Bücher mit dem Tag "klatsch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "klatsch" gekennzeichnet haben.

112 Bücher

  1. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

     (7.260)
    Aktuelle Rezension von: beereadytoread

    Ein forensischer Anthropologe startet als Landarzt einen Neuanfang in einer beschaulichen Gemeinde. Könnte fast nach cozy crime klingen, wäre da nicht eine ordentliche Portion Krabbeltierchen.

    Auch nach mehreren Jahren ist David Hunter noch immer „der Zugezogene“. Weniger überraschend also, dass er skeptisch beäugt wird, nachdem eine Frauenleiche im Wald entdeckt und er häufiger mit der Polizei gesichtet wird. Die Tote war Schriftstellerin und ebenfalls zugezogen – kurz: Eine Außenseiterin. In Kombination mit den Schwanenflügeln, mit denen sie ausstaffiert wurde, handelt es sich um einen ungewöhnlichen Fall für die Polizei und Gerichtsmedizin auf dem Lande. Und so unterstützt David die Ermittlungen, während das Dorf eine ganz eigene Dynamik entwickelt.

    Mir hat 𝐃𝐢𝐞 𝐂𝐡𝐞𝐦𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐓𝐨𝐝𝐞𝐬 richtig gut gefallen. Der Erzählstil ist für mein Empfinden eher ruhig, gleichzeitig konnte ich mir das Getuschel hinter vorgehaltener Hand sehr gut vorstellen. Ich würde die Spannung als subtil beschreiben, aber für mich muss ein Thriller auch nicht durchgehend von Pauken und Trompeten begleitet werden.

    David Hunter ist eine recht typische Figur, seine eher verschlossene Art hat mir dennoch gut gefallen. Außerdem sind einige Figuren sehr überspitzt dargestellt, z. B. der Priester, der die Chance ergreift, den Aufruhr für seine Ziele zu nutzen. Er passt aber gut in die Landidylle, die sich langsam wandelt.

    Davids Träume waren mir etwas zu viel und die aufkeimende Liebe wird für mein Empfinden eigenwillig geschildert, aber in Kombination mit dem wütenden Mob, habe ich gern mitgefiebert. Außerdem waren die forensischen Aspekte sehr interessant!

    Insgesamt hat mir der Auftakt gut gefallen – vor allem, dass nicht immer jede:r gerettet werden kann – wobei das Ende weniger nach meinem Geschmack war.

    Hinweis: Das Buch wurde inzwischen auch verfilmt!

  2. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736303188)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

     (1.029)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    „Wie die Luft zu Atmen“ ist der erste Band der Romance-Elements-Reihe von Brittainy C. Cherry. Ich habe schon einige Bücher von dieser Autorin gelesen, da ich von „The Silent Water“ einfach nur begeistert war. Doch je mehr Werke ich von Cherry lese, umso enttäuschter werde ich. Keines der Storys kommt auch nur annähernd an „The Silent Water“ ran. Diesmal ging es sogar soweit, dass ich mich teilweise durch das Buch quälen musste. Und nicht nur einmal fragte ich mich: Wie alt sind denn die Protagonisten? 16? Und in Fayes Fall wohl eher 10? Die meiste Zeit war es einfach ein pubertäres hin und her. Und vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber wenn ein Mann (in diesem Fall Tristan) als besonders männlich und markant mit Sixpack dargestellt wird, und plötzlich „kichert“, kann ich diese Figur nicht mehr wirklich ernst nehmen. Kommen wir zum Kern des Buches: Tristan und Elisabeth benutzen sich (O-Ton), um sich an ihre verstorbenen Partner zu erinnern? Echt jetzt? Ich habe mich oft gefragt, wie kommt man auf so eine Idee?! Eigentlich mag ich die Form der Ich-Erzählung in Romanen, hier musste ich aber genau deshalb oft den Kopf schütteln. Unglaublich, wie selbstgefällig die Protagonistin Elisabeth durch ihr Leben wandert. Hauptsache sie wird getätschelt und gehätschelt, aber wehe, eine andere Person macht einen Fehler. Und sorry… sie ist einige Zeit mit Tristan zusammen und merkt dann nicht, dass die Post It’s von einer ganz anderen Person stammen? Okaaaaaaaay! Generell sind meiner Meinung nach die Charaktere enorm farblos gezeichnet.

    Fazit:

    Im Grunde laufen all die Bücher von Brittainy C. Cherry nach demselben Schema ab: zwei verletzte Seelen treffen sich, dann gibt es einiges pubertäres hin und her und am Schluss ist alles fein. Leider liegen immer noch 2 Bücher der Autorin auf meinem SUB. Ich bin ja mal gespannt, ob mich diese auch derart enttäuschen werden. Die zwei Sternchen gibt es nur, weil der Schreibstil zum Glück flüssig ist und sich das Werk somit schnell weglesen lässt.

  3. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

     (147)
    Aktuelle Rezension von: BirteHi

    Eigentlich will Hercule Poirot nur Urlaub im Jolly Roger auf der „Schmugglerinsel“ in der Bucht von Lathercombe machen, aber ob das auch klappt?

    Zu Beginn der Geschichte sitzt Poirot auf der Terrasse des Hotels und der Leser bekommt die anderen Bewohner vorgestellt und Beschrieben. Unter anderem auch Arlena Marschall eine schöne junge ehemalige Schauspielerin, der die Männer reihenweise hinterherlaufen so auch der gutaussehende junge Patrick Redfern der mit seiner Frau Christine ebenfalls dort im Urlaub ist. Doch ist dies wirklich ein Zufall? Redfern und Mrs. Marshall kannten sich bereits vor ihrer Begegnung auf der Insel. Zum Leidwesen von Christine Redfern und Marshalls Gatten Kenneth. Der dort ebenfalls eine alte bekannte aus Kindertagen trifft Rosamund Darnley.

    An einem Morgen macht sich Arlena mit einem Floß auf zu einer nahegelegenen Bucht, alle nehmen an, um ihren Liebhaber Patrick Redfern zu treffen, doch der sitzt eben Poirot am Strand. Als einige Zeit später ihre Leiche entdeckt wird bleibt die Frage, wer hat Arlena Marshall getötet? Ihre Stieftochter Linda? Ihr Ehemann? Es kommen viele in Frage.

    Mir ist es auch diesmal nicht gelungen den Fall zu entschlüsseln, auch wenn die Fakten wie in jedem Fall eindeutig sind, so ist es doch für den Leser schwierig dahinter zu kommen, bis die Erklärung von Poirot wie so oft am Ende des Buches geliefert wird. Bisher einer meiner Liebsten Krimis von der Queen of Crime.

  4. Cover des Buches ONE OF US IS LYING (ISBN: 9783570311653)
    Karen M. McManus

    ONE OF US IS LYING

     (1.047)
    Aktuelle Rezension von: Linny2020

    Anfangs etwas zäh zu lesen, einfach weil die vielen Namen und Charaktere nicht so flüssig erscheinen. Aber dann wird es spannend und super interessant, weil plötzlich jeder ein Motiv hat! Wer wollte Simon aus dem Weg räumen?! 

    Das Ende war überraschend, die Lösung des Falles hat mich auch gepackt, sehr gut, ohne hier nähere Infos zu geben:-)


  5. Cover des Buches Phönixakademie - Funkenspiegel (ISBN: B01EXDN6C8)
    I. Reen Bow

    Phönixakademie - Funkenspiegel

     (56)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Teil 2 kommt in jedem Fall um Längen besser weg, als Teil 1. Die Charaktere bekommen Tiefe und die Story entwickelt sich.


    Inhalt: Robin ist auf der Akademie angekommen, wird untersucht und ihr Vertrauenslehrer ist mehr als begeistert von ihr. Die Schüler allerdings nicht. Von Anfang an versuchen, alle ein Blick auf sie zu erhaschen. 

    Nach den Untersuchungen wird Robin auf die Schülerschaft losgelassen. Allerdings fühlt sie sich nicht wirklich wohl in ihrer Haut. Sie landet in der ersten Klasse und trifft irgendwann auf die Schülersprecherin, welche sich ein Interview mit ihr wünscht, es sich hier erschleicht und dann Lügen über Robin verbreitet.

    Bei einer Aussprache im Büro des Vertrauenslehrers bekommt Robin eine Art Coach an die Seite und eckt einmal mehr mit der Schülersprecherin an. - Das verspricht noch ein harter Kampf zu werden.


    Fazit: Auf jeden Fall wieder viel zu kurz, dafür aber alles sehr bildhaft und ausführlich beschrieben.

    Die Story knüpft fast nahtlos an den ersten Teil an. Allerdings ist im ersten Teil nicht wirklich so viel passiert, dass man den zweiten jetzt nicht verstehen würde. Irgendwie sind beides Geschichtenabschnitte, die man auch unabhängig voneinander verstehen würde. – Eine wirkliche Welt hat sich mir hier eh noch nicht ergeben. Dazu sind die Hörbücher schlicht und ergreifend zu kurz. Scheint ein Markenzeichen der Autorin zu sein, dass sie kurze Bücher schreibt, ihre Reihen dafür dann aber fast endlos lang sind. 

    In jedem Fall war dieser Band schon ein ganzes Teil spannender, als der erste. Zusammenhänge waren mir klarer. Es hat sich mir ein schlüssige Gesamtbild ergeben, in dem ich dieses Internat gesehen habe. Nur dass eben Phönixe hier unterrichtet werden und nicht normale Menschen. Leider hat es dann hier auch eingebaut so eine typische Mobbing-Story. Sicher, die bringt am Ende die Spannung in diesem Teil der Serie, aber wirklich gelöst ist das ganze Problem nicht.

    Das bringt mich dann auch schon zu zwei Charakteren in diesem Hörbuch. Mit Robin, der Protagonistin, konnte ich mich voll gut identifizieren. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie unwohl sie sich gefühlt haben muss. Sie hatte so schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen und muss sich dann auch noch so eine Gemeinheit von dieser dämlichen Bitch gefallen lassen.

    Die dämliche Bitch steht hier wohl für sämtliche Schüler, die meinen, die anderen unterdrücken zu müssen. Scheinbar mit Schönheit gesegnet, ist sie im Inneren aber eiskalt und stockenhässlich. Schon wie die Sprecherin diese Person intoniert hat, hat in mir sämtliche Aggressionen geweckt, die ich nur finden konnte. Wenn dieses Ding physisch gewesen wäre, hätte ich ihr nur zu gern einfach mal eine gezimmert.

    Die Sprecherin hat hier in jedem Falle einen guten Job gemacht. Wie gesagt, diese Bitch hat sie wirklich sehr glaubhaft rüber gebracht. Da blieben absolut keine Wünsche offen. Auch wenn es um die Gedankengänge von Robin ging, habe ich dieser Stimme wirklich alles abgekauft. Diese Unsicherheit, diese Angst und die Ratlosigkeit. – Ja, ich möchte sogar sagen, dass die Sprecherin aus dem Text noch einmal einiges raus geholt hat.

    Nach wie vor nervt mich aber an, dass diese Bücher so verdammt kurz sind. Wenn man Folge 1 bis 3 zusammen gefasst hätte, wäre das auch gegangen. Und selbst von der Handlung her wäre das durchaus möglich gewesen. – Aber schon klar, wenn man mehr splittet, kann man am Ende mehr Bücher verkaufen. Schon auch irgendwie clever.


    Ich kann die Reihe ab dem zweiten Teil wirklich empfehlen. Erst ab hier entwickelt sich so wirklich eine Story, die fesselt und in der die Charaktere endlich mal etwas Persönlichkeit kommen. Es ist gar nicht schlimm, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Die Story ist auch so sehr gut nachvollziehbar.

  6. Cover des Buches Der Garten über dem Meer (ISBN: 9783833310546)
    Mercè Rodoreda

    Der Garten über dem Meer

     (75)
    Aktuelle Rezension von: das_lesewesen

    Sechs Sommer lang erzählt der Gärtner eines Herrenhauses das bunte Treiben um sich herum. Mal sehr detailliert und genau. Mal unzuverlässig und unwissend. Er steht jederzeit außerhalb dessen, was seine Herrschaften da machen, welche Konflikte ausgetragen werden, wer wann wohin geht. Der Gärtner und sein Garten sind die einzigen Konstanten in einem Buch, dass sprachlich durchaus überzeugt und eine sehr sympathische Hauptfigur hervorbringt. Mehr aber nicht. An der einen oder anderen Stelle erwartet der Leser sehnsuchtsvoll Tragik, Momente der Spannung, irgendetwas Großes. Leider Vergeblich. Es bleibt viel unklar, unaufgeklärt und unausgesprochen. Vielleicht ist das der Reiz dieses unscheinbaren Romans.


    Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊

    https://www.instagram.com/das_lese_wesen/

    Liebe Grüße,

    das_lese_wesen


  7. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (189)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    „Die Katastrophe klingt wie aus der Zeitung; das Ereignis spielt das Geschehene bis an den Rand der Obszönität herunter; und der Tag, an dem unser Sohn einen Massenmord beging ist zu lang, stimmt’s?“ (S. 25) 

    Nachdem mich der Film „We need to talk about Kevin“ nachhaltig faszinieren konnte, holte ich mir die deutsche Ausgabe des Buches „Wir müssen über Kevin reden“ von Lionel Shriver, welches bereits 2003 erschien. Bei meiner Ausgabe handelt es sich um die Filmausgabe von 2012 im Ullstein Taschenbuch Verlag, die 560 Seiten umfasst. Mein Anspruch war es, mehr über die Gefühlswelt der Mutter zu erfahren und ich wurde auch nicht enttäuscht.

    Eva Khatchadourian ist eine erfolgreiche Herausgeberin des Reiseführers „A Wing and a Prayer“ als sie sich mit 37 dazu entschließt, ein Kind zu bekommen. Doch anstatt eines Familienidyll beginnt ein ständiger Kampf und am Ende begeht Kevin eine schreckliche Gewalttat. Für Eva bleibt die Zeit stehen und sie fragt sich, wie viel Schuld sie selbst an dieser Entwicklung hatte… 

    Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Eva geschrieben, weshalb man sich unweigerlich in ihrem Kopf befindet und damit auch mit ihrer Version der Geschichte vorliebnehmen muss. Eine weitere Besonderheit ist, dass Kevins Tat zwar von Anfang an bekannt ist, die Details aber erst nach und nach in Form von Briefen an ihren Ehemann Franklin ans Licht kommen. Diese Erzählart führt dazu, dass die Geschichte nur sehr langsam voran geht. Die eigentliche Tat wird erst auf den letzten 60 von 560 Seiten abgehandelt. 

    Eva ist ein Reisefan und hat Angst vor Verbindlichkeit. Einmal zieht sie eine dreimonatige Reise ihrer Zeit mit dem kleinen Kevin vor. Oft wird sie außerdem als gefühllos und narzisstisch beschrieben, wobei sie mit den anderen Menschen ebenfalls hart ins Gericht geht (vgl. S. 384). Von Kevin wird sie als selbstgerecht, herablassend und überheblich betitelt (S. 393). 

    Die Entscheidung zu einem Kind fällt ihr zunächst schwer, die Mutterschaft wird als „fremdes Land“ (S. 33) bezeichnet. Mit 37 ist sie endlich bereit, diesen Schritt zu wagen und freut sich auf das neue Abenteuer. Allerdings kommen ihr schnell Zweifel an dieser Entscheidung und sie bereut Kevin, bevor er überhaupt geboren ist (S. 107). Auch später hat sie das Gefühl, sich als Mutter nicht genug angestrengt zu haben (S. 113). Eine postnatale Depression lässt sie aus der Wut auf sich selbst, versagt zu haben, gar nicht erst feststellen und stirbt fast, als sie mit einem Milchstau nicht zum Arzt geht. Sie bestraft sich immer wieder selbst. 

    Zudem hat Eva ab der ersten Sekunde das Gefühl, dass Kevin sie hasst. Er verweigert ihre Milch, schreit in einer Tour und weigert sich zu sprechen. Irgendwann gibt sie sogar zu, Kevins Nähe unerträglich zu finden (S. 204). Kevin nehme ihr alles, was sie je ausgemacht habe (S. 238). Trotz dieser ambivalenten Beziehung liebt Eva ihren Sohn. Als Kevin krank ist und sie gemeinsam Robin Hood lesen (S. 333), erlebt sie zum ersten Mal eine friedliche Zeit mit ihm. Außerdem besucht sie ihn regelmäßig im Gefängnis (S. 61) und hadert mit dem Ruf als schlechte Mutter, den sie ihrer Meinung nach aber absolut verdient (S. 104). Sie findet etwas Trost, als sie erkennt, dass es schwer ist, eine Mutter zu sein (S. 237) und sie ihr Bestes gegeben hat und noch gibt.  Weiterhin bewundert sie Kevin für seine Außergewöhnlichkeit (S. 460), als er über PC-Viren redet oder wie er im Fernsehen auftritt (S. 494). 

    Die Frage nach dem „Warum“ wird immer wieder gestellt, aber nie beantwortet. Sie beschäftigt Eva sehr, auch wenn sie weiß, dass es keine befriedigende Antwort auf diese Frage gibt. Vielleicht will Eva auch eine lange Zeit gar keine Antwort finden (S. 238). Sie gibt sich selbst die Schuld zu kalt, egoistisch oder kritisch gewesen zu sein (S. 236). 

    Gut gefallen hat mir an dem Roman die radikal ehrliche Erzählweise. Eva geht zwar mit sich selbst hart ins Gericht, rechnet aber auch mit den veralteten Vorstellungen der Gesellschaft an die „perfekte“ Mutter ab. Dabei ist der Schreibstil intelligent und humorvoll. Es ergeben sich aber auch immer wieder interessante Blickwinkel durch Evas Ehemann, der das absolute Gegenteil darstellt. Immer wieder stellte sich mir neben dem Gedanken der Verantwortlichkeit auch die Frage nach der Unterstützung für Eva. Zu guter Letzt hat mir auch die Aufarbeitung der Gewalttat gefallen. Es ergibt sich ein allumfassendes Bild über Opfer, Schaulustige, Familie, Justiz, Gefängnis und historische Fakten.

    Am Anfang fand ich den Schreibstil allerdings ungewohnt und die Briefform ermüdend. Die Geschichte kam mir an einigen Stellen ein wenig zu lang vor. 

    Ich würde den Roman denjenigen empfehlen, die vor einem langsamen, aber belohnenden Schreibstil (Briefform!) nicht zurückschrecken und sich für die Gefühlswelt einer Mutter, die ihr Kind nicht so lieben kann, wie es erwartet wird, interessieren. Das Buch bricht mit Konventionen und stellt die Frage nach dem „Warum“ bei Gewalttaten. Das Ende ist allerdings nichts für schwache Nerven und es hat mich einige Zeit gekostet, es gedanklich aufzuarbeiten. Ich gebe 4/5 Sterne. 

  8. Cover des Buches Tausend kleine Lügen (ISBN: 9783785753675)
    Liane Moriarty

    Tausend kleine Lügen

     (33)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    Es ist eine Klasse voller Grund- bzw. Vorschüler in einem wohlhabenden australischen Küstenort. Die Schule gibt sich exklusiv und mit strikten Regeln. Mobbing wird geahndet, wobei sich auch mit dem Täter beschäftigt wird. Die meisten Mütter sind Hausfrauen und Helikopter-Mamas. Ihre Männer verdienen den Lebensunterhalt. Sie verbringen den Tag großteils mit Klatsch und Tratsch und stürzen sich begeistert auf vermeintliche Fehltritte anderer. 

    Da kommt Jane, alleinerziehend und mit 24 Jahren deutlich jünger als die durchschnittliche Mutter an dieser Schule, gerade recht. Vom ersten Tag an erntet sie schiefe Blicke, vor allem deshalb, weil ihr Sohn Siggi angeblich schon am Infotag ein kleines Mädchen würgt. Jane hat ihre eigene tragische Geschichte, mit der sie kämpft; weshalb sie wirklich in den Küstenort gezogen ist, kommt erst am Ende der Geschichte heraus. Sie findet jedoch zum Glück zwei nette Freundinnen: die stille, wunderschöne und sehr reiche Celeste und die lebenslustige, streitsüchtige Madeline. Wie sich herausstellt, sind diese beiden auch nicht ganz unbelastet....

    Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen  erzählt: xx Tage vor dem Info-Tag, xx Tage vor dem Quizabend, 1 Jahr später usw. Anfangs hat mich das genervt, weil ich Mühe hatte die Reihenfolge der Ereignisse für mich zu ordnen, aber es ging dann schon. Unschön fand ich den Anfang: der Einstieg mit der alten Dame als Beobachterin. Erster Gedanke: oh nein, wo soll das wieder hinführen? - Mich erinnerte das an ein Buch, das aus der Perspektive einer Schildkröte berichtete und das ich abbrechen musste, weil es so nervig und langweilig war. Problem ist nämlich, dass weder die Schildkröte noch die alte Dame IRGENDEINE tragende Rolle in der Handlung spielen.... Zum Glück besinnt sich die Autorin schnell auf einen Perspektivenwechsel und so erfährt man nichts mehr über die entbehrliche schrullige alte Dame, aber umso mehr über Madeline, Celeste und Jane.

    Mit jeder Stunde gewann das Hörbuch für mich an Tiefe. Ich gebe zu: Celestes Drama war manchmal zu ausufernd. Da ich mich mit Gewalt in häuslichen Beziehungen beruflich bedingt schon oft beschäftigen musste,  waren Celestes zermürbende Gedankengänge nicht neu für mich und einfach irgendwann nur mühsam und frustrierend. Andererseits sind sie eben so charakteristisch für misshandelte Frauen und Hut ab vor der Autorin, die das so gut getroffen hat! Janes mangelndes Selbstbewusstsein...hmm. Das konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, aber immerhin teilweise. Am besten von diesen drei Frauen konnte ich Madeline verstehen. Sie schützt letztendlich ihren Ex-.Mann, weil er immer noch Teil ihrer Familie ist, und dessen Frau Bonnie, von der sie eigentlich glaubte, sie zu hassen.

    Insofern war das Hörbuch dann doch eine positive 5-Sterne-Überraschung für mich, weil es durch die Charaktere lebte, obgleich ich ganz am Anfang dachte: oh je, das wird nix!

  9. Cover des Buches Frisch hapeziert (ISBN: 9783492314343)
    Hape Kerkeling

    Frisch hapeziert

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Das verschmähte Weihnachtsgeschenk jetzt von mir selbst gelesen: Happy Kerkelings "Gala"-Kolumnen, ergänzt um 2-3 neue Texte. Von seiner Royal-Begeisterung wußte man, ebenso von seiner erstbesten Freundin, wo kann man denn diese Gudrun mal treffen (als spätere erstbeste Freundin für unsereins vielleicht)? Und in der Fortsetzung bitte mehr Texte über Schlüpfrigkeiten, geheime Geheimnisse usw. 

  10. Cover des Buches Halbzeitküsse: Jamie & Lillian (ISBN: 9783958180567)
    Alexandra Görner

    Halbzeitküsse: Jamie & Lillian

     (24)
    Aktuelle Rezension von: VanillaCookiesAndBookes

    'Halbzeitküsse'
    Inhalt:
    Aber als ihre Chefin ihr aufträgt das Fußballteam von London City während der Championsleague Saison zu begleiten um prickelnde Details über das Privatleben der Fußballstars herauszufinden, ist sie wenig begeistert. Sie mag Fußball nicht mal. Und auch die Jungs heißen sie nicht herzlich willkommen, schließlich eilt ihr Ruf ihr voraus. Doch dann lernt sie das Team besser kennen und vor allem Jamie O'Conner entpuppt sich als weniger kratzbürstig als zunächst angenommen. Es knistert heftig zwischen den beiden, und dann sieht Lillian sich vor die Wahl zwischen ihrer Karriere und Jamie gestellt ...


    Meine Meinung: 
    Wahnsinnig schönes Buch. Keines meiner Romane hat mich mehr fasziniert als dieses Buch. Muss man gelesen haben!
  11. Cover des Buches Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit (ISBN: 9783453292352)
    Gretchen Berg

    Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit

     (18)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    In einem kleinen Ort im Amerika Anfang der 1950er Jahre arbeitet Vivian Dalton als Telefonistin. Sie kann nicht leugnen, dass sie schon als Kind neugierig war. Den Telefonaten zu lauschen, ist nicht erlaubt und deshalb macht sie das auch nicht, meistens. Eines Abends jedoch bekommt Vivian etwas zu hören, das ihre ganz Welt durcheinander wirft. Ihr Mann soll noch eine andere Frau haben. Das kann einfach nicht sein, deshalb muss Vivian unbedingt herausfinden, ob an der Behauptung etwas dran sein könnte. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit findet die Telefonisten noch ganz andere Geheimnisse über die Einwohner des Städtchens heraus.


    Was waren die Fünfziger doch für eine beschauliche Zeit. Es gab kein Internet, keine Handys, kein Social Media. Dafür saßen Familien gemeinsam vor Radio oder Fernseher, die Männer hatten zwar das Sagen, wurden aber doch von den Frauen gelenkt und es gab eben neugierige Telefonistinnen wie Vivian Dalton. Natürlich bedeutet beschaulich nicht unbedingt besser. So sind schon einige der Frauen damals abhängig von den Männern, da ihr Gehalt nicht zum Leben reicht. Und Vivians Eltern haben nie viel gehabt und die Depression hat ihre Möglichkeiten eingeschränkt, weshalb Vivian keinen höheren Schulabschluss hat. Und nun auch noch der Verdacht, ihr Mann könne eine andere haben.


    Wenn man sich das Cover anschaut und auch den Klappentext liest, werden Erwartungen an die Abenteuer geweckt, die eine quirlige neugierige Telefonistin erlebt. Und dann wird man doch ein wenig enttäuscht, denn Vivian Dalton wirkt mehr wie die neugierige Klatschbase, die gerne die Fäden in der Hand hält und die sehr darauf bedacht ist, was die Nachbarn denken. Dabei muss sie alles tun, um nach der Neuigkeit den Schein zu wahren. Vivian lernt auf die harte Tour, dass der Lauscher an der Wand manchmal seine eigene Schand hört. Erst im weiteren Verlauf, wenn Vivian energisch und mutig versucht, den Hintergrund der unerhörten Behauptung zu erforschen und dabei über sich hinauswächst, wird sie nach und nach sympathisch und der Roman gewinnt durch einige weitere Wendungen an Tiefe. Nachdem man die anfängliche kleine Enttäuschung überwunden hat, wird dieser beschauliche Roman, für den sich die Autorin durch das Leben ihrer Großmutter inspirieren ließ, noch sehr ansprechend und fesselnd.


    3,5 Sterne

  12. Cover des Buches Der Bonbonpalast (ISBN: 9783036959771)
    Elif Shafak

    Der Bonbonpalast

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Brombeere

    Worum geht es?
    Ein heruntergekommenes Haus mit mehreren Mietparteien, der Müllgeruch im Haus, die verschiedenen Beziehungen untereinander und zur Außenwelt.

    Worum geht es wirklich?
    Dreck, Geheimnisse und Schuld

    Lesenswert?
    Jein. Zwar gut lesbar, aber nicht wirklich unterhaltsam. Gefallen hat mir der Schreibstil, die überspitze und humorvolle Darstellung der einzelnen Bewohner*innen und die Nameswahl, die das ganze manchmal wunderbar kurios wirken lies.

    Zu Beginn erfährt man zu jeder Person eine eher ausführliche Geschichte, nach und nach werden die Kapitel kürzer und es wird eher der Alltag in dem dreckigen Haus mit dem wundervollen Namen „Bonbonpalast“ dargestellt.

    Zusätzlich gibt es mehrere Rahmenhandlungen und Erzählstränge die überhaupt erst einmal zu der Haussituation in der Gegenwart führen.

    Auch wenn mir die Sprache an sich gefallen hat, so habe ich sie doch als recht eingedeutscht empfunden und finde es schade, dass so wenige türkische Begriffe verwendet werden. Zeitgleich taucht ab und an Umgangssprache bei der Erzählstimme auf, was nicht wirklich passend wirkt. (Zudem sei erwähnt, dass die rassistische Bezeichnung für Roma und Sinti an mehreren Stellen fällt.)

    Die einzelnen Geschichten der Bewohner*innen sind zwar ganz interessant, aber für mich waren sie dennoch alle belanglos und wirkliche Tiefe ist nicht aufgekommen. Stattdessen geht es viel um schlechtes Gerede, Geheimnisse und den immer wiederkehrenden Müll samt seines Geruchs.

    Vielleicht habe ich die Absicht nicht verstanden, vielleicht geht es gerade um diese ganzen schlechten Seiten, vielleicht soll es genau so schmutzig zwischen den Menschen sein wie das Gebäude selbst.

    Aber wirklich unterhaltsam oder bereichernd war diese Lektüre einfach nicht.

  13. Cover des Buches Hamish Macbeth riecht Ärger (ISBN: 9783404183333)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth riecht Ärger

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Zwei Neuankömmlinge im Dorf sind Hamish ein Dorn im Auge, besonders da sich einige Dorfbewohner zu verändern scheinen. Als dann auch noch einer der beiden ermordet wird, sucht Hamish den Mörder unter den Dorfbewohnern.

    Wieder sehr spannend und unterhaltsam. Ich rätsel einfach gerne mit Hamish zusammen wer der Täter sein könnte.

    Auf eine Entwicklung in seinem Privatleben hat man ja schon seit einigen Büchern gewartet und ich hatte ehrlich die Hoffnung aufgegeben, das da noch mal was in die Richtung passiert.

    Alles in allem wieder ein sehr solider Krimi.

  14. Cover des Buches Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner (ISBN: 9783442380886)
    Edward Kelsey Moore

    Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Ungewöhnlich: eine lebenslange, gleichberechtigte Freundschaft zwischen drei Frauen. Bei Odette, Clarice und Barbara Jean funktioniert diese Dreiecksbeziehung und durch die drei ganz unterschiedlichen Frauenleben ergibt sich eine reiche, runde Geschichte über Freundschaft, Familie, Liebe, das ganz alltägliche Leben in einer amerikanischen Kleinstadt. Der afroamerikanische Hintergrund der drei Frauen spielt ab und zu mit in die Geschichte rein, übernimmt aber keine Hauptrolle. Der Humor ist eher leicht, manchmal bissig – ernste Themen kommen aber auch vor.

    Zwischendurch hatte das Buch für mich manchmal Längen, aber insgesamt habe ich die Geschichte der drei Frauen und ihres manchmal etwas verrücktes Umfeld gerne gelesen.

  15. Cover des Buches Wachen! Wachen! (ISBN: 9783492280686)
    Terry Pratchett

    Wachen! Wachen!

     (400)
    Aktuelle Rezension von: U_Vollmer

    Das war mein erster Pratchett-Roman, und ich verdanke es ausgerechnet dem "Herrn der Ringe" (eines der wenigen Bücher, die ich nicht zuende gelesen habe).

    Also: Zur Zeit der Verfilmungen war eine einige Jahre jüngere Verwandte total im "Herrn der Ringe"-Fieber (Herr-der-Ringe-Poster, Herr-der-Ringe-Bettwäsche usw.) Das Buch wurde mir förmlich aufgedrängt und bescherte mir mehrere Stunden vergeudete Zeit, bevor es tatsächlich in der Altpapiertonne landete.

    Besagte Jugendliche wünschte sich zu Weihnachten einen "Herrn-der-Ringe"-Kalender, den ich in der örtlichen Buchhandlung (in OWL, wo bis vor ein paar Jehren die britischen Truppen stationiert waren) zähneknirschend kaufte und mich dabei über Tolkien beklagte. Die Verkäuferin grinste plötzlich, rief: "Oh, da habe ich genau das Richtige für Sie!" lief von der Kasse weg und kam dann mit "Wachen! Wachen!" an. Ich war regelrecht überrumpelt und kaufte das Buch, ohne es eigentlich zu wollen (hatte nämlich beschlossen, alles, was  mit Fantasy zu tun hatte, nicht mal mit der Kneifzange anzufassen).

    Na ja, jedenfalls war das eines der witzigsten und gleichzeitig gesellschaftskritischen Bücher, das ich je gelesen habe.  

    Und ich habe festgestellt, daß die verschiedensten Leute Pratchett-Fans sind, auch welche, von denen ich es nie erwartet hätte.

  16. Cover des Buches Aller Anfang ist Apulien (ISBN: 9783462044973)
    Kirsten Wulf

    Aller Anfang ist Apulien

     (55)
    Aktuelle Rezension von: black_snapper
    Mir wurde eine Liebesgeschichte versprochen. Ich habe schöne kitschige herzerfüllende Belletristik erwartet. Stattdessen wird diese Liebesgeschichte mit Geschichten zum Menschenhandel und Schutzgelderpressung gespickt. Och nee. Entweder oder, aber nicht beides, bitte. Die Biografie der Autorin gibt doch Stoff für 3 Bücher her. Warum hat sie also alles in eins gepackt? Dennoch 4 Sterne, weil es sich gut liest.
  17. Cover des Buches Das Haus der schönen Dinge (ISBN: B07GRTXJDC)
    Heidi Rehn

    Das Haus der schönen Dinge

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Claudia107

    Inhaltsangabe: "Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren.

    Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet."

    Dieses Hörbuch besteht aus 2 CD`s, hat eine Laufzeit von 1046 Minuten und wird von Lisa Rauen an sich auch sehr gut eingelesen. Manchmal hat es sich zwar etwas gestelzt angehört und was ich auch nicht so toll fand, dass die Protagonistinnen zum Ende hin, obwohl schon wesentlich älter als am Anfang sich immer noch wie junge Mädchen angehört haben, denn die Geschichte spielt vom Ende des 19. Jahrhundert bis in die 50erJahre. 

    Das jüdische Kaufhaus Hirschvogl in München ist zwar fiktiv, aber es könnte sich durchaus so oder so ähnlich abgespielt haben und ich fand es sehr interessant wie die Modernisierung der Kaufhäuser in dieser Geschichte beschrieben wurden. Auch der Judenhass wird hier wirklich gut nahegebracht und es ist wirklich unglaublich, was die Juden in der damaligen Zeit erleiden mussten. 

    Leider hat das Hörbuch auch seine Längen, teilweise wurde es mir zu ausführlich geschildert und man hatte das Gefühl, dass man nicht vom Fleck kommt. Die Geschichte selber, insbesondere über die Familie Hirschvogl, fand ich allerdings sehr interessant. Am Anfang habe ich mir allerdings sehr schwer getan die vielen Protagonisten einzuordnen, was sich aber - um so weiter ich mit dem Hörbuch vorankam - gegeben hat. 

    Fazit: Eine wirklich interessant Geschichte über die jüdische Familie Hirschvogl, die ein gutgehendes Kaufhaus in München führten und mit ihren Ideen, Fleiß und ständiger Modernisierung erfolgreich waren. Auch wenn es dieses Kaufhaus in München nie gegeben hat hätte sich alles so oder so ähnlich zutragen können, vor allem wie es den Juden im 3. Reich ergangen ist. Wer sich für historisches interessiert, auch mit dem Aufbau eines Kaufhauses Ende des 19. Jahrhunderts wird hier seine wahre Freude haben. 

  18. Cover des Buches Miss Otis verpasst den Lunch: (Schwarztee, Scones & eine Leiche-Reihe) - Cosy Crime & Romance/Kriminalroman (ISBN: B08T17DW46)
    Ada K. Holmes

    Miss Otis verpasst den Lunch: (Schwarztee, Scones & eine Leiche-Reihe) - Cosy Crime & Romance/Kriminalroman

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Maya83

    Yorkshire, 1932: Myrna Scones zieht es nach dem Tod ihres Mannes zurück in ihre alte Heimat – wo sie nach dieser Wendung in ihrem Leben nach einer neuen Aufgabe sucht. Dort angekommen ist jedoch nichts so, wie sie es erwartet hat – das Kleinstadtleben erscheint ihr rückschrittlich und auch das erworbene Haus entpuppt sich als Kauf-Irrtum. Statt erhoffter Ruhe wird sie bald mit den Vermutungen von Pearl Otis konfrontiert, deren Neffe Julian tot aufgefunden wurde. War es etwa Mord? Da ereilt sie auch noch die Nachricht über die Rückkehr ihrer Jugendliebe Horatio Dodd – ohne dessen Frau.. 

    Ein charmanter Cosy-Crime, mit typisch britisch-trockenem Humor, gut gezeichneten Charakteren und heiteren Wortgefechten. Die Geschichte ist eine ausgewogene Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte, spannend und zum Miträtseln, aber auch durch das Hin & Her von Myrna und Horatio geprägt. Die Auflösung des Falls kam für mich überraschend, sodass es bis zum Schluss spannend blieb!
    Gute Unterhaltung für kurzweilige Lesestunden!

     

  19. Cover des Buches MacBest (ISBN: 9783492280662)
    Terry Pratchett

    MacBest

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Vorwissen zu MacBeth ist hilfreich aber nicht nötig. Von abstrusem bis sehr intelligentem Humor ist wieder alles dabei. Eine Pointe jagt die nächste.

  20. Cover des Buches Die Farben der Magie (ISBN: 9783492280624)
    Terry Pratchett

    Die Farben der Magie

     (903)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Der Magier Rincewind ist vom Pech verfolgt – erst wird er von einem geltungssüchtigen Zauberspruch befallen, dann verliert er seine Stelle an der Unsichtbaren Universität. Fortan verdingt er sich als Fremdenführer für den ersten Touristen auf der Scheibenwelt. Und natürlich geht auf der Reise so ziemlich alles schief …

    Mein erstes Buch aus der Scheibenwelt! Eine Reihe, die ich schon so lange endlich einmal anfangen wollte um zu sehen, wie sie mir gefällt. Und sie gefällt mir sehr gut!

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aber tatsächlich etwas schwerer. Der interessante Aufbau der Scheibenwelt wird erklärt, allerdings wird dabei auch mit vielen Namen um sich geworfen. Zusätzlich hatte ich vor allem auf den ersten Seiten das Gefühl, die Geschichte springt von einem Ort an den anderen und wieder weiter, immer hin und her - so schnell, dass ich manchmal gar nicht hinterher kam.

    Das legte sich jedoch zum Glück schnell (zumindest ein wenig - springen tut der Autor trotzdem noch sehr gerne, aber alles in für mich verständlichem Rahmen) und ich konnte in die Geschichte um Rincewind und Zweiblum, gefolgt von der Truhe auf ihren hunderten von Beinen, völlig versinken.

    Rincewind hat einen genialen trockenen Humor, ist eher ein Pessimist und Feigling - im Zusammenspiel mit dem immer fröhlichen und völlig naiven Zweiblum ist das eine absolut geniale Kombination, die mich mehr als einmal zum Schmunzeln oder Lachen gebracht hat. Da es eher aus Rincewinds Sicht geschrieben ist, bekommt man beim Lesen seine Gedanken zu etlichen Begebenheiten mit, die in so krassem Gegensatz zu Zweiblums Aussagen stehen - es ist herrlich! Vor allem, da sie in allen „schrecklichen“ Situationen eigentlich nur wegen dem Touristen landen. Von Kneipenschlägereien bist zu Helden will dieser nämlich alles sehen und das bringt für Rincewind, der sie dann wieder da rausholen muss, erhebliche Probleme. Was für uns lesende aber nur von Vorteil ist.

    Was mich allerdings wirklich erstaunt hat: Wie viele außerordentliche (und teils auch verrückte) Ideen in diesen schmalen Bändchen vereint wurden. Manche Erklärungen waren für mich zwar leider so abstrakt geschrieben, dass ich sie zweimal lesen musste, aber das tut meiner Begeisterung für diesen Auftakt keinen Abbruch.

    Einen einzigen und klitzekleinen Spoiler erlaube ich mir hier allerdings noch. Nur für den Fall, dass ihr das Buch jetzt auch lesen wollt: Wenn ihr bei der Hälfte merkt, es gefällt euch - dann holt euch gleich den zweiten Band. Das Buch endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger!

  21. Cover des Buches Eine Leiche zum Kaffee (ISBN: B08HH3DWTF)
    Marion Minks

    Eine Leiche zum Kaffee

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus

    Am Rande einer kleinen Gemeinde wird ein verunglückter Radfahrer gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, lässt der pensionierten Lehrerin Agnes Plietsch jedoch keine Ruhe. Gemeinsam mit dem ebenfalls pensionierten Kriminalbeamte Enno Fritjoff begibt sie sich auf Spurensuche und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten.

    Das Buch ist ein schöner Cosy Crime, der allerdings sehr deutlich das Dorfleben und den dortigen Klatsch widerspiegelt. Auch wenn der Fall für sich sehr spannend konstruiert ist, zieht sich die Handlung doch etwas in die Länge und weitet die Geschichte aus. Da muss man schon Lust haben, um dran zu bleiben.

     

    Fazit:

    Ein netter Dorfkrimi, mit viel Sinn für die Dorfgemeinschaft, Klatsch und Tratsch und einem spannenden Krimifall, der jedoch fast im Geplänkel untergeht.

  22. Cover des Buches Gossip Girl - Lass uns einfach Feinde bleiben (ISBN: 9783570306451)
    Cecily von Ziegesar

    Gossip Girl - Lass uns einfach Feinde bleiben

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Carlosia

    Klappentext:
    An der Upper Eastside dreht sich alles um das Wort mit dem X: Vanessa kann weder von Lover Aaron noch von ihrem Ex-Freund Dan genug kriegen. Und Blair trifft endlich den Mann ihrer Träume: Lord Marcus Beaton-Rhodes, eine reifere und vor allem adligere Prachtausgabe ihres Ex-Freunds Nate. Der scheint unterdessen in einem desolaten Zustand. Ob das an den vielen Tränen liegt, die er um Blair vergießt?


    Über den Autoren:
    (Amazon)
    Die New Yorkerin Cecily von Ziegesar (Jg. 1970) wurde berühmt durch ihre „Gossip Girl“-Romane, die durch einen authentischen Ton überzeugen. Der kommt nicht von ungefähr, denn die Autorin besuchte selbst eine exquisite, private Mädchenschule in Manhattans Upper East Side. Nach der Schule ging sie an das Colby College in Maine, studierte Creative Writing an der University of Arizona, arbeitete ein Jahr lang für eine Radiostation in Budapest und eine ganze Weile für einen Londoner Verlag. Zurück in New York fing sie als Autorin bei einem Buchvertrieb an, der sich auf fiktive Geschichten spezialisiert hatte. Dort kam von Ziegesar die Idee für die „Gossip-Girl“-Serie, die sie zum Shootingstar der Teenieszene machte. Heute lebt sie mit Ehemann, Kindern und Hauskatzen in Brooklyn.


    Gestaltung:
    Ich finde das Cover ist gelungen. Es passt zu den Charakteren aus dem Buch und passt auch zu den anderen Büchern der Reihe!


    Inhalt:
    Serena hat Blair Nate ausgespannt. Das bedeutet das Serena gerade dabei ist, irgenwie die Freundschaft wieder zu flicken.
    Blair ist sauer und hält es nicht länger bei Vanessa aus und dann ist da noch jemand neues…


    Meine Meinung:
    Ich muss gestehen das mir dieser Teil bis jetzt am besten gefallen hat und nun neugierig bin ob die Autorin so weiter geschrieben hat.
    Auch hier muss ich wieder erwähnen das man diese Reihe nicht mit der Serie vergleichen kann. Denn in meinen Augen ist die Serie einfach besser, weil dort GossipGirl nicht nur ein Blog ist der alle Fakten für alle zusammenfasst, sondern sofort eine Reaktion auf die Charaktere hat, was im Buch einfach nicht der Fall ist.
    Aber man merkt das die Autorin sich weiterentwickelt hat und ich finde sie wird besser!
    Daher ganz knappe:

  23. Cover des Buches Lord Stonevilles Geheimnis (ISBN: 9783802586736)
    Sabrina Jeffries

    Lord Stonevilles Geheimnis

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Buchseelig

    Keine neue oder gar überragende Story. Die Handlung ist simpel und lässt sich von Seite eins an vorhersehen, was den Unterhaltungsfaktor jedoch in keiner Weise schmälert. Amüsante Dialoge,  liebenswürdige Charaktere und ein angenehmer Schreibstil, machen das Buch für mich zu einem guten, wenngleich auch kurzweiligen Leseerlebnis.

  24. Cover des Buches Das Stockholm Oktavo (ISBN: 9783455403893)
    Karen Engelmann

    Das Stockholm Oktavo

     (45)
    Aktuelle Rezension von: gst
    Denjenigen, die sich für die Kunst des Kartenlegens begeistern können, denen dürfte dieses Buch gefallen!

    Es entführt uns in das Stockholm des späten 18. Jahrhunderts, in die Regentschaft von König Gustav III. Zwar erfahren wir von ihm relativ wenig, entdecken dafür aber eine mir fremde Welt. Durch sie begleitet uns hauptsächlich der Ich-Erzähler Emil Larsson, der neben seinem Beruf als Sekretär noch seinem Hobby, dem Spielen frönt. Auch andere Zeitgenossen kommen zu Wort, die die Umstände aus ihrer Sichtweise schildern. Wunderbare Zeichnungen diverser Karten vervollständigen die Szene. Nach und nach erfahren wir, wie den Karten lebende Menschen zugeordnet werden und die die ihnen zugedachten Rollen ausfüllen. Es geht um Irrtum, Intrigen, Macht und Liebe.

    Auch wenn das 500 Seiten starke Buch ein paar Längen enthält, lässt es sich gut lesen. Zum Schluss hin baut die amerikanische Autorin, die acht Jahre in Schweden lebte, richtige Spannung auf. Die relativ kurzen Kapitel ermöglichen Lesepausen, das eingearbeitete Stoffband erleichtert das Wiederauffinden der zuletzt gelesenen Seite. Der Schutzumschlag ist mit Silberdruck sehr ansprechend gestaltet. Insgesamt hat dieser historische Roman drei bis vier Sterne verdient. 

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