Bücher mit dem Tag "hitler"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hitler" gekennzeichnet haben.

563 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.567)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Das erste Buch, welches sie stahl, gehörte einem Bestatter. Sie stahl es auf der Beerdigung ihres kleinen Bruders. Bei ihrer neuen Familie lernt Liesel es zu lesen. 

    Ein Mädchen, welches vieles erleben und erleiden muss und welches den Tod selbst in ihren Bann zieht. 

    Diese Geschichte bohrt sich ins Herz des Lesers und lässt es in alle Einzelteile zerspringen. Keiner kann etwas nachvollziehen, was er nicht selbst mit erlebt hat; dieses Buch schafft es zwar nicht gänzlich, aber sicherlich so weit es mit Worten überhaupt möglich ist, den Menschen das Ausmaß des dritten Reiches spüren zu lassen. 

    Das Buch ist in mehrere Teile mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Der Erzähler ist der Tod selbst. Die Geschichte wird von ihm mit Anmerkungen und Erläuterungen ergänzt. Dies wie auch die kleinen Geschichten und Illustrationen, erdacht von den Protagonisten, lockern das Schmöckern durch die vielen Seiten auf. 

  2. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (788)
    Aktuelle Rezension von: Lisi33

    Die Geschichte handelt von der Zeit vor und während dem 2. Weltkriegs. Sie wird anhand vieler Handlungsstränge erzählt, von denen viele die Fortsetzung des 1. Buchs der Trilogie sind. Das Buch ist sehr spannend zu lesen, auch und vor allem weil viele vertraute Bekannte aus dem 1. Teil  wieder vorkommen. Außerdem frischt man quasi im Vorübergehen sein geschichtliches Wissen auf  

    Teilweise ist die Handlung jedoch etwas zu blumig erzählt, und rein ‚zufällig‘ ist an jedem großen, geschichtlichen Ereignis einer der Hauptcharaktere hautnah vor Ort.

  3. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783785726259)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

     (308)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Das Buch „NSA - Nationales Sicherheitsamt“ von Andreas Eschbach ist ein ebenso spannender wie fesselnder Roman. Die Geschichte spielt in der Zeit von Nazi-Deutschland, aber es handelt sich keinesfalls um einen historischen Roman: In NSA stehen den Nationalsozialisten modernste Kommunikationsmittel zur Verfügung. Von Computern über das Internet stehen den Nazis alle Wege offen. Es ist bereits absehbar, dass die totale Überwachung in viel extremerem Maß ausgeführt wird als sie historisch passierte. 

    Eschbachs Roman ist ein Gedankenspiel, das sich bewahrheiten könnte. Und ist nicht bereits ein Teil Realität geworden? Wir leben in einer Welt der vollständigen Überwachung. Unsere Daten werden verkauft, wir werden überwacht und beobachtet. Dies zeigt sich auch im Titel. Mit der NSA verbinden wir Amerika, Geheimagenten und… Überwachung. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Nazi NSA und der amerikanischen NSA? Was unterscheidet unsere freie Welt überhaupt von der Welt des Romans?                            

                            

  4. Cover des Buches Honigtot (ISBN: 9783492307253)
    Hanni Münzer

    Honigtot

     (410)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Ich habe es getan meine erster Hanni Münzer.

    Er stand jetzt schon eine ganze weil in Regal und wartete darauf von mir gelesen zu werden.

    Ich bereue es ihn so lange warten lassen zu haben.

    Hanni schafft es, einen in zwei verschiedenen Zeiten eintauchen, zu lassen.

    Honigtot ist der erste Teil.

    Mal wird regelrecht in das Geschehen um Deborah und Marlene rein gezogen. Dazu kommt dann viel Hintergrund wissen zu der ns Zeit.

    Ich hatte Tränen in den Augen als die Mutter starb. Musste mich zwischendurch aber auch bremsen, um nicht zu spoilern und das Ende des Buches zu lesen.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil "Marlene" dieser warten auch im Regal auf mich.

    Ich tauche dann mal wieder ab.

  5. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (449)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Im Sommer 1937 kommt der junge Franz Huchel nach Wien und beginnt dort eine Ausbildung zum Trafikanten bei Otto Trsnjek. Schnell taucht der aus dem beschaulichen Salzkammergut stammende Franz in das hektische und aktive Leben Wiens ein, lernt neue Vergnügungen kennen, begegnet der Liebe und tritt unter anderem auch in Kontakt zu Siegmund Freud, der Stammkunde der Trafik ist,. Schnell kann dieser den jungen Mann faszinieren und ihn als Gesprächspartner für sich gewinnen. Doch es ist der Vorabend des Anschlusses an Deutschland und neben den Freuden des Stadtlebens muss Franz recht schnell auch mit den Schattenseiten des politischen Epizentrums Wien Bekanntschaft machen. 

    Der Roman bietet wirklich gute Unterhaltung. Bedingt durch den simplen und geradlinigen Schreibstil wird man sehr schnell und flüssig durch die Geschichte getragen und ließt lange Passagen am Stück. Dazu kommt noch, dass durch die persönlichen Lebensleiden Franz Huchels und durch die Zeit des Anschlusses und den damit verbundenen politischen Umbrüchen, die in diesem Buch aufgearbeitet werden, ein enormer Spannungsbogen entsteht, der die Leserschaft an der Stange hält. Gerade diese Mischung ist es aber auch, die das Buch so interessant macht. Weder die Geschichte rund um den Protagonisten, noch die historischen Hintergründe gewinnen an Übergewicht. Diese Balance verursacht deshalb, dass das Buch weder zu kitschig und emotional verwirrend wird, noch, dass trockene historisch interessante Passagen den Lesefluss und die Spannung beeinträchtigen. Im Generellen bietet das Buch eine sehr anschauliche und unterhaltsame Möglichkeit, sich mit der österreichischen Gesellschafts- und Politiklage der Jahre 1937, 38 und 39 auseinanderzusetzen, da diese spielerisch und authentisch in den Inhalt mit einfließen. Einzig und alleine den Protagonisten Franz empfand ich als ein wenig blass und unindividuell gestaltet. Da habe ich definitiv schon Erfahrungen mit einem facettenreicher gestalteten Figurenensamble machen können. 

    Nichts destotrotz ist und bleibt das Buch eine spannende und interessante Lektüre, die ich nur weiter ans Herz legen kann. 

  6. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (322)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Der junge und reiche Friedrich ist vollkommen naiv, farbenblind und sucht den Sinn seines Tuns in der Flucht von daheim ins Berlin während des 2. Weltkrieges. Schon nach wenigen Tagen lernt er die junge Kristin und den Belgier Tristan von Appen kennen. Eine Freundschaft und eine Liebesgeschichte entstehen, die aber bald zu bröckeln beginnen, als der junge Schweizer anfängt zu begreifen, wer die beiden wirklich sind. Tristan ist bei der SS und Kristin heißt eigentlich Stella, ist eine Jüdin, aber vor Allem ist sie eine „Greiferin“.

    Die Erzählung dieser Dreiecksbeziehung ist dabei ausgesprochen distanziert und teils völlig emotionslos. Hinzu kommt, dass das Buch durchzogen ist, von in kursiver Schrift eingefügten russischen Originalakten über die Person Stella Goldberg. Zusätzlich gibt jedes Kapitel einen Einstieg in Form von geschichtlichen Kurzfakten, dazu, was in dieser Zeit passiert ist. So zeichnet der Schriftsteller einen realistischen Hintergrund rund um die berühmt berüchtigte Stella Goldberg. Die fiktive Liebesgeschichte dient zum  einfacheren Lesen und bietet auch uninformierten Lesern einen leichteren Einstieg in die Thematik. Dabei bietet die kalte distanzierte Schreibweise dem Leser die Möglichkeit ebenfalls auf Distanz zu bleiben, was gut ist, wenn man bedenkt, worum es hier geht.

    Mein Fazit: Ein sehr guter interessanter literarischer Ansatz, schwierige geschichtliche Inhalte auch an eher weniger interessierte Leser zu vermitteln. Der Autor vermag tatsächlich in seinen Bann zu ziehen, aber gleichzeitig bleiben die Figuren trotzdem zu blaß und gerade der Protagonist einfach zu blasiert. Wer einen einfachen Zugang zu dem Thema sucht, kann in meinen Augen mit diesem Buch gut einsteigen.

  7. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.380)
    Aktuelle Rezension von: malins_dagbok

    Zum Inhalt brauche ich wahrscheinlich nicht mehr viel schreiben, es geht darum, dass Adolf Hitler in der heutigen Zeit aufwacht und versucht, seine alten Überzeugungen weiter zu vertreten. Er trifft dabei auf eine Fernsehproduzentin, die ihn für einen Satirekünstler hält und ihm einen Platz in einer Sendung verschafft.

    Das Buch ist wirklich sehr unterhaltsam. Es enthält so viele deutsche Klischees, versteckte Kritik an den heutigen Strukturen, an dem Umgang mit der Geschichte und sehr viele Missverständnisse. Zwischendurch wurde es mir persönlich dann etwas zu langatmig, insgesamt habe ich es jedoch gerne gelesen. Erschreckend fand ich jedoch, dass die Person Hitler es erneut schaffen konnte, Anerkennung zu finden und wenig Personen in dem Buch verstanden haben, dass er es wirklich ist und das alles kein Spaß ist. Somit sollte das Buch auch als eine Warnung gesehen werden, dass sich hinter Witz und Satire auch ernste Überzeugungen verstecken können, die man auf gar keinen Fall unterstützen möchte.

  8. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (238)
    Aktuelle Rezension von: berliness

    Der Aufbau dass zwei Geschichten in zwei Zeiten erst parallel erzählt und dann zusammengeführt werden ist nicht neu, aber hier durch die - man ahnt es ziemlich früh - familiäre Verbindung sehr gut erzählt. Die Enkelin und die ihr unbekannte Vergangenheit ihrer Großmutter.  Die Geschichte der Großmutter als junge Frau wird spannend erzählt und gibt einen guten Einblick in die Zeit im dritten Reich. Die Auflösung ist ebenfalls gut gelungen nur die notwendige, sehr zufällige Begegnung am Anfang der Geschichte finde ich nicht gut gelungen. Das Aufeinandertreffen von Ostfrau und Westmann in der Wendenacht, deren Familien - Achtung Spoiler - sich schon vor dem Krieg kannten ist mir, nun ja, zu zufällig. Da hätte ich mir eine elegantere Lösung gewünscht, obwohl das Leben ja manchmal die verrücktesten Geschichten schreibt. Aber hier im Buch war mir das zu durchsichtig. 

    Die Geschichte ist dann aber sehr gut erzählt, schöne Details, sehr kurzweilig, guter Erzählstil für meinen Geschmack. Gerne mehr von der Autorin!

  9. Cover des Buches Die Holunderschwestern (ISBN: 9783453419230)
    Teresa Simon

    Die Holunderschwestern

     (196)
    Aktuelle Rezension von: rapoed

    Ich bin absolut begeistert und sehr bewegt von dieser Familiengeschichte. Die Holunderschwestern haben mir unvergessliche Lesestunden beschert. Katharina Raith hat sich mit ihrer eigenen Werkstatt einen Traum erfüllt und arbeitet erfolgreich als Restauratorin gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Geschäftspartnerin Isi.

    Eines Tages steht plötzlich Alex Bluebird aus London in ihrer Privatwohnung und übergibt ihr Tagebuchaufzeichnungen ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny. Katharina ist vollkommen perplex, denn soviel sie weiß, hat Fanny Deutschland nie verlassen. 

    Eine total aufregende, fesselnde Reise in die Vergangenheit ihrer Vorfahren beginnt und deckt unglaubliche Familiengeheimnisse auf.

    Der Schreibstil der Autorin ist so bildgebend, tiefgründig, gefühlvoll, authentisch, realitätsnah und versetzt mich dabei in einen Zustand, als wäre ich unmittelbar dabei, lässt mich die Emotionen der Protagonisten am eigenen Leib spüren und fühlen. 

    Gelebte Geschichte, die für uns nicht besser aufbereitet werden kann.

    Für mich auf jeden Fall eine absolute Bereicherung. 

    Ich freue mich auf weitere Romane der Autorin und kann auch für dieses Buch nur eine klare, deutliche Leseempfehlung aussprechen. 

  10. Cover des Buches Der Tätowierer von Auschwitz (ISBN: 9783492061377)
    Heather Morris

    Der Tätowierer von Auschwitz

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Marie_Kwade

    Zur Zeit bin ich sehr interessiert über Geschichte aus der Zeit im und nach dem 2. Weltkrieg. Bei der Onleihe hab ich nun dieses Hörbuch entdeckt. 


    In dieser Geschichte geht es um Lale Sokolov, der nach Auschwitz gebracht wird. Als er dort ankommt gibt er sich eine Aufgabe: Er möchte anderen helfen. Nachdem Lale zum Tätowierer bekommt er Zulagen und kann vielen Mitbewohnern in seinem Block mit mehr Essen versorgen. Eines Tages entdeckt er eine junge Frau und bekommt sie nicht mehr aus seinem Kopf. Nach einigen Hindernissen treffen sie sich und er verliebt sich in Gita. Ihre Liebe muss einiges wegstecken, doch zusammen schaffen sie das Leben im KZ. Doch alles wird durcheinander gewirbelt als die Russen kommen. Die Wege der Liebenden trennen sich, werden sie sich wieder sehen?


    Dieses Hörbuch ist sehr emotional. Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert. Die Autorin hat sehr gute Recherchearbeit geleistet.


    Der Sprecher hat mir ganz gut gefallen, ein bisschen mehr Schwung in seiner Stimme hätte es noch dramatischer und emotionaler gemacht.


    Die Protagonisten sind sehr genau ausgearbeitet und Lale habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sein Denken und sein Handeln haben mich sehr begeistert. Es hat mich schockiert, dass Lale auch auf den berüchtigten Doktor Mengele gestoßen ist. Über seine „Arbeit“ habe ich mich informiert und war einfach nur sprachlos. Gita ist anfangs sehr zurückhaltend, was aber zur ganzen Situation gepasst hat.


    Die Geschichte von Lale und Gita hat mich sehr bewegt und obwohl ich das Hörbuch schon vor einer Weile beendet habe, muss ich noch oft daran denken. Ich habe mit den zweien mitgefiebert und ihnen die Daumen gedrückt und manchmal auch weinen müssen, weil es mich so mitgerissen hat. 

  11. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783608963380)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01) (ISBN: B019L4NVO2)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank / Anne Frank Tagebuch (German Edition) by Anne M. Frank (2001-01-01)

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Viviliebtlesen

    Anne Frank hatte ein Leben, was wir uns heute nicht mehr vorstellen können. Die Erklärungen des Lebens, des Tagesablaufs und der Personen lässt spüren, was die Familie für das "Am Leben bleiben" geopfert hat. Und trotz aller Entbehrungen, trotz des Freiheitsentzuges hatte dieses Mädchen Hoffnung! Und genau das macht dieses Buch so unvergleichlich erschreckend! Es tut so weh, diese Worte zu lesen und zu wissen, dass ihre Träume, Wünsche und Pläne nicht erfüllt werden. Dabei ist zu beachten, wie reif ihre Ansichten trotz ihres jungen Alters sind, wie belesen und klug das Mädchen ist. Ihre Sehnsucht, ihr Mut und vor allem ihre Hoffnung... das alles ist so bewegend und so erschreckend. Ich hoffe, dass dieses Buch uns allen etwas mit auf den Weg gibt. Ich werde es jedenfalls nicht so schnell vergessen.

  13. Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)
    Ulrike Renk

    Jahre aus Seide

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Jahre aus Seide von Ulrike Renk aus dem #aufbauverlag 

    🚺

    Fand ich das Buch gut? Wem würde ich es empfehlen? Kann ich gar nicht so leicht beantworten… aber ich versuche mal, es zu erklären

    .

    Die Geschichte startet im Jahr 1926 und geht bis ins Jahr 1938

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    Eine der Hauptprotagonisten ist Ruth. Ruth ist Deutsche und Jüdin. Wir begleiten Ruth und nehmen die Veränderungen dieser Zeiten durch sie und ihre Familie wahr.

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    Dieses Buch hat über 500 Seiten und die letzten Seiten (inkl. Nachwort) waren für mich die aufregendsten, berührensten und besten Seiten.

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    Der Rest war interessant, aber konnte mich nicht mitnehmen. Mir hat die Zeitreise gefallen, wie lebte man damals, wie wurde gekocht, wie waren die goldenen 20er Jahre in einer gutbürgerlichen Familie?!

    .

    Ruth wächst behütet auf… trotz der Einschränkung, Anfeindungen etc. Sie bekommt viel nur gefiltert mit… und hier liegt mein Problem.

    Ihre Mutter hat Nervenzusammenbrüche und bestimmt viele Ängste. Aber diese Gefühle finden in dem Buch nicht eindringlich genug statt. Ruth darf nicht mehr ins Schwimmbad, ins Kino oder Theater. Dann kümmert sich Papa um eine Alternative für sie oder sie schummelt sich rein.

    Wie war das? Traurig? Verletzend? Aufregend? Unheimlich? Der Leser erfährt es nicht wirklich.

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    Die Autorin ermahnt die Welt, dass soetwas nie wieder passieren darf. Aber ihr Nachwort dazu nimmt mich mehr mit.

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    In diesem Buch wird eine liebevolle und kindliche Zeit mit vielen Freunden und Erlebnissen gezeichnet. 

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    Und da ist mein Problem. Es war eine Zeit der Arbeitslosigkeit und Ängste. Aber dadurch, dass die Geschichte am Beispiel von der kleinen Ruth auf ihrem Weg ins Erwachsen werden gezeichnet wird, kommt der Schrecken und die Sorgen der Eltern nicht ganz rüber oder nur am Rande.

    Da hätte ich mir für Ruth natürlich nichts besseres wünschen können. Aber für den Leser, als Mahnmal würde ich mir mehr Einblicke wünschen.

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    Der Erzählstil hat mich auch oft an eine Biografie erinnert. Hier ging es um bestimmte Ereignisse, die erwähnt werden mussten. In einem Roman geht es eher um Spannungsbogen und Gefühle.

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    Dieses Buch würde ich als Einstiegsbuch in diese Zeit oder für feinfühlige Leser empfehlen.

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  14. Cover des Buches Die Jahre der Schwalben (ISBN: 9783746633510)
    Ulrike Renk

    Die Jahre der Schwalben

     (111)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Habe diese Saga nun zum 2. Mal mit Begeisterung gelesen und werde es bestimmt irgendwann mal wieder lesen. Mich konnte der Roman wieder total fesseln daher eine absolute Leseempfehlung von mir und 5 Sterne. 

  15. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.295)
    Aktuelle Rezension von: luluschi11

    Ich fand das Buch sehr gut, dafür dass ich keine Psychothriller mag. Es ist spannend geschrieben und das Besondere ist, dass es eine echte Geschichte ist. Sie öffnet einem ein Stück weit die Augen und die Bilder zwischen den Seiten sind sehr gut ausgewählt, um einen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus zu bekommen.

  16. Cover des Buches Als der Himmel uns gehörte (ISBN: 9783426516645)
    Charlotte Roth

    Als der Himmel uns gehörte

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Klappentext:

    London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht. 

    Zwischendurch habe ich immer mal wieder quer gelesen, da es an einigen Stellen recht langatmig zuging. Interessant zu lesen war, wie die Paralympics ins Leben gerufen wurden und bis heute noch ein Höhepunkt der Olympischen Spiele sind..

  17. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.277)
    Aktuelle Rezension von: sophiabooks

    Handlung: Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.

    Meinung: Jeder sollte die Handlung selbst erfahren, weshalb ich hier jetzt nicht unnötigerweise spoilern werde. Deshalb gebe ich hier nur meine Meinung wieder.
    Das Buch ist so herzzerreißend und es ist so unfassbar traurig. Allerdings finde ich, dass man bevor man es liest wirklich wissen sollte, dass dieses Buch so emotional ist, dass es vielleicht auch nicht für jeden etwas ist. Ich zumindest fand es extrem bewegend, aber eine Sache hat mich gestört. Der Autor versucht es so darzustellen, als wäre es in der Sicht eines neunjährigen Jungen geschrieben, andererseits wirken manche Kapitel so erwachsen, wie niemals ein Kind denken könnte. Dieser Schreibstil hat mich offen gesagt schon ziemlich gestört, da manches dadurch einfach unglaubwürdig wirkt.

  18. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (623)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    1942 Leningrad im Belagerungszustand. Lew 17 Jährig wird verhaftet wegen Plünderung. In der vermeintlichen Todeszelle trifft er auf Koljia dem wegen Dessertation ebenfalls der Tod droht.

    Vor dem Geheimdienstchef der Stadt erfahren sie Gnade. Bedingung: Sie sollen für die anstehende Hochzeit seiner Tochter 6 Eier herbringen.. Dabei gibt es in der ganzen Stadt kaum Brot.. [....das Radio übertrug das unaufhörliche Ticken des Metronoms, das anzeigte, dass Leningrad noch nicht erobert war. Draussen nagelte jemand mit schnellen geschickten Hammerschlägen etwas an. Aber statt mir einen Mann vorzustellen, der Plakate anschlug, sah ich einen Sargtischler bei der Arbeit vor mir, der aus Fichtenholzbretten eine Todenlade anfertigt. Dieses Bild war so klar und detailliert, dass ich die Schwielen an den Handflächen des Sargtischlers sehen konnte, die schwarzen Haare, die zwischen seinen buschigen Augenbrauen wuchsen, das Sägemehl auf seinen verschwitzten Unterarmen.

    Ich holte tief Luft und schaute Kolja an. Er blickte unverwandt zu mir her.

    "Mach dir keine Sorgen, mein Freund. Ich lass dich nicht sterben" 

    Ich war 17 und dumm und glaubte ihm.]



  19. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (278)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  20. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (202)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Jodi Picoult gehört zu den Autorinnen, von denen ich nahezu alle Bücher besitze, aber bislang kaum etwas gelesen habe. Da mich ihr neuestes Werk „Bis ans Ende der Geschichte“ allerdings direkt angesprochen hat, wollte ich es sofort lesen und wurde nicht enttäuscht.

    Zwar muss ich zugeben, dass der Anfang sehr schleppend verlief, die Geschichte aber immer mehr in Schwung kam und mich danach in ein absolutes Gefühlschaos gestürzt hat, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen gelegt habe. Die Geschichte wird dabei sehr flüssig und eindringlich erzählt, die Dialoge sind mal melancholisch, mal humorvoll und mal erschreckend, aber immer sehr passend und glaubwürdig. Dazu muss man sagen, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat und über den zweiten Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Seiten erzählt. Gleichzeitig sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man diese zwar nicht zwingend ins Herz schließt, dafür aber sehr gut kennen lernt.

    Sage fand ich von Anfang sehr sympathisch und habe oftmals mit ihr mitgefühlt. Sie arbeitet als Bäckerin und hat nur mit sehr wenigen Menschen zu tun, da sie sehr menschenscheu ist und gleichzeitig den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss. Um den Tod zu verarbeiten, besucht sie seit einiger Zeit eine Trauergruppe und trifft dabei auf viele Gleichgesinnte, die ihr Mut machen. Besonders Josef, 93 Jahre alt, wächst ihr dabei ans Herz, allerdings lernt sie erst viel zu spät seine Vergangenheit kennen, denn diese ist sehr erschreckend und man kann zunächst gar nicht glauben, dass dieser gutmütige, alte Mann der Welt so viel Leid angetan hat.

    Josef war während des zweiten Weltkrieges in Auschwitz, hat eine Nazi-Vergangenheit und war an vielen Ermordungen an Juden beteiligt. Nun bittet er ausgerechnet bei Sage um Vergebung, was für sie nicht nur sehr schockierend ist, sondern auch einen persönlichen Bezug hat, denn Sage ist selbst Jüdin und ihre Großmutter musste selbst hautnah miterleben, wie sie und viele andere Menschen in Auschwitz behandelt wurden.

    Die Gespräche zwischen Sage und Josef waren hierbei sehr interessant, aber auch sehr erschreckend, sodass ich das ein oder andere Mal schlucken musste, denn die Autorin beschreibt die Geschichte sehr eindringlich und man fühlt sich, als sei man mittendrin. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Sages Großmutter, aber auch Leo finden einen Platz in der Geschichte, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Geschichte Leo tatsächlich gebraucht hätte, da er für mich zu unnahbar wirkte.

    Das Cover ist sehr schön gestaltet, fast schon neutral, konnte mich aber dennoch direkt ansprechen. Auch die Kurzbeschreibung hat mir sehr gefallen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

    Insgesamt hat Jodi Picoult mit „Bis ans Ende der Geschichte“ eine erschreckende Geschichte geschrieben, die in mir ein absolutes Gefühlschaos ausgelöst hat. Gleichzeitig hat die Autorin das Leben und das Leid in Auschwitz sehr gut recherchiert, sodass man hierbei eine sehr glaubwürdige und erschreckende Geschichte vorfindet. Ich kann es demnach nur empfehlen.





  21. Cover des Buches Salz für die See (ISBN: 9783551560230)
    Ruta Sepetys

    Salz für die See

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico
    Januar 1945, die letzten Kriegstage brechen an, als sich die Wege von vier Jugendlichen mit völlig unterschiedlichen Wurzeln und Hintergründen kreuzen.
    Gemeinsam machen sie sich auf nach Westen auf der Flucht vor der Roten Armee.

    "Salz für die See" ist ein Einzelband von Ruta Sepetys, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Joana Vilkas, Florian Beck, Emilia Stożek und Alfred Frick erzählt wird.

    Florian ist Preuße, der auf einer geheimen Mission unterwegs ist. Er ist schweigsam und gebildet, zeigt aber auch eine Lässigkeit, die man in den letzten Kriegstagen selten sieht. Er will nach Westen, um dort nach seiner Schwester Anni zu suchen.
    Joana ist einundzwanzig und hat ihr Heimatland Litauen vor vier Jahren verlassen. Sie hat Glück, dass sie deutsche Vorfahren hat, denn so darf sie legal nach Deutschland reisen. Sie ist eine hingebungsvolle Krankenschwester, der das Wohl ihrer Mitmenschen sehr am Herzen liegt.
    Die fünfzehn Jahre alte Polin Emilia wird von Florian aus einer schlimmen Situation gerettet und ist ihm danach völlig ergeben, eine Verbindung, die ich sehr spannend fand! Wie sie alle, musste auch Emilia in Kriegszeiten Schreckliches erleiden und doch hat die ihren Mut nicht verloren. Sie ist eine richtige Kämpferin!
    Alfred ist siebzehn Jahre alt und Matrose in Gotenhafen. In Gedanken schreibt er heldenhafte Briefe an seine Jugendliebe Hannelore, doch die Realität ist eine ganz andere. 
    Während ich Florian, Joana und Emilia sehr mochte, kam ich mit Alfreds Art überhaupt nicht klar. Er ist sehr egoistisch und fanatisch, dem Reich und Hitler absolut zugetan. Er ist kein Sympathieträger, aber auch seine Sicht hat einen interessanten Einblick in die Geschehnisse gegeben!

    Die vier Protagonisten haben mir insgesamt richtig gut gefallen! Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten und haben völlig verschiedene Wurzeln und doch kreuzen sich ihre Wege und sie helfen sich gegenseitig. Besonders ihre Geschichten fand ich sehr spannend, denn der Krieg hat sie nicht verschont und ihre Familien auseinandergerissen. 
    Es gibt auch eine zarte Liebesgeschichte, die sich nicht in den Fokus gedrängt hat und die mit sehr gut gefallen hat! Ein kleines Licht in diesen dunklen Tagen!

    Dank der kurzen Kapitel, die oft nur ein bis zwei Seiten lang waren, ließ sich das Buch sehr gut lesen! Allerdings fand ich es anfangs doch etwas schwierig eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, da die Perspektive zu schnell und zu oft gewechselt hat. 

    So gut sich das Buch auch lesen ließ, die Handlug war keine leichte Kost. 
    Die letzten Kriegstage im Jahr 1945 zeigen Menschen, die alles verloren und nur noch wenig Hoffnung haben. Eine Hoffnung ist, dass sie mit einem Schiff über die Ostsee nach Deutschland fliehen können, doch für viele Menschen endet diese Hoffnung im eiskalten Meer. Ruta Septeys beschönigt nichts, sondern zeigt sehr realistisch, wie schlimm die Situation der Menschen damals war.
    Ich war vom Zweiten Weltkrieg schon immer fasziniert und habe viele Fakten förmlich inhaliert. Vom Untergang der Wilhelm Gustloff hatte ich trotzdem noch nie etwas gehört. Dabei ist es eine der größten Katastrophen der Seefahrt, von der bis heute nur wenige wissen! Allein das zeigt schon, wie wichtig "Salz für die See" ist. Man muss sich erinnern, um zu verhindern, dass solche Gräueltaten noch einmal passieren!
    Ruta Sepetys mischt gut recherchierte Fakten mit vielfältigen Charakteren und lässt auch noch andere sehr spannende historische Tatsachen einfließen, eine sehr gelungene Mischung! 

    Fazit:
    "Salz für die See" von Ruta Sepetys ist ein sehr wichtiges Buch, das über den Untergang der Wilhelm Gustloff erzählt.
    Mir haben die vielfältigen Charaktere mit ihren völlig unterschiedlichen Wurzeln richtig gut gefallen, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, eine richtige Bindung zu ihnen aufzubauen, was auch an den sehr kurzen Kapiteln lag.
    Ruta Sepetys hat für ihren Roman sehr gut recherchiert und erzählt eine spannende Geschichte, die mich wirklich mitreißen konnte!
    Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!
  22. Cover des Buches Das Lachen und der Tod (ISBN: 9783896674647)
    Pieter Webeling

    Das Lachen und der Tod

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Schneewittchen95

    "Das Lachen und der Tod" von Pieter Webeling dreht sich um den Komiker Ernst Hoffmann, der zu Beginn des Buchs in ein Konzentrationslager transportiert wird. Auf diesem Weg verliebt er sich. Diese Liebe wird ihn durch sein wechselhaftes Schicksal im Lager begleiten, genauso wie sein Humor.

    Zunächst denkt man vielleicht, Komik ist in Bezug auf ein solches Thema makaber. Der Autor hat es damit aber geschafft, die Grausamkeit und Absurdität im Lageralltag einprägsam abzubilden. Das Buch hat mich wirklich berührt und mir gezeigt, wie Menschen unvorstellbare Bedingungen und Ängste überleben können.

    Ein außerordentlich lehrreiches Buch. Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung!

  23. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Ein paar Worte der Einleitung... 

    Ich finde es immer etwas schwierig, Bücher zu bewerten, die als solche nie geplant waren. Bücher, die im Grunde Quellen darstellen. Bücher, die eigene Gedanken wiederspiegeln. Bücher, die bestimmte Ereignisse dokumentieren. Bücher, also Tagebücher, deren Inhalt nicht für eine breite Öffentlichkeit gedacht war. Tagebücher spiegeln unsere Gedanken, innersten Ängste, unsere Freude, unseren Zwiespalt wieder und zeigen ein sehr persönliches Bild von einer Person, die man vermeintlich zu kennen scheint, die sich aber in solchen persönlichen Aufzeichnungen, durchaus anders darstellt, als man vermutet. 

    Das führt mich zu Astrid Lindgrens Tagebüchern aus den Kriegsjahren 1939 bis 1945. Wir lernen eine Lindgren kennen, die noch keine Autorin ist. Eine junge Frau mit Kindern, einem Ehemann, die sich durch die Kriegsjahre schlägt und so genau - wie es für sie möglich war - versucht zu verstehen, zu begreifen und zu dokumentieren. Wir lesen von den uns allseits bekannten Kriegsereignissen: dem Überfall auf Polen, den Russlandfeldzug, Mussolini Treiben in Italien, Rommels Kampagne in Afrika, den (manchmal längst vergessenen) Akteuren anderer Länder und von noch viel mehr. Lindgrens Tagebuch besticht zunächst durch eine gewisse Distanz zu diesen Ereignissen - was nicht verwundert - denn Schweden war nun einmal nie in den Krieg direkt involviert. Daher betrachtet Lindgren zwar genau, doch manchmal auch etwas unkritisch, ohne aber jemals ihr privilegiertes Leben in Stockholm zu vergessen.

    Besonders was die Rolle Russlands und Deutschlands angeht, ist sie stets zerrissen. Denn die Angst vor dem bolschewistischen Übergriff wiegt beinahe schwerer als jene vor den Nationalsozialisten und Schergen Hitlers. Das mutet aus heutiger Sicht merkwürdig an, war aber eben europäische Realität jener Zeit. Auch spannend und leider mal wieder bestätigt, wird klar, dass die Vernichtung der Juden und die Existenz von Konzentrationslagern eben kein Geheimnis war. Da Zeitungen immer wieder davon berichteten und Lindgren dieses in ihren Aufzeichnungen auch dokumentiert. Hinzu kommt dass sie einen anderen Zugriff auf Informationen hatte, weil sie in einer Briefkontrollstelle arbeitete und Briefe fremder Menschen lesen konnte, die nochmal ein sehr eindringliches Bild des Krieges zeichnen. Das nimmt Lindgren über die Jahre auch zunehmend mit. 

    Daneben werden aber auch persönliche Probleme deutlicher - die zwar selten direkt benannt werden - aber dennoch einen Blick auf den Mensch Lindgren erhaschen lassen.

    Einzige Kritik, sofern man ein Tagebuch kritisieren kann, ist der Aufbau. Mit Faksimiles wurden einige Seiten aus den Originaltagebücher wiedergegeben, deren Transkription und Übersetzung auf den folgenden Seiten erfolgte und für die es wiederum Querverweise im eigentliche Tagebuchtext gibt. Das ist zwar verständlich, doch ich fand den Aufbau etwas unsäglich, da man immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Eine fortlaufende Reihung mit Faksimiles oder ein originalgetreue Nachbildung des Tagebuchs wären da sicher praktischer gewesen. Dafür gibt es einen Stern Abzug.

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, lest dieses und andere Tagebücher jener Zeit, um nicht zu vergessen.

    Fazit: Lesenswert!


  24. Cover des Buches Wenn wir wieder leben (ISBN: 9783426520307)
    Charlotte Roth

    Wenn wir wieder leben

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Alex_gedankenwelt

    1964: Die 19-jährige Wanda lebt mit ihren Schwestern, ihrer Mutter „Matti“ und Tante Lore in einer kleinen Wohnung in Berlin. Stets liebevoll umsorgt und gut behütet aufgewachsen, hat sie sich um die vergangenen Jahre nie viel Gedanken gemacht. Ihr Vater ist im Krieg geblieben und zu Hause wird nie darüber gesprochen. Was vorbei ist, das ist vorbei. 

    Kurz nach Beginn ihres Studiums an der Berlins Freier Universität lernt sie den Mitstudenten Andras Goldfarb kennen. Andras, getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit, bereitet sich auf einen große Sache vor. Er sammelt Beweise und Unterlagen zusammen für den im Dezember beginnenden Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Völlig fasziniert von ihm fängt Wanda an, auch ihre eigene Herkunft zu hinterfragen. Als sie Matti mit der Frage „Was habt ihr von 1933-1945 gemacht?“ konfrontiert, hat sie noch keinen blassen Schimmer davon, welchen schmerzlichen Prozess sie damit in Gange setzt. Wird sie die Wahrheit aushalten können? 

    Mein persönliches Fazit:

     Charlotte Roth hat einen wunderbaren Roman geschrieben. Nach und nach verschmelzen die zwei Handlungsstränge miteinander, Vergangenheit und Gegenwart finden zueinander. Den geschichtlichen Teil dieses Buches finde ich großartig. Die Berichte über Zoppot und Danzig. Die Entwicklung in den Jahren 1933 – 1945. Die Informationen um die Wilhelm Gustloff. Die pommersche Mundart und die dargestellte Lebensfreude, großartig! Die geschichtliche Entwicklung in Zeiten des Krieges, so gut recherchiert. Ich habe dieses Buch wirklich so, so gerne gelesen. 

    Bemängeln muss ich allerdings, die Charakterzeichnung der Wanda. Ein 19 jähriges Mädchen, das 1964 in West-Berlin Geschichte studiert und anscheinend so gar nicht über geschichtliches Hintergrundwissen verfügt. Bis zur ihrer Begegnung mit dem Studenten Andras wusste sie nicht einmal, wo ihr Geburtsort liegt. Zoppot, bei Danzig in Polen. Naiv und unglaubwürdig. Auch andere Charaktere fand ich teilweise etwas unglaubwürdig. Hierfür habe ich einen Stern abgezogen. Trotzdem! 

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 / 5 Sterne. 

     

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