Bücher mit dem Tag "kenia"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kenia" gekennzeichnet haben.

150 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (327)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich muss schon sagen, dass ich ein wenig traurig darüber bin, dass ich meine geliebten Finnegans / Bristows und Baxters gehen lassen muss, aber ich kann ja immer wieder zu ihnen zurückkehren, das beruhigt mich dann doch ein bisschen. Für mich war der Abschluss der Trilogie definitiv der beste Teil der Trilogie und es ärgert mich immer noch, dass am Ende diese eine Sache passiert ist bzw. nicht passiert ist, die mich dann so gestört hat, dass ich am Ende einfach keine 5 Sterne vergeben konnte.

    In diesem Band geht es um Seamie, den jüngsten der Finnegans, und Willa , die man bereits im Vorgänger kennengelernt hat und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen würden.

    Zum Schreibstil brauche ich nach drei dicken Büchern, glaube ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die Frau hat’s drauf und man kann trotz der Seitenzahl einfach nur so durch die Kapitel fliegen. Ich mag die Kombination aus Spannung, Emotionen (positiven wie negativen) und Herzklopfen.

    Nachdem ich den zweiten Band so geliebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Seamie oder Willa so gern haben könnte wie Sid und India, weil ich mich mit Letzterer auch so gut identifizieren konnte. Willa und ich könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch habe ich so sehr mit ihr mitgefiebert und vor allem mit ihr mitgelitten. Auch Seamie mochte ich gern, ich hatte nur manchmal etwas Probleme, ihn mit dem kleinen Jungen aus »Die Teerose« zusammenzubringen.

    Das ganze Buch war einfach spannend, wir befinden uns auf drei unterschiedlichen Kontinenten und das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, wodurch man ganz viele Perspektiven eröffnet bekommt und auch viele Dinge erfährt, die man mit dieser Zeit nicht unbedingt in erster Linie erfährt, die aber trotzdem enorm wichtig waren.

    Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine super Trilogie mit wundervollen Charakteren, die mir viele tolle Lesestunden bereitet hat.

    Bewertung Band 3: 4,5/5
    Bewertung gesamte Trilogie: 4,5/5

  2. Cover des Buches Die Sonnenschwester (ISBN: 9783442491728)
    Lucinda Riley

    Die Sonnenschwester

     (310)
    Aktuelle Rezension von: DianaS

    In diesem Band erfahren wir mehr über das glamouröse Leben des Topmodels Elekrta, die unter Drogenmissbrauch leidet und von diesen loskommt. Wir tauchen ein in das Leben ihrer Großmutter und das Leben in Afrika und Amerika. Wir lernen, wie Hautfarbe als trennendes Element auf beiden Kontinenten für traurige Ereignisse sorgt und wie Liebe alles das überwinden versucht. 

    Wieder eine spannende Reise in die Vergangenheit und das Kennenlernen eines anderen Kontinents. Einfach toll.

  3. Cover des Buches Kenia Valley (ISBN: 9783455002775)
    Kat Gordon

    Kenia Valley

     (55)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Mit dem vorliegenden Roman über das Kenia der zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts ist Kat Gordon ein echter Pageturner gelungen.  TOLL

  4. Cover des Buches Solange du schläfst (ISBN: 9783570402115)
    Antje Szillat

    Solange du schläfst

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Sternschnuppe2702

    "Solange du schläfst" handelt von einem Mädchen namens Anna, die mit ihren Eltern aus der Stadt hinaus aufs Land zieht. Sie versucht sich in der neuen Umgebung und in der neuen Schule einzuleben und lernt den süßen Jérôme kennen, in den sie sich prompt verliebt. Die beiden werden ein Pärchen und sind nach kurzer Zeit unzertrennbar. Allerdings ist Jérôme in ihrem Dorf nicht sehr beliebt und nachdem er auch noch mit der hübschen Anna geht, bekommt er Drohbriefe von den Jugendlichen aus dem Dorf. Nach einem Fest wird Jérôme bewusstlos und übel zugerichtet aufgefunden und fällt ins Koma. Für Anna bricht eine Welt zusammen. Sie muss herausfinden, was an jenem Abend passiert ist...

    Ich habe das Buch verschlungen, es hat einen sehr lockeren Schreibstil und ist wirklich spannend bis zum Schluss!

  5. Cover des Buches Ashford Park (ISBN: 9783499247019)
    Lauren Willig

    Ashford Park

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Frechmopsi
    Die Geschichte spielt parallel zu Beginn und am Ende des 20. Jahrhunderts und wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen geht es dabei um Addie, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihren adeligen Verwandten auf Ashford Park aufgenommen wurde und zum anderen um ihre Enkelin Clementine. Die Perspektive ändert sich mit jedem Kapitel und beleuchtet zunächst die Lebensumstände beider Frauen. Die Charaktere von Addie, Bea und Clementine sind sehr facettenreich beschrieben und auch die Lebensumstände und gesellschaftlichen Zwänge der damaligen Zeit finden ihren Platz.

    Nach und nach erkennt man, wie sich die Familiengeschichte entwickelt, die Vergangenheit sich mit der Gegenwart verbindet und das Geheimnis immer weiter vertieft und seine Auflösung vorangetrieben wird.

    Alles passiert irgendwie sanft und ohne großes Tamtam und spektakuläre Überraschungsmomente. Trotzdem hat es mich total gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Für mich persönlich eine wunderschöne Familiensaga, die ich jederzeit weiterempfehlen würde.
  6. Cover des Buches The Lubetkin Legacy (ISBN: 9780241249215)
    Marina Lewycka

    The Lubetkin Legacy

     (20)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Was soll ich zu diesem Buch sagen? Ich weiß nicht einmal genau, was für eine Geschichte ich hier gelesen habe. Liebesgeschichte, Sozialkritik, Tragikomödie? Von allem etwas. Die Hauptperson ist sicher Berthold “Bertie” Sidebottom – in “seinen” Kapiteln spricht er als Ich-Erzähler zum Leser – im Gegensatz zu den Kapiteln über seine Nachbarin Violet, von der man in der dritten Person liest und mit einem geringeren Seitenumfang. Beide wohnen in einer Wohnanlage, die ursprünglich als sozialer Wohnkomplex gebaut wurde – Bertie lebt nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit darauf folgendem Nervenzusammenbruch als meist arbeitsloser Schauspieler mit in der Wohnung seiner Mutter, Violet lebt allein nebenan nur zum Übergang, für den neuen Job, nach dem College und nach einer Trennung, als Tochter eines Arztes und einer Krankenschwester.

    Beider Leben kreuzen sich, weitere Mitbewohner und ihre Schicksale spielen eine Rolle, ebenso verschiedene Mitarbeiter diverser Behörden wie Arbeitsvermittlung, Stadtplaner oder die Kontrollinstanzen, die dafür sorgen sollen, dass Sozialwohnungen mit einer entsprechenden Anzahl an Schlafräumen nur von einer entsprechenden Anzahl von Mietern bewohnt werden – sonst droht eine Art “Strafgebühr”. Genau hier beginnt das Problem von Bertie: als seine Mutter plötzlich stirbt, hat er für sich allein dummerweise genau ZWEI Schlafzimmer.

    Das Buch von Autorin Marina Lewycka eignet sich hervorragend für eine Vokabularerweiterung und leichte Recherche über entsprechende britische Pendants zu den deutschen Themen um “Hartz IV” und Co – als Geschichte war mir das zu unentschieden trotz leicht-lockerem Schreibstil. Ich mochte, wie niemand im Buch, auch nicht die Nebenfiguren, von der Autorin als “Loser” dargestellt wurde, obwohl wirklich keiner von ihnen eine feste Buchung auf der Sonnenseite des Lebens hat (außer vielleicht Lily auf der “sunny side” – oder den gefiederten Freunden?). Mir gefielen zwar die leise Melancholie und der trockene, teils derbere Humor (da fällt schon einmal die falsche Leiche aus dem garantiert ökologischen Pappsarg), aber ich habe tatsächlich mehrere Anläufe zur Beendigung des Buches gebraucht, weil der Funke immer nur kurzzeitig überspringen wollte (immer, wenn ich gerade begann, einen roten Faden zu sehen, wechselte mit dem nächsten Kapitel die Sicht von Bertie zu Violet oder umgekehrt, und ich war dadurch irgendwie “raus”).

    Und zu den reinen Äußerlichkeiten: Ich bin generell KEIN Cover – Fan – aber das von diesem Buch zeigt eindeutig, dass sich da jemand mit dem Buch auseinander gesetzt hat: Kirschblüten, eine einbeinige Taube, ein Papagei – und der ganze Wohnkomplex mit einer netten Schleife versehen. Mich stört auch ein wenig die doch sehr große Schrift, das nur am Rande.

  7. Cover des Buches Vergeltung (ISBN: 9783518465004)
    Don Winslow

    Vergeltung

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Calderon

    Ich lese die Thriller von Winslow gern, vor allem natürlich die über den verfluchten Krieg gegn die Drogen. Dieser hier hat nicht das Niveau, wirkt zusammengestoppelt, kostruiert und wie ein Abklatsch von die Glorreichen Sieben oder so. Trotzdem ganz unterhaltsam.

  8. Cover des Buches Die gelben Augen der Krokodile (ISBN: 9783442744985)
    Katherine Pancol

    Die gelben Augen der Krokodile

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Wer französische Filme über Familien und ihre alltäglichen Probleme mag, wird wahrscheinlich mit dieser Mini-Buchserie seine Freude haben. Ich lese gern die Bücher von Katherine Pancol und so bin ich auch mit großer Erwartung an diese Geschichte herangegangen. Das Buch ist keine Neuerscheinung, sondern es lag nun seit 2012 auf meinem SUB. Nun endlich habe ich geschafft, die Geschichte zu Starten.

    Katherine Pancol hat einen wunderbaren Schreibstil, der den Lesenden mitnimmt und durch die Seiten gleiten lässt. Sie beschreibt ihre Charaktere so detailliert und realitätsnah (natürlich auch etwas verschroben), dass man mit ihnen leidet, sich freut und mitfiebert oder auch ab und an von ihnen genervt ist. Obwohl die Autorin den Charakteren Zeit für ihre Entwicklung lässt, muss man sich etwas konzentrieren, da immer wieder neue Charaktere hinzukommen bzw. zwischendurch abtauchen, um überraschenderweise viel später wieder aufzutauchen. Was ich besonders mochte, war der Humor. Typisch französisch, etwas überspitzt und mit viel Ironie.

    Bei manchen Handlungssträngen (es laufen mehrere nebeneinander) ahnte man schon recht schnell, wie es ausgehen wird. Bei anderen Handlungssträngen war das Ende offen oder sie entwickelten sich ganz anders als erwartet. Alle beeinflussen sich auf irgendeine Art und Weise, die man erst nach zig Seiten erfährt und somit erlebt man immer wieder Überraschungen beim Lesen. 

    Ich mochte die Geschichte und fühlte mich durchweg gut unterhalten und konnte wunderbar abschalten und meinen eigenen Kinofilm im Kopf dazu starten. Der zweite Teil liegt auch schon auf meinem SUB und ich hoffe, dass ich bald erlesen kann, wie sich Joséphine weiterentwickeln wird.

  9. Cover des Buches Schnee auf dem Kilimandscharo (ISBN: 9783499272868)
    Ernest Hemingway

    Schnee auf dem Kilimandscharo

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: In Blautönen gehalten, sieht nett aus. Aber wenn ich nicht auf der Suche nach diesem Buch gewesen wäre, wäre es mir wohl kaum aufgefallen.


    Klappentext: Ein alter Mann flüchtet vor der Einsamkeit in ein Café. In einem Kinderzimmer wartet ein kleiner Junge einen ganzen Tag lang auf den Tod. In einem Krankenhaus wird ein Radio zum Tor der Welt, und in der afrikanischen Steppe kämpft ein Mann gegen die Angst vor dem Löwen - und um seine Ehre.


    Meinung: Sehr gespannt begann ich, Hemingways Kurzgeschichten zu lesen. Die ersten waren ja noch ganz okay, wobei sie mich auch nicht vom Hocker gerissen hatten. "Väter und Söhne" hat mir am besten gefallen, diese Geschichte fand ich tatsächlich unterhaltsam. In den darauffolgenden tat ich mir schwer, mich auf die Erzählungen einzulassen, weil sie mir vom Thema und von der Schreibweise überhaupt nicht zusagten. Entweder ging es um den Krieg, ums Kämpfen oder Jagen. Stets waren körperlich starke, jedoch emotional schwache und überaus unsympathische Protagonisten im Vordergrund, die mit ihren (für meinen Geschmack) seltsamen Dialogen die Geschichte auch nicht gerade besser machten.

    Was mich noch sehr gestört hat, waren die wechselnden Zeitformen in "Fünfzigtausend". Der Autor sprang ständig vom Präsens ins Präteritum und umgekehrt. Auch das gehäufte Vorkommen des Wortes "sagt" war sehr auffällig. Wahrscheinlich beabsichtigt, aber nicht mein Fall. Hier ein Beispiel:

    "Jetzt wirst du schlafen, Jack", sagte ich.

    "Klar", sagt Jack. "Jetzt schlaf ich."

    "Gute Nacht, Jack", sagte ich.

    "Gute Nacht, Jerry", sagt Jack. "Du bist mein einziger Freund."

    "Oh, Mist", sagte ich.

    "Du bist mein einziger Freund", sagt Jack. "mein einziger Freund."

    "Schlaf jetzt", sagte ich.

    "Mach ich", sagt Jack.


    Spätestens nach dieser Geschichte wurde mir klar, dass dieses Buch mein letztes von Hemingway war. Es traf leider überhaupt nicht meinen Geschmack. Da ich aber eine Erzählung ganz gut fand, vergebe ich 2 von 5 Sternen.

  10. Cover des Buches Die Stille der Savanne (ISBN: 9782919803705)
    Heike Franke

    Die Stille der Savanne

     (25)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Ich bin also in Abbis Abeba. Afrika. Auf dem Weg nach Kenia. Um Eva Kaiser zu finden. Irgendwie verrückt.*


    Alex ist am Boden zerstört, als ihr Freund ohne ein Wort des Abschieds die geplante Weltreise mit seiner Neuen unternimmt. In ihrer Trauer nähert sie sich ihrer älteren Nachbarin an. Diese bittet sie ihre Tochter zu finden, zu der vor fünf Jahren der Kontakt abgebrochen ist. Alex stürzt sich in die Nachforschungen und findet den Aufenthaltsort von Eva Kaiser – Kenia. So verschlägt es sie nach Afrika, mit der Mission, die Familie Kaiser wieder zusammenzuführen. 



    Die Geschichte erzählt von Alex. Ihre Reise nach Kenia tritt sie erst langsam an. Erst einmal treffen wir sie nach dem Debakel mit ihrem Ex Paul. Der hat sie mir nichts, dir nichts stehen gelassen und die Weltreise mit seiner Neuen angetreten. So schwirren Alex Gedanken um ihre verlorene Beziehung und die Gründe, die der Bruch haben könnte. Erst ist die Suche nach Eva eine willkommene Ablenkung, doch immer mehr verbeißt sich Alex darin. Das geht soweit, dass sie nach Kenia fährt. 


    Ihr Urlaub/ihre Mission in Kenia wird noch ein Stück weit von Pauls Weggang überschattet, doch je mehr sie sich auf Afrika einlässt umso mehr findet sie zu sich selbst. Sie beginnt den Urlaub zu genießen, taucht in das Land ein, lernt seine Menschen und seine Natur kennen. Dabei findet sie auch neue Freunde. Unter ihnen auch ein Mann, dessen Gesellschaft sie genießt. Allerdings ist der Bruch der Beziehung zu Paul noch zu nahe, sodass sie sich nicht in eine neue stürzt, sondern vielmehr Bedenken hegt und einfach die Nähe zu anderen auskosten möchte. Wer sich hier also eine aufregende Romanze erwartet, wird enttäuscht werden. Auch die Suche nach Eva gestaltet sich eher unaufgeregt, geht aber Schritt für Schritt voran, sodass sowohl Alex als auch der Leser mehr zur Situation der Familie Kaiser erfährt. 


    Fazit: Obwohl Alex mit einer Mission nach Afrika kommt, gestaltet sich ihre Zeit dort als wichtige Auszeit und als ein Übergang in eine neue Lebenssituation. Es passiert nichts wirklich Spektakuläres – der Leser aber begleitet Alex dabei, wie sie nicht nur Eva findet sondern auch immer mehr zu sich selbst. Das Ganze vor der atemberaubenden Kulisse Kenias, was dem Buch ein besonderes Flair gibt. 

  11. Cover des Buches Die weiße Massai (ISBN: 9783426788004)
    Corinne Hofmann

    Die weiße Massai

     (675)
    Aktuelle Rezension von: M_B

    Ich habe mich richtig darauf gefreut dieses Buch zu lesen.

    Jetzt kann ich sagen, dass ich nicht enttäuscht worden bin. Ich habe sehr viel Respekt vor dieser Frau und ihrer Entscheidung in Kenia zu leben und auch davor, diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen als sie merkte, dass es nicht mehr ging.

    Ich war am Ende auch traurig, weil die Liebe nicht siegen konnte. Aber ich glaube, für ihre Tochter war es das Beste zu gehen.

  12. Cover des Buches Jenseits von Afrika (ISBN: 9783717524380)
    Tania Blixen

    Jenseits von Afrika

     (75)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die hohe Sinnlichkeit von Blixens Prosa ergibt sich gleichermaßen durch ihr hohes Maß an Empathie wie durch ihre erstaunliche Beobachtungsgabe, dem genauen Blick für die Natur wie für die Sitten der Kikuyu und Massai, der Somalis und Suahelis. In der wunderbar dezent erzählten Liebesgeschichte zu dem Großwildjäger und Flieger Denys Finch Hatton gelingen der Schriftstellerin Tania Blixen ihre stärksten Passagen.« ARD druckfrisch, Denis Scheck

  13. Cover des Buches Und immer wieder aufbrechen (ISBN: 9783709981405)
    Sisonke Msimang

    Und immer wieder aufbrechen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Sisonke Msimang wird als Tochter eines Freiheitskämpfers geboren und wächst im Exil auf. Es scheint, sie ist überall auf der Welt zu Hause ohne jemals in Südafrika – in ihrer eigentlichen Heimat – zu leben. Erst als junge Erwachsene betritt sie zum ersten südafrikanischen Boden. Doch was ist das für ein Land, das sie bis jetzt nur in ihren Träumen kannte? Als Nelson Mandela zum Präsidenten gewählt wurde, scheint Frieden einzuziehen und die Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß ad acta gelegt werden. Doch wie man mittlerweile weiß, sind Freiheit und Gleichberechtigung zwar ein kostbares Gut aber nicht sonderlich stabil.

     

    „Und immer wieder Aufbrechen“ ist die Autobiografie von Sisonke Msimang und sie schafft es, mit einer wunderbaren Erzählweise uns an ihrem Leben teilhaben zu lassen. Das Thema ist schwierig und berührt oder schockiert auch zum Teil. Frauenfeindlichkeit, Missbrauch, Apartheit – um nur einige Themen zu nennen. Während man dem Leben der Autorin folgt, ihren Werdegang, ihren persönlichen Kampf gegen Rassismus oder ihren Weg zur Emanzipation, liest man über den politischen Kontext sowie über die gesellschaftlichen Strukturen Südafrikas.

     

    Spannend finde ich die Suche nach der wahren Heimat. Während sie ihren Wohnort sehr oft wechselt, steht die Suche nach den Wurzeln im Vordergrund. Dabei wird sie begleitet von Familie und Freunden, die ihrerseits selbstbewusst ihren Weg gehen.

     

    Die Autorin überrollt uns förmlich mit einer großartigen Fabulierkunst, was mich nicht mehr losgelassen hat. Mittlerweile habe ich Teile der Biografie schon ein zweites Mal gelesen und ich bin nach wie vor begeistert wie überzeugend die Figuren beschrieben wurden – beinahe wie bei einem Roman.

     

    Ein überzeugendes, sehr persönliches Buch, das sich auf jeden Fall 5 Sterne verdient

  14. Cover des Buches Mord in der High Society: Band 1 (Im Auftrag Ihrer Majestät-Reihe) (ISBN: B095PVQ8FM)
    Rhys Bowen

    Mord in der High Society: Band 1 (Im Auftrag Ihrer Majestät-Reihe)

     (42)
    Aktuelle Rezension von: YvonneCork

    Für mich bringt das Buch das zur Aussprache, was oft gesagt. Mit Geld kann man sich nicht alles kaufen und auch wenn man reich ist, ist man nicht immer ein Engel.

    Das Buch ist spannend und interessant. Ich lese gerne Bücher von Rhys Bowen.

  15. Cover des Buches Was wir getan haben (ISBN: 9783596034857)
    Karen Perry

    Was wir getan haben

     (70)
    Aktuelle Rezension von: linasue
    ★★★★☆   (4 von 5 Sterne)

    Inhalt:

    Kenia 1982: Katie, Nick und Luke, spielen mit 2 anderen Mädchen am Fluss. Doch aus Spaß wird Ernst. Etwas weiter abseits entspannt Sally Yates, Mutter von Nick und Luke, in der Sonne. Sie hatte es nicht gern, dass ihre Kinder am Fluß spielten, doch sie wollte ihnen auch nicht den Spaß verderben. Als Sally jedoch ein markerschütternden Schrei hört, weiß sie sofort, etwas schreckliches ist passiert.

    Dublin 2013: Die junge Journalistin Katie Walsh, arbeitet bei einer Tageszeitung, als die Mitarbeiter sich um einen Tisch versammeln um sich Fotografien anzusehen. Als Katie diese sieht, kommen schlimme Erinnerungen zum Vorschein, weshalb sie kurz darauf aus dem Büro stürmt.
    Doch ihr nächster Auftrag lässt nicht lange auf sich warten. Ausgerechnet Katie soll über Luke Yates schreiben, den sie seit Kindertagen nicht mehr gesehen hat. Auf einer Party sieht sie Luke wieder, und beide nähern sich zu einem Gespräch an. Katie erfährt, das Lukes jüngerer Bruder, der in Kenia lebt, bald heiraten wird – was Katie etwas aus der Bahn wirft. Doch am folgenden Tag ist Luke plötzlich spurlos verschwunden, und für Katie beginnt eine Zeit, zurück in die tragische Vergangenheit.



    Meinung:

    Von Anfang an kam ich gut in die Geschichte rein. Die anfängliche Atmosphäre in Kenia, mochte ich sehr. Die afrikanische Wärme und die ruhige Gegend, lassen einen sofort abtauchen, als wäre man vor Ort. Dann kommt die Zeit mit Katie und Luke in Dublin. Mittlerweile sind sie erwachsen und leben ihr Leben. Ich hatte Zeitweise das Gefühl, dass sich ab da an, alles etwas zog. Die Geschichte blieb dennoch interessant, denn viele Fragen blieben offen, auch wenn man anfangs schnell ahnte was geschehen ist, passieren dennoch Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat. Eine nette Geschichte für zwischendurch ist es auf jeden Fall.
    .



    Cover und Titel:

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Das Farbenspiel mit den warmen Farben unterhalb, und den kühleren Farben oben, spiegelt sehr gut die Geschichte wieder. Der Titel passt sehr gut zur Geschichte.


    Die Geschichte:

    Die Geschichte beginnt in Kenia, wo Katie, Nuck und Luke noch Kinder sind und ihre Kindheit genießen. Dann wechselt es nach Dublin und die Kapitel wechseln zwischen  Katie und Nick hin und her. Man liest aus der Sicht von Beiden, wie ihre Leben verlaufen sind und wie es zum Wiedersehen der beiden kommt. Die Idee der Geschichte und die Atmosphäre ist wirklich sehr gut und passend gewählt.



    Die Charaktere:

    Hauptsächlich geht es um Katie, Luke und Nick, aber auch andere Charaktere lernt man in dem Buch kennen. Es sind nicht zu viele, wodurch man sie gut auseinander halten kann.


    Der Schreibstil:

    Der Schreibstil ist leicht lesbar und sehr flüssig. Man kann von der ersten bis zur letzten Seite gut in die Geschichte abtauchen und hat beim Lesen keine Probleme.



    Fazit:

    Eine Geschichte mit einer schönen Atmosphäre. Eine gute und interessante Story. Ich würde das Buch weiter empfehlen.
  16. Cover des Buches Wenn der Mond stirbt (ISBN: 9783423260152)
    Richard Crompton

    Wenn der Mond stirbt

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Mollel sieht hinunter auf ein junges, ovales Gesicht, das aschige Grau der Haut muss zu Lebzeiten ein leuchtendes, fast blau schimmerndes Schwarz gewesen sein. Ausgeprägte Wangenknochen, hohe Stirn. Auf beiden Wangen ist vor langer Zeit ein kleines flaches »o« eingeritzt worden.

    Es ist ein vertrautes Gesicht. Er kennt die Person nicht, aber er kennt ihr Volk. Es ist sein eigenes.«

     

    Nairobi, im Dezember 2007. Die Präsidentschaftswahl steht kurz bevor. In wenigen Tagen wird der amtierende Präsident neu vereidigt werden, Wahlbetrug wird im Raum stehen und das Land von schweren Protesten und Ausschreitungen erschüttert werden. Ein Zentrum besonders schlimmer Gewaltausbrüche werden die Slums von Nairobi sein. Man schätzt heute, dass zwischen 800 und 1.500 Kenianer ihr Leben verloren.

    Nairobis Bevölkerung ahnt, was kommen wird und rüstet sich mit Hamsterkäufen. Währenddessen versucht Mollel den Tod der jungen Frau aufzuklären, die wie er zu den Massai und damit zu einer ethnischen Minderheit in Kenia gehört.

     

    Dieser Kenia-Krimi hat mir ausgesprochen gut gefallen! Der besondere Reiz liegt natürlich im Schauplatz und den damit verbundenen Besonderheiten. So erfährt der Leser viel über das Verhältnis der einzelnen Volksgruppen zueinander, ich war schon schwer erstaunt, wie viele es da überhaupt gibt! Und erschüttert las ich von den zahlreichen gegenseitigen Vorurteilen und Ablehnungen, die leider existieren und das Leben der Bevölkerung zusätzlich erschweren. Besonders dramatisch ist dies, da das Land auch so schon mit mehr als genug Problemen zu kämpfen hat. Neben Armut und Arbeitslosigkeit sind da natürlich Korruption der wirtschaftlich und politisch Mächtigen zu nennen, die Vorkommnisse aus Dezember 2007 sind da ganz typisch. Dazu kommen weitere speziell für Frauen schlimme Probleme, wie die regional immer noch existierende weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat oder Prostitution aus schierer Not.

     

    Vor diesem Hintergrund also ermittelt Mollel. Er ist ein interessanter und vielschichtiger Charakter, mit dessen Handlungsweisen (vor allem im privaten Bereich) ich mich nicht immer anfreunden konnte. Was aber andererseits den Reiz des Charakters erhöhte! Auch bei der Polizei war er in Ungnade gefallen und wird nur deswegen hinzugezogen, weil die Ermordete so wie er Massai ist.

     

    Das Buch liest sich flott, die Auflösung ist schlüssig und passt in den Gesamtkontext. Es gibt noch einen weiteren Band dieser Reihe, den möchte ich kurzfristig auch noch lesen.

     

    Fazit: Toller Kenia-Krimi, intelligente Handlung und anspruchsvoller Hintergrund.

  17. Cover des Buches Heinz Strunk in Afrika (ISBN: 9783499258596)
    Heinz Strunk

    Heinz Strunk in Afrika

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Die ersten 20-30 Seiten habe ich als ziemlich zäh empfunden. Danach wurde es unterhaltsam. Strunk halt. Gewohnt schodderig, frech und frei perlen die Worte Strunks aus dem Stift auf's Blatt Papier.

  18. Cover des Buches Eines Menschen Herz (ISBN: 9783833305085)
    William Boyd

    Eines Menschen Herz

     (33)
    Aktuelle Rezension von: haberland86
    William Boyd ist ein meisterhafter Erzähler, was auch in "Eines Menschen Herz" von der ersten bis zur letzten Seite deutlich wird.

    Dennoch war ich von der Geschichte, die das Leben des Schriftstellers Logan Gonzago Mountstuart in Tagebucheinträgen umreißt, ein wenig enttäuscht.
    Denn wie die Tagebücher der meisten Menschen, enthalten auch die seinen hauptsächlich Banalitäten. Viele davon fügen sich zwar im Laufe der 670 Seiten stimmig und verblüffend zusammen, doch die wirklich spannenden Passagen - die es durchaus gibt - beschränken sich auf vielleicht 200 Seiten; was mir im Ganzen betrachtet jedoch zu wenig war.

    Zugegeben - bislang habe ich nur ein weiteres Buch des Schriftstellers gelesen. Von "Ruhelos" war ich aber so begeistert, dass die Erwartungen an dieses Buch vielleicht von vorneherein ein wenig zu hoch gesteckt waren.
  19. Cover des Buches Lady Africa (ISBN: 9783746632452)
    Paula McLain

    Lady Africa

     (68)
    Aktuelle Rezension von: monerl
    Stichworte:
    Romanbiografie, fiktionale Biografie, starke Frau, Kenia, Birtisch-Ostafrika

    Handlung 4 - Beryls Leben nur bis zur Überquerung des Atlantik
    Sprache & Stil 5 - schön und spannend zu lesen, tolle landschaftl. Beschreibungen
    Charaktere 5 - Personen aus Beryls Leben
    Spannung & Abenteuer 4 - spannend mit kleinen Längen
    Ende 3 - passend zum Prolog, dennoch recht abrupt

    Gesamtwertung
    4,2 / 5


    Fazit:
    Von der Mutter ver- und in Kenia dem Vater überlassen, wuchs Beryl ganz frei und glücklich auf einer Pferdefarm auf. Das änderte sich, als sie in die Pubertät kam und eine Anstandsdame eingestellt wurde, die Beryl auf das Leben einer britischen Frau vorbereiten sollte. Doch Beryl ließ sich nur bedingt etwas aufzwingen und rebellierte ihr Leben lang. Sie kämpfte für ihr Recht für die Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben, was im 20. Jahrhundert nicht gern gesehen und verurteilt wurde.

    In diesem Roman bringt die Autorin den Leser*innen die starke und selbstbewuste Frau näher, die später als die Frau in die Geschichtsbücher eingeht, die als erste Frau den Atlantik in Ost-West-Richtung überflogen hat. Doch dies ist kein “Fliegerbuch”, denn das Buch endet genau damit.

    Paula McLain schreibt über Beryls Kindheit und ihren Weg als erste lizenzierte Trainerin für Rennpferde bis zur Fliegerei. Sehr spannend und sehr intensiv begleitet man die Protagonistin auf ihrem steinigen und oftmals sehr schmerzhaften Weg. Ich habe einiges über die Zeit der britischen Protektorate und Kronkolonien gelernt. Zudem bringt die Autorin den Leser*innen Kenia durch die wundervollen landschaftlichen Beschreibungen näher.

    Ich dachte jedoch, ich würde mehr über die Flugpionierin erfahren und war in dieser Hinsicht etwas enttäuscht. Zudem hätte ich mir auch mehr Informationen über die Politik und auch mehr Landschaftsbeschreibungen gewünscht.

    Nach der Lektüre informierte ich mich deshalb weiter und intensiver über Beryl Markham, ihr weiteres Leben und die britische Kolonialzeit. Insgesamt aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch!
  20. Cover des Buches Colours of Africa (ISBN: 9783649617037)
    Ellen Alpsten

    Colours of Africa

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Sommerregen
    Ava hat vor einer Weile die Schule beendet, doch mit ihrem nicht so guten Abi stehen ihr auch nicht gerade alle Türen offen. Weil ihre Freundinnen und Freunde offensichtlich alle bessere Chancen haben und sie keine Lust auf Irgendetwas mehr hat, bleibt sie einfach tagelang in ihrem Zimmer.. Nichteinmal ihre französische Freundin Camille ist in der Lage, ihre Laune zu bessern, denn selbst sie wurde an einer Universität angenommen und wird Medizin studieren.
    Doch ist Avas Mutter aufgrund des Besuches einer ihrer langjährigen Freundinnen Eva endlich in der Lage, Ava aus ihrem Bett zu lotzen.
    Diese Begegnung mit der Schauspielerin Eva wird Avas Leben drastisch verändern..
    Eva ist nämlich sehr engagiert: Sie ist die Leiterin einer Hilfsorganisation in Kenia: "Mut zur Farbe" heißt das Projekt. Und kurzerhand beschließt die kunstinteressierte Ava, ein zweimonatiges Praktikum bei dieser Organisation zu machen. Allein- in Kenia.
    Zwar möchte ihr Freund Mogens sie nicht nach Nairobi fliegen lassen, aber wie so oft hört Ava nicht auf ihn und begibt sich auf die Reise.
    In Kenia angekommen stellt sie fest, dass es dort viele verschiedene Welten gibt: Kenia ist aufregend, farbenfroh, lebenslustig, gefühlvoll, aber auch arm und tödlich..
    Wie gut, dass Ava auf der Arbeit von ihrer neuen Freundin Tanu und dem gut aussehenden Mats unterstützt wird, sodass sie das wahre Kenia kennenlernt. Schnell stellt sie sich die Frage, ob sie wirklich so unprofessionell war und sich direkt am ersten Tag in Mats verliebt hat. Schließlich ist sie mit Mogens zusammen, was man aber eher nicht als Beziehung bezeichnen kann, da Ava seine Anrufe nie entgegen nimmt und sehr trotzig auf ihn reagiert.
    Als wären ihre Gefühle nicht schon überwältigend und verwirrend genug, lernt sie eines Nachts in einem Club den charmanten James Cecil kennen, ein reicher Mann, der ihr eine vollkommen andere Welt offenbart.
    Doch ist Mats nicht gut auf James zu sprechen und für Ava ist es bereits zu spät: Sie empfindet auch etwas für ihn.
    Und so lässt sie sich auf ein Treffen mit ihm ein- ob das eine gute Idee war?
    Und welches Geheimnis birgt der kleine Junge John, der an allen Workshops der Organisation teilnehmen darf, unglaublich kreativ aber auch düster und geheimnisvoll ist?
    Wird Ava Licht ins Dunkel bringen können??


    Ich hatte mir erhofft, viel über die einzigartige Landschaft, aber auch über Kontakte mit der kenianischen Kultur lesen zu können. Manchmal wird in dem Buch wirklich die Landschaft beschrieben, oder wie es in den Slums zu sich geht, diese seltenen Passagen haben mir sehr gut gefallen.
    Aber inhaltlich konnte mich das Buch wirklich nicht überzeugen, denn es ist ein ständiges hin und her: Wen liebt Ava und liebt er sie? Wird sie ihr Praktikum verlängern oder lieber doch nicht? Traut sie sich Kenia zu oder doch nicht? Hierbei hält sich die Spannung jedoch in Grenzen.. Und für mich waren ihre Entscheidungen auch vorhersehbar.. Mich hätte es auch sehr gefreut, wenn John etwas mehr thematisiert worden wäre, denn er hatte wirklich potential, Spannung zu erzeugen. Denn nachdem man eine von ihm geschriebene Kurzgeschichte gelesen hatte, hat man gehofft, dass bitte noch etwas von ihm Geschriebenes vorkommt, denn seine kindliche aber trotzdem irgendwie erwachsene Erzählung hat mir gefallen.. Leider blieb es die einzige..
    Mit Ava konnte ich mich absolut nicht anfreunden: Sie hat mich irgendwann einfach nur noch genervt. Schon ganz zu Beginn, als sie unmotiviert in ihrem Bett liegt und auf alles und jeden neidisch ist, war ich nicht gerade begeistert. Aber dann hat sie sich ja aufgerappelt und ich hatte schon Hoffnungen, dass sie richtig nett wird, Kenia ihr Herz öffnet und sie aufblühen lässt..
    Zu ihrem Freund ist Ava wirklich unglaublich unfair, sie behandelt ihn, als wäre er ein Spießer, der sie nur unterdrücken wollte, obwohl er sich nur Sorgen um sie macht, weil er sie liebt. In Kenia angekommen, unterdrückt sie seine Anrufe, was wirklich nicht nett ist.. Man könnte sagen, dass sie ihn einfach nicht richtig liebt, gut, aber damit wäre das Thema Liebe ja noch lange nicht beendet: Mats oder James? Projektleiter oder Sohn eines reichen Grundbesitzers?
    Wenn es um James Cecil geht, kann ich Ava absolut nicht verstehen.. Und auch in anderen Szenen konnte ich wirklich keine Sympathire für sie empfinden, obwohl es, wie ich denke, aber so gewollt gewesen wäre..
    Zum Schreibstil bleibt mir zu sagen, dass ich immer wieder über Ausdrücke gestolpert bin und verwundert war, mich gefragt habe, ob man das wirklich so sagen kann... Es war ein wirklich holperiges Lesen, kein flüssiges oder tragendes...
    Manchmal habe ich mich gefragt, ob da etwas falsch übersetzt worden ist, ich bin mir aber nicht sicher, ob das Buch überhaupt übersetzt wurde. Die Autorin, Ellen Alpsten, wurde in Kenia gebohren, zog nach Deutschland, studierte hier und lebt jetzt in London. Daher weiß ich nicht, ob "Colours of Africa" übersetzt worden ist oder nicht..

    Ich bin von dem Buch wirklich enttäuscht, vor allem, weil ich den Coppenrath-Verlag sehr schätze und ich auch schon sehr viele sehr schöne Bücher von ihm gelesen habe. Deswegen war die Überraschung sehr groß.. Der Coppenrath-Verlag steht sonst für mich für anspruchsvolle Kinder- und Jugendbücher, die einen zum Beispiel auch an fremde Orte entführen- aber dieser Effekt blieb hier leider aus..

    Das Buch soll für 12-15 Jährige sein, was meiner Meinung nach nicht passt, aber vielleicht gefällt es 10 Jährigen Mädchen- ich weiß es nicht..

    So würde ich es jedoch nicht weiterempfehlen- sehr, sehr schade...
  21. Cover des Buches Nirgendwo in Afrika (ISBN: 9783453811294)
    Stefanie Zweig

    Nirgendwo in Afrika

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhaltsangabe:

    Walter Redlich, Jurist, wandert Ende 1937 von Deutschland nach Kenia aus, um sich und seine Familie vor den Nazis zu schützen, denn er und seine Frau Jettel sind jüdischer Abstammung, ebenso ihre kleine Tochter Regina.

    Walter findet eine Anstellung auf einer Farm, kann kaum ein Wort englisch und kann mit Hilfe der anderen jüdischen Emigranten ein einfaches Leben fristen. Jettel, in Leobschütz eine kleine Lebedame und nur Dienstboten gewohnt, findet sich nur schwer in dem Leben in Kenia zurecht, während Regina von ihrem neuen Leben auf der Farm begeistert ist. Sie baut Freunschaften zu den Einheimischen Schwarzen auf und lernt ihre Sichtweise kennen.

    Doch immer wieder holt sie die Vergangenheit ein. Als der Krieg in Europa ausbricht, beginnt eine neue bange Zeit. Nur schwer findet sich Walter damit ab, das er ein Refugee ist, ein Ausgestoßener. Er fühlt sich ohne Heimat leer und ausgebrannt und kann seine Trauer kaum überwinden. Regina wird auf eine teure Schule geschickt und sie lernt auf ihre Art und Weise, mit den Problemen zu Hause fertig zu werden.

    Als der Krieg jedoch vorbei ist, beginnt für Walter erneut die Zeit des Aufbruchs. Denn obwohl viele von ihren Freunden und Bekannten den Krieg nicht überlebt haben, möchte er nach Deutschland zurück.

    Mein Fazit:

    Ich habe mich mit diesem Roman sehr schwer getan. Es ist mein erster Afrika-Roman und ich bin mir nicht sicher, ob ich wieder einen lesen werde. Der Klappentext klang ganz vielversprechend und mit einer gewissen Erwartungshaltung habe ich dann begonnen zu lesen.

    Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich. Ich kam damit fast nicht zurecht, tat mich schwer mit den Erzählungen. An einigen Stellen habe ich den Sinn des Satzes auch nicht verstanden. Zwei oder drei kleine Handlungs-Stränge sind nicht abgeschlossen worden und nach meinem Geschmack wurden manchen Personen, die nur kurz auftauchten, zuviel Bedeutung beigemessen.

    Mir persönlich war es zu wenig Erzählungen von Afrika. Mir fehlten die Bilder der Landschaft, die ich beim Lesen glaubte sehen zu können. Erst im letzten drittel kam es so ein bißchen hervor und auch die Handlung wurde lebhafter und interessanter.

    Ein Buch, dem ich nicht soviel abgewinnen kann, aber auf die Verfilmung wäre ich doch sehr neugierig!

    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Januar 2009.

  22. Cover des Buches Das Tagebuch der Ellen Rimbauer (ISBN: 9783492265614)
    Joyce Reardon

    Das Tagebuch der Ellen Rimbauer

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Als die junge Ellen, eine Tochter aus gutem Hause, den reichen Industriellen John Rimbauer heiratet, glaubt sie, das große Los gezogen zu haben. Doch ihr erheblich älterer Ehemann hat eine dunkle, triebhafte Seite, die sie zunehmend abstößt. Auch das riesige Herrenhaus bietet der jungen Frau keine Zuflucht. Es wurde auf einem alten Indianerfriedhof errichtet und scheint eine lebendige, unersättliche Entität zu sein, die unentwegt Seelen einfordert. Ganz auf sich allein gestellt, vertraut Ellen sich ihrem Tagebuch an – dem einzigen Zeugen eines Lebens, das zu einem wahren Albtraum gerät.

    Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Geschichte hat mir so gut gefallen und dazu noch dieser leichte, flüssige Schreibstil, dass fand ich einfach Perfekt. 
    Man kann sich richtig in Ellen hineinversetzen. Zuerst die große Liebe und dann artet die Liebe in Hass aus. Irgendetwas muss sie unternehmen. Ihre Kinder sind auch in Gefahr, da das Haus sich gegen die Bewohner wendet. 
    Das riesige Haus ist wie ein Dämon, der über Ellens Leben bestimmen will. Und sie kann nichts anderes tun, als zu gehorchen. 
    Die Idee, dass das Haus, eigentlich gar kein Haus ist, sondern eher ein eigenes Wesen, fand ich auch sehr gut dargestellt. 
    Das Buch war für mich einfach nur super spannend. 
    Die Geschichte wird in Tagebucheinträgen geschrieben, so dass man in die Gefühle und das Denken von Ellen richtig hineinversetzten kann. Jeder der auf spannende Fantasygeschichten steht, kann ich das Buch nur empfehlen. 
  23. Cover des Buches Damenprogramm (ISBN: 9783426516225)
    Michael Hasenpusch

    Damenprogramm

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Drachenbaby
    Kurzbeschreibung:

    Meine erfolgreiche Frau, der Termitenjäger, die Putzhilfe und ich
    Wie konnte ihm das bloß passieren? Eben noch saß Thomas in Anzug und Kravatte in deutschen Konferenzräumen und hielt große Reden. Jetzt steht er im permanent verschwitzen Polohemd in Afrika und versucht für seine Frau ein Abendessen zu kochen. Eben war er noch ein beruflich erfolgreicher Mann, jetzt ist er eine männliche First Lady und sein Leben nur noch Damenprogramm. Das stellt nicht nur ihn selbst, sondern auch die Beziehung der beiden auf eine harte Probe…


    Cover:

    Das Cover finde ich ein wenig eintönig. Wenn ich das Buch so in der Handlung stehen gesehen hätte, hätte ich es mir wahrscheinlich nicht gekauft. Die Metapher dahinter mit den vielen rosa Flamingos und dem einen blauen passt jedoch wie die Faust aufs Auge.


    Inhalt:

    Am Anfang fand ich die Story ja noch ganz lustig, doch es gab absolut keine Steigerungen und keine Höhepunkte. Die Geschichte zieht sich vom Anfang bis zum Ende eintönig durch. Von der in der Kurzbeschreibung beschriebenen „harten Probe“ der Beziehung ist absolut nichts zu spüren.
    Generell gibt das Buch sehr, sehr wenig über die Beziehung der beiden preis, obwohl man die ganze Handlung lang darauf wartet, dass endlich irgendetwas passiert. Dem ist aber leider nicht so.
    Positiv ist, dass man den Gedankengängen und Handlungen des Protagonisten gut folgen und diese auch sehr verstehen kann.
    Im Großen und Ganzen kann ich ohne zu spoilern nur sagen, ich habe mich – wie der Protagonist - leider ziemlich gelangweilt.


    Persönliche Worte an den Autoren:

    Lieber Michael!
    Ich habe vor jedem Autor einen heiden Respekt, wenn er es schafft ein Buch herauszubringen, da ich selber als Hobbyautorin tätig bin, es jedoch nicht schaffe, den Faden bei einem Buch zu behalten. Ihre Geschichte hätte jedoch sehr viel mehr potenzial gehabt, wenn Sie mehr Spannung und ein klein wenig mehr Dramatik hinein gebracht hätten. Der Protagonist nimmt alles einfach so hin, ohne Wenn und Aber.
    Wenn dem so ist, wie der Protagonist handelt, dann sollte zumindest ersichtlich sein, aus welchem Grund er alles für diese Frau tut und diese Strapazen auf sich nimmt, denn in dem Buch scheint NICHTS von ihr zurück zu kommen.
    Es ist also absolut nicht nachvollziehbar, wieso er überhaupt mitgegangen ist, denn auf den Leser wirkt diese Johanna wie eine eigensinnige Karrierefrau, der alles um sich egal ist, solange sie ihrem Weg folgen kann. Das mag vielleicht auch so sein, doch was gibt sie ihm? Sie wollte ihm ja noch nicht mal für fünf Minuten bei den Formularen helfen. Sie steckt in nichts zurück und er muss alles geben. Und das für NICHTS – kommt es einem beim Lesen vor.
    Weshalb hat er sich in Afrika keinen Job gesucht? Wenn ihm doch so stink langweilig war?
    Das sind alles Kleinigkeiten, die das Buch interessanter hätte machen können.
    Ich weiß nicht, wie Ihre anderen Werke sind, da ich nur dieses gelesen habe, dieses jedoch könnte wirklich spannender sein. Vielleicht lässt sich das ja machen – mit einer oder derselben Geschichte aus Johannas Sicht?
    Auf jeden Fall wünsche ich ihnen noch alles Gute und viel Erfolg!

    Hochachtungsvoll,
    Jacqueline Schroffenauer

  24. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492405003)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Jeden Tag nach den eigenen Wünschen und Vorlieben leben? Die Freiheit, zu bleiben oder zu gehen, wie es einem beliebt? Im eigenen Tempo reisen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen? Diese Autorinnen und Autoren erzählen vom Reisen mit sich selbst und wie es die eigene Wahrnehmung verändert. Denn das Solo-Reisen öffnet verborgene Türen und fremde Herzen, es macht verwundbar, aber auch empfänglich für die Wunder der Ferne. Diese Geschichten zeugen von der Lust, einfach allein loszuziehen und doch nicht einsam zu sein. Für Alleinreisende und all jene, die es werden wollen.

     

    》EIGENE MEINUNG:

    „Es mag abgeschmackt klingen, aber alleine zu reisen hat mein Leben verändert - zum Guten. Und zwar insbesondere, weil es häufig wenig Spaß macht.“ 

     

    Die Gestaltung dieses Buches hat bei mir gleich ein gewisses Fernweh ausgelöst: Das Titelbild macht Lust selbst an der Stelle zu stehen, die Beschriftung ist modern und schlicht, der Buchrücken in Sonnen-(National-Geographic)Gelb gehalten! Toll finde ich auch, die zu Beginn des Buches zweiseitig eingepflegte, Ansicht der Weltkarte – geteilt in Nördliche und Südliche Hemisphäre.

     

    Der 4. Band der Travel Episodes-Reihe beschäftigt sich mit dem Thema Alleinreisen, was ich selbst nicht praktiziere. Mit Vorworten von Christoph Rehage und Johannes Klaus – besonders Ersteres fand ich mit den Worten zu Reisenden vs. Touristen besonders sympathisch – wird man in die Buchmaterie eingeführt. Im Anschluss folgen 19 Reiseberichte, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Sowohl der Stil, als auch Persönlichkeit und bereistes Land des Autoren. Naher Osten, Südkorea, Jamaika, Bolivien und viele weitere Orte konnten mich ebenso begeistern, wie die meisten der Geschichten. Weniger begeistert war ich immer dann, wenn es nicht um die eigenen Eindrücke oder Erfahrungen ging, sondern darum zu werten. Vor allem der erste Bericht ist mir hier eher negativ aufgefallen – vor allem im Vergleich zu den offenen Eingangsworten von Christoph Rehage. Auch nicht alle folgenden Berichte trafen meine Reisegeschmack oder Lebensstil, aber sie waren durchgehend spannend, interessant, lehrreich oder berührend! Ob Wüstentrip, Tage am Flughafen in Kuala Lumpur, Trekkingsreise, Erlebnisse in der Opiumhöhle, Selbsterkenntnis nach dem Jakobsweg oder Abschied in Kenia

     

    Das titelgebende „Alleinreisen“ findet sich in den Erzählungen auf die unterschiedlichste Weisen wider. Manchmal ganz selbstbewusst, manchmal nachdenklich, bewusst, selbstreflektiert, traurig, einsam, gelangweilt, motivierend oder zur Bewältigung der eigenen Lebenssituation. Für mich aber stets authentisch und sehr gut beschrieben. Je nach Geschmack wecken sie Reiselust für das Land – manchmal überraschenderweise für eines welches man gar nicht auf dem Plan hatte, wie bei mir Südkorea.

     

    Der Schreibstil war immer flüssig, der Text durch herausgestellte Passagen angenehm gegliedert und nie zu lang. Vor jedem Bericht finden sich Titel, Reiseort, Autorenname, kurze einleitende Worte und ein Schwarz-Weiß-Bild der Reise. Im Mittelteil des Buches gibt es ergänzend mehrere Seiten mit bunten Fotografien zur Ergänzung. Am Ende werden alle Autoren mit einem kurzen Absatz genauer vorgestellt; oft auch mit Hinweisen auf ihre weiteren Publikationswege, Blogs, etc.

     

    "Diese Vollkommenheit des Augenblicks gehört nur mir. Deshalb reise ich allein. Nur alleine bin ich frei."

     

    1 - Geschichten von Fernweh und Freiheit

    2 - Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer

    3 - Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt

    4 - Über die Lust am Alleinreisen

     

     

    》FAZIT:

    Reiseberichte zum Thema Alleinreisen; sehr ausbalanciert, sowohl was Autoren, Beweggründe, Gefühlslagen, Philosophien und Orte betrifft.  

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