Bücher mit dem Tag "japan"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "japan" gekennzeichnet haben.

2.767 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.388)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Nachdem der Mensch jahrhundertelang die Meere ausgebeutet hat, schlagen seine Bewohner plötzlich zurück. Wale und Orcas greifen Menschen an, Krebse fallen über Strände her, Tsunamis zerstören ganze Küstenstreifen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern sucht zusammen mit US-Militärs nach der Ursache und wird fündig…

    Auf  ca. 1000 Seiten hat Schätzing auf der einen Seite einen Weltuntergangsthriller geschrieben mit den dazugehörigen guten und (unerwartet) bösen Charakteren, der einen oder anderen Liebes- und Selbstfindungsgeschichte sowie vielen, vielen Toten. Nebenbei ist es auch gute Science-Fiction, auch wenn die „Aliens“ nicht aus dem Weltall, sondern aus der Tiefsee kommen.

    Auf der anderen Seite liest sich das Buch teilweise wie ein Sachbuch mit gut aufbereiteten Infos über die Tiefsee, ihre Bewohner und das Ökosystem Erde.

    Mich hat an diesem Buch vor allem beeindruckt, wie gründlich Schätzing mit der landläufigen Meinung von der Vorherrschaft des Menschen,  der „Krönung der Schöpfung“,  aufräumt. Unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, ob die Geschehnisse im Buch zur Realität werden könnten, hat mich dieses Buch dazu gebracht, noch einmal aus einem anderen Blickwinkel über das Thema Umweltschutz und meine Rolle dabei nachzudenken. Schätzing führt uns gnadenlos unsere eigene Hybris und Bedeutungslosigkeit vor, mit dem Kerngedanken „Die Erde braucht uns nicht zum Überleben, aber wir brauchen die Erde…“

    Fazit: Es ist eine gute Mischung aus allem, aber eben mit seinen 1000 Seiten kein Buch für zwischendurch. Man muss sich auf das Thema und Schätzings Erzähltempo einlassen, dann erlebt man einen fundiert erzählten, spannenden und auch beängstigenden Wissenschaftsthriller.

  2. Cover des Buches Magic Cleaning (ISBN: 9783499624810)
    Marie Kondo

    Magic Cleaning

     (288)
    Aktuelle Rezension von: Scheckentoelter

    Ich habe erst 2x das Hörbuch gehört bevor ich dann das Buch gekauft habe. Und ich bereue es absolut nicht!!!


    Dieses Buch ist das erste Buch in dem ich markiert und Post its eingeklebt habe. 

    Es ist ein Angenehmer leichter Schreibstil und das schmale Buch ist schnell gelesen.

    Sowohl ich, als euch eine gute Freundin haben jetzt Angefangen die Anleitung Schritt für Schritt umzusetzen. Und erstaunlicher Weise funktioniert es wirklich! 


    Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung! Und es macht mich Glücklich! 

  3. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (723)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Es sind zwei Monde, oben am tiefblauen Himmel. Zwei Monde, die daraufhin weisen, dass es nicht das Jahr 1984 ist, in dem wir uns befinden. Zumindest nicht das "normale" 1984. Das 1984, das wir kennen. Wir sind falsch abgebogen, in einen falschen Zug gestiegen, bei dessen Schienen eine Weiche umgestellt wurde, so dass wir jetzt woanders sind, in einer anderen Welt. In 1Q84. Doch wir sind nicht alleine. Wir sind nicht die einzigen, deren Welt, deren Leben, sich in einem einzigen Moment völlig verändert. Auch Tengo findet sich in 1Q84 wieder. Tengo, Mathematiklehrer und aufstrebender Autor, der sich dazu bereit erklärt hat, das Manuskript der 17-jähiren Fukaeri so zu überarbeiten, dass der Jury gar nichts anderes übrig bleibt, als ihr den begehrten Literaturpreis eines renommierten Magazins zu verleihen. Und auch Aomame muss sich mit dem Leben in 1Q84 arrangieren. Eigentlich ist sie Fitnesstrainerin, doch nebenbei empfiehlt sie sich als Auftragskillerin, die die Männer misshandelter Frauen für ihre begangenen Taten bestraft. Ihr nächster Auftrag wird dabei auch ihr Letzter sein, denn die Gefahr, in die sie sich dafür begibt, kann größer kaum sein. Weder Tengo, noch Aomame ahnen, welche gravierenden Folgen ihre Entscheidungen und Handlungen in 1Q84 nach sich ziehen und in welchem unglaublichen Kosmos sie sich befinden. Denn nicht nur die veränderte Realität stellt eine Herausforderung für die beiden dar, sondern eine Reihe weiterer Gefahren wartet auf sie. Bereit zuzuschlagen. Da sind die Vorreiter, eine anfangs politische Gruppe, die sich, völlig radikalisiert, zu einer fanatischen religiösen Sekte entwickelt hat.  Da ist ein alt eingesessener Professor, der insgeheim seine eigenen Ziele verfolgt. Und da sind die „Little People“, eine unbekannte Macht, kraftvoll und undurchsichtig, die scheinbar überall ihre Fäden zieht und mysteriöse Puppen aus Luft spinnt. Es ist schwer in Worte zu fassen, dieses 1Q84, dieses unglaubliche Universum, in das Murakami den Leser rückhaltlos zieht. Dabei handelt es sich bei 1Q84, anders als vielerorts vermutet, nicht etwa um eine Parallelwelt zu der unseren, sondern schlichtweg um eine Veränderung der Realität, einer Weiche, die umgestellt wurde. Die Frage, welche Entscheidungen und Handlungen  zu der Umstellung der Weiche führen, ist eine der spannendsten des gesamten Romans. Ist eine Art Strafe für moralische Vergehen, ganz im Sinne von Kafka’s Prozess? Ist es purer Zufall, dass sowohl Tengo, als auch Aomame in dieser Welt gelandet sind ? Oder ist es vielmehr ihre Liebe, die die beiden, obwohl sie sich Jahre lang nicht mehr gesehen haben, gemeinsam hineinwirft in diese gefährliche, undurchsichtige Welt? Die Sprache ist typisch Murakami – bildhaft, metaphorisch, geladen. In alt üblicher Manier schildert der Autor diese Welt so detailreich, so fantastisch, dass man gar nicht in der Lage ist, die Existenz von Dingen wie den „Little People“ in Frage zu stellen. Dass man niemals anzweifeln würde, dass durch das Spinnen einer Puppe aus Luft eine gewaltige Explosion entstehen kann. Dabei spannt Murakami den Bogen weit über aktuelle Themen wie Politik, Religion, die Rolle von Sekten, Literatur und Musik – alles taucht auf im Kosmos von 1Q84. Da wird sich auf von Wittgenstein berufen, auf Jung, Platon und Aristoteles. Es wird Proust gelesen und Schallplatten der 50er gehört. Und es wird Orwell zitiert. Immer wieder rückt dessen Dystopie "1984" in den Fokus, so dass die Parallelen unvermeidbar werden. Der "Big Brother" und die "Little People" - beide kontrollieren sie, beide bewachen sie. Doch im Gegensatz zu dem "Big Brother", der alles von oben in seinem alles überschauenden Blick hat, agieren die "Little People" in kleineren Dimensionen, bewachen von innen, direkt aus der Gesellschaft heraus. Es ist keine Frage: 1Q84 ist ein unglaubliches, ein mitreißendes Buch. Es ist eine Art Dystopie und gleichzeitig eine Geschichte über Mut, Freundschaft  und bedingungsloses Vertrauen. Und es ist eine Geschichte über Liebe. Über grenzenlose, Jahre überdauernde Liebe. Über zwei Menschen, die sich durch nur einen einzigen Moment ein Leben lang verbunden fühlen und einander nicht aufgeben. Zugegeben, Sie müssen sich darauf einlassen, auf die Reise in die Welt von 1Q84. Doch haben Sie dies getan, werden Sie dieser Welt nicht mehr so schnell entfliehen können. Die gut 1000 Seiten lesen sich dabei wie im Flug und der unglaubliche (unglaublich böse) Cliffhänger am Ende von Buch 2 wird sie direkt zu Buch 3 greifen lassen. Neben "Hard boiled wonderland und das Ende der Welt" für mich der beste Murakami!                            

  4. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (731)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    Da ich viele kenne die auf dieses Buch schwören musste ich „Was man von hier aus sehen kann“, natürlich auch mal lesen. Die Geschichte handelt über das Dorfleben von Luise. Sie selbst erzählt über wichtige Ereignisse ihres bisherigen Lebens.

    Dabei trifft man auf die abergläubische Elsbeth, den Weltreisenden Vater, den buddhistischen Frederick und auf viele mehr.

    Und man trifft auf die alte Selma, immer wenn sie von einem Okapi träumt stirbt ein Dorfbewohner.

    Man sieht: Es sind ziemlich einzigartige Charaktere die genau mit ihren unterschiedlichen Ticks beschrieben werden. Die Geschichte spielt in mehreren Zeitebenen, die vor allem im ersten Teil oft wechseln. Ich spürte die Lust und Cleverness, wie die Geschichte erzählte wurde. Wortspiele, steinalte Hunde und Fledermausherzen … Ich denke man sollte ohne zu viel darüber zu wissen in das Lesen eintauchen.

    Mir hat dieses bodenständige, zum Teil aber auch leicht magische Buch mit seinen skurrilen Personen sehr gefallen. Ich würde 84/100 Sternchen vergeben.

  5. Cover des Buches Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden (ISBN: 9783570103357)
    Genki Kawamura

    Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Fee04

    Ein wunderschönes Buch, welches uns die Vergänglichkeit aufzeigt.
    Was würden wir für mehr Lebenszeit tauschen? 

    Was ist der Sinn unseres Lebens ….?

    Das Buch regt zum Nachdenken an, zeigt uns wie wichtig in unserem Leben Dankbarkeit und Vergebung sind.

    Eine Welt ohne Katzen 🐈‍⬛ 🐈 -  auf jeden Fall für mich -  unvorstellbar!!! 

  6. Cover des Buches Das Mädchen aus Feuer und Sturm (ISBN: 9783846600696)
    Renée Ahdieh

    Das Mädchen aus Feuer und Sturm

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Bluejellow

    Cover: Das Cover finde ich etwas nichtssagend. Ja, es geht um ein Mädchen, ja es spielt in der Natur, doch mehr sagt dieses Cover nicht aus. Dabei sollte es mehr Aussagen, denn sonst werden nicht viele diese tolle Geschichte lesen.


    Geschichte: Mariko wurde immer als seltsam angesehen, da sie sehr wissbegierig ist. Als sie den ersten Sohn des Kaisers von Wa heiraten soll, akzeptiert sie es, denn sie war es gewohnt, dass über ihr Schicksal entschieden wird. Doch auf der Reise zum Kaiserpalast wird ihre Reisegruppe von überfallen. Sie schafft es, dem Mordanschlag zu entkommen und sich als Tod darzusgellen. Mittellos will sie den Grund für den Anschlag herausfinden und begibt sich als Mann verkleidet auf die Suche nach dem schwarzen Clan.


    Die Geschichte war wirklich schön. Das Japanische Setting gab mir ein Gefühl von Geborgenheit. Die Charaktere waren sympathisch und auch die Geschichte war wirklich gut. Es startet recht zügig und actionreich, doch dann ist es bis zum Finale relativ ruhig, was keinesfalls schlimm ist. Dadurch lernt man die Charakere besser kennen und ich konnte eine Bindung aufbauen. Es gab einige wirklich schöne Szenen, die fast perfekt gewesen waren. Das Ende von Band 1 war sehr spannend und etwas überraschend. Ich war vor allem gegen Ende sehr gefesselt und verspüre nun den Drang zu erfahren, wie es weitergeht.


    Charaktere: Ich mochte wirklich fast alle Charaktere, bis die, die im Kaiserpalast waren, da mir zu denen die Bindung fehlte. Mariko war mir durch ihre schlaue, neugierige Art und dem Wunsch nach Gleichberechtigung sehr sympathisch. Ihre Art zu denken und zu handeln war realistisch und gut nachvollziehbar. Auch Ōkami mochte ich auf seine kalte und mysteriöse Art, so wie Ranmaru, Yoshi und Kenshin. Mit den Charakteren hat es einfach Spaß gemacht.


    Schreibstil: Der Schreibstil war eher ruhig und hielt sich sehr an die Japanische Lebensart, was es sehr überzwugend gemacht hat. Es gab viele japanische Begriffe, die aber hinten im Glossar alle erklärt werden und durch die Kursivschreibung erkennbar sind. Ich war durch diesen flüssigen und geschmeidigen Erzähler schnell vorangekommen und habe nur selten mitbekommen, wie viele Seiten ich am lesen war.


    Fazit: Eine wunderschöne, süße, japanische Fantasygeschichte die mich oft an die Geschichte von Mulan erinnert hatte. Wer also Mulan oder Japan sehr mag und gerne auch Mal Fantasy mit nur wenig Fantasyelementen liest, der ist hier sehr richtig.

  7. Cover des Buches Beta Hearts (ISBN: 9783404209682)
    Marie Graßhoff

    Beta Hearts

     (163)
    Aktuelle Rezension von: mausispatzi2

    Beta Hearts ist das Finale der Neon Trilogie und leider muss ich sagen, dass es mich absolut nicht überzeugt hat. Ich wollte es eigentlich abbrechen, aber da mir meine Freunde, die das Buch gelesen haben, nicht sagen wollten, wie es endet, habe ich mich durchgebissen. Und es war hart, denn es hat sich leider gezogen wie Kaugummi und auch das Ende war nicht meins. Im Endeffekt hat mir die Lösung nicht gefallen und es hat für mich nicht gepasst. 


    Zum Glück sind Meinungen ja verschieden und ich glaube, dass es viele Leser gibt, die auch das Ende der Trilogie feiern (meine Freunde zählen auch dazu) und das ist auch gut so. Man merkt wie viel Mühe sich die Autorin gegeben hat und wie viel Herzblut in der Reihe steckt, deshalb lasst euch bitte nicht von meiner Meinung beeinflussen, denn vielleicht trifft genau der Verlauf und das Ende der Story euren Geschmack.


    Trotz allem habe ich die Protagonisten in mein Herz geschlossen, denn sie sind so einzigartig und man muss sie einfach gern haben. Ich mag die innige Freundschaft zwischen Flover und Luke. Ich habe auch die Vermutung, dass zwischen den beiden mehr sein könnte, aber das werden wir wohl nie erfahren. 


    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und auch diesmal haben die Protagonisten aus ihrer Sicht von den Geschehnissen berichtet, sodass man ihre Reaktionen nachvollziehen konnte.


    Das Cover passt zu den anderen Bänden und zeigt den Titel des Buches und eine Stadt mit Neon Beleuchtung.


    Fazit: 

    Leider konnte mich das Finale der Neon Trilogie nicht von sich überzeugen. Die Story war mir zu langatmig und auch das Ende hat meinen Geschmack nicht getroffen. 


  8. Cover des Buches Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger (ISBN: 9783423763196)
    Caroline Brinkmann

    Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger

     (176)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Die Idee einer Steampunk-fantasy-japan-welt finde ich richtig cool. Dazu kommt noch ein bisschen was von Venom und anderen kreativen Ideen, die das Buch sehr kreativ machen. Zwischendurch kam es mir jedoch etwas so vor, als ob die ganzen Ideen nicht ganz zusammenpassen, denn irgendwie hätte ich mir ein größeres Japanfeeling erhofft, aber das ist Geschmackssache. Außerdem war die Idee des Clanprinzieps nicht ganz sinnig, wie ich finde, da die Mitglieder zu stereotypisch beschrieben wurden, dafür, dass man so schnell wechseln kann. Vielleicht wurde die Welt auch einfach etwas oberflächig beschrieben, sodass bei mir persönlich noch zu viele Fragen offen blieben. Aber die Geschichte mit ihren Charakteren an sich konnte mich überzeugen. Die Personen sind einzigartig und sympathisch und ich konnte gut mit ihnen mitfiebern. Zu de Actionreichen Szenen kommt noch ein Hauch Krimi, der auch für Spannung sorgt und mich gut unterhalten hat.
    Alles in allem also eine kreative und spannende Fantasygeschichte, die vielleicht nicht bis ins letzte Detail durchdacht ist, aber trotzdem Spaß macht.

  9. Cover des Buches Die Ermordung des Commendatore Band 2 (ISBN: 9783832198923)
    Haruki Murakami

    Die Ermordung des Commendatore Band 2

     (319)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Der namenlose Maler hat mit dem portretieren der mutmaßlichen Tochtes seines neuen Freundes und Nachbarn Menshiki begonnen. Er genießt die Sitzungen mit Marie, nach und nach entsteht eine Vertrautheit zwischen den beiden. Mit ihr kehrt die Erinnerun an seine kleine Schwester zurück, deren Tod er nie ganz überwunden zu haben scheint und nach der er in jeder Frau seither gesucht hat. Von seiner Frau hat er mittlerweile die Scheidungspapiere erhalten, denn sie ist schwanger von einem anderen Mann. Die Tatsache seinen eigenen Malstil gefunden zu haben gibt ihm dennoch sein Selbstvertrauen zurück und hilft im über die Trennung hinweg. Als Marie dann eines verschwindet ist er fest davon überzeugt, dass dies etwas mit dem Gemälde "Die Ermordung des Commendatore" zu tun hat. So macht er sich auf den alten Meister in der Seniorenressidenz zu besuchen und findet dort den Weg, der, durch eine Luke im Boden, in eine andere Welt führt. Die Welt der Grube im Wald..

    Der Autor schafft es auch im zweiten Band eine ruhige, mystische Atmosphäre unter denren Oberfläche eine permanente Beklemmung/ Anspannung spürbar ist. Die Charaktere rund um den Ich- Erzähler bleiben unergründlich und somit schwer einschätzbar. Vor allem Marie wirkt für ihr Alter teilweise sehr abgeklärt und weise, fast schwingungsunfähig. Die Ereignisse rund um das Verschwinden verwischen die Grenzen zwischen Realtität und Fantasy. Die Symbolik der Idee, Metapher und dem Abstieg in die eigenen Abgründe lässt mich zwar letztendlich etwas ratlos zurück, dennoch eine Empfehlung.  

  10. Cover des Buches Im Schatten des Fuchses (ISBN: 9783453272057)
    Julie Kagawa

    Im Schatten des Fuchses

     (163)
    Aktuelle Rezension von: DerBuechernarr

    Man nehme einen mächtigen Gegenstand, zerteile ihn und verstecke die Teile an verschiedenen Orten der Welt. Dazu füge man verschiedene Parteien hinzu, welche die Teile zusammenfügen möchten, um ihren bösen Plan zu verwirklichen. Eine Prise von „zusammengewürfelter Haufen aus verschiedenen Charakter-Archetypen, welche im Verlauf der Geschichte zusammentreffen und die Teile des Gegenstandes suchen, um sie zu beschützen“ darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Abschließen tauche man das Gerüst in eine „japanisches Setting“-Glasur und fertig ist „Im Schatten des Fuchses.“

    Juli Kagawa erfindet mit „Im Schatten des Fuchses“ das Rad definitiv nicht neu. Das Konzept der Geschichte dürfte den meisten schon bekannt sein und auch die auftauchenden Charaktere sind oft - wenn auch sehr gut umgesetzt -  gängige Archetypen mit festen Rollen. Was das Buch in meinen Augen jetzt dennoch zu einem tollen Leseerlebnis macht, ist das fantastisch ausgearbeitete japanische Setting. Die beschriebene Welt, die Mythologie und das Benehmen der Charaktere macht es sehr einfach, sich auf die japanisch angehauchte Erzählung einzulassen und in dieser zu versinken.

    Trotz der bereits bekannten Charaktereigenschaften vieler auftauchender Personen wird die Geschichte nicht langweilig und durch die gute Umsetzung stört man sich auch nicht zu sehr daran, da es einfach nur Spaß macht zu sehen, wie die Charaktere miteinander interagieren. Besonders die naive und eher unschuldige Yumeko und der griesgrämige Ronin Okame sind mir ans Herz gewachsen.

    Der einzige Kritikpunkt für mich ist der Shinobi Tatsumi, da dessen Gejammer und „düstere und unnahbare“ Aura zuweilen doch sehr anstrengend wurde.

     Ansonsten ist das Buch definitiv eine klare Leseempfehlung.

  11. Cover des Buches Der Uhrmacher in der Filigree Street (ISBN: 9783608984750)
    Natasha Pulley

    Der Uhrmacher in der Filigree Street

     (131)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: Thaniel ist Telegrafist und ein unscheinbarer Angestellter der Regierung des historischen London. Eines Tages entdeckt er eine ungewöhnliche und offensichtlich sehr teure Taschenuhr in seinem Besitz, die ihm aber nicht gehört. Als die Uhr dazu beiträgt, dass er einen Bombenanschlag knapp überlebt, macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher.

    Eindruck: Die Liebe zu dieser Geschichte entwickelte sich sehr langsam und heimlich, aber etwa ab der Hälfte war ich begeistert und das Buch wurde für mich zum Pageturner.

    Ich bin ein Fan von Geschichten, die im historischen London spielen. In diesem Buch kamen noch Einblicke in das historische Japan und die Entwicklung von japanischer Kultur im alten London durch Einwanderung hinzu. Das war sehr interessant und ein Thema, zu dem ich bisher noch nichts gelesen hatte.

    Die Geschichte wird in zwei Perspektiven/Ebenen erzählt. Zum einen London 1884, wo es um Thaniels Erlebnisse geht und Oxford 1884, wo es um Graces Erlebnisse geht. Die Verbindung zwischen diesen Charakteren bleibt lange unklar, doch die Auflösung hat mir sehr gefallen.

    Die Entwicklung von Thaniel im Lauf der Geschichte ist der Autorin absolut realistisch gelungen. Realistisch deshalb, weil mir beim Lesen kaum etwas aufgefallen ist, so fein und unscheinbar war die Veränderung. Aber wenn ich inne gehalten habe und an den Thaniel vom ersten Kapitel gedacht habe, war die Entwicklung deutlich zu sehen. 

    In diesem Buch habe ich zum ersten Mal von "Synästesie" erfahren. Das ist ein Phänomen, wegen dem manche Menschen Sinnesreize anders wahrnehmen bzw. ihre Sinne anders miteinander verbunden sind. Es gibt zum Beispiel Menschen, wie der Hauptcharakter Thaniel, die Geräusche als Farben und Muster sehen können. Das wird im Lauf der Geschichte immer mal wieder erwähnt und war sehr faszinierend.

    Der japanische Uhrmacher Mori hat auch eine besondere Fähigkeit, auf die ich aus Spoiler-Gründen nicht genauer eingehen kann. Aber mir hat die Darstellung sehr gut gefallen. Am Anfang kann man auch als Leser nur raten, worum es sich dabei handelt, aber gegen Ende der Geschichte erfährt man immer mehr und dadurch sieht man die voran gegangene Handlung plötzlich in ganz anderem Licht. Sehr cool gelöst.

    Die Geschichte wirkt am Anfang eher unscheinbar, doch es lohnt sich dran zu bleiben, denn sie entwickelt sich schnell zu etwas Besonderem mit sehr spannendem Finale. :) Ich empfehle das Buch allen Leser*innen, die sich für das historische London und Japan interessieren und gerne Geschichten mit nur einem kleinen Hauch Fantasy lesen.


    ACHTUNG! Es folgen SPOILER! (Nur für Leute bestimmt, die das Buch schon gelesen haben!)

    #### SPOILER!!!! #####

    Mein einziger Kritikpunkt ist die angedeutete romantische (und möglicherweise sexuelle?) Beziehung zwischen Thaniel und Mori. Diese Enthüllung kam für mich völlig unerwartet und macht für mich keinen Sinn im Rahmen dieser Geschichte. Im Verlauf der Handlung ist offensichtlich, dass sich eine besondere Beziehung zwischen den beiden entwickelt. Ich habe diese aber die ganze Zeit als enge Freundschaft und Verbundenheit wahrgenommen und nie als "mehr". Bis zu diesem plötzlichen Kuss aus dem Nichts. Möglicherweise habe ich auch alle vorangegangenen Hinweise in diese Richtung übersehen, aber das bezweifle ich sehr.... Für mich wirkt die Romantisierung dieser Beziehung sehr erzwungen und fehl am Platz, als hätte man einen noch stärkeren Grund gebraucht, warum Thaniels Ehe nicht halten wird. Dabei gab es meiner Meinung nach schon genug Gründe und diese Entwicklung hat mich überrumpelt und eher verwirrt. Dazu kommt noch der gravierende Altersunterschied (Thaniel ist etwa 25 und Mori wird so beschrieben, dass ich ihn auf etwa 60? schätze.)

    EDIT: Ich habe nichts gegen die Darstellung gleichgeschlechtlicher oder anderer Beziehungen. Aber es muss für mich in den Kontext der Geschichte passen und das ist für mich hier überhaupt nicht der Fall.

  12. Cover des Buches Sakura (ISBN: 9783401603186)
    Kim Kestner

    Sakura

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Ich hatte schon viel von dem Buch "Sakura - Die Vollkommenen" gehört und musste mit ein Bild von diesem Buch machen. Das Cover gefiel mir sehr gut mit dem Mädchen und ihren blonden Haaren, die für mich Juri darstellen soll. Der Schreibstil von Kim Kestner hat einen wunderbar flüssigen und bildhaften Schreibstil der mich wieder fesseln konnte. Auch die dunkel Seite und die helle Seite und den Gegensatz von Reich und Arm werden gut beschrieben. Es ist eine Dystonie die auf die japanische Kultur trifft. Sowas habe ich noch nie gelesen. Für mich war es was völlig neues und spannendes.

  13. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783942656160)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

     (3.720)
    Aktuelle Rezension von: IvyBooknerd

    Ich kann irgendwie gar nicht so richtig glauben, dass das tatsächlich Fitzek's erstes Buch sein soll.

    Ich bin endlos begeistert - endlich mal wieder ein Thriller, den ich vor Spannung kaum aus der Hand legen konnte - auch nicht letzte Nacht, obwohl früh morgens um 6 Uhr wieder mein Wecker klingelte. Ich liebe solche Bücher, die einen nicht mehr los lassen und die man - trotz immer schwerer werdender Augen - einfach nicht zur Seite legen möchte. 

    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, teilweise vielleicht etwas wirr, aber auch das mag ich, wenn man nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommt, sondern selbst auch ein wenig nach- und mitdenken muss. 

    Das Ende war ziemlich genial. Jetzt kann ich auch endlich nachvollziehen, wieso so viele Fans des Autors behaupten, dies sei sein bestes Werk. 

    Mich hat das Buch wahnsinnig gut unterhalten. Ich bin begeistert!

  14. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

     (259)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    In "Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata geht es um Keiko, die schon im frühen Kindesalter bemerkt, dass sie anders als ihre Klassenkameraden ist und immer wieder mit ihren Aktionen und fehlender Empathie auffällt und Ärger bekommt. Deswegen beschließt sie nur noch das nötigste zu sprechen und nicht mehr eigenmächtig zu handeln.

    Als junge Erwachsene fängt sie als Ladenhilfe in einem Konbini, einem so genannten Convenience Store an zu arbeiten und findet dort ihre Bestimmung. Diesem Job bleibt sie sage und schreibe 18 Jahre lang treu, bis sie Shiraha, eine männliche Aushilfe im Konbini kennenlernt. Shiraha ist anders als Keiko, eher ein Taugenichts der nichts von der Arbeit hält und seine weiblichen Kunden stalkt.
    Keiko und Shiraha haben jedoch eine Gemeinsamkeit, denn beide werden von ihrer Familie und Freunde als Außenseiter betrachtet, da beide als Aushilfe arbeiten und immer noch unverheiratet sind.

    Für mich war "Die Ladenhüterin" eine leichte Geschichte zum weglesen. Die Geschichte an sich ist aber doch eher traurig, bedrückend und sehr verrückt. Das Ende hatte ich mir so nicht erwartet.

    Leider konnte mich mein zweites japanisches Buch auch nicht begeistern. Jedoch fand ich den Einblick in die japanische Kultur sehr spannend.

  15. Cover des Buches Als Schisser um die Welt (ISBN: 9783442158041)
    Jan Kowalsky

    Als Schisser um die Welt

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Rebecca95

    Der Schisser hasst Abenteuer, Unordnung, Risiken - eigentlich alles, was sich außerhalb der Komfortzone befindet. Da kommen die von Jahr zu Jahr gleichen Familienurlaube in Dänemark gerade recht. 

    Der erwachsene Schisser würde die Tradition der Eltern nur zu gerne fortsetzen. Wäre da nicht seine Ehefrau. Er liebt sie über alles, nur ihr Drang zu Abenteuern wird ihn irgendwann ins Grab bringen. Davon ist er überzeugt. 

    Seiner Frau zuliebe lässt sich der Schisser zu ständig neuen Fernreisen überreden - Action, Pannen und kulinarische Katastrophen inklusive.

    Aber warum ist der Schisser immer dabei? Für seine Frau? Weil seine Eltern rein gar nichts von der Reiselust ihrer Schwiegereltern halten? Vor dieser Frage steht er immer wieder - sehr zum Leid seines Hausarztes, der vor jeder "gefährlichen" Reise um Rat und nach allen erdenklichen Impfungen gefragt wird. 

    Kann der Schisser seine Ängste überwinden? Sind die Fernreisen am Ende eine Chance, um über sich selbst hinauszuwachsen? 

    Gemeinsam mit dem Protagonisten und seiner Frau reisen die Leser zu den verschiedensten Ecken der Welt. Die Geschichten sind mit viel Witz geschrieben und geben Einblick in die Gedanken und Sorgen des Schissers. Das Buch ist sehr kurzweilig und Weltenbummler finden hier sicher den ein oder anderen Reisetipp :) 




  16. Cover des Buches Die Perlenfrauen (ISBN: 9783453420298)
    Katie Agnew

    Die Perlenfrauen

     (88)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Das Cover und der Titel haben sofort mein Interesse an dem Buch geweckt. Lässt es doch auf einen tollen Roman hoffen. Die Autorin habe ich bis jetzt noch nicht gekannt.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, so dass die Seiten nur so dahinflogen und ich am Ende überrascht war, als das Buch zu Ende war.

    Die einzelnen Personen sind vortrefflich gewählt. Meine Sympathie galt sofort Sophia.

    Das Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen gibt es da Sophia, die noch nichts wirklich in ihrem Leben auf die Reihe gebracht hat. Sie bekommt von ihrer sterbenskranken Großmutter den Auftrag, nach einer verschwundenen Perlenkette zu suchen.

    Die andere Handlung bestreiten Ammas, das sind Perlentaucherinnen. Da wird auch wieder ein Mutter-Tochter Verhältnis aufgezählt, und es geht hauptsächlich um bestimmte Perlen, die am Ende eine Verbindung zu allem darstellen.

    Selten hat mich ein Roman so gut unterhalten, wie dieser. Er beinhaltet alles, was man sich so wünschen kann, Romantik, Tragik, Lügen, Intrigen, Liebe und Verzeihen. Ein wunderschönes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. Es hat mir ein großes Lesevergnügen bereitet.

     

  17. Cover des Buches your name. (ISBN: 9783770496778)
    Makoto Shinkai

    your name.

     (107)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Der Schreibstil war mal etwas komplett anderes und für mich völlig neuartig. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ganz zart und steht zunächst garnicht im Vordergrund. Viel mehr begleitet man Taki und Mitsuha auf ihrer einzigartigen Reise und versucht mit ihnen das Rätsel des Körpertausches zu lösen. Die Perspektivwechsel scheinen am Anfang zunächst verwirrend, steigern sich dann aber immer schneller in ihrer Spannung bis zu einer unvorhersehbaren Wendung. Zwischen den Zeilen steckt viel Poesie, manchmal wählt der Autor dafür Worte und manchmal ist eine Szene umso eindrücklicher aufgrund der Worte, die fehlen. 

    Für mich eine wunderschöne Überraschung!

  18. Cover des Buches Sieben Nächte in Tokio (ISBN: 9783423761499)
    Cecilia Vinesse

    Sieben Nächte in Tokio

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Litara
    In den ersten Kapiteln zog sich die Geschichte ein wenig dahin, aber es wurde immer spannender, da die Figuren eine wirkliche Entwicklung durchmachen und man mehr über Sophia erfährt. Nur die Rückblenden haben mich ein wenig gestört, da sie meiner Meinung nach nicht immer passend waren. Aber auf jeden Fall konnte mich das Buch fesseln, da sich die Geschichte auch wirklich vorwärtsbewegt und man mit jedem Tag, der in der Geschichte vergeht, mehr mitfiebert
  19. Cover des Buches The Sea in your Heart (ISBN: 9783499006647)
    Kira Mohn

    The Sea in your Heart

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Mit dem ersten Band der Island Reihe hat Kira Mohn bei mir genau ins Schwarze getroffen. Ihre vorherigen Bücher habe ich auch gelesen und gemocht, aber keines vorher habe ich so sehr gefühlt und geliebt. Die Messlatte für Band 2 ist zugegebener Maßen ziemlich hoch, aber ich versuche mich selbst etwas zu disziplinieren, in dem ich mir vor Augen halte, das nicht jedes Buch immer den gleichen Effekt haben kann. Mit angeleinter Begeisterung ließ ich also die Geschichte von Jòns kleiner Schwester Lilja auf mich wirken…

    Ähnlich wie mit aufoktroyierendem Veganismus habe ich so meine Probleme mit übermäßigem Aktivismus. Deshalb war ich zunächst einmal nicht so ganz warm mit der Geschichte. Mir war Lilja als die Walschützerin zu präsent und ich hatte nicht das Gefühl, einen Liebesroman zu lesen. Das änderte sich zwar kurzweilig, als Jules auftauchte, aber auch hier war ich irgendwie skeptisch. Ich kann nicht genau sagen, zu welchem Zeitpunkt diese Gefühle umgeschwenkt sind, aber sie haben es getan!

    „The Sea in your Heart“ ist eine ebenso feurige wie stürmische Liebesgeschichte, deren Schwerpunkt die Liebe zur See ist (sagt ja auch der Titel^^). Auch wenn mich das Thema anfangs ganz schön überrannt hat, bin ich begeistert von Liljas Hingabe. Auch wenn ich natürlich um den Fakt weiß, dass Wale gejagt und getötet werden, habe ich nie länger über das Thema nachgedacht als die Dauer der Dokumentation, die ich darüber gesehen habe. Das ist traurig, aber wahr. Mit diesem Buch denke ich aber auch weit über das Ende hinaus über die Kriminalität rund um den Walfang nach, verabscheue die Brutalität und verstehe nicht, warum Menschen aus Profitgier zu Monstern werden. Die Autorin hat die Fakten und die harte Realität sehr anschaulich zusammengefasst und dank der Leidenschaft ihrer Figuren sehr lebendig und fühlbar gemacht. Ich finde es toll, dass mir hier das Engagement der Aktivisten gezeigt wird, ohne klagend oder bekehrend auf mich einwirken zu wollen. Ebenso gelungen finde ich aber auch die wunderschönen Beschreibungen der Meerestiere, die mal einen lustigen, mal einen traurigen und mal einen Gänsehaut machenden Auftritt haben. Kira Mohn findet genau die richtige Worte, um die Schönheit des Anblicks und der Rührung zu beschreiben.

    Die Liebesgeschichte ist im Gegensatz zu Kira Mohns anderen Werken ungewohnt heiß. Natürlich ist dabei der Fakt, dass Lilja und Jules einen One-Night-Stand haben, ohne auch nur die gröbsten Informationen ausgetauscht zu haben, ein entscheidender. Das Tempo der beiden finde ich durchaus realistisch, auch wenn es mir mit den tiefen Gefühlen vielleicht etwas zu schnell ging. Insgesamt ist die Handlung ziemlich vorhersehbar, trotzdem fühlte ich mich dank des lockeren Schreibstils und dem Überspringen des isländischen Kauderwelschs sehr gut unterhalten. Das einzige, was mich wirklich irritiert hat, ist das Alter der Protagonisten. Sie soll 22, er Mitte Zwanzig sein. Beide haben auf mich einen wesentlich älteren Eindruck gemacht.

    Ich mag die durchsetzungsstarke Lilja, die für ihre Werte kämpft. In ihrem Handeln und ihren Aussagen ist sie sehr mitreißend und überzeugend. Und in Jules bin ich auch ein kleines bisschen verknallt. Nicht nur, dass er rattenscharf ist, er ist auch sehr aufmerksam und zugewandt. Er wirkt auf mich vernünftig und analytisch, denkt aber im richtigen Augenblick mit dem Herz. Beide haben eine sehr starke und sehr knallende Chemie und ich mochte die Entwicklung innerhalb ihrer Beziehung sehr.

    Der Abschluss der Island-Reihe von Kira Mohn ist ein kurzweiliges Buch mit einem wichtigen Thema und einer sexy Liebesgeschichte. Ich kann verstehen, was daran kritisiert wird, ich kann aber auch verstehen, was daran geliebt wird. Für mich war das Buch alles, was ich diesem Moment gebraucht habe.

  20. Cover des Buches Reckless - Auf silberner Fährte (ISBN: 9783791501550)
    Cornelia Funke

    Reckless - Auf silberner Fährte

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Katinka9311

    In diesem vierten Band der Reihe begleiten wir Jacob und Fuchs nach Asien, wohin sie reisen, um Jacobs Bruder Will zu finden, der versucht einen weiteren Spiegel zu finden, der Siebzehn helfen soll und um eine Möglichkeit zu finden Jacobs Deal mit Spieler zu lösen. Neben den bereits bekannten Feinden und Freunden kommen in diesem Band neue hinzu.

    Besonders Hideo ist ein toller neuer Charakter, der einige besondere Eigenschaften aufweist und für Fuchs und Jacob ein wichtiger neuer Freund ist. Wie immer gelingt es Cornelia Funke eine zauberhafte Welt zu erschaffen, in der man sich vorstellen kann, dass alles geschehen kann. Die Geschichte lässt sich leicht lesen und der Verlauf ist spannend.

    Das Augenmerk liegt, nach den europäischen Märchen in den ersten drei Bänden, in diesem Band auf ostasiatischen/chinesischen Märchen. Mit ihrem Buch schafft es Cornelia Funke die Märchen und Legenden neu zu interpretieren und einer neuen Leserschaft zugänglich zu machen.

    Obwohl die Gesamthandlung der Reihe in diesem Band nicht die Riesenfortschritte macht, so ist der vierte Band doch spannend und legt einige Grundlagen, die in der Zukunft wichtig sein könnten. Ich hoffe wir bekommen einen weiteren Reckless-Band und irgendwann die Auflösung der Geschichte.

  21. Cover des Buches Butter (ISBN: 9783351050986)
    Asako Yuzuki

    Butter

     (135)
    Aktuelle Rezension von: leonie2106

    Diese Buch hat mich verzaubert. Schon Covergestaltung und Buchformat haben mich angesprochen und letztendlich hat auch der Inhalt vollkommen überzeugt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich gut lesen und obwohl nicht allzuviel passiert, reißt der Lesefluss nie ab. Anfangs fiel es mir ein wenig schwer mich in die Erzählweise der japanischen Protagonistin einzufühlen, was aber vermutlich dem kulturellen Unterschied geschuldet ist. Rika ist ein außergewöhnlicher Charakter, sie ist klug, gewitzt und selbsreflektiert, kämpft aber dennoch mit alltäglichen Problemen und dem ungesunden Druck der Gesellschaft. Auch alle anderen Charaktere, die die Autorin erschaffen hat, könnten nicht origineller sein. Der rote Faden ist durchweg erkennbar. Ohne zuviel zu verraten, behandelt "Butter" eine Geschichte von Freundschaft, Gesellschaftlichen Idealen und dem Kampf sich selbst zu finden, der Liebe zu Menschen aber auch zu sich selbst und natürlich vom Kochen und Essen. Dieses Buch war anders als alles, was ich bisher gelesen habe und ich kann es nur empfehlen.      

  22. Cover des Buches Memento - Die Überlebenden (ISBN: 9783833901133)
    Julianna Baggott

    Memento - Die Überlebenden

     (196)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Das Coverbild finde ich gut. Der Schreibstil ist ebenfalls gut und ich bin recht einfach in die Geschichte reingekommen. Es hat etwas gedauert, bis ich dort angekommen bin. Die ganzen Deformationen waren für mich erst ein mal schwer vorstellbar. Generell ist die Welt jedoch recht spannend. Pressia empfinde ich als einen sehr angenehmen Charakter. Ich mag ihre mutige, verantwortungsbewusste Art. Aber auch Partridge und Bradwell finde ich als handelnde Personen gut gelungen.

    Jedoch fand ich ca. das letzte Drittel ziemlich langweilig und habe sehr großzügig weitergeblättert. Irgendwann wurde es mir dann doch zu viel und zu unwirklich. Ich habe sogar überlegt das Buch abzubrechen und werde wohl nicht weiter die Buchreihe verfolgen. 


    Schade!

  23. Cover des Buches Inspektor Takeda und die Toten von Altona (ISBN: 9783746632131)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und die Toten von Altona

     (81)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Und auch das hat mir sehr gut gefallen, dieser erste Band. Hier landet Takeda also in Hamburg und Claudia Harms ist alles andere als erfreut darüber – denn ausgerechnet Ihr wurde der Japaner aufs Auge gedrückt ! Das macht sie, die einzige Hauptkommissarin der Mordkommission, fürchterlich wütend, befürchtet sie doch, dass sie kaltgestellt werden soll. Claudia ist oft recht mürrisch, ist beziehungsunfähig (würde sie selbst sagen..), schnell aufbrausend, aber sie hat das gewisse Etwas, und das hat mir auch gut gefallen.

    Aber Ihre Vorbehalte zerstreuen sich schnell. Ist doch Takeda ein höflicher und sympathischer Mann, und ganz anders, als Harms das in Ihrem Kurz-Seminar gelernt hat… 😊

    Takeda wiederum staunt über Deutschland und seine Bewohner – und das ist wirklich gut be-und geschrieben. Es ist auch sehr interessant, den Spiegel vor die Nase gehalten zu bekommen, denn bei vielem musste ich ihm zustimmen. So sind wir halt, wir Deutschen… 😊 Takeda selber ist Jazzfan, spielt auf dem Saxophon , trinkt manchmal zu viel, liebt teure Anzüge und vor allem Schuhe, hat eine schwere private und unglückliche Zeit hinter sich und kommt aus einer alteingesessenen japanischen Familie.

    Die Arbeitsweisen von Takeda und Harms unterscheiden sich natürlich ebenfalls, aber – sie ergänzen sich gut. Hier in diesem ersten Fall, der – eigentlich – gar keiner sein sollte, schlägt das Gespür des japanischen Kommissars an. Das ist doch nie im Leben ein Selbstmord gewesen!

    Der Täter scheint festzustehen, aber irgendwie haben beide Ermittler Zweifel daran. Und so beginnen sie in einem wahren Sumpf zu ermitteln. Es geht um Bauspekulanten, Ausländerhass und vieles andere mehr. Dass sie sich unabhängig voneinander auch in tödliche Gefahr bringen, war natürlich nicht beabsichtigt…..

    Ein Minuspunkt ist allerdings, dass der Krimi sich doch ziemlich hinzieht, zwischendurch auch mal richtig langweilig ist und Handlungen vorkommen, die gar nicht nötig gewesen wären. Hier ist es wirklich ein wenig zu viel gewesen.

    Aber trotzdem hat mir das Buch ausnehmend gut gefallen und ich werde nun gleich das nächste beginnen… 😊

  24. Cover des Buches Battle Royale (ISBN: 9783453437210)
    Koushun Takami

    Battle Royale

     (196)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Bin damals durch Suzanne Collins' "Hungergames" drauf aufmerksam geworden. "Battle Royale" hat dann noch eins drauf gesetzt. Die Handlung ist zwar völlig surreal, aber trotzdem handeln die Charaktere absolut nachvollziehbar. Mir ist es immer wichtig, dass ich mich in Charaktere hineinversetzen kann, was Koushun Takami wirklich gelungen ist (trotz der kulturellen Unterschiede). Er schafft es innerhalb weniger Seiten einen Charaker so tiefgehend zu beleuchten, dass man erst merkt, wie sehr man ihn doch mochte, wenn er gerade von jemand anderem brutal getötet wird. Gänsehaut & Emotionschaos pur! 

    Die Tribute von Panem sind dagegen nur ein müder Abklatsch.

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