Bücher mit dem Tag "impressionismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "impressionismus" gekennzeichnet haben.

87 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Persönliche Meinung:

    Das Buch spricht mich weder vom Cover, weder vom Klappentext besonders an. Ida Chagall ist ein unsympathischer Charakter, der durchs ganze Leben, nie wirklich frei von ihrem Vater wird. Ihr Vater, der berühmte Marc Chagall, hat sie vollkommen in seiner Gewalt und man merkt die Abhängigkeit zwischen den beiden.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich gar nicht an, es sind zu viele Füller, zu wenig Handlung.
    Ihre Beschreibungen sind zu detailliert, nach nur wenigen Seiten, bekommt man genug davon. Selbst beim mehreren Seiten überspringen, kommt man gut mit der Handlung zurecht da einfach nichts passiert.

    Fazit

    Ein langweiliges Buch, welches sich nicht zu lesen lohnt. Marc Chagall war ein Tyrann, der seinen Angehörigen das Leben zur Hölle gemacht hat. 

  2. Cover des Buches Das Bild der Erinnerung (ISBN: 9783442478859)
    Micaela Jary

    Das Bild der Erinnerung

     (86)
    Aktuelle Rezension von: n_reads

    Dieser Spruch wird in diesem Roman wahr. Ein Bild so klar und intensiv gemalt, dass es die kühnste Gedanken hervorbringt. Gemalt zu einer Zeit, wo dies absolut als Skandalös galt. Es ist jedoch eine so beeindruckende Szene und macht es wertvoll. So bedeutend, dass alles versucht wird, dass dieses Bild im 2. Weltkrieg kein Schaden nimmt. Aber warum? Und wir das in der prekären Zeit möglich? Diesen und weiteren Fragen geht Anna Falkberg auf die Spur und ahnt nicht, was sie damit alles auslöst.

    Der Roman fesselt einen mit der Spannung um dieses Bild. Es wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart fließend gewechselt, sodass der Faden nicht verloren geht auch dank des tollen Schreibstils. Romantisch würde ich das Buch nicht unbedingt beschreiben, denn hinter der intensiven Liebe, die in der Kriegszeit erwähnt wird, verbirgt sich leider einige Schattenseiten. 


  3. Cover des Buches Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen (Ikonen ihrer Zeit 6) (ISBN: 9783548066226)
    Claire Paulin

    Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen (Ikonen ihrer Zeit 6)

     (89)
    Aktuelle Rezension von: friederickesblog

    Das Cover:

    Das Cover spricht mit dem Seerosenteich direkt an und fördert zusammen mit dem Klappentext die Neugierde. Eine perfekte Buchpräsentation.

    Die Geschichte:

    Der Vater von Blanche Hoschedé, ein Kunstsammler ist bankrott und kann sich nicht mehr um seine Familie kümmern, die bei Claude Monet, den befreundeten Maler unterkommt. Blanche liebt, seine Bilder und er ist es auch der sie ermuntert, selbst zum Pinsel zu greifen. Als sie sich dann verliebt, ist das friedliche Leben zu Ende.

    Meine Meinung:

    Wer kennt sie nicht die Seerosen von Monet? Aber die Geschichte um Blanche Monet, Tochter des Kunstsammlers Hoschedé, die kannte ich nicht. Und um sie und ihr Leben als Künstlerin geht es in dieser Romanbiografie. Die Protagonisten sind wunderbar recherchiert und ausgearbeitet. Sie gestatten ganz nah an ihrem Leben teilzuhaben. Claire Paulin schreibt in einer leicht verständlichen und bildhaften Sprache mit wunderbaren Dialogen. Auch die Schauplätze habe ich sehr gerne durchwandert, besonders die Gärten. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Blanche erzählt, die sich ebenso künstlerisch betätigte wie Monet selbst, der sie inspirierte. Der Spannungsbogen bleibt durchgängig erhalten. 

    Mein Fazit: Ein spannendes Buch von Anfang bis Ende. Ich kann das Buch sehr empfehlen. 

    Heidelinde von friederickes bücherblog

     

  4. Cover des Buches Die Badende von Moritzburg (ISBN: 9783463406862)
    Ralf Günther

    Die Badende von Moritzburg

     (20)
    Aktuelle Rezension von: simone_richter

    Klappentext: 1910. Die junge Clara Schimmelpfenninck wird wegen hysterischer Atemnot ins Dresdner Lahmann-Sanatorium auf dem "Weißen Hirschen" geschickt. Nach sechs Wochen ist sie symptomfrei, aber zu Tode gelangweilt. Da wird sie zu einem Ausflug ins nahe Moritzburg eingeladen.
    Im Sommerkleid streift sie durch die herrliche Schilflandschaft. Prompt wird sie von einem Mann mit fein geschnittenem Gesicht und energischer Stimme angesprochen. Ob sie sich nicht zu ihm, Kirchner, und seinen Freunden gesellen möge. Die Männer und Frauen picknicken dort, trinken Wein und arbeiten an ihren Staffeleien – in einer Art und Weise, wie Clara es noch nie erlebt hat. Und so verbringt sie einen unvergesslichen Sommertag in der Künstlerkolonie "Die Brücke".

    Das Cover auf dem lilafarbenen Einband ziert tatsächlich die Abbildung Kirchners „Drei badende Frauen“  von 1911.  Der Expressionist war von 1905 bis 1911 in Dresden und hat die Sommer mit Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein und anderen an den Moritzburger Teichen gemalt.

    Diese Sommernovelle hier ist auch auf das Notwendige reduziert, so wie die wenigen Striche in grellen Farben von Kirchner. Dabei ist sie so liebevoll geschrieben, dass man sich wirklich in diese Zeit mit ihren strengen Sitten und medizinischen Maßnahmen wähnt. Aber es gab auch freiheitsliebende Taten, die dieses reizende Büchlein vor der Kulisse Moritzburgs miterlebt und man sofort gefangenen genommen ist und denkt man ist hoffnungsfroh dabei.

    Es liest sich leicht, wie der Sommerwind und man ist hautnah zugegen bei der sich entwickelnden Psychotherapie und der auflodernden sexuellen Selbstbestimmung.

    Das Bild zeigt Kunst als Befreiung und damit ein Lebensgefühl, welches wir nachvollziehen können, wenn wir dieses anschauen.

  5. Cover des Buches Traumnovelle (ISBN: 9783746767505)
    Arthur Schnitzler

    Traumnovelle

     (374)
    Aktuelle Rezension von: apirateslifef0rme

    Eine stilistisch und inhaltlich detalliert beschriebene Geschichte über die Folgen des Zweifelns in einer Partnerschaft, verwoben mit traumähnlichen Nuancen und übersteigerten Szenen des Protagonisten, die der Film meiner Meinung nach nicht annähernd einfangen konnte.
    Die Figurenkonstellation ist sehr menschlich, einige Gedankengänge des Protagonisten wohl jedem bekannt. 

    Für mich ein sehr spannender und menschlicher "Klassiker".

  6. Cover des Buches Wellen (ISBN: 9783150111567)
    Eduard von Keyserling

    Wellen

     (79)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Wenn man sich an der gestelzten Sprache des Autors und den affektierten Gestalten des Romans nicht stört, ist dieses kleine Werk sicherlich literarisch als gelungen zu betrachten. Der Autor versteht es sehr gut, die Stimmungen der Landschaft festzuhalten. Die feinsinnige und vielschichtige Liebesgeschichte ist psychologisch durchaus interessant. Die Melancholie des Lebens und die aussichtslose Alltäglichkeit der Personen zeichnen das Bild einer schein-adeligen Gesellschaft. Ein ganzes Leben voller grauer Langeweile - dies war leider auch grösstenteils mein Gefühl beim Lesen.

  7. Cover des Buches Die Schwanendiebe (ISBN: 9783833307379)
    Elizabeth Kostova

    Die Schwanendiebe

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Arte-P_Buchladen
    Rezi von Hofnaerrin (Mitarbeiterin): Der Roman von Elizabeth Kostova entfaltet seine atmosphärische Dichte erst dann, wenn man beim Lesen kontinuierlich dran bleiben kann, was auf den ersten Blick bei einem so dicken Wälzer nicht allzu einfach scheint. Es ist stattdessen aber ein Leichtes das Buch in wenigen Tagen durchzulesen. Kostova schuf mit diesem Buch eine derart fesselnde Geschichte, dass vor allem Leser, die selbst einen Hang zur Kunst und/oder Malerei haben, ihre Freude daran haben werden. Sie schafft es mit ihren Worten Bilder entstehen zu lassen, die einen schnell in den Sog der Geschichte zu ziehen wissen. Ein geheimnisvoller, malerischer Roman!
  8. Cover des Buches Claude Monet (ISBN: 9783957280688)
    EFA

    Claude Monet

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    Eine Graphic Novel ist definitiv eine spannende Herangehensweise an das Leben und die Werke von Monet!
    Ich fand es interessant, seinen Lebensweg auf diese Art und Weise zu verfolgen. Denn seine Geschichte wird dabei lebendig...
    Sie beginnt mit seiner Augen-OP im höheren Alter. Er schaut zurück auf sein Leben und erzählt von Jugend an.
    Es lässt einen nicht kalt, wenn einem bewusst wird, wie schwierig es für Monet war, als Künstler überhaupt gesehen und als solcher erfolgreich zu werden. Oft musste er sich Geld leihen und immer wieder lebte er in Armut. Mit seinen Bildern war er teilweise Hohn und Spott ausgesetzt. Es dauerte lange, bis er seine Werke für immer höhere Preise verkaufen konnte.
    Diese Schwierigkeiten werden stimmungsmäßig (ziemlich düster) sehr gut in Text und Bild wiedergegeben und machen tatsächlich den größten Teil des Buches aus. Neben der Malerei liegt darauf der Fokus. Die Zeit und der Garten in Giverny, werden nur kurz thematisiert – kein Kritikpunkt, aber man sollte wissen, worauf man sich bei der Graphic Novel einlässt.

    Ich weiß nicht, wie Monet tatsächlich war, aber mir ist aufgefallen, dass er hier manchmal recht egoistisch und verantwortungslos dargestellt wird – vielleicht war er tatsächlich so oder es handelt sich um fiktive Züge. Er ist z. B. der Meinung, dass er Camille gegenüber keinerlei Verpflichtungen hat, als diese unerwartet von ihm schwanger wird. Und als die ganze Familie arm ist und am Hungertuch nagt, wehrt er sich trotzdem lange dagegen, aus der Widerstandsgruppe der Impressionisten auszusteigen und im Salon auszustellen…

    Im Nachwort wird mithilfe von Bildern gezeigt, welche seiner Werke zur Inspiration der Illustrationen im Buch geführt haben - eine wirklich schöne Idee und eine tolle Verbindung zu Monets Werken! Oft sind dies nämlich ähnliche Motive wie im Original, die aber weniger impressionistisch dargestellt sind und den malenden Monet mit integrieren.

    „,Das Motiv ist zweitrangig; das, was ich abbilden möchte, ist das, was sich zwischen mir und dem Motiv befindet.‘“
    Monet ging es in der Malerei nicht darum, die Wirklichkeit abzubilden oder sie zu idealisieren. Statt kleiner Details wollte er Eindrücke festhalten, Emotionen und Impressionen, die Atmosphäre, das Licht und die Spontanität des Augenblicks.
    Im Freien zu malen, hielt man damals noch für eine verrückte Idee. Doch nur so konnte Monet alle Eindrücke einfangen und auf die Leinwand bringen.
    Da Monet dafür bekannt ist, dass der das Licht so gut eingefangen hat (siehe Titel: „Auf den Spuren des Lichts“!), hätte ich mich gefreut, wenn sich dies auch in den Illustrationen der Graphic Novel widergespiegelt hätte.
    Leider sind die Bilder extrem dunkel und auch manche Textstellen sind daher weniger gut lesbar. Ich hatte den Eindruck, dass das auch mit am Papier liegen könnte. Bei den digitalen Leseproben zum Buch im Internet wirken die Illustrationen nämlich deutlich heller!

    FAZIT: Man muss sich die Lektüre also auf jeden Fall bei hellem Licht zu Gemüte führen! Dann kann ich sie empfehlen. So kann sie einen für sich einnehmen und in Monets Welt versinken lassen… 4-4,5/5 Sterne!

  9. Cover des Buches Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe (ISBN: 9783518743782)
    Marcel Proust

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Clari
    Mit Proust auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Mit dem zweiten Band der monumentalen Ausgabe von Marcel Prousts „ Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ begann ich mich mit dem Werk Proust vertraut zu machen. Es ist der Band mit dem Titel „ Im Schatten junger Mädchenblüte.“ Fortan konnte ich von diesem meisterhaften Dichter der Sprache und der Reflexion nicht mehr lassen. Worum geht es? Der Icherzähler lebt zu Ende 19. Jahrhunderts in Paris und gehört zur gehobene Gesellschaftsschicht. Hier und bei seinem Landaufenthalten mit der Familie verkehrt er in den höheren Adelskreisen, erlebt seine erste große Liebe, die unglücklich endet, und lernt viele bedeutende Persönlichkeiten kennen, die in seinem weiteren Leben eine Rolle spielen werden. Immer wieder ist er bestrebt, als Schriftsteller tätig zu werden, woran ihn aber seine Faulheit hindert. In steter Reflexion übt er sich im Beobachten und wird erst zum Ende seines Lebens im Erinnern seine Fähigkeiten als Dichter unter Beweis stellen. Schon bei den ersten Sätzen des Romans ist man mitten im Pariser Gesellschaftsleben angekommen. Charakterisierungen von Menschen, gepflegte Konversation und auch Klatsch und Tratsch werden in einer sublimierten und differenzierten Weise zum Besten gegeben,der man sich sofort verbunden fühlt. Zum Inhalt lässt sich nicht adäquat berichten, denn allzu einmalig und neu waren die Gedanken und Gefühle, mit denen Proust über seine Beobachtungen und Wahrnehmungen im Erfassen der Welt berichtet. Sensibel und feinfühlig sind seine Impressionen, mit denen er uns an seinem tief innerlichen Seelenleben teilnehmen lässt. Eigene Gefühle werden beim Leser der eindrucksvollen und in ausgewählt differenzierter Sprache erlebten Erinnerungen angestoßen, so dass sich Gedanken und Empfindungen zur selbst erlebten Vergangenheit einstellen. Sich dem Fluss von Prousts Sprache zu überlassen bedeutet Hochgenuss und musische Reflexion von Vergangenem und Gegenwärtigem. Da werden Gerüche und symbolische Gegenstände der Kindheit neu entdeckt und Orte und Stimmungen gewinnen Wiederbelebung, die längst vergessen schienen. Man begibt sich selber auf die Suche nach der verlorenen Zeit und erlebt das Glück längst vergangener Seligkeiten. Mit Proust zu leben heißt, das Leben neu zu fühlen und sich dem Strom der Erkenntnisse zu überlassen, die durch seine feine und hoch empfindsame Sprache geweckt werden. Seine Suche nach der verlorenen Zeit ist das Glück der Stunde und die wache Reaktion auf Eindrücke, durch die auch wir die Welt neu entdecken können. Wer Proust noch nicht gelesen hat, sollte es mit dieser Ausgabe versuchen. Sie ist erschwinglich und in der Dünndruckausgabe ästhetisch verarbeitet.
  10. Cover des Buches Monet (ISBN: 9783791389189)

    Monet

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    INHALT:
    Oscar-Claude Monet wird 1840 in Paris geboren, seine Jugend verbringt er in Le Havre.
    Zeichnerisch begabt, fertigt er Karikaturen seiner Mitmenschen an. Er besucht zwar Zeichenkurse, prägender jedoch wird die Begegnung mit dem Maler Eugène Boudin, welcher sich auf maritime Werke spezialisiert und Monet dazu bewegt, es auch selbst mit der Malerei zu versuchen.
    Er geht nach Paris, besucht die Académie Suisse (Zusammenschluss und Begegnungsort von Künstlern, ausgestattet mit Lehrmaterial).
    Nach dem Militärdienst in Algerien und einer Typhuserkrankung, lernt er zurück in Le Havre den holländischen Künstler Johan Barthold Jongkind kennen. Sie freunden sich an und Monet lernt von ihm, wie auch anschließend in Paris von Charles Gleyre. Doch mit den Vorgaben der akademischen Malerei bei Gleyre hat Monet seine Probleme.
    Zudem kommt es zum Bruch mit seiner Familie.
    Er schließt sich einer kleinen Gruppe von Landschaftsmalern an – Frédéric Bazille, Alfred Sisley und Pierre-Auguste Renoir – gemeinsam ziehen sie immer wieder zum Malen in den Wald.
    1865 darf er seine Werke erstmals im Salon ausstellen.
    Monet interessiert sich für das Neue und damit auch für den Realismus von Gustave Courbet und den Stil von Manet. Er versucht sich in großformatiger Freilichtmalerei.
    Geldprobleme lassen ihn vor seinen Gläubigern fliehen und er begeht aus Verzweiflung einen Selbstmordversuch. Doch er kann einige seiner Bilder verkaufen und schöpft neuen Lebensmut.
    1870 heiratet er Camille, sie ziehen in die Normandie, doch Monet muss bald darauf vor der Einberufung nach England fliehen.
    1872 zieht er nach Argenteuil, einer Stadt an der Seine, wo einige seiner Meisterwerke entstehen.
    Monet schließt sich mit anderen Künstlern (Pissarro, Sisley, Degas, Morisot, Renoir, Guillaumin, Lepic, Levert und Rouart) zur „Société anonyme“ zusammen. Gemeinsam stellen sie ihre Bilder aus.
    Der Tod von Camillie 1879, stürzt den Maler in eine tiefe Depression.
    In Vétheuil malt er das Dorf aus unterschiedlichen Perspektiven. In Fécamp widmet er sich der tobenden Brandung.
    Monet macht seine Verbindung zu Alice Hoschedé publik und zieht mit ihr und den Kindern nach Poissy.
    1883 hat er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Durand-Ruel.
    Der Maler entwickelt das Konzept der Serie: Er malt das gleiche Motiv in verschiedenen Lichtstimmungen, zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen.
    Monet lässt sich mit seiner Familie in einem Landhaus mit Gelände in Giverny nieder. Er legt einen Garten mit vielen Blumen und einem Seerosenteich an, welcher ihm immer wieder als Motiv dienen wird.
    Trotz der Kritik an seiner Kunst feiert Monet später immer öfter auch internationale Erfolge und gilt schließlich als „Vater des Impressionismus“.

    MEINUNG:
    Im Buch wird deutlich, dass es zwei Gesichter vom Künstler Monet gibt:
    Einerseits strahlt er in seinen impressionistischen Bildern Licht, Farben und Lebensfreude aus. Sie zeigen Mädchen mit Sonnenschirmen in hellen Kleidern und Röcken, ein Picknick, blühende Gärten, Felder, Ozeane und Sonnenuntergänge.
    Und andererseits gibt es da den einsamen, und enttäuschten Künstler, der erkennen muss, dass sich die Zeit des Impressionismus bald dem Ende neigt.
    Mit 70 Jahren zieht er sich in seinen Garten in Giverny zurück. Abgeschieden und von einem Augenleiden geplagt, widmet er sich ab sofort dem Malen seiner Seerosen.

    Mir gefällt die Reihe „Große Meister der Kunst“ von Prestel.
    In jedem Band wird ein*e Künstler*in genauer unter die Lupe genommen, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen.
    Wer sich also grob über Monet informieren möchte, ist hier genau richtig!
    Ich fand die Texte über ihn und sein Leben sehr informativ. Das macht Lust auf mehr!

    Der Inhalt des Buches gliedert sich in folgende Abschnitte:
    Einleitung – Die Werke – Der Mensch und der Künstler – Monet aus der Nähe betrachtet – Anthologie – Standorte – Chronologie – Literatur

    Schon allein das Cover ist eine einzige Augenweide, wobei ich die Seerosenbilder von Monet sowieso am liebsten mag.
    Ansonsten befindet sich überwiegend auf jeder Doppelseite eines seiner Kunstwerke, die zum Betrachten einladen und die ich mir immer wieder gerne anschaue.

    Unter „Die Werke“ sind einige seiner Bilder und deren Hintergründe genauer beschrieben. Diese machen den größten Teil des Buches aus.

    Das etwas kleinere Format von 17 x 21 cm habe ich ebenfalls liebgewonnen, es liegt gut in der Hand.

    FAZIT: Ein informatives und schönes Buch über den Künstler Monet, dessen Leben und Werke. Durch die vielen Bilder seiner Gemälde und das handliche Format nimmt man das Buch gerne in die Hand. Für Kunst-Interessierte ein Muss! 5/5 Sterne!

  11. Cover des Buches Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe (ISBN: 9783518743645)
    Marcel Proust

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
     Marcel Proust hat mit seinem siebenbändigen Zyklus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" wohl das berühmteste literarische Großprojekt des 20. Jahrhunderts geschrieben. Das insgesamt 5300 Seiten starke Romanwerk wurde in unzähligen Artikeln und Analysen studiert und verarbeitet und ist in seinem erzählerischen Detailreichtum bis heute unerreicht.

    Der fiktive Ich-Erzähler (Proust orientierte sich an eigenen Lebenssituationen und vermischte sie mit Fiktion) erinnert sich an Kindertage und Jugendzeit, wobei Proust die Technik des sogenannten "Bewusstseinsstroms" angewendet hat, die auch James Joyce und Virginia Woolf seinerzeit benutzten. In absolut konsequenter Weise beschreibt der Erzähler extreme Details des damaligen täglichen Lebens, Eigenarten in der Familie und von Freunden; Landschaftsbeschreibungen nehmen stellenweise mehrere Seiten ein und das Eintauchen eines Stückes Sandkuchen in den Tee wird über mehrere ausgedehnte Absätze zelebriert.

    Das erfordert vom Leser extreme Geduld und ein Fallenlassen in die wunderschöne, sehr komplexe Sprache. "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ist kein Buch zum Schnelllesen. Spannung: Fehlanzeige. Action erübrigt sich sowieso. Ich habe sehr lange an dem Buch gelesen, da ich mit Absicht pro Tag lediglich exakt 10 Seiten genossen habe, nicht mehr und nicht weniger. Auf diese Weise bleibt man in der Handlung, aber wird von der schieren Textmasse nicht überfordert, denn Proust verwendete nicht wirklich kurze Sätze, sondern schrieb ab und an wahre Satzungetüme, die man ansonsten nur von Thomas Mann kennt.
    Nichtsdestotrotz wollte ich jederzeit wissen, wie es weitergeht, wollte den Erzähler durch seine täglichen Erlebnisse begleiten und neue Charaktere, neue Beschreibungen von Städten und Natur lesen. Ein Buch, das erarbeitet werden will, aber dafür mit wunderbarer Sprache belohnt, die heutzutage leider vollkommen ausgestorben ist.

    Jeder Literaturinteressierte sollte zumindest einen Blick in Band 1 hineinwerfen und sich nicht vom gewöhnungsbedürftigen Stil und dem quälend langsamen Beginn abschrecken lassen. Es lohnt sich!

    Fazit: Ein wunderschön geschriebenes, mit viel Ironie und absolut detailreichen Beschreibungen durchsetztes Jahrhundertwerk. Großartig!
  12. Cover des Buches Fräulein Else (ISBN: 9783746715186)
    Arthur Schnitzler

    Fräulein Else

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Ein zeitloser Klassiker, wie ich schon so oft gehört habe. Diese Novelle von Arthur Schnitzler kannte ich noch nicht. Ich lese generell seine Werke nicht, sein Stil macht mir nicht besonders. Dennoch hat mich der Klappentext neugierig gemacht und ich wollte dem Werk eine Chance geben.

    Fräulein Else, ein junges, schlaues Mädchen aus gutem Hause macht Urlaub im Ausland. Nach einem Tennis-Spiel erhält sie ein Brief von ihrer Mutter. Ihr Vater ist verschuldet und Else muss den unsympathischen Herrn Dorsday um ein Darlehen bitten. Noch bevor sie ihn darum bittet fragt sie sich selbst, warum sie das nun wieder hinbiegen muss und nicht ihr Vater selbst? Dennoch gibt sie sich einen Ruck und fragt Herrn Dorsday. Dieser willigt zwar ein, jedoch unter der Bedingung, dass Else sich für ihn nackt ausziehen soll.

    Der junge Leutnant Gustel wird vom Bäckermeister, nach einem Konzert, beleidigt und lässt sich das auch noch gefallen. Die ganze Nacht ist er nun unterwegs und ist felsenfest von sich überzeugt, dass er sich das Leben nehmen müsse, da ihm seine Ehre genommen wurde. Kurz bevor er zur Tat schreiten kann, wendete sich plötzlich das Blatt.

    Zwei Geschichten, ein moralisches Konflikt.
    Else ist zwar jung, hübsch und reich, aber noch unerfahren in sexueller Hinsicht. Jedoch flirtet sie gern und ist schlau genug, um die ganzen Oberflächlichkeiten zu sehen. Sie weiss ganz genau, was sie tut, weswegen sie sich so schlagfertig gibt. Als sie jedoch von den Schulden ihres Vaters erfährt, gerät ihre Sichtweise ins wanken. Zwar weiss sie, dass nicht sie das Problem lösen sollte, dennoch fühlt sie sich ihm gegenüber verpflichtet. Als dann noch dieser schmierige Herr Dorsday seine Bedingung ausspricht, gerät sie komplett ins Wanken. Wir begleiten Else, welche Gedanken sie hat. Ob es einen Ausweg gäbe, eine andere Lösung, was es für die Familie bedeuten würde, was es mit ihr selbst machen würde... Ihre Psyche geht komplett mit ihr durch, bis sie schlussendlich ihr Versprechen einhält, aber in Ohnmacht fällt. Und danach nimmt sie sich einfach das Leben. Sehr tragisch. Gerade weil sie so stark und selbstsicher rüberkam, hätte ich doch gedacht, dass sie schlauer reagieren wird. Aber zu dieser Zeit scheint die Ehre und das Ansehen viel wichtiger zu sein. Echt schade um so eine starke Frau. Ihr Vater ist wirklich ein Feigling, dass er seine Schuld auf seine Tochter überträgt. Ich hoffe, dass er nun in Frieden weiterlebt, ohne Schulden.
    Bei Gustl lief es ähnlich ab. Gerade weil er ein Leutnant ist, hat er sich die Beleidigung eines Bäckermeisters gefallen lassen. Eigentlich hatte er keine Wahl, dennoch zermürbt ihn dieser Gedanke und auch bei ihm durchleben wir seine Gedankenstränge, was es für ihn bedeutet, was seine Familie dazu sagen würde, wie seine Freunde und Geliebte reagieren würden... Es hat sich vorgenommen sich das Leben zu nehmen, da er eigentlich entehrt wurde. Aber der nächsten Morgen läuft plötzlich anders als erwartet. Denn seine Ehre wurde über Nacht wieder hergestellt. Glück im Unglück.

    Zwei tragische Geschichten zweier unterschiedlichen Charaktere. Beide kämpfen gegen ihre Zerrissenheit an, beide geraten in moralischen Konflikt und für beide ist nur der Selbstmord die Lösung. Damals nahm man sich immer das Leben, wenn man entehrt wurde, oder sich vor der Gesellschaft blamiert hat. Heute ist es einfach ein unnötiges Drama um Nichts. Schnitzler hat in dieser Novelle gezeigt, wie stark eigentlich unsere eigene Psyche ist und was sie mit uns machen kann. Sobald wir die Kontrolle über sie verloren haben, kann es ganz schnell gehen. Aus psychischer Hinsicht daher ein Meisterwerk. Diesen Monologen zu folgen war schon sehr interessant. Ein Gedanke folgt dem nächsten bis man sich selbst verliert und nicht mehr weiss, wo es begonnen hat. Auch wenn man zuerst denkt, dass es schlimmer nicht sein kann, schlussendlich ist es nicht der Rede wert und weitaus weniger schlimm als gedacht. Aber eben... damals war das eine Schande und die Menschen kamen mit dem hohen Druck gar nicht mehr klar.

    Eine sehr interessante und tiefgründige Novelle, die mit unserer Psyche spielt und zum nachdenken anregt. Wer sich dafür interessiert, ist er hier genau richtig. Für Klassiker-Fans definitiv ein Muss.

  13. Cover des Buches Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Band 6) (ISBN: 9783868732634)
    Stéphane Heuet

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Band 6)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Natürlich hatte er in seinem Atelier fast nur hier in Balbec gemalte Seestücke. Ich konnte in ihnen jedoch erkennen, dass der Reiz eines jeden von ihnen in einer Art Metamorphose der dargestellten Dinge bestand, entsprechend derjenigen, die in der Poesie als Metapher bezeichnet wird.“ (Zitat Seite 15)

     

    Inhalt

    In diesem zweiten Teil beobachtet der junge, schwärmerische Marcel täglich aus der Ferne eine Gruppe von Mädchen und überlegt, wer sie wohl sein mögen und wie er ihre Bekanntschaft machen könnte. Beinahe hätte er deswegen auch die Einladung des Malers Elstir, ihn im Atelier zu besuchen, nicht angenommen, was nicht nur wegen der Gespräche mit dem Künstler schade gewesen wäre, denn dort trifft er völlig überraschend auf Albertine Simonet und macht endlich ihre Bekanntschaft. Dann lernt er auch alle ihre Freundinnen kennen und verbringt nun jeden Tag mit den Mädchen, bis mit Kälte und Nässe der Herbst beginnt und alle Gäste abreisen.

     

    Thema

    1998 begann der französische Autor und Zeichner Stéphane Heuet, fasziniert vom Originalwerk von Marcel Proust, an einer Comic-Adaption zu arbeiten. Inzwischen liegen acht Bücher auch in einer deutschen Ausgabe vor.

     

    Umsetzung

    Diese Graphic Novel orientiert sich an Band 2 „Im Schatten junger Mädchenblüte“ des Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust. Es ist das siebente bisher in deutscher Sprache erschienene Buch der Graphic Novel Serie und Stéphane Heuet entwirft in seiner malerischen Umsetzung der sorgfältig ausgewählten Szenen ein großartiges Bild dieser Zeit. Das Leben in den Seebädern, die vielfältigen gesellschaftlichen Vergnügungen, Sport, Spiele, Ausflüge werden in den Zeichnungen lebendig. Der Besuch im Atelier des Malers Elstir schildert die Entstehung bekannter Gemälde des Impressionismus. Auch die Textpassagen schwelgen poetisch wie das Originalwerk.

     

    Fazit

    Dieser achte Band der Graphic Novel nach „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust führt uns mit seinen Illustrationen und Textausschnitten direkt in den lebhaften, unbeschwerten Sommer des gesellschaftlichen Strandlebens am Meer, mit kulturellen Veranstaltungen, Einladungen, Ausflügen, und wir sehen den jungen, verliebten Marcel inmitten einer Gruppe von fröhlichen Mädchen.

  14. Cover des Buches Der Mann, der in die Bilder fiel (ISBN: 9783312011650)
    Leif Karpe

    Der Mann, der in die Bilder fiel

     (9)
    Aktuelle Rezension von: parden

    DIE STRASSE DER IMPRESSIONISTEN...

    Peter Falcon lebt ein leises Leben und betreibt seit Jahren einen kleinen Comicladen. Sehr erstaunt ist er daher, als ihn ein alter Freund aus Studientagen aufsucht. Charlie ist ein undurchsichtiger Zeitgenosse, der seit seiner Zeit bei Interpol für das New Yorker Auktionshaus Chroseby arbeitet, das sich dem Kunsthandel verschrieben hat.

    Auch Peter hat seinerzeit Kunst studiert und wird nun von Charlie gebeten, im Auftrag des Auktionshauses nach Paris zu reisen. Eigentlich hat Peter der Kunst den Rücken gekehrt, aber er kann das in Aussicht gestellte Geld gut gebrauchen. Daher packt er seinen Koffer und macht sich mit einer Tasche voller Geld auf den Weg nach Frankreich.

    Das Geld soll eine renommierte Kunstkritikerin zum Schweigen bringen, die behauptet, dass ausgerechnet Van Goghs 'Sternennacht' eine Fälschung sein soll. Ein Gerücht, das dem Auktionshaus Chroseby nur schaden kann. Als Peter Falcon in Paris landet, erwartet ihn jedoch ein vollkommen undurchsichtiges Abenteuer...

    Ganz gegen meine sonstige Gewohnheit habe ich hier ausgesprochen langsam gelesen. Nach jeweils wenigen Seiten war ich immer schon 'satt'. Dies lag zum einen an der doch oftmals surrealen Erzählung, zum anderen aber auch an dem eigenwilligen und bildhaften Schreibstil, der wunderschön und teilweise poetisch, aber doch auch recht anspruchsvoll war.

    Peter Falcon folgt im Laufe der Geschichte der 'Straße der Impressionisten', wobei es immer wieder zu undurchsichtigen Begegnungen kommt, deren Bedeutung sich nicht gleich oder manchmal auch gar nicht erschließt. Peter selbst hat einen ganz eigenen Zugang zur Kunst:


    "Jedes Bild erzählt eine Geschichte. So war es ihm immer ergangen. Er konnte in die Geschichten der Bilder wie durch eine Kinoleinwand eintreten. Doch hier in Paris hatte das eine andere, neue Dimension angenommen. Die Richtung hatte sich geändert! Was wäre, wenn die Dinge und Menschen aus den Bildern in seine Welt treten würden? Und warum ausgerechnet jetzt?" (S. 121 f.)


    In diesem Roman scheinen sich immer wieder mehrere Realitäten übereinander zu lagern. Manche Szenen wirken tatsächlich so, als befänden sich die Handelnden plötzlich in einem Bild, nicht aber mehr in dem heutigen Paris. Hier stellt sich im Verlauf also nicht nur die Frage, wem Peter überhaupt noch trauen, sondern auch, was der Leser glauben kann.

    Der Eindruck der Surrealität blieb bei mir bis zum Schluss erhalten, wobei ich die traumartige Atmosphäre über weite Strecken durchaus genossen habe. In jedem Fall ein ganz eigenes Buch, in der der Krimi selbst eine eher untergeordnete Stellung einnimmt. Das Ende wirkte auf mich ein wenig konstruiert, beantwortete aber die meisten Fragen.

    Ein versiertes Spiel mit verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit, gespickt mit zahlreichen Kunstwerken und Zitaten bekannter Künstler. Einfach eintauchen und treiben lassen - so liest es sich wohl am besten.


    © Parden

  15. Cover des Buches Große Kunstgeschichten. Vincent van Gogh (ISBN: 9783831044528)
    Amy Guglielmo

    Große Kunstgeschichten. Vincent van Gogh

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    Um Kindern Kunst näherzubringen, kann es hilfreich sein, sich mit der Biografie eines Künstlers näher auseinanderzusetzen.
    So wie beim hiesigen Buch, welches den Werdegang von Vincent van Gogh beschreibt.

    Van Gogh kommt 1853 in den Niederlanden als Sohn eines Pfarrers zur Welt. Die Familie verbringt viel Zeit draußen und Van Gogh spielt mit seinen fünf jüngeren Geschwistern.
    Felder, auf denen die Nachbarn arbeiten, Blumen, Hügel und Vögel umgeben ihn.
    Die Mutter zeichnet häufig Blumen und auch der junge Van Gogh zeichnet, was er ihn der Natur wahrnimmt.
    Die Schule abgebrochen, macht er zunächst eine Ausbildung zum Kunsthändler und selbst in seiner Freizeit, besucht er Museen in Amsterdam und betrachtet Werke von Rembrandt, Johannes Vermeer und Frans Hals.
    Danach verschlägt es ihn nach London und Belgien, er versucht sich als Pfarrer und Laienprediger und hat immer wieder mit Geldproblemen zu kämpfen.
    Währenddessen beobachtet und zeichnet er die Menschen bei der Arbeit auf den Feldern.
    Später widmet er sich der Malerei.
    Doch bis er mit seiner Kunst Berühmtheit erlangt, ist es ein weiter Weg, der ihn erst über zahlreiche Umwege führt, ehe er das Ziel erreicht. 

    Dies kann uns eine schöne Motivation sein: Auch wenn unser Leben nicht so verläuft, wie wir uns das vielleicht vorgestellt haben – auch Umwege und Ausprobieren können uns zum Ziel führen.

    Die Texte sind etwas länger und anspruchsvoller, weshalb ich das Buch bei Kindern im Grundschulalter einsetzen würde.
    Dass der Künstler krank war, Klinikaufenthalte hatte, sich aus Verzweiflung ein Ohr abgeschnitten hat und schließlich mit 37 Jahren an den Folgen seines Selbstmordversuchs starb, kommt ebenfalls zur Sprache. Auch dies würde ich nicht unbedingt genauer vor dem Grundschulalter thematisieren.

    Die Illustrationen im Buch sind farbenfroh und zeigen unter anderem einige der Bilder von Van Gogh mit strahlenden Farben, Menschen auf Feldern, Sonnenblumen oder Selbstporträts.

    Auf fast jeder Doppelseite gibt es Impulse, um Kindern die Kunst von Van Gogh näherzubringen. Darunter sind Ideen wie z. B.: "Was siehst du, wenn du draußen spazieren gehst?", "Beobachte Menschen auf dem Weg zu ihrer Arbeit. Versuche sie zu malen!", "Was gefällt dir an Vincents Werken am meisten?"
    Außerdem findet man im Anhang Seiten darüber, wie man ein selbst Selbstporträt malen kann und, wie ein Stillleben aussehen kann.
    Vermutlich würde ich nicht jedem Impuls nachgehen. Aber sie bieten z. B. besonders Grundschullehrer*innen Ideen, wie sie Van Goghs Kunst im Unterricht erlebbar machen können!

    Am Ende des Buches befindet sich noch ein Glossar mit ein paar Fachbegriffen aus der Kunstwelt.

    FAZIT: Ein schönes Kinderbuch über die Biografie von Vincent van Gogh und über seine Kunst. Ich möchte es vor allem Grundschullehrer*innen ans Herz legen, da es viele praktische Impulse beinhaltet, um van Goghs Kunst erlebbar zu machen. 4,5/5 Sterne!

  16. Cover des Buches Reigen / Liebelei (ISBN: 9783596270095)
    Arthur Schnitzler

    Reigen / Liebelei

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Arthur Schnitzler ist ja bekannt, dass er in dieser Richtung gerne provoziert. "Die Novelle" war mein erstes Stück von ihm und nun wollte ich mich seinem nächsten widmen und war durchaus gespannt, was er kreiert hat.

    Im Grunde begegnen sich 5 Paare; 5 Weiblein und 5 Männlein, die aufeinander treffen, ins Gespräch kommen und schliesslich übereinander herfallen. Eine Dirne trifft auf einen Soldaten, dieser geht zum Stubenmädchen und schlussendlich landet der Graf zur Dirne. Jedem von ihnen wird ein Akt gewidmet, wie sie miteinander reden, in welchem Verhältnis sie stehen und was der Grund ist, weshalb sie schlussendlich diesen Schritt tun. Jeder hat seinen eigenen Grund, warum er sich in die Arme einer/s anderen werden und jeder geht dementsprechend anders damit um. Bei jedem endet es gleich, und dennoch ist es nicht das selbe.

    Es war wirklich amüsant diese 10 Akte zu lesen. Die Charaktere sind oberflächlich beschrieben, im Mittelpunkt steht eher der Verhältnis zum anderen und die Erklärung, warum sie dem Rausch verfallen. Damals waren ja solche Liaisons nicht gerade gerne gesehen, umso spannender war es zu lesen, wie sie es schliesslich anstellten. Schnitzler hat allerlei Schichten aufeinander prallen lassen (Graf und die Dirne, Stubenmädchen und der junge Herr...) und gezeigt, dass es schlussendlich nicht drauf ankommt, sondern darauf, sich fallen lassen zu können. 

    Prickelnd, skandalös, amüsant, überraschend. Ein guter Klassiker, den man gelesen haben muss.

  17. Cover des Buches Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (ISBN: 9783946619697)
    Rainer Maria Rilke

    Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rilke und ich, wir werden keine Freunde. Anlässlich der 120-Jahre Challenge habe ich diesen einzigen Roman Rilkes gelesen und muss gestehen, ich kann damit nicht viel anfangen. Die Handlung tritt hinter die Eindrücke und Wahrnehmungen des jungen dänischen Adligen zurück, dessen Jugend in einigen Rückblenden eingestreut wird. Dies alles geschieht in eine schwülstigen Sprache, die den Zugang auf das Werk eher verstellt.
  18. Cover des Buches Geschichte der Malerei (ISBN: 9783848004256)
    Anna-Carola Krauße

    Geschichte der Malerei

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Ella im Garten von Giverny (ISBN: 9783791374758)
    Daniel Fehr

    Ella im Garten von Giverny

     (4)
    Aktuelle Rezension von: PatriciaJanzen

    Claude Monet war ein inspirierender Künstler, der mit seiner Leidenschaft und seinen natürlichen Impressionen bis heute einer der bekanntesten Künstler seiner Ära ist. Da ich selbst ein großer Fan seiner Bilder bin, war ich gespannt, wie das Bilderbuch zu seinem Leben wohl umgesetzt sein mag. Außerordentlich schön fand ich den Illustrationsstil, dem allein genommen ich definitiv die volle Punktzahl geben würde! Zwischen kindlich und ausgeklügelt punkten die pastelligen, großformatigen Bilder mit einem ganz besonderen Charme und Detailreichtum, was Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefallen wird. Die Geschichte an sich war kürzer, als ich angenommen hatten. Toll ist, dass ausführlich (dabei aber nicht zu ausschweifend) erklärt wird, warum Claude Monet sich gerade für die Motive entschieden hat, die er besonders häufig zeichnet. Sein Weg weg von der damals konventionellen Malerei kann für die Leser eine Inspiration sein, auch selbst einmal gegen den Strom zu schwimmen und den Mut zu haben, eigene Ideen zu verwirklichen. Für meinen persönlichen Geschmack war das Ende der Geschichte ein wenig zu offen. Ich habe die Seite umgeblättert und war ganz überrascht, dass sie plötzlich vorbei ist. Von mir gibt es 4🌟

  20. Cover des Buches Russische Impressionisten und Postimpressionisten (ISBN: 9781859953426)
  21. Cover des Buches Monet (ISBN: 0847827283)
    Federica Armiraglio

    Monet

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Claude Monet (ISBN: 9783775717502)
    Claude Monet

    Claude Monet

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Linnéa im Garten des Malers (ISBN: 9783570225561)
    Christina Björk

    Linnéa im Garten des Malers

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Illibilli

    Das kleine Mädchen Linnea wünscht sich, einmal auf der Brücke im Garten des Malers Monet zu stehen. Gemeinsam mit Herrn Blümle, dem alten Gärtner, macht sie sich auf den Weg nach Frankreich, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Die Stationen ihrer Reise zum Garten des Malers und vieles Wissenswerte über ihn stehen im Fokus des Buches.

     Dieses wunderschön illustrierte Buch habe ich bereits vor vielen Jahren gekauft, oft gemeinsam mit meinen Kindern gelesen und nun für meinen Enkel wieder aus dem Bücherregal geholt. Es gewährt erste Einblicke in das Leben und die Kunstwerke des Malers Claude Monet. Dabei gelingt es der Autorin, die Informationen über den Maler und seine Kunst kindgerecht zu vermitteln. Die liebevolle Gestaltung und der verständliche Schreibstil machen es für mich zu einem Buch, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene begeistern kann!

  24. Cover des Buches Aspekte der Kunst (ISBN: 9783875010602)
    Eva M. Kaifenheim

    Aspekte der Kunst

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Merithyn
    Für Kunstinteressierte die sich einen Überblick machen wollen oder aber auch ihr Kunstverständnis vertiefen wollen, ebenso für Schüler ein wunderbares Buch. Das Buch ist in drei Abschnitte zu teilen. Im ersten Teil werden wichtige Vorraussetzungen für das Kunstverständnis erörtert, wie die Kreativität, die Farbenlehre etc., außerdem ist er mit dem zweiten und dritten Teil ("Stilgeschichte der Malerei" und "Stilgeschichte der Architektur und Plastik") durch Querverweise verbunden. In den beiden stilgeschichtlichen Teilen übermittelt uns die Verfasserein in erster Linie ein vertieftes Kunstverständnis. Es geht hierbei nicht um die Vollständigkeit des Wissens, was das Buch sehr übersichtlich bleiben lässt. Hierbei kann es natürlich auch vorkommen, dass einige Künstler bestimmter Epochen nicht erwähnt oder erläutert werden. So vermisse ich persönlich Alfons Mucha als Vertreter des Jugendstils. Trotzdem ist das Buch sehr empfehlenswert, besonders für die Abiturvorbereitungen in Kunst. Zu weiteren Erklärungen von Kunstbegriffen befindet sich ein "erklärendes Fachwortverzeichnis" im Anschluss an den dritten Teil.

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