Bücher mit dem Tag "holland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "holland" gekennzeichnet haben.

349 Bücher

  1. Cover des Buches Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers (ISBN: 9783789147470)
    Tanya Stewner

    Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Miss_Nimmersatt

    Die Handlung des Buches finde ich sehr inspirierent und toll. Die Charaktere ( Alea, Lennox, Sammy, Ben, Tess, Marianne) waren  sehr sympathisch😊 Meine Lieblingscharaktere: Alea & Sammy

    Meinung:

    Gut fand ich, das Thema Meer, aber auch, dass Freunde eines der wichtigsten Dinge im Leben sind. 

    Der Schreibstyl war verständlich, die Spannung war auf jeden Fall. Geeignet für die Zielgruppe ist ,, Alea Aquarius" auch👍 Ich stehe zum Thema Umwelt, und schätze dies. Der Eindruck hat mir insgesamt sehr gefallen. 

    Fazit:

    Ich empfehle ,,Alea Aquarius" weiter. 

  2. Cover des Buches Out of the Shallows - Herzsplitter (Deutsche Ausgabe) (ISBN: 9783548286914)
    Samantha Young

    Out of the Shallows - Herzsplitter (Deutsche Ausgabe)

     (183)
    Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreams

    Es ist sehr schade,

    aber der zweite Band der INTO THE DEEP Dilogie hat mir noch weniger gefallen,

    als der erste Teil.


    Nach dem Happy End im ersten Band sind Jake & Charly nicht mehr ganz so happy.

    Ihre Beziehung wird von Charlys Familie weiterhin verachtet,

    und nach einem unglücklichen Ereignis fügt sich Charlie ihrem Schicksal

    und stößt Jake von sich.

    Wie und warum genau, werden durch Rückblenden aufgearbeitet.


    Der Verlauf und die Aussage dieses zweiten Bands haben mich einfach nur wütend gemacht.

    Seine Träume aufgeben, weil anderen, hier der Familie, etwas nicht in den Kram passt?

    Wo ist die starke, ehrgeizige und felsenfest entschlossene Charly hin?


    Und auch Jake war mehr ein Nebenprotagonist statt mittendrin dabei.


    Große Gefühle? Rosarote Brille? Schmetterlinge im Bauch?

    Fehlanzeige.


    Leider fehlte der Story auch der rote Faden.

    Die erneuten Zeitsprünge, vor und zurück,

    machten die Handlung zudem sehr unübersichtlich.


    Mein Fazit:

    Nicht nur eine unnötige Fortsetzung,

    sondern leider auch eine Geschichte,

    die, meiner Meinung nach, eine falsche Botschaft vermittelt.

    Das war ein Satz mit X …


    Aus Mitleid mit den Hauptprotagonisten und wegen des angenehmen Schreibstils,

    gibt es von mir ...


    2 Sterne.

  3. Cover des Buches Weil es Liebe ist (ISBN: 9783958183629)
    Christina Lauren

    Weil es Liebe ist

     (185)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Holland Bakker ist Mitte Zwanzig und jobbt eher erfolglos als T-Shirtverkäuferin. Eigentlich wollte Sie Schriftstellerin werden, doch sie hat schon lange kein Wort mehr zu Papier gebracht. Täglich freut sie sich darauf den genauso attraktive wie talentierte Straßenmusiker Calvin zu treffen, das sie dafür einen Umweg macht interessiert sie nicht. Doch dann teilt sie nicht nur die Wohnung mit ihm....

    Eine süße Liebesgeschichte mit vielen Missverständnissen, Geheimnissen und eine Anziehungskraft die keinen loslässt. Holland und Calvin zieht es zueinander und gehören zusammen. Holland ist schon ein sehr interessanter Name und sie lässt einen genau wissen warum sie so heißt und so manche Witze bekommt man zu hören. Sie ist ein süßes Mädchen, jung und hat keine Ahnung was sie mit ihrem Leben anfangen sol. Calvin ist am Anfang kein Kerl, den ich mögen würde, doch schnell zeigt er sein wahres ich. Dadurch mag ich ihn schon eher. Die Geschichte hat keine wirklichen Überraschungen, die einen umhauen. Eine Geschichte mit Happy End, genau das was man ab und zu mal braucht.

  4. Cover des Buches Die Suche (ISBN: 9783548287362)
    Nick Louth

    Die Suche

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Protagonist dieses Thrillers ist Max Carver, der nach Amsterdam reist, um seine Freundin Erika zu besuchen, die eine anerkannte Expertin für Malaria ist und auf einem Forum einen Vortrag zu einer faszinierenden Innovation im Kampf gegen Malaria halten soll...::::: Schon auf dem Flug nach Holland ereignet sich ein seltsamer Zwischenfall und kurz vor ihrem Vortrag ist Erika plötzlich spurlos verschwunden...… Zudem erkranken nacheinander mehrere Personen in Amsterdam an einem Malaria-Erreger, der durch Moskitos übertragen wird.... 

    Max begibt sich in der Folge auf die verzweifelte Suche nach seiner Freundin und gerät dabei in einen Strudel tödlicher Ereignis.....Nachdem auch Erikas Laptop verschwunden ist, findet Max, der Kunstaussteller ist und früher bei der Marine war, eine erste Spur..... Unterstützung bekommt er dabei von mehreren Personen, wie Lisbeth, die ein bisschen überdreht ist, aber mir dennoch sehr gut gefallen hat und mit Max ein gut funktionierendes Duo bildet......Da er allerdings zu großen Teilen auf einige Faust ermittelt, ohne Zustimmung der Polizei, macht Max sich nicht nur Freunde und gerät selbst schnell in die Bredouille..... 

    Gleichzeitig wird man mit Erikas Vergangenheit in Form ihres Tagebuchs vertraut gemacht,..... Dieses war Anfang der Neunziger auf einer Expedition für einige Zeit in Afrika, dort unter anderem in Gefangenschaft von Guerilla-Kämpfern und hat einige schreckliche Dinge erlebt und mitgemacht....

    Man taucht in viele unterschiedliche Standpunkte in diesem Thriller ein, unter anderem in die Interessen der Pharmaindustrie bei der Malaria-Bekämpfung, aber auch in Widerstandskämpfe Afrikas.... 

    Man kann diesen Thriller auch zu großen Teilen als Wirtschaftsthriller bezeichnen, der explizit die Strategien von Pharmaunternehmen im Kontext von Schutzmaßnahmen gegen Malaria darstellt..... Das fand ich teilweise ein bisschen zu viel, wird aber gut erklärt, genauso, wie die medizinischen Aspekte bezüglich der Malaria-Übertragung.....

    Insgesamt ist der Thriller auch sehr actionreich und die Kämpfe gegen Max Widersacher werden blutig beschrieben.... Dennoch zieht sich die Suche von Max meiner Meinung nach ein wenig zu lang....

    Die letzten 5 Kapitel entschädigen aber dafür, denn die verschiedenen Handlungsstränge werden gut zusammengeführt und die Identifizierung der wahren Identität der im Thriller zu erst auftauchenden Person hat mich wirklich aus den Socken gehauen und positiv überrascht.... Deshalb kann ich mich zu 3,75 Sternen durchringen und runde auf 4 Sterne auf! 

    Zu empfehlen meines Erachtens nach für diejenigen, die Interesse an der Krankheit Malaria bzw. entsprechenden Entstehungsfaktoren und medizinischen Aspekten in dieser Hinsicht, Wirtschaftskriminalität, pharmazeutischen Zusammenhängen und einer actionreichen Verfolgungsjagd haben....

  5. Cover des Buches Die andere Hälfte der Hoffnung (ISBN: 9783426304839)
    Mechtild Borrmann

    Die andere Hälfte der Hoffnung

     (76)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    In "Die andere Hälfte der Hoffnung" werden eigentlich drei Geschichten parallel erzählt. Die eines Mädchens, welches aus den Fängen eines Menschenhändlers entkommt und bei einem Bauern Unterschlupf findet, die eines Polizisten, der zwei Mädchen sucht und sich auf die Spur der Menschenhändler begibt und die einer Mutter eines der verschwundenen Mädchen, die ihre Lebensgechichte in der Ukraine erzählt.

    Zwei der drei Geschichten gefallen mir richtig gut. Dem Polizisten konnte ich sehr gut folgen und ich fand es spannend, wie der Menschenhändlerring gejagt wurde und auch der Polizist kommt mir sehr sympatisch rüber.

    Auch die Geschichte der Mutter berührt mich, sie schreibt ihre Lebensgeschichte auf. Sie hat 1986 In der Nähe von Tschernobyl gelebt. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt.

    Leider gefällt mir die Geschichte von dem Mädchen, was fliehen kann nicht so gut.  Deswegen vergebe ich "nur" vier Sterne.

  6. Cover des Buches Todeskampf (ISBN: 9783442477906)
    Michael Robotham

    Todeskampf

     (159)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch
    Eine Freundschaft die immer hält? Bei der nach Jahren der Kontaktlosigkeit immer noch alles so ist, wie es vorher einmal war? Diesen Wunsch hat Alisha Barba, als sie sich zu ihrem Klassentreffen aufmacht und sich dort mit ihrer damaligen besten Freundin verabredet hat. Jahrelang hatten die beiden Frauen keinen Kontakt und Ali hofft, dass alles so ist, wie es früher war, dass sie ihren Siamesischen Zwilling wieder gefunden hat. Denn Alis Freundin hat Probleme und ist der festen Überzeugung, dass nur Ali ihr dabei helfen kann. Doch noch bevor sie davon erzählen kann, werden sie und ihr Mann Opfer eines Verkehrsunfalls und Ali macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis, dass ihrer Freundin so am Herzen lag… Nicht nur die Geschichte klingt spannend, sie ist es auch. Ich fand Alisha total sympathisch und ihre Art mit Ruiz umzugehen und das Vertrauen, dass die beiden in den jeweils anderen haben finde ich wirklich bemerkenswert. Es ist ein Buch, dass dir zeigt, dass du nicht immer das machen solltest, was richtig ist, sondern man auhc mal gegen den Strom schwimmen kann, ein super Job-Angebot ausschlagen kann und noch vieles mehr. Für mich persönlich war das Buch auf jeden Fall super spannend und hat mir eindeutig besser als Amnesie gefallen. Ich fand die Kapitellänge in Ordnung und auch die Struktur des Buches war gut aufgebaut. Die Kapitel ergaben Sinn und haben Spannung erzeugen können. Obwohl das Buch wirklich spannend war, haben mir ein paar Thriller-Elemente gefehlt. Es war nicht unbedingt so, dass ich mich geekelt habe oder dachte „das gibt’s doch gar nicht“. Neben der Spannung und den vielen Erleuchtungen fand ich, dass Robotham wirklich wichtige und schwierige Themen wunderbar in die Story mit eingebettet hat. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er auf die Missstände der Welt aufmerksam machen wollte, aber er hat es torztdem getan – zumindest für einen kleinen Teil. Des weiteren hat mir die Vielschichtigkeit der Handlungorte sehr gut gefallen, sowie die Einblicke in die Privatleben der Ermittler. Schade fand ich dabei aber, dass der Ort nicht genannt war. Hatte man das Buch eine Zeit an der Seite liegen musste man sich erst wieder reinfinden um zu wissen, an welchem Ort das Buch gerade spielt. Das ist aber wirklich nicht so schlimm. Was ich persönlich, aber etwas schade fand war, das Joe O’Loughlin diesmal nicht dabei war. So standen zwar Alisha und Ruiz im Vordergrund, aber ein paar schräge Gedanken von Joe, hätten den beiden sicher auch geholfen. Alles in allem fand ich das Buch aber total gelungen und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.
  7. Cover des Buches Bonuskind (ISBN: 9783958903913)
    Saskia Noort

    Bonuskind

     (102)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    Bonuskind

    Herausgeber ist  Europa Verlag; 1. Edition (29. Juli 2021) und hat 272 Seiten.

    Kurzinhalt: Die 15-jährige Lies wacht eines Morgens mit dem starken Gefühl auf, dass ihrer Mutter Jet etwas passiert ist. Ihr Bett ist unberührt, sie hat ihr Handy zurückgelassen und sie bleibt spurlos verschwunden. Der Vater – in einer neuen Beziehung mit der jüngeren Laure lebend – deutet die kommentarlose Abwesenheit seiner Ex als einen willkommenen Beweis ihrer psychischen Instabilität und ihrer Unfähigkeit, sich um die Kinder zu kümmern. Sie hätte die Scheidung niemals überwunden und beschlossen, zu verschwinden. Lies ist sich jedoch sicher, dass die Mutter sie niemals im Stich gelassen hätte. Auf eigene Faust versucht sie herauszufinden, was passiert ist. Dabei findet sie ein Tagebuch mit beunruhigenden Details aus dem Liebesleben der Mutter: Auf der Suche nach Trost, nachdem ihr Mann sie für eine Jüngere verlassen hat, hatte sich Jet im Labyrinth einer geheimen toxischen Beziehung verfangen. Wird Lies die Wahrheit über das unheimliche Verschwinden ihrer Mutter aufdecken und damit die Erklärungen der Erwachsenen Lügen strafen?

    Klug konstruierte Geschichte mit einem mehr als erstaunlichen Ende. Entführt den Leser in den Gefühls- und Gedankenkosmos einer unabhängig denkenden Jugendlichen, die sich als die Erwachsenste in dieser Ansammlung voller über sich selbst und das Leben stolpernder Charaktere erweist. Ein Buch über die Mechanismen scheiternder Beziehungen, über die Schwierigkeit der Erwachsenen mit der Wahrheit und vor allem eine mitreißende Coming-of-Age-Geschichte.

    Meine Meinung: Ich war etwas überrascht, denn bei dem title hatte ich mir doch etwas anderes vorgestellt. Ich hebe mich nach ein paar Kapiteln an die rauhe Sprache der Autorin gewöhnt. Lies war irgendwie sympathisch, aber manchmal hätte ich mir eine andere Vorgehensweise gewünscht. Irgendwie war es manchmal nicht so richtig nachvollziehbar. Dass sie der Sache mit ihrer Mutter auf den Grund gehen will, finde ich toll. Das Tagebuch der Mutter ist ein gutes Beweisstück, denn dort wird sehr emotional und ausführlich beschrieben, warum sie von dem Mann so abhängig war. Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht. Aber insgesamt klug konstruiert.

    Mein Fazit: Nicht schlecht, ich habe es dann sehr gern gelesen, als ich mich an die derbe Sprache gewöhnt habe. Ich vergebe 5 Sterne und bin mir noch nicht schlüssig, warum es den Titel Bonuskind hat, denn es stimmt nicht so mit dem Inhalt überein. Aber ich kann es jedem empfehlen.

  8. Cover des Buches Die amerikanische Prinzessin (ISBN: 9783806234824)
    Annejet van der Zijl

    Die amerikanische Prinzessin

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    Annejet van der Zijl wurde am 6. April 1962 in Leeuwarden, Niederlande geboren. Sie studierte Massenkommunikation und Journalismus in Amsterdam und London. Im Jahr 2000 erschien ihr erstes Buch "Jagthust", über eine baufällige Villa, die in den sechziger Jahren ein Treffpunkt für viele Künstler und Dichter war.
    Mit ihrem vierten Buch "Bernhard - a hidden history", einer Rekonstruktion des unbekannten frühen Lebens von Prinz Bernhard von Lippe-Bielefeld, dem deutschstämmigen Ehemann der niederländischen Königin Juliana, promovierte van der Zijl in Geschichte an der Universität von Amsterdam.
    Ihre Bücher wurden für mehrere historische und literarische Preise nominiert und 2011 erhielt Annejet van der Zijl den M.J. Brusse Award for Best Journalism.
    Sie lebt mit ihrem Mann, einem Journalisten, in Amsterdam.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Lovelybooks):
    Am 13. April 1927 geht Allene Tew im Hafen von New York an Bord der Mauretania. Sie lässt ein Leben hinter sich, das ihr alles geschenkt hatte, wovon sie als junges Mädchen vom Land einst träumte: Wohlstand, Ansehen, Mutterglück und die Liebe ihres Lebens. Fast alles hat sie wieder verloren. ›Die reichste und traurigste Witwe der Stadt‹ nennen die Klatschspalten Allene. Doch an diesem Tag bricht sie auf in eine neue Welt. In Europa wartet auf sie eine zweite Heimat, eine Zukunft als wahrhaftige Prinzessin, russische Gräfin und Patentante von Königin Beatrix.

    Das Buch ist flüssig geschrieben und liest sich wie ein Roman.
    Nach einem interessanten Beginn ergeht sich die Autorin leider immer mehr in die Beschreibungen des Lebens der Schönen und Reichen New Yorks zu Beginn der 20er Jahre.
    Das Leben der "amerikanischen Prinzessin" Allene Tew war durchaus abwechslungsreich und bewegt, es hat mich allerdings nicht sehr beeindruckt. Obwohl sie aus bescheidenen Verhältnissen stammte, gelang es ihr durch die Heirat mit einem reichen Erben in die Upper-Class aufzusteigen. Sie war ohne Zweifel eine kluge Frau und wurde auch von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont. Aber durch ihren Reichtum fiel es ihr doch um einiges leichter, ihrem Leben immer wieder eine neue Richtung zu geben. 
    Deswegen habe ich ihre Lebensgeschichte auch mit etwas gemischten Gefühlen gelesen. Mit vielen Millionen auf dem Konto fällt es doch bedeutend leichter, eine starke Frau zu sein.

    Fazit:  Ein bewegtes und abwechslungsreiches Leben - besonders beeindruckt hat es mich aber nicht






  9. Cover des Buches Mord auf Vlieland (ISBN: 9783426524893)
    Jan Jacobs

    Mord auf Vlieland

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Für seinen ersten Krimi um die Protagonistin Griet Gerritsen, eine eigenwillige Kommissarin mit recht sperriger Persönlichkeit, mit der sie sich nur allzu oft selber im Wege steht, hat sich der Autor einen Ort ausgesucht, den man zunächst einmal nicht in Verbindung bringt mit düsteren Kriminalfällen: die – wie es der Titel bereits verrät – holländische Insel Vlieland, die zweitkleinste der fünf bewohnten Westfriesischen Inseln mitten im Wattenmeer, ein Paradies für Naturliebhaber mit einer ausgedehnten Dünenlandschaft, dem Vliehors, auch „Sahara des Nordens“ genannt, sowie einer für die nur zwölf Kilometer lange Insel beachtlichen Waldfläche.

    Dass die vordergründig idyllische Insel Rätsel, gar dunkle Geheimnisse birgt, wird der Ermittlerin „auf Bewährung“, deren neuer Chef nur auf einen – erneuten! - Fehler ihrerseits wartet, um sie endgültig kaltzustellen, schnell klar, nachdem sie mit ihrem Team, dem sympathischen und äußerst gelassenen Kollegen Pieter und der jungen Noemi, die mit ihrem Übereifer und ihrer eigenmächtigen Unbedachtheit – darin Griet nicht unähnlich – ein potentielles Risiko darstellt, auf der Insel angekommen ist, um den Tod des augenscheinlich höchst geachteten Vlieland-Bürgers und Hoteliers Vincent Bakker zu untersuchen.

    Niemand allerdings möchte so richtig trauern um den feinen Herrn, dem da so unzeitig der Garaus gemacht wurde – was nur allzu verständlich ist, wie Griet und ihre ungewöhnlich kleine Ermittlereinheit sehr bald feststellen. Der Ermordete war nämlich alles andere als ein Ehrenmann und nicht wenige hätten Grund genug gehabt, ihn ins Jenseits zu befördern!

    Es ist nicht leicht, Licht ins Dunkel zu bringen, aber Griet ist nicht nur unkonventionell-eigensinnig, sondern auch zäh und furchtlos und außerdem, wie der Leser sich im Laufe der Handlung überzeugen kann, eine sehr fähige Kriminalistin mit glasklarem Verstand und beträchtlichen deduktiven Fähigkeiten. Dass sie nach all den persönlichen Unbillen in ihrem Leben, über die der Leser ansatzweise in Kenntnis gesetzt wird, immer noch so hervorragend funktioniert, nimmt fast wunder!

    Nach einigen Rückschlägen und einer falschen Fährte kommt ihr schließlich Freund Zufall oder das kleine Quäntchen Glück, für das auch die gewieftesten Kommissare dankbar sind, zu Hilfe und sie beginnt, das Geflecht aus Geheimnissen, Halbwahrheiten und ganz offensichtlichen Lügen zu durchschauen und am Ende den Mord an dem, wie man ihr zu Anfang glauben machen wollte, geachteten Hotelbesitzer aufzuklären, dessen Wurzeln, so viel darf verraten werden, weit in die Vergangenheit zurückreichen....

    Die Lösung des Falles, der im Mittelpunkt des spannenden Krimis steht, bei dem auch die menschliche Komponente nicht zu kurz kommt und der zu meiner Genugtuung wunderbar ohne detailliert beschriebene blutige Szenen, die ich ohnedies grundsätzlich für überflüssig halte, auskommt, war letztendlich nicht unbedingt überraschend. Sie zeichnete sich ganz allmählich ab, so wie sich der gesamte Kriminalroman allmählich und gemächlich und ohne Knalleffekte ( auch überflüssig! ) entwickelte. Was aber die Kommissarin mit ihrem Wissen machte, das ist wirklich ungewöhnlich, das ist etwas, das nicht zu erwarten war, aber sehr stimmig ist, haargenau passt zu ihrer nicht alltäglichen, keinerlei Stereotypen entsprechenden Persönlichkeit. Und damit geht sie tatsächlich einmal konform mit dem, was unausgesprochen von ihr erwartet wird – und dies von oberster Stelle!

    Griets Handlungsweise befriedigt also am Ende doch noch - auch wenn man sie vielleicht nicht durchgängig verstehen kann - wie das die gesamte Geschichte tut. Nicht nur überzeugt der Fall an sich, der so logisch und mit Bedacht aufgebaut ist, und in dem der Autor eine Reihe von Akteuren auftreten lässt, die authentisch sind, denen man auch im wirklichen Leben ohne weiteres begegnen könnte, die sich so verhalten, wie das normale Menschen nun einmal tun, sondern er passt sich darüber hinaus harmonisch - wenn man diesen Begriff bei einem Krimi überhaupt verwenden kann -  ein in die vom Autor so ansprechend-intensiv geschilderte Watteninsel, wobei er den Leser gleichsam mitnimmt, ohne dass diese durch die geschilderten Ereignisse ihren Zauber verliert und zu einem Ort wird, den man am liebsten meiden möchte. Sie bleibt seltsam unberührt, unbefleckt von all dem Unguten, das auf ihr geschehen ist!

    Alles passt an diesem Kriminalroman, nichts stört die Harmonie seiner Komposition. Und wenn der Autor sich obendrein noch immer wieder der holländischen Sprache bedient, indem er Wörter oder ganze Sätze einflicht, über deren Bedeutung man nicht lange zu rätseln braucht – dann ist das sozusagen das Tüpfelchen auf dem „i“, dann hat man mitunter schon das Gefühl, etwas mehr zu sein als nur Leser oder Zuschauer, sondern vielmehr ein winzig kleiner Teil der Handlung selbst - und der schönen Insel in der rauen Nordsee natürlich auch!

  10. Cover des Buches Schnick, schnack, tot (ISBN: 9783846600290)
    Mel Wallis De Vries

    Schnick, schnack, tot

     (65)
    Aktuelle Rezension von: MiasWonderBooks

    Wer hat die blonde, schöne Zicke Kiki umgebracht?

    Das Buch war anders als erwartet, es ist sehr locker und leicht und dementsprechend wenig anspruchsvoll geschrieben, aber dadurch wird es nicht weniger gut rüber gebracht. Die Gedanken der einzelnen Charaktere sind so wirklich gut nachzuvollziehen und die Idee von "Naja, das klingt aber schon sehr hochgestochen für einen 17-jährigen" kommt gar nicht auf.

    Teilweise schwierig finde ich die zehn Sichten oder wie viele das auch immer waren... ich habe es als eBook gelesen und da hat es 212 Positionen, das ist schon wenig und wenn sich die Sicht dauernd wechselt. Holy, ich wusste am Ende bei ein paar wenigen wirklich wer wer genau ist. Natürlich haben sie auch nur ganz pregnante Charaktermerkmale, deshalb muss man die eigentlich nur schnell dem Namen zuordnen.

    Aber durch diese ganzen Sichtwechsel hat jeder irgendetwas zu verbergen, das in Kikis Todesnacht passiert ist - und verwirrend und spannend für den Leser: wer hat wirklich etwas damit zu tun und wer war es? Oder war es doch ein kleines Gemeinschaftsprojekt?

    Ich fand es an sich ziemlich gut, die Auflösung hätte wirklich mal etwas länger seien können... das kam alles so abrupt. Nach dem Motto: oh blöd gelaufen, tschüüüss... etwas schade und das tut dem Buch auch nicht gut.
    Gleichzeitig ist es für mich auch nichts wahnsinnig besonderes.

  11. Cover des Buches Henning flieht vor dem Vergessen (ISBN: 9783938295748)
    Hilda Röder

    Henning flieht vor dem Vergessen

     (38)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Ein mitreißendes und hochemotionales Buch über das Leben und das Sterben: Henning ist 68, als er die Diagnose Alzheimer bekommt. Für ihn steht schnell fest, dass er sich nicht zu Tode pflegen lassen will und er erkundigt sich über Sterbehilfe (die in den Niederlanden in bestimmten Fällen erlaubt ist). Da auf einer wahren Begebenheit basierend, ist die Geschichte umso dramatischer: Henning erfährt als Jugendlicher die ganze Grausamkeit dieser Krankheit - sein Großvater leidet und stirbt daran. Doch das ist nicht alles, was das Leben an Schlimmem zu bieten hat, er verliert  noch einige liebe Menschen auf dramatische Weise. Das bringt ihn auch dazu, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Das Buch ist spannend und mit allerlei Erinnerungen gespickt, wird er den letzten Schritt gehen? Ein sehr nachdenklich machendes Buch und man stellt sich unweigerlich die Frage: Was wäre wenn? Nun da es in Deutschland keinerlei Möglichkeit gibt, begleitet aus dem Leben zu scheiden, wird das Thema Patientenverfügung auf einmal sehr wichtig und hochaktuell. Denn wer weiß schon, wann es soweit ist?
  12. Cover des Buches Erinnerungen aus Glas (ISBN: 9783963621895)
    Melanie Dobson

    Erinnerungen aus Glas

     (80)
    Aktuelle Rezension von: alenadesi

    Vier Freunde, deren Jugend durch die Ereignisse des zweiten Weltkrieges schnell beendet ist. Ein Krieg, der Tausende das Leben kostet. Josie, Eliese, Samuel und Klaas. Ganz unterschiedlich werden die vier durch den Krieg geprägt. Wem kann man in diesen Zeiten noch vertrauen? Wer ist Freund? Wer Feind?

    Auch in der Gegenwartsgeschichte ist es spannend: Was haben die Ereignisse aus der Vergangenheit mit Ava‘s Leben zu tun? Was hat ihre Familie schreckliches getan, dass sie oder sonst jemand keinesfalls jemals erfahren darf? Zur Handlung möchte ich auch gar nicht mehr verraten, als im Klappentext steht, damit es spannend bleibt.

    Es ist äußerst spannend, die Verwebungen aus Vergangenheit und Gegenwart zur verstehen. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen, wenn man einmal darin abgetaucht ist.

    Gekonnt nimmt die Autorin ihre Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Es ist spannend und fesselnd und an vielen Stellen unglaublich traurig, was sich vor ein paar Jahrzehnten tatsächlich so ereignet hat. Ich finde es wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern, damit sich solch schreckliche Ereignisse nie wieder wiederholen. Es ist unfassbar, davon zu lesen, wie unschuldige Menschen ihr Leben lassen müssen, aus reiner Boshaftigkeit und Schadenfreude durch andere. Und noch erschreckender, wie einfach die Morde durch Vergaßungen möglich waren. Die Machtlosigkeit der Menschen lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

    Fazit: Die Handlung ist gut durchdacht, teilweise komplex. Die Fäden aus Vergangenheit und Gegenwart werden gekonnt zusammen gesponnen. Klare Leseempfehlung für gemütliche Lesestunden!

  13. Cover des Buches Das Wesen der Dinge und der Liebe (ISBN: 9783833309892)
    Elizabeth Gilbert

    Das Wesen der Dinge und der Liebe

     (128)
    Aktuelle Rezension von: elisaking

    Dieser Roman war ein Zufallsfund – und was für einer. Ich habe ihn als Hardcover aus eine Bücherkiste gezogen, hatte keine großen Erwartungen und habe ihn dann geradezu verschlungen. Einzig ein ziemlich großer Zeitsprung hat zunächst etwas irritiert – andererseits hätte die Autorin sonst auch unmöglich alles in zwei Buchdeckeln unterbringen können. Unterm Strich ein großartiges Leseerlebnis und eine fantastische Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Kopfkino!  

  14. Cover des Buches Unter den Menschen (ISBN: 9783866482807)
    Mathijs Deen

    Unter den Menschen

     (31)
    Aktuelle Rezension von: monchichi.

    Der Stil las sich gut und passt zur nordischen Kulisse: Spröde und schlicht (dabei trotzdem manchmal tiefsinnig und poetisch). Leider blieben mir die Figuren aber bis zum Schluss irgendwie fern. Man hat den Eindruck, außen vor zu bleiben und nie so ganz in ihr Gefühlsleben eingeweiht zu werden – was natürlich auch seinen Reiz haben kann, mich hat es aber eher unbefriedigt zurück gelassen. Die Handlungen wirkten oft schwankend und sprunghaft, was ja zu den Charakteren passt, die beide ein bisschen seltsam sind und nicht wirklich Halt im Leben finden, das hatte aber auch den Effekt, dass man sich als Leser nie so ganz auf sie einlassen konnte. Schade, aber vielleicht auch nur Geschmackssache!

  15. Cover des Buches Sommerhaus mit Swimmingpool (ISBN: 9783462044980)
    Herman Koch

    Sommerhaus mit Swimmingpool

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Stellaris

    Ein hipper Amsterdamer Hausarzt lässt sich auf private Kontakte mit einem seiner Patienten und dessen Familie ein. Nach einem gemeinsamen Urlaub ist für beide Familien nichts mehr so wie es vorher war.

    In diesem Roman geht es um menschliche Gefühle aller Art sowie um Handlungen, die tief in das eigene Leben und das Leben anderer eingreifen. Mir ist die Geschichte phasenweise "richtig an die Nieren" gegangen. Verstörend, ekelig... Dennoch war ich nicht in der Lage dieses Buch aus den Händen zu legen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Hermann Koch hat es grandios geschrieben; der Schreibstil gefällt mir sehr gut.

    Eine klare Leseempfehlung meinerseits!

  16. Cover des Buches Die Tote in der Gracht (ISBN: 9783426524909)
    Jan Jacobs

    Die Tote in der Gracht

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Melanie-Schultz

    DIE TOTE IN DER GRACHT von Jan Jacobs ist im Oktober 2020 im KNAUR Verlag erschienen. 

    Wir erwarten 363 Seiten voller Lesespannung. 

    Es ist bereits der 2. Fall für die Commissaris Griet Gerritsen, der aber auch wunderbar ohne Vorkenntnisse des 1. Teils gelesen werden kann. 

    Der zuletzt vor 20 Jahren (1997) statt gefundene "Elfstedentocht" (das härteste und längste Schlittschuhrennen in Hollend) soll bzw. kann durch die anhaltende Kälte wohl dieses Jahr wieder durchgeführt werden. Doch dann wird die Leiche einer jungen Journalistin aus einer zugefrorenen Gracht geborgen. Was zunächst als Unfall oder Selbstmord abgetan wird, lässt den Ermittlern keine Ruhe.

    Das Team um Griet Gerritsen und Pieter de Vries, sowie die später hinzugekommene Noemi ermitteln in dem Fall und einem 20 Jahre zurück liegenden "Fall", der nie geklärt werden konnte. 

    Der Spannungsbogen, beginnend beim Prolog im Jahr 1997 zieht sich durch das ganze Buch hinweg. Wenn man meint dem Fall auf der Spur zu sein, wird man immer wieder eines besseren belehrt. Nichts ist so wie es scheint. Der Fall wird wirklich erst ziemlich am Ende aufgelöst. So sollte ein guter Krimi auch sein !

    Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben und man kann sich in manche Handlungen gut hineinversetzen. 

    Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und in einen Bann ziehend. Auch erfährt man hin und wieder etwas über die "friesische" Kultur und die Schauplätze. 

    Alles in allem ein wirklich zu empfehlender Holland Krimi, dem ich sehr gerne 5 STERNE gebe. 


  17. Cover des Buches A. S. Tory (ISBN: 9783347042551)
    S. Sagenroth

    A. S. Tory

     (39)
    Aktuelle Rezension von: lesenundteetrinken

    Sid macht sich spontan auf, im Auftrag von Herrn A.S. Tory eine Schallplatte zu finden. Daraus entwickelt sich schnell eine Schnitzeljagd, bei der Sid neue Freunde findet und unerwartete Abenteuer erlebt.

    Auf so eine Schnitzeljagd würde ich auch mal gerne gehen. Quer durch Europa reisen, recherchieren, neue Leute treffen und nicht zu wissen, was der nächste Tag so bringt... und das alles für mich kostenlos! Hört sich mega an! Ob Herr Tory für mich auch so einen Auftrag hätte?

  18. Cover des Buches Kind aller Länder (ISBN: 9783462048971)
    Irmgard Keun

    Kind aller Länder

     (35)
    Aktuelle Rezension von: stuff-books-pictures

    In dem Roman Kind aller Länder von Irmgard Keun, der während der NS-Zeit spielt, erzählt die zehnjährige Kully von ihrem Leben, dass durch die Flucht des Vaters aus Deutschland zu einer scheinbaren endlosen Reise mit vielen Länderwechsel wird. 

    Ich habe den Roman mit dem Hintergrund des Kosmopolitismus gelesen. Daher konnte ich ihm den einen oder anderen Gedanken abgewinnen. Alles in allem aber kein Buch, dass ich freiwillig gelesen hätte. Aber auch nicht „so schlimm“ wie viele andere Bücher die ich im Zuge meines Studiums lesen musste. Für mich nicht sein Geld wert.


    Randfakten:

    🌝🌝🌛/5  -  224 Seiten - HC: 17,99€ - von: Irmgard Keun

  19. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548288215)
    Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring

     (413)
    Aktuelle Rezension von: HannahLovesFencheltee

    In „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier geht es um die junge Griet, die bei dem bekannten niederländischen Maler Jan Vermeer, als Dienstmagd zu arbeiten beginnt, da ihr Vater seine Arbeit verloren hat, und sich die Familie nun mit Armut konfrontiert sieht. Die Geschichte spielt in den Jahren 1664 bis 1666 und hat ein abschließendes Kapitel, welches im Jahre 1676 angesiedelt ist. Man bekommt einen umfassenden und vielschichtigen Einblick in das Leben zur damaligen Zeit und in die Welt der Malerei, zumindest Vermeers Malerei.


    Ich sag's gleich zu Beginn: mir hat das Buch so überhaupt nicht gefallen, und die Gründe dafür möchte ich im Folgenenden erläutern.

    1) Der erste und wichtigste Punkt ist der, dass mir die Charaktere und Charakterbildung NICHT zugesagt haben. So gut wie alle Charaktere sind entweder offensichtlich gut oder böse. Die einzigen, die nicht klar zu kategorisieren sind, sind unsere Erzählerin Griet und Vermeer selbst. Von solchen Charakteren erwarte ich mir, dass man ihre Charakterbildung  mitverfolgen kann, die Spannungen, die im Laufe der Geschichte dadurch entstehen, und, dass sie eine gewisse Komplexität ins Buch bringen. All dies war aber leider nicht zutreffend. Vermeer war einfach nur ein langweiliger, verschrobener Mann und Griet der wahrscheinlich nervigste Hauptcharakter, von dem ich je gelesen habe. Sie ist selbstgefällig und eingebildet, ist zu bescheiden um in einen Spiegel zu schauen, fühlt sich aber der anderen Haushaltshilfe in jeder einzelnen Tätigkeit, die sie tut, überlegen und sie mischt sich konstant in Dinge ein, die sie als einfaches Dienstmädchen „eigentlich" nichts angehen. Ich denke sie sollte mysteriös wirken, all diese Charaktereigenschaften, und das waren nur ein paar Beispiele, machen sie aber einfach nur unausstehlich. Mir sind sogar die Figuren, die einzig und allein dafür kreiert wurden, sie nicht zu mögen, lieber gewesen, da diese ihre hinterfotzige Art wenigstens nicht verbergen.

    2) Der zweite Punkt, der es mir nicht erlaubte das Buch zu genießen, war die Schilderung der Beziehung zwischen Griet und dem Maler. Ich fand es wirklich schrecklich miterleben zu müssen, wie sehr sich das Mädchen dem wahrscheinlich mindestens doppelt so alten Mann hingibt (was damals normal war und mich auch nicht wirklich weiter gestört hat, aber trotzdem Erwähnung finden sollte), der sie so für sich und seine Arbeit vereinnahmt. Sie bemerkt nicht wie  er sie eigentlich nur ausnutzt, und entwickelt, wenn meist auch nur angedeutete, Gefühle für ihn. Aus heutiger Sicht wäre es keineswegs mehr akzeptabel, wenn eine Frau ihre persönlich gesetzten Grenzen dermaßen für einen Mann überschreitet, egal ob freiwillig oder nicht.

    3) Der dritte zu kritisierende Punkt ist das schnelle Ende. Die ganze Geschichte arbeitet darauf hin, dass Vermeer, das heute weltbekannte Bild, von Griet malt. Die Geschichte entwickelt sich auch immer stetig dorthin, bis dann plötzlich der Wendepunkt kommt und alles aufgrund unüberlegter, unnachvollziehbarer Handlungen zu einem plötzlichen und abrupten Ende kommt.


    Nachdem man nun meine Kritikpunkte gelesen hat, könnte man meinen, ich hätte mich bei der Bewertung vertan und statt auf einem Stern aus Versehen auf drei geklickt, aber das ist durchaus begründet. Das Buch hat nämlich auch durchaus seine positiven Aspekte, die das Ganze aufwerten. Der Schreibstil ist ein so ein Aspekt, denn er ist nicht übertrieben anspruchsvoll aber auch keineswegs auf Kindergartenniveau. Dadurch, und durch das Fehlen von Kapiteln, ergreift einen beim Lesen ein gewisser Sog, sodass man immer weiterlesen möchte (auch wenn man immer wieder einmal Pausen von der allgemein verpesteten Stimmung im Buch braucht) und schnell vorankommt. Andererseits sind es die Beschreibungen von Vermeers Werken, die es so lesenswert machen. Im Allgemeinen war ich immer schon eine große Bewunderin seiner Bilder, obwohl „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" mir noch nie sonderlich gefallen hat, und trotzdem kann man ihm seine künstlerischen Qualitäten nicht absprechen. Diese Beschreibungen haben mich wirklich dazu angeregt nebenher die besprochenen Bilder rauszusuchen und meine Beobachtungen mit denen im Buch zu vergleichen.


    Würde ich also das Buch weiterempfehlen? Maximal eingeschränkt. Wer kein Problem mit den obigen Kritikpunkten hat, und wen das Thema interessiert soll sich nicht davon abgehalten fühlen das Buch zu lesen, aber ich habe davor gewarnt.

  20. Cover des Buches Der Sommer der Inselblumen (ISBN: 9783328104704)
    Mina Gold

    Der Sommer der Inselblumen

     (50)
    Aktuelle Rezension von: leseHuhn

    Der Sommer der Inselblumen 

    von Mina Gold 

    erschienen im penguin Verlag im Februar 2020

    Klappentext

    Als Anna vor den Trümmern ihres Liebeslebens steht, will sie nur eins: weg aus Hamburg. Kurzerhand zieht sie mit ihrem geliebten Zwergdackel Prince Harry auf die Nordseeinsel Texel. Dort möchte sie den Traum von einem eigenen Blumenladen verwirklichen, in dem sie ihre Kunden mit bunten Sträußen und duftendem Kaffee verwöhnen kann. Doch der Neubeginn fällt Anna schwerer als gedacht, denn die sturen Insulaner boykottieren ihren Laden. Und als wäre das nicht schon genug, wird sie mit einem dunklen Geheimnis aus ihrer Kindheit konfrontiert, vor dem sie immer geflohen ist und das sie nun nicht mehr loslässt. Aber zum Glück bekommt Anna Hilfe von dem charmanten Biobauern Luuk, der ihr Herz höher schlagen lässt. Und dann lernt sie ihre bezaubernde alte Nachbarin Roos kennen – und gemeinsam haben sie eine Idee, wie sie den Laden retten können … 

    Meine Meinung 

    Die Geschichte von Anna entführt uns von Hamburg in die Niederlande, auf die schöne Insel Texel. Anna kehrt wieder zurück an den Ort ihrer Kindheit. Mina Gold erzählt die Geschichte von Anna und ihrem Neubeginn mit einer Leichtigkeit. Ihre Protagonisten sind sehr lebhaft und authentisch, sodass man den oder die ein oder andere sofort ins Herz schließt. Der Liebling ist natürlich der kleine Dackel Harry mit seinen eigenen typischen Dackelwillen. Die Ortsbeschreibungen sind so gut, dass man einige Häuser und auch die tollen Paalbauten sofort wiedererkennt oder erkennen würde, falls man mal auf Texel Urlaub machen möchte. (Kann ich empfehlen.)

    Anna startet mutig ins neue Abenteuer, und auch wenn einige Insulaner nicht so begeistert sind von ihrer Idee, findet sie doch schnell Hilfe bei ein paar besonders lieben Menschen. Vielleicht entwickelt sich ja doch noch etwas Liebesglück für Anna! In der Geschichte entwickelt sich Anna von einer vorsichtigen jungen Frau zu einer toughen und eigenständigen Persönlichkeit. Sie geht ihren Weg, auch wenn es nicht immer einfach ist und es auch nicht immer direkt geradeaus aufs Ziel zugeht. 

    Fazit

    Mina Gold konnte mich auch mit dem Roman >> Der Sommer der Inselblumen<< überzeugen. Auf fast 600 Seiten bekomme ich alles geboten, von Freundschaft und Feindschaft, von Liebe und Trennung und von ganz viel Texelliebe und Hundeliebe. Der Roman ist romantisch und frisch, aber auch spannungsgeladen und ernst. Von mir gibt es satte 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine absolute Leseempfehlung. Nun freue ich mich, wenn ich *Das Leuchten der Inselblumen* lesen darf.

  21. Cover des Buches Tulpenfieber (ISBN: 9783458361701)
    Deborah Moggach

    Tulpenfieber

     (45)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    In Amsterdam im Jahr 1636 heiratet die junge Sophia den reichen Cornelius, nachdem dessen Frau und Kinder verstorben sind. Der dreißig Jahre ältere Witwer liebst seine hübsche Sophia über alles.

     

    Jan van Loos soll von den beiden ein Portrait malen. Die junge Sophia hat es ihm angetan.

    Auch für Sophia ist das eine wahre Abwechslung. Langweilt sie sich sonst in diesem Haushalt zu Tode.

    Den einzigen engen Kontakt hat sie zu ihrem Hausmädchen Maria, die sich unsterblich in den Fischhändler Willem verliebt hat und der ihr eines Abends einen Heiratsantrag macht.

     

    Während Sophia mit dem Maler eine Affäre beginnt, wird Maria unerwartet schwanger. Doch ihr Verlobter Willem ist verschwunden. Sophia sieht in der Schwangerschaft die Lösung all ihrer Probleme, während Maria darin das Ende ihres Lebens sieht.

    Jan und Sophia spinnen ein Netz aus Lug und Betrug und das auf dem Höhepunkt des Tulpenfiebers. Obwohl Jan mit seiner Malerei nicht schlecht verdient, reicht es nicht, um ihren Plan vollständig in die Tat umzusetzen. Die beiden setzen somit alles auf eine ganz besondere Tulpenzwiebel.

     

    Deborah Moggach weckt mit ihrer Geschichte Begierde, Verrat und Vergeltung in den Menschen. Jan, der vor verzweifelter Liebe zu Sophia den Kopf und somit alles andere verliert, zeigt uns, wie machtvoll Liebe sein kann. Mir persönlich war die Geschichte zu sehr vorhersehbar und zu kurzweilig. Für so viel Verrat hätte ich mir tatsächlich etwas mehr Dramatik am Ende gewünscht.

  22. Cover des Buches Dunkle Flut (ISBN: 9783832163570)
    Isa Maron

    Dunkle Flut

     (28)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Vor vier Jahren verschwand Sarina die ältere Schwester von Kyra. Nun ist Kyra 19, genauso alt wie ihre Schwester damals, ebenfalls im Schulabschluss. Kyra weiß ganz genau, was sie will, auch wenn es den Eltern nicht gefällt. Sie wird irgendwas mit Kriminalistik studieren, sie wird das Geheimnis um das Verschwinden ihrer Schwester aufklären. Als ihr Bruder zufällig dabei ist, wie ein offensichtlich erhängter Toter gefunden wird, ruft dieser Kyra hinzu. Mit einem Fall muss man schließlich anfangen zu üben. Kommissarin Maud Merten ist davon überhaupt nicht begeistert. Gewissenhaft beginnt sie den Spuren nachzugehen, immer auf der Hut Kyra nicht zu sehr in die Ermittlung einzubeziehen.


    Sie sind schon kein Team, die junge Kyra, die Polizistin werden will, um dem Schicksal, das ihre Schwester erlitten hat, auf den Grund zu gehen, und die erwachsene Kommissarin, die von einer Schülerin gar keine Hilfe gebrauchen kann. Doch man sollte eine junge Frau, die in den Abschlussprüfungen steht, nicht unterschätzen. Auf ihre laienhafte Art, aber gemäß ihrem Berufswunsch, geht Kyra sehr methodisch vor. Mit manchen unkonventionellen Gedanken ist sie der Polizei in manchen Momenten voraus. Was allerdings nicht heißt, Mertens sei eine schlechte Ermittlerin, nein, auch sie ist zielstrebig und akribisch. Auch Mertens macht sich so ihre Gedanken.


    Dieser erste Band einer bisher vierteiligen Reihe stellt die Kommissarin Maud Mertens und die Schulabsolventin Kyra Slagter vor. Ihre Charaktere werden vorgestellt und erste Schlagabtausche werden vorgenommen, wobei Kyra sich einiges an Respekt verschafft. Die Morduntersuchung ist spannend, wenn auch in Auflösung und Begründung etwas schwer nachzuvollziehen. Gelungen ist dagegen, wie dem Leser Kyras Wunsch nach der Aufklärung des Verschwindens ihrer Schwester nahegebracht wird. Einleuchtend auch ihr Wille, zur Polizei zu gehen. In Kyra kann man sich gut hineinversetzen, zwar fragt man sich, ob sie ohne große Ausbildung tatsächlich so gewitzt sein kann, aber ihre Hartnäckigkeit nimmt man ihr ab. Blasser ist dagegen Maud Mertens, obwohl sie auch mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Für einen ersten Band, in dem ein nicht geringer Akzent auf die Vorstellung der Personen gelegt wird, ist dieser Kriminalroman gerade in diesem Bereich sehr gelungen.


    3,5 Sterne

  23. Cover des Buches Das Herz der Feuerinsel (ISBN: 9783442477968)
    Nicole C. Vosseler

    Das Herz der Feuerinsel

     (64)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox
    Jacobina und Floortje lernen sich auf einem Schiff nach Batavia kennen. Beide wollen ďort ein neues Leben beginnen fernab von ihren Familien. Ein Neuanfang den Floortje sogar auf die schiefe Bahn kommen lässt. Auch Jacobina muss ďurchs Feuer, ehe Beide enďlich ihren Frieden finden. Alles sèhr langatmig und zähflüssig.








     Neues
    De
    F
  24. Cover des Buches Das Büro der einsamen Toten (ISBN: 9783453438385)
    Britta Bolt

    Das Büro der einsamen Toten

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Britta Bolt nennt sich das Autorenduo, zusammengesetzt aus Britta Böhler und Rodney Bolt. Eine interessante Mischung, denn Britta Böhler ist als Anwältin tätig gewesen und zog 1991 in die Niederlande, wo sie mit strafrechtlichen Mandaten bekannt wurde. Auch befasst sie sich intensiv mit der Anti-Terror Gesetzgebung. Rodney Bolt lebt ebenfalls in den Niederlanden und ist Autor und Reisejournalist. In Amsterdam spielt dann auch dieser neuartige Kriminalfall.

    Neuartig ist auch die NASD, eine Art Behörde, die sich um Todesfälle kümmert, wo keine Angehörigen zu finden sind. Von ihnen wird Recherche betrieben, wie der Verstorbene lebte, wer ihn kannte oder sonst wie Umgang hatte. Schließlich sollte jeder Verstorbene würdig bestattet werden. Auch gibt es das Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen nicht. Aber damit haben die Autoren eine interessante und fiktive Handlung entworfen.

    Zur Handlung:

    In der Prinsengracht mitten in Amsterdam wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Für die Polizei scheint es ein Unfall gewesen zu sein. Pieter Posthumus, der im Büro der einsamen Toten arbeitet sieht das allerdings etwas skeptischer. Er beginnt Nachforschungen anzustellen. Eine gute Hilfe hat er durch seine Nichte Merel gefunden, die als Journalistin arbeitet und gerade in der Emigrantenszene recherchiert. Der Ertrunkene war ein marokkanischer Emigrant. Der Staatsschutz beobachtet derzeit eine Gruppe militanter Muslime, die sie versuchen dingfest zu machen. Auch der Marokkaner hatte Zugang zu diesen Männern. Aber warum musste er sterben? Ein sehr rätselhafter Fall.

    Mir hat das Buch recht gut gefallen. Allerdings musste man es sehr konzentriert lesen. Die vielen holländischen Namen und Straßenbezeichnungen waren nicht immrer einfach zu merken. Dennoch ein guter und intelligenter Krimi.


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