Bücher mit dem Tag "historisc"

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62 Bücher

  1. Cover des Buches Das Haus in der Nebelgasse (ISBN: 9783453358850)
    Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Fenny

    Mich hatte das Cover zuerst überzeugt, somit griff ich zum Buch. Es fängt die Stimmung, die auch in dem Werk von Frau Goga weitergeführt wird, hervorragend auf.

    Mathilda Gray, eine junge, fortschrittlich denkende Lehrerin arbeitet 1900 in einem Mädcheninternat. Doch die gesellschaftlichen Zwänge fordern einen Drahtseilakt von ihr, will sie doch die ihr anvertrauten Mädchen fortschrittlich und selbstbestimmt erziehen. Nach den Ferien kommt aber gerade eine ihrer vielversprechendsten Schülerinnen nicht zurück, sondern unternimmt wegen schwacher Gesundheit mit ihrem Vormund eine Reise in den Süden Europas. Bald schon schreiben die Zeitungen von einer möglichen Verlobung. Mathilda ahnt, dass das nicht sein kann. Und eine Postkarte der Schülerin eröffnet ihr ein jahrhundertealtes Geheimnis zur Familiengeschichte den Ancrofts und Clelands und zur Zeit der großen Pest in London.

    Um dieses Rätsel zu lösen sucht Mathilda die Hilfe ihrer vorwitzigen Vermieterin, die Groschenromane um eine Abenteurerin schreibt, sowie eines Antiquitätenhändlers und eines Universitätsprofessors. Diese Menschen eröffnen ihr einen ganz neuen Blick auf das alte London! Und eine Stadt unter der Stadt, sowie die zahlreichen darin verborgenen Geheimnisse. Dabei geht es insbesondere um ein Haus, das real existent ist. Das fand ich an diesem Roman so faszinierend. Auch gefiel es mir wirklich gut, die hervorragend recherchierten Einblicke in die Geschichte der Stadt zu bekommen, die auch schon Menschen um 1900 erforschten. 

    Einziger negativer Punkt: Der Anfang ist sehr, sehr zäh. Ich habe wirklich eine Zeit gebraucht, um in den Roman reinzukommen. Das erste Drittel, in dem sich nicht wirklich erschließt, was kommt und was die Begebenheiten der Vergangenheit mit der potentiellen Hochzeit der Schülerin zu tun haben, war wenig spannungsgeladen und zwang nur durch die wirklich gut gestalteten Nebencharaktere zum weiterlesen. Doch dann nahm die Geschichte endlich Fahrt auf und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Auch Mathilda Gray wuchs mir sehr ans Herz, wie auch ihre Vermieterin. Da ich eine Schwäche für gut geschriebene Nebencharaktere habe, war dieses Buch für mich dahingehend ein Lesevergnügen. Schade war nur, dass der Handlungsstrang um den Antiquar nicht fortgesetzt wurde. Doch das konnte das pikante Geheimnis des Universitätsprofessors wieder wettmachen.

    Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Ich hatte Spaß daran, sobald ich das erste zähe Drittel überstanden hatte. Und ich kann nur sagen: Durchhalten lohnt sich. Teilweise war das Ende recht vorhersehbar, dennoch blieb es spannend und wirklich gut und für die beschriebene Zeit authentisch gestaltet.

  2. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Persönliche Meinung:

    Das Buch spricht mich weder vom Cover, weder vom Klappentext besonders an. Ida Chagall ist ein unsympathischer Charakter, der durchs ganze Leben, nie wirklich frei von ihrem Vater wird. Ihr Vater, der berühmte Marc Chagall, hat sie vollkommen in seiner Gewalt und man merkt die Abhängigkeit zwischen den beiden.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich gar nicht an, es sind zu viele Füller, zu wenig Handlung.
    Ihre Beschreibungen sind zu detailliert, nach nur wenigen Seiten, bekommt man genug davon. Selbst beim mehreren Seiten überspringen, kommt man gut mit der Handlung zurecht da einfach nichts passiert.

    Fazit

    Ein langweiliges Buch, welches sich nicht zu lesen lohnt. Marc Chagall war ein Tyrann, der seinen Angehörigen das Leben zur Hölle gemacht hat. 

  3. Cover des Buches Blut schreit nach Blut (ISBN: 9783743187450)
    Aikaterini Maria Schlösser

    Blut schreit nach Blut

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Das Cover ist leider nicht so meins, ich mag Gesichter auf dem Cover einfach nicht. Der Titel wirkt aggressiv, jedoch ist er wirklich passend gewählt. Auf dem Buchrücken der Wolf. Den hätte ich mir auch vorne gut vorstellen können.

    Die Geschichte finde ich gut. Sie baut sich mit und mit auf. Durch die vielen Beschreibungen der Entwicklung von Luna, konnte ich mich gut in sie rein versetzen. Ich fand es schön und in diesem Fall nicht langatmig. Mehr und mehr wollte ich wissen was nun als Nächstes mit ihr passiert. Jedoch ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Neben Blut und Gewalt gab es auch Übergriffe auf Frauen. Wenn man so etwas nicht lesen kann, sollte man die Finger von dem Buch lassen.

    Den Schreibstil mag ich. Das Buch ist nicht frei von Fehlern aber das stört mich nicht weiter.

    Die Bilder im Buch finde ich passend gewählt. Es macht Spaß sie sich anzuschauen.

    Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch. Und es macht Lust auf mehr, endet es doch mit einem Cliffhanger. Bis ich das Buch in Händen halte gehe ich wohl mit meinem kleinen Wolf spazieren, aber besser nicht bei Vollmond, oder was meint ihr?

  4. Cover des Buches Die vergessene Burg (ISBN: 9783453359727)
    Susanne Goga

    Die vergessene Burg

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Paula Cooper ist als Gesellschaftsdame bei der Cousine ihrer Mutter angestellt. Sie hat ein sehr zurückgezogenen Leben weil sie sich ausschließlich um die alte Dame kümmert. 

    Plötzlich erhält sie eine Brief von Ihrem angeblichen Onkel Rudy. Völlig irritiert versucht sie bei ihrer Mutter Erkundigungen über ihn einzuholen. Doch diese wehrt ab. 

    So beschließt Paula der Einladung von "Onkel" Rudy zu folgen und bricht ihre Zelte in England ab und reist nach Bonn am Rhein. Vielleicht erfährt sie hier mehr über ihren Vater. Paula hat nämlich keinerlei erinnerungen an ihn und ihre Mutter blockt darüber tatsächlich alles ab. 

    Die Reise an den Rhein wird für Paula ein Bad der Gefühle, schafft sie es hinter das Verschwinden ihres Vaters zu kommen?

    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Paula war gleich sehr sympathisch und man konnte sehr mit ihr mitfühlen und sich in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist toll und ich habe mich tatsächlich ein bißchen an den Rhein versetzt gefühlt, obwohl ich außer in Köln noch nicht die Möglichkeit hatte ihn zu besuchen.

  5. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.137)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Das Buch beginnt im Jahre 1906 in Italien und wir lernen Cetta kennen. Ein junges Mädchen, dass von seiner Mutter in eine furchtbare Ecke gedrängt wird. 1908 wird Cetta mit 14 Jahren vergewaltigt. Sie bringt einen wunderschönen blonden Jungen zur Welt. Sie nennt ihn Natale und wandert mit ihm nach Amerika aus. Immer wieder muss sie ihren Körper verkaufen um durch zu kommen. Ein Zuhälter kümmert sich um sie in Amerika und ein älteres italienisches Ehepaar kümmert sich um Natale. Natale soll es einmal besser haben und wird Amerikaner. Weil sie mit seinem Namen nichts anfangen können, wird er Christmas genannt. Er wächst in Armut auf und muss das harte Leben auf der Straße kennen lernen. Er will es aber besser haben und gründet die Diamond Dogs. Eine Gang, der sich immer mehr anschließen und durch die sich Christmas Respekt verschafft. Cetta ist stolz auf ihren Sohn. Eines Tages trifft Christmas auf Ruth, die aus einer reichen jüdischen Familie stammt und halb tot auf der Straße liegt. Sie wurde vergewaltigt und übel zugerichtet, aber Christmas möchte diesem Mädchen eine Chance geben und immer für sie da sein. Der Titel klingt einfach wunderschön und die furiosen Besprechungen machten mir noch mehr Lust auf das Buch. Anfangs war ich wegen der Brutalität und Rohheit etwas abgeschreckt, aber wenn dann die Liebe, die Wärme und Zuneigung die Oberhand gewinnt und man Cetta und Christmas ins Herz schließt, dann kann man die 800 Seiten nur noch verschlingen.

  6. Cover des Buches Mandeljahre (ISBN: 9783492304979)
    Katrin Tempel

    Mandeljahre

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Als Katharina Nicklas die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie im Keller Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Marie. Die sensible Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers schreibt darin über den Aufstieg und Fall einer Kaffeeröster-Dynastie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts – und über ihre geheime Liebe zu einem naturverbundenen Mandelbauern ...


    Mir hat das Buch gefallen. Es wurde gut erzählt wie es zur Zeit des Krieges und dlavor mit der Familie und der Kaffeerösterei ausgeht. 

  7. Cover des Buches Die Tochter des Fechtmeisters (ISBN: 9783404174812)
    Sabine Weiß

    Die Tochter des Fechtmeisters

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Muschel
    Nachdem ich von der Autorin bereits zwei historische Romane mit Begeisterung gelesen hatte, habe ich mich umso mehr auf dieses Buch gefreut. Eine Rezension steht mir hier nicht zu, da ich diesen Roman nach 259 Seiten abgebrochen habe. Das Buch konnte mich leider ueberhaupt nicht mitreissen, es war einfach nur langatmig. Schade.
  8. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2) (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Die Abenteuer von Jakob Kuisl, dem Henker von Schongau, seiner Tochter Magdalena und dem Medicus Simon Fronwieser gehen weiter. 

    Hier geht es um einen vergifteten Pfarrer und die Suche nach dem verborgenen Schatz der Templer. Wir sind im Jahr 1660.

    Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß gemacht. Es hatte eine tolle Atmosphäre, war spannend, unterhaltsam und auch lehrreich. 

    Auch war es stellenweise durchaus humorvoll. Ich mochte die zum Teil bissigen Dialoge, denn sowohl der Henker als auch seine Tochter als auch der Medicus sind sehr eigenwillige Figuren. 

    Sehr interessant fand ich auch die medizinischen Aspekte in diesem Buch. Wie damals geheilt (oder eben nicht geheilt) wurde, an was die Menschen glaubten,... 

    Insgesamt ein überaus gelungener Historischer Roman, und ich freue mich nun auf den nächsten Band der Reihe!  

  9. Cover des Buches Die Erben von Snowshill Manor (ISBN: 9783765509605)
    Ingrid Kretz

    Die Erben von Snowshill Manor

     (50)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    Ingrid Kretz war mir, vor diesem Roman, gar kein Begriff - das hier ist der erste den ich von ihr gelesen habe.

    Tatsächlich habe ich das Buch gekauft weil es so schön aussah, das Cover hat mit einfach zu gut gefallen.


    Dazu mag ich historische Romane einfach gerne lesen und so kam dieses Buch in meinem Besitz.


    Dann fing ich an zu lesen und bin abgetaucht in das Leben der Familie von Lord Darabont.


    Catherine wird, nachdem sie den Unwillen ihrer Eltern auf sich gezogen hat, für einige Monate zu den Darabonts geschickt.


    Dort nimmt sie dann am Leben der Familie teil und kann das Leben des Adels kennenlernen.


    Sie ist etwas zu frei und entspricht nicht den Vorstellungen einer Dame der damaligen Zeit und ist genau deshalb so liebenswert.


    Sie ist neugierig und selbstbewusst, sie bemerkt Ungereimtheiten, Geheimnisse und Intrigen.


    Doch bei alledem hat sie ein Herz voller Liebe, ist mutig und setzt sich dafür ein die Wahrheit rauszufinden, denn was verbringt die Familie?

    Was bedrückt sie? Was sorgt für dem unterschwelligen Druck und Stress?


    Es ist schön diese Geschichte zu lesen, sie ist fesselnd, leicht und flüssig geschrieben. Sie hat das richtige Maß an Spannung, teils sehr unerwartete Wendungen und ganz viel Herz.


    Mir hat es sehr gefallen -

    ein sehr gutes Buch.

  10. Cover des Buches Die Reise der Amy Snow (ISBN: 9783548289809)
    Tracy Rees

    Die Reise der Amy Snow

     (282)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Idee der Geschichte klang super. Eine Schatzsuche durch das viktorianische England und eine Suche nach der eigenen Herkunft. Bis Seite 278 habe ich durchgehalten. Dann habe ich aufgegeben. Sowas langweilig und langatmiges habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Daher kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.

  11. Cover des Buches Die Hureninsel (ISBN: 9783426517543)
    Martina Sahler

    Die Hureninsel

     (51)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Nachdem ich "Das Hurenschiff" regelrecht verschlungen habe, wollte ich gerne wissen,wie es mit Molly,Hannah und den anderen weitergeht.

    Die liebgewonnen Protagonisten sind in der Strafkolonie nach einer langen und schweren Überfahrt angekommen und stehen nun weiteren Problemen und Schwierigkeiten gegenüber, bevor sie ihr Glück finden.

    Gerne hätte ich noch mehr über ihr Leben erfahren, aber dennoch war es gut beschrieben und erklärt.

    Mir hat die Geschichte sehr gefallen 

  12. Cover des Buches Feuer und Glas - Die Verschwörung (ISBN: 9783453267398)
    Brigitte Riebe

    Feuer und Glas - Die Verschwörung

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Helli

    Feuer und Glas - Die Verschwörung von Brigitte Riebe

    Buch:

     

      Schöner, magischer und gefährlicher kann die erste Liebe nicht sein! Konstantinopel im Jahr 1509: Milla, das Mädchen, das über die Kräfte des Feuers gebietet, und Luca, der Junge, dessen Familie zu den Wasserleuten gehört, suchen in der sagenumwobenen Stadt am Bosporus Millas Vater Leandro. Doch als sie ihn endlich finden, kann er sich an nichts erinnern. Nicht an sein früheres Leben und nicht an Milla. Milla ahnt, dass sie selbst und ihre Liebe zu Luca in höchster Gefahr sind, wenn es ihr nicht gelingt, das dunkle Geheimnis um Leandro zu lüften… In der uralten Lagunenstadt Venedig sind sie sich das erste Mal begegnet: die sechzehnjährige Milla, die von den Feuerleuten abstammt, und Luca aus dem Geschlecht der Wasserleute. Ihre Liebe zueinander ist seitdem nicht erloschen. Als Milla nach Konstantinopel aufbricht, um ihren Vater Leandro zu suchen, begleitet Luca sie. Über Leandros Leben und Verschwinden liegt ein dunkles Geheimnis, das Milla nun endlich ergründen will. Die so lange herbeigesehnte Begegnung mit ihrem Vater verläuft jedoch anders als erwartet: Leandro scheint sich an nichts aus seiner Vergangenheit zu erinnern, auch nicht an Milla. Während das Feuermädchen verzweifelt herauszufinden versucht, was ihrem Vater das Gedächtnis geraubt hat, wird die Stadt von einem gewaltigen Erdbeben erschüttert. Fast zu spät wird Milla und Luca klar, dass nur der Bund aus Feuer und Wasser die Stadt am Bosporus retten kann. Ausgerechnet in der Stunde der höchsten Not wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt, denn der gut aussehende Baumeister des Sultans scheint alles daranzusetzen, Millas Herz zu gewinnen…

     

    Autor:

     

      Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat zahlreiche erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

    Quelle: http://www.randomhouse.de/Autor/Brigitte-Riebe/p109238.rhd

     

    Meinung:

     

      Brigitte Riebe, die etablierte Autorin, stellt den zweiten Teil aus der Feuer und Glas-Reihe vor, Feuer und Glas – Die Verschwörung.   Auch in diesem Band bleibt die Autorin ihrem Stil treu und präsentiert ihre blühende Fantasie, die den Leser in den Bann zieht, sowohl mit der Sprache als auch den bildhaft dargestellten Protagonisten.

    Die Story um Milla ist packend und spannungsgeladen, was dazu führt, dass man in die Geschichte eintaucht- mit Milla lacht, mit fiebert und zittert, aber auch sie an manchen Stellen einfach nur schütteln mag und ihr zuflüstern möchte: „nun mach schon“!

     

     

    Fazit:

     

      Eine wunderbare Geschichte um ein junges Mädchen, das langsam aber sicher zur Frau wird,  Verantwortung übernimmt und nicht an Mutters Rockzipfel hängen bleibt, gespickt mit Liebe, Hingebung, Vertrauen und Magie.

     

    Meine Bewertung:

      Ich vergebe           ★★★★★

    ©Helli's Bücher-Land

  13. Cover des Buches Dornenvögel (ISBN: 9783734102981)
    Colleen McCullough

    Dornenvögel

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Ira086

    Der Geschichte ist natürlich vor allem durch die Serie aus den 80ern bekannt, diese wird dem Roman jedoch nicht gerecht (wie das meistens so ist). 

    Colleen McCullough hat mit den Dornenvögeln ein emotional intelligentes Meisterwerk geschaffen. Das spürt man sowohl an ihrem Schreibstil, der perfekt für die Geschichte ist, als auch an der Handlung selbst, die wundervoll durchdacht ist.

    Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem ich so sehr das Gefühl hatte, dass die Autorin  verstanden hat, wie Menschen fühlen, denken, "ticken", wodurch die Charaktere so unfassbar vielschichtig werden. Ich konnte die Intentionen jedes Charakters nachvollziehen und hatte irgendwann das Gefühl, ich würde sie wirklich kennen. Tatsächlich (und in der Serie war das gar nicht so) fand ich die 2. Generation (Meggies Kinder) im Buch sogar fast noch interessanter als die 1. (Meggie und Ralph).
    Insgesamt ein so kreatives, feinfühliges und ungewöhnliches Buch und eins der besten, die ich bisher gelesen habe!

  14. Cover des Buches Romeo und Julia. (ISBN: B00273PY1S)

    Romeo und Julia.

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist eine Liebestragödie aus dem 16. Jahrhundert, die von Romeo und Julia handelt, welche aus zwei verfeindeten Familien kommen. Montague und Capulet heißen sie und haben beide großen Einfluss…

    Ich denke zwar das die Bescheibung des Inhalts bei diesem Weltbekannten Buch ein bisschen unnötig ist, wollte sie aber trotzdem nicht missen. Für mich war es das erste Buch dieser Art und ich werde definitiv wieder solche lesen (das nächste habe ich schon gekauft). Anfangs ist es mit den vielen Namen zurechtzukommen, nach dem ersten bis zweiten Akt geht das dann aber. Durch die vielen Fußnoten lässt sich das Buch zwar nicht sonderlich flüssig lesen, aber ich denke das ist normal. Ich finde es definitiv faszinierend wie die Sprach damals war und es meiner Meinung nach, immer so kleine Gedichte sind, in denen „gesprochen“ wird. Ich hätte niemals gedacht, dass es das Wort „Memme“ damals schon gab. Die Liebe zwischen Romeo und Julia ist so groß, dass ich leider bezweifle, dass es sie heute noch so gibt, was natürlich sehr schade ist. Diese Geschichte ist definitiv faszinierend, komplex und sehr gefühlsvoll. Ganz große Leseempfehlung!

  15. Cover des Buches Die Schwester der Zuckermacherin (ISBN: 9783833350184)
    Mary Hooper

    Die Schwester der Zuckermacherin

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Authentische Darstellung Londons und seiner Bürger im 17. Jahrhundert. Es fiel mir durch die detailreiche Erzählung der Autorin sehr leicht, mich unmittelbar im Geschehen begriffen zu fühlen. Ich konnte Londons Straßen unter mir spüren, den Gestank riechen und die Angst fühlen, die die Bürger immer mehr einnimmt, als die Pest sich ausbreitet und jede Woche Tausende von ihnen umbringt.



  16. Cover des Buches Wainwood House - Rachels Geheimnis (ISBN: 9783570157596)
    Sarah Stoffers

    Wainwood House - Rachels Geheimnis

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Jane verliert ihre Eltern durch einen Unfall bei Ausgrabungen in Ägypten. Sie wird von Colonel Feltham, der sie total verstört in der Wüste aufgreift zu dessen Schwager nach England geschickt.
    Da sie Halbägypterin ist fällt sie mit ihrem dunkleren Teint zwischen den ganzen blassen Briten natürlich sehr auf und regt zu Spekulationen an. Der Earl of Derrington nimmt sie in seinen Hausstand von Wainwood House auf, wo sie als Dienstmädchen bleiben kann.
    Doch dann kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen und sie muss untertauchen. War der Tod ihrer Eltern vielleicht doch kein Unfall?

    Die Geschichte um Jane und die Familie Goodall fängt schon interessant an. Man erfährt schnell das Jane ihre Eltern unter mysteriösen Bedingungen verloren hat. Leider kann man nicht gleich einordnen wie viel Jane über den Tod ihrer Eltern weiß und warum dieser Colonel sie zu seinem Schwager geschickt hat.
    In dessen Haus kein Wort darüber verloren wird, das er damals als Soldat in Ägypten lebte.
    Seine beiden Töchter sind sehr unterschiedlich. Während Claire nur darauf aus ist eine gute Partie zu machen, ist Penny eher ein Wildfang und will Abenteuer erleben. Zu ihnen gehört auch noch Julian, der das Mündel des Earls ist. Nachdem die Goodalls mit Benjamin noch einen eigenen Sohn bekommen haben sinkt die Erbfolge für Julian ins Nirvana. Er muss nun überlegen was er mit seinem Leben anfangen will. Sollte er Geistlicher werden, oder doch besser eine Militärlaufbahn einschlagen.
    Sympatisch waren mir Penny und Julian auf jeden Fall. Claire kommt ein wenig verhärmt und besserwisserich rüber.
    Jane ist natürlich und angenehm. Man wünscht ihr das sie eine Erklärung für alle Umstände erhält.
    Penny liebt das Abenteuer und das erhält sie in diesem Buch auch, als sie in der Bibliothek eine besondere Entdeckung macht.

    Schon das Cover hat mir gut gefallen und auch der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen. In einem Wochenende hatte ich das Buch durch und bin nun traurig das es zu Ende ist. Gerne hätte ich gewusst wie es für die Protagonisten nach all den Querelen und Abenteuern nun noch weiter geht.

  17. Cover des Buches Im Feuer der Freiheit (ISBN: 9783956690907)
    Bele Freudenberg

    Im Feuer der Freiheit

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Danni152

    Das Buch hatte ich schon vor längerem gekauft und heute erst gelesen. Am Anfang tat ich mich schwer damit, in die Geschichte einzutauchen. Das Genre ist genau meins! Die Unruhen,  der Tod des Onkels und der neue Vormund hat mich in eine Gefühlswelt tauchen lassen, die es mir schwer gemacht hat,  das Buch aus der Hand zu legen.  Die Hintergründe standen mir zu Anfang und Mitte zu sehr im Vordergrund und daher der Stern Abzug. Als Fanny ihrem Abenteuer gegenüber stand und es ein paar Mal echt brenzlig wurde, war auch ich total überzeugt von dem Buch und hat mir Lust auf mehr historische Abenteuer beschert! 

  18. Cover des Buches Belgravia. Zeit des Schicksals (ISBN: 9783328101956)
    Julian Fellowes

    Belgravia. Zeit des Schicksals

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Leser44

    „Belgravia-Zeit des Schicksals“ geschrieben von Julian Fellows ist ein gelungener Roman voller Geheimnisse, Intrigen, Verrat und Rivalität. Im Mittelpunkt steht das große Geheimnis um Charles Pope. Während der Leser sofort erfährt, wer Charles Pope ist, bleibt es für die Figuren im Buch ein großes rätselhaftes Geheimnis. Als Fan von Downton Abbey hatte ich natürlich hohe Erwartungen, die, trotz kleiner Kritikpunkte, nicht enttäuscht wurden. 


    Während das Cover meiner Ausgabe das London des 19. Jahrhunderts schön widerspiegelt, ist der Klappentext etwas unpassend gewählt. Meiner Meinung nach macht der Klappentext den Eindruck, dass Charles Pope die Hauptfigur ist. Ich persönlich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass es so war. Im Gegenteil, ich hätte mir gewünscht, die Geschichte mehr aus seiner Sicht zu durchleben.


    Thematisch war das London des 19.Jahrhunderts sehr interessant. Man konnte gut in diese Welt eintauchen und hat einiges über die Gesellschaft und vor allem den Adligen und Reichen Londons gelernt. 


    Zahlreiche Figuren tauchen im Roman auf und es war manchmal schwierig die einzelnen Namen auseinanderzuhalten. Gleichzeitig war es aber auch interessant in die Köpfe der unterschiedlichen Figuren zu gucken und ihr Innenleben kennenzulernen. Dadurch konnte man schnell sowohl Empathie als auch Antipathie für die jeweiligen Figuren entwickeln.


    Julian Fellows schreibt detailreich und bildhaft und schafft es einen angenehmen Lesefluss zu erzeugen. Allerdings ist der ständige Perspektivenwechsel etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man sich erst reingelesen, ist es aber auch sehr spannend die Gedanken der einzelnen Figuren zu erfahren. 


    Obwohl man als Leser von Anfang an das Geheimnis des Charles Pope kennt, wodurch etwas Spannung verloren geht, ist das Ende sehr überzeugend. Dramatisch, bewegend und ganz nach meinem Geschmack!


    Fazit: Zwar habe ich kleine Kritikpunkte, dennoch war dieser Roman ein Lesegenuss. Trotz hoher Erwartungen hat es überzeugt!


  19. Cover des Buches Wo drei Flüsse sich kreuzen (ISBN: 9783426306604)
    Hannah Kent

    Wo drei Flüsse sich kreuzen

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Aaron_Weigel

    Ein Buch, dass seinen Spannungsbogen langsam aber beständig in die Höhe schraubt, bis man es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen will. 

    Durch das düstere Setting und die eigenwilligen Figuren, die einem nicht symphatisch sind und die den Leser gerade deswegen in den Bann ziehen, schafft die Autorin eine fantastische erzählerische Atmosphäre.

  20. Cover des Buches Die honigsüßen Hände (ISBN: 9781503954670)
    Marion Johanning

    Die honigsüßen Hände

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Jedida

    Und wieder ein Buch von Marion Johanning, das mich begeistern konnte! Frau Johanning versteht es, so zu schreiben, dass der Leser direkt ins Geschehen gebeamt wird. Ihre Figurenzeichnung ist plastisch und absolut nachvollziehbar, ihr Schreibstil flüssig und schnörkellos. Es gibt Charaktere zum Hassen und Lieben und eine Story, die keine Minute langweilig wird. So für einige Stunden ins Feinbäckerhandwerk und in die Schilderung harter körperlicher Arbeit einzutauchen hatte echt was (vor allem, wenn man dabei gemütlich auf der Couch liegen kann) … Es hatte echt was von einer Zeitreise ins Mittelalter. Gut gemacht, Frau Johanning! Und bitte mehr davon.

    Wer historische Romane mit starken Frauen mag, die für die damalige Zeit Bahnbrechendes geleistet haben, der dürfte an diesem Werk seine wahre Freude haben.

  21. Cover des Buches Die Australierin (ISBN: 9783746636023)
    Ulrike Renk

    Die Australierin

     (124)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Nachdem ich von der Ostpressensaga so begeistert war wollte ich diesen Auftakt zur Auswanderersaga von Ulrike Renk auch lesen. Das Buch hat mich gut unterhalten aber es kam für mich nicht an die Ostpressensaga heran. Daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung. Es gab für mich ein paar Längen im Buch und die Figuren wuchsen mir nicht so ans Herz.  

  22. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

     (502)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung. Diese Rezension enthält Spoiler. Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe.• Das Buch lag schon etwas länger auf meinem SuB. Umso glücklicher bin ich, es endlich davon befreit zu haben. (: Ich muss sagen das ich diesen Auftakt wirklich gut fande, mir hat Maries Geschichte gefallen und auch alle Tragödien und Dramen rund um die Tuchvilla fande ich sehr unterhaltsam.

    Cover: Das Cover des Buches hat mir auf Anhieb gefallen. Es verströmte das gewisse Etwas und zeigte sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Zu sehen ist eine junge Frau, die mit dem Rücken zu uns steht. Sie trägt einen langärmligen, braunen Pullover und einen langen, gelben Rock. Ihre braunen Haare hat sie hochgesteckt. Sie steht ganz vorne im Cover. Vor ihr erstreckt sich eine verschneite Landschaft- ein riesiges Anwesend ist zu erkennen, welches von riesigen Bäumen umsäumt ist. Sofort weiß man als Leser das es sich um die Tuchvilla handeln muss. Diese ist wunderschön erbaut worden und zeigt sogar gelbe Verzierungen an der Fassade.

    Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr Gut gefallen. Da wir uns im Jahr 1913 befinden, hat sich die Autorin dieser Zeit hervorragend mit ihrem Stil angepasst und verströmt die perfekte historische Atmosphäre. Im Allgemeinen war er jedoch gut verständlich, locker und leicht geschrieben und auch sehr lebhaft. Ihre sehr detaillierten Beschreibungen haben mir gut gefallen. Nicht zuletzt auch die verschiedenen Verstrickungen und Beziehungen der Charaktere haben mir sehr zugesagt. Ich behalte die Autorin definitiv im Auge und freue mich auf die weiteren Fortsetzungen der Reihe. (:

    Idee: Die Idee des Buches hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. (:
    In diesem Buch begleiten uns so einige Intrigen und Tragödien, die jedoch nur nach und nach und ganz sanft auf uns einrieseln.
    Zunächst lernen wir die Waise Marie kennen. Sie erhält die Chance als Küchenhilfe in der Tuchvilla zu arbeiten und so der angesehenden Familie Melzer zu dienen.
    Die Familie Melzer besteht aus Alicia und Johann und dessen drei Kindern Kitty, Paul und Elizabeth.
    Schnell rückt Marie jedoch ins Zentrum der Familie- nicht nur Paul scheint ein Auge auf die taffe Marie geworfen zu haben, auch Kitty wird sie zu einer guten Freundin. Sie verbindet die Kunst. Und natürlich Maries Talent zu Näh-& Handwerksarbeit steht unter einem guten Stern. Da sind Dramen gleich vorprogrammiert- nicht nur das es unschicklich ist, wenn eine Küchenhilfe so in das Zentrum der erwachsenen Kinder des Hauses rückt. Der Herr des Hauses hat Geheimnisse aufgebaut, die durch die Anwesenheit Maries drohen entlüftet zu werden.. Ganz zu schweigen von den anderen Angestellten deren Missgunst und Eifersucht sie sich nun ganz sicher sein kann.. Denn ein jeder möchte seine Probleme natürlich ganz geschmeidig unter den Teppich kehren..


    Kapitel: Das Buch baut sich wirklich unheimlich sachte auf. Eine gewisse Grundspannung war allgegenwärtig, aber auch ein paar langatmige Stellen schlichen sich hin und wieder ein. Für mich war das Buch dennoch sehr unterhaltsam. (:
    Das Ende hat mir nochmal sehr Gut gefallen. Für die Meisten der Charaktere gibt es nochmal ein herrlich schönes Happy End. Auch für Marie, was mich ganz besonders gefreut hat. Jedoch wäre die Tuchvilla.. Nunja eben nicht die Tuchvilla, wenn nicht noch einige Geheimnisse in ihren vier Wänden schlummern würden.. und von einem davon werden wir unwiderruflich nochmals Zeuge! Umso gespannter bin ich nun auf den zweiten Band der Reihe und bin sehr neugierig, wie sich das Leben in der Tuchvilla nun entwickeln wird! ♡

    Charaktere: Die Charaktere haben mir gut gefallen. Unser Hauptcharakter in diesem Buch ist Marie. Marie hat mich unheimlich beeindrucken können. Trotzdessen das sie arm wie eine Kirchenmaus ist, als sie in die Tuchvilla kommt, hat sie eine unglaublich stolze Haltung. Sie weiß was sie will und obwohl sie fast nie widerspricht, was ihre Aufgaben angeht, merkt man schnell das sie einen wachen und intelligenten Geist besitzt. Kein Wunder das sie schnell geschätzt wird, denn Marie ist handwerklich sehr geschickt. Ihre wohl engste Vertraute wird schnell Kitty. Kitty ist ein echter Wirbelwind, etwas sprunghaft und leidenschaftlich, aber auch bildschön. Ihre Liebe zur Kunst wird von ihrer Familie toleriert, aber nicht geteilt. Kittys Schwester Elizabeth ist das Ganze Gegenteil: Sehr besonnen, ernst und realistisch, gibt sie sich selten Träumen hin und ist sehr strukturiert. Ich muss sagen das ich vor allem das einfache Gesinde mit ihren gottlosen Mäulern sehr unterhaltsam fande. Man merkt den Unterschied zwischen den Ständen doch extrem, was aber auch erheiternt war. (:

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sternchen. Die Tuchvilla ist ein Buch voller familiären Tragödien, verbotenen Liebschaften, Geheimnissen, aber auch Prunk und Armut, Lügen und Intrigen und das alles in dem Jahr 1913. Ich wurde wirklich sehr Gut unterhalten und empfande die ein oder andere Langatmigkeit als nicht allzu störend. (: Klare Leseempfehlung.

  23. Cover des Buches Die Glocken von Vineta (ISBN: 9783442374212)
    Charlotte Lyne

    Die Glocken von Vineta

     (46)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Vineta im 12. Jahrhundert: Die Zwillingsbrüder Warti und Bole wachsen gemeinsam in einer der reichsten Städte des Ostseeraums auf. Zwar gab es schon immer große Unterschiede zwischen den beiden Söhnen eines reichen Kaufmannes, doch als nach dessen Tod Warti das Erbe in Reichtum antritt und Bole als Fischer zurücklässt, der sich durchs Leben kämpfen muss, kommt es endgültig zum Bruch zwischen den beiden. Während Warti voller Elan durchs Leben schreitet, die schöne Russin Natalia kennen und lieben lernt hadert sein Bruder mit dessen Schicksal. Doch die Blütezeit Vinetas scheint sich dem Ende zuzuneigen. Der Konflikt zwischen Christen und Heiden spitzt sich immer mehr zu und auch die christlichen Nachbarländer Vinetas geiern immer mehr auf dessen Wohlstand und wollen sich endlich das "Heidenbabel" unter den Nagel reißen. Und während Warti sich langsam wieder auf dem absteigenden Ast befindet, hat Bole durch Verrat es geschafft, sich aus der Armut zu befreien. 

    Ich hatte bereits ein Buch von Charlotte Lyne gelesen, weshalb der Schreibstil keinerlei Neuland für mich war. Dieser ist in meinen Augen sehr angenehm beschreibend, ohne dabei zu ausartend zu werden und sehr passend für einen historischen Roman. Insofern schreckte ich auch nicht davor zurück, das Buch zu lesen, da "Die Glocken von Vineta" das Buch der Autorin ist, dass mich schon immer von ihren Büchern vom Klappentext her am meisten angesprochen hat. Ich finde die Christianisierung im 11. und 12. Jahrhundert in Europa extrem spannend und auch dass die Geschichte mit Vineta eine versunkene Stadt als Handlungsort hat, die ich bis jetzt nur aus Legenden kannte, hat mir sehr zugesagt. So war ich leider enttäuscht, dass mich das Buch nur kaum mitreisen konnte, und ich mich auf weiten Teilen der Geschichte langweilte. Das vorhandene Potential mit Machtkämpfen und Christianisierung wurde kaum ausgeschöpft. Zwar kam es immer wieder zu Stellen, die gerade danach schrien, die Geschichte rasant zu machen, doch die Spannung an diesen Stellen wurde nur sehr kurz aufgebaut, bevor sie sich in kompletter langweiliger Belanglosigkeit entlud. Und auch die Protagonisten konnten mich anfangs kaum mitreisen. Auf den ersten 100 Seiten blieben mir Warti, Bole und Natalia seltsam fremd, sodass ich mich kaum in sie hineinversetzen konnte. Im Laufe des Buches änderte sich dies allerdings, und so konnte ich letztendlich Sympathien vor allem für Natalia aufbauen. Die Nebencharaktere waren allerdings nicht mehr so facettenreich gestaltet und so fand ich beispielsweise Jakub und Anton recht einseitig und vorhersehbar. Jula, Boles hinterlistige Frau bildete dabei allerdings eine Ausnahme. Sie wirkte mit ihrem Hass und der Persönlichkeitsveränderung und letztendlich auch mit ihrem Schicksal besonders authentisch auf mich, vor allem wenn man ihre unglücklichen Lebensumstände und den Fakt, dass die Geschichte im 12. Jahrhundert spielt, berücksichtigt. Sehr gut gelungen ist hingegen die Verwebung von Fiktion mit historischen Fakten. Die Hintergründe hinter Vineta sind sehr ausführlich recherchiert und vor allem die Beschreibungen dessen, was sich sonst noch so in Europa abspielte waren für mich ein wahrer historischer Leckerbissen. Ich fand es extrem interessant vor allem über die Thronstreitigkeiten in Dänemark zu erfahren, die ab einem gewissen Punkt eine ständige Randpräsens in der Geschichte innehatten, aber auch über das Voranschreiten der Christianisierung und der Zurückdrängung der heidnischen Fürstentümer, dessen Beschreibungen vor allem im ersten Drittel des Buches recht präsent waren. 

    Letztendlich kann ich sagen, dass es der Autorin beim Schreiben dieses Buches daran fehlte, die Geschichte spannend zu gestakten, wohingegen das Setting und die historischen Fakten eine perfekte Grundlage für einen guten historischen Roman geboten hätten. 

  24. Cover des Buches Teufelsmond (ISBN: 9783499256820)
    Ines Thorn

    Teufelsmond

     (22)
    Aktuelle Rezension von: page394
    Hessen im Winter des 16. Jahrhunderts. Pater Fürchtegott wird von seinem Kloster zum Exorzisten berufen und soll untote Nachzehrer, die im Knüllwald hausen, beseitigen. Die junge Karla unterdessen flieht aus ihrem Heimatdorf, weil sie mit dem grausamen Leberecht verheiratet werden soll. Die beiden treffen aufeinander und setzen ihre Reise gemeinsam fort, bis sie im Dorf Alwerode ankommen – wo sie dringend gebraucht werden, denn dort passieren immer wieder Unglücke. Bald merken Pater Fürchtegott und Klara, dass die abergläubische Dorfgemeinschaft, die den benachbarten Michelsmüllern, die angeblich mit dem Teufel im Bunde stehen, für alles die Schuld gibt, selbst einige Geheimnisse hat und nicht unschuldig an den Vorfällen im Dorf ist.

    Teufelsmond war mein erstes Buch von Ines Thorn, aber sicherlich nicht mein letztes. Der Schreibstil der Autorin hat mir extrem gut gefallen – er ist sehr flüssig und man kann sich die Geschehnisse gut vorstellen und beim Lesen das Dorf vor sich sehen (und riechen) und komplett in der Geschichte versinken. Die Sprache ist, dem Zeitpunkt der Geschichte angemessen, etwas altmodisch, aber nicht so sehr, dass der Lesefluss dadurch ins Stocken gerät. An einigen Stellen, beispielsweise wenn jemand auf grausame Art und Weise stirbt, was das ein oder andere Mal vorkommt, hatte ich eine Gänsehaut. Die düstere Atmosphäre zieht sich durch den ganzen Roman.

    Ein Grund, warum ich so gerne historische Romane lese, ist, dass man beim Lesen automatisch etwas dazulernt und das war auch hier der Fall. Man erfährt viel über das Leben im 16. Jahrhundert und wie es von Religion bestimmt war – aber auch, zu wie viel Angst und Missverständnissen die Unwissenheit über Naturwissenschaft führen kann. Auch die (sehr niedere) Rolle der Frau wird herausgestellt, wobei am Ende die Frauen jedoch zu den heimlichen Heldinnen des Dorfes werden. Hier hat die Autorin einen tollen Mittelweg gefunden, auf respektvolle Weise das Gesellschaftsbild der damaligen Zeit beizubehalten. Auch die Protagonistin Karla fällt des Öfteren aus ihrer Rolle als Frau, sie läuft vor einer ungewollten Heirat weg, ist aufgeschlossen, gewitzt und, zu Pater Fürchtegotts Erstaunen, außergewöhnlich klug. Der Pater hingegen ist zwar streng religiös, aber dennoch für die Wissenschaft offen. Insgesamt sind die beiden ein tolles Team und zwei sehr sympathische Hauptcharaktere, auch wenn mir ein klein wenig der Bezug zu beiden gefehlt hat – der erste, aber winzige Kritikpunkt an
    Teufelsmond.

    Kritikpunkt Nummer Zwei sind die vielen Dorfbewohner – die Männer, ihre Frauen, Mägde, Knechte und Kinder… Ich konnte leider bis zum Ende nicht den Überblick behalten, wer wer ist, was für die Auflösung der Handlung aber recht wichtig ist. Hier hätte die Autorin die einzelnen Charaktere und ihre Geschichten etwas besser ausarbeiten können und ihnen mehr Tiefe verleihen.

    Das Ende und die Auflösung des Spuks sind dann doch leider eher vorhersehbar. Im Laufe der Handlung erfährt man die Geschichte über zwei Generationen von Alwerode und nach und nach kommen der Pater und Karla so hinter das Geheimnis der Dorfbewohner. Das Ende ist nach ungefähr zwei Dritteln des Buches dann doch eher vorhersehbar – Kritikpunkt Nummer Drei. Insgesamt vergebe ich vier von fünf Sternen, weil ich mich dennoch sehr gut unterhalten gefühlt habe und, obwohl ich nicht gläubig bin, einige gute Gedanken aus dem Buch mitnehmen konnte. Der wichtigste ist wohl: Aus Angst vor dem Bösen kann man das Böse erschaffen.

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