Bücher mit dem Tag "inzest"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "inzest" gekennzeichnet haben.

327 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.418)
    Aktuelle Rezension von: Haddon

    Die Welt in Das Lied von Eis und Feuer ist sehr interessant und mysteriös. Es gibt viele Geschichten, Geheimnisse, gute Charaktere, spannende Kämpfe, mystische Kräfte, leidenschaftlich beschriebene Emotionen. Was will man mehr? Ich freue mich auf den nächsten Teil.

    Wer es also noch nicht gelesen hat: Lies. Dieses. Buch.

  2. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783426510179)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (2.919)
    Aktuelle Rezension von: _books_lara_

    Schon der Prolog hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und hätte es wahrscheinlich sogar an einem Tag durchgelesen, wenn ich nicht noch andere Dinge zu tun gehabt hätte. So hab ich es eben an zwei Tagen verschlungen – auch nicht schlimm, das macht das Buch ja nicht schlechter.

    Im Grunde war ich mir von vorn herein sicher, dass sich »Passagier 23« zu einem Highlight entwickeln würde. Und da lag ich mit meiner Einschätzung auch goldrichtig! Vom Schreibstil bis hin zuden kleinsten Details war alles in sich stimmig. Es gab Nervenkitzel in jedem einzelnen Kapitel, da jedes mit einem Cliffhanger aufgehört und neugierig auf mehr gemacht hat. Im nächsten Kapitel ging es dann meist aus der Sicht einer anderen Figur in einem anderen Handlungsstrang weiter, also blieb immer die Spannung auf dem höchsten Level. 

    Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die am Ende alle zusammenlaufen, wird man als Leser*in zum Miträtseln angeregt. Da hat man scheinbar die alles entscheidende Lösung gefunden, und dann fällt einem auf, dass man einen Handlungsstrang vergessen hat einzubeziehen, der einfach nicht mehr dazupassen will. Und sofort muss man sich neu den Kopf zerbrechen, wie alles am Ende zusammenhängt. Und wie zum Geier Fitzek es überhaupt geschafft hat, da noch auf eine am Ende stimmige Lösung zu kommen.

    Besonders fies war mal wieder die Auflösung am Ende. Wobei, eigentlich war es nur die scheinbare Auflösung. Denn zum Schluss – wie es bei Fitzek typisch ist – wurde noch einmal alles umgeworfen. Und das eigentliche Ende schlägt dann noch mal richtig ein wie eine Bombe. Wirklich, ich hatte das Gefühl, mein Herz hört gar nicht mehr auf zu rasen, sobald ich die letzte Seite gelesen und das Buch zugeklappt hatte. Und fast wär mein Kopf auch noch explodiert, das sag ich euch!


    Fazit

    Heißt also zusammengefasst: »Passagier 23« konnte mich – wie die meisten Thriller von Fitzek – zu 100 Prozent abholen, hat mich mitgerissen und in die Geschichte eintauchen lassen. Es war blutig, fesselnd, krank und perfekt durchdacht. Alles in einem also ein Psychothriller wie man ihn sich nur wünschen kann.

  3. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 02 (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 02

     (1.959)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Ich denke, die Handlung ist weitgehend bekannt. Entweder durch die tollen Rezensionen anderer Leser oder durch die Games Of Thrones Serie. Auf eine inhaltliche Beschreibung verzichte ich daher.

    Als treuer Serien-Fan bin ich am meisten überrascht darüber, das Buch 1 und 2 fast komplett in Staffel 1 untergebracht wurden. Bis auf geringe Abweichung entspricht die filmische Umsetzung der Romanvorlage. 

    Trotzdem ist es ein Genuss die Romanvorlage zu lesen. Martin schildert seine Welt farbenprächtig. Alles ist stimmig. Die Charaktere, die Dialoge, der Spannungsbogen. 

    Klare Leseempfehlung auch für Serienjunkies wie ich einer bin.

  4. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.565)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Dieser dritte Teil des Liedes von Eis und Feuer ist genauso hervorragend geschrieben, wie die beiden Vorgänger. Als Fan der HBO-Serie vergleiche ich natürlich immer Serie und Vorlage und in diesem Band treten die Unterschiede schon deutlicher hervor. Mein Eindruck ist, dass die Personen in der Romanvorlage damit noch mehr Tiefe bekommen. 

    Ich finde es beeindruckend, wie es George R.R. Martin gelingt eine solche Menge von Personen zu handeln und jeden/jede einzigartig zu charakterisieren. 

    Dieser Band ist vor allem geprägt vom Machtkampf der Lennister Geschwister in Königsmund, von Bran der lernen muss in Abwesenheit von Rob den Lord von Winterfell zu spielen und Aryas Erlebnissen auf ihrem Weg in den Norden. Die Mutter der Drachen erreicht Quarth. Jon Schnee verlässt mit einem großen Kontingent an Grenzern die Schwarze Festung Richtung Norden. Mit Stannis Bartheon und Lord Graufreund betreten neue Akteure die Bühne. 

    Aufgrund dieser Weichenstellungen fällt dieser Band in puncto Spannung ein wenig zurück, was mich aber nicht gestört hat.

    Fazit: Für jeden High Fantasy Fan ein muss und jeden Fan der Serie eine lohnende Lektüre.

  5. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.773)
    Aktuelle Rezension von: Kirjahan

    "Wir leben in einer Schattenwelt, Daniel, und Magie ist ein rares Gut. Dieser Roman hat mich gelehrt, dass ich durch Lesen mehr und intensiver leben, dass Lesen mir das verlorene Sehen wiedergeben konnte. Allein deshalb hat dieses Buch, das keinem etwas bedeutete, mein Leben verändert." 

    Diese Worte, mit denen Clara Barceló den titelgebenden fiktiven Roman "Der Schatten des Windes" beschreibt, lassen sich sehr gut genauso über Zafóns Romane äußern. Sein bildhafter, einzigartiger Schreibstil macht das Lesen zu einer Reise an ferne Orte und lässt dich die Geschehnisse intensiv miterleben. 

    "Der Schatten des Windes" ist tragisch, zauberhaft und unheimlich atmosphärisch. Ein Buch für jeden, der Bücher liebt.

    Ich habe einen Stern abgezogen (eigentlich hätte es nur ein halber sein sollen, aber lovelybooks lässt dich anscheinend keine halben Sachen machen), weil mir teilweise die Nähe zu den Protagonist*innen gefehlt hat. Obwohl ich die meisten sympathisch fand und mit ihnen mitgefiebert habe, habe ich ihre Intentionen teilweise erst später verstanden und es blieb bis zum Ende eine gewisse Distanz.

  6. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783499241956)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.425)
    Aktuelle Rezension von: neenchen

    Der Thriller „Kalte Asche“ von Simon Beckett wandelt auf bekannten Pfaden, ausgetreten von Autoren wie Kathy Reichs und ihren Temperance-Brennan-Romane oder Serien wie „CSI“. Hier wird genauso wissenschaftliche Untersuchung direkt mit dem Whodunit verknüpft und der Anthropologe darf auch hier Ermittler spielen.

    Gerade auf dem Weg nach Hause zu seiner Verlobten Jenny wird der forensische Anthropologe Dr. David Hunter angerufen. Der Superintendent Graham Wallace braucht seine Hilfe, denn alle anderen Polizisten sind in der Untersuchung eines Zugunglücks involviert. Er willigt ein und begibt sich mit Sergeant Fraser und Constable Duncan McKinney auf die abgeschiedene, schottische Insel Runa. Dort wohnt der ehemalige Cop Andrew Brody, der eine Leiche fand und diesen Fall gemeldet hat. Hunter soll jetzt nur überprüfen, ob es sich um einen Mord handelt und die Spurensicherung dahin gesendet werden muss. Danach könne er wieder gehen. Doch als klar wird, dass es sich hier nicht um ein Unfall handelt, ist es zu spät, denn die Insel wird durch einen Sturm vom Festland abgeschnitten und so sitzt er, was bald klar wird, zusammen mit dem Mörder auf der Insel fest.

    Der 430-seitige Roman ist schnell gelesen, das spricht für seine leicht verständliche Sprache genauso für ein gewisses Maß an Spannung, wie es ein klassischer Thriller mit sich bringt. Besonders gelungen an diesem Whodunit, dem Genre, in dem sich alles um die Aufklärung eines Falles dreht, ist die Kulisse einer abgeschlossenen Insel, welche die Spannung verstärkt und den Kreis der Verdächtigen einschränkt. Obwohl der Roman offensichtlich auf seinem Vorgänger „Chemie des Todes“ (2006) aufbaut, ist es nicht notwendig diesen zu kennen, denn der britische Autor Simon Beckett (*1960) baut alle wichtigen Infos aus dem Vorgänger-Band mit ein. Ebenso wird es sich mit den nachfolgenden Büchern („Leichenblässe“ (2009), „Verwesung“ (2010), „Katz und Maus“ (2013), „Totenfang“ (2017) und „Die ewigen Toten“ (2019)) verhalten, welche von Dr. Hunter handeln. Die Figur selbst ist eine der größeren Schwächen des Buches. Zu oft flüchtet sie sich in sinnfreie oder selbst kasteiende Gedanken, so dass man wenig Mitleid mit ihm empfindet. Seine Fähigkeiten setzt er zum Teil nicht ein, so dass man als Leser:in seine Sympathien eher auf die umliegenden Figuren verteilt, die es einem aber auch nicht ganz so leicht machen. Weiterhin ist man verlockt, dem Autor unlautere Mittel zu unterstellen, denn, wenn er mehr Emotionalität möchte, wechselt er auch mal die Erzählperspektive, welche vorrangig bei dem Forensiker liegt. Auch bedient er sich viel an klassischen und leicht durchschaubaren falschen Fährten. So fühlt es sich seltsam an, wenn man als Leser:in mehr weiß, als der angeblich sehr kluge Chefermittler. So eignet sich „Kalte Asche“ als leichte Kost für zwischendurch, ist schnell ausgelesen, liefert solide Spannung, aber mehr sollte man dann auch nicht erwarten.

    Fazit: „Kalte Asche“ ist der sechste Roman des britischen Autors Simon Beckett. Darin erzählt er eine klassische Whodunit-Geschichte und schafft es damit, genügend Spannung zu erzeugen, so dass man das Buch gut am Stück lesen kann, auch wenn der eine oder andere Twist vorhersehbar ist und es leider massiv an Sympathien für die Hauptfigur mangelt.

    Doreen Matthei - https://testkammer.com/2022/06/03/kalte-asche-von-simon-beckett-2007/

  7. Cover des Buches Forbidden (ISBN: 9783841503077)
    Tabitha Suzuma

    Forbidden

     (839)
    Aktuelle Rezension von: Nicola89

    Die 16-jährige Maya und ihr ein Jahr älterer Bruder Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschwister, nachdem ihr Vater die Familie verlassen und ihre Mutter sich mehr und mehr dem Alkohol und ihrem jüngeren Liebhaber hingibt. Die beiden versuchen verzweifelt, die Familie zusammenzuhalten und kommen sich dabei immer näher. Sie wissen, dass ihre Beziehung verboten ist, dennoch können sie ihre Gefühle füreinander nicht leugnen. Mit fatalen Folgen… 

    Die Geschichte der fünf Geschwister hat mich sehr bewegt und aufgewühlt. Man wünscht ihnen nur, dass sie glücklich werden und besonders einen Erwachsenen, der Maya und Lochan die Last von den Schultern nimmt, sich um alles kümmern zu müssen. Besonders das Ende hat mich schockiert und ich werde mich definitiv noch länger an dieses Buch erinnern.

  8. Cover des Buches Wenn die Nacht verstummt (ISBN: 9783596184521)
    Linda Castillo

    Wenn die Nacht verstummt

     (401)
    Aktuelle Rezension von: archer2603

    Wenn die Nacht verstummt

    von Linda Castillo aus dem Rowohlt Verlag 

    Es handelt sich hier um den dritten Band von Linda Castillo. Sie ermittelt in diesem Band wieder um Amische Menschen, die auf mysteriösen Umständen zu Tode kommen oder gefoltert werden. 

    Mir hat der dritte Band sehr gut gefallen. Er war spannend von der ersten Minute und ich konnte nicht abschätzen, wie es am Ende ausgehen wird. Ich konnte das Buch ab Seite 120 nicht aus der Hand legen und habe es an einem Tag fertig gelesen. Der Schreibstil von Linda Castillo begeistert mich sehr. Flüssig zu lesen und man vergisst so schnell die Zeit. 

    Chief Burgholder ist mir sehr ans Herz gewachsen. Hart im nehmen, aber sehr sensibel. Dazu Agent Tomasetti, passt wunderbar. Ich bin sehr gespannt, wie es mit den beiden weitergeht. Die Spannung hält von Anfang bis Ende.

    Da ja noch einige Bände darauf warten gelesen zu werden freue ich mich schon mega darauf. 


    absolute Kaufempfehlung und 5 Sterne von 5

  9. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.204)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Seit Ewigkeiten steht die Trilogie in meinem Regal. Ich kann mich noch an den Hype damals erinnern. Daran das es als schlimm, grausam und unvorstellbar galt. Ich hab mich irgendwie nie getraut die Filme zu schauen.

    Jetzt hab ich mich aber getraut den ersten Band zu lesen. Und muss gleich vorweg nehmen, so schlimm ist es gar nicht. Allerdings halt aus heutiger Sicht. Vor 17 Jahren allerdings sah das halt doch etwas anders aus. Da waren wir noch nicht so abgebrüht wie heute. Hacken war da noch was neues, eher unbekanntes. 

    Aber kommen wir zum Buch. Der Schreibstil liest sich super flüssig. Die Hauptprotagonisten Mikael und Lisbeth werden dem Leser langsam näher gebracht, was Spannung aufbaut und so immer wieder neue, kleine Details über sie zutage kommen.

    Ich war anfangs etwas überfordert von den ganzen Personen, der Vanger-Clan ist halt relativ groß. Aber das lässt nach der Zeit nach, denn es kommen ja immer weniger in den Fokus. Es ist spannend, abwechslungsreich durch die beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten. Es entsetzt durchaus durch die Gewalt, die Unberechenbarkeit, die Skrupellosigkeit. Trägt sozusagen das schlimmste des Menschen vor.

    Ich habs verschlungen und bin gespannt worin die beiden in Band 2 ermitteln.

  10. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (650)
    Aktuelle Rezension von: RondaInMarrakesch

    Für ein Becket Buch war es wirklich enttäuschend. Es gab nur sehr wenige spannende Teile und man wartete bis zum Ende, ob noch was einschlägiges passiert aber nein. Fand es sehr enttäuschend. Eher ein Roman aber keinesfalls ein Thriller! 

  11. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (990)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Mit "Gottes Werk und Teufels Beitrag" ist John Irving ein Mammutwerk gelungen. Den Personen wird so viel Leben eingehaucht, dass man meinen könnte sie schon ewig zu kennen. Irving baut ungewöhnliche Spannung auf. Nicht wie man sie sonst gewohnt ist, sondern man möchte unbedingt wissen, wie Homer die anstehenden Situationen meistert und man wünscht ihm dabei immer nur das Beste. Unbedingt Lesen!                            

  12. Cover des Buches Todsünde (ISBN: 9783442364596)
    Tess Gerritsen

    Todsünde

     (987)
    Aktuelle Rezension von: JanaBabsi

    Die Gerichtsmedizinerin Maura Isles wird nach Graystones Abbey gerufen. Das Kloster wurde überfallen und in der Kirche des Ordens der Schwestern unserer lieben Frau vom Himmlischen Licht wurden 2 Opfer gefunden.

    Bei dem einen Opfer handelt es sich um Schwester Camille, 20 Jahre alt und die erste Novizin in diesem Kloster seit 15 Jahren. Camille ist an ihren schweren Schädelverletzungen und Gehirnblutungen gestorben. Das zweite Opfer ist die 68jährige Schwester Ursula, die die gleichen schweren Kopfverletzungen erlitten hat, ihren Verletzungen jedoch noch nicht erlegen ist. Die Ärzte im St.-Francis-Hospital versuchen alles, um ihr Leben zu retten,.

    Bei der Obduktion von Camille finden sich eindeutige Hinweise darauf, dass die junge Frau vor sehr kurzer Zeit ein Baby bekommen hat. Im Kloster weiß jedoch niemand von einem Baby bzw. einer Schwangerschaft der Toten.

    Die nächste Leiche, zu der die Pathologin Maura Isles gerufen wird, findet sich in den verfallenen Räumen eines ehemaligen italienischen Restaurants. Es handelt sich um eine Frau, deren Füße und Hände fehlen und am restlichen Körper haben sich die Ratten die Bäuche vollgefressen, so dass eine Identifizierung der Toten zunächst unmöglich scheint. Aber auch diese Tote „erzählt“ einen Teil ihrer Geschichte unter den erfahrenen Händen von Maura Isles während der Obduktion. Bei dem Hautausschlag, unter dem die Frau zu Lebzeiten gelitten hat, handelt es sich um Lepra.

    Detective Jane Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Maura Isles haben schon früher gemeinsam Ermittlungen durchgeführt und auch in diesen beiden Fällen arbeiten sie zusammen an der Aufklärung. Je mehr Fakten sie über die Toten zusammentragen, desto offensichtlicher wird, dass es zwischen Schwester Camille und der „Rattenfrau“ eine Verbindung gibt. Aber welche?

    Die beiden Hauptprotagonistinnen Jane Rizzoli und Maura Isles sind mir aus dem TV bekannt, die Krimi-Serie „Rizzoli & Isles“ lief ungefähr zwischen 2010 und 2016/2017 auf VOX und ich habe die Serie damals geschaut.

    Die beiden Ermittlerinen sind (zum aktuellen Zeitpunkt der Handlung) nicht befreundet, dazu kennen sie sich zu wenig, aber sie interagieren auf einer Basis miteinander, die auch das eine oder andere private Wort zulässt. Beide haben aktuell Probleme mit den Männern ihn ihrem Leben, was natürlich auch Auswirkungen auf ihren Beruf hat; und einer der beiden Männer hat mehr mit dem aktuellen Fall zu tun, als erwartet.

    Die privaten Probleme von Rizzoli & Isles sind vorhanden und werden thematisiert, überschatten aber nicht die Geschichte, was ich als sehr angenehm empfunden habe.

    Das Buch ist in 24 Kapitel eingeteilt, die von einem auktorialen Erzähler abwechselnd aus der Sicht von Jane und Maura erzählt werden. So ist man als Leser immer ganz nah an den Gedanken und Handlungen der Protagonisten dran. Die Autorin war früher selbst als Ärztin tätig, was man u. a. an den detaillierten Obduktions-Beschreibungen bemerken kann. Für zartbesaitete Menschen kann das eventuell zu detailliert sein. Ich kann so etwas gut lesen, kann es aber im TV nicht anschauen.

    Ich kann jetzt keinen Vergleich zu den Büchern davor oder danach ziehen, bei „Todsünde“ handelt es sich um den 3. Fall von „Rizzoli & Isles“, da ich keines der anderen Bücher gelesen habe, ich kann nur beurteilen, dass mir dieses Buch hier sehr gut gefallen hat und ich es in kürzester Zeit gelesen hab. Die Handlungsstränge der Ordensschwester Chamille und der „Rattenfrau“, die zu Anfang beide parallel laufen und keine offensichtliche Gemeinsamkeit haben, laufen zum Ende des Buches gekonnt ineinander über und verschmelzen zur Auflösung des Falls miteinander.

    Die Autorin hat einen flüssigen und angenehmen Stil, der von Andreas Jäger hervorragend ins Deutsche übernommen wurde. Es gibt Spannung und unvorhergesehene Wendungen, Hochs und Tiefs und zum Ende des Buches gibt es für alles eine Aufklärung: Wo ist das Baby? Wer ist der Vater des Babys? Wer ist die „Rattenfrau“? Welche Verbindung gibt es zwischen Schwester Chamille und der „Rattenfrau“ ? Und warum kam es so wie es kam?

    Vielen Dank für dieses kurzweilige Lesevergnügen!

  13. Cover des Buches DNA (ISBN: 9783442715756)
    Yrsa Sigurdardottir

    DNA

     (330)
    Aktuelle Rezension von: Mimi

    Ein Krimi, der mich mit einem ungewohnt heftigeren Einstieg, als die bisher gelesenen bereits überraschte.
    Eine Frau wird in ihrem eigenen Haus zu Tode gefoltert, die kleine Tochter bleibt unter dem Bett unentdeckt. Eine Nachricht des Täters, die nur aus Zahlen besteht, können die Polizisten nicht entschlüsseln. Umso wichtiger ist, was das Kind gesehen hat. Als das Mädchen unter Aufsicht der Psychologin Freyja befragt werden soll, erlebt Kommissar Huldar eine unangenehme Überraschung, denn er kennt die Psychologin schon - er hat sich nach einem One Night Stand heimlich aus ihrem Schlafzimmer geschlichen und nie wieder gemeldet, nachdem er ihr eine falsche Identität vorgelogen hatte.
    Mit sympathischen Hauptfiguren steigt man direkt in den ersten Mord mit ein. Der Hauptkomissar Huldar bei seinem ersten Mordfall und der Psychologin Freya.
    Leider hat die Geschichte einige Längen, man schweift weg und es lässt sich nur noch stockend lesen… Oft schweifte mir die Autorin zu tief in Details ab, was somit mit fehlender Spannung einbüssen musste.
    Durch die verblüffende Wendung zum Schluss des Buches und mit detailreichen Erklärungen zu den Rätseln und der Auflösung der drei Mordfälle konnte mich das Buch noch einmal fesseln.

  14. Cover des Buches Vergiss mein nicht (ISBN: 9783442379071)
    Karin Slaughter

    Vergiss mein nicht

     (1.717)
    Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_Buecher

    Der zweite Teil der Grant County Reihe von Karin Slaughter konnte mich definitiv mehr begeistern als Band 1.

    Der Schreibstil der Autorin wirkt nun gefestigter, die Protagonisten waren präsenter und die gesamte Story hatte einen roten Faden.

    Um nicht zu spoilern möchte ich über den Inhalt gar nicht zu viel verraten. Thematisch geht es um massiven Missbrauch an Kindern und Pädophilie.


    Was ich mir regelmäßig ins Gedächtnis rufen musste war, dass das Buch aus Amerika kommt und der Umgangston dort, gerade auch bei der Polizei, um einiges rauer und brutaler als hier in Deutschland ist. Auch das beschreiben der Protagonisten ist hier sehr extrem und oberflächlich. So wird das Opfer bewusst als dick beschrieben und auch darauf reduziert.

    Allgemein ist der Schreibstil sehr detailliert. Hierdurch kommt die Brutalität des Vergehens noch deutlicher heraus.


    Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende durchgehend gut. Besonders gut hat mir in diesem Teil gefallen, dass man doch noch einiges an Hintergrundinformationen zu den Hauptprotagonisten, die sich durch alle Bände ziehen, erhält.

    Gerade die emotionalen Beziehungen von Sara und auch Lena sind dieses mal sehr wichtig und werden stark verarbeitet.

    Schwierig, für mich persönlich, war die Länge der Kapitel. Da in jedem einzelnen sehr viele Informationen stecken musste ich doch hin und wieder zurückblättern um wichtige Details nicht zu vergessen.



    Achtung Spoiler!!!


    Interessant und gut habe ich es empfunden, dass hier auch einmal eine Frau die Täterin ist. Es wird einfach mal deutlich, dass nicht nur Männer Kinder missbrauchen.

    Das offene Ende ohne Happy End finde ich gut gewählt, bei so einer Story kann es auch kein schönes Ende geben.


    Ich bin nun gespannt, ob dieses offene Verbrechen in einem weiteren Teil aufgearbeitet wird.

    Mal schauen, wie Teil 3 wird:)

  15. Cover des Buches Dreh dich nicht um (ISBN: 9783442382682)
    Karin Slaughter

    Dreh dich nicht um

     (1.099)
    Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_Buecher

    Was soll ich sagen... so wirklich aus den Socken gehauen hat mich dieser Teil nicht. Das erste Kapitel ist mega spannend und es passieren direkt einige extreme Dinge auf einmal. Jeffrey und sein Team stellen direkt diverse Vermutungen auf und die Suche nach dem vermeintlichen Mörder beginnt. Das kurz aufkommende Thema Rassismus wird im späteren Verlauf leider ganz vergessen. Zeitgleich kommt auch Lena wieder ins Spiel. Wieder wird ihre Vorgeschichte aufgerollt und wieder wird sie als Rechtfertigung für alles genommen. Ja ihre Vorgeschichten sind extrem, langsam werden sie aber so ausgereizt, daß sie anfangen zu nerven. In einigen wenigen spannenden Kapiteln gibt es detaillierte Gespräche zwischen Sara und Jeffrey. Insgesamt aber zu wenige. Die Nebenrollen werden diesesmal zur Hauptstory und das eigentliche verliert an Präzens.

  16. Cover des Buches Numbers - Den Tod vor Augen (ISBN: 9783551520166)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod vor Augen

     (500)
    Aktuelle Rezension von: pezzy

    Anfangs scheint es, als sei es eine völlig neue Geschichte, aber bald schon wird die Verbindung zu Teil 1 deutlich. Charaktere aus Teil 1 spielen zwar nur indirekt mit, aber dennoch gelingt die Verbindung und man hat das Gefühl, guten Bekannten wiederzubegegnen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd, allerdings kann die Story nicht ganz mit dem ersten Teil konkurrieren. Das Thema ist nicht mehr neu und hat dadurch etwas an Reiz verloren.

    Die Geschichte lässt sich lesen, ohne dass zwingend Teil 1 schon bekannt sein muss. Das Ende ist ein fieser Cliffhanger, der Vorfreude auf Teil 3 weckt. Alles in allem ein gutes Buch, das absolut lesenswert ist. Einen Stern ziehe ich ab, da nach meinem Empfinden schon ein Unterschied zu dem stärkeren Vorgängerband zu spüren ist.

  17. Cover des Buches Der Bilderwächter (ISBN: 9783570308523)
    Monika Feth

    Der Bilderwächter

     (210)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    Dieses Buch ist der sechste Band der Erdbeerpflücker-Reihe und mittlerweile fühlt es sich wie heimkommen an. Man hat das Gefühl, als wäre man ein Teil der WG in Birkenweihler rund um Jette und ihre Freunde. Da die Autorin die Geschichte abwechselnd aus der Sicht verschiedener Personen schreibt, bekommt man einen ziemlich guten Überblick über die Geschehnisse und Gefühlslage aller Beteiligten.

    Das Buch knüpft teilweise an die Story aus dem Buch "Der Mädchenmaler" an, deshalb ist es hier von Vorteil auch dieses Buch schon gelesen zu haben. Leider ist mir in diesem Teil der Part von Jette etwas zu kurz gekommen. Da ich sie schon sehr ins Herz geschlossen habe durch die vorherigen Bücher, hätte ich gern mehr von ihr in diesem Buch gelesen. Auch die Spannung in dem Buch kam mir etwas zu kurz, da waren andere Teile der Reihe für mich persönlich deutlich unterhaltsamer. Trotzdem tappte ich wieder lange im Dunkeln was den Mörder angeht, was wiederum zu Pluspunkten für die Geschichte führt.

  18. Cover des Buches In meinem Himmel (ISBN: 9783442458363)
    Alice Sebold

    In meinem Himmel

     (799)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Susie Salmon ist vierzehn, als sie vergewaltigt und ermordet wird. Doch damit ist ihre Existenz nicht vorbei: aus ihrem Himmel kann sie sehen, wie ihre Familie und ihre Freunde weiterleben, um sie trauern, nach ihrem Mörder suchen und älter werden.

    Der Fokus liegt hierbei auf dem Umgang damit, wenn jemand stirbt, mitten aus dem Leben gerissen wird und unwiederbringlich weg ist. Was passiert mit einer Familie, wenn eine Tochter stirbt? Was ist mit den Freunden, die zurückgelassen werden? Alice Sebold beschreibt sehr einfühlsam, wie das Leben für eine Weile stillzustehen bleibt und schließlich irgendwann weitergeht. Gleichzeitig ist da natürlich noch Susie, die vom Himmel aus zuschaut und nicht eingreifen kann, sehen kann, wie ihre Geschwister erwachsen werden und ihre Eltern mit ihrem Tod zu kämpfen haben. Jeder trauert unterschiedlich, sowohl die Lebenden, als auch die Toten. Gleichzeitig sieht man, dass die Toten einen immer begleiten, nie vergessen werden.

    An einigen Stellen zog sich die Geschichte ein wenig, das wäre eigentlich aber auch mein einziger Kritikpunkt. Der Schreibstil hat mir gefallen, die Geschichte und die Charaktere haben mich überzeugt und ich bin mir sicher, dass ich das Buch nicht so schnell vergessen werde. Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren, Sebold beschreibt hier sehr genau, realistisch und berührend. Das Thema ist natürlich nicht einfach, ab und an fällt die Lektüre daher vielleicht auch schwer (gerade die Beschreibung der Tat lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen), aber ich finde, die Autorin hat hier wirklich gute Arbeit geleistet.

    Fazit: Kein einfaches Thema – und dazu ein sehr gutes Buch, dass einfühlsam und realistisch damit umgeht.

  19. Cover des Buches Dirty Secrets (ISBN: 9783453359154)
    J. Kenner

    Dirty Secrets

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Chrisi3006

    Dallas und Jane sind laut New Yorker Gesetz miteinander verwandt, so dass ihre Gefühle tabu und sogar strafbar sind. Doch die Anziehung ist seit Jahren unverändert stark.

    Dallas und Jane sind Adoptivgeschwister und hatten die letzten 17 Jahre nur den nötigsten Kontakt, doch plötzlich zwingen Enthüllungen um ihre Vergangenheit beide zu einem engeren Kontakt. Dabei müssen sie nicht nur ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten, sondern müssen auch mit dem Knistern und der starken Anziehung zurechtkommen. Beide haben ihren eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. Doch können diese Wege nicht unterschiedlicher seine.

    Ich liebe alles was es rum um das Stark-Universum gibt und war daher gespannt auf die Geschichte von Dallas und Jane. Und ich wurde nicht enttäuscht, der Schreibstil ist wie immer toll und die Autorin schafft es sexy, sinnliche Szenen mit einer Spannung zu kombinieren. Dallas und Jane sind starke Charaktere, die nach diesem Erlebnis an sich wachsen und eine Stärke zeigen, die zu bewundern ist.

    Toll fand ich den Rückblick in die gemeinsame Vergangenheit der Beiden. Manchmal war es etwas irritierend bei welchem Protagonisten wird gerade sind, da die Kapitel dies nicht kennzeichnen.

  20. Cover des Buches Die Nebel von Avalon (ISBN: 9783898971072)
    Marion Zimmer Bradley

    Die Nebel von Avalon

     (1.267)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Geschichte von König Arthur wird in diesem Buch wunderbar erzählt.
    Es geht auch um den christlichen sowie über den alten Glauben.  Im Roman geht es um Liebe, Betrug, Hass und auch um Vergebung. 

    Ein Genuss zu Lesen.

  21. Cover des Buches Das verlorene Dorf (ISBN: 9783442479771)
    Stefanie Kasper

    Das verlorene Dorf

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Was, wenn es geradezu göttlicher Wille ist, eine so teuflische Gestalt aus unserer Mitte zu entfernen – aus den Reihen unschuldiger Kinder?«

     

    Das Einzige, was die junge Waise Rosalie verbrochen hat, ist, dass sie als Albino geboren wurde, doch 1844 konnten in einer ländlichen Gegend weiße Haut und rote Augen noch ausreichen, um zu einem ewigen Außenseiter zu werden. Doch dann lernt Rosalie Romar kennen, der ebenfalls von allen anderen gemieden wird. Ihn stört ihr Aussehen überhaupt nicht und als er um Rosalie wirbt, nimmt sie seinen Antrag überglücklich an und folgt ihm in sein Dorf, das völlig isoliert tief im Wald liegt. Die Dorfgemeinschaft nimmt sie freundlich auf, Rosalie wähnt sich am Ziel all ihrer Träume. Die sich jedoch schon bald in Alpträume verwandeln, denn hinter der Fassade scheint etwas ganz und gar nicht in Ordnung zu sein. Da wird das neugeborene Kind der Nachbarin, das sie deutlich weinen hörte, am Folgetag als Totgeburt bezeichnet, ein anderer Nachbar begeht Selbstmord und eine junge Frau stirbt unter mysteriösen Umständen. Rosalie beginnt, Fragen zu stellen und kommt zu schockierenden Erkenntnissen…

     

    Bücher dieser Art lese ich eher selten, ich brauchte daher auch eine Weile, um überhaupt richtig reinzukommen. Und ganz ehrlich: Als Rosalie begann, Romar anzuschmachten, war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Für das Durchhalten wurde ich aber belohnt, denn rund um das geheimnisvolle Dorf schwebte eine Atmosphäre, die ich sofort als gruselig empfand und die dann immer bedrohlicher wurde. Das Buch entwickelte einen Sog, der mich fesselte und bis zum Ende nicht mehr losließ. Immer wieder rief ich mir Rosalies Perspektivlosigkeit vor Augen, ihre fehlenden Alternativen. Das war schlicht beängstigend. Den Schluss empfand ich dann noch mal als richtig schaurig – wirklich gelungen!

     

    Sehr interessant fand ich auch einen kurzen Bericht samt Fotos im Anhang. Die Autorin ließ sich von einer Legende im Allgäu inspirieren und fand, als sie ihr nachforschte, die Reste eines Dorfs, das bis 1845 tief im Sachsenrieder Forst stand. Natürlich ist die Geschichte hier fiktiv. Aber andererseits… wer weiß das schon?

     

    Fazit: Das Durchhalten hat sich gelohnt. Nach Anlaufschwierigkeiten fesselte mich das Buch mit seiner ganz speziellen gruseligen Atmosphäre.

  22. Cover des Buches Der Mädchenmaler (ISBN: 9783570308134)
    Monika Feth

    Der Mädchenmaler

     (1.011)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Achtung! Es handelt sich um den 2. Teil einer Reihe! Da die Teile aber in sich abgeschlossen sind, ist es für das Verständnis der Handlung nicht unbedingt nötig, den ersten Band zu kennen. Dennoch könnte diese Rezension Spoiler enthalten, wenn man den ersten Band noch nicht gelesen hat. 

    Inhalt:
    Merle und Jette finden in Mike einen liebenswerten neuen Mitbewohner. Seine Freundin Ilka ist ebenfalls ein sehr herzlicher Mensch und wird sofort in die Gemeinschaft aufgenommen. Doch sie ist verschlossen, denn sie verbirgt ein Geheimnis... 

    Meine Meinung:
    Mit diesem zweiten Band verschiebt sich die Perspektive der Handlung von Jette hauptsächlich zu Mike und Ilka. Beide stehen in diesem Teil im Vordergrund. Es gibt trotzdem Kapitel, die aus der Ich-Perspektive von Jette geschrieben sind. Damit unterscheiden sie sich von den anderen Perspektiven. Neben Ilka und Mike haben unter anderem auch Jettes Mutter und Kommissar Melzig eigene Kapitel.

    Mit Mike und Ilka kommen zwei neue Figuren hinzu. Alle anderen sind aus Band 1 bekannt. Ihre Nebenhandlungen begannen im ersten Band und werden hier weitererzählt. Das finde ich sehr schön, denn so begleitet man die Figuren noch ein Stück weiter und erfährt, was nach den schrecklichen Ereignissen im ersten Band geschieht.

    Leider rückt Jette so ein bisschen in den Hintergrund. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass sie überhaupt keine Rolle spielt. Das ändert sich im letzten Teil der Handlung allerdings. Zum Glück. Denn sie hält diese Reihe schließlich zusammen.

    Diese Reihe habe ich zum ersten Mal vor vielen Jahren gelesen. Damals konnte ich mich sehr gut mit Jette und ihren Freunden identifizieren. Sie wollten nicht auf den Kommissar hören. Sie wollen lieber selbst etwas unternehmen und konnten nicht einfach tatenlos zusehen. Doch inzwischen habe ich mehr und mehr Verständnis für Jettes Mutter und bin immer mehr ihrer Meinung.

    Das Thema in diesem Band hat es in sich, allerdings werden detaillierte Szenen komplett vermieden, was ich für ein Jugendbuch gut finde. Liebesszenen werden nur angedeutet, aber nie genau beschrieben. Ich weiß noch, dass es mich damals schockiert hat.

    Die Sprache ist wieder locker und flüssig. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, auch wenn es anfangs etwas gemächlicher zugeht. Die Geschichte von Ilka macht neugierig. Nach und nach wird sie aufgedeckt. Am Ende wird es sehr spannend, allerdings geht es mir etwas zu schnell. Dadurch bleibt die Handlung aber spannend bis zur letzten Seite.

  23. Cover des Buches Die dreizehnte Geschichte (ISBN: 9783453405493)
    Diane Setterfield

    Die dreizehnte Geschichte

     (295)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Ich hatte den Roman "Die dreizehnte Geschichte" schon einmal angefangen, dann aber recht bald abgebrochen, weil ich die Story ziemlich abgedroschen und melodramatisch fand.
    Trotzdem gebe ich jedem Buch, das ich abbreche, eine zweite Chance, denn manchmal ist man eben einfach nicht in der richtigen Stimmung. So auch bei diesem Buch, das ich gestern Abend dann tatsächlich beendet habe.

    Nach wie vor bin ich der Meinung, dass die Geschichte ziemlich abgedroschen ist. Man hat so eine ähnliche Handlung schon bei Klassikern von den Bronte-Schwestern gelesen. Wenn man diese Werke kennt, fühlt man sich hier ein wenig verladen, da die Ähnlichkeiten wirklich offensichtlich sind.

    Sieht man mal davon ab, dass sich die Story an den Klassikern orientiert und deshalb ein bisschen eingestaubt ist, ist der Roman durchaus lesenswert und unterhaltsam. Jedoch hat man mit einigen Längen zu kämpfen, die das Lesevergnügen dann wieder schmälern.

    Für Fans von "Jane Eyre" und "Sturmhöhe" sowie Liebhaber des klassischen englischen Schauerromans durchaus ein Versuch wert.

    *3,5 Sterne

  24. Cover des Buches Eric (ISBN: 9783898418935)
    Marco Monetha

    Eric

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Mein Name ist Eric Harmann. Ich bin sechsunddreißig Jahre alt, und ich habe heute meine Mutter verloren.
    Nein, das stimmt nicht. Verloren habe ich sie nicht. Sie wurde mir genommen. Brutal aus meinem Leben gerissen. Das allein ist schon schlimm, aber unerträglich macht es die Tatsache, dass ich weiß, wer es getan hat.«

     

    In den meisten Thrillern sind die Rollen nach bekanntem Schema verteilt. Da gibt es auf der einen Seite den Bösen, der furchtbare Dinge tut, und auf der anderen Seite die Guten, die ihn zur Strecke bringen wollen. Das hat man oft gelesen, mit den Guten mitgefiebert und dem Bösen im günstigsten Fall etwas Verständnis entgegengebracht.

    In diesem Buch ist das anders. Schon nach kurzer Zeit stellt man leicht irritiert fest, dass das gewohnte Schema nicht passt. Da geschehen abscheuliche Verbrechen und trotzdem wertet man nicht mit den gewohnten Maßstäben. Darf man Sympathie für Psychopathen empfinden? Es fühlt sich komisch an, ist aber sehr reizvoll. Und einfach gut gemacht!

     

    Dem Thriller-Fan fehlt hier nichts. Der Schauplatz der Handlung ist eine Kleinstadt in Norddeutschland, ein friedlicher Ort, dessen Idylle erschüttert wird. Die Protagonisten sind wirklich ungewöhnliche und faszinierende Charaktere, denen man sich durch Schilderungen auf zwei Zeitebenen nähert. Die Spannung ist durchgehend sehr hoch, hält Überraschungen bereit und das prickelnd ungute Gefühl, auf einen Höhepunkt zuzusteuern, von dem man keine rechte Ahnung hat, wie er aussehen wird. Das Ende passt perfekt und entlockt noch auf der letzten Seite ein „Wow“-Gefühl. Es soll ja Leser geben, die schon mal ein paar Seiten vorblättern… Tut es hier auf keinen Fall! Lasst euch überraschen! Ich werde auch nicht mehr zur Handlung erzählen, fangt an zu lesen und schaut, was passiert!

    Abraten möchte ich nur Lesern, die sehr sensibel und / oder moralisch besonders streng sind. Dieser Trip ist blutig und schwarz und führt nicht nur an menschliche Abgründe heran, sondern vermindert auf beunruhigende Weise die Distanz, die man zu ihnen sonst aufbaut.

     

    Fazit: Kein Thriller nach Schema F, aber gerade dadurch besonders reizvoll.

     

    »Da ist was dran. Aber wer weiß schon, wie so ein gestandener Psycho tickt.«

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