Bücher mit dem Tag "johann wolfgang von goethe"

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97 Bücher

  1. Cover des Buches Faust I: Der Tragödie erster Teil von Goethe. Johann Wolfgang von (2000) Taschenbuch (ISBN: B00FNB9RZA)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust I: Der Tragödie erster Teil von Goethe. Johann Wolfgang von (2000) Taschenbuch

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Daniel215

    Das deutsche Nationaldrama ist ein Lesererlebnis der besonderen Art. Wer vornehmlich moderne Literatur liest, wird sich mit diesem Werk anfänglich sicherlich etwas schwer tun. Ich musste mich jedenfalls in das Drama „reinkämpfen“ und kann keinesfalls behaupten, alles verstanden zu haben. Ich meine aber ohnehin, dass es sich hier um kein Stück handelt, das man einmal liest, in sein Regal stellt und dann nicht mehr anfasst. Es scheint vielmehr so zu sein, dass es sich bei Faust (I) um ein Drama handelt, dass man immer wieder zur Hand nehmen kann, um dann auch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Der Drang zum nochmaligen Lesen wird auch dadurch befeuert, dass diese Tragödie dem Leser so unglaublich viel Interpretationsspielraum lässt. Ich freue mich jetzt schon darauf, mich mit einzelnen Szenen tiefgehender auseinanderzusetzen.

    Als Ratschlag möchte ich dem Interessierten noch mit auf den Weg geben, dass es aufgrund der Bedeutung dieses Dramas sehr viele Informationen, Zusammenfassungen und Interpretationen im Internet (und natürlich auch in gedruckter Form) gibt. Scheuen Sie sich nicht, diese auch zu nutzen. Derartige Quellen haben mir sehr geholfen. Darüber hinaus gibt es im Internet auch tatsächliche Umsetzungen des Dramas zu bestaunen. 

    Faust (I) gehört zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literaturgeschichte. Insofern bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als eine Leseempfehlung auszusprechen. Ich meine aber, dass man dieses Drama auch unabhängig von seiner Bedeutung empfehlen kann. Geschichte und Charaktere sind keinesfalls langweilig, einfältig oder bieder, sondern vielmehr spannend und interessant. Das Werk bietet in jedem Fall für ein besonderes Leseerlebnis für denjenigen, der bereit ist zu akzeptieren, dass sich einem nicht alles beim ersten Lesen offenbaren wird. Faust (I) scheint nicht nur ein Nationaldrama, sondern auch ein „Lebenswerk“ in dem Sinne zu sein, dass man sein ganzes Leseleben mit dem Drama und seiner Bedeutung zubringen kann.

  2. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  3. Cover des Buches Des Teufels Gebetbuch (ISBN: 9783426517802)
    Markus Heitz

    Des Teufels Gebetbuch

     (200)
    Aktuelle Rezension von: pewehh

    Des Teufels Gebetbuch" ist ein überraschend schwacher Heitz. Was dem Autor im Zwerge-Epos wunderbar gelingt, geht hier gründlich schief. Wir haben blasse Charaktere, eine dürftige Story, die auch durch jede Menge High-Speed-Action nicht an Spannung gewinnt; die Überdosis Leichen (100 oder mehr?) sind wohl bereits Ausdruck der schöpferischen Verzweiflung.  Am besten sind noch die Teile, die im alten Leipzig spielen; das Auftauchen des jungen Goethe ist immerhin amüsant. Alles andere folgt einem furchtbar vorhersehbarem Schema, heraus kommt ein Westentaschen Dan Brown - inklusive Weltverschwörung - allerdings bar jeder Raffinesse. Vielleicht muss man als Heitz-Fanboy dieses Werk durchhalten, alle anderen können es getrost links liegen lassen

  4. Cover des Buches Die Leiden des jungen Werthers (ISBN: 9783150192351)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Leiden des jungen Werthers

     (1.616)
    Aktuelle Rezension von: SofiaCuorDiLeone

    Einfach nur anstrengend, das ganze Gejammere. Es tut mir wirklich leid, aber das war ziemlicher Mist. 

  5. Cover des Buches Durch Nacht und Wind (ISBN: 9783608503760)
    Stefan Lehnberg

    Durch Nacht und Wind

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ceciliasophie
    Goethe und Schiller werden von Anna Amalia und dem Regenten Weimars Carl August gebeten, den Irrglauben des Großherzogs von N. Einhalt zu gebieten. Dieser ist nämlich der festen Überzeugung, dass ein Ring seiner Familie mit einem Fluch beladen sei. Kurzerhand machen sich Goethe und Schiller auf den Weg ins Lustschloss Belvedere bei Weimar. Doch in der Nacht ihrer Ankunft verstirbt der Großherzog auf mysteriöse und unerklärliche Art und Weise. 

    Die Idee, diese beiden Größen der deutschen Literatur in einem Krimi agieren zu lassen, machte mich wirklich ganz neugierig. Zumal Goethe und Schiller wirklich befreundet waren. 
    In einer Sherlock Holmes und Dr. Watson Art machen sich die beiden dann auch gleich ans Werk und versuchen, die mysteriösen Umstände des Todes vom Großherzog zu klären. Doch gestaltet sich dies schwieriger als erwartet.
    Woran ich mich aber wirklich erst einmal gewöhnen musste, war der Schreibstil. Dieser war angepasst an die damalige Zeit, weshalb einige Ausdrucksweisen und die Rechtschreibung mich öfters aus dem Konzept brachten. Irgendwann legte sich dies jedoch und kaum hatte ich mich an den Schreibstil gewohnt, so konnte ich ein sehr rasches Lesetempo aufrecht erhalten. 
    Begünstigt wurde das Tempo durch die wirklich spannende Handlung. Ja, es erinnert schon etwas zu sehr an Sherlock Holmes, doch da ich die Geschichten von Holmes und Watson sehr gerne mag, hatte ich auch an „Durch Nacht und Wind“ große Freude. 
    Der Autor baute geschickt auch Informationen über Goethe und Schiller und ihre Werke mit in die Geschichte ein, so dass der Leser noch ein wenig mehr über diese erfahren konnte und die Figuren noch lebendiger wirkten. 
    Die Auflösung stellte mich wirklich zufrieden und alle losen Fäden der Geschichte wurden gekonnt miteinander verknüpft. 
    Auf den zweiten Band bin ich nun doch gespannt. 

  6. Cover des Buches Frauen und Bücher (ISBN: 9783442749805)
    Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Frauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.

    Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.

    Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.

    Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle. 

  7. Cover des Buches Buchland (ISBN: 9783862824441)
    Markus Walther

    Buchland

     (173)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Das Buchland wirkt wie der Traum eines jeden lesewütigen Menschen. Ein Ort an dem alle geschriebenen und noch nicht geschriebenen Bücher existieren und magische Dinge geschehen. Ein Ort an dem längst verstorbene Autoren deinen Weg kreuzen und für einen Plausch zu haben sind. Ein Ort der Zeit und Raum trotzt und seine ganz eigene Physik kreiert, getragen vom Wispern der Bücher.

  8. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783520863010)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

     (3.365)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ein Buch, dass ich alle paar Jahre wieder in die Hand nehme. 

  9. Cover des Buches Der Fluch des Erlkönigs (ISBN: 9783944788609)
    Carola Wolff

    Der Fluch des Erlkönigs

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Das die Autorin Carola Wolff fantastische Buchideen hat, konnte ich bereits in einem anderen Buch von ihr erlesen. Um so gespannter war ich auf dieses, da es Goethes Gedicht „Der Erlkönig“ aufgriff und es in eine packende Geschichte für Jugendlicher packte. Das fand ich in der Hinsicht clever, da das Gedicht in meisten Schulen zur Pflichtlektüre gehört und somit wenigstens vom Namen her erkannt werden dürfte. 


     


    Um so gespannter ging ich an das Buch heran, das mich zum Glück nicht enttäuschte. Mich erwartete eine faszinierende Welt, deren Charaktere nicht nur sympathisch, sondern auch einen ganz eigenen Zauber verströmten. Ich sage Charaktere, da mich nicht nur der Hauptcharakter Finn begeisterte, sondern auch viele Nebencharaktere. Dies lag vor allem daran, das jede Person sehr individuell erstellt worden war und es immer etwas gab, was man mit ihnen verbinden konnte. Finn war z.B. ein hervorragender Zeichner, Gudrun eine leidenschaftliche vegetarische Köchin und Tonja ein Mitglied der Graswurzelrebellen, welche sich für Umweltschutz einsetzten. Etwas spezieller wurde es dann im Reich der Erlkönigin, da hier die Magie eine vielfältige Fähigkeit war. 


     


    Einzig die Eltern von Finn und seinem Bruder Jojo wirkten in dem ganzen Szenario etwas aufgesetzt. Es gab eine emotionale Familiengeschichte, welche sich um den Tod von Finn´s Mutter drehte. Aber warum man dann eine eingebildete und auf Dauer-Diät-befindende Stiefmutter einband, blieb mir ein Rätsel. Besonders da der erst sehr strenge Vater eigentlich sehr liebenswert und alles andere als oberflächlich war.


     


    Zum Erlkönig möchte ich nicht wirklich viel sagen, da er das wohl der Charakter mit der meisten Mystik war. Dies lag vor allem an Goethes Gedicht, welches spielerisch mit in die Geschichte eingebaut wurde und so manche Beschreibung daraus erklärte. Besonders faszinierte mich aber den Humor, welchen die Autorin mit einfließen ließ. Wo im Gedicht noch ein Kind zu Schaden kommt, erklären die Elfen im Buch, das sie keine Ahnung haben, wie Goethe darauf kommen könnte, das sie kleine Kinder von Menschen haben wollen. Immerhin müssten sie die ja wickeln und ihr Geschreie ertragen, was ihnen den letzten Nerv rauben würde. 


     


    Während die Geschichte mit seinen stimmigen Charakteren und der tollen Geschichte mein Herz eroberte, konnte dies das Cover nicht. Es passte einfach nicht zum Thema. Schon als ich es auf einer Messe sah, dachte ich, es handele von einem Eiskönig. Dabei handelte es ja vom Erlkönig und somit von einem Elfen, welcher die Natur verehrt. Daher wäre ein grünes Coverdesign wünschenswerter gewesen. Trotzdem empfand ich die Gestaltung als nicht komplett misslungen. Das Buch wirkt immer noch hochwertig, was besonders an den eingefärbten Seitenrändern liegt, welche beim Verlag stets vorzufinden sind. 


     



     


    Von außen etwas irritierend, wusste die Geschichte im Inneren zu überzeugen. Tolle Charaktere, mit vielschichtigen Persönlichkeiten und eine Handlung die nicht nur ein Gedicht würdig in Szene setzte, sondern es auch noch aufpimpte. Für Kinder und Jugendliche auf jeden Fall eine tolle Lektüre, die sie unterhält und ihnen etwas zum Thema Umweltschutz beibringt.

  10. Cover des Buches Faust I (ISBN: 9783150191521)
    Johann W von Goethe

    Faust I

     (32)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Goethe - Kunstwerk des Lebens (ISBN: 9783446235816)
    Rüdiger Safranski

    Goethe - Kunstwerk des Lebens

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Wieder einmal hat Safranski es geschafft, mich mit einer Biographie in Bann zu ziehen. "Goethe - Kunstwerk des Lebens" ist eine umfangreiche Goethebiographie, betrachtet Goethe von vielen Seiten. Der Schreibstil von Safranski ist wie immer angenehm zu lesen, an vielen Stellen fast so unterhaltsam wie ein Roman. Manche Sätze sind so herrlich formuliert, daß ich sie mehrfach gelesen habe. Er hält eine gute Balance aus eigenem Text und Zitaten, so daß diese die Stimmen von Goethe und seinen Zeitgenossen hervorragend in de Text integrieren und dadurch für ein noch runderes Bild sorgen, ohne daß zu lange Zitate den Text zu sehr unterbrechen (wie ich es in anderen Büchern schon erlebt habe).

    Safranski berichtet über die Geschehnisse in Goethes Leben, aber auch, wie sie ihn beeinflußt haben, wie er dachte und empfand. Wir erleben Goethes Verwandlungen im Laufe seines langen Lebens mit, sehen die Lebenskrisen und auch die Selbstzweifel, die sogar einen Goethe nicht verschonen. Die Beziehungen zu Schwester, Mutter, dem Herzog, Anna Amalia, natürlich Schiller und anderen wichtigen Freunden sind gut dargestellt. Die Beziehung zu seinem Sohn kommt leider viel zu kurz, hier hätte es viel mehr zu berichten gegeben.

    Ganz ohne Philosophiererei geht es bei Safranski nicht, aber die manchmal recht trockenen und theoretischen Ausflüge hielten sich hier - anders als bei seiner Schiller-Biographie - zum Glück in Grenzen. Die wichtigsten Werke Goethes werden vorgestellt, hier erfolgte wie auch in der Schiller-Biographie immer auch ein informativer Blick auf Lebensumstände und Gedanken Goethes zur Zeit des jeweiligen Werkes, was das Bild gut abrundet. Das Kapitel zu Faust bietet eine hervorragende Einführung auch gerade in die Komplexität von Faust II - für den Leser, der das Werk nicht kennt ist es informativ und nicht überfordernd; für den Leser, der mit Faust II vertraut ist, ist es immer noch eine gute Zusammenfassung mit interessanten Punkten.

    Zum Ende hin kann Safranski sehr gut vermitteln, wie der alternde und immer wieder kränkelnde Goethe mit dem Verrinnen seiner Lebenszeit hadert, wie einsam es manchmal gewesen sein muß,  nachdem die Weggefährten starben und Goethe merkte, daß seine große Zeit, die Freundschaft und das Arbeiten mit Schiller, für viele nur noch nicht besonders relevante Vergangenheit waren. Auch die Tatkraft dieses Goethe der letzten Lebensjahre kommt hervorragend rüber. Das letzte Kapitel, in dem Goethe sein Lebenswerk ordnet und zusammenstellt, die Plätze seiner Jugend besucht, ist unglaublich berührend.

    Ein tiefgehendes, menschliches und anrührendes Werk ist Safranski hier gelungen.
  12. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (648)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  13. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783492254267)
    Petra Müller

    Liebesbriefe großer Männer

     (74)
    Aktuelle Rezension von: BiaBia92

    Ein traumhaftes Buch. Konnte es nur schwer weglegen, bei so viel wunderbaren Liebeserklärungen und so viel Schmetterlingen, die auf einmal da waren :D

    Für alle Frischverliebten, die ihre Gefühle nur schwer ausdrücken können, wirklich zu empfehlen!
  14. Cover des Buches Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft (ISBN: 9783596187430)
    Rüdiger Safranski

    Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Auch beim zweiten Lesen war dieses Buch wieder ein reines Vergnügen. Safranski beschreibt die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller so lebendig und unterhaltsam, daß es sich wie ein Roman liest. Der Stil ist flüssig, untermalt mit zahlreichen Zitaten, die sich angenehm in den Text einfinden und diesen nicht unterbrechen (wie es bei anderen Sachbüchern leider manchmal vorkommt). Der Autor hält sich selbst angenehm zurück (dies fiel mir gerade im Gegensatz zu den kürzlich gelesenen Büchern "Schillers Doppelliebe" und "Unser armer Schiller" sehr erfreulich auf), läßt Goethe und Schiller aber durch ihre eigenen Aussagen und jene ihrer Zeitgenossen sehr lebendig werden.

    Es wird gut beschrieben, aus welchen Motiven und Gedanken die beiden großen Dichter anfangs nicht angetan voneinander waren, wie sie sich annäherten, welche Wirkung dies auf ihr jeweiliges Werk hatte. Auf die zur Zeit der Freundschaft entstandenen Werke geht Safranski jeweils ein und liefert dadurch auch für das Verständnis dieser wertvolle Informationen und Einsichten. Es ist beeindruckend zu lesen, wie sehr sich Goethe und Schiller austauschten, welchen Gewinn - und welches Vergnügen - beide dadurch zogen, wie aber auch Mißerfolge erlebt wurden. Ihre sehr gegensätzlichen Charaktere und Weltsichten werden hervorragend ausgearbeitet und ermöglichen dadurch ebenfalls einen neuen Blick darauf, warum und wie sie vieles taten, sahen, schrieben. Diese Gegensätze führten zur anfänglichen Abneigung, wurden dann aber vorzüglich zum beiderseitigen Vorteil genutzt, was beide auch erkannt haben. Die philosophischen Erläuterungen waren mir manchmal, wie auch in Safranskis Goethebiographie, zu ausführlich, aber das liegt in meinem mangelnden Interesse an diesem Thema begründet.

    Nun war diese Freundschaft aber kein reines Zweckbündnis, und auch das wird in diesem Buch sehr angenehm dargestellt - die kleinen gegenseitigen Gesten der Freundschaft, der Sympathie werden anschaulich geschildert und so erfährt man viel nicht nur über die Dichter Goethe und Schiller, sondern auch die Menschen Goethe und Schiller. Es ist eine anschauliche detaillierte Rundumbetrachtung der Freundschaft und der beiden Männer. Wenn Information und Unterhaltung so angenehm verbunden werden, ist es eine Freude, ein Buch zu lesen.
  15. Cover des Buches Die Leiden des Jungen Werther (Universal-Bibliothek ; Nr. 67) (German Edition) by Goethe, Johann Wolfgang von published by Philipp Reclam Jun Verlag GmbH (1991) Perfect Paperback (ISBN: B00ES28QFM)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Leiden des Jungen Werther (Universal-Bibliothek ; Nr. 67) (German Edition) by Goethe, Johann Wolfgang von published by Philipp Reclam Jun Verlag GmbH (1991) Perfect Paperback

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Neutron
    Ein herzzerreißender Briefroman. Der formale Aufbau überzeugt sehr. Ein (fiktiver) Herausgeber veröffentlicht die Briefe, die Werther an seinen Freund schrieb. Werther, meines Erachtens ein Schürzenjäger, verlässt sein altes Leben und seinen guten Freund, um möglichen Verpflichtungen in Verbindung mit einer Frau zu entfliehen. Er fühlt sich zunächst sehr wohl in seiner Haut und berichtet voll Freude vom unschuldigen Leben auf dem Lande und der erquickenden Einsamkeit. Dann lernt er Lotte kennen und verliebt sich. Auch sie ist ihm zugetan, wird aber bereits von dem bodenständigen Albert umworben. Albert ist, ganz anders als Werther, kein Schöngeist. Der Konflikt ist vorprogrammiert und eskaliert im Verlauf der Geschichte. Werther kann nicht von Lotte lassen und sucht sie in ihrem Zuhause auf.
    Die inneren Gefühle Werthers zeigen sich sprachlich in seinem Naturempfinden; in seinen Beschreibungen der Natur und seiner Umgebung spiegelt sich stets sein eigener Gemütszustand. Diese Erzählweise finde ich sehr gelungen.
    Es ist anzunehmen, dass Goethe in diesem Prosawerk seine eigenen Erfahrungen bezüglich der Liebe zu einer Frau verarbeitet. Außerdem zeigt die in den 1770er Jahren entstandene Geschichte starke Anlehnung an das tragische Schicksal eines jungen Angestellten am Reichskammergericht in Wetzlar, Hessen.
    Die heute gekünstelt wirkende alte Sprache und die emphatische Ausdrucksweise des Ich-Erzählers empfinde ich als etwas gewöhnungsbedürftig, daher "nur" vier Sterne.
  16. Cover des Buches Iphigenie auf Tauris (ISBN: 9783846029688)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Iphigenie auf Tauris

     (411)
    Aktuelle Rezension von: Bionoema

    Da ich ein großer Fan der Mythologie und Familienverstrickungen bin, hat mir das Stück von Goethe sehr gut gefallen. Es lässt sich leicht und flüssig lesen. Für Zwischendurch gut geeignet!

  17. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? (ISBN: 9783837109276)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  18. Cover des Buches Faust. Der Tragödie zweiter Teil (ISBN: 9783736400016)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust. Der Tragödie zweiter Teil

     (321)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Der sehr anspruchsvolle Schreibstil Goethes machte mir das Verstehen des sowieso schon abstrusen Inhalts quasi unmöglich. 

    Sehr wahrscheinlich muss man sich schlichtweg intensiver mit dem Werk beschäftigen, als ich das getan habe. Jedoch hatte ich nach dem Lesen nicht den Drang mich mehr reinzuarbeiten.

    Trotzdem für mich ein 2-Sterne Werk, da mich der Stil von Goethe Stellenweise begeistern konnte.

    Insgesamt war ich sehr froh das Buch ad Acta legen zu können. Meiner Meinung nach sollte man sich mit dem ersten Teil zufrieden geben und um den zweiten einen Bogen machen.

  19. Cover des Buches Goethe und Frau von Stein (ISBN: 9783423340823)
    Helmut Koopmann

    Goethe und Frau von Stein

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Lotte in Weimar (ISBN: 9783596904020)
    Thomas Mann

    Lotte in Weimar

     (48)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Italienische Reise (ISBN: 9783596521388)
    Christoph Michel

    Italienische Reise

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Es ist mein erstes Buch, welches ich von Johann Wolfgang Goethe gelesen habe bzw. nicht vollständig sondern einige Abschnitte komplett, andere eher überflogen. Es ist aber schon mal interessant eine Literatur zu lesen, welche ich nicht bevorzuge. Dementsprechend lange hat es gedauert. Aber es ist auch interessant, die Eindrücke von Goethe zu Italien zu erfahren, was ihn bewegte und gefallen hat und was er verabscheute.

    Es war für mich eine neue Leseerfahrung, die ich nicht missen möchte aber auch nicht so schnell wiederhole.

  22. Cover des Buches Dichtung und Wahrheit (ISBN: 9783150189399)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Dichtung und Wahrheit

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann« (ISBN: 9783826049682)
    Christiane C. Schachner

    Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose
    Wer Walsers Goetheroman „Ein liebender Mann“ gelesen hat, für den stellt dieses Buch ein absoluter Gewinn dar. Christiane C. Schachner ergründet in ihrer hier vorliegenden Magisterarbeit den Wahrheitsgehalt von Walsers Roman, erläutert tatsächliche Begebenheiten und zeigt auf,  was seiner dichterischen Phantasie zuzuordnen ist.  Anhand akribischer Recherchearbeit der Autorin erhält der Leser einen schärferen Blick auf die letzte Liebe des alternden Goethe, erfährt mehr über Persönlichkeiten seines Umfelds, über seine Angebetete Ulrike von Levetzow und deren Familie und erkennt die näheren Umstände, warum aus den beiden kein Paar werden konnte. Durch die Verwendung unzähliger originaler historischer Dokumente und Briefe sowie Zitaten aus Goethes Werken entstand ein interessantes und spannendes Buch, das sich „wie ein Roman liest“, wie Walser selbst bestätigt. Sein handschriftliches Schreiben am Anfang und einige Fotos am Schluss des Buches bilden eine sinnvolle Ergänzung dieses Werkes.
    Meine Leseempfehlung für alle, die die historische Wahrheit über Goethes letzte Liebe erfahren möchten.
  24. Cover des Buches Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit (ISBN: 9783791344461)

    Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit

     (1)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    »Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit« Ein wunderschöner Gedicht- bzw. Bildband mit Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Heinrich Heine und Rainer Maria Rilke. Dieses dichterische Werk wird von fantastischen Blumen- und Landschaftsbildern begleitet, in diesen spiegelt sich die Seele der Gedichte wieder. Eine Kurzbiografie mit allen wichtigen Lebensstationen und Werken der Dichter kann man auf den letzten Seiten lesen. Dort erfährt man auch einige Details über die abgelichteten Bildern und Skulpturen, woher diese stammen und wo die Originale sich befinden. Ein wunderschönes Buch.

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