Bücher mit dem Tag "kevin hearne"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kevin hearne" gekennzeichnet haben.

21 Bücher

  1. Cover des Buches Gehetzt (ISBN: 9783608982343)
    Kevin Hearne

    Gehetzt

     (329)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Ich mag es, wenn man mir mit Humor Dinge verklickert und hier gibt es ganz nebenbei Informationen über eine Götterwelt, die mir jetzt nicht so präsent ist wie die griechische. 

    Ja, es hat seine Längen, aber insgesamt wurde ich prima unterhalten und weiß jetzt schon, dass ich das Buch in ein paar Jahren wieder in die Hand nehme, falls ich mal schlechte Laune haben sollte. 

    Sehr solide für einen Reiheneinstieg, bin gespannt, was da in den Folgebänden noch so passiert und es gibt vielversprechende Nebencharaktere, an die ich noch lange denken werde.  

  2. Cover des Buches Überfallen (ISBN: 9783608981476)
    Kevin Hearne

    Überfallen

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1
    Eine nette Sammlung von, mal mehr mal weniger guten Kurzgeschichten. Natürlich ein muss für alle Fans der Reihe. Wie es so ist bei vielen kleinen Geschichten gefällt die ein oder andere nicht so gut wie der Rest, aber das war zu erwarten. Trotzdem wird man gut unterhalten und die Wartezeit auf den nächsten Teil wird etwas verkürzt.  
    Der Schreibstil ist wie immer flüssig und man fliegt nur so über die Seiten. Die einzelnen Storys werden von verschieden,aus der Serie bekannten, Protagonisten erzählt. Man sollte also die Reihe kennen, bevor man sich an dieses Werk herenwagt.
  3. Cover des Buches Gejagt (Die Chronik des Eisernen Druiden 6) (ISBN: 9783844913859)
    Kevin Hearne

    Gejagt (Die Chronik des Eisernen Druiden 6)

     (11)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    Granuile ist zwar endlich eine fertige Druidin, aber viel Zeit zum Feiern gibt es nicht. Denn nicht nur der griechische, nein auch der römische Pantheon sind nun hinter ihnen her – in Form der jeweiligen Jagdgöttinnen. Einmal quer durch Europa sollen bzw. müssen Granuile, Atticus und Oberon reisen, denn nur noch in England können sie über eine Baumverknüpfung das Gefilde wechseln. Alle anderen Wege sind blockiert, zerstört oder bewacht.

    Als die Lage eh schon aussichtslos scheint, kommt auch noch der nordische Gott Loki daher, der ebenfalls noch eine Rechnung mit Atticus offen hat. Sein Plan: natürlich Ragnarök loszutreten…

    Band 6 setzt wieder unmittelbar an die Vorgängerbände an, was schön zum bingen ist, aber auch Probleme bereitet, wenn man die nicht zu knappe Handlung davor nicht mehr ganz auf dem Schirm hat. Da nun auch noch die Dunkelelfen mit eingeführt werden, würde ich dem Druidenteam einen erholsamen Wellnessurlaub mehr als vergönnen, doch das wird wohl nichts.

    Immerhin wird nun klar, dass Atticus Opfer einer Intrige geworden ist, die bis zu seinen eigentlichen Verbündeten aus von Tír na nÓg reicht. Doch wer von ihnen sollte ein Interesse daran haben, Atticus zu töten oder - noch schlimmer – an Ragnarök?

  4. Cover des Buches Erschüttert (ISBN: B073WDF6WN)
    Kevin Hearne

    Erschüttert

     (8)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    Die Morrigan hatte Atticus O‘Sullivan einen potentiellen Verbündeten versprochen, den sie auf einer Zeitinsel „geparkt“ hatte. Als er diesen befreien will, staunt er nicht schlecht – denn es handelt sich um seinen alten Erzdruiden.

    Da dieser die letzten knapp zweitausend Jahre nicht erlebt hat bzw verschlafen hat, möchte Atticus Ärger mit Granuile vermeiden. Schließlich spricht Owen Kennedy, wie er nun kurzerhand umbenannt wird – keine moderne Sprache, nein auch seine Sitten und Ansichten sind nicht wirklich zeitgemäß.

    Daher nutzt Atticus den Friedensschluss mit den Pantheons und lässt sich von Owen seine Tatöwierungen reparieren – in der Hoffnung, dass er Owen in dieser Zeit halbwegs auf Vordermann bringt.

    Währenddessen erhält Granuile einen Hilferuf von ihrer alten Freundin, der Hexe Laksha Kulasekaran, die nach den Abenteuern in Amerika nach Indien zurückgegangen ist. Ausgerechnet Granuiles leiblicher Vater hat bei Ausgrabungen seuchenverbreitende Dämonen geweckt.

    Während sie also notgedrungen nach Indien reist, findet Owen heraus, wer der geheimnisvolle Verschwörer ist...

    Diesen Band fand ich wie immer großartig erzählt. Da nun auch Owen zu Wort kommt, sowie Granuiles Hündin Orla, hat Sprecher Stefan Kaminski einiges zu tun!

    Fazit: spannend, witzig und perfekt für gemeinsame Hörbuch-Abende!

  5. Cover des Buches Tinte & Siegel (ISBN: 9783608982039)
    Kevin Hearne

    Tinte & Siegel

     (177)
    Aktuelle Rezension von: laviniadierssen

    Lange habe ich mir gewünscht die Siegelmagier-Reihe lesen zu können und war umso glücklicher, als ich die Dilogie als Rezensionsexemplare erhalten habe, wurde das Buch in meinem Bloggerumfeld doch sehr hoch gelobt!
    Leider hat es meinen Geschmack überhaupt nicht getroffen. Auch nach ca der Hälfte des Buches bin ich weder mit den Charakteren, noch mit dem Schreibstil warm geworden. Doch zunächst zum Inhalt:
    In „Tinte & Siegel“ geht es um den Schotten und Siegelmagier Al. Er ist bereits über 60 und hat es noch immer nicht geschafft, einen Nachfolger auszubilden, da alle seine Schüler durch unglückliche Umstände ums Leben kamen. Gordi, sein siebter Schüler, ist gerade an einem Rosinen-Scone erstickt.

    Als Siegelmagier schreibt er mit Geheimtinten kraftvolle Zaubersprüche, die hauptsächlich dazu dienen, die menschliche Welt vor den verschiedenen anderen Pantheons und vor allem den Feenwesen zu beschützen. Doch durch Gordis Tod erfährt Al, dass sein Schüler hinter seinem Rücken mit Feenwesen gehandelt hat. Er muss nun herausfinden, was es damit auf sich hat und natürlich, wer dahintersteckt.
    Aber das ist noch nicht alles!
    Denn auch Al ist verflucht. Er kann nicht über eine längere Zeit mit jemandem persönlich reden, denn sonst fängt der Gesprächspartner an ihn abgrundtief zu hassen, daher nutzt er eine Sprach-App! 

    Ansich ist diese Sprach-App echt eine coole Idee, jedoch fand ich es schade, dass man sich kaum mit diesem Fluch beschäftigt hat. Wieso hat er ihn? Wie kann man ihn los werden?
    Auch die restliche Geschichte hatte in meinen Augen nicht wirklich Hand und Fuß, so hat man am Ende ein doch recht dumpf erzähltes magisches Abenteuer, welches mit Humor versuchte unterhaltsamer zu gestalten. Und auch wenn ich dumpfen Humor manchmal echt lustig finde, konnte ich mit einigen der Witzen so gar nichts anfangen.

    Für mich war es persönlich also keine positive Leseerfahrung und ich bewerte das Buch daher mit 3 Sternen. Anderen hat das Buch jedoch wahnsinnig gut gefallen, am Ende ist das Ganze ja doch reine Geschmackssache! Wenn du auf magische Krimigeschichten stehst, solltest du dein Glück versuchen! 

  6. Cover des Buches Das Spiel des Barden (ISBN: 9783426523292)
    Kevin Hearne

    Das Spiel des Barden

     (16)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Wenn wir eine Stimme hören, die uns berührt, die uns im einen Moment die Tränen in die Augen treibt und schon im nächsten so weit hat, dass wir uns vor Lachen die Bäuche halten, dann lässt sich ihre Kraft nur schwer beschreiben. Wir wissen bloß, dass wir ihren Klang mögen und ihr weiter lauschen wollen."...

    So beginnt es - "Das Spiel des Barden" von Fantasyautor Kevin Hearne. Wie der Titel schon fast erahnen lässt, geht es in erster Linie um die Macht der Erzählung.

    Im Focus des Buches stehen die Geschichten und Erlebnisse von neun Personen, die uns von dem Barden Fintan aus Sicht jeder einzelnen Person erzählt werden.
    Wir befinden uns auf dem Kontinent Telwen, in dessen Reichen es verschiedene magische Fähigkeiten gibt, sogenannte Kennings. Sucht man ein solches Kenning, muss man sich in große Gefahr begeben und bereit sein, sein Leben zu opfern. Während in den Reichen sechs Kennings allgemein bekannt sind, facht jedoch das Geheimnis um ein siebten Kennings, das überaus mächtig sein soll, allmählich die Gerüchteküche an. Eines Tages fällt ein Herr von Giganten in das Reich Brynlön ein. Auch sie suchen das siebente Kenning und sind bei ihrer Suche gnadenlos...
    Und genau hier kommt Fintan ins Spiel. Er soll die Menschen und Flüchtlinge mit seinen Erzählungen etwas ablenken und berichten, was verschiedene Menschen aus den Reichen erlebt haben.

    Meine Meinung zu dem Auftakt der Reihe um den Barden ist etwas zwiegespalten. Die Idee des Buches, dass der Barde in die verschiedenen Rollen schlüpft und die Geschichten aus deren Sicht schildert, gefällt mir ausgesprochen gut. Allerdings muss ich sagen, benötigt man viel Geduld und einen langen Atem, ehe man so richtig in der Geschichte ankommt. Ich hatte bis zur Hälfte des Buches arge Schwierigkeiten den Menschen und ihren Geschichten zu folgen. Wann immer ich dachte, einem Charakter näher zu kommen, war dessen Sequenz schon wieder beendet und die nächste Person an der Reihe. Und dieser ständige Wechsel ließ mir lange Zeit ziemlich den Kopf schwirren.

    Abschließend bleibt mir zu sagen, dass die Grundidee mir sehr gut gefallen hat, die Lektüre an sich allerdings sehr anstrengend war. Ich denke auch nicht, dass ich die Reihe weiterlesen werde.

    Trotzdem habe ich noch ein schönes Zitat aus dem Buch für euch:
    "Die Zukunft wartet stets, bis sie zur Gegenwart wird, ehe sie ihre Pläne enthüllt."

  7. Cover des Buches Gehämmert (Die Chronik des Eisernen Druiden 3) (ISBN: 9783899038675)
    Kevin Hearne

    Gehämmert (Die Chronik des Eisernen Druiden 3)

     (22)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    Eieiei! Atticus, der letzte lebende Druide, kann es einfach nicht lassen! Nicht nur, dass er es sich mit dem Weingott Bacchus verscherzt hat, nein: er hat auch noch Versprechungen gemacht, die er eigentlich unmöglich halten kann!

    Der Hexe Laksha hat er für ihre Hilfe in den letzten beiden Teilen zugesichert, ihr einen goldenen Apfel aus der nordischen Mythologie zu besorgen. Und seinem Freund Leif hat er Hilfe bei dessen Jagd auf Thor zugesagt.

    Thor ist nämlich alles andere als der sympathische Held, als den Marvel uns verkaufen wollte. Thor ist ein richtiger Arsch und hat sich in den letzten Jahrhunderten viele Feinde gemacht.

    Und leider zieht Atticus auch auf seinen Reisen nach Asgard das Unglück nur so an!

    Im dritten Abenteuer dreht sich praktisch alles rund um die nordische Mythologie. Nach den ersten beiden Bänden war mir diese noch am ehesten vertraut – dachte ich. Denn Kevin Hearne führt wieder viele neue und mir bis dahin unbekannte Nebencharaktere mit ein.

    Dieser Band hat mich besonders bewegt. Denn unabhängig von der Rahmenhandlung fand ich die tragischen Lebensläufe von Thors Feinden absolut klasse mit mitreißend erzählt.

    Stefan Kaminski ist als Sprecher absolut überzeugend. Er verleiht jeder einzelnen Person eine individuelle Stimme, so dass man wirklich beim Hören unterscheiden kann, er gerade spricht.

    Fazit: der nächste Band ist schon im Warenkorb!

  8. Cover des Buches Die Chronik des Eisernen Druiden / Gehämmert (ISBN: 9783608983883)
    Kevin Hearne

    Die Chronik des Eisernen Druiden / Gehämmert

     (120)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]


    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Gehämmert - Die Chroniken des eisernen Druiden 3

    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Kevin Hearne

    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Klett-Cotta - Hobbit Presse

    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 

    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Friedrich Mader und Alexander Wagner (aus dem Amerikanischen)


    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: 

    Spaßig- DochEinBisschenTraurig - Spannend


    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: 

    Atticus stürzt sich ins nächste Abenteuer! Diesmal geht es für ihn und seine Gefährten nach Asgard. Denn der Donnergott Thor hat über die jahrtausende jede menge Leute mit seinem unmöglichen Verhalten verärgert. Nun ist es Zeit für Rache.


    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:

    Mit Atticus wird es nicht langweilig. Wieder hat Kevin Hearne es geschafft, mich mit der Situationskomik zu begeistern. 😄 Die Gradlingkeit der Erzählung hat mir wieder richtig gut gefallen und der Witz in den Dialogen kommt nicht zu kurz. 

    Diesmal fand ich die Geschichte aber auch ein wenig traurig, was mich irgendwie unvorbereitet getroffen hat. 😶

    Die "Funfacts" und die Anspielungen auf die Popkultur waren wieder toll untergebracht. Einfach richtig gute Unterhaltung. 

     

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? 👍🏻

    Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Fans der Reihe. Und an alle Urban-Fantasy-Fans die Bücher mit einer gehörigen Portion Humor mögen: Beginnt am Anfang. 😁


    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  9. Cover des Buches Hammered (ISBN: 9780356501215)
    Kevin Hearne

    Hammered

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Atticus O’Sullivan hasst offene Versprechen. Besonders, wenn es seine eigenen sind. Er steht zu seinem Wort, weshalb es für ihn eine Frage der Ehre ist, seine Vereinbarungen mit Laksha und Leif einzuhalten. Für ihre Hilfe gegen Dionysos‘ Bacchanten versprach er Laksha, für sie einen der goldenen Äpfel der nordischen Göttin Idun zu stehlen, die ewige Jugend schenken. Ein kleiner Diebstahl bringt Atticus nicht um den Schlaf, obwohl Asgard nicht gerade die gastfreundlichste Ebene des Universums ist. Seine Abmachung mit Leif hingegen ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Atticus wusste, dass Leif Thor tot sehen möchte, schließlich hatte er ihn gebeten, ihn bei seinem Rachefeldzug zu unterstützen. Von sich aus hätte sich Atticus niemals darauf eingelassen, denn mit dem Donnergott ist absolut nicht zu spaßen. Wäre da nicht der Zwischenfall mit dem deutschen Hexen-Coven gewesen. Nun hat er keine andere Wahl, will er Wort halten. Er ist fest entschlossen, Leifs lebensgefährlichen Plan durchzuziehen, allen Warnungen zum Trotz. Doch in Asgard angekommen, löst sich dieser Plan in Luft auf und Atticus muss sich fragen, ob ein gehaltenes Versprechen das Leben seiner Freunde wert ist.

    Man, man, man, Atticus. In Asgard einzufallen mit dem festen Vorhaben, Thor zu ermorden, war eine dumme, nein, eine saudumme Idee. Wie konnte sich mein Lieblingsdruide nur auf so ein Himmelfahrtskommando einlassen? Ein Kampf mit den Asen. Da möchte man ihm mit der flachen Hand so lange auf die Stirn schlagen, bis sein Hirn aus dem Winterschlaf erwacht. Ich bin ein riesiger Fan der „Iron Druid Chronicles“, doch dieses Mal habe ich mich wirklich über den Protagonisten geärgert. Männliches Ego. Meine Ehre ist mir wichtiger als mein Leben. Bla bla. Pfff. Es war doch von vorneherein klar, dass das schiefgeht. Ganz ehrlich, Atticus sollte dringend lernen, seinen Stolz einfach mal herunterzuschlucken. Ja, Thor hatte eine Strafe verdient, vielleicht sogar den Tod, aber das? Das war das Bescheuertste, was Atticus bisher getan hat. Er hätte ein Freund sein sollen und Leif von diesem selbstmörderischen Vorhaben abbringen müssen. Freunde lassen Freunde nicht in ihr Verderben rennen, bloß, weil ihnen in einer miesen Situation ein absolut schwachsinniges Versprechen abgepresst wurde. Ich verstehe ja, dass Leif nicht gerade der Typ ist, mit dem man sowas in Ruhe ausdiskutieren kann, doch ich finde, Atticus hätte den Gesichtsverlust einfach hinnehmen müssen. Ich habe mehr von ihm erwartet. Vor allem habe ich ihm mehr Cleverness zugetraut, denn rückblickend manövriert er sich in „Hammered“ das erste Mal in eine Lage, aus der ihn sein Verstand nicht retten kann. Ich habe hin und her überlegt, warum Kevin Hearne ihm erlaubt hat, diese Richtung einzuschlagen. Vielleicht wollte er ihm eine Lektion erteilen. Vielleicht fand er, dass dieser Rückschlag wichtig für seine Entwicklung war. Trotz all des Ärgers, den ich beim Lesen für Atticus empfand, muss ich allerdings zugeben, dass es mir auf gewisse Weise gefiel, dass er kein allmächtiger Superheld ist. Er ist eben kein Gott, sondern nur ein Mensch. Er trickste sich durch die Jahrhunderte, versteckte sich und lief davon. So überlebte er, doch das bewahrte ihn nicht davor, Fehler zu begehen. In „Hammered“ gesteht er sich ein, dass seine Gefühle für andere Menschen stets seine größte Schwachstelle waren und bis heute sind. Er erzählt frei von einer vergangenen Liebe – ein Novum, das mir erstaunlich viel bedeutete. Ich habe das Gefühl, ihn Stück für Stück besser kennenzulernen und freue mich über jede Information, die Hearne ihn mit mir als Leserin teilen lässt.
    Natürlich bilden sich Atticus und Leif nicht ein, zu zweit die Spur einer Chance in Asgard zu haben. Nein, sie bringen die Kavallerie mit, bestehend aus Gunnar, dem Alphawolf des Werwolfrudels in Tempe, einem Magier, einem vergessenen Gott und einem Alchemisten, die der Hass auf Thor eint. Sie alle teilen ihre Geschichten, ihre Gründe dafür, Thor zu töten, in einer einzigartigen Situation am Lagerfeuer. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich diese Szene liebte. Nicht nur, weil Kevin Hearne sich dazu entschloss, die einzelnen Geschichten als Binnenerzählungen zu strukturieren, sondern auch, weil ich so endlich einen Blick hinter Leifs und Gunnars Fassaden und in ihre Vergangenheit werfen durfte. Nichtsdestoweniger machte mir ein Punkt wirklich zu schaffen. Das illustre Grüppchen plant, einen Gott umzubringen. Wie wirkt sich der Tod eines Gottes eigentlich auf das Universum aus? Können Götter überhaupt richtig sterben? Sind sie dann tot-tot? Für immer? Ein Einschnitt dieser Größenordnung muss Konsequenzen haben. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass ein Gott einfach tot umfällt und es niemanden kümmert. Meiner Meinung nach muss Kevin Hearne diesen Aspekt seiner Geschichte unbedingt intensiver ausarbeiten, besonders, da es offenbar ein wiederkehrendes Thema in Atticus‘ Leben ist.

    Selbst wenn ich mich über Atticus ärgere, machen mir die „Iron Druid Chronicles“ viel Spaß. Ich habe wieder herzhaft gelacht und „Hammered“ in kürzester Zeit ausgelesen, weil mich die actionreiche Handlung fesselte. Atticus zu besuchen, ist wie ein Urlaub für meine Gedanken. Bisher habe ich pro Jahr einen Band der Reihe gelesen, doch ich glaube, dieses Mal werde ich nicht so lange warten. Der Cliffhanger am Ende des dritten Bandes lädt einfach zu sehr zum Weiterlesen ein. Außerdem möchte ich nach den Ereignissen in Asgard noch dringender als gewöhnlich wissen, wie es mit meinem liebsten Druiden weitergeht, denn ich habe das Gefühl, die Zeit ist reif für etwas Neues, für ein wenig Innovation. Atticus hat so viel zu bieten – ich würde gern weitere Facetten seiner Persönlichkeit kennenlernen und fände es nett, wenn es mehr gemeinsame Szenen mit seiner Schülerin Granuaile gäbe. Mal sehen, ob mir Kevin Hearne in „Tricked“ meine Wünsche erfüllt.

  10. Cover des Buches Zerschmettert (ISBN: 9783608981346)
    Kevin Hearne

    Zerschmettert

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1
    Da war er nun, der Abschluss einer richtig guten Reihe. 
    Vom Schreibstil her kam mir dieses Buch irgendwie flüssiger und leichter vor, als seine Vorgänger. Kann natürlich auch nur Einbildung gewesen sein. 
    Am besten haben mir die Abschnitte um und mit Atticus gefallen.
    Dagegen konnten mich die Abschnitte rund um Granuaile überhaupt nicht mitreißen.  Sie steht mitten im Kampfgetummel und das einzige was man zu Lesen bekommt sind ihre verqueren Gedankengänge. Das hat mich doch etwas gewurmt, auch wenn es natürlich im nachhinein seinen Sinn und Zweck hatte. 
    Das Ende war etwas erschreckend, auch wenn es im nachhinein abgemildert worden ist. Aber ich bin sehr glücklich damit, das hier mal kein Friede Freude Eierkuchen Abschluss stattgefunden hat. 
    Nun hoffe ich darauf, dass der Autor uns irgendwann, wie von ihm angekündigt, doch wieder in diese wunderbare Welt abtauchen lässt. 
  11. Cover des Buches Gejagt (ISBN: 9783608961362)
    Kevin Hearne

    Gejagt

     (53)
    Aktuelle Rezension von: MaRe

    Nach dem überraschenden Auftauchen der römischen und griechischen Jagdgöttinnen beginnt für unsere beiden Druiden eine Hetzjagd durch ganz Europa. Die Morrigan versucht ihnen soviel Zeit wie möglich zu verschaffen.
    Doch es warten nicht nur diese Gegner auf sie, auch lauern an allen Ecken Vampire und Dunkelelfen. Sogar Scharfschützen liegen auf der Lauer. Getarnt in ihren Tiergestalten jagen sie durch Polen. Dort kommen sie am Hexenzirkel vorbei, der sich auf eine Abmachung mit Atticus einlässt und Loki und den Höllenhund festhalten.
    Von Odin und anderen Göttern beobachtet geht es weiter. Was ihnen sonst noch auf ihrer Flucht passiert, wer hinter allem steckt, wen hat die Morrigan für ihn hinterlassen und was Whiskey und Cookies damit zu tun haben, lest es selbst.

    Wieder hat Kevin Hearne ein tolles Buch geschaffen. Die unerwarteten Wendungen und das sehr überraschende Ende ließen mich das Buch wieder nicht aus den Händen legen. Auch seine Getränketipps sind super. Wer hätte schon gedacht, dass Odin auf irischen Redbreast Whiskey steht. Dieser Tipp inspiriert mich zu der Idee des Buchfotos und mein Mann setzte es in die Tat um. Redbreast Whiskey 15 Jahre von whisky.de und natürlich das tolle Buch. Ein gelungener Abschluss nach dem lesen.
    P.S. Eigentlich hatte ich vor selbstgemacht Irish Cookies mit auf das Foto zu nehmen. Sie sind zwar sehr gut, aber leider nicht fotogen.

  12. Cover des Buches Erschüttert (ISBN: 9783608961706)
    Kevin Hearne

    Erschüttert

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    So langsam nähere ich mich dem aktuellen Stand der Serie , den mittlerweile 7. Teil habe ich soeben gelesen. Für alle welche die Serie noch nicht kennen. Unbedingt mit Teil 1 starten, sonst versteht ihr gar nichts!

    Geschichte: Atticus , der einstmals letzte Druide , hat inzwischen Gesellschaft bekommen durch seine Gehilfin Granuaile, die er als Druidin ausgebildet hat. Die Irische Göttin Morrigan hat Atticus ebenfalls ein Geschenk hinterlassen in Form seines damaligen Lehrmeisters und Erzdruiden, den sie einfach auf einer Zeit-Insel abgesetzt hatte, d.h. für Owen sind nicht 2000 Jahre vergangen sondern ein paar Minuten und die Situation ist eine völlig neue. Atticus der einstige Schüler, wird zum Lehrer und Kindermädchen, während nach wie so ziemlich alle auf dieser Welt , Ihn umbringen wollen. Granuaile hat ihre eigenen Probleme und muss nach Indien, da ein Dämon Besitz von Ihrem Vater genommen hat und sie ihn retten will...

    Wer es bis zu Teil 7 geschafft hat, dem braucht man nicht viel zu erklären. Geniale Dialoge, sprechende Hunde, sämtliche Götter die es gibt aus jeder Zeit-Periode , Hexen , Werwölfe, Vampire, Feen. Es gibt nichts was es nicht gibt in diesem Buch und trotz  der verrückten Geschichte, bleibt ein roter Faden der einfach Laune macht. Vielleicht ein etwas schwächerer Teil gegenüber den anderen aber auf sehr hohem Niveau. Es sind trotz allem in jedem Fall 5 Sterne, da der unterschied zu anderen Büchern schon enorm ist.

    Fazit: Empfehlung für Fans der Serie, denn die ist nach wie vor erste Wahl!

  13. Cover des Buches Tricked (ISBN: 9780356501963)
    Kevin Hearne

    Tricked

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Was lange währt, wird endlich gut. Im April 2015 verkündete Kevin Hearne auf einer Lesung, die ich besuchte, dass er an einer High Fantasy – Trilogie schreibe. Das ist so lange her, dass ich nicht mehr so recht daran glaubte, dass er dieses Projekt verwirklichen würde, doch nun gibt es endlich konkrete Informationen: der erste Band „A Plague of Giants“ wird voraussichtlich am 03. Oktober 2017 erscheinen! Ich freue mich riesig darauf! Höchste Zeit, mit „The Iron Druid Chronicles“ zu Potte zu kommen, schließlich nähert sich diese Reihe ihrem Ende. 2017 möchte Hearne am neunten, angeblich finalen Band arbeiten. Nach der Lektüre des vierten Bandes „Tricked“ fehlen mir damit noch fünf Bände und diverse Kurzgeschichten rund um den letzten Druiden.

    Atticus O’Sullivan muss sterben. Wer in Asgard ein Blutbad anrichtet, kann man nicht erwarten, unbehelligt weiterzuleben. Atticus hat keine Lust, ewig vor den Asen und jedem dahergelaufenen Donnergott zu fliehen. Also inszeniert er mithilfe des Trickster-Gottes Coyote seinen eigenen tragischen Tod. Ausgerüstet mit einer neuen Identität plant er, sich im Navajo-Reservat niederzulassen und sich dort in Ruhe der Lehre seiner Auszubildenden Granuaile zu widmen. Zuvor ist er Coyote allerdings einen Gefallen schuldig. Der Gott verlangt von ihm, die Goldvorkommen unter dem Reservat zu bewegen. Doch Coyote wäre nicht Coyote, hätte seine Bitte nicht einen Haken. Plötzlich steckt Atticus in einem Kampf mit wildgewordenen Skinwalkern, ohne zu wissen, wie er sie besiegen kann. Seine Magie wirkt bei den Gestaltwandlern nicht. Atticus muss sich etwas einfallen lassen, will er sein neues Leben beginnen, ohne unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Schon jetzt sind ihm die Asen auf der Spur. Was er braucht, ist ein Plan – und vielleicht ein paar Würstchen für Oberon.

    Was für eine Erleichterung. Atticus ist endlich wieder er selbst. Wisst ihr, während der Lektüre des letzten Bandes „Hammered“ habe ich mich oft gefragt, was eigentlich in ihn gefahren ist. Was war los mit ihm? Wieso ließ er sich von Leif erpressen, ihn nach Asgard zu begleiten und die Asen anzugreifen? Ich verstand nicht, welcher Teufel ihn da geritten hat. Ich hielt ihn immer für zu clever, um sich aus falschem Stolz auf so ein Himmelfahrtskommando einzulassen. Was auch immer es war, der Spuk ist vorbei. Atticus ist wieder Atticus und bereut die Entscheidung, Leif zu unterstützen, im Nachhinein zutiefst. Man kann ihm vieles vorwerfen, aber seinen eigenen Fehlern gegenüber ist er garantiert nicht blind. Er weiß, dass der Preis, den er für das Einhalten seines Versprechens zahlen muss, viel zu hoch ist. Nicht nur, weil die Mission unnötige Opfer forderte, sondern auch, weil diese gravierende Konsequenzen für das gesamte Universum hat. Ich bin Kevin Hearne sehr dankbar, dass er diese Konsequenzen in „Tricked“ konkret benennt. Ich habe mich mit der Vorstellung eines Einschnitts dieser Größenordnung ohne Auswirkungen sehr schwer getan und bin froh, dass der Autor diese Lücke nachträglich füllt. Atticus hat eine unfassbar große Schuld auf sich geladen und muss nun damit zurechtkommen. Leider kann er es sich im vierten Band nicht leisten, sich mit den Ausmaßen seiner Verantwortlichkeit auseinander zu setzen. Er hat keine Zeit, sich mit seinen Gefühlen zu befassen. Das fand ich nachvollziehbar, aber sehr schade, weil es mir geholfen hätte, meine Beziehung zu ihm weiter zu vertiefen. Ich hätte gern eine andere Seite von ihm kennengelernt. Ich hoffe, dass Hearne seine emotionale Situation im nächsten Band vielleicht rückblickend thematisiert. All die Aufregung, die Atticus in „Tricked“ erlebt, hat er sich natürlich ebenfalls selbst zuzuschreiben. Die Ereignisse im Navajo-Reservat sind eine direkte Folge seiner Eskapaden in Asgard – ein weiterer Beleg dafür, dass sich die Mission für ihn nicht im Mindesten auszahlte. Hier begegnet Atticus zum ersten Mal Gegnern, die ihm keinerlei Angriffsfläche für seine Fähigkeiten bieten. Nachdem Kevin Hearne im letzten Band verdeutlichte, dass Atticus trotz seines Alters nur ein fehlbarer Mensch ist, betont er in „Tricked“, dass auch seine Magie nicht allmächtig ist, was mir sehr gut gefiel. Er nutzt die nicht ganz so unschuldige Schülerin-Lehrer-Beziehung zwischen Atticus und Granuaile elegant für einen intensiven Einblick in die Funktionsweise druidischer Magie. Atticus erklärt Granuaile praktisch jeden seiner Schritte; er zeigt ihr, wie er mit Verbindungen auf Molekularebene arbeitet und diese manipuliert, um seine Ziele zu erreichen. Die Kräfte der Skinwalker entstammen dem Glaubenssystem der Navajo; sie sind eine magische Symbiose, die so anders ist als alles, was Atticus kennt, dass er diese Verbindung nicht auflösen kann. Er hat keinen Kniff auf Lager, um ihre einzige Schwachstelle auszunutzen. Letztendlich bleibt ihm nur die physische Auseinandersetzung – ein Garant für ein actiongeladenes Buch, das mir wie immer aufgrund der Mischung aus greifbar umgesetzter Religiosität und lockerem Witz unheimlich viel Spaß bereitete.

    „Tricked“ ist eine Überleitung. Der vierte Band schließt den bisherigen Handlungsbogen ab und öffnet die Tür für neue Entwicklungen. Da Kevin Hearne allerdings nichts davon hält, die Dinge leise auströpfeln zu lassen, verabschiedet er sich von Atticus‘ altem Leben würdig mit einem Knall. Der nächste Band „Trapped“ macht einen gewaltigen Zeitsprung von 12 Jahren – persönlich glaube ich, dass es jetzt erst so richtig rundgehen wird. Ich kann es kaum erwarten! Soweit ich weiß, wird Atticus auf Reisen gehen, neue Figuren treffen und sich mit den Superstars diverser Götterpantheons anlegen. Für mich klingt das nach einem ganz neuen Level und ich freue mich wie Bolle darauf, Atticus bei seinen zukünftigen Abenteuern zu begleiten. Er ist und bleibt eben mein Lieblingsdruide, mit dem zweitbesten Hund der Welt an seiner Seite.

  14. Cover des Buches Getrickst (ISBN: 9783608961348)
    Kevin Hearne

    Getrickst

     (89)
    Aktuelle Rezension von: NicoleGozdek

    Inhalt:

    Atticus ist lebend von ihrer Mission nach Asgard zurückgekommen. Er und seine Freunde haben ihre Mission, den nordischen Donnergott Thor, ihren Erzfeind, zu töten, erfolgreich beendet. Doch da sie und ihre Verbündeten neben Thor auch einige weitere nordische Götter getötet, Odin zum Krüppel gemacht und die Prophezeiung der Nornen zu Ragnarok null und nichtig gemacht haben, ist nun ganz Asgard hinter den Überlebenden her.
    Darum beschließt Atticus, dass der letzte Druide der Welt ebenfalls sterben muss. Zusammen mit dem Gott Coyote und seiner Verbündeten Morrigan inszeniert Atticus seinen Tod im Zweikampf gegen seine Jäger. Die List glückt, doch anstatt eines beschaulichen Lebens mit seinem Wolfshund Oberon und seinem Lehrling Granuaile erwartet Atticus eine neue Aufgabe. Coyote, der indianische Gott der Diné, fordert von ihm einen Gefallen. Atticus soll für Coyotes Volk eine Goldmine erschaffen und nutzbar machen.
    Doch die Aufgabe entpuppt sich mehr als nur schwierig: Atticus muss nicht nur einen widerstrebenden Elementargeist der Erde überzeugen, dass eine Goldmine zu seinem Vorteil ist, und seine Fähigkeiten und Identität vor den Minenarbeitern verbergen, sondern auch zwei bösartige Skinwalker – Gestaltwandler mit übermenschlicher Stärke und Schnelligkeit, die Häute für ihre Verwandlungen nutzen – abwehren, auf deren Gebiet die Mine liegt. Doch gegen die Skinwalker erweisen sich Atticus‘ Kräfte als wirkungslos. Als dann auch noch die nordische Göttin Hel, Herrscherin über die Toten, auftaucht und ihm ihre Kreaturen auf den Hals hetzt, Leif ihn um Hilfe bittet und Atticus sich um eine Vampirinvasion kümmern soll, da erkennt er, dass die Mission nach Asgard der größte Fehler seines über zweitausendjährigen Lebens war.

    Meine Meinung:

    „Getrickst“ ist die spannende Fortsetzung zu „Gehämmert“. Kevin Hearne schafft es wieder einmal, seinen Helden, einen über 2000 Jahre alten, aber jugendlich wirkenden Druiden, vor eine Reihe unlösbar scheinender Probleme zu stellen. Wie der Vorgängerband andeutete, muss sich Atticus nun den Konsequenzen ihres Angriffs auf Thor und die übrigen Götter von Asgard stellen.
    Doch nicht nur rachsüchtige nordische Götter, sondern auch Vampire, Granuailes Geheimnisse, Atticus‘ Werwolf-Anwälte, Coyotes Hintergedanken und äußerst gefährliche Skinwalker tragen wieder zu einem spannenden, Kevin Hearne-typischen Mix an Problemen und Herausforderungen für Atticus bei. Die Geschichte um Atticus bleibt damit spannend und natürlich dürfen auch der Humor in Form von Oberon und erotische Spannungen mit Granuaile nicht fehlen. Besonders Oberon, Atticus‘ intelligenter Wolfshund, hat sich zu einer meiner Lieblingsfiguren entwickelt. Klasse sind wieder einmal seine Dialoge mit Atticus, die Witze, Wetten und kulturellen Anspielungen der beiden.
    Trotz der erotischen Spannung zwischen Atticus und ihr, bleibt Granuaile in diesem Roman etwas blass. Ich hätte mir mehr Action von ihr gewünscht. Wir erfahren zwar mehr über ihre Vergangenheit, doch sie akzeptiert mir zu bereitwillig Atticus‘ Weigerung, sich mit ihr einzulassen, solange sie sein Lehrling ist. Ich hoffe, dass die Liebesgeschichte im fünften Band eine größere Rolle spielt.
    Großartig fand ich dieses Mal wieder, mehr aus Atticus‘ langem, spannendem Leben zu erfahren. Kevin Hearne verrät uns in diesem Band endlich, wie Atticus nach Amerika kam, und es ist eine andere, definitiv bessere Einwanderungsgeschichte, als ich sie erwartet hatte. Klasse, mehr davon bitte!
    Insgesamt wieder ein großartiger Contemporary Fantasy-Roman aus Kevin Hearnes grandioser „Die Chronik des Eisernen Druiden“-Reihe. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen! 
  15. Cover des Buches Hexed (ISBN: 9781405527927)
    Kevin Hearne

    Hexed

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Katja_Christ

    Nachdem mich das erste Buch der Serie gefesselt hatte, konnte ich auch das zweite Buch innerhalb kürzester Zeit verschlingen. Es passiert viel, nicht alles erscheint auf den ersten Blick relevant, aber alles spielt früher oder später ineinander. So geht es direkt Schlag auf Schlag los und auch dieses Mal bleibt das Tempo rasant. Ja, es ist etwas seltsam, dass die Polizei immer Atticus im Visier hat, sobald etwas passiert. Ja, man fragt sich, wieso immer ER derjenige ist, der gegen alle Bedrohungen kämpfen muss, während der Rest der magischen Gemeinschaft der Meinung ist, sich nicht einmischen zu müssen, obwohl klar ist, dass die Bedrohung nicht nur den Druiden, sondern sowohl die menschliche als auch die magische Gemeinschaft früher oder später treffen wird. Aber diese kleineren Aspekte zerstören für mich nicht den Lesespaß. 

    Wie im ersten Band gefallen mir die Figuren außerordentlich gut. Ich finde nicht, wie ich in diversen Rezensionen las, dass Atticus wie ein Superheld dargestellt wird und alles alleine löst. Nein, tut er eben nicht. Er bekommt Hilfe von sehr, sehr mächtigen Verbündeten, ohne die er in den beiden Büchern mehr als einmal ins Gras gebissen hätte. Auch liegen ihm nicht sämtliche weiblichen Gottheiten oder andere magische Wesen zu Füßen, wie in Rezensionen angemerkt wurde. Er ist für die auch in diesem Band ambivalenten, starken und vollkommen undurchsichtigen weiblichen Figuren oft nur ein Spielball für selbige. Und so benutzen sie ihn auch und er ist sich dessen bewusst.

    Ich mag seine kurzen Anfälle von Unreife, die ihm auch immer wieder in Rezensionen vorgeworfen werden. Es ist seine Art, selbst nach so langer Zeit, menschlich zu bleiben. Und für mich ist es seine Art, das Leben auch nach so langer Zeit noch zu lieben. Oft findet man in der Unsterblichkeit eine Müdigkeit, von der Atticus weit entfernt scheint. Das mag ich an ihm. Ich fänd die Bücher reichlich langweilig, wenn ihm der Schalk ausgetrieben und er zu einem langweiligen, von Würde getriebenen Greis mutieren würde. Dass er diesem Klischee eines Druiden eben nicht entspricht, dass er seine jugendliche Unreife nicht verloren hat, ist genau das, was den Reiz an der Serie für mich ausmacht. 

    Ich kann auch nicht verstehen, dass dem Autor vorgeworfen wird, männliche Fantasien auf Kosten der weiblichen Figuren auszuleben. Ich finde, Atticus muss sich mit sehr starken, weiblichen Figuren herumschlagen, angefangen bei seiner Schülerin, den Hexen, den Göttinnen bis hin zu der liebenswerten alten Witwe in seiner Nachbarschaft, die für mich wieder das Highlight des Buches darstellte. Ihre Frage “Atticus? Is that yer naked bum what I’m lookin’ at?” als er die Hexe bis vor ihr Haus verfolgt, ließ mich laut auflachen. Ich finde, dass es dem Autor gelingt, echte starke weibliche Figuren zu kreieren, mehr als einige weibliche Autoren, die in Worten behaupten, ihre weiblichen Protagonisten seien stark, aber gleichzeitig verhalten sie sich wie Fußabtreter und von Stärke ist weit und breit nichts zu sehen. Einen weiblichen Fußabtreter konnte ich in keinem der beiden Bände bisher finden.

    Alles in allem, ich hatte wieder viel Spaß beim Lesen, auch wenn die Geschichten sicher nicht "flawless" sind. So sind die Kritikpunkte für mich zu gering, um auch nur einen Stern abzuziehen.



  16. Cover des Buches Trapped (ISBN: 9780356501970)
    Kevin Hearne

    Trapped

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Kevin Hearnes „Iron Druid Chronicles“ ist eine der wenigen Reihen, die mit Buch-Merchandise veredelt wurde, obwohl es (noch?) keine Verfilmung gibt. Der Onlineshop The Tinker’s Packs bietet neben Hearnes Büchern Klamotten und allerlei Kinkerlitzchen an, die von der Geschichte des Eisernen Druiden inspiriert wurden und das Fan-Herz höherschlagen lassen. Ich werde mir zum Abschluss der Reihe ein T-Shirt gönnen, weil ich verrückt nach Buch-Merchandise bin und The Tinker’s Packs mit jedem gekauften Artikel ein Wohltätigkeitsprojekt unterstützt. Nerd sein für den guten Zweck! Bis ich mir diese Belohnung gestatte, wird allerdings noch einige Zeit vergehen, denn ich habe mich erst bis zum fünften Band „Trapped“ vorangelesen.

    Atticus O’Sullivan wusste, dass er sich eines Tages den Schäden, die er in Asgard anrichtete und die alle Welten beeinflussen, stellen muss. Die Inszenierung seines eigenen Todes war niemals als langfristige Lösung gedacht. Sie sollte ihm lediglich Zeit kaufen. Zeit, die Lehre seiner Auszubildenden Granuaile abzuschließen, die nun, 12 Jahre später, beinahe eine vollwertige Druidin ist. Er hätte den Zeitpunkt seiner wundersamen Wiederauferstehung allerdings gern selbst gewählt, statt kurz vor dem letzten und wichtigsten Schritt in Granuailes Ausbildung, ihrer Bindung an Gaia, von seiner Vergangenheit überrumpelt zu werden. Leider kann man sich nicht aussuchen, wann das Ende des Universums droht. Ragnarök naht und Atticus hat keine andere Wahl, als die Götter wissen zu lassen, dass er noch lebt. Dummerweise liegen „Vergessen und Vergeben“ nicht in der Natur der Götter. Bacchus, die dunklen Elfen, ein uralter Meistervampir – die Liste seiner Feinde ist lang und hochkarätig und sie alle wollen ihn tot sehen. Vielleicht sollte er anfangen, Buch zu führen.

    Das ist er also, der fünfte Band der „Iron Druid Chronicles“, der eine neue Ära für Atticus, Granuaile und Oberon einläuten sollte. Ich muss gestehen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Ein Zeitsprung von 12 Jahren ist keine Kleinigkeit und ich habe angenommen, dass die Handlung durch die Jahre, die verstrichenen sind, eine neue Richtung und neuen Schwung erhält. Leider war das nicht der Fall. Der einzige Unterschied zu den vorangegangenen Bänden besteht darin, dass Granuailes Ausbildung erfreulicherweise nun so gut wie beendet ist. Ansonsten setzt „Trapped“ genau an der Stelle an, an der wir das Trio Infernale im vierten Band „Tricked“ verließen. Es ist im Grunde nicht erkennbar, dass mehr als ein Jahrzehnt vergangen ist. Natürlich weiß ich Kevin Hearnes inhaltliche Konsequenz zu schätzen, doch ich finde, dass ein Zeitsprung dieser Größenordnung spürbar sein sollte. Sowohl die Figuren als auch das Universum sollten sich weiterentwickelt haben. Diesen Anspruch erfüllt „Trapped“ nicht; Atticus ist noch immer derselbe und plagt sich mit denselben Konflikten, die ihn bereits seit Beginn der Reihe begleiten. In 12 Jahren machte er emotional überhaupt keine Fortschritte, was ihn einige Sympathiepunkte kostete, weil ich erwartet hatte, dass er sich zumindest mit seiner Schuld an der drohenden Apokalypse auseinandergesetzt hätte. Er verursachte unfassbares Leid und kümmert sich scheinbar nicht die Bohne darum. Das ist schockierend ignorant. Ich habe ihm mehr zugetraut. Meine Beziehung zu ihm hat sich dadurch definitiv verändert, da ich mich mittlerweile frage, ob seine guten Absichten all den Schaden, den er anrichtet, rechtfertigen. Wann immer er versucht, seine Verfehlungen in Ordnung zu bringen, macht er es nur noch schlimmer, was meiner Ansicht nach der Grund dafür ist, dass sich die Liste seiner Feinde ständig erweitert, wodurch „Trapped“ chaotisch und unübersichtlich wirkt. Es ist ein unruhiges Buch, das mit zahllosen Schauplatzwechseln ein mörderisches Tempo diktiert, mit dem ich mich trotz des hohen Actionlevels nicht mehr so recht anfreunden konnte. Kämpfe hier, Kämpfe dort, überall sind sie hinter Atticus her, zwischendurch werden neue Komponenten des Universums vorgestellt und nebenbei erhalten die Leser_innen auch noch Einblicke in die druidische Lebensweise. All das auf nicht einmal 300 Seiten. Obwohl mir Kevin Hearnes Freigiebigkeit mit Informationen per se gut gefiel, konfrontierte er mich innerhalb kürzester Zeit mit extrem viel Input und ich hatte Schwierigkeiten, Schritt zu halten. Ich fühlte mich gehetzt, getrieben und am Ende des Buches völlig außer Atem. „The Iron Druid Chronicles“ war von Anfang an eine äußerst temporeiche Reihe, aber „Trapped“ erreicht beinahe Lichtgeschwindigkeit. Muss es denn immer so sein? Ich würde Atticus, Granuaile und Oberon gern einmal unter entspannteren Bedingungen treffen, weitere Facetten ihrer Persönlichkeiten kennenlernen und sie nicht permanent beim Krisentango beobachten. Vielleicht war der immense Zeitsprung nicht die beste Idee, weil die Vergangenheit auf die drei einstürzt wie eine Lawine. Ein sanfterer Übergang wäre vielleicht besser gewesen.

    Mit „Trapped“ wagt Kevin Hearne keinerlei Experimente. Obwohl der fünfte Band einen neuen Handlungsbogen einleitet, bleibt er seinem Stil treu und hält sich an Altbewährtes, um die „Iron Druid Chronicles“ fortzuführen. Grundsätzlich ist sein Hausrezept für die Reihe natürlich nicht schlecht – ich hatte durchaus Spaß an der Lektüre – doch ein wenig Abwechslung täte der übergreifenden Geschichte meiner Meinung nach wirklich gut. Von mir aus könnte Hearne auf die Bremse treten und den verschiedenen Komponenten mehr Raum zugestehen, um sich zu entfalten. Ich habe das Gefühl, dadurch, dass alles rasant und gleichzeitig geschieht, nimmt er sich selbst die Möglichkeit, bestimmte Entwicklungen eingehend zu erforschen und deren Implikationen abzuwägen. Deshalb bleibt „Trapped“ trotz der mythologischen Vielfältigkeit oberflächlich. Für mich war es der bisher schwächste Band der Reihe und ich kann nur hoffen, dass mich die Folgebände mehr überzeugen.

  17. Cover des Buches Hunted (ISBN: 9780345533630)
    Kevin Hearne

    Hunted

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „Hunted“ ist in der Benennung der Reihe „The Iron Druid Chronicles“ von Kevin Hearne ein kleiner Hickser. Die Titel der ersten drei Bände enthalten alle den Anfangsbuchstaben „H“ („Hounded“, „Hexed“ und „Hammered“), Band vier und fünf das „T“ („Tricked“ und „Trapped“) und die letzten drei Bände das „S“ („Shattered“, Staked und „Scourged“). Der Symmetrie zuliebe hätte der sechste Band eigentlich ebenfalls einen Titel mit einem „T“ tragen müssen. Tatsächlich sollte er ursprünglich „Tracked“ heißen. Letztendlich entschieden Hearne und sein Verlag jedoch, dass „Hunted“ die inhaltlichen Entwicklungen besser widerspiegelte, da „to track“ eben nicht nur „jemanden verfolgen“ bedeutet, sondern auch „jemanden beobachten/überwachen“. Ein nachvollziehbarer Einwand, denn was in „Hunted“ passiert, ist definitiv keine Überwachung. Es ist eine Jagd.

    Atticus, Granuaile und Oberon sind auf der Flucht. Atticus‘ Entscheidung, den Gott Bacchus aus dem Verkehr zu ziehen, kam im griechisch-römischen Pantheon nicht gut an. Jetzt sind ihnen gleich zwei Jagdgöttinnen auf den Fersen: Artemis und Diana. Atticus würde gerne einfach in Tír na nÓg Däumchen drehen, bis sie sich beruhigt haben, aber das ist nicht möglich. Die Portale zur irischen Ebene wurden blockiert. Stinkt nach einer Verschwörung. Ohne die Hilfe der Morrigan, die ihnen einen Vorsprung verschaffte, wären sie niemals entkommen. Sie riet ihm, sich quer über Europa bis zum englischen Windsor Forest durchzuschlagen, das Hoheitsgebiet von Herne dem Jäger. Es ist ihr letztes Geschenk an ihn. Atticus, Granuaile und Oberon nehmen die Beine in die Hand. Doch die wilde Jagd ist nicht ihr einziges Problem. Ragnarök rückt näher. Atticus muss all seine grauen Zellen anstrengen, will er die Griechen und Römer austricksen, bevor Loki das Universum in Brand steckt. Irgendwelche Vorschläge?

    Verrückt. Obwohl ich nach der Lektüre des letzten Bandes „Trapped“ bemängelte, dass mich Atticus‘ ständiger Krisentango nervt und ich mir lautstark Abwechslung wünschte, gefiel mir „Hunted“ erstaunlich gut. Trotz des Jagdmotivs. Oder gerade deswegen. Die aufregende Flucht vor den griechisch-römischen Göttinnen der Jagd ist die eine große Baustelle des sechsten Bandes der „Iron Druid Chronicles“. Natürlich ist die drohende Apokalypse in Form von Ragnarök weiterhin präsent – Loki und Hel lassen sich schwer ignorieren – und Atticus vermutet, dass ihm irgendjemand in Tír na nÓg bösgewillt ist, weil niemand unbemerkt die Portale dorthin schließen kann, aber hauptsächlich läuft er um sein Leben. Dadurch wirkte „Hunted“ wesentlich fokussierter als „Trapped“, denn Atticus hat schlicht keine Zeit, die vielen kleineren Brände zu löschen, die er sich im Verlauf der Reihe einbrockte. Artemis und Diana sind furchteinflößende Gegnerinnen, die seine gesamte Aufmerksamkeit und all seine geistige Beweglichkeit einfordern. Im Grunde sind sie unsterblich. Sie sind zwar verwundbar und können vorübergehend besiegt werden, doch kaum ist man sie los, erstehen sie der Mythologie entsprechend schon wieder auf. Ich fühlte mich während der Lektüre oft hoffnungslos und zweifelte mehrfach daran, dass Atticus, Granuaile und Oberon sie überlisten können. Mir unterlief der Fehler, Atticus‘ Intelligenz zu unterschätzen. Durch seine witzigen Sprüche und seine lässige Persönlichkeit vergaß ich, wie clever er ist. Er ist ein Fuchs. Ich wäre niemals darauf gekommen, dass hinter seinem Zwist mit dem griechisch-römischen Pantheon eine größere Verschwörung stecken könnte und war verblüfft, was er sich alles einfallen lässt, um Artemis und Diana kaltzustellen. Er konnte einige der Sympathiepunkte, die er im letzten Band einbüßte, wieder wettmachen. Ein entscheidender Faktor dafür war eine gesteigerte emotionale Verbindlichkeit, die ich als echten Fortschritt empfand. In den letzten Bänden fehlte mir Atticus‘ Bewusstsein für den Schaden, den er (unabsichtlich) anrichtete. In „Hunted“ hatte ich das Gefühl, dass er sich den Konsequenzen seines Handelns erstmals stellt. Das betraf nicht nur Ragnarök, sondern auch seine Beziehung zur Morrigan. Ihr Opfer erschüttert ihn. Natürlich erhält er auf seiner Flucht durch Europa kaum Gelegenheit, sich mit seinen Gefühlen für sie auseinander zu setzen, aber Kevin Hearne vermittelt einen klaren Eindruck dessen, was er empfindet. Das gefiel mir, ebenso wie die überraschenden Kapitel aus Granuailes Ich-Perspektive, die mein positives Bild von ihr bestätigten. Hearne gelang der Stimmenunterschied zwischen ihr und Atticus, er sollte ihn allerdings noch verfeinern. Die ehrlichen Einblicke in das Innenleben der beiden entschädigten mich beinahe für die mittelmäßige Umsetzung der Europareise. Schon klar, die drei müssen rennen, Sightseeing ist nicht drin. Dennoch fand ich die geringe Interaktion mit dem Setting, diese wenig aussagekräftige Abfolge distinktiver Landschaften, schwach. Eine spannende Verfolgungsjagd vor einer leider zu blassen Kulisse.

    Es wird ernst in den „Iron Druid Chronicles“. Ich sehe in „Hunted“ den etwas verspäteten Beginn der neuen Handlungslinie, die mir für „Trapped“ versprochen wurde. Die Situation gewann für Atticus, Granuaile und Oberon an Dringlichkeit, die Phase des Versteckens und Herumalberns ist vorbei. Ich spürte jetzt den Zeitsprung von 12 Jahren, der sich bereits im Vorgänger hätte bemerkbar machen müssen. Die Flucht vor den Jagdgöttinnen weckt Atticus unsanft auf. Er kriegt endlich seinen Hintern hoch, bereitet sich auf Ragnarök vor und schließt zum Wohle des Universums ungewöhnliche Allianzen. Zeit wurde es. Ich verzeihe Kevin Hearne die Verzögerung, einerseits aus Sympathie, andererseits aus dem festen Glauben heraus, dass er Atticus nun auf den rechten Weg führt und ihn mal was richtig machen lässt. Zu lange betrieb er lediglich Schadensbegrenzung. Er muss ein echter Held werden. Leicht wird das nicht. Aber wann war die Rettung des Universums jemals leicht?

  18. Cover des Buches Staked (ISBN: B01K2WT3R6)
    Kevin Hearne

    Staked

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Die Lesung von Kevin Hearne, die ich vor sechs Jahren besuchte, war Teil einer Tour, die ihn quer durch Europa führte. Neben Deutschland bereiste er damals Polen, Italien und die Tschechische Republik. Diese Tour war allerdings keine reine PR-Maßnahme, sie war auch als Recherchereise für „Staked“, den achten Band der „Iron Druid Chronicles“, gedacht. Hearne erzählte während der Lesung, dass ihn meine Heimatstadt Berlin besonders inspirierte und er wie verrückt schrieb. Sechs Jahre später freute ich mich sehr darauf, herauszufinden, wie er seinen Aufenthalt in meiner Stadt in „Staked“ verarbeitet hatte.

    Atticus O‘Sullivan hat schon einmal erlebt, dass die Druiden beinahe vollständig ausgelöscht wurden. Er wird nicht zulassen, dass die Vampire vollenden, was sie vor 2.000 Jahren begonnen. Der Meistervampir Theophilus muss sterben, denn gerade jetzt kann Atticus keine Ablenkungen gebrauchen. Ragnarök rückt näher und unter den Göttern verhärten sich die Fronten. Lokis giftiger Einfluss ist überall spürbar, vor allem für Granuaile, die weiterhin sein Mal trägt. Sie muss das Brandzeichen unbedingt loswerden und am besten eine Möglichkeit finden, sich künftig vor allen neugierigen Blicken zu verbergen, um eine alte Rechnung zu begleichen. Währenddessen würde Owen gern weit entfernt von den Turbulenzen der Moderne ein friedliches Leben in der Natur führen. Doch leider kann er weder ignorieren, dass in Tír na nÓg alles drunter und drüber geht, noch kann er sich der Bedrohung durch die Vampire entziehen. Als die Situation eskaliert und ein Angriff der Vampire tödlich endet, bündeln Atticus, Granuaile und Owen ihre Kräfte, um das untote Problem ein für alle Mal zu beheben. Wie sagt man so schön? Alle Wege führen nach Rom.

    Kevin Hearnes Recherchereise durch Europa hat sich ausgezahlt. Ich habe ihn schon einmal dafür gelobt, dass er seinen Figuren keine geografischen Ketten anlegt und die gesamte Welt als Bühne nutzt, doch in „Staked“ ist deutlich spürbar, dass ihn die Erfahrung, die Länder, die Atticus, Granuaile und Owen besuchen, selbst mit eigenen Augen zu sehen, beflügelte. „The Iron Druid Chronicles“ ist die internationalste Urban Fantasy – Reihe, die ich kenne und es freut mich sehr, dass Hearne dieses immense Potential nicht nur für die Handlung ausschöpft, sondern sich auch bemüht, eine realistische Repräsentation von Kulturen und Gegebenheiten einfließen zu lassen. Je nachdem, aus wessen Perspektive er gerade schreibt, können diese Einblicke ganz unterschiedlich ausfallen, mich überzeugten sie jedoch ausnahmslos. Atticus‘ schier unerschöpfliches Repertoire charmanter Anekdoten ist hierbei stets ein besonderes Highlight, denn wo auch immer er hinkommt, findet er Gelegenheit, skurrile, abenteuerliche und/oder lustige Geschichten aus seinem Leben zu erzählen. In „Staked“ erfahren Leser_innen daher endlich, wieso man niemals Nigel in Toronto sein möchte, eine Floskel, die die Reihe schon lange begleitet. Außerdem bereitete es mir kindliches Vergnügen, Atticus in Berlin zu beobachten. Sechs Jahre habe ich auf diesen Ausflug gewartet und wurde nicht enttäuscht. Die Szenen in meiner Stadt waren für mich einfach großartig; es war wunderbar, zu sehen, welches Bild sich für Kevin Hearne von meiner Heimat durch seinen Besuch ergab und natürlich entwickelt sich ein ganz spezieller Kitzel, wenn mir das Setting so wohlvertraut ist. Aber auch die Länder, die Hearne wahrscheinlich nicht persönlich auskundschaftete, erhalten angemessene, respektvolle Darstellungen ohne idealisierte Verklärung. Granuaile verschlägt es in „Staked“ beispielsweise nach Indien, was Hearne zum Anlass nimmt, das Frauenbild der indischen Gesellschaft zu reflektieren und feministisch Stellung zu beziehen. Ich bin mittlerweile ein riesiger Fan der jungen Druidin. Sie mauserte sich wirklich zu einer vollwertigen Hauptfigur, die zusätzlichen konzeptionellen Raum beansprucht und mühelos ausfüllt. Sie wuchs aus ihrer Rolle als Atticus‘ Schülerin heraus und behauptet sich nachdrücklich physisch, ideologisch und emotional, was einschließt, dass sie Atticus widerspricht, ihn kritisiert und ihre Ansichten verteidigt, womit sie eine charakterliche Weiterentwicklung beweist, die ich ihr nicht zugetraut hätte. Die Vampire betreffend sind Granuaile, Atticus und Owen allerdings derselben Meinung: Sie müssen vernichtet werden. Der Konflikt mit den Untoten ist der rote Faden des achten Bandes, der ansonsten viel Vorbereitung für den finalen neunten Band „Scourged“ betreibt. Ich glaube, dass die Konfrontation mit den Vampiren aus philosophischen Gründen unvermeidlich war. Druiden symbolisieren als Diener_innen Gaias das Leben, die Vampire sind hingegen Kreaturen des Todes. Dadurch empfinde ich beide Parteien als diametral entgegengesetzt. Es wunderte mich nicht, dass dieser Gegensatz in „Staked“ eskaliert und zu einem Showdown führt, der mich auf den letzten Seiten in Atem hielt. Es war aufregend und einfach episch, was mich sehr optimistisch für Hearnes High Fantasy – Reihe „Seven Kennings“ stimmt.

    Mir hat die Lektüre von „Staked“ sehr viel Spaß gemacht. Ich feiere, dass Kevin Hearne seinen Flow wiedergefunden hat und diesen seit „Hunted“ effektiv einsetzt, um spannende, aber kontrollierte Abenteuer um unseren Lieblingsdruiden Atticus zu inszenieren. „Staked“ ist ein wenig erratisch, doch ich hatte nie den Eindruck, dass Hearne die Handlung entglitten wäre. Nein, er weiß, was er tut und es ist offensichtlich, dass er konsequent auf das Finale „Scourged“ hinarbeitet. Ach, bald ist es vorbei. Ich zittere ein bisschen vor der Lektüre des letzten Bandes, denn ich bin sicher, dass es mir schwerfallen wird, Atticus, Granuaile, Owen und natürlich Oberon und Orlaith zu verlassen. Dennoch bin ich auch neugierig, ob unsere Held_innen Ragnarök noch verhindern können. Auf in die letzte Schlacht meine Freunde, ich werde bis zum finalen Punkt an eurer Seite sein!

  19. Cover des Buches Papier & Blut (ISBN: 9783608982046)
    Kevin Hearne

    Papier & Blut

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Schuby233

    Als jemand, der normalerweise Bücher mit anderem Inhalt liest, die aus der Perspektive von Frauen geschrieben sind, war "Papier und Blut" definitiv eine Abwechslung für mich. Dennoch fand ich es überraschend interessant und möchte es daher weiterempfehlen.

    Das Buch entführt den Leser in eine faszinierende Welt voller Geheimnisse und Intrigen. Die Handlung ist gut durchdacht und die Charaktere sind vielschichtig dargestellt. Der Autor schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, die mich von Anfang an gefesselt hat.

    Trotz meiner positiven Eindrücke muss ich jedoch sagen, dass "Papier und Blut" nicht zu meinen persönlichen Favoriten gehört. Es war zwar interessant, aber es fehlte mir letztendlich der gewisse Funke, der mich dazu bringen würde, das Buch noch einmal zu lesen. Es bleibt für mich eher im Durchschnitt.

    Auf einer Skala von 1 bis 5 Sternen würde ich "Papier und Blut" mit 3 Sternen bewerten. Es ist definitiv lesenswert, besonders wenn man nach einer Abwechslung von seinem üblichen Genre sucht. Jedoch sollte man keine allzu großen Erwartungen haben, da es mich persönlich nicht vollständig überzeugen konnte.

  20. Cover des Buches Erwischt (ISBN: 9783608961355)
    Kevin Hearne

    Erwischt

     (69)
    Aktuelle Rezension von: MaRe

    12 Jahre später….. Nachdem Skinwalker erledigt wurden, Granuail auch von der Bildfläche verschwand und Oberon seine Verletzungen lange mit Würstchen vergessen hat, ist es fast soweit. Der Abschluss von Granuail’s Ausbildung, die Bindung an die Erde.
    Doch plötzlich erscheint Loki auf der Bildfläche und wieder einmal bedeutet es für unseren Druiden Flucht.
    In Tír na nÓg erwartet unsere Helden eine Audienz am Feenhof. Was diese bringt und was Leif schon wieder für eine Rolle spielt, lest es selbst.

    Kevin Hearne hat mit Erwischt wieder eine spannende Geschichte zum besten gegeben. Wir erleben mit wie ein Druide an die Erde gebunden wird und was so manche Sagengestalt zum Besten gibt. Für mich wieder ein gelungenes Abenteuer mit Zusatzgeschichte am Schluss.

  21. Cover des Buches Shattered: The Iron Druid Chronicles (ISBN: 9780345548504)
    Kevin Hearne

    Shattered: The Iron Druid Chronicles

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Angehenden Schriftsteller_innen wird oft geraten, das Buch zu schreiben, das sie selbst lesen möchten. Kevin Hearne, Autor der „Iron Druid Chronicles“, nahm sich diesen Ratschlag zu Herzen. Er begann die Reihe um den Eisernen Druiden Atticus, weil er Urban Fantasy – Romane lesen wollte, die sich mit dem irischen Göttergeschlecht der Túatha Dé Danann beschäftigen und keine fand. In dieser Marktlücke sah er seine Chance, denn das Pantheon ist bezüglich seiner Rollenverteilung im europäischen Raum einzigartig: es verzichtet auf patriarchalische Strukturen. Hinsichtlich Einigkeit und Harmonie unterscheiden sich die irischen Götter und Göttinnen hingegen nicht von anderen Pantheons: sie zanken sich mit Inbrunst, was Atticus im siebten Band „Shattered“ schmerzhaft am eigenen Leib erfährt.

    Er hätte es wissen müssen. Ein Geschenk der Morrigan, ha! Als Atticus O’Sullivan erkennt, wen die Göttin auf einer Zeitinsel konservierte, entgleisen ihm alle Gesichtszüge. Es handelt sich um seinen alten Lehrmeister. Owen Kennedy war bereits vor 2.000 Jahren ein griesgrämiger Stinkstiefel – Atticus hat so eine Ahnung, dass ihm die Anpassung an die Moderne gar nicht schmecken wird. Während er Owen die Vorzüge von Toiletten, Handys und der englischen Sprache beizubringen und gleichzeitig die Verschwörung in Tír na nÓg aufzudecken versucht, stellt sich Granuaile in Indien einem sensiblen Kapitel ihrer Vergangenheit. Ihr Vater ist vom Geist eines bösen Hexers besessen und läuft Amok. Mithilfe von Laksha muss sie einen Exorzismus an einem Mann durchführen, den sie eigentlich nur aus Briefen und Postkarten kennt. Zu spät begreift sie, dass sie in eine Falle tappt. Ragnarök rückt unaufhaltsam näher und Loki ist nicht dafür bekannt, fair zu kämpfen…

    Uiuiui, was ist denn in Kevin Hearne gefahren? Da mausert sich jemand langsam, aber sicher zu einem richtig guten Schriftsteller! Ich bin entzückt! Es freut mich sehr, sein Wachstum als Autor zu beobachten. Urban Fantasy eignet sich nicht unbedingt dazu, mit schriftstellerischer Finesse zu glänzen, weil sie als reine Unterhaltungsliteratur oft einfach nicht den Rahmen für tiefgründige Betrachtungen liefert, doch mit „Shattered“ gelang es Hearne, ein neues Niveau zu erreichen. Der siebte Band der „Iron Druid Chronicles“ fühlte sich für mich geerdet und ausgeglichen an, obwohl die Handlung erneut actionreich ist und Hearne nun sogar mit drei Perspektiven jongliert, die in parallel verlaufende Erzählstränge münden. Neben Atticus und Granuaile erhält Owen, Atticus‘ alter Mentor, die Gelegenheit, seine Sichtweise zu ergänzen, was ich sagenhaft spannend fand. Nicht nur bietet er Einblicke in Atticus‘ Vergangenheit sowie seine Ausbildung, er vermittelt darüber hinaus eine einzigartige, faszinierende Einschätzung der modernen Gesellschaft. Ich dachte viel darüber nach, ob er die Jahrtausende jemals überbrücken und sich anpassen kann. Sollte er diese Herausforderung meistern, dann nur dank seines gradlinigen Dickkopfs und seiner Bereitschaft zur Selbstkritik. Die Dreiteilung gefiel mir somit sehr gut, weil sie die Geschichte um eine Facette erweitert, die ich nicht erwartet habe. Die Drei ist im druidischen Glauben eine magische Zahl, deren Macht sich ebenfalls aus der Einheit der Figuren ablesen lässt. Sie bieten sehr unterschiedliche Blickwinkel, die die verschiedenen Phasen im druidischen Leben symbolisieren. Während Owen Erfahrung und Weisheit des fortgeschrittenen Alters personifiziert, erleben wir Atticus in der Blüte seiner Jahre und Granuaile als junge Druidin, die einsieht, dass ihr Dienst für Gaia trotz allen Vorteilen immense Opfer fordert. Sie bilden eine Dreieinigkeit. Meinem Empfinden nach lassen erst Owen und Granuaile die Geschichte harmonisch schwingen. Atticus brauchte Gegengewichte. Ihre distinktiven, individuellen Stimmen bereichern „Shattered“ und ermöglichen es Kevin Hearne, sich auf der weiten Spielwiese seiner alternativen Realität voll auszutoben. Ich liebe es, dass er die gesamte magisch verbundene Welt als Bühne nutzt, in jedem Band mehr oder weniger exotische Länder und Kulturen besucht und ich dadurch immer etwas Neues über Religionen lerne. Dieses Mal traf ich indische und japanische Göttinnen, trank mit Jesus in Montana Tequila und lernte Yetis im Himalaya kennen. Cool, oder was? Hearne betont außerdem noch einmal den menschlichen Glauben als zentrale Kraft seines mythologischen Systems, wodurch sich einige vergangene Ereignisse relativieren. Göttliche können physisch sterben, solange auf Erden jemand an sie glaubt, bleiben sie metaphysisch jedoch quicklebendig und können sich nach Belieben manifestieren. In Zusammenhang mit Ragnarök verspricht das interessant zu werden, denn die Menschen wissen nichts von der drohenden Apokalypse und werden nicht plötzlich aufhören, an göttliche Entitäten zu glauben. Da fragt man sich doch, wie viel Erfolg Loki überhaupt haben kann.

    Für mich war „Shattered“ emotional wieder ebenso einnehmend wie die ersten Bände der „Iron Druid Chronicles“. Die Handlung ist aufregend, erschien mir allerdings deutlich kontrollierter und weniger chaotisch. Ich glaube, dass Kevin Hearne sich langsam auf das Finale der Reihe vorbereitet und deswegen einige offene Baustellen abarbeitet, zum Beispiel die Verschwörung in Tír na nÓg, die sich im siebten Band endlich aufklärt. Vielleicht wurde ihm klar, dass er die Konflikte der Geschichte eingrenzen muss, um sie befriedigend abschließen zu können und entschied aus demselben Grund, Atticus außer Granuaile auch Owen zur Seite zu stellen. Die beiden stützen und festigen ihn. Ich hatte den Eindruck, dass sie ihn nach zahllosen schlechten Entscheidungen wieder auf den rechten Weg führen. Zu dritt haben sie meiner Meinung nach eine echte Chance, Loki die Stirn zu bieten und Ragnarök aufzuhalten. Offenbar ist die Rettung der Welt eine Aufgabe, für die es mehr als einen Helden braucht. Es braucht ein Trio.

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