Bücher mit dem Tag "konrad adenauer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "konrad adenauer" gekennzeichnet haben.

21 Bücher

  1. Cover des Buches Bühlerhöhe (ISBN: 9783471351260)
    Brigitte Glaser

    Bühlerhöhe

     (151)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    was zur Zeit Adenauers so passierte.

    Rosa Silbermann ist eine deutschstämmige Jüdin. Im Auftrag des israelischen Geheimdienst 1952 reist sie nach Deutschland um ein Attentat auf Bundeskanzler Konrad Adenauer zu verhindern. Da Rosa bereits als Kind im Schwarzwald war und sich dort auskennt, scheint sie gut geeignet dafür. Allerdings hat sie null Erfahrung als Agentin und das Nobelhotel Bühlerhöhe verunsichert sie genauso wie die Tatsache, dass ihr angeblicher Ehemann, der diese Mission leiten soll, erst mal gar nicht ankommt ….

    Die Zeit der damals noch ganz jungen Bundesrepublik beschreibt die Autorin sehr gut. Manche Handlungsstränge aber wären wirklich nicht nötig gewesen und auch die vielen Personen kann der Leser eher mühsam im Blick behalten.

    Mir gefiel es ganz gut, aber die Spannung fehlte. Von daher auch nur 3 Sterne.

     

     

     

  2. Cover des Buches Ein Präsident verschwindet (ISBN: 9783499004773)
    Ralf Langroth

    Ein Präsident verschwindet

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Thoronris

    Nachdem mir „Die Akte Adenauer“ so gut gefallen hatte, musste ich natürlich auch den Nachfolger über Philipp Gerber lesen, „Ein Präsident verschwindet“. Wieder geht es um reale Geschehnisse, die in einen fiktiven Thriller verwoben werden, und wieder war der historische Teil sehr stark. Leider konnte mich der zweite Band aber nicht mehr ganz so begeistern wie der erste.


    Geschichtsstunde mit farbenfrohen Figuren

    Anders als der erste Band spielt sich in diesem Buch ein Großteil der Geschichte in Berlin ab – sowohl in West- als auch in Ostberlin. Damit ist der Hintergrund schon ein anderer und von Beginn an viel brisanter. Obwohl in den 50er Jahren die allgemeine Bevölkerung wohl noch nicht ahnen konnte, wie sich die Trennung Deutschlands in der Zukunft noch gestalten würde, ist die Anspannung auf jeder Seite mit den Händen zu greifen. Gerber ist dieses Mal auch noch mehr persönlich verwickelt in den Fall, und einige Figuren, die man schon vom ersten Teil kennt, treten auch wieder auf.

    Die erste Hälfte des Buches ist stark und wird vor allem dadurch getragen, dass die internen politischen Intrigen zwischen den verschiedenen westdeutschen Organisationen, die den Fall aufklären wollen, durch menschliche Zwiste zu einem Pulverfass werden. Auch wenn Eva Herden im Mittelpunkt des Konflikts zu stehen scheint, hat sie kaum Auftritte, und in meinen Augen macht es den Plot stärker. Das Rätseln über ihre Handlungsmotivation auf der Seite von Gerber im Kontrast zu den offensichtlichen Verdächtigungen seiner Gegenspieler gibt dem historischen Konflikt eine mitreißende, persönliche Note.


    Eine schwache zweite Hälfte

    Umso enttäuschter war ich, als Eva schließlich selbst auftreten, denken, sprechen und handeln durfte. Hier wurde schnell klar, dass sie erneut praktisch keine agency hat. Interessanterweise hat das in diesem Buch auch Auswirkungen auf Gerber selbst. Obwohl er ein hochintelligenter und durchaus kampferprobter BKA-Ermittler ist, verliert er sich ebenso im Plot wie Eva. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass die Handlungsfreiheit aller Figuren eingeschränkt wurde, um die historischen Umstände darzustellen. Nicht die Motive von Gerber geben dem Plot Richtung, sondern äußere Umstände und weit entfernte Randfiguren.

    Verstärkt wird dieser Eindruck noch dadurch, dass einige dieser Randfiguren – und auch Eva selbst – zwischendrin die Chance bekommen, über ihr eigenes Leben oder ihre Motive zu sprechen. Jedes Mal erscheint dies unnatürlich, ein langer Monolog über die Vergangenheit inmitten einer Szene, die eigentlich Tempo benötigt. Es wirkt ungelenk, als wollte man die ausgearbeitete Biografie der Figuren im historischen Setting noch einmal schnell unterbringen. Entsprechend ist das Ende unbefriedigend, da einerseits immer wieder das Tempo verloren gegangen ist, andererseits und viel schwerwiegender jedoch der Beitrag der Protagonisten zu gering erscheint.


    Fazit

    Der historische Thriller „Ein Präsident verschwindet“ fängt wie der erste Band stark an, verliert dann aber Richtung und Tempo. Obwohl Philipp Gerber als Ermittlerfigur nach wie vor spannend ist, gehen seine Beiträge zum Plot beinahe verloren vor dem historischen Hintergrund. Wo der erste Band noch wie ein Thriller, der zufällig zur deutschen Geschichte passt, gewirkt hat, nimmt der historische Kontext hier so viel Raum ein, dass die Geschichte selbst darunter leidet. Dennoch hat mir der zweite Band genug gefallen, um mich auf den dritten Teil, der 2023 erscheinen wird, freue.

  3. Cover des Buches Das Adenauer-Komplott (ISBN: 9783839220764)
    Sebastian Thiel

    Das Adenauer-Komplott

     (22)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Man könnte wirklich meinen, dass Sebastian Thiel hier ein Stück Lebensgeschichte von Konrad Adenauer erzählt. Aber…

    Inhalt: Maximilian Engel, ehemaliger hoch dekorierter Flieger des zweiten Weltkriegs lässt sich im Suff gehen und macht Äußerungen, die im herrschenden Regime nicht wirklich gut ankommen. Er wird verhaftet und in einen mehr als menschenunwürdigen Knast gesteckt.
    Im Gefängnis hat er eine Unterredung mit einer mehr als hübschen Frau, die ihm ein Angebot macht, dass er kaum fassen kann. Er, ausgerechnet er, soll einem anderen Mann zur Flucht verhelfen und bekommt am Ende nichts als seine Freiheit dafür.
    Maximilian willigt ein und die Person, der er helfen soll ist niemand anders als Konrad Adenauer. Doch bevor sie frei kommen, erlebt er noch eine sehr harte Zeit in einem Konzentrationslager.
    Am Ende ist es Konrad Adenauer, der Maximilan befreit und ihn dann auch aus Geldnöten befreit, indem er ihn in seinem Stab mit beschäftigt und ihm gutes Geld bezahlt.
    Maximilian lernt die attraktive Frau besser kennen und lieben.
    Die Geschichte zieht sich interessant und sich entwickelnd durch die letzte Zeit des zweiten Weltkrieges und die Jahre des Umbruchs und Aufbaus danach, um am Ende tragisch zu enden.

    Fazit: Mit dem geschichtlichen Hintergrund hat der Haftungsausschluss gleich am Anfang erst einmal aufgeräumt. Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Aber alles spielt zumindest in einer sehr interessanten zeit. In die Kriegswirren kann man eine Menge Geschichten hinein schreiben. - Ich habe in jedem Fall auf Spannung gehofft.
    Die Spannung war eine ganz eigene. Der Protagonist ist gleich zu Anfang in Schwierigkeiten geraten. Von Anfang an war ich komplett drin in der Geschichte und von Anfang an wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich hier eine wahre Begebenheit lese und nicht irgendeine in die Zeit geschriebene Fiktion. Die ganze Zeit über hatte ich einen farbenfrohen Film in meinem Kopfkino laufen, der mich dann auch richtig gut bei der Stange hat bleiben lassen.
    Zwischendrin wurde es dann ein bisschen ganz arg politisch. Dann hätte das genauso eine Biografie von Adenauer sein können, aber das war es nun einmal nicht. In dieser Phase hat mich dann die kleine Liebesgeschichte bei der Stange gehalten, die dann irgendwann eine sehr dramatische Wende nimmt. Erst ganz am Ende hat sich dann mein Verdacht bestätigt. - Was den Stoff angeht, hat der Autor hier wirklich alle Register gezogen. Weltkriegswirren, junge Liebe, der Vater bzw. Schwiegervater, der die Beziehung nicht will, politischer Umbruch und Neuanfang. Und da rein wurde die Geschichte geschrieben.
    Die Story im Gesamten war sehr interessant und hat mich auf ihre Art gefesselt. Auch wenn dieses politische Gedöns zwischendrin war, hat es mich zwar etwas aufgehalten, aber im Gesamten hat es voll umfänglich in die Geschichte gepasst und ohne diesen Teil wäre die Geschichte ziemlich kurz gewesen, was mich mit Sicherheit auch wieder geärgert hätte.
    Der Stoff war in jedem Fall so gut beschrieben, dass ich die ganze Zeit ein sehr interessantes und echtes Kopfkino vor meinem geistigen Auge hatte. Ich war gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und war auf jeden Fall sehr gut von der Realität abgelenkt. - Das ist für ein Buch immer gut. Alles war leicht zu lesen, gut verständlich, aber eben nicht immer leicht verdaulich. Über die Korruption und das falsche Spiel mancher Protagonisten hätte ich mich stundenlang aufregen können und hätte doch nichts ausgerichtet. - Nur gut, dass das eine ausgedachte Story war. Ansonsten hätte es mir um das Ehepaar mehr als leid getan. Es kann doch nicht sein, dass ein eigener Vater mit seiner Tochter so umgeht. Ein absolutes No-Go!!!

    Ich kann dieses Buch wirklich wärmsten Herzens empfehlen. Nicht nur, dass es einem ein Stück deutsche Geschichte näher bringt in einer ehrlichen Form, wie es ein Geschichtsbuch nie könnte, ist es auch noch spannend geschrieben und lässt es auch an Dramatik, Liebe und Korruption nicht fehlen. - Das ist genau der Stoff, aus dem Kriminalromane sein sollten.

  4. Cover des Buches Kaiserstuhl (ISBN: 9783471360118)
    Brigitte Glaser

    Kaiserstuhl

     (77)
    Aktuelle Rezension von: katikatharinenhof

    Wenn die Liebe Einzug hält, prickelt es wie Champagner im Glas. So ist es auch , als sich Henny und Paul gegenüberstehen. Aber die Beziehung ist nicht für die Ewigkeit gemacht und genauso schnell, sie begonnen hat, zerbricht sie auch wieder. Jahre später stehen sich beide wieder gegenüber und die Spannung zwischen beiden ist sofort wieder vorhanden. Denn Paul sucht nach einer Flache Champagner, die Henny besitzt und die nicht nur als Symbol für die Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich steht, sondern auch das widerspiegelt, was zwischen dem einstigen Liebespaar an Gefühlen vorhanden war....


    Der Klappentext verführt regelrecht, zu diesem Buch zu greifen und verspricht eine aufregende Geschichte, in der die Aufarbeitung von alten Wunden, geschichtsträchtigen Ereignissen und eine Menge Emotionen eine große Rolle spielen.

    Nach "Bühlerhöhe" und "Rheinblick" ist dies nun mein drittes Buch von Brigitte Glaser, aber ich muss gestehen, dass sie mich dieses Mal nicht wirklich abholen und begeistern kann. Zwar malt sie mit einer unglaublich authentischen Kulissen wundervolle Landschaftsbilder und lässt den Blick immer wieder über die malerische Gegend bis hin zu den Vogesen schweifen, aber von einem schönen Teller wird man leider nicht satt.

    Die kurzen Kapitel bewirken, dass sich die Leser;innen wie beim ständigen An- und Ausknipsen einer Leselampe fühlen, bei der mal mehr, mal weniger Licht auf die Seiten fällt. Die Geschichte wirkt dadurch abgehackt und der Lesefluss wird immer wieder unterbrochen.

    Die Mischung der Themen finde ich zwar nach wie vor gut gelungen (Romanze, Vergangenheitsbewältigung, Selbstverwirklichung, Historisches), aber aufgrund ihrer Vielfalt tragen sie dazu bei, dass sich die Autorin in ihnen verliert und dadurch der Roman etwas langatmig wird.

    Glaser versucht einen Spannungsbogen aufzubauen, der in Ansätzen gelungen ist, aber nicht konstant weiter verfolgt wird, sodass sich die Dramatik in Grenzen hält. Vieles wird angedeutet, jedoch behält sich die Schreibende vor, hier vage zu bleiben und bereits begonnene Gedanken nicht zu Ende zu denken und zu Papier zu bringen. Die Leser:innen hängen oftmals in der Luft und können/müssen sich ihren Teil denken.

    Mir fehlt ein wenig Farbe und das Prickeln des Champagners, um hier bestimmte Momente zu unterstreichen bzw. hervorzuheben. Die Geschichte bleibt daher schlicht, ohne Schnörkel und in ihrer Einfachheit ohne großartige Überraschungen.

    Nett zu lesen, aber leider nicht das, was ich erwartet habe.

  5. Cover des Buches Die Akte Adenauer (ISBN: 9783499004759)
    Ralf Langroth

    Die Akte Adenauer

     (92)
    Aktuelle Rezension von: kupfis_buecherkiste

    Deutschland in der Nachkriegszeit: Das Land ist im Umbruch. Viele Städte bauen noch ihre Ruinen auf, die Alliierten sind mitten im Kalten Krieg. Auch in öffentlichen Behörden und staatlichen Stellen ist noch viel Handlungsbedarf: viele Positionen sind von Nazigrößen besetzt, und auch im geheimen agieren noch braune Geheimbünde wie die Wölfe Deutschlands. 

    In diese Umgebung wird der Amerikaner Philipp Gerber gesetzt. Da ein Kriminalkommissar ermordet wird, wird Gerber auf dessen Stelle gesetzt und soll für die BRD und den amerikanischen Geheimdienst CiC ermitteln, wer diese Tat verübt hat. Gerber steht zwischen den Fronten: beide Länder haben Interesse am Täter, und so muss sich Gerber feinfühlig in die Ermittlungsarbeiten einfuchsen. Schnell trifft er auf die Journalistin Eva Herden, die für eine linkslastige Zeitung schreibt. Beide geraten in die Schusslinie ihrer Feinde. Können Sie den Fall gemeinsam lösen? Und wie beeinflusst diese Situation den Wahlkamp in dieser jungen Republik?

    Ralf Langroth hat mit dem Auftakt „Die Akte Adenauer“ auf den Punkt abgeliefert. Dieser Krimi ist glaubwürdig, und so gar nicht das gewesen, was ich erwartet habe. Im Gegenteil hat mich diese Geschichte sehr positiv überrascht. Deutschland ist im Umbruch, die Spuren des 2. Weltkrieges sind noch nicht beseitigt, in den öffentlichen Stellen sind Positionen mit Menschen besetzt, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Gerade das historische Setting ist so überzeugend beschrieben, so detailreich, dass man sich direkt aufgehoben fühlt. Autos, Zigaretten, Kleidung, ja Landstriche werden so beschrieben, dass bei mir ein innerer Film ablief. Der Autor beschreibt die Welt zwar detailreich, ohne langweilig zu wirken. Die Protagonisten sind glaubwürdig, und irgendwie ist mir dieser Adenauer im Buch sehr sympathisch, auch wenn ich nicht bestätigen kann, wieviel er mit dem wahren Präsidenten zu tun hat. 

    Gerade Gerber ist mir mit Adenauer der sympathischste gewesen. Die Protagonistin Herden kann ich nicht so recht einschätzen, sie hinterließ bei mir eine Spur Zweifel bzgl. ihrer Loyalität. Aber gerade diese Empfindung gegenüber den Protagonisten, die Stimmung im Buch und die Thematik hat mir so gut gefallen, dass ich für mich sagen kann: auch wenn wir erst März haben, ist das eins der besonderen Bücher in diesem Jahr, das ich gelesen habe. Klare Leseempfehlung.

  6. Cover des Buches Der stumme Tod (ISBN: 9783492316118)
    Volker Kutscher

    Der stumme Tod

     (217)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt: 

    Berlin 1930: Kommissar Gereon Rath bekommt es mir einem mysteriösen Mordfall zu tun. Ein Filmsternchen wurde ermordet, erschlagen von einem Bühnenscheinwerfer. Der Fall führt Rath in die Welt zwischen Stummfilm und dem aufkommenden Tonfilm, von Glamour, Kino und in die politischen Wirren der Weimarer Republik. 


    Persönlicher Eindruck: 

    Mit „Der stumme Tod“ präsentiert Autor Volker Kutscher seinem Lesepublikum bereits den zweiten Historienkrimi zu seiner Babylon Berlin-Reihe rund um den Berliner Kommissar Gereon Rath. Die Reihe wurde auch als TV-Serie mit mehreren Staffeln verfilmt und scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen. Das war für mich der Grund, selbst auch mal zu einem der Bücher zu greifen. 

    Ich gebe offen zu: ich kannte bislang weder die Bücher noch die TV-Serie und war als Freund historischer Romane der jüngeren Vergangenheit gespannt auf das, was sich hier so bieten würde – und wurde zutiefst enttäuscht. 

    Als Sittengemälde der damaligen Zeit taugt der Stoff aufgrund recht guter Recherche ganz passabel – das Berlin der beginnenden 1930er Jahre wird an vielen Stellen recht gut eingefangen, ebenso das Flair der Stumm- und Tonfilmzeit dieser Epoche und der Klüngel hinter den Kulissen. Das war leider alles: Kutscher schafft es weder bei der Hauptfigur noch bei den zahlreich auftretenden Nebenfiguren, auch nur ein Minimum an Tiefe und Profil zu schaffen. Die handelnden Personen waren für meinen Geschmack allesamt blass, nichtssagend und austauschbar. Der Schreibstil ist schleppend und überhaupt nicht mitreißend; was den Erfolg der Reihe nun tatsächlich ausmachen soll, ist mir vollkommen unverständlich.

    Gereon Rath als Zugpferd der Reihe ist im Grunde eine Art Anti-Held, als Kommissar und auch als Mensch keine strahlende Figur mit Identifikationspotential für den Leser. Vielmehr erschien er mir recht düster und mit reichlich negativen Charakterzügen besetzt, als dass ich ihm in seiner Person vertrauen und mir von ihm Hilfe holen möchte, wäre ich eine Figur aus der Handlung. Raths Ermittlungen empfand ich als lasch und unambitioniert, mitfiebern konnte ich jedenfalls nicht und somit blieb die Krimihandlung innerhalb der Gesamthandlung ebenso fade und langweilig wie der Rest. 

    Alles in allem habe ich wackere 200 Seiten (etwas mehr als ein Drittel) durchgehalten, aber dann war Schluss. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, dass ich hier nur meine Zeit verschwende, wenn ich weiter dran bleibe – die Geschichte blieb auch nach 200 Seiten überhaupt nicht im Gedächtnis haften und brachte mir Null Mehrwert beim Lesen. 

    Fazit: Für mich war es das, ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen. Schade um die vertane Zeit! 

  7. Cover des Buches Bühlerhöhe (ISBN: 9783957130471)
    Brigitte Glaser

    Bühlerhöhe

     (12)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich habe das Hörbuch gehört.


    Und irgendwie war die Geschichte ganz anders als erwartet. Und für mich auch irgendwie undurchsichtig.


    Es wird aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt was mir sehr gut gefällt. Irgendwie dachte ich, dass beide Personen unterschiedliche Ziele verfolgen. Aber das war dann doch nicht so. Im Grunde haben alle das gleiche Ziel verfolgt, nämlich den Kanzler zu schützen. Daher habe ich irgendwie den Sinn hinter der Geschichte nicht so richtig erkannt. Öfter habe ich mich gefragt um was es da eigentlich jetzt konkret gehen soll.


    Außerdem hatte das Buch auch einige Längen. Mit acht CDs hat es sich etwas gezogen, was es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte.


    Auch gab es einige Begebenheiten die ich als unlogisch empfand. Die geheime Agentin in ganz wichtige Mission die eigentlich keine Ahnung hat was sie tut. Und alles wird auf einen einzigen Mann gesetzt, als dieser dann ewig nicht auftaucht ist es aber dann doch gar nicht weiter schlimm. Auch was jetzt ganz genau die Aufgabe der Agentin war bleibt etwas im Dunkeln. Direkter Personenschutz sollte es ja nicht sein, aber was hätte sie denn genau ausrichten sollen?


    Einiges anderes war sehr vorhersehbar.


    Trotz allem habe ich nicht abgebrochen, also hat es mich doch unterhalten.


    Ehrlicherweise fand ich die Nebenstory zu dem Mord und Mädchen vom Hundseck wesentlich interessanter als die Hauptstory.

  8. Cover des Buches Wir sind doch Schwestern (ISBN: 9783462003727)
    Anne Gesthuysen

    Wir sind doch Schwestern

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Nele33

              Der 100. Gebrutstag von Gertrud steht an. Gertrud ist die älteste der drei Schwestern. Katty und Paula organisieren ein Fest auf dem Hof der von Katty, die diesen geerbt hat.

    Die Geschichte lehnt sich der der Großtanten der Autorin an. Erzählt wird die Geschichte der drei Frauen mit vielen Rückblenden auf ereignisreiche Leben, Leben in denen viel in der Welt geschehen ist. 2 Weltkriege, politische Umbrüche, Liebe, Leid und Trauer.

    Jede der Frauen hat so ihre kleinen oder auch größeren Geheimnisse. Nun ist es an der Zeit zurückzuschauen und diese Geheimnisse nach und nach zu lüften. Vor allem Katty ist da für die ein oder andere Überraschung gut. Katty, mit der sich Gertrud zeitlebens am meisten gestritten hat.

    Mich hat das Buch doch sehr an meine Oma und ihre Lebensgeschichte erinnert. Leider wird heute die Lebenserfahrung der alten Menschen kaum mehr gewürdigt und ihre Einstellungen als antiquiert hingestellt. Die Geschichte umspannt so viel Facetten des Lebens, dass es eine Freude war es zu lesen. Dies liegt auch an dem Schreibstil der Autorin und die charakterisierung der Protagonistinnen.

    Eine klare Leseempfehlung von mir.




  9. Cover des Buches Deutschland-Chronik 1945 bis 1995 (Schriftenreihe Band 332) (ISBN: 9783893312245)
  10. Cover des Buches Pilawas Zeitreise (ISBN: 9783596182527)
    Jörg Pilawa

    Pilawas Zeitreise

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dass Jörg Pilawa in diesem Buch Unterhaltsames aus der Vergangenheit beschreibt ist so ziemlich das Einzige, mit dem ich konform gehen kann. Spannende Zeitreise? Nein! Ich fühlte mich eher wie in einem Wartezimmer sitzend, eines der Regenbogenblätter in der Hand haltend um mir die Zeit zu vertreiben. Jedes dieser Kapitel hätte in eine "bunte Illustrierte" gepasst, kein großartiger Tiefgang, lockerer Schreibstil - allein die Verweise auf weiterführende Literatur haben mich neugierig gemacht. Wirklich neues Wissen konnte ich diesem Buch kaum entnehmen, schade eigentlich.
  11. Cover des Buches Herr Präsident, der lügt! (ISBN: 9783492259118)
    Günter Pursch

    Herr Präsident, der lügt!

     (0)
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  12. Cover des Buches Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (ISBN: 9783518112670)
  13. Cover des Buches Ach, du mein Vaterland (ISBN: 9783896670267)
    Herbert Riehl-Heyse

    Ach, du mein Vaterland

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Der Kanzler hat die Stirn gerunzelt (ISBN: 9783404107964)
    Walter Henkels

    Der Kanzler hat die Stirn gerunzelt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Untertitel lautet "35 Jahre Bonner Szene", und genau das bekommt man auch: einen guten Überblick über die ersten Jahrzehnte der jungen Bundesrepublik von den Kanzlern Adenauer bis Kohl anhand von Zeitungsartikeln, die überwiegend in der FAZ erschienen sind.
  15. Cover des Buches Politiker-Märchen (ISBN: 9783424350074)
    Dieter Hildebrandt

    Politiker-Märchen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    Der Kabarettist Dieter Hildebrandt hat aus 60 Jahren Bundesrepublik 10 der bekanntesten Lügen herausgegriffen. Das Hörbuch schließt mit Thema 11 – einen Lobpreis auf 60 Jahre Bundesrepublik.

    Der Bogen spannt sich von der Nachkriegszeit bis ins Jahr 2008. Die Übernahme alter Nazis in den Staatsdienst und die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik wird genauso thematisiert wie Kohls blühende Landschaften. Sehr interessant fand ich die Ausführungen zur Wiedervereinigung.

    Der Aufbau der einzelnen Beiträge ist ähnlich. Zu Beginn erklingt häufig die Nationalhymne. Dann folgen Originaleinspielungen der Politiker, so weit vorhanden. Anschließend kommentiert Hildebrandt die Texte auf seine bekannt sarkastische Art.

    Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen.

  16. Cover des Buches 70 - DER SPIEGEL 1947–2017 - (ISBN: 9783421047700)
  17. Cover des Buches Berlin 1961 (ISBN: 9783886809943)
    Frederick Kempe

    Berlin 1961

     (3)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    In einem Geschichtsbuch, das sich liest wie ein Kriminalroman, hat der amerikanische Journalist Frederic Kempe auf über 600 Seiten die Geschichte des Mauerbaus 1961 in Berlin dokumentiert, der sich in diesem Jahr zum 60. Mal jährt. Viele Bücher und Artikel sind in diesem Zusammenhang erschienen. Das vorliegende Buch ist die vielleicht ausführlichste und beste Darstellung eines Geschehens, das in seiner Vorgeschichte und seinen Nachwirkungen die Welt in Atem hielt. Denn dass der Mauerbau keine rein innerdeutsche Angelegenheit war, sondern dass die beiden Großmächte UdSSR und USA mit ihren Spitzen Kennedy und Chruschtschow im Hintergrund die Fäden zogen, das wird in dem klug aufgebauten Buch deutlich. Über sieben Jahre Arbeit hat Frederick Kempe in dieses Buch gesteckt, bisher unzugängliche Quellen gesichtet und ausgewertet. Er folgt mit seiner Darstellung der damaligen Chronologie und kommt abschließend zu der These, der damalige amerikanische Präsident Kennedy habe durch schlechtes Krisenmanagement und sein unentschlossenes Handeln in der Krise den Bau der Mauer in Berlin mit verschuldet. Mag sein, dass er hier in der historischen Bewertung zu hart urteilt, setzte doch Kennedy gegenüber der UdSSR konsequent die Politik seines Vorgängers fort. Dennoch: da das Buch nicht den Anspruch eines wissenschaftlich-historischen Werkes erhebt, sondern als ein journalistisches Werk angesehen werden muss, kann dies durchgehen. Es ist ein spannendes Buch, mit vielen Schwenks aufgebaut wie ein Dokumentarfilm. Wer sich über die Vorgeschichte, den Mauerbau und seine Folgen ausführlich und verständlich informieren möchte, ist mit diesem Buch gut beraten.
  18. Cover des Buches De Gaulle und Deutschland (ISBN: 9783416023078)
    Pierre Maillard

    De Gaulle und Deutschland

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Konrad Adenauer (ISBN: 9783491961173)
    Peter Koch

    Konrad Adenauer

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Im Schatten der Geschichte (ISBN: 9783423108058)
    Sebastian Haffner

    Im Schatten der Geschichte

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Die Republik vor Gericht 1954-1995 (ISBN: 9783746634364)
    Heinrich Hannover

    Die Republik vor Gericht 1954-1995

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Beim ersten Lesen des Buches ist mir in erster Linie die relativ schlechte Schreibe von Heinrich Hannover aufgefallen, die auch für die durchschnittliche Bewertung des Buches mit verantwortlich ist. Nach nochmaliger Lektüre muß ich aber sagen, daß Hannover durchaus interessante Gerichtsprozesse der 50er/60er Jahre aufbereitet, die ansonsten völlig in Vergessenheit geraten sind.
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