Bücher mit dem Tag "judentum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "judentum" gekennzeichnet haben.

738 Bücher

  1. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (789)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel


    Aufgrund des Titels hätte ich mir dieses Buch sicher nicht gekauft, aber nachdem mich die Autorin bereits positiv überrascht hat, wollte ich es gern lesen. Der Roman greift auch frühere Themen wieder auf. Ein scheinbar in ruhigen Bahnen verlaufendes Leben und die plötzliche Wende durch eine verschwiegene Vergangenheit.


    Im Roman begleiten wir Hope, die Massachusetts eine Bäckerei führt; ein Familienunternehmen mit traditionellen Backwaren, die an sich gut ankommen, aber wirtschaftlich kann sie kaum gegen Bäckereiketten ankommen und so steht das Geschäft eines Tages kurz vor dem Aus. Damit nicht genug kämpft Hope mit dem Ex-Ehemann um Erziehungsfragen, erlebt die täglichen Auseinandersetzungen mit ihrer pubertierenden Tochter und kümmert sich noch um die Großmutter, Rose, mit einer beginnenden Demenz.


    In einem 'lichten' Moment vertraut die ihr eine Liste mit Namen an, französische Namen, die ihr etwas bedeuten, aber was, verrät sie nicht. Hope hat diese Namen niemals gehört und kann sich keinen Reim darauf machen, aber sie beginnt nachzuforschen und deckt ein Familiengeheimnis auf. Ohne zu viel zu verraten stellt sich heraus dass die Großmutter eine aus Paris geflohene Jüdin ist, die ihre Familie und auch ihre grosse Liebe in Auschwitz verloren hat.

    Hope gibt die Hoffnung nach anfänglicher Skepsis dennoch nicht auf und die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung...


    Der Roman war gut zu lesen, nach stellenweise etwas langatmigen Passagen nimmt das Schicksal die LeserIn mit und am liebsten möchte man Hope bei der Suche unterstützen und Rose Mut machen und bitten nicht aufzugeben, noch nicht.


    Lesenswerte und bewegende Geschichte; Cover und Titel zu seicht.

  2. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (459)
    Aktuelle Rezension von: hummmel

    finished: 27. Januar 2022

    2,5/5 Sterne

    Für den Deutschunterricht angefangen, für mich beendet. Der Schreibstil ist echt interessant, weil jedes Detail von Bedeutung ist. Jedes vorbeifahrende Auto, jedes einzelne Haar wird erwähnt. Alles. So erfahren die Leser viel über die Charaktere selbst, sodass sie gut Form annehmen können.

    Viele Szenen fand ich jedoch ziemlich fragwürdig, aber die Zitate machen dieses Buch dann doch wieder lesenswert

  3. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (325)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Das Cover hat mich angelacht und ich bin immer wieder an dem Buch vorbei gekommen und immer wieder sah ich es auch in Zeitschriften. Dann habe ich mich mit ihm und dem Thema beschäftigt und jetzt habe ich es gelesen. Es ist das Jahr 1942 und Friedrich kommt nach Berlin. Er ist Schweizer und möchte sich anschauen, was man sich über die Deutschen erzählt. Was geht da wirklich vor sich und ist die politische Lage wirklich so ernst? Er lernt durch einen Zufall Stella kennen und folgt ihr in einen Club und wird ein Fan, ihr Liebhaber und kennt die Frau doch nicht. Juden werden deportiert und die Lage spitzt sich immer mehr zu und plötzlich sieht sich Friedrich mitten drin in den Ereignissen und Geschehnissen und sein Herz spielt verrückt. Takis Würger hat die wahre Geschichte von Stella in eine großartige Liebesgeschichte gewandelt und man taucht in die Geschichte ein. Schon wieder ein Buch das in den 40ern spielt, ja, aber Würger macht das so lebhaft so toll, dass man nicht los kommt von dem Buch. Es wird immer bedrückender und Takis Würger lässt alle Gefühle aufflammen.      

  4. Cover des Buches Das Mädchen, das den Himmel berührte (ISBN: 9783404167777)
    Luca Di Fulvio

    Das Mädchen, das den Himmel berührte

     (465)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Dies ist nun der zweite Roman, den ich von Luca Di Fulvio gelesen habe - und ich bin nicht weniger begeistert. Erneut hat mich der Schreibstil des italienischen Autors fasziniert, der Roman ist sehr gut zu lesen und hat mich vollkommen überzeugt.
    "Ein dicker Wälzer" dachte ich zunächst als ich das Buch erstmalig in den Händen hielt: Dennoch war die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend und in kürzester Zeit hatte ich den "dicken Wälzer" durchgelesen. Leider, kann ich da nur sagen, denn die Geschichte hat mich sehr berührt!

    Rom gilt als erster Schauplatz des Romans, wo die Straßenkinder Mercurio, Benedetta, Zolfo und Ercole sich mit Betrügereien ihren Lebensunterhalt verdienen. Nach einem "Zwischenfall" müssen sie aus der Stadt flüchten und machen sich auf den Weg nach Venedig. Auch das jüdische Mädchen Giudetta findet gemeinsam mit ihrem Vater in Venedig eine neue Heimat.

    Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert und Luca Di Fulvio versteht es, den Leser an dieser längst vergangenen Zeit teilhaben zu lassen, als wäre man selbst mittendrin. Der Leser findet sich plötzlich im Judenviertel wieder, erfährt einiges über die Franzosenkrankheit und leidet mit den Huren, die ein schreckliches Leben führen müssen. Ebenso finden sich in der Geschichte der christliche Fanatismus wieder, Ganoven, die die Stadt Venedig regieren und das Leben armer Menschen. Neben den sympatischen Hauptfiguren, treten immer wieder zahlreiche Nebenfiguren in den Vordergrund, die nicht weniger interessant sind.

    Auch die Liebe hat ihren festen Platz in der Geschichte und natürlich werden den Liebenden immer wieder Steine in den Weg gelegt, die es beiseite zu räumen gilt. Die Sprache ist einfach gehalten , aber gut ,unterhaltsam und spannend zu lesen und ich habe mich wirklich keine Sekunde gelangweilt, eher im Gegenteil, ich habe dieses Buch inhaliert und mich auf jede Stunde des Lesens gefreut,da das Buch durchaus zu fesseln weiß;. Sicherlich sind einige Ungereimtheiten in diesem Buch zu lesen, z.B. kann ich mir nicht vorstellen, dass es damals schon Kleider " von der Stange " gab, aber das hat mich bei diesem überaus unterhaltsamen Buch nicht gestört.
    Wer also für eine gewisse Zeit abschalten will, sich in das Venedig des 16. Jahrhunderts auf unterhaltsame Weise entführen lassen will, ist mit diesem Buch gut beraten.Ich denke auch alle Fans von Charlotte Thomas kommen auf ihre Kosten.

  5. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (556)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  6. Cover des Buches Die Holunderschwestern (ISBN: 9783453419230)
    Teresa Simon

    Die Holunderschwestern

     (196)
    Aktuelle Rezension von: rapoed

    Ich bin absolut begeistert und sehr bewegt von dieser Familiengeschichte. Die Holunderschwestern haben mir unvergessliche Lesestunden beschert. Katharina Raith hat sich mit ihrer eigenen Werkstatt einen Traum erfüllt und arbeitet erfolgreich als Restauratorin gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Geschäftspartnerin Isi.

    Eines Tages steht plötzlich Alex Bluebird aus London in ihrer Privatwohnung und übergibt ihr Tagebuchaufzeichnungen ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny. Katharina ist vollkommen perplex, denn soviel sie weiß, hat Fanny Deutschland nie verlassen. 

    Eine total aufregende, fesselnde Reise in die Vergangenheit ihrer Vorfahren beginnt und deckt unglaubliche Familiengeheimnisse auf.

    Der Schreibstil der Autorin ist so bildgebend, tiefgründig, gefühlvoll, authentisch, realitätsnah und versetzt mich dabei in einen Zustand, als wäre ich unmittelbar dabei, lässt mich die Emotionen der Protagonisten am eigenen Leib spüren und fühlen. 

    Gelebte Geschichte, die für uns nicht besser aufbereitet werden kann.

    Für mich auf jeden Fall eine absolute Bereicherung. 

    Ich freue mich auf weitere Romane der Autorin und kann auch für dieses Buch nur eine klare, deutliche Leseempfehlung aussprechen. 

  7. Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)
    Ulrike Renk

    Jahre aus Seide

     (132)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Das Cover spricht mich an, ich mag die Gestaltung sehr gerne. Mit der Bewertung möchte ich mich knapp halten, es war ein angenehmes Buch, jedoch war der Schreibstil anfangs sehr trocken, hat sich aber zum Ende hin sehr gesteigert.

    Ich konnte mich gut in die verschiedenen Charaktere reinversetzten, jedoch hat der erste Teil mich nicht dazu animiert, den zweiten Teil anzufangen, obwohl dieser schon lange in meinem Bücherschrank wartet!

    Fazit: 

    Angenehm zu lesendes Buch. 

  8. Cover des Buches Das Haus der schönen Dinge (ISBN: 9783426519370)
    Heidi Rehn

    Das Haus der schönen Dinge

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Corrado

    Der Roman beginnt im Jahr 1897 mit der Eröffnung des fiktiven Kaufhauses Hirschvogl im Herzen von München und führt den Leser bis in die Nachkriegszeit ins Jahr 1952. Er erzählt die wechselvolle Geschichte dreier Generationen der jüdischen Familie Hirschvogl vor dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik bis hinein in die Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem unaufhaltsamen Weg in den Zweiten Weltkrieg. Drei Frauen vor allem sind es, die die Geschicke des Kaufhauses über die Jahre lenken: Thea, ihre Tochter Lily und ihre Enkelin Edna. Drei starke Frauen, die mit Phantasie, Tatkraft und einer gehörigen Portion Geschäftssinn das Hirschvogl zum ersten Haus am Platz machen und es auch über schwere Zeiten hinweg erhalten - bis es schließlich, wie alle jüdischen Geschäfte, ein Opfer der bösen braunen Zeit wird...

    Mit fundiertem Hintergrundwissen ausgestattet beschreibt Heidi Rehn die Welt der Kaufhäuser, der Orte, an denen "die schönen Dinge" ihren Platz haben, und ihrer Anfänge. Fasziniert lässt sich der Leser durch die Konsumtempel von einst führen, die exzellente Warensortimente von hoher Qualität zum Kauf anboten oder auch nur zum Schauen einluden. Die Autorin schildert dies so anschaulich und verführerisch, dass bei so manchem Leser der Wunsch geweckt werden mag, eine Zeitreise in die so liebevoll eingerichteten Märkte von damals zu unternehmen, für die das Hirschvogl stellvertretend ist und die so gar nichts mit den Kaufhäusern heutzutage gemein haben, um sich staunend dem Sinnesgenuss hinzugeben.

    Aber es ist nicht nur die schillernde Welt der Warenhäuser, die den Roman so reizvoll macht, - es sind vor allem auch die Charaktere, die Heidi Rehn zeichnet und an deren Schicksal man bis zur letzten Seite lebhaft Anteil nehmen muss, die bewegen, anrühren, beschäftigen, selbst dann, wenn man sie und ihre so unterschiedlichen Handlungsweisen nicht mag noch billigt. Und da die Sprache der Autorin so klar wie prägnant ist, bedarf es nicht vieler Worte, um sich ihre Figuren auf das Lebhafteste vorstellen zu können!

    Von Tragödien bleiben weder die Hirschvogls noch deren treue oder weniger treue Freunde verschont - wie denn auch, in einer Zeit, als den Deutschen jüdischen Glaubens das Leben zunehmend erschwert wurde, sie nicht nur den Schikanen eines unmenschlichen Systems sondern auch unzähliger ihrer Mitbürger ausgesetzt waren. Als Leser kann man hier nicht bloß Zuschauer sein! Man ist, ob man das nun möchte oder nicht, unwillkürlich mittendrin, ist entsetzt, voll ohnmächtigem Zorn und voller Trauer. Dies umso mehr, als man weiß, dass das, was den Hirschvogls zugestoßen ist, keineswegs der Phantasie der Verfasserin entsprungen ist, dass es tausendfach so oder so ähnlich geschehen ist. Auch was die Vorgänge in Hitlerdeutschland anbelangt, erweist sich die Autorin als genaue Kennerin der Materie!

    Als Schriftstellerin von hohem Niveau lässt sie sich zu keinem Zeitpunkt zu Sentimentalitäten hinreißen, ihre Sprache ist immer klar und sachlich, ihre Aussagen sind präzise. Und sicher übt ihr Roman gerade auch deshalb eine so nachdrückliche Wirkung auf mich als Leser aus. Sie zerredet nichts. Vieles lässt sie ungesagt, lässt sie zwischen den Zeilen erahnen. Sie überlässt dem Leser so manche Schlussfolgerung, gibt ihm Raum zum Nach- und Weiterdenken, Raum auch für eigene Interpretationen.

    Gerade das ist es, was für mich den Roman so besonders macht, denn es hebt ihn ab von der Flut der Bücher, die in der gleichen Epoche angesiedelt sind und die mit ausführlichsten Schilderungen der ungeheuerlichen und unfassbaren Dinge angefüllt sind, die keiner Erwähnung mehr bedürfen, weil hinlänglich bekannt ist, wie Nazideutschland mit der jüdischen Bevölkerung umsprang...

    So gesehen ist "Das Haus der schönen Dinge" ein wenig spektakulärer, ein leiser Roman, der gerade deshalb so eindringlich ist, so berührend, dass man ihn nach dem Lesen nicht einfach beiseitelegen und rasch vergessen kann. Mir selbst wird er, bedrückend und verstörend, aber nachhaltig, im Gedächtnis bleiben!

  9. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

     (763)
    Aktuelle Rezension von: Elchdame

    Ich bewerte hier das Hörbuch, das ich leider nicht eintragen kann. Gelesen habe ich das Buch nicht, aber mehrfach gehört.

    Ich liebe dieses Hörbuch einfach und ich höre es immer wieder. 

    Stephen Foxx, ein Student aus den USA nimmt als freiwilliger Helfer an einer archäologischen Ausgrabung in Israel teil. Dort findet er in einem Grab aus etwa dem Jahr 30 n.Ch. die Bedienungsanleitung für eine Sony Videokamera. Natürlich fragt er sich, was das Ganze zu bedeuten hat. Nach einigen Überlegungen kommt er zu dem Schluss, dass es sich bei dem Skelett in dem Grab um einen Zeitreisenden aus der Zukunft handeln muss, denn wie sich herausstellt, wird die Kamera, zu der die Bedienungsanleitung gehört, in frühestens drei Jahren auf den Markt kommen.

    Doch was hat es zu bedeuten, dass die Bedienungsanleitung in dem Grab lag? Er kommt zu dem Schluss, dass irgendwo in Israel die Kamera versteckt sein muss. Und dass der Zeitreisende vor 2000 Jahren nur ein Motiv zum Ziel gehabt haben kann: Jesus Christus.

    Zum selben Schluss kommt auch John Kaun, Geldgeber der Ausgrabung, der nach dem Fund an der Ausgrabungsstelle auftaucht und Experten zu Rate zieht, die mit ihren jeweiligen Fähigkeiten dazu beitragen sollen, das Versteck dieser Videokamera zu finden.

    Zwischen Stephen Foxx samt seinen Freunden Judith und Yehoshua Menez auf der einen Seite und dem Multimillionär John Kaun auf der anderen Seite entbrennt ein atemberaubender Wettlauf, in dessen Verlauf sich der Vatikan einschaltet, ein abgeschiedenes, fast vergessenes Kloster mit einer handvoll Mönchen und schließlich auch das israelische Militär eine Rolle spielen.

    Die Charaktere werden in diesem Buch sehr glaubhaft dargestellt und ich kann sie mir lebhaft vorstellen. Es wird zudem eine gute Spannung aufgebaut. Gelesen wird das Buch von Matthias Koeberlin sehr ansprechend und mitreißend. Er ist großartig!

    Schließlich das Resümee, welches Stephen Foxx aus den ganzen Ereignissen zieht – ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. Aber ich finde das Resümee auch als gläubiger Christ als Gewinn. Auch wenn ich es nicht eins zu eins bejahen würde und mir das Geschenk der Vergebung fehlt, ist es doch für mich nachvollziehbar und ansprechend.

    Ich kann dieses Hörbuch wirklich von ganzem Herzen empfehlen – auch gegenüber der gekürzten Version, die ich zwar auch schon mehrfach gehört habe, der aber einfach einiges fehlt. Denn die Kürzungen sind zum Teil doch recht erheblich. Lasst Euch auf die unglaubliche Geschichte ein und verfolgt selbst den spannenden Wettbewerb, das ist meine Empfehlung.

  10. Cover des Buches Nur ein kleiner Sommerflirt (ISBN: 9783570308615)
    Simone Elkeles

    Nur ein kleiner Sommerflirt

     (492)
    Aktuelle Rezension von: bellxkpx

    Amy ist nicht begeistert als sie erfährt, dass sie den Sommer mit ihrem Vater in seiner Heimat in Israel verbringen soll. Sie kennt ihn doch gar nicht, da sie praktisch nur bei ihrer Mutter aufgewachsen ist. Leider kommt es zunächst so, dass sie mitkommen soll. Dort angekommen ist vieles erst einmal ungewohnt. Der Schlimmste von allen ist aber ihr Nachbar Avi, der Amy wirklich auf die Nerven geht, zumindest anfangs…


    Es ist wirklich schade, dass mich dieses Buch von Simone Elkeles nicht überzeugen konnte, da die Trilogie von „Du oder das ganze Leben“ das auf Anhieb geschafft hatte. Dieses Buch war ganz anders. Es war eigentlich schön, dass die Autorin sich Israel als Ort ausgesucht, denn so konnte man dieses Land und das Leben dort sehr gut kennenlernen.

    In anderen Punkten konnte mich das Buch dann aber gar nicht überzeugen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Protagonisten etwas jünger waren, aber schon nach der ersten Seite konnte ich mich nicht mit Amy anfreunden. Sie wirkte sehr kindisch und unreif auf mich. 

    Vieles blieb mir dann auch einfach zu unrealistisch und oberflächlich bezogen auf die Liebesgeschichte zwischen Amy und Avi. Zum Beispiel das plötzliche Umschlagen von Amys Hass auf Avi zu scheinbar richtigen Gefühlen oder dass die beiden sofort so getan haben, als wären sie ein richtiges Paar. Dabei hatte ich aber ständig das Gefühl, sie wussten noch viel zu wenig übereinander. 

    Was mir auch eindeutig zu schnell ging, war die Veränderung oder Entwicklung von Amys Verhalten. Dass sie am Ende auf einmal so erwachsen und abgeklärt wirkte, war mir zu unrealistisch und ein bisschen zu klischeehaft. 


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die weiteren Teile wohl nicht lesen werde. Leider blieb das Buch für mich viel zu oberflächlich und seicht deswegen kann ich nur zwei von fünf Sterne vergeben.

  11. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Claudia-Wenzlaw73

    Die Buchreihe ist besser als die TV Serie 

  12. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.291)
    Aktuelle Rezension von: anastazja

    Das Buch haben wir damals in der Schule gehabt. Ist aber trotzdem echt interessant.

  13. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Jodi Picoult gehört zu den Autorinnen, von denen ich nahezu alle Bücher besitze, aber bislang kaum etwas gelesen habe. Da mich ihr neuestes Werk „Bis ans Ende der Geschichte“ allerdings direkt angesprochen hat, wollte ich es sofort lesen und wurde nicht enttäuscht.

    Zwar muss ich zugeben, dass der Anfang sehr schleppend verlief, die Geschichte aber immer mehr in Schwung kam und mich danach in ein absolutes Gefühlschaos gestürzt hat, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen gelegt habe. Die Geschichte wird dabei sehr flüssig und eindringlich erzählt, die Dialoge sind mal melancholisch, mal humorvoll und mal erschreckend, aber immer sehr passend und glaubwürdig. Dazu muss man sagen, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat und über den zweiten Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Seiten erzählt. Gleichzeitig sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man diese zwar nicht zwingend ins Herz schließt, dafür aber sehr gut kennen lernt.

    Sage fand ich von Anfang sehr sympathisch und habe oftmals mit ihr mitgefühlt. Sie arbeitet als Bäckerin und hat nur mit sehr wenigen Menschen zu tun, da sie sehr menschenscheu ist und gleichzeitig den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss. Um den Tod zu verarbeiten, besucht sie seit einiger Zeit eine Trauergruppe und trifft dabei auf viele Gleichgesinnte, die ihr Mut machen. Besonders Josef, 93 Jahre alt, wächst ihr dabei ans Herz, allerdings lernt sie erst viel zu spät seine Vergangenheit kennen, denn diese ist sehr erschreckend und man kann zunächst gar nicht glauben, dass dieser gutmütige, alte Mann der Welt so viel Leid angetan hat.

    Josef war während des zweiten Weltkrieges in Auschwitz, hat eine Nazi-Vergangenheit und war an vielen Ermordungen an Juden beteiligt. Nun bittet er ausgerechnet bei Sage um Vergebung, was für sie nicht nur sehr schockierend ist, sondern auch einen persönlichen Bezug hat, denn Sage ist selbst Jüdin und ihre Großmutter musste selbst hautnah miterleben, wie sie und viele andere Menschen in Auschwitz behandelt wurden.

    Die Gespräche zwischen Sage und Josef waren hierbei sehr interessant, aber auch sehr erschreckend, sodass ich das ein oder andere Mal schlucken musste, denn die Autorin beschreibt die Geschichte sehr eindringlich und man fühlt sich, als sei man mittendrin. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Sages Großmutter, aber auch Leo finden einen Platz in der Geschichte, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Geschichte Leo tatsächlich gebraucht hätte, da er für mich zu unnahbar wirkte.

    Das Cover ist sehr schön gestaltet, fast schon neutral, konnte mich aber dennoch direkt ansprechen. Auch die Kurzbeschreibung hat mir sehr gefallen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

    Insgesamt hat Jodi Picoult mit „Bis ans Ende der Geschichte“ eine erschreckende Geschichte geschrieben, die in mir ein absolutes Gefühlschaos ausgelöst hat. Gleichzeitig hat die Autorin das Leben und das Leid in Auschwitz sehr gut recherchiert, sodass man hierbei eine sehr glaubwürdige und erschreckende Geschichte vorfindet. Ich kann es demnach nur empfehlen.





  14. Cover des Buches Zwischen uns die halbe Welt (ISBN: 9783570308646)
    Simone Elkeles

    Zwischen uns die halbe Welt

     (357)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Nach einem unglaublichen Sommer in Israel hat Amy Nelson-Barak daheim in Chicago der Alltag wieder. Doch der hat sich durch die Begegnung mit ihren jüdischen Verwandten ganz schön verändert. Die Siebzehnjährige führt eine Fernbeziehung mit Avi, der zurzeit seinen Militärdienst ableistet, und möchte konvertieren. Zudem wohnt sie jetzt bei ihrem Vater, den sie vorher kaum gekannt hat. Von der Vorstellung, dass ihre Eltern, die lediglich auf dem College eine kurze Affäre miteinander hatten, wieder zusammenkommen könnten, muss sich Amy verabschieden, denn ihre Mutter hat gerade geheiratet und ist schwanger. Damit ihr Dad nicht mehr allein ist, gibt sie heimlich eine Kontaktanzeige für ihn auf, was der alles andere als lustig findet. Auch Amy ist genervt, allerdings von Nathan Greyson, der neu an ihrer Schule ist und bei seinem Onkel und seiner Tante, ausgerechnet ihren Nachbarn, eingezogen ist. Der mysteriöse Junge nennt sie ständig Barbie. Als er sie urplötzlich küsst, taucht kurz darauf überraschend Avi auf.

    Der erste Band der Sommerflirt-Trilogie war etwas ganz Besonderes. Doch wie das so ist mit Ferien, die gehen irgendwann zu Ende und mit ihnen dieses magische Gefühl. Genau so ist das mit „Zwischen uns die halbe Welt“. Der Zauber verfliegt langsam, und in Sachen Romantik verlagern sich die Hoffnungen schnell auf die Fortsetzung. Begann Amy in Israel, sich Gedanken über ernste Themen zu machen, kommt sie nun viel oberflächlicher rüber. Jetzt beschäftigt sie sich vermehrt mit Teeniekram, den sie eigentlich hinter sich gelassen zu haben schien. Da passt Nathans Spitzname für sie mitunter ganz gut. Trotzdem quasselt sich die Ich-Erzählerin einem wieder ins Herz mit ihrer unverfälschten und direkten Art. So fehlt zwar diesmal ein bisschen der Tiefgang, aber den Humor und das freche Mundwerk hat die Protagonistin behalten. (TD)

  15. Cover des Buches Unorthodox (ISBN: 9783442770205)
    Deborah Feldman

    Unorthodox

     (253)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Wenn ich eine unangenehme Aufgabe zu bewältigen habe, wozu zum Beispiel das Streichen eines Zimmers mit geleimter Wandfarbe unter erschwerten Bedingungen wie bröckelnder Putz gehört, male ich mir immer aus, dass es noch viel schlimmer sein könnte. Ich könnte zu dieser Arbeit gezwungen und überwacht werden, die Raumtemperatur könnte im Minusbereich liegen, die Farbe würde gefrieren und ich mit ihr ...

    Auch bei den Einschränkungen durch Corona bin ich so verfahren, habe mir eine Bestimmung zum Tragen eines Schutzanzugs ausgemalt oder eine Impfpflicht.
    Indem ich gedanklich die Grenzen sehr eng schraube, weitet sich sich mein Bewusstsein, um den Reichtum dieser Welt dankbar wahrnehmen zu können.

    Hätte Deborah Feldman ihre Unschuld beim heimlichen Lesen des Talmuds verloren, wenn ihr jede Lektüre erlaubt gewesen wäre? Sie entdeckt im Talmud die Fehlbarkeit König Davids, was sie zum Hinterfragen bringt.
    Beim Lesen von "Die Erwählten" hält sie dagegen an ihrer Unschuld fest, lehnt die zionistische und abtrünnige Haltung des assimilierten Juden Reuven ab.

    "Es ist eben diese Unschuld, die mir Zeidi eifrig einflößte ... und die ich schließlich beinahe vollständig abgelegt habe, abgesehen von ihren wirklich grundlegenden Wurzeln im Herzen meines Wesens. Jahre später, als ich mit offenen Augen auf die Welt blickte, hatte ich mir diese Unschuld in meinem Herzen noch immer bewahrt."
    Ich nenne das nicht Unschuld, sondern Urvertrauen, lieber noch Gottvertrauen. Deborah Feldmann gefällt vielleicht der Begriff Selbstvertrauen besser.

    Zeidi ist ihr Großvater, Bubby die Großmutter, Überlebende des Holocaust, die sich der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, angeschlossen haben, um einer Wiederholung ihrer Vergangenheit zu entgehen. Bei ihnen wächst Deborah auf und in die strengen Regeln der Satmarer hinein.

    Auf den rasierten Schädeln der Frauen dürfen nur noch Kunsthaarperücken oder gar Shpitzel, ein Turban, getragen werden. Weder Männer noch Frauen werden aufgeklärt, Deborah Feldman wusste nicht einmal um die Existens ihrer Vagina vor den Hochzeitsvorbereitungen. Um die Reinheit und Unreinheit der Mädchen und Frauen wird solch ein Theater gemacht, dass sich die Muskulatur beim Sex verschließt, so dass eine Penetration unmöglich wird.

    Die Überlebenden des Holocaust haben sich von der Opferrolle befreit, indem sie sich nicht mehr von anderen quälen lassen, sondern sich selbst kasteien. Ich tue das in meiner Phantasie. Die Wirkung ist in beiden Fällen dieselbe. Wir wechseln auf die Metaebene zum Beobachter-Ich, wo wir nicht mehr Opfer sind, sondern den nötigen Abstand finden, um Freiheit zu gewinnen. Nur wo Grenzen sind, können sie gesprengt werden. Umso enger sie sind, umso größer die Sprengkraft.

    Deborah Feldmann kennt sich in der Metaebene hervorragend aus. Als Beobachterin beschreibt sie das Leben in der Gemeinde, ohne es zu bewerten. Aus der Rückblende wird aus scheinbaren Defiziten in der Kindheit und Jugend ein göttlicher Plan, der sie zu einer selbstständigen, erfolgreichen, achtsamen, weitblickenden Frau, Mutter und Schriftstellerin werden ließ. Wie vollkommen ist diese Welt!
    Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin auch bei ihrem Ausstieg aus der Gemeinde Beobachterin blieb und sich nicht Schlammschlachten bei der Scheidung der Zwangsehe und dem Kampf um das Sorgerecht ihres Sohnes hingab.

    "Ich habe mich von meiner Vergangenheit befreit, aber ich habe sie nicht losgelassen. Ich schätze diese Augenblicke und Erfahrungen, die mich geformt haben. Ich habe meine Geschichte gelebt ... Es gibt Tage, an denen ich platzen möchte vor Dankbarkeit, so weit gekommen zu sein, weiter, als ich es je zu hoffen wagte."

    Diese letzten Sätze des Buches "Unorthodox" kann ich nur noch unterschreiben und Deborah Feldman von Herzen danken, dass sie ihre Geschichte aufgeschrieben und der Öffentlichkeit preisgegeben hat. Ich wünsche ihr alles Gute für ihre Zukunft und für die ihres Sohnes.

     Vera Seidl 

     

  16. Cover des Buches Vertrauen (ISBN: 9783257071771)
    Dror Mishani

    Vertrauen

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „In einem Vorort von Tel Aviv wird vor einem Krankenhaus ein Neugeborenes gefunden. Am selben Tag verschwindet ein Tourist und lässt sein Gepäck im Hotelzimmer zurück. Inspektor Avi Avraham hat genug von Bagatellfällen und häuslichen Dramen. Deshalb stürzt er sich gleich in den rätselhaften Vermisstenfall. Doch bald merkt er, dass auch das Private Sprengstoff birgt – und gerät in ein Labyrinth aus Gewalt und Täuschung, das ihn bis nach Paris führt und nicht nur mit dem Mossad in Konflikt bringt.“


    Autor Dror Mishani hat sich mit seinem Roman „Drei“ fest bei mir ins Lesergedächtnis eingebrannt. Mit seinem aktuellen Roman „Vertrauen“ gehen wir Leser wieder in die Kategorie Krimi. Ich muss gestehen, man sollte hierbei die ersten Bände der Reihe rund um Ermittler Avi Avraham doch gelesen haben um ein besseres Verständnis für die Person zu erhalten. Ich stand dabei etwas im Regen da ich die andere Bücher der Reihe nicht kannte. Der Plot der Story rund um den Vermisstenfall und alle anderen „Bagatellen“ geben gewisses Futter für eigene Gedanken aber dennoch hält uns der Autor an der Stange. Es gab dennoch langwierige Parts mit für mich mit unverständlichen Aspekten und langweiligen Gesprächen. Der Leser ist bei zwei Fällen gleichzeitig präsent und verfolgt die Arbeit Avrahams mit. Ich konnte trotz allem keine richtige Bindung zu ihm aufbauen und verstand so manches Mal nicht wirklich was Mishani mir damit sagen wollte. Der Krimi war für mich weder Fisch noch Fleisch. Ich bin nicht richtig warm geworden aber schlecht war er wiederum eben auch nicht. Ich reihe mich hier in die Leserschaft ein, die den Roman als „verwirrend“ beschrieben hat, denn genau so habe ich ihn beendet. 3 von 5 Sterne für diesen „Krimi“ der anderen Art. 


  17. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Lesegezwitscher



    *Klappentext*

    Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte der höchst eigenwilligen jungen Mascha, die keine Grenzen kennt. In ihrer Welt kommen viele Kulturen und viele Traditionen zusammen. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat hat sie nicht.

    (©dtv_verlag )


    *Meinung*

    Wow, dieses kurze Buch beinhaltet so viele Themen. Mascha ist traumatisiert von dem Bürgerkrieg in ihrem Geburtsland Aserbaidschan und erfährt in Deutschland eine Retraumatisierung durch einen schweren Schicksalsschlag. 

    Sie kann fünf Sprachen und hat verschiedene Wurzeln. Sie ist Jüdin, Russin, Deutsche.

    Es geht um Zugehörigkeit und um die Frage, wie sehr wir uns mit unserer Herkunft identifizieren (müssen?) und in wie fern sie uns ausmacht. 

    🌳🌳🌳🌳🌳🌳

    Die Geschichte wurde gegen Mitte etwas zäh und das zog sich bis zum Ende hin. Der Roman lebt nicht davon, DASS die Geschichte erzählt wird, sondern WIE.

    Die Autorin hat es aber sehr gut geschafft, das "Innere" der Protagonisten nach Außen zu bringen und es gleichzeitig geschafft, dass sie uns fern bleibt, weil sie einfach niemanden an sich ran lässt.


    *Fazit*

    Für mich ein gutes Buch, welches wichtige Themen anspricht, mich aber ab der zweiten Hälfte nicht mehr richtig packen konnte.

    Hätte ich es nicht empfohlen bekommen, wäre es mir aufgrund des (meiner Meinung nach) nicht gelungen Covers wohl nicht aufgefallen. 

  18. Cover des Buches Maus (ISBN: 9783596180943)
    Art Spiegelman

    Maus

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Definitiv Hochkultur!!! Dieses Buch braucht sich hinter keinem Klassiker zu verstecken. Wer "Comics" für kinderkram hält, wird hier eines besseren belehrt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir die Schicksale der Juden im zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen bis ins Jetzt, besser und eindringlicher vor Augen geführt hat.

  19. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank (ISBN: 9783103972535)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank

     (88)
    Aktuelle Rezension von: marilovesbooks2020

    ... ich habe die GN im Anschluss an die neue Jubiläumsausgabe gelesen. 

    Toll umgesetzt, schön gezeichnet, mit Gefühl und Empathie. Und man bekommt von einigen Dingen, die im Buch beschrieben werden, ein besseres Bild!

    Leseempfehlung!

  20. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Zu meinem Erschrecken gibt es inzwischen Literatur, die lästiges Recherchieren zu Lessings Drama "Nathan der Weise" ersparen und weniger Zeit zur Vorbereitung kosten soll.

    In Anbetracht solcher Worte und da ich seit einundzwanzig Jahren in der Lessingstraße wohne, wird es Zeit, dass ich dem hervorragenden Dichter und Denker ein Denkmal setze.

    Das Buch "Nathan der Weise" habe ich zwei Mal gelesen und mir fünf Inszenierungen auf der Bühne angesehen, wobei mir die des Poetenpacks am besten gefallen hat.

    Wie viel mehr das 1779 erschienende Ideendrama beinhaltet als die Frage, welcher Ring (Religion) der richtige sei, wird deutlich, wenn man das Werk in seinen Kontext einordnet.

    Ein Streit mit dem der lutherischen Orthodoxie angehörenden Theologen Johann Melchior Goeze führte nicht nur zu elf Erwiderungen Lessings mit dem Titel "Anti-Goeze" (1778), sondern auch zur Entstehung der Figur des Patriarchen im Drama, welcher als Antagonist Nathans und Saladins als christlicher Fanatiker dargestellt wird.

    Wenn man sich Lessings religionsphilosophisches Hauptwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" (1780) anschaut, tritt seine deistische Auffassung noch mehr hervor und zeigt die Intoleranz des für seine Religionstoleranz berühmten Aufklärers gegenüber dem Theismus noch deutlicher.

    Der rational denkende Nathan schärft seiner Ziehtochter, Recha, in Anbetracht ihrer Rettung aus dem Feuer ein, nicht an das Wirken von Schutzengeln zu glauben.

    Ebenso sei die Begnadigung des Tempelritters durch Saladin ein Zufall, möchte der Autor dem Leser glauben machen.

    Nach Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie sagte der Neurologe John-Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin 2008: "Unsere Entscheidungen sind, lange bevor unser Bewusstsein ins Spiel kommt, unbewusst vorherbestimmt. Anscheinend trifft das Gehirn die Entscheidung vor der Person."

    Wenn es nach der Aufklärung keine Wunder (mehr) gibt, woher hatte dann Gotthold Ephraim Lessing die Ideen für sein Ideendrama? Der Verstand kann ähnlich wie ein Computer nur das wiedergeben, womit er mittels Erfahrung gefüttert wurde. Werden Computer demnächst von sich sagen: "Ich denke, also bin ich", so wie es Descartes irrtümlicherweise getan hat? Waren Lessings Ideen Zufall so wie die Rettung Rechas und des Tempelritters? Ein Zufall ist, wenn einem etwas zufällt. Von wo fällt es denn? Laut Grawitationsgesetz kann es ja nur von oben fallen.
    Schon Platon wusste lange vor Lessing, dass Ideen als eigenständige Entitäten existieren und dem Bereich der sinnlich wahrnehmbaren Objekte ontologisch übergeordnet sind.

    Ohne Lessings Drama "Nathan der Weise" wären meine kritischen Gedanken zu seinem Werk nicht entstanden. Deshalb möchte ich ihn durch folgendes Gedicht ehren.

    Nathan der Weise

    Nathan der Weise
    Spricht leise
    Oder schweigt
    Seiner Tochter zugeneigt
    Seine Vermutungen
    Abwägungen
    Dass seine Ziehtochter
    Viel gemochter
    Die Schwester sei
    Und damit nicht frei
    Für den Tempelritter
    Bitter

     Vera Seidl 

     

  21. Cover des Buches Was vom Tage übrig blieb (ISBN: 9783896677037)
    Kazuo Ishiguro

    Was vom Tage übrig blieb

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    2017 erhielt Kazuo Ishiguro den Nobelpreis für Literatur. Sein bekanntestes Werk ist das Buch „Was vom Tage übrig blieb“.

    Es erzählt die Geschichte des Butlers Mr Stevens, der sein gesamtes berufliches Leben auf Darlington Hall verbracht hat und nun nach Jahrzehnten aufopferungsvoller Tätigkeit auf sein Leben zurückblickt.

    Das Buch beginnt 3 Jahre nach dem Tod seines ursprünglichen Dienstherrn Lord Darlington. Das Anwesen ist inzwischen von einem amerikanischen Millionär, Mir Farraday erworben worden, und als dieser aus geschäftlichen Gründen nach Amerika fliegen muss, nötigt er Mr.Stevens schon fast einen einwöchigen Urlaub zu machen und stellt sogar sein Fahrzeug für eine Rundreise zur Verfügung.

    Der überkorrekte Butler nimmt das Angebot schließlich unter dem Vorwand an , eine frühere Angestellte, die Hausdame Miss Kenton zu besuchen, um sie eventuell zu überreden wieder in Darlington Hall zu arbeiten, wo es einen personellen Engpass gibt.

    Die Reise durch den Süden Englands bildet quasi den Rahmen der Geschichte, in deren Verlauf wir die Erinnerungen des Icherzählers Stevens reflektieren. Stevens ist der geborene Butler mit höchsten Ansprüchen an sich selbst, der eigene Befindlichkeiten stets zurückstellt und schon fast gefühlskalt wirkt. Seine absolute Loyalität gehört seinem Arbeitgeber, und er stellt diesen auch nie in Frage. 

    Aus politischen Diskussionen hält er sich raus. Als sein Vater während einer Schicht stirbt, geht die Arbeit vor. Privates Glück steht nicht zur Diskussion. Doch wenn man im Nachhinein dann auf sein Leben zurückblickt, kann man dann wirklich sagen, dass es ein glückliches Leben war, oder hat man es vielleicht sogar vergeudet?

    Dieses sehr ruhige Buch hat keinerlei Spannungsbogen, bietet aber viel Stoff zum Nachdenken. Der knochentrockene Mr Stevens ist ein Butler, wie es ihn heute wohl kaum mehr gibt. Seine Dienstzeit fällt in eine politisch sehr spannende Zeit 1923 nach dem 1. Weltkrieg, und Lord Darlington pflegte offensichtlich Kontakte zu Nazigrößen. Eine bittersüße Komponente hat die Beziehung von Stevens zur Hausdame Miss Kenton.

    Der Schreibstil war etwas antiquiert und gewöhnungsbedürftig, rundete aber den Charakter des Butlers ab und passte einfach perfekt. Stellenweise war mir dieser Klassiker definitiv zu langatmig. Trotzdem bin ich froh mich herangetraut zu haben und habe den Roman alles in allem gerne gelesen.


  22. Cover des Buches Ein neues Blau (ISBN: 9783471360040)
    Tom Saller

    Ein neues Blau

     (83)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    Mit dem Lesen dieses Romans habe ich mich etwas schwergetan, obwohl ich die Thematik sehr interessant finde – zwei starke Frauen unterschiedlichen Alters mit ihren ureigenen Problemen treffen aufeinander, haben Gemeinsamkeiten und lernen voneinander. Auf mich wirkt die Geschichte aber zu konstruiert und in die Länge gezogen. Er hat aber auch viele positive Aspekte. So ist er für mich äußerst lehrreich aufgrund der vielen Informationen zu Porzellanherstellung, jüdischem Glauben und japanischer Teekultur. Auch der formale Aufbau - perspektivischer und zeitlicher Wechsel der Erzählenden - sowie der Wechsel in der Sprache – gehobene bzw. Jugendsprache - haben mir gefallen.

    Ein Buch für jemanden mit Interesse an Familienromanen mit geschichtlichem Hintergrund.

  23. Cover des Buches Die Hochzeit der Chani Kaufman (ISBN: 9783257244304)
    Eve Harris

    Die Hochzeit der Chani Kaufman

     (107)
    Aktuelle Rezension von: allemeineendchen

    Dieses Buch stand schon lange in meinem Regal und ich bin so froh endlich zu der Geschichte gegriffen zu haben. Ich fand die Geschichten aller Protagonist:innen sehr interessant und fand es spannend die Parallelen und Unterschiede in ihren Lebenswegen, Vorstellungen und Weltbildern zu erkennen. Dabei stand bei allen eigentlich immer die Forderung nach Freiheit und Glück im Fokus und es war schön zu sehen, dass jeder und jede seinen oder ihren ganz eigenen Weg finden musste oder gefunden hat, um sich dafür Räume zu erschaffen. Obwohl das Buch relativ kurz ist, wurden die Konflikte und die Vielschichtigkeit der Charaktere sehr gut herausgearbeitet und die Bedeutung des Glaubens innerhalb dieser Gemeinschafft ebenfalls ausgiebig und vielseitig thematisiert. 

  24. Cover des Buches Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt (ISBN: 9783734101205)
    Helene Wecker

    Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt

     (111)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    „Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt großteils in Manhattan in den Jahren 1899/1900 und die Protagonisten sind, wie der Titel schon erahnen lässt, einen Golem und einen Dschinn. Beide suchen ihren Platz im Leben und vermitteln dem Leser dabei ganz neue Eindrücke von Glück, Freiheit und Liebe. 

     

    Was mir besonders gut gefallen hat sind die Beschreibungen von Charakteren, Orten, Gefühlen und dem Leben an sich. In der Erzählung stecken so viel Liebe und Herz, dass ich es einfach nur genossen habe alle Einzelheiten in mich aufzusaugen. Den Orten wird so viel Leben eingehaucht, dass ich beim Lesen beinahe den Staub in der Luft schmecken konnte. Mit stattlichen 600 Seiten ist das Buch natürlich auch ein ganz schöner Wälzer, wer die lebendigen Beschreibungen jedoch zu schätzen weiß, wird jede einzelne Seite genießen.


    Bis zum Ende bin ich mit den Hauptprotagonisten leider nicht ganz warm geworden, was ich wirklich schade fand. Trotz allem muss ich ihnen zugestehen, dass sie perfekt zur Geschichte gepasst haben. Bei einem so dicken Buch gibt es natürlich auch sehr viele Nebencharaktere, die unglaublich gut ausgearbeitet und beschrieben sind. 

     

    Auch wenn das Buch zum Genre Historical Fantasy zählt, so ist es doch viel mehr als das. Es geht um tiefgreifende Themen wie Freundschaft, Andersartigkeit, Gefühle und Liebe. Das Buch erreicht eine Tiefe, die zum Nachdenken und Träumen anregt. 

     

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks