Bücher mit dem Tag "islam"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "islam" gekennzeichnet haben.

898 Bücher

  1. Cover des Buches Fanatisch (ISBN: 9783649624547)
    Patricia Schröder

    Fanatisch

     (154)
    Aktuelle Rezension von: natural_ranchgirl

    "Fanatisch" war mein erstes Buch dieser Autorin und ich war absolut begeistert.

    Die Handlung hat mich sofort gepackt und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe einen Thriller in diesem Stil noch nie gesehen, er packt einen mit Klauen und lässt nicht mehr los. Was ich besonders fand ist das ich denke das es auch in echt passieren könnte was dort mit den Mädchen geschieht.


    Eine echte Leseempfehlung von mir, wer sich auf eine überraschende Wendung freut der ist hier genau richtig.

  2. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (295)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  3. Cover des Buches Die Attentäter (ISBN: 9783789104565)
    Antonia Michaelis

    Die Attentäter

     (105)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Ich habe das Buch am Erscheinungstag gekauft und tatsächlich drei Jahre gebraucht, um es zur Hand zu nehmen, so schwierig fand ich das verarbeitete Thema. Doch Antonia Michaelis hat mich bisher nie enttäuscht und so habe ich es schließlich doch gewagt.

    Nun muss ich sagen, ich bin doch recht zwiegespalten, was „Die Attentäter“ angeht.

    Die Beschreibung Berlins mit seinen Mietshäusern und den darin lebenden, so gänzlich verschiedenen, Menschen fand ich sehr gelungen. Trotzdem fiel mir der Einstieg in die Geschichte ziemlich schwer. Das liegt wohl auch daran, dass Michaelis hier keinen gleichmäßigen roten Faden gewebt hat. Viel zu oft ändern sich Erzählperspektive und Zeitstrang. Die Autorin spring wie sie es will von Erzählperspektive zum Ich-Erzähler. Das war sehr ungewohnt von ihr und echt verwirrend.

    Die Geschichte an sich war ab dem zweiten Drittel nicht unspannend. Aber durchzogen von unnötigen Längen. Man hatte oft das Gefühl, dass sich dieselben Szenen immer wieder wiederholen.

    Viel zu spät erfährt man, wie sich die Sache mit dem IS entwickelt hat und was einer der Protagonisten vorhat.

    Okay, das Ende ist dann unheimlich spannend und ich habe sogar eine Nachtschicht eingelegt, weil ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, bevor ich wusste, wie es nun ausgeht, aber der Weg dahin war einfach nicht optimal.

    Die Protagonisten Cliff und Alain fand ich gut gezeichnet, aber die dritte im Bunde, Margarete, war im Grunde überflüssig. Sie bekam am Ende von Michaelis noch eine bedeutungsschwangere Schlussszene, aber man hätte den ganzen Charakter weg lassen können und es hätte sich nichts an der Story geändert.

    Ich muss auch sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin schon mal besser fand. Hier finden sich nicht diese bildgewaltigen und poetischen Umschreibungen, die ich sonst so von ihr liebe.

    Im Fazit behandelt das Buch ein sehr aktuelles und krasses Thema – aber mir ging die Erzählung einfach zu schleppend. Für mich leider nicht das beste Buch der Autorin.

  4. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783446263796)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Rafik Schamis Erzählung ist nur vordergründig ein Krimi. ... Zwischen den Zeilen analysiert der Autor die Mechanismen von Diktatur und wie ein System die Menschen verändert. Die Handlung ist zweigeteilt. Einerseits ermittelt die Hauptperson, Kommissar Barudi gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Mancini. Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Tagebucheinträge des syrischen Kommissars. Hier blüht der Autor auf und lässt sein aufgeklärtes Alter Ego in Tagebuchnotizen und Dialogen Kritik am autoritären Islam üben ebenso wie am Pakt der Alawiten mit der Macht und an der Überheblichkeit des römischen Klerus.

    Wir erfahren, wie hochkomplex und explosiv die politische Situation 2010 war. Das Jahr ind er die Handlung spielt.  Der aufrechte, kurz vor der Pensionierung stehende Kommissar verrät in seinem Tagebuch, was öffentlich nicht gesagt werden darf. 

    Kommissar Barudi, ein Christ, soll kurz vor seiner Pensionierung den brutalen Mord an einem italienischen Kardinal aufklären. Dazu muss er erst einmal wichtige Verbündete finden, um in einem Land mit nahezu allmächtigem, raffiniertem Geheimdienst überhaupt ermitteln zu dürfen. Das gelingt ihm, indem er die Botschaften Italiens und des Vatikans mit ins Boot holt. Bald gilt die Aufklärung der Tat als Staatsaktion, schließlich braucht Syrien gute Beziehungen nach Westen. Berlusconis Italien schickt zur Verstärkung (und Absicherung) einen eigenen Kommissar nach Damaskus, den perfekt Arabisch sprechenden Marco Mancini.

    Auch wenn der Plot in Form eines Kriminalromans daherkommt, handelt es sich in erster Linie um einen Roman über das Leben in Damaskus. Rafik Schami lässt es sich nicht nehmen, Syriens Kultur und Lebensweise einfließen zu lassen. Den Gewürzmarkt, der beim Lesen den Geruch von Koriander und Kardamon entwickelt. Der Geschmack der Nachtigallennester, ein Pistaziengebäck, das Leben der verschiedenen Religionen zueinander und die christliche Religion als Minderheit im Land, die ärmlichen Marktgassen, wo keine Touristen hinkommen und vieles mehr. 

    Kommissar Barudi selbst, ist ein melancholischer, unangepasster Typ, der nie in die Partei der Machthaber eingetreten war und daher nie aufstieg, aber er ist damit zufrieden. Er mischt sich politisch nie ein, das würde bedeuten, entweder das Lied der herrschenden zu singen oder im Gefängnis zu verfaulen. So kann er wenigstens gute Polizeiarbeit leisten.

    Kurz vor seinem Ruhestand muss Kommissar Barudi einen brisanten Fall lösen: In einem Fass mit Olivenöl, das an die italienische Botschaft in Damaskus geliefert wurde, befindet sich die Leiche eines italienischen Kardinals, der auf einer geheimen Mission in Syrien unterwegs war. Verdächtige gibt es mehr als genug: 'einfache' Kriminelle, Islamisten, der Geheimdienst, Widersacher in den eigenen Reihen. Und wem kann man vertrauen? Der Geheimdienst hat seine Ohren überall.

    Ein weiteres Thema des Buches behandelt den Aberglauben und die Religion und wie diese Menschen dazu bringen können, die unglaublichsten Dinge zu tun und zu ertragen. Und dies nicht nur im positiven Sinne. Wer nun denkt: 'Na klar, diese zurückgebliebenen Bewohner entfernt liegender Bergdörfer, kein Wunder, dass die Alles glauben.', der irrt. Hierzu ein schöner Satz, weshalb der Aberglaube auch in übersättigten Gesellschaften gedeiht (wenn auch in anderer Form): "Weil die Menschen dort durch nichts mehr Befriedigung finden. Unerträgliche Leere breitet sich in ihrer Seele aus. Deshalb suchen die Menschen in fernen Welten oder Sphären Befriedigung." 

    Das hört sich nun vielleicht Alles ziemlich trist an - ist es aber überhaupt nicht. Rafik Schami schreibt sehr unterhaltsam, wenn auch für meinen Geschmack gelegentlich etwas weitschweifig, was aber wohl den orientalischen Gegebenheiten entspricht. Zudem kommt auch der Humor nicht zu kurz, denn trotz des allgegenwärtigen Geheimdienstes können sich Barudi sowie sein Freund, der Chef der Spurensicherung, ihre spitzen Kommentare nicht verkneifen und der hinzugezogene italienische Kollege hält sich ebenfalls nicht zurück.

    Wer klare, stringente Handlungen mag, tut sich mit diesem Buch vermutlich keinen Gefallen. Denn der Autor nutzt bei jeder Gelegenheit die Chance etwas zu erzählen, was mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun hat. Und so erfährt der Leser irgendwie nebenbei die Lebensläufe fast aller Beteiligten und etliche weitere Anekdoten. Mir hat es gefallen.

  5. Cover des Buches 40 Stunden (ISBN: 9783442381296)
    Kathrin Lange

    40 Stunden

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein spannender Thriller mit Setting Berlin. Ein Mann wird ans Kreuz geschlagen. Gelingt es dem Ermittler Faris Iskander nicht, ihn innerhalb von 40 Stunden zu finden und zu retten, droht der Täter mit einem Bombenanschlag auf Berlin. 

    Es ist ein Thriller mit hohem Tempo. Der Leser ist direkt mittendrin im Geschehen und kann die Ermittlungen, die mit Hochdruck geführt werden, weil die Zeit drängt, mitverfolgen.

    Es gibt aber auch immer mal wieder ein paar Nebenhandlungen. Passanten rücken sind Bild, werden real. Es ist irgendwie bedrückend, denn man ahnt als Leser, dass sie vielleicht bald Opfer sein könnten...

    Derweil zeichnet sich mit jeder Seite ein klareres Bild ab, wobei man aber trotzdem lange im Dunklen bleibt. So bleibt es immer spannend. 

    Ich mochte diesen Thriller sehr. Der Inhalt war sehr spannend, actionreich, der Schreibstil angenehm. 

  6. Cover des Buches Kinder des Judas (ISBN: 9783426637685)
    Markus Heitz

    Kinder des Judas

     (687)
    Aktuelle Rezension von: 19gernot-winkler90

    Mit "Kinder des Judas" trifft Markus Heitz genau meinen Vampirgeschmack. Auf der einen Seite richtig schön blutig, wie sich das für Vampirliteratur gehören sollte, auf der anderen Seite historische, intelligente und organisierte Vampire. Das einzige, was etwas stört, ist die im dritten Teil des Buches etwas zu sehr im Vordergrund stehende Lovestory. Aber irgendwie auch ein cleverer Schachzug von Heitz, so wollte er sicherlich das Buch auch für Frauen ansprechender machen. Man muss ja auch auf die Verkaufszahlen achten. Aber da der Ausgang des ganzen versöhnt, sehe ich von einem Punktabzug ab.

  7. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (80)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe.

    Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. 

    Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach so nebenbei lesen.

  8. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Mascha lebt nicht zwischen unterschiedlichen Identitäten, sondern sie lebt sie einfach. Sie ist Deutsche, Aserbaidschanerin, mehrsprachig, Jüdin, nicht wirklich religiös, bi. Sie nimmt das alles irgendwie an und formt sich ihre eigene Identität daraus, trägt dabei aber eine Rastlosigkeit in sich und findet keine Heimat. Der plötzliche Tod ihres Partners wirft sie dann doch aus der Bahn. Die Kombination aus Identitätssuche und Trauerbewältigung hat bei mir keine ganz runde Geschichte ergeben. Mascha fand ich aber dennoch interessant, vielleicht nicht richtig sympathisch, aber ans Herz wachsend. Außerdem mochte ich auch Cem und seine Freundschaft mit Mascha. Außerdem wird mir die Sprache in Erinnerung bleiben, die einerseits sehr klar ist, dann aber immer wieder durchsetzt ist mit witzigen und/oder eloquenten Stellen.
    Insgesamt hat "Der Russe ist einer, der Birken liebt" mir um Längen besser gefallen als das vor kurzem gelesene "Superposition" von Kat Kaufmann, das eine sehr ähnliche Ausgangslage hat.

  9. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Zu meinem Erschrecken gibt es inzwischen Literatur, die lästiges Recherchieren zu Lessings Drama "Nathan der Weise" ersparen und weniger Zeit zur Vorbereitung kosten soll.

    In Anbetracht solcher Worte und da ich seit einundzwanzig Jahren in der Lessingstraße wohne, wird es Zeit, dass ich dem hervorragenden Dichter und Denker ein Denkmal setze.

    Das Buch "Nathan der Weise" habe ich zwei Mal gelesen und mir fünf Inszenierungen auf der Bühne angesehen, wobei mir die des Poetenpacks am besten gefallen hat.

    Wie viel mehr das 1779 erschienende Ideendrama beinhaltet als die Frage, welcher Ring (Religion) der richtige sei, wird deutlich, wenn man das Werk in seinen Kontext einordnet.

    Ein Streit mit dem der lutherischen Orthodoxie angehörenden Theologen Johann Melchior Goeze führte nicht nur zu elf Erwiderungen Lessings mit dem Titel "Anti-Goeze" (1778), sondern auch zur Entstehung der Figur des Patriarchen im Drama, welcher als Antagonist Nathans und Saladins als christlicher Fanatiker dargestellt wird.

    Wenn man sich Lessings religionsphilosophisches Hauptwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" (1780) anschaut, tritt seine deistische Auffassung noch mehr hervor und zeigt die Intoleranz des für seine Religionstoleranz berühmten Aufklärers gegenüber dem Theismus noch deutlicher.

    Der rational denkende Nathan schärft seiner Ziehtochter, Recha, in Anbetracht ihrer Rettung aus dem Feuer ein, nicht an das Wirken von Schutzengeln zu glauben.

    Ebenso sei die Begnadigung des Tempelritters durch Saladin ein Zufall, möchte der Autor dem Leser glauben machen.

    Nach Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie sagte der Neurologe John-Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin 2008: "Unsere Entscheidungen sind, lange bevor unser Bewusstsein ins Spiel kommt, unbewusst vorherbestimmt. Anscheinend trifft das Gehirn die Entscheidung vor der Person."

    Wenn es nach der Aufklärung keine Wunder (mehr) gibt, woher hatte dann Gotthold Ephraim Lessing die Ideen für sein Ideendrama? Der Verstand kann ähnlich wie ein Computer nur das wiedergeben, womit er mittels Erfahrung gefüttert wurde. Werden Computer demnächst von sich sagen: "Ich denke, also bin ich", so wie es Descartes irrtümlicherweise getan hat? Waren Lessings Ideen Zufall so wie die Rettung Rechas und des Tempelritters? Ein Zufall ist, wenn einem etwas zufällt. Von wo fällt es denn? Laut Grawitationsgesetz kann es ja nur von oben fallen.
    Schon Platon wusste lange vor Lessing, dass Ideen als eigenständige Entitäten existieren und dem Bereich der sinnlich wahrnehmbaren Objekte ontologisch übergeordnet sind.

    Ohne Lessings Drama "Nathan der Weise" wären meine kritischen Gedanken zu seinem Werk nicht entstanden. Deshalb möchte ich ihn durch folgendes Gedicht ehren.

    Nathan der Weise

    Nathan der Weise
    Spricht leise
    Oder schweigt
    Seiner Tochter zugeneigt
    Seine Vermutungen
    Abwägungen
    Dass seine Ziehtochter
    Viel gemochter
    Die Schwester sei
    Und damit nicht frei
    Für den Tempelritter
    Bitter

     Vera Seidl 

     

  10. Cover des Buches Schamlos (ISBN: 9783522305211)
    Amina Bile

    Schamlos

     (69)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz sind Bloggerinnen und Feministinnen. In diesem Buch erzählen sie von ihren Erfahrungen als Muslimas. Diese Frauen stammen aus streng gläubigen Familien und haben alleine dadurch schon viele extreme Erfahrungen gemacht. Doch nicht nur diese drei sprechen von ihren Erfahrungen die sie gemacht haben, sondern auch andere muslimische Frauen kommen hierbei zu Wort und bleiben dabei jedoch anonym. 

    Ich finde es mittlerweile unglaublich wichtig, auch Bücher über andere Kulturen und Religionen zu lesen. Gerade in der muslimischen Religion gibt es einige Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann, weshalb ich es umso wichtiger finde, sie zu verstehen und mich mit diesen auseinanderzusetzen. Von daher habe ich den Anfang mit diesem Buch gemacht. Ich wollte wissen was hinter dieser Religion steckt und vor allem was einen dazu bewegt, seine eigene Religion zu verlassen.

    Ich möchte unbedingt großes Lob an diese drei Frauen aussprechen. Ich bewundere sie sehr für ihre Offenheit, ihre Ehrlichkeit und ihren Mut ihre Geschichten so mit der Welt zu teilen, wie sie es in diesem Buch machen. Wir bekommen einen Einblick in die Religion und können auch ein wenig hinter die ,,Kulisse‘‘ schauen, was uns einen Einblick in den Islam gibt, den man bisher noch nicht hatte. Aber es zeigt auch, dass man offene Augen für jede andere Religion haben und sich ein Bild machen sollte.

    Die Aufmachung des Buches hat mir richtig gut gefallen. Die Mischung die in diesem Buch gewählt wurde, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Wir bekommen bewegende und anonyme Erlebnisse mit und tiefgründige Diskussionen zwischen den Autorinnen. Auch die Grafiken und Illustrationen haben mir richtig gut gefallen und haben die Aspekte zusätzlich unterstützt. Das sorgt dafür, dass das Buch nicht einseitig und langweilig wird, sondern dass man sich mit dem Buch auseinandersetzt. 

    Besonders mitgenommen haben mich die Briefe, die sich Amina, Sofia und Nancy an ihr jüngeres Ich geschrieben haben. Vielleicht sollte das jeder einmal machen, ich denke, dass könnte vielen helfen. Die drei jungen Frauen scheinen eine total positive Ausstrahlung zu haben und vor allem Zeug dazu, andere Mädchen und junge Frauen zu inspirieren und ihnen zu zeigen, dass es auch einen anderen Weg geben kann. Total authentisch und lebensecht dargestellt, hat mir sehr gut gefallen.

    Der Schreibstil von den drei jungen Frauen hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Jede Frau schreibt auf ihre Art und Weise und das fand ich gut. Daher konnte man die jeweiligen Geschichten sehr gut unterscheiden und sie zu den Frauen zu ordnen. Sie schreiben sehr flüssig und total angenehm. Trotz des schweren Themas ließ sich das Buch sehr schnell durchlesen und auch der Lesefluss wird hierbei nicht gestört.

    ,,Schamlos‘‘ ist ein sehr wichtiges Buch, bei dem ich nicht damit gerechnet habe, dass ich dieses Buch so sehr verschlingen werde. Ich war so sehr in dem Buch drinnen und wollte immer mehr über diese Frauen und ihr Leben erfahren. Das Buch schenkt einem Hoffnung und eine Menge Mut, etwas an seinem Leben zu verändern und das man auch das Recht dazu hat, etwas zu ändern, wenn man das möchte. Von mir gibt es für dieses Buch eine ganz klare Lese- und Kaufempfehlung!

  11. Cover des Buches Vaticanum (ISBN: 9783946621041)
    J.R. Dos Santos

    Vaticanum

     (62)
    Aktuelle Rezension von: tharos

    Vaticanum - J.R. Dos Santos | Read By Tharos (tharos-web.de)

  12. Cover des Buches Ich bin Malala (ISBN: 9783426788271)
    Malala Yousafzai

    Ich bin Malala

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Elbe1092

    Zu recht ein Bestseller , 

    Es ist kein Geheimnis was in einem Land wie Pakistan und Afghanistan für schlimme Dinge geschehen und das weibliche Geschlecht immer mehr dafür verurteilt wird , das es in dieses Geschlecht hineingeboren wurde. Das so ziemlich alles was wir westlichen Menschen kennen und lieben, für diese Frauen so unerreichbar erscheint.

    Leider bewerte ich das Buch mit nur zwei Sternen, weil es mir teilweise sehr schwer fiel das Buch zu lesen, der ‚Roten Faden‘ zu folgen, der für mich persönlich eine der wichtigsten Dinge sind. Es gibt eine Handlung, in dem Fall die Geschichte , tragisch und dennoch teilweise mit viel Glück gesegnet , eines jungen Mädchens . Ich finde es gut das sie aus ihrer Sicht erzählt , dennoch finde ich viele Informationen, wie eben die Geschichte ihres Volkes aus dem Swat-Tal dennoch für Background-Wissen, was zwar schön ist zu erfahren, dennoch überflüssig. Es hat streng genommen nichts mit ihrem Kampf für ihre Ziele zu tun. Es wirkte auf mich so als müsse sie teilweise versuchen die Seiten irgendwie zu füllen . Zudem musste man oft von einer Zeit in die nächste ‚springen‘, was für mich wie gesagt den Roten Faden zum Verlust hatte.

    Fazit: 

    Dennoch eine wunderbare Geschichte , ein sehr mutiges Mädchen mit so wunderbaren Zielen, die für uns zwar ‚normal‘ sind, da wir in Ländern leben wo wir getrimmt werden einem Beruf nachzugehen der uns glücklich macht. Für diese junge Frau ist das ein Ziel , in einer unmöglichen Zeit der Besetzung eines Landes das tragischerweise nichts anderes kennt als Krieg , Gewalt und Unterdrückung. 

  13. Cover des Buches Die Gärten von Istanbul (ISBN: 9783442715138)
    Ahmet Ümit

    Die Gärten von Istanbul

     (66)
    Aktuelle Rezension von: AntjeB23

    "Die Gärten von Istanbul " ist das erste Buch , was ich von dem Autor Ahmet Ümit gelesen habe und es hat mir sehr gefallen. Es ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern man erfährt auch sehr viel über Istanbul und die Geschichte von Istanbul. Das Buch hat mir auf alle Fälle Istanbul näher gebracht. Klappentext: Istanbul, die unbezähmbare Stadt zwischen zwei Kontinenten. Ein magischer Ort, wo Geschichte geschrieben wurde und sich noch heute unzählige Geschichten ineinander verweben. Kaum einer kennt ihn so gut wie Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats. Und kaum einer leidet an ihm wie er, dessen Frau und Tochter dort Opfer eines Verbrechens wurden. Und doch wird er hinzugezogen, als an der Atatürk-Statue eine Leiche gefunden wird. Das Opfer, Professor für Kunstgeschichte, war anerkannt in Istanbuls intellektuellen Kreisen. Ebenso wie seine Exfrau Leyla, Museumsdirektorin im legendären Topkapı Palast. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden. Wieder an einem von Istanbuls Wahrzeichen. Und die Serie reißt nicht ab. Sieben Leichen an sieben historischen Stätten – und nur ein einziger Faden scheint die Fälle miteinander zu verbinden: die jahrtausendealte Geschichte einer der geheimnisvollsten und faszinierendsten Städte der Welt ... Mir hat sehr gefallen, wie Hauptkommissar Nevzat mit seinen Mitarbeitern Zeyneb und Ali versucht mehrere Mordfälle aufzuklären, die an historisch wichtigen Orten von Istanbul verübt wurden. Dabei werden diese Orte geschichtlich und kulturell dem Leser näher gebracht. Für mich ist dieses Buch sehr lesenswert. Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne von mir!

  14. Cover des Buches Sonnenaufgang im Todestal (ISBN: 9783944794471)
    Amiira Ann

    Sonnenaufgang im Todestal

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Kabelka

    ... ,das zeigt Amiira Ann in ihrem Buch "Sonnenaufgang im Todestal". Sie schreibt von ihrem Leben mit ihrer Familie im Jemen. Es werden viele Besonderheiten der Kultur, der Menschen und des Lebens dort preis gegeben und man bekommt einen wundervoll ehrlichen und authentischen Einblick in die Höhen und Tiefen dieser Familie , die sie in diesen Jahren erlebt haben. 

    Amiira Ann schreibt von tollen, wunderbaren und aber auch herausfordernden Erlebnissen, die sie mit Gott gemacht hat und so auch Gott neu kennenlernen durfte.

    Besonders toll fand ich, wie Gott heute immer noch Menschen benutzt um zu heilen und sie darin zu verherrlichen.

  15. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596520701)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.208)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist einfach wunderbar gestaltet, drückt aber in keiner Weise die Tragik dieser berührenden Geschichte aus. Die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben und  ich hatte gleich die Gesichter dazu, so wie es mir mit den weiteren Protagonisten auch gegangen ist.

    Es ist die Geschichte zweier Frauen, die versuchen zunächst alleine, später gemeinsam  ihr Schicksal  in die Hand zu nehmen.

    In einem sehr einfühlsamen und flüssigen Schreibstil hat der Autor hier eine authentische Geschichte geschrieben,Man konnte physisch und emotional  das Leid und die Gefühle der Frauen spüren, ihre Machtlosigkeit und Auswegslosigkeit.

    Man wird gleichzeitig durch die Geschichte des Landes der letzten 30-40 Jahre mitgerissen und erlebt das reale Leben, das keines Falls nur eine Geschichte ist. Leider ist dies nicht der Fall, es entspricht der Realität, die wir auch heute noch in vielen Ländern vorfinden.

    Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn diese Geschichte rüttelt schonungslos auf, klärt auf und bringt den Lesern zu einer stillen Ohnmacht.

  16. Cover des Buches Wieso Heimat, ich wohne zur Miete (ISBN: 9783709972380)
    Selim Özdogan

    Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Filzblume
    Das Buch hat insgesamt 30 Kapitel. Jedes ist einzigartig und schon in seinem Text zum Schmunzeln. Geschildert wird das Leben von Krishna Mustafa, der in Istanbul geboren, aber in jungen Jahren mit seiner Mutter nach Freiburg gezogen ist. Er lebt dort in einer WG , die Mutter hat sich sich vom Vater getrennt, der lebt in der Türkei. Krishna Mustafa studiert und seine Freundin Laura macht mit ihm Schluss. Sie behauptet das er keine Identität hat. So macht er sich, bestärkt von „Hase“, ein älterer Freund, der sich sein Geld mit Dealen verdient, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat, auf nach Istanbul. 6 Monate wird er dort verbringen. Er tauscht sein WG Zimmer in Deutschland gegen das in der Türkei, dort lernt er die Mitbewohner, Isa und Yunus kennen und Esra, seine Freundin. „Emre hat nur erzählt, dass du die Türkei besser kennenlernen möchtest.“ „Emre ist mein Cousin und wohnt seit gestern in meinem WG-Zimmer in Freiburg, dafür habe ich sein Zimmer hier. Nein, nicht die Türkei, sage ich. Ich möchte mich besser kennenlernen. Meine Wurzeln. Ich bin gekommen, weil ich meine Identität finden möchte.„ Das da die Missverständnisse vorprogrammiert sind ist klar. Das Buch zeigt auf humorvolle Weise auf Türken und Deutsche zugleich, ist politisch unkorrekt, sprachlich witzig, nachdenklich, manchmal philosophisch . Zeigt Vorurteile, die verschiedenen Perspektiven, Gemeinsamkeiten. „In der Türkei glauben wir ja, dass alles in Deutschland seine Ordnung hat. Aber wir wissen nicht, dass diese Ordnung genauso wenig Logik hat wie unser Chaos.“ Mein Lieblingsatz: „Die Wahrheit ist wie Wasser, sagt er. Sie findet immer einen Weg. Die Wahrheit ist, diese Welt ist rund und man muss ein wenig geschmeidig sein, wenn man sich mitdrehen möchte.“(Kapitel 21). Ein humorvolles Buch für jeden der beide Seiten kennenlernen möchte, ohne Vorurteile ist und sich gut unterhalten möchte.
  17. Cover des Buches Phantom (ISBN: 9783492304702)
    Jenk Saborowski

    Phantom

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Katl93
    In diesem Buch wird ein krasses Thema behandelt, das uns alle angeht. Der Terror. Sei es in Barcelona oder Deutschland überall kann es einen treffen & das sagt uns auch das Buch von Jenk Saborwoski. Solveigh Lang hat nun einen neuen Feind, der nicht mit der heutigen Technik aufzuspüren ist. Wer oder was es ist könnt ihr auf meinem Blog lesen oder euch einfach das Buch kaufen :)

    https://bluubsbuecherwelt.blogspot.de/2017/10/phantom-jenk-saborowksi.html
  18. Cover des Buches Die sieben Gründe zu töten (ISBN: 9783734106187)
    Uwe Wilhelm

    Die sieben Gründe zu töten

     (29)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Dass es sich hierbei um das Finale einer Trilogie um eine Staatsanwältin dreht, wusste ich leider vorher nicht. Ich hätte das Buch auch beinahe abgebrochen, weil es für mich einfach zu „stark“ war, zu grauenhaft, zu brutal. Und trotzdem fesselte mich die Geschichte so, dass ich einfach weiterlesen musste.

    Ob es in Saudi-Arabien wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen. Der Autor hat sicher gut recherchiert und schreibt dazu: "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Saudi-Arabien eine menschenverachtende Diktatur und in der Unterdrückung der Frau ohne jedes Beispiel ist." Er selber „kennt“ das Land gewissermaßen nur von außen, aber zwei von ihm genannte Personen haben das Leben, die Diktatur dort am eigenen Leib erfahren und ihm berichten können. Da lässt einen vieles eher fassungslos zurück….

    Das Buch ist in verschiedene Handlungsstränge eingeteilt und auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände konnte ich der Handlung mehr oder weniger mühelos folgen. Diese ist wirklich sehr spannend, einprägsam, schockierend, aber auch bewegend.

    Trotzdem werde ich vermutlich die vorherigen Bücher nicht lesen; ich vermute, dass auch diese für mich Sensibelchen zu erbarmungslos genau skizziert sind.

  19. Cover des Buches Der amerikanische Architekt (ISBN: 9783453417625)
    Amy Waldman

    Der amerikanische Architekt

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Zwei Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center ist es nun an der Zeit eine Gedenkstätte zu bauen. Eine unabhängige Jury will aus den Einsendungen allein auf Grund des Entwurfs entscheiden, welcher Architekt die Gedenkstätte bauen darf. Doch dann der große Schock: Darf dieser bisher unbekannte Architekt tatsächlich der Fürsprecher der Trauernden sein?

    Ein Thema, das wohl auch heute noch für heftige Diskussionen sorgen würde. Wer ist die richtige Person, um eine Gedenkstätte zu bauen? Wer sollte größeren Einfluss darauf haben? Die Betroffenen? Spezialisten? Die Stadt oder das Land?

    Amy Waldman kreiert in ihrem Roman eine große Hetzjagd gegen den Architekten. Ein Buch, in dem es um Gesellschaft, Demokratie, Medien, Religion und Vorurteile geht. Immer wieder wird der Leser auf die Frage gestoßen, wie er selbst entscheiden würde. Mir zumindest fällt es nicht leicht. Das Hin- und Hergerissene zwischen der Ansicht der Betroffenen und der Außenwirkung durch die Medien macht diesen Roman nicht nur spannend, sondern auch hochaktuell.

    Einige Figuren nehmen eine wichtigere Rolle ein: eine Frau in der Jury, die ihren Mann verloren hat und damit ihre beiden Kinder allein großziehen muss, der Juryvorsitzende, ein Mann, der seinen Bruder verloren hat und auch durch die Ablehnung durch seine eigenen Eltern nur schlecht mit seinem Leben klarkommt sowie der Architekt selbst. Sie alle haben eine Meinung und lassen sich von unterschiedlichen Umständen leiten. Doch gibt es überhaupt die richtige Ansicht? Wie entscheidet man in einem Fall, der die ganze Welt betreffen könnte?

    Eine wirklich gute Lektüre!

  20. Cover des Buches Couchsurfing im Iran (ISBN: 9783492310833)
    Stephan Orth

    Couchsurfing im Iran

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Denisovan

    Bewundernswert, wie der Autor sich abseits der üblichen Pfade mit den Menschen trifft. Darüber gibt es bereits genügend positive Kommentare. Leider fehlt eine tiefergehende Einbettung - unabhängig von aktueller Politik - in die uralten Kulturtraditionen des Iran, ohne die man die Menschen dort nicht ganz verstehen kann. Auch die Gemeinsamkeiten mit den deutschen Traditionen aus der indogermanischen Sprachwelt, der Literatur und der Philosophie hätten durchaus vertieft dargestellt werden können, ohne das Konzept zu ändern. Jedenfalls ist es gut, dass das Buch den Blick für die ganz normale Bevölkerung im Iran öffnet.

  21. Cover des Buches Das Buch von Eden (ISBN: 9783404155453)
    Kai Meyer

    Das Buch von Eden

     (157)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Der Roman spielt in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Abendland ist in den christlichen Überlieferungen und Mythen gefangen. Das Morgenland erlebt den Ansturm der Mongolen. Dies sind die groben Rahmenbedingungen.

    Die Geschichte beginnt mitten im Winter in der Eifel. Albertus Magnus und eine Novizin aus dem Frankenreich - Favola - tauchen in einem abgelegenen Kloster auf. Sie tragen ein gar seltsame und seltene Fracht mit sich; die letzte Pflanze aus dem Garten Eden. Das Ziel diese Pflanze in den verschwundenen Garten Eden zurückbringen auf Grundlage einer uralten und unvollständigen Karte. Mit den beiden Reisenden tauchen die Schergen des Erzbischofs von Köln, angeführt von Gabriel von Goldau, auf. 

    Zusammen mit Aelvin, Libuse und Corax von Wildenburg gelingt den Wanderern die Flucht aus dem Kloster mit knapper Not. 

    Der zweite Handlungsstrang spielt in Asien - irgendwo zwischen dem heutigen Irak und vermutlich Afghanistan. Dort belagert die große Horde den Hauptort der Nizarer. Sinaida, eine mongolische Prinzessin ist die Hauptfigur. 

    Nachdem ihr Ehemann und sie Opfer eines Machtspiels geworden sind, schwört sie Rache und flieht nach Persien.

    Fazit:

    Ein kurzweiliger, farbenprächtiger Roman. Von christlichen Mythen über Magie und die große mongolische Horde bis hin zum Fall Bagdads werden viele Themen angesprochen. 

    Viele Charaktere sind gut dargestellt. Insbesondere die Entwicklung von Aelvin vom unsicheren, zu Streichen aufgelegten Novizen hin zum erwachsenen Mann während der Reise hat mir gefallen. Sinaida ist vielleicht zu eindimensional in ihrem von Rache getriebenen Bestreben geraten.

    Von meiner Seite eine klare Leseempfehlung. Bei den Sternen habe ich zwischen 4 und 5 geschwankt und mich letztlich für 5 entschieden.


  22. Cover des Buches Sex und Lügen (ISBN: 9783442716814)
    Leïla Slimani

    Sex und Lügen

     (28)
    Aktuelle Rezension von: marilovesbooks2020

    Ein Buchtitel, der die Aufmerksamkeit erregt, für Aufregung sorgt und reißerisch erscheint, polarisiert. Trotz allem passt er wie die A… auf Eimer. Die Autorin gibt Frauen aus ihrer Heimat eine Stimme. Eine Stimme zu einem Thema, welches in der Öffentlichkeit als Sittenverfall und demoralisierend verbreitet wird, aber in diesem Land in vielen Kämmerchen durchaus praktiziert wird.

    Die geschilderten Erfahrungen haben mich in Aufruhr versetzt, ist es doch in unseren Breitengraden ein Thema, welches offen besprochen wird. Slimani zeigt ein sehr differenziertes Bild von Marokko auf. Einem Land, in dem Homosexualität, Ehebruch und Prostitution strafbar sind. Die aufgestellten Regeln des Landes werden nur hinter verschlossenen Türen gebrochen. Ein offenes Geheimnis. Gleichzeitig schafft sie es, die Frauen nicht als Opfer, im klassischen Sinn, darzustellen, sondern als starke Persönlichkeiten, die dem heuchlerischen Druck der Politik und Religion zum Opfer fallen. Doch leiden nicht nur die Frauen darunter, auch viele Männer. Slimani konzentriert sich auf die Rolle der Frau in ihrem Heimatland, mit der Misere dort, aber auch mit den bestehenden Errungenschaften. Mir wurde schnell klar, wie groß der Spagat zwischen „Gesellschaft und Individualität“ oder „Politik und Religion“ ist. Was für uns Freiheit bedeutet, wird in diesem Land nicht toleriert. Frauen sind Mütter und Töchter von jemandem.

    Die Frauen wollen als individuell angesehen werden, sind aber doch in großem Maße von der Gruppe abhängig, was ich als völlig ambivalent empfinde. Einerseits ist dieses Land technisch bei Facebook & Co., andererseits wird nach wie vor propagiert, dass die Ehre der Frau in ihrem Schoß liegt. Die Jungfräulichkeit, ein Mysterium, das es zu wahren gibt. Wenn man schon den Menschen nicht kontrollieren kann, dann zumindest sein Verlangen. Jungfräulichkeit ist keine private Angelegenheit. Nein, sie ist Gegenstand der kollektiven Besorgnis aller. Gleichzeitig schlägt die Natur aber doch durch und es gibt unzählige Frauen, die Sex haben; dann aber ihr Hymen rekonstruieren lassen, um nicht der Schande zu verfallen, denn sie möchten geheiratet und nicht verachtet werden.

    Was mich förmlich aufschreien ließ beim Lesen ist folgender Teil. Gibt es doch in Marokko einen Paragraphen im Strafgesetzbuch, der folgendes regelt – ich zitiere (S. 51)
     [Nachdem sie von einem Freund der Familie vergewaltigt worden war, hatten ihre Eltern und die des Täters die Ehe …. arrangiert. …. erfährt die Öffentlichkeit von dem skandalösen Artikel 475… der besagt, dass ein Vergewaltiger, der die vergewaltigte Frau heiratet, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden kann.]

    Ein sehr aufwühlendes, unfassbares, beklemmendes Buch, das zur Aufklärung und auch zu einem besseren Verständnis beiträgt. Was für mich als selbstverständlich gilt und ich nie in Frage stelle, ist dort ein Affront gegen die eigenen Mitmenschen. Was ganz deutlich klar wird ist, dass Recht und Moral nicht dasselbe ist. Die Moral ist immer nur die Moral der anderen. Der Chauvinismus ist nach wie ausgebreitet. Die vom Sittenverfall geängstigten beziehen sich einfach auf die Zeilen im Koran, der, laut geschichtlicher Studien, eigentlich nicht in diese Richtung der Frauenverachtung, Diskriminierung, Vergewaltigung, etc. ausgerichtet ist. Frauen sind, ob sie es wollen oder nicht, zu Symbolen der sexuellen Misere geworden.

    Das Buch ist wichtig und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Es ist an so vielen Stellen total ambivalent: es ist prüde, konservativ und zugleich so voll von dem Thema Sex und dem Verlangen nach Selbstbestimmung, dass einem fast schlecht wird vor offensichtlicher „Persönlichkeitsspaltung“.

    Ich maße mir hier keine Bewertung an zu den Werten und der Moral des Landes an, ich finde dennoch, dass viele Dinge kritisch hinterfragt werden sollten und die Scheinheiligkeit unter dem Deckmantel der Moral entlarvt gehört. Dort herrscht eine Lebensrealität, die ich schlicht nicht nachempfinden kann, weil sie meiner Realität so gar nicht entspricht.

    Leider läuft es wie in vielen Bereichen nach dem Motto: Das haben wir immer so gemacht und „Never Change a running system“.

    Von meiner Seite eine uneingeschränkte Leseempfehlung und ich sehe es als ein Jahreshighlight!
    5/5 Sternen. LEST DIESES BUCH!!!!

  23. Cover des Buches Bestrafung (ISBN: 9783453437630)
    Steffen Jacobsen

    Bestrafung

     (30)
    Aktuelle Rezension von: haberland86
    Bestrafung fängt an, wie ein guter Thriller anfangen muss – rasant, spannend und schockierend. Doch ebenso schnell verliert die Geschichte wieder an Fahrt.
    Es werden viele Figuren eingeführt und etliche Handlungsstränge geflochten, die der Leser zunächst nicht entwirren kann. Es dauerte etwa 200 Seiten, bis ich mich in Steffen Jacobsens Buch zurecht fand. Dann ließ es mich aber bis zum Schluss nicht mehr los.

    Die psychisch labile Ermittlerin Lene Jensen und der leidgeprüfte Privatdetektiv Michael Sander waren mir von Anfang an sympathisch und ergänzten sich genau so, wie es sich für ein gutes Ermittler-Duo gehört. Ergo dauert es auch nicht lange, bis sie der Wahrheit gefährlich nahe kommen.
    Bald müssen Lene und Michael nicht nur gegen einen islamistischen Terrorring vorgehen, sondern auch gegen polizeiinterne Widerstände kämpfen und schließlich um ihr Leben fürchten.

    Im Großen und Ganzen schreibt Steffen Jacobsen sehr knapp und lässt der Fantasie des Lesers somit viel Raum. Hin und wieder finden sich aber auch sprachliche Kleinode, sowie ein distanzierter, skandinavisch kühler Witz, mit denen ich zwar nicht gerechnet hätte, die der Spannung aber auch keinen Abbruch tun.

    Insgesamt ein sehr spannendes und leider immer noch aktuelles Buch, das ein erschreckend realistisches Bild von einem Terroranschlag zeichnet, wie er tatsächlich vorkommen könnte und über dessen anfänglichen Schwächen man spätestens nach der Hälfte gerne hinweg sieht.

    Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.
  24. Cover des Buches Sterblich (ISBN: 9783442378098)
    Thomas Enger

    Sterblich

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Immer wieder muss ich feststellen, dass die Autor:innen aus den skandinavischen Ländern einfach wissen, wie man gute und spannende Krimis schreibt. Auch Thomas Engers erster Fall für Henning Juul war fesselnd und gut geschrieben.

    Henning Juul ist ein Journalist einer Online-Zeitung. Er hat nun nach seinem ganz privaten Tiefpunkt wieder begonnen zu arbeiten und gerät direkt in einen sehr ungewöhnlichen Mordfall. Eine junge Frau wird gesteinigt, ausgepeitscht und verstümmelt. Wer hat so viel Wut in sich und warum?

    Henning Juul recherchiert und stößt dabei auf Ungereimtheiten und sticht ganz nebenbei in ein Wespennest. Den Ungereimtheiten geht er immer weiter nach und deckt so Schicht für Schicht die ganze Wahrheit auf. Immer mehr müssen die Polizei und die Medien von ihrem Anfangsverdacht wegrücken, die Vorurteile ausblenden und den Fokus neu einstellen. 

    Das genaue Hinsehen und Zuhören macht die Geschichte spannend. Henning Juul erhält seine Informationen durch geschickte Fragen und die Kombination aus vielen kleinen Informationsfetzen. 

    Einzig Borgelands Gedanken gegenüber seiner Kollegin fand ich daneben, jedoch werden sie leider nicht so fern von der Realität gewesen sein. In der heutigen Zeit verursachen diese Gedanken und Kommentare noch mehr Unmut als vor 10 Jahren, als das Buch geschrieben wurde. 

    Insgesamt ein guter spannender Krimi, der Lust auf die nachfolgenden Fälle macht. 

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