Bücher mit dem Tag "hippie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hippie" gekennzeichnet haben.

78 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn ich bleibe (ISBN: 9783442384044)
    Gayle Forman

    Wenn ich bleibe

     (1.191)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Nach einem Unfall, bei dem ihre Familie ums Leben kommt, wandelt Mia als eine Art Geist durch die Welt und beobachtet sich selbst und ihre Freunde und den Rest ihrer Familie, wie sie im Krankenhaus um Mias Leben bangen. Währenddessen erzählt Mia aus ihrem Leben mit ihrer Familie und ihrem Freund Adam, während sie überlegt, ob sie gehen oder bleiben soll.

    Was soll ich zu diesem Buch sagen? Irgendwie ist es so unnötig, weil eigentlich nichts passiert und auch die Emotionen nicht bei mir ankamen. Irgendwie will das Buch erzählen, dass Mia selbst in der Hand hat, ob sie in der Welt bleiben will oder ihren Eltern und ihrem Bruder in den Tod folgen soll. Während sie also im Koma liegt, versucht sie sich über ihre Optionen klar zu werden.

    Mias Geschichte kam irgendwie nicht an mich heran, auch wenn ich einige Passagen ganz nett und auch witzig fand. Trotzdem fand ich diese Entscheidung, die Mia hier zu fällen hat, nicht sehr überzeugend. Das Buch konnte mich nicht überzeugen und hat mich leider auch nicht erreicht.

    Nett zu lesen, aber leider nicht mehr!

  2. Cover des Buches Wie die Erde um die Sonne (ISBN: 9783736305700)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Erde um die Sonne

     (395)
    Aktuelle Rezension von: SteffiVS

    Lucy ist ein optimistischer Mensch, immer mit einem Lächeln im Gesicht. Optimistisch in den Glauben, dass ihre Schwester den Krebs besiegt, optimistisch das ihre Träume einer Reise durch Europa und eigenem Blumenladen und optimistisch, dass Graham ein freundlicher Mensch und vor allem liebender Vater ist.

    Und genau dieser Optimismus nervt Graham. Denn in ihm sind sehr viele Schatten. Doch seine neugeborene Tochter zeigt das Gute in ihm. Denn diese muss er alleine groß ziehen, da seine Frau ihn und seine Tochter verlassen hat, während die Kleine noch auf der Intensivstation lag und ums Überleben kämpfte. Hilfe nimmt er in dieser Zeit nur von Lucy und Professor Ollie an.

    Sehr berührendes Buch, das Mut macht und Hoffunug gibt. Vor allem da Graham nie an Hoffnung glaubte. Gegensätze manchmal ein Ganzes ergeben können, dass besser funktioniert als die Ähnlichkeiten. Die Autorin weiß, wie man mit Wörter umgeht, um alle Emotionen aus ihren Lesern zu kitzeln. Lachen, hoffen, weinen. 

  3. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.260)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Lange und flüssig zu lesende Sätze mit hoher Gedankendichte und geradezu verschwenderisch-pompösem Wortreichtum zieht man lesend über weite Teile des Werkes in sich hinein wie frische, belebende Frühlingsluft. Sollte diese Erzählung eine deutliche und erkennbare Botschaft haben, so ist sie mir ebenso deutlich und erkennbar entgangen. Für mich geht es in diesem Buch im Wesentlichen um die stets erwünschte, gewollte, erhoffte, mit vielen Hindernissen und Umwegen ausgestattete, kaum erreichbare Selbstfindung. Aber wie Hermann Hesse in seinem Nachwort selbst bemerkt: Möge jeder aus der Erzählung machen, was ihm entspricht und dienlich ist.

  4. Cover des Buches Elchscheiße (ISBN: 9783423215084)
    Lars Simon

    Elchscheiße

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Nun habe ich also endlich den ersten Band der Tierkot Trilogie von Lars Simon gelesen, und somit nun die ganze Reihe. Und irgendwie muss ich sagen, jetzt kann ich mir nun ein wirkliches Urteil bilden. Aber eines nach dem anderen.

    Lars Simon nimmt einen langsam mit und erklärt, wie das mit Torstens Ex Tanja passiert ist. Man lernt das erste Mal Torstens Freund Rainer kennen. Auch Gerd, der Vater von Torsten, und Renate dessen Freundin treten auf. Letztere ist auch die beste Freundin von Tanja, aber die ist ja mit dem „Therapeuten“ von Torsten und ursprünglich Renates Freund abgehauen. Kompliziert? Nein, nicht wirklich. Es kommt ja im Buch schrittweise. Daher ist es tatsächlich einfacher zu erst „Elchscheiße“ zu lesen, bevor man sich auf „Kaimankacke“ stürzt.

    Man lernt auch den Ort Gödseltorp mit all seinen Eigenheiten kennen und „lieben“.  Manchmal denkt man: „Mein Lieber Herr Simon, geht es nicht vielleicht ein wenig langsamer?“, denn die Ereignisse überschlagen sich teilweise in diesem Drecksnest, wie es der Autor des Öfteren nennt. Aber was will man von einem erfundenen Ort erwarten, der frei übersetzt so etwas wie „Misthausen“ heißt. 

    Lars Simon, bringt es fertig einen immer wieder zum Lachen zu bringen. Ich meine damit nicht dieses verschmitzte Lächeln während des Lesens, sondern eher dieses laute Lachen, was einem, wenn man schwarzen und sarkastischen Humor mag, immer wieder herausplatzt. Vielleicht auch zum Leidwesen der Nachbarn, wenn man eine sehr hellhörige Wohnung hat.

    Es gibt so manche Anspielung auf „Per Anhalter durch die  Galaxis“ von Douglas Adams. Wer das Buch nicht kennt, dem entgehen eventuell Nuancen. Gelegentlich ist es ein wenig zu überladen in meinen Augen. Lars Simon macht dies aber mit dem Humor einfach wieder weg.

    Elchscheiße ist für mich ein Buch, welches man lesen sollte, wenn die Welt, die einem umgibt nichts oder nur wenig zu lachen bietet. Oder einfach mal nur so für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Hochtrabendes hat oder etwas, was einem ein hohes Maß an Fantasie abfordert. Es ist eine gut gemachte Comedy Reihe, welche verdammt viel Situationskomik beinhaltet und gute Laune bringt. 

    http://literaturlounge.eu


  5. Cover des Buches Das Grab im Wald (ISBN: 9783442482665)
    Harlan Coben

    Das Grab im Wald

     (256)
    Aktuelle Rezension von: Svenska_

    Ich kann mich nur all meinen Vorrednern anschließen, die ebenfalls 5 Sterne gegeben haben: "Das Grab im Wald" ist mal wieder der Beweis dafür, dass Harlan Coben ein nicht umsonst so gefeierte Autor ist. Ich liebe seinen Schreibstil, die oft kurzen und genau auf den Punkt gebrachten Sätze, die nichts unnötig in die Länge ziehen und die auch nach einer längeren Lesepause einen leichten Einstieg ermöglichen. 

    Der Plot war so konstruiert und zusammengestrickt, dass alles am Ende nahtlos zusammenpasste und zwischendurch immer wieder für "Aha-Momente" oder sogar für den kurzen Schauer im Rücken gesorgt hat, der Spannung signalisiert und mich weiter angetrieben hat, durch die letzten Seiten zu fliegen, um die endgültige Auflösung endlich präsentiert zu bekommen. Denn auch hier ist es so, dass die letzten Seiten nochmal eine Überraschung bereit halten. 

    Einfach ein tolles Buch, das ich allen empfehlen würde. Auch denen, die noch nie ein Buch von Harlan Coben gelesen haben. Spätestens danach ist man vom Autor infiziert. 

  6. Cover des Buches Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr... (ISBN: 9783404608850)
    Per J. Andersson

    Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr...

     (193)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Die Geschichte spielt zu zwei Dritteln im Indien der 1950-er bis 70-er Jahre, geprägt vom menschenverachtenden Kastenwesen. Das letzte Drittel dreht sich dann um Pikay's unwahrscheinliche Reise von Neu-Dehli nach Boras. Mir hat die Zusammensetzung sehr gut gefallen und ich habe sehr viel über Indien gelernt, aber auch, dass es vergleichbare Strukturen im Westen gab/gibt.

  7. Cover des Buches Schloss aus Glas (Filmausgabe) (ISBN: 9783453359680)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

     (533)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Jeannette Walls erzählt in dem Buch "Schloss aus Glas" ihre Lebensgeschichte aus ihrer Sicht. Ihre Kindheit verbrachte sie in vielen verschiedenen Städten, zeitweise lebte sie auch mit ihrer Familie im Auto. Manchmal war es so schlimm, dass nicht mal mehr Geld für Essen da war. Fließend Wasser und Strom war etwas Besonderes. Geschenke gibt es auch nicht. Trotz allem blieb die Familie zusammen und stehen sich zur Seite. Früh musste Jeannette sich um ihre Geschwister kümmern. Sie wurde dadurch sehr schnell erwachsen. Erkannte schnell was gut ist und was nicht. Das lockere Leben ihrer Eltern stand für kein Kind als Vorbild. Sie schafften den Schritt in ein geregeltes Leben. 

    Ein angenehmer Schreibstil lässt die Lebensgeschichte wie einen Film vorbei ziehen. Ich bin froh über das Ende. Das die Kinder ein normales Leben haben und sich nicht so gehen lassen wie ihre Eltern. 

  8. Cover des Buches Glück ist nichts für schwache Nerven (ISBN: 9783442383252)
    Theresia Graw

    Glück ist nichts für schwache Nerven

     (43)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox
    Ein locker und leichter Roman über die Irren und Wirren der Liebe. Doris erfährt durch Zufall wer ihr Vater ist. Die Mutter hat darüber immer geschwiegen. Als sie sich dem Vater offenbaren will, wird sie versehentlich als seine Pflegerin eingestellt. Dadurch hat sie aber Gelegenheit ihn gut kennenzulernen. Sie bringt den Vater durch Motivation wieder zurück ins Leben und am Ende klärt sich alles. Eine Lektüre für zwischdurch die Spaß gemacht hat zu lesen,
  9. Cover des Buches Make love und spiel Football (ISBN: 9783499269332)
    Poppy J. Anderson

    Make love und spiel Football

     (233)
    Aktuelle Rezension von: railantahelena

     dieser teil ist sehr unterhaltsam und man kann sich ein lächeln nicht verkneifen und es macht großen spaß diesen wunderbaren teil lesen das Team bekommt ein neuen Team Besitzer und es ist die Tochter des verstorbenen Tram Besitzer. Brian Palmer kann sich natürlich kein Kommentar verkneifen.

    einfach nur ein sehr toller teil


  10. Cover des Buches Elementarteilchen (ISBN: 9783832162788)
    Michel Houellebecq

    Elementarteilchen

     (428)
    Aktuelle Rezension von: SofiaCuorDiLeone

    Ich habe dieses Buch vor allem deshalb gelesen, weil es zu den Klassikern und meist diskutierten Werken überhapt gehört - und war leider schnell abgestoßen davon. Dies ist vor allem meinem persönlichen Geschmack "geschuldet", denn ich lese einfach ungern Bücher mit so extrem expliziten Inhalten - mir geben solche Beschreibungen leider nichts außer ein ungutes Gefühl und den Drang, die Passage schnell zu überspringen oder das Buch gar weg zu legen; hier habe ich es zwar bis zum Ende geschafft, jedoch mit einem unguten Gefühl in der Magengegend. Es mag durchaus genug Leser*innen geben, die damit kein Problem haben oder so etwas sogar gerne lesen - für diese könnte Elementarteilchen bestimmt eine fesselnde Lektüre sein, nur gehöre ich eben leider nicht dazu. Inhaltlich hat mir der Text nichts gegeben, leider ein absoluter Reinfall für mich.

  11. Cover des Buches Die Kinder von Eden (ISBN: 9783404174973)
    Ken Follett

    Die Kinder von Eden

     (435)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    "Die Kinder von Eden" sind eine bunt zusammengewürftelte Aussteigergruppe, in einem Tal der Rockys in Kalifornien. Sie passen sich nicht an, leben aber sonst friedlich in ihrer eigenen Welt, bauen einen hervorragenden Wein an und mit dem Erlös dieser Arbeit finanzieren sie ihr Leben. 

    So ziemlich jedes Gruppenmitglied hatte in seinem vorherigen, bürgerlichen Leben einen dunklen oder schwachen Punkt den man hinter sich ließ, bzw. lassen musste, wollte man nicht im Gefängnis landen. Deshalb verabschiedete man sich  aus seinem bürgerlichen Dasein. Ewig könnten sie in ihrem "freien" Leben weiterhin ihr Dasein fristen, wäre da nicht der Regierungsbescheid, dass dieses komplette Tal bis zu einem bestimmten Termin zu räumen sei, da man die Schlucht für einen Wasserspeicher fluten wird. 

    Dieser Entscheid wird Anlass und setzt eine Welle der Gewalt in Gang. Die Idee ist, den Gouverneut des Staates Kalifornien mit der Drohung, ein künstliches Erdbeben auszulösen, unter Druck zu setzen.  Niemand in Sacramento glaubt, dass dies möglich sein und man tut es als Spinnerei ab. Erst als die junge FBI-Agentin Judy, der man diesen irrwitzigen Fall zuteilt um sie kalt zu stellen, den führenden Erdbebenforscher kontaktiert und sein Fachwissen einholt wird klar, dass es eine Möglichkeit gibt, über dem San Andreas Graben in Kalifornien mit einem seismischen Vibrator tatsächlich die Erde beben zu lassen. Die Gewaltbereitschaft von Priest, dem Kopf dieser Gruppe,  war schon immer latent vorhanden, doch nun bricht sich seine kriminelle Energie so richtig Bahn. Es wird gelogen, betrogen und gemordet um das Ziel zu erreichen. 

    Mehr will ich über den Inhalt des Buches nicht verraten. 

    Auf jeden Fall ist es ein spannender Ken Follet. Auch hier gelingt es dem Autor, Realität und Fiktion so miteinander zu verbinden, dass dem Leser nahezu alles schlüssig erscheint und man gebannt weiterliest. 

    Ungefähr bis Dreiviertel des Romans war ich total fasziniert, wollte das Buch nicht aus der Hand legen.. Doch dann wurde es mir doch etwas too much von allem. Deshalb ein Sternchen Abzug.  

    Trotzdem, ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders interessant dabei ist, dass man als Leser immer wieder Infos zu Erdbeben erhät die in die Geschichte  eingewoben sind. 

  12. Cover des Buches Ich bin Tess (Buchvorlage zur Netflix-Serie Kiss Me First) (ISBN: 9783839001585)
    Lottie Moggach

    Ich bin Tess (Buchvorlage zur Netflix-Serie Kiss Me First)

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Fina

    Gestaltung:

    Ich habe das Buch, als es rauskam, auf der Verlagsseite gesehen und es hat mich irgendwie angesprochen. Ich kann nicht genau sagen, wieso, aber die ungewöhnlichen Farben, der ausdrucksstarke Titel und die Kreuze auf den Gesichtern der Frauen haben mich sehr neugierig auf das Buch werden lassen. Ich mag es sehr, dass es sich um ein Hardcover handelt und der Schutzumschlag ist ebenso wie das Buch sehr hochwertig. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für das pinke Lesebändchen!


    Darum geht's:

    Leila ist ein ziemlich einsames Mädchen, das nach dem Tod seiner Mutter die meiste Zeit in einer schäbigen, kleinen Wohnung vor dem PC hängt. Als sie auf die Webseite RedPill trifft, auf der sich Menschen über verschiedenste philosophische Themen austauschen, hat sie virtuell eine neue Familie gefunden und gerät regelrecht in einen Sog, den ganzen Tag dort zu verbringen. Bis der Admin der Seite auf sie zukommt und sie um einen sehr ungewöhnlichen Gefallen bittet. Sie soll für eine Frau, die sich umbringen möchte, die Identität übernehmen. Kann das gut gehen?


    Idee/Umsetzung:

    Ich finde die Idee des Buches sehr spannend und habe noch nie etwas ähnliches gelesen. Über das Thema der Sterbehilfe kommt Leila in diesen Strudel aus verzwickten Ereignissen und beginnt schließlich alles über Tess herauszufinden, um ihre Identität glaubhaft übernehmen zu können - um Freunde auf Facebook zu updaten, mit den Eltern Kontakt zu halten und E-Mails auszutauschen.

    Es gibt einen Erzählstrang in der Vergangenheit, in dem wir erfahren, wie Leila auf RedPill gekommen ist, wie sie Tess kennenlernte und begann, sie zu sein. Außerdem begibt sich Leila in der Gegenwart auf eine Reise nach Spanien, in der sie Tess sucht. Wieso, weshalb, warum führe ich jetzt nicht weiter aus.

    Mir haben die Zeitstränge gut gefallen, weil es abwechslungsreich war und der Vergangenheit auch deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

    Insgesamt habe ich das Buch vor allem bis zur Mitte als sehr spannend empfunden. Eine ominöse Webseite und diese seltsame Aufgabe mit Tess waren tolle Aspekte, die viele Fragen aufwarfen, die ich unbedingt beantwortet haben wollte. Nach dem meiner Meinung nach gelungenen Plot Twist hat die Geschichte ein wenig an Fahrt verloren, und plätschert eher zu Ende. Das war etwas schade, aber davor war es eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle.

    Die Figuren fand ich ebenfalls sehr interessant.

    Leila ist ein spezieller Charakter, mit dem ich mich nicht unbedingt identifizieren konnte, aber mit der ich viel Mitleid hatte und ihre Taten in Anbetracht ihrer Lage doch immer ein Stück weit nachvollziehen konnte. Ich glaube, das sie nicht vollkommen psychisch gesund war und man deshalb auch nicht erwarten konnte, dass sie immer richtig handelt. Über Tess lernt man eine Menge, aber immer durch die Augen von Leila, was auch mal eine gelungene Abwechslung war. Viele weitere Charaktere gibt es gar nicht, die man genauer kennenlernt, ein wenig Leilas Mitbewohner, Adrian, Connor und Tess' Mutter, aber diese andere Art der Figurenvorstellung und die Begrenzung auf wenige Figuren passen sehr gut zu dieser Geschichte. 

    Das letzte Drittel des Buches zog sich dann etwas, da die Geschichte irgendwie zu Ende gehen musste. Ich habe diesen Abschnitt als langatmig und holprig empfunden, kann aber nachvollziehen, was die Autorin vor hatte. Generell wäre vielleicht ein schnelleres Ende nach dem Plot Twist besser gewesen, aber wenn man die Idee des Buches mag, verzeiht man der Autorin diesen Abschnitt allemal und der Gedanke, wie es mit Tess enden soll, war meiner Meinung nach auch sehr tröstlich.


    Fazit:

    Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, weil viele Leute das Buch nicht mögen. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, weil mir die Idee und der Ablauf der Geschichte sehr gut gefällt. Besonders der Anfang ist sehr spannend und der Plot Twist super gelungen. Am Ende zieht es sich etwas, aber ich habe Leila und Tess beide mit ihrer sehr verqueren, nicht unbedingt gesunden Denk- und Lebensweise ins Herz geschlossen. Wenn ein Buch Spuren hinterlässt, ist es auch wert, gelesen zu werden...

  13. Cover des Buches Sterbenstörtchen (ISBN: 9783740805043)
    Beate Ferchländer

    Sterbenstörtchen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Bei diesem Buch bin ich leider absolut zwiegespalten. Ich habe es im Rahmen einer Leserunde gelesen und fast alle fanden es toll. Bei mir ist das etwas anders. Ich hatte wirklich Probleme, rein zu kommen und mit den Figuren warm zu werden. Leider fiel mir das sehr schwer – aber ich weiß nicht wirklich, woran das liegt. Denn eigentlich ist das Buch voller schwarzem Humor und witzig und auch spannend.

    Ich hatte es dann weggelegt und nach einiger Zeit nochmal neu angefangen. Dann ging es ganz gut, auch wenn ich immer noch nicht richtig begeistert bin. Die Sprache der Autorin ist leider nicht meins und auch die Figuren sind mir nie so richtig ans Herz gewachsen. Dennoch ist das Buch unterhaltsam und interessant. Die Geschichte ist geschickt aufgebaut und endet ganz anders als man denkt. Es ist gut geschrieben und man lernt die Untiefen dieser besonderen Familie kennen. Wer sich darauf einlassen kann, findet hier gute und spannende Unterhaltung.

  14. Cover des Buches Das rosa Haus am Meer (ISBN: 9783492310437)
    Susanne Fülscher

    Das rosa Haus am Meer

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Lujoma

    Eine alte Dame, die jeden Tag feiert, als wäre er der letzte. Eine junge Schauspielerin, die nicht weiß, was sie vom Leben will. Ein Sanitäter, der an Hypochondrie leidet. Eine Frau, die verlernt hat zu vertrauen. Ein älterer Herr, der nie aufgehört hat zu lieben. Ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Eine italienische Insel. Ein wunderbarer Sommer und ein rosa Haus am Meer…


    Dieser Klappentext und das sommerliche Cover machten mich neugierig auf den Roman. Es ist das 1. Buch der Autorin Susanne Fülscher, dass ich las und es hat mich gut unterhalten Witzige Dialoge, ernste Fragen zu dem, was im Leben wichtig ist und dazu italienisches Sommerfeeling.Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Paulina mochte ich am liebsten, konnte ihre Suche nach ihrem Weg für die Zukunft gut nachvollziehen. Rosa und auch Kalle waren mir oft zu überdreht, wollten jung wirken. Manche Lebensweisheit regte aber auch zum Nachdenken an. Gut gefallen hat mir die Entwicklung, die Charlotte und Fabio erleben.


    Fazit:

    „Das rosa Haus am Meer“ ist ein unterhaltsamer Sommerroman im Urlaubsfeeling. Gern vergebe ich 4 Sterne.

  15. Cover des Buches The Girls (ISBN: 9783423146203)
    Emma Cline

    The Girls

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Sie bewegten sich in einem unbehaglichen Grenzbereich zwischen Schönheit und Hässlichkeit, und ein Schauer gesteigerter Aufmerksamkeit folgte ihnen durch den Park." - Emma Cline, "The Girls"


    Kalifornien, im Sommer 1969: Evie Boyd ist 14 und einsam, Ferien voller Leere tun sich vor ihr auf, bevor sie im September auf ein Internat geschickt werden soll. Ihre beste Freundin entfernt sich immer weiter von ihr und so ergreift sie sofort die unverhoffte Möglichkeit, die sich ihr bietet, um mit Suzanne und den anderen zur Ranch zu fahren. Schon länger gab es in der Stadt Gerüchte von den verwahrlosten Hippies, die sich um ihren Anführer geschart am Rande der Zivilisation befinden. Evie lässt sich treiben, findet Anschluss und hängt ihr Herz fast panisch an Suzanne - bis die Stimmung plötzlich kippt und etwas passiert, das vor Grausamkeit und Schrecken kaum zu überbieten ist...


    Emma Clines Roman "The Girls" hält für die Lesenden eine rauschartige Spannung bereit. Fiebrig begleitet man Evie durch diesen Sommer zwischen Kindheit und Jugend, leidet mit ihr unter ihrem Mangel an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, vergöttert mit ihr die scheinbar so unantastbare Suzanne - und sieht gleichzeitig das drohende Unheil, das sich von Anfang an nicht abwenden lässt. 


    Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Abwechselnd begleitet man die  erwachsene und von den Geschehnissen gezeichnete Evie, die auf ein abgeschiedenes Haus aufpasst und dort zufällig auf ein Mädchen trifft, das sich in einer ähnlichen Situation wie sie damals befindet - mit ihrem Wunsch, irgendwo zugehörig zu sein, gut anzukommen, einen Funken Aufmerksamkeit zu erhaschen - und die Evie im Sommer 1969. Von Anfang an wissen die Leser*innen, was am Ende passieren wird, was sich wie ein dunkler Schatten über alles legt, was man liest.


    Nuanciert und sprachlich genial erzählt die Autorin eine Geschichte vom Mitläufertum - und lässt die Lesenden mit der Frage zurück, wie sie gehandelt hätten, ob uns das nicht allen passieren kann, in unserer Geltungssucht und unserer Gier nach dem Interesse der Anderen.


    Ich mochte "The Girls" sehr gerne. Der Roman ist sicherlich keine leichte Sommerlektüre, trotzdem drängt sich die flirrende Hitze auf jeder Seite und die Spannung ist nahezu greifbar. Wieder mal ein Buch, das mir noch lange im Kopf bleiben wird und das ich gerade in dieser warmen Jahreszeit empfehlen möchte ☀️

  16. Cover des Buches Jennissimo (ISBN: 9783862783496)
    Susan Mallery

    Jennissimo

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Annki

    "Jenna fällt fast der Kochlöffel aus der Hand: Ein älteres Hippie-Pärchen betritt ihren Kochshop - und erklärt, sie sei ihre leibliche Tochter. Dass Jenna adoptiert ist, wusste sie. Kein Problem. Aber andere Eltern wollte sie eigentlich nicht. Auch wenn die beiden betagten Blumenkinder jetzt kunstvoll die Macht der Liebe beschwören. Aber damit nicht genug: Ein toller Typ schreibt sich in Jennas Kurs ein, der anscheinend mehr im Sinn hat, als nur in der Küche seinen Mann zu stehen: Er will mit Jenna flirten. Und das nach ihrer Scheidung, die sie viel Kraft und noch mehr Selbstbewusstsein gekostet hat! Eine neue Liebe? Die steht definitiv nicht auf Jennas Tageskarte! Sie ist kurz davor überzukochen..."

    In diesem Buch von Susan Mallery geht es um mehrere Charaktere und dieses mal auch um mehrere Themen - auch ernste Themen.

    Zum einen gibt es da die adoptierte Jenna, frisch geschieden und mit dem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein komplett am Boden. Sie kehrt zurück in ihre Heimat und eröffnet einen Laden. Es scheint, als ob alles gut werden würde. Doch dann stehen ihre leiblichen Eltern vor der Tür und Jenna fühlt sich zwischen 2 Familien zerrissen. Sie braucht keine neue Mutter und kommt damit kaum zurecht.

    Dann gibt es Violet, eine Angestellte und später auch sehr gute Freundin von Jenna. Violet hat eine grauenhafte Vergangenheit. Nachdem ihre Mutter sie zur Prostitution gezwungen hat, ist sie mit 15 von daheim weggelaufen und hat einiges erlebt. Endlich findet sie einen Mann, der sie gut behandelt. Doch weit gefehlt. Leider musste sie sein wahres Gesicht kennenlernen - und wachte im Krankenhaus wieder auf.

    Und dann gibt es natürlich die Adoptiveltern und die leiblichen Eltern von Jenna die sich ebenfalls erst mit der Situation zurecht finden müssen, dass Jenna auf eine gewisse Art und Weise alle 4 liebt.

    Dieses Mal steht die typische Liebesgeschichte von Susan Mallery im Hintergrund. In ihrem Buch geht sie sehr ernste Themen an, wie Gewalt in einer Beziehung etc.

    Mir hat das Buch sehr gefallen, da es einmal etwas anderes war und ich es gut finde, wenn solche Themen auch zur Sprache kommen.

    Einen Stern muss ich jedoch abziehen, da ich persönlich finde, dass das Buch für diese Art von Themen doch ein wenig zu seicht und naiv geschrieben war. Ich hätte mir da teilweise weniger Klischee gewünscht.

    Trotz allem kann ich das Buch jedem, der den Schreibstil von Susan Mallery mag, empfehlen.


  17. Cover des Buches Gesang der Toten (ISBN: 9783548263298)
    Stephen King

    Gesang der Toten

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    · • ● Inhalt eigene Worte ● • ·

    In diesem Buch befinden sich 9 unheimlich Kurzgeschichte von niemand geringeren als Stephen King.

    · • ● Schreibstil & Aufbau ● • ·

    ~ Erzähler Perspektive ~

    ● Kapitel ● 

    Das Buch ist in neun Kapitel eingeteilt. Mit 282 Seiten haben die Kapitel eine gute länge und sind nicht all zu kurz. Eine passende Überschrift ist über den jeweiligen Kapitel zu finden. Ansonsten ist das Innere ebenfalls schlicht gestaltet.

    ● Schreibstil ● 

    Der Schreibstil ist bereits hier typisch Stephen King. Die Geschichte beginnt vermeintlich ruhig und nimmt dann schnell an Fahrt auf, meist mit einem unerwarteten Ende. Der Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd.

    ● Charaktere ● 

    Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und sind fest in der Geschichte integriert. Auch die Charaktereigenschaften werden durch den Schreibstil und die Beschreibungen gerade zu greifbar.

    · • ● Mein Fazit & Bewertung ● • ·

    Die Kurzgeschichten tragen die typische Stephen King Handschrift, welche mir wie gewohnt sehr zusagt. Die Ideen bzw. Geschichten sind außergewöhnlich, mit einer kleinen Prise Verrücktheit. Einfach King einzigartig. Einige Kurzgeschichte wurden sogar schon damals (ab 1982) verfilmt und zwar in der sogenannten "Creepshow". Auch diese Serie ist, wie das Buch, schon älter und ich habe bereits damals die verrückten Geschichten geliebt. Die Original VHS Kassetten dazu habe ich damals unendlich oft geschaut und auch heute liebe ich sie immer noch. Die Kurzgeschichte sind deshalb so toll, weil man schnell das typische Stephen King Ergebnis hat und dann gleich neun Mal, in kürzester Zeit. Ich bin schon, seit dem ich denke kann, eingefleischter Stephen King Fan. Dieses ältere Werk von ihm kann ich wieder klar empfehlen. 5/5🕷.

  18. Cover des Buches Sommer der Liebe: Psychothriller (Profiler Tobi Miller) (ISBN: B08TV41LJW)
    Michael Seitz

    Sommer der Liebe: Psychothriller (Profiler Tobi Miller)

     (14)
    Aktuelle Rezension von: clematis

    Ein junges Mädchen aus einer betreuten Wohngemeinschaft in Wien ist abgängig und wird schließlich brutal ermordet aufgefunden. Erst tappt Profiler Tobi Miller an der Seite des Ermittlers Bruno Horvath im Dunklen, aber mit einem Zeitungsartikel über eine verschwundene junge Frau vierzig Jahre zuvor lenkt er seine Nachforschungen auf Heinrich Meiers Kommune im Rahmen der 1968er-Bewegung und schon ergeben sich Seilschaften der Macht und Manipulation, die Tobi bis nach Sizilien führen. 

    Als Einstieg zu diesem Thriller gibt es ein Prequel für all jene, die Tobis Vorgeschichte aus „Kinderspiel – Fesseln der Vergangenheit“ (absolut empfehlenswert!) nicht kennen. Aber auch ohne Vorkenntnisse lernt man schnell die wesentlichen Charakterzüge des durch und durch authentischen Analytikers kennen. Mit Episoden aus der heutigen Zeit, Szenen in der Hippie-Kommune und Briefen einer (zu Beginn) Unbekannten erzählt Michael Seitz die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und weckt geschickt die Neugierde auf mögliche Zusammenhänge. Mit den neuen Namen der Figuren in der Kommune wird ein wenig Verwirrung gestiftet, insbesondere, als diese Verbindungen zu bekannten Fernsehfilmfiguren herstellen. Auch sonst heißt es für den Leser aufmerksam bleiben, wenn sich das Netz der Abhängigkeiten und Verstrickungen enger webt, wenn Namen aus dem Damals plötzlich in einflussreichen Politikerkreisen auftauchen. 

    Der Schreibstil Michael Seitz´ ist – wie auch in seinen bisherigen Büchern – sehr einnehmend und besticht mit einer Prise trockenen Humors und genialen Vergleichen, die einem immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Zusätzlich ist die genaueste Recherche zu erwähnen, die das Ganze sehr lebendig werden lässt und ein Stück Geschichte nochmals in die Gegenwart zurückholt. Insbesondere die Figuren des Autors sind meisterlich getroffen. Wer wohl im wahren Leben Pate steht für so manche Persönlichkeit in all den Geschichten? Denn ganz aus dem Nichts erfinden lassen sich diese phantastisch charakterisierten Menschen wohl kaum! Und auch in diesem Thriller merkt man wieder, dass der Autor ein Thema zur Sprache bringt, welches ihm ein wesentliches und persönliches Anliegen ist. Man spürt förmlich zwischen den Zeilen das Herzblut, das in ihnen steckt, die Aufarbeitung einer „schillernden Zeit“ und den Ursachen, die all das überhaupt erst möglich werden haben lassen. Macht, Manipulation, Abhängigkeit, vor vierzig Jahren ebenso Thema wie heute. Auch wenn die Details zur RAF nicht wirklich mein eigenes Interesse treffen, so ist das Geflecht, das sich hier ergibt, dennoch spannend und insgesamt eine ausgezeichnete Abwechslung in meinem Bücherregal. 

    Fall Eins rund um Tobi Miller geht zwar noch viel mehr unter die Haut, jedoch kann ich als „Lesefreundin“ von Bruno und Tobi (und selbstverständlich von Falco in den Falco-Brunner-Krimis) auch diesmal nur eine Empfehlung für diesen Thriller aussprechen. Soweit ich weiß, liegt eine Fortsetzung in Michael Seitz´ Schublade … ich freu mich!

     


    Titel                                  Sommer der Liebe

    Autor                                Michael Seitz

    ISBN                                979-8718368932

    Sprache                           Deutsch

    Ausgabe                          Taschenbuch, 373 Seiten

                                             ebenfalls erhältlich als ebook und Hörbuch 

    Erscheinungsdatum        1. Juli 2021

    Reihe                               Profiler Tobi Miller 

    Verlag                              Selfpublishing     

  19. Cover des Buches Die Brooklyn-Revue (ISBN: 9783499257926)
    Paul Auster

    Die Brooklyn-Revue

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    „Ich suchte nach einem ruhigen Ort zum Sterben. Jemand empfahl mir Brooklyn“… Es ist Nathan Glass, dem diese Gedanken durch den Kopf gehen. Er ist geschieden, lebt im Vorruhestand und hat (zumindest vorläufig) einen Lungenkrebs überstanden. Vor 59 Jahren wurde er in Brooklyn/New York geboren, dort soll nun auch der Kreislauf seines Lebens enden – so sein Plan. Doch es sollte anders kommen. Nathan trifft zufällig seinen Neffen Tom Wood, der in einer antiquarischen Buchhandlung arbeitet, lernt dessen Chef Harry Brightman kennen und nimmt Lucy, die neunjährige Nichte Toms, bei sich auf. Das Sterben muss vorläufig warten, da die Herren einen großen Coup vorhaben. Außerdem beabsichtigt Nathan noch „Das Buch menschlicher Torheiten“ zu schreiben, in dem er plant, jede Blamage, jede Peinlichkeit, jede Dummheit, jedes Unvermögen und jede Albernheit, die er im Laufe seines Lebens als Mann begangen hat, festzuhalten. Dafür sammelt er bereits eifrig Material, das auch entsprechende Anekdoten von Freunden und Bekannten mit einschließt. Doch zuerst müssen noch einige familiäre Probleme gelöst werden … 

    Paul Auster ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, dessen zahlreiche Werke in über vierzig Sprachen übersetzt worden sind. Er wurde 1947 in Newark (New Jersey) geboren. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaft und der Anglistik verbrachte er zunächst einige Jahre in Frankreich und lehrte dann an der Columbia University. Sein großer Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1987 mit seiner „New-York-Trilogie“.  Aus seiner ersten Ehe mit der Schriftstellerin und Übersetzerin Lydia Davis hat Auster einen Sohn. In zweiter Ehe ist er seit 1982 mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet, mit der er eine Tochter hat. Außer seiner Tätigkeit als Schriftsteller ist Paul Auster auch als Regisseur, Kritiker, Übersetzer und Herausgeber tätig. Er lebt mit seiner Familie in Brooklyn. 

    Bereits die ersten Sätze beeindrucken, machen neugierig auf das Buch, überraschen und lassen uns schmunzeln. Brooklyn soll ein ruhiger Ort sein, ein Ort um in Ruhe zu sterben? Wie so oft bei Paul Auster kommt es auch in „Die Brooklyn-Revue“ ganz anders. Unserem Helden Nathan Glass kommt einiges dazwischen beim Plan zu sterben, der Zufall hat seine Hand im Spiel, unvorhergesehene Ereignisse treten ein und sein Leben nimmt eine ungeahnte Wendung. Nur wenige Personen sind Akteure in diesen mit Humor gespickten Anekdoten einer Familie, die der Autor als Erinnerungen des Protagonisten geschickt in die laufende Handlung einfließen lässt. Es sind Geschichten aus dem Leben, mal heiter, mal traurig, über Freud und Leid, über Hoffnung und geplatzte Träume, über Leben und Tod. 

    Die Ereignisse sind so lebendig geschrieben, als wäre man dabei. Die Personen, besonders natürlich Nathan, wirken sehr real und lebensnah, als würde es sich um Nachbarn handeln und in den Orten der Handlung, besonders in Brooklyn, findet man sich sehr schnell zurecht. Das Buch endet ähnlich überraschend, wie es begonnen hat – am 11. September 2001 um 8.oo Uhr, sechsundvierzig Minuten bevor das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Center rast. 

    Fazit: Ein herrliches Buch über die Unwägbarkeiten im Leben, über Veränderungen und Neuerungen, über Hoffnungen und Wünsche – sehr empfehlenswert! 

  20. Cover des Buches River (ISBN: 9783492258746)
    Donna Milner

    River

     (164)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte konnte mich gleich fesseln und liess mich nicht mehr los. Ich vergebe daher 4 1/2 Sterne. Einen halben Stern ziehe ich ab, da mir die Schicksalsschläge etwas zu viel waren. Das war mir zu dick aufgetragen. Trotzdem ein empfehlenswerter, gefühlvoller Roman. 

  21. Cover des Buches Lola Bensky (ISBN: 9783518467022)
    Lily Brett

    Lola Bensky

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wenn Lola Bensky nicht gerade eine neue Diät plant, dann spricht sie mit Jimi Hendrix über die Lockenwickler, leiht Cher ihre falschen Wimpern oder lässt sich von Mick Jagger eine Tasse Tee kochen. Die 19-Jährige ist Musikjournalisten und im Auftrag des australischen Magazins „Rock out!“ unterwegs, um die Stars der 60er Jahre zu interviewen. Doch Lola selbst hat auch eine Menge zu erzählen – über ihre Eltern, die das Ghetto von Lodz und Auschwitz überlebten und nach dem Krieg nach Australien auswanderten.

    Inspiriert von ihrer eigenen Lebensgeschichte hat Lily Brett diesen wundervollen Roman geschrieben, der sowohl von banalen als auch von bedeutenden, von traurigen und witzigen Situationen handelt.

  22. Cover des Buches Radio Hearts (ISBN: 9783423217323)
    Florentine Krieger

    Radio Hearts

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Maria_Nielsen
    Beat your Love oder Radio Hearts

    Fred, Radiowirt der romantischen Sendung „Radio Hearts“, ist ausgepowert, angewidert von den schmalzigen Wünschen seiner Kundinnen und wird von seinem Chef in den Zwangsurlaub geschickt, um seine leeren Romantikkonserven aufzufüllen.

    Fred lernt Lena kennen, die den Plattenladen seine Vinyl-Idol übernommen hat, aber so gar keine Ahnung von ihrer Zielgruppe hat. Als Fred sich anbietet, ihr zu helfen und mit ihr in die Tiefen des Vinyls eintaucht, spielt plötzlich auch eine Liebesmelodie in seinem Herzen. Doch leider entdeckt er es viel zu spät, so spät, dass er nicht weiß, ob Lena im überhaupt nicht eine Chance gibt

    Eine witzige Liebesgeschichte, voller Überraschungen, mit fetzigen Dialogen, einer Prise Romantik. Besonders hat mir die Perspektive gefallen. Die Lovestory wird aus der Sicht von Fred erzählt. Eine eher ungewöhnliche Perspektive in einem Liebesroman, aber dafür umso ansprechender. Für mich ist „Radio Hearts“ eine Liebesgeschichte, die man nicht so schnell vergisst.




  23. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783426505434)
    Gernot Gricksch

    Königskinder

     (69)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Das Buch erzählt die Lebensgeschichten von Mark und Simone, genannt Saraswati. Beide sind am selben Tag 1970 in Hamburg geboren und werden sich im Laufe ihres Lebens immer wieder flüchtig begegnen. Während Simone bei ihrer alleinerziehenden Hippie-Mutter aufwächst, die Inhaberin eines esoterischen Teegeschäftes ist, stammt Mark aus der Oberschicht und geht aufgrund seiner Hochbegabung auf eine elitäre Schule in Hamburg. Mark erlebt während seiner Kindheit und Jugend das ein oder andere Abenteuer durch seinen besten und einzigen Freund Hassan, während sich Simone als SDAJ-Anhängerin, militante Tierschützerin und Greenpeace-Aktivistin immer wieder selbst in Schwierigkeiten bringt. Ihre Wege kreuzen sich an den verschiedensten Orten in unterschiedlichen Situationen, aber zu einem Kennenlernen will es einfach nicht kommen. 

    Der Roman schildert immer abwechselnd Episoden aus den Leben von Mark und Simone, die zeitlich parallel verlaufen. Beide stammen sie aus unterschiedlichen Verhältnissen, haben keine Gemeinsamkeiten, weshalb es keine Berührungspunkte in ihrer beider Leben gibt. Nur durch Zufälle kommen sie sich immer mal näher, verpassen sich letztlich aber stets um Haaresbreite. Beide haben kein großes Glück in der Liebe oder finden eine Arbeit, die sie erfüllt und sind deshalb rastlos auf der Suche. Die Situationen, in die sie dabei geraten, sind manchmal abstrus, aber herrlich komisch, ohne dass der Autor albern oder unrealistisch wird. Mit großem Vergnügen verfolgt man deshalb, wie sich die beiden Charaktere von ihrer Kindheit bis zu ihrem Erwachsenenalter in unterschiedliche Richtungen entwickeln. 
    Das Buch ist gleichzeitig eine Zeitreise in die Hippie-Zeit der 70er, die politischen 80er bis über die 90er in das 21. Jahrhundert. Dabei werden historische Ereignisse geschickt mit den Biographien von Mark und Simone verwoben und der Zeitgeist durch Kleidungsstile, Fernsehen oder Musik nahe gebracht. 
    "Königskinder" ist ein wunderbar humorvoller, kurzweiliger Roman über zwei nicht ganz gewöhnliche Charaktere, deren Eigenschaften und ihre das Leben prägenden Erlebnisse mit Liebe zum Detail geschildert sind. Bis zum Ende im Jahr 2009 fiebert man mit, ob die zwei Seelenverwandten ihre Suche beenden können und sich doch noch begegnen und als diese erkennen. 
  24. Cover des Buches Der Electric Kool-Aid Acid Test (ISBN: 9783453406216)
    Tom Wolfe

    Der Electric Kool-Aid Acid Test

     (22)
    Aktuelle Rezension von: simoncoil

    Tom Wolfe beschreibt mit allen psychedelisch-synästhetischen Details den Werdegang der Merry Pranksters; einer Gruppe, die sich Mitte der 1960er um den Dichter Ken Kesey versammelt und ausgehend von Experimenten mit (damals noch legalen) LSD radikal die amerikanische Lebensweise hinterfragt. Mit einem umgebauten Schulbus, gesteuert von Neal Cassady (der Jack Kerouac als Inspiration für Dean Moriarty und Cody Pomeray diente), reist die Gruppe durch das Land und versucht mithilfe von Kameras ihre Vorstellung in "dem Film" zu manifestieren, wobei "der Film" zugleich eines der zentralen Konzepte der Gruppe wird: Man will nicht im Film der anderen mitspielen und ihren Regeln folgen, sondern selbst beeinflussen, wie sich Situationen entwickeln. Kosmische Zufälle bestätigen wiederholt, dass die Pranksters sich auf dem richtigen Weg befinden; es gibt keine Rückschläge nur Neuorientierungen. Natürlich ergeben sich aus dem auffälligen und auch nicht immer regelkonformen Verhalten der Pranksters schnell Probleme, die unter anderem dazu führen, dass Kesey die USA für eine Weile verlassen muss.

    Neben der direkten Wirkung von LSD auf der Verhalten interessiert sich Wolfe erstens insbesondere für das Verhältnis der Pranksters zu Kesey: Wie es sein kann, dass eine derart anti-autoritär eingestellte Gruppe von Individualisten sich am Ende doch einen Anführer sucht, selbst wenn er immer nur auf indirekte oder sehr subtile Weise auf die anderen einwirkt? (Wolfes These scheint mir zu sein, dass man anhand der Pranksters nachverfolgen kann, wie sich religiöse Gruppe um eine prophetische Gestalt versammeln.) Zweitens stellt sich schon bald die Frage danach, was mit den Ideen der Pranksters passiert, wenn sie zentraler Bestandteil der amerikanischen Gegenkultur werden: Sind Keseys expliziten Absagen an Drogen wirklich die logische Weiterentwicklung, oder sind sie doch eher ein Zugeständnis an die US-Justizbehörden? Was bleibt vom freien Individuum, wenn seine Insignien und Verhaltensweisen Teil der Popkultur werden?

    Insgesamt ist das Buch etwas lang ausgefallen, und die große Anzahl an Personen macht die Lektüre zuweilen etwas schwierig, zumal die Pranksters in der Regel ihre Namen im Verlauf der Handlung ändern, aber zum Glück ist in diesem Fall die deutsche Übersetzung (bis auf einige ganz wenige Missverständnisse) wirklich sehr gut gelungen. Wenn man sich für die Gegenkultur der 1960er (und ihre Probleme) interessiert, sollte man zumindest einmal einen Blick in das Buch werfen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks