Bücher mit dem Tag "inuit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "inuit" gekennzeichnet haben.

83 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.406)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Was für eine Handlung. Wie hängt alles auf der Welt zusammen. 

    Frank Schätzing hat ein Meisterwerk geschaffen das ich persönlich jedem RATE zu lesen. Am Anfang sind es eine kurze Kapitel- die jeweils für sich einen neuen Anfang bilden- doch schnell geht es zu Sache. Nach diesem Buch sieht man die Welt durch andere Augen. Vor einigen Jahren habe ich es schon gelesen und jetzt erneut - um auf die Verfilmung zu warten. 


  2. Cover des Buches Die Ersten (ISBN: 9783745007909)
    Barry Stiller

    Die Ersten

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Gise

    Peter Conrad ist Teil eines internationalen Grabungsteams in der kanadischen Arktis. Dort wurden in einer Wikinger-Siedlung gut erhaltene Eismumien gefunden. Allerdings sterben zwei Forscher unter mysteriösen Umständen, unerklärliche Ereignisse tauchen auf, und überhaupt gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschern teilweise eher schwierig. Und wurde bei all den Arbeiten etwas Böses aus den finsteren Legenden der Inuit geweckt?


    Das Autorenduo Barry und Dana Stiller schickt seinen Archäologen Peter Conrad in diesem Band bereits zum zweiten Mal auf eine gefährliche Mission. Die Vorkommnisse werden sehr geheimnisvoll geschildert, mehr als einmal muss der Leser hier seinen Grips anstrengen. Doch das macht man gerne, ist doch der Fall recht verzwickt aufgebaut, man überlegt, was kann wie sein, sucht nach Verbindungen zwischen den Geschehnissen… Gut aufbereitet und verständlich erklärt sind die vielen archäologischen Hintergründe, so dass man die Geschichte auch ohne fachliche Vorkenntnisse gut lesen (und verstehen) kann. Wieder einmal ein rätselhaftes Verwirrspiel der Autoren, in dem Fakten und Mythen aufs Beste miteinander verbunden werden!


    Diese spannende Verknüpfung von Archäologie und Krimi empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sternen.

  3. Cover des Buches Der Rabe (ISBN: 9783328100027)
    Lionel Davidson

    Der Rabe

     (24)
    Aktuelle Rezension von: himbeerbel

    „Inmitten der sibirischen Steppe liegt ein Geheimnis begraben, von dem nur eine Handvoll Menschen wissen: ein unterirdisches russisches Forschungslabor. Offiziell existiert es nicht, und wer einmal dort ist, wird es nie wieder verlassen. Doch der Biologe Rogatschow weiß, dass das, was dort geschieht, nicht im Eis verborgen bleiben darf. Er schickt einen verschlüsselten Hilferuf an den einen Mann, der die Wahrheit ans Licht bringen kann: Dr. Johnny Porter, eigenwilliger Einzelgänger indianischer Abstammung, Mikrobiologe und Sprachgenie, begibt sich auf die lebensgefährliche Mission nach Sibirien.“

    So lautet der Klappentext, den ich hier komplett zitiere und der mich innerlich auf einen Thriller eingestimmt hat, der in der nahen Gegenwart spielt und von dem ich mir erhofft hatte, dass er mir eine spannende Geschichte über ein ominöses gefährliches unterirdisches Forschungslabor erzählen würde. Stattdessen wurde jedoch die lebensgefährliche abenteuerliche Geschichte von Johnny Porter erzählt, der sich zur Zeit des kalten Krieges auf den Weg macht, um die Geheimnisse dieses Forschungslabors ans Tageslicht zu bringen.

    Der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos. Der Autor nimmt sich viel Zeit, um seinen Protagonisten darzustellen, ihn planen und handeln zu lassen. Das sorgt zwar stellenweise dafür, dass sich die Handlung zieht und man dem Buch die Bezeichnung Thriller aberkennen möchte, aber letztlich sorgt auch diese Genauigkeit in dem Aufbau des Charakters dafür, dass man ihm seine Taten schließlich auch zutraut. Alles ist logisch durchdacht und immer wieder gerät man darüber ins Staunen, wie ausgefeilt die Pläne des Protagonisten sind und wie wohl überlegt er zu jeder Zeit handelt.

    Und doch habe ich während des Lesens immer der im Prolog kurz erwähnten Forschungsstation entgegen gefiebert. Nach knapp 2/3 des Buches war es schließlich so weit, aber dieser Teil wurde für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren und war letztlich von diesem Teil der Geschichte eher enttäuscht.

    Gegen Ende nimmt dieser Thriller dann allerdings nochmal richtig Fahrt auf und mündet in einem runden schlüssigen Ende, bei dem keine Fragen mehr offen bleiben. Obwohl mir das Buch letztlich nicht die Geschichte geliefert hat, die ich ursprünglich erwartet hatte, konnte es mich dennoch überzeugen und ich habe es trotz einiger Längen gerne gelesen.

    Wer einen gut durchdachten und abenteuerlichen Thriller in Agenten-Manier lesen möchte, dessen Schauplatz überwiegend im eisig kalten Sibirien zur Zeit des kalten Krieges spielt, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
  4. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  5. Cover des Buches Im Königreich der Kälte (ISBN: 9783426283035)
    Nick Lake

    Im Königreich der Kälte

     (56)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    'Im Königreich der Kälte' entführt uns in die fantastische Mythenwelt der Inuit. Lights Vater ist von seiner letzten Forschungsexpedition in die Arktis nicht zurückgekehrt. Obwohl er bereits für tot erklärt wurde, begibt sich Light nach einer merkwürdigen Begegnung auf die Suche nach ihm - und dringt ein in die kalte und grausame Welt von Frost, dem Herrscher über die Urkälte. Gemeinsam mit ihrem treuen Freund Butler, dem Tupilak - einem Wesen mit Haifischkopf und Eisbärbeinen - und Arnie, einem Inuitjungen, stellt sich Light den grausamen Widersachern. Dabei lernt sie nicht nur die Sagen und Sagengestalten der Inuit, sondern auch ihr eigenes mystisches Geheimnis kennen.
    Was auf den ersten Blick wie ein Abenteuer für Kinder aussieht, entpuppt sich als spannendes, teilweise sogar brutales, aber immer faszinierendes Fantasy-Abenteuer, das mich immer wieder zum Staunen gebracht hat.

  6. Cover des Buches Beinahe Alaska (ISBN: 9783866486409)
    Arezu Weitholz

    Beinahe Alaska

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Alaska ist mein absoluter Sehnsuchtsort. Durch Zufall bin ich dann irgendwie auf Arezu Weitholz Roman gestoßen, der mich auf eine Expeditions-Seereise durch die Nordostpassage von Grönland bis (der Titel verräts - beinahe) Alaska geführt hat. Die Protagonistin ist Mittvierzigerin, beruflich Fotografin und trifft an Bord auf so einige kantige Mitreisende. Das Buch ist dabei voller Melancholie, aber leider irgendwie ziellos, was mich zwischendurch doch vermehrt gestört hat. Die Protagonistin bleibt Gesichtslos, lässt sich dahintreiben und ist ein eher passiver, introvertierter Charakter, der sich an Bord der MS Svalbard durch arktische Gewässer schippern lässt. Ab und zu unternimmt sie Landgänge, besucht an Bord wissenschaftliche Vorträge, starrt oft gedankenverloren in das weite Eismeer hinaus und kommt ab und zu auch um Gespräche mit den Mitreisenden nicht herum. Eine sprachlich angenehme, leichte und atmosphärische Lektüre, aber leider handlungsmäßig nicht ganz so der Knaller, da tatsächlich mehr oder weniger gar nichts passiert und es eher öde vor sich hin dümpelt.

  7. Cover des Buches Die Frau, die nie fror (ISBN: 9783548287294)
    Elisabeth Elo

    Die Frau, die nie fror

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Hilde1945

    Die Zeitschrift FREUNDIN hat bereits kundgetan, dass dieser Thriller an "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" erinnert - was stimmt und auch nichts Schlechtes bedeutet, denn dieses Buch mochte ich! Und so verhält es sich auch mit dem Werk von der mir bisher unbekannten Elisabeth Elo. Wie Fräulein Smilla, die x verschiedene Arten von Schnee mit unterschiedlichen Begriffen titulieren kann, so hat auch Hauptfigur Pirio einen ungewöhnlichen Zugang zur Kälte: sie kann länger im eiskalten Wasser überleben als jeder andere Mensch, da sich ihr Körper aus unerklärlichen Gründen wieder aufzuwärmen beginnt. Dies ist ihr nützlich, als ein großes Schiff bei Nacht und Nebel den Fischkutter ihres Freundes Ned rammt und beide in den eisigen Fluten landen. Ned stirbt, Pirio überlebt und versucht, angespornt von ihrem Vater, den Mörder zu finden. Denn das mysteriöse Schiff verschwindet einfach im Nebel und niemand will für das Unglück verantwortlich sein. Schnell kommt sie dahinter, dass Ned in seltsame Machenschaften verstrickt war und Schweigegeld kassierte. Doch nicht nur sie ist an Fakten interessiert, sondern auch ein Unbekannter, der sie verfolgt. Und dann ist da noch Neds Arbeitgeber, der offensichtlich Dreck am Stecken hat....

    Wie Smilla, so hat auch Pirio ein gespaltenes Verhälltnis zu ihrem Vater und eine sehr zerrissene Kindheit gehabt. Das macht sie zu einer einerseits schwierigen, andererseits auch interessanten Figur. Faszinierend war die Zweiteilung von Pirios Leben auf der einen Seite leitet sie im Designerkleid einen Kosmetikkonzern, auf der anderen steht sie in Arbeitskleidiung auf einem schmutzigen Fischkutter und knutscht mit Hafenarbeitern. Grundsätzlich ist sie eine praktisch veranlagte, mutige Frau - wie eben auch Fräulein Smilla :-)

    Ansonsten gibt es - die Geschichte betreffend - keine Überschneidungen und ich möchte nicht den Eindriuck erwecken, da wäre rgendwas inhalktlich von der Smilla-Geschichte abgekupfert. Dem ist nicht so. Ich kann dieses Buch daher allen empfehlen, die "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" mochten und/ oder auf der Suche nach einem spannenden Thriller mit interessanten Protagonisten sind.


  8. Cover des Buches Der lange Winter am Ende der Welt (ISBN: 9783492500814)
    Julie Harris

    Der lange Winter am Ende der Welt

     (35)
    Aktuelle Rezension von: gabelingeber

    Das bisher beste Buch dieses noch nicht langen Lese-Jahres - und eines der besten, das ich je gelesen habe!
    Es erzählt die Geschichte des Fliegers John Robert Shaw, der 1926 einen Rekordflug antrat, dabei aber nicht berühmt wurde, sondern verschwand.
    Er stürzte im Eismeer ab und wurde von Eskimos gefunden, gepflegt und in ihren Stamm aufgenommen. Ohne Möglichkeit, dort je wegzukommen, wurde er unter widrigsten Umständen und kaum erträglichen Umwelt-Bedingungen einer der ihren.
    Ein grosser, bewegender Roman über das Mensch-Sein. Nicht mehr und nicht weniger!
    Grossartig - und seltsamerweise kaum bekannt...
    Höchste Lese-Empfehlung!

  9. Cover des Buches Der Erbe ...und die Glücksritter (ISBN: 9783748586500)
    Sybille A. Schmadalla

    Der Erbe ...und die Glücksritter

     (16)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover ist ehrlicherweise nicht so ganz meins. Aber ich finde, dass es sehr gut zum Buch passt.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig zu lesen. Man kommt im Buch schnell voran.

    Hans Glück erbt überraschenderweise von einem fernen Verwandten eine Menge Geld und eine Villa. Er will natürlich etwas über den Erblasser erfahren und beginnt nachzuforschen. So trifft er auf seiner Reise die unterschiedlichsten Menschen. Aus vielen Begegnungen lernt er und nimmt wichtige Erfahrungen für sein weiteres Leben mit. Die Charakterzüge von Hans gefallen mir sehr gut.

    Die Geschichte war durchwegs sehr kurzweilig und ich habe natürlich nebenbei auch mein eigenes Leben ein bisschen reflektiert. Das schadet von Zeit zu Zeit sicher nicht. Der historische Part hat mir auch sehr gefallen und er war durchwegs informativ. Die Reise nach Amerika und der Neustart in Alaska waren für mein sehr spannend zu lesen.

    Ich muss sagen, dass mich das Buch doch sehr positiv überrascht hat, dafür vergebe ich 4 von 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Nullpunkt (ISBN: 9783499252662)
    Lincoln Child

    Nullpunkt

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Wolly
    Inhalt:
    Jahrtausende hat es geschlafen. Jetzt ist es erwacht. Fear Base, eine verlassene Militärstation in Alaska. Ein kleines Team von Klimaforschern untersucht einen Berg, der den einheimischen Tunit seit Urzeiten heilig ist. Angeblich soll es Unglück bringen, dem Berg sein Geheimnis zu entreißen. Als ein riesiges Stück vom Gletscher abbricht, wird eine Höhle freigelegt: Tief drinnen zwei gelbe Augen, eingefroren im Eis. Eine wissenschaftliche Sensation, die sogar ein Filmteam auf den Plan ruft. Entgegen allen Warnungen sägen die Dokumentarfilmer das Wesen aus dem Eis, um es vor laufender Kamera aufzutauen. Über Nacht verschwindet die Kreatur. Doch sie kommt wieder – und bringt den Tod.

    Meinung:
    Gewohnt spannend geht es auch in diesem Werk von Lincoln Child zu. Auch wenn ich das Autorenduo zusammen mit Douglas Preston bevorzuge, ist Child alleine auf jeden Fall lesenswert. Der Schreibstil des erfahrenen Autors ist gut zu lesen und passt zum Genre. Die Charaktere waren hier bunt gemischt und eine schöne Zusammensetzung. Kombiniert mit einem gelungenen Protagonisten, macht es Spaß die Figuren zu begleiten.
    So weit, so durchschnittlich. Die Besonderheit des Buches kommt erst mit ihrem Schauplatz. Eine alte Militärbasis im ewigen Eis verleiht ein Gefühl von ausgeliefert sein und Einsamkeit, das sich auf den Leser überträgt. Die Wahl des Ortes bildet so eine gute Grundlage für einen Thriller. Die Spannung gestaltet sich auch entsprechend, leider ist die Geschichte aber zu vorhersehbar, was Punktabzüge bringt.

    Fazit:
    Durchaus lesenswert.
  11. Cover des Buches Zwei alte Frauen (ISBN: 9783492967112)
    Velma Wallis

    Zwei alte Frauen

     (145)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Der Stil ist so schrecklich, so lieblos, monoton, dass ich keinen Moment lang mitfühlen konnte. Es gibt keinen Spannungsbogen, nicht einmal eine richtige Atmosphäre und es wird so beschrieben, als wäre Alaskas Kälte nicht so schlimm. Es gibt Bücher, die mich beim Lesen frösteln lassen können, die dafür sorgen, dass ich diese Kälte bis in die Knoche spüre. Aber hier war das nicht so. Die Autorin beschreibt das so nüchtern, fast schon gelangweilt, als wäre sie selbst davon nicht überzeugt.

    Kaum werden die Frauen zum Tod zurückgelassen, haben sie plötzlich so viel Glück, dass die Glaubwürdigkeit darunter auf der Stelle leidet. Die Gruppe ist nicht in der Lage, sich zu ernähren, schaffen es nicht, irgendetwas zu fangen, aber in der Einsamkeit sind plötzlich die Frauen in der Lage, Hasen, Eichhörnchen und Fische zu fangen, als hätten die Tiere bloß darauf gewartet, dass die Gruppe sich extrem stark dezimiert.

    Einzig die Müdigkeit und den Schmerz konnte die Autorin gut beschreiben. Das hat funktioniert, aber mehr war nicht drinnen. Das Buch ist schlecht, langweilig, eine Lektüre zum Vergessen gemacht.

  12. Cover des Buches Zeit der Eisblüten (ISBN: 9783838749518)
    Kitty Sewell

    Zeit der Eisblüten

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Dafydd wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als er einen verhängnisvollen Brief aus Moose Creek erhält. Seine Frau Isabell will nun die ganze Wahrheit über seine Zeit als Arzt in der kanadischen Wildnis wissen. Dafydd soll dort mit Sheila Hailey zwei Kinder haben. Seine Reise nach Moose Creek verläuft anders als er sich denkt...

    Ein sehr tiefgreifender Roman über Kinder, welche glauben das der Mann vor Ihrer Tür ihr Vater ist. Aber es wird auch die dunkle, kriminelle Seite ihrer Mutter zu Tage gefördert. Mich hat der Roman sehr bewegt, wie kann eine Mutter so etwas ihren Kindern antuen? Von mir gibt es daher vomme Punktzahl.


  13. Cover des Buches Die Fremde auf dem Eis (ISBN: 9781503940291)
    Bernadette Calonego

    Die Fremde auf dem Eis

     (12)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Valerie Blaine, ehemalige Journalistin, verdient sich jetzt als Reiseführerin für Touren durch die kanadische Arktis ihren Lebensunterhalt. Ihre jüngste Gruppentour ist allerdings überschattet von unheimlichen Ereignissen. Sedna, mit der Valerie einst befreundet war, ist verschollen, eine unbekannte Fremde wird tot an der Eisstraße aufgefunden, Inuitjäger werden von einer gewaltigen Explosion auf dem Eis überrascht. Valerie kann nicht mehr verdrängen, dass der Tod ihre Mutter vor 30 Jahren genau in dieser Gegend während einer Arktisexpedition mit den gegenwärtigen Vorkommnissen im Zusammenhang steht.

    Die gebürtige Schweizerin Bernadette Calonego lebt schon eine Weile in Kanada, wo sie als Auslandskorrespondentin und Schriftstellerin tätig ist. Sie selbst hat schon viele Touren durch die Arktis unternommen. Mit ihrem Roman „Die Fremde auf dem Eis“ verbindet sie Krimielemente mit großartigen Schilderungen der eisigen arktischen Weite.

    Es ist der Dempster Highway, eine „road to nowhere“, im Winter eine kilometerlange Straße aus Eis, die sich durch diese Geschichte wie ein roter Faden durch das Buch schlängelt. Interessant sind die historischen Fakten zu Ereignissen vor über 100 Jahren, der Lost Patrol. Vier Polizisten galten im Eis verschollen. 

    „Die Männer der Royal Northwest Mounted Police patrouillierten im Norden des Yukon- Territoriums und des Mackenzie-Deltas mit Hundegespannen. Diese Patrouillen hielten in den Wintern von 1904 bis 1921 die Verbindung zwischen Dawson City, Fort McPherson, Herschel Island und Rampart House aufrecht. Die Polizisten waren manchmal monatelang unterwegs. Es war Jack Dempster, der herausfand, was mit Polizeiinspektor Fitzgerald und seinen drei Begleitern geschehen war, die 1911 von einer Patrouille nicht zurückkehrten.“

    Valerie Blaine begibt sich mit ihrer Reisegruppe auf diese Eisstraße, das Familiengeheimnis über den gewaltsamen und ungeklärten Tod ihrer Mutter wie einen weiteren Rucksack im Gepäck.

    Viele Personen (leider ohne Personenverzeichnis) und Nebenschauplätze machen es nicht immer ganz einfach, allen Spuren zu folgen. Ich habe mich vor allem an die direkten Bezugspersonen zu Valerie gehalten, insbesondere an Clem Hardeven, den „Hüter der Eisstraße“, mit dem Valerie eine sachte Romanze beginnt. (Das ist auch okay gewesen, die Liebesgeschichte beherrscht den Roman nicht.)

     Es ist die außergewöhnliche Kulisse aus Eis und Kälte, die unbekannten Riten und Legenden der Inuit, ihrer Denkweise und Lebensart, die besonders sind bei diesem spannenden, aber auch verwirrenden und stimmungsvollen (Kriminal)roman.

    „Plötzlich erinnerte sich Valerie an die Prophezeiung des Schamanen…, die er vor zwei Wintern an sie gerichtet hatte: Im Jahr der wandernden Karibus wird sich dir eine Geheimnis eines ungewollten Todes offenbaren. Es wird ein Jahr des Schrecken und der Schönheit sein. Die Karibus werden die Seelen deiner Nachkommen zwischen ihren warmen Flanken tragen.“

    Die Schrecken und Schönheit der kanadischen Arktis hat Bernadette Calonego eindrucksvoll eingefangen. 

  14. Cover des Buches Das Leuchten am Rand der Welt (ISBN: 9783499290541)
    Eowyn Ivey

    Das Leuchten am Rand der Welt

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Ich wusste ehrlich gesagt überhaupt nicht so recht, was mich hier erwartet. Den Klappentext hab ich nicht gelesen, denn da mich "Das Schneemädchen" von der Autorin schon so verzaubert hatte war ich einfach neugierig und wollte ohne Vorwissen in die Geschichte eintauchen.

    Ein bisschen hat es mich anfangs an "Terror" von Dan Simmons erinnert. Eine Expedition in das unerforschte Alaska, erzählt aus wechselnden Perspektiven während der Reise und auch der Rückblick was vorher geschah war etwas ähnlich. Aber das war es auch schon. Später dann hab ich mich an Lady Trents Memoiren von Marie Brennan erinnert gefühlt, denn auch hier gibt es eine starke Frau, die entgegen der Konventionen für ihren Forschergeist einsteht.

    Wir lesen hier zum einen einen Reisebericht aus dem Jahr 1885, verfasst in Tagebucheinträgen von Colonel Allen Forrester, der sich zusammen mit Lt. Pruitt und Lt. Tillmann aufmacht, um den unbekannten Norden in Alaska zu erforschen und kartografieren.
    Dem entgegen berichtet seine Frau, die in der Garnison zurückgeblieben ist, wie sie die Zeit ohne ihn verbringt und ihr künstlerisches Talent zusammen mit ihrer Liebe zu Vögeln schließlich in der Fotografie vereint findet.
    Dazwischen gibt es immer wieder einen Briefwechsel zwischen dem Nachfahren von A. Forrester, der die gesammelten Einträge einem Museum in Alaska zukommen lassen möchte und mit dem dortigen Kurator Joshua Sloan Kontakt aufgenommen hat.

    Es ist eine ruhige Geschichte, bzw. mehrere Geschichten, die auf unterschiedlichen Ebenen bewegt und zu fesseln weiß. Die Reise in die harte und kalte Landschaft Alaskas ist nicht leicht und vor allem die Versorgung mit Proviant gestaltet sich als schwierig. Ebenso die Angst vor den dort ansässigen Indianern, die der kleinen Reisegruppe nicht immer wohlgesonnen gegenübersteht. Wie auch schon in "Das Schneemädchen" gibt es hier ein paar kleine mystische Aspekte, Aberglauben und wunderliche Ereignisse, über die man nachdenken, aber auch einfach nur hinnehmen kann.
    Ich fand den Bericht sehr interessant und obwohl keine großen Abenteuer in Form von "Action" die Spannung erhöhen, weiß die Autorin, wie man die kleinen Wagnisse und Dramen der Menschen selbst in Szene setzt. Grade inmitten der einsamen Wildnis, in der man der Natur und den eigenen Gedanken ausgesetzt ist.

    Das gleiche gilt für Sophie Forrester, des Colonels Frau, die die Trennung von ihrem Mann auf ihre eigene Art zu überbrücken sucht. Mit einem schweren Schicksalsschlag muss sie alleine zurechtkommen - findet aber den Weg über ihre Passion zu den Vögeln, die sie mit Begeisterung beobachtet und sich schließlich traut, die Fotografie zu erlernen. Damals ja noch kompliziert mit all dem Zubehör, dem Wissen um Chemikalien zur Entwicklung der Platten etc., was sie jedoch umso mehr anspornt, ihr Wissen zu erweitern. Auch gegen die Vorbehalte der anderen Damen der Gesellschaft setzt sie sich durch, die darin eher einen unnötigen und seltsamen Zeitvertreib sehen.


    Das liebe ich so an ihm: Er macht sich nicht auf die Suche nach Hindernissen, sondern nach dem Weg, der um diese herumführt. Nichts scheint ihm unmöglich.
    Zitat Seite 59


    Auch die Liebe durchdringt hier immer wieder die Zeilen, denn die Tagebücher werden geführt, um sie später gemeinsam zu lesen und damit zu erfahren, wie der jeweils andere die Zeit der Trennung erlebt hat.

    Ich mag den Colonel und ich finde solche Reisen in unbekannte Gebiete sehr faszinierend - dennoch zeigt es sich hier immer wieder, wie sehr das die natürliche Lebensweise der dort lebenden Menschen verändert. Und eigentlich nie zum guten. Die Indianer und Inuits werden christianisiert und mehr oder weniger gezwungen, eine andere Lebensart anzunehmen, eine "zivilisierte", mit der sie aber nur schwerlich zurechtkommen. Ich denke, die Beispiele auf der ganzen Welt sprechen hier für sich.


    Binnen zwanzig Jahren nach der Expedition des Colonels, und hauptsächlich aufgrund seiner Berichte, zogen die Bergwerksunternehmen und die Pelzhändler in das Tal des Wolverine, und ab den 1920er Jahren litt der Stamm der Wolverine schwer unter Tuberkulose, Grippe und Alkoholismus.
    Zitat Seite 425


    Alles, was wir zu erfahren hoffen, zerstören wir mehr oder weniger sobald wir es entdecken. Eine Entwicklung die wirklich schade ist und traurig macht. Das spürt man auch im Briefwechsel zwischen Walt und Joshua, die sich 100 Jahre später über diese Expedition und ihre Folgen austauschen.

    Vielleicht hätte dem ganzen an manchen Stellen etwas mehr Tempo oder "Aufregung" gut getan, aber ich denke, dass gerade der langsame Rhythmus, diese Ruhe und Einsamkeit, die die Atmosphäre einfachen, gerade richtig dosiert sind, um sich in die Figuren hineinversetzen zu können. Was übrigens noch mit einigen Fotos und Zeichnungen noch deutlicher wird.
    Ich fand es eine großartige Geschichte, der mir noch ein kleiner Tick gefehlt hat, den ich aber nicht genau benennen kann. Mich konnte sie jedenfalls von Anfang bis Ende fesseln und berühren.

    4.5 Sterne

    Weltenwanderer

  15. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783641113612)
    Dan Simmons

    Terror

     (213)
    Aktuelle Rezension von: AnnaKatha23

    Das Buch hat mich sofort gefesselt. Die Beschreibung der Arktis und der Gegebenheiten, mit denenen die Mannschaften zu kämpfen haben, sind wahnsinnig realistisch geschrieben. Das Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen und ich habe mich ein bisschen so gefühlt, als wäre ich selbst bei der Expedition dabei. Es ist sehr spannend und überrascht an einigen Stellen mit neuen Ereignissen. Das Übernatürliche bräuchte es für meinen Geschmack nicht. Es macht diese historische Geschichte letztendlich doch etwas unauthentisch in meinen Augen. Daher auch nur vier Sterne. Außerdem ist es hier und da doch etwas langatmig. Dennoch ein wahnsinnig spannendes Buch, das ich definitiv weiterempfehle! 

  16. Cover des Buches Eis. Kalt. Tot. (ISBN: 9783839200247)
    Anne Nordby

    Eis. Kalt. Tot.

     (110)
    Aktuelle Rezension von: christiane_brokate

    Wow, wow, war das spannend bis zum Schluss. Gänsehaut, emotional und packender Thriller.

    Als ich das Cover gesehen habe und entdeckt habe das ist Kopenhagen, war klar ich muss es lesen, da ich Dänemark liebe.

    Der Winter ist kalt und in Kopenhagen halten bizarre Morde , die Ermittlerin Marit und ihre Kollegen auf Trab. Was ist hier nur passiert, warum sind die Opfer verstümmelt? Wer ist der Täter ', verdächtige gibt es genug!

    Von Anfang an war es ein packender Thriller, hoch spannend und bizzar zugleich, die Atmosphäre war dunkel ,aber auch sehr lebendig, ich war sofort im, geschehen, hatte ein Wechselbad der Gefühle beim Lesen und hatte zeitweise Gänsehaut. Konnte es aber nicht aus der Hand legen und wollte wissen wie es weitergeht, was dahinter steckt, es kommt viel ans Licht, was ich nicht erwartet hätte. Ich habe mit Marit und ihren Kollegen mitgefiebert, mit ermittelt und ihre etwas andere besondere Art zu ermitteln kennengelernt.

    Man merkte wie gut die Autorin recherchiert hat und man kann sich vorstellen, wie die Charaktere und Geschichte entstanden ist. Eine andere Seite von Kopenhagen, die auf einer Seite wunderschön, auf der anderen Seite schrecklich ist. Werde noch öfter diesen Thriller lesen, kann es nur empfehlen. Leseempfehlung!

  17. Cover des Buches Zeichen im Schnee (ISBN: 9783499255205)
    Melanie McGrath

    Zeichen im Schnee

     (8)
    Aktuelle Rezension von: alasca
    Der Süden liegt in Alaska
    Edie Kiglatuk ist zurück - Schauplatz ist diesmal der Süden. Süden? Ja! Denn der Schauplatz Alaska ist von Edies Heimat Ellesmere Island so weit entfernt wie Alaska von Florida.

    Das Thema ist allerdings brandheiß: Menschenhandel. Und das Setting, diesmal unter anderem das Iditarod-Schlittenhundrennen, wieder erfrischend anders, ebenso wie die Heldin. Ich bin ihr mit großem Vergnügen durch ihr neues Abenteuer gefolgt, auch wenn der Roman mich diesmal nicht ganz so fesseln konnte wie der Erstling.
  18. Cover des Buches Eisfuchs (ISBN: 9783956143533)
    Tanya Tagaq

    Eisfuchs

     (27)
    Aktuelle Rezension von: usum56

    Tanya Tagaq ist eine kanadische Inuit, Sängerin und Performance Künstlerin und in ihrem ersten Buch erzählt sie von Kindheit und Jugend in einer lebensfeindlichen und unerbittlichen Region, in der Überleben seit jeher nur auf der Grundlage von Verbundenheit mit der Natur und dem Glauben an die Ahnen und ihren Mythen möglich war. Dieser Grundlage im Zeichen des Fortschritts beraubt (Zitat: "Die Furcht vor unseren Instinkten wird uns eingebläut."), ist ein Heranwachsen in dieser Umgebung noch schwieriger.

    Doch die Erzählerin, ein Kind zuerst und dann eine junge Frau, trägt die Mythen und das Wissen um die Rituale noch in sich und erkämpft sich ihre eigene Welt zwischen Moderne und Tradition. Ein schmerzhafter Weg und das Buch ist die Aufarbeitung dieses schweren Wegs. Sicher keine leichte Kost und die Beschreibung der Visionen ist zum Teil an der Grenze des Erträglichen. Die Texte spiegeln jedoch nur diesen Kampf wider und enthalten keine direkten Anklagen. Nur ab und zu kleine Spitzen wie zum Beispiel: "Ich kann die gewaltige Kraft nur erahnen, mit der der Wind früher, ungehindert vom Christentum, über das Land fegte." Kurz und treffend.

    Die Sprache ist nicht immer 'schön' aber das kann sie bei diesem Inhalt gar nicht sein und die lyrischen Teile erschliessen sich einem auch nicht so leicht. Trotzdem ist es ein wichtiges Buch mit einem dringenden Thema und es zeigt einmal mehr, dass eine Kultur, die das Überleben von Menschen seit Jahrtausenden sicherte, nicht einfach zerstört werden darf, nur weil wir sie nicht verstehen. 

    Der Eisfuchs war für mich eine Herausforderung und ich werde das Buch bestimmt noch ein zweites Mal lesen. Weil die Texte jedoch relativ schwer zugänglich sind, vergebe ich hier einmal 'nur' 4 Sterne.

  19. Cover des Buches Ice - Hüter des Nordens (ISBN: 9783802586026)
    Sarah Beth Durst

    Ice - Hüter des Nordens

     (198)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus

    Inhalt:

    Die junge Cassie lebt mit ihrem Vater auf einer Forschungsstation in der Arktis. Ihre Mutter ist angeblich bei ihrer Geburt gestorben, doch Cassie wächst mit rätselhaften Geschichten über ihren Tod auf. Kurz vor Cassies achtzehntem Geburtstag kommt es zu einer merkwürdigen Begebenheit: Cassie trifft auf einen Eisbären, der zu ihr spricht und ihr berichtet, dass die alten Legenden wahr sind. Ihre Mutter ist noch am Leben und wird in der Festung der Trolle gefangen gehalten. Doch um sie zu befreien, muss Cassie den Eisbären heiraten, der sich des Nachts in einen Menschen verwandelt. Zwischen Cassie und dem magischen Wesen entwickelt sich eine zarte Liebe, die jedoch von einem geheimnisvollen Fluch bedroht wird. 


    Meinung:

    Hier bin ich mir zum ersten mal nicht einig mit mir selber, wie ich die Geschichte finde. Sehr toll oder eher nicht.

    Aber fang ich mal mit dem positiven an:

    Das Cover ist mega toll. Es ist wirklich unglaublich gut gelungen und ich muss dazu ein sehr großes Lob aussprechen. Ein absoluter Blickfang.

    Dann der Klapptext- der macht wirklich neugierg auf das ganze.

    Die Idee zu der Geschichte erinnert mich zwar ein klein wenig an den Goldenen Kompass und an die Schneekönigin, trotzdem finde ich die Idee dazu auch wirklich gut. Mal eine Geschichte zu lesen, die in der Arktis spielt, ist mal was anderes.

    Dann der Mut von Cassie, der ist ebenfalls sehr beeindruckend. Sie überwindet viele Gefahren, Trotzt große Hürden und gibt nie auf, nur um ihren "Bär" aus der Trollfestung zun retten. 

    Auch die beschreibungen des ganzen ist gut gelungen und besonders die Eisbären fand ich gut.


    Aber hier hört es dann auch auf.

    Beim Schreibstil muss ich sagen, das hin und wieder Fehler bei der Grammatik und beim zusammenbau des Satzes sind, die mich persönlich aber nicht so sehr gestört haben.

    Auch fand ich das ganze in der Mitte- auf der Reise von Cassie- manchmal etwas langweilig. Mir fehlte hier tatsächlich die Spannung.


    Die Caraktere lernt man schlecht kennen und viele spielen eher im Hintergrund mit. Ich wurde irgendwie nicht wirkich warm mit denen.


    Cassie ist für mich ein unreifes, stures Kind, das oft unüberlegt und störrisch handelt. Mit ihren gerade 18 Jahren ist sie es ja auch irgendwie noch. Ein halbes Kind und keine reife Erwachsene.

    "Bär" empfinde ich zwar sympatisch, er trägt viel Verantwortung- die er sehr gewissenhaft erfüllt, aber auch er handelt manchmal egoistisch, finde ich. Nur damit seine Art von Beschützern nicht ausstirbt, macht er Cassie ein Kind, ohne das sie es will. Natürlich ist sie sauer und will dieses Kind nicht und Bär denkt auch noch  sie sei glücklich darüber.

     Bitte---- eine gerade 18 jährige, die ihn geheiratet hat, nur damit ihre verschollenene Mutter endlich frei kommt-- soll für ewig bei ihm bleiben und Mutter sein?? 


    Übriegens Mutter- zu ihrer Geschichte muss ich sagen, das kam mir irgendwie viel zu kurz vor. Schließlich wächst Cassie mit einer Geschichte auf, die ihre Mutter betrifft und Cassie geht den Handel mit Bär ein nur damit sie nach all den Jahren endlich frei kommt. Das ist doch ein großer Bestandteil dieser Geschichte, dann hätte sie auch mehr Beachtung bedarft.

    Cassie macht einen schweren Fehler und Bär wird von den Trollen entführt. Sofort bereut sie alles und will ihn zurück. Dieses hin und her fand ich manchmal als entscheidung eines unreifen Kindes. Mal sie sie wütend und will nur nach hause, dann wieder will sie bei ihm beliben....

    Auf ihrere Reise zu der Trollfestung überwindet sie zwar sehr viel, aber sie begiebt sich oft in große Gefahren und oft vergißt dabei, das sie schwanger ist. Hier ist für mich auch hin und wieder so einiges unlogisch. Eine normal schwangere Frau hätte das alles nicht überstanden ohne das Kind zu verlieren- aber wir sind her ja auch in einer Fantasygeschichte. Da ist alles möglich.


    Das Ende war für mich zwar schon fast vorhersehrbar, aber auch irgendwie zu kurz. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Evtl. einen Einblick in die Zukunft der drei. Wird Cassie tatsächlich für ewig bei Bär bleiben? alleine mit dem Kind in einem Eisschloss? Und was ist mit ihren Eltern? die machen sich doch bestimmt sorgen um ihr Kind?


    Fazit:

    Eine tolle Grundidee mit einem unheimlich, tollen Cover, aber es ist noch ausbaufähig...


    Von mir 3,5 Sterne

  20. Cover des Buches Gezeichnete des Schicksals (DAISY Edition) (ISBN: 9783839850602)
    Lara Adrian

    Gezeichnete des Schicksals (DAISY Edition)

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Das Buch ist Teil der „Midnight-Breed“-Serie, die eine Romantic-Fantasy Reihe ist. Es geht um Vampire, Romantik, Erotik und viel Action. 

    Die Stimmung des (Hör-)Buches ist nicht durchgängig düster, denn  man spürt es förmlich knistern, wenn sich Alexandra und Kade näherkommt/nah ist. Dabei kommen auch explizit beschriebene Sexszenen nicht zu kurz. Die Handlung wird durch vereinzelt auszutragende Kämpfe aufgepeppt. Und die Rahmenhandlung rund um die Herkunft der Vampire wird von Folge zu Folge fortgeschrieben. Schon allein um hier den Anschluss nicht zu verpassen, empfehle ich die Reihe chronologisch zu hören/lesen. Die auftretenden Charaktere, ob nun die vampirischen Mitstreiter und ihre Frauen, oder die zu bekämpfenden Bösewichte, wurden alle gut ausgearbeitet und überzeugen in dem ihnen zugewiesenen Part. 

    Ich kann dieses HörBuch allen RomanticFantasy-Fans und die es erst noch werden wollen absolut weiterempfehlen.

  21. Cover des Buches Theos zweite Reise (ISBN: 9783423623483)
    Catherine Clément

    Theos zweite Reise

     (47)
    Aktuelle Rezension von: quadrupes

    Theo, ein 23-jähriger französischer Medizinstudent, der sich für Umweltschutz interessiert, bekommt einen Anruf aus dem fernen Indien. Dort soll seine Tante Marthe in einem Krankenhaus im Sterben liegen. Hals über Kopf macht er sich auf dem Weg zu ihr, um vor Ort festzustellen, dass Marthe vor allem an einem gebrochenen Herzen leidet. Zu Therapiezwecken entschließt sich Theo, gemeinsam mit seiner Tante zu verschiedenen Orten der Erde zu reisen, an denen er für einen Wettbewerb zu den Themen Wasser, Abholzung und Müll recherchieren möchte.

    „Theos zweite Reise“ enttäuscht auf ganzer Linie. Weder die eigentliche Zielgruppe, Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren, noch Erwachsene dürfte der Roman ansprechen. Das selbsternannte Ziel, ein Buch über die Umweltprobleme der Erde, die Ursachen und die Folgen zu schreiben, verfehlt Catherine Clément völlig. Stattdessen ermüdet der Roman den Leser mit inhaltsleeren Ausführungen, zusammenhanglosen Beschreibungen sowie pseudophilosophischen Dialogen der schwach gezeichneten Charaktere.

  22. Cover des Buches Im Durcheinanderland der Liebe (ISBN: 9783492308281)
    François Lelord

    Im Durcheinanderland der Liebe

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Ein sehr schönes leichtes Buch welches man bis zum Ende nicht an die Seite legen möchte. Es betrachtet die Liebe von einer anderen Warte und an der einen oder anderen Stelle findet man sich wieder. Mal ist es zum schmunzeln und mal zum nachdenken.

  23. Cover des Buches Käpt'n Pillow (ISBN: 9783522183796)
    Susanne Glanzner

    Käpt'n Pillow

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lesemama

    Zum Inhalt:

    Käpt´n Pillow ist ein Holländer der mit seinem fliegenden Flagschiff "Pusteblume" die Lüfte bereist. Mit seiner Crew die aus einer rostigen Laterne, einem quietschenden Klapprad und einem arbeitslosen Holzbein besteht erlebt er in neun spannenden Kapiteln ein Abenteuer nach dem anderen. Dabei bekommt die Pusteblume noch drei neue Mitglieder.

    Meine Meinung:

    Ein wunderbar, abenteuerliches Vorlesebuch in dem die Welt ein bisschen anders vorgestellt wird. Der Erzählstil ist Kindgerecht und Begriffe die neu oder fremd sind werden wunderbar erklärt. Die Namen der Charaktere sind herrlich einfallsreich und haben natürlich auch immer mit ihrem Charakter zu tun. Die Pusteblume bereist viele Länder die auch sehr anschaulich beschrieben werden. Aber das tollste an dem Buch sind eindeutig die Zeichnungen von denen es wegen mir noch viel mehr geben könnte.

    Fazit:

    ein Vorlesebuch das durch seinen Charme auch dem Vorleser viel Spaß macht. Wir haben uns herrlich amüsiert und das obwohl meine Kinder aus dem Vorlesealter eigentlich schon lange raus sind.

    Dieses Wunderschöne Buch wurde von mir mit 5* bewertet

  24. Cover des Buches Skrälinge (ISBN: 9783941485747)
    Rachel Qitsualik-Tinsley

    Skrälinge

     (3)
    Aktuelle Rezension von: yellowdog

    Bei diesem ungewöhnlichen und starken Buch wird mir mal wieder klar, dass ich die Bücher des Traumfänger-Verlags sehr mag, auch wegen der Buchgestaltung. Das Cover zeigt die Kälte und die Dramatik, die den Rahmen für die Handlung geben. Hinzu kommen eine ganze Reihe von großartigen Illustrationen, die im Buch verteilt sind.


    Skräling ist ein Roman eines Inuitstämmigen Schriftstellerpaares, der von der Begegnung eines Inuit in der Arktis mit anderen Völkern beschreibt. Kannujag ist der Inuitjäger, der alleine unterwegs ist und dann einen Blick in die Welt eines anderen Volkes, den Tuniit und deren beständiges Leben werfen kann und auch von Wikingern. Die Wikinger bedrohen eine Siedlung der Tuniit.


    Kannujags Reflektionen der Situation lösen auch beim Leser Überlegungen aus. Etwas irritierenden empfand ich die gelegentlichen Einschübe der Autoren mit Kommentaren, die den Leser direkt ansprechen. Das kannte ich bisher nur aus Kinder/Jugendliteratur. Gestört hat es mich aber letztlich nicht und letztlich funktioniert diese zusätzliche Erzählebene sogar.


    Die Qualitäten des Buches liegen darin, eine fremde Welt zu zeigen und dabei viel Atmosphäre zu erzeugen.

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