Bücher mit dem Tag "holocaust"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "holocaust" gekennzeichnet haben.

669 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.567)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Das erste Buch, welches sie stahl, gehörte einem Bestatter. Sie stahl es auf der Beerdigung ihres kleinen Bruders. Bei ihrer neuen Familie lernt Liesel es zu lesen. 

    Ein Mädchen, welches vieles erleben und erleiden muss und welches den Tod selbst in ihren Bann zieht. 

    Diese Geschichte bohrt sich ins Herz des Lesers und lässt es in alle Einzelteile zerspringen. Keiner kann etwas nachvollziehen, was er nicht selbst mit erlebt hat; dieses Buch schafft es zwar nicht gänzlich, aber sicherlich so weit es mit Worten überhaupt möglich ist, den Menschen das Ausmaß des dritten Reiches spüren zu lassen. 

    Das Buch ist in mehrere Teile mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Der Erzähler ist der Tod selbst. Die Geschichte wird von ihm mit Anmerkungen und Erläuterungen ergänzt. Dies wie auch die kleinen Geschichten und Illustrationen, erdacht von den Protagonisten, lockern das Schmöckern durch die vielen Seiten auf. 

  2. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (788)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel


    Aufgrund des Titels hätte ich mir dieses Buch sicher nicht gekauft, aber nachdem mich die Autorin bereits positiv überrascht hat, wollte ich es gern lesen. Der Roman greift auch frühere Themen wieder auf. Ein scheinbar in ruhigen Bahnen verlaufendes Leben und die plötzliche Wende durch eine verschwiegene Vergangenheit.


    Im Roman begleiten wir Hope, die Massachusetts eine Bäckerei führt; ein Familienunternehmen mit traditionellen Backwaren, die an sich gut ankommen, aber wirtschaftlich kann sie kaum gegen Bäckereiketten ankommen und so steht das Geschäft eines Tages kurz vor dem Aus. Damit nicht genug kämpft Hope mit dem Ex-Ehemann um Erziehungsfragen, erlebt die täglichen Auseinandersetzungen mit ihrer pubertierenden Tochter und kümmert sich noch um die Großmutter, Rose, mit einer beginnenden Demenz.


    In einem 'lichten' Moment vertraut die ihr eine Liste mit Namen an, französische Namen, die ihr etwas bedeuten, aber was, verrät sie nicht. Hope hat diese Namen niemals gehört und kann sich keinen Reim darauf machen, aber sie beginnt nachzuforschen und deckt ein Familiengeheimnis auf. Ohne zu viel zu verraten stellt sich heraus dass die Großmutter eine aus Paris geflohene Jüdin ist, die ihre Familie und auch ihre grosse Liebe in Auschwitz verloren hat.

    Hope gibt die Hoffnung nach anfänglicher Skepsis dennoch nicht auf und die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung...


    Der Roman war gut zu lesen, nach stellenweise etwas langatmigen Passagen nimmt das Schicksal die LeserIn mit und am liebsten möchte man Hope bei der Suche unterstützen und Rose Mut machen und bitten nicht aufzugeben, noch nicht.


    Lesenswerte und bewegende Geschichte; Cover und Titel zu seicht.

  3. Cover des Buches Honigtot (ISBN: 9783492307253)
    Hanni Münzer

    Honigtot

     (411)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Ich habe es getan meine erster Hanni Münzer.

    Er stand jetzt schon eine ganze weil in Regal und wartete darauf von mir gelesen zu werden.

    Ich bereue es ihn so lange warten lassen zu haben.

    Hanni schafft es, einen in zwei verschiedenen Zeiten eintauchen, zu lassen.

    Honigtot ist der erste Teil.

    Mal wird regelrecht in das Geschehen um Deborah und Marlene rein gezogen. Dazu kommt dann viel Hintergrund wissen zu der ns Zeit.

    Ich hatte Tränen in den Augen als die Mutter starb. Musste mich zwischendurch aber auch bremsen, um nicht zu spoilern und das Ende des Buches zu lesen.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil "Marlene" dieser warten auch im Regal auf mich.

    Ich tauche dann mal wieder ab.

  4. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (322)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Der junge und reiche Friedrich ist vollkommen naiv, farbenblind und sucht den Sinn seines Tuns in der Flucht von daheim ins Berlin während des 2. Weltkrieges. Schon nach wenigen Tagen lernt er die junge Kristin und den Belgier Tristan von Appen kennen. Eine Freundschaft und eine Liebesgeschichte entstehen, die aber bald zu bröckeln beginnen, als der junge Schweizer anfängt zu begreifen, wer die beiden wirklich sind. Tristan ist bei der SS und Kristin heißt eigentlich Stella, ist eine Jüdin, aber vor Allem ist sie eine „Greiferin“.

    Die Erzählung dieser Dreiecksbeziehung ist dabei ausgesprochen distanziert und teils völlig emotionslos. Hinzu kommt, dass das Buch durchzogen ist, von in kursiver Schrift eingefügten russischen Originalakten über die Person Stella Goldberg. Zusätzlich gibt jedes Kapitel einen Einstieg in Form von geschichtlichen Kurzfakten, dazu, was in dieser Zeit passiert ist. So zeichnet der Schriftsteller einen realistischen Hintergrund rund um die berühmt berüchtigte Stella Goldberg. Die fiktive Liebesgeschichte dient zum  einfacheren Lesen und bietet auch uninformierten Lesern einen leichteren Einstieg in die Thematik. Dabei bietet die kalte distanzierte Schreibweise dem Leser die Möglichkeit ebenfalls auf Distanz zu bleiben, was gut ist, wenn man bedenkt, worum es hier geht.

    Mein Fazit: Ein sehr guter interessanter literarischer Ansatz, schwierige geschichtliche Inhalte auch an eher weniger interessierte Leser zu vermitteln. Der Autor vermag tatsächlich in seinen Bann zu ziehen, aber gleichzeitig bleiben die Figuren trotzdem zu blaß und gerade der Protagonist einfach zu blasiert. Wer einen einfachen Zugang zu dem Thema sucht, kann in meinen Augen mit diesem Buch gut einsteigen.

  5. Cover des Buches Totenlied (ISBN: 9783809026709)
    Tess Gerritsen

    Totenlied

     (239)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Wesentliche habe ich ja schon in der Überschrift zusammen gefasst. Die beiden Geschichten spielen einerseits in der Gegenwart und andererseits in den 30ern und 40ern Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Geschildert wird das Leben einer Familie heute und einer jüdischen Familie in den dunklen Jahren vor und während des 2. Weltkrieges. Die Klammer ist ein Notenblatt und das darauf verzeichnete Musikstück.

    Das hat die Autorin sehr gut hinbekommen. In beiden Geschichten geht's dramatisch zu und auch ein klein wenig Spannung kommt gelegentlich auf. Aber längst nicht genug für einen Thriller.

    Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, mit Tiefe und mit viel Liebe. Daraus resultiert ein insgesamt gutes Leseerlebnis; aber eben nicht das was man erwartet. Daher gab es von mit Punktabzug.

    Schöner Zusatzeffekt: Im Anhang gibt die Autorin auch einen Hinweis auf das im Buch im Mittelpunkt stehende Musikstück (von ihr selbst komponiert), das man sich auch z.B. in iTunes herunter laden kann. Ich hab es gemacht und es hat den Leseerlebnis abgerundet.

  6. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (552)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  7. Cover des Buches Der Tätowierer von Auschwitz (ISBN: 9783492061377)
    Heather Morris

    Der Tätowierer von Auschwitz

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Marie_Kwade

    Zur Zeit bin ich sehr interessiert über Geschichte aus der Zeit im und nach dem 2. Weltkrieg. Bei der Onleihe hab ich nun dieses Hörbuch entdeckt. 


    In dieser Geschichte geht es um Lale Sokolov, der nach Auschwitz gebracht wird. Als er dort ankommt gibt er sich eine Aufgabe: Er möchte anderen helfen. Nachdem Lale zum Tätowierer bekommt er Zulagen und kann vielen Mitbewohnern in seinem Block mit mehr Essen versorgen. Eines Tages entdeckt er eine junge Frau und bekommt sie nicht mehr aus seinem Kopf. Nach einigen Hindernissen treffen sie sich und er verliebt sich in Gita. Ihre Liebe muss einiges wegstecken, doch zusammen schaffen sie das Leben im KZ. Doch alles wird durcheinander gewirbelt als die Russen kommen. Die Wege der Liebenden trennen sich, werden sie sich wieder sehen?


    Dieses Hörbuch ist sehr emotional. Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert. Die Autorin hat sehr gute Recherchearbeit geleistet.


    Der Sprecher hat mir ganz gut gefallen, ein bisschen mehr Schwung in seiner Stimme hätte es noch dramatischer und emotionaler gemacht.


    Die Protagonisten sind sehr genau ausgearbeitet und Lale habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sein Denken und sein Handeln haben mich sehr begeistert. Es hat mich schockiert, dass Lale auch auf den berüchtigten Doktor Mengele gestoßen ist. Über seine „Arbeit“ habe ich mich informiert und war einfach nur sprachlos. Gita ist anfangs sehr zurückhaltend, was aber zur ganzen Situation gepasst hat.


    Die Geschichte von Lale und Gita hat mich sehr bewegt und obwohl ich das Hörbuch schon vor einer Weile beendet habe, muss ich noch oft daran denken. Ich habe mit den zweien mitgefiebert und ihnen die Daumen gedrückt und manchmal auch weinen müssen, weil es mich so mitgerissen hat. 

  8. Cover des Buches Marlene (ISBN: 9783492309479)
    Hanni Münzer

    Marlene

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Was soll ich sagen.

    Ich hätte nie erwartet das ich beide so schnell hintereinander lese. Aber sie haben mich gefesselt.

    Honigtot habe ich ja schon geschrieben.

    Nun Marlene, sie beginnt langsamer und sparsamer mit den Ereignissen. Aber ab der zweiten Hälfte des Buches geht es wieder Schlag auf Schlag.

    Ich musste mir nebenbei wieder das eine oder andere Taschentuch holen, aber ich hatte auch ein freudiges Lächeln im Gesicht.

    Der aha Monent Erfolgte mit dem Brief. Er machte die Sache rund. Die zwei Bücher muss man in der richtigen Reihenfolge lesen. Auch wenn sie schon im Jahr 2015 und 2016 erscheinen sind, sind sie leider immer noch mit ihrer Botschaft, Tag aktuell.

  9. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01) (ISBN: B019L4NVO2)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01)

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Viviliebtlesen

    Anne Frank hatte ein Leben, was wir uns heute nicht mehr vorstellen können. Die Erklärungen des Lebens, des Tagesablaufs und der Personen lässt spüren, was die Familie für das "Am Leben bleiben" geopfert hat. Und trotz aller Entbehrungen, trotz des Freiheitsentzuges hatte dieses Mädchen Hoffnung! Und genau das macht dieses Buch so unvergleichlich erschreckend! Es tut so weh, diese Worte zu lesen und zu wissen, dass ihre Träume, Wünsche und Pläne nicht erfüllt werden. Dabei ist zu beachten, wie reif ihre Ansichten trotz ihres jungen Alters sind, wie belesen und klug das Mädchen ist. Ihre Sehnsucht, ihr Mut und vor allem ihre Hoffnung... das alles ist so bewegend und so erschreckend. Ich hoffe, dass dieses Buch uns allen etwas mit auf den Weg gibt. Ich werde es jedenfalls nicht so schnell vergessen.

  10. Cover des Buches Das Haus der verlorenen Kinder (ISBN: 9783746632209)
    Linda Winterberg

    Das Haus der verlorenen Kinder

     (127)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Man kann seinem Herz nicht befehlen, wen es zu lieben hat. Wenn es sich dazu entscheidet, für einen Mann schneller zu schlagen, ist man einfach macht machtlos. Diese Erfahrung machen auch Lisbet und ihre Freundin Oda, die sich in „den Feind“ verliebten. „Wer soll denn hier in Norwegen schon etwas von uns wollen?“ dachten damals die Bewohner und schon waren sie da, die deutschen Soldaten, die sich genau dort niederließen, um die arische Rasse zu stärken. „Lebensborn“ nannte sich die Organisation der SS, die sich um den „erbgesunden“ Nachwuchs für das deutsche Volk kümmerte. Doch solch ein Schicksal hat niemand verdient, auch die beiden Freundinnen nicht. Sechzig Jahre später macht sich eine kleine Gruppe auf die Reise nach Norwegen zur Wahrheitsfindung auf …

    Schnell hat man sich, dank des flüssigen und bildhaften Schreibstils, eingelesen in die Geschichte und auch die Perspektivenwechsel fügten sich gut in die Story ein. Erschütternd war mal wieder der Rückblick auf Deutschlands braune Vergangenheit, doch anschaulich wurde auch klar gemacht, dass nicht alle schlecht waren. Ein rund herum gelungener Roman also, dessen einzige Kritikpunkte die vielen Zufälle, die immer wieder ineinandergreifen, sind. Das Buch wirkte stellenweise etwas konstruiert, was ich ein wenig schade fand. Dennoch habe ich mich – na, gut unterhalten ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck – sagen wir, wohlgefühlt und vergebe überzeugte vier von fünf Sternen verbunden mit einer Leseempfehlung. 

  11. Cover des Buches Hannah und ihre Brüder (ISBN: 9783746635095)
    Ronald H. Balson

    Hannah und ihre Brüder

     (122)
    Aktuelle Rezension von: micjule

    Ben Solomon ist betagt und hat nichts mehr zu verlieren, denn in seinem Leben hat er schon viel verloren. Als er bei einer Spendengala den berühmten Elliot Rosenzweig beschuldigt als ehemalicher SS-Offizier viele Menschen in den Tod getrieben zu haben, glaubt ihm natürlich niemand. Doch Ben findet eine mutige Anwältin, die ihn bei seinem Kampf unterstützt.

    Das Buch hat mich überrascht und gefesselt. Der Autor hat einen tollen Schreibstil, der mir vor allem durch seine bildhafte Erzählung sehr gefallen hat. Ich bin immer noch begeistert von dem Buch, auch wenn ich es schon vor einigen Wochen beendet habe.

    Die genaue geschichtliche Aufarbeitung ist das Beste an dem Roman, auch wenn mir natürlich auch die Protagonisten gut gefallen haben. Auch die Idee an sich ist wirklich toll und mal etwas Neues.

    Das Buch ist sehr emotional und hat mich wirklich bewegt, als ob die Geschichte wahr wäre und in gewisser Weise hat mich auch immer das Wissen verfolgt, dass der geschichtliche Background tatsächlich der Realität glich.

    Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen.

  12. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Großbritannien hat sich nach Brexit und Klimawandel abgeschottet, die Küste der Insel mit einer Mauer umgeben. Auf dieser patrouillieren die sogenannten Verteidiger. Junge Männer und Frauen werden für zwei Jahre zum Dienst auf der Mauer verpflichtet. In 12 Stunden- Schichten ist es ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass keine „Anderen“ über die Barriere und damit ins Land gelangen können, hauptsächlich mit Waffengewalt. Für Kavanagh, genannt Yeti, wird seine Einheit bald zur Familie und diese zu beschützen sein innerer Antrieb.

    Der Schreibstil liest sich sehr gut. Leider erfahre ich beim Lesen immer nur häppchenweise, welche Ereignisse genau stattfanden und welche Auswirkungen sie auf die Menschen und das Leben und den Rest der Welt hatten. Es bleiben viele offene Fragen.

    Doch Kavanaghs Geschichte ist recht abwechslungsreich, voller spannender und dramatischer Wendungen. Mich persönlich stört bei dieser Dystopie ein eindeutiges Ende oder zumindest eine Aussicht auf einen Abschluss der Handlung. Trotzdem wirkt die ganze Geschichte einigermaßen abgerundet und empfiehlt sich für Freunde tiefsinniger Literatur/Romane. Auch Deutschlehrer erhalten mit dem Werk sicher gutes Unterrichtsmaterial und Diskussionsgrundlage. Es ist definitiv keine leichte Kost.

  13. Cover des Buches Die Saat (ISBN: 9783453435186)
    Guillermo del Toro

    Die Saat

     (383)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

     Inhalt: New York, Flughafen. Eine Maschine aus Europa landet – und bleibt plötzlich stehen. Die Lichter gehen aus, nichts rührt sich mehr. Was ist geschehen? Ein Terroranschlag? Eine Seuche? Oder etwas ganz und gar Unvorstellbares ... Für Ephraim Goodweather, den Chef des New Yorker Seuchenpräventionsteams, ist es keine Nacht wie jede andere. Für die gesamte Menschheit ist es keine Nacht wie jede andere. In dieser Nacht kommt auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen eine gerade gelandete Maschine unvermittelt zum Stehen, der Pilot bricht den Funkverkehr ab, alle Lichter erlöschen. Goodweather trommelt seine Leute zusammen, und gemeinsam betreten sie das Flugzeug. Es bietet sich ihnen ein gespenstisches Bild: Die Passagiere sitzen aufrecht in ihren Sesseln und rühren sich nicht. Als Goodweather näher herangeht, bemerkt er bei allen einen kleinen Schnitt am Hals. Und er macht eine weitere unglaubliche Entdeckung: Die Passagiere leben – aber sie sind keine Menschen mehr ... Nein, es ist keine Nacht wie jede andere: In dieser Nacht beginnt der epische Kampf gegen das Böse, das gekommen ist, um New York zu erobern. Und nicht nur diese Stadt, sondern die ganze Welt. 

    Daten: Herausgeber: Heyne Verlag Sprache: Deutsch Gebundene Ausgabe: 528 Seiten ISBN-103453266390 ISBN-13978-3453266391 

    Meinung: Am Anfang habe ich mir gedacht, okay. Da wird ein Unwesen gejagt. Dann kamen die ersten Verwandelten und ich dich, ok, so ein Zombiebuch. Ich fand es etwas grausam und dann wurde ich überrascht, als ich erfahren habe, dass es Vampire sind. Wenn man sie tötet kommen kleine Würmer raus. Die Vampire haben auch einen Stachel. Vollkommen anders als andere Vampirebücher und deshalb auch so großartig. Kann das Buch nur jedem empfehlen.

  14. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.295)
    Aktuelle Rezension von: luluschi11

    Ich fand das Buch sehr gut, dafür dass ich keine Psychothriller mag. Es ist spannend geschrieben und das Besondere ist, dass es eine echte Geschichte ist. Sie öffnet einem ein Stück weit die Augen und die Bilder zwischen den Seiten sind sehr gut ausgewählt, um einen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus zu bekommen.

  15. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783746636337)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

     (521)
    Aktuelle Rezension von: mond_und_sterne

    Ich muss echt sagen, dass Buch hat mir sehr gut gefallen und hatte keinerlei Längen. Langweilig? Fehlanzeige.

    Es gab traurige, schöne und dramatische Passagen und alles unter der Kulisse des 2. Weltkriegs. Der Roman zeigt das Privileg des Friedens und das niemand aus dem Krieg unversehrt hervorgeht. 

    Romane wie dieser sind in so fern toll, dass man sich die Vergangenheit besser, realer vorstellen kann. Man bekommt einen Bezug zu ihr.


  16. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.277)
    Aktuelle Rezension von: sophiabooks

    Handlung: Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.

    Meinung: Jeder sollte die Handlung selbst erfahren, weshalb ich hier jetzt nicht unnötigerweise spoilern werde. Deshalb gebe ich hier nur meine Meinung wieder.
    Das Buch ist so herzzerreißend und es ist so unfassbar traurig. Allerdings finde ich, dass man bevor man es liest wirklich wissen sollte, dass dieses Buch so emotional ist, dass es vielleicht auch nicht für jeden etwas ist. Ich zumindest fand es extrem bewegend, aber eine Sache hat mich gestört. Der Autor versucht es so darzustellen, als wäre es in der Sicht eines neunjährigen Jungen geschrieben, andererseits wirken manche Kapitel so erwachsen, wie niemals ein Kind denken könnte. Dieser Schreibstil hat mich offen gesagt schon ziemlich gestört, da manches dadurch einfach unglaubwürdig wirkt.

  17. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.712)
    Aktuelle Rezension von: Lovely_Lila

    * Spoilerfreie Rezension! *

     ~ „Der Vorleser“ ist ein unterhaltsamer, tiefgründiger, interessanter Literaturklassiker, der zum Nachdenken anregt und mir trotz seiner langatmigen Passagen insgesamt gut gefallen hat. Wird das Buch als Schullektüre verwendet, sollte darauf geachtet werden, die ernsten Themen (NS-Vergangenheit, Schuld) altersgerecht aufzubereiten und auch die problematischen Aspekte der Geschichte (Altersunterschied in der Beziehung) nicht unter den Teppich zu kehren, sondern klar anzusprechen. Von mir gibt es jedenfalls eine Leseempfehlung! ~

     

    Inhalt

    Als Michael sich krankheitsbedingt übergeben muss, kommt ihm eine fremde Frau zu Hilfe. Von der Familie wird er zu ihr geschickt, um sich mit Blumen zu bedanken. Er ist 15 Jahre alt, sie ist 36 und wird seine erste Liebe / Affäre. Da sie selbst nicht lesen kann, liest er ihr jeden Tag aus Klassikern vor. Doch eines Tages verschwindet sie plötzlich. Jahre später sieht sie Michael sie unter unerwarteten Umständen wieder und erfährt, dass sie die ganze Zeit ein schreckliches Geheimnis hatte…

     

    Übersicht

    Einzelband oder Reihe: Einzelband
    Erzählweise: Ich-Erzähler, Präteritum
    Perspektive: männliche Perspektive
    Kapitellänge: sehr kurz

    Tiere im Buch: + Im Buch werden keine Tiere verletzt, gequält oder getötet.
    Triggerwarnung: NS-Zeit, Holocaust, Tod von Menschen, Beziehung zwischen einem Minderjährigen und einer Erwachsenen, toxische Beziehung, Gewalt
    Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): nicht bestanden!
     Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: ---

     

    Kurzrezension


    „Warum? Warum wird uns, was schön war, im Rückblick dadurch brüchig, dass es hässliche Wahrheiten verbarg?“ Seite 38

     

    „Der Vorleser“ gilt als literarischer Klassiker, den man gelesen haben muss, und als beliebte Schullektüre. Pflichtbewusst gekauft, verstaubte das Buch aber zuerst einmal 2 Jahre in meinem Regal, bis ich in den Sommerferien dieses Jahres endlich Lust darauf hatte. 

     

    Zuerst: Hat mir das Buch gefallen? Ja, durchaus! Aber ist es auch so großartig wie angepriesen? Da bin ich mir nicht so sicher. Auf meine hohen Erwartungen folgten zwar ein paar unterhaltsame, interessante und tiefgründige Lesestunden, aber leider auch Ernüchterung. Den ruhigen, unaufgeregten Schreibstil mochte ich, die philosophischen und moralischen Fragen, die immer wieder gestellt werden, haben mich zum Nachdenken angeregt, was mir ebenfalls gefallen hat. Aber Achtung: „Der Vorleser“ ist ein Literaturklassiker, der zwar viele (und vor allem: die richtigen) Fragen stellt, der aber keine klaren, einfachen Antworten liefert! 


    Die ernsten Themen (NS-Vergangenheit, Literatur, Schuld, Erwachsenwerden, erste Liebe, Analphabetismus) und ihre tiefgründige Ausarbeitung haben mich ebenso überzeugt wie die komplexen, glaubwürdigen Figuren (besonders Hanna ist sehr gut gelungen) und der sympathische, selbstkritische, nachdenkliche Protagonist. Teilweise ist diese Mischung aus Liebesgeschichte, Roman und Justizkrimi wirklich spannend geschrieben und es gibt einige unerwartete Wendungen. Aus feministischer Sicht fallen die starken, intelligenten, beruflich erfolgreichen Frauenfiguren positiv auf (besonders da der Roman 1995 erstmals erschienen ist), auch die Darstellung von Frauen als Täter·innen ist außergewöhnlich und bemerkenswert. Die Verfilmung, für die Kate Winslet sogar einen Oscar erhalten hat, werde ich mir auf jeden Fall noch anschauen! 


    Leider enthält das vielschichtige Buch aber auch sehr langatmige, zähe, handlungsarme Passagen, bei denen ich nur im Schneckentempo vorangekommen bin. Ich kann mir gut vorstellen, dass Schüler·innen hier die Geduld verlieren und das Buch abbrechen könnten. Außerdem könnten ihnen die teilweise recht expliziten sexuellen Beschreibungen unangenehm oder peinlich sein. 


    Doch wenn man sich die Frage stellt, ob dieses Buch als Schullektüre (für die Oberstufe, früher würde ich das Buch mit einer Klasse nicht lesen) geeignet ist, muss noch ein Punkt angesprochen werden: Hochproblematisch ist natürlich die toxische, teilweise sogar gewalttätige Beziehung / Affäre zwischen dem Minderjährigen Michael (15 Jahre alt) und der Erwachsenen Hanna (Mitte 30). Gesetzlich wäre so eine Beziehung zumindest in Österreich erlaubt, moralisch bleibt sie trotzdem mehr als fragwürdig, ist in meinen Augen sehr problematisch und grenzt für mich an sexuellen Missbrauch wegen der unterschiedlichen Lebenserfahrung und des Machtgefälles (das Hanna bewusst ausnutzt). Wenn das Buch in der Schule besprochen wird, sollte dieser Aspekt auf jeden Fall nicht ignoriert, sondern klar angesprochen und diskutiert werden. 

     

    Mein Fazit

    „Der Vorleser“ ist ein unterhaltsamer, tiefgründiger, interessanter Literaturklassiker, der zum Nachdenken anregt und mir trotz seiner langatmigen Passagen insgesamt gut gefallen hat. Wird das Buch als Schullektüre verwendet, sollte darauf geachtet werden, die ernsten Themen (NS-Vergangenheit, Schuld) altersgerecht aufzubereiten und auch die problematischen Aspekte der Geschichte (Altersunterschied in der Beziehung) nicht unter den Teppich zu kehren, sondern klar anzusprechen. Von mir gibt es jedenfalls eine Leseempfehlung!

     

    Bewertung

    Idee: 4 Sterne
    Inhalt, Themen, Botschaft: 4 Sterne
    Tiefe: 5 Sterne ♥
    Umsetzung: 3,5 Sterne
    Worldbuilding: 4 Sterne
    Einstieg: 4 Sterne
    Ende: 4 Sterne
    Schreibstil: 4 Sterne
    Protagonist: 4 Sterne
    Figuren: 5 Sterne ♥
    Spannung: 3 Sterne
    Tempo: 3 Sterne
    Wendungen: 4 Sterne
    Atmosphäre: 3 Sterne
    Emotionale Involviertheit: 4 Sterne
    Feministischer Blickwinkel: 4 Sterne
    Einzigartigkeit: 5 Sterne ♥


    Insgesamt:

    ❀❀❀,5 Sterne

    Dieses Buch bekommt von mir 3,5 Sterne! 

  18. Cover des Buches Karolinas Töchter (ISBN: 9783746632971)
    Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

     (104)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Karolinas Töchter ist ein Roman von Ronald H. Balson, einem Autor, der mich mit jedem Buch erneut begeistert.

     

    Zwei habe ich schon gelesen - nun habe ich die wahre Geschichte gelesen von einer Frau und deren Preis für das Überleben - in Romanform gepackt, extrem spannend und lebendig.

     

    Wir lernen Lena Woodward kennen, die ein Versprechen erfüllen möchte, welches sie vor vielen Jahren ihrer Freundin gab - Karolina. Mehr als 50 Jahre ist es her. Liam und Catherine ermitteln zum ersten Mal. In dieser Geschichte lernt man die beiden kennen, die mir mittlerweile ein lieb gewonnenes Duo geworden sind.

     

    Karolins Zwillingstöchter möchte Lena finden, die einst in Polen verschollen waren und bisher nicht wiedergefunden wurden. Warum aber nach so vielen Jahren ??? Wir gehen auch zurück in die Vergangenheit ins jüdische Ghetto und erleben alles noch einmal hautnah und lebendig. Die Geschichte Polens während des 2. Weltkrieges und die der Charaktere wird aufgerollt.

     

    Das es eine wahre Geschichte ist, macht das Ganze noch wirklicher - bringt Gänsehaut und geht emotional ans Herz. Wir lesen aus dem 2013 in Chicago und aus dem Jahr 1939 in Polen, wandeln zwischen den Zeiten, aber das ist nicht schwierig zu lesen, im Gegenteil, sehr vorteilhaft, um alles komplett zu verstehen. Lenas Vater kämpft gegen die Besatzungsmächte. Die Familie wird schließlich verhaftet, nur Lena nicht - die mit ihrer Freundin Karolina im Ghetto versucht zu überleben. Lena geht in den Widerstand und Karolina .... - nein, das verrate ich nicht - es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die man glaubt, sie ist ja auch wirklich passiert, aber bestimmt nicht nur einmal, ich denke, vielfach ist sie ähnlich geschehen. 2013 ist Lena eine alte Dame und sucht die Töchter Karolinas. Ob sie sie finden kann, auch das lasse ich mal offen, in jedem Fall ist das Buch extrem lesenswert - hat mich fasziniert und ich konnte es aufgrund seiner lebendig authentischen fesselnden Schreibweise nicht aus der Hand legen.

  19. Cover des Buches Abschied in Prag (ISBN: 9783453359598)
    Alyson Richman

    Abschied in Prag

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Prag in den 1930-er Jahren. Zwischen dem Medizinstudenten Josef und Lenka, einer Freundin seiner Schwester, bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Als die Zeiten für die jüdische Bevölkerung zunehmend unsicherer werden, heiratet das junge Paar, und bereitet mit den Eltern die Auswanderung nach Amerika vor.

    Durch unglückliche Umstände wird Josef von seiner Frau getrennt, und Lenka nach Theresienstadt deportiert. Ein ganzes Leben lang glaubt jeder der beiden Ehepartner, dass der andere den Krieg nicht überlebt hätte, bis sie sich 60 Jahre später in New York zufällig wiedersehen.


    Mit diesem Roman hat die Autorin ein wunderbares Buch über eine große Liebe in einer schrecklichen Zeit vorgelegt. Josef und Lenka sind von Anfang an die Sympathieträger, deren Schicksal sicher niemanden unberührt lässt, doch auch Eltern und Freunde werden sehr authentisch dargestellt. Als Leser nimmt man regen Anteil an den Repressalien, die das Leben der Juden in Prag immer unerträglicher macht. Berührend schreibt Alyson Richman von großen Zukunftsplänen, enttäuschten Hoffnungen, unfassbaren Grausamkeiten, aber auch von Hilfsbereitschaft, Loyalität, Durchhaltevermögen und der Macht der Liebe.

    Der Aufbau des Romans mit wechselnder Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen. Gefühlvoll, und doch in einer sehr eindringlichen Sprache lässt die Autorin ihre Leser am Unvorstellbaren teilhaben. Viele Details künden von intensiver Recherche, interessant auch die Rolle, die die Kunst in Theresienstadt als Zeichen des Widerstandes spielte.

    Die Handlung erschien mir von Anfang bis Ende sehr durchdacht und war logisch zu jedem Zeitpunkt gut nachvollziehbar. Packend erzählt, habe ich mich vom Strom der Ereignisse mitreißen lassen, und war vom Schicksal der hervorragend dargestellten Figuren sehr bewegt. Gerne gebe ich für diesen berührenden Roman die volle Punktezahl.

  20. Cover des Buches Die verbotene Zeit (ISBN: 9783453359215)
    Claire Winter

    Die verbotene Zeit

     (183)
    Aktuelle Rezension von: booksLOVEshare

    Ich liebe generationsübergreifende Familiengeschichten! „Die verbotene Zeit“ von Claire Winter ist daher genau nach meinem Geschmack. Die Geschichte beginnt 1975 in London mit Carla, die nach einem schweren Autounfall an Amnesie leidet und versucht, ihr Gedächtnis wieder zu erlangen. Schnell wird klar, die Journalistin war ihrem eigenen Familiengeheimnis auf der Spur und es gibt ein paar Gegenspieler, die nicht möchten, dass sie ihre Erinnerung rekonstruiert.

    Der zweite Handlungsstrang spielt zwischen 1933 und 1959 und erzählt die Geschichte von und um die beiden Freundinnen Dora und Edith, die in einer schwierigen Zeit erwachsen werden müssen und dabei mit einigen Schicksalsschlägen konfrontiert werden. Es geht um Klassengesellschaften, Verfolgung, Verzweiflung, Mut, Hilfsbereitschaft und wahre Liebe.

    Stück für Stück verbinden sich die Geschichten von Carla, Dora und Edith, bis am Ende die schockierende Wahrheit ans Licht kommt. Nicht alles davon ist unvorhersehbar, dennoch ist die Geschichte einfühlsam und spannend erzählt und lebt von den starken Charakteren.

    Generell habe ich mehr mit den Protagonisten der Vergangenheit mitgefiebert. Die Geschichte von Carla war mir stellenweise etwas zu klischeehaft, aber immer noch unterhaltsam. „Die verbotene Zeit“ von Claire Winter hat mir sehr gut gefallen und war sicher nicht das letzte Buch der Autorin auf meiner Leseliste. Ich vergebe vier von fünf Lesesternen.

     

  21. Cover des Buches Gott bewahre (ISBN: 9783453675971)
    John Niven

    Gott bewahre

     (354)
    Aktuelle Rezension von: Janko-Unchained

    Der britische Schriftsteller und ehemalige A&R diverser Plattenfirmen John Niven ist schon eine Marke. Seine satirischen Werke stecken voller bösartiger Tragödien, schräger Typen, sarkastischer Sprüche und vor allen Dingen viel, viel schwarzem Humor. Dafür wird er weltweit geliebt und gefeiert...und das absolut zu Recht, wie ich meine...

     

    John Niven - Gott bewahre

    (Heyne Hardcore)

     

    - skurrile und utopische Geschichte über Jesus Wiederkehr -

     

    Als Gott von einem 7-tägigen Kurzurlaub - was in etwa 400 Erdenjahren entspricht - in das Zentralbüro des Himmels zurückkehrt, ist auf der Erde nichts mehr so wie es einstmals war. Während der Allvater bei zwei Finger breit Whiskey und einem Joint den verpassten Geschehnissen der letzten Woche Aufmerksamkeit schenkt, sieht er sich zu seinem Entsetzen mit den Schrecken des 20. Und 21. Jahrhunderts konfrontiert. Da hat sein Sohn - wir kennen ihn alle (wenn vielleicht auch nicht persönlich) - während Gottes Abwesenheit ganze Arbeit geleistet. Jesus hat sich einfach nicht gut genug um die Menschen gekümmert. Nun gibt es Umweltsünden noch und nöcher, ein Loch ziert die Ozonschicht und die Moral der Menschheit ist, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Teufel gegangen. Also beruft Gott eine Konferenz der leitenden Heiligen Petrus, Matthäus, Andreas und Johannes ein und fährt anschließend mit seinem Sohn hinab in den 10. (!) Höllenkreis, um sich mit Satan höchstpersönlich zu treffen.

     

    Es sind stets intelligente, aber auch infame, teils gar räudige Gedankenkonstrukte, die John Niven, der im Jahre des Herrn 1966 das grelle Neonlicht des Kreißsaals in Irvine, Schottland erblickte, für seine Romane entwirft. Niven nimmt kaum einmal ein Blatt vor den Mund, sagt, was gesagt werden muss und bereut dabei nichts. So erhält der Leser auch Einblicke in die, zugegebenermaßen etwas skurrilen Machenschaften und Bestrafungen in der Hölle. Und der Schöpfer fragt sich völlig zu Recht: Wie konnte auf Erden alles so dermaßen aus dem Ruder laufen? Also beschließt Gott seinen Sohn Jesus Christus abermals auf die Erde zu schicken, um geradezurücken, was eigentlich nicht mehr geradezurücken ist.

     

    Im New York, des beginnenden 21. Jahrhunderts ist Jesus mittlerweile zu einem gutaussehenden, jungen Mann herangewachsen. Er teilt sich mit seinen beiden Bandkollegen Kris und Morgan ein Zwei-Zimmer-Apartment und wundert sich immer wieder über die Spezies Mensch, in all ihren sinnlosen Facetten. Von allen nur JC genannt, wird der Überlebenskünstler Jesus Christus in seinem Alltag auf Erden immer wieder von den Widrigkeiten des Lebens in einem Amerika der Neuzeit ausgeknockt. So landet JC im Knast, beim Pfandleiher, im Supermarkt-Container, feiert mit Freunden, raucht Joints, trinkt Bier, jamt mit ihnen auf der Gitarre und meldet sich bei "American Pop Star" an. Gemeinsam mit seinen Bandmitgliedern und ein paar Freunden begeben sie sich auf eine abenteuerliche, stets von Geldnot geprägte Reise durch ein herzloses, verruchtes und vom Mammon regiertes Amerika.

     

    Die 400 Seiten umfassende, skurrile und im Präsens verfasste Gesellschaftssatire "Gott bewahre" stammt aus dem Jahre 2011 und ist so richtig schön politisch unkorrekt. Sie ist eine fiese Persiflage, nein eher eine gerechte und gerechtfertigte Abrechnung mit der heuchlerischen Doktrin und dem dogmatischen Gehabe nahezu aller Religionen. Hier kriegt jeder sein Fett weg. Vom frauenunterdrückenden Ehemann, der burkatragenden Muslima bis zum heiligen Papst im Vatikan. Aber auch Politik, Wirtschaft, Musikindustrie und die Menschheit im Allgemeinen, die sich zum Sklaven ihres eigenen Systems gemacht hat, wird in die Mangel genommen. Das alles verpackt der schottische Autor John Niven, der heute in Buckinghamshire in der Nähe von London lebt, in warme Gewänder aus beißendem Sarkasmus, tiefschwarzem Humor und unliebsamen Wahrheiten, mit einem äußerst differenzierten und authentischen Blick auf das Weltgeschehen. In dem ständigen Perspektivwechsel zwischen JC, seinen Freunden, sowie der großartigsten Show der USA ever, geht es um Verantwortungsbewusstsein, (Un-)Moral, lächerliche TV-Formate oder besser gesagt Freakshows, Zusammenhalt, Altruismus, (Nächsten-)Liebe, positives Denken, aber auch um Machtmissbrauch, Skrupellosigkeit, Rassismus, Mobbing, Anmaßung, die bereits angesprochene Heuchelei der Kirche und ihrer Anhänger, sowie das herzlose Musik- und TV-Geschäft. "Gott bewahre", welches leider auch eine echt hartnäckige und ausladende Durststrecke in der Mitte aufweist, ist auch ein Wiedersehen mit dem übertrieben bösartigen, vor Sarkasmus triefenden Unsympathen Steven Stelfox, den man bereits aus "Kill Your Friends" und später auch vom Nachfolgewerk "Kill Em All" her kennt. Dem Roman, der im Prinzip aus drei locker miteinander verwebten Teilen besteht, fehlt es ein wenig an Flow und einem durchgehend roten Faden. In diesem Falle rettet Niven lediglich sein genialer Schreibstil über ein Desaster im literarischen Sinne hinweg, bis in einer beinahe autarken und lebensfrohen Gemeinschaft in Arizona, im wahrsten Sinne des Wortes, die Hölle auf Erden losbricht. 

     

    (Janko)

     

    https://www.instagram.com/johnjniven

     

    Brutalität/Gewalt: 33/100

    Spannung: 59/100

    Action: 49/100

    Unterhaltung: 80/100

    Anspruch: 26/100

    Humor: 23/100

    Sex/Obszönität: 22/100

     

    https://www.lackoflies.com - Wertung: 76/100

      

    John Niven - Gott bewahre

    Gesellschaftssatire

    Heyne Hardcore

    ISBN-13: 978-3-453-67633-6

    400 Seiten

    Taschenbuch

    Originaltitel: The Second Coming

    Aus dem Englischen übersetzt von Stephan Glietsch und Jörn Ingwersen

    Erscheinungstermin: 12.11.2012

    EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

     

    Weitere Formate:

    ISBN eBook epub: 978-3-641-05650-6

    Erscheinungstermin: 22.08.2011

    EUR 9,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

     

    ISBN Hörbuch CD (gekürzt), 6 CDs, Laufzeit: ca. 7h 40min: 978-3-8371-0912-2

    Erscheinungstermin: 22.08.2011

    EUR 19,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

     

    ISBN Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 7h 39min: 978-3-8371-1168-2

    Erscheinungstermin: 22.08.2011

    EUR 13,95 Euro [DE] inkl. MwSt.

     

    ISBN Hörbuch Download, Laufzeit: ca. 11h 19min: 978-3-8371-1031-9

    Erscheinungstermin: 22.08.2011

    EUR 20,95 Euro [DE] inkl. MwSt.

     

    "Gott bewahre" bei Heyne Hardcore: https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Gott-bewahre/John-Niven/Heyne-Hardcore/e414921.rhd

     

    Leseprobe: https://www.penguinrandomhouse.de/leseprobe/Gott-bewahre/leseprobe_9783453676336.pdf

  22. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (202)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Jodi Picoult gehört zu den Autorinnen, von denen ich nahezu alle Bücher besitze, aber bislang kaum etwas gelesen habe. Da mich ihr neuestes Werk „Bis ans Ende der Geschichte“ allerdings direkt angesprochen hat, wollte ich es sofort lesen und wurde nicht enttäuscht.

    Zwar muss ich zugeben, dass der Anfang sehr schleppend verlief, die Geschichte aber immer mehr in Schwung kam und mich danach in ein absolutes Gefühlschaos gestürzt hat, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen gelegt habe. Die Geschichte wird dabei sehr flüssig und eindringlich erzählt, die Dialoge sind mal melancholisch, mal humorvoll und mal erschreckend, aber immer sehr passend und glaubwürdig. Dazu muss man sagen, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat und über den zweiten Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Seiten erzählt. Gleichzeitig sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man diese zwar nicht zwingend ins Herz schließt, dafür aber sehr gut kennen lernt.

    Sage fand ich von Anfang sehr sympathisch und habe oftmals mit ihr mitgefühlt. Sie arbeitet als Bäckerin und hat nur mit sehr wenigen Menschen zu tun, da sie sehr menschenscheu ist und gleichzeitig den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss. Um den Tod zu verarbeiten, besucht sie seit einiger Zeit eine Trauergruppe und trifft dabei auf viele Gleichgesinnte, die ihr Mut machen. Besonders Josef, 93 Jahre alt, wächst ihr dabei ans Herz, allerdings lernt sie erst viel zu spät seine Vergangenheit kennen, denn diese ist sehr erschreckend und man kann zunächst gar nicht glauben, dass dieser gutmütige, alte Mann der Welt so viel Leid angetan hat.

    Josef war während des zweiten Weltkrieges in Auschwitz, hat eine Nazi-Vergangenheit und war an vielen Ermordungen an Juden beteiligt. Nun bittet er ausgerechnet bei Sage um Vergebung, was für sie nicht nur sehr schockierend ist, sondern auch einen persönlichen Bezug hat, denn Sage ist selbst Jüdin und ihre Großmutter musste selbst hautnah miterleben, wie sie und viele andere Menschen in Auschwitz behandelt wurden.

    Die Gespräche zwischen Sage und Josef waren hierbei sehr interessant, aber auch sehr erschreckend, sodass ich das ein oder andere Mal schlucken musste, denn die Autorin beschreibt die Geschichte sehr eindringlich und man fühlt sich, als sei man mittendrin. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Sages Großmutter, aber auch Leo finden einen Platz in der Geschichte, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Geschichte Leo tatsächlich gebraucht hätte, da er für mich zu unnahbar wirkte.

    Das Cover ist sehr schön gestaltet, fast schon neutral, konnte mich aber dennoch direkt ansprechen. Auch die Kurzbeschreibung hat mir sehr gefallen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

    Insgesamt hat Jodi Picoult mit „Bis ans Ende der Geschichte“ eine erschreckende Geschichte geschrieben, die in mir ein absolutes Gefühlschaos ausgelöst hat. Gleichzeitig hat die Autorin das Leben und das Leid in Auschwitz sehr gut recherchiert, sodass man hierbei eine sehr glaubwürdige und erschreckende Geschichte vorfindet. Ich kann es demnach nur empfehlen.





  23. Cover des Buches Solange die Hoffnung uns gehört (ISBN: 9783746632896)
    Linda Winterberg

    Solange die Hoffnung uns gehört

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Franzelin

    Es gibt Bücher, die sind einfach perfekt - und in meinen Augen ist dies eines davon 💖


    Es mag nicht der spannendste Roman sein, aber die Szenen werden so schön detailreich und mit jeder Menge Gefühl beschrieben, dass man einfach nur mitfühlen kann. 


    Es geht um eine Jüdin und die sogenannten Kindertransporte nach England in der Vorkriegszeit. Ich hatte vorher noch nichts von derartigen Kindertransportationen gehört, fand es deshalb also umso mitreißender. Ein großes Thema also, das sehr gefühlvoll beschrieben wird. Eine Mutter, die ihr Kind weg geben muss, sich als Jüdin verstecken muss und jede Menge Träume, die verloren gehen... 


    Ich dachte zuerst, es handle sich um eine übliche Kriegsgeschichte - es steckt aber so viel mehr dahinter. Die einzelnen Szenen sind so gut beschrieben, man erlebt sie als Leser sehr realistisch mit. Oder als säße man gerade im Kino und schaut einen großen tragischen Film. Ergreifend, berührend und aufwühlend - das beschreibt den Roman wohl am besten. 


    Auch die Charaktere sind extrem realistisch und sympathisch. Sie wachsen schnell ans Herz und wollen nicht mehr losgelassen werden. Und am Ende erfährt man sogar noch, dass sie auf echten Personen basieren. 

  24. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (168)
    Aktuelle Rezension von: BooksOfTigerlily

    Nachdem das Buch mir bei Instagram immer wieder aufgefallen ist und der Autor vor kurzem in der Nähe sein neues Buch vorgestellt hat, habe ich mir endlich sein Erstlingswerk zugelegt.

    Der Autor hat hier seine Familiengeschichte in Romanform gegossen und ich muss sagen, es ist ihm wirklich gelungen. Mich reizen Bücher zur deutschen Geschichte sehr und hier ist einiges aufbereitet; Christian Berkel bietet einen ungeschönten und authentischen Blick in seine eigene und unser aller Geschichte. Wo viele Vorfahren nur schweigen, erzählen Otto und Sala von Begebenheiten, wie sie sicherlich zuhauf vorgekommen sind.

    Die Charaktere sind tiefgründig und sehr menschlich dargestellt. Der Autor scheint hier nichts verklärt zu haben. Dabei werden nicht nur die Figuren beleuchtet, auch die Handlung ist ergreifend aufbereitet und bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Spannungsmomenten, historischem Background und Zwischenmenschlichem.

    Das Buch ist Anreiz für mich, mich mit meiner eigenen Familiengeschichte intensiver zu beschäftigen.

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