Bücher mit dem Tag "jakob arjouni"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jakob arjouni" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Idioten. Fünf Märchen (ISBN: 9783257603736)
    Jakob Arjouni

    Idioten. Fünf Märchen

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    In fünf Geschichten erzählt er Autor zunächst scheinbar unzusammenhängende Erzählungen aus dem Leben von verschiedenen Menschen denen jedoch vieles gemeinsam ist. Alle sind fixiert und blind für Erkenntnis und rennen sich dadurch lieber den Kopf ein als zu einer klaren Erkenntnis zu kommen. Die Geschichten sind aus dem Leben gegriffen und werden vom Autor in seiner wunderbaren Sprache geradlinig und klug aber immer auch mit einer gewissen Melancholie erzählt. Ein kleines, unterhaltsames und lesenswertes Buch des leider viel zu früh verstorbenen Autors.

  2. Cover des Buches Hausaufgaben (ISBN: 9783257603699)
    Jakob Arjouni

    Hausaufgaben

     (74)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    War er nicht immer korrekt ? Jugendlich und witzig empfindet er sich und dann fliegt ihm sein Leben um die Ohren. Tochter und Sohn, Ehefrau und Schüler machen ihm Vorwürfe, aber Lehrer Linde gehen die Argumente der Selbstentlastung nicht aus.

    Ich habe es in einem Rutsch gelesen und die Geschichte um den überaus korrekten Lehrer Joachim Linde sehr unterhaltsam, zwischen Lächeln und Kopfschütteln. Er fordert Verantwortung von seinen Schülern ein, übernimmt sie aber für sein eigenes Leben nicht.

    Und dann passiert was immer passiert wenn zu viel Druck entsteht: es kommt zur Explosion und Linde muss den Kopf einziehen, das kann er gut.

  3. Cover des Buches Der heilige Eddy (ISBN: 9783257600025)
    Jakob Arjouni

    Der heilige Eddy

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz
    Und wieder eine Geschichte für die Ewigkeit. Fein und mit meisterhaftem Humor umgesetzt.

    Geschichte:  Eddy Stein, Musiker und Trickbetrüger in Berlin, kommt nach einem erfolgreichen Coup nach Kreuzberg, zu seiner Mietwohnung und sieht unten vor dem Haupteingang 2 Bodyguards stehen. Eddy stellt sich auf total dumm und darf passieren. Vor der Tür eines neuen Nachbarn, steht Horst König, eine schillernde Größe der Berliner Wirtschaft und zwar der, der die Berliner Deo Werke gekauft hat, angeblich um sie zu retten, dann aber das komplette Werk zerschlagen hat und 8000 verlorene Jobs zu verantworten hat. Dieser König steht im Treppenhaus und will anscheinend zu  Romy, seiner Tochter, die unter falschem Namen eingemietet ist. Eddy stellt sich wie immer dumm aber König regt sich auf und schlägt Eddy, der natürlich zurück schlägt und König dabei so dumm trifft, dass er die Treppen herunter fällt und stirbt. Eddy muss schnell überlegen wie er aus dieser Nummer heraus kommt.....

    Arjouni kaufte man alles ab und seine Personen sind einfach nie wirklich böse. Eddy, wunderbar dargestellt, besitzt ein Gewissen und würde gerne Romy alles erklären. Arkadi, sein Freund und Bandkollege, fühlt sich von Eddy mißbraucht und angeschwindelt, als dieser ihn bittet eine alte Couch zu entsorgen. Der Klatschreporter Broaker, der wirklich mies ist, aber alles wird mit großer Sorgfalt und absolut authentisch dargestellt. 

    Alle seine Bücher sind irgendwie Märchen für Erwachsene, die einem mit leuchtenden Augen da stehen lassen im Wissen, jetzt habe ich eine wirklich tolle Geschichte gelesen... Viel Gefühl, Humor, Spannung und absolut flüssige und durchdachte Geschichte, die einfach nur Spaß macht.
  4. Cover des Buches Happy birthday, Türke! (ISBN: 9783257215441)
    Jakob Arjouni

    Happy birthday, Türke!

     (111)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Kemal Kayankaya ist Privatdetektiv in hessischen Frankfurt und natürlich mit sämtlichen Klischees behaftet, die es so gibt.

     

    Sein neuer Fall kommt ihm gerade etwas unpassend. Seit geraumer Zeit nervt ihn eine Wespe in seinem Büro und als er dieses fiese Ding endlich zu fassen bekommt, klingelt es an der Tür.

     

    Die Auftraggeberin befindet sich in tiefer Trauer. Die junge kleine Türkin erzählt Kayankaya vom Tod ihres innig geliebten Mannes. Nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ermittelt die Polizei nur schleppend. Das es sich bei dem Fundort der Leiche um ein Bordell handelt, scheint die junge Witwe nicht wirklich zu beschäftigen und Kayankaya braucht dringend ein wenig Geld.

     

    Ein kleines Problem verheimlicht er allerdings seiner Auftraggeberin, die natürlich selbstverständlich davon ausgeht, dass er fließend türkisch spricht. Doch der Tausend-Mark-Schein ist einfach zu verlockend.

     

    Die Ermittlungen führen ins Drogenmillieu. Mit der Holzhammermethode macht er sich bei der örtlichen Polizei natürlich nicht gerade Freunde, aber beim Pensionär Löff stößt er auf offene Ohren, bis der erste Drohbrief reinflattert.

     

    Mit viel hessischem Charme schafft es Kayankaya schnell, sich Durchblick im Frankfurter Bahnhofsviertel zu verschaffen.

     

     

     

    Jakob Arjouni macht es einem sehr leicht, Kayankaya zu mögen. Der frischgebackene Privatdetektiv nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt den Leser schnell mal laut auflachen. Feiner Humor und gut gezeichnete Charaktere machen diesen Roman/Krimi, wenn auch nur 170 Seiten lang zu einem abendfüllenden Programm.

     

    Das der Krimi im Jahr 1983 spielt und im klassischen Chandler/Marlow-Stil geschrieben ist, macht schon nach den ersten paar Seiten Lust auf mehr. Doch leider ist Jakob Arjouni bereits an einem Krebsleiden früh verstorben.

  5. Cover des Buches Ein Mann, ein Mord (ISBN: 9783257225631)
    Jakob Arjouni

    Ein Mann, ein Mord

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Das Eros-Center Elbestrasse hatte vier Stockwerke mit jeweils zwanzig bis fünfundzwanzig Zimmern, einer Dusche und einer Toilette. Erdgeschoß und erster Stock wurden jeden Tag gefegt, waren am unsatzstärksten und fest in deutscher Hand. Nach oben hin wurden die Flure dunkler, die Frauen billiger und farbiger. Im dritten Stock Asiatinnen, im vierten Afrikanerinnen; die Putzfrau kam einmal die Woche. (Auszug Seite 24)

    Ein etwas schrulliger Künstler und Autor namens Weidenbusch engagiert Kemal Kayankaya, um seine Freundin Sri Dao zu finden. Diese ist Thailänderin und arbeitete als Prostituierte in einem Club der lokalen Größe Charly Köberle. Weidenbusch bezahlte 5.000 Mark, um Sri Dao freizukaufen. Bei einem Treffen mit einem Kontakt, um falsche Papiere zur Verhinderung von Sri Daos Abschiebung bekommen, wurde Sri Dao in ein Auto gezerrt und Weidenbusch mit einer Waffe bedroht. Seitdem ist die Frau verschwunden.

    Kayankaya begibt sich direkt ins Frankfurter Milieu ins Eroscenter des Charly Köberle. Dort trifft er überraschend auf seinen Kumpel Slibulsky, der offenbar jetzt Handlangerdienste für Köberle erledigt. Doch Kayankaya erreichts zunächst nichts. Auch ein Besuch beim Ausländeramt und der Ausländerpolizei gerät zum Desaster, da Kayankaya dort nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Doch dann erhält er unerwartet von einem Polizisten doch noch einen Tipp: In einer Villa in Gellersheim sollen in letzter Zeit häufiger Gruppen von Ausländern einquartiert worden sein.

    Ein Mann, ein Mord ist der dritte Roman um den inzwischen legendären Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya. 1985 tauchte Kayankaya mit Happy Birthday, Türke! das erste Mal auf der Bildfläche auf. Verkatert und abgeranzt löste er seinen ersten Fall im Rotlichtmilieu der Mainmetropole. Dieser Privatdetektiv steht ganz in der Tradition amerikanischer Hardboiled-Krimis, mehr als einmal wurden von verschiedener Seite Parallelen zu Raymond Chandlers Marlowe gezogen. Jedenfalls waren sowohl Leser als auch Kritiker von dieser Figur begeistert. Maxim Biller schrieb damals im Magazin „Tempo“ euphorisch: „Eine literarische Figur […], die man nie mehr vergißt. Eine Gestalt, die es, jawohl, in der deutschen Literatur seit Oskar Matzerath nicht mehr gab.“ Insgesamt fünf Krimis mit Kayankaya schrieb Autor Jakob Arjouni, der 2013 schon mit 48 Jahren an einem Krebsleiden verstarb.

    Arjouni hat diese Figur Kayankaya aber auch äußerst trickreich angelegt. Als Kind türkischer Eltern wurde er als Kleinkind von einem deutschen Ehepaar adoptiert, nachdem die Eltern tödlich verunglückt waren. Nun hat Kayankaya unzweifelhaft einen türkischen Namen und einen türkischen Teint, ist ansonsten aber ein waschechter Hesse, beherrscht nicht einmal die türkische Sprache. Das macht ihn zur Zielscheibe des alltäglichen Rassismus, bei den Vermietern, bei der Polizei, bei den Passanten auf der Straße. Doch Kayankaya hat eigentlich immer eine ironisch-schlagfertige Replik parat. Das macht auch den Charme dieses Privatdetektivs aus: Immer etwas heruntergekommen, immer klamm, immer ein schneller Spruch, er geht keiner Konfrontation aus dem Weg, überquert die Grenzen der Legalität, aber Kayankaya ist im Inneren ein Typ mit viel Herz, Sensibilität und Empathie.

    Die Kayankaya-Krimis und seine Hauptfigur nutzt Jakob Arjouni, um neben dem hartgesottenen Krimiplot auch gesellschaftspolitische Statements unterzubringen. Hier in diesem Plot um Menschenhandel und korrupte Behörden, zeigt der Autor klar den gesellschaftlichen und auch behördlichen Rassismus auf. Die Ausländer und Asylsuchenden werden in dieser Geschichte nur ausgenutzt und ausgebeutet, ansonsten sind sie nicht weiter willkommen. Arjouni lässt Kayankaya gegen Ende ein wütendes und resigniertes Selbstgespräch führen, in dem er sich beklagt, wie mit diesen Menschen umgegangen wird und diese als „Schmarotzer“ abgestempelt werden, die auf unsere Kosten leben,

    „obwohl diese Kosten seit Jahrhunderten er getragen hat, und der heute nur dahin geht, wo mit dem Reichtum seines Landes unsere Fußgängerzonen, unsere Fliegerstaffeln und unsere Opernhäuser aufgebaut wurden“. (Seite 116)

    „Und auch wenn es manchmal so aussieht, als wäre die freie Meinungsäußerung ausschließlich für Republikaner und Leute, die keine Meinung haben, erfunden, sie gilt auch noch für andere.“ (Seite 67)

    Kemal Kayankaya ist einfach ein Typ, den man gern haben muss. Ein Ritter der Gerechtigkeit, der durchs Frankfurter Rotlichtviertel und bundesdeutschen Mief und Scheinheiligkeit stampft. Hinzu kommt der lässige Schreibstil von Arjouni mit großartigen Dialogen und viel Sinn fürs Detail, etwa wie Kayankaya und sein Kumpel Slibulsky ein Tennismatch im Fernsehen anschauen. Insgesamt ist Ein Mann, ein Mord ein großartiger Hardboiled-Großstadt-Krimi, der zudem nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Wer diesen Kemal Kayankaya noch nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst!

  6. Cover des Buches Mehr Bier (ISBN: 9783257215458)
    Jakob Arjouni

    Mehr Bier

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz
    Auch im 2. Fall des Türkischen Detektivs Kayankaya, der kein Wort türkisch kann , ist von Anfang an wieder Vollgas angesagt und es wird kein Wort vertan, sondern die Geschichte kommt direkt zum Punkt.

    zur Geschichte:  Bei den Chemiewerken Bollig wird ein Attentat ausgeübt, der Nachtwächter wird niedergeschlagen und der Inhaber mit mehreren Schüssen hingerichtet. Ein einfaches Attentat von Umweltschützern ? 4 Personen sind schnell in Untersuchungshaft, aber lt. Aussage des Nachtwächters soll es noch einen 5. Mann gegeben haben. Der Anwalt der 4 Attentäter engagiert Kayankaya um den 5.Mann zu finden. Dieser braucht nicht lange um die ersten Diskrepanzen in den Aussagen zu entdecken und er ermittelt wobei die Verdächtigen bis in die höchsten Kreise reichen und auch die Witwe hätte durchaus ihre Gründe....

    Absolut starkes Buch mit einem wie immer sehr direkten Detektiv, der sich mit alles und jedem sofort anlegt und wie immer in viele brenzlige Situationen kommt. Die Sprache ist direkt und es wird keine Zeit vergeudet. Von Anfang geht es zielgerichtet zur Sache und es werden keine Gefangenen gemacht.

    Die Geschichte ist wie immer intelligent gemacht. Kayankaya ist einfach nur ein total guter Typ und nach wie vor einer der besten Ermittler, die es je gab, in meinen Augen.

    1 Stern Abzug, weil das starke Buch trotzdem noch stärkere Brüder hat.
  7. Cover des Buches Chez Max (ISBN: 9783257800609)
    Jakob Arjouni

    Chez Max

     (4)
    Aktuelle Rezension von: DieBuchkolumnistin
    "Chez Max" ist das Restaurant des Deutschen Max Schwarzwald - doch in Wirklichkeit auch nur ein Alibi für seine Arbeit für die geheime Sicherheitsorganisation Ashcroft. Im Jahr 2064 sieht nämlich alles etwas anders aus auf der Welt: durch einen Zaun trennt sich jetzt das Volk in Fortschritt oder Rückschritt, Luxus und Bequemlichkeit oder Armut und soziales Elend, Demokratie oder Diktatur. Doch sieht auch im euroasiatischen und nordamerikanischen Wohlstandsreich alles nicht so rosig aus, manche Teile der Bevölkerung planen den Aufstand im goldenen Käfig. Dagegen anzugehen ist Aufgabe von Max und seinem Kollegen Chen Wu, die ihre Freunde und Nachbarn ausspionieren und verraten sollen und dies bisher auch sehr erfolgreich getan haben. Doch kann Max in einer Welt von Verrat und Bespitzelung noch sicher sein, wer Freund und wer Feind ist? Jakob Arjouni hat hier eine sehr spannende und kritische Utopie geschrieben und als Hörbuch unterhaltsam gelesen. Er will zum Nachdenken anregen und hat dies bei mir auf jeden Fall erreicht, ständig wollte sich in mir der Widerstand bilden und ich musste weiterhören - die ganzen 4,5 Stunden lang. Es ist ein toller Roman und eine vom Autor selbst sehr gut umgesetzte Hörbuchfassung - allerdings wohl nicht zum Autofahren geeignet, ich hätte vor Spannung keine Augen mehr für den Straßenverkehr gehabt. Sehr empfehlenswert und für mich ein guter Grund, weitere Romane von Arjouni zu lesen/hören!
  8. Cover des Buches Cherryman jagt Mister White (ISBN: 9783257241679)
    Jakob Arjouni

    Cherryman jagt Mister White

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin

    Heimat macht gar keinen Spaß, wenn die einzigen anderen Jugendlichen in deinem öden Kaff brutale Dorfnazis sind, die dich schikanieren und erpressen und es keine Chance auf einen Ausbildungsplatz dort gibt.

    Was tun, wenn genau diese Typen, die dich fast täglich bedrohen, dir plötzlich eine Lehre als Gärtner anbieten. In deiner Traumstadt Berlin. Nur ein kleiner Gefallen ist dafür nötig ...

    Ich liebe den Schreibstil von Jakob Arjouni! Diese schmale Buch katapultiert einen sofort in die brandenburgische Einöde, wo der 18-jährige Rick echt nichts zu lachen hat. Er lebt bei seiner Tante, die seine Hilfe braucht. Er flüchtet sich in Comics, dort ist er Cherryman, der sich erfolgreich gegen seine Peiniger wehrt.

    Hier packt er einige wichtige Themen in eine spannende Geschichte. 

    Hätte Rick das Angebot ausschlagen müssen, was wäre dann passiert? 

    Oder hat er nicht "auf halber Strecke" die beste Entscheidung getroffen? 

    Ja, das Ende ist "wild". 

    Aber ich finde es nachvollziehbar, und das macht dann auch wieder etwas mit mir. Mit den LeserInnen. Wie kann man denn so ein Dilemma lösen? Kann man es lösen? Wir müssen darüber reden. 

    Von mir eine absolute Leseempfehlung.


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