Bücher mit dem Tag "kinderkrankenhaus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kinderkrankenhaus" gekennzeichnet haben.

7 Bücher

  1. Cover des Buches Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1) (ISBN: 9783548064055)
    Antonia Blum

    Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Kuhni77

    INHALT:

    Berlin 1911: Die Kinderklinik Weißensee ist die erste kommunale Kinderklinik Preußens und mit ihrer hochmodernen Ausstattung, eigener Milchkulturanstalt und guten Heilungserfolgen weit über Deutschland hinaus bekannt. Es ist eine große Ehre dort als Schwesternschülerin arbeiten zu dürfen. Die Waisenschwestern Marlene und Emma können ihr Glück kaum fassen, dass sie wirklich einen Platz in der Klinik bekommen haben, denn eigentlich stammen alle Elevinen aus bestem Hause.

    Marlene ist sehr wissenshungrig und lässt sich so schnell nichts vormachen. Sie möchte den kleinen Patienten helfen und merkt mit der Zeit, dass sie mehr machen möchte, als immer nur Kinderschwester zu bleiben. Durch einen Vortrag des berühmten Kindermediziners Professor Czerny ist sie sich dann ganz sicher – sie möchte Kinderheilkunde studieren und Kinderärztin werden. Ein Wunsch, der eigentlich unerreichbar für sie scheint. Emma ist eher schüchtern und ängstlich, aber sie geht voll in der Rolle, der Kinderschwester auf. Für sie steht fest, dass sie alles für ihre kleinen Patienten tun wird, damit sie sich in der Klink wohlfühlen. Weiß sie doch selbst, wie schmerzlich es ist, wenn man seine Eltern vermisst.

    Eigentlich waren Marlene und Emma immer ein eingespieltes Team und haben alles gemeinsam gemeistert. Doch je erfolgreicher Marlene wird, umso mehr entfernt sich Emma von ihrer Schwester. Das Marlene auch noch heimlich in den Assistenzarzt Doktor Maximilian von Weilert verliebt ist, ist ein weiterer Punkt, der die Schwestern immer mehr voneinander entfernt. Als der kleine Patienten Fritz am seidenen Faden hängt, müssen sie zusammenhalten, damit sie ihre Aufgabe erfüllen können: den Kindern zu helfen!

    MEINUNG:

    Historische Roman gehören normalweise nicht zu meinen bevorzugten Genres, doch der Klappentext und das Cover haben mich neugierig gemacht. Also habe ich mich an einen historischen Roman gewagt und bin wirklich nicht enttäuscht worden. „Kinderklinik Weißensee“ ist eine sehr tolle Geschichte über zwei Schwestern, die ein festes Band zusammenhält. Auch wenn sie sich zeitweise ziemlich auseinandergelebt haben und sich aus dem Weg gehen, wusste ich direkt, dass sie irgendwann wieder zusammenfinden. 

    Beide Schwestern haben mir sehr gut gefallen, gerade weil sie so unterschiedliche Charaktere sind. Marlene, die alles was mit Medizin zu tun hat aufsaugt und den Wunsch hegt Kinderärztin zu werden. Dann auch noch die heimliche Affäre mit Maximilian von Weilert. Marlene hat mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, damit ihre Wünsche in Erfüllung gehen.  Ob Maximilian wirklich immer zu ihr steht, auch wenn seine Familie sie ablehnt, war mir nie so ganz klar. Da konnte ich ihn wirklich nicht durchschauen. Ist er und seine Liebe zu Marlene wirklich so stark, dass er jederzeit zu ihr steht? Das hat mich wirklich sehr interessiert. Bei Emma hat man immer wieder gespürt, wie sehr sie in ihrer Rolle als Kinderschwester aufgeht und was sie dafür alles in Kauf nimmt. Für mich war sie die Stärkere der Schwestern. Sie hat immer wieder für alles gekämpft und so einige Niederlagen hinnehmen müssen. 

    Beiden Schwestern habe ich gewünscht, dass sie ihre Ziele und Wünsche verwirklichen können und einfach ein glückliches Leben führen. Denn beide haben es verdient. „Kinderklinik Weißensee“ gibt es in 3 Bänden und ich bin mir sicher, dass ich auch die Folgebände lesen werde. Für mich war dieser historische Roman der Weg in ein neues Genre. 

  2. Cover des Buches Oskar und die Dame in Rosa (ISBN: B00E48WGQK)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Oskar und die Dame in Rosa

     (513)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Ich setze mich jetzt gründlich in die Nesseln und mache gleich mehreren meiner Freundinnen ihr Lieblingsbuch madig, aber, Leute, so geht das nicht.
     Ja, ich bin sicherlich ein Härtefall und gar nicht offen für christliche Bekehrungsversuche, aber die Art, wie es hier präsentiert wird, ist schon reichlich plump.

    Ein todkranker Junge wird angehalten, Briefe an Gott zu schreiben, an den er nicht glaubt, der aber sein letzter Trost ist, kann er doch sonst keinem seine Gedanken zumuten. Das ist schon von der Anlage her fragwürdig, aber gut, die ersten Kapitel fand ich erfrischend und originell. Nur spätestens beim fünften Brief, der tatsächlich mit „Küsschen, Oskar“ endet, fragt man sich allmählich, wer hier erzählt, Oskar oder seine Oma. KEIN 10jähriger Junge würde je solche Briefe schreiben, selbst bei 5Jährigen wäre ich mir nicht sicher.
    Je schlechter es ihm geht, desto philosophischer wird er und auch wenn dabei einige durchaus kluge und schöne Gedanken zum Besten gegeben werden, glaubt man keine Minute daran, dass hier ein kranker Junge erzählen könnte. Nie würde ein Kind von sich behaupten, dass es „vor Glück bebte“ als es Gottes Gegenwart spürte, selbst wenn es das tat.

     Hier hat sich ein Autor recht betulich eine Plattform gebastelt, um fromme Gedanken an die Leserschaft zu bringen und dabei kräftig auf die Tränendrüse zu drücken. Natürlich kann man das machen, manch einer mag sowas wohl, für mich ist das nichts.

  3. Cover des Buches Shadow Touch (ISBN: 9783442265558)
    Marjorie M. Liu

    Shadow Touch

     (57)
    Aktuelle Rezension von: jimmygirl26
    Wieder ein sehr spannendes Buch das mir zu Anfang nicht so gefallen hat und ich deshalb zur Seite gelegt habe, doch es wurde wirklich gut und ich bin sehr froh das ich es zu Ende gelesen habe.
  4. Cover des Buches Der Wasserdieb (ISBN: 9783734107641)
    Claire Hajaj

    Der Wasserdieb

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Claire Hajajs Roman "Der Wasserdieb" erschien bereits 2017 im Blanvalet Verlag.


    Der Ingenieur Nick zieht nach dem Tod seines Vaters von England nach Afrika, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Seine Verlobte Kate lässt er in London zurück. Er beginnt eine Affaire, erkennt wie die Bevölkerung unter der Korruption durch den Gouverneur zu leiden hat und baut als gutgemeinte Tat einen Brunnen, was ihm schwerwiegende Probleme einbringt.


    Nachdem ich "Ismaels Orangen" gern gelesen habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Die Inhaltsangabe ist vielversprechend und die Thematik mit Brunnenbau in Afrika hat mich interessiert.
    Doch bei diesem Roman habe ich lange gebraucht und musste mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen.


    Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven beleuchtet, was für einen tiefen Einblick sorgen könnte. Einmal erzählt der Engländer Nick, dann wieder Jojo, der Sohn der Gastfamilie. Seine Sichtweise ist mir ziemlich fremd geblieben und es war auch nicht immer deutlich, wer gerade den Erzählton angibt.

    Nick ist ein junger Mann, der von Schuldgefühlen geplagt wird, doch kaum in Afrika angekommen, stürzt er sich in eine Affaire, was weitere Gewissensbisse nach sich zieht. Außerdem glaubt er, die Korruption mit eigenem Handeln unterbinden zu können, doch das ist eine naive Einstellung und eine falsche Entscheidung. Sein eher unüberlegtes Handeln bringt ihm Schwierigkeiten, für die ich nur wenig Verständnis habe und deshalb konnte ich auch nicht mit ihm mitfühlen.

    Die eigentliche Handlung ist in diesem Roman schwer zu verfolgen, denn viele überflüssige Szenen sorgen für eine Ablenkung von den wesentlichen und wichtigen Dingen im Plot.

    Dabei hätte die Idee, die hinter dieser Story steckt, durchaus hochbrisantes Material für einen packenden Roman bereitgehalten. Wasserknappheit und Brunnenbau, ein neues Krankenhaus für afrikanische Kinder, hier glaubt man, von Hilfsprojekten zu erfahren, was aber nur unwesentlich stattfindet. Ich habe nicht einmal herausgefunden, in welchem Land Afrikas wir uns befinden und damit fehlt mir auch jede Orientierung für die Charaktere und Vorgänge.


    Wie schwer es die Afrikaner in ihren Ländern haben, gegen die Korruption anzugehen, weiß man und liest es auch in diesem Buch.
    Die Probleme afrikanischer Länder im Bereich Wasserversorgung, Unterversorgung von Krankenhäusern und unzureichendem Gesundheitswesen beschreibt die Autorin realistisch. Und dennoch gab es viele langatmige und unverständliche Vorgänge, die mich abgelenkt haben und mit den Protagonisten konnte ich ebenfalls nicht viel anfangen. Bei der Beschreibung von Religion zeigt sich deutlich die tiefe Verwurzelung der Afrikaner in ihren Geisterkult.


    Trotz der interessanten und aktuellen Probleme, die den afrikanischen Kontinent betreffen, konnte mich die Umsetzung dieses Buches nicht überzeugen und mitnehmen. Einige Längen und unverständliche Szenen haben es mir sehr schwer gemacht, am Ball zu bleiben und das Buch ohne große Pausen zu lesen.

  5. Cover des Buches Ida und der Berg im Funkelwald (ISBN: 9783551521293)
    Bella Berlin

    Ida und der Berg im Funkelwald

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Ein unglaublich zauberhaftes Bilderbuch

    zum Thema 

    Kindern chronische Krankheiten erklären

    ab 3-4 Jahren

    Auf sehr einfühlsame Weise erzählt die Autorin Bella Berlin, die Geschichte der kleinen Ida, die ein richtiger kleiner Wildfang ist, bis zu dem Tag, an dem sie krank wird. Krank wird ja jeder einmal, es gibt aber auch Krankheiten, die bleiben, mit denen man lernen muss zu leben. wenn Kinder krank sind, sind sie verletzlich, sie sind oft traurig, weil sie merken, dass sie nicht so leben können, wie sie es gerne möchten und Krankheit ist etwas ungewisses was Angst machen kann. Jedes Kind kennt das Gefühl krank zu sein. Sie lernen mit der Zeit, das Krankheit zum Leben dazu gehört und die Krankheit auch wieder verschwindet, und dann ist alles wieder gut. Anders ist das bei chronisch Kranken. Sie müssen lernen mit ihrer Krankheit zu leben.

    Genau davon erzählt die Geschichte der kleinen Ida, die sich eines Tages gar nicht gut fühlt. Sie fühlt sich müde und kraftlos, mag nicht spielen und auch keine Schokolade essen. Die Eltern sorgen sich. Als Ida nach ein paar Tagen immer noch lustlos und müde ist und am liebsten in ihrem Bett kuschelt, fahren sie mit Ida in die Kinderklinik, wo sie erst einmal ganz genau untersucht wird. Bella Berlin, erzählt anschaulich, ohne etwas zu beschönigen von der Kinderklinik und den Untersuchungen, dabei gelingt es ihr trefflich die richtigen Worte zu finden ohne Angst zu machen. Kinder möchten wissen was mit ihnen gemacht wird, was sie erwartet und da ist es wenig hilfreich, wenn alles herabgespielt wird. Ida bekommt Blut abgenommen, wird genau untersucht und sogar ein MRT wird gemacht, was von Lena Hesse in vielen kleinen Bildsequenzen fantastisch visualisiert wird. Nach den Untersuchungen steht fest, Ida muss im Krankenhaus bleiben, was sie sehr traurig macht. Sie fragt ihre Mutter "Warum passiert das mit mir?" Eine Frage, die sich nicht nur Kinder stellen sondern wohl jeder, der krank wird und erfährt, dass es nicht nur ein harmloser Schnupfen ist. Auch Idas Mutter hat vermutlich keine Antwort darauf doch sie erzählt Ida eine ganz besondere Geschichte. Die Geschichte der kleinen Fee Ida, die zusammen mit ganz vielen Tieren im Funkelwald lebt. Sie liebte es mit ihnen durch den Wald zu tollen. Ganz besonders mochte sie ihren Freund Lolli, den Fuchs, der sie überall hin begleitete. Doch eines Tages ging es der kleine Fee nicht gut. Sie mochte nicht mit Lolli und den anderen spielen. Sie mochte noch nicht einmal ihre heißgeliebte Schokolade und das machte auch Lolli traurig, der mit der kleinen Fee mit litt. Auch die anderen Tiere sorgten sich, wussten aber nicht, wie sie ihr helfen sollten. Also fragten sie Hokuspokus, der hoch oben in der Krone eines Baumes in einem Baumhaus lebte und sich um all die kümmerte, die Hilfe brauchten, um Rat. Er untersuchte die kleine Fee und wusste was ihr fehlte.  Doch es war nicht so leicht ihr zu helfen. Dafür brauchte er spezielle Medizin und viele Helfer. Bella Berlin schafft es ganz plastisch die Krankheit erlebbar zu machen, doch wie sie das schafft, müsst ihr selbst herausfinden. In Verbindung mit den Illustrationen, die das visuell erlebbar machen wird Kindern schnell klar, das die kleine Fee nur durch viele Faktoren wieder gesund werden kann. In der Geschichte, geht es der kleinen Fee Dank der Hilfe aller bald wieder viel besser. Damit das auch so bleibt, bedarf es aber auch weiterhin der Unterstützung der anderen. Es ist eine schöne Geschichte, die Idas Mutter erzählt und ihre Kleine damit in eine Welt entführt, die Ida gefällt, die ihr aber auch Mut macht und Angst nimmt. Ja, und irgendwann geht es dann auch Ida besser. Sie darf nach Hause muss aber immer mal wieder zu Kontrolluntersuchungen ins Krankenhaus kommen. Was die Tiere und Hokuspokus im Funkelwald für die kleine Fee sind, das sind für Ida die vielen lieben Menschen im Krankenhaus, die alles dafür tun damit es Ida wieder gut geht, das verstehen die Kinder beim Vorlesen sofort und es stimmt sie genauso fröhlich wie die kleine Ida, sich in der Geschichte von der kleinen Fee nicht nur wiederfindet, weil sie den gleichen Namen trägt und Schokolade mag. Die Geschichte nimmt Angst und macht Mut ohne dabei etwas zu verherrlichen. Es ist nicht schön krank zu sein. Es ist nicht schön immer etwas krank zu sein oder immer wieder daran erinnert zu werden, das man wieder krank werden könnte, aber wenn alle helfen ist der Berg, das Paket, das man mit sich herum trägt kleiner und leichter. So klein und leicht, das man wieder lachen und "unbeschwert" glücklich sein kann. Und so kann auch Ida wieder lachen. 

    In unseren Vorlesestunden haben die Kinder sehr auf die Illustrationen reagiert und anhand derer Sympathien aufgebaut. So ist Hokuspokus "fast" das Spiegelbild des Arztes in der Kinderklinik und zu einer zentralen Sympathiefigur geworden, von dem man sich auch gern untersuchen lassen würde. Genau diese Verbindung, die Kinder ziehen, lässt den nächsten Arztbesuch vielleicht einmal mit ganz anderen Augen sehen. Das zumindest wurde von unseren Lesekindern immer wieder in ähnlicher Weise kommuniziert. Egal ob ein Kind von einer chronischen oder langwierigen Krankheit betroffen ist oder gesund ist. Dieses Bilderbuch, mit seiner einfühlsamen Geschichte und den ausdrucksstarken Bildern, die nicht nur das Geschehen sondern auch die Emotionen so wundervoll einfangen, ist ein Buch, das nirgendwo fehlen sollte. Zuhause genauso wenig wie in der Kita, der Bücherei und im Krankenhaus. 

  6. Cover des Buches Die Irak-Mission (ISBN: 9783741808661)
    Carola Wegerle

    Die Irak-Mission

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Der Roman ist im Präsens geschrieben, und diese Schreibweise bringt mir eine Geschichte immer besonders nahe. Bildhaft und sehr authentisch schildert die Autorin die Ereignisse im Nordirak, wohin die Chirurgin Claire dem Hilferuf eines alten Freundes folgt. Als sie nach Ibrahims Anruf aufbricht, um ihn in Kirkuk bei der Versorgung der vielen verletzten Kinder zu unterstützen, weiß sie noch nicht, auf was sie sich da einlässt, denn ihre Mission ist einerseits wichtig, aber auch sehr gefährlich.
    Drei Frauen begleiten sie, um mit ihr zu arbeiten. Doch bereits auf dem Weg nach Kirkuk ergeben sich ungeahnte Hindernisse und Gefahren.
    Zur gleichen Zeit ist auch ein Mitarbeiter des BND unterwegs in den Irak. Robert hat eine besondere Mission zu erfüllen und spielt eine wichtige Rolle im Roman.
    Und da ist dann noch Gulala, die ebenfalls einige Zeit in Deutschland lebte und seit dieser Zeit mit Ibrahim befreundet ist. Gulala ist eine sympathische, intelligente Frau, aber seit ihrer Heirat lebt sie weitgehend isoliert. Rizgar, ihr Mann, ist nicht an ihrer Meinung interessiert und sieht ihren Platz einzig und allein im Haus. So ist sie in erster Linie für ihre Söhne da und schreibt heimlich brisante Berichte, die jedoch nicht zur Veröffentlichung kommen, da im Nordirak ein absoluter Funkstopp herrscht, denn der Flugzeugabsturz soll unter allen Umständen vertuscht werden.

    Die Autorin hat einen sehr fesselnden, eindringlichen Schreibstil. Kirkuk ist in der Handlung ein Brennpunkt, wo viele verschiedene Interessen aufeinanderprallen. Die Protagonisten arbeiten unter Lebensgefahr, sitzen quasi ständig wie auf einem Pulverfass, das jeden Moment explodieren kann. Dass sie trotzdem tun, was getan werden muss, setzt ungeheuer viel Mut und Idealismus voraus. Sehr plastisch wird die Lage beschrieben, indem man Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere erhält. Die Geschichte ist so packend dargestellt, dass sie mich bis in meine Träume verfolgte.
    Sie bietet jede Menge Stoff zum Nachdenken. Man erfährt hier eine Welt der Männer, die getrieben sind von Ehre, Rache und Machthunger und dies alles mit Brutalität und Waffengewalt erzwingen wollen. Obwohl Frauen in diesem Gefüge nach außen hin wenig zu sagen haben, liegt doch bei ihnen, in ihrem Wunsch nach Frieden, die wahre Stärke, eine große, unerschütterliche Kraft, die alles vorantreibt und tatsächlich etwas bewirkt.

    Diese weibliche Urkraft, die Carola Wegerle in ihrem Roman sehr deutlich zum Ausdruck bringt, ist für mich die schlüssige und wichtige Aussage der Geschichte. Aus diesem Grund ist meines Erachtens heute, am internationalen Frauentag, der perfekte Zeitpunkt, meine Rezension zu veröffentlichen.
  7. Cover des Buches Träum den unmöglichen Traum (ISBN: 9783426616291)
    Johannes Mario Simmel

    Träum den unmöglichen Traum

     (10)
    Aktuelle Rezension von: KymLuca
    Der Autor Robert Faber will sich das Leben nehmen. Doch dann bekommt er einen Anruf. Er soll nach Wien fahren, weil dort ein Junge schwerkrank im Krankenhaus liegt, der seine Unterstützung benötigt. Und so bekommt sein Leben vorläufig wieder einen Sinn und er taucht tief in seine Vergangenheit ein...
    Ein bewegendes Buch mit geschichtlichem Wert über Krankheit, Tot, Kriege, Jugoslawien und Liebe.
    Manchmal sind für mich die Beschreibungen und Rückblicke zu ausgedehnt gewesen, was das lesen an manchen Stellen etwas zäh werden ließ, aber ansonsten ein sehr schönes Buch.

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