichen Menschenkörper zurechtfinden muss und um Jane, die unter schwierigen Bedingungen auf einem fernen Planeten ums Überleben kämpft.

    .

    🪐 Was hat mir gefallen?

    .

    Alles... diese Geschichte ist unaufgeregt und schön geschrieben.

    .

    Es geht hier nicht um Kämpfe und Raumpatrouillen... es geht um Menschen und ihr mögliches zukünftiges Zusammenleben.

    .

    Es ist keine dunkle Bedrohung sondern eine optimistische Erzählung.

    .

    Das von der Autorin geschaffene Universum ist nicht einfach ... aber unglaublich vielseitig und die Vielseitigkeit ist ganz normal... es könnte so einfach sein.

    .

    Die Probleme, die im Moment viele Leute mit der Zuordnung gemäß er/sie/es haben ist hier kein Thema... wenn man auf andere Formen trifft und nicht weiß, ob er/sie/es vor einem steht wird nicht gesagt... er ist Kapitän... sondern ser ist Kapitän... ungewohnt? Ja... aber überraschend einfach zu lesen und zu verstehen.

    .

    Das Entdecken dieser neuen Welten durch die Protagonisten... bringt einfach nur Spaß.

    .

    🪐 Fazit

    .

    Entdecke die Vielfalt im Universum... ohne Weltraumschlachten... einfach lesen... Lesetipp von mir.

  21. Cover des Buches Echo Boy (ISBN: 9783423717120)
    Matt Haig

    Echo Boy

     (90)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Echo Boy war überraschend anders als ich es zunächst erwartet hatte. Der Roman ist keine typische Liebesgeschichte, sondern besteht zum größten Teil aus der bewegenden "Lebens-"Geschichte Daniels. Dabei behandelt das Buch zum Teil philosophische Themen und stellt die Frage was einen Menschen menschlich macht. Matt Haig hat für mich eine sehr realistische und dystopische Welt erschaffen. Man muss dennoch kein Science-Fiction Fan sein um an diesem Buch Gefallen zu finden. Bei dem Ende würde ich mir eine Fortsetzung sehr wünschen.

  22. Cover des Buches Der Game Master - Tödliches Netz (ISBN: 9783570309612)
    James Dashner

    Der Game Master - Tödliches Netz

     (98)
    Aktuelle Rezension von: tintenwurm_
    Wenn man mal die ersten 50 Seiten gelesen hat und man sich an Begriffe wie "Tangent" "Sleep" und "Wake" gewöhnt hat packt einem der Gamemaster von der ersten Sekunde an. Man wird mitgenommen in die Welt des VirtNet in die Welt der 1000 Möglichkeiten. Michael und seine Freunde müssen den Gamemaster finden um die Welt zu retten. Ein sehr Spannendes THema das leider sehr verwirrend Umgesetzt wurde. 

    Für jemand der nichts von gaming versteht sind die vielen Welten und Räume verwirrend. Auserdem wird von der ersten bis zur letzten Seite volle Konzentration verlang sodass man diese Buch nicht einfach so zwischendurch lesen kann. Durch die locker leichte Schreibweise und die Schriftart komt man dennoch schnell  durch. 

    Das Buchcover zeigt Wolkenkratzer auf grau blau bewölkten Hintergrund dass leider auch nicht so passend gestaltet wurde. Da es ja ums Codieren und Hacken geht könnte ich mir gut vorstellen einpaar Codes aud dem Cover abzubilden etc. 


    Alles in allem ist der Gamemaster mal etwas anderes als normale Jugendbücher. Wenn man sich für Computer und Spiele interessiert ist man mit dem 414 Seiten langen Titel bestens bediehnt. Jedoch für alle anderen könnte das Buch ein Flop werden. Ich habe nachdem ich in die Materie eingetaucht war, jede einzelen Seite genossen und bin gespannt wie e im zweiten Bandvon James Dashner weiter geht.


  23. Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783737357586)
    Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten

     (601)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1

    Dieser zweite Teil geht zwar recht interessant weiter, aber die Spannung kommt lange Zeit weniger gut rüber. Auch mit den Charakteren bin ich immernoch nicht ganz warm geworden, obwohl sie eigentlich gut dargestellt und ausgearbeitet worden sind. Ich war gefühlt sehr lange bei maximal 3 Sternen. Aber zum Ende hin hat das ganze fahrt aufgenommen. Es war richtig spannend und brutal. Das hat mich dann doch wieder sehr neugierig gemacht wie es weiter geht. Vorallem war es dann auch wieder so gut, dass es das Ruder rumreißen konnte und ich dem ganzen 4 Sterne verleihe.

  24. Cover des Buches Die Stimme (ISBN: 9783426227381)
    S. K. Tremayne

    Die Stimme

     (167)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Jo Ferguson hat sich gerade scheiden lassen und lebt als freie Journalistin in London.  Finanziell könnte es etwas besser für Jo laufen und daher ist es gerade passend, dass ihre Jugendfreundin Tabitha ihr anbietet, in ihrer noblen Wohnung zu leben. Die Wohnung ist mit dem Modernsten ausgestattet. Daher ist es selbstverständlich, dass sich in der ganzen Wohnung Smart-Home-Assistants, sogenannte Electras befinden. Sie steuern per Sprachbefehl das Licht, die Heizung, spielen Musik ab und geben Auskunft, wenn sie gefragt werden.   

    Eines Abends, beginnt Electra von alleine ein Gespräch mit Jo und sagt:“ ich weiß, was du getan hast“. Jo ist völlig erschüttert, wie kann eine harmlose Software von ihrem dunkelsten Geheimnis wissen? Die Vorfälle häufen sich und Electra gibt immer verrücktere Dinge von sich, oder bildet Jo sich das alles nur ein und wird selber verrückt?     

     

    Für mich war es das erste Buch des Autors. Den Klappentext fand ich recht spannend und diese Thematik ist ja in den meisten Haushalten präsent. Was erfährt die Electra von mir? Was wird eventuell abgehört oder sogar gespeichert? Die Story ist grundsätzlich spannend geschrieben, allerdings bin ich nicht so richtig in den Lesefluss gekommen. Die Protagonistin war mir nicht sympathisch und ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen. An ihrer Stelle wäre ich zum Beispiel schon längst aus der Wohnung ausgezogen…. 

    Jo`s dunkles Geheimnis fand ich jetzt nicht so furchtbar schlimm.
     Es wunderte mich, dass sie sich davon so unter Druck setzen lässt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, wer dahintersteckt, da mir der Grund so an den Haaren herbeigezogen vorkommt.

     

    Für mich keine klare Leseempfehlung.

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