Bücher mit dem Tag "kindstod"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kindstod" gekennzeichnet haben.

85 Bücher

  1. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.376)
    Aktuelle Rezension von: Inliebebuch

    Ich finde das Buch super spannend und sehr gut. Das dunkle Cover zeigt eindeutig, was man zu erwarten hat.  

    Was ich besonders an Fitzek mag? Er macht immer wieder auf das System aufmerksam. Find ich gut !


  2. Cover des Buches Kaninchenherz (ISBN: 9783548612584)
    Annette Wieners

    Kaninchenherz

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Annika-gier

    Bisher kannte ich noch kein Buch der Autorin Annette Wieners. Deswegen hab ich mir direkt die ganze Reihe zugelegt. 

    Band eins ist schon mal nicht schlecht, aber es war mir zwischendurch ein kleines bisschen zu langweilig es kam mir so vor als würde die Autorin, wie ihre Kommissare auf der Stelle treten. Aber trotzdem werde ich auch Band zwei lesen, weil ich mich bei Band eins gut unterhalten gefühlt hab. Richtig klasse waren die Ergänzungen zu denn Steckbriefen von giftigen Pflanzen, man lernt ja bekanntlich nie aus.

  3. Cover des Buches Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. (ISBN: 9783734100512)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.

     (1.165)
    Aktuelle Rezension von: Radermacher

    ... wurde zu einem internationalen Phänomen und verkaufte sich weltweit 23 Millionen mal. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, führte weltweit die Bestsellerlisten an,  wurde mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt und war ein großer Kinoerfolg, schreibt Amazon.

    Einige Formulierungen haben mir sehr gut gefallen und irgendwie wollte ich schon wissen, was letztendlich passiert und wer der Täter ist. Doch manchmal war es etwas verwirrend, dass alle drei Frauen aus der Ich-Perspektive erzählen und die Autorin zeitlich hin- und herspringt. Demzufolge musste ich ab und zu nochmal zurückblättern um zu erfahren, welcher Figur welches Ereignis widerfahen ist.
    Und ein oder zwei Mal habe ich mich sogar gefragt, was es über unsere Gesellschaft aussagt, dass eine solche Story, bei der auch der Alkohol eine wichtige Rolle spielt, so erfolgreich ist.

  4. Cover des Buches Was ich euch nicht erzählte (ISBN: 9783423145992)
    Celeste Ng

    Was ich euch nicht erzählte

     (342)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    In Celeste Ngs Romanen (ich habe zuerst "Kleine Feuer überall" gelesen und nun endlich auch ihr Debüt "Was ich euch nicht erzählte") wimmelt es von Problemfeldern. Dabei wird die Autorin beeindruckenderweise allen Themen gleichermaßen gerecht und schafft es zudem, das ganze in einen sehr eingänglichen, gut lesbaren Text umzusetzen. Hier beschäftigt sie sich u.a. mit  Rassismus, fehlender Kommunikation, Geschlechterrollen und übersteigerten Erwartungen an die eigenen Kinder – keine schönen Themen, aber so umgesetzt, dass es bei der Lektüre weder trübsinnig, noch leichtfertig wirkt.

  5. Cover des Buches Ein fauler Gott (ISBN: 9783518425879)
    Stephan Lohse

    Ein fauler Gott

     (95)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Jonas ist tot. Mami und Ben sind sehr traurig. Der Elfjährige glaubt, „Gott selbst ist faul in seiner Allmacht, und es bereitet ihm Freunde, den Brüdern die Brüder zu stehlen und den Müttern ihre Kinder. Er ist unersättlich. Es gibt im Himmel immer mehr Tote als Lebende auf der Erde.“ (Seite 8)


    Der deutsche Schauspieler und Theaterregisseur Stefan Lohse ist 1964 in Hamburg geboren und veröffentlichte mit „Ein fauler Gott“ 2017 seinen ersten, mit guten Kritiken überhäuften, Roman.

    Darin nähert er sich dem Schmerz von Mutter und Bruder an und zeigt, wie sich das Leben durch den Tod verändert. Doch der Alltag fordert weiterhin seinen Tribut. Ben findet neue Freunde, die ihm beim Weiterleben helfen, was schließlich auch seiner Mutter zugute kommt. 

    Dieser Entwicklungsroman spielt zu einer Zeit, als es noch Fotoapparate mit Blitzwürfeln gab und sich Jungs zu Weihnachten noch Plattenspieler wünschten. Und Reisen in die Ostzone gab es auch noch. Dieser Rückblick hat mir persönlich sehr gefallen, da er mich in meine eigene Jugend zurückgeführt hat.

    Das Buch ist zwar oft traurig, es enthält jedoch auch zahlreiche Stellen, die zum Schmunzeln und Lachen einladen. Noch nie war ich den Gedanken eines Jungen so nah wie in diesem Buch. Was mich beim Lesen allerdings etwas überforderte, waren die Erinnerungen der Mutter an die eigene Kindheit während der Nazizeit. Sie passten in meinen Augen nicht so recht zum sonstigen Buch, weshalb ich einen Stern von der Höchstpunktzahl abziehe.

  6. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

     (601)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Lelant  Gaunt (nur schon der Name tönt irgendwie schlitzohrig), verhext mit seinen Geschäften eine ganze Stadt. Die Angel die man sich schon lange wünscht, die Puppe die man sich ersehnt, die Sonnenbrille von Elvis, die seltene und kaum bezahlbare Sammelkarte eines legendären Baseballstars... alles zu haben und zu einem Spottpreis, .. als kleine Gegenleistung muss der Käufer nur einen kleinen Streich spielen an seinen Mitbürgern.

    An sich eine super Idee mit dem Trödlerladen. Leider hat mich die Umsetzung gar nicht überzeugt.

    King ist wohl nicht meins.

  7. Cover des Buches Schuld bist du (ISBN: 9783426518519)
    Jutta Maria Herrmann

    Schuld bist du

     (83)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    So richtig vermag ich das gar nicht zu sagen; ich bin wegen diversen Sachen etwas zwiegespalten.

    Es fängt auf jeden Fall sehr spannend an. Jakob Auerbach kommt von einer Dienstreise zurück in eine leergeräumte Wohnung. Am Fenster sieht er die hingeschmierte Botschaft „Schuld bist Du“. Was soll das? Wo sind seine Frau Anne und die heiß geliebte Tochter Mia?

    In einem zweiten Erzählstrang sitzt eine Frau am Bett eines Koma-Patienten und fängt an, ihm ihre Geschichte zu erzählen.

    Gehören diese Stories zusammen – oder doch nicht? Diese Frage trieb mich natürlich um und so musste ich einfach weiterlesen.

    Die Geschichte ist wirklich komplex und handelt von Schuld und Schuldgefühlen und wie man damit umgeht, umgehen kann. Oder auch nicht.

    Allerdings fand ich einiges dann doch zu dick aufgetragen und zu wirr. Dazu kann ich aber nicht viel mehr sagen, ohne zu spoilern.

    Zum Schluss hin wird dann manches klarer bzw. ergibt einen „Sinn“ – was aber die langen Seiten mit Jakob und seinen Irrfahrten durch Berlin zwar „erklärt“, aber das hätte man sicher ein bisschen weniger verwirrend gestalten können. So kann ich mir durchaus vorstellen, dass mancher Leser das Buch in der zweiten Hälfte abgebrochen hat.

    Hier muss ich auch wirklich sagen: macht Euch Euer eigenes Bild. Wer bis zum Schluss durchhält, erfährt dann auch, wie das alles zusammenhängt und kann dann selber urteilen…..


  8. Cover des Buches Der Sommer der Inselschwestern (ISBN: 9783959670876)
    Susan Mallery

    Der Sommer der Inselschwestern

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Yuria

    "Der Sommer der Inselschwestern" ist der zweite Band der "Blackberry Island"-Reihe von der amerikanischen Autorin Susan Mallery. Es handelt sich dabei um eine eigenständige Geschichte, die im gleichen Ort spielt, wie der erste Band der Reihe. Man muss den ersten Band fürs Verständnis nicht gelesen haben, jedoch kommen die Charaktere davon als Easter-Eggs wieder vor.

    Inhalt: Als Andi vor dem Altar verlassen wird, zerbricht ihre Welt in Scherben. Verzweifelt auf der Suche nach einem Neuanfang, gelangt sie zu den "Drei Schwestern" - eine Häuserzeile in Blackberry Island - und spontan kauft sie eines der prächtigen Altbauhäuser um sich hier ihr Leben neu aufzubauen. Schnell findet sie in den Nachbarinnen Deanna und Boston treue Freundinnen und Stück für Stück setzt sich ihr Herz wieder zusammen, bis es bereit für Glück und die große Liebe ist.

    Cover und Design: Die farbliche Gestaltung des Taschenbuchs finde ich sehr stimmig und hübsch anzusehen. Es versprüht eine wunderbar heimelige Wohlfühl-Stimmung und ist nicht so kitschig wie andere Romane dieses Genres. Auf der Suche nach einer Urlaubslektüre, spricht einen das Cover im Buchladen sofort ins Auge.

    Meine Meinung: Nachdem mir der erste Band der "Blackberry"-Island nur semi-gut gefallen hat, konnte mich "Der Sommer der Inselschwestern" wirklich sehr positiv überraschen. Wir begleiten Andi und ihre zwei Nachbarinnen Deanna und Boston auf der Suche nach Glück und innere Zufriedenheit. Auch wenn der Inhalt auf Andi und ihr Leben aufgebaut ist, trumpft das Buch mit 3 tollen Protagonistinnen, denn auch Deanna und Boston haben ihre Hauptrolle bekommen. Bei den drei Frauen handelt es sich zwar um völlig unterschiedliche Charaktere, mit ihren eigenen Leben, Problemen und Macken, doch die Autorin hat deren Persönlichkeiten so detailliert und authentisch wiedergegeben, dass man jede davon ins Herz schließen muss. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, sind keinesfalls perfekt, sondern haben Ecken und Kanten und machen Fehler. Genau dies macht die Charakterbildung so überzeugend.

    Auch die Freundschaft der drei Frauen und wie diese entstanden ist, hat mir sehr gut gefallen. Jeder der drei hat sein eigenes Päckchen zu tragen, denn hinter der öffentlichen Fassade hat jeder Mensch seine Probleme. Vor allem bei Deanna und Boston sind diese Probleme sehr tiefgründig und sehr ernst zu nehmen. Die Autorin hat diese psychischen Belastungen sehr überzeugend beschrieben und auch wenn vieles vorhersehbar und einfach gelöst wurde, war ich von der Story gefesselt.

    Natürlich darf in einem Frauenroman die Liebe nicht fehlen und diese findet sich hier in verschiedenen Formen. Während Andis gutaussehender Bauleiter ihr Herz höher schlagen lässt, kämpfen Deanna und Boston um ihre jahrelangen Beziehungen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass es im Buch nicht nur um die junge, frische Liebe geht, sondern auch in die Gefühle von verheirateten Paare eingegangen wurde. Schicksalsschläge stellt die Ehe von Boston auf die Probe und bei Deanna scheint in der Familie sowieso alles schief zu laufen. Doch solange das Knistern noch da ist, hat die Liebe eine Chance und ich bin überrascht wie positiv mir die Liebesgeschichten gefallen haben.

    Das Buch hat trotz der tiefgründigen Themen eine wunderbare Wohlfühl-Stimmung und die Geschichte der drei Frauen hat mich sofort gefesselt. Außerdem versteckt sich hinter "Blackberry Island" eine wundervolle Bilderbuch-Kulisse a la "Stars Hollow". Die Auflösung von manchen Problemen war mir zwar persönlich ein wenig zu easy und einige Szenen haben den typischen Frauenroman-Kitsch, dieser fällt aber deutlich kleiner aus als bei anderen Büchern. Ich kann das Buch als Urlaubslektüre oder als Wohlfühl-Happen für Zwischendurch sehr empfehlen. Auch für EinsteigerInnen und WiederentdeckerInnen dieses Genres finde ich das Buch sehr geeignet. Leider wird das Frauenroman-Genre ja von kitschigen 08/15-Romanzen zugemüllt, aber "Der Sommer der Inselschwestern" sticht sehr positiv daraus hervor. Für mich die Überraschung des Monats und ich freue mich auf weitere Geschichten auf Blackberry Island. 😊

  9. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (877)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Vom Klappentext her dachte ich erst so "Na ja, kannst du ja mal lesen" und so lag es jahrelang auf meinem Bücherregal, bis es an die Reihe kam. Ich sage nur: völlig zu unrecht, diese lange Wartezeit! Oder anders: es hat sich gelohnt, was lange währt usw. Frank McCourt beschreibt sein Leben in den Elendsgassen von Irland und wie er sich mit einem alkoholkranken Vater, einer überforderten, depressiven Mutter und mehreren jüngeren Geschwistern durchschlägt und irgendwie immer einen Weg findet. Er verliert dabei nie sein Ziel aus den Augen und zeigt sich auch durchaus sozial und empathisch. Nie verzweifelt er vollends. Sehr bewundernswert. Ich habe mir sofort das Nachfolgebuch bestellt. Absolute Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Hortensiensommer (ISBN: 9783453422148)
    Ulrike Sosnitza

    Hortensiensommer

     (54)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...


    Ich hab es gern gelesen und das Cover ist so schön ❤❤❤

  11. Cover des Buches Seit du tot bist (ISBN: 9783453410442)
    Sophie McKenzie

    Seit du tot bist

     (147)
    Aktuelle Rezension von: mamenu



    Klapptext
    Die Hoffnung lebt - und wird dich zerstören Gens Tochter kam vor acht Jahren tot zur Welt. Nun steht eine fremde Frau vor ihrer Tür und behauptet, dass sie lebt. Dass alle bei der Geburt Anwesenden gekauft waren, damit jemand Gen ihr Baby wegnehmen konnte. Zunächst hält Gen das für einen geschmacklosen Scherz. Aber etwas in ihr sagt ihr, dass die Frau die Wahrheit sagt, und eine trügerische Hoffnung keimt in ihr auf. Aber wer sollte so etwas tun, falls es tatsächlich wahr ist? Es kann nur jemand aus ihrem engsten Umfeld gewesen sein ..
    Meine Meinung

    Dieses Buch habe ich schon länger in meinem Regal stehen. Warum kann ich gar nicht genau sagen, denn der Klapp-Text hört sich ganz gut an. Ich denke eher, das Cover hat mich nicht richtig angezogen,da es doch sehr schlicht gehalten ist.
    Doch jetzt habe ich mich endlich dazu entschlossen, es zu lesen.
    Am Anfang dieser Geschichte war ich doch noch ein wenig skeptisch, da ich bis zur Hälfte des Buches nicht so richtig an Spannung aufbauen konnte. Es wurde viel über Gens leben geschrieben, was alles so passiert ist und warum ihr Mann unbedingt nochmal eine Künstlerische Befruchtung wollte, aber Gen sich nicht richtig dazu bewegen konnte.
    Dies war mir dann doch etwas zu viel und zu langatmig.Ab der Hälfte der Geschichte hat sich das Blatt dann gewendet und ich konnte kaum das Buch aus der Hand legen .Denn ab da fing Gen an, Nachforschungen anzustellen, ob ihre Tochter vor acht Jahren wirklich Tod zur Welt gekommen ist oder ob man sie ihr weggenommen hat. Ich muss sagen, ab da fing bei mir auch das Kopfkino an, denn man kann sich gar nicht vorstellen wozu Menschen alles fähig sind.
    Also was mir gut gefallen hat, war, das die Autorin bis zum Ende der Geschichte mich echt auf eine falsche Fährte gelockt hat. Das habe ich mir immer wieder bei lesen anders vorgestellt. Doch das war gut so, denn dadurch kam für mich immer wieder Spannung auf.
    Die Charakteren waren alle für mich sehr gut ausgearbeitet, so das ich alles von ihnen gut nachvollziehen konnte.
    Sehr sympathisch war mir Gen, denn mit ihr habe ich richtig mitgefiebert beim Nachforschen und habe auch mit ihr gelitten.
    Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht, so das man sehr gut durch dieses Buch lesen konnte.
    Da dieser Thriller nicht sehr blutrünstig ist können auch Leser mit schwachen Nerven ihn gut lesen, was bei einem Thriller nicht immer der Fall ist.
    Mir hat es mal wieder sehr Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich werde auf jeden Fall schauen was es noch von dieser Autorin zu lesen gibt. Denn dies war mein erstes Buch von ihr.
  12. Cover des Buches Die einzige Wahrheit (ISBN: 9783492245241)
    Jodi Picoult

    Die einzige Wahrheit

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Katie wird beschuldigt, ein Kind geboren und anschließend getötet zu haben. Vertreten wird sie durch die (entfernte) Verwandte Ellie. Das Besondere in diesem Buch ist, das Katie den Amish People angehört. Im Laufe des Buches stellt sich die Frage, ob sie die Tat begangen hat oder eben nicht. 

    Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Abschnitt erfährt man einiges über die Amish People, die Charaktere und die Prozessvorbereitung. Im zweiten Teil nimmt die Geschichte die Stellung eines Justizromans ein.

    Dies ist mein drittes Buch von Jodi Picoult. Es ist der Roman, auf den ich mich am meisten gefreut habe und es wurde auch der Roman, der mich am meisten enttäuscht hat. Das hat zwei Gründe. 

    1. Die Religionsgemeinschaft wurde mit Hilfe von Ellies Figur vorgestellt. Sie wohnt bei Katies Familie und lernt die Regeln und Gepflogenheiten kennen. Dabei stellte sie sich dermaßen naiv, respektlos und dämlich an, dass es mich irgendwann genervt hat und sich teils das Gefühl von Fremdschämen in mir ausgebreitet hat. Klar, irgendwie muss Picoult die Gemeinschaft vorstellen und dem Leser die Regeln verdeutlichen, aber von einer gebildeten US-Rechtsanwältin, die eine ehemalige Amische in ihrer Familie hat und die Sommer ihrer Kindheit und Jugend in der Region verbrachte, darf man mehr Feingefühl erwarten und weniger störrisches, rebellisches Verhalten. Total unangebracht. 

    2. Es war vorhersehbar… 


    Der Stil des Romans, dass die Geschichte sich zu einem Justizkrimi entwickelte, gleicht übrigens dem Roman „Kleine große Schritte“. Dadurch hat dieser Roman für mich zusätzlich an Kraft verloren…

  13. Cover des Buches Das Haus am Leuchtturm (ISBN: 9783426511404)
    Kimberley Wilkins

    Das Haus am Leuchtturm

     (51)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox
    Isabella reist mit ihrem Mann 1901 nach Australien um ein bedeutendes und wertvolles Schmuckstück, hergestellt von ihrem Mann einen Amststab auszuliefern.  Isabella ist nicht glücklich, sie wird von ihrem Mann und dessen Familie förmlich gehasst. Doch das Schiff verunglückt und sie ist die einzigste Überlebene mit dem Stab den sie im Schlepptau hat. Dieses Schmuckstück wird ihr in Australien ein neues Leben unter falschen Namen ermöglichen. Sie findet auch endlich die große Liebe und kann somit auch ihre Trauer um ihren verlorenen Sohn überwinden. Der Sohn wurde nur 3 Wochen alt und die Familie hat sie in ihrer Trauer alleine gelassen. In der Gegenwart kommt Lilly hinter das alte Geheimnis um den Amststab der auch im Wrack des untergegangen Schiffes nie gefunden wurde. Lilly besitzt das Haus am Leuchtturm, der Leuchtturm wo damals Isabella beim Leuchtturmwächter Zuflucht gefunden hatte. Diese Geschichte ist sehr spannungsreich und begeistert von der ersten Seite an.
  14. Cover des Buches Sommerkind (ISBN: 9783847906261)
    Monika Held

    Sommerkind

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Svanvithe

    Kolja ist fünfzehn, als seine sieben Jahre jüngere Schwester Malu unbedingt im Freibad und nicht im Meer schwimmen will. Während er auf einer Bank sitzt und ein Buch liest, fällt ihm nicht auf, dass sie nicht zurückkommt. Vielmehr ist es Ragna, ein Jahr älter als Kolja und in ihn verliebt, die das bemerkt, aufspringt, losläuft, Malu reglos im Schwimmbecken liegen sieht und das Mädchen aus dem Wasser rettet. Doch ein normales Leben wird es nicht mehr sein. Malus Gehirn ist bereits geschädigt, sie fällt ins Koma. Malu ist ein Sommerkind.

    Es ist das Bild des kleinen Mädchens auf dem Grund des Beckens, das Ragna 25 Jahre mit Erinnerungen konfrontiert, die ihr nicht mehr gegenwärtig und lückenhaft sind. Im Rahmen eines Forschungsprojektes befasst sie sich mit der Frage, ob es einen erkennbaren Zusammenhang zwischen den Orten der Kindheit und dem Verlauf des Lebens gibt. Und ob der Mensch am Ende seines Lebens dorthin zurückkehrt.

    Sie begibt sich auf die Suche nach ihren Erinnerungen, nach Kolja und danach, was damals wirklich geschehen ist. Dabei begegnen ihr Menschen, die Kolja auf seinem Weg begleitet haben. Ragna trifft seine Mutter, Malu und spricht mit der Ärztin, die mit mehr Fürsorge und Augenmerk auftritt, weil sie die Sensibilität erkennt und die Schuldgefühle, mit denen Kolja belastet ist. Denn vor allem Koljas Mutter vermittelt ihrem Sohn, verantwortlich für das Geschehen zu sein. Zur Strafe muss er seine Schwester im Krankenhaus besuchen, und es ist nur verständlich, dass er darauf mit Abwehr reagiert. Stattdessen widmet Kolja seine Zeit und seine Zuneigung einem kleinen Jungen, der vom Wickeltisch gefallen ist und den er "Kai in der Kiste" nennt.

    "Der Satz, mit dem sie ihn fortschickte, verschmolz mit dem Geräusch der Tür, die sie leise hinter ihm ins Schloss drückte."

    Sommerkind ist ein emotional intensives Erlebnis. Der Roman besticht durch seine stille, tiefgründige, gleichwohl poetische Sprachgewalt und das psychologisches Feingefühl, mit dem Monika Held ihre Figuren porträtiert. Es gelingt ihr nicht nur, die Fassungslosigkeit der Eltern ob dieses Unglücks zu verdeutlichen, sondern auch die Einsamkeit und den Schmerz darzustellen, denen Kolja ausgesetzt ist und unter denen er leidet.

    Im hohen Maße schafft die Autorin eine glaubhafte Darstellung. Dabei erzählt sie zeitversetzt aus zwei Blickwinkeln. Ragna nimmt die Ich-Position ein, wodurch es stets möglich ist, an ihren Gedanken und Emotionen teilzuhaben. Hingegen wird Koljas Geschichte aus der Sicht von Dritten geschildert. Insgesamt beleuchtet die Autorin ein Geschehen, das unsagbar traurig und betroffen macht und doch nicht ohne Hoffnung und schöne Momente ist.

    Vielleicht ist am Ende nicht alles gesagt, aber so viel, dass die Geschichte schließen kann. Und es ist auch nicht wichtig. Denn Ragna und Kolja werden sich treffen, wenngleich wir nicht mehr dabei sind...

  15. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492263764)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

     (387)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklex

    "Das Herz ihrer Tochter" hat Jodi Picoult zu einer meiner Lieblingsautorinnen gemacht! Sie schafft es - scheinbar mühelos - dass der Leser schon nach kurzer Zeit ins Nachdenken kommt und alles zu hinterfragen beginnt. Die Handlungen der Personen im Buch und dadurch gezwungenermaßen auch unsere eigenen Handlungen. Unsere Gesellschaft. Die Welt in der wir leben. Man könnte meinen, dieses Buch würde "die Guten" und "die Bösen" klar voneinander trennen - immerhin reden wir hier über einen Mörder. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es gibt kein schwarz und weiß - der Leser soll sich seine eigene Meinung bilden. Der Stoff geth wirklich unter die Haut und lässt einen nicht los, auch lange nachdem man das Buch beendet hat. Großartig erzählt!

  16. Cover des Buches Sunset (ISBN: 9783453434677)
    Stephen King

    Sunset

     (180)
    Aktuelle Rezension von: FranGoldsmith

    Sunset war für mich die letzte Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, die ich noch auf meiner Leseliste hatte. Ich habe sie mir bis zum Schluss aufgehoben, da die Rezessionen hier eher gemischt waren und ich die Kurzgeschichtensammlungen vom Meister bisher immer geliebt habe.
    Da ich in letzter Zeit eher Pech mit meiner Bücherauswahl hatte und kein Buch mich richtig gepackt hat, hatte ich etwas Bammel, dass mir das nun auch noch mit einem King passieren könnte. Aber ich habe alle Kurzgeschichten gelesen uns muss sagen ich habe jede einzelne der 13 Geschichten genossen. 

    Natürlich war die ein oder andere Erzählung kein Meisterwerk, aber mich hat das Buch gut unterhalten und ich hatte endlich Mal wieder richtig Lust jeden Abend zu meinem Exemplar zu greifen. Und darauf kommt es doch schlussendlich an.
    Am absolut besten gefallen hat mir allerdings "Das Pfefferkuchen-Mädchen". Hier konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und hab die Geschichte in einem Zug durchgelesen. 

    Für mich ist Sunset eine gelungene Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, die ich vielleicht sogar in ein paar Jahren wieder zur Hand nehmen werde. 

    ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ /5

  17. Cover des Buches Der leuchtende Himmel (ISBN: 9782496702613)
    Ellin Carsta

    Der leuchtende Himmel

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieser siebte und somit vorletzte Band der großen Hansen-Saga hat mir wieder recht gut gefallen. Zum Teil plätschert die Handlung ein wenig dahin, dann aber passiert gefühlt Schlag auf Schlag eine ganze Menge. Es gibt überraschende Wendungen, die neugierig auf den letzten Band machen. 

    Besonders gut gefällt mir an dieser ganzen Reihe die Zeit, in der sie spielt: Ende des 19. Jahrhunderts. Besonders die Unterschiede zwischen Arm und Reich und der daraus entstehende Unmut kommen in diesem siebten Band gut zur Geltung.


  18. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783785735213)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Claudia107


    Inhaltsangabe: "Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank - und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn Simon berichtet nicht nur von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch ..."


    Dieses Hörbuch besteht aus 4 CD`s, hat eine Laufzeit von 289 Minuten und wird von Simon Jäger wieder sehr gut vorgelesen. 

    Ich weiß nicht, warum ich mir die Bücher/Hörbücher von Sebastian Fitzek immer wieder antue?! Vielleicht hatte ich gehofft, dass die älteren Romane von ihm einfach die Besseren sind. Aber Nein, sie sind genauso verwirrend und abstrus wie seine jüngeren Exemplare. Vermutlich werde ich einfach "fitzekmüde"?!?! 

    An sich fängt die Geschichte auch sehr interessant an, aber sie wird dann so verworren, dass ich irgendwann nicht mehr wirklich mit kam. Jedenfalls wird mir auch dieser Roman nicht wirklich lange im Gedächtnis bleiben, außer dass es sehr schnell weggelauscht war und ich mir dachte: "Kennst du einen Fitzek kennst du alle..." 



  19. Cover des Buches No & ich (ISBN: 9783426654385)
    Delphine de Vigan

    No & ich

     (425)
    Aktuelle Rezension von: parden

    DIE DINGE SIND, WIE SIE SIND...

    Lou ist dreizehn, hochbegabt und eine Einzelgängerin. Am liebsten beobachtet sie die Menschen um sich herum und stellt dabei gewagte Theorien auf, um die Welt zu verstehen. Bis sie eines Tages auf die achtzehnjährige No trifft, die mitten in Paris auf der Straße lebt. No mit ihren dreckigen Klamotten und ihrem müden Gesicht, No, die jeden Tag um ein Essen und einen Schlafplatz kämpfenmuss. No, deren Einsamkeit die Welt in Frage stellt. Und so stürzt sich Lou in ihr neues Projekt: Sie will No retten – und sich und der Welt beweisen, dass sich alles ändern lässt... (Klappentext)


    Die Dinge sind, wie sie sind, und gegen viele kann man nichts tun. Wahrscheinlich ist es das, was man akzeptieren muss, um erwachsen zu werden. (S. 81)


    Eingentlich könnte Lou Bertignac ein ganz gewöhnliches Mädchen sein, wenn sie mit ihren dreizen Jahren keinen IQ von 160 und nicht bereits zwei Klassen übersprungen hätte. Es ist aber nun einmal so: Sie ist viel zu klein und schmächtig für ihr Alter, doch ihr Hirn rattert ununterbrochen. Sie ist eine Außenseiterin, obwohl sie so gerne dazugehören und ein unbeschwertes Leben führen möchte. Doch seit dem Tod ihrer kleinen Schwester hat sich ihre Mutter von der Welt abgeschottet, auch von ihrer älteren Tochter. Lou ist einsam.


    Mein ganzes Leben lang habe ich mich außerhalb gefühlt, wo auch immer, außerhalb der Bilds, außerhalb des Gesprächs, neben der Situation, (...) als wäre ich außerhalb des Rahmens oder auf der anderen Seite einer riesigen unsichtbaren Glaswand. (S. 17)


    No ist achtzehn Jahre alt. Nach mehreren Pflegefamilien und Internaten landete sie irgendwann auf der Straße. Seitdem zieht sie von morgens bis abends durch Paris und sucht jeden zweiten Tag nach einem neuen Ort, um zu schlafen. Sie muss tagtäglich kämpfen, um zu essen, um nicht ausgeraubt zu werden, um zu überleben. Niemand will sie.


    Ich sah wieder ihre Blässe vor mir, ihre durch die Magerkeit vergrößerten Augen (...) Sie hatte so jung ausgesehen. Und zugleich hatte ich den Eindruck gehabt, sie kenne das Leben wirklich, oder vielmehr, sie kenne etwas vom Leben, das einem Angst macht. (S. 18)


    Ursprünglich sollte Lou in Sozialkunde ein Refarat über die Obdachlosen halten, aber was sie entdeckt, als sie No befragen will, ist ein Ort, an dem man keine Fragen mehr stellt. Doch das kann Lou nicht akzeptieren. Sie will, dass die Dinge sich ändern, dass jeder seinen Platz findet. Und was am Anfang nur eine lästige Aufgabe war, entwickelt sich zu einer außergewöhlnichen Freundschaft, die versucht, der harten Realität ein Bein zu stellen...


     

    ...ich suche nach etwas, womit ich sie trösten könnte, ich finde nicht das rechte Wort (...) und sie senkt den Blick und sagt nichts. Und in unseresm Schweigen lastet alle Ohnmacht der Welt, unser Schweigen ist wie ein Rückkehr zum Ursprung der Dinge, zu ihrer Wahrheit. (S. 60)


    Delphine de Vigan schildert die Ereignisse aus der Ich-Perspektive der 13jährigen Lou, die mit ihrer Hochbegabung und emotionalen Sensibilität die Welt hinterfragt. Im Rahmen der Recherche für ihr Referat stößt Lou auf die 18jährige No, die obdachlos durch die Straßen von Paris streift. Lou möchte nicht nur wissen, wie No in diese Lage geraten ist, sondern auch wie es sein kann, dass alle Welt akzeptiert und ignoriert, dass es so viele Obdachlose gibt, Randfiguren der Gesellschaft, die niemand mehr zur Kenntnis nimmt. Lou ist nicht bereit, ebenfalls die Augen zu schließen und die Tatsachen als gegeben hinzunehmen wie alle anderen. Sie will etwas tun. Und stößt damit viele Entwicklungen an, deren Richtung jedoch nicht immer wie gewünscht verläuft. 

    Der französischen Autorin ist mit "No & ich" ein wahrlich warmherziger Roman gelungen, den man wegen seiner Erzählperspektive durchaus als Jugendbuch einstufen kann, wenn auch aufgrund des gehobenen Schreibstils als ein recht anspruchsvolles. Viele Menschen in Lous erzähltem Umfeld haben ihr eigenes Päckchen zu tragen, wodurch der Roman thematisch sehr verdichtet erscheint (neben der Obdachlosigkeit kommen auch Punkte wie Depression, Kindsverlust, Vernachlässigung, Hochbegabung, Vergewaltigung, Prostitution, Alkoholismus, Gesellschaftskritik zur Sprache). Aber all diese Themen sind lebenswirklich und nachvollziehbar geschildert und nehmen nie mehr Platz ein, als ihnen zusteht. Der Roman geht auf vielen Ebenen in die Tiefe und ist zu keiner Zeit oberflächlich, die Erzählung beeindruckt und bringt einen dazu, eigene Sichtweisen zu überdenken.

    Alles in allem ist dies eine außergewöhnliche Coming-of-Age Geschiche, ein Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft, ein nachdenklich stimmendes Sozialprojekt - berührend durch Sprache und Inhalt... Wirkt nach und ist unbedingt empfehlenswert!


    © Parden

  20. Cover des Buches Schwarze Elbe (ISBN: 9783954515028)
    Heike Denzau

    Schwarze Elbe

     (20)
    Aktuelle Rezension von: parden
    LIEBE, SCHULD, VERZWEIFLUNG...

    Carola von Ahren wird von den Schatten der Vergangenheit eingeholt, als ihre siebzehnjährige Tochter Pauline an Leukämie erkrankt und auf eine Stammzellenspende innerhalb der Familie angewiesen ist. Ihr Plan, Paulines Leben zu retten, führt zu einer grauenvollen Tat, die eine andere Frau in Todesgefahr bringt. Lyn Harms versucht fieberhaft, Licht in die alptraumhaften Ereignisse zu bringen, um ein Blutvergießen zu verhindern.


    "Etwas Furchtbares war passiert. Sie wusste nicht, was. Sie wusste nicht, wieso. Sie wusste nur, dass es dem Alp gelungen war, sein grausiges Traumreich zu verlassen. Er war hier."


    Die Diplomatentochter Pauline bricht an ihrem 17. Geburtstag bewusstlos zusammen. Statt der großen Feier gibt es zahllose Untersuchungen im Krankenhaus, und als klar wird, dass sie Leukämie hat, bricht für Pauline und ihre Eltern eine Welt zusammen. Besonders ihre Mutter Carola von Ahren reagiert fassungslos und verzweifelt. Denn nicht nur das Leben Paulines ist nun bedroht, sondern ihrer aller Leben, das sie bislang geführt haben. Denn in Carolas Vergangenheit schlummert ein großes, böses Geheimnis, das nun hervorbricht und Taten gebiert, die alle gefrieren lassen.

    Drei parallele Handlungsstränge sorgen hier für einen anhaltenden Spannungsbogen um drei starke Frauen in Lebenskrisen und ihre Kinder - drei ganz verschiedene Rollen, drei Schicksale, die sich zunehmend miteinander verquicken. Einen Krimi mit psychologischem Tiefgang hat Heike Denzau hier geschrieben, bei dem die Ermittlungen lange eine eher untergeordnete Rolle spielen und erst gegen Ende an Bedeutung zunehmen.

    Lyn Harms ist eine der drei Frauen, auf denen hier der Fokus liegt, und sie ist eine der ermittelnden Kommissarinnen. Dies ist nicht ihr erster Fall ('Schwarze Elbe' ist Band 4 einer Reihe), doch ist es hier tatsächlich eher ihr Privatleben, das von Bedeutung ist. Dies störte mich aber nicht, reihte sich dieser Handlungsstrang doch harmonisch zwischen den anderen ein und gewann gegen Ende an Fahrt.


    "Ich dachte immer, was man aus Liebe tut, ist gut, ist wahrhaftig und richtig. Aber das ist es nicht. Liebe ist auch zerstörerisch (...) und brutal."


    Auch wenn schnell absehbar war, welche Hintergründe hier eine Rolle spielen, war es spannend, wie sich das Geschehen entwickelt. Die Hintergründe haben mich nachdenklich werden lassen, doch vor allem überzeugte mich hier die Spannung. Manche Stellen waren für mich kaum erträglich, so dass ich bemüht war, mein Kopfkino auszuschalten, andere Passagen empfand ich dagegen doch als zu überzogen und unvorstellbar. Insgesamt jedoch konnte mich der Krimi überzeugen und hat sich für mich als Pageturner entpuppt.

    Heike Denzau hat mich mit diesem Band jedenfalls neugierig werden lassen auf die andere Folgen um die Ermittlerin Lyn Harms!


    © Parden
  21. Cover des Buches Allerliebste Schwester (ISBN: 9783453435667)
    Wiebke Lorenz

    Allerliebste Schwester

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Sanylein

    Eva verliert durch mysteriöse Umstände ihre Zwillingsschwester Marlene. Wir erleben die Geschichte 3 Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt ist Eva mitlerweile miot dem Mann ihrer Zwillingsschwester verheiratet. Alles könnte so schön sei, doch Marlene erscheint ihr immer wieder in ihren Tagträumen.

    Ich liebe Geschichten mit Zwillingsschwestern, das hat irgendwie immer was mysteriöses. Auch diese Geschichte ist bis auf den Schluss echt toll. Das Ende hat das Buch leider etwas kaputt gemacht. Ich hab mir bei der Auflösung was viel größeres gewünscht. Es kam aber leider nur was ganz banales würde ich fast schon sagen. Ich hätte mir so sehr gewünscht das die Geschichte länger wäre und wie gesagt ein größeres Ende. Am Ende bleiben für mich auch viel zu viele Fragen offen.

    Die Charaktere waren im Endeffekt nicht mein Fall, was die Geschichte für mich aber dadurch nicht schlechter macht.

    Ich hab schon mehrere Bücher von Wiebke Lorenz gelesen, und ich liebe ihren Schreibstil einfach! Schon allein deswegen mag ich ihre Bücher. Sie hat immer ganz tolle Ideen für ihre Bücher. Nicht umsonst gehört sie mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren. Schade eigentlich das es immer sehr lange dauert bis mal ein neues Buch kommt.

    Ich würde das Buch mehr den Leuten empfehlen die noch nicht so viele Thriller gelesen haben.

  22. Cover des Buches Das Haus am Hyde Park (ISBN: 9783442479979)
    Monica McInerney

    Das Haus am Hyde Park

     (31)
    Aktuelle Rezension von: jasbr
    Was für ein schönes Buch!
    Ich habe es mir auf Empfehlung einer Freundin zugelegt und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht, außer, dass das Buch viel zu schnell ausgelesen war.

    Ella verliert durch einen tragischen Unfall ihren kleinen Sohn und zieht sich seitdem aus dem Leben zurück. Schuld an dem Unfall war ihre Halbschwester Jess.

    Die Geschichte wird zum größten Teil aus der Sicht von Ella geschildert. Man erfährt nach und nach, was passiert und wie sie sich fühlt. Man kann den Schmerz aus ihren Gedanken herauslesen und es wird einem selbst schwer ums Herz. Man leidet und trauert richtig mit.
    Gleichzeitig gibt es Ausschnitte aus Jess' Tagebuch. Die junge Frau scheint den Tod ihres Neffen überwunden zu haben. Ihre Tagebucheinträge sind fröhlich und frisch, das steht im Gegensatz zu Ellas Passagen. Allerdings merkt man auch hier zwischen den Zeilen, dass nicht alles so wunderbar ist, wie Jess es dastellt.
    Außerdem gibt es Briefe, die Ellas Mann an den verstorbenen Sohn schreibt. Hier standen mir regelmäßig Tränen in den Augen. Es war so traurig und trotzdem so schön.
    Und dann gibt es noch E-Mails, die Ellas Halbbruder an die Familie schreibt. Diese sind witzig und bilden einen schönen Gegensatz zur Trauer.
    Dass das Buch so abwechslungsreich erzählt wurde, hat mir richtig gut gefallen. Es werden ja nicht nur die Perspektiven gewechselt, sondern auch die Art des Erzählens. Daumen hoch!

    Auch die Sprache war sehr flüssig und gut zu lesen. Ich könnte gar nicht aufhören. Und obwohl das Buch knapp 500 Seiten hat, war es nach zwei Leseabenden vorbei. Leider.

    Ich werde die Autorin im Auge behalten, denn die Geschichte war einfach wunderbar!
  23. Cover des Buches Kurt (ISBN: 9783596523030)
    Sarah Kuttner

    Kurt

     (247)
    Aktuelle Rezension von: Katrin96

    Ich habe das Buch schon öfter auf anderen Plattformen gesehen und die meisten Stimmen davon waren äußerst positiv. Viele sagten sie hätten wirklich einige Tränen vergossen. Ich bin sehr nah am Wasser gebaut und hatte mich deswegen sehr auf die Geschichte gefreut jedoch lies sie mich total kalt.
    Die Emotionen kamen für mich einfach überhaupt nicht rüber. Der Schreibstil fiel mir sehr schwer irgendwie kam ich einfach nicht rein.
    Die Beziehung der beiden kam mir am Anfang ziemlich oberflächlich dargestellt rüber. In der Beziehung zum kleinen Kurt fand ich es gut. Der Vater war sehr liebevoll mit ihm. Sie als Stiefmutter etwas verunsichert.
    Der Tod von Kurt wurde aber so kurz und knapp beschrieben, dass ich gar keine richtige Emotion aufbauen konnte. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Drama gewünscht zum Beispiel aus der Sicht der Vaters. Die Trauerbewältigung konnte mich leider auch nicht überzeugen. Irgendwie finde ich war das Verhältnis der beiden ziemlich kalt. Ich hätte mir mehr Zusammenhalt von beiden gewünscht. Mir kam es so vor als ob viele Probleme der beiden entstanden sind weil sie nicht miteinander redeten was bei so einer dramatischen Situation eigentlich selbstverständlich sein sollte. Manche Szenen der Beziehung waren für mich einfach nicht verständlich.
    Mich hat das Buch leider sehr kalt gelassen und durch die Erzählweise wurde es für mich noch anstrengender das ganze zu lesen. 

  24. Cover des Buches Neugier ist ein schneller Tod (ISBN: 9783404164448)
    Ann Granger

    Neugier ist ein schneller Tod

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Weil Tante Parry Lizzie Martins Beteiligung an der Aufklärung eines Verbrechens, das in Parrys Haus seinen Ausgang gefunden hat, mehr als peinlich ist, wird sie als Gesellschafterin zu der jungen, verstörten Lucy auf einem einsamen Landsitz geschickt.

    Lucy, die mit zwei alten, verschrobenen Tanten hier lebt, glaubt nicht an den Tod ihrer kürzlich geborenen Tochter. Welche Rolle ist Lizzie hier wirklich zugedacht? Gesellschafterin oder Aufpasserin? Und was hat es mit dem Irrenarzt, der ebenfalls auf das Landgut eingeladen wurde auf sich?

    Kaum ist Elisabeth einige Tage im Hause wird Jeb Brennan, der Rattenfänger ermordet. Dummerweise findet ausgerechnet Lucy den sterbenden Mann. Wer hat einen Grund Brennan zu ermorden?
    Weil die Familie jede Aufmerksamkeit vermeiden will, wird Lizzies Bekanntschaft mit Ben Ross, Inspektor beim Scotland Yard, als vorteilhaft angesehen.

    Lizzie hat wieder das feine Gespür, dass hinter der Fassade der respektablen Familie doch nicht alles so nobel ist, und unterstützt Ben Ross mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe.

    Meine Meinung:

    Der zweite Fall für Lizzie Martin und Ben Ross hat sowohl Aspekte eines Krimis als auch eines Dramas. Die Hauptrolle spielt in diesem Krimi eher die Familie als die Ermittlungstätigkeit. Wieder sind die Gegebenheiten des Viktorianischen Zeitalters penibel recherchiert.

    Wie schon im ersten Fall, wird die Geschichte abwechselnd einmal aus Lizzies und dann wieder aus Bens Sicht erzählt. Diesen Kunstkniff finde ich sehr spannend, da jeweils die weiblich bzw. männliche Sichtweise elegant dargelegt wird. Dabei darf festgestellt werden, dass Lizzie sich genauso an Zahlen, Daten und Fakten orientiert wie Ben. Sie nimmt dennoch die (weibliche) Umwelt anders wahr als der Inspektor.

    Fazit:

    Wieder ein fesselnder Krimi und ein faszinierender Einblick in die Zeit der Königin Viktoria. Gerne wieder 5 Sterne.

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