Bücher mit dem Tag "isolation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "isolation" gekennzeichnet haben.

289 Bücher

  1. Cover des Buches Hope Forever (ISBN: 9783423716062)
    Colleen Hoover

    Hope Forever

     (2.280)
    Aktuelle Rezension von: leonie-grr

    eigentlich sehr bewegend und süß aber, 

    er stalkt sie am Anfang

    er nennt sie baby

    er klatscht ihr dauernd auf den po

    und er sagt sie soll sich um die verhütung kümmern und die Pille nehmen???????????


    sonst ist das Buch ein bisschen düster, weil das Thema einfach sehr schlimm ist

  2. Cover des Buches Der Buchspazierer (ISBN: 9783866124776)
    Carsten Sebastian Henn

    Der Buchspazierer

     (359)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Carl ist Buchhändler aus Leidenschaft. Jeden Abend bringt er seinen besonderen Kunden, die aus verschiedenen Gründen nicht oder kaum vor die Tür gehen, ihre bestellten Bücher vorbei. Das geht schon seit Jahrzehnten so. Und auch wenn Carl inzwischen über 70 ist, macht er weiter damit, denn immer dieselben Abläufe und Gewohnheiten sind ihm wichtig. Mitten in einen dieser abendlichen Spaziergänge platzt Schascha, ein neunjähriges Mädchen, das ihn "Buchspazierer" nennt und ihn fortan (auch gegen seinen anfänglichen Willen) begleitet. Doch sowohl Carl als auch seine Kunden, die er nach literarischen Figuren wie Effie, Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf benannt hat, schließen Schascha in ihr Herz. Gleichzeitig wird es immer ungemütlicher in der Buchhandlung, weil Inhaberin Sabine Gruber eigentlich den Lieferservice streichen will. 

    Das Buch ist eine Liebeserklärung an Bücher! Man fliegt nur so durch dieses (zugegebenermaßen recht dünnes) Buch. Mir gefällt, wie Carl gefühlt jedes Buch (zumindest sämtliche Klassiker) kennt und damit mir Lust gemacht hat, ebenfalls welche zu lesen. Schascha hat nicht nur Carls Herz erobert, sondern auch meins. Der Schreibstil ist toll, die Geschichte selbst ganz wunderbar. Ein Buch, das völlig zurecht, ewig auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und ein Muss für jeden Buchliebhaber. Ein absolutes Highlight!

  3. Cover des Buches Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle. (ISBN: 9783596705580)
    Arno Strobel

    Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.

     (990)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Wieder einmal ein tolles Buch von Arno Strobel. Spannend und fesselnd. Die ganze Zeit überlegt man, ob es tatsächlich so sein könnte oder wer war es und was steckt dahinter. 

    Hat mir gut gefallen und hat auch zur Jahreszeit sehr gut gepasst.

  4. Cover des Buches Gebannt - Unter fremdem Himmel (ISBN: 9783841503138)
    Veronica Rossi

    Gebannt - Unter fremdem Himmel

     (1.124)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope


    Durch Zufall bin ich auf diese Buchreihe aufmerksam geworden, gerade durch die zwar relativ schlichten, aber dennoch sehr schönen Cover der Bücher. Auch der Klapptext klang für mich sehr interessant und so durfte der erste Band bei mir einziehen. 

    Zu Beginn hatte ich ein paar Schwierigkeiten, mich in dieser Welt zurechtzufinden. Ohne große Erklärungen wurde ich hier in eine Zukunft unserer Welt gerissen, in welcher ich erst einmal mit den Gegebenheiten nichts anfangen konnte. Gerade das Leben in den verschiedenen Realitäten war für mich doch sehr gewöhnungsbedürftig. In Perrys Welt konnte ich mich etwas besser zurechtfinden, einfach weil diese Welt unserer dann doch noch viel ähnlicher war, wenn auch man hier das Gefühl hatte, in die Vergangenheit zurück versetzt worden zu sein. Ich befand mich also in einer Geschichte mit zwei komplett gegensätzlichen Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit der Zeit hatte ich diese Gegebenheiten aber verstanden und konnte mich gut damit arrangieren. 

    Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Sehr schnell wurde klar, dass die Hauptprotagonisten zwei wirklich starke und kämpferische Persönlichkeiten sind. Aria zeigte sich gerissen und war nie gewillt, aufzugeben. Perry dagegen war zu Beginn eher der verschlossene Kerl, doch konnte ich relativ gut hinter seine Fassade blicken und erkennen, dass er ein wirklich liebevoller Mann mit einem unglaublich großen Herzen ist. 

    Die Handlung gefiel mir auch sehr gut. Es wurde bereits zu Beginn der Geschichte sehr spannend. Schnell erkannte ich, dass hinter den Geschehen um Aria und Perri noch ein viel größeres Geheimnis zu stecken schien. Dieses machte mich natürlich umso neugieriger auf den Rest der Geschichte. Immer wieder gab es kleinere Spannungspunkte. Aber es gab auch witzige und romantische Szenen. Gerade die Nebencharaktere, welche stellenweise sehr viel Witz und Humor in sich hatten, konnten die Handlung unglaublich auflockern. 

    Dieser erste Band war wirklich ein toller Einstieg in diese Dystophie. Ich bin sehr froh, dass ich zufällig auf diese Buchreihe gestoßen bin und bin bereits sehr neugierig auf den zweiten und dritten Band. 

    Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung


  5. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (726)
    Aktuelle Rezension von: InBetween

    Eine fantastische Geschichte, deren Kreativität beeindruckend ist. Obwohl ich die Story nicht wirklich kapiert habe, konnte ich das Buch nicht weglegen.

  6. Cover des Buches Der Beobachter (ISBN: 9783442367269)
    Charlotte Link

    Der Beobachter

     (791)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Der Leser wird von Charlotte Link hier an die Leine genommen, um ihn dort dann auch eine Weile zappeln zu lassen. Die Geschichte in Der Beobachter ist alles andere als vorhersehbar. Leider hatte es für mich zu viele gestreckte Szenen, Wiederholungen und Details, die es meiner Meinung nach gar nicht gebraucht hätte. Es ist eine wirklich gute Idee die hinter der Geschichte steckt, die mit den Charakteren auch echt gut gewählt war. Ich habe mich glaube ich, zu sehr an den Plot twist festgekrallt und diese Befriedigung blieb bei mir aus. Nicht das ich wusste was geschehen würde, aber es war für mich schlichtweg nicht Krass genug. Es war für mich weniger eine Überraschung als ich zu Anfang gedacht hatte. Mir fällt es schwer das zu Beschreiben, weil ich dieses Buch wirklich, wirklich interessant fand, aber leider nicht befriedigend.


    Wie gesagt finde ich das Setting sowie Charaktere sehr gelungen. Und ich denke wenn nicht so viele Wiederholungen statt gefunden hätten und der Satzbau mich nicht so oft rausgehauen hätte, wäre es vielleicht sogar noch ein ticken besser für mich geworden. Leider konnte aber auch der Twist mich nicht begeistern und so sitze ich dort. Ich finde es in Ordnung. Das Buch hat unterhalten, vor allem aber muss ich sagen, konnte ich mich gut über dieses Buch mit meiner Freundin unterhalten und wir haben viel rum überlegt, wie, wo, was passiert und wer dahinter steckt.


    Über den Link kommt ihr zu der vollständigen Rezension auf meinem Blog :) 


    https://calipa.de/2022/06/29/der-beobacht

  7. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (663)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Dies war mein erster Buch von Simon Beckett. Hatte mir mehr düster bzw brutaler Buch erhofft. Leider war die Geschichte zu unvorhersehbar und eine richtige Spannung fehlte auch.


    Dennoch Guter Schreibstil und alles flüssig und nachvollziehbar erzählt.

  8. Cover des Buches Die Welt, wie wir sie kannten (ISBN: 9783551312037)
    Susan Beth Pfeffer

    Die Welt, wie wir sie kannten

     (481)
    Aktuelle Rezension von: Haihappen_Uhaha

    Ich mag die schlichte Gestaltung der Cover sehr!

    *Handlung:* Ein Asteroid trifft den Mond und bringt diesen aus seiner Umlaufbahn, was sich auf das Leben auf der Erde gefährlich auswirkt. Gelingt es Miranda und ihrer Familie zu überleben?

    *Meinung:* Ich hab die Reihe schon sehr lange zuhause und hab mich sehr auf den Auftakt gefreut. Das erste Buch wird in Tagebuchform erzählt und dreht sich um das Überleben der 16-jähringen Miranda und iherer Familie.

    Leider merkt man, dass es aus der Sicht eines Teenagers erzählt wird. Alles wird sehr kindisch und oberflächlich erzählt. Man spürt die nackte Angst ums Überleben einfach nicht. Dafür macht sich der Teeanger ziemlich viele Gedanken um Blanglosigkeiten. Es hätte so spannend und düster sein können, doch hier wurde das Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft. Es war gegen Ende dann doch noch recht spannend und ich werde auf jeden Fall weiterlesen, aber umgehauen hat es mich nicht.

  9. Cover des Buches Nebenan funkeln die Sterne (ISBN: 9783736306882)
    Lilly Adams

    Nebenan funkeln die Sterne

     (180)
    Aktuelle Rezension von: MomentswithNessa

    Fangen wir beim Cover an, in welches ich mich sofort verliebt hatte 🥰. Auch der Klappentext war absolut vielversprechend.

    Aber dann lernte ich Emma kennen bzw. ich hab begonnen zu lesen, denn am Anfang erschließt sich ihre Welt eher schlecht.

    Sie wirkt nicht wie jemand der eine Phobie hat, sondern einfach unsympathisch und kompliziert. Auch als sie ihren neuen Nachbarn Nathan kennenlernt ist sie direkt sehr kratzbürstig und man könnte meinen sie hat noch nie unter Menschen gelebt.

    Im Laufe der Geschichte und mit der Erklärung warum sie so geworden ist wurde es dann besser, aber so richtig warm wurde ich nicht mit Emma. Nathan mochte ich hingegen vom ersten Satz an als er im Buch vorkam und fand es bemerkenswert wie sehr er am Ball blieb, obwohl Emma sehr abweisend und seltsam wirkt.

    Ich glaub ich hatte so schwer Zugriff zu der Geschichte weil die Lügen in welche sich Emma verstrickt oft eine schöne Lösung gehabt hätten, sie sie aber nur unnötig komplizierter machte.

    Insgesamt mochte ich die Nebencharakter alle mehr als die Hauptprotagnistin. Richtig schon fand ich die Idee ganz zum Schluss, wobei das Ende und ein großer Teil davor einfach zu glatt bzw Themen viel zu schnell abgehandelt wurden. Viele Teile waren wirklich nett, aber im Ganzen nicht ganz mein Fall

  10. Cover des Buches Die Arena (ISBN: 9783453435230)
    Stephen King

    Die Arena

     (1.213)
    Aktuelle Rezension von: Oktodoc

    Ich habe davor schon ein paar Bucher von Stephen King gelesen und war positiv überrascht das es hier keine langatmige, verwirrende Einleitung gibt.
    Die Handlung startet direkt und auch gleich sehr spannend aber sehr langatmig wie man das von King ja kennt. Die Vielzahl an Charakteren hat mich zu Anfang etwas überfordert aber nach den ersten hundert Seiten war ich mit allen sehr vertraut.

    Die Handlung schreitet ziemlich schnell voran und wird auch schnell recht furios, ich habe sehr mit den Figuren mitgefiebert.

    Die Handlung war nicht nur spannend, der wissenschaftliche Aspekt dahinter hat mich auch sehr fasziniert

  11. Cover des Buches Under Ground (ISBN: 9783453438101)
    S.L. Grey

    Under Ground

     (125)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Leider gar nicht mein Fall ...

    "Under Ground", welches als Thriller ausgeschrieben ist, konnte mich leider nicht überzeugen.
    Der Klappentext und die Ausgangslage klangen sehr ansprechend und spannend, doch leider beginnt die Geschichte sehr schleppend, da erst von jeder Familie bzw. Bewohner des Bunkers das Ankommen beschrieben werden musste. Die Vielzahl an Charakteren, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat mich ebenfalls etwas gestört. Jedes Kapitel wurde von einer anderen Person erzählt, wodurch sich die Handlung allerdings sehr zieht und nicht in Gang kommt, alles plätschert nur so dahin. Dazu kommt noch, dass ein Kapitel mal aus der Ich-Perspektive und andere dann wieder aus der dritten Perspektive erzählt werden.
    Dann sind fast alle Charaktere pures Klischee und auch wenn Jae zum Beispiel sagt, dass er keine klischeehafte Person sein möchte, wird gleichzeitig aber als genau dargestellt.

    Insgesamt kommt während fast des gesamten Buches wenig bis keine Spannung auf durch die vielen Sichten. Erst ab Seite 200 erhöht sich die Spannung etwas. Der Handlungsstrang und damit Potential, was da aufgebaut wird, wird allerdings schnell - zu schnell - aufgelöst und nimmt zusätzlich dazu noch dem bisherigen Plot jegliche Grundlage. Ab diesem Punkt verliert das Buch seine Ausgangssituation völlig aus den Augen, die Handlung plätschert wieder nur dahin und das Ausgangsproblem wird gar nicht mehr verfolgt.
    Die Action am Ende bringt dann wieder ein wenig Spannung mit sich, wirkt aber auch sehr erzwungen und an den Haaren herbeigezogen. Ebenso die Auflösung, die mir sehr unrealistisch, plötzlich und unüberzeugend daherkommt.

  12. Cover des Buches Am Ende der Welt traf ich Noah (ISBN: 9783785581278)
    Irmgard Kramer

    Am Ende der Welt traf ich Noah

     (122)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Zitate: 

    "Das alles kam mir vor wie in einem Film. Und ich hatte mir die Hauptrolle geschnappt, ohne das Drehbuch zu kennen."


    "Ich weiß nicht wer du bist und wie du hierher kommst, aber ich gebe dir einen guten Rat - verlasse diesen verfluchten Ort. Am besten heute noch. Je schneller, desto besser. Du tust uns beiden einen großen Gefallen damit."


    Inhalt: Die 17-Jährige Marlene findet einen roten Koffer und gibt sich spontan als dessen Besitzerin aus. Sie ahnt nicht, dass sie dadurch ihrem größten Glück begegnen wird - und ihren schlimmsten Albträumen. 

    Eindruck: Für manche Bücher muss man auf den richtigen Zeitpunkt warten, um sie zu lesen. Deshalb tut es mir nicht sehr leid, dass diese Geschichte jahrelang auf meinem SuB auf ihren großen Moment warten musste.

    Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Marlene erzählt. Die Sprache ist sehr bildhaft, emotional und beschreibend. Bei mir kam direkt eine Wohlfühlstimmung auf, welche im Verlauf der Geschichte zunehmend durch ein beklemmendes Gefühl und Gänsehaut abgelöst wurde, als "das vermeintliche Paradies Risse bekam". Der Autorin ist gelungen die Momente fürs Herz und den Gruselfaktor gleichermaßen überzeugend zu vermitteln. Die Charaktere konnte ich mir alle sehr gut vorstellen, genauso wie die Villa und die Umgebung. Gegen Ende (etwa ab Kapitel 40) wird die Geschichte plötzlich richtig seltsam und ich  befürchtete schon, dass die Autorin völlig den Faden verloren hat. Aber keine Sorge, einfach weiterlesen, denn das gehört alles zur Vorbereitung auf die überraschende Enthüllung am Schluss. ;)

    Mein einziger (halber) Kritikpunkt ist eben dieses Ende. Es ist an sich gut und passend. Ich finde es unglaublich, welchen gewaltigen Plot-Twist die Autorin in die Geschichte eingebaut hat! Aber für mich hätte es das nicht gebraucht. Ich hätte Noah und Marlene ein anderes Ende gewünscht...

    Ich empfehle dieses Buch allen Lesern, die gerne Jugendthriller und/oder Beziehungsgeschichten lesen, denn dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus beidem. 

    P.S: Die Villa Morris, welche im Buch eine zentrale Rolle spielt, hat ein reales Vorbild: die Villa Maud in Schoppernau. Guckt euch im Internet mal ein paar Bilder an. ;)

  13. Cover des Buches P.S. Ich liebe Dich (ISBN: 9783596297153)
    Cecelia Ahern

    P.S. Ich liebe Dich

     (8.804)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Holly und Gerry sind ein junges verheiratetes Paar und sind sich beide sicher: sie haben ineinander den Seelenverwandten gefunden und wollten gemeinsam alt werden. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihnen.

    Als Gerry im Alter von 30 Jahren an einem Hirntumor verstirbt, bleibt Holly einsam und tieftraurig mit ihrem Leben zurück. Sie kann lange keine Freude mehr empfinden, kann sich nicht mehr dazu aufraffen das Leben zu lieben und vermisst Gerry mit jeder Faser ihres Seins. 

    Doch unerwartet hinterlässt ihr Ehemann ihr 10 Umschläge mit aufmunternden Worten und einer Liste für ihr Leben. Holly und ihre Freundinnen Sharon und Dennise können ihren Augen nicht trauen als sie sehen wie viel Mühe sich Gerry gegeben hat kurz vor seinem Tod ein Geschenk an seine Frau zu machen. Jeden Monat soll Holly einen Briefumschlag öffnen und die darin enthaltene Aufgabe in die Tat umsetzen. So lernt Holly mit Hilfe ihres verstorbenen Ehemannes wieder das Leben zu bejahen und die tiefen Wunden in ihrem Herzen zu heilen. 

    Die Geschichte hat mich an mehreren Stellen sehr getroffen, da man sich als Leser so sehr in Holly hineinversetzen kann. Jedes Mal wenn Holly geweint hat, hätte man glatt mitweinen können, so greifbar war ihr Schmerz und ihre aufrichten Liebe Gerry gegenüber. Mehrmals fragte ich mich, wie ich mich an ihrer Stelle verhalten hätte...wie überlebt man so einen tragischen Tod eines geliebten Menschen? Doch Holly schafft dies trotz aller Widrigkeiten mit Hilfe Gerrys, ihrer Freundinnen und ihrer Familie. 

    Die Gespräche zwischen den Freundinnen haben mir am meisten Spaß gemacht und die kleinen Rückblenden zum Leben mit Gerry haben das Buch lebendig gestaltet.

    Eine klare Leseempfehlung! Jeder Mensch trauert anders und das wurde in diesem Buch hervorragend hervorgehoben. 

  14. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

     (276)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Bei Wikipedia wird Ladenhüter mit „übrig gebliebene Ware“ erklärt. Das passt auch gut auf Keiko Furuka, die Ich-Erzählerin dieses kurzen Romans. Sie ist allerdings eine Ladenhüterin in doppeltem Sinne: als Aushilfe in einem „Kombini“ passt sie bereits seit 18 Jahren auf, dass in dem Laden alles geregelt zugeht.

    Seit ihrer Kindheit ist sie Außenseiterin; wird von ihrer Umgebung nicht anerkannt. Mit 38 Jahren immer noch Aushilfe, ohne Mann und Kinder, das entspricht nicht dem gängigen Bild einer japanischen Frau. Erst als sie Herrn Shihara kennenlernt und ihm in ihrer Wohnung einen Unterschlupf bietet, ändert sich ihr Ansehen.


    Zu Beginn der Geschichte fragte ich mich, was an diesem Buch bei den Lesern so gut ankommt. Ich hatte Probleme mit der Protagonistin. Ich konnte mich nicht in sie hineindenken, die sich über andere identifizierte, Mode und Sprechen nachahmte. Weil mir japanische Namen und Speisen nicht geläufig sind, war mir auch das Setting fremd. Doch als Shihara auftauchte, schaffte es die Autorin, mich ans Buch zu binden. Kopfschüttelnd beobachtete ich den Schmarotzer, der im Gegensatz zu Keiko, die sich bemüht, nirgends aufzufallen, völlig unangepasst handelt. Immer wieder entfuhr mir ein empörter Auflacher darüber, was Keiko mit sich machen lässt.

    Doch die Menschen ihrer Umgebung freuen sich. Endlich scheint Keiko so zu leben, wie die anderen es für sie erhofften.


    Fazit: Ein Buch, das nachdenklich macht. Das Konventionen hinterfragt, die nicht nur in Japan geläufig sind. Ein Buch, bei dem ich öfter auflachen konnte, obwohl das Beschriebene eigentlich zum Weinen war.

  15. Cover des Buches Eine allgemeine Theorie des Vergessens (ISBN: 9783406713408)
    José Eduardo Agualusa

    Eine allgemeine Theorie des Vergessens

     (81)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Angola 1974, die angolische Revolution ist in vollem Gange, die Portugiesen werden aus dem Land gejagt, es herrscht Chaos, Hunger, Gesetzlosigkeit. 

    In diesem dramatischem Umfeld wird die Geschichte von Ludovica gezeichnet. Diese mauert sich für 28 Jahre in ihrem Haus ein nachdem sie einen Einbecher erschossen hat und um dem ganzen Horror zu entkommen, hofft 'vergessen' zu werden und selber zu vergessen, lebt von Hühnern, verbrennt den ganzen Parkett und all ihre Bücher für das tägliche Feuer, zämt einen Affen um diesen letztlich auch zu verspeisen. Ihr einziger Begleiter ist ein halbblinder Hund welcher schlussendlich kläglich verhungert.

    Nach Jahren wird sie von einem Jungen entdeckt und sie schliessen Freundschaft.


    Nicht recht schlau wird der Leser ob die Geschichte denn nun wahr ist oder teilweise wahr - (da habe ich verschiedens darüber gelesen)


    Vielmehr hatte ich Mühe mit den vielen Nebenschauplätzen und den zahllosen Figuren von denen Agualusa erzählt und die alle letztlich miteinander verwoben sind. Ein Buch welches aufmerksames Lesen erfordert möchte man nicht den 'Faden' verlieren'.

  16. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (879)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Da ich bereits den Film zu "Die Wand" gesehen habe wollte ich unbedingt noch das Buch lesen. Ich war mir nicht sicher, ob es etwas für mich ist. 

    Schon ab der ersten Seite konnte mich dieser Roman fesseln und berühren. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir auf Anhieb mit ihrer leicht zu lesenden, aber sprachgewaltigen Sprache. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und litt mit der Protagonistin ohne Namen mit. Es war ein beklemmendes aber lesenswertes Buch was ich sehr empfehlen kann. Von der Autorin möchte ich auf jeden Fall noch mehr lesen. 

  17. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.320)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Teil 2 endet ja ein wenig mit einem Cliffhanger und Teil 3 ist wirklich eine Fortsetzung, die eher wie ein Nachwort von Teil 2 ist. (Teil 1 kann man unabhängig lesen, aber Teil 3 macht ohne den zweiten Teil keinen Sinn). Es ist auch spannend, aber die ersten beiden Bücher sind besser. Hier geht es - von der Gerichtsverhandlung auf den letzten 150 Seiten (von 850 Seiten) abgesehen - hauptsächlich um die Hintergründe und den schwedischen Staatsschutz. Daher ist es meiner Meinung nach nicht ganz so gut wie die beiden Vorgänger, sondern teilweise etwas trocken. Dennoch fiebert man wieder mit Lisbeth, Mickael und Erika mit und kann das Buch kaum weglegen. Schade, dass es die geplanten anderen Teile nicht mehr geben wird, aber so ist es auch eine runde Sache. Ich werde Lisbeth vermissen.

  18. Cover des Buches Liebes Kind (ISBN: 9783957131522)
    Romy Hausmann

    Liebes Kind

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Julja95

    Die Charaktere sind alle rundum authentisch, die Geschichte absolut logisch. Die Spannung wurde nie künstlich aufgebauscht, das hatte die Geschichte gar nicht nötig. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet und über den Epilog habe ich mich echt gefreut. Hab’s von Anfang bis zum Ende geliebt.

  19. Cover des Buches Isola (ISBN: 9783401508924)
    Isabel Abedi

    Isola

     (1.620)
    Aktuelle Rezension von: Aenna612

    Der Klappentext las sich ein wenig nach einer Mischung aus 1984 und Tribute von Panem. Es entpuppte sich dann doch als etwas andere Geschichte: 12 Jugendliche werden für ein Filmprojekt auf eine einsame Insel gebracht. Vor Ort erfahren sie dann, dass sie Teil eines Spiels ähnlich "Mord in der Disco" sind. Soweit so harmlos. Irgendwann entgleitet ihnen das Spiel jedoch und auch der Regisseur auf der Nachbarinsel ist nicht mehr Herr der Lage.

    Der Schreibstil ist angenehm und auch die Charaktere sind gut beschrieben. Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen - auch, weil ich gehofft habe, doch noch auf etwas mehr Spannung zu stoßen. Für ein Jugendbuch ist es super, als Erwachsene habe ich mich nicht mehr zu 100% abgeholt gefühlt, aber es gab einige gute Stellen.

  20. Cover des Buches Der Menschenmacher (ISBN: 9783404167753)
    Cody McFadyen

    Der Menschenmacher

     (1.139)
    Aktuelle Rezension von: cillewiezelle

    In dem Buch "Der Menschenmacher" von Cody McFadyen geht es um David, Charlie und Allison, die nach zwanzig Jahren mit ihrer schrecklichen Vergangenheit konfrontiert werden. 

    Charlie, Allison und David wurden als Kinder von einem Mann adoptiert, den sie "Dad" nennen mussten. Dads Ziel war es, die drei Kinder zum Übermenschen zu erziehen, weshalb sie alle schwer bestraft wurden, sobald ihnen Fehler unterlaufen sind. 

    Nach einigen Jahren verschlimmert sich das Leben unter Dad und den Kindern wird bewusst, dass sie Dad töten müssen, um zu überleben. 

    Zwanzig Jahre später, haben sich alle drei ein neues Leben aufgebaut. Jeder von ihnen bekommt seltsame Nachrichten und ihnen wird bewusst, dass es irgendetwas mit ihrer Vergangenheit zu tun haben muss. 


    Ich, persönlich, hatte am Anfang ein paar Probleme, um in das Buch rein zu kommen. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich mich an diesen langatmigen Schreibstil erst noch gewöhnen musste. Am Ende fand ich den Schreibstil und vor allem die Metaphern sehr schön. Manchmal war mir ein wenig schlecht, weil brutale Dinge sehr detailliert beschrieben wurden. Daher ist das Buch auch nichts für schwache Nerven. Auch generell hat das Buch ein paar Themen wie sexuellen Missbrauch in der Kindheit, die sehr sensibel sind. Daher hier eine Triggerwarnung. 


    Die Charaktere finde ich interessant gestaltet und authentisch. Wobei ich sagen muss, dass sie teilweise Weltansichten haben, die ich nicht teile und auch nicht gut finde. Das ist für mich aber vollkommen in Ordnung, weil es eben zu den Figuren passt und deren Art und Weise ist auf die Welt zu schauen. Vor allem David war mir sehr sympathisch, weil er Schriftsteller war und ich vieles auch nachvollziehen konnte, was er gesagt hat. 


    Vor allem der letzte Teil des Buches war extrem spannend und es gab einige Plottwists, die mich sehr überrascht haben. 

    Alles in Allem würde ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Thriller mit psychologischen Anteilen liest und kein Problem damit hat, wenn ein Buch nicht komplett nach dem roten Faden aufgebaut ist, da es oft Zeitsprünge gibt, die sich nach und nach zu der Geschichte zusammensetzen. 

  21. Cover des Buches In den Augen der anderen (ISBN: 9783404168248)
    Jodi Picoult

    In den Augen der anderen

     (273)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Jacob Hunt ist 18 Jahre alt, überdurchschnittlich intelligent und beschäftigt sich in seiner Freizeit am liebsten mit Forensik, Tatorten und Fingerabdrücken. Sein Leben ist streng getaktet, um 16:30 Uhr muss er seine Lieblingsserie gucken, um 18 Uhr gibt es Abendessen, wobei das Essen stets dem Wochentag entsprechend eine bestimmte Farbe haben muss, genau wie die Kleidung, die er trägt. Dies sind nur einige wenige Eigenheiten, denn Jacob leidet unter Asperger-Syndrom. Sein jüngerer Bruder Theo fühlt sich deshalb vernachlässigt, denn Jacob steht bei seiner Mutter Emma stets im Mittelpunkt, der Vater hat die Familie bereits vor Jahren verlassen, da er mit der Diagnose nicht umgehen konnte. 

    Emma wollte Schriftstellerin werden und arbeitet in zwischen als "Kummerkastentante" für eine Zeitung. Sie hat keine engen Freunde, da sich alle befremdet von dem autistischen Jacob abwenden, um den sich immer alles dreht. Emma kommt zurecht, liebt ihr Söhne über alles, hatte sich ihr Leben aber anders vorgestellt. 

    Als Jacobs Tutorin tagelang verschwunden ist und letztlich tot aufgefunden wird, gerät Jacob unter Tatverdacht, da er den Tatort arrangiert hat und wird des Mordes angeklagt. Aufgrund seiner unkontrollierten Anfälle und seinem eigenartigen Verhalten trauen Polizei und Staatsanwaltschaft Jacob ein Gewaltverbrechen zu. Emma ist zwar verunsichert, glaubt aber an die Unschuld ihres Sohnes und kämpft zusammen mit dem unerfahrenen Anwalt Oliver Bond für Gerechtigkeit. 

    Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive der fünf handelnden Personen geschildert, so dass man sowohl tiefe Einblicke in die Familie erhält, aber auch in die Ermittlungen der Polizei eingebunden ist und die Taktik des einfallsreichen Junganwalts verfolgen kann.  

    Bevor die Studentin Jess verschwindet, wird der Fokus auf das familiäre Zusammenleben der Hunts gelenkt. Jacob gilt als "Freak", der von manchen ausgelacht wird und anderen Angst einjagt. Er hat keinen Sinn für Empathie, tut sich schwer im Umgang und der Kommunikation mit anderen und rastet aus, wenn etwas von seinen Gewohnheiten abweicht. Auch der 15-jährige Theo hat dadurch keine Freunde, musste als kleiner Bruder schon früh auf den Älteren aufpassen und sucht sich den Kick bei Wohnungseinbrüchen und kleinen Diebstählen, während er von einem normalen Familienleben träumt. 

    Emma führt ein anstrengendes Leben, kümmert sich 24/7 um ihren ältesten Sohn, ist dabei jedoch beneidenswert geduldig. Sie ist eine starke Frau, die alles allein managt und ihre Mutterliebe ist trotz aller Schwierigkeiten unerschütterlich und spürbar. 

    Die Geschichte ist bittersüß, denn manche skurrile Szene liest sich humorvoll, auch wenn stets die Krankheit Jacobs der Auslöser ist, die über allem steht und das Leben der gesamten Familie nachhaltig beeinträchtigt. Jeder Protagonist ist ein Unikat, wirkt authentisch und nahbar. Durch die wechselnden Perspektiven fällt es leicht, sich in jeden von ihnen hineinzuversetzen. 

    Neben den aufwühlenden, emotionalen Momenten, ist die Geschichte spannend, denn die Schuldfrage am Mord von Jess bleibt lange im Unklaren, wobei die Frage der Schuldfähigkeit noch viel bedeutsamer ist. 

    Der Prozess und der Kampf um Jacobs Rechte im Vorfeld und währenddessen sind abwechslungsreich geschildert, was insbesondere an dem jungen und unerfahrenen Rechtsanwalt Oliver liegt, der intuitiv handelt und sich mehr zunächst persönlich als professionell für die Hunts einsetzt. 

    "In den Augen der anderen" ist ein beeindruckendes, aufwändig recherchiertes Buch, das informativ ist und viele Sachinformationen zum Asperger-Syndrom enthält, gleichzeitig aber auch unkompliziert unterhaltsam ist und ein bewegendes Familiendrama erzählt. 

  22. Cover des Buches DAEMON (ISBN: 9783499256431)
    Daniel Suarez

    DAEMON

     (300)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Detective Pete Sebeck lebt in dem beschaulichen Ort Thousand Oaks in dem selten schlimmere Verbrechen geschehen als zu schnelles Fahren.Doch dann passieren plötzlich einige misteriöse Morde und Sebecks Hauptverdächtiger stellt sich als Matthew Sobol heraus, der nicht nur Chef einer der größten Computerfirmen der Welt ist, sondern auch vor einiger Zeit verstorben ist.Aus dem Jenseits heraus tötet Sobol Menschen mit Hilfe eines Computerprogramms das er vor seinem Ableben geschrieben hat und auch für Pete Sebeck hat er Pläne... Eine tolle Idee und der gute Schreibstil von Suarez machen dieses Buch sehr spannend und ich kann es jedem empfehlen, der sich für Computer interessiert oder einfach mal wieder einen tollen Thriller lesen will.

  23. Cover des Buches Die Bastardtochter (ISBN: 9783499268014)
    Petra Schier

    Die Bastardtochter

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Akantha
    „Die Bastardtochter“ von Petra Schier ist der dritte Band ihrer Kreuz-Triologie (Band eins: „Die Eifelgräfin“, Band zwei: „Die Gewürzhändlerin“). Die Autorin selbst gibt am Ende zwar an, man könne die Teile auch in umgekehrter Reihenfolge lesen, da würde ich jedoch nicht zustimmen. Im finalen Buch wurde auf sehr viele vergangene Ereignisse Bezug genommen, die wichtig für die Geschichte sind. Nicht zuletzt das Motiv des Antagonisten ist stark in der Vergangenheit verankert, aber erstmal zum Anfang:

    Protagonistin ist Enneleyn, die uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten. Er hat sie als Tochter anerkannt, sodass sie mit ihm und seiner Frau Elisabeth in seinem Haushalt in Koblenz lebt (Die Geschichte dieses Paares beinhaltet vor allem der erste Band der Reihe). Gesellschaftlich haftet Enneleyn jedoch immer noch ein Makel an und so ist sie mehr als bereit den charmanten Ritter Guntram von Eggern zu heiraten. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich zeigt, dass ihr Ehemann, statt liebevoll und einfühlsam, brutal und hinterhältig ist. Enneleyn scheint nur eine Figur in seinem bösartigen Plan zu sein.

    Der andere Protagonist, neben Enneleyn, ist Anton Bongert, der Bruder der Gewürzhändlerin Luiza (ihre Erlebnisse sind vor allem dem zweiten Band der Trilogie zu entnehmen) und selbst ein Kaufmann. Die Geschichte wird im Wechsel aus seiner und Enneleyns Perspektive erzählt. Diese Methode soll eigentlich dazu dienen, dass der Leser sich in diese beiden Charaktere gut einfinden kann. Bei mir hat das leider nicht geklappt.
    Natürlich trägt allein Enneleyns Charakter, ihr Stolz und vor allem ihre Schicksalsergebenheit und Gottsfurcht die Geschichte. Doch ich war auf jeder Seite entsetzt, was sie über sich ergehen lässt, wie untätig sie ist und wie sie sich selbst immer tiefer in die Opferrolle fallenlässt. Entgegen entsprechender Komplimente, die sie erhält, war sie keine starke Frau, was ein krasser Gegensatz zu den ersten beiden Bänden der Reihe ist. Elisabeth und Luzia lassen sich darin nichts gefallen, treten für sich ein und sind wirklich stark. Enneleyn ist natürlich ob ihres Ehemannes nur zu bedauern, aber kein Charakter mit dem ich mich identifizieren oder ihn bewundern könnte.

    Der Leser bleibt die ganze Zeit dran, weil er vor allem Guntrams Plan aufdecken will. Hierzu hat Petra Schier auch in schöner Regelmäßigkeit Hinweise eingestreut, sodass man sich nicht durch das Buch durchquälen muss. Aufgrund von Enneleyns Passivität zieht sich die Erzählung allerdings sehr in die Länge. Erst am Ende, als sie aktiv wird, wird es nochmal spannend und auf einmal geht alles ganz schnell. Trotzdem wäre es angenehmer, wenn man auch bei dem persönlichen Erzählstrang von Anfang an neugierig und voll freudiger Erwartung die Seiten umschlägt.

    Als einen kleinen Missgriff empfinde ich außerdem die Sprache eines kleinen spanischen Jungen, der deutsch lernt. Vermutlich um die Authentizität zu erhöhen, gibt die Autorin seine deutschen Sätze exakt wieder, mit allen falschen Konjugationen, Aussprachen und auch wie er sich selbst korrigiert. Das ist bereits nach kurzer Zeit anstrengend und so nervig für den Leser, dass ich seine wörtliche Rede gerne überspringen wollte. Der Plan, dass es authentisch oder niedlich erscheinen könnte, ist an mir leider ins Gegenteil verkehrt.

    Erwähnenswert, aber ohne Einfluss auf meine Beurteilung, ist für die komplette Trilogie definitiv noch die mystische Komponente. Es gibt eine Reliquie, mit der Dinge geschehen und die Ereignisse auslöst, welche nicht rational erklärbar sind. Im besten Fall sollte dies etwaigen Leser gefallen, da es ein wichtiges Motiv der Geschichte ist. Mir sagt es nicht so sehr zu, aber die tollen Charaktere in den ersten beiden Bänden und die spannende Handlung konnte darüber hinwegtragen. In „Die Bastardtochter“ ist das leider nicht gelungen.

    Abgesehen von einer Stadtkarte zu Beginn des Buches, findet sich zum Schluss noch ein Personenregister mit Hinweis auf historische Persönlichkeiten. Außerdem ist auf der letzten Seite ein mittelalterliches Rezept von einem Gericht angegeben, das im Buch vorkommt, sowie eine neuzeitliche „Übersetzung“, die das Nachkochen erleichtert. Eine hervorragende und amüsante Idee! Zu der Mahlzeit kann ich leider noch kein Feedback geben, werde es aber definitiv ausprobieren.

    Insgesamt hat mir das Finale leider nicht so gut gefallen, wie die ersten beiden Bände. Enneleyn ist für meinen Geschmack keine interessante Protagonistin und durch ihren zurückhaltenden Charakter wurde die Geschichte stark gelähmt. Die Grundidee war allerdings spannend und ich habe mich gefreut, die Charaktere und ihren Humor wiederzutreffen. Daher komme ich zu 3 von 5 Sternen.
  24. Cover des Buches Das Tal - Der Sturm (ISBN: 9783401505329)
    Krystyna Kuhn

    Das Tal - Der Sturm

     (492)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Der etwas aufschlussreichere dritte Band der Jugend-Thriller-Reihe »Das Tal«, in dem Julia, Chris, Debbie, Rose und Ben eigentlich über das verlängerte Wochenende dank des Remembrence Days das Tal wie alle anderen verlassen wollen. Doch dann hat ihr Auto eine Panne und sie müssen während ein schlimmer Sturm wütet zurück ins völlig leere College flüchten. Doch dort finden sie die Leiche eines der Security Guards und es wird klar, dass sie weder so allein sind wie gedacht, noch wirklich sicher.   Wie auch schon in der vorigen Bänden streckt sich die Story leider wieder sehr und gefühlt die Hälfte des Buches wird halt nur damit verbracht, zurück zum College zu kommen und auch dort zieht sich alles, bis zum Leichenfund, auf den man ja quasi die ganze Zeit einfach nur wartet. Danach wird es zugegeben auch nicht super spannend, aber wenigstens gibt es endlich ein paar Antworten auf einige Fragen und man rätselt jetzt schon wieder optimistischer, was wohl das große Geheimnis des Tals ist. In diesem Band standen zudem mal die Charaktere Chris und Debbie im Vordergrund und die Idee, in jedem Buch andere Charaktere der Clique dem Leser näher zu bringen, ist zugegeben immer noch gut und abwechslungsreich, da jeder seine eigenen Geheimnisse hat - wenn diese auch in diesem Band wieder nicht super spektakulär waren und man die Protagonisten jetzt auch nicht unbedingt krass sympathisch oder einzigartig findet. Der Schreibstil ist dabei wie immer relativ gut zu lesen und flüssig und da dieser Teil der bisher kürzeste der Reihe ist, liest er sich auch relativ schnell. Insgesamt war wahrscheinlich auch diese Fortsetzung nicht ganz so gut wie man es sich erhofft hat, aber die Auflösung einiger kleiner Rätsel macht einem schon irgendwie noch Lust, weiterzulesen.

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