Bücher mit dem Tag "komissar"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "komissar" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.317)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: Der Hintergrund in Schwarz- und Gelbtönen harmoniert sehr gut und ist passend für einen Thriller.

     

    Klappentext: Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der „Augensammler“ keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …

     

    Meinung: Es ist bereits das zweite Mal, dass ich dieses Buch lese. Grund dafür ist Fitzeks neuestes Werk „Playlist“, bei dem empfohlen wird, die Vorgänger zu kennen. Da es schon mehrere Jahre her ist, dass ich die beiden Augen-Teile gelesen habe, wollte ich das nun nachholen, bevor ich mit „Playlist“ beginne. Zum Schreibstil des Autors kann ich nur sagen, es ist einfach ein typischer Fitzek. Spannend, kurzweilig und mit einer gewissen Portion Sarkasmus. Ich bin gut in die Geschichte rund um den Familienvater Alexander Zorbach reingekommen, wobei ich sehr schockiert war, wie wenig von diesem Buch bei mir hängengeblieben ist. Das heißt aber nicht, dass „Der Augensammler“ nicht im Gedächtnis bleibt … Mein Erinnerungsvermögen ist da ein sehr schlechtes Beispiel.

    Gemeinsam mit der mysteriösen Alina Gregoriev macht Zorbach Jagd auf den Augensammler. Dabei bleibt die Spannungskurve hoch – für meinen Geschmack sogar etwas zu hoch. Was ich damit sagen will: Fitzek verwendet Twists ohne Ende. Bei vielen seiner Bücher funktioniert diese Taktik auch gut, aber hier war es mir schon zu auffällig. Sobald ich mich mit einer neuen Situation abfinden konnte, wurde wieder alles über den Haufen geworfen. Eine hochspannende Szene jagte die nächste. Für mich persönlich etwas zu viel des Guten.

    Die Protagonisten sind stimmig und mit Zorbach konnte ich richtig mitfiebern. Er war mir sympathischer als Alina.

    Was Polizeigewalt angeht, hat der Autor hier sehr dick aufgetragen. Bei einigen Szenen fand ich es übertrieben, aber im Nachhinein betrachtet muss man sagen, dass er damit gar nicht mal so weit von der Realität entfernt ist. Für die Geschichte an sich wäre ich jedoch mit weniger eher zufrieden gewesen.

    Die Auflösung: Auch hier ist Fitzek bekannt dafür, im letzten Moment nochmal alles neu zu ordnen. Teilweise ist ihm das auch gelungen, was mir sehr gut gefallen hat! Das Motiv des Täters war … okay. Ich hätte mir mehr erwartet, aber ich kann trotzdem behaupten, dass ich mit dem Ende im Großen und Ganzen zufrieden bin.

    „Der Augensammler“ ist ein gelungener Psychothriller, der an manchen Stellen zu dick aufträgt und somit nicht zu meinen absoluten Lieblingswerken von Fitzek gehört. Dennoch lesenswert und verdiente 4 Sterne!

  2. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.525)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    Carl Morck hat wieder nichts zu lachen in seinem zweiten Fall. Immer wieder wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert und sein Arbeitgeber macht ihm auch das Leben schwer.

    Ein Fall der zwanzig Jahre zurück liegt, lässt ihm keine Ruhe. Er wittert etwas, wird aber von diesem Fall wieder abgezogen. Es wäre kein echter Carl Morck, wenn er nicht trotzdem weiter machen würde.

    Brutal geschrieben und nichts für schwache Nerven ist auch dieser zweite Teil von Adler Olsen. 

  3. Cover des Buches Das Geheimnis des weißen Bandes (ISBN: 9783458359159)
    Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes

     (357)
    Aktuelle Rezension von: CookieBook22
    „Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen …“ (Klappentext)

    Der Roman ist ein „Auftragswerk“ der Nachlassverwalter Conan Doyles – hier haben selbige mit Anthony Horowitz eine sehr gute Wahl getroffen! Der Autor schafft es nicht nur die Stimmung des viktorianischen Londons einzufangen, sondern auch den Stil so zu imitieren, dass es sich wirklich um eine original Doyle-Erzählung handeln könnte. In puncto Spannungsaufbau geht er meiner Meinung nach sogar über den der Originalerzählungen des britischen Arztes und Autors hinaus. Als Kenner aller Original-Holmes-Erzählungen kann ich nur betonen, wie eindrucksvoll und außergewöhnlich gut es Horowitz schafft, Holmes und seinem Sidekick Dr. Watson neues Leben einzuhauchen und sie in ein spannendes Abenteuer ziehen lässt.

    Kurzum: Alle Erwartungen erfahrener Holmes-Kenner werden erfüllt – in Teilen, durch den sehr gut konstruierten Plot, sogar noch übertroffen. So müssen Holmes und Watson gleich mehrere Rätsel lösen, die sie teilweise auch persönlich hart treffen. Welche Geheimnisse liegen um eine geheimnisvolle amerikanische Gang und welche grauenhaften Geschehnisse verbirgt das „House of Silk“. Es besteht erhöhte Suchtgefahr, da der Roman so spannend aufgebaut ist. Ich habe ihn wirklich fast in einem Rutsch durchgelesen, daher rate ich, dass alle Leser*innen von vorneherein genug Zeit für die Lektüre einplanen.

    Kleinere Kritikpunkte sind lediglich der Anfang der Erzählung, der so ähnlich allzu oft in zahlreichen Holmes-Pastiches verwendet wurde (ein alter Watson, der kurz vor seinem Tod ein letztes Mal zur Feder greift) sowie eine zu stark konstruierte Flucht Holmes’ aus dem Gefängnis, die nicht zuletzt dadurch gelingt, als dass ein gewisser Akademiker (!) Kontakt zu Watson aufnimmt … Diese Kleinigkeiten sind jedoch so marginal, als dass sie zu einem Punktabzug führen könnten.

  4. Cover des Buches Der Sohn (ISBN: 9783548287782)
    Jo Nesbø

    Der Sohn

     (310)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Er sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. Seit sein Vater sich umgebracht hat, ist ihm das egal. Doch dann erfährt er, dass das eine Lüge ist und sein Vater kein korrupter Polizist war. Dafür aber viele andere Menschen. Und er kann sich rächen.


    Dieses Buch hat mir auf anhieb gefallen. Nicht nur die Idee konnte mich direkt fesseln, sondern auch alles andere. Man taucht einfach in diesen Fall ein. Dabei ist die Handlung komplex und es wird auf keinen Fall langweilig. Ein spannender Moment jagt den anderen und ich war die ganze Zeit am miträtseln. Aber das beste waren die Personen. Sie sind so toll gestaltet, dass man besonders die Hauptfiguren gernhaben muss. Aber der Autor hat es geschafft, sogar Mitgefühl und Sympathie für Mörder und Drogensüchtige zu erzeugen, was sehr zur Spannung beiträgt, weil man für verschiedene Seiten hofft.

    Die Geschichte ist aber auch sehr berührend und tiefgründig und bringt manchmal auch zum Nachdenken. Und das Ende hat es richtig in sich.


    Alles in allem konnte mich das Buch richtig begeistern. Ich liebe so gut wie alle Bücher des Autors und dieses kann locker mit der Harry Hole Reihe mithalten. Hier ist einfach alles was ein gutes Buch braucht enthalten und ich liebe es!

  5. Cover des Buches Der Sommerfänger (ISBN: 9783570308165)
    Monika Feth

    Der Sommerfänger

     (431)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Es ist Sommer und unglaublich heiß. Die Erdbeerpflücker sind auf den Feldern und erinnern Jette an damals, an ihre erste große Liebe, an der sie fast gestorben wäre. Seitdem sind zwei Jahre vergangen und sie hat es geschafft, sich erneut zu verlieben. Jedoch hat Jette nicht damit gerechnet, dass der Mitbewohner ihres neuen Freundes Luke ermordet aufgefunden wird und Luke dann spurlos verschwindet…

    Ich konnte es kaum erwarten den fünften Band der Reihe zu lesen und habe deshalb auch sofort mit diesem begonnen, als er bei mir ankam und ich kann euch sagen, dass ich es überhaupt nicht bereut habe. Monika Feth hat mit dieser Reihe eine grandiose Reihe geschaffen, die ich direkt ins Herz geschlossen habe und die dafür gesorgt hat, dass ich meine Liebe für Bücher entdeckt habe. Liebe Monika, falls du das liest, danke für deine Bücher, seitdem liebe ich es Bücher zu lesen!

    Für Jette gibt es in diesem Band eine neue Herausforderung, denn bereits vor zwei Jahren hat sie sich in einen Mörder verliebt, der ihr fast ihr Leben genommen hätte. Und jetzt macht es den Anschein, als würde sich all das wiederholen, denn es gibt viele Dinge, die sich nicht über Luke weiß. Ich finde es in diesem Band richtig gut, dass Jette wieder im Vordergrund ist und sie dieses Mal in ihrem eigenen Fall ,,ermitteln‘‘ muss. Das bringt eine Menge Spannung mit sich und sorgt dafür, dass man ständig mit ihr mitfiebert, mitweint, mitleidet und/oder auch mit lacht.

    Auch Merle findet in diesem Buch wieder ihren Platz und für sie ist es auch nicht so einfach, bei dem was in dem Tierheim so läuft. Merle ist aktiv im Tierschutz und setzt sich wortwörtlich mit Haut und Haar für die Tiere ein und bringt sich damit auch oft in Gefahr. Denn hierbei handelt es sich um Katzenmorde, die nicht nur für Merle unerträglich waren. Denn auch ich musste beim Lesen den Atem anhalten und ein paar Mal durchatmen, bevor ich weiterlesen konnte. In dieser Situation habe ich so sehr mit ihr gelitten und stelle mir es einfach unglaublich grausam vor.

    Besonders schön finde ich an diesem Buch auch das Cover, denn es bringt einen in eine wirklich sommerliche Atmosphäre, weshalb man das Buch perfekt im Sommer lesen kann. Außerdem passt das Cover auch zu den anderen Bänden und somit harmonieren sie einfach super miteinander. Ich finde es auch sehr bewundernswert, dass Monika Feth die Gabe besitzt, dass Innere eines Charakters komplett rauszuholen und den Leser*innen die Charaktere komplett nackt zu zeigen.

    Der Schreibstil von Monika Feth ist unglaublich toll. Auch in ihrem fünften Band hat sie es geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen und mich komplett zu überzeugen. Sie hat einen lockeren, leichten, spannenden und fesselnden Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte, sondern immer wieder erfahren muss wie es weitergeht und was als nächstes passieren wird.

    ,,Der Sommerfänger‘‘ hat mir sehr gut gefallen und ist ein Buch was man perfekt mit in den Sommer einbauen kann. Beim Lesen dieser Reihe vergisst man komplett seinen Alltag und all das was um einen herum ist, sondern ist voll und ganz in der Geschichte und kann einfach nicht aufhören. Ich kann euch die Reihe wirklich nur empfehlen und bin mir sicher, dass ihr es nicht bereuen werdet, sie zu lesen!

  6. Cover des Buches Der Schattengänger (ISBN: 9783570308158)
    Monika Feth

    Der Schattengänger

     (625)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Die Mutter von Jette, Imke Thalheim, ist Besteller Autorin und hat schon viele Bücher geschrieben und sich somit eine Fangruppe aufgebaut. Jedoch hat sie nicht damit gerechnet, dass sie irgendwann einmal von einem Stalker bedroht wird. Weil er ihr große Angst macht, flüchtet sie und versteckt sich vor ihm. Niemand, außer der Polizei, kennt den Ort, an dem sie aktuell lebt. Das sorgt leider dafür, dass der Stalker sehr wütend wird und somit alle in Gefahr bringt, die ihr nahestehen…

    Die ersten drei Bände der Jette und Merle Reihe haben mir wahnsinnig gut gefallen und ich habe jedes einzelne Buch gelesen und verschlungen. Somit konnte ich auch kaum erwarten mit dem dritten Band zu starten und habe mir diesen sofort geschnappt, als dieser bei mir angekommen ist. Und wow, Monika Feth hat mit ,,Der Schattengänger‘‘ wieder einen grandiosen Thriller geschrieben, der einem den Atem rauben wird und die Nackenhaare zu Berge steigen lassen, überzeugt euch selber!

    In diesem Band bekommen wir eine Sicht von einer Person, die in den vorherigen Bänden eher im Hintergrund waren, doch jetzt in den Vordergrund gerückt sind. Imke Thalheim bekommt bedrohliche Fanpost, die nicht nur ihr, sondern auch mir Angst gemacht hat. Mit jeder weiteren Aktion wächst auch die Angst und ich kann echt gut verstehen, dass sie dann erst einmal untertauchen möchte. Der Stalker kennt nämlich keine Grenzen und geht jedes Mal ein Stück weiter. Er beobachtet sie, er ruft sie an und schlussendlich bringt er die Menschen in Gefahr, die Imke Thalheim wichtig sind. Ich fand es sehr spannend, dass dieses Buch hauptsächlich aus der Sicht von Imke und dem Stalker geschrieben wurde, denn somit bekommt man ein gutes Gespür für die Situation. Natürlich kommen aber auch die anderen Charaktere zu Wort, nur rücken diese in ,,Der Schattengänger‘‘ etwas in den Hintergrund.

    Jette und Merle sind auch in diesem Buch wieder sehr aktiv und versuchen alles Mögliche, um etwas über den Stalker herauszufinden. Hierbei ist Jette wieder so selbstlos, dass sie gar nicht auf sich selbst achtet, sondern eher auf die Menschen, die ihr wichtig sind und das sie diese retten möchte. Merle hat mir auch in diesem Buch wieder sehr gut gefallen, denn sie ist jemand der eher die Dinge durchplant, durchspricht und sie durchgeht, bevor sie sich Hals über Kopf in die Dinge stürzt.

    Der Schreibstil von Monika Feth konnte mich auch in diesem Band wieder komplett überzeugen. Ich finde, dass sie auch in diesem Band wieder einen sehr lockeren, leichten, flüssigen und fesselnden Schreibstil hat, der dafür sorgt, dass man das Buch einfach weiterlesen muss und nicht aus der Hand legen kann. Außerdem schafft sie eine tolle Atmosphäre, die ebenfalls dafür sorgt, dass man weiterlesen muss. Der Lesefluss wird in diesem Buch in keiner Weise gestört.

    ,,Der Schattengänger‘‘ ist der vierte Band der Reihe und kann immer noch mit den anderen Bänden mithalten. Ich finde es richtig toll, dass in diesem Buch andere Charaktere mehr zu Wort kommen und man somit mal etwas anderes hat. Dennoch bleibt Monika Feth ihrem Stil treu und schafft Charaktere, die man nicht so schnell vergessen kann und baut sensible und wichtige Themen in ihre Bücher mit ein, über die man unbedingt sprechen sollte. Ich kann euch die Reihe nur empfehlen und gerade für Thriller Liebhaber ist diese Reihe ein absolutes Muss!

  7. Cover des Buches Bullet Schach (ISBN: 9783802595875)
    Ben Bauhaus

    Bullet Schach

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Ich finde, dass Cover sehr gut und mich hat der Titel angesprochen.


    Das Buch fängt interessant an, wurde etwas lame, kurz danach wieder interessant und umso mehr vom Fall erzählt wurde, wurde das Buch immer spannender. Mich haben diese Spielzüge beim Schach nicht so interessiert anfangs. 

    Es ist Band 1. Zwischendurch habe ich immer gedacht, dass es ein späterer Band ist, da viel von einem anderen alten Fall erzählt wurde, was mich sehr verwirrt hatte. Im Nachhinein, wenn man weiß, das es wirklich der erste Band ist, finde ich diese Idee ganz gut immer wieder Details aus dem alten Fall bekannt zugeben. 

    Ich habe gern mitgerätselt, wer könnte nun der Mörder sein, wer das Opfer. 

    Auch finde ich die Thematik schön gewählt mit dem Schachboxen. Wirklich mal etwas anderes, originelles. 


    Anfangs war Thiebeck mir nicht so sympathisch, aber mit der Zeit, fand ich ihn ganz gut. Dadurch, dass er immer wieder Emotionen zugelassen hat wurde er mir sympathischer. Thiebeck ist vom Dienst entlassen worden seit einer geraumen Zeit und wird in einem Fall mit hineingezogen und will den Mörder finden.

    Ich finde die Passagen sehr gut, wo er aus sich herauskommt und seine harte Schale öffnet. Das er nicht nur ne dicke Lippe riskiert oder sein Macho-Gerede raushängen lässt.


    Das Buch hat mir gut gefallen. Ich finde, manche Passagen hätten noch mehr und besser ausgebaut werden können. Der Schreibstil war einfach. Auch die Sachen im LKA wurden einfach dargestellt und ich fand, dass man die Geschichte gut hintereinander weg lesen konnte und immer wieder tolle Spannungsbögen hatte.

  8. Cover des Buches Todesbräute (ISBN: 9783426502983)
    Karen Rose

    Todesbräute

     (525)
    Aktuelle Rezension von: Sarah203

    Kurzfassung


    Dutton, Georgia. In der Kleinstadt geht die Angst um, denn ein Serienmörder tötet junge, attraktive Frauen und legt diese in Decken eingewickelt in Gräben nahe der Stadt ab. Alle Opfer wurden vergewaltigt und dermaßen brutal misshandelt, dass ihre Gesichter nicht mehr zu erkennen sind. Der Mörder hinterlässt an jedem Opfer eine Botschaft in Form eines Schlüssels: doch für wen ist diese Botschaft, und was hat sie zu bedeuten? Special Agent Daniel Vartanian trifft während seiner Ermittlungen auf lang gehütete Geheimnisse und einen Sumpf aus Eskapaden, Erpressungen und Gewalt, die in dieser Kleinstadt schon zu lange unter der Oberfläche brodeln. Als dann auch noch Alex Fallon in Dutton auftaucht, um ihre verschwundene Stiefschwester zu suchen, gerät das soziale Gefüge der Stadt vollends ins Wanken, und die Ereignisse überschlagen sich. Alle Spuren deuten darauf hin, dass die aktuellen Morde mit einem Verbrechen zusammenhängen, dass vor 13 Jahren stattfand: das damalige Opfer war ausgerechnet Alex Fallons Zwillingsschwester. Ist der Täter von damals zurückgekehrt oder stehen die Taten überhaupt nicht in Zusammenhang? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn keine Frau ist mehr sicher.


    Handlung


    Wie für Karen Rose typisch treibt auch im zweiten Buch der Vartanian-Reihe "Todesbräute" ein Serienmörder sein Unwesen. Der erste Mord in Dutton geschieht eine Woche nach der Beerdigung von Daniel Vartanians Bruder Simon, der im ersten Band "Todesschrei" siebzehn Menschen grausam ermordete. Während der Ermittlungen trifft Special Agent Daniel Vartanian auf Alex Fallon, die nach Dutton gekommen ist, um nach ihrer Stiefschwester Bailey zu suchen, die seit einigen Tagen spurlos verschwunden ist. Nach und nach wird klar: die aktuellen Morde hängen mit Ereignissen zusammen, die vor dreizehn Jahren ihren Lauf nahmen, und die sowohl mit Daniel Vartanians als auch Alex Fallons Vergangenheit untrennbar verbunden sind. 


    Charaktere


    Eigentlich gelingt es Karen Rose sonst leicht, den Charakteren ihrer Geschichten Leben einzuhauchen. Meist sind es Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich normalerweise um so menschlicher. Leider verliert sich in "Todesbräute" der Plot so sehr in einer Vielzahl von Opfern, Verdächtigen und deren Verstrickungen, dass ich beim Lesen irgendwann schlichtweg den Überblick verloren habe. Da tauchen plötzlich Personen wieder auf, die 150 Seiten zuvor in einem Nebensatz erwähnt wurden, nur um jetzt der Handlung eine ach so entscheidende Wendung zu geben. Durch die schiere Anzahl an Protagonisten ist eine Charakterentwicklung, wenn überhaupt, nur rudimentär gegeben, so dass ein Mitfiebern, Mitleiden und Miterleben bei mir dieses Mal völlig ausblieb.


    Schreibstil


    Der Schreibstil von Karen Rose ist wie immer leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden und möchte das Prickeln der Spannung erleben. Dies gelingt in "Todesbräute" leider nicht, denn die Handlung wirkt dermaßen konstruiert, dass ich irgendwann nicht mehr wirklich folgen konnte. Dabei ist die Grundidee dieses Thrillers durchaus interessant, verliert sich aber wie oben schon geschrieben in einer Vielzahl von Charakteren und Verstrickungen. 


    Fazit


    Auch in ihrem zweiten Roman aus der Vartanian-Reihe, "Todesbräute", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose im Allgemeinen gut bedient. Nachdem ich bereits alle sechs Bände der Chicago-Reihe und den ersten Band der Vartanian-Reihe gelesen habe, muss ich jedoch sagen, dass "Todesbräute" für mich bisher das schwächste Buch der Autorin ist, was vor allem an den schwach gezeichneten Charakteren und dem sehr konstruierten Plot liegt. Ich musste mich dieses Mal wirklich zwingen, das Buch zu Ende zu lesen und hoffe, dass der dritte Band "Todesspiele" wieder deutlich spannender und fesselnder daherkommt. 

  9. Cover des Buches Föhnlage (ISBN: 9783596512898)
    Jörg Maurer

    Föhnlage

     (390)
    Aktuelle Rezension von: vicky

    Nachdem es mittlerweile schon eine ganze Stange an Alpenkrimis von Jörg Maurer gibt, wollte ich auch mal mit Band 1 anfangen. Kommissar Jennerwein wird zu einer Massenpanik mit ordentlich Blaulichtaufgebot ins Konzerthaus eines kleinen Alpenkurortes gerufen. Als sich die Aufruhe gelegt hatte, wurde klar dass zwei Leichen mitten im Konzertsaal lagen und keiner der 500 Besucher etwas gesehen hat, was zur Aufklärung beiträgt...

    Jennerwein und sein ganzes Team sind witzige Gesellen, die in einer herrlichen Gegend arbeiten. Ich fand den Schreibstil des Autors gewöhnungsbedürftig und etwas durcheinander, aber habe mich dann doch recht schnell dran gewöhnen können und wurde mit einem leichten und humorvollen Krimi mit Alpenflair belohnt.

  10. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783499266829)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 320 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)

    ISBN-13: 978-3499266829

    Preis: 11,00 €


    Spannender Krimi und mehr


    Inhalt:

    Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet. 


    Meine Meinung:

    Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt. 


    Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran.  Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.


    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.


    Die Reihe:

    1. Kühn hat zu tun

    2. Kühn hat Ärger

    3. Kühn hat Hunger


    ★★★★★

  11. Cover des Buches Venezianisches Finale (ISBN: 9783257231717)
    Donna Leon

    Venezianisches Finale

     (444)
    Aktuelle Rezension von: Dawnie

    Ich bin aufgewachsen mit den Filmen dieser Buchserie, da meine Mutter sie immer geschaut hat wenn sie ausgestrahlt wurden -sie ist begeistertet Fan von Venedig und mag diese Buch (und Film) Serie ebenfalls. 


    Dieses Jahr habe ich beschlossen endlich wirklich all die älteren Serien anzufangen zu lesen wie ich es seit Jahren vor hatte und beschlossen mit diesem anzufangen. 


    Und ich denke es ist eine gute Entscheidung gewesen. 


    Wer Italien -besonders Venedig liebt? Dieses Buch strahlt förmlich von der LIebe die die Autorin eindeutig für die Stadt hat. 

    Die Charaktere sind sehr gut, der Commissario ist wirklich gut und es ist ein guter Anfang einer Serie. 


    Man merkt das es das erste Buch einer längeren Reihe ist, da man einige Vorstellungen von Charakteren bekommt die keine wirkliche Rolle in diesem Buch spielen, aber zu der Familie des Commissario's gehören und daher eindeutig wieder in den nächsten Büchern auftreten werden. 


    Die eigentliche Krimigeschichte war sehr gut geschrieben und interessant aufgeklärt wurde. 

    Ich mochte das Ende des Buches and wie der Commissario das ganze gelöst hat. 


    Ich denke nicht das man wirklich die sind es fast 30 Jahre?- die das Buch nun alt ist. Sicher gibt es kleine Momente wo man bemerkt das das Internet und Handy's nicht vorhanden sind wie wir es heute kennen, allerdings fand ich nicht dass das in irgendeiner weise negative Auswirkungen mit diesem Buch hatte. 


    Ich werde auf jeden Fall weiter lesen, ich habe diese Vorstellung in die Serie genossen. 

  12. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783844518221)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (36)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Den Autor Jan Weiler werden die meisten durch sein Buch „Maria ihm schmeckt's nicht“ kennen, doch er kann auch anders, überraschend anders. Eigentlich wollte ich „erfrischend anders“ schreiben, doch das hätte nicht wirklich gepasst. Erfrischend ist an diesem Roman, der wohl eher sowas wie ein Krimi sein will, komplett mit Ermittler, Ermittlungsteam und Tatort, herzlich wenig. Im Gegenteil, er mutet fast ein wenig deprimierend an und durch das ganze Buch hindurch habe ich mir ein wenig Sorgen um unseren Ermittler gemacht. Er hat schon wirklich viel um die Ohren und neben privaten Sorgen um Geld, Liebe, Kinder und Pony nun auch noch die Leiche im Garten. Er versucht alles zu schultern und das macht ihn mir sympathisch. Dass der Autor den Täter recht schnell preisgab, dafür kann ja unser Martin Kühn nichts *zwinker* … An die Vorlesestimme von Jan Weiler, der sein Buch in ungekürzter Länge selbst vorträgt, musste ich mich erst ein wenig gewöhnen bis ich feststellte, dass sie eigentlich genau zur Story und dem Protagonisten passt. „Gut gebrüllt Löwe“, von mir gibt es vier von fünf möglichen Sternen. 
  13. Cover des Buches Auferstehung der Toten (ISBN: 9783499228315)
    Wolf Haas

    Auferstehung der Toten

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Den Brenner, den hast du doch bestimmt schon vermisst? Weil ein Spezial mit Krimis aus Österreich ohne den Brenner, das wäre schon merkwürdig. Um den kommst du nicht herum. Der Brenner ist ja quasi eine Instanz in Österreich. Obwohl man ja schon länger nichts mehr von dem gehört hat. Deshalb an dieser Stelle vielleicht mal ein Rückblick. Wie das damals angefangen hat mit dem Brenner. In Zell.

    Von Amerika aus betrachtet, ist Zell ein winziger Punkt. Aber vom Pinzgau aus gesehen: vierzig Hotels, neun Schulen, dreißig Dreitausender, achtundfünfzig Lifte, ein See, ein Detektiv. (Auszug Seite 12)

    In Zell am See wird kurz vor Weihnachten ein älteres, amerikanisches Ehepaar erfroren im Sessellift aufgefunden. Simon Brenner ist der Polizeibeamte, der die Ermittlungen leitet, aber ohne Erfolg. Die Person mit dem größten Motiv, der Schwiegersohn des Ehepaars, hat ein Alibi. Nachdem er sich mit seinem neuen Chef überworfen hat, kündigt Brenner und heuert bei einer Detektei an. Diese wird von der Versicherung der Toten beauftragt, die Hintergründe weiter zu ermitteln und so kommt es, dass Brenner nach Zell fährt und dort seine Ermittlungen wieder aufnimmt.

    Wolf Haas ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten österreichischen Schriftsteller. Zwar veröffentlicht er inzwischen auch Romane abseits des Krimigenres (zuletzt Junger Mann in 2018), aber am bekanntesten ist er noch immer für seine Krimis mit dem Brenner. Die Reihe begann 1996 mit Auferstehung der Toten, als letztes bislang erschien 2014 Brennerova. Innerhalb der Reihe sind die Bände jedoch ziemlich eigenständig, was Handlung und Figuren betrifft. Protagonist ist Simon Brenner, der im ersten Roman gerade bei der Polizei aufgehört hat und sein Heil als Detektiv versucht (zwischendurch probiert er in der Reihe aber noch andere Jobs aus). Brenner ist (in Auferstehung der Toten) Mitte 40, Junggeselle, lernt aber durchaus leicht Frauen kennen. Er ist ein eher ruhiger, langsamer Typ, äußerlich auch eher durchschnittlich, beruflich nicht übermäßig ehrgeizig und nicht entschlussfreudig. Eher hartnäckig als scharfsinnig. Aber gerade dadurch vielleicht beim Leser beliebt. Die Popularität des Brenner hat auch vor der Kinoleinwand nicht Halt gemacht. Vier Romane wurden mit Joseph Hader in der Hauptrolle verfilmt und zählen zu den erfolgreichsten österreichischen Kinofilmen.


    „Hier darf alles ein bisserl langsamer gehen.“
    Da sind natürlich bei uns alle Leute gleich. Wir mögen es nicht, wenn ein Deutscher unseren Dialekt nachmacht. Dem Brenner ist es da nicht anders gegangen. Und dann noch das „langsam“, praktisch, also es stimmt natürlich, aber wir hören es nicht gern. (Seite 54)


    Das eigentlich Originelle an dieser Reihe ist aber das allwissende Erzähler-Ich. Es trägt zwar in Hochdeutsch, aber ziemlich flapsig in einer österreichischen Sprachcharakteristik vor. Es werden Nebensätze als ganze Sätze verwendet, Satzbestandteile umgestellt, Hilfsverben unterschlagen und ähnliches. Ein wenig so wie ich es etwas plump im ersten Absatz versucht habe. Außerdem verlässt der Erzähler immer wieder für Nebensächlichkeiten den eigentlichen Handlungsstrang und lenkt ab. Müsste ich mir das Erzähler-Ich als reale Person vorstellen, käme mir ein älterer Mann im Wirtshaus in den Sinn, der einem auf die Schulter klopft und fragt, ob man die Geschichte vom Brenner kennt und diese dann ausschmückend erzählt. Mir gefällt das, könnte mir aber vorstellen, dass das nicht bei jedem Leser verfängt.


    „…Das Vergessen ist eine Gnade, müssen sie wissen. Und diese Gnade hat der liebe Gott den Zellern im Übermaß erwiesen.“ (Seite 141)


    Der Roman ist ziemlich kurz, nur knapp 150 Seiten, so dass der eigentliche Krimiplot nicht zu sehr in den Hintergrund rückt (dies ist bei den späteren Brenner-Krimis schon anders). Im provinziellen Zell am See geht es um eine Rachegeschichte, um alte, verdrängte (Familien-)Geheimnisse, was Brenner aber erst nach und nach klar wird. Dazu beerdigt Haas ganz nebenbei auch den Mythos von den Kapruner Stauseen als Symbol der jungen Republik Österreich nach dem 2.Weltkrieg, in dem er die Zwangsarbeiterthematik anspricht. Garniert wird das Ganze mit merkwürdigen Figuren und erzählt in lakonisch-spöttischer Manier mit einigem Schmäh. Haas war damit Vorbild für eine Reihe weitere Autoren aus seiner Heimat, doch im Original verfängt dieser amüsant-satirisch-kritische Stil immer noch am besten.

  14. Cover des Buches Das Versprechen (ISBN: 9783866152298)
    Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

     (443)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt fiel mir in die Hände, da ich etwas kurzes zwischendurch lesen wollte, mit seinen gerade mal 158 Seiten also perfekt. Es lag einige Zeit auf meinem SuB und ich vermute, dass es in der Schule gelesen werden musste von meinen VorleserInnen (auf den ersten Seiten ist einiges markiert). Es in der Schule lesen und vorallem analysieren zu müssen, stelle ich mir nicht so toll vor. 


    Als Lektüre für zwischendurch, hat es mir aber sehr gut gefallen. Die ersten paar Seiten war ich sehr skeptisch, da es einen für mich seltsamen Schreibstil hat. Als ich mich aber an diesen gewöhnt hatte, fand ich es sehr spannend und wäre ich nicht so müde gewesen, hätte ich es an einem Abend durchgelesen gehabt. Leider sind mir aber immer wieder die Augen zu gefallen, sodass ich die letzten Seiten doch auf den folgenden Tag schieben musste.


    Zum Inhalt: Ein Mädchen wird ermordet und der Ermittler gibt der Mutter das Versprechen, den Mörder zu finden. Er hat allerdings Zweifel an der Schuld des verhafteteten Mannes und ermittelt auf unübliche Weise selber weiter. 


    Ich musste in der Schule "Der Richter und sein Henker" lesen und obwohl ich das analysieren musste, hat es mir auch gut gefallen und ich glaube, ich habe es einige Jahre später auch nochmal gelesen. Da wäre aber vielleicht nach diesem Buch doch auch nochmal ein Reread fällig.


    5/5 🦉

  15. Cover des Buches Die Frauenkammer (ISBN: 9781503944152)
    Jannes C. Cramer

    Die Frauenkammer

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Die Frauenkammer" von Jannes C. Cramer war das erste Werk dieses Autors, das ich in die Finger bekommen habe. 

    Protagonist dieses Thrillers ist der Ermittler Frank Holper. Als abgelegen in der Stadt eine weibliche Leiche auftaucht, wird Holper mit diesem Fall zum ersten Mal konfrontiert. Als aber keine aussagekräftigen bzw. signifikanten Hinweise ermittelt werden können, wird dieses Ereignis ad acta gelegt.... Dann taucht aber nur wenig später ein zweiter lebloser Körper auf.... Frank Holper kommt aber auch hier nicht wirklich weiter und sieht sich gezwungen, einen externen Berater, einen Privatdetektiv namens Lukas hinzuziehen.... Viel zu spät ahnt Holper, dass er damit allerdings einen schlimmen Fehler begangen hat...

    Auch, wenn der Täter sehr früh bekannt ist, nämlich der Privatdetektiv, so ist die Story bis zum Ende sehr spannend gehalten... Die Opfer werden in einer eigenes präpartieren Kammer psychisch und auch physisch gequält, auch wenn das Blutvergießen bis auf eine Szene in einem eher moderaten Maße gehalten wird..... 

    Frank Holper kniet sich immer mehr in die Ermittlungen rein, entwickelt sogar ein freundschaftliches Verhältnis zu Lukas, aber merkt nicht, dass seine Familie schon lange in tödlicher Gefahr schwebt....

    Insgesamt ist das ein meiner Meinung nach gelungener Psychothriller, bei dem nicht das Mitraten nach dem Täter im Vordergrund steht, sondern das Mitfiebern mit den Protagonisten! Gute 4 Sterne von mir! 

  16. Cover des Buches Der Federmann (ISBN: 9783867177795)
    Max Bentow

    Der Federmann

     (51)
    Aktuelle Rezension von: wundervolle_buchwelten

    Der Federmann ist der erste Band der Thriller Reihe rund um den Ermittler Nils Trojan aus der Feder von Max Bentow. Das Hörbuch liest Axel Milberg.

    Inhalt:

    Berlin Kreuzberg: Eine junge Frau wird bestialisch hingerichtet und mit Federn und einem toten Vogel bedeckt. Kommissar Nils Trojan hat kaum Zeit die Ermittlungen aufzunehmen, da schlägt der "Federmann" erneut zu. Als Lene, die kleine Tochter des zweiten Opfers, spurlos verschwindet, beginnt ein gefährlicher Wettlauf mit der Zeit. 

    Kurzmeinung:

    Dies ist der Auftakt der Thriller Reihe rund um Ermittler Nils Trojan. Die Story wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Der Sprecher schafft es sämtlichen Charakteren eine persönliche Note zu geben.

    Die Geschichte ist spannend, stellenweise etwas detailliert, grade was die blutigen Beschreibungen der Leichen betrifft. Ich tauche ein in die psychischen Abgründe eines Serientäters, dessen Identität erst kurz vor Schluss enthüllt wird. Zuvor schafft es der Autor mich immer wieder auf eine falsche Fährte zu locken, überraschende Wendungen lassen mich immer wieder zweifeln, ob ich wirklich auf der richtigen Spur bin. Am Ende ist es natürlich ganz anders als gedacht.

    An einigen Stellen empfinde ich die Story etwas zu langatmig, der Spannungsbogen geht teilweise verloren. Einige von Nils Trojans Handlungen und Gedankengänge kann ich nicht unbedingt nachvollziehen oder befürworten, trotzdem ist er mir sehr sympathisch, da er eben nicht perfekt und auch nicht hundertprozentig knallharter Polizist ist, sondern auch Gefühle und Ängste zeigt.

    Fazit:

    Ein schöner Thriller Reihenauftakt, der neugierig auf die weiteren Bände macht. Ein sympathischer Ermittler mit Ecken und Kanten. An einigen Stellen etwas langatmig, insgesamt spannende Handlungsstränge mit überraschenden Wendungen. Daher klare Leseempfehlung!

  17. Cover des Buches Provenzalische Geheimnisse (ISBN: 9783734102974)
    Sophie Bonnet

    Provenzalische Geheimnisse

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Krimine
    Nach einem Junggesellenabschied wird in den Wäldern bei Sainte-Valérie der Bruder der Braut mit einem Schrotgewehr tödlich verletzt. Ein Unfall, wie die zuständige Behörde meint und so wird der Fall schnell zu den Akten gelegt. Doch der trauernden Braut gefällt die Entscheidung der zuständigen Polizeidienststelle nicht. Schließlich war sie es, die das Wildschwein gefordert hat und deshalb bittet sie den Dorfpolizisten Pierre Durand, dass er weitere Ermittlungen aufnimmt. Und schon bald kommt er Fehde zwischen Jägern und Jagdgegner auf die Spur, die verheerende Ausmaße besitzt. Aber ob sie auch verantwortlich dafür zeichnet, dass der junge Mann starb, ist noch lange nicht geklärt.

    "Provenzalische Geheimnisse" ist der zweite Fall für den aus Paris stammenden Kommissar Pierre Durand, der neben seinem Job als Dorfpolizist auch gerne einmal die Ermittlungen in einem Kriminalfall übernimmt. Dass er dafür tief in dörfliche Geheimnisse und familiäre Verwicklungen eintauchen muss, bleibt nicht aus und vor allem deshalb ist der mit unbequemen Fragen aufwartende Polizeibeamte nicht überall beliebt. Ein Umstand, den er auch im privaten Bereich zu spüren bekommt. Denn der Umbau seines Bauernhauses wird von der dafür engagierten Baufirma torpediert, die lieber gewinnbringenderen Aufträgen nachgeht. Aber auch mit seiner Freundin Charlotte läuft nicht alles glatt und so ist auch hier ein wenig diplomatisches Geschick und Ausdauer gefragt.

    Sophie Bonnets Kriminalromane gehören eher in die Kategorie amüsanter Regionalkrimi, als in die Ecke knallharte und blutiger Thriller. So geht es in dem neuen Fall des eigensinnigen Kommissars beschaulich zu, während kauzige Dorfbewohner das Geschehen bestimmen und das eigentliche Verbrechen vorwiegend durch seine schaurigen Hintergründe zu unterhalten weiß. Darüber hinaus spielt die Provence mitsamt ihrer facettenreichen Landschaft und den Besonderheiten der französischen Lebensweise eine große Rolle. Aber auch dem Kompetenzgerangel der verschiedenen Polizeibehörden kommt eine besondere Bedeutung zu, wie auch dem Privatleben des ermittelnden Kommissars.

    Fazit:
    Viel Atmosphäre, etwas Humor und ordentlich Lokalkolorit kennzeichnen den in der Provence spielenden Kriminalroman und lassen den Leser bei seiner Lektüre einige kurzweilige Stunden erleben.


  18. Cover des Buches Ein allzu schönes Mädchen (ISBN: 9783499332784)
    Jan Seghers

    Ein allzu schönes Mädchen

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    In einem Bergdorf im Elsass entdeckt die Madame Fouchard auf ihrem kleinen Bauernhof ein verwahrlostes Mädchen und nimmt sich ihrer an. Sie ist außergewöhnlich schön, benimmt sich aber eigenartig. Als die Bäuerin stirbt, verschwindet auch das Mädchen aus dem Dorf.
    Im Frankfurter Stadtpark wird die übel zugerichtete Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Wenig später taucht sein Wagen mit einer zweiten Leiche im Kofferraum auf. Kommissar Marthaler und seine Kollegen tappen im Dunklen. Doch je weiter die Ermittlungen kommen, desto öfter berichten Zeugen von einem allzu schönen Mädchen.

    Ein allzu schönes Mädchen erschien 2010 bei Rowohlt. Der 736 Seiten starke Krimi ist der erste von aktuell sechs Bänden in Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt.

    Die Geschichte spielt im Jahr 2000 in Frankfurt am Main. Als Rahmen hat Seghers einen (fiktiven?) Besuch des US-Präsidenten gewählt, so dass die Polizei äußerst ausgelastet und das innerstädtische Leben immer wieder gestört ist. Einzelne Schauplätze liegen auch im Elsass und in Saarbrücken.

    Segher beginnt die Geschichte mit einer ausführlichen Einführung im Elsass. Bis zum Auffinden der ersten Leiche und damit Kommissar Marthalers erstem Auftritt vergeht eine ganze Reihe von Seiten. Auch als die Geschichte Fahrt aufnimmt, bleiben die Umstände des Falles lange unklar. Seghers steigert die stressige Stimmung während der ersten Ermittlungsphase geschickt durch die erhöhte Medienpräsenz wegen des Besuchs des US-Präsidenten.

    Wie auch der fünfte Band, den ich ja unglücklicherweise zuerst gelesen habe, lebt Ein allzu schönes Mädchen einerseits von den Charakteren und andererseits von viel Lokalkolorit. Zu Ersterem muss ich im Vergleich aber sagen, dass da definitiv eine Steigerung stattfindet. Marthaler bleibt zwar kauzig, hat im ersten Band aber noch deutlich unsympathischere Wesenszüge. So reagiert er nicht nur ein Mal übertrieben aufbrausend. Seine Kollegen bleiben teilweise noch etwas blass – wie wichtig und sympathisch Carlos mal werden wird, kann man schon erkennen, besonders gut gefiel mir aber auch Manfred. Ein wenig amüsant fand ich, dass Tereza im ersten Band noch deutlich weniger gebrochen Deutsch spricht, als sie das im fünften Band tun wird.

    Sehr gefallen hat mir, dass die genauen Hintergründe der Taten lange unklar blieben. Seghers forciert geschickt einen Hergang samt Tatverdächtigem nach dem anderen. Am Ende wirft er alles nochmal um, um ganz am Ende schließlich die tatsächliche Auflösung der Fantasie der Lesenden zu überlassen. Die Geschichte selbst ist für einen Krimi schön. Ich weiß nicht genau, wie ich das ausdrücken soll, aber ich erwarte bei Krimis eigentlich keine Geschichten, die sich schön anfühlen. Krimis sind üblicherweise blutig, leichig und von Abgründen dominiert. All das trifft auf Ein allzu schönes Mädchen zwar auch zu, trotzdem hatte ich immer das Gefühl, mich in einer schönen Geschichte zu bewegen. Das hat mir sehr gefallen.

    Alles in allem ist Ein allzu schönes Mädchen ein schöner Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Charaktere haben noch Potential, machen aber schon neugierig. Gepaart mit viel Lokalkolorit und einer soliden Story ergibt sich ein spannender Krimi.

  19. Cover des Buches Der Richter und sein Henker (ISBN: 9783257600599)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Richter und sein Henker

     (1.246)
    Aktuelle Rezension von: Dodomi

    Dieses Buch in ein wahrhaftiger Klassiker in der deutschen Literaturszene. Auf einer Landstraße bei einem kleinen Ort wird ein toter Polizist in seinem Wagen gefunden.. Die Polizei ermittelt nach dem Täter. Neben der kriminalistischen Geschichte, geht es thematisch u.a. um die Themen Politik und Korruption. 


    Das Buch ist gut geschrieben und es ist relativ schnell lesbar. Es weist einige Wendungen auf, die die Story interessanter machen. Der Autor nimmt dabei nicht zu viel vorweg, sodass die Wendungen nicht vorhersehbar sind.


    Negativ fiel mir auf, dass es insgesamt sehr platt von der Handlung war. Es gibt keinen Handlungsbogen, bei dem die Spannung gesteigert wird. Durch den trockenen Schreibstil des Autoren und den Plot bleibt die Spannung in etwa durchgehend gleich.

  20. Cover des Buches Der fünfte Elefant (ISBN: 9783442416585)
    Terry Pratchett

    Der fünfte Elefant

     (329)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Kommandeur Samuel Mumm der Stadtwache von Ankh-Morpork ist eine wiederkehrende Hauptfigur in Terry Pratchetts „Scheibenwelt“. Er taucht in 13 Romanen auf, ist ein Mensch in den Vierzigern und stammt von „Steingesicht“ Mumm ab, der die Stadt einst von ihrem letzten, verbrecherischen König befreite, dafür allerdings selbst hingerichtet wurde. Seiner Familie wurden alle Besitztümer aberkannt und ihr Wappen gebannt. Samuel Mumm stellte die Ehre seines Namens durch seine Verdienste in der Stadtwache wieder her. Er wurde vom Patrizier Lord Vetinari zum Ritter geschlagen und in den Stand des Herzogs von Ankh erhoben. Er trägt diesen Titel widerwillig und möchte mit Politik eigentlich nichts zu tun haben, kann es jedoch nicht immer vermeiden, wie wir im 24. Band „Der fünfte Elefant“ erfahren.

    Kommandeur Mumm versteht sich auf die Verbrecherjagd. Auf Diplomatie versteht er sich hingegen nicht, was ihn jedoch nicht daran hindert, als Herzog von Ankh gelegentlich auf wichtige Zehen zu trampeln. Nun soll er auf Geheiß des Patriziers sein entschieden undiplomatisches Geschick im Ausland einsetzen und Ankh-Morpork bei der Krönung des Niederen Königs der Zwerge in Bums vertreten. Bums liegt in Überwald, wo man das Wort „Fortschritt“ noch für eine ansteckende Krankheit hält. Trotzdem ist die Krönung ein politisches Großereignis, bei dem alle Regierungen, die etwas auf sich halten, zugegen sein werden und die ideale Gelegenheit, Ankh-Morpork lukrative Handelsverträge zu sichern. Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt die Steinsemmel, das traditionelle zwergische Symbol der Königswürde, gestohlen wurde. Adelstitel hin oder her, einem ordentlichen Verbrechen kann Mumm nicht widerstehen und nimmt die Ermittlungen zwischen Zwergen, Vampiren und Werwölfen auf. Manchmal sind sich Diplomatie und Verbrecherjagd doch erstaunlich ähnlich.

    Wisst ihr, woran mich die politische Situation in „Der fünfte Elefant“ erinnerte? An die Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union (die aktuell brachliegen). Ich weiß natürlich nicht, ob Terry Pratchett ausgerechnet diese Assoziation vorschwebte, aber an etwas ähnliches wird er schon gedacht haben, als er den 24. „Scheibenwelt“-Band schrieb. Meiner Meinung nach sind die Parallelen auffallend: in Überwald begegnen wir einer Zwerge-Gemeinschaft, in der kulturelle Konflikte, die eng mit dem Widerspruch zwischen Tradition und Moderne zusammenhängen, zu der Ausprägung verschiedener Fraktionen führten, die auf die Unterstützung der einflussreichen und zahlenstarken Diaspora angewiesen sind. Wir erleben ein Volk, das zwischen dem Wunsch, als politische und wirtschaftliche Macht anerkannt zu werden und dem Wunsch, die religiös motivierten, traditionellen Gepflogenheiten zu ehren, hin und hergerissen ist. Demzufolge präsentiert Pratchett in „Der fünfte Elefant“ ein Szenario, das die vielen innen- und außenpolitischen Komplikationen beschreibt, die sich ergeben, wenn ein Staat plötzlich die Voraussetzungen erfüllt, am internationalen Verhandlungstisch zu sitzen. Die gestohlene Steinsemmel – im Original „Scone of Stone“, eine Anspielung auf den „Stone of Scone“, der in der britischen Krönungszeremonie bis heute eine Rolle spielt – vereint all diese Komplikationen in sich, denn dabei handelt es sich um ein Objekt, das für die Zwerge einen rein symbolischen, emotionalen Wert hat, ohne das der nächste Niedere König („nieder“ im Sinne von „unten“, Zwerge sind ein Höhlenvolk) den Thron aber nicht besteigen darf. Die Semmel beeinflusst seine Fähigkeit zu regieren nicht im Geringsten, doch ohne geht es eben nicht, weil es einfach immer so war. Die Überwald-Zwerge können die Zukunft nicht ohne dieses Symbol der Vergangenheit willkommen heißen, was bei den Repräsentant_innen anderer Nationen auf eher zurückhaltendes Verständnis trifft. Daraus ergibt sich eine verzwickte Handlung, die zwischen Kriminalermittlung und politischer Satire changiert. Persönlich fand ich „Der fünfte Elefant“ nicht so mühelos elegant, wie ich es sonst von Pratchett kenne. Die Komplexität ließ sich aufgrund der zahlreichen involvierten Parteien, die alle eigene Interessen verfolgen, nicht vermeiden, ich hatte jedoch meine Schwierigkeiten damit, Pratchetts subtile Hinweise einzuordnen und daraus das Gesamtbild zusammenzusetzen. Er deutete vieles nur an und erwartete von seinen Leser_innen eine Menge eigenständige Schlussfolgerungen, weil sein Held Kommandeur Mumm die Ereignisse eher still für sich analysiert, statt offen darüber zu spekulieren, was in Überwald vor sich geht und darüber hinaus den Blickwinkel eines Polizisten einnimmt, nicht den eines Diplomaten. Dadurch eignet er sich überraschenderweise hervorragend, die Lage unter Kontrolle zu bringen, aber eine große Hilfe bei der Interpretation ist er nicht. Aufgrund dieser Hindernisse zählt „Der fünfte Elefant“ nicht zu meinen besten Ausflügen in die „Scheibenwelt“.

    Halte ich mir vor Augen, was für eine komplizierte politische Situation „Der fünfte Elefant“ abbildet, muss ich Terry Pratchett dafür applaudieren, dass es ihm gelang, diesen „Scheibenwelt“-Roman dennoch locker und amüsant zu konzipieren. Trotz des ernsten und tendenziell trockenen Kernthemas bot mir die Geschichte diverse Gelegenheiten, zu feixen und mich an Details zu erfreuen, so zum Beispiel die Integration des sprechenden Hundes Gaspode und der irrwitzig rasante Verfall der Wache in Ankh-Morpork, nachdem Mumm die Stadt verlassen hat. Ich hatte Spaß an der Lektüre und fand besonders die Mischung aus Zwergen, Vampiren und Werwölfen verblüffend sinnvoll, aber insgesamt holte mich „Der fünfte Elefant“ nicht mit derselben Nachdrücklichkeit ab, die ich sonst gewohnt bin. Wahrscheinlich liegt es in der Natur dieser sehr umfangreichen Reihe, dass mir nicht alle Bände gleich gut gefallen können. Macht also nichts, der nächste Pratchett kommt bestimmt.

  21. Cover des Buches Die weiße Löwin (ISBN: 9783423212144)
    Henning Mankell

    Die weiße Löwin

     (573)
    Aktuelle Rezension von: BuchAlex

    Die weiße Löwin ist bisher mein liebstes Buch der Wallander Reihe. Extrem vielschichtig geschrieben, spannend bis zur allerletzten Seite und mit fundierten Hintergründen, was will das Herz des Krimi Fans mehr?

  22. Cover des Buches Paganinis Fluch (ISBN: 9783404178810)
    Lars Kepler

    Paganinis Fluch

     (224)
    Aktuelle Rezension von: Charlie753

    Der Direktor der staatlichen Waffenkontrollbehörde von Schweden, Carl Palmcrona wird erhängt in seiner Wohnung aufgefunden. War es Selbstmord? Oder Mord? Kurz darauf wird ein Boot auf gefunden, mit einer Toten an Bord, die Besitzer fehlen. Kommissar Joona Linna und seine Kollegin Saga Bauer vom Staatsschutz übernehmen diesen Fall. Während sie nach den Besitzern den Bootes suchen, finden sie schon bald eine Verbindung zu dem toten Palmcrona...


    Ich muss wirklich sagen, den zweite Teil der Reihe finde ich viel besser als den ersten. Bei beiden ist die Handlung sehr vielschichtig: Im Buch passiert viel, viel mehr, als nur auf dem Cover steht, der Klappentext kratzt nur an der Oberfläche. Bei diesem Buch war es so, dass die Tiefe der Geschichte sich aber wirklich auf die "Hauptstory" fokussiert - es werden kaum "Nebenstories" angesprochen. Ich liebe es, wie das Autorenpaar neue Handlungsstränge anfängt, und diese nach kurzer Zeit zu dem großen ganzen der Geschichte hinzukommen. Das ist wirklich sehr gut gemacht.

    Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, warum das Buch so heißt, wie es heißt und das ist ebenfalls gut gemacht, denn Paganini und seine Geigen werden erst in einer tiefer liegenden Schicht thematisiert.

    Der Schreibstil von Lars Kepler ist wieder sehr angenehm. Man kann der Handlung immer bestens folgen.

    Besonders interessant finde ich den Kommissar Joona Linna. Er scheint ein wirklich sehr guter Kommissar zu sein, aber man hat bisher relativ wenig über ihn selber privat erfahren, aber das Ende deutet schon an, dass dies im dritten Teil thematisiert wird. Darauf bin ich wirklich gespannt, das Ende lässt großen Interpretationsspielraum.

    Die Action-Szenen finde ich am diesem Buch wirklich gut gelungen: Sie sind unfassbar spannend und man will immer weiter lesen. Dadurch bekommt das große ganze der Geschichte nochmal einen anderen Aspekt neben dem ganzen logischen Kombinieren und dem Spannungsaufbau.

    "Paganinis Fluch" ist ein wirklich sehr gut gelungener, zweiter Teil der Reihe um den Kommissar Joona Linna, der seinen Vorgänger definitiv übertrifft!

  23. Cover des Buches Flammenkinder (ISBN: 9783404178803)
    Lars Kepler

    Flammenkinder

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Charlie753

    In einer Einrichtung für Mädchen mit psychischen Problemen werden eine der Patientinnen und eine Betreuerin brutal ermordet vorgefunden. Ein anderes Mädchen ist verschwunden und in ihrem Zimmer wird die Tatwaffe gefunden. Kurz darauf wird ein Auto von einem Mädchen entführt - mit dem kleinen Sohn der Besitzerin auf dem Rücksitz. Joona Linna muss sich beeilen, das Mädchen zu finden.

    Der Schreibstil der Autoren ist wie bei den beiden Vorgängern gut, ich konnte alles verstehen und nachvollziehen, was in der Handlung passiert.
    Leider ist es bei diesem Teil der Reihe so, dass mir Joona Linna ein bisschen unsympathisch ist. Obwohl seine Vorgesetzen ihm mehrmals verbieten, in dem Fall zu ermitteln, tut er es trotzdem.
    Am Ende des zweiten Teils wurde ja enthüllt, dass Joona eine Tochter hat und so tut, als wäre sie tot. Am Anfang vom dritten Band wird das Ganze nochmal aufgegriffen, aber erst am Ende aufgelöst. Dadurch erfährt man auch noch mehr über Joona und er bekommt auch mehr die Charakterzüge eines Menschen statt nur als eines Ermittlers ohne richtiges Privatleben.
    Leider lässt in diesem Teil die Spannung etwas zu wünschen übrig. Der Anfang und das Ende sind wirklich spannend, der ganze Rest plätschert nur vor sich hin. Dafür habe ich die Auflösung am Ende nicht so richtig erwartet, obwohl diese Möglichkeit sehr naheliegend ist.
    Insgesamt ist der Thriller "Flammenkinder", der dritte Teil der Reihe um Kommissar Joona Linna gut gelungen, aber leider wenig spannend.

  24. Cover des Buches Berlin Ripper (ISBN: B01DABBTCS)
    Siegfried Langer

    Berlin Ripper

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Podcast_buecherreich

    "Berlin Ripper" ist bereits der dritte Teil der Reihe rund um Privatdetektivin Sabrina Lampe und Kommissar Niklas Steg. Ich mag die Reihe sehr, sehr gerne, weil ein toller trockener Humor immer mit von der Partie ist. Besonders in Sabrinas Umfeld tummeln sich skurrile Charaktere und Situationen, die mich immer wieder zum Schmunzeln bringen.


    Ich wurde auch beim 3. Fall nicht enttäuscht, was den Humor anging! Leider hatte ich das Gefühl, dass der eigentliche Fall (Mörder schlitzt Frauen bäuchlings auf) dieses Mal hinter der Charakter-Entwicklung zurückstand, was das Buch etwas einseitig machte. Mit hoffentlich mehr Balance lese ich dann gerne auch Band vier, sobald verfügbar! :D


    Hört mal in meine Januar-Episode vom Podcast bücherreich rein, dort erfahrt ihr mehr und mündlich. ;)

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