Bücher mit dem Tag "kreuzzüge"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kreuzzüge" gekennzeichnet haben.

193 Bücher

  1. Cover des Buches Der Traum der Hebamme (ISBN: 9783426638378)
    Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

     (157)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Die Protagonisten sind weitgehend die gleichen und genauso gut, wie in den vorangegangenen Bänden der Reihe. Wieder gelingt es Sabine Ebert, den Leser  sofort in das 12. Jahrhundert mitzuziehen. Die bösen Charaktere sind immer noch Albrecht von Meißen, Elmar, Gieselbert, Rutger und andere. Der alte Spruch gilt unverändert weiter: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Genauso bedrückend, düster und aggressiv ist die Gesamtstimmung. Das schadet aber dem Buch nicht, denn dadurch werden die anderen, z.B. Marthe, Lukas, Dietrich, Clara, Thomas etc., wie leuchtende Sterne wahrgenommen. Und tatsächlich übertreibt Albrecht seine Machtbesessenheit, ignoriert mehr und mehr Elmar mit seinen Intrigen und Ränkespielen und setzt voll auf Konfrontation.

    Die geschichtlichen Details lassen sich gut z.B. in Wikipedia nachlesen und sind auch im Anhang aufgeführt, in dem Buch allerdings bildhaft mit Leben erfüllt. Stoff zum mitleiden und mitfreuen.

    Fazit:

    Historischer Roman mit mehreren spannenden Zeitabschnitten. Kann man nicht aus der Hand legen: fünf Sterne.

  2. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.117)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Zu meinem Erschrecken gibt es inzwischen Literatur, die lästiges Recherchieren zu Lessings Drama "Nathan der Weise" ersparen und weniger Zeit zur Vorbereitung kosten soll.

    In Anbetracht solcher Worte und da ich seit einundzwanzig Jahren in der Lessingstraße wohne, wird es Zeit, dass ich dem hervorragenden Dichter und Denker ein Denkmal setze.

    Das Buch "Nathan der Weise" habe ich zwei Mal gelesen und mir fünf Inszenierungen auf der Bühne angesehen, wobei mir die des Poetenpacks am besten gefallen hat.

    Wie viel mehr das 1779 erschienende Ideendrama beinhaltet als die Frage, welcher Ring (Religion) der richtige sei, wird deutlich, wenn man das Werk in seinen Kontext einordnet.

    Ein Streit mit dem der lutherischen Orthodoxie angehörenden Theologen Johann Melchior Goeze führte nicht nur zu elf Erwiderungen Lessings mit dem Titel "Anti-Goeze" (1778), sondern auch zur Entstehung der Figur des Patriarchen im Drama, welcher als Antagonist Nathans und Saladins als christlicher Fanatiker dargestellt wird.

    Wenn man sich Lessings religionsphilosophisches Hauptwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" (1780) anschaut, tritt seine deistische Auffassung noch mehr hervor und zeigt die Intoleranz des für seine Religionstoleranz berühmten Aufklärers gegenüber dem Theismus noch deutlicher.

    Der rational denkende Nathan schärft seiner Ziehtochter, Recha, in Anbetracht ihrer Rettung aus dem Feuer ein, nicht an das Wirken von Schutzengeln zu glauben.

    Ebenso sei die Begnadigung des Tempelritters durch Saladin ein Zufall, möchte der Autor dem Leser glauben machen.

    Nach Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie sagte der Neurologe John-Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin 2008: "Unsere Entscheidungen sind, lange bevor unser Bewusstsein ins Spiel kommt, unbewusst vorherbestimmt. Anscheinend trifft das Gehirn die Entscheidung vor der Person."

    Wenn es nach der Aufklärung keine Wunder (mehr) gibt, woher hatte dann Gotthold Ephraim Lessing die Ideen für sein Ideendrama? Der Verstand kann ähnlich wie ein Computer nur das wiedergeben, womit er mittels Erfahrung gefüttert wurde. Werden Computer demnächst von sich sagen: "Ich denke, also bin ich", so wie es Descartes irrtümlicherweise getan hat? Waren Lessings Ideen Zufall so wie die Rettung Rechas und des Tempelritters? Ein Zufall ist, wenn einem etwas zufällt. Von wo fällt es denn? Laut Grawitationsgesetz kann es ja nur von oben fallen.
    Schon Platon wusste lange vor Lessing, dass Ideen als eigenständige Entitäten existieren und dem Bereich der sinnlich wahrnehmbaren Objekte ontologisch übergeordnet sind.

    Ohne Lessings Drama "Nathan der Weise" wären meine kritischen Gedanken zu seinem Werk nicht entstanden. Deshalb möchte ich ihn durch folgendes Gedicht ehren.

    Nathan der Weise

    Nathan der Weise
    Spricht leise
    Oder schweigt
    Seiner Tochter zugeneigt
    Seine Vermutungen
    Abwägungen
    Dass seine Ziehtochter
    Viel gemochter
    Die Schwester sei
    Und damit nicht frei
    Für den Tempelritter
    Bitter

     Vera Seidl 

     

  3. Cover des Buches Der Fluch der Hebamme (ISBN: 9783426506066)
    Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Historischer Roman, mit sorgfältig recherchierten historischen Details. Sehr lebendig und bildhaft geschrieben, wird der Leser in das 12. Jahrhundert zurückversetzt. Die Charaktere von Marthe, Lukas bleiben unverändert gut. In diesem Band treten zusätzlich Albrecht und seine Kumpane als die Verkörperung der menschlichen Abgründe, sowie Clara, Reinhard, Thomas (Sohn von Marthe) sowie Roland (Sohn von Raimund) in den Vordergrund sowie unzählige andere Namen. Und natürlich der erneut fehlgeschlagene Kreuzzug mit allen seinen Gewalttaten und der höchst fragwürdigen Rechtfertigung durch die Kirche. Sabine Ebert hat es wieder einmal geschafft sehr gut die damalige Zerstrittenheit auf allen Ebenen des Adels herauszuarbeiten, etwas unter dem vor allem das „einfache“ Volk zu leiden hatte. Ich jedenfalls weine diesem ehemaligen Adelsstand keine Träne nach, im Gegenteil.

    Fazit:

    Historischer Roman, sorgfältig recherchiert, fesselnd und kurzweilig erzählt: fünf Sterne.

  4. Cover des Buches Die Mission des Kreuzritters (ISBN: 9783785727591)
    Ulf Schiewe

    Die Mission des Kreuzritters

     (47)
    Aktuelle Rezension von: T-prinzessin

    In Jerusalem herrscht 1129 gerade Frieden. König Baudouin von Jerusalem hat seine Töchter generell selbstbestimmt erzogen und eigentlich sollte seine Älteste Melisende die Krone erben und über das Heilige Land herrschen. Doch die Heiratspläne ihres Vaters lassen auf ein anderes Schicksal der Tochter hindeuten. Nach erfolglosen Diskussionen sucht Melisende das Heil in der Flucht. Die Zeiten sind jedoch nicht so ruhig wie gedacht und so wird sie entführt und muss ausgelöst werden. Bei ihren Entführern geht es ihr gut, doch auch hier herrscht Uneinigkeit und bald ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch das des Tempelritter Raol de Montalban, der sie nach Hause bringen soll. 

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und gut verständlich. Schnell gelang es mir, in die vergangene Zeit einzutauchen und eine Zeit zu erleben, von der ich bislang nur wenig gehört hatte. Was mich nur etwas überraschte, ist die Tatsache, wie modern alles wirkt. Inwieweit dies absolut authentisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Geschichte wird aus den Perspektiven des Tempelritters und der Königstochter geschildert, die mir von ihrer Art beide nicht ganz liegen. 

    Obwohl einiges vorhersehbar ist, hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Es sind viele interessante geschichtliche Aspekte, aber auch viele menschliche Dramen und Regungen, die zusammen eine spannende Geschichte ergeben. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, auch wenn der Leser aus heutiger Sicht weiß, was passieren wird. 

    Gerne hätte ich auch etwas mehr über die Verstrickungen der Religionen zu dieser Zeit gelesen. Dies wird ja auch für die historische Persönlichkeit Melisande wichtig und es hätte dafür bestimmt noch Raum gegeben. Die Politik zu dieser Zeit kommt jedoch nicht zu kurz und es wirkt manchmal wie eine Episode einer spannender Serie. 

    Königin Melisendes Leben bietet viel Potential für spannende Geschichten, und nicht nur die Zeit vor ihrer Hochzeit ist spannend. Es ist faszinierend, von solchen starken Frauen so früh in der Geschichte zu lesen. Auch wenn man nicht genau beurteilen kann, wie sie wirklich war, empfand ich sie in diesem Buch oft wenig weitsichtig und sehr dickköpfig. Diplomatie fehlt ihr in der Geschichte komplett. 

    Auch die anderen Figuren wirken eher unsympathisch und eher weniger für mich nachvollziehbar, was ich schade finde.

    Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich bin sehr froh, mehr über die Zeit erfahren zu haben und einen neuen Aspekt gelernt habe, denn die Friedenszeiten gehen oft in den meisten Büchern unter. Mit der Beschreibung der Figuren kam ich jedoch nicht ganz klar. Darum vergebe ich 4 Sterne.

  5. Cover des Buches Die Highlanderin (ISBN: 9783746638294)
    Eva Fellner

    Die Highlanderin

     (49)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Rezensionsexemplar

    INHALT

    Bei einem Schiffsunglück gerät das junge Mädchen Enja 1289 von Island in die Fänge von Menschenhändlern. Sie wird in den Orient verschleppt und dort zur Assassinin ausgebildet. Doch je älter sie wird, desto dringender möchte sie ihre Wurzeln erforschen und so findet sie ihren Weg nach Schottland. Dort tobt bereits ein erbitterter Krieg zwischen den Clans und den Engländern.
    Als Enja bei einem Angriff schwer verletzt wird, rettet sie James Douglas, ein schottischer Clanchef. Er fasziniert Enja von Beginn an und als er in Gefangenschaft gerät setzt sie alles in Bewegung, um ihn zu befreien. Ganz egal, wen sie sich dabei zum Feind macht. Und wenn es der englische König ist..

    Dieser historische Roman verliert keine Zeit. Das erste Kapitel ist voller Spannung und Action, denn wir verfolgen Enja während eines Mordanschlags auf einen englischen Baron. Auf der einen Seite fand ich diesen Einstieg sehr passend, denn es wurde direkt Spannung vermittelt. Auf der anderen Seite hatte ich aber direkt so meine Schwierigkeiten. Normalerweise kann ich mich recht schnell auf neue Erzählweisen und Geschichten einlassen. Hier ist es mir doch etwas schwerer gefallen, was eventuell an den recht verschachtelten Sätzen der Autorin liegt. Alles wird ausschweifend und mit vielen Worten erzählt. Gleichzeitigt wechselt die Erzählperspektive innerhalb des ersten Kapitels bereits drei Mal. Es kommen Nebenfiguren, sowie Enja selbst zu Wort. Das hat es für mich teilweise wirklich schwer gemacht der Handlung zu folgen, denn dieses Wechselspiel zieht sich durch den gesamten Roman.

    Es gibt zwei Haupterzählstränge. In dem einen befinden wir uns 1307 in Schottland. Dort ist die erwachsene Enja mitten in den schottischen Unabhängigkeitskrieg verwickelt und kämpft um einen friedlichen Ort zum Leben für sich und ihre Lieben. Ihre Neutralität, die sie an der schottisch-englischen Grenze hatte, gibt sie aber auf, nachdem sie sich in den schottischen Clanführer James Douglas verliebt hat. In dem anderen Erzählstrang, welcher 1289 in Island beginnt, begleiten wir Enja als Kind und sehen ihre Entwicklung zu der Frau, die sie 1307 in Schottland dann ist. Sie durchläuft an unterschiedlichen Stationen verschiedene Ausbildungen und den Gedanken dahinter konnte ich sehr gut verstehen. So wird nach und nach das Geheimnis um Enja mit ihrem Sklaventattoo gelüftet. Doch gleichzeitig wirkt es teilweise etwas wirr und zu viel. Noch dazu halte ich die gesamte Figur der Enja für sehr unrealistisch und historisch nicht haltbar, weshalb ich auch meine Schwierigkeiten mit ihr als Heldin hatte. Ich lese normalerweise eher klassische historische Romane, habe es mit diesem Buch aber mal auf einen Umweg gewagt, der eben nur zum Teil gelungen ist.

    Ich muss zugeben, dass mir eine chronologische Erzählweise wohl besser gefallen hätte. Ich fand die Rückblenden zur jungen Enja deutlich spannender und ich konnte mich irgendwie besser in sie hineinversetzen, als in die erwachsene Enja. Dort haben mir einfach noch viele Informationen gefehlt, die ich in ihrer Vergangenheit gesucht habe. Durch das abwechselnde Erzählen wurde ich immer und immer wieder herausgerissen, konnte meine Überlegungen nicht zu Ende führen und musste mich dann wieder auf die neue Situation einlassen. Nicht, dass dieser Erzählstrang nicht auch seine Vorzüge hätte, doch ich habe mich sehr viel lieber im Orient bewegt, um herauszufinden wie Enja zur Assassinin wurde. Was mich leider sehr gestört hat ist die Tatsache, dass ich keine wirkliche emotionale Verbindung zu Enja aufbauen konnte. Sie ist so kühl und abgestumpft, dass ich sie nicht wirklich greifen konnte. Mir fehlten Einblicke in ihre Gefühlswelt. Letztlich hat sie immer wie eine starke und unerschütterliche Kriegerin agiert und nie hinter ihre Fassade blicken lassen. Auch nicht mich als Leserin. So wirkt sie auf mich als Charakter nicht rund genug, um wirklich mit ihr mitzufühlen, denn es gab nichts zu fühlen. Auch die Liebesgeschichte, die sich erst sehr spät und nur am Rande entwickelt hat da nicht geholfen.

    Das größte Problem in diesem Buch war für mich aber die Fülle an Themen, die nacheinander abgehandelt werden. Es geht von Wikingern zum Orient über Harem zu Assassinen, dann in die Highlands und in den Krieg. Alles wird irgendwie angerissen aber nichts richtig auserzählt. Wie bereits weiter oben erwähnt hätte mir hier eine ausführlichere chronologische Erzählweise besser gefallen, denn dann wäre die Fülle an Möglichkeiten vielleicht besser ausgeschöpft worden. So habe ich zwar bei der jungen Enja eine klare Intention der Autorin gespürt und erkannt: zu klären wie das kleine Mädchen zu einer unerschütterlichen Kriegerin wurde.
    Doch bei dem Erzählstrang in Schottland war mir bis zum Ende hin nicht klar wohin die Reise eigentlich gehen soll. Es wirkte eher rastlos, ohne roten Faden und Anhaltspunkt, wohin sich Enja und ihre Geschichte wenden soll. Im letzten Drittel wirkt es sogar noch etwas zielloser und dann endet der Roman, für mich persönlich, doch etwas zu abrupt. Es gibt viel zu viele offene Fragen und auch der Erzählstrang in der Vergangenheit findet kein rundes Ende zum Beginn der Geschichte, sondern hört sozusagen einfach auf. Auch wenn ich den zweiten Teil bereits bereitliegen habe, so habe ich den Abschluss des Buches als nicht ganz rund empfunden, weil es teilweise wie abgewürgt bei mir ankam, um sicher zu gehen, dass genügend Stoff für einen zweiten Band da ist, woran ich nie wirklich gezweifelt habe.

    Ich muss aber sagen, dass ich den Einfallsreichtum der Autorin wirklich toll finde, sie verstrickt verschiedene Themen ineinander, bringt Vorsehung, Glück, Kampfgeist aber auch Religion mit in ihren Roman und überlädt die Geschichte nicht mit historischen Fakten. Da ich aber für solche historische Einordnungen lebe, haben mir diese Fakten dann doch etwas gefehlt. Dies ist aber eben nicht der Anspruch der Autorin und das respektiere ich natürlich, denn diese Geschichte ist eine Geschichte und keine Nacherzählung des schottischen Unabhängigkeitskrieges. Alles in allem bin ich doch froh, dass ich Enja kennengelernt habe und bin gespannt was der zweite Teil für mich bereithält.

    FAZIT

    „Die Highlanderin“ ist für mich eine sehr durchwachsene Geschichte, die zum Teil sehr temporeich durch Actionszenen geht und dabei doch recht unterhaltsam ist. Die Erzählweise ist etwas gewöhnungsbedürftig und die Zeitsprünge haben es mir schwer gemacht, mich richtig zu orientieren, dennoch fand ich vor allem den Erzählstrang aus der Vergangenheit der Protagonistin Enja sehr spannend und interessant. Wer einen klassischen historischen Roman sucht, ist mit diesem Buch nicht unbedingt gut bedient, wer mal etwas anderes lesen möchte, kann sich diese Geschichte gerne einmal genauer anschauen.

  6. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783732584321)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

     (1.385)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Robins Vater wird wegen Hochverrat zum Tode verurteilt. Damit verliert seine Familie den Adelstitel und er fängt an einem anderen Hof als Pferdewirt an. Das soll allerdings nicht das Ende der Geschichte sein. Fortuna hat noch einiges mit ihm vor. 

    Das Schicksal von Robin hält viele Wendungen und Überraschungen parat. Seine Emotionen, Gedanken und Entscheidungen waren für mich nachvollziehbar. Manche Szenen sind sehr brutal, doch das entspricht traurigerweise der Epoche, in der die Geschichte spielt. 

    Rebecca Gablé schafft es auch bei über Tausend Seiten, es nie langweilig oder schleppend werden zu lassen. 

  7. Cover des Buches Die Perlenfischerin (ISBN: 9783404177752)
    Sabine Weiß

    Die Perlenfischerin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    3,5 Sterne, aufgerundet auf 4
    Die Geschichte spielt in Norddeutschland im 13. Jahrhundert. Hauptprotagonistin ist Ida, die zu Beginn der Handlung circa sechs Jahre alt ist. Ihr Dorf wird überfallen; viele werden getötet, viele vertrieben. Ida wird dabei von ihrer Familie getrennt und schließlich von einer Einsiedlerin gefunden, die sie bei sich aufnimmt und großzieht.
    Das hat mir sehr gut gefallen; ich konnte mich in die Geschehnisse gut hineinversetzen. Alles ist auch recht ausführlich beschrieben.
    Ida wächst heran, macht sich irgendwann auf die Suche nach ihrer Familie.
    Wir begleiten Ida eine ganze Weile, erleben ihre "Abenteuer" mit. Irgendwann heiratet sie, bekommt Kinder, später auch Enkelkinder...
    Und irgendwo hat mich dann die Geschichte ein bisschen verloren.
    Vielleicht war es einfach zu viel; ich bin mir nicht sicher. Das Buch hat knapp über 700 Seiten, aber daran kann es eigentlich nicht gelegen haben; da habe ich schon dickere Bücher gelesen.
    Trotzdem konnte mich die Geschichte irgendwann nicht mehr so fesseln wie zu Beginn. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Geschehnisse zum Ende hin irgendwie "liebloser" erzählt wurden. Das Politische rückte in den Vordergrund, was sicherlich auch interessant war, aber Ida und ihre Familie habe ich dabei ein wenig verloren bzw. vermisst. Sie war mir nicht mehr so nahe.
    Trotzdem aber ein sehr gutes Buch; schreiben kann die Autorin auf jeden Fall!

  8. Cover des Buches Die Eifelgräfin (ISBN: 9783499249563)
    Petra Schier

    Die Eifelgräfin

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Auf diese Trilogie hatte ich mich sehr gefreut, da ich auch Abenteuer und Spannung von einem historischen Roman erwarte. Leider habe ich diesen ersten Teil nach 107 Seiten Langeweile abgebrochen. Es ging in der ganzen Zeit nur um das etwas nervige Kennenlernen in einer beginnenden Liebesgeschichte. Fuer mich persoenlich nichts, wer soetwas gerne liest, fuer den ist es sicher unterhaltsam.

  9. Cover des Buches Nathan und seine Kinder (ISBN: 9783407742339)
    Mirjam Pressler

    Nathan und seine Kinder

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Lesemomente

    “Nathan der Weise” von Lessing und seine Ringparabel – gehört hatte ich auf jeden Fall schon von diesem Drama, es aber selbst noch nicht gelesen. Nun bot sich mir mit “Nathan und seine Kinder” die Möglichkeit, eine etwas zeitgemäßere Version der Geschichte zu lesen.

    “Es gibt in jedem Volk gute und ehrliche Menschen, egal zu welchem Gott sie beten, so wie es überall auch böse und grausame Menschen gibt.” (S. 105)

    Die Koexistenz der Religionen, das Miteinander und Füreinander: All das sind hochaktuelle Themen. Wundervoll, dass sich Mirjam Pressler ihnen noch ein Mal gewidmet und versucht hat, sie moderner und durch die Form des Romans leichtlesiger zu verfassen. Leider muss ich sagen, dass mir persönlich der Zugang zur Geschichte sehr schwer fiel. Ich habe mehrere Wochen an dem Buch gelesen, es immer wieder beiseite gelegt und bin anfangs kaum über die ersten Seiten hinaus gekommen.

    “Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne von Juden, Muslimen und Christen miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.” (S. 166)

    Das änderte sich aber irgendwann, als ich ein Gespür für die verschiedenen Figuren, den Handlungsstrang und das Ziel der Geschichte bekommen hatte. Es ist Mirjam Pressler gut gelungen, einzelnen Figuren – allen voran Nathan und dem Waisenjungen Geschem – ein Profil zu geben. Schnell konnte ich mit den Figuren fühlen, ihre Gedanken und Weisheit annehmen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Buch auch als Schullektüre eignet, würde allerdings empfehlen, den Einstieg durch unterstützende Materialien, Zusammenfassungen oder ähnliches zu erleichtern. Dann jedoch bietet das Buch eine hoffnungsvolle Weltansicht, viel Diskussionspotenzial, Worte und Einstellungen, die – wären sie verbreiteter – die Welt zu einem friedlicheren Ort machen würden:

    “‘Gott oder Allah sind nur verschieden Namen für den einen, der Himmel und Erde gemacht hat’, sagte ich. ‘Mein Vater sagt, es sind nur die Wege, ihm zu dienen, welche die Religionen unterscheiden, der Kern ist gleich: die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen. Und die Dankbarkeit für das Leben.'” (S. 215/216)

    “Nathan und seine Kinder” soll die zeitgenössischere und leichtlesigere Version von “Nathan der Weise” sein. Ohne das Originalwerk zu kennen, kann ich nur sagen, dass mir die Umsetzung der Grundidee, die Kernaussage der Geschichte und die Aktualität des Themas sehr gut gefallen haben. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass die Geschichte, insbesondere am Anfang, vielen Jugendlichen schwer zugänglich sein wird. Ich vergebe insgesamt sehr gute 6 von 10 Sternen.

  10. Cover des Buches Das Lied der Königin (ISBN: 9783442383535)
    Elizabeth Chadwick

    Das Lied der Königin

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Das Lied der Königin" ist der erste Band der Alienor-Trilogie von Elizabeth Chadwick. Im Alter von 13 Jahren wird die junge Alienor von Aquitanien mit dem französischen Prinzen vermählt. Schon kurze Zeit später nimmt ihr Leben eine weitere Wende, als die beiden als Königspaar den Thron besteigen. König Louis, anfangs seiner neuen Gattin noch sehr zugetan, verfällt aber immer mehr in seiner Frömmigkeit. Einerseits benötigt er einen Thronerben, andererseits teilt er mit seiner Gemahlin immer weniger das Bett, nachdem das erste Kind eine Tochter ist. Die beiden entzweien sich immer mehr und doch zwingt Louis seine Gemahlin auf die lange und gefährliche Pilgerreise nach Jerusalem mitzukommen. Nach langen verlorenen Jahren gelingt Alienor die Annullierung ihrer Ehe mit Louis, aber sie ist sich bewusst, dass nur eine neue Ehe sie als Herzogin von Aquitanien schützt. Dies gelingt ihr mit dem jungen Henry, seines Zeichen Herzog der Normandie und Anwärter auf die englische Krone. Es beginnt für sie ein neues Leben. Viele historische Romane dieser Epoche befassen sich mit den männlichen Königen. Elizabeth Chadwick stellt in dieser Trilogie den Werdegang der Elenore von Aquitanien dar, beginnend nach dem Tod ihres Vaters als sie von heute auf morgen mit 13 Jahren ihre Kindheit verliert. Zugleich zeichnet die Autorin das Bild der Frau in jener Zeit, auch wenn sie wie Alienor eine Königin ist. Mit viel Mut und Willen muss diese an der Seite eines Königs leben, der vor lauter Gebeten und Frömmigkeit teils den Sinn seiner Ehe verkennt. Er erzwingt sogar Alienors Teilnahme am Kreuzzug und ist hauptverantwortlich am Scheitern dieser Ehe. Dass er dadurch nicht nur seine Gattin mitsamt dem Herzogtum Aquitanien verliert, sondern auch noch den Angevinern in die Karten spielt, ist ihm nicht bewusst. Der Leser erfährt in diesem Roman viel über die junge Alienor und ihr Leben am französischen Hof. Die Charaktere sind gut dargestellt und es ist interessant über einen Zeitraum von siebzehn Jahren das Leben der jungen Frau zu verfolgen. Für mich ein guter historischer Roman und ich bin gespannt auf die beiden anderen Bände der Trilogie.

  11. Cover des Buches Isenhart (ISBN: 9783462043327)
    Holger Karsten Schmidt

    Isenhart

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Isenhart ist einer der klassischten Mittelalterromane, welche man auf dem Buchmarkt nach wie vor findet. Anno Domini 1171 startet das Buch mit der Situation, dass der Säugling Isenhart tot zur Welt kommt. Während seine Mutter bei der Geburt ebenfalls stirbt taucht ein Fremder auf, der Isenhart seinen Atem einhaucht. Das Kind lebt, doch nicht für lange, denn Walther von Acisberg erscheint unmittelbar darauf und sieht sich gezwungen den Knaben zu töten. Warum erfährt man zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber alles hängt miteinander zusammen. So auch der Umstand, dass Walther beschließt sich des Säuglings anzunehmen.

    Er bringt ihn zu Sigimund von Laurin, der Isenhart als den Sohn seines Schmieds ausgibt. Jahrelang ist diese Lüge ein BAustein auf welchem Isenharts Leben fußt und indessen er innerhalb der Burgmauern von Laurin aufwächst. Zusammen mit Konrad von Laurin, dem Stammhalter Sigimunds wird er unterrichtet und bekommt so die Bildung, welche ihm unter normalen Umständen verwehrt bleiben würde aufgrund seines Standes.

    In den folgenden Kapiteln verfolgt man mit wie Isenhart und Konrad sich entwickeln. Der eine, der Herr der Burg, der andere der Knecht, welcher über einen wachen Verstand verfügt und mit seinen Fragen die Leute zur Verzweiflung treibt. Allen voran Vater Hironymus, der als Burggeistlicher einer der Lehrer der beiden ist. An dieser Stelle würde man meinen, dass nicht mehr viel passiert, immerhin ist da bereits ein gutes Drittel des Buches um. Aber genau hier setzt die eigenliche Handlung aus dem Klappentext an, denn es wird eine Leiche gefunden und dieser fehlt das Herz. Natürlich kann es sich bei der Toten nicht um irgendeine zufällige Person handeln. Der Autor lässt uns hier einen Blick auf etwas werfen, was im Mittelalter zwar gewiss verbreitet war, aber nicht gern gesehen: Die Vermischung der gesellschaftlichen Stände.


    Isenhart wird also mit dem Ableben einer geliebten und geschätzten Person konfrontiert, während Konrad und Sigimund von Laurin schnell einen Verdächtigen ausfindig machen. Das hinter dem Mord jedoch mehr steckt, als zunächst vermutet, darauf kommt man auch als Leser nicht. Der Autor gestaltet in diesem Fall die Erzählsituation so, dass wir zwar alles erfahren was Isenhart denkt, fühlt und auch wie er handelt. Die Beweggründe seiner Mitstreiter und seines Umfelds bleiben dagegen zuweilen im Dunkeln. Während man also noch gedanklich bei der Toten ist, geht die Geschichte schon weiter und katapultiert uns von einer Schlacht in die nächste und somit auch in die kommenden Jahre. Hier werden die Veränderungen zwischen Konrad und Isenhart immer offensichtlicher. Erst recht als Hennig von der Braake auftaucht. Man kann ihn schwerlich einordnen von seinem Wesen.


    Just zu dem Augenblick geschieht ein weiterer Mord unweit von Spira. Isenhart erkennt die Zusammenhänge sofort und beschließt den Mörder zur Strecke zu bringen. Wobei man einige Überraschungen erlebt. Denn nicht nur lüftet sich endlich das Geheimnis rund um Isenhart selbst, sondern auch um so manche andere Figur und deren Beweggründe.

    Fazit: Insgesamt kann man sagen, dass Isenhart mit eines der umfangreichsten Werke mit mittelalterlichen Bezug ist. Zeitgleich findet man viele Schlachten im Buch vor, welche zuweilen doch auch ermüden zu lesen. Hinzu kommt, dass der Autor auf große Umgebungsbeschreibungen verzichtet. Wo notwendig ist es vorhanden, vieles bleibt jedoch im Dunkeln, was die Gesamtheit allerdings ein wenig trübt, da hier die eine oder andere Erwähnung gerade von Spira oder der Burg Laurin durchaus interessant gewesen wäre. Dennoch handelt es sich hier nicht um ein Buch, welches man mal eben nebenbei runterliest. Auf die Geschichte muss man sich schon einstellen und das erste Drittel des Buches überstehen, um zur eigentlichen Handlung vorzustoßen.

  12. Cover des Buches Der Bastard von Tolosa (ISBN: 9783426503096)
    Ulf Schiewe

    Der Bastard von Tolosa

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen winzigen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung.

    Bis auf die Montalban-Familiensaga (deren erster Band dieses Buch ist) habe ich bereits alle Bücher von diesem Autor geniessen dürfen. Nun habe ich mich auch seines Debütwerkes angenommen. Natürlich waren meine Erwartungen sehr hoch, konnte ich doch alle anderen Bücher mit der Höchstbewertung auszeichnen. Ich wurde nicht enttäuscht!

    Die Geschichte wird auf eine ungewöhnliche Weise erzählt: In Ich-Form und zwar in Form einer Retrospektive. Der Protagonist erzählt von seinem abenteuerlichen Leben zur Zeit der Kreuzzüge im "Heiligen Land" und den Gefahren und Intrigen in der Heimat nach seiner Heimkehr. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

    Dabei bedient sich der Autor einer bildgewaltigen, bunten Sprache, die den Leser mit ungeheuerer Sogkraft förmlich in das Geschehen hineinzieht. Das Leben zu jener Zeit - sowohl in Kriegszeiten als auch in der Heimat - wird mit einer wundervollen Lebendigkeit geschildert. Der Leser kann sich der Faszination dieser Schilderungen beim besten Willen nicht entziehen. Dass dabei auch sehr verstörende Grausamkeiten keineswegs ausgespart werden, gehört zwingend dazu und mag manchen Leser schaudern lassen. Aber das gehört nunmal zu dieser Zeit...! Die Komplexität des Protagonisten und dessen Wandlung im Laufe der Zeit wurde hervorragend geschildert.

    Man merkt dem Buch nicht an, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt. Es ist allerdings für meinen Geschmack ein wenig zu lang geraten und ein paar kleinere Längen im ersten Teil des Buches ließen sich wohl ob der nötigen Erklärungen nicht vermeiden. Die verwirrenden Familienverhältnisse und eine grosse Vielzahl von Personen haben stellenweise etwas Verwirrung hervorgerufen. Da muss sich der Leser schon sehr aufmerksam durchbeißen!

    Letztendlich tut dies dem hervorragenden Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch! Ich habe es genossen und freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Band!
  13. Cover des Buches Herrin der Lüge (ISBN: 9783404158911)
    Kai Meyer

    Herrin der Lüge

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Tudde
    Das Thema war an sich interessant. Aber ich fand, daß es eindeutig zu lang war. Zu lange Dialoge. Zu sehr in Nebensächlickkeiten verliebt. Kürzer wäre besser gewesen. Wenn Meyer das Buch auf ein Drittel gekürzt hätte, wäre ein weitaus spannenderes Buch entstanden.
  14. Cover des Buches Tod und Teufel (ISBN: 9783841900043)
    Frank Schätzing

    Tod und Teufel

     (723)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ich habe dieses Buch vor vielen Jahren schon einmal gelesen. Irgendwie ist es mir jetzt wieder in die Hände gefallen, und da ich Mittelalter-Krimis immer noch so mag, wurde es Zeit für ein Re-read. 

    Die Geschichte spielt in Köln im 13. Jahrhundert. Eine - wie ich finde - sehr spannende und faszinierende Zeit. 

    Ich mochte diesen Krimi sehr. Er ist spannend und unterhaltsam, hat zwar zwischendurch auch mal seine Längen, aber im Großen und Ganzen hat er mich sehr gut unterhalten können! Zudem ist er, wie viele historische Romane, auch noch lehrreich. 

  15. Cover des Buches Das Buch der Königin (ISBN: 9783596197019)
    Sabine Weigand

    Das Buch der Königin

     (42)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ... spielt im 12. Jahrhundert und schildert das Leben der Konstanze von Sizilien und Heinrich VI., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation.

    Aus dieser Verbindung wird der interessanteste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches hervorgehen; Friedrich II. - das Staunen der Welt.

    Dabei sind die Voraussetzungen nicht gut. Konstanze ist zum Zeitpunkt der Vermählung 30 Jahre alt und für mittelalterliche Verhältnisse eine alte Frau. Über 10 Jahre wird der Wunsch nach einem Thronfolger nicht erfüllt, bis Konstanze 40-jährig öffentlich ein Kind zur Welt bringt. Die Ehe zwischen Konstanze und Heinrich ist politisch geprägt. Er will einen Herrschaftsanspruch auf Sizilien, um den Papst in die Knie zu zwingen. Sie möchte stabile Verhältnisse für das Königreich Sizilien, da ihr Neffe König Wilhelm II. kinderlos und krank ist,

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    Sabine Weigand hat einen farbenprächtigen Roman in der Welt der Hochmittelalters geschaffen. Die historischen Begebenheiten werden begleitet von der fiktiven Geschichte um Gottfried von Streitberg und seiner Schwester Hemma. 

    Weigand schafft einen dichten Roman, der nur wenige Längen aufweist. Die Lücken in den historischen Quellen werden glaubhaft gefüllt und am Ende auch dargelegt. Die wechselnden Perspektiven auch unter Einbindung von Konstanze als Ich-Erzählerin tun dem Buch richtig gut.

    Ob und in wie weit ein historischer Roman spannend sein kann oder muss, kann man diskutieren. Für mich ist der Roman auch in dieser Hinsicht gelungen.

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    Mein Fazit:

    Sehr guter Roman mit guten Charakteren ohne wesentliche Schwächen. Der Roman füllt die Lücke, die durch die schulische Betrachtung der beiden bekannteren Staufer-Kaiser Friedrich I Barbarossa und Friedrich II entstehen.

    Lesenswert

  16. Cover des Buches Geheimakte Excalibur (ISBN: B07CJ3VSR9)
    André Milewski

    Geheimakte Excalibur

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Aber Excalibur wurde von treuen Gefolgsleuten versteckt und verwahrt, über Jahrhunderte hinweg. Sie waren es, die die Legende von Avalon in Umlauf brachten und es damit schafften, das Schwert ebenfalls in das Reich der Sage zu entrücken.“ (Zitat Pos. 1347)

     

    Inhalt

    Die Archäologen Max Falkenburg und Joe Carter haben gemeinsam ein Buch über ihre Entdeckungen in Ägypten herausgebracht und sind eingeladen, einen Vortrag im British Museum zu halten. Max nützt die Gelegenheit, um die Eltern seiner Freundin Jody Wellesley, alter englischer Adel, auf deren Landsitz zu besuchen. Doch der Besuch verläuft anders als erwartet. In der Nacht erfolgt ein brutaler Überfall, Jodys Mutter wird schwer verletzt und ihr Vater entführt. Denn der Viscount von Wellesley gilt als einer der Hüter des mythischen Schwertes Excalibur. Die Mitglieder eines alten Geheimordens, der seinen Ursprung in der Zeit der Kreuzzüge hat, halten ihren Orden für den rechtmäßigen Besitzer dieser legendären Waffe, denn sie kennen die wahre Macht und Kräfte dieses Schwertes.

     

    Thema und Genre

    In diesen archäologischen Abenteuerroman geht es um die bekannte Arthur-Sage, das mystische Avalon und das berühmte Schwert Excalibur.

     

    Charaktere

    Obwohl für Max Falkenburg, auch auf Grund seiner deutschen Wurzeln, der Besuch bei den versnobten Eltern seiner Freundin Jody mit mehr Nervosität und Aufregung verbunden ist, als manche seiner Ausgrabungen, zögert er nicht, die Entführer von Jodys Vater zu verfolgen, um diesen zu befreien und andererseits das Geheimnis um Excalibur zu lüften.

     

    Handlung und Schreibstil

    Die Geschichte führt weit zurück in die Zeit des legendären King Arthur und zu den Kreuzzügen von Richard Löwenherz. Die aktuelle Handlung spielt innerhalb von nur wenigen Tagen im Januar 1958. Diese rasant-kurze Zeitspanne  bringt Spannung auf jede Seites dieses Buches. Dennoch findet der Autor auch Zeit für Fakten. Er führt Max Falkenburg, seinen Freund und Kollegen Patrick O’Malley, Jody Wellesley, ihren Bruder Eduard „Eddie“  und uns Leser auf eine gefährliche Reise durch das verschneite England an alle mit der bekannten Legende verbundenen Orte: Glastonbury, das legendäre Avalon, mit dem Glastonbury Tor und natürlich auch nach Tintagel. Kartenskizzen, sowie Informationen am Buchende und Hinweise auf weiterführende Lektüre ergänzen die Handlung. Die Sprache passt zum Genre, schildert rasante Actionszenen, nimmt sich aber dennoch Zeit für die Erklärung der Hintergründe und auch der Humor kommt nicht zu kurz.

     

    Fazit

    Ein packender archäologischer Abenteuerroman zwischen Fakten und Fiktion, in dessen Mittelpunkt die Legenden um King Arthur und das Schwert Excalibur stehen. Obwohl dieses Buch Teil einer Serie ist, handelt es sich um eine abgeschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen gelesen werden kann, doch vermutlich bleibt es nicht bei diesem einen Band, denn es ist eine Serie mit hohem Fan-Faktor.

     

  17. Cover des Buches Die Kathedrale des Meeres (ISBN: 9783328103134)
    Ildefonso Falcones

    Die Kathedrale des Meeres

     (518)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Hungersnot, Pestepidemie, Kriege,  Inquisition - dieser historische Roman hat jede Menge zu bieten. Und er hält sich ziemlich genau an die Fakten, was nicht immer selbstverständlich ist. Ein grandioses Werk, welches keineswegs ein billiger Abklatsch der "Kathedralen"-Romane von Ken Follett ist und einen sehr guten Blick über die Faszination Barcelona gibt.

  18. Cover des Buches Schwert und Krone - Der junge Falke (ISBN: 9783426520178)
    Sabine Ebert

    Schwert und Krone - Der junge Falke

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Schmidt

    https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=pfbid0njgPdcrWtzKVqvpEcoVrM8jYZnhin3Mwkt1sd7QJMZYioYDLLhq1cPy75pYAYmSbl&id=100074300655513

  19. Cover des Buches Die Schattenritter - Unsterbliches Verlangen (ISBN: 9783426507391)
    Kathryn Smith

    Die Schattenritter - Unsterbliches Verlangen

     (135)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Er vermutete eher, dass ihn hier in England eine Versuchung erwartete, die zu groß war, um ihr zu widerstehen.*


    Seit sechs Jahrhunderten hadert der Vampir Chapel mit seiner Existenz. Er ist sich sicher, dass er zum Monstrum wurde, um für seine Sünden zu bezahlen. Deshalb hat er seine Existenz in den Dienst der Kirche gestellt, die ihn nun nach England schickt, wo die junge Frau Prudence nach dem Heiligen Gral sucht. Nicht Gier ist es, die sie leitet, sondern der Wunsch ihre Krankheit zu besiegen und zu leben. Die furchtlos scheinende Frau fasziniert Chapel einerseits, andererseits sieht er in ihr sein Verderben, kann er sich schließlich nie sicher sein, die Kontrolle über seine innere Bestie zu siegen.



    Die Geschichte wechselt zwischen Pru und Chapel, wobei die junge Frau den Einstieg macht. Überrascht wurde ich erst einmal davon, dass die Geschichte nicht in unserer Zeit, sondern im ausgehenden 18. Jahrhundert spielt, wurde das doch im Klappentext nicht erwähnt. Pru stellte damit eine Mischung aus wohlerzogenem Fräulein und modern denkender Frau dar, die durch ihre Krankheit gelernt hat, auf einige der gesellschaftlichen Vorschriften zu verzichten. So war sie mir von Beginn an sympathisch.


    Chapel hingegen hält sich für ein Monster, sodass sein Vampirdasein wirklich wie ein Fluch erschien und ich lange den gleichen Gedanken hatte wie er – dass er zu einer Gefahr für Pru werden könnte. Der zweite Teil des Buches widmet sich dann noch einmal vermehrt seinen Zweifeln und seinen lange gehegten Ansichten, die er erst einmal überwinden muss.


    Die Geschichte ist in erster Linie eine Liebesgeschichte, in der gleich schon die Anziehungskraft zwischen den Beiden erwähnt wird. Diese wird aber erst spät ausgelebt. Durch die Suche nach dem Gral hätte ich mehr Spannung erwartet. Es wurde zwar eine gefährliche Szene durch die Suche ausgelöst, dann verliert sich dieser Handlungsstrang allerdings um wieder der Liebesgeschichte zu weichen. Ich für meinen Teil hätte mehr davon hören können.


    Fazit: „Vampir findet seine große Liebe“ ist ja kein neues Konzept – hier fand ich die historische Umgebung interessant, die Krankheit und die Einstellung Chapels zum Vampirsein haben dem Ganzen seine Würze gegeben. Allerdings hätte ich mir mehr als „nur“ eine Liebesgeschichte erwartet.

  20. Cover des Buches Die Gebote des Templers (ISBN: 9783750244030)
    Tom Melley

    Die Gebote des Templers

     (12)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Leah lebt in Jerusalem des Jahres 1193 bei ihrem Onkel und fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Doch dann bekommt ihr Onkel geheimnisvolle Dinge angeboten. Dinge, denen er nicht widerstehen kann. Einmal in seinem Besitz wecken sie auch bei anderen Begehrlichkeiten, und so ist es kein Wunder, dass er überfallen und beraubt wird. Der Onkel bleibt verletzt zurück. Nun muss Leah es übernehmen, die Artefakte zurückzuholen, nur begleitet von einem jungen Muslim. Auf ihrem Weg treffen sie auf den Tempelritter Guillaume de Born. Schwer verletzt liegt er am Straßenrand und die Nächstenliebe gebietet es, ihm beizustehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Akkon, wohin ihr Schatz inzwischen gebracht wurde. Aber so einfach ist die Sache nicht, jetzt liegen die Artefakte bei den Tempelrittern hinter dicken Mauern. Wie sie zurückbekommen? Wie den Gefahren trotzen?


    Der Autor Tom Melley schreibt historische Romane über das 12. Jahrhundert. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf den Tempelrittern. Ich habe von ihm bereits den Roman „Der Krieger des Herrn“ gelesen, der zwar zeitlich vor „Die Gebote des Templers“ liegt aber in der Veröffentlichung der zweite Roman des Autors war. „Die Gebote des Templers“ ist sein Debüt und ein durchaus gelungenes Debüt, wie ich finde. Erzählt wird das Leben einiger Charaktere, die die Schlachten um Akkon überlebt haben, sich aber noch in Outremer befinden. Obwohl es hier um Tempelritter geht, ist es doch auch ein Abenteuerroman über die Jagd nach einem unschätzbar wertvollen Schatz und gleichzeitig eine Geschichte über Liebe und Vertrauen.


    Ich fühlte mich direkt von der ersten Seite an in die Geschichte gezogen. Ich mag den lockeren Erzählstil von Tom Melley. Er versteht es fesselnd zu schildern, wie die Ereignisse verlaufen sind. Die Mischung aus historischem Roman und Abenteuer ist ihm durchaus gelungen. Der Tempelritter Guillaume de Born hat ein bewegendes Leben bereits hinter sich, als er auf die Jüdin Leah trifft und feststellen muss, es gibt mehr im Leben als nur den Kampf und die Suche nach Gold und Reichtum. Die Wandlungen, die er durchlebt, fand ich nachvollziehbar und schlüssig. Mir hat diese Geschichte von Liebe, Freundschaft und Vertrauen gut gefallen. Zumal der historische Hintergrund gut recherchiert ist und die Geschichte einen lebhaften Einblick in diese Epoche gewährt. Die Suche nach besagten Artefakten schildert zudem, wie stark der Glaube an bestimmte Dinge verbreitet war.


    In seinem Nachwort geht der Autor noch einmal auf Fiktion und Wahrheit ein, ein Personenregister gibt nicht nur einen Überblick über die Protagonisten in der vorliegenden Geschichte, sondern klärt auch, welche Charaktere historisch belegt sind. Das Glossar klärt einige fremde Begriffe und rundet den insgesamt guten Eindruck dieses Buches ab.


    Fazit:


    „Die Gebote des Templers“ ist ein spannender historischer Roman mit viel Sinn für Abenteuer und Schatzsuche. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann die Bücher von Tom Melley empfehlen. Auch wenn es sich hier um eine Reihe über Tempelritter und ihre Erlebnisse handelt, kann man die Bücher sehr gut einzeln lesen. Jede Geschichte für sich ist auf seine eigene Art und Weise abgeschlossen.




  21. Cover des Buches Der Kreuzritter - Aufbruch (ISBN: 9783453470965)
    Jan Guillou

    Der Kreuzritter - Aufbruch

     (27)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    einer Kreuzritter Saga in vier Bänden.

    Jan Guillou entführt uns in das Schweden des Jahres 1150, das damals noch in drei unabhängige Landteile zerfiel und keine einheitliche Nation war.

    Der Band 1 ist stark von der Entwicklung Arns - so heißt unser Held - vom Säugling zum erwachsenen Mann geprägt. Die politische Situation in Schweden und die Erziehung in einem Zisterzienserkloster nehmen weiten Raum ein.

    Die Geschichte wird sehr ruhig ohne große Schlachten o.ä. erzählt. Die Personen sind gut angelegt und durchlaufen im Laufe der Zeit Entwicklungen. Trotzdem wirkt der Roman eher wie ein Bericht als wie ein Roman. Hier sehe ich auch die größte Schwäche des Werkes, die Distanziertheit des Autors zu seinen Personen.

    Dafür glänzt der Roman mit profundem Wissen über eine Zeit aus der kaum schriftliche Zeugnisse erhalten geblieben sind.

    Mein Fazit:

    Für Fans der Zeit und für Fans von Rittergeschichten sicher ein Muss. Für alle anderen Geschmackssache.

    Band 2 werde ich auf jeden Fall lesen und dann schauen wir mal weiter...

  22. Cover des Buches Baudolino (ISBN: 9783423195256)
    Umberto Eco

    Baudolino

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 640 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. November 2003)

    ISBN-13 : 978-3423131384

    Originaltitel: Baudolino

    Übersetzung: Burkhart Kroeber

    Preis: 12,90 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein Schelmenroman mit wenig Witz und noch weniger Spannung


    Inhalt:

    Baudolino wird im 12. Jahrhundert als armer Bauernsohn geboren und ist mit einer gehörigen Portion Bauernschläue, aber auch einer schnellen Auffassungsgabe gesegnet. Diesem Umstand verdankt er es, dass Kaiser Friedrich Barbarossa ihn als Dreizehnjährigen bei sich aufnimmt und ihn sogar adoptiert. Von nun an übt er großen Einfluss auf die Geschicke der Welt - zumindest in seinen Berichten, um nicht zu sagen, Lügenmärchen, die er dem Niketas während der Belagerung von Konstantinopel erzählt.


    Meine Meinung:

    Umberto Eco ist für mich einer der am meisten überschätzten Autoren. Zugegeben, „Der Name der Rose“ ist genial, aber danach kam einfach nichts mehr, was sich wirklich zu lesen lohnte.


    Der Anfang ist noch vielversprechend, doch bald beginnt sich alles zu wiederholen. Immer wieder Schlachten und Kämpfe, Belagerungen, Liebesbezeugungen und -spiele, Dispute mit Freunden und Feinden über die immer gleichen Themen. 


    Teilweise konnte ich ein klein wenig schmunzeln, aber auch nur zu Beginn, wo alles neu war und ich Baudolino erst kennenlernte. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich alles nur im Kreis dreht. Da ist kein Spannungsbogen, kein Highlight. Selbst die philosophischen Betrachtungen sind einfach nur ausufernd, langatmig und ohne jegliche neue Erkenntnisse.


    Fazit:

    Das war leider gar nicht meins. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit Eco durch bin.


    ★★☆☆☆


  23. Cover des Buches Der Eid der Kreuzritterin (ISBN: 9783404270835)
    Ricarda Jordan

    Der Eid der Kreuzritterin

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Werda_Angela
    erfolgt noch
  24. Cover des Buches Die Pforten der Ewigkeit (ISBN: 9783404167333)
    Richard Dübell

    Die Pforten der Ewigkeit

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Der Stauferkaiser Friedrich II. stirbt und hinterlässt seinem engsten Vertrauten kurz vor dem Tod ein Geheimnis. Gleichzeitig versucht die Zisterzienserin Schwester Elsbeth in Wizinsten ein Kloster zu errichten.

     

    „Die Säulen der Erde für Arme“ – das war mein erster Gedanke beim Lesen von „Die Pforten der Ewigkeit“. Und stellenweise stimmt das tatsächlich: Das Buch ist mit rund 860 Seiten ein ziemlicher Wälzer, spielt im Mittelalter mit all seinen Intrigen und politischen Unruhen und es steht ein Bau eines Gotteshauses im Mittelpunkt der Handlung.

    Doch das ist absolut kein Nachteil, im Gegenteil: Richard Dübell hat einen durchweg spannenden historischen Roman geschaffen. Nirgendwo hatte ich das Gefühl, dass die Handlung verflacht oder sich mit Nebensächlichkeiten aufhält, ich hatte eher im Gegenteil die Mühe, alle Handlungsstränge mitzubekommen und im Kopf zu behalten.

    Zudem zeichnet sich das Buch durch seine starken Charaktere aus. Ob gute Hauptcharaktere, wie Rogers und Schwester Elsbeth oder die eher düsteren wie Meffridus oder der wirklich ekelhafte Rudolf von Habisburch – jede und jeder wurde überzeugend dargestellt, selbst wenn der Anteil an der Handlung eher gering ausfällt.

    Ein weiteres Highlight ist das hochdramatische Ende, das sehr eindrücklich beschrieben wurde und für die Lesenden einige grausame, aber auch trotz der Ereignisse erfreuliche und überraschende Wendungen bereithält.

     

    „Die Pforten der Ewigkeit“ ist für mich genau so, wie ein guter historischer Roman sein sollte: Eine spannende Handlung mit einem regelrechten Auf und Ab der Gefühle, tollen Charakteren und realem historischen Hintergrund. Dafür kann es nur die Höchstpunktzahl und eine klare Kaufempfehlung geben.

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