Bücher mit dem Tag "islam"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "islam" gekennzeichnet haben.

889 Bücher

  1. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.184)
    Aktuelle Rezension von: Bernd_withthebooks123

    Ich liebe historische Romane (u.a.) und den hier muss man gelesen habe. Es ist die Geschichte des jungen Rob Cole, der zuerst mit seinem Meister durch England und später bis nach Isfahan reist, um den Beruf des Arztes zu erlernen. Das Buch spielt im 2. Jahrhundert  und lässt es durch detailgetreuen Schilderungen lebendig werden. Es ist etwas düster und teilweise plastisch beschrieben, dass muss man mögen. Für mich ist es eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

  2. Cover des Buches Fanatisch (ISBN: 9783649624547)
    Patricia Schröder

    Fanatisch

     (154)
    Aktuelle Rezension von: natural_ranchgirl

    "Fanatisch" war mein erstes Buch dieser Autorin und ich war absolut begeistert.

    Die Handlung hat mich sofort gepackt und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe einen Thriller in diesem Stil noch nie gesehen, er packt einen mit Klauen und lässt nicht mehr los. Was ich besonders fand ist das ich denke das es auch in echt passieren könnte was dort mit den Mädchen geschieht.


    Eine echte Leseempfehlung von mir, wer sich auf eine überraschende Wendung freut der ist hier genau richtig.

  3. Cover des Buches Sommer unter schwarzen Flügeln (ISBN: 9783789142970)
    Peer Martin

    Sommer unter schwarzen Flügeln

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist schlicht und auch der Klappentext eher knapp. Dennoch musste ich das Buch bei der Brisanz des Themas einfach lesen und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil ist so fesselnd, dass ich das Buch trotz der vielen Seiten relativ schnell durch hatte - ich konnte es kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte hinter dem Buch ist sehr aktuell und vielleicht auch gerade deshalb so sehr verstörend und wachrüttelnd.

    Der Schreibstil ist sehr intensiv, man kann sich wahnsinnig gut in die Protagonisten hineinversetzen und ist gefühlt mitten in der Geschichte als stiller Beobachter und möchte doch so unendlich viel tun, um Protagonisten davon abzuhalten ins Verderben zu rennen.

    Alles in allem ein sehr krasses und wichtiges Buch, das jeder gelesen haben sollte, zum Nachdenken anregt und noch sehr lange nachhallt.

  4. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.932)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Wow dieses Buch hat mich wirklich stark mitgenommen und die Botschaft ist wirklich sehr wichtig. In diesem Buch geht es um Amir er wohnt mit seinem Vater in Kabul in Afghanistan. Sie sind sehr wohlhabend und wohnen in einem schönen grossen Haus. Bei ihnen wohnen auch noch ihre "Bedientesten" Ali und sein Sohn Hassan. Aber sie sind mehr, sie gehören fast zur Familie. Hassan und Amir sind mehr als Freunde, sie sind Brüder, oder so etwas ähnliches. Anfangs erlebt man die zwei in Kindesalter vor dem grausamen Kriegen in Afghanistan, in der Zeit der Monarchie. Man erlebt die zwei durch ihre Kindheit bis sie Jugendliche werden. Bis etwas so einschneidendes passiert was alles verändert. Später erfährt man dann alles, als die beiden schon erwachsen sind. Es ist wirklich krass was passiert ist, leider pure Realität. Mich hat das Buch sehr mitgenommen. Manchmal wollte ich lieber nicht mehr weiterlesen, weil es mich sehr runtergezogen hat, es war nicht immer ein Lesevergnügen, trotzdem muss man es lesen. Ich habe viel gelernt und mitgenommen. Einen Freund wie Hassan braucht jeder im Leben, ich habe ihn sehr ins Herz geschlossen und sein Schicksal ist Herzzereissend und unfair. So vieles in dem Buch ist unfair und man wünscht sich es wäre nie passiert. Ich denke immernoch sehr oft darüber nach und es wird mich wohl nie loslassen. Ein Teil von mir wird in dieser Geschichte drin bleiben.

  5. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (285)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  6. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783446263796)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Rafik Schamis Erzählung ist nur vordergründig ein Krimi. ... Zwischen den Zeilen analysiert der Autor die Mechanismen von Diktatur und wie ein System die Menschen verändert. Die Handlung ist zweigeteilt. Einerseits ermittelt die Hauptperson, Kommissar Barudi gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Mancini. Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Tagebucheinträge des syrischen Kommissars. Hier blüht der Autor auf und lässt sein aufgeklärtes Alter Ego in Tagebuchnotizen und Dialogen Kritik am autoritären Islam üben ebenso wie am Pakt der Alawiten mit der Macht und an der Überheblichkeit des römischen Klerus.

    Wir erfahren, wie hochkomplex und explosiv die politische Situation 2010 war. Das Jahr ind er die Handlung spielt.  Der aufrechte, kurz vor der Pensionierung stehende Kommissar verrät in seinem Tagebuch, was öffentlich nicht gesagt werden darf. 

    Kommissar Barudi, ein Christ, soll kurz vor seiner Pensionierung den brutalen Mord an einem italienischen Kardinal aufklären. Dazu muss er erst einmal wichtige Verbündete finden, um in einem Land mit nahezu allmächtigem, raffiniertem Geheimdienst überhaupt ermitteln zu dürfen. Das gelingt ihm, indem er die Botschaften Italiens und des Vatikans mit ins Boot holt. Bald gilt die Aufklärung der Tat als Staatsaktion, schließlich braucht Syrien gute Beziehungen nach Westen. Berlusconis Italien schickt zur Verstärkung (und Absicherung) einen eigenen Kommissar nach Damaskus, den perfekt Arabisch sprechenden Marco Mancini.

    Auch wenn der Plot in Form eines Kriminalromans daherkommt, handelt es sich in erster Linie um einen Roman über das Leben in Damaskus. Rafik Schami lässt es sich nicht nehmen, Syriens Kultur und Lebensweise einfließen zu lassen. Den Gewürzmarkt, der beim Lesen den Geruch von Koriander und Kardamon entwickelt. Der Geschmack der Nachtigallennester, ein Pistaziengebäck, das Leben der verschiedenen Religionen zueinander und die christliche Religion als Minderheit im Land, die ärmlichen Marktgassen, wo keine Touristen hinkommen und vieles mehr. 

    Kommissar Barudi selbst, ist ein melancholischer, unangepasster Typ, der nie in die Partei der Machthaber eingetreten war und daher nie aufstieg, aber er ist damit zufrieden. Er mischt sich politisch nie ein, das würde bedeuten, entweder das Lied der herrschenden zu singen oder im Gefängnis zu verfaulen. So kann er wenigstens gute Polizeiarbeit leisten.

    Kurz vor seinem Ruhestand muss Kommissar Barudi einen brisanten Fall lösen: In einem Fass mit Olivenöl, das an die italienische Botschaft in Damaskus geliefert wurde, befindet sich die Leiche eines italienischen Kardinals, der auf einer geheimen Mission in Syrien unterwegs war. Verdächtige gibt es mehr als genug: 'einfache' Kriminelle, Islamisten, der Geheimdienst, Widersacher in den eigenen Reihen. Und wem kann man vertrauen? Der Geheimdienst hat seine Ohren überall.

    Ein weiteres Thema des Buches behandelt den Aberglauben und die Religion und wie diese Menschen dazu bringen können, die unglaublichsten Dinge zu tun und zu ertragen. Und dies nicht nur im positiven Sinne. Wer nun denkt: 'Na klar, diese zurückgebliebenen Bewohner entfernt liegender Bergdörfer, kein Wunder, dass die Alles glauben.', der irrt. Hierzu ein schöner Satz, weshalb der Aberglaube auch in übersättigten Gesellschaften gedeiht (wenn auch in anderer Form): "Weil die Menschen dort durch nichts mehr Befriedigung finden. Unerträgliche Leere breitet sich in ihrer Seele aus. Deshalb suchen die Menschen in fernen Welten oder Sphären Befriedigung." 

    Das hört sich nun vielleicht Alles ziemlich trist an - ist es aber überhaupt nicht. Rafik Schami schreibt sehr unterhaltsam, wenn auch für meinen Geschmack gelegentlich etwas weitschweifig, was aber wohl den orientalischen Gegebenheiten entspricht. Zudem kommt auch der Humor nicht zu kurz, denn trotz des allgegenwärtigen Geheimdienstes können sich Barudi sowie sein Freund, der Chef der Spurensicherung, ihre spitzen Kommentare nicht verkneifen und der hinzugezogene italienische Kollege hält sich ebenfalls nicht zurück.

    Wer klare, stringente Handlungen mag, tut sich mit diesem Buch vermutlich keinen Gefallen. Denn der Autor nutzt bei jeder Gelegenheit die Chance etwas zu erzählen, was mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun hat. Und so erfährt der Leser irgendwie nebenbei die Lebensläufe fast aller Beteiligten und etliche weitere Anekdoten. Mir hat es gefallen.

  7. Cover des Buches Die Attentäter (ISBN: 9783789104565)
    Antonia Michaelis

    Die Attentäter

     (106)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Ich habe das Buch am Erscheinungstag gekauft und tatsächlich drei Jahre gebraucht, um es zur Hand zu nehmen, so schwierig fand ich das verarbeitete Thema. Doch Antonia Michaelis hat mich bisher nie enttäuscht und so habe ich es schließlich doch gewagt.

    Nun muss ich sagen, ich bin doch recht zwiegespalten, was „Die Attentäter“ angeht.

    Die Beschreibung Berlins mit seinen Mietshäusern und den darin lebenden, so gänzlich verschiedenen, Menschen fand ich sehr gelungen. Trotzdem fiel mir der Einstieg in die Geschichte ziemlich schwer. Das liegt wohl auch daran, dass Michaelis hier keinen gleichmäßigen roten Faden gewebt hat. Viel zu oft ändern sich Erzählperspektive und Zeitstrang. Die Autorin spring wie sie es will von Erzählperspektive zum Ich-Erzähler. Das war sehr ungewohnt von ihr und echt verwirrend.

    Die Geschichte an sich war ab dem zweiten Drittel nicht unspannend. Aber durchzogen von unnötigen Längen. Man hatte oft das Gefühl, dass sich dieselben Szenen immer wieder wiederholen.

    Viel zu spät erfährt man, wie sich die Sache mit dem IS entwickelt hat und was einer der Protagonisten vorhat.

    Okay, das Ende ist dann unheimlich spannend und ich habe sogar eine Nachtschicht eingelegt, weil ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, bevor ich wusste, wie es nun ausgeht, aber der Weg dahin war einfach nicht optimal.

    Die Protagonisten Cliff und Alain fand ich gut gezeichnet, aber die dritte im Bunde, Margarete, war im Grunde überflüssig. Sie bekam am Ende von Michaelis noch eine bedeutungsschwangere Schlussszene, aber man hätte den ganzen Charakter weg lassen können und es hätte sich nichts an der Story geändert.

    Ich muss auch sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin schon mal besser fand. Hier finden sich nicht diese bildgewaltigen und poetischen Umschreibungen, die ich sonst so von ihr liebe.

    Im Fazit behandelt das Buch ein sehr aktuelles und krasses Thema – aber mir ging die Erzählung einfach zu schleppend. Für mich leider nicht das beste Buch der Autorin.

  8. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257261165)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.515)
    Aktuelle Rezension von: Daniel215

    Der Alchemist ist ein moderner Klassiker, der von der Suche des andalusischen Schafshirten Santiago nach einem bzw. seinem Schatz berichtet. Es handelt sich dabei aber keineswegs um einen Abenteuerroman, sondern vielmehr um eine Art Märchen, das inspirieren und zum Nachdenken anregen will. Träume, der persönliche Lebensweg, Ziele und Hindernisse werden thematisiert.

    Stilistisch/sprachlich ist die Erzählung sehr (wirklich sehr) einfach gehalten, sodass sie rein stilistisch auch als Kinderbuch durchgeht. Das ist grundsätzlich okay, weil es zum „Märchen-Stil“ des Buches passt. Stellenweise war mir der Erzählstil dann aber doch etwas sehr plump.

    Das Buch hat es (zumindest stellenweise) tatsächlich geschafft, mich zum Nachdenken anzuregen und damit sein – so nehme ich zumindest an – wesentliches Ziel auch erreicht. Die Erzählung nötigt einem durchaus den einen oder anderen Gedanken über sein eigenes Leben ab. Phasenweise war mir die Geschichte aber auch etwas zu „aufgeladen“ und die frohen Botschaften und Erkenntnisse waren dann doch etwas „aufdringlich“. Das Buch vermittelt jedenfalls keine subtile Massage, sondern beleuchtet diese geradezu im Scheinwerferlicht. Bedenkt man die eigentliche Handlung – die Reise eines Suchenden –, hat mich das durchaus überrascht, ist die Suche des Protagonisten doch geradezu prädestiniert dafür, den Leser langsam aber sicher der eigentlichen Botschaft näher zu bringen. 

    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch aber eine nette Leseerfahrung beschert. Insofern kann ich dieses weiterempfehlen, zumal die Geschichte auch nicht allzu umfangreich ist. Das Buch lässt sich recht schnell „weg lesen“, sodass es bei Nichtgefallen nicht allzu viel Zeit rauben wird. Den Mehrwert der Inspirationen kann ein jeder nur für sich selbst bewerten.

  9. Cover des Buches 40 Stunden (ISBN: 9783442381296)
    Kathrin Lange

    40 Stunden

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Aurora

    Ich fand das Buch bereits schon vor dem Lesen interessant, was allein an der Tatsache liegt, dass es in Berlin spielt. AUch der Klappentext klang für mich vielversprechend. Als ich jedoch ziemlich zu Beginn des Buches las, dass es in dem Buch auch viel um Religion geht und der Ermittler Faris Iskander zudem der SERV (Sondereinheit für die Ermittlung bei religös motivierten Verbrechen) angehörte, war mein Interesse für einen Moment gedämpft. Denn mit Religion habe ich nun so gar nichts am Hut. Aber dieser Moment verflog ziemlich rasch - genauso wie die Buchseiten. Wahnsinn, wie schnell sich dieser Thriller weglas. Wäre es nicht mein Unterwegsbuch gewesen, hätte ich es noch viel schneller beenden können. Wenn ich im Bus gelesen habe und ab und zu aufsah, war ich erstaunt, wie weit ich schon wieder gefahren bin. Das Buch ist so unglaublich fesselnd, dass man alles um sich herum vergisst.
    Als ich mich der Zielgeraden näherte, flog mir vor Erstaunen die Kinnlade runter und ich MUSSTE weiterlesen.
    Ich bin ziemlich froh, dass das (mal wieder) der erste Band einer Reihe ist. Wenn seine Nachfolger genauso werden, können wir uns auf eine rundum geniale Reihe freuen.
    Ich habe diesem Buch jedoch "nur" 4 Sterne gegeben, weil mein Gefühl mir von 5 abriet - außerdem muss man sich ja noch ein wenig Luft nach oben lassen, wenn die nächsten Bände den ersten noch übertreffen.

  10. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.017)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  11. Cover des Buches Kinder des Judas (ISBN: 9783426637685)
    Markus Heitz

    Kinder des Judas

     (680)
    Aktuelle Rezension von: Michelly

    Die "Kinder des Judas" ist der Auftakt einer Vampir-Trilogie und alle drei Bücher gehören zum "Pakt der Dunkelheit". Die Kinder des Judas wird meines Wissens offiziell als Band 3 gehandelt des Paktes der Dunkelheit, ich habe allerdings die anderen Bände vorher nicht gelesen und ich hatte keine Probleme die Geschichte zu verstehen.

    Markus Heitz liefert uns hier einen soliden Vampir-Roman mit viel Spannung, Action und Blutvergießen. Mitunter sind die Szenen recht brutal, aber nicht niveaulos oder billig. Ein hochwertiger Vampirroman ohne den bekannten Kitsch, abwechslungsreich und mit einigen Tempowechseln in der Geschichte. Es gibt einen ordentlichen Spannungsbogen, was die Geschichte sehr kurzweilig macht.

    Die Protagonistin Sia ist sehr gut dargestellt, kann ich das Wort "authentisch" benutzen, obwohl sie eine Vampirin ist? Mir gefällt die Figur ausgesprochen gut, eine mitunter brutale Kämpferin mit sehr schön ausgearbeiteten menschlichen Zügen und überraschend viel Herzwärme. Auch die Figuren um Sia herum sind gut ausgearbeitet und gestalten so eine abwechslungsreiche und fesselnde Geschichte. Der Schreibstil ist locker und flüssig.

    Ich hatte bisher noch keines der Bücher von Markus Heitz gelesen, war aber so begeistert, das ich mir gleich Band 2 und 3 der Trilogie gekauft habe. Wer Vampire mag, dem kann ich den Roman nur ans Herz legen.

  12. Cover des Buches funny girl (ISBN: 9783257068924)
    Anthony McCarten

    funny girl

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Callso
    Ein ganz nettes Buch. Eine ganz ordentliche Idee und eine brauchbare Umsetzung. So klingt es halt, wenn einem (oder besser mir) das Buch nur bedingt gepekt udn nur bedingt überzeugt hat. Die Buchtheamtik und Story ist tatsächlich ganz interessant und einzigartig, gleichwohl war dieser Roman nicht das Buch, das mich total von den Socken gehauen hat.

    Eine Muslimne, die die kleinen und großen Comedy-Bühnen erorbert. Dabei kämpft sie innenrhalb ihrer gläubigen und konservativen Familie um jedes Fitzelchen Freiheit.

    Azime, die junge Titelheldin kämpft sich durch Blind-Dates mit Heiratskandidaen, bemüht sich um erste Comedyerfolge und sucht  zugleich einen möglichen Mörder und die große Liebe. Insofern hat das Buch nicht nur leichtes Gepäck, sondern beinhaltet eine Vielzahl an Großthemen.

    Mitunter verliert somit das Buch leider an Glaubwürdigkeit, zudem waren die Witze für mich nur eher selten richtig gut und unterhaltsam.

    Drei Sterne - ein gut durchschnittliches Buch.


  13. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Der Kryptologe Tomas Noronha wird von der iranischen Regierung beauftragt, Einsteins Dokument - die Gottesformel - zu entschlüsseln. Die CIA bekommt Wind davon und mischt bei diesem Auftrag ordentlich mit. Um Albert Einsteins Werk zu verstehen, muss Tomas sich neues Wissen aus der Physik und diverser Religionen aneignen. 

    Das Buch unterteilt sich, nach meiner Einschätzung, in 60% Erklärungen über Physik/Religion, 30% Haupthandlung (Entschlüsselung der Gottesformel) und 10% Lückenfüller (familiäre Umstände). 

    Aber keine Angst, der Autor erklärt die physikalischen Grundlagen recht simpel. Manche Absätze müssen eventuell zweimal gelesen werden.

    Wer sein Allgemeinwissen ein wenig erweitern möchte und genug von Liebesromane und Co. hat, der wird dieses Buch mögen.

  14. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.188)
    Aktuelle Rezension von: Vellichor

    Dieses Buch erzählt die bewegende und emotionale Geschichte zweier afghanischer Frauen, die versuchen, in einer zerrütteten, patriarchalischen und zutiefst ungerechten Gesellschaft zusammenzuarbeiten, die durch Krieg und Grausamkeit zerrüttet ist.

    Ein entscheidender Kontext für die Geschichte ist der lange andauernde Konflikt zwischen den Mudschaheddin und den Sowjets zwischen 1979 und 1989. Im Laufe der Handlung kommen die Taliban hinzu, die 1996 die Macht ergreifen. Obwohl sich der Roman besonders stark auf die Geschichten der beiden Figuren Mariam und Laila konzentriert, ist der historische Mehrwert des Werkes nicht zu leugnen. Dies ist besonders wichtig, um das Schicksal der beiden Frauen in besonderer Weise zu verstehen.

    Mariam, eine uneheliche Tochter, die im Buch auch oft mit der gleichen Bezeichnung "harami" bestraft wird, wird im Alter von 15 Jahren mit einem viel älteren Schuster namens Rashid verheiratet. Dieser ist, gelinde gesagt, die widerlichste Figur, die mir je in einem Roman begegnet ist. Er wendet physische und psychische Gewalt gegen Mariam an. Es war schrecklich und erschütternd für mich, vor allem diese Passagen zu lesen. Mariam, die selbst noch ein Kind ist, hat Hoffnungen und Träume, möchte zur Schule gehen und steht im Schatten ihres Vaters, der mit drei Frauen und neun Kindern seine eigene Tochter betrogen hat, um die "Familienschande" ein für alle Mal loszuwerden. Es folgen Jahre der Tortur, weil sie Rashid keine Nachkommen schenken kann. Nach dem Sturz von König Sahir Shah wird die afghanische Gesellschaft immer regressiver, insbesondere als die Taliban an die Macht kommen. Frauen dürfen nur noch in Begleitung ihrer Ehemänner das Haus verlassen und müssen vollständig verschleiert sein. Dieben werden die Hände abgehackt, Fernsehen und Unterhaltung sind streng verboten, selbst Lachen auf der Straße wird bestraft.

    Nach einem großen Zeitsprung lernen wir Laila kennen, die Tochter von Mariams Nachbarin Fariba. Ihr Vater hat die Universität abgeschlossen und ist Lehrer. Sie wächst wohlbehütet mit ihrem Freund Tarik auf, der aufgrund einer übersehenen Landmine nur noch ein Bein hat. Auch sie muss im Laufe der Geschichte Rashid heiraten, da ihre Familie in den kriegerischen Auseinandersetzungen des Landes getötet wird. Mit Tarik pflegt sie eine zärtliche Liebe, aus der schließlich ein ungewolltes Kind hervorgeht, das sie versucht, als das eigene von Rashid kenntlich zu machen, um nicht in Ungnade zu fallen. Rashid ist jedoch nicht besonders angetan von seiner Tochter. Man kann seine frauenfeindlichen Züge deutlich erkennen. Er behandelt auch Laila schlecht, und trotz der anfänglichen Feindseligkeit zwischen Mariam und ihr entwickelt sich eine bedeutende Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die gemeinsam versuchen, die schrecklichen Taten ihres Mannes zu ertragen.

    Ich möchte nicht näher auf die Handlung eingehen und werde meinen Gesamteindruck etwas ausführlicher schildern.

    Wie bereits erwähnt, hat mich dieses Buch sehr emotional berührt. Es ist schrecklich, vor allem im aktuellen Kontext, was vor allem Frauen in solchen Situationen ertragen müssen, unter einem Regime, das einen radikalisierten Glauben auslebt.

    Ich spreche hier bewusst von Radikalisierung, denn jede Ideologie kann zweckentfremdet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie den Kern eines Glaubens widerspiegelt oder ihm widerspricht. Jede Form der Ideologie und des Denkens kann in eine feindselige und radikale Richtung ausarten, und darüber sollte ein offener Diskurs geführt werden, ohne friedliche Gläubige zu diffamieren, aber auch ohne das eigentliche Thema zu vernachlässigen und sich völlig der Verantwortung zu entziehen. Ich empfehle das Buch jedem, der sich für den historischen Hintergrund Afghanistans und die entsprechende Rolle der Frauen interessiert. Es ist aber auch nichts für schwache Nerven. Khaled Hosseini hat eine schöne, aber auch erschreckende Art, Dinge zu beschreiben und seinen Worten Leben einzuhauchen. Ich danke ihm für dieses Buch. Es hat meine Empathie und meinen politischen Standpunkt eindeutig bestätigt.



  15. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Lesegezwitscher



    *Klappentext*

    Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte der höchst eigenwilligen jungen Mascha, die keine Grenzen kennt. In ihrer Welt kommen viele Kulturen und viele Traditionen zusammen. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat hat sie nicht.

    (©dtv_verlag )


    *Meinung*

    Wow, dieses kurze Buch beinhaltet so viele Themen. Mascha ist traumatisiert von dem Bürgerkrieg in ihrem Geburtsland Aserbaidschan und erfährt in Deutschland eine Retraumatisierung durch einen schweren Schicksalsschlag. 

    Sie kann fünf Sprachen und hat verschiedene Wurzeln. Sie ist Jüdin, Russin, Deutsche.

    Es geht um Zugehörigkeit und um die Frage, wie sehr wir uns mit unserer Herkunft identifizieren (müssen?) und in wie fern sie uns ausmacht. 

    🌳🌳🌳🌳🌳🌳

    Die Geschichte wurde gegen Mitte etwas zäh und das zog sich bis zum Ende hin. Der Roman lebt nicht davon, DASS die Geschichte erzählt wird, sondern WIE.

    Die Autorin hat es aber sehr gut geschafft, das "Innere" der Protagonisten nach Außen zu bringen und es gleichzeitig geschafft, dass sie uns fern bleibt, weil sie einfach niemanden an sich ran lässt.


    *Fazit*

    Für mich ein gutes Buch, welches wichtige Themen anspricht, mich aber ab der zweiten Hälfte nicht mehr richtig packen konnte.

    Hätte ich es nicht empfohlen bekommen, wäre es mir aufgrund des (meiner Meinung nach) nicht gelungen Covers wohl nicht aufgefallen. 

  16. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

     (91)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In der Hoffnung ein besseres, erfüllteres oder sichereres Leben führen zu können, verlassen viele Menschen ihre Heimat und versuchen sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen. Ein sehr aktuelles Thema – jedoch spielt der Roman in einer früheren Zeitepoche. Wie schwierig eine Migration sein kann und welche kulturellen Unterschiede oft unüberbrückbar sind, zeigt dieses Buch sehr eindrücklich.


    Die Autorin, sie ist selbst Kennerin verschiedener Kulturen, erzählt die Geschichte eines Ehrenmordes. Sie vermag, den dramatischen Inhalt zu dieser archaischen Tradition offen anzusprechen. Der Roman wirkt aber nie anklagend, sondern vermittelt atmosphärisch dicht tiefe Einblicke in den nahöstlichen Kulturkreis, in dem andere Traditionen und Gesellschaftsnormen als in London den Alltag vieler Menschen bestimmen.


    Elif Shafak ist eine kluge und sensible Autorin und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.

  17. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.112)
    Aktuelle Rezension von: heli

    Nun ja, am Anfang war ich wenig begeistert, doch nach langer Besprechung Unterricht, habe ich einen anderen Blick auf das Buch geworfen. Nathans Ringparabel über die Gleichwertigkeit der Religionen und allgemein Lessings Gedanken im Werk sprechen mich sehr an. 

  18. Cover des Buches Schamlos (ISBN: 9783522305211)
    Amina Bile

    Schamlos

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Um mit dem Positiven anzufangen:
    Die Gestaltung des Buches ist wunderschön. Allein das Cover ist schon ein Traum und auch innen ist die Aufmachung sehr hübsch. Die Seiten haben verschiedene Fareben, es gibt viele Bilder, das Layout ist ansprechend und auf einer Doppelseite kann man sogar selbst etwas schreiben. Allerdings führt diese Aufmachung auch dazu, dass weniger drin steht als man vielleicht von einem Buch mit knapp 160 Seiten erwartet.

    Um meine Bewertung einordnen zu können:
    Ich habe keinen muslimischen oder dementsprechend kulturellen Hintergrund. Ich habe das Buch gelesen, um einen Einblick in diese Lebensweise und die Kultur zu bekommen.

    Ich finde an dem Buch schwierig, dass es zwischen sehr oberflächlich und allgemein und plötzlich sehr politisch schwankt. Vieles wusste man schon, anderes war ein Wust an politischen Begriffen, für die man viel Vorwissen braucht, um zu folgen. Dadurch kann ich das Buch weder als wirklichen Einstieg in die Thematik noch als Vertiefung empfehlen.

    Die Geschichten sind leider sehr kurz (1 bis maximal 2 Seiten), den Großteil des Inhalts füllen Gespräche der drei Frauen über die jeweilige Kurzgeschichte. Dabei bleibt mir die Diskussion oft zu abstrakt und es werden Phrasen genannt (sozialle Kontrolle, Patriarchat, Slutshaming), ohne dass es wirklich konkret wird. Inhaltlich fand ich es daher etwas dürftig und hatte mit mehr gerechnet.

    Vielleicht ist das Buch eher etwas, für muslimische Menschen oder Menschen mit einem ähnlichen kulturellen Kontext wie die drei, die sich in den Erzählungen wiederfinden können. Mich konnte es leider nicht wirklich abholen.

  19. Cover des Buches Der Geruch des Paradieses (ISBN: 9783036957524)
    Elif Shafak

    Der Geruch des Paradieses

     (53)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Peri ist eine Mutter und Ehefrau, die scheinbar ein normales, wenn auch gut situiertes Leben in Istanbul führt. Ziemlich langweilig findet ihrer Tochter. Als diese jedoch unverhofft erfährt, dass Peri früher einmal in Oxford studiert hat, sieht sie ihre Mutter mit anderen Augen und auch Peri erinnert sich an eine Zeit zurück, als alles noch möglich schien. Ein altes Foto, das Peri mit zwei Mitstudentinnen und einem Professor zeigt, bringt die Vergangenheit Stückchen für Stückchen ans Licht. Eine Vergangenheit, mit der Peri noch nicht abgeschlossen hat.

    Bücher von Elif Shafak sind mir auf Instagram immer wieder begegnet und nun habe ich meinen ersten Roman dieser Autorin gelesen und ich habe ihn sehr gerne gelesen. Die Protagonistin Peri steht seit ihrer Kindheit zwischen zwei Lagern, dem ihrer tiefgläubigen Mutter und dem ihres gerne trinkenden Vaters, einem Verehrer Atatürks, "ein Gegensatz wie Schenke und Moschee" (S. 30). Peri sieht sich selbst als eine unentschlossene Person in Bezug auf Religion. Während ihres Studiums verfolgen sie diese beiden Lager weiter, in Form ihrer besten Freundinnen. Hilfe und tiefere Einsichten erhofft sie sich vom umstrittenen Professor Azur. "Umgeben von Tausenden Titeln, jeder für sich ein Zufluchtsort, war sie selig. Doch ein Gedanke kehrte in dieser unermesslichen Weite des Wissens sonderbarerweise immer wieder: der Gedanke an Gott." (S. 223) Der Roman ist angefüllt mit Gesprächen und Gedanken über die Unterschiede der Kulturen, ihren Wertvorstellungen und dem Umgang mit Glauben, Gott und Philosophie. Alles verwoben in die Lebensgeschichte einer Frau, die modern und fortschrittlich sein möchte und doch immer wieder von sich selbst zurückgerufen wird, die voller Zweifel und Unsicherheit steckt, die wortwörtlich vor sich davonläuft. Das schildert Shafak in einer angenehmen Sprache, sehr bildhaft z.B. wenn es um Sinneseindrücke wie das Essen geht und sehr klug wenn es um theoretische Fragen geht.

    Obwohl das Buch wegen der vielen Passagen, in denen über Religion und Gott philosophiert wird, sicherlich nicht jedem oder jeder gefallen wird, hat es mich sehr angesprochen. Die Geschichte von Peri wird geschickt in zwei Strängen erzählt. Während eines einzigen Abends in der Gegenwart wird das Leben der Protagonistin immer wieder in Kapiteln dazwischengeschoben. Mir hat gefallen, dass alle Personen während des Abendessens (Ausnahme ist Peris Ehemann) nur mit ihren Berufsbezeichnungen versehen werden, z.B. Geschäftsmann oder PR-Frau. Das gleiche spielt sich bei einem Abendessen in Oxford ab, nur die Hauptcharaktere haben Namen, die anderen sind der Theologieprofessor oder der Professor für Quantenphysik. Daher hatten sie für mich immer eine Art Stellvertretercharakter. Ich fand diesen Kniff interessant.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, es hat eine Sogwirkung entfaltet. Ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht, aber leider ist das Ende nicht ganz mein Fall. Eine Lektüre über zahlreiche kulturelle und religiöse Aspekt, die einen an vielen Stellen nachdenklich werden läßt. Vier Sterne.

  20. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783898303453)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (413)
    Aktuelle Rezension von: black_horse
    Schon lange stand dieses Buch auf meiner Wunschliste, ist aber aufgrund immer neuer aktueller historischer Romane nie bis ganz oben gerutscht. Nun war er endlich fällig.

    "Der Medicus" entführt den Leser/Hörer in das 11. Jahrhundert. Der Junge Robert Cole verliert sehr früh seine Eltern und wird dann von einem Bader mitgenommen, bei dem er die ersten Grundzüge des Bader- und Chirurgen-Handwerks lernt. Für Rob ist es eine Berufung. Er will mehr lernen und hat einen großen Plan: Er möchte nach Persien reisen, um dort an der Universität Medizin von den großen Lehrmeistern der damaligen Zeit zu erlernen. Doch für einen Christen ist das ein scheinbar unmögliches Vorhaben. Er begibt sich auf eine gefahrvolle Reise und sieht sich großen Herausforderungen gegenüber.

    Sehr anschaulich beschreibt der Autor die Verhältnisse der damaligen Zeit. Der Hörer erfährt neben medizinischen Details - Rob interessierte sich u.a. für die sogenannte "Seitenkrankheit" - auch viel über religiöse Hintergründe. Dabei ist die Sprache gut verständlich und flüssig. Dem Sprecher Heikko Deutschmann gelingt es sehr gut, die Stimmung des Buches zu transportieren.

    Das Ende des Buches war relativ "seicht". Trotzdem konnte mich das Werk begeistern und macht neugierig auf die anderen Teile der Trilogie.
  21. Cover des Buches Nach der Flut das Feuer (ISBN: 9783423281812)
    James Baldwin

    Nach der Flut das Feuer

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Die 1963 erschienenen Essays, die in dieser Ausgabe neu auf deutsch übersetzt und um ein Vor- und Nachwort ergänzt worden sind, haben leider nichts von ihrer Aktualität verloren.

    Im ersten, kürzeren Essay richtet sich Baldwin an seinen Neffen und appelliert an ihn, zu versuchen, sich nicht zu sehr an den Erwartungen Weißer auszurichten, da Rassismus nicht aufgrund der jeweiligen Persönlichkeit der Schwarzen Person stattfindet, sondern sich gegen das Konzept eines N* richtet, der mit der konkreten Person nichts zu tun hat. Im zweiten Essay verdeutlicht Baldwin, wie umfassend der Rassismus in den USA der 196er ist und wie stark sich dieser auf die Idententitätsentwicklung Schwarzer Menschen auswirkt. Er befasst sich besonders mit der Nation of Islam, einer Bewegung Schwarzer Muslime in den USA, die insbesondere auch als Reaktion auf den weißen Rassismus entstanden ist. Deren Dämonisierung Weißer hält er jedoch für falsch. Es sei nötig, eine Gesellschaft zu schaffen, in der Menschen nicht aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert werden und auch, wenn er die Hintergründe der Nation of Islam nachvollzieht und prinzipiell deren religiöse Narrative als logische Umkehr der rassistischen christlichen Auslegungen versteht, sieht er darin Gefahren. Mit einer lebhaften Bildsprache zeichnet Baldwin ein Portrait des Lebens eines Schwarzen Jungen und Mannes in den USA des 20. Jahrhunderts und leider sind viele der in diesem nun fast 60 Jahre alten Werk getroffenen Aussagen auch heute noch aktuell. Gerade, da wir oft dazu neigen, die systemische Komponente des Rassismus zu ignorieren, sollten wir diese Essays lesen. Sie zeigen, wie nachhaltig sich Rassismus auswirkt, wie tief er verwurzelt ist und wie problematisch insbesondere der implizite Rassismus ist, den nicht davon Betroffene selten überhaupt sehen. Im Nachwort wird von der Übersetzerin zudem noch einmal genauer auf das N-Wort eingegangen und dargelegt, warum es in der Neuausgabe anders verwendet und häufig durch die Selbstbezeichnung Schwarz ersetzt wird. 

    James Baldwin war ein bewundernswerter Autor und Intellektueller und auch, wenn seine Analysen gerade die spezifischen Elemente der Diskriminierung Schwarzer Amerikaner*innen darlegen, lassen sich einige seiner Analysen auch auf die heutige Situation hierzulande übertragen.

  22. Cover des Buches Der Teufelsfürst (ISBN: 9783937357751)
    Silvia Stolzenburg

    Der Teufelsfürst

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Thunderdreamer

    Kein Roman über Vampire und Untote, dafür ein historischer Roman, der im fünfzehnten Jahrhundert angesiedelt ist und die Geschichte des „wahren“ walachischen Fürsten Vlad Draculea erzählt, der wohl als Vorbild des Vampirromans diente. Dieser erlitt in seiner Jugend, als Geisel am türkischen Sultanshof, unglaubliche Brutalität, wurde geschlagen, gefoltert und zum Kriegsdienst gezwungen. Eine Jugend, die ihn prägte und später, als Fürst der Walachei, ebenso grausam handeln ließ.

    Zugleich wird hier die Geschichte der Ulmer Kaufmannstochter Zehra von Katzenstein erzählt, die in ihrer Heimatstadt einer Intrige zum Opfer fällt und daraufhin als Hexe verurteilt und verbannt wird. Auf abenteuerlichen Wegen gelangt sie schließlich an den Hof des Fürsten Vlad  und wird seine Geliebte.

    Ein weiterer Strang der Geschichte widmet sich Zehras Bruder Utz, der als Kaufmann in Ulm und auf weiten Handelsreisen gen Osten, ebenfalls einige Abenteuer zu bestehen hat.

    Die von der Autorin gewählte Erzählweise ist für den Leser ein wenig anstrengend. Ständig springt man vom Sultanshof in der Türkei nach Ulm, von der Walachei nach Transsylvanien etc. Da ist es schon eine Herausforderung, all die handelnden Personen im Blick zu behalten und dem Handlungsstrang zu folgen. Zudem muss man ein gehöriges Maß an Unerschrockenheit mitbringen, um die doch recht detaillierten Schilderungen der verschiedenen Foltermethoden zu ertragen. Man fragt sich manchmal, ob es wirklich sein kann, dass ein einzelner Herrscher derart in seinem Land wütet … Rechnet man einmal die damalige Bevölkerungszahl gegen, müsste Vlad Draculea die ihm gehörenden Ländereien fast entvölkert haben. Aber nur so viel dazu. Sicher, die Zeiten waren vermutlich um einiges härter als das heute der Fall ist. Aber dennoch, da geben ich einem meiner Vorrezensenten Recht, wäre eine etwas weniger detaillierte Schilderung ausreichend gewesen. Nach dem zwanzigsten Pfählen eines Gegners reicht es eigentlich, wirklich vorstellen möchte man es sich nicht.

    Insgesamt vermag die Geschichte durchaus zu fesseln, und wer sich nicht an detaillierten Schilderungen mittelalterlicher Folter stört, bekommt eine historisch recht gut recherchierte Story geboten, die auch sprachlich ausgefeilt ist. Von mir bekommt „Der Teufelsfürst“ vier Sterne …

  23. Cover des Buches Malala - Meine Geschichte (ISBN: 9783596856602)
    Malala Yousafzai

    Malala - Meine Geschichte

     (77)
    Aktuelle Rezension von: andymichihelli

    Den Inhalt erwähne ich jetzt mal nicht mehr, da man den Klappentext überall findet. 

    Meine Meinung dazu ist, dass das Buch sehr toll war. Ich habe zuvor noch nie eine so schöne Biographie gelesen. Diese Frau wurde zu meinem Idol. Ich lese sehr ungern Bücher über Personen, bei diesem war das aber anders. Ich mochte zudem die Auszgüge aus dem Film sehr, Bilder in Büchern zu sehen, ist wie eine Zeitreise zurück in die Kindheit. Definitiv empfehlenswert!

  24. Cover des Buches Ich bin Malala (ISBN: 9783426276297)
    Malala Yousafzai

    Ich bin Malala

     (265)
    Aktuelle Rezension von: stuff-books-pictures

    Das Buch erzählt die Lebensgeschichte der jungen Malala Yousafzai.

    Besonders spannend finde ich davon zu lesen, wie es in andere Länder zu geht. Dabei merke ich immer wieder wie gut ich es habe und wie sehr ich es schätze, dass ich in so einem sicheren Land wie Deutschland aufgewachsen sein darf und gerade beim Thema B Bildung so viele offene Türen hatte.

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