Bücher mit dem Tag "kränkung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kränkung" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Das Meer in deinem Namen (ISBN: 9783596031887)
    Patricia Koelle

    Das Meer in deinem Namen

     (256)
    Aktuelle Rezension von: buchverzueckt

    Eine Geschichte zum Wohlfühlen! Dieser tolle Familien- Generationenroman spielt im verträumten Künstlerdorf Ahrenshoop. 


    Die Astronomin Carly ist in ihrem Leben an einem Punkt angekommen, an dem sie entscheiden muss, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Der Vertrag bei ihrem Mentor Thore Sjöberg läuft aus, doch ihr kommt ein Zufall zur Hilfe: Sjöberg erbt ein kleines Häuschen namens Naurulokki, an der Ostsee. Carly soll es für ihn sichten und entrümpeln, damit er das Haus verkaufen kann. Ganz wohl ist ihr bei dieser Sache jedoch nicht, hat sie doch seit dem Tod ihrer Eltern das Meer gemieden. Sie nimmt die Herausforderung trotzdem an; kaum in Ahrenshoop angekommen lernt sie die urigen Küstenbewohner schnell kennen. Besonders zu Henny Badonin fühlt sie sich hingezogen, wenn nicht sogar besonders nahe, Carly sieht ihr sogar etwas ähnlich. Henny Badonin war einst die Bewohnerin von Naurulokki, in dem Haus Carly sich jetzt plötzlich sehr angekommen und heimelig fühlt. 


    Das Buch lädt uns Leser ein, in eine andere Welt einzutauchen; Patricia Koelle beschreibt Ahrenshoop und das Haus Naurulokki sowie die liebgewonnenen Nachbarn mit viel Liebe und sehr authentisch. Naurulokki hatte ich schnell vor meinen Augen und habe mich genauso wohlgefühlt, wie Carly das getan haben muss. 


    Toll war auch die Geschichte um Henny, Joram und Nicholas, welche parallel erzählt wurde und sich dadurch die Vergangenheit und die Gegenwart wunderbar zusammenfügten. 


    "Auf diese Weise gibt mir das Meer in deinem Namen zu verstehen, dass du nicht weit fort bist, nicht so weit fort, als dass du mir nicht doch nahe bist ..."

  2. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.310)
    Aktuelle Rezension von: Kristin1202

    Das Cover des Buches ist sehr schlicht gehalten, ich finde es aber gut, dass man als Motiv nicht den Clown Pennywise gewählt hat, denn dann hätte ich mich wahrscheinlich nicht an den Roman heran getraut

    Im Buch geht es um ein Wesen (Es), welches sich alle 27 - 28 Jahre in Derry herumtreibt und Tod, Angst und Schrecken mit sich bringt.
    Man kann nicht zu viel zur Geschichte schreiben, ohne zu spoilern (relevante Handlungen ereignen sich zum Teil bereits in den ersten Kapiteln), daher halte ich mich ganz allgemein.

    Im Buch kommen nach und nach sieben Jugendliche zusammen, die sich der "Club der Verlierer" nennen und die eine unzertrennbare Freundschaft verbindet. Die Schrecken, die sie gemeinsam erleben oder sich gegenseitig anvertrauen, schweißen die jungen Leute immer mehr zusammen bis sie sich entschließen, sich gegen das Ungeheuer zu stellen.

    Stephen King baut eine wunderbare Atmosphäre auf, man kann sich direkt in das Setting hinein versetzen und fiebert mit den Jugendlichen mit. Man lacht, weint und hofft immer wieder, dass ihre Leiden irgendwann ein Ende haben mögen.

    Der Club der Verlierer muss sich nicht nur mit Es herumschlagen, sondern auch mit den Rowdies von Derry, die ihnen das Leben wirklich schwer machen. Außerdem haben sie teilweise ziemliche Probleme mit ihren Eltern.
    Jeder der Jugendlichen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und man kann richtig mitfühlen und sich ich die jeweilige Lage gut hinein versetzen (da die Kapitel in der Regel immer die Geschichte einer einzelnen Person beleuchten und man dadurch nicht durcheinander kommt).

    Das Buch springt immer wieder vom Jugendalter ins Erwachsenenalter der Protagonisten und durch den ganzen Roman zieht sich eine wahnsinnige Spannung.

    Der Roman hat zwar über 1500 Seiten, ich finde ihn aber nicht zu langatmig, weil die Geschichte einfach so gut ausgeschmückt wird, dass man das Gefühl hat, dass jedes Ereignis wichtig für die Story ist.

    Das Ende habe ich so nicht kommen sehen, es ließ mich mit einem traurigen Gefühl zurück, da mir die Gruppe sehr ans Herz gewachsen ist :-)

    Ich würde den Roman auch nicht als klassischen Horror bezeichnen, sondern eher als einen Abenteuerroman mit Fantasy- und Gruselelementen.


    FAZIT:

    Dieser Roman ist ein richtiges Highlight und ein wahres Abenteuer. Außerdem regt das Buch sehr zum nachdenken an, man wird an vielen Stellen mit einem furchtbar traurigem Gefühl zurück gelassen.
    Es beleuchtet die dunkelsten Eigenschaften der Menschen, das Monster war für mich eher zweitrangig.

  3. Cover des Buches Cujo (ISBN: 9783641206154)
    Stephen King

    Cujo

     (623)
    Aktuelle Rezension von: xeni_590

    Dieses ist ein etwas anderer Roman von Stephen King ich habe das Buch bereits viermal angefangen jedoch immer wieder verworfen da es mich am Anfang zu sehr gelangweilt hat nun habe ich mich aufgrund einer privaten Situation dazu überredet ist vielleicht doch mal mehr als die ersten 50 bis 70 Seiten zu lesen ich habe es absolut nicht bereut. Das Buch wurde innerhalb eines Tages vernichtet und die letzten 200 Seiten habe ich am Stück ohne Pause gelesen Spannung pur ich würde mein altes Ich schlagen wenn ich zurück in der Zeit reisen könnte dass sie es noch nicht davor gelesen hat. Lest das sieht vom schwachen anfangen weg und genießt es

  4. Cover des Buches Killerfrauen (ISBN: 9783426788660)
    Stephan Harbort

    Killerfrauen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    🕷 Cover 🕷
    Wie für ein Sachbuch üblich ist das Cover eher schlicht gehalten. Rechts oben ist, passenderweise, das Portrait des Autors zu sehen und es sind außerdem zwei Hände bzw. deren Schatten zu erkennen. Die obere Hand scheint ein Messer zu halten. Auch wenn es nicht eindeutig zu erkennen ist, so soll es sich hierbei sicherlich um weibliche Hände handeln. Dies schließe ich aus dem Titel und den Inhalt des Buches. Das Cover ist damit passend zur Thematik gestaltet. 


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    🕷 Aufbau & Schreibstil 🕷
    ~ Erzähler Perspektive ~

    Kapitel
    Das Buch enthält 7 Kapitel (+ Vorwort, Nachwort, Kriminologie der Serienmörderin, Literatur).
    Die Kapitel werden nicht mit Zahlen, sondern mit passenden Überschriften eröffnet. Bevor dann mit der sachlichen Erzählung begonnen wird, finden wir noch einige aussagekräftige Textstellen.


    Atmosphäre
    Wie für ein Buch aus der True Crime Szene üblich, ist die Atmosphäre hier sehr sachlich und dennoch durch die Ereignisse auch ergreifend.

    Schreibstil

    Gewöhnlich sachlich und fundiert.


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    🕷 Mein Fazit & Bewertung 🕷
    Stephan Harbort.
    Nicht mein erstes Buch von diesem großartigen Autor und sicherlich auch nicht mein letztes.

    Wie üblich geht der Autor bei der Analyse der Täterinnen und dem damit verbundenen Tathergang äußert genau und nach einem zeitlichen Ablauf vor. Dadurch erfahren wir sowohl etwas über die Vergangenheit der Täterinnen, als auch über deren Gegenwart und das abschließende Urteil vor Gericht. Außerdem wird auch deren Psyche genaustens durchleuchtet. Studien untermauern seine Aussagen. Wenn Fachbegriffe aufkommen, werden diese vom Autor selbstverständlich erläutert. Abschließen bleibt keine Frage mehr offen.


    Das Buch zeigt den Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Tätern auf. Ja, hierbei gibt es tatsächlich einige Unterschiede. Auch wenn es selbstverständlich erschreckend ist, so ist es dennoch auch sehr interessant, wenn man einmal tief in die Psyche einer Täterin vordringen kann.

    Aus Respekt vor Opfer, Hinterbliebenen, Ermittlern und Autor gebe ich, wie immer, eine Bewertung von 5 von 5.  

  5. Cover des Buches Mondscheinmund (Liebesroman) (ISBN: B00XFPUIFY)
    Luisa Sturm

    Mondscheinmund (Liebesroman)

     (20)
    Aktuelle Rezension von: CanisLibrum
    Nach dem Debütroman von Luisa Sturm, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, war meine Vorfreude auf  den zweiten Roman „Mondscheinmund“ riesig, ich hatte aber auch ein wenig Angst, dass er mit „Ein ganzes Ja“ vielleicht nicht mithalten kann. Aber mit ihrer speziellen Art Geschichten zu erzählen hat mich Luisa Sturm auch mit dem Auftakt zur „Mondschein-Reihe“ absolut überzeugt. Dieser Roman erzählt wieder eine Geschichte über einen längeren Zeitraum im Leben der Hauptfigur Marlene – kurz Lene. Diese beginnt als Lene 18 Jahre alt ist und erzählt bis in die frühen Dreißiger der jungen Frau. Gerade diese Arte der Darstellung  hat mir beim ersten Buch schon gefallen, da man nicht nur einen Einblick in einen kurzen Lebensabschnitt bekommt, sondern geradezu  mit der Protagonistin erwachsen werden kann.

    Die Pianistin Marlene und ihr Zwillingsbruder Felix sind ein Herz und eine Seele. Lene und Felix haben offenbar eine spezielle Verbindung, verstehen sich auch ohne Worte. Auch das Verhältnis der beiden zu ihren Eltern ist ein sehr gutes, sodass die beiden wohl behütet aufwuchsen. . Jeden Dienstag beobachtet Lene an der Bushaltestelle, auf dem Weg zur Schule, einen jungen Mann, der ihr sehr gut gefällt. Ansprechen traut sie sich ihn jedoch nicht, unterhält er sich doch ab und an mit einer rothaarigen Schönheit, die Lene für seine Freundin hält. Eines Tages kommt der junge Mann auf Lene zu und bittet sie um Wechselgeld für einen Fahrschein, mehr nicht, Enttäuschung und Ungeduld machen dem jungen Mädchen zu schaffen. Um den Haltestellenmann zu vergessen lässt sie sich auf ein Date mit einem Mitschüler ein, doch Gefühle wollen sich so gar keine einstellen, geistert doch der Kerl von der Haltestelle ständig in ihrem Kopf herum. Und plötzlich steht er vor ihr und bietet ihr an, sie nach Hause zu bringen. Von nun an treffen sich Philipp (kurz Pip) und Lene jeden Dienstag an der Bushaltestelle und sprechen über Gott und die Welt. Nach endlos langen fünf Monaten bittet Pip Lene endlich um das langersehnte Date, das erfolgreich verläuft und den Beginn einer wunderbaren Beziehung einläutet. Sehr realistisch und einfühlsam erzählt die Autorin die Geschichte über das erste aufflackern von Gefühlen Lene gegenüber Pip. Auch die Art und Weise wie das   Aufeinandertreffen stattgefunden hat,wurde realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Ich habe mich in Lenes Situation hineinversetzt gefühlt, ihre Unsicherheit miterlebt und auch ihre Enttäuschung darüber, das Pip sie nicht anspricht, sie sich selbst aber auch nicht traut den ersten Schritt zu gehen. Ich glaube, jeder von uns war schon einmal in so einer Situation und dadurch kann man richtig schön mit Lene mitfiebern bzw. mitleiden. Wird das was oder wird das nichts???

    Während Lene und Pip eine Vorzeigebeziehung führen, kracht es bei Lenes Eltern immer häufiger seitdem ihr Papa seinen Job verloren hat. So auch am Tag von Lenes Abschlusskonzert, an dem sie schon morgens beim Aufstehen ein ganz ungutes Gefühl im Bauch hat. Und sie sollte recht behalten, denn bei der Hinfahrt kommt es zu einem verheerenden Autounfall, bei dem Lenes Eltern und auch ihr heißgeliebter Bruder Felix ums Leben kommen. Einzig Lene überlebt den Unfall, doch ihre Verletzungen sind derart schwerwiegend, dass sie eine geraume Zeit im Koma liegt.  Während dieser Zeit ist Pip ständig an ihrer Seite, kümmert sich um sie, bleibt Tag und Nacht bei ihr.. Obwohl Lene nicht bei Bewusstsein ist, merkt sie die Anwesenheit von Pip und was um sie herum geschieht.  Als sie allerdings wach wird, will sie eigentlich nur ihre Familie zurück und kann die Fürsorge von Pip nicht ertragen, weil sie von dem Autounfall traumatisiert ist und ihr es verkehrt vorkommt, Glücksgefühle zuzulassen.   Eines Tages sagt sie Pip, dass sie ihn nie geliebt hat und das er gehen soll, sie ist der Meinung er hat mehr verdient als so ein kaputtes Mädchen wie sie es ist. Pip erfüllt ihr diesen Wunsch widerwillig und so liegt es jetzt an Poupette, Lenes Oma, sich um das gebrochene Mädchen zu kümmern und sie aufzufangen. Lenes Gefühlen Pip gegenüber waren in diesem Teil des Romans so toll herausgearbeitet, man konnte ihren inneren Konflikt absolut nachvollziehen. Sie wollte dem jungen Mann nicht bei seiner Karriere zum Ingenieur für Maschinenbau im Weg stehen, war der Meinung, dass sie nur eine Belastung für den Mann wäre, den sie liebt. Außerdem war sie der festen Überzeugung schuld am Unfall und somit am Tod ihrer Familie zu sein, dass sie keine Liebe verdient hat. Einerseits fand ich ihre Entscheidung richtig gehend  mutig, andererseits hätte ich sie am liebsten geohrfeigt, denn sie hat ihm den Entschluss einfach abgenommen, hat ihn nicht selbst entscheiden lassen. Und Pip? Natürlich ist er ihrem Wunsch nachgekommen, liebt er sie doch über alles, aber an die Wand klatschen wollte ich ihn trotzdem. Gerade dieser Leseabschnitt war ein Wechselbad der Gefühle. Alle Handlungen der Beiden waren nachvollziehbar, dennoch ergaben sie keinen Sinn. Während des Lesens hatte ich immer wieder auf einen Wendepunkt gehofft, doch der blieb leider aus und obwohl sich beide lieben, gingen sie getrennte Wege.

    10 Jahre später, Lene arbeitet bei den „Augsburger Nachrichten“.,  Sie führt eine Beziehung zu dem aufmerksamen, ehrlichen, zuverlässigen Polizisten Gregor. Dass Gregor auch noch gut aussieht, einen knackigen Po hat und Lenes Launen erträgt, ist natürlich ein weiteres Plus für ihn. Lene soll für die Zeitung ein Interview bezüglich des Baus eines Windrades führen und in einer Phase ihres Lebens, in der sie glaubt, endlich so etwas wie glücklich zu sein, macht ihr das Schicksal einen Strich durch die Rechnung. Ihr Interviewpartner ist niemand geringerer als Philipp von Westphal – ihr Pip. Lenes plötzlich aufwallende Gefühle machen ihr Angst und sie stößt Pip vor den Kopf und flieht, doch so einfach gibt Pip nicht auf, möchte über die Vergangenheit sprechen und so fordert er bei der Zeitung für die weiteren Interviews wieder Lene an. Ein zweites Mal würde er die Frau, die er liebt, nicht mehr ziehen lassen, davon ist er felsenfest überzeugt.   Lene kann sich keinen Reim darauf machen, lernt sie doch in Pips Firma seine Freundin Hannah kennen, also warum kann er sie nicht einfach in Ruhe lassen und bringt ihre Gefühle so in Aufruhr?  Denn nicht nur die  machen ihr zu schaffen, auch ihr schlechtes Gewissen Gregor gegenüber bereitet ihr schlaflose Nächte und auch die Tatsache, dass sie ihre Oma nicht an sie heranlässt um mit ihr über ihre Probleme zu sprechen,  nagt immer mehr an ihr. Denn im Laufe der Geschichte erlebt Lene so manche Höhen und ganz tiefe Tiefen, eine Person allerdings ist immer an ihrer Seite, ihre Oma Poupette, die Lene wie ihr eigenes Kind aufgezogen hat, nachdem die Eltern verstorben sind. Poupette ist lebensfroh, ein Wirbelwind und versucht Lene nach dem Unfall wieder zurück ins Leben zu holen, was nicht immer einfach war und ist. Was wird Poupette dazu sagen, dass Lene immer noch Gefühle für Pip hat? Wird sie es gut finden oder ihr raten bei Gregor zu bleiben. Lene muss auf jeden Fall für sich die beste Entscheidung treffen, doch welche wird das sein und was hält das Leben noch für sie bereit?

    Luisa Sturm hat es auch mit ihrem zweiten Roman geschafft, mich an jedes einzelne Wort zu fesseln. Ihre Figuren sind absolut realistisch und obendrein alle  liebenswert. In ihren Geschichten braucht es keinen Bösewicht, denn durch die dramatischen Wendungen,  mit denen  die Protagonisten konfrontiert sind, wird das Lesen  nie langweilig. Ich mag es sehr, dass man durch die Reise, die man mit den Figuren über Jahre hinweg zurücklegt, diese so gut kennen lernt und man sich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen kann. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, ohne dabei übertrieben oder gar gekünstelt rüber zu kommen. Luisa Sturm schreibt so, als hätte sich alles genau so abgespielt und genau das macht ihre Geschichten einzigartig.

    Fazit

    Nach dem zweiten Roman kann ich getrost sagen, dass ich ein Luisa Sturm Fan bin! Romantisch, tragisch und realistisch bringt sie ihre Geschichten unter den Mann und die Frau.

    Liebe Grüße,
    Canis Librum
  6. Cover des Buches Auf der Spur des Bösen (ISBN: 9783548373256)
    Axel Petermann

    Auf der Spur des Bösen

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    · • ● Inhalt eigene Worte ● • · 

    In dem Buch berichtet Axel Petermann ausführlich über reale Vorfälle. Er analysiert die Täter und erstellte an Hand dessen Vergangenheit, Gegenwart und Handeln ein Profil. Mit diesem kann dann der Täterkreis eingegrenzt werden. Die Vorfälle reichen von extrem bis hin zu widerwärtig. 

    · • ● Schreibstil ● • · 

    Ich-Erzähler Perspektive

    Axel Petermann drückt sich sehr gewählt aus und man merkt dadurch schnell, dass er ein kluger Kopf ist. Ich persönlich finde den Schreibstil sehr ansprechend und er ist leicht zu lesen. Es befinden sich außerdem sehr viele Erläuterungen und Informationen in dem Buch.

    Zitat:

    Petermann, Axel: Auf der Spur des Bösen-Ein Profiler berichtet,

    1.Aufl., Ullstein,

    Berlin 2010.

    (Seite 165)

    "Letztendlich tödlich war die festgestellte Arterienverletzung, denn durch sie hatte Tom Howe fast die Hälfte seines im Körper zirkulierenden Blutes verloren. [...] Die spätere Untersuchung in der Ballistik, wie die waffentechnische Abteilung heißt, identifizierte das Projektil als ein Wadcutter-Bleigeschoss mit einem Durchmesser von 8,8 mm und einem Gewicht von 9,38 Gramm."

    · • ● Mein Fazit ● • · 

    Die Tatsache, dass er versucht alle Täter, nach deren Verurteilungen, im Gefängnis zu besuchen und auch die Opfer, teilweise, später besucht, verstärkt die Sympathie zu dem Autor. Daran merkt man, dass ihm die Opfer/Täter nicht egal sind und es lässt ihn ebenfalls sehr menschlich erscheinen. Auch seine Beschreibungen und die Vorgehensweise ist sehr gut durchdacht und ausführlich dargestellt. Für mich ein sehr interessantes Buch und ein professioneller, sympathischer Autor.  

     • ● Bewertung ● • · 

    Ich möchte hier eigentlich keine Bewertung abgeben, da diese realen Vorfälle keiner Unterhaltung dienen sollen oder nach Spannung abgegrenzt werden können.

    Deshalb wie immer, für die Recherche der Autoren und in Respekt vor den Opfern, fünf Sterne.

  7. Cover des Buches Guardian Angelinos (ISBN: 9783802586682)
    Roxanne St. Claire

    Guardian Angelinos

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    ACHTUNG! Erster Teil der GUARDIAN ANGELINOS - REIHE Ich habe hier extra erster Teil geschrieben,weil vor diesem Band gibt es zwar noch eine Vorgeschichte,die aber nur kurz ist,es hat sie nur als E-Book gegeben ( ist aktuell nicht mehr erhältlich!) und man kann diesen Teil lesen ohne dass man die Kurzgeschichte kennt. Die Romantic Times findet zu dem Buch : " Ein grosses Lesevergnügen voller atemberaubender Spannung und prickelnder Erotik".Das finde ich auch!Der Klappentext klang für mich zwar nicht schlecht, aber ich hätte nicht gedacht das mir das Buch so gut gefallen würde.Zugegeben: es gibt hie und da ein paar Logikfehler.Aber es ist ein Romantic-Thriller und kein Thriller oder Psychothriller.Und da das Buch wirklich durchgehend spannend ist,stört es mich auch nicht.Protagonisten gab es für meinen Geschmack etwas zu viele,aber es war nicht so schlimm.Ich musste immer schmunzeln wenn Samantha wieder mit der Postkarten-Geschichte hervorkam.Fazit : Ein spannendes Buch für eine lockere Lesezeit👌.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und die volle Punktzahl. KLAPPENTEXT 📖 : Samantha Fairchild wird Zeugin einen eiskalten Mordes.Nun fürchtet sie,dass der Killer als nächstes hinter ihr her sein könnte.Als sie Hilfe bei Ihrer Freundin Vivi Angelino sucht,trifft Sam dabei unerwartet auf deren Zwillingsbruder Zach - mit dem sie einst eine heisse Affäre hatte.Vivi und Zach bieten Sam den Schutz ihrer neu gegründeten Sicherheitsfirma, der Guardian Angelinos, an.Und den kann sie gut gebrauchen,denn der Mörder hat bereits ihre Spur aufgenommen...
  8. Cover des Buches Die Macht der Kränkung (ISBN: 9783711000781)
    Reinhard Haller

    Die Macht der Kränkung

     (4)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    Ganz besonders der Einstieg in das Buch fällt etwas schwer. Alleine auf den ersten sechs Seiten der Einleitung taucht das Wort 'Kränkung' allein stehend oder in zusammengesetzter Form mindestens 50mal auf...

    Aber die Erkenntnisgewinn, der sich aus dem Buch ziehen lässt, so man bis zur letzten Seite 244 durchhält und alles liest, ist enorm. Sei es bezüglich des eigenen Verhaltens, der eigenen Reaktionen. Sei es bezüglich der vermeintlichen Mimosenhaftigkeit eines anderen Menschen, den man unwissentlich und/oder unabsichtlich gekränkt hat. Sei es zum besseren Verständnis dessen, was in den Köpfen von IS-Anhängern, IS-Mitgliedern, Schulmassaker verübenden Personen/Schülern vorgehen mag. Sei es zum besseren Nachvollziehen, was zum Ersten Weltkrieg, zum Zweiten Weltkrieg, zur Nazi-Herrschaft geführt hat. 

    Reinhard Haller analysiert auch die Entwicklungen, die die erbarmungslos um sich greifende Digitalisierung der Welt mit sich bringt. "Wenn Maschinen denken und in ferner Zukunft vielleicht auch Gefühle entwickeln können, ist der Mensch kein »Homo sapiens«. Als »digitale Kränkung« bezeichnet man die durch die NSA-Spionagen bewusst gewordene Erkenntnis, dass das uns Freiheit und Macht verheißende Internet letztlich zur Überwachung, zum Bild des »gläsernen Menschen« geführt habe und wir in Wirklichkeit nicht Beherrscher, sondern Gefangene des großen Netzes sind."
    (Zitat Seite 93)

    Absolut lesenswert sind auch Reinhard Hallers Analysen zur Vertreibung der Palästinenser, zur Ursache der Irak-Kriege, denen "wir das ganze Desaster im Nahen und Mittleren Osten einschließlich der Gründung des IS-Staates und der Flüchtlingsströme verdanken". (S. 98)

    Ehre, die zahlreichen so genannten 'Ehren-Morde', die auch im Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland hemmungslos verübt werden, Verbrechen, die begangen wurden und auch in Zukunft einer Kränkung wegen verübt werden, Ehekrisen, Scheidungen mit fürchterlichem 'Rosenkrieg', die unvorstellbaren Grausamkeiten, die vom IS verübt werden, aber auch die im Endeffekt positiven Auswirkungen von Kränkungen werden verdeutlicht. Oft mit Beispielen aus der realen Praxis von Reinhard Haller. Bekanntermaßen ist er Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik, einer der renommiertesten Gerichtspsychiater Europas.

    Zu dem Buch lässt sich nur feststellen: Lesen!


  9. Cover des Buches Ab heute kränkt mich niemand mehr (ISBN: 9783923614790)
    Doris Wolf

    Ab heute kränkt mich niemand mehr

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Da mich das Thema dieses Buches sehr interessiert kaufte ich mir es mit der Hoffnung zu erfahren, welche 101 Power-Strategien dabei helfen sollen mit Kritik und Zurückweisung besser umgehen zu können.

    Leider hat mich das etwas Buch enttäuscht: Im ersten Teil des Buches geht es rund um die Entstehung von „Kränkung“ und „emotionaler Verletzung“. Vieles davon müsste denen, die sich mit dem Thema bereits etwas auseinander gesetzt hatten bereits klar gewesen. Für komplette Neulinge auf diesem Gebiet könnten die Schilderungen aber hilfreich sein.

    Im zweiten Teil (den für mich eigentlich spannenden Teil) ging es um die Strategien der Bewältigung. Hier hatte ich mir verhofft, dass die im Titel des Buches erwähnten „101-Power-Strategien“ nacheinander durchnummeriert aufgeführt und abgearbeitet werden. Stattdessen wurden sie in Textform verpackt und nicht einzeln aufgeführt. Während des Lesens haben sich die 101 Strategien für mich nicht einzeln bzw. an der Anzahl herauskristallisieren können. Und wirkliche „Power-Strategien“ gab es hier nicht, sondern einige Entspannungstechniken, Vorstellungsübungen und Fragen, die man sich in bestimmten Situationen stellen könnte. Es wurde einem viel Altbekanntes in Neuem Gewand präsentiert.
    Hin und wieder gab es aber einige Beispielsätze, die man durchaus in einer für sich selbst „kritischen“ Situation gebrauchen könnte oder aber Gegenüberstellungen von Sätzen, die verdeutlichen sollten, wann ein Satz neutral formuliert und wann er aber bewertend ist und damit zur Kränkung (auch der eigenen) beitragen kann. Diese waren recht hilfreich und auch direkt in die Praxis übertragbar.

    Zwei Hauptaussagen aus diesem Buch habe ich für mich mitgenommen und finde sie sehr gelungen formuliert: Erstens, dass unsere eigene Bewertung der Schlüssel zu unserer Verwundbarkeit ist und zweitens, dass das -was andere uns zutrauen- bezeichnender ist für sie als für uns.

  10. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.
  11. Cover des Buches Das Fell (ISBN: 9783446256859)
    Maren Wurster

    Das Fell

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Gauland (ISBN: 9783406727108)
    Olaf Sundermeyer

    Gauland

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Portnoys Beschwerden (ISBN: 9783446249820)
    Philip Roth

    Portnoys Beschwerden

     (64)
    Aktuelle Rezension von: LarissaMaria

    Ich wusste ja worauf ich mich einlasse. Im Prinzip zumindest. Zwangsstörung meets Promiskuität.

    Nicht selten wurde Philip Roth dafür kritisiert, dass seine Charaktere zu getrieben sind, es ginge nur um Sex und Selbstmitleid,
    Die geteilten Meinungen, welche über ihn kursieren, haben mein Interesse geweckt. Ich wollte mir selbst ein Bild machen.

    Ich lernte also Alexander Portnoy kennen; einen jüdischen Amerikaner, der beim Psychiater sitzt und sein Leid klagt.
    Das würde das ganze Buch eigentlich schon in einem Satz zusammenfassen.

    Der Monolog, aus dem das Buch besteht, veranschaulicht seinen Werdegang, schildert eine Existenz ohne besondere Sternstunden, ohne besonderen Glanz.

    Seine Kindheit mit der Glucken-Mama und dem Waschlappen-Vater, seine Jugend, das Erwachen seiner Sexualität welche gleich in zwanghafte Sphären abdriftet, seine Unfähigkeit eine gute Beziehung zu führen… es ist eine endlose Misere.

    Ich war während des Lesens ständig hin und her gerissen; zwischen Abscheu vor dem Protagonisten und Bewunderung für die Fähigkeit von Roth, dessen verrückte Gedankensprünge so anschaulich darzustellen.

    Daher machte das Lesen irgendwie Spaß. Großteils war ich einfach nur genervt von Portnoys Veranschaulichungen, seinen Anschuldigungen, seiner Unfähigkeit zu erkennen, dass man an seinen Fehlern arbeiten kann...  aber genau das hat eine eigene Art von Spannung erzeugt.

    Ich bin nicht restlos begeistert, aber besonders die Pointe am Schluss hat mich nochmals laut auflachen lassen.

    Also der Gesamteindruck war nicht schlecht.

  14. Cover des Buches Schweinerei (ISBN: 9783596137183)
    Marie Darrieussecq

    Schweinerei

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eigentlich sind hier die Männer die Schweine: Die Ich-Erzählerin ist verzweifelt auf Arbeitssuche in Paris und wird von dem Generaldirektor einer Parfumkette zur Hälfte des Mindestlohns eingestellt, nachdem dieser sie beim Vorstellungsgespräch mißbraucht hat und sie das in ihrer Naivität hingenommen hat. Die Parfumfiliale, in der sie arbeitet, verfügt über einen Massagesalon im hinteren Bereich, wo Kunden beiderlei Geschlechts befriedigt werden, was auch zu den Pflichten der Parfumverkäuferinnen gehört. Nachdem die Protagonistin aufs Schlimmste mißbraucht wurde und gezüchtigt wurde, verwandelt sie sich als Reaktion auf die rücksichtslose und sexuell übersteuerte Gesellschaft zum Schwein, ohne daß sie zunächst beschreiben könnte, was ihr passiert. Das alles ist aber nur Vorbote einer Revolution in Frankreich, wodurch das Land in ein Terrorregime verwandelt wird, der Eiffelturm umfällt usw. Ein hochintelligentes Buch, dabei bitterböse. Für Houllebecq-Fans (aber auch für alle anderen) sehr zu empfehlen!
  15. Cover des Buches Gegen Judenhass (ISBN: 9783462052718)
    Oliver Polak

    Gegen Judenhass

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Polaks flammender Appell gegen Antisemitismus und Xenophobie jeder Art. Neben eigenen Erfahrungen, die er als jüdischer Deutscher an Ablehnung durchleben mußte (bei denen man nur sprachlos zurückbleibt), beschreibt er auch negative Erlebnisse mit Fernsehmoderatoren und sonstigen Veranstaltern (bei denen man wünschte, er würde Roß und Reiter benennen), und legt dar, wie Vorurteile und Stereotype entstehen und wie sie zu bekämpfen sind. Bei mir rannte er mir dem Buch offene Türen ein, daß einige der schlimmen Ereignisse bei uns im Emsland stattfanden, beschämte mich zutiefst.
  16. Cover des Buches Michael Kohlhaas (ISBN: 9783745082098)
    Heinrich von Kleist

    Michael Kohlhaas

     (232)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte
    „An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.“ (Erster Satz)

    Kleist bedient sich hier einem Erzählstoff aus dem Mittelalter. Der Kaufmann Hans Kohlhase begab sich 1532 auf eine Reise vom brandenburgischen Cölln nach Leipzig. Auf dem Weg werden ihm vom Junker Günther Zaschnitz zwei Pferde abgenommen mit der Behauptung, Kohlhase hätte sie zu vor gestohlen. Dieser ging gegen die Vorwürfe juristisch vor, doch der Konflikt konnte nicht zufriedenstellend geklärt werden. Kohlhase zettelt eine Fehde gegen die Familie Zaschnitz an, begeht Verbrechen und wird 1540 hingerichtet.

    Kleist hält sich nicht hundertprozentig an die Historie, sondern verwebt diese durch schriftstellerische Freiheit zu einer Novelle sondergleichen. Es geht dabei um Rechtschaffenheit, Freiheit, Unterdrückung, Moral, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Feudalherrschaft, Machtmissbrauch. Aber es geht auch um Aufhetzung, Rache um jeden Preis und brutale Selbstjustiz.

    Nun könnte der interessierte Leser denken: Ja, es ist ein gehaltvoller Roman, der voller Wahrheitsliebe und etwas brutalen Mitteln, diese durchzusetzen, steckt. Dieser Roman muss die Gesellschaft des frühen 19. Jahrhunderts erschüttert haben. Der Zeitgenosse Goethe war kein Fan von Heinrich Kleist und seinen Werken, erst in der Moderne durch z.B. Kafka erfuhr Kleist eine Renaissance. Und das stimmt auch zum Teil, beschreibt die Novelle allerdings nicht gänzlich. Kleist ergeht sich in seitenlangen Beschreibungen vom Verwaltungschaos, bei dem alles nur schlimmer wird. Dabei ermüdet der Leser durch die Schachtelsätze.

    Für den gebildeten europäischen Leser des 21. Jahrhunderts sind Inhalt und Schreibweise fern des Gewohnten. Wir leben in einer Demokratie mit gefestigter Rechtsstaatlichkeit und einer unabhängigen Jusiz, Kleist im 18./19. Jahrhundert nicht. Das Einfühlen fällt durch die differente Perspektive schwer. Das Ende ist zwar versöhnlich, doch bestärkt es das Märtyrertum. Kleists depressive Seite ist für den Leser deutlich spürbar.

    Oft zitiert wurde folgendes (beachtet: letzter Setz):

    „Warum willst du dein Haus verkaufen? rief sie, indem sie mit einer verstörten Gebärde aufstand. Der Roßkamm, indem er sie sanft an seine Brust drückte, erwiderte: weil ich in einem Lande, liebste Lisbeth, in welchem man mich, in meinen Rechten, nicht schützen will, nicht bleiben mag. Lieber ein Hund sein, wenn ich von Füßen getreten werden soll, als ein Mensch!“ (S. 27)

    Die Kraft, die hier in Kleists Worten steckt, ist erschütternd, geradezu beängstigend präzise. Dieser Gewalt über Seiten zu folgen ist nicht angenehm und mir kommt dabei der Gedanke: Zum Glück wird dieses Stück heute nicht mehr von vielen gelesen, denn gerade bildungsferne populistische Verschwörungstheoretiker könnten hier explosives Sprenggut finden, das zu Hetze und Gewalt führt.

    Diese Aktualität ist dem Stück leider nicht abzusprechen. Würde ich es daher empfehlen? Nein. Die Novelle konnte mir nichts neues beibringen, ich habe eine gefestigte Moral und weiß, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt verursacht. Der Klügere gibt nach ist mir ein weit näheres Leitbild als Selbstjustiz. Die verschachtelte Schreibweise ist anstrengend zu lesen und zu folgen. Einmal nicht aufgepasst ist der Leser raus aus dem Geschehen. Ich habe wohl bei keinem klassischen Werk so viel aufgeseufzt und so oft die verbleibenden Seiten gezählt (vielleicht bei „Das Erdbeben von Chili“, aber das habe ich deutlich rasanter in Erinnerung).

    An der Fischer-Klassik -Ausgabe ist mal wieder nichts auszusetzen. Der Werkbeitrag aus dem Kindler ist kurz, aber informativ.

    „Der von ihr [der Novelle] ausgehende Reiz liegt u.a. in einem zwischen Widerstand und Ergebung, Staatsverachtung und Staatsgehorsam, Rechtsverletzung und Rechtsgehorsam usw. changierenden Spannungsverhältnis begründet, das in der Rezeptionsgeschichte je nach Schwerpunktsetzung entsprechend ausgemünzt wurde. Im Wilhelminismus war Kohlhaas ein Held preußischen Zuschnitts (…), die Blut-und-Boden-Ideologie im >Dritten Reich< wiederum stellt ihn als Typus nordischer Aufrichtigkeit aus, während man ihn nach 1945 entweder als idealen Republikaner feierte oder -im Zuge der 1968er – zum Rebellen stilisierte.“ (S.124)

    Fazit

    MICHAEL KOHLHAAS ist eine Novelle von Heinrich von Kleist, veröffentlich 1810, in der Selbstjustiz auf Verwaltungschaos trifft. Die verschachtelten, langatmigen Satzkonstruktionen machen die Novelle aus heutiger Sicht anstrengend zu lesen und ermüdend dem Inhalt zu folgen. Ein interessierter Leser könnte dieses Werk mit dem nötigen Verständnis für historische politische Spannungsverhältnisse lesen und daran Gefallen finden. Vielleicht etwas für Kafka- oder Mittelalter-Fans?! Allerdings finde ich es nicht notwendig, mehr über den Inhalt wissen zu müssen, als auf dem Klappentext und in den Ausführungen des Kindler steht. Alles Weitere grenzt an Zeitvergeudung.

     

    MICHAEL KOHLHAAS| Heinrich von Kleist| 1810| Fischer Taschenbuch| Fischer Klassik| 2013|125 Seiten| 4,00€ 

  17. Cover des Buches Ohrfeige für die Seele (ISBN: 9783423340571)
    Bärbel Wardetzki

    Ohrfeige für die Seele

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Lesegern
    Wie schnell fühlen wir uns klein, wenn uns jemand gekränkt hat. Dieses Buch hat mir vermittelt, dass ich kränkende Äußerungen anderer als ihr (negatives) Verhalten bei ihnen belassen kann, ohne mich selbst klein und schwach zu fühlen und infrage zu stellen. Ich selbst kann entscheiden, wie ich mit so einem Verhalten umgehe. Schönes Buch.
  18. Cover des Buches Papillon (ISBN: 9780007179961)
    Henri Charrière

    Papillon

     (116)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Faszierend wird der Lebensweg und das Leid eines verurteilten Flüchtigen in den dreißiger Jahren an den exotischen Orten Lateinamerikas wie Trinidad, Curacao, Santa Maria und anderen Fluchtorten spannend beschrieben - angefangen mit der Verhaftung in Paris und der Verlegung nach Französisch Guyana. Papillon macht eine Odyssee durch, die mit Versprechen, Vertrauensbruch, Verrat aber auch Freundschaft verknüpft ist. Immer wieder flammt die Hoffnung auf Rettung auf. Seine Lebensenergie ist trotz zahlreicher Fehlschläge unzerstörbar. Es beinhaltet eine Philosophie des Lebens und Durchhaltens, die heute noch ihre Gültigkeit hat.

  19. Cover des Buches Die verletzte Seele (ISBN: 9783453051980)
    Monika Reichelt

    Die verletzte Seele

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Isabelle (ISBN: 9783548611013)
    Jean Forton

    Isabelle

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Jade
    Obsessiv und sprachlich brillant Er ist 34 Jahre alt und lebt allein in einer Dachwohnung und fantasiert von schönen Frauen, die er nie besitzen wird. Er ist ein Müssiggänger, ein zynischer Egomane, der Kommunikation mit seinen Mitmenschen vermeidet, wenn sie nicht unbedingt erforderlich ist. Auf seinen Streifzügen durch die Kneipen und die Strassen von Bordeaux fällt ihm die 16-jährige Isabelle ins Auge. Isabelle, die pure Unschuld, sie wartet sehnsüchtig auf Aufmerksamkeit, halt- und schutzlos ist sie das perfekte Opfer. Isabelle wird zu seiner Obsession, sie muss erobert werden. Unerträglich präzise erzählt er, wie er Isabelle gefügig macht und wie die Minderjährige kaum erobert schon wieder langweilig wird. Sprachlich brillant erzählt Forton die Geschichte eines Narzissten, der die Verführung zur Erhöhung des eigenen Ichs und zum reinen Selbstzweck macht. Das Buch ist ein Klassiker der französischen Moderne und erschien 1957 unter dem Titel „La Cendre aux yeux“, nun ist es erstmals auf Deutsch erschienen.
  21. Cover des Buches Erste Liebe (ISBN: 9783867414807)
    Iwan Turgenjew

    Erste Liebe

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte
    "Dadurch eben ist die Poesie schön, dass sie uns sagt, was nicht ist, und das nicht nur besser ist als das, was ist, sondern sogar der Wahrheit näher kommt...Das man nicht lieben kann, was man lieben möchte, aber nicht kann!" S. 38

    1833, Wladimir Petrowitsch ist 16 Jahre alt als er seine erste Liebe, die Fürstentochter Zinaida Alexandrowna kennenlernt. So weit so gut, doch  natürlich gibt es da einen Hacken... Sie ist fünf Jahre älter und in einen anderen verliebt. Doch wer ist der geheimnisvolle Verehrer und warum verhält sie sich so sprunghaft in ihrem Umgang mit Wladimir?
    "Fürchte dich vor Frauenliebe, fürchte dich vor diesem Glück, diesem Gift." S.77

    Eine absolut zeitlose Novelle, die im Jahre 1860 veröffentlicht wurde, eine Geschichte die ans Herz geht und einen über die wahre Liebe nachdenken lässt.
    Eine gefühlvolle, aber auch schmerzhafte Darstellung einer ersten Liebe- zeitlos und mit einer sprachlichen Leichtigkeit, die Freude macht. 
    Sehr zu empfehlen, wenn man auf der Suche nach eindrucksvollen kurzen Klassikern ist. Ich hatte die Geschichte an einem Abend durch.
  22. Cover des Buches Das vertauschte Gesicht: Der dritte Fall für Erik Winter (Ein Erik-Winter-Krimi) (ISBN: 9783843705714)
    Åke Edwardson

    Das vertauschte Gesicht: Der dritte Fall für Erik Winter (Ein Erik-Winter-Krimi)

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Sam03

    Das Cover hat mich sehr angesprochen. Der Beginn ist sehr langatmig und zäh und es geht erst ab Seite 150 ,,richtig‚‘‘ los. Zwischendurch hab ich drüber nachgedacht, doch zwei Sterne zu geben aber das Ende war sehr enttäuschend. Fühlt sich an wie Zeitverschwendung, ich hätte so viel besseres lesen können.

  23. Cover des Buches Verführung einer Duchess (ISBN: 9783733764661)
    Elizabeth Rolls

    Verführung einer Duchess

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Inside WikiLeaks (ISBN: 9783548375229)
    Daniel Domscheit-Berg

    Inside WikiLeaks

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Dubhe
    In diesem Buch beschreibt der Autor seine Zeit bei WikiLeaks, einer Internetseite, auf der strenggeheime Dokumente veröffentlicht werden. Doch dieses Leben hat auch seine Schattenseiten, welche der Autor aus eigener Erfahrung schildert. . Da ich schon viel über das Leben eines Computerhackers weiß, kann man dieses Buch nicht mehr schocken. Gegenüber manch anderen Sachen erscheint dieses Leben sogar recht harmlos. Trotz allem möchte ich mit niemanden von WikiLeaks tauschen. Es hat einfach keine schockierende Wirkung auf mich, was der Leser in diesem Buch erfährt. Man merkt, dass der Autor kein Schriftsteller ist, denn der Stil ist teilweise katastrophal und zwischendurch sogar etwas langweilig. Doch wen das Thema interessiert, der sollte sich dieses Buch doch einmal anschauen.

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